Zur Trainerdiskussion hier & in den Social Networks

Der VfL Wolfsburg hat sich vorgestern von Trainer Dieter Hecking getrennt. 2015 wurde Hecking noch zum Trainer des Jahres gewählt. Aktuell hat Wolfsburg zwei Punkte mehr als Schalke 04.

Schalker sind viele, es gibt immer alle Meinungen, und spätestens gestern ist das ewig wiederkehrende Kapitel „Trainerdiskussion“ auch in diesem Blog angekommen, in den Kommentaren unter dem letzten Beitrag.

Mit Blick auf die nur vier Punkte aus sieben Bundesligaspielen und auf das wahrlich nicht gut anzuschauende Spiel in Augsburg halte ich das für sehr normal. Falsch finde ich lediglich die immer wieder aufkommenden Vergleiche mit früheren Trainern. Man müsse die Arbeit Breitenreiters nun anders bewerten, las ich, oder dass Jens Keller und André Breitenreiter nach zehn solcher Pflichtspiele längst in der Luft zerrissen worden wären.
Das ist meines Erachtens unlauter. Zum einen, weil im Nachhinein jede schlechte Phase immer erträglicher in Erinnerung bleibt als sie sich akut anfühlte, und weil hierbei die akute Erfolglosigkeit Weinzierls mit offensichtlich verblassenden Erinnerungen verglichen wird. Zum anderen, weil es schlicht unfair ist, Trainer, die zumindest eine Saison Zeit für ihren Eindruck hatten, Markus Weinzierl gegenüberzustellen, der bislang nur für 10 Pflichtspiele verantwortlich war. Letztlich sind solche Vergleiche nur eine Kritik am aktuellen Trainer, kaschiert mit einem Feigenblatt angeblicher Objektivität oder Fairness gegenüber den früheren Verantwortlichen.

Ich selbst bin weit davon entfernt, Markus Weinzierl als irgendwie schwach, schlecht oder falsch zu erachten. Schalke fehlen sechs Punkte. Spiele wie die gegen Bayern München, Nizza und Borussia Mönchengladbach haben aber gezeigt, dass nichts grundsätzlich verkehrt läuft. Wie viele andere Schalker bin ich der immer gleichen Beißreflexe gegen den Trainer nach solch kurzen Misserfolgsphasen müde. Mut macht mir aktuell das Wirken des Clubs, der sich anders darstellt als zuvor in ähnlichen Situationen.

Aus dem Aufsichtsrat gibt es keine Statements zu lesen. Der Vorstand Sport/Kommunikation ist präsent und äußert nichts, was den Trainer irgendwie angreifbarer machen würde. Der Trainer selbst bleibt auf Pressekonferenzen nüchtern und sachlich. Das alles trägt dazu bei, dass bislang in den Medien keine krachenden Schlagzeilen gegen Schalkes Trainer zu lesen waren. Dass jeder Bundesliga-Trainer unter Erfolgsdruck steht ist vollkommen klar, dazu braucht es keine Schlagzeilen. Dass Schalke es aktuell so gut hinbekommt, sich nach Außen „cool“ zu zeigen, trägt dazu bei, dass sich Trainer und Mannschaft in relativer Ruhe auf die weiteren Aufgaben vorbereiten können.

Auch deshalb sind Thesen nach dem Muster „der Andere hätte/wäre in dieser Situation dies oder das …“ Mumpitz. Auf Schalke agiert ein Trainer nie alleine, sondern im Tandem mit dem zuständigen Vorstand, der „die Situation“ maßgeblich mitgestaltet. Christian Heidel zeigt den zuvor erhofften breiten Rücken. Er wird einen Trainer dann entlassen, wenn er den Eindruck hat, dass dieser in Zukunft die Mannschaft nicht voranbringen kann, nicht weil in der Vergangenheit Punkte liegen blieben.

Eben das schreibe ich übrigens auch Klaus Allofs in Wolfsburg zu. Dessen Entscheidung zu einem Trainerwechsel basiert sicher nicht nur auf der Wahrheit der fehlenden Punkte der aktuellen Saison. Nach 2015 hat sich die Mannschaft des VfL unter Dieter Hecking über eine komplette Saison zurückentwickelt und Allofs nun zu einem Neuanfang veranlasst. Schalkes Saison ist nach einem kompletten Neuanfang immer noch sehr jung.

