Artikel im Juli 2016

Nominierung, Danke & Tschöö

Am 21. Oktober wird die „Deutsche Akademie für Fußballkultur“ in Nürnberg den easyCredit Fanpreis zum Fußball-Blog des Jahres verleihen. Hierzu wurden 24 Blogs nominiert. Auch dieses hier gehört dazu.

Nun, Chancen auf die Auszeichnung sehe ich nicht. Ich denke dass mein Blog dazu zu monothematisch ist. Selbstverständlich ist Schalke 04 der tollste Club von allen, aber andere Blogs decken eben den kompletten Rest ab. Trotzdem freue ich mich sehr, zu dieser illustren Blog-Liste zu gehören, und ich danke vor allem Klaas Reese, der als Jury-Mitglied für die Nominierung des königsblogs und eine hübsche Lobhudelei verantwortlich war.
 
 
Danke

Der nächste Dank, der in der Überschrift gemeint ist, geht an Euch. An Euch, die ihr hier mitlest, und erst recht an Euch, die ihr euch in den Kommentaren beteiligt. Denn das königsblog sind wir alle. Das sind nicht nur meine Texte, das sind auch die Diskussionen, die immer wieder Denkanstöße liefern und oft zu neuen Texten führen.

Vor allem in den letzten Wochen wurde deutlich, dass das besonders, dass das nicht selbstverständlich ist. Als es um die Clubpolitik ging war sich die Schalke Nation natürlich nicht einig. Doch während an vielen anderen Orten im Netz zumindest verbal gehauen und gestochen wurde, erlebten wir hier eine lebhafte Diskussion auf meist hohem Niveau und mit einem ordentlichen Umgang untereinander. Danke.
 
 
Pause

Über die Clubpolitik habe ich den emotionalen Einstieg in die Europameisterschaft verpasst und letztlich auch nicht mehr gefunden. Es war nicht mein Turnier. Ich hatte keine Lust, darüber zu schreiben, die vielen schwachen Spiele taten ihr Übriges. Letztlich wurde ich auch mit der deutschen Mannschaft nicht wirklich warm, und ich kann es bis heute nicht erklären. Die Mannschaft der WM vor zwei Jahren war ja nicht viel anders, trotzdem hatte ich damals viel mehr Spaß, fühlte mehr mit.

Auch das letzte Spiel wird geschaut, selbstverständlich, und ich drücke Christiano Ronaldo die Daumen – ich mag den einfach, trotz des Gehampels. Schreiben werde ich dazu aber nichts mehr, hier ist jetzt erst mal Pause. Gestern haben in NRW die Ferien begonnen, die nächsten drei Wochen bin ich im „Familientrainingslager“.

Hier geht’s am 1. August weiter. Zwei Wochen vor Schalkes Saisoneröffnung.
Ma’kucken, was bis dahin so passiert.

Tschöö und Glückauf.

Kein Wechsel: Huntelaar bleibt auf Schalke

Lange hieß es, Klaas-Jan Huntelaar würde eventuell zu Ajax Amsterdam wechseln. Man las, Schalke würde ihn gerne von der Gehaltsliste bekommen. Darüber nachzudenken lohnt nun nicht mehr. Klaas-Jan Huntelaar bleibt bei Schalke 04, sagt er. Über anderes hätte er nie nachgedacht.

In den letzten Tagen hatten sowohl Markus Weinzierl, als auch Christian Heidel mit ihm gesprochen. Markus Weinzierl hatte sich früh nur gut über den Stürmer geäußert. Das Top-Argument für den Niederländer ist, dass in den letzten fünf Spielzeiten nie ein anderer Schalker mehr Tore erzielt hat.

Andererseits war seine Trefferquote Abseits seiner überragenden Saison 2011/2012 durchaus diskutabel, und nach meinem Dafürhalten war sie seinem Status als Toptorjäger und Topverdiener nicht angemessen.Dies muss allerdings keineswegs nur ihm angelastet werden. Der „klassische Strafraumstürmer Klaas-Jan Huntelaar“ wirkte sehr oft nicht gut eingebunden. Schalke versuchte Spielweisen zu etablieren, die nicht seinen Stärken entsprachen.

Klaas-Jan Huntelaars Einstellung ist über jeden Zweifel erhaben. Er ist stets einer derjenigen, die auf dem Platz die meisten Kilometer zurücklegen, er zeigt sich stets ehrgeizig. Er geht voran, verfügt über die größte Erfahrung im Kader und ist präsent, war selten verletzt.

Ma’kucken, wie Klaas-Jan Huntelaars Rolle unter Markus Weinzierl aussehen wird.



Foto: Tomek Bo

Ewald Lienens Meinung zur EM

Schalke in China & Leipertz in Ingolstadt

Christian Heidel hat Robert Leipertz zum FC Ingolstadt transferiert und ist selbst mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Team in China angekommen. Eine Werbetour, kein Trainingslager. Mit dem Wissen um diese Trennung ist der Club immerhin weiter als letzten Winter.

Das Wintertrainingslager der letzten Saison absolvierte Schalke 04 in den USA, dort nahm man am „Florida Cup“ teil. Auch in den USA möchte der Club gerne präsent sein, auch dort gibt es Geld zu verdienen. Mit den Trainingsbedingungen zeigte sich Trainer André Breitenreiter allerdings nicht zufrieden. Zumindest von außen betrachtet war die Kombination aus einer Aktion zur internationalen Werbestrategie und der Saisonvorbereitung keine so gute Idee.

Nun zeigt sich Schalke in China und die Saisonvorbereitung fängt erst danach richtig an. Schalke hat längst chinesische Sponsoren, bei denen die Reise gut ankommen wird. Auch die DFL findet es gut, wenn die Bundesligaclubs in die Ferne reisen und für die Liga werben – sie bezuschusst solche Touren mit bis zu 250.000 Euro. Dass Schalke morgen und Donnerstag auch zwei „Testspiele“ absolviert ist nur insoweit logisch, als dass auch ein Bleistifthersteller bei der Präsentation seiner Produkte den einen oder anderen Satz schreiben lässt.

Ums Geldverdienen ging es letztlich auch bei den Transfers Robert Leipertz‘. Dieser war vor zwei Jahren aus Schalkes Regionalligamannschaft nach Heidenheim gewechselt. Schalke hatte sich eine Rückholoption gesichert, welche nun gezogen wurde. Dafür sollen 300.000 Euro fällig geworden sein. Als Option für den Profikader wurde er offensichtlich nie gesehen. Auf der Webseite des Clubs war von ihm erst jetzt zu lesen, da sein Weiterverkauf an den FC Ingolstadt bekanntgegeben wurde. Dieser bringt Schalke nun angeblich eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro.