Rückschlag in Augsburg

Beim Auswärtsspiel in Augsburg kommt Schalke zu einem 1:1 Unentschieden. Das Ergebnis kann man akzeptieren. Die Leistung Schalkes nicht. Die Mannschaft lieferte nichts, was irgendwie hätte Spaß machen können.

Ich war nach Abpfiff des Spiels richtig sauer. An zu hohen Erwartungen lag es sicher nicht. Ich wusste das 4:0 gegen Gladbach einzuschätzen und habe es keineswegs als großen Befreiungsschlag gewertet. Mir war klar, dass Augsburg defensiv agieren und Schalke Probleme bereiten würde. Ich bin keineswegs davon ausgegangen, dass Schalke dieses Spiel unbedingt gewinnen würde. Ich kann mit einem Punkt aus Augsburg leben.

Womit ich nicht leben kann ist, dass Schalke über 90 Minuten keinen einzigen vernünftigen Angriff auf den Platz gebracht hat. Ein Sonntagsschuss brachte die Blauen in Führung, und ein katastrophaler Fehler Gojko Kacars in Kombination mit einer missglückten Faustabwehr Marwin Hitz‘ beschied ihnen die „100%ige Chance“ zum 2:0. Dazu ein Hackenschuss Embolos aus Abseitspositon und ein Abschluss Eric-Maxim Choupo-Motings aus zu spitzem Winkel, schon hat man alle Schalker Highlights in zwei Sätzen abgearbeitet. Ansonsten war da nichts. Gar nichts. Kein Spiel in die Tiefe. Keine gelungenen Dribblings. Kein Anspiel eines Stürmers im Strafraum. Keine gelungene Flanke. Fürchterliche Eckbälle.

Gegen den Ball habe Schalke aber gut gearbeitet, hieß es später. Mir fällt schwer, ob dessen zu jubeln. Für das Arbeiten gegen den Ball geht kein Fan ins Stadion. Das ist grundsätzlich zu leisten, das ist der Takt, der immer dazugehört. Zur Musik aber wird es erst, wenn auf Basis des Taktes etwas darüber hinaus geht. Und in ihrer Ganzheit lässt sich die Defensive kaum loben, wenn man erneut eine Führung nicht über die Zeit bringen konnte, wenn eine Verschärfung des Tempos auf Augsburger Seite nach dem Rückstand schon dazu führte, dass der FCA vermehrt zu Abschlüssen kam.

Schalkes Pressing konnte kaum Bälle in aussichtsreichen Positionen gewinnen. Bei Ballgewinnen konnte nicht ausreichend schnell umgeschaltet werden, um zu Chancen zu kommen. Aus dem Spielaufbau heraus mangelte es Schalke an Tempo und Kreativität, um Augsburg wirklich Probleme zu bereiten. Dazu die furchtbare Verletzung Breel Embolos, ausgerechnet des Spielers, dessen Leistungen dazu taugten an sie Hoffnungen knüpfen zu können. Ein furchtbares Spiel für Schalke 04. Ein wirklicher Rückschlag.



75 Kommentare zu “Rückschlag in Augsburg”

  1. schalkoholiker sagt:

    Nach dem harten Advents-Keks bleibt mir aktuell das Augsburg-Spiel im Halse stecken. Embolos Verletzung überschattet erst einmal alles. Und es bleibt ein ungeschriebenes Gesetz: Wenn sich bei anderen die Verletzung als Zerrung entpuppt, dann brechen beim Schalker mehrere Knochen und es reißen die Bänder. So viel Pech kann man sich gar nicht ausdenken!
    Im Hintergrund bleibt fast ein mal wieder mehr als unbefriedigendes Spiel. Über 90 Minuten war nahezu nichts zu sehen, das die Bezeichnung „Spielzug“ verdient hätte. Und so ist es fast folgerichtig, das Bentalebs Gewaltakt nicht mit drei Punkten belohnt wurde. Der Gegner war schwach, für uns reicht eine solche Leistung aktuell leider aus. Und es bleibt dabei: Wir kommen so unglaublich selten gefährlich vors gegnerische Tor, da wird das Rauskommen aus der unteren Tabellenhälfte eine harte Nummer.

  2. CarstenS04 sagt:

    Alles gesagt…

    Weiter arbeiten…..

  3. derwahrebaresi sagt:

    alles egal, hauptsache der junge kommt wieder auf die beine.

  4. Nordlicht sagt:

    und es gab nur Gelb. Ich frage mich echt weshalb dort ein Linienrichter steht.

  5. SpeedGlas sagt:

    In Augsburg war es das übliche Spiel. Sobald Schalke gefordert wird das Spiel zu machen und der Gegner sich sehr defensiv verhält, fehlen S04 die Mittel und Wege. Ich fand es auffällig, dass auf der linken Seite Baba und Choupo Moting sich oft in aussichtsreicher Position zum Flanken gespielt haben, aber kein Spieler sich im 16ner angeboten hat. Bei anderen Mannschaften beobachtet man, dass mindestens zwei Spieler den kurzen und den langen Pfosten anlaufen.
    Das totale Kontrastprogramm zu Schalke lieferte gestern RB Leipzig ab. Ich weiß, dass die Meinungen zu RB Leipzig weit auseinander gehen, aber den Fußball den sie spielen kann man sich sehr gut ansehen. So einen Einsatz, aber vorallem so eine Art und Weise Fußball zu spielen würde ich mir auf Schalke wünschen. Vorallem, weil ich denke, dass Spieler wie Geis, Goretzga, Meyer und Schöpf genau die Typen sind, um so zu spielen.

  6. Christian sagt:

    Das ist der schönste Satz:
    „Das ist grundsätzlich zu leisten, das ist der Takt,
    der immer dazugehört. Zur Musik aber wird es erst,
    wenn auf Basis des Taktes etwas darüber hinaus
    geht“

    Und um im musikalischen Bild zu bleiben, die
    Knappen leisten nur den Basistakt.

  7. rjonathan sagt:

    Was mir beim Spiel nach vorne auffiel: Das Überladen der linken Seite mit Bentaleb, Choupo und Baba war weitestgehend erfolglos. Es wurde dort oft zu eng. Auf der rechten Seite konnte Schöpf die Räume nicht nutzen, weil zum einen zu wenig Seitenwechsel kamen, er zum anderen bei Stafilydis komplett abgemeldet war. Konoplyanka machte schon eine leicht bessere Figur im Eins-gegen-Eins gegen den Linksverteidiger als er reinkam. Ich finde, da hätte Weinzierl früher aktiv werden können. Auch was die linke Seite betrifft.
    Meyer in der 80ten Minute zu bringen ist meiner Meinung nach Quatsch. Meyer hat noch nie ein gutes Joker-Spiel gemacht. Er scheint Zeit zu brauchen um in den Rhythmus zu kommen. Wenn man ihn bringt, muss er früher kommen.
    Die Herausforderung bleibt, die richtige Balance zu finden. Kann die defensive Stabilität gewahrt werden, wenn man zum Beispiel mit Meyer auf der 10 und Goretzka und Bentaleb dahinter spielt?

    Anderes Thema – das Foul: Ich finde es wirklich seltsam, dass bei so einem Foul nicht wenigstens über Rot diskutiert wird. Wenn ich mir das Foul von Stocker gegen den BVB oder auch das sehr ähnliche Foul von Huntelaar Anfang letzter Saison anschaue, dann wundere ich mich, welche Faktoren am Ende entscheidend sind für Rot oder nicht Rot. Ja klar, bei beiden kommt das Tackling klar von hinten ohne jede Chance auf Ballberührung. Und um den weglaufenden Gegner zu erwischen muss man auch ganz schön abheben und mit einem Karatesprung hinterherhechten. Das sieht dann vielleicht heftig aus. Aber der Kontakt ist dann am Ende Fuß/Schienenbein seitlich in die Beine – der ganze Schwung aus dem Sprung ist ja nur dafür da, den weglaufenden Gegner noch zu erreichen.
    Beim Foul an Embolo wirken dagegen – ob nun Absicht oder nicht – ganz andere Kräfte. Der Spieler versucht von links kommend das rechte vordere Bein (bzw den Ball an diesem Fuß) zu erreichen. Da ist dann leider das linke Standbein im Weg. Das wird dann kollateralschadensmäßig einfach mitumgesenst. Und zwar rechten Bein, dass – weil angewinkelt – überhaupt keinen abfedernden Spielraum zum Körper des tackelnden hat. Somit landet der Impuls von der vollen Geschwindgkeit mal des gesamten Rumpf-Gewichtes auf dem Standbein.
    Es ist aberwitzig, dass Thurn und Taxis – offensichtlich weder der Physik noch des Fußballspiels kundig – nach der Zeitlupe sagt, es hätte gar nicht so schlimm ausgesehen. Bei Fouls wie von Stocker oder Huntelaar aber von Brutalo-Fouls gesprochen wird. Wenn es um Verletzunngsgefahr geht, dann sind angewinkelte Beine in Richtung Standbein das schlimmste was es gibt. MmN sogar noch ein wenig schlimmer als das berühmte gestreckte Bein gegen das Standbein.

  8. Zeitspieler sagt:

    @ Speed Glas
    Gegen Wolfsburg sehen wir auch gut aus, die lassen dem Gegner sehr viel Platz.

  9. Phipser sagt:

    @Nordlicht
    Das Foul wird immer ohne Beachtung der Folgen nur anhand seiner Härte und Position bewertet. Und beim besten Willen war so eine müde Grätsche von der Seite direkt an der Seitenauslinie kein Grund für eine rote Karte.

    @SpeedGlas
    Natürlich stehen bei Schalke keine zwei Spieler im Strafraum. Nicht nur, dass die Zielspieler meist selbst am Aufbau beteiligt waren und so nicht den Laufweg in den Strafraum machen können. Sondern vor allem kann es unser Gegenpressingskonzept nicht verkraften, wenn gleich drei oder vier Spieler fehlen. Wir sind immer noch unglaublich anfällig in Umschaltmomenten und anderen Situationen der Unordnung und im Moment versucht die Mannschaft solche Situationen mit Überzahl zu beruhigen um zur geordneten Verteidigung übergehen zu können. Und für diese Überzahl braucht man nunmal sieben oder acht Spieler, die dann gleichzeitig mit in die vorderste Angriffsreihe gehen können.
    RaBa ist ein gutes Vorbild, die Mannschaft ist aber auch schon länger eingespielt und muss nicht in 26 Saisonspielen aus der Favoritenrolle heraus das Spiel gestalten.

  10. Simon sagt:

    @ rjonathan: Es war ohne jede Frage eine klare rote Karte und es ist unerträglich und unverständlich, dass der Augsburger Spieler mit Gelb davon kam. Er geht ohne jede Chance auf den Ballgewinn mit voller Wucht auf Emobolo drauf. Was wenn nicht das erfüllt die Definition des groben Foulspiels?

    Es ist für Embolo sehr schade und für Schalke insgesamt sehr bedauerlich. Wir hätten ihn in den nächsten Wochen gut gebrauchen können.

    Ich denke übrigens, dass Weinzierl es mal wieder wagen sollte, Goretzka und Bentaleb nebeneinander zu stellen und Meyer oder Schöpf davor zu postieren. Auf rechts würde ich Konoplyanka gerne mal wieder von Beginn an sehen. Es ist zwar sicher richtig, dass es sich nun insgesamt erstmal einspielen muss, aber dafür muss mEn nicht immer die exakt gleiche Elf auf dem Platz stehen.

    Die nächsten Wochen werden schwer und ich glaube, dass es insgesamt nur darum gehen wird, bis zur Winterpause die Lücke zu Platz 6 nicht allzu groß werden zu lassen.

    Was dabei helfen könnte, wären übrigens durchaus mal wieder ein paar brauchbare Ecken und Freistöße – wenn aus dem Spiel heraus schon wenig geht. Es mir vollkommen unverständlich, dass wir bei potentiellen Abnehmern bzw. Zielspielern wie Naldo, Höwedes, Huntelaar, Nastajic und weiteren hier eine so schwache Bilanz aufweisen (und dies nicht erst seit diesem Saisonstart…).

  11. Äärnz sagt:

    Sehr bitter, die Verletzung von Embolo. Man fühlt sich ein wenig an das dämliche Geis- Foul an Hahn erinnert, nur mit dem Unterschied, dass Geis – zu Recht – eine saftige Strafe bekam, während sich der Augsburger nun auf Instagram winden darf. Aber der famose Schiedsrichter war ja auch bei dem Foul an EMCM überaus großmütig… Und nun? Macht sich doch eine gewisse Ratlosigkeit breit, weil nach vorne erkennbar wenig ging. Wie Konopljanka seine Chance versieben konnte, verstehe ich immer noch nicht. Der Kader scheint in dem Punkt doch recht limitiert zu sein, und nun kommt mit Mainz der nächste unangenehme Gegner. Wobei inzwischen fast alle Gegner unangenehm sind… Bringt an dieser Stelle der übliche Ruf nach dem Nachwuchs etwas? Nach Spielern wie etwa Goller oder Tekpetey (falls der wieder gesund ist)? Mit dem aktuellen Bestand, scheint es, stehen uns jedenfalls sehr zähe Wochen ins Haus.

  12. westecke sagt:

    @ Phipser: Ich weiß nicht, ob hier jeder die Ironie deiner Aussage zur „müden Grätsche“ versteht.
    @ Simon: In den nächsten Wochen sollte man versuchen, den Abstand zu Platz 15 nicht allzu groß werden zu lassen. Eine Platzierung in der ersten Tabellenhälfte ist nach den bisherigen Darbietungen pure Träumerei.

  13. Phipser sagt:

    @Simon
    Die Doppelsechs Goretzka-Bentaleb würde defensiv sicherlich funktionieren. Dann Fehlen für die Offensive aber Geis‘ weite Bälle auf die Außen. Und du nimmst den besten Stadardschützen raus. Wie sollen da die Ecken und Freistöße gefährlicher werden?
    Meyer auf der 10 würde außerdem die erste Pressingreihe unglaublich verschlechtern. Ihm fehlt einfach die körperliche Präsenz und das Zweikampfverhalten eines Goretzka.

    Es macht zwar kein Spaß sich das aktuelle Schalker Spiel anzuschauen, aber eine Offensive kann eben nur aus einer soliden Defensive heraus aufgebaut werden. Und diese haben wir noch nicht. Vor allem wenn wir nicht die Zeit bekommen uns zu ordnen.
    Ansonsten enden wir wirklich noch wie Stuttgart letzte Saison. Vorne Tore schießen, aber hinten immer ein Tor mehr fangen. Das kann ja auch nicht das Ziel sein…

  14. Christian sagt:

    @simon
    „bis zur Winterpause die Lücke zu Platz 6
    nicht allzu groß werden zu lassen.“

    Da habe ich jetzt wirklich mal gelacht,
    der war gut :-)

  15. mika sagt:

    Ich glaube, dass einige hier noch nicht den Ernst der Lage erkannt haben.
    Heidel hat Recht, wir befinden uns im Abstiegskampf!
    Wenn wir gegen Mainz zu Hause verlieren – was durchaus passieren kann und in Dortmund ebenfalls, tja…, dann haben wir den Platz im Keller erst einmal betoniert…und dann wird es richtig schwer!
    Meiner Meinung nach werden wir maximal Platz 10-12 erreichen…
    Ohne Durchschlagskraft (Embolo) im Sturm – und die definiert sich ja nicht durch Huntelaar oder Di Santo – werden wir noch größere Probleme als bisher haben, Spiele zu gewinnen!
    Leider habe ich nicht das Gefühl, daß unsere Spieler das verinnerlicht haben!

  16. crisscross04 sagt:

    Ich hoffe, nun ist allen Beteiligten bewusst geworden, dass wir eben nicht eine Entwicklung wie Gladbach in der letzten oder Dortmund in der vorletzten Saison nehmen, sprich mit einer Siegesserie das Feld von hinten aufrollen, sondern um den Abstieg mitspielen!

    Wenn man erneut gesehen hat, wie ideenlos die Schalker Mannschaft gegen einen harmlosen Gegner agiert, sehe ich nicht wirklich positiv in die Zukunft. Da kommen einem die Aussagen auf der PK und vor dem Spiel als glatte „Verarsche“ vor. Und das alles mit dem Hintergrund, dass Weinzierl nach eigenen Aussagen jeden Augsburger Spieler sehr gut kennt. Auf dem Feld hat man nicht gesehen, dass der Trainer der Mannschaft mitteilen konnte, wo die Schwachpunkte in der Augsburger Mannschaft sind.

    Mein Fazit:
    1.) Unser Spiel nach vorne ist viel zu statisch, zu unkreativ und zu langsam. Es war doch, wie auch schon gegen Frankfurt, Hertha und Köln, vorhersehbar wie der Gegner spielen wird. Ein Konzept, dass die Spieler umsetzen können, scheint der Trainer nicht vermitteln zu können oder die Spieler können das vorgegebene Konzept nicht umsetzen.
    2.) Das Abwehrverhalten auf den Flügelpositionen ist sehr häufig zu schlampig – unsere Spieler stehen zu weit weg und üben kein Druck auf die Gegenspieler aus. Folge ist, dass viel zu viele Flanken zugelassen werden oder dass daraus Standards wie Ecken für den Gegner entstehen. Warum ein Kolanisac nicht spielt, obwohl er eine überzeugende Leistung gegen Gladbach gezeigt hat, wird das Geheimnis des Trainers bleiben.
    3.) Wir haben aktuell keinen gefährlichen Stürmer mehr. Ich habe wirklich sehr lange zum Hunter gehalten und auch bei Di Santo immer gehofft, dass es noch einen Durchbruch gibt. Aber wenn man am Samstag gesehen hat, wie der Hunter agiert, mit und ohne Ball, dann wundert man sich nicht, dass er keine Tore macht. Er ist viel zu langsam, ihm springen die Bälle vom Fuß und bei Flanken geht er nicht zum Ball, sondern wartet hinter den Abwehrspielern, dass sie einen Fehler machen. Wie der Hunter Tore machen will, ist mir aufgrund dieser aktuellen Form und Einstellung schleierhaft. Di Santo scheint sogar noch schlechter zu sein, wenn er teilweise noch nicht einmal mehr auf der Bank sitzt… Embolo wird wohl erst gegen Ende der Saison wiederkommen und dann muss er auch erst wieder Spielpraxis bekommen. Also ist diese Saison gelaufen. Alternativen gibt es keine mehr.
    4.) Eine dauerhaft kämpferische Einstellung im Team ist auch nicht vorhanden. Sicherlich ist die Mannschaft aufgrund der vielen Niederlagen verunsichert. Es war natürlich auch nicht besonders förderlich, dass sich Embolo verletzt hat. Aber zurzeit reichen eben solche Ereignisse aus, dass die Mannschaft in eine Lethargie verfällt, die in der Bundesliga wirklich ihres gleichen sucht. Ja, es ist ein alt bekanntes Problem, das auch schon unter Keller, Di Mateo und Breitenreiter zu sehen war, aber eine Besserung scheint es unter Weinzierl eben auch nicht zu geben.
    5.) Und man verfällt, auch schon wieder, in alte Mechanismen, dass man mit einem Unentschieden in Augsburg zufrieden ist, weil man eben nicht verloren hat. Doch, man hat verloren. Nämlich zwei wichtige Punkte. Zudem hat man unkreativ und unmotiviert gespielt, so dass ein weiterer Motivationsaufbau auch nicht erfolgte. Auch das ist als „Misserfolg“ einzustufen.

    Wenn den Verantwortlichen im Verein aufgrund der o.a. Punkte den Ernst der aktuellen Lage nicht bewusst wird und immer noch schön abgewartet wird, dass die sportlichen Beteiligten doch noch den Turnover schaffen, dann kann es eben auch irgendwann zu spät sein.
    Bitte jetzt auch keine Vergleiche zu Köln oder Hertha wieder hervorkramen. Sicherlich ist Konstanz wichtig für eine dauerhafte Entwicklung. Jedoch hinkt der Vergleich zu Köln oder Hertha einfach. Diese Mannschaften hatten ganz andere Etats und Spieler zu dem Zeitpunkt, wo die eingeschlagene Richtung vorgegeben wurde und die Trainer wie Stöger oder Dárdai verpflichteten wurden. Dementsprechend waren auch die Ziele. Und somit wurde ein Umfeld geschaffen, in dem Trainer und Spieler in Ruhe arbeiten konnten.
    Bei uns ist die Lage doch eine völlig andere. Es kann einfach mit dem drittgrößten Etat in der Liga nicht glaubhaft den Fans und auch Spielern vermitteln werden, dass wir eben mal in einer Saison im unteren Drittel der Liga rumdümpeln oder dass die Qualität in der Mannschaft nicht ausreicht, um oben mitzuspielen. Und das wissen auch Management, Trainer und Spieler, dass unsere Ziele ganz andere sind oder soll ich sagen: waren?! Und deshalb ist auch der Druck ein anderer. Scheinbar funktioniert dieses ganze Konstrukt aus Können, Motivation, Erwartungsdruck und Freude am Spiel überhaupt nicht.