Ma’abwarten.



Foto: Tomek Bo



20 Kommentare zu “Zur Trainerdiskussion hier & in den Social Networks”

  1. andres sagt:

    und eben weil es noch so wenige Argumente gibt, wird dann sein unsouveränes Auftreten ggü Reuter herangezogen. Das war zwar Kindergarten (von Reuter nicht minder), hat aber mit der Situation auf Schalke wahrlich nichts zu tun.

  2. QuotenNLer sagt:

    Eine Entlassung des Trainers Word diese Saison nie an der orde sein. Das wäre ein Armutszeugnis von Heidel.
    Er hat als neuer Manager ein neuer Trainer mitgenommen, den freizustellen wenn man gegen ‚Typisch Schalke‘ sagt vorgehen zu wollen, wirkt in meine Augen als Statement der Inkompetenz.

  3. Christoph sagt:

    „Das alles trägt dazu bei, dass bislang in den Medien keine krachenden Schlagzeilen gegen Schalkes Trainer zu lesen waren.“

    Ich weiß nicht ob man das so sehen muss. Ich habe es oft so wahrgenommen, dass der Verein dem medialen Bild (Meinung) zu schnell nachgegeben hat. Nicht als Vergleich aber Erfahrungswert, Jens Keller wurde in der Vorbereitung bereits zur Diskussion gestellt. Allein aus den „Medien“ heraus. Diese Themen lässt man derzeit und Gott sei Dank aus dem Verein heraus nicht mehr aufkommen, oder macht sie einfach nicht mehr mit. Das finde ich sehr positiv.

    Wir mussten doch viele Rückschläge, spielerische Kursänderungen hinnehmen, gerade weil wir keine Stärke und Standhaftigkeit in solchen Personalfragen vermittelt und verkörpert haben. Vielleicht zu früh einknickten.

    Diese Müdigkeit, der Diskussionen brauchte es vielleicht, damit jetzt eben M. Weinzierl den zeitlichen Zuspruch bekommt um mit den Spielern eben eine „mittelfristige“ spielerische Linie zu erarbeiten. Zuletzt konnte man den Eindruck gewinnen, der Trainer ist im Grunde nur noch ein Platzhalter. Der jeder Meinungströmung ausgeliefert ist.

    Ich habe klare Rückendeckung vermisst, dabei hat Schalke soviel angestrengt, dass man durchaus eine Konzeption im Verein erkennen kann (Marketing, Knappenschmiede, Schuldenabbau, Entwicklung des Umfeldes), allein die sportlich kurzfristige Erwartungshaltung oder der schnelle Erfolgsdruck steht dem entgegen. Daher sollte man auch allen vorangegangenen Personen ein wenig dankbar sein und einen gewissen Respekt zollen, mit der finanziellen Entspannung haben wir uns hoffentlich die Zeit erkauft um jetzt verlässlicher und konstanter nach vorne zu arbeiten.

    Wir sind gerade sachlich, aber der Verein wird seine Energie steigern, sobald sich der Weg positiv in der Wahrnehmung festsetzt. Selbstredend.

    Grüße und Glück Auf!

  4. S04_Jens sagt:

    Es ist auch weiterhin so, dass Schalke in den gleichen Paarungen in der letzten Saison 3 Punkte mehr geholt hat (Sieg gg. Hoffenheim im letzten Spiel der Saison). Also wüsste ich auch gar nicht, warum man Breitenreiter im Nachhinein stärker reden müsste. Nicht mal die Fakten sprechen dafür.

  5. Didi sagt:

    Wohltuend sachlicher Kommentar! Es ist schon so viel geschrieben worden über Umbruch, Neuanfang, die daraus erwachsenen Erwartungen und die Enttäuschungen, wenn nicht nach wenigen Spielen alles läuft, wie geschmiert! Mir gefällt, dass Heidel scheinbar ohne Hektik mehr agiert, als reagiert und dass er nicht unmittelbar auf jeden Unsinn und jede (unsachliche) Kritik, auch aus den Reihen der „Fans“ eingeht. Es gibt, auch in der aktuell schwierigen Situation auch keinen Grund, jedem Unsinn mit Gegenargumenten zu begegnen. Auch das zeugt von einem Plan, von einer Strategie. Und zu dieser gehört, wie ich finde zu Recht, dass er sich mit keinem Wort, und zu keiner Zeit, in irgend einer Form zur Trainerschelte äußert! Ich bleibe optimistisch, was die mittelfristige Perspektive angeht!

