Der neue Trainer, noch mehr Trainer & ein Brief

Gestern wurde Markus Weinzierl offiziell als neuer Trainer des FC Schalke 04 vorgestellt. Eine Pressekonferenz, die zeitlich irgendwie in der Luft hing. Zu lange nachdem klar wurde, dass er derjenige welcher werden würde. Zu früh, als dass er über seine zukünftige Mannschaft hätte sprechen können, weil sich diese noch verändern wird. Deshalb war es nicht vielmehr als ein erstes Hallo.

Markus Weinzierl war so, wie man ihn zuvor auch bei Pressekonferenzen des FC Augsburg erleben konnte: Bayerisch freundlich. Verbindlich, sachlich. Keiner, der (Eigen)Werbesätze spricht. Ein normaler Typ, einer, der eben ist wie er ist. Der vermutlich auch an einer Theke sitzend nicht anders ist.

Schalkes Medienmann Thomas Spiegel hatte den Trainer gleich geduzt. Der Trainer nannte Christian Heidel nur „den Manager“. Dass er die aktuellen Spieler schon gut finden würde, sagte er. Dass Leroy Sané bleiben solle. Dass er mit dem Manager darüber spräche, wie man die Mannschaft verbessern könne, dass er aber nicht auf Einzelheiten eingehen wolle. Alles nett. Alles wie zu erwarten. Eben irgendwie zu spät und zu früh zugleich.
 
 
Die Trainer: Zetlmeisl rein, Hübscher raus

Abseits des Gesprächs auf dem Podium im Presseraum wurde Markus Weinzierl dann doch noch konkret. Wie Andreas Ernst für die WAZ berichtet ist nun klar, wie das Schalker Trainerteam aussehen wird. Demnach wird der bisherige S04-Co-Trainer Sven Hübscher diesem Team nicht mehr angehören. Dafür kommt Markus Zetlmeisl dazu.

Markus Zetlmeisl ist Reha- und Konditionstrainer. Er wurde von Felix Magath auf Schalke geholt. Nachdem sich Ralf Rangnick ein Trainerteam ohne ihn zusammenstellte, arbeitete Zetlmeisl fortan für die Schalker Jugendabteilung. Sven Hübscher ist bereits seit 2000 auf Schalke. Zunächst trainierte er verschiedene Jugendmannschaften, war dann unter Norbert Elgert Co-Trainer der U19 und stieg unter Jens Keller in den Trainerstab der Profimannschaft auf.

Der bisherige Torwarttrainer Simon Hentzler und Athletiktrainer Ruwen Faller werden auch unter Markus Weinzierl bleiben. Hinzu kommen die Co-Trainer Wolfgang Beller und Tobias Zellner, sowie Athletiktrainer Thomas Barth. Diese drei kommen aus Augsburg, darüber schrieb ich bereits.
 
 
Der Brief der Aufsichtsräte

Und dann ist da noch die Meldung um einen Brief. Via einer dpa-Meldung wurde man gestern Mittag gewahr, dass es eine Vorabmeldung des Magazins „11 Freunde“ gibt die davon berichtet, dass die Schalker Aufsichtsräte Axel Hefer, Andreas Horn und Thomas Wiese ihren Vorsitzenden mittels eines vierseitigen Briefes „scharf angegriffen“ hätten. Dieser Brief sei von Ende April datiert und Clemens Tönnies würden darin Eingriffe ins operative Geschäft und eine fehlende Distanz zur Boulevardpresse vorgeworfen.

Clemens Tönnies und sechs weitere Aufsichtsräte hätten daraufhin mit einer „Missbilligungserklärung“ reagiert. Man missbillige das Verhalten der drei, würde feststellen, dass es so nicht weiterginge und behielt sich weitere Schritte vor.

Aufsichtsrat Thomas Wiese fiel bereits bei der Veranstaltung zur Vorstellung der Aufsichtsratskandidaten, in der Flora in Gelsenkirchen am vergangenen Samstag, durch offene Worte gegen Clemens Tönnies auf. Es scheint so, als sollten die Verfehlungen Clemens Tönnies nun, wenige Tage vor der Jahreshauptversammlung, möglichst laut jedermann bekannt gemacht werden.

Tatsächlich gibt es da einiges, und auch ich zähle mich zu den Kritikern Clemens Tönnies‘. Erst gestern hat es Oliver Müller in einem Text für Die Welt gut auf den Punkt gebracht, als er schrieb, dass auch der Erfolg des neuen Gespanns Heidel / Weinzierl letztlich daran hängt, ob Clemens Tönnies sein Versprechen zu seinem „Heraushalten“ hält oder nicht – und dass sich Tönnies eben bisher nie heraushielt, dass Schalke die ganzen Jahre de facto aus dem Aufsichtsrat regiert wurde.

Das ist offensichtlich schlecht, wie man an der bloßen Anzahl an Trainern und Managern in der Amtszeit Clemens Tönnies leicht ablesen kann. Dennoch habe ich den Eindruck, dass spätestens die gestrige Meldung um den „Brief der Drei“ dafür gesorgt hat, dass sich das Gros der bislang unschlüssigen oder gar uninteressierten Mitglieder von der Form der „Opposition“ angewidert abgewendet hat, und nun erst recht den Schulterschluss mit Clemens Tönnies sucht.

Die Aktionen der Aufsichtsräte Axel Hefer, Andreas Horn und Thomas Wiese wirken wie Putschversuche gegen den Vorsitzenden Clemens Tönnies, der mehrfach von der Mitgliederversammlung gewählt wurde und somit legitim im Amt ist. Das Handeln wirkt falsch und unlauter, und macht damit den „moralischen Vorsprung“ zunichte, den man auf Grund der Vorwürfe gegenüber Clemens Tönnies haben wollte. Wenn allerdings alle gleich mies agieren wählt man lieber den, den man kennt, und der trotz allem Ärger für sich in Anspruch nehmen kann, dass es dem Club wirtschaftlich wie sportlich in den letzten Jahren seiner Amtszeit so schlecht nicht ergangen ist.



120 Kommentare zu “Der neue Trainer, noch mehr Trainer & ein Brief”

  1. blues sagt:

    @der Brief der Aufsichtsräte

    Das Handeln wirkt falsch und unlauter, und macht damit den „moralischen Vorsprung“ zunichte, den man auf Grund der Vorwürfe gegenüber Clemens Tönnies haben wollte.

    Der Eindruck ist so offensichtlich, dass ich mich frage, ob es tatsächlich kritische Aufsichtsräte sind, die ein Interesse haben könnten, den Brief mit den oben präzise beschriebenen moralischen Implikation, an die Presse durchzustecken. Das scheint so falsch wie durchsichtig zu sein, dass mir Zweifel kommen. Könnte auch Teil einer Medienstrategie der Gegenseite sein. Auf jeden Fall ist es ein unschönes Medienkompetenztraining.

  2. Rjonathan sagt:

    @blues
    Ja, das habe ich mich auch gefragt. Aber dass der Brief bei 11Freunde landet ist schon seltsam. Das sieht so gar nicht nach Tönnies aus. Oder ist das genau der Trick? Man weiß es nicht…

  3. Klopenner sagt:

    In jedem Fall kann man spätestens Montag drei fette Kreuze machen. Ich bin nicht mal Mitglied, aber mir geht die ganze Chose dennoch sowas von auf die Nerven, dass ich schon wieder anfange mich für den Verein fremdzuschämen. Egal wer da was macht, es ist nicht gut für das Image des Vereins. Das sind doch eigentlich alles gestandene Männer die mitten im Leben stehen. Dieser Kindergarten – und anders kann man das jawohl kaum bezeichnen – macht mich wahnsinnig. Alles kaputte Egos die sich auf Kosten der Anderen profilieren müssen.

    Und sowas soll den Verein kontrollieren? Mir wird schlecht dabei. Ich kann es echt nicht mehr hören.

  4. Simon sagt:

    @ blues & Rjonathan:

    Ja, der Gedanke ging mir auch immerhin durch den Kopf. Das Weiterreichen des Briefes ist derart idiotisch und kontraproduktiv für die Seite der Opposition, dass vernünftig denkende Leute das kaum machen könnten. Ich glaube aber nicht an eine Verschwörung, sondern dass sie tatsächlich derart unlauter und (vor allem in Bezug auf die eigenen Anliegen auch töricht) agiert haben, wie es nun den Eindruck hat.

    @ Klopenner: Diese Gedanken kann ich ebenfalls gut nachvollziehen.

    Bin ebenfalls ganz froh, wenn dieser Wahlkampf mit der JHV endet und wir dann endlich mehr davon hören, wie die neue sportliche Führung die neue Saison plant (Trainingsstart ist ja auch schon nächste Woche. Kommt einem immer komisch vor, wenn nebenan noch die EM läuft).

  5. Carsten sagt:

    erstmal hätte ich mir gewünscht das Torsten hier zwei Post´s aufgemacht hätte…. beide Themen für sich sind das schon wert..

  6. Simon sagt:

    Hm… Von wegen mehrere Themen. Angeblich stet Embolo kurz vor einem Wechsel zu uns. Mal abwarten. Da ich die Schweizer Liga im Grunde nicht verfolge und auch den FC Basel immer dann gesehen habe, wenn er gegen uns gespielt hat, kann ich zu ihm gar nichts sagen. Kann irgendjemand eine solide Einschätzung zum Spieler Embolo geben?

  7. Roman sagt:

    Ich glaube, wir alle haben uns noch nie so sehr nach einem Montag gesehnt.

    Ich möchte dennoch meine Einschätzung der Situation geben: Ich habe am vergangenen Montag nach der Veranstaltung in Münster noch 1,5 Stunden mit Peter Lange gesprochen. Dass es im Aufsichtsrat kracht, ist für alle offensichtlich. Die Ursache scheint m.E. immer noch in den Kritikpunkten an Clemens Tönnies‘ Amtsdurchführung zu liegen, die wir auch an dieser Stelle schon mehrfach diskutiert haben. Jeder ist da im Bilde.

    Dass die Situation so eskaliert, scheint mir auch daran zu liegen, dass man einander nicht versteht. Vielleicht fehlt auch der Wille dazu. Clemens Tönnies hat in den letzten 15 Jahren viele Freiheiten genossen. Das führte zu viel Kritik bei den Mitgliedern, die nun auch im AR angekommen ist. Dass was wir nun erleben ist der Exzess aus der gesamten Diskussion.

    Ich möchte jetzt mal niemanden anprangern, Fehler gibt es zuhauf. Ich habe aber Peter Lange vorgeschlagen, dass es in Kürze eine Klausurtagung des AR geben sollte. Da muss sich jeder einmal richtig auskotzen können. Aber so richtig! Am besten mit einem professionellen und unabhängigen Moderator. Und dann muss man sich gemeinsam ein Zielbild geben – und sich von allen (!) Seiten auch daran halten.

    Ich kann nur sehr hoffen, dass dies auch gelingt. Zweifel sind angebracht, dennoch muss – und das wird ja wohl hoffentlich jedem klar sein – sich etwas ändern. Der Aufsichtsrat muss wieder mit einer Stimme sprechen. Dafür braucht es aber auch intern Einsicht und eine Bereitschaft, demokratische Prozesse einzuhalten.

