Embolo erzielt „Das Tor“ – Schalke siegt 4:0

Schalke 04 schlägt Borussia Mönchengladbach 4:0 und fährt damit am 6. Spieltag endlich Punkte ein. Ein Sieg, der ab der 52. Spielminute aus dem nichts kam und der sich aufschwang, ganz Schalke mit einem Grinsen im Gesicht zurückzulassen.

Als Johannes Geis den langen Ball auf Choupo-Moting spielte, dieser in den Strafraum eindrang und gefoult wurde, hatte Schalke sechs fürchterliche Minuten hinter sich. Ab dem Wiederanpfiff nach der Pause machte Borussia Druck und Schalke stand plötzlich völlig verunsichert neben sich. Defensiv taten sich bei den Blauen plötzlich große Lücken auf, offensiv spielte man leichte Fehlpässe, das Publikum wurde unruhig. Früher als zur Halbzeit von mir erwartet schien sich eine Entscheidung anzubahnen; auf der falschen Seite.

Weitere sechs Minuten später, nach dem Foul, das man pfeifen konnte, und dem Strafstoß, den Yann Sommer zum Glück nur fast halten konnte, stand es 3:0 für Schalke und das Spiel war gewonnen.

Es waren drei tolle Tore, die dem Strafstoß folgten und die dafür sorgten, dass die Saison den Schalkern Spaß zu machen begann. Welch Lauf und welch Übersicht von Sead Kolasinac, der Breel Embolos ersten Bundesligatreffer vorbereitete. Der schnelle Gegenstoß, nach Ballgewinn in der Mitte der eigenen Hälfte, der maßgeblich von Breel Embolos Ballbehauptung und seinem gut getimeten Pass nach Außen, auf Eric Maxim Choupo-Moting geprägt war. Und vor allem der vierte Treffer, jetzt schon mein Lieblingstor der Saison. Das Tor, bei dem Jung-Breel erst den schon beim Gegner gelandeten Ball zurückholte, den Zweikampf gewann, den Torhüter überwand, gefoult wurde, wieder aufstand und den Ball über die Linie drückte. Eine Szene die alles enthielt, was man sich als Fußballfan nur wünschen kann: Die Galligkeit, den Ball vom Gegner zurückzuholen. Durchsetzungskraft im Zweikampf gegen Andreas Christensen. Das Können, den Ball am Torhüter vorbeizuspitzeln. Und den Charakter, nach dem Foul nicht liegenzubleiben und einen Strafstoß zu fordern, sondern die Chance auf das Tor im Blick zu haben, alles zu geben um das Ding reinzumachen. Welch grandioses Stückchen Fußballgefühl!

In der ersten Halbzeit gab es freilich nichts Grandioses zu bestaunen. Es gab zu respektieren, dass beide Teams ein gutes Pressing auf den Platz brachten, dass beide Mannschaften dem Gegner keine Räume boten. Meist hatte Gladbach den Ball in der eigenen Hälfte und fand keine Anspielstationen, weil Schalke recht stark immer dorthin verschob, wo Gladbach es gerade versuchte. Selten kam eins der Teams in eine aussichtsreiche Position, und dann konnten sie partout nichts damit anfangen, waren entweder zu langsam oder zu ungenau oder gleich beides.

Ein Spiel, das in der ersten Halbzeit eigentlich überhaupt keinen Spaß machte, das alle Schalker in der zweiten Hälfte aber mehr als entschädigte, und das in Breel Embolo einen sympatischen Helden hatte. Wenn er nicht gerade spurtet läuft er, als hätte er beide Füße voller Blasen. Aber er läuft eben so, und er läuft wirklich viel, um einerseits seinen Job im Pressing zu erfüllen und um andererseits für Pässe in die Spitze anspielbar zu sein. Das war er diesmal wahrlich. Und auch wenn bei ihm noch in der ersten Hälfte so wenig zusammenlief wie bei seinen Kollegen war er am Ende an drei der vier Tore entscheidend beteiligt.

