Viel Unmut, weniger Tullus

Schalke 04 hat fünf Bundesligaspiele in Folge verloren. Gerade Schalke 04, der Club, den die Aufregung ihre Heimat nennt. Gemessen an dem, was man aus der Vergangenheit gewohnt ist, es aktuell aber noch erstaunlich ruhig. Das macht mir Hoffnung.

Natürlich ist jeder Schalker unzufrieden mit der aktuellen Situation. Natürlich gibt es von Fanseite jede denkbare Reaktion auf die Misere. Schalker sind eben viele. Für mach einen ist schon wieder Clemens Tönnies schuld, weil sich eben nichts ändere so lange er da sei. Für andere ist das eh längst nicht mehr ihr Schalke. Natürlich bekommt auch der neue Manager sein Fett weg. Und wie zu erwarten bläst dem neuen Trainer der fanseitige Wind am heftigsten entgegen.

Dass es ja nicht klappen könne, dass sich ein Team einspiele, wenn der Trainer die Startformation ständig wechsle, sagen die einen. Dass der Trainer dringend diesen oder jenen Spieler auf die Bank setzen müsse, da er es ja nicht brächte, sagt der Nächste. Wieso denn kein neuer Spieler aus der Knappenschmiede eine Chance bekäme, obwohl das aktuelle Personal doch scheitere, fragt der Dritte.
Gerne wird auch auf die Vergangenheit verwiesen. Ja, unter Breitenreiter sei auch nicht alles toll gewesen, aber er hätte wenigstens gepunktet. Und überhaupt habe Jens Keller doch Erfolg gehabt. Man selbst habe schon immer gewusst, dass Markus Weinzierl auch nicht besser sei, dass Erfahrungen aus Ausgburg nicht für Schalke 04 reichen würden, dass das viele Geld für seine Ablöse nicht nötig gewesen wäre.

Die Verehrung von Ex-Trainern steigt linear mit dem zeitlichen Abstand zu den pomadigen Spielen ihrer Zeit. Viel Unmut ist nach fünf Niederlagen in fünf Ligaspielen normal, das wäre in keinem Club anders. Und doch halten noch mehr Schalker gerade inne, statt schon wieder des nächsten Trainers Kopf zu fordern. Gerade der Vergleich mit den Vorgängern könnte ein Grund dafür sein. Dass Schalker Mannschaften in den letzten Jahren unter sehr verschiedenen Trainer auf dem Platz sehr gleich pomadig agierten mag für einige den Schluss nahelegen, dass Weinzierl auch nicht besser als seine Vorgänger ist. Noch naheliegender ist aber der Schluss, dass sich das mit dem nächsten Trainerwechsel auch nicht ändern ließe, dass es andere Gründe haben muss, auf die Schalke mal anders reagieren sollte.

Das ständige Wechseln von Trainern hat dazu geführt, dass Schalke spätestens alle anderthalb Jahre wieder bei Null begonnen hat, dass Spieler wieder nicht die Wunschspieler des aktuellen Trainers waren, dass Trainernotlösungen in der laufenden Saison gefunden werden musste, dass Schalke eben stets nur auf aktuelle Situationen reagiert hat, viel zu selten geplant agierte. Aus dieser Schleife auszubrechen war das Vorhaben, als man zu dieser Saison den großen Umbruch wagte. Dass das nach einem Monat Misserfolg nicht gleich wieder über den Haufen geworfen werden sollte, verstehen mittlerweile ganz viele Schalker.



85 Kommentare zu “Viel Unmut, weniger Tullus”

  1. westecke sagt:

    So isses. Punkt.
    Gestern drei Karten für Sonntag gekauft. 650 km Anreise einfach. Bekloppt? Nee, Schalke.

  2. Karsten sagt:

    Wahnsinnig ist, wer immer das gleiche tut, aber unterschiedliche Ergebnisse erwartet.
    Mal was anderes versuchen war nötig. Dass da nicht zwingend alles rund läuft, war möglich. Ich bin da voll bei Torsten und verspreche: Alles wird gut.

  3. Voice sagt:

    „Die Verehrung von Ex-Trainern steigt linear mit dem zeitlichen Abstand zu den pomadigen Spielen ihrer Zeit.“ Ein sehr schöner Satz, gefällt mir gut.

    Ich denke, wir befinden uns gerade in der gefährlichsten Situation seit der Saison 93/94, als ein Abstieg nur mit der allergrößten Mühe verhindert werden konnte. Trotzdem bin ich nicht der Meinung, ein Wechsel auf dem Trainerstuhl würde etwas bringen. Noch ist genug Zeit, sind genug Spiele übrig, die Kurve zu kriegen. Allerdings glaube ich nicht, dass der Knoten irgendwann einfach platzt. Es muss schon was passieren, mit der bisherigen Leistung wird es nichts werden. Das war einfach zu wenig. Ich vertraue noch darauf, dass MW und CH es hinkriegen, dass sich die richtigen Knöpfe drücken. Vor allem, warum sollte ein anderer mehr Erfolg haben und wer sollte das sein. Nein, Geduld und Vertrauen ist gefragt.

    Ich gebe Torsten recht, noch ist es verhältnismäßig ruhig. Auch in den Medien, die so oft (auch zu recht) gescholten wurden.

  4. Detlef sagt:

    Das jeder Schalke unzufrieden ist, normal, manche würden sogar bei Siegen meckern, einige bei Fehlpässen.

    Das jetzt jder mindestens eine Meinung hat woran das liegt, auch normal.

    Alles andere ist auch für mich unnormal. Keine Raus dieser und jener Rufe.
    Keine Wut. Sollte Schalke wirklich auf einem neuen Weg sein? Ich hoffe es, denn den Trainer wieder zu wechseln würde wahrscheinlich nichts ändern. Dann müssen wir Schalker halt mal nicht nach der CL schielen, oder auf die EL hoffen. Warum auch nicht.

  5. BlueNote sagt:

    Ich fordere auch diesmal nicht den Kopf des Trainers. Habe ich nicht bei Magath, nicht bei Keller und nicht bei Breitenreiter getan. All deren Abgänge fand ich undwürdig und es bleiben bis heute für mich strategische Fehlentscheidungen des Oligarchen und seiner Marionetten, unter denen wir heute noch leiden müssen, weil auf diese Weise nie Kontinuität Einzug halten konnte. Pomadige Spielweise hin oder her.
    Bei Di Mateo habe ich mir da allerdings auch mal eine andere Meinung gegönnt und fand die Trennung richtig.

    Richtig ist es auch, jetzt um jeden Preis den Neuanfang mit Weinzierl konsequent durchzuziehen. Notfalls sogar mit einem Jahr zweite Liga. Egal. Ich mag ihn als Typ nicht besonders aber darum geht es doch garnicht. Es geht darum, wieder ein Stück Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen und nachhaltige Identifikation zu stiften. Dieser Schnitt kann weh tun, vielleicht muss er das einfach auch. Heidel und Weinzierl müssen diesen Kader weiter ausmisten und alles pomadige nachhaltig ausrotten. Schon könnte ein Schuh daraus werden. Am Ende haben es die Fans selbst mit in der Hand, wie der Hase hier weiterläuft. Diejenigen, die jetzt hetzerisch schon Köpfe fordern, machen genau da weiter, woher der Club gerade kommt. Und da will ich nicht nochmal drei bis fünf Jahre hin…

  6. Watson04 sagt:

    Word!

  7. eakus1904 sagt:

    Trifft es auf den Punkt, vielen Dank. Ich hab aber auch ehrlich gesagt nicht soooo viele Kommentare gelesen, die schon wieder den Kopf des Trainers fordern.(Dieses Video von dem großartigen Typen, der MW zurück in den Starnberger See schicken will, mal ausgenommen :-) ) Wäre auch wirklich völliger Schwachsinn.

    Ich hoffe nur, Heidel behält den langen Atem und zieht es durch. Die Ansagen der Mannschaft gegenüber waren jedenfalls deutlich.

  8. CarstenS04 sagt:

    wie schon gesagt…. ich denke nicht das MW von Heidel entlassen wird, sondern befürchte eher das ein Punkt kommt das MW von selbst hinschmeißen möchte weil der Meinung die Mannschaft nicht erreicht!

    eine Zwickmühle… ich hoffe alle halten durch

  9. lassi04 sagt:

    „Notfalls sogar mit einem Jahr zweite Liga.“

    Bei unseren Verbindlichkeiten und den fehlenden Einnahmen aus Fernsehgeldern, Sponsoren und Europapokal müssten wir ernsthaft um die Lizenz für die 2. und 3. Liga fürchten! Und Regionalliga dürfte Insolvenz bedeuten. Sollte es wirklich soweit kommen, dass wir richtig tief im Sumpf stecken, dann sollte man doch die Reißleine ziehen!;-)

  10. Ney sagt:

    Nicht sehr unwahrscheinlich ist (leider) eine Niederlage am Sonntag gegen eingespielte Gladbacher. Wenn vorne kaum Tore fallen und hinten zuverlässig ein, zwei Böcke produziert werden, die zu Gegentoren führen, dann muss man damit rechnen. Zumal die Mannschaft immer mehr verkrampft und sich nichts zutraut.

    Insofern wird die neue Schalker Duldsamkeit womöglich in der nächsten Woche noch extremer beansprucht, wer weiß.

    Eine aus meiner Sicht überraschende Darstellung der Sachlage gab unser Manager ab. Ist es wirklich eine Charakter- und „Wirwollneuchkämpfensehn“-Geschichte, die sich zur Zeit abspielt, man muss in erster Linie „malochen“?

  11. Chris sagt:

    Bin gespannt, welche Wege Heidel beschreiten und welche Mittel er einsetzen wird. Die nächste Münze in das Trainerkarusel einzuwerfen wäre reiner Aktionismus. Die Ursachen liegen an anderer Stelle.

  12. Klopenner sagt:

    @ney

    Jein. Vermutlich wollen die meisten Fans die Mannschaft kämpfen sehen. Wie in alten Zeiten. Gras fressen und Blut schwitzen. Aber damit alleine ist es natürlich nicht getan. Ich denke Heidel meint in erster Linie eine andere Einstellung. Mehr Gegenwehr nach einem Rückstand und nicht dem Gegner zeigen, dass man eh nicht mehr an sich glaubt. Souveränes – nicht überhebliches – Spielen bei einer Führung. Die Einstellung, wir schaffen den Gegner auch mit 90%-Leistung, muss weg. So wie Bentaleb vorgestellt wurde: Er hasst es wenn der Gegner den Ball hat. Dieses Gefühl sollen nach Möglichkeit alle Spieler bekommen. Dann sind sie automatisch gewillt etwas mehr Leistung zu bringen. Zumindest aber sollten sie es sein. Maloche an sich ist dabei sicher nicht verkehrt. Körperliche Arbeit (und das meint Maloche doch in der Regel) im Fußball heißt für mich, dem Gegner wenig Raum lassen, ihm auf die Füße steigen (nicht wie Jones bei Reus) und vor allem Laufen. Aber nicht wahllos über den Platz, sondern offensiv freilaufen und anspielbar sein und defensiv Räume schließen und den Gegner anlaufen.