  8. Detlef sagt:

    Die offenen Angriffe aus dem AR Richtung Tönnies können tatsächlich den Effekt haben, dass CT wieder gewählt wird und das würde bedeuten, dass man sein Ziel damit selbst torpediert. Ich frage mich shon länger was der Antrieb der AR Mitglieder ist. Leider ist es wohl nicht das Wohl des Vereins, sondern irgendwelches Machtdenken. Was interessant wäre, denn der AR ist ja lediglich das Aufsichtsgremium des Vereins.

    Was ich gespannt bin auf die JHV, bzw die Wahlergebnisse speziell das von Clemens Tönnies. Ich traue mich gar nicht das zu schreiben, aber mittlerweile hoffe ich, dass er wiedergewählt wird und das obwohl ich der Meinung bin, dass Schalke 04 ohne ihn besser fahren würde.

  9. bea sagt:

    und ich hätte mir gewünscht, dass man -bevor die drei „kritischen Aufsichtsräte“ abgeurteilt werden, zunächst auf die 11 Freunde-Publikation wartet, um sich ein konkretes Bild zu verschaffen.

    Dass man den Text vorab vollinhaltlich liest und bestenfalls versteht…

    Hier von „kaputten Egos“ zu reden, halte ich für grenzwertig.

  10. Nordlicht sagt:

    Zum Thema Embolo.

    Wenn wir ( ich meine das Publikum ) uns bewusst werden das der Knabe erst 19 ist und wir ausblenden das er wohl € 21 Mio kosten wird, halte ich ihn für einen guten Transfer. Auch wenn das hier ne Gurkenliga ist finde ich bringt er alles mit eine Verstärkung zu werden.

  11. Carsten sagt:

    wenn wir einen Embolo bekommen können sollten wir da zuschnappen! 19 Jahre, hochbegabtes Talent mit extremen weiterverkaufswert
    5 Jahresvertrag sollte drin sein! mit den Sanemillionen sowieso! aber auch ohne! die Nachfrage nach der Anleihe ist gigantisch… mehrfach überzeichnet.. da sollte was machbar sein

  12. Ney sagt:

    @Detlef
    Wie ich schon im anderen thread schrieb, Tönnies braucht im ungünstigsten Fall 34% der Stimmen, vermutlich weniger. Dass er wieder gewählt wird, ist da so gut wie sicher, Brief hin oder her.

    Das Theater um seine Person wird also auch nach dem Sonntag weitergehen, wenn die Fronten so verhärtet sind, wie es sich darstellt.

    Dass man, so wie Roman (siehe oben) es vorschlägt, die Konflikte mal konsequent aufarbeitet und dazu professionelle Unterstützung von außen holt, ist mittlerweile vermutlich wichtiger als die Wahlergebnisse.

  13. dreiköpfiger Affe sagt:

    Unsere Freunde von der WAZ stänkern schon wieder.
    „Weinzierl rasiert langjährigen Schalke-Co-Trainer Hübscher“.

  14. leoluca sagt:

    @Roman. Bei aller berechtigten Kritik an der Amtsführung des AR-Vorsitzenden Tönnies, die hier ja von vielen und auch von mir geteilt wird. Einen etwas kritischeren Blick auf die eigenen Reihen wäre nicht das Schlechteste. Die beiden letzten Absätze in Torstens Kommentar treffen voll den Punkt, finde ich. Das gehört zu der von dir angekündigten Aufarbeitung der Schlammschlachten unbedingt mit dazu.

  15. degucker sagt:

    Von diesen Herren Vorstand o möchte gern Vorstand ist
    nicht einer das Kreuz Wert.
    Das zieht sich hin bis zu den Vertretern von FAN Clubs.
    Eitelkeiten,Missgunst,Neid soweit das Auge reicht.
    Jahre lang geschlafen,null Kompetenz im Aufsichtsrat,
    eine der Krankheiten die uns mächtig zu schaffen macht.
    In diesen Dingen sind wir wirklich einmalig in der Liga.
    Halt was besonderes.
    Eine Bitte am Sonntag schmunzeln ja,Fremdschämen nein.

  16. Roman sagt:

    @leoluca: Ja, unbedingt. So war auch mein Kommentar zu verstehen.

    Da muss alles auf den Tisch. Die Ursache (die Amtsdurchführung von CT) und die Wirkung (der Exzess), von allen Seiten bitte einmal kräftig auskotzen.

    Und dann bitte ein Zielbild entwickeln: Wie wollen wir zukünftig unsere Entscheidungsprozesse aufsetzen? Wie wollen wir miteinander umgehen? Wie kommen wir auch wieder zu einer stärkeren Einigkeit in der Fanszene? Wie wollen wir kommunizieren? Und wie erreichen wir eine bessere, integere Außendarstellung?

    Das erfordert erst einmal auch Einsicht und einen Willen zur gemeinsamen Arbeit im Aufsichtsrat. Bitte nehmt einen professionellen Mediator dazu.

  17. der grafschafter sagt:

    Warum diese Herren aus dem AR Clemens Tönnies derart angehen müssen sie selber wissen. Eine unglaubiche Amtsauffassung, sogar vereinsschädigend.
    Keiner ist fehlerfrei, unser AR-Boss auch nicht. Ich sehe aber keinen besseren. Er hat viel für Schalke 04 getan.
    Wie er z.t. angegangen wird, mit welchen atributen er belet wird, das spricht bände,disqualifiziert seine kritiker.
    was ganz genau hat denn Herr Tönnies so falsch gemacht?
    wo ganz genau liegen denn die fehler in den letzten 10 jahren. ich jedenfalls war froh, in den letzten 10,15 jahren meinen verein sich so entwickeln zu sehen. mitglied selber bin ich schon seit 1980 und es ist genauso mein schalke wie das von vielen, die sich nur nicht gegen die pöbeleien wehren, die still sind und sich mit grauen abwenden.
    kritik muss konstruktiv sein, den verein voranbringen, nie pers. beleidigend. wenn mal selber was will, soll man sich zu wahl stellen,
    den anstand aber nicht auf dem klo abgeben oder gilt unser leitbild nur dann, wenn es einem paßt?
    GlÜCK AUF

  18. Andreas sagt:

    Nun auch in der Blödzeitung:
    „Schmutzschlacht auf Schalke“
    Aufsichträte wollen Tönnies stürzen

    Kotz…………

  19. Alex sagt:

    Ich weiß, dass Hassan eher pro Tönnies ist und deshalb seine Ausführungen vielleicht nicht ganz neutral sind (vor allem, weil er sie in seinem eigenen Blog veröffentlicht, wo er ja auch eine Meinung haben darf!). Aber ich teile seine Befürchtungen aus den letzten beiden Absätzen!

    http://hassantalibhaji.tumblr......nterm-dach

    Diese drei Aufsichtsräte sind mir so suspekt, dass ich geneigt bin, für Tönnies zu stimmen. Schon deshalb, weil ja die drei Aufsichtsräte auch von der Mitgliederversammlung ordentlich gewählt wurden und sich im Vorfeld ordentlich (und wählbar) präsentiert haben. Erst jetzt sieht man, dass dies vielleicht ein Fehler war. Das kann uns mit den anderen beiden neuen genauso passieren… (KANN nicht MUSS!!)

    Leider weiß keiner, ob es nach Tönnies Abwahl schlimmer oder besser wird. Ich weiß im Moment wirklich nicht, was mir lieber ist.

  20. Torsten sagt:

    was ganz genau hat denn Herr Tönnies so falsch gemacht?
    wo ganz genau liegen denn die fehler in den letzten 10 jahren.

    Oh, bitte nicht von vorne …

  21. Ney sagt:

    @der grafschafter
    Die bisher in de Presse verbreiteten Zitate lauten:
    «Sie machen etwas, das Sie nicht können, und schaden damit unserem Verein»,
    «Würden Sie sich selbst als Vorstand Sport und Kommunikation auf Schalke einstellen? Wir würden das nicht. Dafür sind keine persönlichen Abneigungen, sondern allein fachliche Überlegungen ausschlaggebend»
    Das ist zwar sehr scharf, aber eine persönliche Beleidigung ist da keine drin.
    Wieso soll da der Anstand auf dem Klo geblieben sein?

  22. Alex sagt:

    @Ney
    Allein die Frage, ob er sich selbst einstellen würde, ist doch schon eine Anmaßung. Hat Tönnies je geäußert, dass er das machen wollte? Die Frage steht also überhaupt nicht zur Debatte und Tönnies muss auch nicht die Qualifikation eines Vorstands Sport und Kommunikation haben, um im Aufsichtsrat zu sitzen.
    Es werden also Dinge „aus der Luft gegriffen“ um den unbedarften Dritten irgendeine Art von Vorwurf an Tönnies vorzugaukeln, der aber einfach deplatziert ist. Ich würde diese drei Aufsichtsräte auch nicht als Vorstand Sport und Kommunikation einstellen! (und höchstwahrscheinlich auch niemanden anderen aus dem derzeitigen Aufsichtsrat, warum auch…)

  23. Torsten sagt:

    Allein die Frage, ob er sich selbst einstellen würde, ist doch schon eine Anmaßung. Hat Tönnies je geäußert, dass er das machen wollte? Die Frage steht also überhaupt nicht zur Debatte und Tönnies muss auch nicht die Qualifikation eines Vorstands Sport und Kommunikation haben, um im Aufsichtsrat zu sitzen.

    Du liegst da wohl einem Missverständnis auf. Clemens Tönnies wird seit je her vorgeworfen, sich in das operative Geschäft einzumischen, etwas, dass ihm in seinem Job als Aufsichtsrat nicht zusteht. Dass diese Vorwürfe sehr berechtigt sind kann jeder sehen, der die Dinge um S04 einigermaßen regelmäßig verfolgt. Gerade heute Früh bin ich nochmal über die Story aus 2008 gestolpert, da unser Aufsichtsratsvorsitzende tatsächlich dem Trainer via Bild ein Ultimatum stellte und 10 Punkte aus 4 Spielen forderte. Der damalige Vorstand sagte, dass das nicht gut sei. Aufgehalten hat sowas einen Tönnies aber noch nie.

    Darauf zielte dieses „sie machen etwas, das sie nicht können. Würden Sie sich als Vorstand Sport/Kommuniktation einstellen“. Rhetorische Fragen, nichts was tatsächlich debattiert werden müsste.

  24. der grafschafter sagt:

    Torsten, was heißt hier nicht von vorne?
    Konkret müssen vorwürfe belegt werden, wenn du sie hast.
    die antwort von Alex @ Ney sagt es doch:
    es werden dinge aus der luft gegriffen um unbedarften dritten irgendeine
    art von vorwürfen vorzugaukeln. wer würde denn solche aufsichtsräte als sportvorstand einstellen oder sie zu sich nach hause einladen?
    bist du es nicht, der hier immer irgendwelche zehnjahrestabellen veröffentlicht? Steht schalke 04 dort so schlecht da? ich glaube nicht!
    und damit haben die 3 ar ganz sicher nichts zu tun.