    Eine Lösung sehe ich Moment aber auch nicht. Ich sehe nur blutleeres und ideenloses Gekicke auf dem Rasen, dass weder Spieler noch Trainer ändern können. Max Meyer ist ein Paradebeispiel für unsere aktuelle Lage. Wenn ein so talentierter Spieler, der eben bei Olympia noch eine Sternstunde hatte, auf einmal außer Form auf der Bank sitzt, zeigt es einerseits, dass der Spieler noch sehr unreif ist. Anderseits zeigt es aber auch, dass der Trainer scheinbar nicht den richtigen Hebel findet, um diesen talentierten Spieler effektiv einzusetzen und/oder zu motivieren. Leider ist Meyer kein Einzelfall. Und wenn sich daraus eine Fraktion bildet, die gegen den Trainer anstimmt, wissen wir alle, wo das endet.

    Vielleicht braucht es mehr „frischen und unbekümmerten“ Input aus der eigenen Jugend. Aber diese Spieler sind unter Weinzierl scheinbar keine Alternative, obwohl sie teilweise eine gute Saisonvorbereitung gespielt haben.

    Und wenn ich lese, dass jetzt mit Mainz der nächste unangenehme Gegner kommt, frage ich mich, wie tief in den Köpfen wir wirklich schon gesunken sind. Anscheinend sind wohl wirklich nur noch Darmstadt, HSV und Bremen Gegner auf Augenhöhe, wobei Werder auch gerade Aufwind hat. ^^

    Leider hat sich am Samstag auch die mitgereiste Nordkurve dem Niveau (auf dem Platz) angepasst. Als kurz nach dem Foul an Embolo die Kurve den völlig daneben liegenden Schlachtruf „Wenn wir wollen, schlagen wir Euch tot!“ den Augsburgern entgegen brüllte, hätte ich am liebsten mein Trikot ausgezogen und wäre nach Hause gefahren. Foul hin oder her. So etwas passiert eben im Fußball. Das ist bitter, aber nicht mit Absicht passiert. Dass daraus Hass entsteht, ist nicht hinnehmbar und sollte eigentlich mit Sanktionen belegt werden. Aber ich weiß auch, dass natürlich Sanktionen gegen die Nordkurve eher das Gegenteil bewirken, weil diese Art von Fans eben unbelehrbar sind!

    Es zeigt aber auch, dass die Lage sehr ernst ist. Der Frust sitzt schon sehr tief. Hüben wie drüben und es braut sich so ganz langsam etwas zusammen. Mal schauen, wie lange die Geduld auf beiden Seiten hält. Dass sie auf eine noch größere Probe gestellt wird, ist für mich nach dieser Vorstellung am Samstag fast schon sicher.

    Aber die Hoffnung auf Besserung stirbt zuletzt.

  17. Simon sagt:

    @ Phipser: Ja, da hast du sicher recht, dass uns das Rausnehmen von Geis andere und das Zurückziehen von Goretza andere Probleme bescheren könnte. Vielleicht wäre ja schon mit dem Trainieren von Eckbällen ein wenig gedient…
    Bei Konoplyanka sehe ich aber durchaus noch weitaus mehr Potential – bei Schöpf auch – als sie bisher gezeigt haben. Da wäre ich nicht zu pessimistisch, was die Entwicklung im Laufe der Saison angeht.

    @ Christian; westecke:
    Mit den Abstand nicht allzu groß werden lassen, meinte ich höchstens 7-9 Punkte und das finde ich nicht vollkommen abwegig, wenn man sieht, das viele Teams über uns ebenfalls noch in einer Findungsphase sind bzw. weit über ihren Verhältnissen spielen und punkten, so dass ein moderater Abfall dieser Teams nicht vollkommen unerwartet wäre (ich denke z.B. an Hoffenheim und Hertha).

    Generell neige ich vielleicht zu einer notorisch optimistischen Sichtweise und man kann natürlich auch anderer Meinung sein.

  18. Stefan sagt:

    Ich war auch sauer und maßlos enttäuscht als ich von der schwere der Verletzung hörte. Man konnte förmlich spüren, wir Embolo in der Liga angekommen war, dem Schalker Spiel guttat und sicherlich einen Lauf gehabt hätte die nächsten Wochen. Leider konnte der Hunter in keiner Weise dieselbe Gefährlichkeit auf den Platz bringen. Unser Spiel scheint einfach nicht mehr zu ihm zu passen oder umgekehrt. Was ich mir für die nächsten Wochen wünsche wäre vorne drin lauffreudige Alternativen auszuprobieren. Mit den taktischen Vorgaben wie Embolo sie hatte. Ich denke, dass wäre erfolgversprechender als mit dem Hunter. Als Joker in Druckphasen 20 min vor Schluss, gerne. Aber bitte nicht mehr von Anfang an als einzige Spitze.

  19. der grafschafter sagt:

    was macht weinzierl mit schalke 04?
    unfassbare leistungen und das bei z.t. absurden gehältern.
    nicht der einstellige tabellenplatz ist das ziel, sondern bis januar
    eine zweistellige punktezahl zu erreichen.
    zum spiel selbst, danke @crisscross04.
    schleichend wird aus der ruhe im verein eine art friedhofsruhe… bitte aufwachen!

  20. derwahrebaresi sagt:

    @sondern um den Abstieg mitspielen!

    solange wir UM den abstieg spielen ist ja alles gut. ;-)

  21. Erle72 sagt:

    @Was macht Weinzierl mit Schalke 04?

    Ich erinnere an eine Mannschaft im Osten des Ruhrgebiets, die am 19. Spieltag Letzter war – gar nicht lange her.

    Das soll jetzt nicht eine Entschuldigung für die momentan zittrige Leistung sein, sondern deutlich machen, das einfache Schuldzuweisungen billig zu haben sind, aber oft zu kurz greifen. Weinzierl hat schon mehrfach bewiesen, dass das Einspielen seiner neu übernommenen Mannschaften sehr lange dauert, er sich dabei aber nicht verschleißt und sich letztlich durchsetzt.

    Ungeduldige Fußballästheten sollten bis dahin (ich hoffe bald) besser die Spiele erst schauen, wenn das Ergebnis positiv war. Ich schaffe das leider nicht…

  22. Melodie 1904 sagt:

    Es ist leicht geduldig zu sein, wenn meine Mannschaft gewinnt.
    Aber ist das die Geduld, von der wir alle geredet haben ?

    http://www.wertesysteme.de/all.....-j/geduld/

  23. Lattenknaller sagt:

    Eine Sache wurde noch nicht erwähnt, darf imho aber nicht vergessen werden und gehört unbedingt zum peinlichen Auftritt in Augsburg. Und zwar das höchst unprofessionelle und unsouveräne Verhalten Weinzierls gegenüber Stefan Reuter. Der lässt seinen seinen Ex-Manager einfach wie einen Idioten stehen und würdigt ihn keines Blickes, nachdem der ihn mit „Servus“ gegrüsst hat. Anschließend behauptet er auf Nachfrage vor ZDF-Kameras, dass er ihm noch nicht über den Weg gelaufen sei. Alles zu sehen im ZDF-Sportstudio.
    So gebärden sich normalerweise nur zwölfjährige, zahnbespangte Teenagerinnen, wenn ihnen von der besten Freundin das Boyband-Poster geklaut wird, aber nicht Führungspersonal und Cheftrainer.

    Weinzierl erscheint mir bei Interviews sowieso sehr befremdlich, auf dieser Klaviatur (um in Torstens Analogie zu bleiben) ist er das genaue Gegenteil von virtuos. Was er sportlich und taktisch bringt, sehen wir ab jetzt wieder alle drei Tage. Bin gespannt, wo der Spaß noch endet. Eins jedenfalls ist jetzt schon klar; bevor Platz 6 in Reichweite kommt, fangen die Bäume wieder an zu blühen, wenn überhaupt.

    Bei der Nummer in Augsburg wurde übrigens bereits zum dritten Mal eine 1:0 Führung verspielt, bei erst sieben Spielen! Muss man als vermeintliche Spitzenmannschaft mit Spitzenetat auch erstmal schaffen.

  24. michael sagt:

    @ crisscross04

    sehr gut auf den Punkt und darüber hinaus gebracht. wir haben mehre Probleme zu löse, das größte ist jedoch dass wir im Angriff viel zu ungefährlich sind, weil zu statisch, zu unkreativ und zu langsam. Wir können froh sein wenn wir dieses Jahr nicht den Abstieg spielen, denn ohne Embolo sehe ich ziemlich schwarz.

    @der Grafschaften
    warum ist Weinzierl daran schuld? Diese Problem haben wir doch seit Jahren und jetzt soll ein neuer Trainer auf einmal alles innerhalb von 3 Monaten umdrehen können. Macht euch nichts vor, das wird mindestens eine ganze Vorrunde, wenn nicht gar länger brauchen. Und noch was: letztes Jahr hatten wir einen Sané und einen Meyer in guter Form, die uns die Saison einigermaßen gerettet haben. Ich halte es nach wie vor für einen ganz großen Fehler von Heidel, dass er Sané die Freigabe zu seinem Wechsel gegeben hat. Wie gut der Bursche ist, konnte man wieder mal bei den U19 Spielen sehen.

  25. SpeedGlas sagt:

    @crisscross04
    Dieses Mentalitätsproblem von dem du da schreibst, hat für mich auch damit zu tun, dass wichtige Spieler den Verein verlassen haben und kein adequater Ersatz kam. Farfán, Bordon oder auch Rafiniha sind so Kandidaten, deren Qualität fehlt. Leider hat man auch nicht den Eindruck, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht. Wenn mal was nach vorne geht, ist das immer ein Zufallsprodukt, aber kein gewollter Spielzug. Mittlerweile überlege ich es mir schon immer, ob ich ins Stadion gehen soll oder mir lieber das Spiel im TV ansehe. Wenn das dann wieder so ein Grottenkick wird kann man wenigstens umschalten.

  26. Torsten sagt:

    Ich stelle fest:

    Nachdem Breel Embolo vor wenigen Wochen als zu früh gewechselt und bestenfalls als Talent galt, und nachdem damals Stimmen aufkamen die fragten, woher er überhaupt einen guten Ruf und vor allem einen solchen Preis habe, befinden nun nicht minder viele Schalker, dass ohne Breel Embolo im weiteren Verlauf der Saison keine Hoffung auf Sturmspiel bei Schalke 04 besteht.

