Christian Heidels Vorstellung auf Schalke

Jetzt ist er also da. Gestern wurde Christian Heidel als neuer Vorstand Sport und Kommunikation auf Schalke vorgestellt. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat bestellt, so sieht es die Satzung vor. Entsprechend war es natürlich an Clemens Tönnies, den neuen Vorstand zu präsentieren. Und gleich in seinen einleitenden Sätzen traf er die Aussage, die sicherlich in den nächsten Wochen, bis zur Jahreshauptversammlung, am häufigsten zitiert, diskutiert oder gar in Abrede gestellt werden wird.

Christian Heidel ist der neue starke Mann auf Schalke. Das verbinde ich mit der Nachricht, dass ich mich in Zukunft weiter aus dem Tagesgeschäft zurückziehe und mich auf das konzentriere was ein Aufsichtsrat tut: Beaufsichtigen und Rat geben.

Clemens Tönnies steht als Aufsichtsrat vor allem deshalb in der Kritik, weil er sich nie zurückhalten konnte. Weil er sich immer wieder als der starke Mann zeigte, ohne den keine wichtigen Entscheidungen auf Schalke gefällt werden. Weil er sich wie ein Präsident gab, regelmäßig in TV-Shows und Bild-Interviews seine Statements zur Lage formulierte. Eine Rolle, die seinem Amt nicht zusteht.

Ein Thema, mit dem sich auch Christian Heidel beschäftig hat.

Ich habe natürlich mitbekommen, dass es hier und da Kritikpunkte gibt. Natürlich gingen unsere Gespräche auch darum, wie wir die Aufgaben verteilen, Clemens Tönnies wird das bestätigen. Ich wäre sicherlich nicht zu Schalke 04 gekommen, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass zukünftig das operative Geschäft im Aufsichtsrat gemacht wird. Da gibt es eine ganz klare Zusage, dass das operative Geschäft Aufgabe des Vorstands ist, sein wird, und darauf bestehe ich auch. Sonst wäre ich nicht zu Schalke 04 gekommen.

Er habe „den Staffelstab weitergegeben“, formulierte Clemens Tönnies später. Aussagen, die ihm seine Kritiker nicht glauben werden. Aber eben die Ankündigung dessen, was sich diejenigen wünschen, die Clemens Tönnies für den grundsätzlich richtigen Mann in diesem Job halten, die nur eben seine Nähe zur Presse stört. Mir fällt es schwer zu glauben, dass sich Clemens Tönnies an seine Ankündigungen hält. Allerdings halte ich das Engagement Christian Heidels dahingehend für bemerkenswert. Ich halte den neuen Vorstand für durchaus stur – er selbst nannte es „hartnäckig“ – und ich glaube ihm, dass er Einmischungen gegen seinen Willen nicht akzeptieren würde. Insofern lässt sich diese Personalie durchaus als Beweis deuten, dass Clemens Tönnies es mit dem Zurückziehen erst meint. Übrigens wie auch schon damals, als Felix Magath zum „starken Mann“ auf Schalke wurde und sich Clemens Tönnies fortan auch sehr zurückhielt. Ein Versuch der scheiterte, was aber wahrlich nicht an Clemens Tönnies lag.

Doch in dieser Pressekonferenz sollte es ja nicht um Clemens Tönnies gehen. Dass Christian Heidel ein guter Vorstand Kommunikation sein wird, ließ diese erste Pressekonferenz jedenfalls bereits erahnen. Er sprach viel, übernahm sogar Antworten die eigentlich Clemens Tönnies hätte geben sollen, und was er sagte hatte Hand und Fuß. Er wirkte bestimmt, ganz klar in seinen Aussagen, und immer freundlich.

Er machte klar, dass seiner Ansicht nach der Trainer der wichtigste Mann sei. Dass er seine Aufgabe darin sehe, dem Trainer zum Schutz ein breiter Rücken zu sein, ihm das bestmögliche Team aus Co-Trainern und Assistenten zur Verfügung zu stellen, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen.

Er sagte dass es das Ziel sei, dass jeder Schalker stolz auf den Club sei, dass es nicht mehr nötig sein soll, die Verfehlungen mit Humor zu nehmen. Er sagte, dass der Club dabei in Vorleistung gehen müsse, dass man eine Fußballspiel entwickeln müsse, auf dass jedermann wüsste für welchen Fußball Schalke 04 stehe.

Er sagte noch viel mehr, aber tatsächlich muss ich konstatieren: Christian Heidel hat eigentlich alles eben so gesagt, wie ich es mir gewünscht habe. Nun bin ich leicht begeisterungsfähig – Schalker eben. Und ja, das Umsetzten ist schwieriger als das Beschreiben. Aber dort den neuen Vorstand sitzen zu sehen, der das sagt was man sich wünscht, ist eben viel besser als dort einen sitzen zu sehen, der anderes sagt. Ich freue mich auf Christian Heidel.
 



112 Kommentare zu “Christian Heidels Vorstellung auf Schalke”

  1. Matthias sagt:

    Ich war gegen Heidel, weil er in der Azaouagh-Sache damals gegenüber Assauer wortbrüchig wurde. Man muss aber auch feststellen, dass es in seiner langjährigen Tätigkeit nur sehr wenige Beschwerden von Leuten gab, die sich über den Tisch gezogen fühlten – Tenor ist eher „harter aber nie unfairer Verhandlungspartner“. Daher will ich es mal als Missverständnis werten.

    „Abgeholt“ hat er mich gestern mit dem Satz, dass er unbedingt hatte vermeiden wollen, dass Breitenreiter am Samstag über Planungen für die Zukunft spricht. Das ließ mich an die unsägliche Sky90-Sendung denken, bei der man Jens Keller den widerlichen Springer-Typen zum Fraß vorgeworfen hat und seinen Job verteidigen ließ, obwohl die Sache längst gelaufen war. Die Nummer habe ich Heldt wirklich übel genommen und es gefällt mir sehr, dass Heidel hier mehr Sensibilität für den Umgang mit Menschen beweist.

    Unter dem Strich stimme ich Torsten zu: Eine sehr souveräne Vorstellung, die Hoffnung macht. Dennoch muss Heidel jetzt erst mal liefern. Ich erinnere mich noch an die Vorstellung von Di Matteo, nach der wir auch alle begeistert an einen echten Neuanfang geglaubt haben.

  2. Carsten sagt:

    ich bin mit der Absicht hingefahren um eine A Klasse zu kaufen und habe eine M Klasse mitgenommen…
    schnell hat Heidel einen mit seinen Worten gefesselt, für sich gewonnen und man ist auf die Zukunft gespannt

  3. andres sagt:

    ja das war eine schöne Vorstellung. Wenngleich das auch nicht schwer sein sollte. Die Wünsche sind ja naheliegend. Er hat also immerhin kommunikativ das Zeug das auf- und die Fans mitzunehmen.
    Bemerkenswert fand ich seine Einlassungen zu CTs Herzblut, weil ich mir nie so ganz sicher bin, ob der Verein oder persönliche/privatwirtschaftliche Interessen sein Handeln bestimmen. Für den Augenblick mag ich es glauben, dass er Heidel das Heft des Handelns halten lässt. Wir werden sehen, was die erste Krise bringt.

  4. Torsten sagt:

    Wie getz, „Krise“!?

  5. andres sagt:

    wow, so optimistisch, dass Du eine sportlich wenig erfolgreiche Phase schon ausschliesst?
    Welcher Weg lässt sich denn ohne Rückschläge gehen?

  6. Torsten sagt:

    War nicht so ganz ernst gemeint ;-)

  7. Detlef sagt:

    „Ich freue mich auf Christian Heidel.“
    Ich auch, denn ich traue ihm durchaus zu den „Laden“ nach seinen Vorstellungen zu führen. Das hängt aber nicht zuletzt auch von Clemens Tönnies ab. Hält der sich an seine Aussagen. Da habe ich leider leichte Zweifel. Würde mich aber freuen, wenn die unbegründet wären.

    Geben wir Heidel Zeit, denn die braucht es, seine Ziele umzusetzen. Mit Zeit ist nicht nur Wochehn und Monate gemeint, das dauert sicher länger.

    Jetzt muss erstmal ein Trainer her. Andres Lucien Weinzierl wäre perfekt ;-)

  8. Alex sagt:

    Mir geht es wie Torsten, ich bin sehr schnell begeisterungsfähig. Und ich ertappe mich dabei, dass ich bereits seit Sonntag die neue Saison kaum erwarten kann, obwohl ich am Samstag froh war, dass die alte endlich vorbei ist. Was Heidel sagt, hört sich richtig gut an. Wir haben hier definitv einen sehr kompetenten und intelligenten Manager gefunden, der jetzt nur noch ein glückliches Händchen braucht.

    Und um auch mal mas nettes zu Tönnies zu sagen: die Einstellung von Heidel ist definitiv auch sein Erfolg. Ob das ohne ihn möglich gewesen wäre, weiß ich nicht. Ich persönlich nehme Tönnies auch ab, dass er Schalker durch und durch ist und dass er glaubt, immer das beste für den Club zu tun. Leider hat er in der Vergangenheit nicht immer so gehandelt. Wie die finanziellen Verflechtungen seines Unternehmens mit Schalke und den Medien (über Werbung) sind, kann ich im Detail nicht beurteilen, sehe das aber auch eher kritisch.

    Aber interessant: Heidel hat ja bestätigt, dass der Maulwurf in Mainz saß. Wahrscheinlich hat sich dort gedacht, dass man so den Wechsel von Heidel verhindern kann, weil ja (wie immer) von den Medien Schalke die Schuld zugewiesen wurde. Heidel hat sich trotzdem für Schalke entschieden. Ich freue mich sehr darüber!

    Hoffentlich wird Heidel nicht auf der kommenden JHV zwischen den Pro- und Contra-Tönnies-Fraktionen zerrieben!

  9. Carsten sagt:

    huhu,

    der Kicker und die Seite transfermarkt.de bringen André Villas-Boas ins Gespräch!

    Der ehemalige Trainer vom FC Porto, dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur steht noch bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag. Sein Kontrakt endet allerdings im Gegensatz zu dem von Weinzierl im Juni.

    bin mir unschlüssig was ich davon halten soll

  10. leoluca sagt:

    So richtig die Kritik großer Fanorganisationen an Clemens Tönnies oft gewesen ist, so sehr werden seine Kritiker nach dieser PK ihre Position überdenken müssen. Sie können nicht länger übersehen, dass ihre Kritik endlich auch Wirkung bei Tönnies selbst zeigt. Er sprach auf der PK ausdrücklich davon, dass Schalke einen „starken Mann“ brauche und damit meinte er ausdrücklich nicht sich selbst.

  11. Jörg Ludwig sagt:

    Ich meine das sich Ch.Heidel.sehr gut prasentiert hat . Zur Trainer frage .Ich glaube das er einen genauen Plan hat .

  12. Ney sagt:

    „Christian Heidel darf Schalke erklären, wie er will – bloß schlechtmachen darf er Schalke nicht.“ http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.2997819

    Oh Mann. Sowas muss man einem Vorstandsvorsitzenden erst nochmal nahelegen, Clemens?

    Naja, der Rest war ok. Und Heidel war gut.

  13. polarfuchs sagt:

    Schön das C. Heidel endlich da ist. Vorgestellt hat er sich “ auf Schalke “ in souveräner Art. Aber da habe ich nichts anderes erwartet. Angsichts der Herumwurstelei bei uns habe ich mich schon länger mit Heidel beschäftigt, nicht erst die letzten Monate, nein, schon seit einigen Jahren.
    Schalke ist zwar mein Klub, meine Herzensangelegenheit aber das heisst nicht das ich nicht über den Tellerrand hinaus schaue. Aus den vielfältigsten Gründen ist mir dabei C. Heidel aufgefallen. Dazu könnte ich hier jetzt so viel schreiben was jedoch den Rahmen sprengen würde. Schliesslich will ich Torsten auch keine Konkurrenz machen, er macht das wunderbar.
    Wer sich jedoch über einen so langen Zeitraum mit Heidel beschäftigt, ihn beobachtet hat, nimmt ihm sein Auftreten gestern, seine Worte, glaubhaft ab. Der Mann meint was er sagt, sagt was er meint. Ich hatte hier auf ein längeres Interview mit der FAZ Sport hingewiesen. Dort hat er unter anderem gesagt das er sich monatelang Gedanken gemacht, unzählige Gespräche mit C. Tönnies geführt hat, bevor er seine endgültige Zusage gegeben hat. Das war keine Bauchentscheidung, das war wohl überlegt, und das ist gut so.
    Der Vorwurf an Heidel das er mit Assauer bei Verhandlungen über Transfers hart aneinander geraten ist ist allseits bekannt. Beide sind kompromisslose Verhandler, in Heidel hat Assauer einen vielleicht noch härteren Widerpart gefunden. Anstatt den Vorwurf zu erheben das er sich Assauer knallhart widersetzt hat sollten wir doch froh sein das dieser Mann jetzt für uns hart kämpft. Diese Erfahrung hat aber nicht nur Assauer gemacht.
    Ganz am Anfang, als diese Personalie langsam ernst wurde, habe ich auf Bedenken von Vereinskennern bezüglich des vielleicht zu erwartenten Verhaltens von Tönnies hier an dieser Stelle gesagt : nicht mit Heidel. Wenn Tönnies sich nicht zurücknimmt schmeisst Heidel ihm den Bettel vor die Füsse. Ganz offensichtlich hat dieser das kapiert ( nein, nicht meine Worte ) und backt jetzt kleinere Brötchen. Jetzt hat er aber auch den fähigen Mann den er vielleicht immer gesucht hat.
    Für mich kann ich nur sagen das ich denke jetzt haben wir einen gestandenen Vorstand Sport, keinen Lehrling.
    Aber auch Heidel wird Zeit und unsere Unterstützung brauchen, zu vieles liegt im Argen. Glück auf !