Diesmal geht Schalke mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause. Es war Schalkes erstes zu Null-Spiel in der Bundesliga seit dem wenig schmeichelhaftem 0:0 in Frankfurt, am 23. Spieltag der letzten Saison. Es war Schalkes höchster Ligasieg, seit die Blauen am Nikolaustag des Jahres 2014 in Stuttgart ebenfalls 4:0 gewannen. Es war eine zweite Halbzeit, die Ruhe bringen wird. Aber eben auch nur bis zum nächsten Spiel, am 15. Oktober in Augsburg.



42 Kommentare zu “Embolo erzielt „Das Tor“ – Schalke siegt 4:0”

  1. hoffedocS04 sagt:

    °°°

    (und in 14 Tagen in Augsburg gleich nochmal)

    Embolos 4:0 herzerwärmend in allen anrührenden Einzelheiten

  2. CarstenS04 sagt:

    Endlich mal belohnt, endlich mal ein Spiel nach hause gespielt…wunderbar, aber Vorsicht…Da war lange noch nicht alles töfte….

    Das 4:0….purer Wille die Bude zu machen, der Junge macht Spass und schade das einige ihn schon als Flop bezeichnet haben!

    Bester Mann war für mich jedoch wieder einmal Goretzka!!!

  3. Diaspora sagt:

    Mein Lieblingssatz aus den Kommentaren zum letzten Blog hat sich als prophetisch erwiesen: „Falls sich Embolo konstant steigern kann sehe ich in ihm die Zukunft, er hatte schon viele gute Ansätze, es muss ihm nur mal gelingen im entscheidenden Moment nicht auszurutschen oder sonstwie dämlich auszusehen.“
    Seit gestern sind Ausrutschen und Tore machen keine Gegensätze mehr.

  4. Stefan sagt:

    Und ich wollte meine Karte noch verkaufen letzte Woche.
    Gott sei Dank habe ich es nicht.
    Vorher siegessicher waren die Gladbach Fans, die an den Eingangem Dinge wie: „Nach dem Spiel nennen sie sich dann Schalke 06″ etc skandierten. Danke für diesen schönen Abend, Schalke!
    Eine Frage stellt sich mir noch, ist der Hunter jetzt damit raus aus der Startelf?
    Letztlich brachte doch Embolo all das auf den Rasen, was der Hunter schon so lange vermissen lässt. Oder?

  5. Flo Kno sagt:

    Das 1:0 war natürlich ein Geschenk zur rechten Zeit, begünstigt durch den riskanten Schachzug Vestergaard durch Stindl zu ersetzen. Aber auch Geschenke muss man erstmal annehmen. Ich konnte gar nicht hinsehen, in der Situation wollte ich mir einfach nicht ausmalen was passiert wenn Choupo verschießt..

    Umso erfreulicher die nächste Situation. Embolo hat gezeigt, was er kann und besonders bemerkenswert finde ich wie der Seo plötzlich explodiert, wo man ihm nen Baba vor die Nase gesetzt hat. Hat jetzt 2 bärenstarke Spiele binnen 4 Tagen gezeigt.

    Bin gespannt auf die nächsten Spiele. Schönen Feiertag euch!

  6. Torsten sagt:

    Eine Frage stellt sich mir noch, ist der Hunter jetzt damit raus aus der Startelf?

    Großer Kader, viele Spiele, jeder bekommt immer wieder seine Chance. Aber das Embolo in Augsburg starten darf, auch wenn KJH wieder fit ist, kann ich mir durchaus vorstellen. Weinzierl hat bislang doch recht “nachvollziehbar rotiert”. Wer kein gutes Spiel machte musste damit rechnen, auf die Bank zu kommen – wie zuletzt Max Meyer. Wer gut spielte durfte sich erneut zeigen – wie zuletzt Sead Kolasinac.

