Eine Frage der Mentalität

Schalke hat verloren und steht in der Tabelle mit 0 Punkten und 0 Toren da. Trotzdem gibt es Schalke Fans die keinerlei Enttäuschung fühlen, die sich ausschließlich darüber freuen, gar stolz darauf sind, dass ihr Team 80 Minuten mit Bayern München mithalten konnte. Wo bleibt da der Ehrgeiz? Ich finde zu viele Schalker machen sich selbst unnötig klein.

Vor anderthalb Jahren spielte Schalke in der Champions League gegen Real Madrid. Im Hinspiel agierte Schalke ängstlich und verlor 0:2. Im Rückspiel spielten die Blauen toll und hatten tatsächlich die Chance das Ding zu drehen. Letztlich gewannen sie aber „nur“ 4:3 und schieden aus. Real Madrid ging zur Tagesordnung über. Ich war enttäuscht, dass eine sich bietenden Chance einmal mehr nicht genutzt werden konnte. Am nächsten Tag begegneten mir nicht wenige Schalker die meine Reaktion nicht nachvollziehen konnten. Überhaupt im Bernabéu gewonnen zu haben sei doch schon toll, etwas, worauf man stolz sein könne. Es gibt Schalker die dieses Spiel heute noch feiern, als sei es nie um ein Weiterkommen gegangen.

Nun dieses Spiel gegen Bayern München. Auch bei mir war die Erwartungshaltung vor dem Anpfiff nicht hoch. Auch ich finde, dass es keine Schande ist, gegen Bayern München zu verlieren. Auch ich finde, dass Schalke bis zur 80. Minute ein tolles Spiel gemacht hat. Doch plötzlich hatten sie reelle Chancen auf Punkte, und wieder konnten sie es nicht zu Ende bringen. Nun steht Schalke mit leeren Händen da, während Bayern München zur Tagesordnung übergeht.

Gleich nach dem Spiel war in den social networks viel von „Stolz“ zu lesen. Viele Schalker freuten sich, dass Schalke überhaupt so weit kam, eine Chance auf Punkte zu bekommen. Den Höhepunkt bildeten zwei Schalker, die einem Sky-Reporter Schildchen mit der Aufschrift „80 Minuten Bayern-Bezwinger“ vor die Linse hielten. Der Journalist betitelte das Bild mit „Grundstimmung auf Schalke“.

Schalker sind viele und man sollte nie den Fehler machen „die Fans“ über einen Kamm zu scheren. Aber es gibt einen nicht so kleinen Anteil Schalker, die sich in Niederlagen einrichten. Spricht man das an wird gerne darauf verwiesen, dass sie ja schon so viel erlebt hätte, dass sie schon in der zweiten Liga dabei waren, und dass es ja wohl nicht sein könne, so anspruchsvoll zu sein, Siege gegen Bayern oder ein Weiterkommen gegen Real Madrid zu fordern.

Christian Heidel kritisierte zuletzt die Mentalität der Schalker Spieler. Meines Erachtens ist dieses Verhalten das Pendant von Fanseite dazu. Schalker machen sich selbst klein. Statt den Blick nach oben zu richten, um die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen, geht der Blick nach unten, und man bejubelt den Status Quo. Abwärtsvergleiche zu schlechten Zeiten mögen die Seele beruhigen, sie bringen einen aber nicht nach vorne. Wenn Schalke mit knappem Scheitern zufrieden ist, bleibt das vermeintlich Unmögliche eben immer unmöglich.



59 Kommentare zu “Eine Frage der Mentalität”

  1. derwahrebaresi sagt:

    „80 Minuten Bayern-Bezwinger“

    das ist ja zum fremdschämen.

  2. Klopenner sagt:

    Die kleinen Schildchen sind in der Tat zum fremdschämen. Genauso kann man die 4,5 Minuten Meisterschaft von 2001 feiern. Letztlich läuft es auf das Gleiche heraus. Man hat etwas „erreicht“ von dem man vorher nicht gedacht hatte, dass es möglich sei. Am Ende hat man aber doch klar verloren.

    Ich sehe das auch so, dass wir uns zu häufig zu klein machen. Die Bayern sind nicht übermächtig. Klar, sie sind wohl eine der besten Mannschaften der Welt und werden es wohl auch bleiben, aber auch sie sind schlagbar. Meistens sogar von den deutlich kleineren Vereinen. Die wachsen dann auch nicht über sich hinaus, sie geben nur einen Scheiß drauf. Sie ignorieren die Stärke auf dem Papier und bringen ihre eigene auf den Platz.

    Schalke hat in den letzten Jahren sehr selten die eigenen Stärken komplett auf den Platz gebracht. Das mag an individueller Selbstüberschätzung liegen, an zu hohen Erwartungen der Fans und des Umfelds (begünstigt durch hohe Ausstiegsklauseln, zu hohe Gehälter etc) oder einfach nur an der Tagesform.

    Christian Heidel bohrt gerade den Finger in die Wunde in dem er von der Mentalitätsfrage spricht. Damit trifft er auch den Nagel auf den Kopf. Wie oft haben wir uns schon gewünscht, dass Schalke zielstrebiger spielt, dass die Torgeilheit fehlt, dass Konter schneller und direkter und vor allem zuende gespielt werden. Immer wieder blitzte das in einzelnen Phasen einzelner Spiele auf, aber im Grunde waren das die berühmten Tropfen auf den heißen Stein. Wenn Heidel und Weinzierl unsere Neuzugänge tatsächlich auch nach diesem Mentalitätsmanko ausgewählt haben, dann kann das nur aufwärts gehen.

    ABER: es braucht Zeit, damit sich auch die anderen Schalker Spieler an die neue Gangart gewöhnen können. Ein halbwegs gutes Spiel gegen Bayern ist genauso wenig ein Gradmesser wie ein ganz ganz schwaches gegen Frankfurt. Die Mannschaft muss sich finden und wird sich auch finden. Es liegt jetzt an der Qualität der einzelnen Spieler und des Trainerteams das schnellstmöglich hinzubekommen.
    Dennoch sollte uns allen klar sein, dass wir Geduld brauchen und die Mannschaft nicht mit Erwartungen erdrücken sollten, nur weil die mal ein 3/4 Spiel gegen die Bauern mitgehalten hat.

    Sollte die Mannschaft aber in jedem Spiel über den Großteil der Spielzeit so auftreten wie am Freitag gegen die Bauern, dann dürfen und sollen die Fans das auch mit Applaus würdigen, egal ob es Punkte gibt, oder nicht. Pfeifen fand ich noch nie wirklich toll, egal wie sehr ich mich selbst über manches Spiel und manchen Spieler aufrege. Aber wenn der Einsatz stimmt und wir Fans den Rückhalt geben, den das Team jetzt braucht, dann kommen auch die Ergebnisse von alleine, dann werden auch andere Spieler vielleicht wieder wach.

  3. Stollengewitter sagt:

    Der Text spricht mir aus der Seele Von dieser Schulterklopferei sollten wir wegkommen wenn wir was erreichen wollen. Auch die kritisierte Haltung nach dem Real Spiel empfand ich so. Nach diesem Spiel stolperte man von Peinlichkeit zu Peinlichkeit mit den Höhepunkten Paderborn und Hamburg zum Schluss.

  4. P.Howard sagt:

    Auch ich fand Schalkes Leistung überraschend gut!
    Aber was sagt das jetzt über meine Mentalität? Bin ich jemand der sich klein macht?
    Torsten, ich glaube Du überziehst hier ein wenig.