  14. derwahrebaresi sagt:

    „er sei ein Menschenfänger“

    Na dann warten wir mal ab, ob er uns Schalker wird „fangen“ können. ;-)

  15. Torsten sagt:

    Aber interessant: Heidel hat ja bestätigt, dass der Maulwurf in Mainz saß. Wahrscheinlich hat sich dort gedacht, dass man so den Wechsel von Heidel verhindern kann, weil ja (wie immer) von den Medien Schalke die Schuld zugewiesen wurde. Heidel hat sich trotzdem für Schalke entschieden. Ich freue mich sehr darüber!

    Mainz 05 wird stets als sehr harmonisch dargestellt, daher war es anfangs ein Reflex, den Maulwurf im Umfeld des Chaosclubs zu verorten. Tatsächlich gab es immer auch gewisse Spannungen zwischen Heidel und Strutz. Dass Heidel sich, wie in der PK beschrieben, „so lange wie nötig Zeit genommen hat“, um Tönnies / S04 kennenzulernen und zu einer Entscheidung zu kommen, konnte Strutz nicht gefallen. Er brauchte Planungssicherheit, deshalb wollte er Druck machen.

    Dass es in Mainz zuletzt nicht die vielbesungene Harmonie zwischen Strutz und Heidel gab, zeigen auch die Tweets von Mara Braun, die über den FSV schreibt und mit einem Text auch hier im Blog schon zu Wort kam …
     
     


     
     


     
     

  16. Carlito sagt:

    Mich hat der „Menschenfänger“ Heidel auch direkt gefangen. Am Samstag noch froh, dass die Saison endlich rum ist. Seit Sonntag, allerspätestens gestern, kann ich es kaum erwarten, dass die neue Saison los geht!

    Typisch Schalker halt. ;)

    Aber auch bei Di Matteo und Breitenreiter hatte ich ein gutes Gefühl. Daher werde ich mich zum reinen Selbstschutz mit meinen Erwartungen diesmal zurück halten. Auch wenn der erste Eindruck bei den beiden genannten bei weitem nicht SO positiv war, wie bei Heidel.

    Wenn er nur ansatzweise das Gesagte umgesetzt bekommt, blicke ich wirklich hoffnungsvoll in die blau-weiße Zukunft.

    Aber wie gesagt und wie Torsten immer zu sagen pflegt, Ma’kucken… ;)

  17. BlueNote sagt:

    Mein erster Eindruck nach dem Anschauen der gesamten PK: Da sitzt einer, der bohrende Fragen der Journaille charmant weglächelt, freundlich antwortet und sehr authentisch und vor allem eloquent und maximal kompetent rüberkommt. Hart in der Sache aber nie den großen Max raushängen lassend. Kein Geeiere, sondern Tacheles. Am Wichtigsten: Ganz klare Kante gegen den AR gezeigt und die Claims öffentlich abgesteckt. Den Fleischfabrikanten habe ich noch nie so kleinlaut und demütig vor der Medienmeute gesehen. Wohl fühlte er sich in dieser ungewohnten Rolle definitiv nicht. Locker sieht anders aus, wie ein Blick nach links zeigte. Die Unbehaglichkeit transpirierte fast eine Stunde lang unentwegt aus jeder Pore. Kein Wunder, denn es kam nicht aus tiefster innerer Überzeugung oder gar Läuterung. Das nehme ich ihm in 100 Jahren nicht ab. Sei’s drum, Hauptsache, er hält sich erstmal an diese neue Marschroute.

    Man fragt sich aber, wie lange es sein Großmanns-Ego in der selbstauferlegten Büßerkammer aushalten wird. Er ist clever genug, um zu begreifen, dass der Heidel-Deal samt Bußgang seine letzte Chance für eine erfolgreiche Wiederwahl war. Der Gegenwind da draußen hat deutlich spürbar zugenommen, es sind nicht nur ein paar Ultras, die klare Kante gegen den AR-Vorsitzenden zeigen. Dennoch hat er gefühlt noch eine Mehrheit hinter sich im Verein und ich erachte demzufolge eine Wiederwahl für recht wahrscheinlich. Leider. Auch Heidel gibt ihm loyal Rückendeckung und spricht sich für eine weitere Zusammenarbeit mit ihm aus. Was soll er auch anderes sagen. Aus seiner Warte ist das nachvollziehbar.

    Bevor aber nicht mindestens sechs Monate nach der Wahl vergangen sind, traue ich mir ein endgültiges Urteil zu zu diesem Thema zu. Zwei Alpha-Tiere, das kann gutgehen. Die Erfahrung der letzten Jahre lässt mich aber Schlimmes befürchten. Wie sagt Torsten immer: Ma‘ gucken.

    Dessen ungeachtet bin ich neugierig, wie und mit wem Heidel seine Vorstellungen von Spieltaktik, Einstellung, Zusammenhalt und bdingungslos gelebter Identifikation mit dem Verein umsetzen wird.

    Ich bin vorsichtig begeistert, um es auf den Punkt zu bringen.

  18. Eigenart sagt:

    Ich hatte auch vorwiegend Sorge, ob Tönnies einen wirklich starken Mann im Verein ertragen kann. Aber vielleicht hat er gelernt, dass auch er letztlich nicht unantastbar sein könnte, und dass Heidel eine seiner letzten Chancen auf den eigenen Machterhalt ist. Einem Machtmenschen wie ihm traue ich diese Art zu denken zu – eine wirkliche Läuterung hingegen nicht. Macht ja nix, wenn das Ergebnis stimmt…
    Sei’s drum. Ich bin genauso angetan von Heidel wie die Vorkommentatoren. Was mich besonders beeindruckt hat, sind seine Intelligenz und seine ganzheitliche Herangehensweise. Auch wenn die Kritiker behaupten, ähnliche Äußerungen bei jedem „Neuanfang“ gehört zu haben – in dieser Qualität war mir das eher neu. Ich bin sehr geneigt, ihm eine Menge Vertrauensvorschuss zu gewähren und „Lasst ihn mal machen“ zu sagen, was Trainer und Spielerverpflichtungen angeht. Und außerdem steigt die Vorfreude auf die neue Saison…

  19. Netsmurf sagt:

    Auch dat ist Schalke. Kaum kommt der Heidel umme Ecke und haucht seine neu-entdeckte blau-weisse Liebe ins Mikro und schon schmelzen alle dahin.

    Ich bin kein CT Gegner, aber sein tun und handeln beobachte ich trotzdem mit Argus Augen. Ich bin fasziniert, das die wichtigen handelnden Personen (Jobst, Heidel, zum Teil auch Heldt) von dem Big Boss im AR überzeugt, zuweilen auch begeistert sind. Irgendetwas muß er hinter den Kulissen richtig machen, sonst wären mehr Personen als nur der Peters auf Distanz gegangen.
    Das soll natürlich nicht von den Fehlern in der Außendarstellung ablenken! Da ist es aber zuweilen schwierig zu erkennen, was ausschließlich von der Journalie lanciert worden ist, und was tatsächlich vom Berger Feld gestreut wurde.
    Aber das ist für mich sekundär, seine Aufgabe als AR ist kompetente Leute für den Vorstand begeistern und zu engagieren. Nach Jobst scheint er die nächste richtig Entscheidung getroffen zu haben.

    Wird Heidel eine Ära Assauer Reloaded 2.0?
    Wenn CH genauso hart wie einst der Rudi verhandelt, und CT sich genauso entspannt wie beim Magath zurücklehnt, wären die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Epoche, damit meine ich nicht den Meistertitel!, gegeben.

    Mir ist die 3 monatige Bundesligapause auch vor Heidel schon zu lang gewesen. Daher stimme ich jetzt nicht mit in dem Kanon ein, das ich mich nur wegen der CH-Pressekonferenz auf die neue Saison freue. Diese freude habe ich schon mit dem Schlußpfiff am Samstag gehabt ;-)

    Ich wünsche mir, das man allen handelnden Personen in der neuen Saison ausreichend Kredit gibt, und Ihnen gemäß dem Schalker Leitbild immer respektvoll begegnen wird. Das Respektvoll gilt auch für die Dauersänger aus dem Nordkurvenchor, mir graut es schon ein wenig vor der JHV.

    Lassen wir uns überraschen, ob am 26.06. das Kriegsbeil, egal von welcher Fraktion, begraben wird.
    Wie ein HH und CH schon treffend formuliert haben, wenn Schalke alle Kräfte bündelt, dann können wir was erreichen.

  20. McP sagt:

    Ich habe mir gerade die PK angesehen. Heidel spricht immer wieder von einer (neuen) Philosophie, der die ganze Personalauswahl untergeordnet wird. Aber in knapp 60 Minuten fragt kein Journalist, wie Schalke demnächst spielen lassen möchte. Interessiert sich dort wirklich niemand für Fußball?

  21. BlueNote sagt:

    McP: Mit dem „Wie“ meint er die Philosophie, nicht die Taktik. Ich interpretiere das so: Er sucht einen Trainer, von dem er überzeugt ist, dass dieser 104 % Begeisterung und Engagement aus der Mannschaft rauskitzeln wird und stellt gemeinsam mit diesem einen Kader und Trainer-/Betreuerstab zusammen, in dem konsequent und ausschließlich zur Erwartungshaltung der Schalker Fangemeinde passende und vor allem charakterlich geeignete Leute zu finden sein werden. Mitläufer werden nicht mehr toleriert.
    So wird Schalke, wenn es nach Heidel geht, in Zukunft spielen lassen. Diesem Ziel, der bedingungslosen Indentifikation mit den Werten dieses Clubs und seiner Mitglieder und Fans wird alles andere untergeordnet.
    Wenn es so kommen sollte, dürfen wir uns auf mindestens 34 Spiele Kratzen, Spucken, Beißen freuen und auf Spieler, die uns auch außerhalb der 90 Minuten begeistern.
    Mit welchen Taktikvarianten dies der Trainer am Ende realisiert, ist mir ehrlich gesagt Latte. Erstmal ausmisten und die Basis schaffen. Der Rest ist m.E. Detailarbeit.

  22. Ney sagt:

    Wenn es so kommen sollte, dürfen wir uns auf mindestens 34 Spiele Kratzen, Spucken, Beißen freuen

    Dass Schalke ein besseres Darmstadt 98 wird, will ich im Gegensatz dazu nicht hoffen.

    Gegen engagierte und leidenschaftliche Auftritte kann man hingegen normalerweise nicht viel einwenden. Außer, wenn auch mal cooles Runterspielen gefragt ist und beherrscht wird. Überhaupt, spielerische Klasse.

    Ein Mentalitätswechsel könnte beinhalten, von der Fiktion eines kampfkräftigen Malocherfussballs als Schalke-Tradition Abschied zu nehmen. Szepan & Kuzorra, die 58’er oder die 72’er sind anders aufgetreten. Und die Elgert-Schule führte nicht übers Kratzen, Spucken und Beißen zu 5 U19-Staffelsiegen in Folge und mehreren Meistertiteln.

  23. leoluca sagt:

    @Ney.

    Auf den Punkt. Der Kreisel war höchste Spielkunst. Das ist die Schalker Tradition. Nicht die scheiß Maloche, von der man sich beim Fußball ja gerade erholen wollte.

    Ich habe Heidel so verstanden, dass er natürlich an eine Spielidee, an ein Konzept denkt, für das der neue Trainer stehen muss, und das sich nicht mit Identifikation begnügt.

    Wirklich bemerkenswert, dass keiner der anwesenden Journalisten das genauer wissen wollte. Überraschend hingegen nicht, wenn man sich anschaut, wer sich in den deutschen Medien alles Fußballjournalist nennen darf. Da hinken wir noch Epochen hinter England, Holland oder Frankreich zurück, und jemand wie der allseits geschätzte Philipp Selldorf ist die absolute Ausnahme.

  24. Manfred sagt:

    Oh, Mann, BlueNote, ich hoffe sehr, dass das, was Ney da rausgepickt hat, allen auf ewige Zeiten erspart bleiben wird. Überall. Das hat mit Fußball nichts zu tun, hatte es nie und wird es nie. Was du da beschreibst ist Damenschlammcatchen oder sowas.

    Ich hab die PK mit einigem Desinteresse verfolgt, weil: sagen kann jeder viel, machen soll er.
    Ich war eher beeindruckt von der Tatsache, dass der 53 (jaja, fast) ist – gut gehalten.
    Und natürlich von der Naldosache, die erst bekannt wurde, als alles klar war, DAS will ich ab jetzt immer so haben.
    Der Rest braucht Zeit, wieder mal, aber wir ham ja sonst nix zu tun^^.