  27. CarstenS04 sagt:

    Ich bleibe dabei

    Trotz aller Eskapaden, gebt Donis eine Chance… Er wird es zurück zahlen

    Nach Hunters Einwechslung und seiner Präsentation auf dem Platz bin ich da nicht so zuversichtlich
    und di Santo? Will der nicht oder kann er nicht?

  28. leoluca sagt:

    Dass der Sieg gegen Gladbach nicht die spielerische Wende war, wissen wir nun ganz genau. Sie wird vermutlich auch nicht schlagartig und spektakulär kommen, sondern auf leisen Sohlen. Dass die Defensivordnung lange nicht da ist, wo sie sein sollte, das hat die Phase kurz nach dem Führungstreffer deutlich gezeigt, in der Augsburg schnell das Remis schaffte.

    Von daherraus leuchtet mir die starke Betonung des Verteidigens durch Pressing ein, dem Weinzierl die Orientierung auf das berühmte Umschalttempo opfert. Schön anzuschauen ist das nicht, aber im Abstiegskampf braucht man jeden Punkt. Beinahe wären es ja sogar drei geworden.

    Das Spiel hat für mich in allen Facetten gezeigt, wie ernst die Lage ist. In der muss man mit einem Punkt zufrieden sein. Warum denn nicht? Weil wir „eigentlich“ viel besser sind?

  29. crisscross04 sagt:

    Noch eine kleine Ergänzung:

    Es ist schon sehr bemerkenswert und fast schon „schalkig“, dass sich die (alleinigen) Hoffnungen der Fans in den letzten Jahren immer sehr auf eine Person bezogen haben:
    – Draxler
    – Sané
    – und jetzt Embolo.
    Vielleicht täusche ich mich, aber ich nehme das bei keinem anderen Verein so wahr (Ausnahme vielleicht Köln und Podolski). Aber vielleicht bin ich da auch zu weit weg.
    Trotzdem ist diese Erfolgs-Personifizierung nicht gut – weder für den einzelnen Spieler noch für den Rest der Mannschaft.

    Ich glaube, Heidel & Weinzierl haben sich im Sommer verzockt. Ich glaube, sie dachten, dass neben Embolo auch noch der Hunter & evtl. Di Santo in der Bundesliga konkurrenzfähig sind. Leider war das wohl eine Fehleinschätzung.
    Aber vielleicht beweisen die beiden uns ja vom Gegenteil. Die Hoffnungen gehen aber bei mir schon in Richtung Gebet. ;-)

    @Lattenknaller: Es gebe dir recht. Weinzierl hat in Augsburg kein gutes und schon gar kein souveränes Bild abgegeben, obwohl die Augsburgfans ihn wirklich sehr freundlich begrüßt haben. Die Gräben zwischen ihm und Reuter scheinen gerade aus Weinzierls Sicht sehr tief zu sein, wenn Weinzierl Reuter keines Blickes würdigt, obwohl Reuter ihm ein freundliches Servus entgegenbrachte. Und wenn einer so häufig von Ehrlichkeit spricht, werde ich in der Regel immmer hellhörig. Daher bin ich geneigt, Reuter eher zu glauben. Aber das ist ja eigentlich alles abgefrühstückt. Ich hoffe nur, dass die Kratzer, die Weinzierl mittlerweile auf Schalke bekommen hat, keine Narben hinterlassen. Sprich, dass er Profi genug ist, das alles wegzustecken. Nur das Verhalten in Augsburg lässt etwas anderes vermuten. Ma gucken.

  30. michael sagt:

    @ crisscross04 und Torsten

    leider ist das so, solange ein Trainer es nicht schafft ein Spielsystem zu installieren, wo die Mannschaft befähigt wird, genügend Torraumsituationen herauszuspielen. Solange sind wir leider abhängig von einzelnen Spielern, zumindest beim Tore schießen. Im übrigen sind wir da nicht alleine. Man sieht i.A. wie stark zum Bespiel MG von Raffael abhängig ist und anders herum, wie gut eine Mannschaft als Kollektiv funktionieren kann bei der Herta.

  31. Nordlicht sagt:

    Was haben wir mit dem Verhältnis von Weinzierl und Reuter zu schaffen??

    Das Verhältnis Reuter/ Weinzierl interessiert mich null komma null. Da ich bei keinem Gespräch dabei gewesen bin, erlaube ich mir auch kein Urteil wer jetzt lügt und wer nicht.

    Weinzierl war schon ein Jahr zuvor bei uns im Gespräch. So überraschend scheint es für Reuter also nicht gewesen zu sein.

    Die Tatsache das er den restlichen Trainerstab nicht gehen lassen wollte, spricht auch nicht gerade für ein super Verhalten seinerseits. Wer will schon beurteilen was die beiden unter vier Augen miteinander bequatscht haben.

  32. Klopenner sagt:

    @Torsten

    Ich stelle fest:

    Nachdem Breel Embolo vor wenigen Wochen als zu früh gewechselt und bestenfalls als Talent galt, und nachdem damals Stimmen aufkamen die fragten, woher er überhaupt einen guten Ruf und vor allem einen solchen Preis habe, befinden nun nicht minder viele Schalker, dass ohne Breel Embolo im weiteren Verlauf der Saison keine Hoffung auf Sturmspiel bei Schalke 04 besteht.

    Eben ganz und gar schalkig!

  33. crisscross04 sagt:

    @Nordlicht:
    Im Prinzip hast Du natürlich recht. Trotzdem war das Verhalten von Weinzierl, so wie es im Sportstudio dargestellt wurde, alles andere als souverän.

    Wir wissen doch alle, dass die Medien immer Aufhänger suchen, um einen erfolglosen Trainer langsam zu demontieren. Also heißt es, möglichst wenig Angriffsfläche liefern. Wenn wir unter den ersten drei in der Tabelle stehen würden, würde ich das ganze auch vernachlässigen. Aber so war es ein weiterer Kratzer in der Krone und hat nur die These, dass auch Weinzierl mittlerweile durch die Niederlagenserie dünnhäutiger wird, weiter gestärkt.

    Und somit ist ein persönlicher Streit zwischen zwei ehemaligen Freunden eben doch nicht so völlig egal und privat, so wie Du es darstellst.

    Noch was Offtopic:
    Stocker von Hertha ist nur für drei Spiele gesperrt worden. Wahnsinn!!! Ich habe mit mind. fünf Spiele Sperre gerechnet. Und bei uns wurde der Hunter für sechs und Geis für fünf Spiele gesperrt. Da fehlt doch jegliches Verhältnis.

  34. mika sagt:

    @Klopenner

    Was ist daran schalkig?
    Embolo hat als Neuzugang in 7 Spielen schon 2 Tore geschossen…

    Huntelaar 6 Spiele – 1 Tor,
    Di Santo 4 Spiele – 0 Tore….

    Letzte Saison:
    Huntelaar 31 Spiele – 12 Tore
    Di Santo 25 Spiele – 2 Tore

    …ich nenne das Mathematik!
    Ich würde mich freuen, wenn das eine Gleichung mit 2 Unbekannten wäre!

    Mal den Herrn Hecking bei Wolfsburg fragen, der ist jetzt an einer Gleichung mit einer Unbekannten (Gomez) gescheitert…. ;0)

  35. Nordlicht sagt:

    @ crisscross, wenn die Medien es als Aufhänger benutzen, müssen wir doch nicht ins gleiche Horn blasen, oder??

    Mich interessiert nur das Sportliche und nicht was er mit irgendwem privat hat. Sportlich läuft es nicht…ok. Aber nach zig Trainertypen behaupte ich einfach mal ist die Mannschaft über Jahre falsch zusammengestellt worden. So etwas ändert man halt nicht in einer Transferperiode.

    Man sollte nicht vergessen, daß Heidel letzte Saison auch noch für Mainz gearbeitet hat und nicht schon zu 100% für uns.

    Deswegen erwarte ich auch keine Wunder und rechne mit nichts in diesem Jahr und warte auf die Rückrunde

  36. joha sagt:

    Meine Erwartungen bis zur Winterpause sind nach Samstag recht niedrig. Die Liga ist ausgeglichen und wir sind spielerisch insgesamt im unteren Drittel. Ich würde mal auf Platz 13-16 und weniger als 20 Tore zu Weihnachten tippen, aber das ist natürlich nur ein Gefühl.

  37. SpeedGlas sagt:

    Embolo war für viel wohl ein Lichtblick bei Huntelaar und di Santo. Es ist lange her, dass Schalke offensiv mal was zu bieten hatte. Mit Embolo schien man vielleicht endlich wieder etwas Offensivkraft zu haben. Nun muss man aber auf ihn verzichten und gucken, wer die Tore schießt. Wobei ich denke, dass es an einem fehlenden Konzept und Spielplan liegt, dass nach vorne nichts zu Stande kommt und nicht an bestimmten Spielern.

  38. leoluca sagt:

    Jetzt mit Verweis auf die langen Sperren für Jones, Geis und Hunter damals dies auch für den Augsburger Stafylidis oder den Berliner Stocker zu fordern, halte ich für ziemlich kleinkariert und piefig. Westline will in seinem Embolo-Kommentar sogar Verdachtsmomente einer Verschwörung gesichtet haben. Herrje.

  39. Lattenknaller sagt:

    @Nordlicht
    Es geht nicht das Verhältnis Weinzierl/Reuter an sich, sondern um das Handling der Situation. Weinzierl wusste doch genau, dass er permanent darauf angesprochen wird, das ging doch schon weit im Vorfeld los. Also bereitet man sich vor, gibt dem Reuter demonstrativ die Hand und die mediale Meute ist befriedigt. Aber er macht genau das Gegenteil, brüskiert den Gastgeber, stellt sich vor die Kameras und erzählt mit schroffer Mimik auch noch Mist.
    Wie wird dieser Trainer wohl mit Unstimmigkeiten innerhlab der Mannschaft und des Trainerstabs umgehen? Ich finde so ein unsouveränes Verhalten besorgniserregend, weil die Konfrontation eben nicht out of the blue kam. Kostet alles Credits, und das einem Mann, der gerade alle Negativrekorde der Vereinsgeschichte bricht. Nicht besonders clever.

  40. blues sagt:

    @leoluca
    …es ist halt die Zeit Trump und Dardaj, von Männergesprächen in Umkleidekabinen und Männerfußball im ehemaligen olympischen Stadien. Geht auch wieder vorbei.

    Weinzierl wird jetzt erstmal wohlwollend drei Wochen und sechs weitere Spiele am Stück unsere Aufmerksamkeit, Geduld und Zeit strapazieren. Danach sieht man weiter, auf was sich sein weiteres Engagement vielleicht gründen könnte.

