Toller Abend mit enttäuschendem Ende

Schalke 04 verliert sein erstes Heimspiel der Saison gegen Bayern München mit 0:2. Die Blauen sorgten mit einer starken Leistung für einen tollen Stadionabend und für neuen Mut. Letztlich waren die Bayern aber trotzdem die bessere Mannschaft, fuhren den Sieg ein und ließen Schalke unbelohnt zurück.

Nach der Leistung in Frankfurt war meine Erwartungshaltung niedrig. Vor dem Spiel hatte ich nicht damit gerechnet, dass Schalke eine Chance auf Punkte in diesem Spiel haben würde. Aber nach einer starken Anfangsphase der Bayern begann Schalke gut zu spielen. Schon zur Halbzeit fühlte es sich gut an, und als sich die Blauen auch zu Beginn der zweiten Hälfte gut präsentierten wurde das Spiel immer „mehr wert“. Plötzlich gab es realistische Chancen auf Punkte, plötzlich hatte Schalke was zu verlieren.

Es wurde verloren, und letztlich hatten sich die Bayern den Sieg verdient. Schalke konnte dem Meister lange Probleme bereiten. Aber die Roten steckten eben nie auf, und als bei Schalke die Kräfte nachließen konnte Carlos Ancelotti sein Team mit den Einwechslungen von Douglas Costa, Arturo Vidal und Joshua Kimmich nochmal verstärken. Schade, dass eine so gute Leistung nicht zu einem Punkt reicht. Enttäuschend, dass München derart weit voraus ist, dass sie am Ende solch ein Spiel als 08/15-Sieg abhaken können.

Die schwindenden Kräfte hatten die Schalker Spieler zuvor in eine Defensivarbeit investiert wie man sie sich schon immer gewünscht, aber in den letzten Jahren selten gesehen hat. Schalkes Intensität beeindruckte und spielte gegenüber den Vorstellungen im Pokal und in Frankfurt wie ausgewechselt; eben weil es tatsächlich eine ausgewechselte Mannschaft war.

Mit Naldo, Baba, Bentaleb, Stambouli und Konoplyanka standen fünf Neuzugänge auf dem Platz. Außerdem stellte Markus Weinzierl mit Matija Nastasic und Leon Goretzka zwei weitere Spieler auf, die mit den beiden ersten Saisonpflichtspielen nichts zu tun hatten. Der Trainer hatte seine Startaufstellung fast „maximal verändert“, und diese „neue Elf“ zeigte eine maximal veränderte Spielweise.

Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft bei ihrem Kampf zuzuschauen. Und Schalkes Stadion funktionierte, nicht nur die Kurve sorgte für Stimmung, alle Tribünen sorgten für die passende Lautstärke zu einem emotionalen Spiel. So wünscht man sich jedes Spiel, und der Schluss lag nah, dass Schalke, wenn es auch gegen Bayern München nicht reichte, mit solch einer Leistung gegen die meisten anderen Gegner erfolgreich sein kann.

Offen ist, ob sich das so in den nächsten Spielen umsetzen lässt. Ob die Spieler auch dann so motiviert über den Platz rennen, wenn die Gegner weniger prominent sind. Ob die Fans gewonnene Zweikämpfe auch dann bejubeln. Wie sich Schalkes Spiel dann mit Ball darstellt, ob man dann auch ein ähnlich hohes Tempo beibehalten kann, wenn Gegner wie Hertha BSC oder der 1. FC Köln ihrerseits gar nicht auf Ballbesitz aus sind, sondern gegen Schalke so spielen möchten wie Schalke gegen Bayern München.

Ma’kucken.



46 Kommentare zu “Toller Abend mit enttäuschendem Ende”

  1. Phipser sagt:

    Was für ein Spiel. Das macht wirklich Lust auf die kommende Saison, wenn selbst der Serienmeister nur mit ach und Krach bei uns gewinnen kann!

    Man kann sogar mit Fug und Recht behaupten, dass wir nur verloren haben, weil Bayern das bessere Wechselkontingent hatte:
    Mit Douglas kam einer der schnellsten Spieler der Bundesliga für Ribery. Der Franzose war vorher zunehmend wirkungslos geworden, weil er zwar dribbelstark und auch in Torraumszenen aüßerst gefährlich ist, aber mit Höwedes‘ eins gegen eins Abwehrqualitäten immer besser aus dem Spiel genommen wurde. Douglas hingegen konnte in der Folge Bene, der ja schon 75 anstrengende Minuten in den Beinen hatte, auf der linken Angriffsseite überrennen. Auch Goretzkas ausweichen, nach Huntelaars Abgang, aus dem Zentrum auf den rechten Flügel trug zur Überlegenheit der Bayern dort bei, weil Leon einfach die Mechanismen und Automatismen im Defensivspiel auf dieser Position fehlen und Alaba so bessere Unterstützung liefern konnte.
    A Porspos Huntelaar. Spätestens nach dessen Auswechslung musste nicht nur Goretzka nach rechts, sondern auch Embolo als alleinige Sturmspitze sein Glück versuchen. Dieser Aufgabe gegen die Weltklasse Verteidigung der Bayern ist er einfach noch nicht gewachsen. Eh hätte jene Räume gebraucht, die Huntelaars Präsenz beinahe automatisch schafft. Der eingewechselte Meyer konnte das Spiel dagegen wenig bis gar nicht beeinflussen.