  5. rjonathan sagt:

    Das Foto ist peinlich. Es ist wohl wichtig zu differenzieren, worüber man sich freut. Im Falle des Bayern-Spiels halte ich es für falsch, sich über das Ergebnis zu freuen. Auch über das Ergebnis nach 80 Minuten. Gegen Real kann man sich meinetwegen noch über das Ergebnis freuen (so ein CL-Sieg bringt ja Millionen-Prämien), aber mir ist von damals eigentlich auch vor allem das Gefühl in Erinnerung, eine einmalige Chance nicht genutzt zu haben.

    Etwas anderes ist es, sich über das „wie“ des Schalker Spiels zu freuen. Wenn die Mannschaft voller Neuzugänge einen Fußball auf den Platz gebracht hat, den man in dieser Form schon lange nicht gesehen hat, dann ist das doch durchaus ein Grund zur Freude. Dabei ist es eigentlich egal ob gegen die Bayern oder gegen Freiburg. Und es ist eigentlich auch egal ob gewonnen oder verloren. Man freut sich in diesem Fall eher über die mittelfristige Perspektive, die in dieser Mannschaft steckt. Wenn wir dann am Ende der Saison absteigen, werden wir uns noch für unsere Euphorie schämen. Wenn wir am Ende Meister werden, wird man sagen: damals habe ich es schon gewusst, dass in dieser Mannschaft was Großes steckt.

  6. Detlef sagt:

    Genau so isses, Torsten. Für wie viel Minuten auch immer gut gespielt, besser als erwartet, kann man sich bei einer Niederlage eben nichts kaufen.
    Ich war nach die Niederlage, wie nach jeder Niederlage, enttäuscht.
    Mir ist dann auch egal, ob der Gegner Barfuss Jerusalem, oder Bayern München heisst.

    Die Schildchen gehen ja gar nicht.

    „Schalker machen sich selbst klein.“
    Ohne Grund. Schalke ist einzigartig auf seine Art. Es steckt eine Kraft im Verein die seinesgleichen sucht. Diese Kraft muss man nutzen. Dann kommt man vorwärts.

  7. eakus1904 sagt:

    Ich gebe dir recht, dass dieses Plakat-bzw. die Sky-Aktion mit dem „80 min Bayern-Bezwinger“ völlig lächerlich ist. Wahrscheinlich ist der Beitrag dieser Leute in der Fanbox nicht gezeigt worden, so dass sie sich so ihre paar Sekunden Leinwand-Präsenz holten.

    Bei dem anderen möchte ich dir widersprechen. Ich sehe absolut kein kleinmachen. Alle Leute, mit denen ich gesprochen habe, waren selbstverständlich enttäuscht über die Niederlage. Ich auch, völlig. Weil eben mehr drin war. Aber was ist denn falsch daran, auch dass positive rauszustellen?

    Dass Bayern oder auch Real Madrid um Längen voraus sind, darüber müssen wir uns denke ich nicht unterhalten. Die spielen auch finanziell in einer anderen Liga. Das anzuerkennen bzw. zu akzeptieren, ist für mich kein kleinmachen der eigenen Stärke. Sich vor einem Spiel schon zu „ergeben“, solche Partien als Bonusspiele zu bezeichnen-DAS ist kleinmachen. Aber hinterher die gute Leistung-die wir ja am Freitag über weite Strecken gesehen haben- nicht hervorheben, weil man gegen den Branchenprimus keinen Erfolg hatte? Nein, diese Frage der Mentalität beantworten wir beide anders.

    Ich glaube, niemand ist mit knappem Scheitern zufrieden. Warum auch? Aber es bringt aus meiner Sicht viel mehr, die positiven Aspekte vor die negativen zu stellen. Das umgekehrt zu machen, ist nämlich auch ein Grundproblem vieler Schalker, wie es auch Christian Heidel bereits erkannt hat. Wir hadern viel zu oft mit Fehlern oder Misserfolgen aus der Vergangenheit. Damit sollte endgültig Schluss sein.

  8. Nordlicht sagt:

    Wie lang ist denn der angemessene Zeitraum fürs Entäuscht-sein-müssen nach so einem Spiel??

  9. Nordlicht sagt:

    Enttäuscht natürlich mit Doppel tt :-)

  10. Andreas sagt:

    Die Aktion „80min Bayernbezwinger“ ist völlig daneben – da kann man nur entsetzt den Kopf schütteln.
    Im Grundsatz muss ich Dir aber zur Frage der Mentalität widersprechen :
    Sind es nicht wir Schalker denen seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten vorgeworfen wird an grenzenloser Selbstüberschätzung zu leiden und gerade deshalb die verschiedenen Mannschaften Jahr um Jahr mit überzogenen Erwartungen be- und überlastet zu haben ?
    Die aktuelle Mannschaft hat am Freitag einfach etwas probiert was die Mannschaften der letzten Jahre nicht im Ansatz versucht haben. Für mich ein sehr guter Grund, trotz Niederlage, nicht unzufrieden nach Hause zu gehen. Alles im Glauben und der Hoffnung, dass dies keine Ausnahme und auch nicht die Spitze, sondern der Anfang einer Entwicklung war. Da ist es für mich vollkommen in Ordnung der Mannschaft das Gefühl zu geben dass dies von den Fans honoriert wird. Für die nun notwendigen Schritte, nämlich das richtige Einordnen der Leistung und vor allem eine Stabilisierung auf hohem Niveau sind nun Manager und Trainerteam verantwortlich. Wenn dies gelingt werden auch wir Siege gegen die Großen erwarten, fordern und dann bestimmt auch feiern dürfen.
    Benötigen werden wir dazu evtl. noch einen treffsicheren Stürmer !

  11. Netsmurf sagt:

    Diese Aktion mit 80min. Bayernbezwinger ist ganz an mir vorbei gegangen.
    Ironie und Sarkasmus, nichts anderes machen wir doch am Derbytag auch. Laßt den Jungs Ihren Spaß und nehmt das nicht zu ernst.
    Ich oute mich als Träger eines T-Shirts „Derbysieger“ – bin ich jetzt genauso lächerlich wie die Schilderträger?
    Okay, wir haben nicht geführt, daher ist der Begriff Bayernbezwinger verkehrt, aber mehr Gedankengänge verliere ich nicht zu einer solchen Aktion.

    Gegen Bayern hoffen doch die meißten Fans im Vorfeld, das die Niederlage erklärbar und nicht peinlich sein wird.
    Ist das ein „klein-machen“ oder zu versteiftes Realitätsbewußtsein? Ich weiß es nicht.

    Über die Niederlage war ich, wie die vielen anderen auch, enttäuscht. Aber ich war auch stolz über das Produkt „Fußball“, das ich in der Arena gesehen habe. Das letztemal, das mich ein Spiel so emotional mitgenommen hat, war noch unter Magath.
    Deswegen fahre ich heute doch nicht total euphorisch nach Nizza. Aber der Gedankengang „eigentlich haben mal wieder nur die 90min. Fußball gestört“, der ist fast wie weggeblasen.

    Wir befinden uns im Umbruch, die Ergebnisse sind mir noch egal.
    Wir würden auch ein Jahr ohne internationalen Wettbewerb überleben, auch wenn ich das bestimmt nicht wünsche. Wichtig ist doch das eine Entwiicklung stattfindet und das diese auch erkennbar wird.

