Ernüchternder Saisonstart in Frankfurt

Schalke 04 verliert das Saisonauftaktspiel in Frankfurt mit 0:1. In einem schwachen Fußballspiel war das Team der Eintracht kämpferisch stärker und gewann am Ende verdient.

Schalke bot eine enttäuschende Leistung. Die ersten 15 Minuten waren defensiv katastrophal, die weiteren 75 Minuten immer noch nicht gut. In der Anfangsphase störte Frankfurt den Schalker Spielaufbau schon an der Strafraumgrenze und nahm die Anspielstationen im Mittelfeld in Manndeckung. Ein aggressives Vorgehen dieser Art hatte man sich eigentlich von Schalke erhofft. Stattdessen wirkten die Blauen hilflos und unsicher, kein bisschen anders als in schwachen Spielen der vergangenen Spielzeit. Und gerade Naldo, der einzige Neuzugang in der Startformation, hatte einen fürchterlichen Tag erwischt.

Schalkes Offensivspiel war zu langsam und in den entscheidenden Szenen zu schlampig. Frankfurt wirkte wacher, schneller. Trotzdem kam es immer wieder zu Gelegenheiten, aus denen Schalke mit einem geeigneten Zuspiel Chancen hätte erarbeiten können. Sead Kolasinac und später Baba links, als auch Junior Caicara rechts kamen immer wieder in 1:1 Situationen auf den Außen. Aber wenn sie sich dabei gegen den Gegner durchsetzen konnten waren die Zuspiele so schlecht, dass daraus keine Abschlüsse werden konnten.

Das Spiel war insgesamt nicht gut. Auch Frankfurt konnte nach dem starken Beginn nicht nachlegen. Es waren kaum Spielzüge zu sehen, viel Stückwerk auf beiden Seiten, nur dass Frankfurt bei einer Führung damit einverstanden sein konnte.
Bis zur 80. Minute, als Klaas-Jan Huntelaar, durch einen Geis-Freistoß freigespielt, freistehend den Ball nicht an Frankfurts Keeper Lukas Hradecky vorbeibekam und damit die große Chance zum Ausgleich vergab, war Schalke nie gefährlich. Das so sehen zu müssen war ernüchternd nach der guten Stimmung und den Hoffnungen aus der Vorbereitung. Andererseits hätte klar sein können, dass auch Markus Weinzierl nicht zaubern kann. Nach Jahren mit einem vergleichsweise langsamen Spielaufbau und ohne Gegenpressing ist ein Team nicht in einer Vorbereitung umzuerziehen. Mut macht, dass sowohl Christian Heidel, als auch Markus Weinzierl die Probleme nach dem Spiel offen ansprachen, und dass alle drei eingewechselten Neuzugänge eine Verbesserung auf dem Platz bedeuteten. Insbesondere Nabil Bentaleb war ab seiner Einwechslung in der 74. Minuten sofort sehr präsent im Spielfeldzentrum und spielte einige tolle Pässe.

Aus der großen Trommel mit den passenden Sprüchen fischte ich für Euch „Eine Saison ist ein Marathon, kein Sprint.“ Gegen den ersten Gegner im heimischen Stadion wird es nicht unbedingt leichter. Aber nun ist ja erst noch Länderspielpause. Recht angenehm. Ohne Fußball ist es auf Schalke viel harmonischer.



73 Kommentare zu “Ernüchternder Saisonstart in Frankfurt”

  1. leoluca sagt:

    Heute in Frankfurt hat jede einzelne Auswechselung (Embolo für di Santo, Baba für Kola, Bentaleb für Aogo) eine Verbesserung des Schalker Spiels bewirkt. Und so schwach wie Geis, der leider drin blieb, hätte Stambouli gar nicht spielen können.

  2. derwahrebaresi sagt:

    1. Spieltag:
    Nur 3 Punkte Rückstand auf Bauern und Majas.

  3. Klopenner sagt:

    @leoluca
    Es ist ja oft oder sogar fast immer so, dass Neuzugänge, die gerade 2-3 Tage da sind, auf der Bank Platz nehmen. Ich hab die meiste Zeit des Spiels heute nur am Rande verfolgen können. Allerdings war ich auch nach 15 Minuten schon mehr als bedient und froh, dass ich den Rest nicht live sehen konnte/musste.
    Der einzige Schalker Neuzugang in der Startelf war dann aber auch an jeder gefährlichen Frankfurter Szene beteiligt. Das hätte auch Nastasic nicht schlechter machen können. Von Aogo auf der 6 war ich noch nie überzeugt und was DiSanto auf dem Flügel kann, hat er diverse Male unter Breitenreiter auch schon gezeigt: Nichts!

    So gut alles rund um den Platz funktioniert und mich positiv stimmt, so schlecht war das auf dem Platz. Das kann aber auch kaum besser sein als letzte Saison wenn in der Startelf nur ein Neuling spielt und der in der Anfangsphase fast Frankfurts bester Spieler ist. Zum Glück ist schon wieder Spielpause. Da können dann die Neuen und der noch geplante Außenbahnspieler bis zum Spiel gegen die Bauern den „alten“ Spielern Beine machen.

  4. Speed Glas sagt:

    Ich finde, dass kein Unterschied zur letzten Saison erkennbar war. Die Auswechselung von Kolasinac war ein Witz, weil Caicara und Naldo weiterhin auf dem Platz bleiben durften. Beide hätten in der Halbzeit ausgewechselt werden müssen. Embolo und Bentaleb haben in 15 min mehr Torchancen kreiert als Di Santo, Aogo (bis zu ihrer Auswechselung) Meyer und Geis in 90 min. Die Eintracht war dem 2:0 näher als S04 dem Ausgleich. Die Hoffnungen nach der gelungenen Vorberietung wurden nach nur 90 min in Frankfurt zur nichte gemacht.

  5. Simon sagt:

    Ein schreckliches Spiel.

    Wie Klopenner schon schrieb, haben Aogo und Di Santo auf den Positionen, die sie heute innehatten, noch nie groß überzeugen können. Keine Ahnung, warum Weinzierl das heute unbedingt nochmal ausprobieren wollte. Vielleicht war der Hintergedanke ja, allen zu demonstrieren, dass die Neuzugänge wirklich notwendig waren bzw. (neuer Flügelstürmer) noch sind…

    Beide AV – wieder mal – schwach. Hier sollte ein schlichter Wechsel auf Baba und Riether (steht wenigstens hinten gut) erfolgen.

    Meyer schien noch fertig von Olympia, was ja auch verständlich ist.

    Kleiner Trost: Die Elf, die heute begonnen hat, wird so wohl nie wieder beginnen. Das lässt sich bereits aus Weinzierls Lob für die eingewechselten Spieler und dem Umstand, dass Goretzka bald wieder an Bord sein wird, ableiten.

    Nach einem Spiel male ich aber nicht gleich alles schwarz.

  6. leoluca sagt:

    Weinzierl direkt nach dem Spiel:

    „Wir sind jetzt gefordert, die neuen Spieler schnell zu integrieren“.

    Mehr Kritik geht eigentlich momentan nicht.

  7. Simon sagt:

    Und diese Kritik ist berechtigt. Die frühe Länderspielpause dürfte dieses Jahr genau das Richtige für uns sein – auch wenn natürlich wieder viele Spieler nicht da sein werden. Im Spiel danach gegen Bayern kann man eigentlich nur gewinnen, weil es wohl das einzige Heimspiel der Saison ist, in dem man auch einen Punkt noch als Erfolg verbuchen könnte (so geschehen übrigens vor zwei Jahren als das Auftaktspiel ebenfalls vermasselt wurde).

  8. michael sagt:

    Die alten „Besen“ fegen nicht, aber das wussten wir ja schon. Hoffen wir mal, dass die Neuen besser sind und Weinzierl es schafft, die möglichst schnell einzubauen. Bin gespannt, wie die Mannschaft in 4-6 Wochen aussieht und welcher „Stürmer“ noch kommt.

  9. blues sagt:

    War ja schon nicht mehr mit anzusehen, wie durch die Mischung von Vorschusslorbeeren, Lobhudelei und Schönfärberei für Heidel und Weinzierl, das Blau-Weiße bereits stark ins Rosa-Rote changierte. Insofern hat die Niederlage an diesem Punkt für mich auch ihr Gutes, denn sie bringt das neue Doppelgespann in der Aussen- und Innensicht auf den Boden.

    Heidel hat, obwohl er seit über einem halben Jahr weiß, dass er Sportvorstand auf Schalke wird und bereits seit dreieinhalb Moanten im Amt ist, zum Bundesligastart nur in wenigen Ansätzen einen die Abgänge kompensierenden Kader präsentieren können. Farfan, Draxler und Sane wurden auch von ihm nicht mal in Ansätzen ersetzt. Matip nur durch den hüftsteifen (westen.de; spiegel.de) Naldo. Heidels in Mainz erprobtes defensives Methusalemkonzept, also auf die große Erfahrung älterer Spieler in der Abwehr zusetzen, geht auf Schalke erstmal nicht auf. Der eine Neuzugang zollte bereits der höheren Verletzungsanfälligkeit im Alter Tribut, der andere mit seinen 34 Lebensjahren, der abnehmenden Beweglichkeit.

    Nix gegen Caliguri, der nun als Ersatz für Farfan und Sane bei Allofs in Wolfsburg angefragt wird. Aber wenn durch Farfan, Draxler und Sane 90-100 Mill. Euro eingenommen werden und es kommt dann Caliguri, setzen sich meine Zweifel, ob C. Heidel aktuell der Sprung vom Mainzer Tante Emmaladen in den Konzern Schalke ausreichend gut gelingt, fort.