  41. Nordlicht sagt:

    @Lattenknaller, mag sein das es nicht clever war. Mag sein das solche Dinge interessanter sind, als die Sportlichen…keine Ahnung.

    Andre Breitenreiter hatte den besten Saisonstart aller Zeiten, kam toll rüber und wie er interne Probleme zu lösen verstand, durften wir dann in der Winterpause erfahren.

    Ich mag mir halt von so drei gezeigten Interviews kein Urteil erlauben. Ich war noch in so einer Situation und ich ärger mich nach so einem Spiel viel zu sehr übers Sportliche, als mir um deren Firlefanzgehabe Gedanken zu machen.

    Alleine das bei so einem Spiel mehr Fragen über deren Verhältnis und Wiedersehen gestellt werden, als über das Spiel an sich, sagt doch alles.

    Das Thema beschäftigt mehr, als Embolos Verletzung. Die Artikel sind grösser und länger. So etwas finde ich schlimm.

  42. Klopenner sagt:

    @Mika

    Schalkig ist, dass Embolo 5 Spiele lang als Fehleinkauf, als zu früh in die Bundesliga gewechselt und als zu teuer empfunden wurde und kaum schießt er in einem Spiel zwei Tore, ist er nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken.
    Das ist, so habe ich es jedenfalls verstanden, auch das was Torsten geschrieben hat.

    Um das mal klar und sehr heftig auszudrücken. Ich hätte es mir andersherum gewünscht, wenn es unbedingt so hätte laufen müssen. Huntelaar verletzt und Embolo rein. Aber ich wünsche eine Verletztung natürlich niemandem. Ohne Ausnahme.

    Ich halte von Huntelaar schon seit 2 Jahren nichts mehr. Außer durch Abseitsstellungen, Langsamkeit, dämliche Offensivfouls fällt er nur durch Laufen auf. Aber er läuft nicht intelligent. Er ist am besten, wenn er im Strafraum ist. Weil er dort aber irgendwie nie einen Ball bekommt, turnt er auf dem ganzen Platz herum und wenn dann mal ein Ball ins Zentrum gespielt wird, ist er nicht da oder steht im Abseits.

    Weiter oben gab es einen Kommentar zu Geis als unserem stärksten Standardschützen. Wann zeigt er das denn mal? Der eine Freistoß der die Latte berührt hat? Das soll es dann sein? Seine Ecken und Freistoßflanken sind doch ungefährlich, sonst würden daraus mal gefährliche Situationen entstehen. Passiert aber nicht. Und wenn er dann einmal im Spiel in eine aussichtsreiche Position für einen direkten Freistoß kommt, sind die in 90% der Fälle seit einem Jahr komplett harmlos.
    Aber das betrifft nicht ihn alleine. Irgendwie sind Ecken nie gefährlich. Irgendwie sind Freistoßflanken nur gefährlich wenn sie durchrutschen. Wann kommen denn mal Kopfbälle auf das Tor, die den Namen „Chance“ verdienen?

    Es fehlt derzeit an allen Ecken und Enden. Es gibt nicht einen Mannschaftsteil der funktioniert und die Basics lassen auch zu wünschen übrig, von taktischen Finessen will ich gar nicht erst sprechen.
    Ich hab das in einem früheren Kommentar auch schon gesagt: Entscheidend wird die Winterpause sein. Wo endlich mal innerhalb der Woche trainiert werden kann, ohne auf Regeneration achten zu müssen. Wenn der Start in die Rückrunde dann aber genauso abläuft wie die Hinrunde, dann wird Weinzierl nicht zu halten sein. Spätestens dann ist Schluss. Es sei denn, bis dahin ereilen uns noch mehr Ausfälle, so dass eben keine komplette Mannschaft in der Winterpause zur Verfügung steht.
    Bis dahin ärgere ich mich weiter, kritisiere weiter, aber hoffe auch weiter und bleibe geduldig

  43. hellwach sagt:

    Das Ziel, auf Europas Bühne zu bleiben, setzt im Schnitt 2 Punkte pro Spiel voraus. Damit wären wir schon am 25. Spieltag gerettet…

  44. hellwach sagt:

    …Es ist lange her, dass Schalke offensiv mal was zu bieten hatte…
    mhm-Sané – lange her…

  45. Flo Kno sagt:

    Vorab: ich hab das Spiel nicht gesehen, nur eine kurze Zusammenfassung.

    Der Vergleich mit den Kicker-Spielberichten der Augsburg-Spiele des Vorjahrs sagt mir: Es gibt keinen signifikanten Unterschied. Letztes Jahr wurde ein Spiel verloren und eines Unentschieden gespielt, nach eigener Führung. Beides unattraktive Spiele. Das Tor beim Unentschieden hatte übrigens Daniel Baier geschossen, aus 20 Metern…

    Nun wieder zum Mantra: Eine eingespielte Mannschaft zu entwickeln braucht einfach Zeit.
    Unter den ersten 11 Mannschaften in der Liga zähle ich nur 3 Teams, die im letzten Kalenderjahr einen spielerischen Paradigmenwechsel vollzogen haben: Bayern, Hoffenheim und Frankfurt. Gut, bei den Bauern reicht es halt auch so, die letzteren sind dafür nicht international vertreten und können seit über einem halben Jahr schön trainieren.

    Die Qualität in der Bundesliga im Spiel gegen den Ball ist mittlerweile einfach so hoch, dass auch eine höhere individuelle Klasse nicht ausreicht lockere Siege gegen Teams wie Augsburg zu garantieren.

    Bei all diesem Gerede: Schalke ist strukturell, also was Taktik und Strategie, aber eben auch Kader betrifft, gegenüber Vereinen wie Dortmund und Leipzig locker 3-4 Jahre zurück, wenn man damit überhaupt auskommt. Ggü Vereinen wie Hertha und Köln bestimmt immer noch 1-2 Jahre.
    Vielleicht als Metapher: Wenn Mercedes 2 Jahre seine Entwickler beurlaubt wird es für die auch schwer ihre Verkaufszahlen zu halten.

    In meinen Augen ist das das eigentliche Problem und das muss uns Schalkern hier mal klar werden. Mit dieser Feuerwehrmentalität, die langsam aber sicher wieder in der Schalkegemeinde durchbricht, haben sich große Vereine wie Hamburg und Stuttgart bis an den Rand zur, oder sogar in die zweite Liga gebracht.
    Von Heidel zu erwarten, dass er alle Fehlentwicklungen der letzten Jahre innerhalb seiner ersten 100 Tage repariert halte ich für völlig Banane. Angeblich ist ja nicht mal die bauliche Infrastruktur am Berger Feld auf Bundesliganiveau, abgesehen von der Arena.

    Ich stelle also die Frage: Woher soll das mitreißende Spiel denn kommen? Und bleibe dabei: Mindestens bis zur Winterpause muss man mit Spielen wie gegen Augsburg einfach leben. Solange zwischendurch Highlights wie gegen Nizza, Salzburg und Gladbach gesät sind und die Punkteausbeute langsam besser wird (im Schnitt zwei Punkte aus den letzten beiden Ligaspielen), ist doch noch alles irgendwie ok. Tut euch einfach den Gefallen und schaut nicht jedes Spiel.

    Auf längere Sicht muss dann irgendwann deutlich mehr kommen und ein Derbysieg ist natürlich Pflicht, is kla!

  46. rjonathan sagt:

    @FloKno
    Danke für diese wahren Worte. Ich würde aber auch sagen: Mit solchen Spielen wie gegen Augsburg muss man immer leben. Solche Spiele haben auch Leverkusen oder Gladbach heutzutage immer mal wieder. Genau wie eine wenig eingespielte Mannschaft immer mal wieder Highlights produziert, wird eine gut eingespielte Mannschaft immer mal Flops produzieren. Die Frage ist: Was passiert auf Dauer öfters.

    @leoluca
    Ich habe ja oben schon ausführlich geschrieben, warum es mich wundert dass eine Rote-Karte-Diskussion ausbleibt. Mit Verschwörungstheorien möchte ich mich nicht gemein machen. Es könnte aber jemand so freundlich sein, und die Dame darauf hinweisen, dass nachträgliche Ermittlungen durch den DFB nur zulässig sind, wenn der Schiedsrichter keine Entscheidung getroffen hat. Durch die Gelbe Karte ist der DFB da raus.

  47. nordkurve sagt:

    Moin. Mich würde einmal interessieren was die jungen Wilden machen z.B. Avidjaj, Tekpetey und Reese? Die beiden Erstgenannten waren ja verletzt bzw. angeschlagen. Sind sie wieder fit und im Training? Fallen sie dort auf? In der Vergangenheit haben Trainer mehrfach aus der Not eine Tugend gemacht und auf junge Spieler gesetzt und sind damit überwiegend gut gefahren. Wenn ich mir die Kader in dieser Saison anschaue fallen mir immer dieselben Namen auf. Fabian Reese taucht fast nur im Kader der zweiten Mannschaft auf. Drängt von unten niemand nach??

  48. Simon sagt:

    @ nordkurve: Dachte ich mir ebenfalls bereits. Zwar sollte man von den genannten drei jungen Offensivspielern auch keine Wunderdinge erwarten – gerade Avidjaj kommt ja erst aus einer Verletzungspause – aber meine Güte: Sie stehen bei Schalke unter Vertrag, was ja wohl bedeutet, dass man ihnen grundsätzlich die Bundesligatauglichkeit nicht abspricht, und ungefährlicher als di Santo können sie auch kaum agieren. Ich halte das Risiko, sie wenigstens mal einzuwechseln, für überschaubar.

  49. Grieche sagt:

    Das hier in den Kommentaren geäußerte Gefühl, dass Schalker unverhältnismäßig oft Opfer schwerer Verletzungen werden, hat kicker.de in Zahlen gegossen: 18 Schalker erwischte es in den letzten zweieinhalb Jahren schwer:
    http://www.kicker.de/news/fuss.....enten.html

  50. leoluca sagt:

    So sehr ich direkt nach dem Foul an Embolo eine mediale Rote-Karten-Diskussion für angemessen gehalten hätte, halt so, wie Rjonathan und andere sie hier einforderten, so sehr gibt mir die gefühlig präsentierte Kicker-Bilderstrecke Rätsel auf. Was soll damit belegt und ausgesagt werden? Dass Schalker sich oft schwer verletzten? Ja nun. Dass wir auch hier wieder die „Opfer“ sind? Nicht im Ernst, oder?

  51. Torsten sagt:

    Das hier in den Kommentaren geäußerte Gefühl, dass Schalker unverhältnismäßig oft Opfer schwerer Verletzungen werden, hat kicker.de in Zahlen gegossen

    Was oder wieviel ist denn „unverhältnismäßig“? Und wie oft verletzen sich Spieler anderer Clubs schwer?