    Ich mache uns nicht klein, geht als zweitgrößter Verein der Republik auch nicht, aber ich erwarte auch nicht das unmögliche.
    Wenn die Leistung vom Freitag Normalität wird, dann werde ich meine Erwartungshaltung natürlich steigern!
    Bis dahin sind wir definitiv nicht auf Augenhöhe mit den Bayern, Reals und Manchester dieser Welt. Das nennt man dann Aussenseiter, nicht „Kleingemacht“ ;-)

  12. Björn sagt:

    Lieber Torsten, man sollte Dir eine Stelle als Mentalitäts-Checker/Psychologe auf Schalke anbieten! Sehr schöne Beobachtungen.

  13. Maik sagt:

    Ich denke ich weiß worauf du hinaus willst, aber ich denke auch du nimmst die Aussagen (abgesehen von diesem 80Minuten Ding) zu ernst. Die Gefühle der Meisten sind doch komplexer als die auf die eine Aussage der Zufriedenheit zu reduzieren.
    Ich gebe Heidel vollkommen recht. Wir müssen die nächste Stufe erklimmen. Nur sind die Bayern für das Schalke von heute nicht die nächste Stufe. Da müssen wir wieder hin. In gewisser Weise war das Spiel aber die nächste kleine Stufe. Die Mannschaft hat endlich wieder anderen Fußball gespielt. Jetzt muß es weiter gehen, damit wir möglichst schnell wieder gegen die Bayern nach so einem Spiel richtig enttäuscht sind.
    Die meisten Kommentare waren doch eher nur Ausdruck der Erleichterung das es jetzt vielleicht hoffentlich los geht, wieder dahin zu kommen wo wir hin wollen.

  14. Didi sagt:

    Vorzüglich beschrieben! Wenn man auch „die Fans“ nicht über einen Kamm scheren kann, diese Einschätzung sollten (und könnten) sich alle zu eigen machen!

  15. crisscross04 sagt:

    Danke, Torsten. Die letzten beiden Beiträge waren vorzüglich auf den Punkt gebracht. Ich hatte schon einen ähnlichen Kommentar wie diesen Blogbeitrag im Kopf, jedoch nicht die Zeit, ihn auszuformulieren. Ich fragte mich auch, was hier eigentlich gerade bei „NULL“ Punkten gefeiert wird und woher dann noch diese Euphorie kommt? Daher noch einmal „Danke“ für die realistische Einschätzung der aktuellen Lage.

    Ich finde, wir haben noch gar nichts erreicht. Im Gegenteil, wir stehen kurz vor einem Katastrophenstart in die Saison und der Druck in und gegen Berlin ist schon sehr früh in der Saison enorm gewachsen.
    Was hat sich denn zu den letzten Spielzeiten so gravierend verändert? Wir hatten auch schon in den vergangenen Spielzeiten immer wieder Highlights gegen Gegner auf Eigenhöhe gehabt. Daher ist es noch viel zu früh, hier eine verlässliche Wasserstandmeldung abzugeben, nur weil man gegen die Bayern eine Zeitlang auf Augenhöhe mitspielen konnte. Von Euphorie ganz zu schweigen.

    Dieses Plakat/Schild der Beiden ist natürlich oberpeinlich. Gar nicht auszudenken, wenn wir gar gewonnen hätten. Wären dann T-Shirts gedruckt worden? Oder wäre gleich wieder von der kommenden Meisterschaft geredet worden? Es zeigt wirklich, wie klein unsere „Brötchen“ mittlerweile gebacken werden und wenn wir nur am Erfolg „schnuppern“, dass dann gleich die große Euphoriekeule herausgeholt wird.

    Das Spiel gegen die Bayern war eine „gewohnte“ Underdog Situation für Weinzierl. Wie Torsten schon gesagt hat, man muss jetzt abwarten wie die kommenden Spiele agiert wird, wenn wir Favorit sind und das Spiel machen müssen.
    Hat sich wirklich schon etwas verändert oder sehen wir eine ähnlich unkreative Spielweise wie gegen Frankfurt und wie in so vielen Spielen in den letzten Jahren?!?

    Also ma´kucken… ;-)

  16. McP sagt:

    Meine Güte Torsten, jetzt fängst Du auch noch damit an. Was ist so schlimm daran, zufrieden mit einer guten Leistung zu sein? Es kann nur eine Mannschaft Deutscher Meister sein, eine die Championsleague gewinnen, eine Weltmeister werden. Sollen alle anderen bei jeder Niederlage leidenschaftlich enttäuscht sein? Reicht es wirklich nicht, seine Enttäuschung auf schlechte Leistungen zu beschränken und die guten unabhängig vom Ergebnis zu würdigen?

    Früher (und auch heute noch oft) hieß es, die Schalker Fans wollen die Mannschaft kämpfen sehen. Das sei das Wichtigste. Dann könne man auch Niederlagen verschmerzen. Und, war es nicht so? Was ist schlimm daran? Glaubst Du wirklich, die Fans die Freitag applaudierten, haben nicht den Ehrgeiz vom 17. Platz noch weit, weit nach oben zu wollen? Haben nicht den Ehrgeiz auch Bayern schlagen zu wollen?

    Was mir bei dieser Enttäuschungsdiskussion zu kurz kommt: Schaut doch mal auf die Aufstellung! Bayern hatte bis auf Sanchez (der einige Anpassungsprobleme hatte) und Hummels eine komplett eingespielte Mannschaft. Bei Schalke dagegen neu dabei: Naldo, Nastasic (praktisch neu) , Baba, Stambouli, Bentaleb, Konoplyanka, später noch Embolo. Die spielten erstmals (!) in einem Wettbewerb zusammen. Und wir sollen jetzt alle enttäuscht sein, dass es gegen die Bayern noch nicht ganz gereicht hat?

    Bei aller Liebe, das ist lächerlich. So funktioniert Fußball nicht. Und diese Einstellung hilft auch Niemanden.

  17. Nordlicht sagt:

    Nach dem Beitrag und einigen Kommentaren hier, frage ich mich welches die richtige Reaktion von uns Fans gewesen wäre.

    Wie hätte denn angemessen auf dieses Spiel reagiert werden sollen??

    Rede ich meinen Verein klein, weil ich mich freue einen tollen Fussballabend erlebt zu haben?? Darf ich nicht mit einem tollen Gefühl nach Hause gehen, weil die Mannschaft nach Jahren demütigender Auftritte, gegen die Bayern, dagegengehalten hat?? Darf ich mich nicht darüber freuen, das Veränderungen was bewirkt haben und nach unzähligen „Wir müssen jetzt ne Reaktion zeigen“ Phrasen vergangener Jahre, auch mal wirklich eine Reaktion gezeigt wurde??

    Natürlich bin ich frustriert und enttäuscht gewesen nach dem 0-1 und mir klar wurde, das es nichts wird mit den Punkten. Aber soll ich das eine Woche mit mir rumschleppen und die positiven Dinge ausblenden??

    Wer der hier Schreibenden hätte denn mit einer anderen Tabellensituation nach dem Frankfurtspiel gerechnet?? Hat sich denn soooo viel verändert für uns??

    Nein es hat sich nichts verändert. Ausser das wir einmal an einem tollen Spiel unseren Mannschaft teilhaben durften.

    Über den katastrophalen Start können wir uns am Montag hier unterhalten wenn die Leistung nicht bestätigt wurde.