  13. crisscross04 sagt:

    Dass viele Fans jetzt innehalten und nicht den Kopf des Trainers fordern, ist nach dem Sommer der Harmonie relativ verständlich. Außerdem sind viele Fans der ständigen Trainerwechsel einfach nur „müde“. Da geht man doch gerne mal einen neuen Weg und man sagt sich: Wir halten jetzt mal am Trainer fest – vielleicht wird dann alles gut. Ich glaube auch, dass jetzt noch nicht die Zeit gekommen ist, den Trainer zu entlassen.

    Aber ob das der richtige oder eher fatale Weg sein wird, wird erst die Zukunft zeigen. Im Moment kann ich persönlich die aktuelle Lage nicht beurteilen, ob der Trainer die Mannschaft nicht erreicht oder ob die Mannschaft zu viel Altlasten innehat, die uns den Neuanfang so erschweren.

    Ich finde das Thema mit dem Phlegma, das uns schon seit fünf Jahren verfolgen soll, nur sehr seltsam. Sind wir jetzt bei Voodoo-Puppen oder Ähnlichem angekommen? Die Mannschaft hat sich in den fünf Jahren praktisch 3-4 mal erneuert – aber der „Virus“ soll geblieben sein?!
    Ja, unsere lethargische Spielweise, die wir seit der Keller-Ära an den Tag legen, ist der rote Faden durch die ganzen Spielzeiten und kein Trainer konnte dieses abstellen. Und auch richtig, dass neu verpflichtete Spieler nur sehr selten an die Leistungen anknüpfen konnten, die sie bei ihren „alten“ Vereinen gezeigt haben. Aber deshalb dieses Fass mit dem „Schalke Phlegma“ aufmachen?!

    Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass wir in den letzten fünf Jahren nur „mittelmäßige“ Trainer (Rangnick nehme ich da bewusst raus, weil der einfach viel zu früh zum 2. Mal verpflichtet wurde und dann der Burnout nur eine zwangsläufige Folge war) verpflichtet und dass wir eine miserable Scouting Abteilung haben. Keine Ahnung.

    Meine persönlich letzte Aufbruchstimmung war mit der Verpflichtung von Felix Magath. Damals dachte ich: Wow, jetzt geht es ab und wir haben eine realistische Chance, oben mitzuspielen. Und so kam es dann auch. Es gab eine Aufbruchstimmung mit sehr vielen jungen Spielern, eine unbekümmerte Spielweise und letztlich sprang Platz 2 heraus. Dass Felix dann von einer Opposition aus dem Verein „gemobbt“ wurde – übrigens fast die gleichen Leute, die im Frühjahr Tönnies absetzen wollten – war der Anfang von unserer jetzigen Situation. Soll heißen, wer sagt uns denn, dass es nicht im Verein Menschen gibt, die überhaupt kein Interesse daran haben, dass Schalke erfolgreich ist, weil sie nur wollen, dass Tönnies abgesetzt werden soll. Ich weiß, dass ist jetzt auch eine sehr gewagte These. Aber ist die so viel spekulativer als dieses Phlegma Ding? Ich weiß es auch nicht. Aber meistens stinkt der Fisch vom Kopf…

    @BlueNote
    „Richtig ist es auch, jetzt um jeden Preis den Neuanfang mit Weinzierl konsequent durchzuziehen. Notfalls sogar mit einem Jahr zweite Liga. Egal.“

    Seit wann steht die 2. Liga für Erneuerung? Abstieg steht für massive finanzielle Einbußen, Verlust an Ansehen, Chaos und völligem Umbruch. Wenn wir absteigen sollten, dann werden uns alle Spieler verlassen, weil der Verein diese nicht mehr bezahlen kann und weil sie eben nicht in der 2. Liga spielen möchten. Gleichzeitig werden viele Sponsoren abspringen, weil wir mit der 2. Liga für die Firmen nicht mehr attraktiv genug sind. Wir hätten dann massive Probleme bei der Lizenzvergabe.
    Und wer sagt dir, dass die „neuen“ Spieler dann mit Weinzierl & Co. den Aufstieg schaffen? Wenn nicht bleiben wir halt in der 2. Liga. Sandhausen und Heidenheim sind auch lohnenswerte Auswärtsziele und endlich weiß ich, was ich Montagabend mache… (Ironie off) Ich bin wirklich fassungslos.

    Und ich glaube kaum, dass wir MIT Weinzierl absteigen. Weinzierl wird auf alle Fälle entlassen, wenn wir nach der Winterpause immer noch unten drin hängen. Sorry, dann wird auch in diesem Forum jeder nach einem neuen Trainer rufen.

    Das kann doch nicht euer ernst sein, so zu denken?! Ich glaube langsam wirklich, dass Weinzierl & Heidel die neuen Halbgötter auf Schalke sind, denen „man“ jetzt blind wie die Lemminge folgen muss – egal was das für Konsequenzen hat. Unfassbar.

    Jetzt hoffe ich wirklich inständig, dass wir bald wieder gewinnen und da unten raus kommen. Nicht nur, damit der Trainer in Ruhe arbeiten kann, sondern auch, dass einige von diesem Trip wieder runter kommen.

  14. Torsten sagt:

    @Ney:

    Wenn vorne kaum Tore fallen und hinten zuverlässig ein, zwei Böcke produziert werden, die zu Gegentoren führen, dann muss man damit rechnen.

    Klar. Aber ehrlich gesagt: So lange das so läuft muss man gegen jeden Gegner mit Niederlagen rechnen.

    Was die Darstellung des Managers angeht gehe ich davon aus, dass da durchaus ein gewisses Kalkül zugrunde liegt. Zum einen ist es das, was viele „hören wollen“, nachdem Fans nach Abpfiff „Wir wollen Euch kämpfen sehen“ schrien. Zum anderen war es recht „laut“, ohne dass er auch im Ansatz den Trainer kritisiert hätte. Das gibt eine aus seiner Sicht richtige Richtung vor. Und letztlich ist es völlig richtig, jedes Träumen von CL-Plätzen wegzuwischen, jedem klarzumachen, dass man ganz real bei 0 steht und klein zu denken hat. Weinzierl wird sein Training nun dennoch nicht auf „Alles egal, Hauptsache rennen“ ausrichten.

  15. Kastenkopf sagt:

    Hallo zusammen
    es ist doch eigentlich wie immer. Der Trainer ist für den sportlichen Erfolg der Mannschaft verantwortlich und muss seinen Kopf dafür hinhalten. Verantwortung ist nicht teilbar. Aber ist das nicht zu einfach? Warum dreht man die Sache nicht einfach mal um? Warum macht man diese verwöhnten selbstverliebten Püppchen nicht dafür verantwortlich und zwingt sie dazu Leistungsbereitschaft und Willen auf den Platz zu bringen? Weil es schon immer so war und man sich schützen vor die Spieler stellen muss? Ja muss man das wirklich?

    Eine These:
    Warum gibt es Fußballprofis?
    Sie haben ein Talent womit sie Geld verdienen wollen und zwar sehr viel Geld. Der Verein bezahlt das Geld um sich die Leistung des Profis zu sichern um den Verein weiterzubringen. Das ist aber ja noch nicht alles. Es gibt Prämien für alle möglichen Dinge. Alles wie immer.

    Warum nimmt der Verein bei nichterbrachter Leistung dem Profi nicht einfach mal das Geld weg?

    Schalke04 – 1.FC Köln 1-3
    Könnte heißen pro Gegentor 10000 €
    pro eingesetzten Profispieler

    Statt Siegprämie gibt es dann eine Niederlagenvertragsstrafe sagen wir hier auch mal 20000 €

    Wären wir schon bei 50000 € pro Profispieler. Das ganze Geld spendet der Verein dann an eine gemeinnützige Stiftung. Ist natürlich jetzt etwas sehr hoch angesetzt. Aber es soll ja auch weh tun und somit motivieren. Wer sagt das Motivation immer was Schönes sein muss? Einen Profi kannst du nur mit Geld und Freizeit motivieren. Wenn du ihm das weg nimmst wird er sich wohl fragen hui was geht hier denn? Wahrscheinlich möchte er wieder in seine Wohlfühlzone und wird sicherlich alles dafür tun das ihm nicht noch mehr Geld weggenommen wird.

    Worte und Brandreden sind zwar nett aber wen interessiert es? Es sind doch nur Worte. Es sind Profis und die lassen Worte völlig kalt. Geld und Freizeit aber nicht.

  16. polarfuchs sagt:

    Moin zusammen.
    Erst mal ein Lob an die Teilnehmer dieses Blogs. Das hier so eine Ruhe bewahrt wird hatte ich nicht erwartet. Das wirkt wohltuend. Natürlich ist die Lage ernst und auch unbefriedigend.
    Wer aber einen Blick auf die aktuelle Tabelle wirft wird erkennen welche Klubs vorne stehen, nämlich durchwegs die die seit Jahren kontinuirlich arbeiten, planvolles aufbauen betreiben. Frankfurt einmal ausgenommen. Nehmen wir einmal als Beispiel Köln. Ein Verein in punkto Tradition und Grösse unserem nicht unähnlich, auch in punkto Erwartungshaltung und Ruf als Chaotenklub. Wie wunderbar ruhig ist es dort seit Schmadke/Stöger dort arbeiten. Es geht voran, langsam, aber es geht voran. Von Saison zu Saison ist dort Fortschritt erkennbar. Das Umfeld honoriert das in erfreulicher Art und Weise.
    Das, und nur das kann auch unser Weg sein. Bei uns wird seit so vielen Jahren geflickschustert, das ist in wenigen Monaten nicht aufzuarbeiten. Ich denke das seit Rangnick oder Magath niemand mehr eine Idee der NACHHALTIGEN Entwicklung hatte. Leider sind beide, aus unterschiedlichen Gründen, gescheitert.
    Nehmen wir noch Leipzig. Dort wurde über Jahre ein Spielstil eingeführt und geprägt der einen mit der Zunge schnalzen lässt wenn man Die Leipziger spielen sieht, ob man sie nun mag oder nicht. Nur mit Geld ist das nicht erklärbar, nur mit nachhaltiger planvoller Arbeit, eben einer Philosophie.
    Es ist gut möglich das Heidel/Weinzierl eben diesen Spielstil auch für unseren Klub favorisieren. Aber es kann doch wirklich niemand erwarten, erwartet haben, das bei uns in wenigen Wochen oder Monaten das gelingt wofür Köln, Leipzig, Gladbach und einige mehr Jahre gebraucht haben.
    Zum Trainer. Leipzig hat das mit einem “ Provinztrainer “ geschafft. Tuchel wird von einigen als Gigant gesehen. Wer oder was war Tuchel als er in Mainz die Chance bekam sich zu zeigen? Oder Stöger, oder Schubert, oder Hasenhüttl?
    Donnerstag werde ich mir das zweite Livespiel nach Frankfurt gönnen, nicht “ antun „, gönnen. Ich freu mich drauf!