    Auf Argumentationen wie der Torschütze zum 2:0 für Bayern war auch Einwechselspieler lass ich mich nicht ein. Schließlich wäre auch (fast) jeder andere Münchner in der Kontersituation mitgelaufen und hätte den Ball einschieben können.

    Es wird spannend zu sehen was Schalke noch alles erreicht, wenn Coke die rechte Abwehrseite übernimmt, wenn Embolo und vor allem Konoplyanka im Offensivspiel gut eingebunden und eingespielt sind und wenn Meyer seine Rolle wieder gewinnbringend ausfüllen kann.

  2. mika sagt:

    Das beste Spiel seit Jahren. Hurra, wie leben wieder!
    Ich hoffe, daß unsere Top-Leute wie Aogo entweder
    die Kurve kriegen oder aussortiert werden…
    Ich habe das Spiel in einer Bayern-Kneipe geguckt,
    Die haben richtig geschwitzt….

  3. tobi sagt:

    Das war das beste Schalke Spiel seit langer Zeit. Körpersprache, Laufbereitschaft, Teamgeist, Zweikampfstärke….Das wird fliegen. Ganz sicher mit etwas Zeit

  4. Ney sagt:

    Hurra. Fast nahezu ein Unentschieden zuhause verdient gehabt leider nicht bekommen, Hoch die Tassen.

  5. McP sagt:

    ich habe nur die letzten 50 Minuten gesehen. Das war sehr gefälliger Fußball von Schalke. Mutig die Außenseiterrolle gespielt. Schade, dass mit dem Huntelaar/Meyer-Wechsel dann wieder das alte Schalke einzog. Zu 51% hatte ich es eh bedauert, dass Meyer nicht auch noch verkauft wurde. Der letzte aus der Generation: „Ich habe zu viel Druck und mag daher nicht nach hinten oder überhaupt arbeiten“. Andererseits: Neuanfang. Es ist auch ziemlich unfair, gleich wieder einen sündigen Bock heraus zu picken. Vielleicht war insgesamt der Akku nach 75 Minuten nicht mehr voll genug. Zudem hätte es auch vorher einschlagen können und die Bayern-Chancen waren unterm Strich gehaltvoller.

    Grundsätzlich blieb aber ein positiver Eindruck. Was mir etwas zu denken gab, war dann aber das Leipzig-Dortmund Spiel. Irgendwie ähnliche Rollenverteilung. Aber Leipzig hat einen Shit auf den Außenseiter gegeben. Denen war völlig egal wer da kommt und haben das Spiel zunehmend dominiert. So bossig möchte ich Schalke demnächst auch erleben. Bin gespannt, wie die nächsten Spiele sich entwickeln.

  6. derwahrebaresi sagt:

    @phipser, mika und tobi

    Es war ein gefälliges Spiel und Wille und Leistungsbereitschaft haben gestimmt.
    Aber eine Niederlage „zu feiern“ und daraus ableiten zu wollen, dass jetzt alles
    besser wird/ist, finde ich dann doch ein klein bisschen verfrüht und eigentlich
    grundsätzlich unangebracht. .-)

  7. idioteque sagt:

    @McP: Für den Leistungsabfall war eindeutig das Nachlassen der Kondition verantwortlich, einhergehend mit der Tatsache, dass man durch Huntelaars Verletzung einen robusten Spieler im Mittelfeld opfern musste. Nach hinten gearbeitet hat Meyer nämlich schon, er sieht halt nur nicht viel Land, wenn alle seine Gegenspieler 20kg mehr auf die Waage bringen als er.

    Zum Spiel selber: Super gute Leistung, dennoch sollte man jetzt nicht zu sehr von dieser Partie auf die nächsten schließen. Schalke hat sich in den vergangenen Jahren immer dann besonders schwer getan, wenn der Gegner nicht mitspielen, sondern nur kontern wollte. Da ist eine Partie gegen wacklige Bayern kein guter Gradmesser. Und das Einspielen von Mechanismen, mit denen man tiefstehende Gegner knackt, geht nicht in einem geheimen Training vorm Spiel. Vielleicht sollte man sich deshalb besser darauf einstellen, dass bei den nächsten Partien einige ziemlich zähe dabei sein werden.

  8. blues sagt:

    @derwahrebaresi
    Wohl wahr. Trotzdem auch mich die Spielweise der Blauweißen von der 10 bis zur 70 Minute überzeugt hat, fehlte (mal wieder) die Konstanz über die ganzen 95 Minuten. An der fehlenden Konstanz arbeiteten sich ja schon mehrere Trainer ab.

  9. leoluca sagt:

    Der Knackpunkt des Spiels war für mich die Verletzung von Huntelaar, der im Rahmen des Pressingkonzepts von Weinzierl großartig gespielt hat, so dass die Bayern auch deswegen keinen richtigen Druck in ihren Dominanzfußball kriegten und ständig mit schnellen und schwer berechenbaren Schalker Kontern rechnen mussten. Leider hat Huntelaar den Führungstreffer verpasst, mit dem Schalke anders hätte in die schwere Schlussphase des Spiels gehen können, als die Angriffswellen der Bayern rollten.