  18. Gauß sagt:

    @McP
    Recht hast du, dass wir eine neue, nicht eingespielte Mannschaft auf dem Feld hatten.
    Und genau das ist zusammen mit der prognostizierten Klasse der Neuen eben die Basis für unser aller Hoffnung, dass wir zukünftig häufiger solche Spiele und dann auch eventuell mal mit eigenen Toren und Punkten sehen werden.

    Aber so funktioniert die Liga nicht.
    Null Punkte, null Tore = aktuell Platz 17.
    So funktioniert die Liga.
    Ohne Gnade, ohne Haltungsnoten.
    Oder bekommen wir ein oder zwei Punkte für das ehrbare Auftreten gegen Bayern irgendwann gutgeschrieben?

    Wie gesagt – war ein gutes Spiel unserer Jungs. Aber zufrieden sein, kann und darf man IMO trotzdem nicht.
    Hoffnung – ja, die darf man wegen guter 80 Minuten von bislang 180 gespielten haben. Mehr aber auch nicht.
    Und natürlich freue ich mich wie jeder andere Schalker, dass wir nach drei überwiegend unwürdigen Jahren mal wieder solche Ansätze gesehen haben.

  19. Spete123 sagt:

    Danke für Deinen Beitrag McP. Ich sehe es ähnlich wie Du.

    Kann man nicht gerade jetzt in der Umbruchphase mal ein wenig Geduld haben und mehr auf die Entwicklung und Einstellung der Mannschaft schauen, als nur aufs Ergebnis.

    Mich hat seit Langem kein Spiel der Blauen mehr so begeistert und emotional angesprochen wie das am Freitag. Ich habe mich in den letzten Jahren aufgrund der ideen- und leidenschaftslosen Auftritte oft genug darüber geärgert, im Stadion gewesen zu sein oder die Zeit vor dem Fernseher „vergeudet“ zu haben. Das war am Freitag völlig anders und das ist mir persönlich neben Erfolgen und einer guten Platzierung am Ende der Saison auch wichtig.

  20. McP sagt:

    Gauß, 34 Spieltage dann wird abgerechnet, so funktioniert die Liga. Und nach dieser Saison kommt die nächste Saison, so funktioniert die Liga.

    Ich weiß, für Dich ist das Ergebnissport und ein dreckiger Sieg mehr wert, als eine gute Leistung. Aber ich für meinen Teil bin diese dreckigen Siege leid. Mir wäre es lieber, Schalke würde mit tollem Fußball Vierter als mit dem ganzen Gedusel der letzten Jahre Zweiter (bei einer Meisterschaft wäre ich weniger wählerisch). Dreckige Siege mögen hier und da helfen, aber sie sind schlecht reproduzierbar. Aber wenn man die Spieler, die Trainer, die Taktik, die Eingespieltheit für guten Fußball hat, kann man das jede Woche auf den Platz bringen und wird auch irgendwann dafür belohnt.

    Und davon ab, was hätte Schalke denn am Freitag anders machen sollen, um einen Sieg zu garantieren, um diesen schlimmen 17. Platz zu verhindern?

  21. Altix sagt:

    Es tut mir leid Jungs, aber ich fühle mich von der Diskussion hier etwas überfordert. Es ist mir ein Rätsel, dass gerade auf Schalke immer und immer wieder ein einzelnes Spiel herausgegriffen und zu Tode analysiert wird, um dann anschließend direkt auf den gesamten Saisonverlauf zu schließen. Irgendwie hat hier jeder in seinen Beiträgen Recht und dennoch möchte ich mich niemanden vollständig anschließen.

    Ich finde, die Mannschaft hat in Frankfurt einen Grottenkick abgeliefert, was mich aber angesichts der Aufstellung und der Historie der Spieler nur wenig überrascht hat. Nach dem Spiel hatte ich hier im Blog geschrieben, dass ich mich nur wenig aufregen konnte, weil ich der Ansicht bin, dass der Umbruch auf Schalke Zeit kosten wird und dass das nicht auf Knopfdruck geht.

    Vor dem Bayernspiel hatte ich mit dem Schlimmsten gerechnet, denn ich habe nicht erwartet, dass trotz Länderspielpause alle neuen Spieler so schnell integriert werden können, wie es nötig ist, um den Bayern erfolgreich Paroli bieten zu können. Nun gut, ich habe mich getäuscht. Die Mannschaft hat deutlich besser gespielt, als von mir erwartet, und hat endlich einmal längst verloren geglaubte Tugenden wie Einsatz und Aggressivität gezeigt. Darüber habe ich mich gefreut, mehr aber nicht. Denn am Ende stehen halt null Punkte auf dem Konto (Fußball, Ergebnissport, Phrasenschwein und so…).

    Nun kommen die Spiele gegen Nizza, Hertha, Köln und Hoffenheim. Wenn die Sache blöd läuft, haben wir wieder positive Ansätze gesehen, aber vielleicht nur zwei oder drei Punkte geholt. Ich hoffe natürlich auf mehr, aber abwegig erscheint mir so ein Szenario nicht.

    Und dann? Stehen wir dann vor dem Weltuntergang, zumal, wenn nach zwei verlorenen Spielen schon von einem Katastrophenstart philosophiert wird? Gladbach hat im vergangenen Jahr die ersten fünf Spiele verloren und spielt dennoch CL. Schalke hat den besten Vereinsstart der letzten X Jahre hingelegt, am Ende hat es dennoch nur mit Ach und Krach für die EL gereicht. Welche Aussagekraft haben also die ersten Spiele, zumal in Zeiten eines so großen Umbruchs, wie er gerade auf Schalke stattfindet? Ich meine: Keine.

    Wir sollten aufhören, immer nur in schwarz oder weiß zu denken, die Welt ist vor allem grau. Ein einzelnes Spiel ist gut und schön, aber mir kommt es mehr auf die kleinen Details und die Entwicklung der Mannschaft an. Nachhaltigen Erfolg kann man nicht per Knopfdruck erzwingen. Er braucht Geduld, viele kleine Schritte, die Fähigkeit, Rückschläge wegzustecken und trotzdem immer das Positive aus den vorhandenen kleineren Entwicklungsschritten zu ziehen. Der Einsatz gegen die Bayern war toll, hat mich gefreut und fördert eine gewisse Zuversicht, dass auch nach einer eher ungewöhnlich positiven Vorbereitungsrunde, mit CH und MW eine Wende zum Besseren eingeleitet wird. Aber all das ist nur die Hälfte wert, wenn die kommenden vier Spiele ähnlich agiert wird, wie gegen Frankfurt.

    Wir sollten in Ruhe abwarten und geduldig auf die weiteren Entwicklungsschritte schauen. Zur Winterpause sind wir dann vielleicht ein wenig schlauer. Bis dahin sollten wir das Wetter genießen und in Ruhe ein kühles Pilsken trinken 

    In diesem Sinne: Prost!

  22. Gauß sagt:

    McP, sorry, aber nichts weißt du.
    Wer sagt denn, dass mir ein dreckiger Sieg mehr wert ist, als ein gutes Spiel? Allerdings bringt ein dreckiger Sieg mehr Punkte als eine nette Niederlage. Das steht ja wohl fest, oder?
    Lies nochmal alles in Ruhe durch.