  25. Jones sagt:

    Wer sich etwas mit Andre Villas-Boas beschäftigen möchte, dem empfehle ich folgendes Trainerprofil auf der Seite spielverlagerung:

    http://spielverlagerung.de/201.....m-trainer/

    Insbesondere folgende Passage würde ja ideal zu Heidels Vorstellungen/Gesamtkonzept passen:

    „Die Aussagen Villas-Boas, „bei einem Trainer, der sich wie ein Diktator verhält, können Fußballspieler ihre Talente nicht nutzen“ und „für mich ist der Fußball keine One-Man-Show, ich orientiere mich an der Philosophie des Vereins und den Wünschen der Spieler“ wurden in portugiesischen Medien als indirekte Kritik an Mourinho ausgelegt.“

    Gerade weil jeder mit einer Verpflichtung von Weinzierl rechnet tippe ich insgeheim auf eine Verpflichtung des Portugiesen – wäre ein typisch Heidel’scher Schachzug ;)

  26. Blauer Ys sagt:

    Wenn Schalke wirklich die Möglichkeit hat, André Vollas-Boas zu verpflichten und dies nicht tut, um einen Markus Weinzierl zu holen (den wir meiner Meinung nach auf Schalke genauso gut gebrauchen können, wie wir André Breitenreiter gebraucht haben), dann resigniere ich schon vor Beginn der nächsten Saison…

    Natürlich werden wir im Falle einer Weinzierl-Verpflichtung nie erfahren, ob es die Möglichkeit, André Vollas-Boas auf den Trainerstuhl zu bekommen, wirklich real oder nur ein Gerücht in der Presse war. Sollte es aber eine reale Chance geben und Christian Heidel nimmt sie nicht wahr, macht Schalke den nächsten riesengroßen Fehler bei der Besetzung der Trainerposition, da bin ich mir zu 104% sicher!

    Ich bete seit gefühlten drei Monaten jeden Abend vor dem Schlafengehen, daß wir hier bitte nicht Breitenreiter gegen Weinzierl tauschen! Ab heute erweitere ich dieses Gebet darum, daß Schalke bitte André Vollas-Boas verpflichten möge! Das wäre ein echt geiler Neuanfang mit der wirklichen Chance, nächste Saison wieder geilen Fussball gespielt in blauen Trikots zu sehen! Mit Weinzierl gibt es diese Chance meiner Meinung nach nicht.

    Die Spannung steigt!

    „Glück auf!“, Leute!
    Ich bin vorsichtig optimistisch…

  27. Chris sagt:

    Schauen wir mal, was das für eine Spielphilosophie sein soll, die Heidel installieren will. Ich bin in Bezug auf seine Person optimistisch. Glaube, er ist der bessere Magath. Jemand mit Rückrat, der was in der Birne hat und der begeistern kann.
    Zuviel Romantik sollten wir nicht erwarten.

  28. joha sagt:

    Christian Heidel: Handwerkszeug hat er, kommunizieren kann er, Befugnisse hat er. Nur die Zeit wie in Mainz hat er nicht, quasi evolutionär etwas über viele Jahre hinweg zu entwickeln (dazu gehört auch die angesprochene Identität/Philosophie). Schlüssel ist in meinen Augen, dass sich die Geschäftsstelle hinter ihm versammelt. Ein Faktor, der gerne unterschätzt wird.

    Clemens Tönnies: Heidel-Verpflichtung und Teil-Rückzug werden ihm die Wahl sichern. Die Frage ist, unter welchen Bedingungen er sich nicht mehr an seine Zusagen gebunden fühlt. Bei einem normalen Aufsichtsrat könnte man das ganz einfach ausrechnen, bei Tönnies leider nicht. Mir wäre weiterhin eine Abwahl lieber, aber die Gegner sind bisher ganz schlecht im Erklären.

    Trainer:
    André Villas-Boas wäre eine ganz anderes Format als Weinzierl, ist allerdings offenbar recht anspruchsvoll und nicht ganz einfach. Und teuer (immerhin aber keine Ablöse). Ich könnte mir vorstellen, dass ihn Schalke mit Heidel als Macher von Klopp und Tuchel interessieren würde, immerhin ist er gerade im Karriereloch. In England nervt ihn wohl die Berichterstattung der Medien sehr. Heidel würde mit der Verpflichtung gleich ins volle Risiko gehen. AVB muss noch beweisen, dass er außerhalb Portugals langfristig erfolgreich sein kann.
    Mein Laien-Eindruck ist, dass Weinzierl für einen recht einfachen Fußball mit ganz guten Kniffen für einzelne Spiele und adäquaten Umstellungen im Spiel steht. Schwer zu sagen, was er aus einem Team mit deutlich besseren Einzelspielern machen könnte. „Mehr Auswahl“ kann auch, wie bei Breitenreiter, die Grenzen schnell aufzeigen. Ich glaube, dass bei ihm vorhanden ist, was AB wohl gefehlt hat: Die Fähigkeit, mit der Aufgabe zügig zu wachsen. Auf Top-3-Niveau in Deutschland? Keine Ahnung.
    Bliebe noch Favre, der sich selbst im Weg steht, aber für mich in Kombi mit Heidel zumindest zwei, drei Jahre funktionieren könnte. Villas-Boas und Favre sind übrigens beide bei Everton im Gespräch, ist also vielleicht ein Domino-Spiel. Und je länger die Steine stehen, desto flexibler dürfte auch Augsburg werden (wenn Weinzierl wirklich erste Wahl sein sollte).

  29. Grieche sagt:

    „Ich würde meinen Job nicht gut machen, wenn ich mich nur auf eine Person konzentrieren würde.“
    Soweit Heidel zum Thema Weinzierl/Villas-Boas. So stell ich mir einen Manager vor: Immer mehrere Möglichkeiten parat haben, anders als Heldt, der Keller aus Ideenlosigkeit einen Zweijahresvertrag gab und auch nicht mehr reagieren konnte, als Draxler weg war.
    Was meiner Meinung allerdings gegen Villas-Boas spricht: Er spricht kein Deutsch. Und Favre halte ich für zu sensibel, als dass es auf Schalke funktionieren könnte.

  30. Torsten sagt:

    Weshalb so viele Markus Weinzierl mit André Breitenreiter gleichsetzen, ist mir ein Rätsel. Sollte da wirklich lediglich die Schablone „kommt von einem relativ kleinen Club zu einem relativ großen Club“ zugrunde liegen?

  31. blues sagt:

    @Torsten
    „Weshalb so viele Markus Weinzierl mit André Breitenreiter gleichsetzen, ist mir ein Rätsel.“

    Ich glaube das Rätsel besteht tweilweise aus einem Wahrnehmungsdefizit bei Fans und Medien. Ich kenne wenig Leute, auch nicht bei Fans anderer Clubs, die Weinzierls Arbeit bisher ernsthaft auf dem Radar haben und sein Coaching etwas engmaschiger verfolgt haben und deshalb die Fähigkeiten von Weinzierl beschreiben können. Mir selbst ging es genauso, bis mir ein ehemaliger Spieler, der die Arbeit von ihm seit dessen Regensburger Drittligzeiten verfolgt, die Probleme schilderte, die Regensburg seinen Gegnern machen konnte.

    Bei der Lokalpresse „Augsburger Allgemeine“ findet sich der ein oder andere Artikel, der die Arbeit von Weinzierl beschreibt.

    http://www.augsburger-allgemei.....86367.html

  32. Torsten sagt:

    Danke blues, sehr lesenswert.

    Ich denke auch, dass Du mit Deiner Einschätzung richtig liegst, und ich zähle mich auch zu denen, die sich kein Urteil über seine Arbeit erlauben können. Dafür habe ich schlicht viel zu wenig vom FCA mitbekommen, in den letzten Jahren.

    Ich kann letztlich nur die Ergebnisse beurteilen, die er erzielt hat, und die sind aller Ehren wert. Der schwache Start in der abgelaufenen Saison kann da m.E. als Unfall abgehakt und zum Teil auch mit dem „auf drei Hochzeiten tanzen“ erklärt werden, für das der FCA schlicht nie den Kader zusammengestellt hat. Danach stimmten auch da die Ergebnisse wieder.

    Letztlich mag ich auch ein Stück weit den Leuten vertrauen, deren Job es ist, Trainer auszusuchen. Neben Heidel finden eben auch Eberl und Heldt diesen Trainer ziemlich gut, um es mal vorsichtig zu umschreiben, Reuter ehedem.

  33. andres sagt:

    nicht zu vergessen, dass sich auch Ralf Rangnick mit Weinzierl beschäftigt hat

  34. polarfuchs sagt:

    @ torsten
    Wenn die Kommentatoren die PK von Heidel aufmerksam verfolgt haben ist ihnen sicherlich aufgefallen das sich C. Heidel mit keinem Wort zu irgendeinem Trainer geäussert hat. Seinerseits wurde kein Name genannt, kein Name dementiert. Er hat allerdings ganz detailliert ein Anforderungsprofil vorgestellt.
    Meiner Meinung nach tun sich viele schwer damit das von Vereinsseite keine Wasserstandsmeldungen mehr durchgegeben werden, das ist gut so. Auch von der angeblichen Rückholaktion R. Leipertz kein Wort.
    Wir müssen uns eben daran gewöhnen das es bei uns jetzt anders, vielleicht seriöser, zugeht.
    Dadurch das es bspw. bezüglich des neuen Trainers keinerlei Info gibt entfällt künftig auch dieses blödsinnige gebashe von wegen der ist nur zweite oder dritte Wahl. Blödsinnig deshalb weil jeder seriöse Manager nicht nur einen Kandidaten hat, ob Spieler oder Trainer.
    Wir kaufen ja auch nicht das erstbeste Auto.
    Das die Medien nur noch im Nebel stochern können find ich geil. Wir alle wollten Ruhe und Seriösität. Scheint zu werden.

  35. DevonMiles sagt:

    Auf der PK sagte Heidel ja auch, dass er jeden Anruf von anderen Vereinen annehme, aber dass für Leroy Sané bisher noch nichts gekommen sei. Das könnte sich nach der EM ändern, FUNKE-Leute wollen „Spione“ von Barca und Real gesehen haben, und wenn ich mich recht erinnere hielt es Philipp Selldorf für eher wahrscheinlich dass Sané von Löw nicht mehr aus dem EM-Kader gestrichen wird. Dazu passt die in einem langen Interview in der Süddeutschen Zeitung (nur Print/SZplus, Zusammenfasung hier: http://sz.de/1.2999856) von Jogi Löw getätigte Aussage zu Sané:

    Leroy Sané „hat besondere Stärken, wenn man auf Konter spielt, wenn die eigene Mannschaft Platz und Räume hat. Er ist ein technisch guter, ballsicherer Spieler, der auf engem Raum kombinieren kann, und er hat heute schon Qualität im Torabschluss. Seine Schnelligkeit und seine Laufwege sind speziell. Vielleicht wird er auf Schalke manchmal noch nicht im richtigen Moment bedient, aber er macht diese Läufe, die dem Gegner weh tun. Im Rücken des Gegners wegzugehen, quer zu laufen, immer wieder in die Tiefe zu gehen – das ist ja vielleicht das, was uns in manchen Spielen ein bisschen fehlt. Unsere Mannschaft ist eine Kombinationsmaschine, doch in manchen Situationen, gegen manche Gegener fehlt uns dann die Tiefe. Da brauchen wir Spieler, die immer wieder tief gehen, auch wenn sie den Ball nicht bekommen. Das schafft dann wieder Freiräume für andere Spieler. Sané sucht außerdem die Eins-gegen-eins-Situationen, auch das fehlt manchmal in unserer Kombinationsmaschine. Diese Eins-gegen-eins-Sucher, die permamnent den Gegner in Stresssituationen brigen, Spielertypen wie Neymar oder Messi, die kommen in unserer Mannschaft bisher nicht so ausgeprägt vor.“

    Da musste ich schon breit grinsen. Leider wird der Anruf früher oder später kommen…

  36. Ney sagt:

    Vielleicht wird er auf Schalke manchmal noch nicht im richtigen Moment bedient,

    So war unsere hochbezahlte Profiabteilung – Spieler wie Trainerteam – nicht in der Lage, mit der besonderen Qualität eines 20jährigen Erstliga-Debütanten mitzuhalten.

    Interessant, wie mickrig Schalke mittlerweile (?) aus der Außensicht wirkt.

    Muss man ändern.

  37. BlueNote sagt:

    Die Mystifizierung des Schalker Kreisels in diesem Kontext finde ich lustig. Das schnelle Passspiel , mit welchem die kultigen Recken in den 30ern und Anfang der 40er Jahre die Ligen aufmischten, war seinerzeit etwas gänzlich Neues, ist heute aber Standard-Repertoire jeder Trainerausbildung. Dazu braucht es drei Dinge: technisch höchst versierte Spieler (haben wir reichlich, ist aber quantitativ noch ausbaufähig), taktische Schulung/taktische Disziplin (ist definitiv ausbaufähig) und Laufbereitschaft, Laufbereitschaft, Laufbereitschaft, vor allem ohne Ball (gab’s bei uns zuletzt meist nur eine Halbzeit).