  10. joha sagt:

    Nachdem ich nach dem ersten Spieltag an Huntelaar gezweifelt habe, muss ich dieses Mal Abbitte leisten: Starkes Spiel im Verbund. Goretzka fand ich auch noch erwähnenswert, wenn er jetzt noch torgefährlicher wird und gesund bleibt, sehe ich fast kein Limit.

    Meine Prognose ist trotzdem, dass die Hinrunde sehr beschwerlich wird. Es spielen einige Mannschaften im Kollektiv einen sehr guten Fußball, u.a. Hertha als nächster Gegner, aber auch Köln an guten Tagen (übernächster). Aber wenn wir wirklich die regelmäßigen Phlegma-Anfälle rauskriegen, bin ich optimistisch.

  11. detlef sagt:

    Schalke bisher 0 Tore und 0 Punkte, was Position 17 in der Tabelle bedeutet und trotzdem sind fast alle positiv gestimmt. Was ist auf Schalke los? Gibt dieses Spiel gegen den Ligaprimus so viel Recht auf Optimismus?
    Ich würde am Liebsten ein lautes JA brüllen, aber wie Torsten schreibt spielen die meisten Mannschaften einen anderen Stil, dem sich Schalke dann anpassen muss. wie das gelingen wird, man wird sehen.

    Klingt ziemlich gedämpft, oder? Während des Spiels äusserte sich das anders bei mir, keine Bange, ich hab fast schon an Punkt(e) geglaubt. Die Leistung der Mannschaft hat mich überrascht, sogar sehr. So habe ich das nicht erwartet.

    Jetzt bitte weitermachen, zuerst in der EL in Nizza und dann in der Hauptstadt bei dem Club der eine wundersame Rivalität zu Schalke pflegt.

  12. rjonathan sagt:

    Habe das Spiel nicht gesehen, nur im kicker-Ticker. Die waren auch ziemlich begeistert vom Schalker Spiel. Als es in der Halbzeit 0-0 stand habe ich gesagt: Die Bayern entscheiden das in der letzten Viertelstunde. Das Prinzip kenne ich von etlichen Partien, wo der Außenseiter stark aufspielt. Irgendwann lässt die Kondition eben nach und dann setzt sich die spielerische Klasse durch. Schade.

  13. Joerg LUDWIG sagt:

    Das War ein Spiel schade dass es nicht zum sieg gereicht, hat möchte mal ein Lob auf die Fans ansprechen das War Gänse haut pur.

  14. norcaine sagt:

    Im Endeffekt macht dieses Spiel vor allem Mut für die kommenden Spieltage und Wochen. Wie spielt diese „neue“ Mannschaft erst auf, wenn die oft beschworenen Automatismen greifen und die Abstimmung auf dem Platz richtig funktioniert? Es bleibt zu hoffen, das die Intensität dieser Spielweise auch in den nächsten Spielen beibehalten werden kann und das der ein oder andere Spieler, der auf der Bank sitzen bleiben musste sich jetzt auch nochmal am eigenen Ehrgeiz packt.

  15. andres sagt:

    hab das Spiel leider nur im Radio verfolgt (aber bei „die Schalker sind ja heiss wie Frittenfett“ lief mir auch da ein Schauer über den Rücken)
    Dort wurde ein ums andere Mal der starke Auftritt Naldos gerühmt. In der Presse finde ich davon aber kaum was. Wie habt Ihr das gesehen?

  16. derwahrebaresi sagt:

    @blues
    @fehlte (mal wieder) die Konstanz über die ganzen 95 Minuten.

    das lag m. e. an der schwindenden kondition zum ende hin.
    wenn man zudem auch noch sieht wen die bauern von der bank
    ins spiel bringen konnten …

    in den jetzt kommenden spielen wird man sehen wo die truppe „steht“
    und wohin der weg geht.

  17. derwahrebaresi sagt:

    @andres

    bis auf den stellungsfehler vor dem 0-1 ganz passabel. ;-)

  18. Netsmurf sagt:

    Die Aussage, das die Bayern das als 08/15 Sieg abgehakt haben, kann ich so nicht unterschreiben. Wir haben eine Vielzahl von Pässen gesehen, die ins aus bzw. unerreichbar für die roten Mitspieler waren. Ganz untypisch für die sehr ballsicheren Bauern. Bis zur 70min. war das Bayernspiel alles andere als Rekordmeisterlich. Auf der Süd sassen um mich herum 4 Bayernfans, die mußten einiges an verbaler Häme einstecken ;-)
    Ancelotti hat auch in der PK gesagt, das Schalke in Hz. 1 die bessere Mannschaft war. Das die Bayern 4 gelbe kassiert haben, zeigt ja schon, wie sehr sie mit den Knappen zu kämpfen hatten. Und wieder gab es eine gelb-rote Karte gegen uns nicht. In Frankfurt war es der Zambrano, am Freitag der Hummels. Mal sehen ob der Ibesivic diese Serie in Berlin fortsetzt….

    Ein Unentschieden wäre beiden absolut gerecht worden.