  17. Torsten sagt:

    Meine persönlich letzte Aufbruchstimmung war mit der Verpflichtung von Felix Magath. Damals dachte ich: Wow, jetzt geht es ab und wir haben eine realistische Chance, oben mitzuspielen. Und so kam es dann auch. Es gab eine Aufbruchstimmung mit sehr vielen jungen Spielern, eine unbekümmerte Spielweise und letztlich sprang Platz 2 heraus. Dass Felix dann von einer Opposition aus dem Verein „gemobbt“ wurde – übrigens fast die gleichen Leute, die im Frühjahr Tönnies absetzen wollten – war der Anfang von unserer jetzigen Situation.

    Die erste Saison Magath war seit 2007 – seit ich regelmäßig über die Blauen schreibe – die Saison, die mir am meisten Spaß gemacht hat. Dass allerdings irgendein Mobbing schuld daran ist, dass es danach nicht so weiterging, ist meines Erachtens sehr falsch dargestellt.

    Magath begann vor der zweiten Saison mit einem unbeschreiblichen Kaufwahn. Das hatte Gründe, die ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen möchte, wurde hier alles schon durchgekaut. Er hatte seine Vorgehensweise mit den jungen Spielern und der unbekümmerten Spielweise um 180 Grad gedreht. In dieser Spielzeit hat Schalke die ersten 4 Ligaspiele verloren und stand bei Magaths Freistellung nach 26 Spieltagen nur 5 Punkte vor dem Relegationsplatz.

  18. S04-Fan sagt:

    Es stimmt, dass Schalker Mannschaften in den letzten Jahren unter dem Manager Heldt unter verschiedenen Trainer auf dem Platz mehr oder wenig gleich pomadig agiert haben.

    Und wenn ein Keller und ein Breitenreiter nicht die Richtigen waren, stellte sich von Anfang an die Frage, warum ein Weinzierl dann plötzlich der Richtige sein soll. Ein Trainer aus dem bayrischen Provinz, der uns übrigens letztes Jahr noch kollosal abgesagt hat und dann den FC Augsburg vom Europapokalteilnehmer zum Abstiegskandidaten gemacht hat.

    Aber genauso stimme ich der These zu, dass sich das mit dem nächsten Trainerwechsel wahrscheinlich auch nicht ändern und keine andere Mentalität (gar Eurofighter-Mentalität!) einführen ließe. Mit einer einzigen Ausnahme aus meiner Sicht: mit Eurofighter Marc Wilmots als neuem Trainer.

    So lange der nicht auf Heidels Liste ist, kann man auch mit dem aktuellen Trainer weiter machen und sollte ihm eine echte (also längerfristige) Chance geben, die Horst Heldt seinen Vorgängern allesamt verweigert hat.

  19. Christian sagt:

    So ein wenig klingt hier die Stimmung durch, die Schalker lernen Geduld.
    Ich glaube das nicht.

    Die m.E. eher vordergründige Ruhe ist 2 Faktoren geschuldet:
    1. Die meisten Schalker wissen (ein paar echte Knalltüten ausgeschlossen), das man nicht im
    Sommer mit viel tam tam eine neue sportliche Leitung installieren kann und dann im September
    die Leine zieht – das würde uns endgültig lächerlich machen. Außerdem bietet sich ja auch
    schlicht kein Ersatztrainer an, ok Neururer würde es machen :-)

    2. Außer Trainerwechsel hat man auch keine Handlungsoptionen. Auch ein N.N. müßte mit dem
    gleichen Kader bis Weihnachten durchhalten. Wäre daher eine Wette wie ein Lottoschein.

    Grundsätzlich muss man auch denen recht geben, die sagen es ist ja noch nichts passiert.
    Wir spielen nach wie vor in 3 Wettbewerben, gut in einem jetzt mit reduzierten Ambitionen.
    Realistisch gesehen gehe ich von einer neuen Pleite am Sonntag aus, von ein paar Punkten gegen
    Augsburg und Mainz und einer Pleite Ende Oktober. Wahrscheinlich stehen wir Weihnachten auch
    noch irgendwo in den Plätzen 14 und schlechter.
    Dann im Januar müssen Heidel und Weinzierl die Situation bewerten und Maßnahmen einleiten.
    Dann wissen wir mit wem es geht und mit wem nicht (Spieler Kader).

  20. Voice sagt:

    1. Die 2.Liga ist wahrlich keine Option, das gilt es mit aller Macht zu verhindern. Nicht alle Traditionsvereine kamen danach gestärkt zurück. Es könnte auch viel schlechter laufen.

    2. Die Spieler haben Verträge und nur in deren Rahmen kann man sich finanziell bewegen. Einfach mal Strafgelder nach Niederlagen einführen dürfte schlicht nicht möglich sein.

    3. Magath hat in seiner zweiten Saison den Verein fast an die Wand gefahren. Ein, zwei weitere Transferperioden hätte S04 vielleicht nicht überlebt. Der menschliche Umgang muss desaströs gewesen sein. Das einzig positive, was Magath in diesem Jahr bewirkt hat war der Halbfinalsieg in München.

  21. Torsten sagt:

    stellte sich von Anfang an die Frage, warum ein Weinzierl dann plötzlich der Richtige sein soll. Ein Trainer aus dem bayrischen Provinz, der uns übrigens letztes Jahr noch kollosal abgesagt hat und dann den FC Augsburg vom Europapokalteilnehmer zum Abstiegskandidaten gemacht hat.

    Aber eben diese Frage muss der Manager beantworten. Der ist der Profi dafür, er muss die Einschätzung für die Zukunft treffen, während wir rückwirkend beurteilen dürfen, ob was funktioniert hat oder nicht. Ob ein Trainer nun in der Provinz oder in einer Weltstadt trainiert hat kann jedenfalls kein Kriterium sein.

    Mit einer einzigen Ausnahme aus meiner Sicht: mit Eurofighter Marc Wilmots als neuem Trainer.

    Ich denke, dass Marc Wilmots so flott nicht mehr als Trainer auf sich aufmerksam machen kann. Er hat einen hochtalentierten Kader bei der Europameisterschaft ziemlich durchschnittlichen Fußball spielen lassen und ist erst gegenüber Schalke/Heldt, und nun gegenüber dem belgischen Verband mit wenig smarten Sprüchen aufgefallen. Dass seine Trainerfähigkeiten seinem Ego gewachsen sind, diesen Beweis muss er noch erbringen.

  22. tobi sagt:

    Notfalls verlieren wir auch 7 oder 8 Spiele. Wir kriegen die Kurve

  23. Altix sagt:

    @Kastenkopf: Interessanter Ansatz, über das Thema habe ich schon mehrfach nachgedacht. Seit Jahren werde ich das Gefühl nicht los, dass ein Spieler, einmal einen Vertrag bei Schalke in der Tasche habend, keinen ausreichenden monetären Anreiz mehr hat, sich zu quälen oder an seine Schmerzgrenze zu gehen. Frei nach dem Motto „X Millionen habe ich sicher, warum soll ich mich für eine läppische Mio mehr jetzt quälen. Ich behaupte nicht dass das so ist, ich habe nur das Gefühl dass es so sein könnte.

    Da kommt man dann sehr schnell auf den Gedanken, Motivation durch erfolgsabhängige Gehaltskomponenten zu erzeugen, je mehr, je besser. Bleibt der Erfolg (z.B. wg. andauernder Lethargie aus), sind zumindest die Personalkosten gedeckelt. Wegen mir hätte der Hunter jedes Jahr 10 Mio verdienen können, wenn er gleichzeitig die goldene Kanone holt. Wenn nicht eben nur 3 Mio.

    Diese Überlegung hat meiner Ansicht nach nur leider einen kleinen Webfehler: Sie ist in unserer realen Welt nicht umsetzbar. CH hat sich entschieden, erfahrene Spieler für die bekannten Schwachstellen zu holen, die über Erfahrung im internationalen Geschäft verfügen, und die gleichzeitig das Zeug haben, später vielleicht einmal in der CL eine tragende Rolle übernehmen zu können. Das kann man nachvollziehen. Ich halte es aber für unrealistisch, die aktuellen Neuverpflichtungen auch nach GE holen zu können, indem man ihnen 7 Mio. Gehalt in Aussicht stellt, von denen aber 5 Mio nur im Erfolgsfall fließen, andernfalls bleibt es halt bei 2 Mio Grundgehalt (die Zahlen habe ich willkürlich gewählt). Ich fände so ein Modell toll, es ist aber angesichts des aktuellen Geldwahns in den europäischen Ligen unrealistisch. Vor allem die Berater werden so etwas nie mitmachen, denn sie würden sich dann ins Risiko begeben, statt mehr und sicheres Geld sofort mitzunehmen. Der Wunsch des Vereins also in allen Ehren, aber die Umsetzung bei namhaften und erfahrenen Spielern dürfte ziemlich sicher an den Spielern und deren Beratern scheitern.

    So etwas kannst du vielleicht mit jungen Spielern machen, die heiß auf jeden Einsatz sind und die man so prima motivieren kann. Aber auch da sind die Handlungsspielräume begrenzt. Das Scouting wird ja immer weiter perfektioniert (oder soll ich sagen, die jungen Nachwuchsspieler werden immer früher vom Geld versaut und scheitern nicht selten daran?) und wenn du da mal einen ausgegraben hast, dann stehst du sofort wieder in Konkurrenz zu den Großen aus England, Spanien etc. so dass die Nachwuchsspieler die eventuellen Risiken gar nicht einzugehen brauchen.
    Hinzu kommt das sportliche Risiko eines solchen Umbruchs, denn wenn du mit so einer Jungschar scheiterst, dann kann das für den Verein auch sehr teuer werden (Abstieg, kein int. Geschäft, wegbrechende Sponsoren etc.). Es scheint, als ob CH diesen Weg (noch) nicht gehen wollte und gehofft hat, mit seinen Verpflichtungen den Anschluss zur CL wiederherstellen zu können.

    Ich für meinen Teil bleibe auch weiterhin vollkommen ruhig und habe vollstes Vertrauen vor allem in CH. Das gilt auch, wenn die Jungs, wie ich es erwarte, am Sonntag gegen BMG verlieren und die Serie fortgesetzt werden wird. Das hängt einerseits damit zusammen, dass ich des üblichen Aktionismuses unglaublich überdrüssig bin und ehrlich gesagt keine einfache Lösung des Problems sehe (für die schwierigen Lösungen sind wir alle viel zu weit vom Geschehen entfernt). Andererseits muss man sich mal vor Augen halten, dass es jetzt keine fünf Wochen her ist, dass die letzten Neuverpflichtungen präsentiert wurden. Fünf Wochen, nicht fünf Monate oder gar fünf Jahre! Aber haben wir uns denn wirklich inzwischen von dem Medienwahn derart anstecken lassen, dass Änderungen im System eigentlich schon vor der Bekanntgabe der Änderungen ihren Erfolgsnachweis erbracht haben müssen? Leute, fünf Wochen, mit Länderspielpause, in der die Protagonisten dem Verein teilweise nicht zur Verfügung gestanden haben und anschließenden englischen Wochen, in denen eher Regeneration statt intensivem Mannschaftstraining im Vordergrund gestanden haben dürften. Da darf man sich doch nicht wundern, dass da noch nicht viel klappt. Und ja, dazu kommen dann vielleicht ein paar Fehler von MW oder CH. Aber hej, wer Entscheidungen treffen muss, der macht Fehler. So ist das nun einmal.