  10. Lucho sagt:

    Als ich die Aufstellung las, war mir schon unbehaglich zumute, aber ich war noch voller Hoffnung (schließlich kommt es ja auf die Ein- nicht auf die Aufstellung an). Da aber keine Einstellung erkennbar wurde, bestätigten sich leider alle Vorbehalte. Caicara und di Santo auf einer Seite, Aogo und Geis im defensiven Mittelfeld (was sich allerdings mangels Alternativen kaum verhindern ließ). Diese beiden sind technisch feine Fußballer, lassen aber für diese Position zwei zentrale Kompetenzen (Zweikampfhärte, Schnelligkeit) vermissen.
    Hoffnung macht nach diesem ernüchternden Start allein der Eindruck, dass bei den Transfers die richtigen Schwachpunkte (Außenverteidiger, defensives Mittelfeld) erkannt wurden. Schlimm zu erkennen, wie sehr uns Coke jetzt schon fehlt.
    12 Mio. für Caligiuri (28, noch ein Jahr Vertrag) zu zahlen, halte ich, mit Verlaub, für abenteuerlich. Dann lieber einen jungen Mann wie Reese konsequent aufbauen.
    Wir werden sehr viel Geduld brauchen.

  11. idioteque sagt:

    Warten wir doch einfach mal die nächsten Wochen ab, wenn Schalke dann immer noch so spielt, wie sie das gegen Frankfurt getan haben, kann man immer noch mal wieder alles für gescheitert erklären.

    Schalke hat erst ein (zugegeben grausiges) Pflichtspiel gespielt, aus dem man nicht zu viel ableiten sollte. Die Neuzugänge sind noch nicht wirklich integriert, sofern sie überhaupt schon da sind. Man hat deutlich gemerkt, dass Kreativität aus dem Mittelfeld fehlte. Meyer war anscheinend noch nicht wieder ganz auf der Höhe nach Olympia, Geis hatte einen richtig schlechten Tag, und ansonsten gab es noch niemanden, der Impulse setzen kann und schon mehr als drei mal mit der Mannschaft trainiert hat. Mit Bentaleb ist es gleich besser geworden. Wenn die Abläufe noch nicht nicht ganz sitzen, der Gegner am Anfang überraschend aggressiv spielt und auch noch einer der IV einen schwarzen Tag hat, kann dann so ein Spiel herauskommen.
    Die Transfers sind auch noch nicht abgeschlossen, also lohnt es sich noch nicht darüber zu klagen, dass bestimmte Spieler nicht ersetzt worden wären oder über Spieler, die vielleicht laut Bild-Zeitung kommen sollen.

    Etwas Geduld und Gelassenheit wäre aus meiner Sicht auf alle Fälle angebracht.

  12. ebbe04 sagt:

    Als ich die Aufstellung sah , ahnte ich schon was mich erwartet.
    Trotzdem war ich hinterher total schockiert über diesen Auftritt.
    Wie kann man sich von einer jungen , neuformierten Frankfurter
    Truppe so vorführen lassen ? Keine Agressivität , kein Pressing ,
    und wie immer auch kein Tempo. Ich glaube Christian Heidel
    weiss erst seit Samstag wirklich , was für eine Mammutaufgabe
    da vor ihm liegt. Wir drücken ihm alle die Daumen .

  13. joha sagt:

    Es wird ein paar Monate dauern, Weinzierl war in Augsburg auch kein guter Start-Sprinter. Ich weiß nicht, ob man es am Tabellenplatz sehen wird, aber ich rechne mit deutlich mehr überzeugenden Vorstellungen als vergangene Saison.
    Zum Spiel: Caicara ist ein guter Typ, aber leider als Rechtsverteidiger defensiv nicht bundesligatauglich. Ich denke, dass Höwedes gegen Bayern da stehen wird. Di Santo wird nicht mehr auf dem Flügel spielen und Aogo nicht mehr auf der Sechs. Das defensive Mittelfeld wird künftig eh anders aussehen und hoffentlich ein paar klügere offensive Spielzüge ermöglichen. Huntelaar erinnert an Ebbe Sand in dessen letzter Saison, nur dass ein Kuranyi-Äquivalent fehlt – Huntelaar als einzige Spitze in einem Auswärtsspiel ist bei dessen Lauftempo in 95 Prozent der Szenen eine Qual. Vielleicht klappt es mal wieder mit einer Doppelspitze vorne.
    Was weiterhin Sorgen macht, ist der einfach auszurechnende Spielaufbau. Frankfurt ist wie so viele Gegner auf Fährmann und die Anspielstationen hinten gegangen und hat so eigentlich alle der resultierenden langen Bälle abgefangen. Wenn sich das nicht ändert, werden wir weiterhin von einer großen Effizienz vorne abhängig sein, und das ohne Leroy.

  14. Carlito sagt:

    Der Spruch wir gehen nicht wegen des Fußballs auf Schalke, sondern trotz des Fußballs, passt mal wieder. Aber hey, viel Luft nach oben, kann also eigentlich nur besser werden.

  15. meinzu sagt:

    Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder “mein“ Schalke. Aller Anfang ist schwer und wir werden es weiter üben müssen. Geduld.
    Die Einwechselungen geben Hoffnung, diese Geduld aufbringen zu können. Irgendwann.

  16. ReinerEdelmann sagt:

    Für mich ist Bentaleb der positive Moment – er hat in 15 Minuten mehr offensive Klarheit im Spiel gehabt, als Meyer in einer Saison. Möglicherweise kann er, obwohl nicht für die Position geholt, gar die jahrelange Baustelle „10er und Kreativität“ schließen.

    Die anderen Baustellen (Außenverteidiger, 6er) bleiben leider vorerst, zudem haben wir die Baustlle Innenverteidigung geöffnet. Hier spielt Höwedes eben wie Höwedes und Naldo erweckt den Eindruck, dass er den Zenit überschritten hat. Kann es Nastajic richten? Ich habe meine Zweifel.

    Und dass wir vor dem Spiel gegen Bayern ernsthaft nachdenken, ob Höwedes oder Riether, beide auf dieser Position nur mit größtem Wohlwollen bundesligatauglich, gegen Ribery spielen sollten, ist ein Armutszeugnis.

    Caligiuri? Halte ich für einen guten Spieler; aber 14 Mio. und den übervollen Kader weiter füllen? Was ist z.B. mit Schöpf?

  17. Zeitspieler sagt:

    @ Torsten:

    „Nach Jahren mit einem vergleichsweise langsamen Spielaufbau und ohne Gegenpressing ist ein Team nicht in einer Vorbereitung umzuerziehen.“

    Das das nicht so lange dauern darf, hat zum Beispiel Daniel Stendel in Hannover gezeigt. Er hat das seiner Mannschaft innerhalb einer Woche beigebracht, nachdem Ottmar Schaaf freigestellt wurde. Allerdings hat er auch einige seiner Jugendspieler mit in den Bundesligakader hochgezogen. Als zweites Beispiel kann man Niko Kovac nehmen, der das den Frankfurtern wohl in der Sommerpause beigebracht hat.

    Ich sehe aber überhaupt nicht schwarz. Dieses Ergebnis geht ganz alleine auf Markus Weinzierls Kappe. Er hat sich von den Frankfurtern taktisch in den ersten 15 Minuten überraschen lassen, dann aber reagiert und das Spiel unserer Mannschaft wurde Stück für Stück besser.
    Der eigentliche Fehler scheint mir zu sein, dass die Frankfurter in der Vorbereitung nicht oder nicht ausreichend beobachtet wurden. Wenn das jetzt noch dazu führt, dass Naldo links in die Innenverteidigung kommt, Nastasic rechts und Höwedes rechter Außenverteidiger wird, wird alles besser gegen die Bayern. Wie man eine Mannschaft ausspielt, die im Mittelfeld stark presst, könnte sich Weinzierl bei den Spielen von Hannover 96 unter Mirko Slomka anschauen.

  18. Andreas sagt:

    Im Großen und Ganzen wurde ja alles zum Spiel geschrieben. :-(

    Auch ich hatte große Lust auf Schalke, stand vor dem Spiel(wie ein kleiner Junge) freudestrahlend im Garten und habe die Fahne gehisst.
    Leider musste ich mich am Ende des Tages wieder ärgern, dass ich den Samstag Nachmittag vorm TV verbracht habe.

    Zum Spiel selber fällt mir zusätzlich noch ein:
    Unsere ruhenden Bälle sind in letzter Zeit völlig ungefährlich.
    Bis auf die eine Chance vom Hunter verpuffen alle Freistöße und Ecken in regelmäßiger Harmlosigkeit.
    Frage: Wird sowas im Trainig geübt? Sieht ja nicht wirklich so aus.
    Evt sollte man da mal mehr variieren und nicht immer nur auf Geisi setzen.

  19. Di Ospeo sagt:

    Leider scheinen wir mittlerweile die einzige Mannschaft in der BuLi auf dem Platz stehen zu haben, die weder Pressing noch Gegenpressing spielen kann und somit gegen jeden Gegner Probleme bekommen wird.

    Die Aufstellung war – wie viele bereits angemerkt haben – auch für mich überraschend, aber trotzdem hätte ich mir eine völlig andere Einstellung und mannschaftliches Zusammenspiel erhofft. Die ersten 20 min. des Spiels, in denen Frankfurt uns streckenweise vorgeführt hat, waren nicht nur aufgrund individueller Fehler schlecht, sondern vor allem wegen eines nicht funktionierenden Kollektivs.

    Auch ich möchte nach einem Spiel noch nicht alles schwarz malen, aber dieser Auftritt war schon sehr ernüchternd.