    Wie leoluca schon schrieb, damit wird nichts ausgesagt und nichts belegt. Es ist nur eine Klickstrecke. Um geklickt zu werden.

    Ich halte die ganze Diskussion um das Embolo-Foul für überflüssig. Natürlich kann man sagen, man ist der Meinung, das Foul hätte Rot geben müssen. Aber es war eine Tatsachenentscheidung, es gab Gelb, und damit ist das Ding erledigt. Jegliche nachträglichen Forderungen, Vergleiche mit anderen Fouls oder Theorien, gerade Schalke würde extra schlecht behandelt, halte ich für absurd.

    Ich persönlich hielt Gelb übrigens für eine angemesse Schiri-Reaktion, als ich das Foul live sah. Und ich denke, hätte Embolo nach Behandlung weiterspielen können, hätte niemand nach dem Spiel noch ein Wort über dieses Foul verloren.

  52. crisscross04 sagt:

    Die Argumentation der aktuellen Situation werden auch immer abenteurlicher. Jetzt soll ich erst einmal die kommenden Spiele nicht mehr anschauen. Also Kopf-in-den-Sand-stecken-Methode.

    Ich fasse mal zusammen:

    Wir sind laut einigen Usern hier mittlerweile in puncto Leistungsniveau irgendwo hinter Hoffenheim und Frankfurt gelandet, haben aber den drittteuersten Kader der Liga. Hoffenheim und Frankfurt haben zwar auch einen Umbruch hinter sich, aber die spielen ja nicht international und haben somit einen Trainingsvorteil…

    Diese unkreativen und unmotivierten Spiele braucht man sich eigentlich auch nicht mehr anschauen, weil man aufgrund der kurzen Einarbeitung von Trainer und Management, der vielen englischen Wochen, der vielen Ausfälle und der ganzen Fehlentwicklungen der letzten Jahre gar nicht mehr von der Mannschaft & Trainer erwarten kann. Kritik ist zwar erlaubt, aber nicht an Trainer & sportlichem Management…

    Den Trainer wird erst einmal auf unbestimmte Zeit nicht infrage gestellt, weil man jetzt einfach mal beschlossen hat, an einem Trainer festzuhalten. Ob das System, Trainer, Mannschaft und Verein wirklich funktioniert, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu bewerten, weil wir allen Beteiligten Zeit geben müssen. Wie lange? Egal, zur Not geht es halt mit diesem „schlechten“ aber hoch bezahlten Kader in die 2. Liga…

    Dahinter steckt die Hoffnung, dass wir irgendwann gestärkt wiederkommen werden und, wenn alles gut läuft, in 4-5 Jahren wieder in die Euro-League kommen. Die CL können wir dann auf Dauer abschminken, weil die Clubs, die in den 4-5 Jahren in der CL gespielt haben, in der Zwischenzeit so viel Kohle erwirtschaftet haben, dass wir mit diesen Clubs finanziell nicht mehr konkurrieren können.

    Sorry, irgendwie kapiere ich diese Argumentation und Logik nicht!

    Mir leuchtet zwar ein, dass ein blinder Aktionismus durch z.B. Trainerentlassungen uns nicht weiter hilft, aber ich sehe auch nicht wirklich irgendeinen Fortschritt in puncto Einstellung, Taktik, Kontinuität und Effektivität seitdem Weinzierl das Ruder übernommen hat. Und wie lange muss oder darf man diesem Trainergespann Zeit geben? Bis Weihnachten? Bis nach den ersten 3-4 Spielen nach der Winterpause oder gar die ganze Saison?

    Fakt ist: Wir haben gegen Frankfurt, Hertha, Köln, Hoffenheim und jetzt Augsburg nicht unglücklich verloren bzw. Unentschieden gespielt. Wir haben diese Gegner weder spielerisch dominiert noch uns kämpferisch gegen diese Punkteverluste gewehrt. Wir haben trotz der vorhersehbaren gegnerischen Taktik in allen Spielen keine Mittel und Maßnahmen gefunden, damit wir gegen diese Gegner erfolgreich UNSER Spiel durchsetzen konnten. Und es fand, was ich persönlich viel fataler finde, auch keinerlei Entwicklung statt.

    Daher: Woher nehmt ihr das Vertrauen, dass Weinzierl der richtige Trainer ist? Es kann doch nicht euer einziges Argument sein, dass wir jetzt mit Weinzierl einfach mal Geduld haben (müssen) – egal was für Ergebnisse kommen und wie die spielerische Entwicklung ist?!?

    Daher glaube ich persönlich, wenn wir gegen Mainz und Dortmund wieder spielerisch und/oder kämpferisch nicht überzeugen sollten, muss man die Reißleine ziehen. Die Hoffnung, dass Weinzierl irgendwann einmal die Mannschaft durch seine Methoden erreichen wird, ist in meinen Augen ein blindes Vertrauen. Der Verein kann sich ein längeres Warten einfach nicht leisten! Irgendwann muss man sich auch eingestehen, wenn keine spielerische Entwicklung stattfindet und sich auch kein Erfolg einstellt, dass Weinzierl nicht in das Schalker System passt.
    Aber wie gesagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

  53. Klopenner sagt:

    @crisscross:

    Du hast auf der einen Seite natürlich Recht, dass man Weinzierl und auch Heidel nicht blind vertrauen sollte. Ich kann dir auch nicht sagen, woher ich dieses Vertrauen habe. Es ist wahrscheinlich so, dass ich die Schnauze von den ganzen Trainerwechseln voll habe und wirklich einfach mal abwarten will, bis dieser Trainer mit dieser Mannschaft eine „normale“ Vorbereitung machen kann. Das habe ich so ähnlich schon mal formuliert und weiter oben auch noch mal auf die Winterpause hingewiesen. Wenn der Rückrundenstart so abläuft wie der Hinrundenstart, dann wird Weinzierl nicht mehr zu halten sein.

    Du schreibst aber auch:

    Irgendwann muss man sich auch eingestehen, wenn keine spielerische Entwicklung stattfindet und sich auch kein Erfolg einstellt, dass Weinzierl nicht in das Schalker System passt.

    Was ist denn das Schalker System? Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass der Trainer das System integriert. Ein Schalker System hab ich in den letzten 6 Jahren nicht gesehen. Da hat jeder Trainer seine eigene Vorstellung gehabt und versucht umzusetzen.

    Für mich ist das jetzt endgültig klar, dass die Mannschaft nicht fähig genug ist. Es haben sich am Großteil des Kaders mit Weinzierl jetzt insgesamt 4 Trainer versucht und keiner konnte (bisher) ein System entwickeln, dass die Spieler ordentlich umsetzen. Ein Trainer kann mal nicht funktionieren, zwei auch, aber jetzt schon vier? Nee, da kommt tatsächlich bei mir die Floskel der „Untrainierbaren“ auf.
    Davon mal abgesehen: Was sollte ein -wieder mal- neuer Trainer jetzt vor Weihnachten noch bewirken? Dass unsere Mannschaft plötzlich kämpft und Spielzüge kreieren kann? Glaubst du etwa, dass Weinzierl der Mannschaft vor dem Spiel sagt:“So Jungs, das ist Augsburg, die kenn ich gut, da reichen auch 80 Prozent Einsatz und ein Törchen“?
    Es ist die Mannschaft, die auf dem Platz steht und nicht agiert wie sie soll. 90% der Aussagen nach einem Spiel sind doch:“Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“ oder „Wir müssen das jetzt analysieren und die Fehler abstellen“ oder „Wir müssen an die X. Halbzeit aus Spiel Y anknüpfen“
    Und das schon seit X-Jahren. Was sollte sich denn jetzt plötzlich ändern, wenn die Mannschaft wieder einen neuen Trainer und ein neues System „lernen“ muss?

  54. Grieche sagt:

    Um mal kurz den kicker in Schutz zu nehmen (und meinen Post zu verteidigen): Es geht dabei nicht um gelbe und rote Karten oder ähnliche Opfer-Diskussionen (von denen ich auch nichts halte). Auch nicht um den gegen Trainer Keller damals erhobene Vorwurf, falsch zu trainieren und damit Muskelverletzungen zu provozieren. Nur um das Verletzungspech. Wenn der kicker so eine Bilderstrecke macht, nehme ich an, dass die Verletztenquote auf Schalke wirklich unverhältnismäßig hoch ist, d.h. dass sich Schalker Spieler öfter schwerer verletzen als Spieler anderer Clubs. Der kicker wird die Verletztenquote der anderen BL-Clubs kennen (anders als wir, und Schalke ist ja nicht allein, zu Dortmund gibts auch eine Bilderstrecke).
    Dass man daraus irgendwelche Schlüsse ziehen kann, finde ich allerdings auch nicht. Und klar, sich über Pech zu beklagen, ändert auch nichts.

  55. Erle72 sagt:

    @…dass Weinzierl nicht in das Schalker System passt…

    Ich hoffe das er nicht passt, sonst würde ja alles immer so weiter gehen wie die letzten Jahre. Das System soll ja erneuert werden. Ist es denn so schwer jemanden erstmal seine Arbeit machen zu lassen?? Ist es denn so schwer einzusehen, dass ein paar Wochen für eine trainerverschleißende Mannschaft viel zu wenig sind? Geduld und eben mal kein internationales Geschäft. Teambuilding im Abstiegskampf war natürlich nicht angestrebt aber bei dem unstrukturierten Fußball der letzten Jahre war eine Neuausrichtung dringend nötig. Wer jetzt schon die Trainerablösung in Aussicht stellt hat weder genug Geduld noch Leidensfähigkeit mal etwas Größeres zu erreichen. Weinzierl ist ein Langsamstarter. Wenn man ihm nicht eine Saison Zeit gibt, hätte man ihn erst gar nicht holen brauchen. Ich denke unser Manager weiß das auch.

  56. Zeitspieler sagt:

    Mich beruhigen zur Zeit die Analysen von Karsten in der „Halbfeldflanke“ gepaart mit dem Vertrauen in Heidel. Ich denke, dass er insgesamt bisher gut gehandelt hat. Er muss gesehen haben, dass Huntelaar nicht so richtig ins Spielsystem passt und hat Embolo geholt. Auch die Verpflichtung von „Coke“ war richtig und mutig, da es ja schon drei rechte Außenverteidiger gab. Weiterhin scheint mir die Leihe von Bentaleb ein Glücksgriff zu sein. Ich denke, dass Heidels Wirkung erst längerfristig richtig zur Geltung kommt. Am Abgang von Matip und an der Vertragsverlängerung von Huntelaar zu sehr hohen Bezügen konnte er nichts machen.
    Die grössten Baustellen für die Zukunft liegen beim Trainer. Zum einen muss die Integration von Max Meyer gelingen und weitere Spieler des Kaders näher an die Mannschaft geführt werden. Immerhin zeigt Weinzierl sehr viel Mut, trotz der schwierigen Lage.