  25. Alex sagt:

    @Torsten
    Ja, Tönnies hat sich früher eingemischt. Jedoch mindestens seit seinem Versprechen, dies nicht zu tun, nicht mehr. Insofern ist der Vorwurf derzeit völlig blödsinnig.
    Und dass er (bzw. der Eilausschuss) sich trotzdem „einmischen“ muss, liegt ja an der 300.000-Euro-Grenze (und welcher Vertrag liegt denn da bitte drunter?). Unsere Satzung schreibt dies nun mal vor. Ich glaube aber schon, dass der Eilausschuss regelmäßig die Entscheidung des Sportvorstands einfach bestätigt hat. Sonst hätte z.B. der abgeschossene Horst Heldt bestimmt bereits etwas zu dieser Situation gesagt!
    Ob der Eilausschuss und die 300.000-Euro-Grenze sinnvoll sind, kann ich nicht abschließend beurteilen, sie stehen aber so in der Satzung. Zumindest die 300.000-Euro-Grenze würde ich gefühlt erhöhen und dem Sport-Vorstand lieber ein Budget geben, innerhalb dessen er frei entscheiden kann und nur darüber hinaus den AR fragen muss. So könnte man wahrscheinlich auch den Eilausschuss überflüssig machen, der ja vor allem gegen Transferende, wo es manchmal schnell gehen muss, notwendig erscheint. Aber diese Dinge stehen ja derzeit nicht zur Debatte, stattdessen geht es wirklich nur darum, Tönnies abzuschießen und das mittlerweile mit allen Mitteln, ob sie dem Verein schaden, oder nicht. Das ist der Eindruck, den diese drei Aufsichtsräte erfolgreich vermitteln! Tatsächlich sehe ich diese als größeres Übel als Tönnies an!

  26. Torsten sagt:

    @der grafschafter:

    Siehe dazu bitte meinen vorherigen Kommentar (10:40 Uhr).
     
     
    @Alex:

    Tönnies hat über die Jahre immer wieder versprochen, sich nicht einzumischen. Schon 2001, als er zum Vorsitzenden gewählt wurde. Er hat sich nie daran gehalten.

    Zum Eilausschuss zitiere ich mich mal kurz selbst:

    Wenn sich der Aufsichtsrat an seine rein kontrollierende Aufgabe hält bin ich persönlich durchaus FÜR den „Eilausschuss“ – und für die Umbenennung in „Transfergeschäftprüfausschuss“ o.ä. ;-)
    Wenn gelebt wird, dass dem Vorstand alleine die Entscheidung über Transfers obliegt, kann die Kontrolle des Aufsichtsrats eigentlich nur eine formelle und juristische sein. Das ist prima zu deligieren. Dazu braucht es keine Abstimmung eines 11-köpfigen Gremiums.

    Und wie ich den „Eindruck der 3“ sehe, habe ich ja oben im Artikel geschrieben.

  27. Thomas Spiegel sagt:

    Ich möchte mich gerne mit einem sachlichen Hinweis in diese erfreulich konstruktive Diskussion einschalten.

    Es geht um die Veröffentlichung von Zitaten aus einem Brief der Aufsichtsräte Thomas Wiese, Axel Hefer und Andreas Horn an Clemens Tönnies in der Zeitschrift „11 Freunde“.

    Die beiden Autoren Tim Jürgens und Ron Ulrich haben Clemens Tönnies für diesen Artikel um einen Gesprächstermin gebeten. Dieser fand am 31. Mai auf der Geschäftsstelle des FC Schalke 04 statt. Ich habe in meiner Funktion als Direktor Kommunikation ebenfalls an diesem Gespräch teilgenommen.

    Die beiden Journalisten haben Clemens Tönnies dabei u.a. mit Inhalten dieses Briefes konfrontiert, der ihnen offensichtlich bereits zugänglich gemacht worden war. Dies hat Clemens Tönnies sehr überrascht.

    Andere Gesprächspartner aus dem Verein habe ich „11 Freunde“ für diesen Artikel nicht vermittelt.

  28. der grafschafter sagt:

    Torsten,
    es geht hier nicht um irgendwelche äußerugnen aus dem jahr 2008.
    wir haben 2016. hast du noch nie etwas revidiert was du vor 10 jahren
    mal in irgendeiner kneipe geäußert hast? gestehst du keinem zu, sich auch zu ändern, fehler zu sehen und auch zuzugeben.?das kann doch kein grund sein, menschen zu beleidigen,nein es ist menschlich.
    ich selber habe schon mal für mich aus den ersten 10 spielen in irgendeiner
    saison 30 punkte gefordert.
    und nochmal: einmischungen ins operative geschäft hat es gegeben , und
    sie waren manchmal auch nötig, im sinne des vereins. aber die sollte es nun
    nicht mehr geben. dafür bin ich auch.
    und: belege deine kritik an CT mit glasklaren fakten, wenn du sie hast.
    persönliche animositäten reichen da nicht aus.

  29. Ney sagt:

    @Alex
    Die Frage war nicht, ob das anmaßend ist, sondern wo da eine Beleidigung drinsteckt und was die Klo-Metapher sollte. Wenn harte Kritik = Beleidigung, können wir das Diskutieren auf Schalke auch sein lassen.

  30. crisscross04 sagt:

    Die Frage ist doch, ob die Einmischungen ins operative Geschäft und die privaten Medienkooperationen von CT im Verhältnis zu den „Schlammschlachten“ stehen, die gerade abgehen und was eigentlich mehr den Verein schadet oder geschadet hat?!

    Ich bin kein Fan von den CT Machenschaften, aber dass CT den Verein in Grund und Boden gewirtschaftet hat, dass wir während dieser Zeit überhaupt keinen sportlichen Erfolg hatten und dass er keinerlei Vereinsidentifikation hat, kann man CT wirklich nicht vorwerfen.

    Oder im Umkehrschluss: Wäre der sportliche und wirtschaftliche Erfolg größer und nachhaltiger gewesen, wenn wir einen anderen, „stilleren“ AR Vorsitzenden gehabt hätten?!

    Also, wie groß ist die Not wirklich, die eine solche „Schlammschlacht“ rechtfertigt? Ich sehe es einfach nicht. Sorry.

    Ein herzliches Willkommen auf Schalke, Herr Weinzierl! Es ist immer etwas los hier – auch wenn nichts los ist. ;-)

  31. andres sagt:

    re: Thomas Spiegel
    womit man eine Weitergabe durch CT vermutlich ausschliessen kann, was aber auch nicht belegt, dass es einer der Verfasser war. Der Brief wurde ja offensichtlich im AR ‚diskutiert‘, zumindest gab es daraufhin eine gemeinsame Erklärung der anderen ARs

  32. Carsten sagt:

    das wird am Sonntag eine ganz spannende Geschichte….

  33. Nordlicht sagt:

    Ich zähle mich nicht zu einem Clemens Tönnies Freund. Wie könnte ich auch. Ich kenn ihn nicht einmal. Auch kann ich nicht beurteilen, was wirklich in AR-Sitzungen passiert und wie dort miteinander umgegangen wird. Es fehlt mir auch an Einblick, wie Clemens Tönnies sich dort intern aufführt….weil ich bin nicht da. Was ich beurteilen kann, sind seine Interviews. Die sind oftmals wirklich ätzend und ganz oft habe ich gedacht „Oh man. Einfach mal die F… halten“ Doch ich finde, das ist besser geworden.

    Die ständigen (eigentlich doch auch nichtssagenden) Vorwürfe, wie sehr CT immer ins operative Geschäft eingegriffen hat, finde ich schräg. Ist es nicht etwas oberflächlich, immer nur Dinge zu behaupten, ohne konkret mal was zu nennen oder habe ich die ganzen gravierenden Nennungen hier stets überlesen?? Damit meine ich nicht die politischen, wirtschaftlichen Verstrickungen mit Russland. Ich meine rein auf Schalke bezogen.

    2001 wurde CT zum ARV bestimmt. Damals noch mit Rudi Assauer (da sind wir wieder bei „Ein Verein und Ein Gesicht“) als Mr. Schalke. Nachfolger Andreas Müller. Andreas Müller wurde (in meinen Augen) damals von Rudi selber schon demontiert als er – den wohl bis dahin besten Trainer für Schalke – Ralf „Rolf“ Rangnick, in zig Pressekonferenzen blossstellte. Viel bekam Andreas Müller danach nicht mehr hin. Ausser die Verpflichtung von Farfan. Nach Fred Rütten forderten alle auch seine Kopf und den bekam man dann.

    Daraufhin holte CT Herrn Magath und alle waren sicherlich zufrieden. In der Amtszeit Magath habe ich von CT nichts gehört. Bis zum Zeitpunkt, als alle Magath forderten und auch da hat sich niemand aufgeregt und fand es anstössig, das CT ihn absägte.

    Nach Magath wurde dann der Praktikant (bis dahin wusste niemand, warum Magath ihn holte) befördert und arbeitete Hand in Hand mit CT zusammen und auch da nahm niemand Anstoss. Immerhin durfte Held 6 Jahre versuchen, ein Spielkonzept zu installieren. Ich finde, er hat mehr Zeit bekommen, als er verdient hat, sind wir ehrlich. Reden konnte Horst Heldt und sich selber auch sehr gut verkaufen. Aber eine schützende, dominierende Person nach aussen hin war er nicht.

    So wurde Clemens Tönnies halt das neue Gesicht vom FC Schalke 04. Ein Gesicht, was ja auch die Presse suchte und sicherlich mit ihm auch ein dankbares Opfer hatte. Inwiefern er sich in anderweitig operative Geschäfte einmischt, kann ich nicht beurteilen. Das obliegt den Herren des Vorstandes und wenn die sich alle positiv über ihn äussern…warum soll ich es anzweifeln?? Eine einfachere Art/Lösung, ihn loszuwerden als jetzt, hätten sie ja nicht.

  34. der grafschafter sagt:

    genau dem kommentar von nordlicht kann ich mich anschließen.
    CT wurde zum gesicht von S04, das lag aber auch an den schwachen vorständen
    wie z.b. a. müller. als CT magath holte, wurde das von sehr vielen bejubelt.
    alles schon vergessen? als er ihn rausschmiss wurde auch das bejubelt.
    held durfte dann fast 6 jahre wirken und dann war es auch gut.
    haben nicht viele auch hier auf diesen seiten ihn ohne ende angegriffen,
    kritisiert??
    nun ist er weg. CT holt Christian Heidel, einen der besten manager der Liga,
    aber , torsten das ist nur meine meinung, du hast deine. das ist aber auch nur eine stimme von 150.00.
    wird CT fehlende idendifikation mit unserem verein vorgeworden?
    ja, dann butter bei die fische.
    ist bei dir unser ehrenpräsident herr Rehberg auch schon durch das raster des „guten“ schalkers gefallen, weil er sich sachlich, menschlich für CT ins zeug legt?
    mein gott ,schalke.

  35. dreiköpfiger Affe sagt:

    Mai 2015 (keine 10 Jahre).

    Tönnies:
    „Ich habe Horst Heldt eine kleine SMS geschrieben. Darin habe ich ihm geschrieben, was ich machen würde. Letztendlich hat es heute eine Reaktion gegeben, die ich gutheiße“, verriet er. „Es war aber nicht meine Empfehlung. Ich habe gesagt: ‚Du bist der Boss. Triff deine Entscheidung!“

    Das nennt man Einmischung in das operative Geschäft. Da kann man noch soviel „keine Empfehlung“ oder „was ich machen würde“ schreiben.

  36. Nordlicht sagt:

    @dergrafschafter- danke für die Zustimmung. Dachte eher ich werde zerpflückt.

    Persönliche Einschätzungen sollten wir trotzdem jedem zugestehen. Es geht ja auch nicht anders. Also wird entschieden ob man ihn mag oder nicht. So ganz sachlich unemotional ist es ja unmöhlich.

    Wir sind ja alle nicht dabei. Ok…vielleicht schreiben hier auch AR-Mitglieder. Ich weiss es nicht.