    Wenn irgendjemand meint, im realen Berufsleben so genial zu funktionieren, dass er nach weniger als fünf Wochen in einer völlig neuen Umgebung ohne große Einarbeitung so perfekt funktioniert, wie das von manchen hier gefordert wird, dann darf derjenige sich gerne bei mir melden. In meiner Firma kann ich solche Genies immer gut gebrauchen.

  24. Oskar Zirngiebl sagt:

    Auch ich bleibe eher ruhig. zur Zeit.

    Aber ich glaube auch dies: es gibt im heutigen Fußballzirkus keine Übergangssaison oder so was in der Art! Ich glaube, wenn wir die Saison im Mittelfeld abschließen, wird die nächste Saison nicht einfacher. Denn ich denke, dass wir dann unsere Kaufoptionen nicht ziehen werden und dass wir den ein oder anderen, sich zu höherem Berufenen, ziehen lassen werden (vielleicht sogar – und das ist für mich persönlich eine schreckliche Vorstellung – MM oder LG). Und ob wir dann mit dem Etat für die nächste Saison große Sprünge am Transfermarkt machen können, wage ich auch zu bezweifeln.

    Ich hoffe, dass uns die Kehrtwende eher schnell und eindeutig gelingt. Wenn ich einem Manager zutraue, dafür die richtigen Weichenstellungen gemacht zu haben, dann CH.

    Glück Auf! und: Kampfgeist Auf!

  25. ReinerEdelmann sagt:

    Weinzierls Arbeit kann ich nicht seriös beurteilen. Aber der Druck ist bereits da und wird sich verstärken, wenn keine Punkte geholt werden.

    Heidel ist für mich jedoch bisher (Betonung auf bisher) eine Enttäuschung.

    Der Kader ist an einigen Stellen schwächer geworden (Innenverteidigung und Sturm), an anderen wurde nicht reagiert (10), Spieler wurden sehr spät verpflichtet und momentan habe ich den Eindruck, dass viel Durchschnitt geholt wurde.

    Ja, der „Markt“ mag schwierig sein, aber andere Vereine haben eine schnellere Auswahl und dann Integration geschafft.

    Schließlich kommt noch Pech (Coke) hinzu.

    Bisher ist Heidel Schalkes Tur Tur.

  26. CarstenS04 sagt:

    Soviel zu ruhe bewahren…

    https://youtu.be/N7rNIeFW9kQ

  27. CarstenS04 sagt:

    Torsten… Es liegt natürlich an dir ob du das löscht…

  28. crisscross04 sagt:

    @CarstenS04:
    Mist, jetzt gibt es schon ein Video von mir im Netz! OK, jetzt isses raus.

    @RainerEdelmann
    Danke. Sehe ich auch so. Ich lasse mich halt auch (gerne) von der ruhigen Kommunikationsstärke von CH blenden. Kommunikation kann er – im Gegensatz zu seinem Vorgänger. Den Rest muss er noch beweisen, aber seine erste kurze (Zwischen-)Bilanz sieht bis jetzt nicht besonders rosig aus. Aber wir warten mal ab.

    Wenn ich hingegen die Einkäufe unseres Nachbarn anschaue… ach lassen wir die Vergleiche, die immer hinken werden. Unbekümmerte, spiel- und abschlusstarke Spieler, die dann noch größtteils günstiger waren als unsere Einkäufe, werden echt überbewertet. Unsere Neuverpflichtungen sind auch gut. Blöd nur, dass sie an ziemlich vielen Gegentoren hauptverantwortlich beteiligt waren. Aber egal, alles wird gut! Ich glaube fest daran! ;-)

    @Torsten:
    Magath wurde nicht entlassen, weil er 5 Puntke vor der Relegation stand oder weil er uns mit seinem Kaufwahn in den Ruin getrieben hätte. Bei der Entlassung ging es um Macht, ganz viel Macht im Verein. Die Fans wurden nur geschickt instrumentalisiert, damit Magath als der böse Mann im Verein dargestellt wurde. Aber Du hast recht, lassen wir die alten Kamellen in Ruhe. Bringt eh nichts mehr. Ich wollte ja nur sagen, dass ich seit der Trainerverpflichtung „Magath“ keine persönliche Aufbruchstimmung mehr erlebt habe. Bei allen anderen Trainern, die danach gekommen sind, habe ich immer nur gedacht: OK, schaun wir mal. Die nachfolgenden Trainer haben ja auch nicht richtig versagt, sondern haben eben die hoch gesteckten Ziele nicht erreicht. Fragt sich, ob die Ziele oder die Trainer falsch gewählt waren?! ;-)

  29. BlueNote sagt:

    @lassi04: Ein erschreckendes Szenario, das nicht unwahrscheinlich wäre im Abstiegsfall und zeigt, wie sehr das alles auf Kante genäht ist mittlerweile. Aber wenn man wirklich mit Heidel und Weinzierl weitergehen will und es wirklich ernst meint mit dem Umbruch, darf auch das kein Tabu sein.

    @crisscross04: Du argumentierst leider nur mit dem Totschlagargument Kohle und stehst damit wie viele andere Fans (nicht nur auf Schalke) für die Aufrechterhaltung der Durchkapitalisierung um jeden Preis. Es drohe Chaos, Ansehens- und Sponsorenverlust, schreibst Du. Darauf antworte ich Dir: Noch mehr Chaos und Ansehensverlust als in den letzten fünf Jahren kann ich mir nicht mehr vorstellen. Wir sind doch schon die Lachnummer der Liga. Es ist fünf nach zwölf, dass sich endlich was dreht. Und bevor hier der Eindruck entsteht, ich würde mir den Abstieg wünschen: Nein, tue ich definitiv nicht. Aber man sollte sich mal ganz unaufgeregt mit diesem Szenario befassen, solange es rechnerisch noch möglich ist. Heidel hat das schon ganz richtig erkannt.

    Schalke ist nicht unabsteigbar aber dafür unkaputtbar. Der polarfuchs schreibt ganz richtig, dass Köln einen guten Weg beschritten hat in den letzten Jahren und nun die Früchte der Kontinuität und der Erneuerung erntet. Und wo begann diese Erneuerung? In der zweiten Liga. Das hat den Fans alles abverlangt, wie ich als langjähriger Immigrant im Rheinland sehr wohl weiß. Aber sie blieben treu, gingen den Weg mit, lernten mal wieder etwas Demut und träumen nun wieder von der EL oder gar CL-Teilnahme. Wenn die das geschafft haben, schaffen wir das erst Recht.

    Wie ich schon schrieb: Ich sehne es nicht herbei, wäre aber bereits diesen Weg mitzugehen, wenn’s dazu beitrüge, das Fieber wieder zu entfachen und uns allen wieder den Club zurückgäbe, in den wir uns alle vor vielen Jahrzehnten mal verliebt haben.

  30. hoffedocS04 sagt:

    Ah, @crisscross 04, mutiges Outing. Habe mich schon die ganze Zeit gefragt, was für ein Typ Du wohl bist,-))

    Riecht Ihr das auch?
    Es liegt was in der Luft.
    °Smells like victories°

  31. Torsten sagt:

    Als Pessimist würde ich nun gerne mit „I smell winter“ antworten.
    Aber ich bin eben so verdammt optimistisch.

  32. andres sagt:

    angesichts der uns bevorstehenden 0 nach 6 probier ich’s mal mit:
    smells like beste Rückrunde aller Zeiten
    dann werden wir endlich Automatismen sehen und rollen das Feld als Underfog auf

  33. Ney sagt:

    I smell winter

    „Nun ward der Winter unsers Mißvergnügens
    Glorreicher Sommer durch die Sonne Heidels;

    Die Wolken all, die unsern Club bedräut,
    Sind in des Weltmeers tiefem Schoß begraben.

    Nun zieren unsre Brauen Siegeskränze,
    Die schart’gen Waffen hängen als Trophän;

    Aus rauhem Feldlärm wurden muntre Feste,
    Aus furchtbarn Märschen holde Tanzmusiken.“

    (Shakespeare, Richard III)

    Der nächste Frühling kommt bestimmt!

  34. crisscross04 sagt:

    Krieg ich auch etwas von dem Zeug?

    Ich würde eher sagen: „winter is coming“ – oh ich alter Pessimist. ;-)

    @BlueNote: Grundsätzlich bin ich gar nicht so weit von deinen Einstellungen entfernt. Ich glaube nur nicht daran, dass sich eine weitere Kapitalisierung der Liga oder von Schalke aufhalten lässt. Entweder man spielt mit und kann bei gutem Management oben mitspielen oder man spielt eben nicht mit und „krebst“ unten oder in den unteren Ligen herum. Es steht natürlich außer Frage, dass in diesem Business nur die Kohle regiert und man somit seine eigene Identität über kurz oder lang verliert. Siehe Hauptsponsor und wie heißt gleich unsere Arena?! Aber gefallen tut das wohl keinem Fan. Nur was ist die Alternative? Dagegen anzugehen gleicht einem Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen.

    Das Beispiel Köln ist sicherlich im Augenblick richtig. Aber auch die Kölner müssen erst noch beweisen, dass sie „dauerhaft“ diese Leistung abliefern. Ich persönlich glaube nur an ein Strohfeuer, obwohl es unstrittig ist, dass Peter Stöger in Köln richtig gute Arbeit abliefert. Peter Stöger passt im Zusammenspiel mit Schmadtke wirklich super zu Köln.

    Ich empfinde Kontinuität ja auch als sehr wohltuend und für Schalke wäre sie enorm wichtig. Ich glaube, wir alle ahnen, dass wenn wirklich alle Verantwortlichen dauerhaft an einem Strang ziehen würden, wir ein enorm großes Potential hätten, die ersehnten Ziele endlich einem großen Stück näher zu kommen. Aber so wie ich das erlebe, sind wir weit davon entfernt, wie uns die letzte Mitgliederversammlung wieder gezeigt hat. Auch darin liegt ein Stück der aktuellen Misere.

  35. Patrick Selten sagt:

    Ich bin für die Kopf sache………Heidel war mit Mainz ja auch nur Durchschnitt. Was sol der bei uns jetzt besser machen. Alle Lachen !!! Der Held, Keller und bestimmt auch der Breitenreiter. Und das zu Recht

  36. blues sagt:

    @bluenote
    Leider kann niemand garantieren, dass Heidel und Weinzierl die richtigen Leute für die 2. Liga sein werden.