  57. Nordlicht sagt:

    @ Torsten, Embolo hat aber nach der Behandlung nicht weitergespielt sondern ( mein Tipp ) er spielt in dieser Saison kein Spiel mehr.

    Aus diesem Foul irgendwelche Verschwörungstheorien herzuleiten halte ich für abenteuerlich. Fakt ist aber auch das dort ein Linienrichter gestanden hat und dieser die Szene als Einziger wirklich beurteilen konnte. Wieso der dann nicht eingegriffen hat, ist mir ein Rätsel.

    Ein völlig übermotiviertes Foul in einer toten Zone und auch noch von hinten.

    Der einzige Knackpunkt…es sah nicht spektakülär aus. Embolo flog nicht durch die Gegend und hob nicht ab. Sondern sackte zu Boden und blieb liegen.

    Ich erinner noch einmal an Geis. Auch diese Szene ( tippe ich mal ) war Dummheit und keine Absicht. Diese Szene wurde an dem Wochenende zigmal in allen Zeitlupen und Blickwinkeln durchgekaut. Genauso mit Rodriguez von Mainz.

    Das nun nichts mehr passieren wird ist klar. Aber ich frage mich halt einfach was in solchen Szenen der Linienrichter macht und wo er seine Augen hat.

    Das hat nichts damit zu tun das er Schalker ist. Sondern einfach mit menschlichem Versagen

  58. Nordlicht sagt:

    und bevor das falsch verstanden wird. Die rote Karte und das Strafmass für Geis war völlig angebracht.

  59. michael sagt:

    @crisscross04

    sorry, ich kann deiner Argumentation nicht folgen. Es ist doch offensichtlich, dass es an der Zusammenstellung und dem Charakter diese Mannschaft liegt und wie Kolpenner schreibt, können die Verpflichtungen von Heidel erst mit der Zeit Wirkung zeigen. Ich hoffe, dass Heidel weiter diesen Kader ausmistet und hoffe, dass Weinziel den Mut hat (wenn wir einigermaßen wieder im Fahrwasser sind) den jungen Talente eine Chance zu geben. Und ich wünsche mir auch, dass wir diese Jahr weder eine EL noch CL-Platzierung erreichen (oder wir in der EL nach der Gruppenphase raus sind), damit endlich mal kontinuierlich Aufgebaut werden kann. Ehrlich gesagt, waren die letzten 3 Jahre ein Rückschritt und für den AR……

  60. Torsten sagt:

    Embolo hat aber nach der Behandlung nicht weitergespielt sondern ( mein Tipp ) er spielt in dieser Saison kein Spiel mehr

    Das war aber nunmal erst nach der Behandlung klar. Darauf kann ein Schiedsrichter nicht warten.

    Er hat das Foul zu bewerten, nicht dessen Folgen. Ob ein Spieler rausgetragen wird und dann wieder reinkommt, ob er rausgetragen wird und draußen bleibt, ob im Krankenhaus festgestellt wird, dass zum Glück doch nicht so viel passiert ist, oder eben doch, oder ob er nur leicht berührt wurde, dabei aber im Boden hängen blieb und sich die Bänder riss … das sind Dinge, die nach dem zu beurteilenden Foul zutage treten, nach der Tatsachenentscheidung.

  61. Nigbur 48 sagt:

    Wer wird der neue Latal?

    Mich erinnert die Situation gerade, wenn ich mich nicht irre, an die Saison 97/98 als in Karlsruhe binnen 60 Sekunden Max und Mulder ausfielen. Mulder hat uns damals lange gefehlt, Max nicht so lange. Und war das damals nicht sogar ein Foul von Dirk Schuster auch an der Eckfahne?
    Egal, damals hat Radek Latal gar nicht mal so schlecht im Sturm vertreten. Bin gespannt, wer nun ran darf. Über den Hunter ist ja schon alles gesagt worden, EMCM scheint zumindest unter der Woche auszufallen. Würde mich gegen Krasnodar freuen, das oft heraufbeschworene „junge Blut“ zu sehen.

  62. polarfuchs sagt:

    In vielen Foren waren vor der Saison viele Kommentatoren, Fans, bereit auch mal eine Saison lang kleine Brötchen zu backen. Das bei uns vieles im Argen liegt wissen wir als “ Insider “ doch schon seit Jahren. Während anderswo kontinuierlich und strukturiert für den nachhaltigen Erfolg gearbeitet wird wurde bei uns nur Flickschusterei betrieben.
    Aus der Ferne hatten Heidel/Weinzierl sicher einen Eindruck von der Schalker Mannschaft, vermutlich keinen guten. Heidel hat sich mal zaghaft in dieser Richtung geäussert. Jetzt, vor Ort, wird ihnen erst das ware Ausmaß der Misere deutlich. Der FC Schalke präsentiert sich nicht als gewachsene Mannschaft sondern als ein Sammelsurium von willkürlich verpflichteten Spielern. Es wurde seitens der Verantwortlichen spät, sehr spät, reagiert. Bevor man mit C. Heidel endlich einen Manager von hervorragendem Ruf verpflichten konnte gab es ja schon Bemühungen Reschke vom FC Bayern oder Eberl von Gladbach zu verpflichten. Offensichtlich hat man schon länger gesehen das man mit dem vorhandenen Manager keinen zukunftsträchtigen Weg beschreiten kann.
    Jedem, auch uns Laien, muß doch klar sein das diese Mannschaft nicht kurzfristig explodieren, einen anderen Fussball spielen wird. Erfolg definiert sich über langfristiges, hartes arbeiten. Jetzt schon wieder Manager oder Trainer infrage stellen zu wollen ist ein schlechter Witz.
    Wir liegen was nachhaltiges, strukturiertes Arbeiten betrifft vielen Clubs 6 oder mehr Jahre zurück. Ich behaupte mal seit dem ersten Engagement von R. Rangnick. R. Assauer hat ihn wohl damals verpflichtet konnte wohl mit den visionären Vorstellungen nichts anfangen, hat Rangnick teilweise der Lächerlichkeit preisgegeben. Komme mir jetzt niemand mit dem Argument das er heute einen potenten Finanzier im Rücken hat. Sicher hat er das. Aber das Geld wird sinnvoll investiert. Im Leipziger Kader stehen heute noch Spieler die noch zu Regionalligazeiten verpflichtet wurden. Wer steht denn in der derzeitigen Tabelle oben, wer unten? Bremen oder der HSV zum Beispiel. Wie wurde da die letzten Jahre gewerkelt? Genau wie bei uns!
    Mir war und ist klar das diese Saison nicht viel zu holen ist, vielleicht irgendwo zwischen Platz 8 – 12. Dann sind wir nächste Saison eben nicht international verteten. Vielen hier war die Europaligue eh ein Dorn im Auge. Championslegue ist vollkommen unrealistisch.
    Begleiten wir doch unseren Verein einmal unaufgeregt durch diese Spielzeit.
    So viel Vertrauen in unsere sportliche Führung habe ich das diese genau erkannt hat wo der Hase im Pfeffer liegt.

  63. Nordlicht sagt:

    @ Polarfuchs, vielen Dank für den Beitrag!!

    @ Torsten, und deshalb kritisiere ich ja auch den Linienrichter bzw die Zusammenarbeit zwischen Schieds- und Linienrichter. Der Linienrichter muss die Situation gesehen haben.

  64. Flo Kno sagt:

    @crisscross: Dass wir vom Leistungsniveau eher noch hinter Hoffenheim und Frankfurt liegen habe ich nicht behauptet – es wurde in direkten, 90-minütigen Vergleichen unter Wettkampfsbedingungen ermittelt (0:1 und 1:2).

    Ich finde es aber auch müßig, jede Woche die gleiche Diskussion zu führen. Ja, Schalke hatte drei mal in Folge dämlich verloren. Danach haben wir aber auch drei Pflichtspiele ohne Niederlage hinter uns gebracht, zwei davon waren durchaus überzeugende Siege. Das Unentschieden gegen Augsburg war vielleicht nicht doll, aber alles andere als unverdient oder glücklich. Und wenn Kono zum 2:0 einschiebt schreiben nachher alle: ‚Kein berauschendes Spiel aber tolle Reaktion der Mannschaft nach dem Embolo-Schock.‘
    Diese Woche stehen noch zwei schwere Spiele gegen Krasnodar und Mainz an. Der Anspruch muss natürlich sein, diese zu gewinnen, da geb ich dir vollkommen recht – auch ich will nicht in die 2. Liga und 5 Jahre auf die nächste CL-Teilnahme warten. Solange die kommenden Spiele aber nicht total enttäuschend werden, weiß ich nicht was überhaupt die Grundlage für eine Trainerdiskussion sein soll.

    Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn man nach 3 Monaten eine völlig neue Mannschaft erwartet. Als wenn es irgendein Trainer mal geschafft hätte einer Mannschaft innerhalb von 3 Monaten eine neue Mentalität einzuimpfen.
    Vielleicht Zorniger letztes Jahr in Stuttgart. Herzlichen Glückwunsch dafür nochmal.

  65. polarfuchs sagt:

    Leute, die Diskussionen um das Foul an Breel Embolo geraten langsam in den Bereich der Lächerlichkeit. Eben habe ich mir die Kommentare bei Westline dazu durchgelesen. Was da so geäussert wird ist schon teilweise heftig.
    Es war ganz klar ein Foul der rustikaleren Art, aber eben ein Foul wie es an jedem Spieltag mehrfach vorkommt. Ach ja, das Foulspiel geschah nicht von hinten sondern von der Seite. Ansonsten hätte der Augsburger Spieler s
    icherlich die rote Karte gesehen.
    Unserem Breel wünsche ich eine gute Genesung.

  66. crisscross04 sagt:

    Ich glaube, viele User jammern über die Vergangenheit auf einem sehr hohen Niveau. Wir haben uns in den letzten fünf Jahren drei Mal für die CL und zwei Mal für die EL qualifiziert. Hier wird aber argumentiert, als wenn wir in den letzten fünf Jahren eher die Tabellenplatzierungen vom HSV geschafft haben.

    Ja, unsere Spielweise war häufig eher bescheiden, aber durchaus erfolgreich!