    Positiv stimmt mich, dass sowohl Heidel als auch Weinziel nichts schön geredet haben. Vielleicht ist es gut, dass die große Euphorie nun direkt am Anfang verflogen ist und das neue Gespann zeigen kann, wie man die vorhandenen Probleme kontinuierlich, ruhig und sachlich „wegarbeitet“…

  20. Thomas1904 sagt:

    Nach einem Spiel möcht ich nich alles in Frage stellen. Wir müssen den neuen Besen noch Zeit geben. Was ich am Samstag aber gesehen hab hat mich in meiner Meinung aus der vergangenen Saison bestärkt: Matip „war“ ein unglaublich starker Innenverteidiger in der Defensive und auch im Spielaufbau und auch Neustädter „war“ überdurchschnittlich!!! Der schwächste Innenverteidiger ohne jede Kreativität im Spielaufbau ist unser Spielführer. Hier kann man nur auf Nastasic und Naldo hoffen. Caicaro ist kein Aussenverteidiger und mit ihm und dem defensiven Mittelfeld Aogo und Geis tut sich jede Abwehr extrem schwer. Diese Baustellen müssen erkannt werden, Meyer wird auch wieder bessere Spiele machen, der Hunter wird wieder 20 Buden machen und der Kurzauftritt von Bentaleb lässt hoffen.

  21. Roman sagt:

    Alles sehr gute und richtige Kommentare hier. Die Euphorie um Weinzierl und insbesondere Heidel ist erstmal wieder geerdet. Beide haben die Euphorie aber gar nicht besonders geschürt, das kam eher von Fan-Seite (etwa Heidel-Gesänge im Trainingslager). Ich möchte da aber dennoch zwei – wenn auch kleinere – Ausnahmen anführen:

    Die Präsentation des Embolo-Transfers auf der MV. Das war „too much“, vielleicht aber der allgemeinen Situation im Verein geschuldet. Es musste etwas Show gemacht werden. Halte es wie schon hier geschrieben, dass man erst dann jubeln sollte, wenn Embolo die ersten Tore geschossen hat.

    Das kleinere Nachtreten von Heidel gegen Heldt. Ist vielleicht auch von vielen gar nicht so wahrgenommen worden. Heidel hat einige Änderungen auf der Geschäftsstelle angestoßen, allerdings nicht ohne zu betonen, dass die bisherige Situation so nicht professionell war.

    Und die bisher „leisen“ Transfers, die man so aus der Schalker Vergangenheit nicht gewohnt war. Ob das wirklich am neuen Manager liegt oder an einem neuen Schweigegelübde im Aufsichtsrat? Man weiß es nicht.

    Das alles führt dazu, dass man als Fan automatisch denkt: Das kann doch gar nicht sein, dass so in der Vergangenheit gearbeitet wurde. Und: Jetzt wird alles besser.

    Manifestiert hat sich das auf einem „selbstgebastelten“ T-Shirt, das ich in Frankfurt sah: „Jetzt geht’s voran, dank Heidel Christian.“

    Es wird Geduld gefordert. Aber klar doch. Nach einem Spieltag stellt man natürlich nicht alles in Frage, das wäre ja auch völliger Quatsch. Man muss sich aber auch nicht wundern, dass die geschürte Euphorie nun nach dem ersten Misserfolg zurückschwappt.

  22. Christian sagt:

    Ein Auftaktspiel das selbst einen hartgesottenen Schalker sprachlos macht.
    Nach dem Audi Fanclub kommen Hertha, Köln und Hoffenheim – dann wissen wir mehr.
    Gerade Hoffenheim hat gestern gezeigt, wie es gehen muss:
    Ein ungenaues Anspiel des RBL am TSG Strafraum, 20 Sekunden später Tor auf der
    Gegenseite. Und ja da war es auch warm!

    Wenn die Neuzugänge halten was sie versprechen, dann bin ich optimistischer, aber
    die Breite im Kader haben wir dann immer noch nicht. Auch ein Weinzierl wird mit
    Aogo, Caicara, di Santo und leider auch Geis keine Wunder bewirken.
    Bei Caicara fehlt es schlicht an der Qualität für die Bundesliga und den anderen fehlt
    es an der Grundschnelligkeit. Auch bei Kolasinac habe ich mittlerweile den Eindruck,
    mehr sitzt nicht drin – da ist einer in seiner Entwicklung stehen geblieben.

    Wenigstens die 2. Runde DFB Pokal scheint problemlos zu werden.

  23. CarstenS04 sagt:

    soooo… nun sind se alle wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet…
    der erste Zauber ist verpufft und MW kocht auf kleiner Flamme…

    um so mehr Sprüche im Vorfeld… um so tiefer der Fall

  24. GeVe sagt:

    Zitat Heindel: „Einen Spieler, der es nicht verträgt, wenn der Gegner den Ball hat. So jemand fehlt uns“.
    Nicht nur einer viele fehlen uns.

  25. Ney sagt:

    Andererseits hätte klar sein können, dass auch Markus Weinzierl nicht zaubern kann. Nach Jahren mit einem vergleichsweise langsamen Spielaufbau und ohne Gegenpressing ist ein Team nicht in einer Vorbereitung umzuerziehen.

    Dass man vor 2 Jahren einen erfolgreichen Trainer vom Hof gejagt hat, weil der bei Sky-Interviews so doof rüberkommt, hätte man sich vielleicht sparen können, dann wäre die ständige Umlernerei nicht nötig.

    Aogo, Caicara, Geis möchte ich nicht unbedingt mehr in der Startelf sehen. Geis muss aufpassen, sich nicht zum Flop zu entwickeln. Ausgenommen die Spieler aus der eigenen Jugend, wird jeder auf Schalke schlechter, heißt es.

  26. Di Ospeo sagt:

    @blues: das Spiel in Frankfurt hat gezeigt, dass es so einiges zu kritisieren gibt. Die Transferpolitik von Heidel allerdings gehört m. E. nicht dazu: es sind Spieler für die richtigen Positionen verpflichtet worden, von denen mit Coke leider schon ein wesentlicher Baustein ausfällt – die anderen geben erstmal Anlass zu Hoffnung. Bei Farfan gebe ich dir Recht, der ist mit Abstand nicht 1:1 ersetzt worden. Mit Draxler und Sane haben wir Spieler abgegeben, die auf Schalke maximal den Status „Perspektivspieler“ inne hatten – wenn beide konstant gute Leistungsträger auf hohem Niveau gewesen wären, könnte ich dir auch hier Recht geben. Waren aber m. E. beide nicht.

  27. Thomas25 sagt:

    „Ohne Fußball ist es auf Schalke viel harmonischer.“

    … ein Satz für jedes Poesie-Album!Genial! Ich glaube der Grimme-Preis ist für dieses Jahr vergeben! ..:)

    zu di Santo auf rechts den außen:

    was für eine Idee! Ich nehme einen Torjäger(war er ja mal in Bremen) und sage zu ihm: Ab jetzt schägst Du Flanken auf den Hunter!…irre! Hat letztes Jahr nicht im Ansatz funktioniert, aber wurde wieder die ganze Vorbereitung gemacht. Ich dachte zuerst das ist ein Witz!… stell Dir vor dein Chef kommt morgen zu Dir und sagt: Ab morgen operierst Du nicht mehr im Op sondern gehst dem Kantinenkoch zur Hand! …so ungefähr..

    zu Choupo auf außen:

    kaum zu ertragen.

    2 Stürmer, der Hunter plus ein schneller Mann, was weder die Santo noch der Choupo sind wäre vielleicht die Lösung. Zumindest hat der Hunter in solchen Verhältnissen oft besser ausgesehen, z. B. in Dortmund als Leory ihm einen aufgelegt hat, oder in Amsterdam mit dem Suarrez alles kaputtgeschoßen hat.

    So, nächsten Freitag Bayern…mal schauen…zumindest mal einen ordentlich Fight möchte ich sehen, von mir aus auch mit gelben und roten Karten. 6 Dinger bekommen die Bremer und keiner fliegt vom Platz oder blutet…aber das ist ein anderes Thema..

  28. crisscross04 sagt:

    „Ohne Fußball ist es auf Schalke viel harmonischer.“
    Bester Spruch des Spieltags. :-D

    Oder: Vielleicht wird das aufgrund des großes Umbruchs eine Übergangssaison werden… ;-)

    Ich will nicht jetzt schon wieder alles schwarz sehen, aber diese Leistung am Samstag war schon eine ganze harte Nummer. Und sie liefert praktisch gleich eine Gebrauchsanleitung für unseren zukünftigen Gegner mit, wie man gegen S04 spielen muss, damit wir konzept- und ideenlos auf dem Platz umherirren.

    Eigentlich hat sich gar nichts geändert. Wie sagte ein Reporter am Samstag: „Dieses Spiel bzw. diese Spielweise hätte auch unter der Leitung von Breitenreiter oder Di Matteo so stattfinden können.“ Ein größeres Armutszeugnis kann man der Mannschaft und eigentlich auch der Führungsetage nicht ausstellen.

    Ich dachte bisher auch, dass die Qualität der Mannschaft ausreicht, um oben „mitzuspielen“. Ich glaube, dass war mein gravierender Fehler. Seit 2011 ist uns zuerst Bayern und dann unsere Nachbarn davongezogen und nun scheinen noch Leverkusen, Gladbach und evtl. auch Wolfsburg dazuzukommen.

    Am Samstag hat man gesehen, dass neben der taktischen Einstellung auch die individuelle Qualität fehlt. Di Santo, Caicara, Geis, Aogo und an diesem Tag leider auch Naldo waren einfach zu viele (Qualitäts-)Ausfälle, um einen Gegner wie Frankfurt zu besiegen. Wie gesagt, wir reden von Frankfurt…

    Unser Gegenpressing war dilettantisch, das Spiel nach vorne ideenlos, die Standards zu harmlos und der Wille zum Sieg praktisch nicht vorhanden.