    Grundsätzlich kann ich nur das beurteilen was mir zugestragen wird und welchen Eindruck ich mir selber gemacht habe. Es unterscheidet sich doch nicht viel mehr als bei Politikern.

  37. Carsten sagt:

    Roman Neustädter wird Schalke 04 in diesem Sommer verlassen. Via ‚Facebook‘ gibt der Defensivallrounder bekannt, dass sein am 30. Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert wird: „Ich habe mich dazu entschieden, die Verhandlungen mit dem FC Schalke 04 zu beenden und den Verein zu verlassen. Die Entscheidung fällt mir sehr sehr schwer und hat sich wohl wegen des Manager- und Trainerwechsels unnötig lange hingezogen.“

  38. Nordlicht sagt:

    Puuuhaaaa. Das ist natürlich mal eine Hammer-SMS und unser Horst Heldt erkennt den Befehle und „Ay Ay Kapitän“
    Ob er ihm ne SMS schreibt oder es bei Bier in einem Gespräch auf dem Parkplatz ist mir so etwas von egal.

  39. andres sagt:

    @nordlicht
    warum muss er überhaupt kundtun, was er machen würde? und das auch noch öffentlich?
    es ist nicht sein Geschäftsbereich

  40. andres sagt:

    re: Roman Neustädter
    bedauerlich
    auch dass hier die persönliche Verletzung mitschwingt
    „Nach einem ersten vorläufigen Gespräch mit Herrn Heidel in Mainz konnte ich nachvollziehen, dass ich etwas Geduld brauche. Mittlerweile sind 3 Monate des Wartens vergangen und ich möchte gerne zu einem Verein, der mich als Spieler und Mensch respektiert.“

  41. crisscross04 sagt:

    Super zusammengefasst @Nordlicht. Das entspricht auch meiner Sichtweise und Wahrnehmung.

    @der grafschafter:
    Ich empfinde zudem eine eindeutige vereinspolitische Ausrichtung (gerade im Vorfeld von Wahlen) eines Blogautors, eines Redakteurs, eines Moderators etc. generell für sehr problematisch. Es sei denn, die Person gibt diese Grundhaltung öffentlich zu. Nur so viel Ehrlichkeit und Offenheit ist leider nur selten zu finden, da eine öffentlich klare Positionierung Leserzahlen kostet und jeder Beitrag natürlich in einem bestimmten Licht darstehen lässt.

    @dreiköpfiger Affe:
    Es werden sich sicherlich noch weitere Beispiele finden. Trotzdem ist dieses Zitat aus dem Zusammenhang gerissen. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt im Mai 2015 größere Probleme als diese Einflußnahme durch CT. Es gab eine tiefe Kluft zwischen Verein und Fans und sportlich ging es steil bergab. CT war in Sorge. Und ja, die SMS öffentlich kund zu tun, sehe ich auch als Fehler an. Aber rechtfertigt eine solche SMS für dich die aktuelle „Kampagne“ gegen CT?

  42. Torsten sagt:

    @der grafschafter

    persönliche animositäten reichen da nicht aus […]
    ist bei dir unser ehrenpräsident herr Rehberg auch schon durch das raster des „guten“ schalkers gefallen

    Mir geht es nie um Sympathien oder Animositäten. Weder hege ich Groll gegen die Person Clemens Tönnies, noch himmle ich Gerd Rehberg an. Das halte ich seit 2007 so, dass ich das Wirken der Protagonisten in diesem Blog kommentiere, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

    Zu Gerd Rehbergs Wirken, drei Links mit meiner Meinung:
    Schalkes Maulwurf-Problem
    Gerd Rehberg war der Maulwurf
    Rehbergs „Offener Brief“: Ein unerhörter Vorgang
     
     
    @Nordlicht

    Puuuhaaaa. Das ist natürlich mal eine Hammer-SMS

    Der damalige Auftritt Clemens Tönnies hat Horst Heldt als entscheidungsschwach dastehen lassen. Hier in der Gegend nennt man das „jemanden enteiern“.

  43. Alex sagt:

    @dreiköpfiger Affe
    Genau das Szenario, welches du beschreibst, ist eben KEIN Eingriff in das operative Geschäft. Natürlich kannst du da jetzt reininterpretieren, dass Horst Heldt das als Befehl angesehen hat und befürchten musste, dass er bei Verweigerung rausfliegt. Ich interpretiere das nicht so! Ganz im Gegenteil: Tönnies hat hier als AufsichtsRAT einen Rat gegeben und eben nicht eingegriffen.
    Horst Heldt war nicht der stärkste Vorstand, aber ich denke schon, dass er zwischen Rat und Befehl unterscheiden konnte. Und man kann Tönnies nicht übel nehmen, dass sein Rat befolgt wurde.

  44. Tobias sagt:

    @andres
    Und viele sind auch nicht Aufsichtsratsvorsitzende / Vorstände und schreiben trotzdem den lieben langen Tag, was diese zu tun haben / was sie an deren Stelle tuen würden.
    CT ist halt nicht nur nüchterner Aufseher, sondern hat genau so seine Meinung zu Handlungen im Verein wie andere Mitglieder auch.

  45. Nordlicht sagt:

    @andreas
    in dem Punkt bin ich bei Dir. Das wir einer diese völlig überflüssigen Kommentare von ihm. Da hast Du absolut recht.

    Aber wenn das Beispiel alles für die Einmischungen ins operative Geschäft finde ich es ein bischen arg dürftig. Dem ganzen werden sicherlich zig Gespräche vorausgegangen sein.

    Den Deal mit unserem Hauptsponsor wirft ihm ( ausser das es sich um Gasprom handelt ) auch niemand vor. Gehört das zum Aufgabenbereich des ARV ??

  46. Carsten sagt:

    @andres

    ich finde es nicht bedauerlich das Neustädter uns verlässt…
    natürlich hätte man ihm schon früher mitteilen können das man ohne ihn plant aber das war dann wohl den allgemeinen Verzögerungen im Heidel und Weinzierl Transfer geschuldet…

    er persönlich hat ja dann wohl auf eine gute EM gehofft…aber selbst das hat er vergeigt… konnte sich zu keiner Zeit positiv zeigen im Gegenteil, seine Leistungen waren noch schlechter als auf Schalke und da fand ich ihn schon sehr grenzwertig!

    ein Neustart ist das beste für ihn… sieh Gomez! auch der hat es in der Türke geschafft!

  47. andres sagt:

    und wie steht es dann mit der Verpflichtung Breitenreiters gegen den Wunsch Heldts?

  48. leoluca sagt:

    Dass sich der Gesamtstreit auf die Tönnies-Wahl fokussiert, liegt natürlich daran, dass Schalke oft in den vergangenen Jahren „de facto aus dem Aufsichtsrat regiert wurde“(Die Welt). Viele
    Personal-Entscheidungen wurden nicht eigenständig auf Vorstandsebene getroffen, sondern großenteils durch Tönnies massiv beeinflusst.

    Doch das ist Vergangenheit. Denn der neue Manager, Christian Heidel, hat Tönnies das Versprechen abgenommen, sich künftig aus dem operativen Geschäft herauszuhalten. Mit der Verpflichtung von Hubert Weinzierl als dem Wunschtrainer von Heidel ist dieses Versprechen bereits einmal konkret geworden.

    Trotzdem lösen sich die Fronten zwischen den Pro- und Contra-Tönnies-Lagern nicht langsam auf, sie verschwimmen auch nicht und münden nicht in diversen Kompromissen und Dialogen. Nein, sie sind betonierte als bisher in den vergangenen Jahren. Die einen wollen den alten Fürsten behalten, die anderen ihn stürzen und einen neuen inthronisieren.

    Das ist schwer zu verstehen.

    Könnte es sein, dass Schalke hier einfach zu sehr in seiner Vergangenheit fest hängt? In seiner Sehnsucht nach dem guten alten Alleinherrscher?

    Für die Qualität von Heidel und Weinzierl spricht nicht nur ihr fachliches Können, sondern auch die Tatsache, dass sie nicht aus den festgefahrenen und verstaubten Vereinsklüngeln kommen, sondern von außen in den Club hinein. Das ist an sich schon eine Modernisierung, die dringend benötigt wird.

  49. andres sagt:

    also ich will alles, nur keinen Alleinherrscher!
    ich wünsche mir Aufgabenteilung nach Kompetenz und Satzung und demokratische Entscheidungsprozesse, sowie deren Akzeptanz
    ach ja…manchmal auch Klappe halten, oder wenigstens den Ball flach halten

  50. dreiköpfiger Affe sagt:

    Die Aussage zur SMS kann man natürlich interpretieren. Wer will interpretiert da einen Befehl, wer nicht halt einen Rat. Soviel Verstand hat CT, dass er nicht scheibt „Schmeiß den raus…und zwar zack zack“ (wenn er es denn als Befehl meinte).

    Ich denke, dass sich CT nach seiner Ankündigung sich rauszuhalten (vor 2 Jahren? vor 1 Jahr?) erheblich zurückgezogen hat. Zumindest in der Öffentlichkeit. Das ist äußerst positiv, denn gehört sich auch so.

    Ansonsten seh ich das ganz nüchtern. Mögen die besten Zwei gewinnen…wer die besten zwei sind?! Keine Ahnung…

  51. Carsten sagt:

    wer will denn auch den Wiese als Gesicht auf Schalke^^

  52. Torsten sagt:

    @leoluca:

    Die Wahl Christian Heidels verbuche ich Clemens Tönnies eindeutig auf der positiven Seite. Ich halte Christian Heidel für sehr gradlinig und seine Wahl ist m.E. ein Beweis dafür, dass es eben nicht so ist wie Kritiker häufig behaupten, dass Clemens Tönnies keine starken Leute neben sich zulassen würde.

    Ich traue Christian Heidel durchaus zu, die Brocken hinzuschmeißen, wenn sich Clemens Tönnies wieder einmischt. Gleichzeitig befürchte ich genau das. Einfach aus der Erfahrung, dass Clemens Tönnies immer wieder in seine Basta-Muster zurückfiel, egal was er auch immer versprach. Er ist schlicht ein Basta-Typ.

    Könnte es sein, dass Schalke hier einfach zu sehr in seiner Vergangenheit fest hängt? In seiner Sehnsucht nach dem guten alten Alleinherrscher?

    Genau dieser Gedanke führte zu diesem Text: „Häufig gestellte Frage. Klare Antwort.“

  53. Nordlicht sagt:

    Dann freuen wir uns doch jetzt alle auf Montag und das Ergebnis :-)

    Auf das Heidel und Weinzierl ein Gespann ergeben welches die Presse nicht schon im Oktober zerpflückt. Ich bin da guter Dinge.

    Freuen wir uns auf Embolo und frage uns „Was ist nun mit Kruse?“ Für 8 Mio doch ein Schnäppchen. Ich würde es riskieren.

  54. Carsten sagt:

    Basta Typ würde ich nicht sagen… aber er ist sicherlich jemand der es gewohnt ist den Leuten zu sagen wie und wo es lang geht… wenn er das nämlich nicht könnte wäre der Produktionsbetrieb nicht da wo er steht…

    nur das Schalke nicht „sein“ Betrieb ist und Schalke anders zu führen ist wie sein Fleischimperium…

    ob er das dauerhaft trennen kann das ist die Frage der Fragen

  55. Carsten sagt:

    Kruse? von den Radkappen? oh Gott…. steht der zur Diskussion? bitte nich

  56. Altix sagt:

    Es ist wohl einige Wochen her, da habe ich (ich meine hier) geschrieben, dass ich das Gefühl habe, dass sich die Aktivitäten der „Opposition“ zum Rohrkrepierer entwickeln könnten. Wenn ich nun Thorstens Beitrag so lese, dann fühle ich mich irgendwie bestätigt (aber nicht nur den Beitrag).

