DFB-Pokal: Schalke zieht ins Achtelfinale ein

Schalke 04 gewinnt beim Club in Nürnberg 3:2 und zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Der nächste verdiente Sieg, auch wenn am Ende die Souveränität fehlte, die man nach der ersten Hälfte erwartet hatte.

Alles war Schalke, an diesem Abend. Im Guten wie im Schlechten. Aus eigener Kraft hätte Nürnberg niemals zurück ins Spiel gefunden. Also erledigten das Baba und Caicara für den Club, ungeschickt und ungestüm. Selbstgemacht eine Schlussphase, die nicht wirklich heiß, aber doch warm, und damit eben nicht so cool war, wie Schalker es sich gewünscht hätten.

Dabei hätte Schalke in der zweiten Hälfte für sich selbst auch locker zwei Treffer erzielen können. Und dabei hätte Schalke auch schon zur Halbzeit 5:0 führen können. Aber sich zur Pause zu beschweren, darauf kam man nicht, weil das Spiel der Blauen bis dahin tatsächlich Spaß gemacht hatte.

Schalke ließ Ball und Gegner laufen. Eckstöße kamen bei Mitspielern an, ordentliche Kombinationen führten zu Torchancen. Zweifellos gegen einen Gegner, der nicht auf der entsprechenden Höhe war. Dennoch ein Spiel wie aus einem Guß, was man so lange nicht gesehen hatte; auch nicht gegen unterklassige Gegner.

Letztlich ist die Bewertung vielleicht eine Frage der eigenen Einstellung. Schalke hat ein Spiel mal wieder nicht hochklassig zu Ende gebracht, mögen die einen bemängeln. Die anderen freuen sich über den fünften Sieg im sechsten Pflichtspiel, über die erkennbar gesteigerte Ballsicherheit, über gelungene Spielzüge und darüber, dass das Rotieren Weinzierls produktive Konkurrenzsituationen schafft.

Ich zähle mich zur zweiten Gruppe.



14 Kommentare zu “DFB-Pokal: Schalke zieht ins Achtelfinale ein”

  1. andres sagt:

    ich glaub die Dortmunder haben gestern abend mehr geschwitzt :-)
    das nehm ich dann auch mal als positiven Eindruck ins Wochenende mit

  2. Rjonathan sagt:

    Ich gehöre auch zur zweiten Gruppe. Und der Vorteil vom halbherzigen Ende: man hat in HZ zwei offensichtlich ein wenig (zu sehr) Kräfte geschont. Das kommt uns dann hoffentlich am Samstag zu Gute.

  3. CarstenS04 sagt:

    ich freue mich natürlich auch über den Sieg aber wenn ich mir für die Zukunft was wünschen dürfte…

    ich möchte Aogo nicht mehr auf Schalke spielen sehen…
    ich möchte das Benne seine gefühlt 1000 Rückpässe auf Ralle unterlässt

    nun Fokus auf Samstag Abend….

    Glück auf

  4. Der Hans sagt:

    Anfang Februar geht’s nach Sandhausen, nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Berlin. Denn: nach dem letzten 3:2-Erfolg gegen Nürnberg wurde Schalke schon einmal Pokalsieger.

  5. Bluewolf sagt:

    Ich schließe mich der zweiten Gruppe an und werde mich
    nicht über den Einzug in die nächste Pokalrunde beschweren.

    Torsten hat alles gesagt :) .

  6. Stefan sagt:

    Besonders positiv ist aus meiner Sicht zu bemerken, dass offensichtlich Kono aufgetaut und bei uns angekommen ist. Bin gespannt, wie es mit ihm weiterläuft.

  7. Ney sagt:

    dass das Rotieren Weinzierls produktive Konkurrenzsituationen schafft.

    Darüber freue ich mich ebenfalls. Ohne mäkelig sein zu wollen, finde ich es jedoch schade, dass vom Schalker Nachwuchs momentan keiner vom Wechselspiel profitiert. Gelingt ein Heimsieg gegen Krasnodar, dann wären die letzten 2 EL-Gruppenspiele vielleicht passende Gelegenheiten.