    Und ehrlich gesagt fand ich auch die Analysen von Heidel, Weinzierl und einigen Spielern nach dem Spiel zu trivial. Alle beisammen reden NUR von den verpassten ersten 15-20 Minuten. Und was war mit den 80 Minuten (inkl. Nachspielzeiten) danach? War das Spiel danach besser?! OK, Frankfurts Gegenpressing war aufgrund der Wetterverhältnisse nicht mehr ganz so aggressiv und dadurch sahen wir nicht mehr ganz so „lächerlich“ hilflos aus. Aber von uns kam weder eine kämpferische noch spielerische Gegenreaktion. Die Spieler haben sich alle gegenseitig angeschaut und man konnte praktisch ihre Verwunderung aus ihren Gesichtern herauslesen. „Wir dachten eigentlich, dass wir besser sind“ schienen sie zu denken. ;-)

    Ja, die Einwechslungen haben ein klein wenig bewirkt. Aber ist das so ungewöhnlich? Gerade die neuen Spieler müssen sich ja beweisen. Und ob Bentaleb das zukünftige Allheilmittel ist, wird sich auch noch zeigen müssen, wenn er mal einen guten Gegenspieler auf seinen Schlappen stehen hat.

    Es geht mir auch gar nicht so sehr um die Niederlage. Das kann passieren, auch wenn es gegen so einen Gegner mit so eingeschränkten spielerischen Mitteln nicht passieren sollte. Es geht mir eher um die Art und Weise. Ich habe am Wochenende sehr viele Spiele gesehen, aber keine Mannschaft war insgesamt so „schlecht“ wie wir.
    Außerdem stelle ich mir die Frage, wo bei den ganzen Einkäufen unsere talentierte Jugend noch eingebunden werden soll?
    Alles in allem ist das schon zu Saisonbeginn sehr ernüchternd. Wie sagte gestern ein Sport 1 „Experte“ beim Doppelpass: Der Mannschaft fehlt es an Qualität und sie wird, wenn alles gut und optimal läuft, Platz 5 erreichen.

    Wenn es so kommen sollte, wird sich zeigen, ob sich der Vorstand (undKonsorten) mit dem Ergebnis zufrieden gibt. Eins ist nach diesem Saisonstart sicher: Wir brauchen alle einen langen Atem! ;-)

    Glück auf!

  29. Flo Kno sagt:

    Ich möchte an letzte Saison erinnern, die mit 1 Sieg gegen die Übermannschaft Werder Bremen begann, dem dann ein 1:1 gegen den CL-Kandidaten Darmstadt folgte sowie eine 0:3 Klatsche gegen Golfsburg.

    Danach kamen spielerisch völlig überzeugende Auftritte wie der verdiente 1:0 Sieg gegen Stuttgart dazu.

    Das kollektive S04-Gedächtnis erinnert sich gerne an damals, denn es war bekanntlich der beste Saisonstart der Neuzeit.

    Damit will ich das Spiel gegen Frankfurt nicht schönreden, aber entscheidend ist doch wohl in welche Richtung der Pfeil in den nächsten Wochen zeigt.

  30. blues sagt:

    @Di Ospeo
    Leroy Sane war bis zu seinem Abgang vieles, aber den Status als Perspektivspieler hatte er längst nicht mehr inne. Leroy Sane war an 14 der 51 Schalker Bundesligatore in der letzten Saison beteiligt. Der Youngster hat uns mMn die Saison gerettet. Anders ausgedrückt, agieren Perspektivspieler auf dem Level von Sane, würde ich mir nur noch „Perspektivspieler“ wünschen, die für uns auflaufen.

    Dass Draxler spätestens im nächsten Jahr für über 70 Mill Euro weiterverkauft wird, ohne dass er sich prägnant weiterentwicklet hätte, spricht am Ende auch dafür, dass er den Status Perspektivspieler auf Schalke bereits weit hinter sich gelassen hatte.

    PS. Joel Matip war an 8 der 51 Schalker Tore in der letzten Sasion beteiligt.

    Der Verlust an spielerischem Vermögen, wurde von Heidel bisher leider nicht einmal ansatzweise kompensiert.

  31. Di Ospeo sagt:

    @blues: Sane hat in der letzten Saison partiell klasse Leistungen gezeigt, gar keine Frage. Der Junge hat ein Riesenpotential. Nichtsdestotrotz ist auch er noch kein gestandener Profi, der über mehr als eine Saison hinaus konstant gute Leistungen gezeigt hat, sondern eine „Wette“ in die Zukunft. Die astronomischen Transfersummen haben mit dem aktuellen Wert eines Spielers sowieso nichts mehr zu tun, sondern zeigen eher, was man sich von einem Spieler zukünftig verpricht. Daher kann ich mit der Entscheidung Heidels, 50 Mio. mitzunehmen und sich damit in den „Schwachpunkt-Mannschaftsteilen“ zu verstärken, durchaus nachvollziehen. Die allerersten Erkenntnisse in Frankfurt stimmen zumindest positiv, dass wir uns im defensiven zentralen Mittelfeld – der eklatantesten Schwachstelle dieses Teams – spielerisch und kämpferisch sehr verstärkt haben.

    Das gleiche gilt selbstverständlich für Embolo auf Kaufseite. Mal sehen, wie er sich in entwickelt.

    Wünsche uns allen, dass sich insbesondere das Kollektiv im Zussammenwirken deutlichst verbessert… Glück auf.

  32. Fred Jupiter sagt:

    Sehe für Aogo, Di Santo und Caicara keine Zukunft auf Schalke. Geis und Kolasinac sind nicht mehr als Backups.
    Meine Hoffnung: Naldo steigert sich, Mayer erholt sich von Olympia, Goretzka wird schnell wieder Fit. Bentaleb, Baba und Embolo spielen von Beginn an und noch ein Offensivspieler und einen Außenverteidiger für Rechts werden verpflichtet(Als Coke-Ersatz, den ob Riether bis zum Winter in 3 Wettbewerben spielen kann bezweifle ich) .

    Hatte die Hoffnung, dass der Umbruch schneller gestaltet werden kann. Aber es sind wohl zu viele Altlasten, welche beseite geschaffen werden müssen.

    Do it Heidel&Weinzierl!

  33. BlueNote sagt:

    Da ich mir nur noch Samstagsspiele angucke, bin ich über alle Maßen froh darüber, dass ich die nächsten Monate gewiss sehr gutgelaunte und ärgerfreie Wochenenden verbringen darf.

  34. Nordlicht sagt:

    Also, bei aller Liebe und allem Verständnis: Aber 6 Wochen Vorbereitung, um den Leuten beizubringen, dass sie vorne draufgehen sollen und pressen müssen, sollten reichen. Wir reden hier nicht von irgendwelchen filigranen Winkelzügen. Wir reden hier davon den Gegener zu beackern. Das ist ganz einfach nur Wille und Lust.

    Wenn 6 Wochen Zeit nicht reicht, dann ist die Truppe einfach vom Kopf her nicht in der Lage, es zu machen. Dann reicht es halt nicht. Mit dem Großteil der Spieler, die wir am Samstag auf dem Platz gesehen haben, werden wir nie besseren Fussball zu sehen bekommen. Der dritte Trainer, die X-Vorbereitung, der gleiche Rotz. Es lag also nie an den Trainern. Die Mannschaft ist einfach so.

    Als Beweis taugt doch da unser Neuzugang. Er war keine 6 Wochen dabei und hat sofort mehr Offensivdrang und Aktionen gezeigt, wie der Rest der Truppe in den 70 Minuten zuvor. Vielleicht auch nur deshalb weil er so kurz da ist und noch nicht angesteckt werden konnte.

    Nun ja. Nehmen wir es als gutes Omen, das es nicht so losgeht und endet, wie in der letzten Saison. Ich bin immer noch guter Dinge. Immerhin weiss man jetzt woran man ist und welche Spieler aussortiert gehören.

  35. Blauhai sagt:

    Was ich fast genauso schlimm wie die Leistung der Truppe finde, ist die subtile und negative Vereinspolitik ala “blues“ und Konsorten die hier durchkommt. Denn auch die Personalie Heidel ist ja ein Baby von C.T.
    Da wird sich ja fast schon gefreut, dass das Spiel verloren gegangen ist, damit die positive Einstellung zur neuen Crew endlich wieder nach unten geht.
    Was das Spiel angeht, ich war nicht so überrascht als ich die Aufstellung sah, zu viele in der Startaufstellung die genau wissen, dass sie bald nur noch 2. Wahl sind. Damit zeigte sich vorbildlich die Einstellung. Besonders der FAULE Apfel Aogo möchte ich nicht mehr sehen.

  36. leoluca sagt:

    Mir ist die Kritik an Heidels Transferpolitik, die hier und da geäußert wird, zu kurzatmig.

    Erstens ist nach einem halben Dutzend Neuzugängen der neue Kader noch nicht komplett. Mindestens ein schneller Flügelspieler wird kommen und dass jetzt auch der franz. Nationalspieler Kurt Zouma vom FC Chelsea im Gespräch ist, kann man spätestens nach dem Spiel in Frankfurt nachvollziehen. Zouma spielt Innenverteidigung und kann auch rechte Außenbahn.

    Zweitens hat natürlich auch, vielleicht sogar gerade auch die Schalker Personalpolitik mit der Explosion der Transfersummen zu kämpfen, so dass Heidel ungewollt in die Last-Minute-Zone gerutscht ist. Mit den beiden Franzosen, Stambouli und Bentaleb, war man sich, folgt man den Informationen der Süddeutschen Zeitung, sehr viel früher bereits einig, weil man sie für die Saisonvorbereitung haben wollte. Doch dann folgte in den Gesprächen mit den alten Arbeitgebern Paris St. Germain und Tottenham Verzögerung auf Verzögerung.