  6. rlsn sagt:

    Ich empfinde es wohltuend, dass die Diskussion über Weinzierl aktuell hauptsächlich via Social Media ausgetragen wird. In meinen Augen ist eine Trainerdiskussion aufgrund der Umstände noch verfrüht.

    Sicherlich gibt es einige Punkte, die mich auch ein wenig ins Grübeln kommen lassen angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen, allerdings gibt es eben auch Erklärungen für die Probleme unter denen wir aktuell hauptsächlich leiden.

    Diese Probleme kann auch ein neuer Trainer nicht unmittelbar durch Handauflegen lösen. Uns fehlt es komplett an Struktur im Offensivspiel. Es gibt nahezu keine Abläufe und Lösungsmöglichkeiten. Übrigens ein Kritikpunkt, der eigentlich auf sämtliche vergangene Saisons zutrifft.

    Diese Probleme werden besonders ersichtlich gegen Vereine, welche über eine kompakte, gut abgestimmte Defensive verfügen. Leider sind mittlerweile selbst Mittelklasse- und Abstiegskandidaten in der Lage sich defensiv größtenteils ganz ordentlich aufzustellen. Ein ‚Phänomen‘, welches sich auch bei der EM gezeigt hat als mehrere ‚kleinere‘ Nationen in der Lage waren über ein schlüssiges Defensivkonzept große Nationen zu ärgern und davon zu profitieren, dass diesen Nationen per se die offensiven Abläufe mangels Trainingszeit abgeht. Wir haben jahrelang von unserem Umschalt- und Konterspiel gezehrt, mittlerweile ist es schwer ausschließlich damit erfolgreich zu sein.

    Wenn man sich dann unsere katastrophale Vorbereitung mitsamt späten Neuzugängen, EM-Belastung, Verletzungen anguckt, ist es also nicht weiter verwunderlich weshalb wir uns schwertun. Hinzu kommt die Belastung durch den internationalen Wettbewerb, weitere Verletzungen, Länderspielpausen in denen nicht ordentlich trainiert werden kann, weshalb eine Behebung dieser Probleme mitten in der Saison nicht gerade einfach ist.

    Entsprechend glaube ich nicht, dass ein anderer Trainer unsere Probleme direkt lösen kann. Solange keine Dissonanzen zwischen Mannschaft un Trainer ersichtlich sind und die Mannschaft weiterhin zeigt, dass sie gewillt ist, sehe ich keinerlei Anlass für einen Trainerwechsel und hoffe, dass man sich bis zur Winterpause irgendwie durchschlagen kann. Eine konsistente Verbesserung unseres Spiels erachte ich bis dahin eigentlich kaum für möglich.

    Nach einer hoffentlich ‚normaleren‘ Vorbereitung lässt sich dann in meinen Augen die Spielidee sowie deren Umsetzung seitens Weinzierl besser beurteilen als unter den Rahmenbedingungen aktuell.

  7. Grieche sagt:

    „Schalke fehlen sechs Punkte.“
    Wie kommst du auf die Zahl, Torsten? Ist die konkret auf Spiele bezogen (Schalke war gegen Bayern und Frankfurt besser und hätte den Sieg jeweils verdient gehabt)? Nur aus Interesse.

  8. Torsten sagt:

    Nein, ich habe dabei keine konkreten Spiele oder Situationen im Sinn. Ich beziehe das auf die Tabellensituation und auf die Erfahrung aus der letzten Saison.

    Mit 10 Punkten stünde man auf Platz 11. Punktgleich mit Leverkusen, ein Punkt hinter Gladbach. Man wäre „in Schlagdistanz“ zu den Plätzen, die am Ende zur UEL-Teilnahme berechtigen. In diesem Bereich hat Schalke eine lange Zeit der letzten Saison verbracht.