    Und eines noch zu Neuer. Im Stadion pfeiff ich Ihn nicht aus, er hat eine Entscheidung getroffen und langsam muß auch mal gut sein.
    Aber seine Spielweise ist inzwischen genauso dreckig wie die vom Ribery und Vidal. Wie er mit angewinkelten Bein in den Hunter springt, ohne Aussicht darauf den Ball überhaupt erreichen zu können. Und beim wegdrehen gibt es noch die Kelle auf die Mappe.
    Das macht er in der Nationalmannschaft inzwischen auch. So etwas sollte echt mal geahndet werden! Er ist ein guter Torhüter, das heißt aber nicht, das für Ihn keine Regeln gelten. Ob er diese Arroganz auch entwickelt hätte, wenn er bei uns geblieben wäre???

    Fazit: Richtige Reaktion nach dem Frankfurtspiel! Das macht Lust auf mehr – jetzt freue ich mich nicht nur auf den Strand in Nizza :-)

  19. artanis18 sagt:

    Ich finde es schon interessant, wie man eine Niederlage, die von Natur aus etwas negatives beiinhaltet auch impliziert,ins positive verkehren kann und das auf eine Art und Weise die einem Gänsehaut verursacht. Es zeigt einfach, wie wir, die Anhänger dieses GEilsten Clubs sowas von entwöhnt sind/ waren. Rückblickend kennen wir solche Momente, Momente der Euphorie und fast schon Extase nach nur einem Spiel, dass wir wieder, wenn wir nicht aufpassen, den Verein mit Erwartungen überschütten, sodass die Akteure vor lauter Muffe die Beine nicht in Bewegung setzen können. Hiert sollten wir unsere Erwartungshaltungen in Zaume halten.
    Ich finde das Spiel hat gezeigt, dass wenn Schalke will, Schalke kann. Das Spiel hat auch gezeigt, wenn es mal Schiris geben sollte, die die Traute haben einen 11er für uns zu entscheiden in Kombination mit einer Roten Karte (Hummels) und wenn Hunter den Ball doch eher auf Embolo gepasst hätte, als es selbst zu versuchen, wir auch solche Spitzenspiele GEwinnen könnten. Auf diesem Niveau werden nun mal kleinste Fehler bestraft. CH und MW geben der Mannachaft ein neues Gesicht und auch eine neue Handschrift, nach der wir, wenn wir ehrlich sind,doch solange darauf gewartet hatten. Wenn das Unwort Charakter, wie von CH letzend schon angesprochen man auch noch in den Griff bekommen sollte, bin ich mehr als zuversichtlich.
    Das Wichtigste nun, mMn sollte sein, dass wir als Anhänger, auch wenn die kommenden Spiele, die keine einfachen sein werden (NIZZA&BSC) unglücklicher Weise verloren gehen, was durchaus möglich ist, wir uns an die positiven Worte nach der letzten Niederlage erinnern. Schalke ist auf einem sehr guten Weg. Die Frage ob in diesem Fall der Weg das Ziei ist, würde ich mit ja beantworten. Mit dem aktuellen Manager, Trainer sowie Spielerpotential gepaart mit der Tatsache, dass wir als eV in einer Liste, die uns auf Platz 13 der wertvollsten Vereine sieht, als eV wohl bemerkt, sollte uns das Mut für die Zukunft machen. Und das tut es!!!!
    In diesem Sinne Glückauf!

  20. rlsn sagt:

    Die Herausforderung wird sein eine ähnliche Einstellung und Leistung auch gegen andere Gegner zu zeigen. In Anbetracht der Spiele im 3-Tages-Rhythmus ist das zwar gewissermaßen utopisch zu erwarten aber ich bin guter Dinge, da wir nun endlich mehrere Optionen im Kader haben.

    In den vergangenen Jahren hatte ich oftmals das Gefühl, dass ich unsere erste 11 quasi von allein aufstellt. Auf der einen oder anderen Position gab es mal mehrere Optionen aber eine derartige Breite im Kader wie aktuell war imo nicht gegeben. Dementsprechend glaube ich schon, dass wir gut durch die Wochen kommen werden. Ich erhoffe mir gerade von Spielern wie Geis, dass sie durch die Neuzugänge angestachelt werden.

    Ansonsten wird die Ausgangslage gegen viele andere Mannschaften eine komplett andere sein. Weinzierl und die Mannschaft müssen zeigen, dass sie in der Lage sind auch mit der Mehrheit des Ballbesitzes konstruktive Angriffe vortragen zu können. Das war in den vergangenen Jahren ebenfalls immer ein großes Problem.

    Ansonsten ist nochmal ein Sonderlob für Goretzka fällig. Immenses Laufpensum auf dem Platz nicht, nicht nur was die abgespulten Kilometer angeht, sondern auch die Intensität der Läufe. Man kann nur hoffen, dass der Junge im weiteren Saisonverlauf verschont bleibt von Verletzungen.

  21. schalkoholiker sagt:

    Wir haben verloren, das ist bitter. Und auch bei einem Gegner wie Bayern nicht gut. Egal wie gut die eigene Leistung war. Das ist meine Meinung und ich bin fest davon überzeugt, dass Heidel genau das meint, wenn er von Mentalitätswandel spricht.
    Ich befürchte (hoffentlich zu Unrecht) eine blöde Spirale: Schlecht gespiel (Frankfurt), etwas unglücklich verloren (Bayern), Erfolgsdruck (nächstes Spiel). Da muss schon ganz früh in der Saison der Knoten gelöst werden, damit die Jungs frei und mit Spaß Fußball spielen können.