    CT stehe ich eigentlich eher neutral gegenüber. In seiner Amtszeit waren wir gewiss nicht erfolglos und wirtschaftlich ging es uns auch schon schlechter. Umgekehrt gingen mir viele Interviews gewaltig gegen den Strich und mehr als einmal habe ich mir gewünscht, CT hätte einfach nur den Mund gehalten. Ich habe die „Einmischungen“ aber immer so gesehen, dass Menschen, die wirklich etwas bewegen, oft ein gewisses Ego mitbringen, über das man trefflich streiten kann. Für mich ist am Ende das Gesamtpaket entscheidend, und wenn die Vorteile deutlich überwiegen, kann ich mich mit den Nachteilen meist irgendwie arrangieren.

    CT zu mögen oder nicht, ist jedoch eine Sache. Die andere ist die der Alternativen. Und genau da liegt mein Problem. Die Aktivitäten der sogenannten Opposition empfinde ich inzwischen nur noch als abstoßend und vereinsschädigend. Ob das tatsächlich so ist oder nicht, spielt keine Rolle. Es ist mein Empfinden, und genau das ist entscheidend dafür, wo ich mein Kreuzchen mache. Ich empfinde die Opposition inzwischen nur noch als einen Haufen Randalierer, die eigentlich ein wichtiges Thema aufgegriffen haben, in der weiteren Umsetzung aber vollkommen versagt haben. Inzwischen scheint die Fundamentalopposition zum Selbstzweck geworden zu sein und der Sturz von CT einziger Programmpunkt.

    Ich finde den Beitrag in westline nicht mehr und habe jetzt auch keine Zeit ihn zu suchen. Aber vor ein paar Wochen wurde dort explizit gefragt (sinngemäß): Welcher Kopf verkörpert die Opposition, was genau will man besser machen etc. Das waren fünf sehr konkrete und präzise Fragen. BuB als eine der lautesten Kritiker von CT hatte dann (und auch erst nach deutlicher Nachfrage) (wieder sinngemäß) geantwortet, dass man das so nicht genau sagen könnte, dass das Lager nicht homogen sei etc. Als ich den Beitrag gelesen hatte, war ich mit dem Thema komplett durch. Ich bin weiß Gott kein CT Jünger, aber wenn ich mit meiner Stimme dazu beitragen soll, CT abzulösen, dann muss ich mich mit der Alternative identifizieren können und sie für mich als die bessere Wahl ansehen können. Genau das ist nicht der Fall und genau deswegen werde ich am Ende das für mich kleiner Übel wählen und CT meine Stimme geben.

  57. Andreas sagt:

    Laut Sport-Bild:
    Embolo: Einigung mit Schalke, Absage an United

    sorry für das offtopic :-(

  58. Ney sagt:

    @Altix
    So grundsätzlich in Bezug auf „die“ Opposition muss man doch gar nicht werden. „Die“ Opposition steht diesmal auch gar nicht zur Wahl. Aber es gibt nun 4 konkrete Kandidaten mit konkreten Aussagen.

  59. Ney sagt:

    @Andreas
    Nicht laut Sport-Bild sondern laut „Blick“, Bild schrieb lediglich ab.

    3x 7 Millionen?

    Wäre also Weinzierls erste Aufgabe, solche Spieler auf Schalke noch besser zu machen, statt dass sie wie gewohnt (bzw. gefühlt?) schlechter werden.

  60. Torsten sagt:

    Welcher Kopf verkörpert die Opposition […] geantwortet, dass man das so nicht genau sagen könnte, dass das Lager nicht homogen sei […] war ich mit dem Thema komplett durch.

    Das sehe ich komplett anders. Es gibt tatsächlich keine organisierte Opposition. Das finde ich aber nicht schlimm, das finde ich eher richtig. Eine organisierte Opposition müsste ja einen Gegenkandidaten aufbauen, für ihn werben, gleichsam eine Art „Schattenkabinett“ stellen. Dass wäre dann eine Art Parallelveranstaltung. Das kann doch so nicht gewollt sein. Und das sieht die Satzung auch nicht vor.

    Es ist laut Satzung eben so, dass ein Wahlausschuss die Kandidaten zulässt, und zwar immer auch zeitlich so knapp vor der JHV. Und es ist laut Satzung eben auch so, dass die Mitglieder „nur“ die Aufsichtsräte wählen, und eben keinen „großen Vorsitzenden“. Diese Wahlkämpfe der starken Männer gegeneinander hatte man ja früher, als ein Präsident gleichsam ein Boss des Clubs war. Das wurde ja absichtlich abgeschafft, meines Erachtens aus sehr guten Gründen.

  61. der grafschafter sagt:

    @torsten
    wenn rehbergs meinungsäußerung schon „unerhört“, was ist denn dann der brief der 3 ar. „unerhört“ ist an sich schon wertung, bewertung, meinungsmache.
    warum beherzigst du nicht den vorschlag von criss cross 04 und sagst genau, was du willst. objektivität gibt es nicht.
    und dann nochmal die bitte:
    belastbare beweise, belege gegen CT auf den tisch. es ist doch gut wenn ein AR aufpasst und auch schon mal mit einem vorstandsmtiglied spricht, ihm, auch tipps gibt. das habe ich in der arena zigtausendfach gehört.
    oder willst du einen ar wie bei vw ,wo der vorstand beinahe den ganzen konzern an die wand gefahren hätte?
    und noch was, ich habe leider vergessen, was CT genau im letzten kreisel interview
    gesagt hat, da ging es um seine nierenkrankheit.da kamen wohl von schalker seite (welche wohl?) unsagbare vorhaltungen, anfeindungen
    vorwürfe-wg einer krankheit!!!! unfassbar, aber anscheinend keiner diskussion würdig.

  62. Ney sagt:

    Noch’n Dreh an der Schraube. Jetzt werden sogar noch die lieben Nachbarn als Argument bemüht.

    Tönnies: „In Dortmund halten sie sich die Bäuche vor Lachen.“

    Schade, dass die Abwahl de facto unmöglich ist.

  63. Nordlicht sagt:

    Den Kruse habe ich nur so ins Spiel gebracht… den will ja keiner.

    Bin begeistert. Der zweite Transfer und man hat so gut wie nichts mitbekommen. Naldo war auf einmal da und Embolo mit gestrigen kleinen Hinweisen und heute fix.

    und Heidel hat Wort gehalten. Bisher noch keinen zweistelligen Betrag ausgebeben *lach*

  64. Ney sagt:

    @Nordlicht
    Ach ja, stimmt. Guter Hinweis. 3×7…

  65. Melodie1904 sagt:

    Ich fühle mich gerade manipuliert von ALLEN Seiten –
    und die Äußerung von Tönnies finde ich sehr unprofessionell-mir ist das Lachen vergangen.

  66. Alex sagt:

    Mann, mann, mann: jetzt hat der Tönnies aufgrund der Dummheit der drei Aufsichtsräte gerade etwas moralisches Oberwasser und dann stellt er sich vor einen Redakteur und heult rum, er sei der Sündenbock. Da sind wirklich nur Amateure am Werk, auf beiden Seiten!

  67. Torsten sagt:

    @der grafschafter, @crisscross04

    Ihr scheint mein Blog nicht zu verstehen. In meinen Texte stelle ich meine Sichtweise und meine Meinung zu den Dingen bei und um S04 dar. Diese stelle ich oben zur Diskussion und Kommentatoren und Leser finden das entweder gut oder schlecht, richtig oder falsch.

    Ich lasse jede Meinung und jeden Kommentar zu, solange dabei niemand beleidigt wird. Ich freue mich über die verschiedenen Ansichten und Meinungen. Ich denke, dass ich meine Meinung recht gradlinig vertrete, aber ich fühle weder einen Bildungsauftrag, noch will ich jemanden zu meiner Meinung erziehen. Dafür, dass crisscross04 die Themenwahl in diesem Blog als so problematisch empfindet, nimmt er seit einer Weile mit doch beachtlich ausführlichen Kommentaren an den Diskussionen hier teil. Ich finde das gut, wenngleich ich die parallele Beschwerden nicht nachvollziehen kann.

  68. Alex sagt:

    @Torsten
    Stimmt. Und es gibt meines Wissens kein anderes Forum oder Blog über den S04, wo derart diszipliniert und meist argumentativ gut Meinung ausgetauscht wird. Ich habe hier schon oft durch deine Texte, aber auch durch die vielen Kommentare meinen Horizont erweitern können.

  69. Nordlicht sagt:

    Wisst ihr wovor ich am meisten Angst habe? Davor das wir uns als Verein am Sonntag zerfleischen und das es absolut chaotisch und persönlich abläuft. Irgendwie erinnert es mich alles an den HSV…die schlimmste Vorstellung überhaupt.

    Ich kann ja nicht anwesend sein und bin darüber gar nicht so unglücklich.

    @ Torsten -> Gibt es am Montag einen Beitrag dazu??

  70. Netsmurf sagt:

    dreiköpfiger Affe sagt:
    22. Juni 2016, #
    Tönnies:
    „Ich habe Horst Heldt eine kleine SMS geschrieben. Darin habe ich ihm geschrieben, was ich machen würde.

    Das mache ich regelmäßig, das ich im Unternehmen meine Meinung äußere.
    Sorry, aber wer sich ausschließlich danach richtet, ist offensichtlich falsch am Platz. Unsicher oder ungeeignet!

    CT macht nicht alles richtig, das werde ich Ihm auch heute Abend sagen, aber das Kernproblem der letzten Jahre war der Meistermacher aus Stuttgart.
    Vor einem Jahr wollten alle noch Hotte vom Hof jagen….12 Monate später singt der Nordkurvenchor in Hoffenheim „blau und weiss ein Leben lang“. Vermutlich die selben, die auch die Plakate mit „167cm Inkompetenz“ inne Arena gehängt haben.

    Und jetzt hat man es mit dem Wiese, Hefer und Horn auch noch geschafft AR Mitglieder zu instrumentalisieren. Und die blasen fröhlich zu einer multimedialen Treibjagd. Etwas mehr Verstand hätte ich allen drei zugerechnet!

    Diese Medienkampagne ist vom Niveau ganz unten angesiedelt.
    Wenn ich gezwungen werde zwischen Pest und Cholera abzuwägen, dann Gratulation CT, meine Stimme hast Du! Mit und ohne Eingriffe in das operative Geschäft – das Verhalten der sogenannten Opposition ist einfach nur noch widerwärtig!

    Das Alles ist schön längst nicht mehr im Sinne des Vereins.

  71. der grafschafter sagt:

    Clemens Tönnies bekommt meine Stimme.

  72. Torsten sagt:

    Gibt es am Montag einen Beitrag dazu??

    Ja, klar. Die JHV werde ich auch hier thematisieren.