  7. Relegation! Meister! Weltfrieden! | WEB 0.4 sagt:

    […] wie fängst du so einen Bericht an? Sachlich-analytisch wie der Kicker oder der Königsblog? Kühl-abwartend wie der Südkurven-Oppa, Jahrgang ’47? Emotional-überschwänglich wie man […]

  8. Grieche sagt:

    Tolle zweite Halbzeit, tolles zweites Embolo-Tor, tolles Ergebnis.

    Eine Kabinenpredigt von Heidel ist jetzt hoffentlich erstmal nicht mehr vonnöten. Einen guten Hintergrund-Artikel hab ich dazu gefunden – falls jemand die Zeit hat:
    http://www.faz.net/aktuell/spo.....62952.html

  9. blues sagt:

    Gegen diese hellwache Schalker Mannschaft die wir gestern Abend sahen, durfte man sich einfach keine Fehler leisten. Schubert, der Verstergard rausnahm, Traore, der im Strafraum Choupo-Moting wenige Meter vom Schiedsrichter entfernt unglücklich ungestüm auf den Fuß trat, Dahoud und Christensen die jeweils den Ball verloren, machten die entscheidenden Fehler und nicht der Schiedsrichter oder die Glücksgöttin Fortuna die ihr Glückhorn angeblich nur über einer Manschaft ausgoss.

  10. derwahrebaresi sagt:

    @blues

    Das sehe ich auch so.
    Sicherlich war der Elfer der Dosenöffner, aber es wurden schon fragwürdigere Strafstöße gegeben.

  11. Torsten sagt:

    @blues:

    Ich bin bezüglich Fehler/Glück oft hin- und hergerissen. Du hast die Fehler gut dargestellt. Aber zuvor gab es eben auch Fehler auf beiden Seiten, die nicht zu Toren führten. Manchmal, weil ein Pass um eine Fußspitze nicht erreicht werden konnte, oder weil der Ball mit dem Kopf auf dem Fleckchen getroffen wurde, der ihn exakt zum Gegner fliegen ließ, und nicht etwa 50cm weiter links.

    Das stets auf Können/Nichtkönnen herunterzubrechen erscheint mir übertrieben.

  12. Carlito sagt:

    Hoffentlich bringen diese 2 Erfolgserlebnisse der Mannschaft die nötige Ruhe und weniger Wackler in kritischen Situationen.

    Gestern mit einem guten Gefühl wie selten zuletzt die Arena verlassen. Gerne mehr davon! ;)

  13. Frank sagt:

    Den Schiri muss man auch loben beim vierten Tor . Eigentlich wollte er auf den Punkt zeigen hat aber den eisernen Willen von Breel erkannt und auf Vorteil entschieden. Und Embolo hat dem Sommer getunnelt .
    Aber dieses Tor zeigt allen was mit Willen geht. Gefallen hat mir das Embolo viele Bälle festgemacht hat und viele erobert hat. Schöpf hat super Anlagen und seine Rettungstat nach der Ecke war Gold wert. Wie wäre da wohlmeinende Stimmung gewesen wenn Schalke in Rückstand geraten wäre

  14. Dav sagt:

    Ich finde, dass Naldo besser als in den vergangenen Spielen gespielt hat. Zum ersten mal hat er mich überzeugt
    Was mich allerdings wundert: Hat der Trainer kein Vertrauen in unseren Rechtsverteidigern ? Dass Höwedes dort spielt, obwohl Caicara und Riether nicht verletzt sind.

  15. leoluca sagt:

    Bin noch sehr heiser und überglücklich. Zig Mal und mehr „Der S04 ist wieder da“ gesungen und natürlich „Embolo-ho-ho“.