  22. andres sagt:

    @schalkoholiker
    aber zum Mentalitätswandel darf dann auch gehören, keine Angst vor Erfolgsdruck zu haben – auch als Fan

  23. Torsten sagt:

    Das Wichtigste nun, mMn sollte sein, dass wir als Anhänger, auch wenn die kommenden Spiele, die keine einfachen sein werden (NIZZA&BSC) unglücklicher Weise verloren gehen, was durchaus möglich ist, wir uns an die positiven Worte nach der letzten Niederlage erinnern. Schalke ist auf einem sehr guten Weg.

    Du meinst wenn S04 nach dem Nizza und nach dem Hertha Spiel immernoch mit 0 Toren und 0 Punkte dasteht sollen trotzdem alle weiterhin ein prima Gefühl haben? Finde ich ein bisschen viel verlangt.

  24. Gauß sagt:

    Zwei Spiele – 0 (in Worten: null) Punkte.

    Klar – man kann gegen Bayern verlieren.
    Und auch klar – wir haben gut mitgespielt.
    (Welch ein Anspruch: „gut mitgespielt“.)

    Nach dem unterirdischen Spiel gegen Ffm nun ein Gutes gegen Bayern.
    Aber eben keine Punkte. Also ein Saisonstart für den Eimer. Nicht mehr und auch nicht weniger.

    Hier werden die Spiele gegen die Bayern scheinbar schon vor dem Anpfiff abgeschenkt, so dass man mit einer einstelligen Niederlage zufrieden ist. Wenn die meisten von uns in ihrem Beruf diesen Anspruch auch hätten – dann gute Nacht. Also sich gleich vor dem jeweiligen Branchenführer verneigen und den Schwanz einziehen.
    Gegen Siemens musst du gar nicht anbieten – die sind viel größer als wir.
    Wenn du einen Interessenten hast, der bei dir als Kia-Verkäufer oder bei VW nebenan ein Auto kaufen will – trage ihn gleich zu VW, die sind Branchenführer hierzulande.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich finde auch, dass wir nach verschenkten Jahren auf einem richtigen Weg sind. Nur bin ich mit der bisherigen Saison extrem unzufrieden. Ein Auswärtsspiel gegen eine Durchschnittsmannschaft peinlich vergeigt und ein Heimspiel verloren. Schlechter geht’s nicht.

  25. Nordlicht sagt:

    Ich geniesse diesen Freitag. Es fühlte sich richtig gut an im Stadion. Lang lang ist es mal her gewesen.

    Kann mich nicht entsinnen wann das letzte Mal gefühlt 3/4 aller ersten Pässen die Richtung nach vorne hatten.

    Würde hier gar keine Fehler irgendwo suchen. Für mich war es einach ein Traumpass von Martinez und einer perfekten Ballmitnahme vom eiskalten Lewandowski. Es wird so oft immer nach Fehlern gesucht und dabei die Genialität vergessen.

    Vielleicht werden auch mal irgendwann knifflige Situationen, bei Spielen gegen den Resozialisierungsverein München-Süd, für uns gepfiffen.

    Nun bin ich doch ein bischen aufgeregt wegen Donnerstag. Pünktlich gegen uns macht sogar Balotelli einen Doppelpack im Vorfeld.

  26. leoluca sagt:

    Zum nicht gegebenen Elfer für Schalke und gegen Mats Hummels schreibt das Mitglied des Schiedsrichterblogs „Collinas Erben“, Alexander Feuerherdt, eine interessante Einschätzung, der man sich anschließen kann:

    http://www.n-tv.de/sport/fussb.....17391.html

    Freddie Röckenhaus von der SZ gestern im „Doppelpass“: „Auch deshalb ist der Innenverteidiger Mats Hummels wohl von Dortmund nach München gewechselt. Im Zweifel immer für den FC Bayern.“

  27. Nordlicht sagt:

    Also alles wie gehabt

  28. McP sagt:

    Gauß, wenn Du Vergleiche baust, wie wäre es mit diesem: Julian Reus (bester deutscher Sprinter) tritt gegen Usain Bolt an und verliert – trotz Saisonbestleistung – mit zwei Zehntel Sekunden. Im Interview äußert er sich dennoch recht zufrieden über seine Leistung. Möchtest Du ihm auch vorwerfen, dass seine Ansprüche zu gering sind?

    Man kann momentan gegen die Bayern nur gewinnen, wenn man zum einen seine bestmögliche Leistung abruft und zum anderen Glück hat (etwa, dass Bayern seine Chancen viel schlechter nutzt als S04 oder überraschende Fehler macht usw.) Schalke hat den Teil, den es selbst beeinflussen kann weitestgehend erfüllt. Dafür gab es Applaus. Ein Anspruch, dass einem das Glück immer hold sein muss, ergibt keinen Sinn. Daher kann man der Mannschaft mMn auch mangelndes Glück nicht vorwerfen. Man kann natürlich – wie Du auch – hoffen, dass künftig weniger Glück notwendig sei und man mehr Dinge selbst erledigen kann.