  37. Roman sagt:

    @Blauhai: Du meinst ernsthaft, hier freut sich jemand, wenn Schalke sich Grütze zusammenspielt? *** kopfschüttel ***

    Ich weiß nicht, ob Du in Frankfurt warst, aber dort hat niemand „Heidel raus“ oder „Weinzierl raus“ skandiert. Vielleicht war das keine taktische Meisterleistung des Trainers, aber von solchen Rufen sind wir (zum Glück) sehr weit entfernt. Über die Aufstellung wurde schon genügend diskutiert, ich habe auch mit meinem – zugegebenermaßen recht laienhaften – Fußballsachverstand feststellen müssen, dass die Außenverteidiger viel zu hoch standen und dadurch mit recht simplen langen Pässen ein ums andere Mal überspielt wurden und die beiden Innenverteidiger auch keinen so guten Tag hatten, um das zu kompensieren.

    Aber die Hoffnung besteht ja auch weitestgehend, dass das in der Zukunft sich noch bessern wird.

    Ich kann mich übrigens auch nicht an „Breitenreiter raus“-Rufe in der Vergangenheit erinnern. Will heißen: Die Schalke-Fans sind lange nicht so ungeduldig wie man sie gemeinhin darstellt. Die „positive Grundeinstellung“ hat sich allerdings im Vorfeld schon zu einer Art Euphorie entwickelt. Da fällt man eben nach einer solch ärgerlichen Niederlage nochmal tiefer. Wundern muss man sich darüber nicht.

  38. Torsten sagt:

    Wir müssen jetzt nicht ernsthaft darüber diskutieren, ob Kritik an Heidels Transferpolitik heute angemessen ist oder nicht, oder?! Gute Güte, es ist der 29.08., die Transferperiode ist noch nicht beendet und von den Neuzugängen haben 2 noch keine Minute und einer 17 Minuten mitgespielt.

    blues wird seinen Spruch mit „Methusalemkonzept“ nach jeder Niederlage bringen, und vermutlich bekommen wir bei nächster Gelegenheit auch wieder das „Zurückrudern“ in der Öffentlichkeitsarbeit präsentiert. Er sieht es eben gerne so. Jedem das seine. Aber solche Sachen werden eben auch durch Wiederholung nicht richtig.

  39. polarfuchs sagt:

    Was sich in Frakfurt abgespielt hat hätte ich nicht geglaubt hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen. Wieder einmal totale Leere. Was das für Fussballer sind, was in deren Köpfen vorgeht kann vermutlich nicht einmal ein Psychologe erklären. Kein Eisatz, keine Laufbereitschaft, kein Selbstbehauptungswille.
    Viles ist ja bereits gesagt und erfreulich sachlich. Etwas ist aber auffällig. Gegen Frankfurt gab es wieder einmal einen Elfmeter gegen uns. In den Vorbereitungsspielen waren es glaube ich 3 oder 4. Das geht gar nicht, spricht nicht für unsere Defensive.

  40. Lattenknaller sagt:

    „Wir wussten, dass die Schalker Verteidiger unbeweglich sind, wenn es in die Tiefe geht.“ – Niko Kovac

    Kleiner TV-Tipp: Heute um 18:15h auf Eurosport1 sitzt Christian Heidel live (!) beim Kicker.TV-Talk zum Thema „Transferwahnsinn“. Hat anscheinend genug Zeit der Mann.

  41. Blauhai sagt:

    @Roman: dann mal bitte, was wird denn hier durch die „Blume“ ausgesagt?

    Zitat, blues: War ja schon nicht mehr mit anzusehen, wie durch die Mischung von Vorschusslorbeeren, Lobhudelei und Schönfärberei für Heidel und Weinzierl, das Blau-Weiße bereits stark ins Rosa-Rote changierte. Insofern hat die Niederlage an diesem Punkt für mich auch ihr Gutes, denn sie bringt das neue Doppelgespann in der Aussen- und Innensicht auf den Boden.

    Der Hammer ist: insofern hat die Niederlage an diesem Punkt für mich auch ihr Gutes !!!! Sorry, aber diese Art von Menschen möchte ich im Stadion nicht neben mir haben.

  42. Nordlicht sagt:

    Die Mannschaft ist einfach nicht besser als das was wir zu sehen bekommen.

    Drei Trainer. Alle unterschiedliche Charaktere und Vorstellungen von Fussball und immer noch den selben Einheitsbrei auf dem Feld.

    Ich kann nicht verstehen warum die gleiche Mannschaft wie in der letzten Saison auf dem Platze stand. MW wird sich was dabei gedacht haben und wenn es nur dazu da gewesen ist zu erkenne was diese Spieler wirklich können wenn es ernst wird. Bisher war ja alles nur Geplänkel.

    Wenn es nicht gefühlte 50°C wärmer und nicht 4 Std früher gewesen wäre und wären nicht die ersten 15 Frankfurter Minuten gewesen… ich hätte meinen können ich wäre bei „Zurück in die Zukunft“ gewesen.

  43. Nordlicht sagt:

    und ich möchte noch anmerken, dass ich es nicht als Kritik an MW und CH verstehe.
    Die beiden müssen auch mit dem vorhanden Spielermaterial leben und aus einem Ackergaul macht man halt kein Rennpferd.

  44. McP sagt:

    Ich schließe mich der Meinung oben von Di Ospeo an: „Vielleicht ist es gut, dass die große Euphorie nun direkt am Anfang verflogen ist und das neue Gespann zeigen kann, wie man die vorhandenen Probleme kontinuierlich, ruhig und sachlich „wegarbeitet“…!“

    Ein zusätzliches Problem dieses Sommers hatte Heidel dann auch unterschätzt. Es war nicht möglich den Kader zum Trainingsauftakt zusammenzustellen, weil abgebende Vereine so lange wie möglich auf Anrufe aus England warteten. Hoffentlich gibt er bei Eurosport ein paar Einblicke was hinter den Kulissen so läuft.

    Ansonsten hat der Kader der letzten Saison noch mal gezeigt, dass – abseits von sportlichen und taktischen Fähigkeiten – eben auch Spirit/Einstellung fehlt. Also alles zu geben, auch wenn z.B. die Hitze elendig ist, speziell in Druckphasen des Gegners. Ich hoffe, dass die Teamchemie auf den Platz sich Stück für Stück verbessert. Dann könnten sicher auch ein paar Heldt-Transfers noch deutliche Leistungssprünge zeigen.

  45. Roman sagt:

    @blauhai: Kann blues ja noch was zu sagen.

    Ich kann Dir nur sagen, was ich dazu denke. Vorschusslorbeeren hat es genügend gegeben im Vorfeld. Sie kamen auch vom Aufsichtsratsvorsitzenden („Wir haben den Besten geholt …“ – vielleicht meinte er auch „Ich habe den Besten geholt“ – kleiner Scherz ;-)). Aber lange nicht nur von dort.

    Vor allem auf Fanseite hatte Heidel schnell einen Stein im Brett. Im Trainingslager gab es Christian-Heidel-Wechselgesänge („Christian!“ – „Heidel!“). Das ist – wie blues schreibt – die rosarote Brille.

    Wenn Du Dich mal in einigen Foren und Gruppen umschaust, dann wird dort ausnahmslos jeder Transfer von ihm abgefeiert. Und das, obwohl – Hand auf’s Herz – die allermeisten noch nie von den Spielern Bentaleb, Stambouli oder Embolo großartig vorher Kenntnis genommen haben. Eine differenzierte Sicht auf die Transfers findet selten statt. Der Königsblog mit seinen Kommentaren hier bildet da schon fast eine rühmliche Ausnahme.

    Heidel selbst ist die „Lobhudelei“ manchmal sogar etwas peinlich. Er selbst wiegelt ab und sagt selbst, dass ihm das zuviel ist und man erst sehr viel später seine Arbeit bewerten sollte. Was genau richtig ist.

    Die Niederlage hat in der Tat also erst einmal dazu geführt, dass viele nun sehen, dass die Realität nicht mit ihrem Wunsch übereinstimmt. Kein Rosarot, sondern eben doch „nur“ Blau-weiß. Und das ist für viele ernüchternd. Mir scheint diese nüchterne Betrachtung aber auf Sicht die bessere Variante zu sein. Wird schon so sein, dass die Niederlage bei vielen dazu führt, die rosarote Brille abzulegen, aber das heißt ja nicht, dass man nicht dennoch positiv grundgestimmt sein kann. Eine Niederlage gewünscht – da bin ich mir sicher – hat sich auch blues nicht.

    Er sagt ja eben nur, dass die (ärgerliche) Niederlage dazu geführt hat, dass man die rosarote Brille auch mal zwischendurch absetzt. Ich würde mich auch neben blues ins Stadion stellen, hätte ich gar kein Problem mit. Und auch neben einem Blauhai. Besser vielleicht genau dazwischen.

    Wir sind alle Schalker!

  46. ReinerEdelmann sagt:

    @ Roman,

    „Wenn Du Dich mal in einigen Foren und Gruppen umschaust, dann wird dort ausnahmslos jeder Transfer von ihm abgefeiert. Und das, obwohl – Hand auf’s Herz – die allermeisten noch nie von den Spielern Bentaleb, Stambouli oder Embolo großartig vorher Kenntnis genommen haben. Eine differenzierte Sicht auf die Transfers findet selten statt. Der Königsblog mit seinen Kommentaren hier bildet da schon fast eine rühmliche Ausnahme.“

    Nicht ganz – also ich mich damals hier skeptisch zum Naldo-Transfer äußerte, ging es schon recht hart zur Sache. (Juckt mich aber nicht…)

    Dabei muss man doch nur etwas genauer schauen: Er wird am 10.09. 34, ist teuer und hat einen „Rentenvertrag“ bekommen – es war in meinen Augen ein typischer Schalke-Wechsel: Schatulle auf und bloß nichts mehr hinterfragen.