    Es verwundert mich aber doch sehr, dass jetzt, wo wir ganz unten stehen, auf einmal alles besser sein soll, obwohl sich signifikant weder etwas an der Spielanlage noch am Einsatzwillen geändert hat. Das einzige, was sich geändert hat, ist unsere Erfolgsquote und damit der Tabellenplatz.

    Ich glaube, viele haben vergessen, was Abstiegskampf und die damit verbundene Angst heißt. Ich kann mich noch sehr gut an die 80er und Anfang 90er erinnern. Ehrlich, ich möchte das nicht noch einmal miterleben. Da ist mir doch eine CL Qualifikation à la Keller 1000x lieber.

    Natürlich liegt die Vermutung nah, dass wenn eine Mannschaft unter vier Trainern in euren Augen nicht „funktioniert“ hat, dass es dann an der Mannschaft liegt. Ich halte diese Theorie an den Haaren herbeigezogen.

    Wenn man sich z.B. den Kader von 2013/14 unter Keller anschaut, also gerade mal keine 3 Jahre her, so sind gerade mal noch 6 Spieler (Fahrmann, Höwe, Aogo, Meyer, Goretzka, Hunter) von damals 30, im aktuellen Kader. Wie soll bei so wenigen Spielern ein Mentalitätsproblem über drei Jahre erhalten geblieben sein? Und wenn ich mir die genannten Spieler so anschaue, kommt da eigentlich nur einer max. zwei davon infrage, die evtl. ein Mentalitätsproblem haben. Ne, diese Theorie passt einfach vorne und hinten nicht.

    Wer hat denn von den 14 Spielern, die in Augsburg ideenlos gekickt haben, ein Mentalitäts- oder ein Charakterproblem? Am Wochenende standen mit Nastasic, Schöpf (die 2 zähle ich jetzt einfach mal mit) Bentaleb, Naldo, Embolo, Baba, Konoplyanca 7 neue Spieler auf dem Platz. Es bleiben noch Fahrmann, Höwedes, Geis, Goretzka, Meyer, Choupo und Huntelaar. Wen soll man davon ausmisten? OK, Hunterlaar ist langsam und außer Form, aber ist der für die angebliche mentale Schwäche verantwortlich?! Um es kurz zu machen. Das Gerede über das große Ausmisten von Personal ist nicht nur unnötig, sondern ich halte es für ausgemachten Blödsinn, weil man sich einfach nicht eingestehen will, dass der Trainer die Mannschaft nicht erreicht. Für mich ist es auch egal, wie viele Trainer wir in den letzten 3, 5 oder 10 Jahren hatten. Wenn ein Trainer mit dem aktuellen Kader keine Punkte macht, zudem auch die Spielweise ideen- und motivationslos ist und keinerlei Entwicklung zu sehen ist, muss der Trainer gehen.

    Und warum soll ich keine „Wunder“ bei einem neuen Trainer erwarten? Weinzierl hat doch die komplette Vorbereitung gehabt. Uns wurde von allen fußballkompetenten Seiten vor der Saison ein starker Kader zugesprochen. Und natürlich erwarte ich dann von einem guten Trainer, dass er diese Qualität der Spieler zielgerecht und damit erfolgreich einsetzen kann. Scheinbar war das alles ein Trugschluss. Und jetzt wird die alleinige Schuld am Charakter der Mannschaft festgemacht? Alle Experten haben sich also geirrt? Ich glaube nicht daran, dass die Qualität der Mannschaft so schlecht ist, wie es unser Tabellenplatz ausdrückt und ich glaube auch nicht an das Mentalitätsproblem.
    In der Regel stinkt der Fisch vom Kopf. Und der Kopf ist der Trainer.

    Aber ich denke gar nicht so schwarz/weiß. Ich kann mir natürlich auch vorstellen, dass wir auch noch einen Umschwung mit Weinzierl schaffen können und dass heißt jetzt nicht, dass ich eine fette Siegesserie erwarte. Aber ich erwarte in absehbarer Zeit eine spielerische Entwicklung und es muss auch gepunktet werden. Und das wünsche ich mir wirklich! Denn ich habe auch keinen Bock auf einen neuen Trainer. Aber ich verschließe auch nicht meine Augen.

    Natürlich müssen wir die Trainersituation nicht wöchentlich neu diskutieren. Wenn aber ein solcher, miserabler Auftritt wie gegen Augsburg erfolgt, muss man wirklich darüber diskutieren, wie es dazu kommen kann. Anscheinend hat die „Brandrede“ von Heidel gerade mal für Gladbach ausgereicht. Obwohl ich mich auch gefragt habe, wieso eigentlich Heidel diese Rede gehalten hat und nicht Weinzierl. Auch das war für mich ein Zeichen, dass die Kommunikationsqualitäten von Weinzierl Grenzen hat. Und das ist kein gutes Zeichen!

    Ich persönlich denke trotzdem, dass wir, wenn wir weiter so erfolglos spielen, auf jedem Fall vor der Winterpause handeln müssen, damit der „neue“ Trainer noch die anstehende Winterpause zur Vorbereitung nutzen kann. Jetzt die Frage zu beantworten, wer denn anstelle von Weinzierl kommen soll, ist eher Aufgabe von Heidel und nicht meine. Aber zum Glück kann dieser Kelch noch an uns vorbeigehen.

  67. Nordlicht sagt:

    Und welchen Trainer hätten wir gerne?? Hat da jemand einen Namen der und den erfolgsverheissenden Umschwung garantiert?? Einen Trainer der uns allen passt uns sympathisch ist??

    Weinzierl wurde hier doch schon vor der Vorbereitung von einigen als untauglich befunden.

    Von diesen Experten könnten doch auch mal Vorschläge kommen wie und mit wem es gehen muss.

    Als Erstes muss natürlich CT gehen, weil der schon vor x jahren alles falsch gemacht hat.

    Die letzten Jahre wurde sich doch auch hier nur über unsere unattraktive Spielweise beschwert.

    Möchte hier wirklich von den Kritikern eine Spielweise wie unter RdM sehen nur weil da CL bei rauskam?? Die Teilnahmen waren doch nicht unser Verdienst. Es lag an der Unfähigkeit der Mitbewerber.

  68. leoluca sagt:

    „Ich glaube nicht daran, dass die Qualität der Mannschaft so schlecht ist, wie es unser Tabellenplatz ausdrückt und ich glaube auch nicht an das Mentalitätsproblem. In der Regel stinkt der Fisch vom Kopf. Und der Kopf ist der Trainer.“ (crisscross04)

    Nein, der sportliche Kopf ist der Manager, der diesen Trainer unbedingt haben wollte, und der trotz aller Probleme an ihm festhält.

  69. blues sagt:

    Darf man eigentlich auch wegen Glücklosigkeit kritisiert oder gar entlassen werden?

    Die bescheidene Spielweise, die kennen wir schon von Keller, Di Matteo und Breitenreiter. Die Punkte aus dieser Spielweise kann man nach sieben Spieltagen, und da unterscheidet sich das aktuelle Führungstrio Tönnies/Heidel/Weinzierl von seinen Vorgängern, locker an einer Hand abzählen. Da ist nichts, aber auch gar nichts, was sie uns vorzeigen können. Und dann kommt auch noch Pech dazu. Blöd, so eine Pechsträhne mit verletzten Hoffnungsträgern. Vielleicht gibt es ja Konstellationen die das Unglück geradezu anziehen, Leute die längere Zeit einfach kein Glück haben. Ich finde, mindestens das Glück sollte man an seiner Seite haben. So wie Keller, Di Matteo und Breitenreiter.

  70. Ney sagt:

    Keller wurde nach einer Niederlage in Hoffenheim entlassen, mit 8 Punkten aus 7 Spielen (2 S, 2 U, 3 N, darin enthalten ein 1:1 gegen Bayern München und ein Heimsieg gegen Borussia Dortmund).

    Das waren damals noch Zeiten und Ansprüche, hmja…

    @Nordlicht
    Di Matteo holte dann aus 27 Spielen 40 Punkte, am Ende Platz 6, damit keine Champions-League-Teilnahme.

  71. Flo Kno sagt:

    Ok Freunde, wir vertagen diese Diskussion einfach bis nach dem Spiel gegen Mainz :P

  72. Markus04 sagt:

    Liebe Freunde des gepflegten Rasensports,
    natürlich wollen wir alle Kontinuität auf den entscheidenden Positionen des Vereins.
    Und natürlich wollen wir auch, eine Spielweise, die zu Schalke passt.
    Zu dem ersten Punkt sei aber angemerkt, dass man nun evtl. Breitenreiters „Leistungen“ anders bewerten könnte, da er keine 45 Mio in neue Spieler investieren könnte, und trotzdem am Ende der Saison, wie auch immer, Platz 5 erreicht hat und sein Team relativ (im Vergleich zu den Vorjahren und dem jetzigen Team) viele Tore erzielt hat. Hätte man nicht also Breitenreiter belassen können?
    Zum zweiten Punkt sei angemerkt, dass zu Schalkes Philosophie die recht hohe Durchlässigkeit von der Knappenschmiede zu den Profis gehört. Davon ist leider momentan nichts zu sehen. Was sich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell auswirkt.
    Insofern -finde ich – wir Kritik an den Leuten (Heidel und Weinzierl, aber auch Spieler ) üben, die wir Fans bezahlen.

  73. Torsten sagt:

    Keller wurde nach einer Niederlage in Hoffenheim entlassen, mit 8 Punkten aus 7 Spielen (2 S, 2 U, 3 N, darin enthalten ein 1:1 gegen Bayern München und ein Heimsieg gegen Borussia Dortmund).

    Das waren damals noch Zeiten und Ansprüche, hmja…

    Aber eben nicht nur deswegen sondern auch, weil man auch bereits im Pokal gegen einen Drittligisten ausgeschieden war, und weil man in der CL bei einem 1:1 zuhause gegen Maribor keinen guten Eindruck hinterließ.

    Nur „zwei Siege aus 10 Pflichtspielen“ hieß es damals.

    So betrachtet liegt Weinzierl aktuell übrigens bei vier Siegen aus 10 Pflichtspielen ;-)

  74. Zur Trainerdiskussion hier & in den Social Networks sagt:

    […] Schalker sind viele, es gibt immer alle Meinungen, und spätestens gestern ist das ewig wiederkehrende Kapitel „Trainerdiskussion“ auch in diesem Blog angekommen, in den Kommentaren unter dem letzten Beitrag. […]

  75. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 15.10.2016: Beim 1:1 in Augsburg traf Schalke auf einen sehr defensiven Gegner, tat sich damit wieder sehr schwer und verdiente sich letztlich auch nicht mehr als dieses Remis. […]

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