  23. Spete123 sagt:

    @Gauß
    „Und natürlich freue ich mich wie jeder andere Schalker, dass wir nach drei überwiegend unwürdigen Jahren mal wieder solche Ansätze gesehen haben.“

    Du freust Dich doch auch! Liegen wir da so weit auseinander? Ich bin mit dem Ausgang auch nicht zufrieden, aber würde jetzt nach zwei Spieltagen auch nicht alles dramatisieren:

    „Aber so funktioniert die Liga nicht.
    Null Punkte, null Tore = aktuell Platz 17.
    So funktioniert die Liga.
    Ohne Gnade, ohne Haltungsnoten.“

    Schön geschrieben, aber lass uns doch einfach mal die Hinrunde abwarten und dann ein Zwischenfazit ziehen.

    @Altix: sehe ich auch so!

  24. michael sagt:

    Lieber Torsten,

    danke, danke für deinen Artikel. ich denke wir sollten uns aber auf die Mannschaft konzentrieren. Erstens finde ich, dass nach einem solchen Saisonstart ohne Punkte und ohne Tore es überhaupt keinen Grund zum Jubeln gibt – denn jetzt wird das Spiel am Sonntag schon ein richtungsweisendes Spiel, das wir gewinnen müssen, um nicht fürs erste hinten drin zu hängen. Zweitens: was mich aber positiv stimmt, ist dass die Neuen spielen und das zeigen, was wir alle vermisst haben – Hohes Pressing und schnelles Umschaltspiel. Und hier kommen wir zum einzigen Punkt, der nach dem Bayernspiel positiv zu sehen ist.
    Und Torsten, ja, sehr wohl haben wir in Teilen der Mannschaft ein Mentalitätsproblem! Weinzierl zieht hoffentlich seine Spielidee durch und setzt die Spieler auf die Bank, die das nicht mit in aller Konsequenz verinnerlicht haben. Darüber kann müssen wir uns aufregen und diskutieren. Nicht darüber, ob einige Fans mit einem „perspektivischen“ Aufritt unserer Mannschaft schon zufrieden sind oder nicht.
    Ich stelle z.B. mal die Frage, warum Spieler aus der Knappenschmiede zwar alle technisch sehr gut ausgebildet sind, aber was das effiziente Arbeiten gegen den Ball und Gegner betrifft, keiner richtig ausgebildet ist. Kein Özil, kein Draxler, kein Sane, kein Meyer ………und irgendwie scheint das eine Frage der Mentalität zu sein.
    Deshalb bin ich froh, dass Heidel Spieler geholt hat, die eine andere Mentalität haben.

  25. ReinerEdelmann sagt:

    Über die Schildchen müssen wir nicht diskutieren. Peinlich und eine Kamera findet sich auch immer.

    Der Rest erschließt sich mir nicht – klein machen? In Niederlagen einrichten?
    Die Ansprüche sind auf Schalke bei vielen Fans zu groß/hoch – das ist das Problem. Andere können eben auch kicken und wollen (Frechheit eigentlich!) ebenso in die CL.

    Daran wird sich Schalke am Saisonende, nicht jetzt, messen müssen – wir benötigen das Geld der CL. Dazu müssen wir jedoch Platz 4 erreichen.

  26. mika sagt:

    @Gauß
    Es sind von Platz 17 bis Platz 6 nur 3 Punkte.
    Die Panikmache kann ich nicht verstehen.
    Es ist ein Spiel mit 3 Punkten, nicht mehr und nicht weniger.
    Ich habe langsam das Gefühl, dass hier einige Leute Ihren privaten
    Ehrgeiz projezieren und nicht in der Lage sind mal den
    Augenblick bzw. ein tolles Fussballpiel zu genießen…
    Schade für Euch….
    PS: Völlig neben der Spur sich hier nach 2 (in Worten: Zwei) Spieltagen in Endlosanalysen und angeblich festbetonnierten Schlussfolgerungen zu ergehen…..

  27. derwahrebaresi sagt:

    @warum Spieler aus der Knappenschmiede

    wird jetzt hier parallel eine diskussion über Norbert Elgert eröffnet?

  28. michael sagt:

    warum nicht. wenn es ein Mentaliätsproblem in der Mannschaft gibt, dann steht auch die Ausbildung zur Diskussion.

  29. BlueNote sagt:

    Danke Torsten, für diese stimmige Reflektion und Analyse der Lage und Befindlichkeiten auf Schalke. Dem letzten Spiel konnte ich allenfalls abgewinnen, dass das die neu zusammengestellte Mannschaft offenbar mental besser funktioniert, als die alte Mannschaftsaufstellung der Vorsaison. Das macht nach vier unerträglichen Jahren der Dürre ein bisschen Hoffnung auf bessere Zeiten. Ich bin d’accord, dass Schalke aufhören muss, sich an Niederlagen wie am letzten WE oder der in Madrid aufzugeilen. Ich konnte und kann damit nichts anfangen. Wir waren eben nicht auf Augenhöhe, wir flogen aus dem Wettbewerb oder bekamen wieder mal null Punkte. Das sind die Fakten und nur die zählen. Dessen ungeachtet darf man dennoch aus solchen Spielen ein optimistisches Fazit mitnehmen. Es geht ja nicht darum, alles schlecht zu reden, nach einer ordentlichen kämpferischen Leistung. Es geht um Relativierung, es geht darum, sich nie mit einer Niederlage zufrieden zu geben. Es geht darum, als zweitgrößter deutscher Sportverein selbstbewusst und selbstkritisch zu sagen: „Egal, wer heute der Gegner war: Es fühlte sich mal wieder beschissen an, dass man verlor!“
    Zuviel Demut ist ein schleichendes Gift.

  30. bariton76 sagt:

    Nach 2(!) Spieltagen wird hier über Zufriedenheit oder Unzufriedenheit diskutiert.

  31. crisscross04 sagt:

    Auf Schalke wir doch generell immer alles diskutiert und hinterfragt… Also im Westen nichts neues. ;-)

  32. ReinerEdelmann sagt:

    @BlueNote,

    „Zuviel Demut ist ein schleichendes Gift.“

    Mag sein – aber wichtiger ist doch die Frage, was ist denn zu viel? Und: Haben Schalker zu viel? Ich tendiere zur gegenteiligen Sichtweite.

    @bariton76,

    Dies sehe ich auch als mehr als fragwürdig. Schalkig.

  33. McP sagt:

    Bevor der Nächste schreiben möchte, Schalker würden Niederlagen bejubeln, sich daran aufgeilen, Stolz darauf sein oder sich in ihnen einrichten: Zeigt mir bitte mal einen einzigen Schalker, der das macht. Ich kenne nicht einen davon. Das ist doch auch komplett unlogisch. Vielleicht habe ich die falsche Wahrnehmung, aber falls nicht, können solche, meiner Meinung nach, unfairen Unterstellungen auch gerne unterbleiben.

    Anschließend kann man ja immer noch darüber reden, ob es angemessen ist, mit einer Leistung wie Freitag zufrieden zu sein oder ob man von S04 mit sieben neuen Spielern am zweiten Spieltag gegen Bayern nicht deutlich mehr verlangen darf, mehr Punkte, mehr Tore, mehr Leistung, weniger klein machen.

  34. lassi04 sagt:

    @“Ich war enttäuscht, dass eine sich bietenden Chance einmal mehr nicht genutzt werden konnte.“

    Ich denke, dass ist keine Frage der Mentalität, sondern der (realistischen) Einschätzung von Schalke. Vor dem Spiel gegen Real (0:2 im Hinspiel und im Vorjahr mit 1:6 und 0:2 weggefegt) hatten wir eigentlich keine realistische Chance aufs Weiterkommen, aber die Mannschaft hat sich diese Chance erkämpft und leider nur fast genutzt. Davon kann man sich nichts kaufen, aber dennoch stolz drauf sein. Ebenso am Freitag gegen Bayern. Die Ausgangslage war fürchterlich! Die letzten Jahre wurden wir durchweg mit 1:5 und 0:4 usw. überrannt, davor grottenschlechte Leistung gegen Eintracht und Bayern ballert Bremen weg. Dazu neues und nicht eingespieltes Team, Länderspielpause usw…Also auch wieder keine realistische Chance, aber trotzdem eine erkämpft und fast was geholt.