    Klar war uns diesmal das Glück gewogen, weil Gladbachs Trainer Schubert sich vercoachte als er meinte, die starke Verteidigung Vestergards gegen Embolo in Hälfte Zwei durch die Stindl-Auswechselung und insgesamt die tiefe Staffelung der ersten Halbzeit aufgeben zu können. Vielleicht dachte Schubert sich in der Pause, nun könne man den psychologisch schwer angeschlagenen Gegner direkt mit Beginn der zweiten Halbzeit durch eine Angriffsserie mal eben schlagen.

    Sicher hat Schalke in diesen ersten Minuten der 2. Hälfte gewackelt, doch so öffneten sich auch Räume nach vorne, die dann eben durch den langen Ball von Geis auf Choupo und dessen vorzügliches Solo mit Elfer-Raushole optimal genutzt wurden. Frage an die Weinzierl-Skeptiker: Kann man ausschließen, dass Weinzierl mit der verhaltenen Spielweise in der ersten Hälfte, also der fast ausschließlichen Konzentration auf ein starkes Pressing, nicht nur an die Stabilität der eigenen Mannschaft dachte, sondern evtl. Gladbach auch locken wollte zur Umstellung? Gladbach ist zwar stark in der Ballkontrolle und im Ballbesitz, doch m. E. sind sie im schnellen Umschalten heute schlechter als zu Favres Zeiten, zumal ihnen diesmal Raffael fehlte. Wenn sie also nach dieser ersten Halbzeit, in der sich beide Teams neutralisierten, auf Sieg spielen wollten, mussten sie hinten öffnen. Ich denke schon, dass Schalkes Sieg daher auch ein Sieg der Taktik war.

    Embolo war für mich nicht nur große Klasse durch seine beiden jetzt schon legendären Tore. Er wirkte gestern von Beginn an viel ballsicherer als zuvor. Das Tor hat er sich richtig hart erarbeitet. Und ich gehöre ja sowieso von Beginn an zu denen, die nach jedem Spiel behauptet haben, Embolo komme von Mal zu Mal besser ins Spiel hinein und nun fehle eigentlich endlich mal ein Tor von ihm.

    Mit seinem zweiten Tor, dessen bunte Facetten Torsten sehr schön beschreibt, hat er jetzt unsere Herzen erobert. Wieder war Goretzka klug hinter ihm positioniert. Für mich war Leon auch diesmal, wenn man das überhaupt so sagen darf, wieder der beste Spieler auf dem Platz.

  16. Lattenknaller sagt:

    Erleichterung!
    E.R.L.E.I.C.H.T.E.R.U.N.G!

    Der Einbetonierung in den Tabellenkeller und den garantiert kommenden Knüppel-aus-dem-Sack-Artikeln der Presse mit der allerletzten Chance entkommen. Aber wirklich mit der allerletzten. Puh.

  17. crisscross04 sagt:

    Sehr gut zusammengefasst, Torsten!
    Gestern lief sehr viel für uns, was in den letzten Spielen gegen uns lief.
    Interessant wäre gewesen, wenn wir nach dem 3:0 einen Gegentreffer kassiert hätten. Aber zum Glück lief gestern nicht viel bei den Fohlen zusammen. Somit ist das nicht geschehen – ich habe das auch nicht gebraucht. ;-)

    Mal schauen, ob sich dieses positive Erlebnis auch in Augsburg mitnehmen und evtl. ausbauen lässt. Ich werde es mir live anschauen.

    Ich will jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen, aber Fährmann scheint zurzeit auch sehr verunsichert zu sein. Zu seiner miserablen Spieleröffnung gesellt sich gerade noch eine schlechte Strafraumbeherrschung hinzu. Der ist gestern mehrfach durch den Straufrsum geirrt, wobei ich mehrfach tief durchgeatmet habe. Außerdem faustet er mir zu viele Bälle weg, die er eigentlich abfangen müsste. Irgendwie finde ich auch, dass er einfach zu tief steht. Bei langen Pässen vom Gegner klebt er auf der Linie anstelle diese frühzeitig abzufangen. Aber nun gut, an Fährmann wird man wohl so schnell nichts rütteln können. Trotzdem fände ich es notwendig, auch wenn er sehr gute Reflexe auf der Linie hat. Aber wie schon gesagt, es ist nicht der Tag fürs Herummäkeln. Hat Spaß gemacht gestern – ab der 52. ;-)
    Weiter so!