    Wenn ich weiter oben simplifizierend und umgangssprachlich von nachhaltigem „Kratzen, Spucken, Beißen“ schrieb (Männers, ich bin ausm Pott und habe 13 Jahre Kreisliga B aufm Buckel, das prägt den Duktus), war es genau das, was dem Schalker Spiel am Meisten fehlte in der letzten Saison. Setzt es bitte gleich mit „Grundtugenden“ oder „Einstellung“ oder „Bereitschaft sich zu quälen“ oder was weiß ich für oft bemühten Gemeinplätzen. Darmstadt oder Damenschlammcatchen? Jungs, ich bin gekränkt, dass man mir diese Schlichtheit zutraut. ;-)

    Keiner von uns hat die Spiele von Kuzorra und Co. je sehen können. Aber zu meinen, dass die einfach nur locker ein Stündchen Tiki-Taka gespielt haben nach eine 10-Stunden Schicht im Pütt und das Zaubern mit dem Ball nur Dank zugeflogenem Talent konnten oder weil die einfach nur den geilsten Trainer westlich des Mississippi hatten, ist doch eine arg verklärte und vor allem falsche Sicht auf den Mythos.
    Die müssen zwingend nicht nur technisch und spieltaktisch, sondern vor allem auch konditionell und läuferisch signifikant überlegen gewesen sein. 120 Mal die Pille hochhalten aber nach ner Runde um die Eckfahne kotzen gehen müssen, dürfte kaum 6 Meisterschaften in jenen Jahren gebracht haben. Wer’s mal nachlesen möchte: Die Jungs von Halbfeldflanke habe es sehr schön taktisch analysiert: http://www.halbfeldflanke.de/2.....r-kreisel/

    Am zweitmeisten fehlte letzte Saison offenbar das nachhaltige Umsetzen der Anweisungen des Trainerteams. Entweder war Breitenreiter nicht in der Lage, seine Spielphilosophie/-taktik im Training didaktisch zu vermitteln oder der Kader war in der Summe nicht willens oder gut genug, sie dauerhaft umzusetzen. Wissen wir nicht genau, da kann man nur spekulieren. Ist jetzt auch müßig, weil Geschichte. Vermutlich trifft beides gleichermaßen zu.

    Dennoch waren die Spiele unter Breitenreiter punktuell sehenswert. Man sah die Ansätze, begeisternden Offensivfußball spielen zu wollen und phasenweise auch zu können. Dies nämlich immer dann, wenn ohne Ball richtig Meter gemacht wurden (früher hieß das kreiseln), wenn die Konzentration oben war, wenn alle ihre Abstände hielten etc. Ließ das kurz nach, klingelten hinten die Gegentore. Genau diese fehlende Balance und die nur punktuell aufblitzende Souveränität des Spiels dürfte Heidel zu der Überzeugung gebracht haben, dass ein anderer Trainer her muss, der diese Schwächen schneller und nachhaltiger abstellen kann.

    Wat will ich also sehen nächste Saison: Geilen, schnellen Offensivfußball/Umschaltspiel auf taktisch höchsten Niveau und -steinigt mich- natürlich Kratzen, Spucken, Beißen. Wird jetzt ein Schuh draus?

  38. Ney sagt:

    Der Schalker Kreisel wird nicht mystifiziert. Der hat schlicht nichts mit Kratzen etc. zu tun. Das gilt auch für andere wichtigen Schalker Teams der älteren Vergangenheit. Auch aktuell sehe ich keine Veranlassung, dass Schalke eine verbesserte Version von Kreisliga-B-Fußball pflegen sollte. Laufbereitschaft und Einsatzwille als Grundtugenden sind etwas anderes, die wollen wir sicherlich fast alle gerne erleben. Zuletzt wusste man allerdings überhaupt nicht mehr, wofür Schalke eigentlich spielerisch steht. Vielleicht bearbeitet Heidel ja auch den Norbert Elgert.

  39. Blauhai sagt:

    Die Frage wird sein, wie motiviert wird Herr Heidel und sein Stab sein wenn CT noch nicht einmal vom Wahlausschuss zugelassen wird. Denn der etwas bessere Magath ist ja nicht doof, er wird für die radikal und fundamental Opposition immer der Mann von CT sein. Auf Grund mangelnder Personalkompetenz und Spaltung im Verein wird das Niveau unter VFB und HSV rutschen. Ich hoffe jedoch, dass es anders kommt.

  40. BlueNote sagt:

    @Ney: Lass gut sein. Du willst mich offenbar absichtlich falsch verstehen. Schade.

  41. Ney sagt:

    Wieso besserer Magath?

    Und wieso sollte eine radikal und fundamental Opposition ihn als Mann von Tönnies ansehen? Gibt es darauf denn so deutliche Hinweise?

    Vorstandskollege Peters allerdings scheint gerade russisches Roulette zu spielen, siehe waz-Interview von heute.

  42. Blauhai sagt:

    „besserer Magath“, sagte mal einer, fand ich lustig.

  43. Blauhai sagt:

    @ NEY: meine Betrachtung und Gefühl sagt mir, bei der extrem Opposition sind Angehörige von Wahlausschussmitglieder dabei, dass CT vom Wahlausschuss nicht zugelassen wird, die wollen ganz sicher gehen damit „er“ weg vom Fenster ist.
    Denn ich glaube, von MV bekäme er wieder eine Mehrheit, wenn auch schwach.

  44. crisscross04 sagt:

    Es ist schon sehr geil, wie eine Pressekonferenz von Christian Heidel ausreicht und schon sehen „alle“ in ihm den Heilsbringer für eine neue Ära auf Schalke. Das „M“ Wort wird zum Glück „noch“ nicht ausgesprochen, aber viel fehlt scheinbar nicht mehr. ;-)

    Ja, Christian Heidel hat in Mainz eine gute Arbeit gemacht. Ob er das so auch auf Schalke kann, wird die Zukunft zeigen. Auch ich bin vorsichtig optimistisch, jedoch muss er erst einmal liefern.

    Ob der „stille“ Wechsel von Naldo allein dem Wechsel von HH zu CH geschuldet ist, mag ich nicht so recht glauben. Das hieße ich ja im Umkehrschluss, dass HH oder einer seiner Mitarbeiter das Leck im System waren oder dass CT oder sein Umfeld ganz bewusst die Presse informiert haben, um HH zu schwächen. Beide Theorien sind doch recht abenteuerlich. Ich glaube, dass das Problem mit der undichten Stelle komplexer und auch noch nicht gelöst ist. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass ich mich hier irre und dass Christian Heidel eine „neue Ruhe“ in den Verein bringt.

    Zum neuen Trainer: Zusammenfassend lese ich hier heraus, dass sich viele einen neuen Trainer wünschen, der aber nicht unbedingt Weinzierl heißen muss/soll. So unterschwellig spielt da wohl mit rein, dass Christian Heidel auch einen damals unbekannten Klopp bzw. Tuchel hervorgebracht hat. Und jetzt wünschen wir uns wohl, dass CH auch auf Schalke so einen aus dem Hut zaubert. Da passt natürlich kein Weinzierl, weil man den ja schon kennt. ;-)

    Weinzierl ist sicherlich kein schlechter Trainer. Ob Weinzierl aber Schalke „gewachsen“ ist, glaube ich eher nicht. Auf Schalke zu arbeiten heißt eben, nicht nur 25-30 Spieler zu trainieren und auf den Gegner einzustimmen, sondern Du musst physisch und psychisch mit der kompletten Medienlandschaft spielen und umgehen können. Auch daran ist AB gescheitert. Und wenn ich mir Weinzierl so anschaue, kann ich mir vorstellen, dass er ein ähnliches Schicksal wie AB erleiden könnte. Für mich hat Weinzierl in dieser Saison gezeigt, dass er an seine Grenzen stößt, wenn der Druck steigt, oder wenn er eben nicht immer der Underdog ist. Und auf Schalke herrscht eben noch ein ganz anderer Druck und von Underdogs sind wir (zum Glück) weit entfernt.
    Natürlich kann man auch an seine Aufgaben wachsen – wenn man die Zeit bekommt. Aber wir wissen alle, dass Trainer auf Schalke (meistens) keine Zeit bekommen. Daher sagt auch mein Bauch, dass Weinzierl nicht so richtig passt. Denn für mich reichen die Ergebnisse und Standing von Weinzierl nicht aus, um hier einen erfolgreichen Job abzuliefern. Aber auch hier lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

    Glück auf.

    P.S.: Zum Thema Wahlen: Ein Insider hat mir gesteckt, dass die Gruppe/Opposition, die damals Magath „ausgehebelt“ hat, die gleiche ist, die jetzt gegen CT die Stimme erhebt. Ich bin zu weit weg, um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu bestätigen. Interessant ist die Behauptung allemal. Denn Magath hat vieles richtig gemacht – hat aber gleichzeitig vielen traditionellen Vertretern auf die Füße getreten. Sein Ende ist bekannt. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Aber es ist schon erstaunlich, wie häufig der Name „Magath“ in letzter Zeit in diesem Forum fällt. ;-)

  45. Blauhai sagt:

    @Ney: noch was, russisches Roulette spielt gerade diese dumm schreibende (Frikadelle lässt grüßen) und schreiende Opposition mit dem Verein. Ich bin kein Anhänger von CT aber was hier(Netz) und dort betrieben wird ist vereinsschädigend
    in Höchstform.

  46. Oskar Zirngiebl sagt:

    Wo wir hier schon auf Abwegen unterwegs sind:

    @Ney: wieso bzw. an welcher Stelle im Interview spielt denn Peter Peters russisches Roulette?

    V.a. Peters‘ Aussage zur Trainerentlassung durch Vorstand bzw. AR fand ich schon äußerst befremdlich. Wenn es wirklich Teil des Plans ist, dass der AR Trainerentlassungen zustimmen muss, dann befürchte ich Schlimmstes.

    Darüber hinaus hat sich (auch) Heidel ganz eindeutig pro CT ausgesprochen. Sinngemäß sagte er bei seiner Vorstellung, dass CT einer der Gründe sei, warum er beim geilsten Club der Welt angeheuert habe.

  47. Ney sagt:

    Ach so, Gefühle. Aber wieso sollte eine radikale Opposition auch Heidel weghaben wollen?

    Was Peters angeht, das bezog sich darauf, was er als Vorstandmitglied über die Vereinssatzung, den Wahlausschuss, diverse Aufsichtsräte und auch Teile der Mitgliedschaft äußert. Er wird wissen, dass er sich weit aus dem Fenster lehnt und damit eventuell sehr abhängig davon wird, dass Tönnies wieder in den Aufsichtsrat kommt. Ich fände es angebracht, dass sich ein Vorstandsmitglied aus den Fragen, wer sein Aufsichtsgremium bildet, eher heraushält. Aber vielleicht wird er von der allgemeinen Hysterie, die an der Personalie Tönnies (sei es pro oder contra) das Schicksal des Vereins geknüpft sieht, ein wenig angesteckt. Das kommt mir übrigens auch sehr anders vor als bei Heidel, der halt dargestellt hat, wie seine Verpflichtung gelaufen ist, völlig o.k. aus meiner Sicht.

    NB, dumm schreiben und schreien, das findet sich fallweise sowohl unter den Kritikern als auch bei den Befürwortern von Tönnies. Wäre natürlich schöner, wenn sich das wieder etwas beruhigt, beide Seiten haben schließlich gute Argumente. Aber, naja, Wahlkampf…

  48. Torsten sagt:

    Nur mal zur Erinnerung: Felix Magath wurde von Clemens Tönnies seiner Ämter enthoben. Nicht, weil Clemens Tönnies plötzlich mit irgendwelchen Fangruppen kungelte, sondern weil Felix Magath Entscheidungen gegen das Wohl des Vereins traf*.

    Dass Felix Magath nun häufiger genannt wird liegt daran, dass er ein Alphatier neben Tönnies war, was man nun Heidel auch unterstellt. Und dies nunmal im Kontrast zu Horst Heldt, der sich nie wirklich aus Tönnies‘ Schatten lösen konnte.
     
     
     
    (*: beabsichtigt derart formuliert)

  49. Blauhai sagt:

    @Torsten: da muss ich widersprechen, FM wurde von CT seiner Ämter enthoben, weil der Druck durch die Opposition „kleiner oder dann doch großer Gruppe“ zu groß wurde. Diese Opposition wurde sogar von dem einen oder anderen Spieler unterstützt.
    [Kommentar an dieser Stelle editiert; T.W.]
    weil diese Magath Gegner zu stark waren hat CT gehandelt, dies war der Hauptgrund. Natürlich gab es auch Magath Entscheidung die vom AR nicht für gut befunden wurden, dies hätte man aber ausdiskutiert.

  50. Manfred sagt:

    @ BlueNote: was hat denn deine Herkunft mit Fußball zu tun? Aus meiner Sicht rein gar nix und Kreisliga B dürfte grob gepeilt so ziemlich überall auf der Welt in etwa gleich mies anzuschauen sein.

    Dein Schuh wird mir sicher nie passen. Zu schlicht^^.

  51. Pukki1904 sagt:

    Auch ich kann nicht verstehen, warum die Arbeit von Weinzierl immer mit der von Breitenreiter gleich gesetzt wird und kann dies auch nur damit erklären, dass viele sich überhaupt nicht mit dem Augsburger Fußball der letzten jahre unter Weinzierl beschäftigt haben. Daher nehme ich mich jetzt mal mit der Bewertung was Weinzierl angeht zurück.Das wichtigste ist m.E. nach eh, ob CH vom Trainer überzeugt ist und hienter ihm steht.
    Ich halte es nämlich für die wichtigste Voraussetzung um Erfolg zu haben, dass die Zusammenarbeit zwischen Manager und Trainer stimmt. Schalke war das letzte mal erfolgreich, als Huub und Rudi noch zusammen arbeiteten, als zwischen die beiden kein Blatt Papier mehr passte. So eine enge und gute Zusammenarbeit zwischen Trainer und Manger hat es die letzten Jahre auf Schalke nie wieder gegegeben.
    Daher behaupte ich jetzt einfach mal, wenn der kommende Trainer und Christian Heidel wirklich zusammen passen, wenn dazwischen kein Blatt Papier mehr passt, dann wird auch der nächste Trainer Erfolg haben können.