  73. crisscross04 sagt:

    Ist jetzt irgendwie offtopic, aber im Grunde genommen auch nicht, weil es um eine Aussage in der PK geht. Aber bei der ganzen CT Diskussion kommt man sich schon ein wenig deplatziert vor, wenn man über andere Themen sprechen möchte. Ich tue es trotzdem. ;-)

    Ich finde es schon bemerkenswert und war sehr überrascht, dass Heidel von „einigen verbesserungswürdigen Arbeitsbedingungen“ redet. Kann mir jemand sagen, wovon er redet? Es geht ja anscheinend nicht um die Trainingsplätze, sondern eher um die Rahmenbedingungen außerhalb des Platzes!? Geht es um die physische und psychologische Betreuung?

    Wäre super, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte. ;-)

  74. Netsmurf sagt:

    Vielleicht sind mit dem Kommentar auch einzelne Prozesse in der Geschäftsstelle gemeint….er hat ja nicht einmal einen ansatzweise den Bereich, den er damit gemeint haben könnte, definiert.
    Ich warte z.B. schon seit Monden auf eine Rechnung für Textilien….

  75. der grafschafter sagt:

    nun, zum ende hin wird alles gut.
    habe gerade gelesen zum ende der jhv gibt es freibier für alle…

  76. DevonMiles sagt:

    Meinst Du CTs Satz „Wenn ich gehe, dann mache ich dem Verein ein Abschiedsgeschenk – da fällt allen die Kinnlade runter.“ aus der sid-Meldung gerade? ;)

  77. Carsten sagt:

    Damit sich niemand Sorgen machen muss, das Spiel Deutschland – Slowakei wegen der Mitgliederversammlung zu verpassen, geht auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung das Programm weiter. Im Anschluss an den letzten Tagesordnungspunkt wird das Achtelfinale der Europameisterschaft auf der Leinwand in der VELTINS-Arena übertragen.

    Um den Mitglieder-Tag beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gemeinsam im königsblauen Wohnzimmer ausklingen zu lassen, gibt der Verein allen anwesenden Schalkern VELTINS, Bratwürstchen, Bockwürstchen und Frikadellen aus.

  78. Pukki1904 sagt:

    @crisscross- hierunter kannst du ein bisschen mehr finden als in der PK finden

    http://forum.westline.de/viewt.....9fe1c3f190

  79. Carsten sagt:

    ^^ ich hätte ja auch CT meine Stimme gegeben, aber nun hat er mich mit der Aussicht auf ein Megageschenk (was einem die Kinnlade plumpsen läßt) so neugierig gemacht das ich mir das nochmal überlege… ich will Geschenke^^

  80. Günnie sagt:

    Meine Stimme für CT. Der hat für den Verein sicher mehr getan als die Herren Hefer, Horn und Wiese zusammen, auch wenn mir CTs „Personaltiy-Show“ nicht immer gefällt. Ansonsten, was soll die Aufregung. Montag ist alles gut. Ruhe im AR, neuer Manager, neuer Trainer, Neustädter weg, Naldo und Embolo kommen – übrigens ganz ohne Nebengeräusche. Die neue Zeit hat schon begonnen. Schön wäre es, wenn uns Sanè noch ein wenig erhalten bliebe. Der ein oder andere Abgang wäre sicher auch nicht schlecht. Unabhängig davon, ich bin optimistisch. Nachdem ich mir die letzten Spiele nicht mal mehr im TV angesehen habe, sind die Dauerkarten für die nächste Saison bestellt. Glück auf

  81. Pukki1904 sagt:

    @torsten

    Zitat:Es gibt tatsächlich keine organisierte Opposition. Das finde ich aber nicht schlimm, das finde ich eher richtig. Eine organisierte Opposition müsste ja einen Gegenkandidaten aufbauen, für ihn werben, gleichsam eine Art „Schattenkabinett“ stellen. Dass wäre dann eine Art Parallelveranstaltung. Das kann doch so nicht gewollt sein. Und das sieht die Satzung auch nicht vor.( Zitatende)

    Torsten,das sehe ich ganz anders. Eine Opposition die nicht organsiesiert ist, würde niemals solch eine große Kampagne fahren, wie sie z.Zt. läuft.Dies gilt besonders für die drei besagten Aufsichtsräte. Wer es wagt, mit solchen Mitteln CT, den gesamten anderen Aufsichtsrat und andere im Verein anzgreifen, der hat auch quantitativ genug Unterstützung und ist organsisiert. Ansonsten hätten die nicht so eine Nummer durchgezogen
    ( es sei denn sie sind komplett wahnsinnig).

    Ich bin übrigens der gleichen Meinung wie Altix. Auch ich empfinde die Aktion der drei Aufsichträte als nur noch abstoßend. Dadurch entwickle ich mich mittlerweile zum CT- Verteidiger, obwohl ich immer auch einen Wechsel bevorzugt hätte. Aber nicht von solchen Verrückten, die dazu auch noch keinerlei menschlichen Anstand haben. Was glauben die eigentlich wer sie sind? Nicht mal ein Jahr im AR und schon jemandem der sich jahrelang für den Verein eingesetzt hat ( über das wie darf man gerne streiten) ans Herz legen, sein Amt niederzulegen? Das ist erstens unverschämt und zweitens total dumm. Es sei denn, man will eine Eskalation.
    Normalerweise macht man dass so, dass man jemandem wertschätzend gegenübertritt und wenn man einen Wechsel will, dann überlegt man, welche andere Aufgabe könnte der dann übernehmen und bietet ihm eine Alternative an.Wenn es nicht gleich eine gibt, dann kann man das ja mal perspektivisch überlegen und kreativ Lösungen suchen, die alle befrieden. Aber ihn einfach mal so in den Dreck zu treiben, tut mir leid, da fehlt mir jegliches Verständnis- auch menschlich.
    Wenn ich CT wäre, würde ich einen Teufel tun, aber mich bestimmt nicht so vom Hof jagen lassen.!!

  82. Altix sagt:

    @Nordlicht: Was mir viel mehr Sorge bereitet, als die JHV selbst, ist die Zeit danach. Sonntag Abend ist vielleicht eine Schlacht geschlagen, aber der Krieg nicht beendet. Wenn man sich die Inszenierungen der letzten Tage und Wochen so ansieht, kann ich mir kaum vorstellen, wie die Parteien aufeinander zu gehen, sich die Hand reichen und anfangen, gemeinsam zum Wohle des Vereins zusammenzuarbeiten. Die Auseinandersetzungen werden weiter gehen, und es wird am Ende nur Verlierer geben. Den Hauptschaden wird aber der Verein erleiden.

    Wahrscheinlich ist es naiv, aber ich hoffe immer noch darauf, dass irgendwann ein Kandidat am Horizont auftaucht, der auf beide Seiten zugehen kann und vermittelt, statt sich in der Auseinandersetzung früher oder später auf eine der beiden Seiten zu schlagen. Jemand, der eine starke Persönlichkeit hat, integer und geachtet, dabei frei von jedem Verdacht, das AR-Amt zur eigenen Profilierung missbrauchen zu wollen. Irgendwie so eine Art „Elder Statesman“ oder ein Manager vom Schlag eines Klaus Engels. Letzterer ist leider bereits bei den Nachbarn engagiert :(

  83. Ney sagt:

    Je nun, es gibt 2-3 Kandidaten, die es mutmaßlich besser machen werden als Tönnies. Da sollte man wegen der Aktion der drei nicht zur Wahl stehenden Aufsichtsräte nicht aus Trotz den falschen wählen.

    Aber gut, wie gesagt, 33%+X wird Tönnies mit Sicherheit zusammenkriegen.

  84. leoluca sagt:

    Danke für den Link, Pukki, der sich wohltuenderweise um den Fußball dreht. (15.39 h)

    Höchst interessant, was Heidel da alles zu vermelden hat – und schon überraschend, welche Defizite es bei uns noch gibt.

    Heidel wird uns ordentlich voranbringen, darauf freue ich mich einfach nur.

  85. Nordlicht sagt:

    ja vielen Dank für den Link. Schön zu lesen das so viel zu verbessern gibt. Wäre ja schlimm wenn nicht.
    Aber ich bin doch erschrocken über die Defizite im Trainer- und Trainingsbereich bei uns.

  86. Pukki1904 sagt:

    @ney- ich bin mir nach meinen persönlichen Eindrücken bei der Vorstellung in MS nicht so sicher, dass der von der Anti- Toennies Fraktion gefeierte Kandidat Andreas Goßmann es besser machen wird als Toennies. Vielleicht anders, aber besser? Meinem Eindruck ist das wohl eher ein vom „Regen in die Traufe kommen“.

  87. Netsmurf sagt:

    Zitat aus der RP Online aus dem Oktober 2013:

    Wenn nun von einem „neuen Zuschnitt“ und einer „geänderten Zuordnung des Dezernats Private Kunden“ gesprochen wird, dann ist das nur die Umschreibung für einen Machtkampf zwischen Goßmann und der Nr.1 der Sparkasse, Arndt Hallmann. Und den hat Goßmann offenbar verloren.

    Wenn der Goßmann in den AR kommt, dann besteht eine große Chance, das demnächst bei den AR Sitzungen das Dach der Arena klappern wird….

  88. Pukki1904 sagt:

    man sollte mal kritisch hinterfragen, warum dieser Goßmann sich eigentlich fast überall mit irgendwem in seinem Umfeld überwirft oder anlegt. Das zieht sich irgendwie durch die geschichten und Artikel über ihn und war auch thema bei seiner Vorstellung in Münster.
    natürlich hat er dafür logische Erklärungen parat.Aber wenn sich das immer wiederholt, dann ist für mich auch klar, dass das auch was mit seiner persönlichkeit zu tun haben muss. Auf jeden fall scheint der alles andere als ein teamplayer zu sein.

  89. leoluca sagt:

    Na ja, auf den Etagen, auf denen sich Goßmann meist bewegt hat, geht es doch ziemlich machiavellistisch zu und da ist nicht nur die Rate der Gewinner, sondern auch die der Verlierer zwangsläufig hoch.

    Mich macht eine andere Info skeptisch, die hier in Düsseldorf (und auch von der Rheinischen Post gestern bestätigt) kursiert. Dass sich nämlich sein Verhältnis zum sozialdemokratischen Oberbürgermeister, den er im Wahlkampf beraten hat, mittlerweile sehr deutlich abgekühlt hat.

    Das könnte mit seiner dubiosen Rolle in der Bürgerinitiative gegen das Flüchtlingsheim im Düsseldorfer Osten zu tun haben, die sich deutlich nicht nur gegen die Ansiedlung von Flüchtenden aus Kriegsgebieten, sondern auch gegen die Flüchtlingspolitik der Stadt wendete.