  18. Bluewolf sagt:

    Endlich…

    ich meine die ersten Halbzeit war zwar nicht so schön anzuschauen, aber war die Grundlage für den Sieg. Durch unsere fast fehlerfreie Defensivarbeit zwangen wir die Gladbacher zu Ihrem Wechselfehler und zu der offensiveren Spielweise.

    Dadurch hatten wir die Räume und wir haben endlich mal gut dagegen gehalten und auch die Chancen verwertet. Das wichtigste bei unseren Angriffen in der zweiten Halbzeit war die Tatsache das sie mit Tempo vorgetragen wurden.

    Top: Goretzka, Embolo, Kola – nicht so gut finde ich im Moment Fährmann wie zuvor schon geschrieben, habe ich die gleichen Eindrücke wie crisscross.
    Und mit Chpoupo werde ich nicht warm. Er läuft nicht wirklich die Gegner an wie Goretzka und Embolo und ist mir weiter zu verspielt und vergibt Chancen. Aber er hat den Mut gehabt den Elfer zu schießen.

    Nun kann der Verein durchatmen und in zwei Wochen sehen wir weiter.

  19. blues sagt:

    @Torsten
    Es war nicht meine Absicht so zu argumentieren, dass Zufälligkeiten, die sich als Glück/Pech ausdrücken lassen, in Können/Nichtkönnen aufzulösen und daraus dann ein allgemeines Gesetz zu machen. Ich zielte eher (als Gegengewicht) auf die Erklärung Schuberts, die mir die Zufälle zu sehr betonte.
    Unabhängig von dem aktuellen Ereignis, ist eine philosphische Diskussion zu den Anteilen von Zufall und Handeln im Spiel sicher hoch spannend.

  20. leoluca sagt:

    @Bluewolf.
    In der Spieleinschätzung stimmen wir überein. Denke auch, dass die erlangte Stabilität in der ersten Halbzeit nicht zu unterschätzen ist für den weiteren Spielverlauf. Weinzierls Plan ging auf.

    Nun gab es ja vor paar Tagen hier mal den Vorwurf der Planlosigkeit gegen Weinzierl.

    Ich denke aber, beide Siege dieser Woche fußten aus zwei weiteren Gründen auf einem Plan. Weinzierl zog Leon Goretzka in beiden Spielen weiter nach vorne und positionierte ihn hinter Embolo und er hielt beharrlich an Embolo in der Spitze fest, der in beiden Spielen das Vertrauen in ihn bestätigte.

  21. Rjonathan sagt:

    @leoluca
    Stimme in allen Punkten überein, Schubert hat sich vercoacht und wollte zuviel. Und was Kir noch mehr Hoffnung in Bezug auf den Konkurrenten Gladbach macht: Statt Selbstkritik sucht man die Fehler bei Zufällen.

    Ergänzung zu Embolo: Er wird nicht von Spiel zu Spiel sondern von Zweikampf zu Zweikampf stärker. Vestergaard hatte ihn gut im Griff. Aber ich hatte das Gefühl, dass Embolo bei jedem Zweikampf mit ihm ein bisschen besser kapiert hat, was Bundesliga bedeutet.