  47. Roman sagt:

    @ReinerEdelmann: Sehe das nicht im Widerspruch zu meiner Aussage, eher als Bestätigung. Die differenzierte Sichtweise auf den Naldo-Transfer ist ja dann durch Dich hier im Königsblog erfolgt. Das suchst Du in anderen Foren und Gruppen nahezu vergeblich, da wird eben nicht „genau hingeschaut“, sondern es wird „abgefeiert“.

    Und wenn man dann noch sagt „Aber die Gehaltskosten“, „Aber das Alter“, „Aber ein Rentenvertrag“, dann wirst Du andernorts – möglicherweise auch manchmal hier – als Nörgler oder Miesmacher hingestellt.

    Das Ganze gipfelt in Äußerungen wie „Die Schalke-Fans sind für den sportlichen Misserfolg mitverantwortlich“, hab ich schon oft genug lesen müssen und frage mich, ob ich dann lachen oder weinen soll.

  48. Bluewolf04 sagt:

    Zu der Mannschaftsleistung wurde weites gehend alles gesagt und ich war auch erschrocken welche Einstellung wir vor allem in der ersten Halbzeit gezeigt haben.

    Aber nicht nur die Einstellung passte mal wieder nicht, auch die Aufstellung konnte ich gar nicht nachvollziehen. Ich dachte schon Breitenreiter wurde gar nicht entlassen, es geht genauso weiter.

    Aber eines muss man sagen, in der Trinkpause der ersten Halbzeit wurde von Weinzierl schon eingegriffen und in der Pause und im Laufe der 2. Halbzeit durch Einwechslungen auch. Da sind wir schon ein Schritt weiter als unter AB, der dann mal wenn es schlecht lief ab der 70. Min. tauschte.

    Zu den Transferaktivitäten von Heidel wurde doch klar kommuniziert, das er zunächst im Defensivbereich den größten Handlungsbedarf sieht und da war nachweislich tätig. Wie gut diese Spieler einschlagen werden wir dann bald sehen. Klar fehlt es an Offensivkraft aber auch wurde der teuerste Transfer aller Zeiten getätigt und ein weiterer soll folgen.

    Schauen wir mal aber alles auf einmal geht sicher nicht.

  49. Altix sagt:

    Manche Kommentare hier finde ich schon ein wenig verwunderlich…

    Ja, wir haben einen neuen Manger und einen neuen Trainer. Ja, wir haben ein paar Neuzugänge, die aber teilweise erst kurz vor Toreschluss verpflichtet werden konnten und deshalb unmöglich integriert werden konnten. Und nein, es war nicht das letzte Spiel einer verkorksten Saison, sondern „nur“ das erste Spiel einer neuen Saison, von der keiner weiß, welchen weiteren Verlauf sie nehmen wird.

    Am Ende hat im Wesentlichen die Mannschaft in Frankfurt auf dem Platz gestanden, die wir die vergangenen Jahre „genießen“ durften. An den Spielern sind zwei, teilweise drei Trainer bereits gescheitert. Hat da wirklich irgendwer gedacht, MW oder CH können das jetzt mal eben zum Besseren umkehren? Keiner von beiden kann über Wasser gehen, hat Löcher in den Händen oder sonstige übernatürlichen Kräfte. Die Spieler, die in Frankfurt auf dem Platz standen, können es einfach nicht besser und sind zu einem großen Teil den Anforderungen schlicht nicht gewachsen. Vor allem deren Einstellung ist komplett daneben, und das nicht erst seit Samstag. Da hilft nur, den Kader weiter umkrempeln und die bisherigen Spieler sukzessive aus dem Kader zu streichen. Spieler wie Aogo, di Santo oder Caicara sind für mich hoffnungslose Fälle.

    Allein, ein solcher Prozess kostet einen Haufen Kohle und Zeit und ist nebenbei auch nicht ohne Risiko. Auch ein CH wird ab und zu mit seinen Verpflichtungen ins Klo greifen, so dass ein solcher Kaderumbau wenigstens ein oder zwei Jahre brauchen wird. Dazu kommen die aktuell absurden Ablösesummen und das Wissen um die jüngsten Transfererlöse für Draxler und Sané, was die Position für CH nicht erleichtert. Im Hauruckverfahren ist da meiner Meinung nach nichts zu machen, weshalb wir uns wohl oder übel mit Teilen des Kaders irgendwie arrangieren müssen.

    Ich sehe zur Zeit einen Manager, der andere Wege bei seinen Verpflichtungen beschreitet, als HH zuvor. Ich sehe auch, dass ganz offensichtlich viel weniger Infos zu anstehenden Transfers nach außen dringen, als dies bislang der Fall war. Beides gefällt mir. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ob die Trefferquote bei CH höher ist als bei HH, ob ein MW der bessere Trainer als AB, RDM oder JK ist, werden wir alles im Laufe der Zeit sehen.

    Meine persönliche Erwartung an die Saison ist ein fünfter Platz. Mehr nehme ich natürlich gerne mit, halte ich derzeit aber nicht für realistisch. Wichtiger als die nackte Platzierung ist für mich die Frage, wie diese zustande gekommen ist. Ob durch die Schwäche der Konkurrenz wie in den vergangenen Jahren, oder vielleicht einmal auf Grund einer höheren Anzahl überzeugend gewonnener Spiele. Ebenso wichtig ist mir, dass nach den Bayern und Dortmund nicht auch noch Gladbach und Leverkusen dauerhaft an uns vorbeiziehen. Kurz, es sollte eine deutliche Tendenz zum Besseren erkennbar werden, dann ist die Platzierung am Ende nicht ganz so wichtig.

    Ich für meinen Teil bleibe einstweilen ruhig und gelassen und versuche mich von diesem bei Schalkern krankhaften „himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt“ soweit es geht fernzuhalten. Samstag wurde ein Spiel verloren, es folgen 33 Möglichkeiten, es besser zu machen.

  50. Torsten sagt:

    Nicht ganz – also ich mich damals hier skeptisch zum Naldo-Transfer äußerte, ging es schon recht hart zur Sache.

    Aber hier griff gleich die Selbstreinigung der Gruppe und zog die Diskussion in ein vernünftiges Maß zurück. So hatte ich das jedenfalls empfunden. Ab hier.

  51. matz sagt:

    Zum Glück haben mich einige fehlerfreie Pressekonferenzen und der Umbau von Büroräumen nicht dazu verleitet, zu glauben, dass Christian Heidel nun auch noch persönlich Tore schießt. Mir ist sowieso schleierhaft, warum einige Fans meinen, ihre Abneigung gegen gescheiterte Manager oder Trainer (Heldt, Keller etc..) immer dadurch zum Ausdruck bringen zu müssen, dass sie jede Gefühlsregung ihrer Nachfolger zum Geniestreich erklären.
    Mich haben last-minute-Transfers und Leihgeschäfte beispielsweise bei Heldt extrem gestört und sie tuen es auch bei Heidel, wenn ich ihm auch prinzipiell mehr zutraue als seinem Vorgänger. Und dass einige Spieler nicht willens oder fähig sind, mehr abzuliefern, war auch schon im Pokal zu erkennen. Warum sollten sie auch plötzlich?

  52. Di Ospeo sagt:

    Spielertransfers hin oder her, wir werden sehen, was die neuen bewirken. Eklatant ist die fehlende Einstellung einiger Spieler, wie man in Frankfurt z. B. bei Choupo oder Meyer beobachten konnte: nach Ballverlust stehen bleiben, abwinken, lamentieren, anstatt zügig nach hinten umzuschalten. Das können momentan anscheinend 17 Mannschaften in der Bundesliga besser als wir, und die haben ganz andere Spieler im Kader (s. Frankfurt): individuell deutlich limitierter, aber mit der richtigen Einstellung auf dem Platz und als Kollektiv funktionierend. Das wird die größte Baustelle von MW sein, und ich bin sehr gespannt, welche Konsequenzen er hier zieht. Trotz der Transfers sehe ich hier eine große Chance vieler junger Spieler – z. B. Tekpetey – den vermeintlich Etablierten hier den Schneid abzukaufen. Darauf hoffe ich…

  53. Ney sagt:

    Nach all den Trainern, all den Vorbereitungen, warum wirkt die Schalker Mannschaft oft so tranig, so gedankenlahm, so ohne Feuer?

    Ist das eine Art unheiliger Mannschaftsgeist, der jeden Neuankömmling früher oder später mit hinunterreißt (also mal sehen, ab wann Embolo, Bentaleb, Stambouli und Baba so abgebaut haben werden wie Aogo, Geis, Caicara, di Santo etc.)? Einen Spirit ala „für die Mannschaft und den Verein alles geben“ sehen wir auf Schalke ja eh kaum mal.

    Kleine Hoffnung: dass es wie letzte Saison bei Gladbach und Leverkusen schlecht losgeht und dann deutlich besser wird.

    Schlechter geht ja auch kaum.

  54. Zeitspieler sagt:

    Was ein bisschen kurz kommt bei der Diskussion. Man kann die gegnerischen Mannschaften noch nicht so richtig einordnen. Vielleicht ist Frankfurt mittlerweile auch einfach deutlich stärker als bei den grässlichen Relegationsspielen. Vielleicht hat Kovac da auch ein starkes Team geformt, gegen das auch andere Mannschaften Probleme haben könnten. Vielleicht sind die das, was Hertha letzte Saison war?

  55. crisscross04 sagt:

    @Altix:
    Ich glaube, dein vorletzter Absatz bringt es auf den Punkt, warum so viele Fans schon wieder diese „eine“ Niederlage so dramatisieren. Sie haben durch MW und CH einen positiven, spielerischen Wendepunkt der letzten 4-5 Jahre erhofft und sind am Samstag nun „bitter“ enttäuscht worden, weil sie „im Westen nichts Neues“ gesehen haben.