    Ich denke, dass diese 10 Punkte, die besagte Tabellensituation, vom überragenden Teil der Fans und Beobachter zum jetzigen Zeitpunkt als okay erachtet würden.

  9. crisscross04 sagt:

    Ja, die Ruhe im Umfeld und Verein ist gut und wohltuend. Das ist aber auch das einzig Positive, was ich aus der aktuellen Tabellensituation und dem spielerischen Niveau/Einsatzbereitschaft erkennen kann.

    „Eine Entlassung des Trainers Word diese Saison nie an der orde sein. Das wäre ein Armutszeugnis von Heidel.“
    Hmmm… ich glaube eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir weiter so unerfolgreich spielen, wäre es ein Armutszeugnis von Heidel, wenn er NICHT reagieren würde.

    @risn:
    „Diese Probleme werden besonders ersichtlich gegen Vereine, welche über eine kompakte, gut abgestimmte Defensive verfügen.“
    Die Taktik bzw. die Spielweise dieser Vereine war vorhersehbar und trotzdem haben wir kein Konzept dagegen gefunden. Am Wochenende zum fünften Mal. Das ist dann für jeden Gegner ein Leichtes, gegen uns mit so einem System zu gewinnen?! Mir ist irgendwie nicht wohl bei dem Gedanken. Und warum spielen wir dann nicht das gleiche System? Ach stimmt, unsere Abwehr wackelt ja ständig – wie man an mittlerweile 3x 1:0-Führungen sieht, die wir anschließend verdaddelt haben.

    „Wenn man sich dann unsere katastrophale Vorbereitung mitsamt späten Neuzugängen, EM-Belastung, Verletzungen anguckt, ist es also nicht weiter verwunderlich weshalb wir uns schwertun.“
    Welche katastrophale Vorbereitung? In diesem Sommer war die Vorbereitung sogar sehr erfolgreich – im Gegensatz zu den letzten Jahren.

    „Entsprechend glaube ich nicht, dass ein anderer Trainer unsere Probleme direkt lösen kann. Solange keine Dissonanzen zwischen Mannschaft un Trainer ersichtlich sind und die Mannschaft weiterhin zeigt, dass sie gewillt ist, sehe ich keinerlei Anlass für einen Trainerwechsel und hoffe, dass man sich bis zur Winterpause irgendwie durchschlagen kann. Eine konsistente Verbesserung unseres Spiels erachte ich bis dahin eigentlich kaum für möglich.“
    Dieser Absatz hat es echt in sich. Wenn Du wirklich glaubst, was Du da schreibst, ist das schon eine Bankrotterklärung am Trainer & an den Spielern. Du sprichst permanent von Problemen? Ist ein Trainerteam nicht dazu verpflichtet worden, diese Probleme zu lösen? Und zwar so schnell wie möglich? Und wann das nicht geschieht, ist dann nicht ihre Mission gescheitert?
    Aber OK, „wir schlagen uns dann bis zur Winterpause so durch“, um danach…? Was soll danach besser werden? Hoffst Du auf Neuverpflichtungen, die sofort erfolgreich einschlagen? Aber das Trainerteam hat dann doch wieder nur eine viel zu kurze Vorbereitung, um diese Spieler zu integrieren. Und woher weiß man, ob uns nicht eher gefrustete Spieler wie z.B. Meyer oder Kolasinac verlassen werden. Und dann jammern auch wieder viele von Qualitätsverlust herum, der nicht ersetzt wird. In meinen Augen alles nur Ausreden. Wir müssen jetzt Lösungen finden und nicht irgendwann in ferner Zukunft. Und wir haben einen sehr guten Kader. Nur dieser Kader muss so ein- und zusammengestellt werden, dass sie erfolgreich spielen. Nach meiner Ansicht liegt darin das Problem, dass das durch das Trainerteam nicht geschieht.

    Uns fehlen nicht 6 Punkte, sondern 17. Ihr habt einfach eine komplett falsche Einstellung! ;-)

  10. Flo Kno sagt:

    @ crisscross: gehste mit Meyer und Kolasinac öfters einen trinken oder woher weißt du, dass sie frustriert sind und den Club demnächst verlassen?