    @Diaspora
    Der Satz ist bei mir auch hängen geblieben. :)

  22. Flo Kno sagt:

    Das Spiel hat auch die Aufmerksamkeit der Kollegen von spielverlagerung.de erregt:

    http://spielverlagerung.de/201.....ngsschlag/

  23. BlueNote sagt:

    Ich wollte erst garnicht gucken (sch… Sonntagsspiele etc.), war dann aber zur Pause doch neugierig und krallte mir die Fernbedienung. Ein goldrichtiger Entschluss, wie sich schnell zeigte. Erst 5 Minuten zittern ob wuseliger Fohlenpower und Schalker Fehlpassorgie. Doch unsere Jungs bestraften die anschließenden Fehler der selbsternannten Auswärtsdeppen brutal konsequent und mit bisher so noch nicht gesehener Effizienz und Zielstrebigkeit. So muss das! Embolos Hau-mich-um-ich-mach-ihn-trotzdem-rein-Farfan-Gedächtnis-Tor war das finale Sahnehäubchen auf einem aufregenden Nachmittag.

  24. Eddi04 sagt:

    Ich hoffe der Letzte hat jetzt gesehen, dass es mit dem Hunter vorne drin nicht mehr geht. Der Hunter ist zu langsam, zu lau gegen den Ball, er gewinnt keine Kopfballduelle. Seine Zeit ist abgelaufen, auch wenn er vielleicht in der ein oder anderen Situation abgeklärter ist als Embolo. Vorne drin braucht man aggressive, schnelle Leute. Wir haben ohne Hunter alle Spiele gewonnen (Nizza, Salzburg, Gladbach).

  25. Christian sagt:

    Alles wieder gut, naja war auch freundlichen (glücklichen?) Umständen geschuldet.

    Ob der 11m berechtigt war, es wurde schon allein diese Saison dümmeres gepfiffen.
    Traore war halt dusselig genug von hinten nach dem Ball zu stochern, obwohl vor CM
    noch ein Verteidiger stand – muss man nicht kann man aber.
    Aber die Ausführung hat mich einmal mehr verärgert, ok er war drin dann wird meist
    nicht diskutiert, aber CM hat den 11m aufreizend lässig ohne Anlauf geschossen.
    Das kann man machen wenn man in der 80 Minute 3:0 führt, aber zu diesem wichtigen
    Zeitpunkt ?! Das muss nicht sein!
    Die Abwehrarbeit im Mittelfeld war wirklich gut, in der 1. Hälfte wurde Gladbach fast
    völlig neutralisiert. Aber wenn der Ball in unseren Strafraum kam, dann wurde es (zu)
    oft gefährlich – das hat mir nicht gefallen.
    Ich hoffe die nächsten 2 Spiele bringen uns etwas von da unten weg und beenden
    dann auch merkwürdige Diskussionen im „Sport“ Boulevard.

  26. Nordlicht sagt:

    Ein herrliches Sonntagspiel. Dafür haben sich alle aufgenommen Strapazen gelohnt.

    Endlich mal ein Nicht-Nachlassen und Torhunger zeigend. Endlich wurde mal eine Mannschaft zerlegt.

    Schön das Gejammer von Schubert und Eberl. So unglücklich liefen die beiden Spiele, der letzten Hinrunde, für uns.

    Jetzt bitte nich nachlassen. Bitte gegen Augsburg und Mainz nachlegen.

  27. Detlef sagt:

    Embolo Mann des Spiels, aber nicht in der Sportschau Elf des Spieltages.
    2 Tore und ein quasi Assist reichen da noch lange nicht, wie es scheint.

    http://www.sportschau.de/fussb.....s-100.html

    Mir hat der Besuch in der Arena teuflisch viel Spass gemacht, auch und gerade wegen der vielen Fohlen Anhänger um mich rum.