    Übrigens habe ich mal in einem Interview mit Eberl gelesen, dass die Zusammenarbeit mit Favre auch deshalb erfolgreich war, weil Eberl Favre vor allen negativen Dingen die von außen kamen abgeschirmt hat, damit der sich auf seinen Job konzentrieren konnte.

  52. Ney sagt:

    Schalke war das letzte mal erfolgreich, als Huub und Rudi noch zusammen arbeiteten

    Naja, seitdem waren wir in 14 von 15 Spielzeiten international, mehrfach in der Champions League, zwischendurch Pokalsieger, und meist auf Platz 2-5 der mehrjährigen Bundesligaranglisten.

  53. polarfuchs sagt:

    @ Pukki 1904
    In einem Interview, gesprochenes Wort, kein geschreibsel aus einem dieser Blätter, hat sich der Berliner Manager mal dazu geäussert wie oft man Favre zum Flughafen hinterher gefahren ist und ihn aus dem Flieger geholt hat. Dabei musste er selber lachen. Soviel zu Favre als Trainer bei 04.
    Wie die Beurteilung von Weinzierl bei einigen hier zustande kommt ist mir schleierhaft. Sicher sind wir alle Fussballbegeistert, vor allem für Schalke, aber wer hier ist denn befähigt so etwas sachlich fundiert zu beurteilen?
    Da wird Trainern die Qualifikation abgesprochen, gleichzeitig aber andere Trainer in den Himmel gehoben. Wo kam denn ein Klopp, Tuchel, Schaaf, Schubert, um nur einige zu nennen, her? Was hatten die als Trainer vor ihrem Engagement bei einem Bundesligisten für eine Vita? Darüber sollte mal nachgedacht werden.
    Viel mehr Sorgen macht mir der aktuelle Stand der Dinge bezüglich der JHV.
    Wenn das auch nur ansatzweise stimmt was man so liest und hört dann gnade Gott unserem Verein. Dann sind Zustände wie weiland beim HSV der reine Kindergeburtstag.
    Das sage ich nicht als Besserwisser sondern aus Sorge.

  54. Faxendick sagt:

    Köstlich, wie der Post von BlueNote von fast allen missverstanden wird. :p
    Die Augen erspähen ein paar Brocken und pflücken sie sofort aus dem Kontext – ein nicht tot zu kriegendes Phänomen in Foren.

  55. Pukki1904 sagt:

    @ polarfuchs-

    1. mein Beitrag sollte keine Werbung für Favre sein sondern lediglich ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Trainer und Manager funktioniert.
    3. ich teile Deine Bedenken bezüglich des aktuellen Stands zur JHV und befürchte ähnliche Szenarien.

  56. Ney sagt:

    Och, selbst nach Viagogo-Skandal und Di-Matteo-Saison ging es dann doch gesittet zu.

  57. Pukki1904 sagt:

    @faxendick- wenn du schon behauptest, das einige hier etwas missverstanden haben, dann solltst du schon konkretisieren, was genau du damit meinst. Dann erhalten die von Dir angesprochenen Verfasser wenigstens die Chance, sich zu äußern.

  58. crisscross04 sagt:

    @Torsten:
    Ich bin da auch bei Blauhai. CT war nur am Schluss das ausführende Organ. Und die sogenannte Opposition waren nicht nur Fans oder der genannte Spielerrat… und diese wurden letztendlich von dieser Opposition instrumentalisiert, um Magath loszuwerden.
    Interessant bzw. aktuell wird doch die Story erst, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, dass es die gleichen Leute sind, die nun CT aus dem Amt haben wollen.

    Und der Name „Magath“ ist schon vor dem Pressegespräch mit CH hier häufiger gefallen. Und ich hatte eher den Eindruck, dass das eher etwas mit der neu zu besetzenden Trainerstelle zu tun hat (oder genauer formuliert, dass ein neuer Trainer das Format eines FM haben soll/könnte/dürfte) als mit der Rolle des Sportmanagers.

    Es ist trotzdem bemerkenswert, welche Emotionen bzw. Unruhe die JHV hier hervorruft, obwohl wir doch gerade einen „tollen“ Manager bekommen haben und die Trainerstelle auch noch nicht besetzt ist.
    Ruhe auf Schalke wird es wohl lange noch nicht (oder nie?) geben – egal ob mit oder ohne CT. ;-) Es wird auf alle Fälle nicht ruhiger, wenn CT entthront wird. Fragt sich nur, was auf Dauer besser für S04 ist?! Ich vermag es nicht einzuschätzen. Dazu kenne ich zu wenig Internas.

    Täuscht mich mein Bauchgefühl oder verspüre ich hier gerade eine leicht aggessive Grundhaltung einiger User?! Verstehe ich jetzt nicht…

  59. polarfuchs sagt:

    @ pukki 1904
    Hab ich auch so verstanden, alles gut.
    Aber vielleicht denkt der ein oder andere hier mal darüber nach.
    Der Berliner Manager war übrigens Michael Preetz. Gesagt hat er das im Doppelpaß. Mit dabei und auch gelacht hat , na wer? Max Eberl!
    Damit will ich aber nicht den Trainer Favre abqualifizieren. War nur so als Schmankerl.

  60. Blauhai sagt:

    Also hier geht es um Heidel, richtig. Was passiert mit Heidel, was passiert bei Heidel wenn CT vom Wahlaussschuss noch nicht einmal zugelassen wird?? Man schaue sich die WA Leute einmal an:
    Stefan Schorlemmer – Vorsitzender. Beruf: Dipl.-Designer und kfm. Leiter der Web-Agentur „Elemente“ in Münster
    Günther Reipen – stellvertretender Vorsitzender. Beruf: Heimleiter bei der Bezirksregierung in Arnsberg
    Thorsten Altfeld – Mitglied. Beruf: Bankkaufmann. Beirat im FC Schalke 04 Supporters Club e.V.
    Stefan Barta – Mitglied. Beruf: Marketing- und Kommunikationswirt, Buchautor, u.a. über „Mein Parkstadion“.
    Maik Deinert – Mitglied. Beruf: Banker mit Fachrichtung Immobilienfinanzierung
    Stephan Kleier – Mitglied. Beruf: Dipl.-Ing. und Vorstandsmitglied der UltrasGe
    Michael Zylka – Mitglied. Beruf: Betriebswirt im Personal- und Ausbildungswesen. Schalker 3-Tages-Präsident im November 1988

    Also wenn man sich das anschaut ist ja schon klar wer von Hause aus gegen CT stimmt, und bei einer Person betreibt dessen Frau eine Hetzkampange im Netz gegen CT. Für mich steht fast fest, dass CT nicht zur Wahl zugelassen wird.

    Man kann über alles diskutieren, ob CT abgelöst werden sollte oder nicht. Was nicht in Ordnung ist , ist die Art und Weise wie die Opposition auftritt.
    Nun jetzt wieder zu Heidel, wenn dann noch die Kompetenzen vom Vorstand weiter beschnitten werden (vom AR, Satzungsänderung usw.)z.B., dann ja dann ist Herr Heidel schneller wieder weg als er hier war.

  61. Pukki1904 sagt:

    @ney- stimmt, aber eine langfristige Entwicklung, ein Team das zusammen passt incl. Fussball der für Schalke stand- Spieler die sich indentifiziert haben incl. internationaler Titel und eine 4 Minuten deutsche Meisterschaft- das gab es zuletzt nur unter diesen Beiden.

  62. polarfuchs sagt:

    crisscross 04
    Nach meinem Empfinden täuscht dich dein Bauchgefühl nicht. Auch mir ist da seit einiger Zeit eine gewisse Veränderung aufgefallen. Die sachlich geührte Diskussion die ich hier kenne und schätze hat sich verändert.

  63. Torsten sagt:

    @Blauhai

    Was passiert mit Heidel, was passiert bei Heidel wenn CT vom Wahlaussschuss noch nicht einmal zugelassen wird?? […] Für mich steht fast fest, dass CT nicht zur Wahl zugelassen wird. […] Man kann über alles diskutieren, ob CT abgelöst werden sollte oder nicht. Was nicht in Ordnung ist , ist die Art und Weise wie die Opposition auftritt.

    Der Wahlausschuss ist von der JHV demokratisch gewählt worden. Die Besetzung spiegelt also offensichtlich den Willen der Mehrheit der an der JHV interessierten Mitglieder wieder.
    Aber wie wäre es, wenn wir uns die Aufregung darum, wer zugelassen wird oder nicht, sparen, bis der Wahlausschuss die Kandidaten veröffentlicht?
     
     
    @crisscross04

    CT war nur am Schluss das ausführende Organ. Und die sogenannte Opposition waren nicht nur Fans oder der genannte Spielerrat… und diese wurden letztendlich von dieser Opposition instrumentalisiert, um Magath loszuwerden.
    Interessant bzw. aktuell wird doch die Story erst, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, dass es die gleichen Leute sind, die nun CT aus dem Amt haben wollen.

    „Interessant“? Wie passt das denn in die Theorie?
    Diese Opposition, von der da die Rede ist, war eine Opposition gegen wen? Magath, aber eigentlich auch Tönnies? Und Tönnies hätte Magath eigentlich halten wollen, kam aber gegen diese Opposition nur nicht an?

  64. crisscross04 sagt:

    @Torsten:
    Was ist daran so „verquert“? Ich glaube schon, dass CT Magath nicht feuern wollte und sich dann später der Mehrheit (Vereinsinterne, Fans (Nordkurve), Spielerbereit) gebeugt hat. Und aktuell bekommt er von der gleichen Fraktion Gegenwind.

    Aber wie auch immer. Ich fände es gut und sinnvoll, wenn es zur Wahl kommt und nicht, dass schon der Wahlausschuss vollendete Tatsachen schafft! Ich glaube nicht, dass es im Sinne der Mehrheit der Mitglieder ist, dass CT nicht zur Wahl zugelassen wird. Egal wer den Wahlausschuss gewählt hat oder nicht.

  65. blues sagt:

    Tönnies zieht sich zurück, Tönnies macht sich klein…

    Ja, soll er doch mal. Soll er doch den Worten endlich Taten folgen lassen, soll er doch sagen, dass er nicht mehr für den Vorsitz kandidieren wird! Nicht sagen, dass er will oder nicht will, sondern laut und mit Pressewirbel sagen, dass er nicht kandidieren w i r d!

    Der Mann Tönnies hat sicher Stärken. Die liegen in seinem unternehmerischen Denken und in seiner Finanzmacht. Als normales Mitglied des Aufsichtsrates kann er die beiden oben genannten Kompetenzen einbringen, leise und ohne Medienwirbel. Mit seinen menschlichen Schwächen und seinem fußballerischen Halbwissen möge er dann die anderen Mitglieder des Aufsichtsrates und uns zukünftig verschonen.

  66. Altix sagt:

    Also ich muss auch gestehen, dass mich die PK begeistert hat und reihe mich bei jenen ein, die schon jetzt wieder Lust auf die neue Saison haben. Auch die geräuschlose Verpflichtung von Naldo fand ich erfreulich überraschend, eben weil im Vorfeld nichts durchsickerte. Das kann gerne so bleiben. Ich habe mir allerdings auch eine gewisse Euphorie Bremse auferlegt. Wir Schalker sind ja immer sehr schnell himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt.Ich warte mal ab, was in den kommenden Wochen so kommen wird, insbesondere bei der Trainerfrage. Sehr gespannt bin ich auch, wie CH sich schlagen wird, wenn die Funke Medien Gruppe zur ersten Attacke bläst. Erfahrungsgemäß wird das nicht lange auf sich warten lassen (ich habe übrigens meine beste Ehefrau von allen tatsächlich dazu gebracht, einer Kündigung der WAZ zuzustimmen. Keine teure Scheidung nach über 30 Ehejahren also ;) )

    Was bei mir allerdings sehr großes Unbehagen bereitet ist, die bevor stehende JHV. Man mag von CT halten was man will, allein die Tatsache, dass es über das Konstrukt Wahlausschuss möglich ist, CT erst gar nicht zur AR-Wahl zuzulassen, ist in meinen Augen eine Katastrophe. Wenn das passiert, wird dem Verein ein größerer Imageschaden zugefügt, als alle Fehler von CT in der Vergangenheit zusammen das je konnten. Eben jene, die lauthals beklagen, dass CT den Verein zum FC Tönnies 04 unter dessen Gutsherrenfuchtel umfunktionieren will (oder hat) müssen sich dann vorwerfen lassen, dass sie mit ebenso undemokratischen Mitteln eine freie Wahl der Mitglieder verhindern wollen. Das sähe für mich dann so aus, dass man über den Wahlaussschuss eine offene Kandidatenwahl zu verhindern versucht, weil man sich sehr wohl darüber im klaren ist, dass CT einmal nominiert auch auf jeden Fall gewählt wird.