    In unserer Situation fast schon zu verlangen, gegen Bayern zu punkten, zeugt von klarer Selbstüberschätzung und ist brandgefährlich! DAS hat uns in den letzten Jahren immer wieder das Genick gebrochen. Nichts gegen Eure perönlichen Meinungen, aber Einige sollten mal über ihre Erwartungen nachdenken, ansonsten stehen wir wieder am Anfang vom Ende. Zum x-ten Male seit 2001…

    Ansonsten bleibt zu sagen, wir stecken (mal wieder) am Neuanfang, im Umbruch, je nach dem…und da ist einfach der Weg das Ziel!!! Wie lange dieser Weg ist, weiß keiner, aber definitiv länger als zwei Spieltage!:) Und ein sehr gutes Spiel gegen Bayern ist schon mal der erste Schritt auf diesem Weg, deshalb darf man sich über diese Leistung auch mal selbst feiern, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren!

  35. Torsten sagt:

    In unserer Situation fast schon zu verlangen, gegen Bayern zu punkten, zeugt von klarer Selbstüberschätzung und ist brandgefährlich!

    In meinem Text geht es um den Umgang mit Niederlagen, nicht um die Erwartungshaltung vor den Spielen.

    Es geht mir um die nachträgliche Heroisierung von Niederlagen. Wenn sich nach einem solchen Spiel die Verlierer selbst toller finden als die Sieger ist das meines Erachtens schräg. Wenn jemand mit „80 Minuten Bayern-Bezwinger“-Schildchen ankommt ist das meines Erachtens zum fremdschämen. Das ist das Verhalten eines Viertligisten gegenüber eines Bundesligisten. Und nach meinem Empfinden sind die Schildträger nur im Schildtragen ein Einzelfall, im Umgang mit Niederlagen gegenüber den ach so großen Clubs gehören sie einer nicht ganz so kleinen Gruppe an.

    Ich bin d’accord, dass Schalke aufhören muss, sich an Niederlagen wie am letzten WE oder der in Madrid aufzugeilen. Ich konnte und kann damit nichts anfangen. Wir waren eben nicht auf Augenhöhe, wir flogen aus dem Wettbewerb oder bekamen wieder mal null Punkte. Das sind die Fakten und nur die zählen. Dessen ungeachtet darf man dennoch aus solchen Spielen ein optimistisches Fazit mitnehmen. Es geht ja nicht darum, alles schlecht zu reden, nach einer ordentlichen kämpferischen Leistung. Es geht um Relativierung, es geht darum, sich nie mit einer Niederlage zufrieden zu geben.

    Das fasst es nochmal gut zusammen, finde ich.

    Zeigt mir bitte mal einen einzigen Schalker, der das macht.

    Wäre mir das nicht untergekommen, hätte es diesen Text nicht gegeben. Ich werde aber niemanden namentlich erwähnen, ich werde niemanden persönlich einer Diskussion preisgeben (Und um dem nächsten Einwand vorzugreifen: Wer sich mit Schildern vor Journalisten stellt gibt sich selbst der Öffentlichkeit preis, da kann ich dann auch nichts mehr kaputt machen).

    Wenn Dir dieses Verhalten noch nie untergekommen ist haben unsere Schalkewelten wohl eine zu kleine Schnittmenge, oder Du blickst einfach anders auf die Dinge.

  36. rjonathan sagt:

    @Altix
    Sehr gut geschrieben! Wie geht der Spruch noch gleich? Eine Saison ist ein Maratahonlauf und kein Sprint.

  37. BlueNote sagt:

    @Rainer Edelmann: „Was ist denn zuviel?“ Wie die lebhafte Diskussion hier zeigt, wird das, wie zu erwarten war, individuell sehr unterschiedlich empfunden. Meine Wahrnehmung ist, ähnlich wie die von Torsten, dass die Zahl derer, die es sich in den letzten vier Jahren im Underdog-Bewußtsein etwas zu gemütlich eingerichtet haben, zugenommen hat. Dieser Teil der Fans stellt, so empfinde ich es auch, aber nicht die Mehrheit dar. Es ist zu hoffen, dass das auch niemals so sein wird. Ich kann aber für mich sprechen: Mir ist es jetzt schon zuviel Gift!

    Ein Bochumer, Duisburger, St. Paulianer darf das Underdog-Image ganz ungeniert pflegen und er läuft nicht Gefahr, unglaubwürdig dabei zu werden. Unser Päckchen ist aber ungleich größer. Unser Club spielt gemessen an der Tradition, seinem Umsatz, seiner Mitgliederanzahl, seiner Stadiongröße und -ausstattung, seinem nominellen Kader, seiner Personalkosten, seiner globalen Marketingstrategie (leider), seiner Medienrelevanz und natürlich an seiner tatsächlichen und gefühlten Leidenschaft seiner Fans in der Champions League. Leider nicht im Aufsichtrat, aber das ist eine andere Diskussion. Umso mehr schmerzt es mich, wie es seit der Ära Raul dann sportlich den Bach runter ging und Schalke begann, von innen heraus sich selbst zu vergiften. Die Gründe hierfür sind komplex und können jetzt auch nicht nur allein auf dem Spielfeld beseitigt werden. Die letzten Jahre haben bei uns allen Narben hinterlassen.

    Der Verein hatte jüngst eine intensive Führungsdiskussion(die möglicherweise nur kurz ruht) und eine intensive Wertediskussion, an deren Ende ein schönes und gutes Leitbild stand. Der nächste Schritt muss aber eine schonungslose und ehrliche Indentifikationsdiskussion sein. ich will den Club zurück, der die Großen nicht nur ärgert sondern der auch sportlich wie ein Großer agiert. Ich will den Club zurück, bei dem die talentiertesten Eigengewächse auch noch mit 23 Jahren sagen: Es gibt keinen geileren Ort Fußball zu spielen als hier. Ich will den Club zurück, bei dem sich auch ausländische Spieler wieder auf lange Zeit Wohl fühlen und es hier in die Ehrenkabine schaffen.

    Ich habe es satt, dass mich auf jedem neuen Mannschaftsposter Jahr für Jahr 30-50 % neue Gesichter anlachen. Ich habe es satt, dass auf der Homepage jede 2. Headline mit „Haben…“ oder anderen infinitivisierten Hilfsverben beginnt. Ich habe es satt, dass man die Knappenschmiede als Marke abfeiert, die am Ende aber nur noch vornehmlich der Geldbeschaffung dient. Ich habe es satt, dass ich zur Kenntnis nehmen soll, dass uns links und rechts Retortenclubs überholen, die weniger stimmberechtigte Mitglieder haben als unsere U11 Mannschaftsbetreuer hat. Und, um mal wieder die Kurve zum Ausgangsthema zu bekommen: Ich habe es satt, mal wieder nur 80 Minuten auf Augenhöhe gewesen zu sein, wenn ich zum geilsten Club der Welt gehöre. Viel Gift also, dass ich spüre. Wem die Dosis nicht hoch genug ist, der soll so weitermachen wie bisher. Ich für meinen Teil kann das nicht und werde in dieser Saison weniger schauen und mal versuchen, das alte Fieber wiederzufinden. Meine Einstellung muss also auch auf den Prüfstand. Keine Frage.