  28. Flo Kno sagt:

    Zum Thema Huntelaar wusste die englische Version der Bundesligaseite:
    „Schalke won all three of their Bundesliga matches in which Klaas-Jan Huntelaar was not named in the starting line-up last season“

    @Christian:
    Choupo erklärt seinen Elfmeterschuss hier http://www.kicker.de/news/fuss.....212;-.html

    Zitat:
    „Dass er gegen Gladbach fast aus dem Stand schoss, könnte man ihm als Arroganz auslegen, läge damit aber falsch. „Ich nehme nie viel Anlauf“, sagte Choupo-Moting und erklärte: „Yann Sommer hat zwar eine gute Sprungkraft, ist aber nicht so lang. Darum wollte ich den Ball mit Dampf in die Ecke schießen. Sommer würde vielleicht dran kommen, ihn aber nicht entscheidend abwehren können.“ Genau so kam es: Der mit 1,82 Meter eher kleine Torwart Sommer hatte die Fingerspitzen noch am Ball, Geschwindigkeit, Platzierung und Schussintensität waren aber zu groß und gut, um ihn zu parieren.“

  29. Flo Kno sagt:

    @Detlef:
    Embolo ist dafür im Kicker Mann des Spieltags
    http://www.kicker.de/news/fuss.....tages.html

  30. Flo Kno sagt:

    Spielverlagerung.de hat hier auch ne schöne Statistik die zeigt, dass Schalke ein recht schweres Auftaktprogramm hatte:
    http://spielverlagerung.de/201.....iga-check/

    Bayern hat dieser Statistik zufolge ein leichtes gehabt.

    Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Statistik nicht selber gefälscht habe.. ;-)

  31. rjonathan sagt:

    @Flo Kno
    Ah, super Link! Ich hatte das auch schon mal schreiben wollen: Die Gegner waren bislang alle sehr stark. Hier ist dieses „Gefühl“ mal in saubere Mathematik gegossen. :-)

  32. Ney sagt:

    Sieht man doch an der Tabelle. Die 5 Manschaften, gegen die bisher verloren wurde, liegen aktuell auf den Plätzen 1-8.

    Vor diesem Hintergrund können wir uns die Partien gegen Dortmund, Leipzig und Leverkusen doch gleich mal sparen. Sind halt zu stark.

  33. michael sagt:

    @ Flo Kno

    ich finde deine beiden links sehr interessant und aufschlussreich. Der erste betätigt eindeutig, dass sich Schubert verzockt hat und aus einer sehr offensiven Aufstellung/Ausrichtung eine noch offensivere gemacht hat. Quasi Harakiri und zum Glück in den ersten 7 min der 2. Halbzeit nicht aufgegangen, aber auch mit ein wenig Dusel für unsere Mannschaft.
    Weiterhin ist dort auch klar aufgezeigt, dass wir uns gegen Gegner, die nicht so offensiv ausgerichtet sind schwer tun. Hier muss MW ansetzten und zeigen, dass er unsere Mannschaft weiterentwickeln kann. Gegen Mannschaften wie Gladbach, haben wir auch in der letzten Saison nicht schlecht ausgesehen. Bin sehr gespannt, ob da was in den nächsten Spielen, ja eigentlich schon in Augsburg zu sehen ist.
    Der zweite Link zeigt, dass wir das „schwerste“ Programm hatten. Aber mal ganz ehrlich, Bundesliga ist immer schwer, gegen jeden Gegner. Schön wäre natürlich gewesen, wie in der letzten Saison, am Anfang gleich Bremen und den HSV zu haben. Diese muss man auf jeden Fall auch jetzt später in der Saison schlagen, wenn wir da unten raus kommen wollen.

  34. Ney sagt:

    Schubert hat sich weder verzockt noch Harakiri gespielt. Sein Team hat Schalke zu Beginn der 2. Halbzeit an die Wand gespielt, so dass die ersten Pfiffe kamen. Dass die Harmlosigkeit der Schalker Offensive keinen Bestand hat, weil Choupo-Moting ein überflüssiges Foul im Strafraum auf sich zieht, war halt nicht kalkulierbar. Danach allerdings brachen die Dämme. Man könnte Schuberts Wechsel ambitioniert nennen, aber doch keinesfalls „selbstmörderisch“.