  29. schalkoholiker sagt:

    @andreas
    Da hast Du natürlich Recht. Meine Befürchtungen bezogen sich auch weniger auf meine eigene Druckfestigkeit als vielmehr auf die unserer Kicker. Werde es mir aber trotzdem zu Herzen nehmen :-)

  30. Gauß sagt:

    McP:
    Ja, wenn du das so siehst. Nix gegen Herrn Reus (er schlägt mich über die 100 locker um einige Sekunden), allerdings ist er im Vergleich zu Usain Bolt das, was Holstein Kiel im Vergleich zu uns ist. Und wenn die (im Pokal z.B.) nach Verlängerung und einem großen Spiel ausscheiden, werden die natürlich angesichts der Rahmenbedingungen zu Recht zufrieden sein.

    Bayern und Schalke gehören zu den 3 bis 5 potentesten Vereinen der Liga. Wir reden also von Bolt gegen Gatlin oder De Grasse. Und ich glaube nicht, dass Gatlin sich freut, wenn er von Bolt um 3 Hundertstel geschlagen wird.

    Trotzdem hinkt natürlich jeder Vergleich und das kann man so oder so sehen. Und mich stört auch weniger das Spiel gegen Bayern als die beiden ersten Spiele zusammen genommen.
    Wenn ich nun z.B. Choupo wäre (als Buli-Profi mit hohen Ansprüchen und entsprechendem Gehalt) wüsste ich nicht, warum ich mich mit einer Niederlage gegen andere Profis (auch wenn sie noch mehr verdienen) zufrieden geben sollte. Als Mannschaft schon gar nicht.
    Aber vielleicht können wir heute schon mal darüber sprechen, mit welchen Niederlagen wir in der Saison zufrieden sein können, wenn wir nur einigermaßen mitspielen: BVB, Leverkusen, Gladbach? Was ist mit Mainz oder ganz aktuell mit dem Tabellenzweiten Hertha?

  31. Lattenknaller sagt:

    Ich bin da ganz bei @Gauß, wenn jetzt schon Niederlagen bejubelt werden, nur weil der Gegner der Branchenprimus ist, dann läuft was falsch.
    Nüchtern runtergebrochen auf die harten Fakten sieht es doch so aus; außer Schalke war in Liga 1 und 2 nur noch Bielefeld nach 2 Spieltagen ohne Tor und Punkt. Und ohne jetzt die Historie zu wälzen bin ich mir fast sicher, dass kein Schalker Trainer in diesem Jahrtausend ähnlich dürftig gestartet ist.

    Was jetzt ansteht kann schon zur veritablen Horrorshow ausarten. Berlin (und auch die Kölner) wird ausgeruht tief zwei Viererketten hinstellen und das bedeutet imho schon Alarmstufe Rot für das Schalker Spiel.

    Ganz ehrlich, 3 Punkte und ein glückliches Kackspiel wäre mir lieber gewesen gegen Bayern. Hätte mich ungemein beruhigt.

  32. McP sagt:

    „Aber vielleicht können wir heute schon mal darüber sprechen, mit welchen Niederlagen wir in der Saison zufrieden sein können, wenn wir nur einigermaßen mitspielen: BVB, Leverkusen, Gladbach? Was ist mit Mainz oder ganz aktuell mit dem Tabellenzweiten Hertha?“

    In einer fairen Welt sollte man sich die eigene Leistung ansehen und entsprechend bewerten. Hat man sein Potential ausgenutzt, hat man dieses womöglich sogar im Laufe der Saison gesteigert? Falls ja, warum nicht zufrieden mit der Leistung sein? Deshalb wird man eine Niederlage ja trotzdem nicht toll finden, egal gegen wen. Wenn der Gegner sein höheres Niveau a la Bayern auf den Rasen bringt, sei es drum. Wenn in einem engen Spiel der Schiri zu Gunsten des Gegners fehlentscheidet, Pech gehabt. Wenn der Gegner einen kompletten Glückstag hat und drei abgefälschte Schüsschen ins Schalker Tor trudeln, was soll man machen.

    Sieht halt doof aus nach dem zweiten Spieltag und gegen Frankfurt war es ja auch wirklich enttäuschend. Ma‘ kucken wie es weitergeht.

  33. andres sagt:

    danke McP
    ich sehe auch nicht, dass die Niederlage bejubelt wird
    aber das tolle Spiel unserer Mannschaft – auch wenn es am Ende fruchtlos war

  34. ReinerEdelmann sagt:

    @Gauß,

    ich feiere keine Niederlagen ab, würde mich aber wirklich sehr freuen, wenn alle Mannschaften die Partien gegen Bayern „abschenken“ würden. Nur so wird auch dem Letzten klar, dass die BuLi kein ernsthafter Wettbewerb mehr ist und die Schere weiter auseinander gehen wird.
    Du sagst es ja selbst, aufgrund der Finanzen kann der 5. nur mit ganz viel Glück gegen den Meister einen Heimpunkt holen.

    Laaaangweilig! Darf man offiziell aber nicht sagen, weil dann das ach so tolle Produkt Fußball beschädigt werden könnte.