    Als klar war, dass Tönnies Heidel holt, war meine Ausgangsfrage, ob Heidel seine anerkannte Fähigkeit, gute Spieler und Trainer für Mainz zufinden, auf das Niveau von Schalke übertragen würde können.

    Bereits in Mainz baute Heidel die Abwehr um erfahrene Ü30 Spieler. Ich nannte das sein Methusalemkonzept. Schaut man auf die Leistungen von Naldo auf Schalke, kann man diesen Versuch einer Wiederholung seines Konzepts auf Schalke, als gescheitert betrachten.

    Beim Kaderumbau wurde Heidel von der neuen Transfermarktdynamik so sehr überrascht, dass er erst zum Bundesligastart seine Neuzugänge präsentieren konnte, abgesehen von Naldo. Bis heute hat ausser dem Neuzugang Baba keiner seiner neuen Spieler überzeugt.

    Dass die Leistung von Heidels Wunschtrainers Weinzierl nicht beurteilt werden kann, ist einigermaßen neutral ausgedrückt, das einzig positive was man, Stand heute, zu ihm sagen.

    Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren. Bisher konnte Heidel bei der Übertragung seines Konzepts von Mainz nach GE kaum überzeugen.Man sollte ihm deshalb auch nicht blind Schalke in der 2. Liga anvertrauen. ;-)

  37. Nordlicht sagt:

    @blue, wen hättest Du denn anstellen von Held und als Trainer geholt?? Welche Spieler hätten uns denn weitergeholfen und wären finanzierbar gewesen??
    Wie und mit wem man es nicht macht, scheinst Du ja bestens zu wissen.

  38. Klopenner sagt:

    Boah blues. Du hast auch überhaupt keine Geduld, oder?

    Es sind also nach 3 Spielen alle Neuzugänge außer Baba schon gefloppt weil sie nicht überzeugen konnten? Ich schreibe bewusst drei Spiele, weil sie weder im Pokal, noch in Frankfurt gespielt haben. Gegen Bayern und Nizza haben doch alle Spieler ihre positive Seite gezeigt. Nur gegen Hertha, Köln und jetzt Hoffenheim nicht. Und das waren Spiele innerhalb einer Woche.

    Würde gerne mal sehen wie du bei einem Jobwechsel in der neuen Firma sofort alle Aufgaben an dich reißt, den Laden gleichzeitig auf Vordermann bringst und obendrein noch alle deine Kollegen vom neuen Konzept überzeugst.
    In einer intakten Mannschaft können sicher zwei Neuzugänge schnell integriert werden. In einer nicht intakten Mannschaft, und das ist Schalke ja nun mal, können 50% der Feldspieler eben nicht einfach integriert werden. Die kennen sich gerade 4-5 Wochen und sollen jetzt schon jedem Spiel ihren Stempel aufdrücken?

    Manche Vorstellungen und Erwartungen sind ja echt hanebüchen.

    Was Heidel angeht: Er hat in den Interviews vor seiner Anstellung und auch den einigen danach klar mitgeteilt, dass nicht ER das Konzept nach Schalke bringt, sondern der Verein als solcher ein eigenes Konzept haben muss. Er kocht also mit Sicherheit nicht das Mainzer „Rezept“ in Schalker Pfannen.
    Und diese neue Transfermarktdynamik kann jemanden logischerweise überraschen, der bisher in kleineren Sphären nach Spielern gesucht hat. Aber auch da hat er meiner Meinung nach klar kommuniziert, woran die eine und andere Verspätung gelegen hat. Weil alle abgebenden Vereine auf Anrufe aus England gewartet haben. Würde ich genauso machen in dieser verqueren Finanzsituation. Warum einen Spieler für 10 Mio abgeben, wenn jeder popelige englische Zweitligist schon 20 Mio bieten kann?

    Abschließend zu Naldo: Ich habe mich über seine Verpflichtung gefreut und halte Naldo nach wie vor für einen erstklassigen Verteidiger, der mit seiner Erfahrung und ruhigen Art der Mannschaft noch sehr helfen wird. Ja, er hat ein paar schlechte Spiele gemacht und war an Gegentoren beteiligt und ich habe ihn auch nach einem Spiel auf die Bank gewünscht, nichtsdestotrotz kann man auch bei ihm nach 7 Spielen nicht von einem Fehleinkauf sprechen.

    Aber offensichtlich ist das jetzt tatsächlich schon die Erwartungshaltung von einigen Fans. Innerhalb von ein paar Wochen müssen alle Transfers greifen und die Begleitumstände (die unbestritten vorhanden sind) werden einfach ausgeblendet.
    Da rollen sich mir die Fußnägel auf.

  39. S04-Fan sagt:

    @Torsten:

    Dass Wilmots sich wehrt, wenn manche in Belgien ihn zum Sündenbock und Prügelknaben machen wollen, das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen.

    Gegenüber Schalke habe ich von Wilmots noch nie markige Sprüche gehört, im Gegenteil. Berechtigte Kritik an einzelnen S04-Verantwortlichen ist etwas anderes. Ich kann gerne noch einmal rekapitulieren, wie das damals abgelaufen ist. Heldt und alle, die damals beteiligt waren, haben mit Wilmots ein übles Spiel gespielt und müssten sich nämlich bei ihm entschuldigen.

    Und an dem einen (freilich enttäuschenden) Spiel gegen Wales die Leistung von Wilmots als belgischer Nationaltrainer zu bewerten greift meines Erachtens viel zu kurz. Immerhin war das bereits das Viertelfinale, im Achtelfinale zuvor hatte Belgien eine Galavorstellung gegen Ungarn abgeliefert. Es kam ja hinzu, dass kein anderer Trainer bei der EM von einem derart großen Verletzungspech verfolgt war. Seine komplette Abwehr stand ihm nicht zur Verfügung. Man muss sich das so vorstellen, dass für die deutsche Elf unmittelbar vor dem Turnier bereits Hummels, Boateng und Höwedes ausgefallen wären und dann im Turnier auch noch Kimmich und Hector. So etwas kann kein Trainer kompensieren.

    Übrigens erst mit Wilmots als Nationaltrainer konnte sich das wenig fußballbegeisterte winzige und im Fußball total zerstittene (Wallonen – Flamen) Belgien überhaupt mal wieder (seit Jahrzehnten!) für irgendeine EM und auch für eine WM qualifizieren. Und es war sein Verdienst, Flamen und Wallonen zu einen, was vor ihm im belgischen Fußball noch keiner geschafft hat und gar nicht hoch genug anerkannt werden kann.

    Davon, dass Wilmots mit Schalke immer noch lebt und leidet (er lacht sich derzeit nicht ins Fäustchen wie vielleicht HH und AB!), er wie kein anderer die Schalker Eurofighter-Mentalität und Schalker Tugenden verkörpert, er z.B. auch schon ganz praktisch De Bruyne und seinen Berater mal davon überzeugt hat nach Schalke zu wechseln (für ein Apfel und nen Ei damals!), und er womöglich sogar den Posten als Nationaltrainer für Schalke aufgegeben hätte, davon will ich gar nicht erst anfangen.
    Aber vielleicht wäre ja das mal ein Ansatz für eine Trainerwahl, also einen Trainer zu holen, der Schalke von vornherein wirklich lebt und versteht, und – da er auch andere Standbeine (Politik, Wirtschaft) hat und unabhängig von einer Fußballtrainerkarriere ist – Schalke als eine Lebensaufgabe als Trainer ansieht und nicht nur als ein Experiment oder als Schritt auf der Karriereleiter oder gar als tolle Verdienstmöglichkeit, so oder so nach dem Motto, „wenn´s nicht klappt bin ich halt wieder weg und suche mir einen anderen Verein“.

  40. Ney sagt:

    @blues

    Beim Kaderumbau wurde Heidel von der neuen Transfermarktdynamik so sehr überrascht, dass er erst zum Bundesligastart seine Neuzugänge präsentieren konnte, abgesehen von Naldo.

    Wäre groß was anderes möglich gewesen? Heidel war bis weit in den Mai bei Mainz angestellt.

  41. Carlito sagt:

    Den ist nichts hinzuzufügen! Vielleicht klappt es auch mit Weinzierl wieder nicht. Vielleicht haben aber einige/viele Schalker mittlerweile einfach verstanden, dass alle 6-12 Monate ein neuer Trainer definitiv NIE zum Erfolg führen wird.

    In diesem Sinne, in die Hände spucken, die Mannschaft unterstützen und auf möglichst zügige Besserung hoffen.

    Ich vertraue auf Heidel und Weinzierl. Punkt.

  42. blues sagt:

    @Klopenner

    Da ist er jetzt endlich, der planvolle Neuanfang, der Traum von einer besseren Spielanlage, der seit Jahren – auch hier – oft gefordert wurde. Übrigens zurecht gefordert wurde.

    Ein Wunschmanager wurde verpflichtet, der gleich seinen Wunschtrainer mitbrachte. Und dann geschieht das Unfassbare: das ganze planvolle Umsetzen dieser Wunschvorstellungen endet im vorläufigen Alptraum. Das sahen die Fußballfantasien vom planvollen Umbruch irgendwie nicht vor. Das war im planvollen Aufbruchstraum nicht einkalkuliert. Es nützt daher nichts, das was wir zusehen bekommen, schön zureden. Und es nützt schon gar nichts, das, was in den Jahren voher war, schlechter zureden als es in Wirklichkeit war.

    Dass du bei Naldo & Co mehr Potiental unterstellst, mag ja richtig sein. Nur, es wird bisher nicht abgerufen. Eine Grundforderung an alle Schalker Trainer war Konstanz ins Spiel zu bringen. Warum sollte das für Weinzierl, der nur einen verletzten Spieler im Team hat, nicht gelten?

    Wer anders als Heidel sollte deiner Meinung nach in der Schalker Hierachie die Verantwortung für den bisherigen Verlauf der Saison übernehmen?