    Gefühlt treten wir seit der Saison 2011/12, also mit dem Abgang von Raúl, trotz wiederholten Erreichen der CL und EL, spielerisch, taktisch und finanziell auf der Stelle. Die meiste Zeit haben wir in erster Linie vom Niveau bzw. Versagen der Konkurrenz profitiert und nicht die eigene Spielweise weiter entwickelt.

    Leider haben wir in der Zeit, also ab 2012, nicht nur den spielerischen, sondern auch den wirtschaftlichen Anschluss nach ganz oben verpasst. Und wenn wir nicht aufpassen, werden uns auch noch Leverkusen, Wolfsburg, Gladbach und wenn es ganz dumm läuft, auch noch RB Leipzig abhängen. Ich glaube, dass viele Fans dieses „Horrorszenario“ vor Augen haben.

    Aus meiner laienhaften Sicht kann ich nur schwer beurteilen, woran das lag oder liegt. Sicherlich sind viele, verschiedene Trainer selten gut, um Ruhe, Kontinuität und damit nachhaltigen Erfolg aufzubauen.

    Und sicherlich hat uns auch unsere Transferpolitik ein gutes Stück zurückgeworfen. Mir fällt auf Anhieb nach Raúl kein richtig erfolgreicher Transfer ein!? Aber mir fallen jede Menge Misserfolge (Bastos, Obasi, Edu, Marica, Afellay, Neustädter, Kirchhoff, Boateng, Szalai, Santana, Clemens, Friedrich, Aogo, Sam, Belhanda, Caicara, Geis, di Santo, Raphael) ein. Der letztgenannte schmerzt aus meiner Sicht am meisten, wenn ich sehe, was Raphael bei Gladbach abliefert.
    Sicherlich kann man über den einen oder anderen (Spieler-)Namen diskutieren, ob er zeitweise eine gute Saison gespielt hat. Aber keiner dieser Transfers hat uns sportlich und finanziell auf Dauer nach vorne gebracht. Und das Ergebnis sehen wir heute.

    Wenn jetzt durch CH und MW medienwirksam wieder einen Umbruch eingeläutet wird, ist es doch nur allzu menschlich, wenn viele Fans gleich die „rosarote“ Brille auspacken. Zu groß ist das Bedürfnis in der Zeit gewachsen, wieder dauerhaft erfolgreiche Spiele erleben zu dürfen. Ich finde das auch nicht schlimm, wenn Fans mit einer (meistens zu großen) Erwartungshaltung und Hoffnung in die neue Saison blicken. Im Gegenteil, es ist doch schön, wenn die Fans eher positiv in die Zukunft schauen. Ich glaube, kein Fan erwartet, dass der Erfolg sofort und jetzt eintritt. Aber einen gewissen Fortschritt zur letzten Saison möchte man dann doch sehen. Aber leider gab es den am Samstag nicht. Daher die „Schalker“ Tristesse…

    Aber warum ich dankbar sein soll, dass diese Euphorie jetzt durch diese unnötige Niederlage beendet ist, verstehe ich trotzdem ganz und gar nicht. Denn die drei Punkte werden uns am Ende schmerzlich fehlen und die Euphorie wäre ganz sicher auch gegen die Bayern gebremst worden.

    Aber zum Abschluss noch eine Frage: Kann man „Ecken schießen“ verlernen? Als Geis in der letzten Saison bei uns angefangen hat, waren seine Ecken für jede Abwehr kaum auszurechnen und sehr gefährlich. Sie waren gefühlt wesentlich flacher und härter geschossen. Nach seiner „roten“ Karte, der Sperre und der medialen Hetzkampagne ist nicht nur seine Leistung kaum mehr wiederzuerkennen, sondern auch seine Standards bzw. Ecken haben sich verändert. Die Ecken gegen Frankfurt waren an Harmlosigkeit kaum zu übertreffen. Woran liegt das? Ich kann mir das nicht erklären, weil gerade Ecken kann man im Training bestens trainieren.

    @Zeitspieler: Nein, Frankfurt war am Samstag nur in den ersten 15 Minuten stark. Wir waren nur „noch“ schwächer. ;)

  56. Roman sagt:

    >>Aber zum Abschluss noch eine Frage: Kann man „Ecken schießen“ verlernen?<<

    Das war bei Christian Fuchs auch so zu beobachten. Der hat Wahnsinnsfreistöße und Ecken geschossen, danach dann nicht mehr, bis er ablösefrei zu Leicester gegangen ist, um dort Meister zu werden.

    Ist schon verrückt. Die Liste an Spielern, die als Hoffnungsträger zu uns kamen (weil sie woanders auch ziemlich stark waren), um dann bei uns irgendwann Grottenkicks abzuliefern, ist lang.

    Wäre schon mal spannend zu erfahren, was "dazwischen" so passiert ist. Albert Streit war bester Passgeber der Liga (in Frankfurt), bei uns … nein, lassen wir das lieber.

    Ich möchte dazu nur eine Vermutung äußern: Die Vertragsgestaltung bei denjenigen Spielern, die wir nach Schalke geholt haben, war so, dass sie nicht leistungsfördernd war. Leistungsanreize wurden nicht richtig gesetzt, die "Komfortzone" zu schnell erreicht.

    Spieler, die wirklich besser wurden, kamen in aller Regel nur aus der eigenen Knappenschmiede.

    Ist nur eine Vermutung, aber bei dieser Anhäufung von Beispielen, liegt das irgendwo auf der Hand.

    Spieler, die man mit Geld lockt, kommen des Geldes wegen. Und wenn man dann kaum noch Leistungsanreize bietet, braucht man sich auch nicht wundern, dass die Leistung ausbleibt.

  57. Di Ospeo sagt:

    @Roman:
    ich kann dir voll zustimmen, das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Und genau da liegt das große Dilemma bzw. die Herkulesaufgabe für MW und CH: in funktionierenden Kollektiven können und müssen sich Neuzugänge integrieren, die den Kader dann punktuell oder in der Breite verstärken – in einem solchen Umfeld haben es Neuverpflichtungen deutlich leichter, „einzuschlagen“.

    Bei uns ist die Erwartungshaltung bzw. Anforderung nun eine andere: neue Spieler und Spielertypen sollen der Mannschaft ein anderes Gesicht geben, weil das aktuelle Kollektiv nicht funktioniert. Das wird leider deutlich länger dauern. Ich bin aber weiterhin optimistisch, dass CH das erkannt hat und dementsprechend handelt…

  58. polarfuchs sagt:

    @ Altix
    Sehr treffender Kommentar von Dir. Was den Kaderumbau angeht, die Trennung von einigen, unhaltbaren Spielern müssen sich aber auch alle Schalker, nicht nur hier im Blog, darüber im Klaren sein das wird ein teurer Spaß. Wir werden höchstwahrscheinlich damit leben müssen das uns einige Spieler ablösefrei, schlimmstenfalls gar mit Abfindungszahlungen, verlassen werden. Ein Szenario was ich mir bei einigen aufgeregten Anhängern nicht ausmalen mag. Die schuldigen werden dann Heidel, Weinzierl und der Lieblingsfeind Tönnies sein.
    @ crisscross 04
    Du sprichst als Einschnitt, als Zeitpunkt des beginnenden Niedergangs die Saison 2011/2012 mit dem Abgang Rauls an. So weit, so richtig. Muß man dann nicht aber auch ansprechen wer von da an der verantwortliche Mann am Ruder war? Diese Ära wird uns noch lange beschäftigen, noch einige Schmerzen bereiten. Es ist wirklich fatal das aus dieser Zeit kein Gedanke an einen positiven Transfer aufkommt. Transferiert, verkauft mag ich nicht sagen, wurden nur Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Aber es soll hier ja auch um Zugänge gehen.

  59. blues sagt:

    @Blauhai

    In meiner Wahrnehmung hat es Tradition auf Schalke neue Besen am Anfang in den Himmel zu loben. Später stellt man fest, dass es auch nur Besen sind und lässt sie tief fallen. Ich versuche mir gleich von Anfang an ein detailreicheres und damit realistischeres Bild vom Schaffen der „Neuen“ zu machen. Mit diesem Vorgehen, gewann ich ein realistische Einschätzung der Konsequenzen aus der Arbeit von Heldt, Keller, Di Matteo und Breitenreiter. Für mich eine bewährte Methode. Ich werde daran festhalten.

    Roman hat ja einige Aktivitäten und Aussagen von C. Heidel, die eine genauere Betrachtung und Begleitung seines Wirkens herausfordern können, gut beschrieben.

    @Torsten
    Leider kann ich die Euphorie um die Verplichtung von Naldo auch nicht teilen. Da die Schwächen von Höwedes in der Spieleröffnung ebenso wie die spielerischen Defizite von Ralf Fährmann bekannt sind,und ihre Stärken anderswo liegen, braucht es in der IV einen beweglichen und passstarken Spieler, um einen variablen Spielaufbau zu gewährleisten und um die Schwächen dieser beiden Schalker „Urgesteine“ einigergmaßen kompensieren zu können.

    Ich bin auch überzeugt, dass C. Heidel genau auf den Positionen: IV, Rechts- und Linksaussen noch aktiv werden wird, soweit es sein Budget aktuell zulässt.

  60. Niklas sagt:

    Sehr lesenswertes Stück von Philipp Selldorf zum Spiel am Samstag: https://t.co/oGKYFotlgW

  61. leoluca sagt:

    Sehr schön, Selldorf über den Jargon der Eigentlichkeit.

    Eigentlich wollten wir es von Anfang an wie Frankfurt machen, eigentlich wollten Geis und Aogo aggressiv gegen den Ball spielen, eigentlich macht Huntelaar den in der 80. Minute, eigentlich ist Di Santo ein guter Stürmer und eigentlich ist Schalke ja ein Spitzenklub. Eigentlich müssten Heidel und Weinzierl jetzt liefern, sofort.