  11. blues sagt:

    @Flo Kno
    Kolasinac habe ich nicht verfolgt, aber Meyer hat seine Unzufriedenheit für die Öffentlichkeit geäußert.

    Dass Meyer unzufrieden ist, weil er wenig gespielt hat, spricht nicht unbedingt allein gegen ihn. Das spricht auch gegen Weinzierl, der bisher keine taktische Variante gefunden oder präsentiert hat, in der Meyer eine gute Rolle spielt. Wenn er nun vermutlich in Krasnodar in der Startelf steht, sieht das nicht nach einer guten taktischen Variante aus, sondern nach einem unerprobten Notplan. So gesehen, sollte man morgen im russichen Süden, spielerisch und nach Punkten, vielleicht nicht allzu viel erwarten.

  12. rlsn sagt:

    „Die Taktik bzw. die Spielweise dieser Vereine war vorhersehbar und trotzdem haben wir kein Konzept dagegen gefunden. Am Wochenende zum fünften Mal. Das ist dann für jeden Gegner ein Leichtes, gegen uns mit so einem System zu gewinnen?! Mir ist irgendwie nicht wohl bei dem Gedanken. Und warum spielen wir dann nicht das gleiche System? Ach stimmt, unsere Abwehr wackelt ja ständig – wie man an mittlerweile 3x 1:0-Führungen sieht, die wir anschließend verdaddelt haben.“

    wie ich auch geschrieben habe, haben ja nicht nur wir Probleme damit solche Mannschaften zu bespielen wie z.B. die Spiele der Bayern zuletzt gegen Köln oder Frankfurt gezeigt haben. Es ist ja auch nicht so, dass wir in den Spielen hoffnungslos unterlegen gewesen sind. Nur es läuft in unserer momentanen Verfassung dann auf so 50:50 Spiele hinaus, wo Kleinigkeiten den Unterschied machen. Und wir haben zu Beginn der Saison eben die individuellen Fehler gemacht, die das Pendel in die andere Richtung haben ausschlagen lassen.

    Gegen Gladbach haben wir z.B. von einer ähnlichen Herangehensweise profitiert. Nur kannst du als Schalke 04 nicht den Anspruch haben gegen Teams wie Köln, Hertha oder Frankfurt einen ähnlichen Ansatz zu fahren, auch wenn wir das situativ probiert haben. Diese Marschroute von Hertha, Köln usw. ist auch keine Zauberformel und nicht immer effektiv aber unter den aktuell gegebenen Umständen im Moment einfach erfolgreich.

    zum letzten Absatz:

    Natürlich hat das Trainerteam die Aufgabe kurzfristig Lösungen zu finden. Nur in Anbetracht der Umstände z.B. dass wir gefühlt alle 3 Tage ein Spiel haben ist es im Moment nur möglich einzelne kleine Feuer zu löschen während es für den Großbrandt schon eine Winterpause benötigt. Aber auch an das Finden von kurzfristigen Lösungen muss sich das Trainerteam messen, weshalb ich Weinzierl auch keineswegs einen kompletten Freibrief bis zur Winterpause ausstellen möchte.

  13. Nordlicht sagt:

    @blues, wenn Meyer in der Öffentlichkeit sich beschwert, liegt es an ihm diese Chance zu nutzen. Ihm jetzt schon ein Alibi auszusprechen und die Schuld bei Weinzierl zu suchen, empfinde ich als völlig daneben.

    Von jedem Einwechselspieler erwartet man das er sich aufdrängt und das gleiche gilt somit auch für Meyer. Kola hat diese Chance genutzt.