  43. McSkull sagt:

    @So4-Fan
    Ist das der Wilmots, der nach Bordeaux ging weil die Lebensqualität dort besser war? Der Schalke mal kurz für mehr Geld und Sonne verlassen hat? Der mit Möller gefremdelt hat, weil er die Konkurenz nicht wollte?
    Ich mag Wilots recht gern, aber so ein Schalkeheiliger ist er nicht und ist es nie gewesen.
    Als Trainer könnter er klappen, aber in meinen Augen ist ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt keine Option. Dann geht alles ins Chaos.
    BWG
    McSkull

  44. Klopenner sagt:

    Ich rede doch nichts schön. Ich male nur nicht schwarz. Die Spiele nach Nizza waren allesamt nicht toll und ich habe mich vor dem Fernseher genauso aufgeregt wie ich mich letzte Saison aufgeregt habe. Aber ich erkläre nicht nach 5 Ligaspielen alle Neuzugänge, den Trainer und den Sportvorstand als gescheitert. Keiner hat sich 0 Punkte aus 5 Ligaspielen vorgestellt. Jeder hatte eine andere Erwartung an den Start, selbstverständlich hatte ich das auch. Aber ich erkenne die Umstände an und spreche aus was ich denke. Dass die Begleitumsände so widrig sind, mit neuen Spielern nach dem ersten Pflichtspiel und Einbau in die Mannschaft nach dem zweiten Pflichtspiel. Ohne Vorbereitung in eine nicht intakte Mannschaft zu kommen ist – und das unterstelle ich jetzt mal – nur für Ronaldo und Messi kein Problem. Aber das wären auch nur zwei Neuzugänge und nicht FÜNF, die auch noch alle auf einmal eingebaut werden müssen, weil das vorhandene Spielermaterial nicht den Ansprüchen genügt. Würde über 5-6 Spiele nur Bentaleb spielen und kein anderer Neuzugang, dann könnte das mit ihm funktionieren. Dann kennt sich die Mannschaft besser und man könnte den nächsten Neuzugang einbauen. Aber bei dieser Vorgehensweise würden a) wieder die gleichen Spieler der letzten Saison spielen, die uns auch in Frankfurt am 1. Spieltag so viel Spaß gemacht haben und b) die Masse an Fans und die Öffentlichkeit laut aufschreien „Jetzt werden Spieler für teures Geld geholt und sitzen nur auf der Bank. Sind die doch nicht so gut?!“.

    Trainerwechsel hatten wir definitiv zu genüge und von Keller über DiMatteo zu Breitenreiter im Großen und Ganzen denselben Kader. Geändert hat sich nichts. Daher sollte doch so langsam wirklich jedem klar sein, dass es an den Spielern liegt. Weinzierl ist jetzt die arme Sau, der die alten aussortieren, die neuen einbauen, gleichzeitig auf 3 Hochzeiten tanzen und punkten muss. Das alles ohne Vorbereitung mit den neuen Spielern und als wäre das nicht schon genug, muss er auch noch alle Neuzugänge GLEICHZEITIG einbauen, weil die Alternativen einfach immer enttäuschen. Also wer das in nicht mal 5 Wochen schafft, dem sollte man nicht nur einen Rentenvertrag geben, sondern ein Denkmal bauen und seine DNS sichern bis es möglich ist Klone zu „produzieren“.

    Aber offensichtlich gibt es immer noch genug Schalke Fans die diese Umstände nicht sehen, oder gar begreifen und daher unüberlegt Mumpitz reden und nur sehen, dass wir nach 5 Ligaspielen noch keine Punkte haben.
    Nochmal: Ich rede die 5 Niederlagen nicht schön. Wir haben nicht gut gespielt und deshalb verloren. Wenn du, blues, aber meinst es wäre schönreden, wenn ich sage, dass wir in keinem der Niederlagen haushoch unterlegen waren und mit der einen oder anderen glücklichen Aktion vielleicht sogar hätten gewinnen können, dann ist es wohl schönreden.
    Ergänzend sei noch festgestellt, dass von den 5 Ligagegnern überraschenderweise nur Hoffenheim nicht unter den TOP 6 der aktuellen Tabelle ist. Wir haben also tatsächlich nur formstarke Gegner gehabt. Hoffenheim ist zwar auf Platz 9, aber bisher auch noch unbesiegt, genauso wie übrigens die Bauern und Köln. Hertha hat gegen die Bauern verloren. Damit bliebe Frankfurt für mich der schwächste Gegner. Und gegen den hat bekanntlich die „alte Mannschaft“ gespielt (mit Ausnahme von Naldo).

    Wenn man diese ganzen kleinen Kleinigkeiten zusammen zählt, dann sind das eben im Gesamten keine Kleinigkeiten mehr, sondern ein ganz schön großer Haufen von Widrigkeiten die alle in den verpatzten Start mit reinspielen, ohne dass man direkt Weinzierl, Heidel oder den 7 Neuzugängen einen Strick daraus drehen könnte. Meiner Meinung nach jedenfalls nicht

  45. Kohle_Messi sagt:

    Hallo an alle,

    ich möchte gerne etwas zu dem von crisscross04 angesprochenen, „Schalke-Phlegma“ loswerden.

    Wie kann es eigentlich sein, dass diese Mannschaft, obwohl es in den letzten Jahren total unterschiedliche Spieler, Trainer und auch Manager gegeben hat, immer wieder mit denselben Kritiken konfrontiert ist: Lethargie, kein Malochen, individuelle Schlampigkeiten, kein Teamverhalten etc.

    Ich möchte dazu gerne auf ein Phänomen der Sozialpsychologie verweisen, bei welchem durch die so genannte Normkristallisierung bestimmte Verhaltensweisen und Normen über mehrere Generationen hinweg weitergegeben werden können. Das heißt: obwohl die ursprünglichen Mitglieder einer Gruppe schon lange verschwunden sind, bleiben sogar falsche und kontraproduktive Ansichten, Normen und auch Verhaltensweisen noch über Generationen in einer Gruppe bestehen.
    Meiner Meinung nach könnten es genau diese unterschwelligen Ansichten und Verhaltensweisen innerhalb der Mannschaft sein, die es dem neuen Manager, Trainer bzw. den neuen Spielern immer wieder so schwer machen einen positiven Umbruch herbeizuführen.

    Darüber hinaus spielen bei einer solchen Normbildung nicht nur die direkten Verantwortlichen, sondern natürlich auch das ganze Umfeld und ins besondere die Fans einen großen Rolle. Darauf hat C.H. meiner Meinung nach schon in der Sommerpause aufmerksam gemacht, als er von einer Verlierermentalität im Umfeld gesprochen hat.

    Schlussendlich bin ich daher auch dafür, dass durch ein Schaffen von kontinuierlichen Strukturen diesen schwierig zu erfassenden, negativ Trends entgegen gewirkt wird.

  46. blues sagt:

    @Klopenner
    Ich halte die Neuen vom Christian Heidel bis zu Jewhen Konopljanka nicht für grundsätzlich gescheitert. Ich schreibe oder sage das auch nicht. Ich beschreibe die Leistungen und Strukturen, so wie sich sie sehe, bis zum 5. Spieltag und verbinde sie mit der Frage, was dafür spricht, ausgerechnet diesem miserabel gestarteten, neuen Team aus Funktionären und Spielern bis runter in die 2. Liga zu vertrauen.

    Ich begleite das Schaffen von Heidel mit einigem Wohlwollen, das schliesst aber nicht aus, dass er an Zielmarken, wie den Kader und die Spielanlage verbessern, Konstanz herstellen und Punkte in Spielen erzielen, gemessen wird. Bisher ist aber gegenüber der Vorsaison alles nur schlechter und nichts besser geworden.

    Leider sieht das was ich sehe auch nicht wie bittere Medizin aus, die geschluckt werden muss um wieder gesund zu werden, sondern es wirkt wie improvisiertes, planloses und auf Zufälle gebautes rumdoktern am kranken Patienten. Bis nach dem 5. Spieltag und nicht darüber hinaus.

    Ich lasse mich morgen vor dem Fernseher und am Sonntag in der Arena, von tragenden Ansätzen und Konstanz über 90 Minuten und damit auch von einer möglichen, besseren Zukunft überzeugen.

    Glaube, Liebe, Hoffnung gehören für mich in die religöse Sphäre und die dazu gehörigen Durchhalteparolen zur fundamentalistischen Variante religöser Eiferer. Ich halte in der Analyse an der Trennung von Sport und Religion auch in Zukunft fest.

  47. Torsten sagt:

    Ich hielt die Neuen übrigens bereits nach Abpfiff in Frankfurt vor 32 Tagen für gescheitert und bete seitdem für ein Wunder :-))

  48. polarfuchs sagt:

    @ Torsten
    Boah, das ist starker Tobak. Neue Spieler einer Mannschaft bereits nach einem Spiel als gescheitert anzusehen ist fast schon eine seherische Meisterleistung. Ist das das sogenannte schalkige?

  49. Nordlicht sagt:

    @polarfuchs, ich tippe mal auf Ironie :-)

  50. polarfuchs sagt:

    @ Nordlicht
    Danke Dir, ist mir schon klar. War wohl eine “ spitzfindige Spitze “ von Torsten an einige die schon für die 2. Liga planen.

  51. blues sagt:

    @Torsten
    Auch, wenn nur noch beten hilft wie du meinst, versuche ich mit rationalen Mitteln eine parallele Spur zuhalten. Am Ende hat bestimmt dann das zeitgewinnende Beten auch mitgeholfen. Ich finde ja auch, solange und in der Zeit, in der die Gläubigen beten, machen sie wenigsten keinen anderen Unsinn, wie Trainerentlassungen etc. :-))

  52. Eigenart sagt:

    Weiß eigentlich jemand, was aus der Sportpsychologin geworden ist? Ich bin ja der Meinung, dass die Mannschaft und der Trainer jede Unterstützung gebrauchen können, und da gehört auch auch die psychologische dazu.
    Ich weiß, dass Di Matteo sie damals vom Training ausgeschlossen hat – ist sie auch vom Hof gejagt worden?
    Übrigens, Dank an Klopenner für deinen Beitrag gestern Abend (23.12 Uhr). Du hast meine Gedanken besser formuliert als ich es selbst gekonnt hätte.

  53. leoluca sagt:

    Weinzierl vorzuwerfen, er doktere seit 5 Spieltagen planlos herum, halte ich für sehr gewagt. Weil er eine neu zusammen gesetzte Mannschaft in der Vorbereitungszeit nicht zur Verfügung hatte, muss er doch den Mut zum Experiment haben und Dinge tun, die man sonst eher in Testspielen sieht. Seine taktischen Vorgaben und seine Auswechselungen waren so gut wie alle ziemlich leicht nachvollziehbar und vernünftig. Seine klare Ansage nach der Niederlage in Frankfurt, jetzt so schnell wie möglich die Neuen in den Kader zu integrieren, war richtig und nicht falsch.

    Bisher ist er dafür nicht belohnt worden.

    Vermutlich, weil die Substanz bzw. Klasse des alten, von HH zusammengestellten Kaders, mit der man sich über die ersten Spiel hätte retten können, noch geringer ist als angenommen. Bestimmt, weil ein paar zentrale Neueinkäufe die Liga bisher nicht kennen – das Tempo nicht, die harte Zweikampfführung nicht. Die Anfängerfehler der beiden Franzosen kann man nicht ernsthaft auf irgendein Phlegma zurückführen, die beiden kennen diese enge, körperbetonte Spielweise noch nicht, die vor allem im Kombinieren äußerst wenig Zeit für feine Technik lässt. Bei Embolo etwa sieht man von Spiel zu Spiel, dass er besser hinein kommt. In Hoffenheim hatte er schon ne Menge guter Szenen: spielerisch und kämpferisch.

    Heidels Wutrede leuchtet mir daher ein: er appelliert an den Kampfgeist eines Jeden und also der Mannschaft, um das Zusammenwachsen zu beschleunigen. Wenn das am Donnerstag und Sonntag nicht zünden sollte, muss man neu analysieren.