  62. Thomas1904 sagt:

    @ blues
    Da stimme ich dir 100 prozentig zu. Schwäche im Spielaufbau bei Höwedes (und Fährmann), dazu noch hochstehende Aussenverteidiger!!! Ob Naldo und Nastasic da die richtigen sind wird sich zeigen. Ich find es von unserem früheren Manager beschämend welch starke Innenverteidiger weit unter Wert den Club verlassen haben und warum er den Weltmeister Höwedes nicht transferiert hat als es noch richtig Geld für ihn gegeben hätte.

  63. michael sagt:

    Zum Spiel ist eigentlich alles gesagt. Wir sollten bei aller Kritik an der Startaufstellung nicht vergessen, dass bis auf Naldo Spieler auf dem Platz standen, die letztes Jahr genau diese blutleere Spielweise zelebriert hat.
    Spieler wie Aogo, di Santo und teilweise Caicara und Geis haben einfach nicht die Klasse und vor allem nicht die Einstellung/Leidenschaft, um auf diesem Niveau zu spielen. Aber das wussten wir doch, oder nicht?
    Es wird meiner Meinung nach mindestens eine Halbsaison brauchen bis neue Mechanismen greifen und sich eine neue Mannschaft herausbilden wird, die die Spielidee von Heidel und Weinzierl auf den Platz bringen kann. So gesehen erwarte ich bis Weinachten nicht so viel und warte mal ab, wie sich das Ganze entwickelt.

  64. BlueNote sagt:

    @Thomas 1904: Matip wollte unbedingt weg, um weiter CL zu spielen und mal die Insel kennenzulernen und Höwedes hat sich glücklicherweise entschieden, hier weiterzumachen und den ganzen Laden nicht im Stich zu lassen, wie einige andere. Ein Manager kann nicht gegen den Willen der Spieler Transfers durchziehen. Und das ist auch gut so.

  65. idioteque sagt:

    Der Kader ist ja eigentlich nicht so übel, dass man gegen Frankfurt sicher so schlecht aussieht, selbst ohne die ganzen Neuzugänge. Auch Geis und Co. können ja deutlich besser spielen, als sie es gegen Frankfurt gezeigt haben. Meine zugegeben etwas küchenpsychologische Erklärung für die Leistung am Samstag ist, dass die Spieler nach verpenntem Start mit Rückstand wieder in „alte“ Muster zurückgefallen sind, weil die so tief sitzen und über Jahre eingespielt worden sind, dass man die in einer Vorbereitung nicht wegbekommt, ein bisschen wie ein trockener Alkoholiker, der nach einem Schicksalsschlag wieder mit dem Trinken anfängt (zugegeben ein etwas schiefer Vergleich). Für mich klingt das zumindest plausibler, als dass die gleichen Spieler, die Schalke zum Teil seit Jahren immer wieder auf die internationalen Plätze gebracht haben und vorher bei anderen Clubs z.T. richtig stark waren, alle zu schlecht sind, um Frankfurt zu schlagen, oder alle keinen Bock haben, Fußball für Schalke zu spielen. Letzteres hätte der Trainer ziemlich sicher mitbekommen.

  66. Rainer sagt:

    Nur drei Punkte hinter den Seppeln – also wenn wir das bis zum Saisonende halten, bin ich ganz zufrieden!

  67. Andreas sagt:

    @ Thomas1904

    Sorry Thomas, aber da kann ich dir echt nicht folgen.
    Wenn ich überlege was J.M. und R.N. alles verbockt haben, dann wird mir jetzt noch schwindelig.(versteh das bitte nicht als nachtreten!

  68. crisscross04 sagt:

    @Rainer: Blöd nur, dass wir punktgleich mit dem Letzten sind und das sollten wir besser bis zum Saisonende ändern, oder?! ;)

    Ich sehe es ähnlich wie blues im letzten Absatz. Ein großes Problem war in Frankfurt wieder einmal die Spieleröffnung – insbesondere, wenn wir mit aggressiven Pressing unter Druck gesetzt wurden. Hier offenbarte unser Spiel altbekannte Schwächen. Ich kenne Naldo und die anderen „Neuen“ zu wenig, aber mit Matip ist uns da eine Alternative verloren gegangen. Matip hatte sicherlich auch seine Schwächen, aber seine Alleingänge nach vorne haben nicht selten gefährliche Angriffe eingeleitet. Es ist zu hoffen, dass Bentaleb dort anknüpfen kann, wo er in Frankfurt gegen Ende des Spiels aufgehört hat.

    Zum Thema Höwe:
    Wenn ich das bei Thomas1904 lese, dass Heldt es versäumt hat, mit Höwe richtig Geld zu machen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wir alle dürsten nach Spielern, die sich zu ihrem Verein bekennen und dort langfristig bleiben. Diese romantische Vorstellung von Fußballspielern, die treu zu ihrem Verein halten, ist eh so gut wie ausgestorben. Und sobald ein Spieler eine Schwächephase hat, soll sich der Verein nun schnellstens von diesen „Altlasten“ maximal gewinnbringend befreien?! Natürlich zählt immer noch das Leistungsprinzip. Aber bei Höwe sehe ich das ein wenig anders. Höwe hat Stärken und hat Schwächen. Die Stärken überwiegen aus meiner Sicht – ansonsten wäre er wohl kaum auch bei der EM wieder eingesetzt worden. Insgesamt hat Höwe als Kapitän aber auch noch einen immensen Wert für die mannschaftliche Geschlossenheit bzw. Teamspirit. Ich persönlich bin heilfroh, dass Höwe noch immer bei uns ist. Er zeigt mir, dass selbst bei diesem Transferwahnsinn auch noch ein anderer Weg eingeschlagen werden kann!
    Ja, ich weiß, dass auch Höwe weg wäre, wenn seine Verletzungen nicht immer zu einem so ungünstigen Zeitpunkt gekommen wären. Aber manchmal finde ich die romantische Sicht auf die Dinge einfach schöner. ;)

  69. leoluca sagt:

    Klar, die Spieleröffnung war wie gehabt pomadig. Aber das wirklich große Problem in Frankfurt war das Spiel gegen den Ball. Und zwar das der gesamten Mannschaft. Choupo und Di Santo, Meyer und die beiden Sechser, sie alle setzten hier, bei der Balleroberung, dem Gegner kaum etwas entgegen. Etwas vorsichtig sollte man daher in der Kritik an der Innenverteidigung und besonders an Naldo sein, der gewiss einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Aber wann in den vergangenen Jahren hat Naldo auch eine Mannschaft vor sich gehabt, die den Gegner so schnell und leicht bis an den eigenen Strafraum kommen ließ.

    Ehe man nun Joel Matip im Nachhinein ein Denkmal baut, empfehle ich diesen Satz von Philipp Selldorf in der gestrigen SZ als Lektüre:

    „Mancher Schalker Fan auf der Tribüne erlag also wohl einer Erinnerungstäuschung, aber all die vertrauten Seltsamkeiten, die er auf dem Rasen erblickt zu haben meinte, waren wahr. Bloß, dass diesmal der Brasilianer Naldo in Matips Paraderolle des zerstreuten Professors schlüpfte.“

  70. Thomas1904 sagt:

    Zu den Themen Innenverteidigung, Spielaufbau und Kasse machen mit Höwedes möchte ich noch folgendes loswerden. Meiner Meinung nach hat man am Samstag gesehen das bei unserer Spielweise (Stichwort hochstehende Aussenverteidiger) und unseren defensiv denkenden Spielern (6 Geis, Aogo – Aussenverteidiger Caicara) es jede Innenverteidigung schwer hat und man deswegen schätzen sollte was für einen sehr guten Job letzte Saison Matip gemacht hat und auch Neustädter hat mich größtenteils überzeugt (ich weiß das sehen hier viele anders). Ich meine ich hab die letzten zwei/drei Jahre gesehen das wir starke Innenverteidiger haben oder besser gesagt hatten. Papa, Matip, Neustädter und Nastasic und der limitierteste von allen wurde gehalten. Trotzdem schau ich nach vorne und hoffe auf eine starke Saison von Höwedes aber eine Vereinsführung mit Weitblick hätte da die letzten 3 Jahre sicherlich besser gehandelt.

  71. blues sagt:

    @leoluca
    Denkmal: (Ro)naldo Aparecido Rodrigues geht ja demnächst in sein 35. Lebensjahr, ich weiß nicht ob die Bremer schon an so einem Ding bauen. ;-)

  72. topas sagt:

    Der Saisonstart fühlt sich schon mal ziemlich scheiße an, aber mit einem Blick in den Kalender war er irgendwie auch gar nicht anders zu erwarten.

    – CH möchte den Kader – zurecht – umbauen. Im Gegensatz zu HH läßt er sich dabei aber nicht von einer sich selbst – öffentlich – gesetzen deadline treiben, sondern verhandelt lieber weiter, bis er akzeptable Bedingungen erreicht.

    – Zwei, wichtige Leistungsträger der letzten Saison kommen verletzt bzw. KO und auf den letzten Drücker vom anderen Ende der Welt.

    – Nach einem isolierten Spiel zum Saisonstart gibt’s direkt ‚ne Woche Länderspielpause … und dann das Spiel gegen die Bayern, in dem Schalke nur gewinnen und wenig verlieren kann – leider!
    … bis in die Länderspielpause ist das Transferfenster offen.

    … würde mich nicht wundern, wenn Heidel und Weinzierl nicht von vornherein versuchten sich bloß über das erste Spiel in die Länderspielpause zu retten.

  73. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 27.08.2016: Der Saisonauftakt missriet beim 0:1 in Frankfurt gewaltig, als Schalke nach fürchterlicher Startphase nie richtig in die Spur fand. […]

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