  35. hellwach sagt:

    Michael, tut mir leid, dass es dich erwischt:

    „Gegen Mannschaften wie Gladbach, haben wir auch in der letzten Saison nicht schlecht ausgesehen“

    Gegen MG im März 2016 -vor gut einem halben Jahr- war der Tiefpunkt seit der vergeigten Meisterschaft 2007 erreicht. Das schlimmste Spiel der jüngeren (Vereins-)Geschichte nebst Eigentor des Jahres(-hunderts) durch MG.

    Also bitte, …

  36. michael sagt:

    @ hellwach @Ney

    ……aber meines Wissens gewonnen. Übrigens hatte ich noch was vergessen: MG hat ohne ihren Besten (Raffael) gespielt und so gesehen, finde ich Schubert Aufstellung mehr als gewagt/ambitioniert, weil er das Zentrum nicht adäquat besetzt hat.

    Was ich aber sagen will, ist ja gerade, dass ich noch keinen großen Vorschritt gegenüber letzter Saison gesehen habe (ausgenommen dem Spiel gegen Nizza). Gegen offensive Mannschaften sehen wir nicht schlecht aus, weil wir mit langen Bällen operieren und dadurch schnell nach vorne kommen. Gegen defensive Mannschaften sehen wir schlecht aus, weil wir viel zu langsam spielen und uns dazu noch die Kreativität fehlt zu Torchancen zu kommen.

  37. leoluca sagt:

    @Ney.
    „Dass die Harmlosigkeit der Schalker Offensive keinen Bestand hat, weil Choupo-Moting ein überflüssiges Foul im Strafraum auf sich zieht, war halt nicht kalkulierbar. Danach allerdings brachen die Dämme.“ –

    So sibyllinisch kann man es natürlich ausdrücken, wenn man die Gründe für diesen Sieg nicht beschreiben und nicht erklären mag.

  38. Oskar Zirngiebl sagt:

    @Ney
    Ich möchte das Spiel nicht größer machen als es war. Aber ich möchte es auch nicht klein geredet wissen. Warum?
    Gegen Salzburg und Gladbach haben wir 7:1 Tore geschossen; wir waren gegen Salzburg 80 – 85 Minuten sehr überlegen; gegen BMG hatten wir eine Halbzeit lang eine Pattsituation und haben uns nach einem kurzen aber ergebnislosen Aufbäumen der Gladbacher (5 min!) befreit; danach ist BMG vorne nicht mehr viel eingefallen und hinten haben sie halt doofe Fehler gemacht.

    Das war nicht die Kehrtwende und nicht der Beginn einer großen Aufholjagd, aber es waren zwei deutliche Siege in zwei sehr wichtigen Spielen. bzw. PUNKT

  39. Ney sagt:

    Ich verstehe leider weder was Du meinst noch worauf Du hinauswillst. Ist aber 3 Tage nach dem Spiel und den ganzen Diskussionen vielleicht auch nicht mehr so wichtig.

  40. Grieche sagt:

    Nabil Bentaleb wörtlich: „Wir kämpfen, und ich glaube, das ist auch der Grund dafür, dass die Fans hinter uns stehen. Ich kenne das aus England so nicht. Wenn man da verliert, unterstützt dich keiner im Stadion.“

    Wie war das nochmal mit dem anspruchsvollen und unruhigen Schalker Umfeld?

  41. Rückschlag in Augsburg sagt:

    […] nach Abpfiff des Spiels richtig sauer. An zu hohen Erwartungen lag es sicher nicht. Ich wusste das 4:0 gegen Gladbach einzuschätzen und habe es keineswegs als großen Befreiungsschlag gewertet. Mir war klar, dass Augsburg […]

  42. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 02.10.2016: Beim Heimspiel gegen Gladbach gab es für das Stadion nach einer grandiosen zweiten Halbzeit ein 4:0 und endlich den ersten Ligasieg zu feiern. […]

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