  54. Ney sagt:

    à propos http://koenigsblog.net/2016/09.....ment-78367 – zu beten ist vielleicht nicht die schlechteste Idee in diesen Tagen.

    Schalke unser im Himmel
    Gesungen werde dein Name.
    Dein Tor komme.
    Dein Sieg geschehe,
    Wie zuhause, so auch auswärts.

    Unsere täglich‘ Punkte gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Zweifel,
    Wie auch wir vergeben unseren Spielern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    Sondern erlöse uns von den Niederlagen.

    Denn Dein ist das Reich
    und die Kraft und die Herrlichkeit
    von Spieltag zu Spieltag.

    Amen.

  55. Torsten sagt:

    Theresa Holst gehört nicht mehr zum Betreuerstab. Sie steht den Spielern aber offensichtlich weiterhin zur Verfügung. In einem Interview Ende letzten Jahres hatte Ralf Fährmann die Arbeit mit ihr als einen Grund angeführt, dass er es in seine heutige unumstrittene Position geschafft hat.

  56. DevonMiles sagt:

    In „TEs Bundesliga-Check: Kellerkinder“ steht in den Kommentaren eine Beobachtung zur Arbeitsweise von Markus Weinzierl, die durchaus Anlass gibt, es bei weniger Tullus zu belassen. (Leider kann ich nicht direkt zu diesem Kommentar verlinken, daher kopiere ich den Text. Quelle siehe oben.)

    “ Daniel
    26. September 2016 um 20:06

    Zu Schalke sollte man mMn dazu sagen, dass Startschwierigkeiten unter Markus Weinzierl (wenn auch nicht in diesem Rahmen) durchaus zu erwarten waren. Zum einen aufgrund von Weinzierls Trainerhistorie: In seiner ersten Saison beim FCA stand Augsburg zur Winterpause mit neun Punkten da. In der öffentlichen Wahrnehmung galt Weinzierl als totale Fehlverpflichtung und Augsburg als so gut wie abgestiegen. In der Rückrunde gelang noch der Klassenerhalt und in den beiden folgenden Jahren entwickelte man sich kontinuierlich weiter und erreichte Plätze in der oberen Tabellenhälfte. In Weinzierls letzter Saison war man wieder wesentlich schwächer, was aber wohl zum Großteil an der ungewohnten Europapokalbelastung lag. Auch zuvor bei Regensburg war die Entwicklung langsam, aber stetig (in den drei von Weinzierl komplett verantworteten Saison erreichte man erst Platz 16, dann 8 und schließlich den Aufstieg mit Platz 3).

    Dies ist angesichts seiner Art in meinen Augen auch ziemlich naheliegend: Weinzierl ist kein Feuerwehrmann, der mit aggressiver Rhetorik seine Mannschaft total motiviert. Auch im Bereich Gegneranpassung hält er sich meist zurück. Seine herausragende Stärke liegt darin, ganz genau die Stärken seiner Spieler zu erkennen und dann ein Spielsystem zu entwickeln, in dem sich seine besten Spieler optimal entfalten können. Das beste Beispiel dafür ist Daniel Baier: Als Weinzierl zu Augsburg kam, galt Baier als gescheitertes Offensivtalent. Weinzier stellte ihn auf die Sechs und schuf für Baier – der keinesfalls ein „klassischer“ Sechser ist – ein Umfeld, in dem er seine Stärken perfekt einbringen konnte und seine Schwächen weitestmöglich kaschiert wurden. Andere von Weinzierl extrem weiterentwickelte Spieler sind zB André Hahn oder Ragnar Klavan.

    Nur: Um diese Fähigkeit einbringen zu können braucht Weinzierl Zeit. Zeit, um seine Spieler genau kennenzulernen und sich zu überlegen, wie er sie bestmöglich einbinden kann. Und dann Zeit, um dieses System einzustudieren. Deshalb hat er bisher überall eine gewisse Anlaufzeit benötigt. Bei Schalke kommt diese Saison erschwerend hinzu, dass viele wichtige Spieler erst sehr spät zur Mannschaft stießen (Höwedes (EM), Goretzka, Meier (Olympia), Stambouli, Bentaleb, Konoplyanka, Baba (relativ spät eingetütete Transfers)), so dass Weinzierl noch gar keine Chance hatte, seine Spieler wirklich gut kennenzulernen. Dazu dann noch etwas Spielpech (zB nicht gegebene Elfmeter gegen Bayern und Hoffenheim) und fertig ist der Fehlstart.

    Gleichwohl sehe ich die Entwicklung auf Schalke alles in allem keineswegs negativ. Alleine die relative Ruhe, die auf Schalke trotz des Fehlstarts noch immer herrscht, ist ein Riesenschritt nach vorne. Weinzierl ist trotz der oben beschriebenen Schwäche ein hervorragender Trainer. Bei den meisten Trainern spielen manche Spieler unter ihrem eigentlichen Leistungsvermögen, weil sie falsch oder jedenfalls nicht optimal eingesetzt werden. Bei Weinzierl passiert das nach einer gewissen Zeit fast gar nicht mehr. Auf diese Art und Weise kann Weinzierl ein Bild formen, das größer ist als die Summe seiner Einzelteile. Weil diese Einzelteile auf Schalke größer sind als in Regensburg oder Augsburg und Christian Heidl gut darin ist, mit vergleichsweise geringen Mitteln hervorragende Einzelteile nachzukaufen, kann auf Schalke mit diesen beiden langfristig etwas Großes entstehen. Jetzt ein wenig Geduld zu haben wird für Schalke langfristig deutlich besser zu sein, als es ein erneutes Strohfeuer wäre. Kurzfristig erfolgreiche Strohfeuer hatte Schalke in den letzten Jahren oft genug.“

  57. Eigenart sagt:

    @DevonMiles: vielen Dank für den Text. Ich hoffe sehr, dass sich diese Stärke von Weinzierl auch auf Schalke bald zeigt. Aber dass er grundsätzlich so ein Typ, der eine gewisse Zeit braucht, um die Stärken einzelner Spieler herauszufinden, scheint mir einleuchtend und passt ins Bild.
    Zu dem jetzigen Fehlstart möchte ich noch folgendes sagen: die jetzt offensichtlich zu Tage tretenden Schwächen der Mannschaft gab es ja auch in der letzten Saison schon. Nur haben uns da mitunter geniale Einzelaktionen z.B. von Sané im Zusammenspiel mit Meyer den Hintern und die Punkte gerettet. Über besonders schöne Spiele und souveräne Siege haben wir uns selten freuen können, oder? Und es gab genug kritische Geister, die das auch hier immer wieder bemängelt haben. Und nun ist Sané weg und wir sehen, dass Schalke auch ohne die zahlreichen Neuen keine Teamleistung auf den Platz bringt (siehe Frankfurt). Das Ausmaß des Team-Desasters war sicherlich weder Weinzierl noch Heidel klar. Sind sie deshalb schon gescheitert?

  58. polarfuchs sagt:

    Vielleicht sollte man seine Gedanken auch einmal in diese Richtung schweifen lassen.
    In unserem Kader stehen etliche Spieler, Namen lassen wir weg, die sich sehr wohl darüber im Klaren sind das ihre Zeit bei S04 zu Ende geht. Nix mehr mit gut, vielleicht überbezahlter, Wohlfühloase. Diese Spieler werden natürlich nicht das geringste Interesse daran haben das ihre ( neuen ) Mitspieler glänzen. Das ist relativ einfach. Der Mitspieler wird im Spiel in kniffligen Situationen allein gelassen, der Ball wird nicht oder zu s
    pät zum besser positionierten Mitspieler gespielt etc. etc.
    Vielleicht ist das eine gewagte Ansicht. Es würde mich sehr interessieren wie das andere Kommentatoren hier sehen.

  59. CarstenS04 sagt:

    auch wenn es von der Sportbild kommt:

    Innerhalb der Mannschaft soll erste Kritik an Markus Weinzierl laut werden. Laut Informationen der ‚Sport Bild‘ „sind einige Schalke-Profis schon jetzt mit dem Arbeitsstil des neuen Trainers unzufrieden. Kritikpunkt: Weinzierl soll angeblich zu wenig mit ihnen kommunizieren, stelle einzelne Profis nicht speziell auf den Gegner und die Spiele ein.“

    es kommt wie es immer kommt…
    irgend jemand redet immer… steckt hier was durch oder läßt da was aufblitzen… Zweideutigkeiten hier, ein Kommentar beiläufig da… und schon wackelt das Gerüst
    der Druck wird höher und höher und irgendwann platz der Knoten egal wie…

  60. DevonMiles sagt:

    @CarstenS04
    Man stelle sich die Situation vor: bisher hattest Du als Spieler ein gutes Standing auf Schalke. Scheiße gespielt, irgendwie Punkte geholt, es wurde unruhig, der Trainer wurde entlassen, nochmal von vorn. Jetzt: selbe Situation, aber Manager nimmt Mannschaft in Pflicht, stellt sich hinter den Trainer, nicht hinter die Spieler. Der Trainer wird nicht wild kritisiert, weil es mittlwerweile viele gerafft haben, dass ständige Trainerwechsel nix bringen, sondern die Mannschaft einen ergheblichen Teil der Schuld trägt. Was tun? Den Sportbild-Heinis mal schön was Richtung „Trainer ist schuld“ stecken – bisher hatte das ja schön funktioniert. Ich hoffe dass es diesmal anders ist.

  61. CarstenS04 sagt:

    Am besten wäre es wenn der Knoten dann am Donnerstag platzt…. Und zwar mit der einzig wahren Lösung…. Ein klarer 3:0 Sieg gegen die Ösis

  62. Nordlicht sagt:

    bei keinem Verein ( nicht einmal beim HSV ) liest man regelmässig, dass sich Spieler über den Trainer beklagen. Nur bei uns. Schon komisch das diese Trainer woanders nie solche Schlagzeilen haben.

    Dieses Leck kann nur die Mannschaft selber schliessen.

  63. Torsten sagt:

    Ich hoffe sehr, dass sich diese Stärke von Weinzierl auch auf Schalke bald zeigt. Aber dass er grundsätzlich so ein Typ, der eine gewisse Zeit braucht, um die Stärken einzelner Spieler herauszufinden, scheint mir einleuchtend und passt ins Bild.

    Das eine hat ja mit dem anderen nichts zutun. Dass ein Trainer Zeit braucht, um das Bestmögliche aus seinem Team herauszuholen, ist klar. Das Problem ist aber, dass bislang eben 0 Punkte geholt wurden. Selbst wenn es noch nicht rund läuft kann sich eben kein Club 0 Punkte leisten. Ein Mindestmaß an „Erfolg“ ergo Punkten muss als Ausbeute auch in der Phase des noch nicht so doll Eingespieltseins herausspringen.