  90. leoluca sagt:

    NRZ vom 5. 10. 2015:

    DIE SAAT GEHT AUF
    In Hubbelrath wird Angst geschürt
    Während unten in Gerresheim Freiwillige der Kirchen mit der Bürgerstiftung Gerricus alles tun, damit sich Flüchtlinge im Düsseldorfer Osten wohl fühlen, sich integrieren und bei uns heimisch fühlen, wird oben in Ludenberg und Hubbelrath Angst geschürt. Die Bürgerinitiative „Bergisches Viertel“ um deren Sprecher und ehemaligen Düsseldorfer Sparkassen-Vorstand Andreas Goßmann versucht alles, um Flüchtlingsunterkünfte vor der eigenen Haustür zu verhindern. Auch wenn dies offiziell nicht gesagt, anders verpackt und seit Monaten mit dem Wohl der Flüchtlinge argumentiert wird: Deren größte Angst ist, dass Grundstücke oben auf dem Millionärshügel möglicherweise im Wert sinken, wenn sich dort Menschen aufhalten, die ihr Leben aus den Kriegs- und Krisenregionen rund um Europa gerettet haben…
    Besonders schlimm ist, dass die Saat der Angstmache und Hetze aufgeht. Der aktuelle Newsletter des Bürgervereins „Bergisches Viertel“ wurde an eine unbeteiligte Person von einem Mitglied dieses Vereins weitergeleitet mit dem Zusatz: „Erneut stelle ich mir die Frage, ob wir uns bewaffnen oder auswandern sollen.“ Düsseldorf, wie weit bist Du gekommen?!
    Ein Kommentar von Götz Middeldorf

  91. Oskar Zirngiebl sagt:

    Mann, Mann, Mannn!
    Ich habe vor wenigen Tagen noch Goßmanns Darstellung auf schalkermarkt.de und seinen ersten Auftritt in der Flora (den ich allerdings nur im Bericht von BuB (und damit ist keine Kritik an diesen Bericht verknüpft) zweitverwertet habe) für gut befunden und glaubte, einen guten AR gefunden zu haben. Einer, der dem Job gewachsen ist! Je länger ich nun aber die Diskussion hier verfolge, um so kritischer sehe ich ihn.

    Von daher gilt mein Lob an die Diskutanten hier, die hier – meist fair – Argumente liefern und damit zur Meinungsbildung beitragen.

    Ich hoffe, ich habe die Meinungsbildung bis Sonntag abgeschlossen.

    UND: Scheiß drauf, was die andern denken! Schalke ist der geilste Club der Welt!

  92. Ney sagt:

    Habe gerade irgendwo gelesen, dass die Heidel-Aussage mit „kein Transfer über 10 Millionen“ so gar nicht gefallen sei. Weiß jetzt aber nicht, wo die (angeblich) gefallen ist. Sollte das eine krasse Fehldarstellung seitens der Presse sein, wäre das sehr ärgerlich. Dann wäre man ja tatsächlich darauf angewisen, Vereinsfernsehen zu schauen, weil man auf die Komptetenz und/oder Aufrichtigkeit der Presse so gar nicht vertrauen könnte.

  93. Torsten sagt:

    @Ney:

    Das Zitat stammt von der Veranstaltung in Frankfurt, wo S04 die Anleihe vorstellte. Es war die dpa, die Heidel mit den Worten …

    Ich werde keine zweistelligen Millionenbeträge für einen Spieler investieren

    zitierte. Das wurde dann entsprechend von „allen“ übernommen.

    Und dass er das so nicht gesagt habe, sagte Christian Heidel bei der gestrigen PK, ab 27:50 Min, siehe oben oder hier: https://youtu.be/_14bKbBFSgo?t=27m51s

  94. Ney sagt:

    @Torsten
    Vielen Dank für den Link. Die dpa hat anscheinend wenig sorgfältig gearbeitet.

  95. Ney sagt:

    http://koenigsblog.net/2016/06.....ment-75871

    Bratwürstchen, Bockwürstchen und Frikadellen aus.

    Außer angekokelten Überresten von Säugetieren gibt’s nichts frei zu essen? Echt gemein.

  96. Grieche sagt:

    Zu den 10 Millionen und Torstens Link (danke dafür):
    Der Fokus von Heidels Erklärung liegt an den Einnahmen, die Ausgaben möglich machen (oder nicht). Woher sollen im Moment die angeblichen 20 Millionen für Embolo kommen, wenn nicht von einem Sané-Verkauf? Ablöse für Huntelaar?

  97. Klopenner sagt:

    @Grieche:

    Bei den 20 Mio ist von einer – im Fußball schon seit Jahren übliche Praxis – Ratenzahlung die Rede, die wohl bei ca. 3x 7 Mio Euro liegt. Also ein Verkauf von Sané oder Huntelaar ist dafür jedenfalls nicht nötig. Ob beide bleiben wird sich dann wohl erst später endgültig klären. Aber bis zum 01. September sollte Klarheit herrschen

  98. blues sagt:

    @leoluca
    Ich finde es richtig die Kandidaten in Richtung ihres Standpunktes bezogen auf das gesellschaftliche Miteinander zubefragen. Im Vergleich Goßmann und Tönnies scheint mir in diesem Thread die Diskussion einseitig auf Goßmann fokussiert zu werden. Deshalb sei hier kurz an die beiden kritischsten Punkte in Clemens Tönnies´Sozialverhalten erinnert.

    Das seltsame Rechtsempfinden von Tönnies ist durch seine Kartellabsprache in seinen ihm privat gehörenden Firmen hinlänglich bekannt.

    Möchte man sich darüber hinaus über die von Clemens Tönnies´ gepflegten realen Sozialstandards in seinen eigenen Betrieben und seinen outgesourcten Schlacht- und Werkbänken in und um Rheda-Wiedenbrück informieren, bieten sich unter anderem die Gewerkschaften an. Hört sich aus dieser Ecke meist nach ganz wenig Kumpel, aber nach viel Maloche an.

    Clemens Tönnies ist vor diesem Hintergrund als Repräsentant und Gesicht des Vereins mit einem Kumpel & Malocher Image aus meiner Sicht nicht tragbar.

  99. Netsmurf sagt:

    @blues

    Dann betrachten wir mal alle 4 Kandidaten zusammen:

    CT: hast Du ja schon geschrieben, Kartellabsprache (da haben dann alle aus der Branche mitgemacht), beschäftigt seine Mitarbeiter zu den selben Konditionen, wie es in der Branche üblich ist. Das sind keine Jobs, auf die ich neidisch bin.

    PL: Geschäftsführer bei Bremen (wenn ich das richtig im Kopf habe). Hier handelt es sich auch nicht um Arbeitsplätze nach realen Sozialstandards. Zweifelhafte Branche mit immer wiederkehrenden Probleme in der Behandlung diverser Bevölkerungsgruppen

    Stallmann: Spekulant am Neuen Markt, der jede Menge Anleger um sein Geld gebracht hat. Anschliessende Klagen haben diese Unternehmung in die Insolvenz getrieben.

    Goßmann: mehrfach gechasster Bankmanager, die BAFIN hat dafür gesorgt, das er Beschäftigungslos wurde, konnte aber keine Verfehlungen nachweisen. Teuerster Spaziergänger in Düsseldorf, der im Düsseldorfer Millionärsviertel Flüchtlingsunterkünfte verhindert.

    Wer bitte ist von denen jetzt der Vertreter der Kumpel und Malocher und eignet sich als das Gesicht des Vereins?

  100. Roman sagt:

    >>Wer bitte ist von denen jetzt der Vertreter der Kumpel und Malocher und eignet sich als das Gesicht des Vereins?<<

    Ich schrieb es bereits an anderer Stelle. Da darf – und muss wohl auch – nun jeder seine eigene Relation ansetzen.

    Was wir allerdings nicht vergessen dürfen: Ich glaube, wir werden kaum jemanden mit einer vollends reinen Weste finden. Und ich fürchte, es wird zukünftig durchaus geeignete Kandidaten von ihrer Bewerbung abhalten, wenn im Vorfeld der Wahl alle Vorwürfe aus Zeitungen hervorgekramt und wild diskutiert werden. Das muss auf jeden Fall richtig eingeordnet werden.

    Bei Stallmann kamen gestern in Bielefeld wohl Dinge hervor, die er vor 15 Jahren mal gemacht haben soll (und die er auch erklären und ausräumen konnte). Vom gleichen Fragesteller übrigens wie schon in Münster.

    Bei Goßmann wird der "teuerste Spaziergänger Düsseldorfs" hervorgekramt, ein Kommentar in Zeiten des Wahlkampfs in Düsseldorf geschrieben. Das muss man doch in seine Bewertung auch miteinfließen lassen können.

    So ein Bohei hat es noch nie gegeben, ist vielleicht auch ein Phänomen der sozialen Medien. Da müssen wir zukünftig dringend mehr Sachlichkeit walten lassen.

  101. Netsmurf sagt:

    Roman sagt:
    23. Juni 2016,
    Bei Stallmann kamen gestern in Bielefeld wohl Dinge hervor, die er vor 15 Jahren mal gemacht haben soll (und die er auch erklären und ausräumen konnte). Vom gleichen Fragesteller übrigens wie schon in Münster.

    Hier ging es um seine Aktivitäten mit VestCorp (2004).
    In Münster sollen die Fragen von Brömmelchen gekommen sein. Das war gestern definitiv ein anderer Fragesteller.

  102. Roman sagt:

    Danke für die Berichtigung. Dann hab ich das im Block 5 falsch verstanden, kam dort so rüber, dass es der gleiche war.

  103. rjonathan sagt:

    Ich kann Roman da nur zustimmen. Es macht keinen Sinn sich da was zusammenzugoogeln und daraus in Internet-Kommentaren Urteile zu fällen. Die Kandidaten mit gewissen Dingen persönlich zu konfrontieren finde ich allerdings in Ordnung. Dann haben sie zum einen die Möglichkeit Stellung zu beziehen, zum anderen ist das auch ein gewisser Stresstest, wo man ihre moderative Kompetenz testen kann. Insofern ist das nicht falsch. Zu einem „Bewerbungsgespräch“ gehören eben auch unangenehme Fragen.

  104. Andreas sagt:

    Es wird weiter getrommelt :-(
    Man achte auf das Bild. :-)

    http://www.11freunde.de/artike.....s-toennies

    „Der Gott des Gemetzels“
    Nach zwölf Jahren als starker Mann bei Schalke 04 fürchtet Clemens Tönnies um seine Macht. Noch nie hatte er so viele Feinde unter Fans und im Verein. Es wird schmutzig in Gelsenkirchen.

  105. BlueNote sagt:

    @Netsmurf: „Gesicht des Vereins“ ist und bleibt allein der Vorstand. Die Diskussion um die ethische Eignung für den Posten eines Aufsichtsrates ist schon energieraubend genug. Das permanente falsche Darstellen der Aufgaben oder der angeblichen Strahlkraft dieses Amtes, macht es aber noch ermündender. Egal, wer da am Wochenende gewählt wird, er wird nicht automatisch AR-Vorsitzender. Den wählt das Gremium intern. Zweitens: Selbst Tönnies hat ja schon kleinlaut eingeräumt, dass der neue starke Mann im Club Heidel ist, ohne Wenn und Aber. Die ständige Mystifizierung des AR-Vorsitzes hilft niemandem weiter. Dem Verein am allerwenigsten, egal für welchen der Kandidaten man nun ist.

  106. leoluca sagt:

    Dass jetzt über die Medien all die Kritik an der Amtsführung von Clemens Tönnies gebündelt und mit voller Wucht ans Licht der Öffentlichkeit kommt, Kritik, die auf Schalke selbst schon lange kursiert – daran kann ich nichts Schmutziges finden. Solche Informationen, selbst wenn sie leicht polemisch vorgetragen werden, tragen zur demokratischen Meinungsbildung bei. Das gleiche gilt für die öffentlichen Debatten über die sozialen Verhältnisse in seinem Unternehmen, die von Gewerkschaften und Juristen kritisch gesehen werden.

    Ob Clemens Tönnies als AR deshalb noch für Schalke tragbar ist oder nicht – das kann ich zwar als kleines Licht nicht entscheiden, weil mir die Übersicht über die Zwänge der Kommerzialisierung fehlen, die auch für Schalke und seinen sportlichen Erfolg gelten.

    Ich kann aber persönlich entscheiden, ob ich Tönnies weiter meine Stimme gebe oder nicht.