  38. michael sagt:

    @ BlueNote

    100% Zustimmung. Genau daran muss das zukünftige Handeln ausgerichtet sein und dafür muss viel, sehr viel getan und noch einiges verändert werden. Ich war damals im San Siro und ich will, dass unsere Mannschaft unser Verein wieder dort hinkommt, wo „unser Club …… gemessen an der Tradition, seinem Umsatz, seiner Mitgliederanzahl, seiner Stadiongröße und -ausstattung, seinem nominellen Kader, seiner Personalkosten, seiner globalen Marketingstrategie (leider), seiner Medienrelevanz und natürlich an seiner tatsächlichen und gefühlten Leidenschaft seiner Fans in der Champions League.“ spielen sollte.

    Ich hoffe, dass dieses Mal die Weichen richtig gestellt wurden.

  39. Lattenknaller sagt:

    Das Foto ist doch gestellt, oder?
    Ich meine, welcher halbwegs gesunde Mensch läuft mit zwei Schiefertafeln und Kreide durch die Weltgeschichte und stellt sich so dermaßen drapiert vor eine Kamera?

    Gutes Statement @BlueNote.

  40. lassi04 sagt:

    @“In meinem Text geht es um den Umgang mit Niederlagen, nicht um die Erwartungshaltung vor den Spielen.“

    Ich denke schon, dass das Eine was mit dem Anderen zu tun hat. Weil wir vor dem Spiel schon eher der Viertligist, als auf Augenhöhe waren. Und nur weil die Mannschaft 80 min lang auf Augenhöhe agiert hat, heißt das nicht, dass wir es tatsächlich sind! Und deswegen, darf man mit dem Spiel zufrieden sein und die Leistung honorieren und von mir aus auch heroisieren. Das heißt aber nicht, dass ich gerne verliere, sondern angesichts der Voraussetzungen vor dem Spiel und der Tatsache, dass wir im Umbruch sind, Ergebnisse einfach zweitrangig sind.

    Es geht doch hauptsächlich darum, dass sich die Mannschaft stetig weiterentwickelt und eine gewisse Konstanz in ihre Leistungen bekommt.
    Das wir in 1-2 Jahren tatsächlich auf Augenhöhe mit den Bauern sind.

  41. leoluca sagt:

    Heroisierung von Schalke als Selbstzweck. Das ist für mich ein Stichwort, das ich durchaus auf einen Teil unserer Fankultur anwenden würde. Es gibt nicht nur den Dauernörgler und Schnellpfeifer im Stadion, es gibt auch das gerade Gegenteil unter nicht wenigen Fans, die sich vor allem gerne selbst feiern – unabhängig von Ergebnis und Mannschaftsleistung.

    Ich kann daher an der Meinungsäußerung von Torsten nichts Falsches finden, im Gegenteil, ich halte sie für einen notwendigen Einwurf:

    „Es geht mir um die nachträgliche Heroisierung von Niederlagen. Wenn sich nach einem solchen Spiel die Verlierer selbst toller finden als die Sieger ist das meines Erachtens schräg. Wenn jemand mit „80 Minuten Bayern-Bezwinger“-Schildchen ankommt ist das meines Erachtens zum fremdschämen. Das ist das Verhalten eines Viertligisten gegenüber eines Bundesligisten. Und nach meinem Empfinden sind die Schildträger nur im Schildtragen ein Einzelfall, im Umgang mit Niederlagen gegenüber den ach so großen Clubs gehören sie einer nicht ganz so kleinen Gruppe an.“

  42. leoluca sagt:

    Kleine Ergänzung: Die Bayern haben am Freitag gewackelt. Sie wären zu packen gewesen. Unsere Mannschaft hatte die nötigen Chancen dazu und sie stand defensiv wirklich hervorragend. Daher war ich nach dieser Niederlage erst mal bitter enttäuscht und mir war beim Schlusspfiff durchaus nicht euphorisch zumute. Eher wütend. Ein Schmähgesang auf diese Bayern hätte mir eindeutig besser in den Kram gepasst als dieses Lied der Selbstanbetung.

  43. crisscross04 sagt:

    @BlueNote: Danke für diesen Kommentar. Mit dem letzten Absatz sprichst Du wohl vielen Schalkern aus der Seele. Alleinig in der Umsetzung deiner indirekt geäußerten Wünsche nach Besserung sehe ich noch „gewisse“ Umsetzungsprobleme. ;-)

    @leoluca: Deine Einschätzung zu den Fans, die sich unabhängig vom Spiel, Leistung und Ergebnis selbst feiern, habe ich auch schon sehr häufig bei Auswärtsspielen so erlebt.

    Leider habe ich meistens „nur“ die Gelegenheit, zu den Auswärtsspielen von S04 zu fahren. Wenn ich dann mit den „Nordkurven-Jungs“ in der Kurve stehe, erlebe ich dieses Gefühl sehr häufig. Ich habe es mal mit einem „Stammtischtreffen auf gegnerischen Hoheitsgebiet“ verglichen, bei dem es nicht um das Geschehen auf dem Rasen geht, sondern nur um das Ritual des Zusammenseins und des gemeinsamen Erlebens. Eigentlich ist das ja etwas sehr Soziales, Schönes und Positives. Nur ich habe mich schon häufiger gefragt, ob mit den Gesängen und Sprechchören eigentlich die Mannschaft unterstützt oder sich eigentlich nur selbst gefeiert werden soll, wenn die Hälfte der Jungs noch nicht mal das Spiel verfolgen. Aber wenn die Mannschaft die Fans hören und sich so angespornt bzw. unterstützt fühlen, ist der Beweggrund wohl nebensächlich. Aber auch das gehört wohl zum „Mythos vom Schalker Markt“…

    Einerseits war das natürlich schon sehr emotional, dass das halbe Stadion nach Abpfiff den Mythos angestimmt hat. Jedoch hat das Ganze eben ein „Geschmäckle“, wie man im Schwabenland sagt, weil wir mit leeren Händen darstehen. Da gibt es eben nichts zu feiern oder gar zu heroisieren, sondern allenfalls Respekt zu zollen.

    Daher fand ich auch Torstens Blogbeiträge sehr treffend formuliert. Trotzdem haben wir erst 2. Spieltage hinter uns und es bleiben noch 32 weitere, um seine Meinung über das Potential der Mannschaft einschl. neuen Führungsstabs nach jedem Spieltag neu zu bilden. ;-)

  44. Rjonathan sagt:

    „Ich habe es satt, dass mich auf jedem neuen Mannschaftsposter Jahr für Jahr 30-50 % neue Gesichter anlachen.“

    Ich habe das ja mal historisch ein wenig untersucht und hier in den Kommentaren zusammengefasst. Es gibt keine Anzeichen für eine prinzipiell größere Fluktuation heute im Vergleich zur Vergangenheit.

  45. ReinerEdelmann sagt:

    „Das wir in 1-2 Jahren tatsächlich auf Augenhöhe mit den Bauern sind.“

    Das meine ich mit Schalker Selbstüberschätzung und fehlender Demut.

    Wir können vielleicht einmal in einem Spiel (noch dazu zu Beginn einer Runde) mit den Bayern mithalten (verlieren dann dennoch verdient), aber doch nicht über eine Saison!