    Aber ich halte Meyer auch – bei uns – für völlig überbewertet. Reisst mich ganz selten vom Hocker und ist immer der Erste der in der Öffentlichkeit ne Flunsch zieht

  14. Markus04 sagt:

    Ich will nach wie vor keinen neuen Trainer.
    Von Weinzierl wünsche ich mir lediglich, dass er seinen Handlungsspielraum ausnutzt – auch personell.
    Ich hätte allerdings an Heidels Stelle Breitenreiter die Chance gegeben weiter zu arbeiten. AB hatte einen Anstieg der Torquote und Platz 5, trotz der Abgänge von Farfan und Draxler, zu verbuchen. Klar hat er auch Geis und Di Santo als Zugänge gehabt.
    Ich hätte an Heidels Stelle auch nicht das Betreuerteam und den Kader runderneuert.
    Ich hätte mir gewünscht, dass er erstmal ankommt, sich den Laden (der ja nun kein Bankrottunternehmen war) in Ruhe von innen anschaut und dann die sinnvollen Veränderungen durchzieht. So würde es jedenfalls in Betrieben und Behörden ablaufen, wenn nicht gerade unmittelbare Gefahr im Verzug ist und ein Ruder umgerissen werden muss. In so einer Situation war Schalke aber nicht.
    Und dann wünsche ich mir von uns, dass wir nicht immer neue Transfers beklatschen sondern mal loben wenn einer mit denen, die da sind, was erreicht oder verbessert.
    Fremdes Geld (also das Geld der Fans) auszugeben ist leicht und billig. Aus dem was da ist (Stichwort Knappenschmiede oder „Altlasten“(bitte um Entschuldigung für den menschenverachtenden Ausdruck) wie Sam und Aogo) mehr zu machen schon eher eine gute Leistung.

  15. Flo Kno sagt:

    Wenn ich mal die Torquote als geschossene Tore / kassierte Tore für die Ligaspiele berechne, dann finde ich:
    Saison 15/16: 51/49 = 1,04
    Saison 14/15: 42/40 = 1,05
    Saison 13/14: 63/43 = 1,47

    Dass André Breitenreiter die Torquote verbessert habe halte ich somit für unwahr.

    So, und das war es jetzt auch mit einer Beteiligung an dieser T-Diskussion meinerseits, zumindest bis die Mannschaft wirklich gar nicht mehr liefert.
    Gute Nacht.

  16. blues sagt:

    @Nordlicht
    Ich spreche Meyer keinen Freibrief aus, sondern sah bisher kein Bemühen um einen taktischen Ansatz bei Weinzierl – auch nicht als Umstellung während des Spiels, bei dem Meyers Stärken zum Tragen kommen. Ich sehe bei Weinzierl bisher eine gewisse Eindimensionalität in seiner Taktik und folge dem Verdacht, dass Meyer im Winter versilbert werden soll, um Cash für passendere Spieler zufinden.

  17. Nordlicht sagt:

    @blues, warum soll Weinzierl eine Taktik nur für Max Meyer entwickeln?? Nur damit er mitspielen kann?? Wenn Max Meyer nicht in das Konzept passt, muss er halt gehen.

    Ich hatte schon im Sommer auf einen Abgang gehofft.

  18. blues sagt:

    @Nordlicht
    Eine Taktik „nur für Meyer“, soll Weinzierl nicht entwickeln. Es gab die glücklichen sechs Minuten gegen Gladbach, ansonsten entwickelte das taktische Vorgehen von Weinzierl gegen Bundeligamannschaften bisher keine oder wenig Offensivkraft. Den Viert- ode Fünftligisten im Pokal und das Auftreten der Brausefirma im 2. Ligaanzug lass ich mach aussen vor.

    Daneben soll Weinzierl Talente und Spieler weiterentwickeln. Wenn er die Bank dabei für ein adäquates Mittel hält, und das Ergebnis stimmt, solls mir recht sein.

  19. crisscross04 sagt:

    @Nordlicht:
    Wieso hast Du gehofft, dass uns Meyer bereits im Sommer verlässt? Ich habe eher gehofft, dass Meyer nach Olympia ähnliche Leistungen bei uns zeigt – und zwar dauerhaft. So unterschiedlich können Hoffnungen sein…

    Und diese Hoffnung habe ich immer noch.

    Genauso wie ich die Hoffnung habe, dass Weinzierl in naher Zukunft mehr Erfolg hat.

  20. hoffedocS04 sagt:

    Nei..en(!), nicht schon wieder diese Diskussion….!

    Bitte, Torsten, bring wieder einen Beitrag über Baseball. Das interessiert mich nicht, da kenne ich nicht einmal die Regeln, aber das lenkt schön ab.

Schreibe einen Kommentar