    Ich hoffe auch sehr, dass Rummenigge und Co. weiter nach mehr Geld von der CL drängen. Die Weltliga soll eher morgen als übermorgen kommen. Ab, hinein mit Oberhaching und nie wiedersehen (träumen darf man ja…)!

  35. rjonathan sagt:

    @Gauss
    Deine Vergleiche hinken gewaltig. Es ist ein Unterschied vorher die Segel zu streichen, weil Siemens/Bayern der Konkurrent sind, oder hinterher zu resümmieren, dass die eben andere Möglichkeiten haben und man sich nicht grämen muss, wenn man knapp unterlegen war.
    Wenn wir eine Niederlage gegen die Bayern genau so bewerten, wie eine Niederlage gegen Sandhausen, wäre das doch deutlich doofer. Oder nicht?

  36. Gauß sagt:

    @rjonathan
    Sei mir nicht bös, aber ich habe beruflich und sportlich schon häufiger den Kürzeren gezogen. In der Regel gegen Wettbewerber mit anderen Möglichkeiten (sonst hätte ich vermutlich nicht den Kürzeren gezogen) und habe mich trotzdem jedesmal grün und blau geärgert. Und wehe, meine Mitstreiter hätten auch nur einmal gesagt, dass man mit der Niederlage ja irgendwie ganz gut leben kann. Dann hätte ich mir eine andere Mannschaft gesucht.

    Sandhausen oder Bayern? Egal – verloren ist verloren.
    Am Ende der Saison gibt es keine Haltungsnoten – (5 Mark ins Schwein) Fußball ist ein Ergebnissport.

  37. idioteque sagt:

    Man sollte sich beim Fußball mMn nach ein klein wenig von reinen Ergebnissen lösen, weil es so viele Faktoren gibt, auf die selbst der Trainer und die Spieler nur begrenzt Einfluss haben. Und dementsprechend sollte man bewerten, was die Mannschaft auf dem Platz abgeliefert hat, und das war am Freitag wahrscheinlich das beste, was eine Schalker Mannschaft nach nur einem gemeinsamen Mannschaftstraining abliefern kann. Dass es dann am Ende keine Punkte dafür gibt, ist ärgerlich, aber gegen Bayern braucht fast jedes Team der Welt noch das Quäntchen Glück, um etwas mitzunehmen. Einmal Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung, einmal etwas zu viel Eigensinn vom Stürmer, einmal ein kleiner Stellungsfehler des Innenverteidigers, und schon verliert man gegen Bayern, egal, wie gut man über 90 Minuten war. Im Fußball wird Leistung nicht jedes Mal belohnt. Und aus Schalker Sicht muss man mit Blick auf die letzten Jahre sagen, dass das zum Glück nicht so ist, weil man da selber häufig genug gegen besser spielende, aber individuell unterlegene Gegner unverdiente Punkte rein über individuelle Klasse und Glück geholt hat.
    Mir wäre es ehrlich gesagt lieber, wenn Schalke jedes Spiel diese Saison wie gegen Bayern spielt und am Ende nur Fünfter wird, als wenn jede Partie wie das Rückspiel letzte Saison gegen Gladbach wird und man auf Platz 3 landet.

  38. Nordlicht sagt:

    @ Gauss: Es ist aber doch wohl ein Unterschied, ob ich als aktive Person oder als passiver Zuschauer, eine Niederlage einstecke.

    Zumindest geht es mir so. Natürlich ärger ich mich wahnsinnig. Natürlich hätte ich gerne einen Punkt geholt.

    Aber es hat nicht sollen sein und somit kann ich mich zumindest an tollen 80 Minuten erfreuen, in denen wir einem Punkt so nahe gewesen sind, wie in den letzten 5 Partien zusammen nicht.

    Dann war deiner Meinung nach der Applaus danach vom Publikum verkehrt??

  39. rjonathan sagt:

    @Gauß
    Dann haben wir eine grundsätzlich andere Herangehensweise. Ich habe mich noch nach jeder erfolgreichen Situation auch geärgert über Fehler die ich gemacht habe. Und nach jeder Nicht-Erfolgreichen war ich auch stolz auf das, was gut geklappt hat. Sich jedes Mal komplett fertig zu machen – das wäre mir zu anstrengend.

  40. mika sagt:

    Es geht doch gar nicht darum eine Niederlage abzufeiern.
    Ich habe mich einfach schlicht darüber gewundert und gefreut,
    dass unsere Mannschaft einen solchen technischen, intensiven, schnellen und druckvollen Fußball überhaupt auf Augenhöhe spielen kann. Mit dem Kader der letzten Saison wäre so etwas doch dar nicht möglich……So etwas hat man doch seit Jahren nicht gesehen. Das war doch in den letzten Jahren ein einziges Gegurke…von Saison zu Saison „verschlimmbessert“.
    Im übrigen:
    im letzten Jahr hatten wir den besten Saisonstart seit 44 Jahren mit 52 Punkten,
    und was kam dabei am Ende raus?….fürchterlicher Fußball zum Abgewöhnen und die EL mit Mühe und Not bzw. sehr viel Glück.
    Einfach mal die Erwartungshaltung von Spiel zu Spiel aufbauen und mal Spass an der tollen Leistung haben…
    Für alle Unken die nicht rechnen können:
    von Platz 17 bis Platz 6 sind es momentan nur 3 Punkte… ;o)

  41. Claus sagt:

    Tja, das Problem ist ja nicht das Spiel gegen Bayern. Wenn man da nicht top motiviert ist und eine gewisse Einstellung hat,gegen wen dann.