  8. Torsten sagt:

    Ich hatte die erste Minute nach der Halbzeit verpasst und mich spontan gefreut, dass beim Stand von 3:0 Thilo Kehrer eingewechselt wurde. Nach genauerem Hinschauen wars aber doch Aogo.

    Ja, das fehlt noch. Aber vielleicht ist das eben auch irgendwann der nächste Schritt, wenn das Spiel gefestigter ist.

    man hat in HZ zwei offensichtlich ein wenig (zu sehr) Kräfte geschont

    Ich fand den Beginn der zweiten Halbzeit eigentlich ganz okay. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Schalke deutlich nachließ. Und dann störten diese unglücklichen Tore den Ablauf und schenkten dem Club neuen Mut.

    Ich würde die zweite Halbzeit deshalb eher als eine Art Unfall verbuchen, statt als großes Nachlassen.

  9. Phipser sagt:

    Meine Erkenntnis aus dem Spiel ist, dass es uns ohne den „emotional leader“ Bentaleb an Intensität im Spiel gegen den Ball zu fehlen scheint. Unsere zweite Pferdelunge im Pressing, Goretzka, wurde ja von Beginn an geschont. Das spart sicherlich wichtige Kräfte fürs Derby, legt aber auch unsere momentanen Schwächen blank.

    Schön ist auch zu sehen, dass Konoplyanka langsam ins Spiel integriert werden kann. Die Interviews müssen ja immer noch gedolmetcht werden, von einer Sprachbarriere zu reden ist es also nicht all zu weit hergeholt. Die Universalsprache Fußball kann er aber fließend, ist also jetzt schon eine Verstärkung.

  10. rjonathan sagt:

    @Torsten
    Ja der Beginn war okay. Aber so unglücklich die beiden Tore verteidigt waren – immerhin schaffte es Nürnberg beide Male bis in den Strafraum. Und danach auch noch einige Male. Das war schon ein deutlicher Unterschied in der Leistung im Vergleich zur ersten Halbzeit. Vor allem das defensive Zentrum vor der Abwehr war ein ums andere Mal krass blank. Aber auch das Offensiv-Pressing funktionierte phasenweise fast gar nicht mehr. Und das Aufbauspiel klappte auch nicht – weniger weil Höwedes immer zurück passt, als vielmehr, weil im Mittelfeld keiner mehr gelaufen ist um anspielbar zu sein. Insofern fand ich die zweite Halbzeit oder die letzten 30 Minuten etwas faul.

  11. Voice sagt:

    Faul trifft es wohl ganz gut, so kam es jedenfalls rüber. Wäre das Spiel noch verloren gegangen, hätte man dem Trainer evtl. auch einen Vorwurf machen können. Meyer war mMn. der stärkste Spieler im MF und Bentaleb ist inzwischen auch ziemlich wichtig. Aber ich muss zugeben, ich fand die Auswechslungen richtig, um im Hinblick auf die kommenden Aufgaben Kräfte zu schonen. Ich denke, es hätte nach den ersten 60 Minuten niemand auch nur im Traum daran gedacht, dass der Club zurück kommen könnte, niemals. Zu eindeutig war die erste Hälfte. Letztlich ist nichts passiert und vielleicht lernt die Mannschaft tatsächlich daraus. Kurz geschluckt habe ich bei Höwedes suboptimalem Rückpass und Fährmanns Linienstopper…

    Das Los Sandhausen, naja, Heimspiel gegen einen Bundesligisten (außer Bayern) hätte mir besser gefallen, aber Weiterkommen sollte da jetzt schon Pflicht sein.

  12. hoffedocS04 sagt:

    Sandhausen hat schon ein sehr gutes Spiel gemacht in Freiburg. Könnte auch ein Stolperstein sein, also lieber Augen auf und nicht vorgriffig drüber weg schlurfen.

  13. Vjeko sagt:

    Weiß jemand wann die genaue Terminierung der Achtelfinalspiele erfolgt?

  14. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 26.10.2016: Nach einem verdienten 3:2 Sieg beim Club in Nürnberg, dem am Ende ein wenig die Souveränität fehlte, zog Schalke ins Pokal-Achtelfinale ein. […]

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