    Bei allen Vorbehalten, die ich gegenüber der Arbeit von CT habe, ich werde ihn wählen, so ich das überhaupt darf. Mein Problem ist die Tatsache, dass ich die Opposition bislang eher als diffusen Meckerfront wahrgenommen habe, die ohne ein eigentliches Gesicht vor allem GEGEN jemanden antritt. Wo ist der Kandidat, der offen gegen CT antritt, der Gesicht und Programm zeigt? Wo ist meine Alternative zu CT? Ich habe nie zu denen gehört, die gegen jemanden wählen, sondern immer zu denen, die FÜR jemanden wählen, auch wenn das das kleiner Übel darstellt. Derzeit kann ich für mich keine echte Alternative zu CT erkennen. Ob das stimmt oder nicht, ist belanglos, denn am Ende entscheidet nur meine Wahrnehmung darüber, für wen ich stimme.

    Ich teile die hier oft geschriebene Skepsis, dass CT sich zukünftig zurückhalten will. Andererseits muss man klar sagen, dass er genau das die gesamte Saison über eigentlich weitgehend gemacht hat. Außerdem kommt es auch immer darauf an, wie leicht ein Sportvorstand es dem AR-Vorsitzenden macht, sich einzumischen. Genau an dem Punkt halte ich CH für ein ganz anderes Kaliber als HH. So lange ich also keine echte Alternative erkennen kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass CT seine Ankündigung, sich weiter zurückzuziehen wahr macht.

  67. Blauhai sagt:

    Lieber Altix, du CT gar nicht wählen können, weil er vom WA die Zulassung nicht bekommt.Schau dir die Leute vom WA an sowie die Kampagne Familienmitglieder des WA, dann weiss man Bescheid.

  68. anakin sagt:

    http://www.westline.de/fussbal.....oennies-04
    …Es sei ein Unding, dass man überhaupt über die Zulassung von Tönnies diskutiere, schließlich käme auch niemand auf die Idee, Karl Hopfner oder Reinhard Rauball zu hinterfragen; nein, dort würden nicht einmal Gegenkandidaten aufgestellt….
    Er hat nicht verstanden, dass Bayern und Dortmund die Fußballabteilung längst ausgegliedert haben – und Hopfner und Rauball als Präsidenten vollkommen andere Ämter als Clemens Tönnies haben.
    Frage: War Clemens Tönnies da nicht clever genug ?

  69. Altix sagt:

    @Blauhai: Genau das ist meine Befürchtung. Wenn das passiert, sind wir genau da, wo der HSV vor kurzem stand, als da Gruppierungen in massiver Art und Weise auf die Geschicke des HSV Einfluß nahmen, wie es ihnen niemals hätte gestattet werden dürfen. Exakt aus dem Grund bin ich unbedingt dafür, durch eine Ausgliederung die Profiabteilung vor dem Einfluss der Ultras und Konsorten zu schützen.

  70. anakin sagt:

    @Altix das hätte man schon lange machen können.
    Man hätte auch den gleichen Weg wie Borussia Dortmund gehen können und wäre heute schuldenfrei.

  71. Blauhai sagt:

    @Altix:genau wie du es gesagt hast,dem ist nichts hinzufügen.
    Auch ein professioneller und abgezockter Mann wie Heidel wird hier wieder vergrault.

  72. Torsten sagt:

    @anakin @Altix

    Hätte, hätte.. Nee, hätte man nicht, weil ihr den Antrag noch nicht gestellt habt. Also: Schriftlich formulieren, zur nächsten JHV einreichen und kräftig dafür werben! Einen anständig formulierten Text veröffentliche ich dann auch gerne hier, als Diskussionsgrundlage.

    Ohne da mal „Fleisch“ dranzubekommen ist das doch keine vernünftige Diskussion. Der eine vermutet, Tönnies hätte in der Vergangenheit ganz anders gehandelt als er wollte. Der nächste vermutet, Schalke ist kurz davor der HSV zu sein. Einer vermutet, Schalke könne längst schuldenfrei sein und der letzte weiß heute schon wer in drei Wochen als AR-Kandidat vorgestellt wird oder nicht.

    Meinung in allen Ehren, aber heute ist offensichtlich realitätsferner Freitag.

  73. Ney sagt:

    Es wirkt etwas übereilt, jetzt hier Nichtzulassungen und Heidelvergraulungen zu diskutieren, wo nichts in der Richtung auch nur andeutungsweise belegbar ist.

    Es wirkt etwas überraschend und etwas uninformiert, den Weg von Borussia Dortmund zu empfehlen. Die waren als KgaA faktisch Pleite. Gerettet hat sie nicht die KGaA, sondern die Geduld der Gläubiger und der sportliche Erfolg u.a. durch Glücksgriff Klopp.

    Es wirkt etwas unterkomplex, die Tönnies-Kritik auf die 700 Ultras unter 60.000 Stadionbesuchern oder 150.000 Mitgliedern zu reduzieren. Zudem, die Ausgliederung der Profiabteilung als Immunisierung gegen kritische Vereinsmitglieder anzuempfehlen, ist natürlich Wasser auf die Mühlen derer, die eine Ausgliederung als Entmündigung des Vereins und der Mitglieder darstellen. Schuss ins Knie.

    Übrigens, Tönnies/Magath
    http://koenigsblog.net/2011/03.....ntlassung/

  74. anakin sagt:

    @Torsten den Weg zu gehen, den unser “ Nachbar “ gegangen ist, diese Möglichkeit hatten wir auch, ansonsten 100 Prozent Zustimmung und allen ein schönes Wochenende.

  75. Altix sagt:

    @Thorsten: Es tut mir leid, aber ich kann deinen Einwurf zumindest was mich angeht in keiner Weise nachvollziehen. Ich habe das Wort „hätte“ exakt einmal verwendet, und zwar im Zusammenhang mit dem HSV und bestimmten Gruppen. Und dazu stehe ich auch. Ich habe 10 Jahre in Hamburg gelebt und das Wirken der „Supporter“ hautnah miterlebt. Danke nein, das brauche ich nicht. Der Rest ist meine persönliche Meinung, die man teilen kann oder nicht. Was das mit irgendwelchen Anträgen zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    @Ney: Ich gebe dir recht, dass es nicht ausreicht, die Kritik einfach nur auf 700 Ultras zu reduzieren. Die Kritik geht weiter und hat auch ein paar sehr gute Argumente. Das Einzige, was ich nicht verstehen könnte, weil es meiner Meinung nach total falsch ist, wenn der Wahlausschuss CT nicht zur Wahl zulassen würde. Nicht mehr und nicht weniger.

    Es sollte die Entscheidung der Mitglieder sein, wer in den AR gewählt wird. Das ist dann Demokratie. Der Wahlausschuss sollte meinetwegen den Leumund prüfen, aber mehr auch nicht. Dass CT als AR nicht komplett ungeeignet ist, sollten selbst die ärgsten Kritiker anerkennen können. Und einer großen Zahl Tönnies-Anhänger die Wahlmöglichkeit einfach zu nehmen ist selbstherrlich und arrogant. Ob diese Anhänger in der Mehrheit sind oder nicht, ist irrelevant. Es ist auf jeden Fall keine Splittergruppe. Fändest du es in Ordnung, wenn eine Mehrheit im Wahlausschuss erst eine Vielzahl ungeeigneter Kandidaten nominiert und anschließend einen unliebsamen Kandidaten aussortiert, mit dem Hinweis, man hätte vier bessere Kandidaten? Das soll bitte die JHV entscheiden. Ja ich weiß, dass es so etwas möglicherweise in der Vergangenheit schon einmal unter umgekehrten Vorzeichen gab. Das macht die Sache aber nicht besser, beide Vorgänge fände/finde ich falsch.

    Dass eine Ausgliederung extrem heikel ist und natürlich gerade auf heftigste Kritik und damit Wasser auf die Mühlen der aktuellen Opposition ist, ist mir klar. Dieses Projekt auf die Schiene zu bringen ohne den Verein zu zerreißen, gleicht einer Herkulesaufgabe, von der ich nicht weiß, ob sie jemals bewältigt werden wird. Auch hier habe ich nur meine Meinung zum Ausdruck gebracht. Ob die mehrheitsfähig ist oder nicht, ist mir egal. Es bleibt meine felsenfeste Überzeugung.

    Ich kann dir auch genau sagen, warum das so ist. Im richtigen Leben bin ich Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens. Wir sind ein paar Nummern kleiner als der Konzern Schalke 04, aber wir liefern unseren Gesellschaftern seit Jahren ordentliche und stabile Erträge ab. Das haben wir auch in den Zeiten der Finanzkrise und konjunkturell schwierigen Zeiten geschafft, und das ohne einen einzigen Arbeitsplatz abzubauen. Wir haben den Laden zusammengehalten, und nicht nur auf die Interessen der Gesellschafter geachtet, sondern auch für die Mitarbeiter und deren Familien, indem wir jederzeit sichere Arbeitsplätze angeboten haben. In einem Familienunternehmen ist so etwas zum Glück möglich. In vielen Dingen gehe ich raus in den Betrieb und höre mir die Meinung meiner Mitarbeiter an. Oft sind da sehr gute Ideen dabei, die uns anschließend einen Schritt weiter bringen.

    Aber eines kann ich dir versichern: So lange ich in dem Laden etwas zu sagen habe, wird es garantiert keine Basisdemokratie geben. Nie im Leben werde ich Mitarbeiter ein Mitspracherecht bei unternehmerischen Entscheidungen einräumen. Der Grund ist ganz einfach: Bei aller Kreativität fehlt es den meisten Mitarbeitern schlicht an der Qualifikation, die Tragweite einer solchen Entscheidung zu überblicken und zu bewerten. Das mag arrogant klingen, ist aber so.

    Genau so sehe ich die Sache auch bei Schalke 04. Das ist ein 250 Mio€ Konzern, also kein KMU mehr, den eben nicht jeder Fan aus der Kurve mitführen kann und deshalb auch nicht sollte. Das jedenfalls ist meine felsenfeste Überzeugung, die man teilen mag oder auch nicht. Ich habe auch kein Patentrezept, wie man so eine Ausgliederung ohne Zerreißprobe hin bekommt, muss ich aber auch nicht. Meine Meinung darf ich (hoffentlich) trotzdem haben und hier auch artikulieren.

  76. Björn sagt:

    Nur mal so am Rande, Volland geht nach Leverkusen, langsam (…) braucht es mal einen Trainer mit dem man den die neue Saison planen kann. :-)

  77. anakin sagt:

    @Ney “ Es wirkt etwas überraschend und etwas uninformiert, den Weg von Borussia Dortmund zu empfehlen. “
    @Ney ich empfehle Dir diesen kleinen Abschnitt bei wikipedia.org zu lesen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Borussia_Dortmund
    Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

  78. Altix sagt:

    Noch ein Nachtrag zu meinem letzten Beitrag: Um mal das Reizwort Ausgliederung aus der Diskussion zu nehmen (weil derzeit eh komplett unrealistisch), will ich meine Gedanken etwas anders formulieren.

    Wir haben heute eine Satzung für den Verein, die über das Konstrukt Wahlausschuss zulässt, dass von einer kleinen Handvoll Mitglieder eine Vorauswahl nach Gutdünken getroffen wird. Möglicherweise vorbei am Willen einer großen Zahl Mitglieder, ganz gleich, ob diese nun eine große Minderheit oder sogar die Mehrheit im Verein verkörpern. Ob diese Möglichkeit genutzt wird, bzw. von wem wann bereits genutzt wurde, finde ich langweilig. Allein die Tatsache, dass die Möglichkeit besteht, finde ich grundsätzlich falsch.

    Nach allem was ich weiß, darf der Sportvorstand nur Geschäfte bis 300.000€ tätigen. Die genaue Formulierung sieht etwas anders aus, aber das ist hier jetzt egal. Für alles andere wird die Zustimmung des ARs benötigt. Faktisch wird damit angesichts der aktuellen Summen im Profifussball die operative Entscheidungsgewalt in der AR verlagert. Wenn der, wie bei uns, aus 11 Personen besteht, dann kann man sich an einem Finger abzählen, wie flexibel und entscheidungsfähig dieses Gremium ist. Wenn ich bei mir im Unternehmen für jeden Pfurz die Gesellschafter fragen müsste, würde ich die Brocken hinwerfen, so kann man nicht arbeiten. Dieses Konstrukt ist in meinen Augen falsch und überholt.

    Vermutlich lassen sich weitere ähnliche Beispiele finden, die zu der Frage führen, ob unsere Satzung als solche noch zeitgemäß ist und ob sie den Anforderungen gewachsen ist, die man stellen muss, wenn darüber ein 250 Mio. € Konzern gelenkt werden soll. Lautet die Antwort nein, dann muss man die Satzung überarbeiten. Das allerdings würde ich nicht von innen heraus machen, denn das würde nur zu unnützen Grabenkämpfen und Verteilungskriegen führen. Es gibt Rechtsexperten, denen ich die Aufgabe übertragen würde, eine geeignete Satzung für den Verein Schalke 04 zu erarbeiten. Dabei müssten sich alle Beteiligten sich schon bei Auftragsvergabe verpflichten, sich dem Expertenvorschlag zu unterwerfen, so er denn die Zustimmung einer Mehrheit der Mitglieder erfährt. Und wer weiß, vielleicht erledigt sich dann im Laufe der Zeit auch manch andere Frage.