    Das Problem sind die 16 anderen Gegner…

    Und mir gefällt der übergrosse Optimismus, der sich nun breitmacht nicht besonders. Ich habe sowieso das Gefühl, dass die jetzige EL Gruppe extrem gefährlich ist und alle drei Gegner besser sind als letztes Jahr Sparta Prag (gegen die man teilw sehr erbärmlich spielte).

    Wie gut S04 wirklich ist wird man nun gegen Nizza und Hertha sehen.

  42. leoluca sagt:

    Die Befürchtung vieler, dass es sich bei diesem klasse Spiel wieder nur um eine Eintagsfliege handeln könnte, finde ich ziemlich verständlich nach den Jahren der fehlenden Konstanz.

    Aber wenn mich nicht alles täuscht, konnte man am Freitag neue Ansätzen sehen, die zuversichtlich stimmen.

    Goretzka hat ein großartiges Spiel gemacht und endlich mal wieder gezeigt, wie unglaublich gut er ist. Das lag m. E. auch stark an seiner besonderen Rolle in Weinzierls Pressingkonzept, die ihn in der Mitte fast schon zum Spielmacher und Ideengeber machte.

    Das ging nur deshalb, weil hinter ihm eine stabile Defensive stand, und weil um ihn herum viel Bewegungsfreude war und ein äußerst mutiges Pressing. Die beiden Sechser haben schon deutlich gezeigt, wie gut sie in dieser Spielweise ausgebildet sind und kombinieren können. Das alles war zeitweise richtig mitreissend, vor allem dann, wenn Schalke in einem Tempo und einer Ballsicherheit konterte, die ich in der Arena lange nicht mehr gesehen habe. Das absolute, aber bei diesem Schalker Spiel durchaus nicht überraschende Highlight war der Sturmlauf von Baba, den Kono und Huntelaar fast veredelt hätten.

    Die Handschrift des Trainers war nicht nur grundsätzlich zu spüren und die Mannschaft folgte ihr. Zudem war Weinzierls Direkt-Coaching immer auf der Höhe des Spielverlaufs, immer versuchte er die Mannschaft neu auf den Gegner einzustellen. Das sah alles noch nicht richtig fertig aus, aber wie ein reiner Zufall auch nicht mehr. Der Plan war in seinen Umrissen zu erkennen.

  43. blues sagt:

    Es war ein wirklich wunderschöner Fußballabend in der Arena. Ohne Jacke nur im blauen T-Shirt. Es war in der sechzigminütigen, starken Schalker Phase zuspüren, wie das Beklatschen der Fehlpässe des Gegners durch das Publikum, in seiner Bewertung zwischen leichter Schadenfreude und als Ausdruck für richtig gelungenes, blau-weisses Presssing changierte. Das war cool.

    @derwahrebaresi

    „Konstanz“: d’ac­cord! Nizza, Hertha und Köln. Diese Gegner zeigen uns, da alle drei in Frühform sind, den blau-weissen Stand der Dinge.

    Naldo: „bis auf den Stellungsfehler vor dem 0-1 ganz passabel. ;-)“
    Da war schon viel Licht bei Naldo. Aber eben dieser eine Schatten. Den sah man auch schon in Frankfurt. Hoffentlich vertreibt er ihn und fängt sich dann.

  44. Gauß sagt:

    @Nordlicht
    Der Applaus war sicher nicht verkehrt.
    Zum einen hat die Mannschaft gut gespielt.
    Und zum anderen sollte das Motivation für die kommenden Aufgaben ein und das Selbstvertrauen fördern.
    So weit, so gut also.

    In den vergangenen Jahren war es immer nur so, dass in solchen Augenblicken die Mannschaft dann wieder so viel Selbstvertrauen hatte, dass man dachte, es geht von Alleine. „Wir waren ja gegen Bayern auf Augenhöhe, also schlagen wir Nizza, Hertha und Köln mit einem Bein.“

    Aber ich will nicht unken – vielleicht sprechen ja Weinzierl/Heidel intern an, dass ein 0-2 daheim gegen die Bayern (auch wenn man bis auf 15 Minuten mindestens auf Augenhöhe war) zu wenig ist, wenn man Ambitionen hat. Erst recht in Verbindung mit dem Spiel am ersten Spieltag.

  45. Wichtige Personalentscheidungen auf Schalke sagt:

    […] Hoffenheim. Dass die Blauen gegen Köln nicht gut aussehen würden dachte ich mir schon als wir dem Team noch eine gute Leistung gegen Bayern München bescheinigten. Ich denke, dass Schalke gegen Hoffenheim wieder besser aussehen kann. Hoffenheim ist offensiver […]

  46. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 09.09.2016: Beim Heimauftakt gegen Bayern München bot S04 ein tolles Spiel, lieferte eine starke Leistung, verlor letztlich aber doch, weil Bayern nachlegen konnte als Schalke mit den Kräften am Ende war. […]

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