    Und in 2 Jahren ist der Abstand zu den Bauern nöch größer geworden, zumal sie sich noch viel mehr Geld über die CL „reinsaugen“.
    Dies soll nicht heißen, dass es auch in DE alle Jubeljahre einmal den Fall „Leicester“ geben kann.

    Der FC Schalke muss die CL anstreben; aber selbst nach Klettern auf eine Leiter sind wir nicht auf Augenhöhe mit den Bayern. Klein reden? Nein – Realität.

  46. blues sagt:

    „…aber selbst nach Klettern auf eine Leiter sind wir nicht auf Augenhöhe mit den Bayern.“

    Ich wüsste auch gar nicht, warum ausgerechnet Schalke ein gegenteiliges Beispiel abgeben sollte oder gar könnte, dass die Schere zwischen Arm und Reich meistens sehr deutlich sichtbar ist.

  47. leoluca sagt:

    Tut mir leid, aber ich kann mit dieser Larmoyanz beim Thema Bayern München nicht viel anfangen. Wir die Armen, die die Reichen. Nee.

    Wenn die Bayern in dieser Saison wieder Meister werden, dann muss das nicht unbedingt daran liegen, dass sie so gut und so reich sind, sondern es könnte durchaus sein, dass die oberen Ligamannschaften einfach zu mittelmäßig Fußball spielen.

    Dass man die Bayern wieder eher besiegen kann als in den vergangenen Jahren, das habe ich letzten Freitag in unserer Arena gesehen und ärgere mich bis heute, dass unsere Mannschaft diese Chance hat liegen lassen. Wo ist die Schalker Mentalität geblieben, dass wir jeden schlagen können und natürlich auch die Bayern in diesem Zustand?

    Bayerns Mittelfeld war am Freitag bei weitem nicht so stark wie in den beiden letzten Spielzeiten. Man sah große Abstände zwischen Mittelfeld und Angriff, die man nicht für möglich hielt. Teils, sowohl bei Sanchez wie auch bei Lahm und Alonso sah man ansatzweise sogar Rat- und Hilflosigkeit. Bayern stand überraschend tief, weil sie sich von Schalke hinten reindrängen ließen, was Weinzierl klug geplant hatte. Bayern wusste sich öfter nur durch Gelb-Fouls den Schalker Kontern zu erwehren und hätte der Schiri den berechtigten Elfer für Kono auch gegeben und Hummels die Rote gezeigt, wer weiß. Große Einzelaktionen von Neuer und Lewandowsky haben das Spiel schließlich entschieden, nicht aber die spielerische Überlegenheit der Bayern.

    Ich habe keine Überbayern gesehen am Freitag. Und eine Schalker Mannschaft, die sich zwar grundsätzlich mit ihrem Kader nicht auf Augenhöhe befindet, aber die Chance zum Sieg hatte.

  48. Torsten sagt:

    Der FC Schalke muss die CL anstreben; aber selbst nach Klettern auf eine Leiter sind wir nicht auf Augenhöhe mit den Bayern. Klein reden? Nein – Realität.

    Ich weiß nicht, ob das nun nicht längst klar ist, aber weil über das Wort „kleinreden“ Bezug auf meinen Text genommen wird:

    Ich schrieb oben nicht von einem generellen Vergleich mit Bayern München oder Real Madrid. Ich schrieb über die Reaktion, nachdem in einem(!) Spiel eine reelle Chance auf einen Sieg bestand.

    Dass man generell weit hinter Bayern München zurück ist bedeutet nicht, dass man ein Spiel nicht gewinnen kann. Und wenn man ein Spiel verliert, in dem man im Verlauf realistische Chancen auf einen Erfolg hatte, ist das zurücklehnen auf den „generellen Abstand“ meines Erachtens falsch, und eben ein „sich kleinmachen“.

    Ich wüsste auch gar nicht, warum ausgerechnet Schalke ein gegenteiliges Beispiel abgeben sollte oder gar könnte, dass die Schere zwischen Arm und Reich meistens sehr deutlich sichtbar ist.

    Eine Frage der Perspektive, übrigens. Für verdammt viele gehört S04 zu reich.

  49. BlueNote sagt:

    Hier mal ein Blick von außen auf das Mentalitätsthema und eine nüchterne Einschätzung der Leistung gegen die Rothosen:

    http://torfabrik.de/querpass/a.....ugnis.html

  50. blues sagt:

    „Für verdammt viele gehört S04 zu reich.“ Eine richtige Anmerkung, das gilt in beide Richtungen. Aber auch in einem Fall, bei dem es um Schalke und Bremen ginge, würde Schalke dann kein gegenteiliges Beispiel dafür abgeben, dass die Schere zwischen Arm und Reich deutlich sichtbar ist.

  51. derwahrebaresi sagt:

    Nun denn, dann wird ja wohl ab sofort wieder der Baum auf Schalke brennen.

    Bzw. 3. Spieltag: Nur 9 Punkte Rückstand auf Bauern und Berliner.

  52. crisscross04 sagt:

    Es geht nicht um Baumbrennen oder um irgendeine Häme, sondern dass wir aktuell ein gravierendes Offensivproblem haben.
    Außerdem wird unsere Mannschaft aktuell von zu vielen Menschen viel zu hoch eingeschätzt.
    Wir haben gegen Frankfurt und Hertha verloren. Alles keine CL Kandidaten. Diese CL Gegner kommen auch noch.
    Der Druck steigt von jeder Niederlage zu jeder erneuten Niederlage.
    Mal sehen, ob wir da unten so schnell herauskommen und wie die Veranwortlichen die Ruhe bewahren (können).
    Ich bin da skeptisch, wir sind immer noch auf Schalke.

  53. derwahrebaresi sagt:

    Häme ist ein Fremdwort für mich!
    Realismus hingegen nicht.

  54. Ney sagt:

    Läuft halt nicht. Selbst gegen Durchschnittsmannschaften wie Hertha reicht es noch nicht. Die sind eingespielt, wir nicht.

    1 Tor aus 4 Spielen in der Liga und in der Europa League. Ich seufz’ma und bin dennoch guten Mutes.

  55. derwahrebaresi sagt:

    Zwei krasse individuelle Fehler haben wenig mit „nicht eingespielt“ zu tun. ;/)

  56. Eigenart sagt:

    Ich denke, wir werden die Hinrunde brauchen, bis die Mannschaft eingespielt ist. Ob wir dann unser Offensivproblem gelöst haben, weiß ich nicht. Aber ich vertraue Weinzierl und Heidel. Trotzdem graut mir ein bißchen vor Mittwoch…

  57. Ney sagt:

    @derwahrebaresi
    Keine Tore zu erzielen hat (hoffentlich) mit nicht eingespielt zu tun statt mit fehlender Qualität. Ich gehe zunächst von ersterem aus.

    Unsere Offensivreihe hängt in der Luft, vielleicht kommen deswegen vor allem Embolo und Choupo-Motig so schwach daher.

  58. Uninspiriert in Berlin: Schalkes 0 steht auch nach 3! sagt:

    […] Torabschlüssen und verlor zweimal kläglich. Mit nichts ist zu begründen, weshalb die gute Leistung gegen Bayern München mehr Beachtung erfahren sollte als der pomadige Auftritt in […]

  59. derwahrebaresi sagt:

    Der HSV hat gar 89 Minuten geschafft.
    Bin gespannt auf die Schiefertafeln…

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