    Dass das nicht gelang war ein Stück weit auch Pech. Und die „Analysen“ dazu, wie die Ergebnisse zustandegekommen sind, orientieren sich eben zu einem gehörigen Teil am Ergebnis. Bei 0 Punkten hat der Trainer planlos an der Aufstellung herumgedoktort. Stünden 6 Punkte auf dem Konto hieße es vermutlich, er würden fieberhaft nach seiner Idealformation suchen.

  64. Blauhai sagt:

    Ich war von Anfang an nicht von der Verpflichtung M.W. begeistert,der Spielstil vom FCA hat mir nicht gefallen, teilweise war erwohl DORT zweckmäßig. Nur, jetzt ist er da und ist der Cheftrainer! Falls es stimmt, es kann nicht angehen, dass schon wieder Spieler über die Presse eine Trainerkritik raushauen. Ich wünsche mir jetzt von C.H., dass diese ausfindig gemacht werden und sofort aus dem Kader fliegen, egal welche Namen, raus damit.Das wäre mal ein Zeichen, anstatt nur Labern,Handeln.

  65. Grieche sagt:

    „Ich wünsche mir jetzt von C.H., dass diese ausfindig gemacht werden und sofort aus dem Kader fliegen, egal welche Namen, raus damit.Das wäre mal ein Zeichen, anstatt nur Labern,Handeln.“

    Schon Horst Heldt hat Leute aus dem Kader geschmissen, weil er dachte, damit den Rest der Mannschaft besser zu machen. Hat nicht viel gebracht, dem Trainer am allerwenigsten.

  66. Eigenart sagt:

    Natürlich „wird innerhalb der Mannschaft erste Kritik am Trainer“ laut. Wie soll man auch sonst von den eigenen Versäumnissen ablenken? Das Strickmuster ist bekannt. Letzte Saison war es meines Wissens Dirk große Schlarmann, der sich als Sprachrohr unzufriedener Spieler gegen Breitenreiter missbrauchen ließ.

  67. blues sagt:

    @leoluca; @Torsten

    Bei mir habt ihr jederzeit ein offenes Ohr bzw. Auge, wenn ihr einen Plan erkennen und beschreiben könnt.

  68. Torsten sagt:

    Wenn ich einen Plan erkenne und beschreiben kann, schreibe ich einen Artikel dazu ;-)

  69. hoffedocS04 sagt:

    Man kann es drehen wie man will:

    °°° und °°° und °°° in mehreren Spielen.

    Das brauchen wir jetzt und das kriegen wir jetzt.

  70. CarstenS04 sagt:

    Zoff wegen Schalke in Österreich ^^^

    http://www.reviersport.de/3392.....htern.html

  71. leoluca sagt:

    Ich fürchte ja, Weinzierl hat nicht zu wenig, sondern zu viel Plan. Er weiß, welche Spielidee er auf Schalke etablieren will und welche Fähigkeiten er dazu benötigt. Das hat er über 5 Spieltage versucht unter Zeitdruck und mit Macht durchzusetzen. Ohne jeden Punktgewinn, so dass der Plan – das Saisonziel, die Idee – zwangsläufig in den Hintergrund treten muss.

    Zuerst dachte ich ja, Heidel würde mit seinem Appell an die alten Malochertugenden den Trainer aus der Schusslinie nehmen und ihm so mehr Zeit geben wollen.

    Aber vielleicht will er Weinzierl auch bedeuten, dass jetzt das Eingemachte, die Einstellung, angesagt ist und erst dann wieder das Konzept.

  72. blues sagt:

    Kicker.de berichtet von C. Heidels aktueller Kabinenansprache. Folgt man dem Kicker, blieb Heidel dabei gewohnt sachlich und moralinfrei.

    Link zu kicker.de:

    http://www.kicker.de/news/fuss.....issen.html

  73. mika sagt:

    Ruhe bewahren und in der Winterpause knallhart bilanzieren.
    Alles andere ist aufgrund der knappen Zeit, welch keckes Wortspiel, voellig verfrueht.
    Es braucht halt Zeit, um eine Entwicklung zu bewerten.
    Egal, in welche Richtung Sie geht…

  74. CarstenS04 sagt:

    ich wünsche mir das unsere Offensive mit Embolo und Avdijaj richtig zündet….

  75. CarstenS04 sagt:

    mein Team für eine erfolgreiche Aufholjagd

    Fährmann
    Coke-Benne-Nasta-Baba
    Embolo-Geis-Bentaleb-Kono
    Goretzka
    Avdijaj

    so möge es sein…

  76. bariton76 sagt:

    Avdijaj ist ne Wundertüte mit einer Menge Vorschusslorbeeren. Schön wäre es, wenn er zündet.

  77. Rjonathan sagt:

    Interessant an Heidels Kabinenansprache: der gesamte Stab war dabei. Da sieht man, dass es ihm um die generelle Kultur im Verein geht. Das Phlegma ist längst „systemisch“ und nicht an einzelnen Spielern festzumachen.

    @Blues
    Ich habe das ja schon bei Keller hoch und runtergebetet, als alle vom mangelnden Konzept gesprochen haben: einen Plan/ein Konzept erkennt man idR erst, wenn er funktioniert. Scheiternde Pläne sehen immer planlos aus.

  78. CarstenS04 sagt:

    @bariton76

    Donis hat riesiges Potential, aber klar ist auch er muss es auf den Platz bringen/zeigen
    dafür muss man ihn auch lassen…dafür muss er genau wie Coke fit werden und Gas geben

    und immer mehr wird doch klar das die Zeit des Hunters um is!

  79. crisscross04 sagt:

    Hoffentlich wird es heute Abend ein gelungener Auftritt (ich bin guter Dinge) und noch mehr hoffentlich glauben die Spieler nicht, dass es mit diesem gelungenen Auftritt gegen Gladbach ähnlich laufen wird.

    Diesen Eindruck hatte ich nämlich gegen Hertha nach dem gelungenen EL Start und dem Bayern Spiel.

    Auch das ist ein alt bekanntes Phänomen auf Schalke, was „wir“ dringend abstellen sollten. Denn ein Sieg am Sonntag wäre wichtiger als heute ein kalres 3:0.

  80. polarfuchs sagt:

    Gleich setze ich mich ins Auto und fahre Auf Schalke. Ich freue mich auf die lecker Bratwurst, ein Erfrischungsgetränk und ein gutes, erfolgreiches Spiel. Das einzige was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage wie wird die Stimmung sein. Wenn ich da an den hier verlinkten “ Fan “ denke au au au.

  81. blues sagt:

    @Rjonathan und Weinzierls Spielidee

    Weinzierl wird bei derwesten.de so zitiert: „Wir sind von der Spielanlage einen Schritt weiter. Wir spielen weniger vertikal, sind auch gegen den Ball kompakt und aggressiv. Das muss die Basis sein.“

    Mmmh, sofern derwesten.de oder Weinzierl nicht horizontal und vertikal verwechseln wären wir in etwa wieder bei der Kellerschen Spielidee, bei der Weinzierl wieder ansetzt und weitermacht bzw. entwickelt.Keller reloaded, finde ich Interessant.

  82. idioteque sagt:

    Es ist ein Unterschied, ob man weniger vertikal spielt und sich hinten nur den Ball zuschiebt, weil man vorne keinen Plan hat (wie unter Keller) oder ob man sich ruhig und geplant langsam nach vorne arbeitet, weil es keine Räume gibt, um direkt vertikal zu spielen (wie z.B. Bayern unter Guardiola). Natürlich ist Schalke davon noch weit weg, aber die Idee, sich darauf einzustellen, dass Gegner sich gegen Schalke zurückziehen, kompakt verteidigen und ihnen den Ball überlassen, finde ich grundsätzlich richtig. Ob das irgendwann auch richtig funktioniert, ist aber eine andere Frage. Aber gegen einen kompakten Gegner kann man kaum effektiv durchgängig vertikal spielen, weil man so seine Stürmer ständig in Situationen schickt, wo sie hoffnungslos in Unterzahl sind.

  83. norcaine sagt:

    Ganz unabhängig davon ob man das heutige Spiel gegen Gladbach gewinnt oder verliert, sollten unsere hochbezahlten „Stars“ ihre Egos ablegen und allesamt in der kommenden Woche darauf verzichten für ihre Nationalmannschaften zu spielen. Fakt ist, die gesamte Mannschaft braucht bei der Schlagzahl an englischen Wochen endlich Zeit miteinander Abläufe zu trainieren und das so schnell es geht. Und nach dem Auftreten der letzten Wochen sollte klar sein, das 2 Wochen „Ruhe“ zum trainieren dringend nötig sind. Davon ab könnte Schalke natürlich auch die Freigabe verweigern, immerhin zahlt der Verein die zu hohen Gehälter.

    Meine einzige Kritik am neuen Trainer ist derweil lediglich diese Form von Ballbesitz Fußball wenn man doch vorne nichts mit dem Ball anfangen kann.

  84. blues sagt:

    @idioteque

    „Natürlich ist Schalke davon noch weit weg, aber die Idee, sich darauf einzustellen, dass Gegner sich gegen Schalke zurückziehen, kompakt verteidigen und ihnen den Ball überlassen, finde ich grundsätzlich richtig“

    Schön, dass du die Diskussion aufgenommen hast. Man konnte heute in der Südkurve in der 1. Halbzeit tatsächlich bestens beobachten wie Schalke Gladbach den Ball überlies und Gladbach diesen endlos durch und ums seine Dreierkette herumlaufen lassen musste, da Schalke teilweise mit 3 Spielern 15 m vor der Mittellinie presste. Das funktionierte gut, aber Schalke selbst kam auch kaum zum Gladbacher Tor durch.

    In der Pause nahm Schubert Vesterguard aus der Zentrale der Gladbacher Dreierkette und die defensive Stabilität der Gladbacher war weg. Gladbach machte individuelle Fehler und Schalke nutzte diese Fehler zügig aus.

    Schubert hatte sich vercoacht, weil er die zumindest heute vorhandene Qualität der Schalker Offensive scheinbar falsch einschätzte.

  85. idioteque sagt:

    Die Frage ist dann eben, was Schalke macht, wenn Gegner so spielen, wie Schalke gestern gegen Gladbach. Dann steht ein Embolo nach einem langen Ball in vorderster Reihe nämlich nicht gegen ein oder zwei Gegner, sondern gegen drei oder vier. Da wird man dann geordneter und horizontaler spielen müssen, so wie Gladbach das in der zweiten Halbzeit bis zum 1:0 ja auch gemacht hat. Die letzten Trainer auf Schalke haben es ja allesamt nicht geschafft, da Lösungen zu finden, und dann ist man häufig entweder offensiv zu mangels Abläufen zu langsam gewesen oder zu viel Risiko gegangen und hat sich dann auskontern lassen (so wie Gladbach gestern). Aber es ist gut zu wissen, dass Weinzierl dieses Problem erkannt hat und angehen will. Ob er dann am Ende ein funktionierendes Gesamtpaket bastelt, werden wir sehen.

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