  79. blues sagt:

    @Altix
    Was zu Schalke passt entscheidet die MV. Vorschläge für die MV erarbeiten die aktiven und interessierten Mitglieder. Die Durchsetzungsfähigkeit von Vorschlägen hängt von ihrem Organisationgrad und ihrer Vernetzungsfähigkeit ab. Dein Vorschlag der für eine eher postdemokratische Vorgehensweise plädiert, ist auf Schalke mMn derzeit chancenlos. Dafür können die das in Leipzig ganz gut.

  80. Altix sagt:

    @ blues: OK, ich gebe mich geschlagen. Beiträgen wie

    „Dafür können die das in Leipzig ganz gut.“

    habe ich nichts entgegenzusetzen und Diskussionen auf diesem Niveau sind vermutlich auch nicht im Sinne des Blogbetreibers. Da wir hier inzwischen ohnehin komplett OT in Bezug auf Thorstens Beitrag sind, möchte ich mich fortan hier raushalten.

  81. Ney sagt:

    @anakin
    Da steht, dass die KGaA in eine extreme Krise geriet. Der wirtschaftliche Erfolg danach war in erster Linie Folge der sportlichen Entwicklung, nicht der Rechtsform der Lizenzspielerabteilung. Dass ein schuldenbelasteter Verein nicht zwingend von einer Ausgliederung profitiert, zeigt der HSV uns gerade. Die Ausgliederung wird früher oder später kommen, da bin ich mir sicher, aber dafür müssten die Proponenten vermutlich weit mehr bieten als z.B. Verweise wie den auf Borussia Dortmund, der die historischen Tatsachen ausblendet. Konkrete Beschreibungen dessen, wie Schalke z.B. finanziell profitieren würde, wären weitaus hilfreicher.

    Polemiken wie Altix‘ Unterstellung, „Kurvenfans“ wollten sich ins Tagesgeschäft einmischen, sind dabei leider zusätzlich kontraproduktiv.

  82. Steffen sagt:

    Interessante Aussage von Heidel, dass zum einem aus Mainz aus den Nachwuchsmannschaften noch 1-2 Trainer in die Bundesliga gelangen werden – zum anderen, dass man auf Schalke dahin kommen muss auch selber seine Trainer auszubilden.

    (gelesen auf derwesten)

  83. polarfuchs sagt:

    @ Altix
    Deiner Sicht der Dinge kann ich nur zustimmen. Torsten hat hier einen wunderbaren Blog geschaffen wo sich sachlich und respektvoll diskutieren ließ. Es ist auch meine Entscheidung mich hier zukünftig mit Kommentaren herauszuhalten. Das hat Torsten, dieser Blog, nicht verdient.
    Warum müssen sich aber immer die “ Vernünftigen “ zurückziehen ?

  84. Nordlicht sagt:

    Moin Moin Zusammen,

    Vielleicht haben wir ja auch nur noch keinen neuen Trainer, weil Heidel in den eigenen Reihen suchen möchte und vielleicht hat Elgert auch deswegen mit seinem Jobwechsel zurück gerudert :-)

  85. anakin sagt:

    http://www.reviersport.de/3310.....sblau.html
    Schalke 04
    Elgert plant wohl Zukunft in Königsblau
    Eine gute Nachricht.

  86. Rjonathan sagt:

    Zur Sache:
    Mich wundert die Gleichsetzung von Breitenreiter und Weinzierl auch.
    Mich wundert außerdem, dass ständig betont wird, dass Naldo-Transfer geräuschlos ablief. Liefen die Transfers von Schöpf, Belhanda, Nastasic, Caicara auch. Bei Geis lag das Interesse Unruhe zu stiften wohl eher bei Mainz oder einem Bieter-Konkurrenten. Das Maulwurf-Problem ist doch gar nicht so aktuell, oder??

    Zum Wahlausschuss :
    @Torsten leider stimmt es nicht, dass man noch nicht weiß, wie der Wahlausschuss seine Macht auslegt. Im letzten Jahr wurden ja bereits zwei Aufsichtsräte durch den Wahlausschuss abgewählt. Zur Wahl standen dann nur noch Tönnies-Gegner. Insofern kann man sich schon auch jetzt empören. Und die Furcht vor dem Skandal kommt nicht von ungefähr. Ich finde, der Wahlausschuss sollte auch nur über neue Kandidaten richten. Ist doch komisch, dass sie einmal zugelassenen Kandidaten eine weitere Amtszeit verbieten können. Das ist eigentlich nicht der Sinn dieses Gremiums.

    Zu Ausgliederung und Fan-Romantik :
    Ausgliederung ist nicht das Allheilmittel gegen unliebsame Einflussnahme. Die Beispiele HSV – und viel aktueller noch Werder zeigen das. Sehr lesenswert ist dieser Kommentar zu den Bremern. Dort haben wohl tatsächlich nur anachronistische Nostalgiker das Sagen und man wird sehen wohin das führt.
    http://www.kicker.de/news/fuss.....-wegs.html

    Schalke bekommt die Gratwanderung ja eigentlich ganz okay hin. Dafür ist vianogo ein gutes Beispiel. Wenn wirklich Mist gemacht wird, dann hört man auch auf die Basis. Derzeit ist aber einfach viel zu viel Lärm um an den Haaren herbei gezogene Themen. Für mich hat Tönnies mit Heidel das Ruder im richtigen Moment umgerissen. Wenn es in den nächsten Jahren wieder ein wenig aufwärts geht, ist alles in Butter. Wo der Schuh bei der aktuellen Vereinsführung darüber hinaus so immens drückt, dass man meint Revolutionslieder singen zu müssen, ist mir nicht klar.

    Zur Diskussion über die Diskussion:
    Ein wenig Hitze darf doch mal sein, ich sehe nicht wo jemand über die Stränge geschlagen hat. Lasst euch doch von ein bisschem emotionalem Gegenwind nicht gleich ins Boxhorn jagen. :)

  87. blues sagt:

    @Altix
    „Aber eines kann ich dir versichern: So lange ich in dem Laden etwas zu sagen habe, wird es garantiert keine Basisdemokratie geben. Nie im Leben werde ich Mitarbeiter ein Mitspracherecht bei unternehmerischen Entscheidungen einräumen.“

    Firmen sind anders als Vereine. Ich weiss deshalb nicht genau, wie dein Statement zu deiner Firma auf Schalke übertragen werden soll, aber irgendwas möchtest du ja mit „keine Basisdemokratie“ in Bezug auf die Mitsprache auf Schalke damit ausdrücken.

    „Dabei müssten sich alle Beteiligten sich schon bei Auftragsvergabe verpflichten, sich dem Expertenvorschlag zu unterwerfen,..“

    Tja, als Mitglied hat man sich dem Ergebnis einer Abstimmung zu unterwerfen. Aber erst nach der Abstimmung und nicht vor Kenntniss des Antrages. Man kann dann sogar, falls einem das Ergebnis nicht passt, bis zur nächsten MV versuchen über einen neuen Antrag einen anderen Beschluß herbeizuführen.

    @Rjonathan

    Ich gehe davon aus, dass die Leute im Wahlausschuss, wenn sie Schaden anrichten, abgewählt werden.Ich gehe davon aus, dass eine Satzungsänderung von der Mitgliedschaft durchgewunken würde, wenn der Wahlausschuss Schaden anrichtet oder seine Macht mißbraucht.

    Ich sehe die Pflicht für den Wahlausschuss, neue Ideen in den Aufsichtsrat zu tragen. Neue Ideen sind an neue Köpfe gefunden. Darüber hinaus ist der AR eine Kontrollinstitution. Da sollten schon unter dem wichtigen Compliancegesichtspunkt „Korruptionsverhinderung“ Personalwechsel stattfinden, in dem Amtszeiten beschränkt werden.

    Tönnies ist seit 22 Jahren Aufsichtsrat. Das ist selbst unter dem wichtigen Aspekt „Kontinuität sicherstellen“, eine sehr sehr lange Zeit.

    Tönnies fehlt als Machtmensch und „Rampensau“ das Feingefühl, seinen Ankündigungen, sich zurückzunehmen, tatsächlich auch Taten Folgen zulassen.

    Spätestens seit seinem Kartellproblem, ist Tönnies, außer meiner Sicht eine Person, die man im Wirken auf die Allgemeinheit sehr kritsch sehen kann.

    http://www.wiwo.de/unternehmen.....0-all.html

    Es gibt also genug Gründe nach denen es legitim erscheint, Tönnies diese Mal nicht mehr zur Wahl zu zulassen. Wenn es sich als Fehler herausstellen würde, in einem Jahr ist die nächste MV. Das Jahr übersteht Schalke sicher.

  88. blues sagt:

    @Rjonathan
    Sogar der Boateng-Transfer war geräuschlos. Dafür krachte es später umso mehr und leider nicht nur im Knie des Princen.

  89. leoluca sagt:

    @Rjonathan.

    Es gibt durchaus Gründe, an der kollektiven Vernunft des Wahlausschusses zu zweifeln, da gebe ich dir recht. Wie der WA im letzten Jahr zwei der Opposition nicht genehme Aufsichtsräte die MV-Kandidatur verwehrte, das hatte ordentlich Geschmäckle.

    Trotzdem teile ich deine und anderer Furcht vor dem Skandal nicht.

    Mein Eindruck ist, dass eine weit überwiegende Mehrheit der Diskutanten in den diversen Blogs und Foren der Meinung ist, dass eine eventuelle Abwahl von CT durch die JHV erfolgen muss und nicht durch den Wahlausschuss.

    Zwar begünstigt die Geschäftsordnung des WA, dass man die Meinung einer Minderheit komplett ausschliessen und mit nur vier Mitgliedern durchsetzen kann, dass CT nicht mehr zur Wahl zugelassen wird.

    Ich halte es allerdings für so gut wie ausgeschlossen, dass der Wahlausschuss CT nicht zulässt. Auch ihm wird in seiner Mehrheit klar sein, dass eine solche Entscheidung nur der JHV zusteht. Die Brisanz dieser Entscheidung ist mit den Vorgängen im letzten Jahr nicht vergleichbar.

  90. Henning sagt:

    @leoluca

    Ich teile deine Zuversicht in den Wahlausschuss leider nicht. Die „oppositionsnahen“ Mitglieder des Wahlausschusses werden von ihren Rechten ohne Rücksicht Gebrauch machen. Das wird auch bereits durch die Blume kommuniziert. Siehe etwa diesen aktuellen Kommentar von Susanne Hein-Reipen („Blondundblau“), die bekanntlich mit einem der Aussschussmitglieder liiert ist.

    http://www.westline.de/fussbal.....oennies-04

    Zitat: „Er [Peter Peters] hat nicht verstanden, dass der Wahlausschuss nach der Vereinssatzung seit über zwanzig Jahren auch über die Zulassung bereits amtierender Aufsichtsräte entscheiden MUSS. Und dass der Verein es selber in der Hand gehabt hätte, einen Änderungsvorschlag in Richtung eines automatischen Kandidaturrechts einzubringen. Und dies selbst zu Zeiten, als der Wahlausschuss aus SFCV-Funktionären und Verwandten bestand, nicht für nötig gehalten hat.“

    Es ist ja auch kein Geheimnis, sondern offen kommuniziertes Ziel der „Opposition“ in den letzten Jahren gewesen, über den Wahlausschuss Einfluss im AR zu gewinnen. Das hat bisher geklappt und wird auch jetzt wieder klappen. Und gerade beim „Feindbild“ Nr. 1 Clemens Tönnies wird wohl kaum der JHV die (dann m.E. spätestens seit den Aussagen von CH und Elgert sichere) Widerwahl von CT überlassen werden. Das stünde den Zielen der Opposition diametral entgegen.

  91. Ney sagt:

    In dem Zitat ist kein Hinweis darauf zu finden, dass Tönnies nicht zugelassen wird.

  92. rjonathan sagt:

    Lese ich Gott sei Dank auch nicht so. Ansonsten ist der Artikel an Polemik leider kaum zu überbieten. Mir missfällt dieser Stil sehr.

  93. leoluca sagt:

    Die Autorin dieses von polemischer Selbstgefälligkeit gesättigten Textes tritt meines Wissens auch als Repräsentantin von „SchalkeVereint“ auf. Was und wen sie vereinen will, ist mir ein Rätsel.

  94. Ney sagt:

    Den Artikel hatte ich bisdato gar nicht gelesen, nur das Zitat.

    Polemik? Selbstgefälligkeit? Kaum zu überbieten? Kann man vielleicht so sehen, wenn man will. In der Sache kriegt Peters einiges an Infos mitgeteilt, die ihm anscheinend bislang fehlten.

  95. Torsten sagt:

    Die Autorin […] tritt meines Wissens auch als Repräsentantin von „SchalkeVereint“ auf.

    Sowohl die Initiatoren von „SchalkeVereint“, als auch Susanne Hein-Reipen, stehen Clemens Tönnies kritisch gegenüber. Das haben sie mit vergleichsweise vielen aktiven Fans gemein. Dass Susanne Hein-Reipen irgendwas aktiv mit „SchalkeVereint“ initiert hat, ist mir nicht bekannt. Auf der Webseite von „SchalkeVereint“ kamen Texte von ihr noch nicht vor, wenn ich das richtig verfolgt habe.