    Nur: Wenn mir dann als Alternative zu ihm ein ehemaliger Großbanker angeboten wird, der sich für den Wert seiner Millionen mehr als für die Flüchtlingshilfe vor seiner Haustüre interessiert und der sich darüber mit dem ihm einst nahestehenden SPD-Oberbürgermeister seiner Heimatstadt überwirft – wenn dieser Vorschlag dann auch noch von jener Faninitiative mit getragen wird, die sich „Schalker gegen Rassismus nennt“, pardon, dann bin ich zwar froh, dass es zu beiden Seiten Transparenz gibt, aber mein Verständnis setzt hier aus.

  107. Torsten sagt:

    Wenn mir dann als Alternative zu ihm ein ehemaliger Großbanker angeboten wird, der sich für den Wert seiner Millionen mehr als für die Flüchtlingshilfe vor seiner Haustüre interessiert und der sich darüber mit dem ihm einst nahestehenden SPD-Oberbürgermeister seiner Heimatstadt überwirft – wenn dieser Vorschlag dann auch noch von jener Faninitiative mit getragen wird, die sich „Schalker gegen Rassismus nennt“, pardon, dann bin ich zwar froh, dass es zu beiden Seiten Transparenz gibt, aber mein Verständnis setzt hier aus.

    Andreas Goßmann ist ein Fall für „Schalker gegen Rassismus“?

    Das bietet Chancen. Am Ende wird Clemens Tönnies und sein ehemaliger Eilausschusskumpel Peter Lange gewählt, wir skandieren alle zusammen „Nazis raus!“ – darauf kann man sich immer einigen – und nach dem Steigerlied gibt Clemens endlich die Würstchen und das Bier frei. Auf dem Würfen wird die Nationalmannschaft gezeigt, wir schwenken schwarz-rot-goldene Fähnchen, rufen „Deutschland! Deutschland!“ und liegen uns nach dem 1:0 durch Fußballgott Joshua Kimmich glücklich in den Armen. Zack, feddich, vorbei all‘ der Zwist. Ab nach China.

  108. Oskar Zirngiebl sagt:

    Zum 11-Freunde-Artikel (bei Andreas verlinkt): wie kann man einen Artikel weiterlesen, der folgenden Satz enthält:

    „Laut und schmutzig

    … In einem sozialen Brennpunkt wie Gelsenkirchen …“.

    Da sollte jede/r aufhören zu lesen, weil der Autor entweder unfähig und unwillig ist, sich differenziert auseinanderzusetzen und den Cerebralganlien zu benützen. Das ist MIST!

    Ker‘, was könnt ich mich aufregen über FUNKE, B**D und jetzt 11F

  109. leoluca sagt:

    @Torsten.
    Klarer Fall von Suggestivfrage.

    Goßmann ist für mich weder ein „Fall“ für irgendwelche Tugendwächter noch kenne ich seine politischen Überzeugungen und habe sie auch nicht bewertet.

    Aber dass die Fanini, die für ihre gesellschaftskritische Ausrichtung bekannt ist, ihm dieses Düsseldorfer Scharmützel durchgehen lässt, das darf mich schon wundern.

    Zweite Suggestivfrage: Hätten sie das wohl auch dem Clemens durchgehen lassen?

  110. andres sagt:

    für nichtmitglieder vielleicht der link zum mitschnitt aus bielefeld
    https://www.youtube.com/watch?v=G-Xdh5HRDPU&feature=youtu.be

  111. blues sagt:

    Googelt man „Schalke Tönnies Kinnlade“ führen die aktuellen Zeitungsmeldungen zu folgendem Zitat von Clemens Tönnies:

    „Wenn ich gehe, dann mache ich dem Verein ein Abschiedsgeschenk – da fällt allen die Kinnlade runter.“

    Zwei Dinge fallen ins Auge. Der Metzger fühlt sich als Opfer und Clemens Tönnies kann einfach nicht die Klappe halten.

    Dabei müsste er nur kundtun: „Ich kandidiere für den Aufsichtsrat, stehe aber nicht mehr als dessen Vorsitzender zur Verfügung“, und er würde ganz sicher in den AR gewählt.

    Aber er wird auf seiner Rede bei der MV sagen „Ich mache dem Verein ein Geschenk – Breel Embolo. Vielleicht ist er mein Abschiedsgeschenk!“

    Und natürlich wird er auf der MV wieder gewählt. Auch dieses Mal hätte Clemens Tönnies den Aufsichtsratsposten ein weiteres Mal mit seinem vielen Geld erkauft….

    Anders ergeben die 27 Mill. Ablöse für diesen Spieler für mich keinen Sinn.

  112. Torsten sagt:

    Aber er wird auf seiner Rede bei der MV sagen „Ich mache dem Verein ein Geschenk – Breel Embolo. Vielleicht ist er mein Abschiedsgeschenk!“
    Und natürlich wird er auf der MV wieder gewählt. Auch dieses Mal hätte Clemens Tönnies den Aufsichtsratsposten ein weiteres Mal mit seinem vielen Geld erkauft….
    Anders ergeben die 27 Mill. Ablöse für diesen Spieler keinen Sinn.

    Ach blues … das kann doch nicht Dein Ernst sein …

  113. blues sagt:

    …nein natürlich nicht, es ist halt so heiß heute und die 27 Mill. Euro für Embolo passen überhaupt nicht zum Konsolidierungskurs der letzten vier Schalker Jahre und zum andern fällt mir bei Tönnies bei unter 20 Mill. Euro nicht die Kinnlade runter.Bei meinen Freunden, die kein Schalke Fan sind, hat er das Image eines Mäzens. Aber ich nehme an, er hat Schalke bisher keinen einzigen Cent gespendet. Er hat Schalke Geld geliehen und das immer zurückbekommen. Es wurden, schon aus Steuergründen immer Zinsen für die Kredite von Clemens Tönnies bezahlt. Betreffs der runterfallenden Kinnlade tippe ich deshalb auf eine Spende, Embolo, die Anteile an der Arena Gesellschaft oder etwas ähnliches.

  114. BlueNote sagt:

    Aus der Kinnladen-Geschichte werde ich auch nicht schlau. Abgesehen von der unappetitlichen Tatsache, dass der „Gott des Gemetzels“ (ich liebe die Texter von 11 Freunde) derzeit mal wieder exorbitant häufiger in den Funke- und Springer-Medien zu Wort kommt als der Vorstand (wollte er sich nicht zurückhalten zukünftig?), kann ich diesen Satz nur als Drohung auffassen. Wählt mich, sonst werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt, lese ich da heraus. Er lässt wirklich keine Peinlichkeit aus, um an der Macht zu bleiben. Ich glaube nicht, dass er damit den patellasehnenmüden Embolo meint. Andererseits wäre das ein Deal aus der Boateng-Liga und dann doch wieder schlachtertypisch. Oder hat den wirklich der Heidel entdeckt und der Fleischfabrikant nutzt nur raffiniert dessen Verdienste für eigene Zwecke aus? Aber das will man sich ja nun wirklich nicht ausmalen.

    Die Funke-Gruppe spendiert dazu täglich bis zur Wiederwahl eine wohlwollende „Boss“-Geschichte und lässt die AR-Oposition ganz alt aussehen und durch eine an Einseitigkeit nicht mehr zu überbietende Berichterstattung und Kommentierung. Ein Lehrbeispiel für jede unabhängige Journalistenschule zum Thema Lesermanipulation und Verquickung von meinungsbildender Berichterstattung und Großkundeninteressen.

    Mein persönliches Highlight aus der akutellen Hofberichterstattung ist die folgende Passage aus diesem Artikel vom 22.06.: http://www.derwesten.de/sport/.....41018.html

    „Den neuen Manager Christian Heidel habe er im Alleingang verpflichten müssen, verteidigte sich der Schalke-Boss: ‚Das ist nun mal der Job eines Aufsichtsratsvorsitzenden. Da kann man kein Casting wie Dieter Bohlen veranstalten.‘
    Bei einer anderen Personalentscheidung habe er sich nicht durchsetzen können. Die ins Auge gefasste Verpflichtung des jetzigen Dortmunder Trainers Thomas Tuchel sei nicht an ihm gescheitert. ‚Bedenken hatten andere‘, sagte Tönnies: ‚Da sieht man, dass ich kein autokratischer Alleinherrscher, sondern ein Teamplayer bin.‘ “

    (Ja was denn nun?)

    Und weiter gehts:

    „Dass er so häufig in der Öffentlichkeit stehe, sei nicht seine Schuld. Ex-Manager Heldt habe nur ungern öffentliche Auftritte wahrgenommen. ‚Das Reden hat er oft mir überlassen“, sagte Tönnies: ‚So wurde ich – wohl oder übel – auch zu einem Gesicht von Schalke 04. Und manchmal auch zum Blitzableiter.‘ “

    So sieht die reflektierte Selbstkritik eines Oligarchen aus. Geil. Und genügend Mitglieder werden es mit ihrer Stimme danken am Sonntag. Schwere Zeiten kommen da auf uns zu. Herr Heidel hat nicht ansatzweise eine Ahnung davon, was da auf ihn zurollt. Viel Spaß dabei.

  115. leoluca sagt:

    Clemens Tönnies und seine vereinsinternen Kritiker stehen zwar ganz vorn in den Blättern und Blogs. Aber so ganz still ist der Schalker Vorstand nun auch nicht:

    http://www.reviersport.de/3331.....nnies.html

  116. Torsten sagt:

    Die letzte Patrone ist Chefsache. Für die Funke Medien (WAZ, RevierSport) formuliert Pit Gottschalk. Ich erwarte noch eine letzte Kolumne von Alfred Draxler. Dann ist aber auch gut. Dann kann der Sonntag kommen.

  117. Ney sagt:

    Ich sach’ma, 63% Wahlergebnis für den Kandidaten, der Borussia Dortmund als Wahlhelfer bemüht.

  118. Chris sagt:

    @andres
    Danke für de Link zur Veranstaltung!

  119. Blauhai sagt:

    Nun man muss CT nun wirklich nicht mögen, und in vielen Dingen hinterfragen (ich wünsch mir eigentlich auch auf dieser Ebene einen Neuanfang), aber nach den neuesten Infos bzgl. Protokoll Notiz zum Absägen (durch die 3 Musketiere) muss ich sagen, wäre die Alternative zu CT Chaos und Unprofessionalität in Bestform.
    Lt WAZ: Heidel soll auf Schalke gefragt haben: „Wo bin ich hier nur reingeraten?“
    Und diese Leute wollen den Eilausschuß abschaffen, Heidel hat auch hier etwas dazu gesagt. Nein, wenn die unprofessionellen Leute ( erstmal mit den Schreihälse im Rücken) an den Start geht, dann würde ich mir wünschen, Heidel wäre konsequent und wird GEHEN. Dann lachen Sie sich nicht nur in Doofmund schlapp, nein in der ganzen Republik.

    welche eine geistige Größe von Aussage:das mit dem Wahlhelfer.
    Könnte glatt in den VHS- Lehrer Kurs mit aufgenommen werden.

  120. leoluca sagt:

    Ich fürchte, das ist mehr als eine Patrone, sondern das nächste grandiose Eigentor:
    http://www.derwesten.de/sport/.....45278.html

    So viel kann die bevorstehende MV gar nicht falsch machen wie es die vergangenen mit der Wahl dieses Dreigestirns getan haben.

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