    Dafür kam Susanne Hein-Reipen in Podcast-Folge 11 (zum Konzerngeschäftsbericht) vor. Und geplant ist, dass Roman von „SchalkeVereint“ in der nächsten Podcast-Folge, in Vorbereitung auf die JHV zu Wort kommen wird. Damit wir das ganze Hickhack mal in unserer gewohnt sachlichen Art außeinanderklabüsert bekommen.

  96. Ney sagt:

    Torsten, wenn Du einfach so auf (fehlende) Fakten verweist, wirst Du am Ende noch als Sprachrohr von Die Opposition [tm] entlarvt.

    (Polemik aus)

  97. leoluca sagt:

    Danke für die Info. Immer schön, ein paar Interna zu erfahren. Konnte mir auch schlecht vorstellen, dass dieser Artikel irgendwas mit „vereint“ zu tun haben soll.

  98. andres sagt:

    Ich finde es etwas befremdlich, wenn einerseite geklagt wird, dass ‚die Opposition‘ sich nicht artikulieren, bzw keine Argumente vorbringen würde und dann gleichzeitig auf kritische Protagonisten, wie Susanne Hein-Reipen oder Roman Kolbe eingedroschen wird, denn gerade die machen doch was gefordert wird. Natürlich kann man den oben verlinkten Artikel als Polemik verstehen, er ist aber auch eine (auch demokratietheoretische) Erwiederung auf pauschale Verurteilungen seitens Peters.
    Auch weiss ich mit der Kritik an den familiären Banden zum Wahlausschuss nichts anzufangen. Ich hab mir darauf hin mal den Fragebogen von Günther Reipen zur Kandidatenvorstellung zur Wahlausschusswahl 2014 auf Schalkermarkt.de durchgelesen und kann darin nichts radikales / vereinsgefährdendes erkennen. Vielmehr ist darin die Rede von mehr Kandidaten, mehr Kompetenz, mehr Transparenz, Rechenschaftspflicht und Unabhängigkeit.
    Und ja, auch davon dass im AR Kanidaten vertreten sein sollen, die dem Alphatier CT auf Augehöhe begegnen können.
    Wo ist das Problem?

  99. Blauhai sagt:

    Nun, das Problem sehe ich nur darin, dass durch die jetzige Besetzung im WA (nicht nur Reipen,man schaue auf die Personen, klar sind die gewählt, CT wurde auch einmal gewählt) Personen in den AR gebracht werden sollen die von Hause erst einmal Gegen was und wen sind. Die Arbeit des Vorstandes soll beschnitten und blockiert werden. Damit wäre der Verein nicht mehr konkurrenzfähig und würde die Ebene des professionellen und wirtschaftlichen Vereins in einer höchsten nationalen und internationalen Liga komplett verlassen. Beispiel Herr Heidel bekommt immer wieder ein Nein zu Transfers, wie lange bleibt der dann noch?
    Diese Klientel von Personen ist in meinen Augen besessen davon Gegen etwas und Wen zu sein, Kleine oder Große Gruppe gegen Magath, gegen Peters, gegen Jobst, gegen CT, bald Gegen Heidel (denn der wird denen auch noch gewaltig gegen den Strich gehen).
    Leider wird der Verein durch diese Grüppchen auf der Strecke bleiben.
    Und das hat nichts mit der Person CT zu tun. Auch ohne ihn geht es weiter, ich sehe jedoch für die Zukunft keine kompetenten Personen in den Gremien, die einen professionellen Club nach vorne bringen.

  100. Ney sagt:

    Personen in den AR gebracht werden sollen die von Hause erst einmal Gegen was und wen sind.

    Ging aus den Vorstellungen der Kandidaten bei den letzten Wahlen nicht hervor. Woran macht man das konkret fest?

    Die Arbeit des Vorstandes soll beschnitten und blockiert werden

    Das wäre nicht gut. Wer hat sich denn dementsprechend geäußert?

    Diese Klientel von Personen

    Die drei zuletzt genannten, oder wer sonst noch?

    Kleine oder Große Gruppe gegen Magath

    Tönnies war dann doch auch gegen Magath, seine Rede bei der JHV nach der Magath-Entlassung war da unmissverständlich.

    gegen Peters

    Der hat ein unsägliches Interview abgeliefert, da muss man nicht „Opposition“ sein, um sich zu wünschen, dass er die Satzung zur Kenntnis nimmt.

    gegen Jobst

    Das war konkret die Viagogo-Affaire, da war ein erheblicher Teil der Mitglieder kritisch eingestellt und der Vorstand hat einen Kurswechsel vollzogen, den andere Vereine ebenfalls vorgenommen haben.

    bald Gegen Heidel

    Kaum anzunehmen. Aber meine Glaskugel ist auch leider defekt.

    Da werden sorgsam alle konkreten Bezüge und Umstände ausgeblendet, um eine „Fundamentaloppisition“ zu konstruieren, die in der Realität so nicht existiert. Finde ich nicht hilfreich.

  101. Torsten sagt:

    Die Arbeit des Vorstandes soll beschnitten und blockiert werden.

    Bislang war die sog. „Opposition“ für eine Schwächung des AR-Vorsitzenden und eine Stärkung des Vorstands. Wie Du nun darauf kommst, der Vorstand solle beschnitten und blockiert werden, kann ich nicht nachvollziehen.

  102. Rjonathan sagt:

    @Ney
    Die Polemik besteht darin, Peters dieses Unwissen zu unterstellen. Seine Äußerungen waren ja offensichtlich der Angst geschuldet, der Wahlausschuss könne eingreifen und damit ein undemokratisches Bild abgeben. Daraus zu schließen, er müsse in dem Punkt belehrt werden, dass das satzungskonform sei, ist Polemik. Da werden Worte verdreht, dem anderen in den Mund gelegt usw… Und das ließe sich noch an X weiteren Punkten beispielhaft zeigen. Und diesen Stil finde ich schrecklich. Ganz unabhängig ob Susanne nur für sich oder für den Papst persönlich spricht. Und ich bin mit leoluca einer Meinung, dass der Artikel spalterisch und kriegerisch ist.

    @andres
    Meine Kritik an der Opposition war nie, dass sie sich nicht äußern. Ich habe hier schon im letzten Jahr viel mit Roman in den Kommentaren diskutiert und muss sagen, dass ich sein Engagement sehr schätze. Wenn ich es richtig verstehe, hat er ja auch im letzten Jahr gemeinsam mit der Vereinsführung und anderen das Satzungsänderungs-Paket ausgearbeitet – das ist konstruktive Arbeit wie sie im Buche steht (abgelehnt wurde es trotzdem).
    Die Kritik ist vielmehr, dass große Teile der Argumente der Opposition daraus bestehen, dass Tönnies doof ist. Mir ist das zu wenig.

  103. leoluca sagt:

    @andres.
    Egal, ob ich im einzelnen zustimme oder nicht, mir gefällt das, was „SchalkeVereint“ und was hier im Blog einer der Vertreter, Roman Kolbe, an Kritik vorträgt. Sehe es wie Du: ist gut für neue Erkenntnisse und für die lebendige Vereinsdemokratie.

    Auch das Thema des oben verlinkten Artikels, Kritik an Peters‘ Wahlkampfbeitrag, ist für mich in Ordnung. Mir gefallen nur Ton und Stil nicht und warum, habe ich geschrieben. Wo ist das Problem?

    Mit den anderen Themen, die Du ansprichst, habe ich nix am Hut.

  104. andres sagt:

    würde der Wahlausschuss CT nicht zur Wahl zulassen, sähe ich das auch kritisch. Dahingehend fand ich die Äusserungen von Reipen aber sehr erfreulich, weil er fordert, lieber mehr als weniger Kandidaten zuzulassen – was letztlich die MV stärken würde. Sollte CT dann in einer Wahl keine Mehrheit finden, könnten auch alle damit leben.

    natürlich ist der Artikel seiner Frau grenzwertig scharf formuliert, aber ich finde schon, dass man einem Vorstand sagen darf, dass er sich seine Aufsicht nicht aussuchen kann und sich diesbezüglich vielleicht zurück halten sollte.
    Ich bin natürlich froh wenn Vorstand und AR-Vorsitzender harmonieren. Besser wäre es noch, wenn sich dies auf den gesammten AR beziehen würde.
    Dahingehend ist mir weniger ‚die Opposition‘ zu schemenhaft als der AR selbst

  105. Blauhai sagt:

    Man muss sich nur einmal mit einigen dieser Oppositionsleute unterhalten,
    die wollen Ihre Leute in den AR und damit ein großes Mitspracherecht im Verein haben, d.h. der Vorstand kann und wird mehr behindert werden.

    Also ich bin bestimmt kein Freund von CT, auch wenn ich von Hause aus aus der Branche komme,lach, aber er hat gesagt, was mir nicht aus dem Kopf geht, Hass schlägt ihm entgegen.
    In der Tat, wenn ich mir „die“ Leute im Stadion angesehen habe, höre und lese was hier von den Gegnern u.a. dieser Oppositionsfrau geschrieben und veröffentlicht wird dann ist dies auch HASS, wenn auch subtil.

    Wenn der WA, CT nicht zulässt, wovon ich zu 99% ausgehe, diese Oppo-Frau (und die weiß was im WA abgeht) gibt ja jetzt schon Erklärungen ab, dass es das alles schon gegeben hat, wird es einen Riss in den Verein geben, der so noch nie da war. Da hier auch noch Fussball gespielt werden soll, sehe ich uns auf Sicht eher in den Regionen vom VFB, Kaisersl. usw.

    Ich hoffe, die 1% immer noch, dass CT sich der Mitgliederversammlung zur Wahl stellen muss, dieses Votum wäre dann sicherlich für ALLE gerechter.

  106. Torsten sagt:

    Man muss sich nur einmal mit einigen dieser Oppositionsleute unterhalten, die wollen Ihre Leute in den AR und damit ein großes Mitspracherecht im Verein haben, d.h. der Vorstand kann und wird mehr behindert werden.

    Ich unterhalte mich durchaus mit vielen Schalkern, auch mit denen die allgemein zur „Opposition“ gezählt werden. Nach meiner Erfahrung gibt es übrigens keine organisierte Opposition. Das macht es auch so unübersichtlich und führt dazu, dass alles jedem zugeschrieben wird. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

    Sowohl die Leute, die in den Wahlausschuss gewählt wurden, als auch die gewählten AR-Mitglieder der letzten zwei Jahre, halte ich für vernünftige Leute, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Deswegen gehe ich weiterhin davon aus, dass Clemens Tönnies vor der MV zu Wahl antreten wird.

    Dass sich eine Nichtzulassung Tönnies‘ zur Wahl furchtbar auswirken würde, da bin ich ganz bei Dir. Das käme einem Putsch gleich. Aber (s.o.) darüber mag ich mich nicht aufregen, so lange es nicht nötig ist.

  107. ReinerEdelmann sagt:

    @Ney,

    VIELEN Dank für Deinen Beitrag hier am 25.05., 10:15 Uhr.

    Leider produziert auch Torstens wunderbarer Blog inzwischen so viel heiße Luft, dass dieses „Lüften“ mehr als wohltuend ist. Mir fehlen dazu oft schlichtweg Zeit & Energie!

  108. Torsten sagt:

    Leider produziert auch Torstens wunderbarer Blog inzwischen so viel heiße Luft

    Mein Blog produziert die oben als Artikel dargestellten Texte und bietet die Möglichkeit des Meinungsaustausches. Die in den Kommentaren dargestellten Meinungen werden vom jeweiligen Kommentator produziert. Auch wenn sich viele davon nicht mit meiner Meinung decken mag ich dennoch nichts verbieten oder filtern, solange gewisse Grundlagen der zivilisierten Kommunikation beachtete werden.

  109. andres sagt:

    bemerkenswert ist aber doch, wie das Anzahl und Länge der Kommentare stetig zunehmen.
    ist ja ein gutes Zeichen für den Blog

    nur wenn ich als Allesleser mal ne Woche offline bin, komm‘ ich kaum noch hinterher :-)

  110. leoluca sagt:

    Dagegen komme ich als Rosinenpicker voll auf meine Kosten. Ich beschwere mich auch nicht über meine Tageszeitung, nur weil ich jeden Tag neu nicht dazu komme, sie von vorne bis hinten ganz zu lesen, sondern nur den Teil, der mich unmittelbar interessiert.

  111. ReinerEdelmann sagt:

    @Torsten,

    ich kritisiere doch gar nicht Deinen Blog und seine Möglichkeiten. Ich kritisiere die „heiße Luft“ – ich denke, die gibt es in allen Blogs. Und wahrscheinlich sehen so einige hier meine Beiträge als heiße Luft.

    Ney hat jedoch einen Beitrag, der nichts, aber auch überhaupt nichts enthielt als Mutmaßungen und Unfug, wundervoll zerlegt. So muss es sein! Dies erfordert aber Zeit und Energie.

  112. Roman sagt:

    Ich freue mich auf den Glückauf-Podcast mit Torsten und Pepo und gehe davon aus, dass ich dann mal viele Dinge erklären kann, in Bezug auf SchalkeVereint und vielleicht auch sonst so. Schon irre, welche Märchen und Legenden sich da in den Köpfen mancher Leute festgesetzt haben (auch hier, zu lesen bei den Kommentaren von z.B. Blauhai).

    Im Übrigen teile ich die Meinung – soweit man die sich bislang bilden konnte – von Christian Heidel, die sich hier in den allermeisten Kommentaren widerspiegelt.

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