New Confidence auf Schalke

Schalke 04 gewinnt sein Heimspiel gegen Darmstadt 98 mit 3:1. Schalke ist damit seit 12 Pflichtspielen ohne Niederlage und rückt auf Rang 8 der Bundesligatabelle vor.

Darmstadt 98 ist einer der Clubs, die in jedem Spiel mit einem 0:0 zufrieden sind. Gegen solche Clubs tat sich Schalke seit Jahren schwer. Häufig waren diese Begegnungen anstrengend, häufig konnten die Blauen sie nicht gewinnen. Diesmal ging Schalke in Rückstand und gewann trotzdem noch. Es fällt mir schwer, das zu erklären. Aber ich kann sagen dass ich mir zur Halbzeit, beim Stand von 1:1, sicher war, dass Schalke das Ding gewinnen würde. Und das ist neu.

Ich beschäftige mich viel mit amerikanischem Sport. „Confidence“ ist eins dieser schönen Wörter, „feeling confident“ einer der Begriffe, die dort häufig verwendet werden, die sich nicht so leicht übersetzen lassen, die „Es“ aber gut beschreiben. „Confidence“ würde mit „Vertrauen“ übersetzt werden. Als Adjektiv lässt sich „confident“ aber eben auch mit „zuversichtlich“, „überzeugt“ oder „selbstbewusst“ übersetzen.

In dieser Saison gab hatte ich schon mehrmals das Gefühl, dass Trainer Markus Weinzierl in der Halbzeit dafür sorgte, dass Schalke seinen Aufgaben fortan besser gewachsen war. Das führte bei mir heute dazu, dass mir die besagte, amerikanische Formulierung in den Sinn kam.

Zunächst tat sich Schalke schwer, und das Gegentor war wie aus einem Computerspiel, so kreuz und quer darf man einen Gegner nicht über den Platz laufen lassen. Aber letztlich war dies ein Unfall. Letztlich brauchte es nur etwas Zeit, bis sich Schalke berappelte. Es war kein Feuerwerk, das die Blauen abbrannten. Aber es war solider, variabler Fußball, der gegen diesen doch recht eindimensionalen Gegner eben irgendwann zum Erfolg führte.

Schalke spulte sein Programm ab, holte einen Rückstand auf und wurde letztlich den Erwartungen gerecht. Zu beginn der Saison hat Schalke fünf Ligaspiel in Folge verloren. Diese Gegner belegen heute die Plätze zwei, drei, vier, fünf und sechs der Tabelle. Gegen das Team auf Platz 1 spielt Schalke kommende Woche. Ma’kucken.



52 Kommentare zu “New Confidence auf Schalke”

  1. Grieche sagt:

    Genau so erging er mir auch in dem Spiel! Spätestens ab dem 1:1 war ich mir sicher, dass Schalke gewinnen wird. Sie haben das Spiel bestimmt und bis auf ein paar Szenen nichts zugelassen (und in den paar Szenen konnte man sich auf die fehlende Klasse der Darmstädter verlassen). Es ist sehr befriedigend, der Elf zuzuschauen mit der Gewissheit, dass es bis zum nächsten Tor nur eine Frage der Zeit ist (diesmal jeweils etwa eine halbe Stunde).

  2. Lutt sagt:

    Wahnsinn ist das. Es ging mir genau so. Ich war sicher, dass Schalke das Spiel noch dreht. Trotz der grottigen Anfangsphase.
    Dabei hat S04 seit Jahren kein Spiel mehr gedreht. In der letzten Saison hätte man in der Halbzeitpause heimgehen können.
    Das ist schon echt richtig gut, was die Mannschaft in dieser Phase zeigt.

  3. Ben66 sagt:

    Spontan hätte ich zugestimmt. Wenn ich dann doch noch einmal den gestrigen Tag vor Augen führe, dann war mir vor dem Spiel klar, dass man es gewinnen wird. Beim ersten Tor und nach dem verschossenen Elfer dachte ich, es kann auch mit nur einem Punkt enden. Confidence wäre anders. Aber trotz eines solchen möglichen Ausgangs war ich mir sicher, dass es egal wäre, dass der Weg zählt und richtig ist. Und dies ist eine „Confidence“, die mich schon die ganze Saison – auch nach den verlorenen Anfangsspielen begleitet … und mich letztendlich irritiert, da ich dieses Gefühl bezogen auf unseren Verein seit Jahren nicht mehr kannte.

  4. Nigbur 48 sagt:

    Kann dir da nur beipflichten. In der letzten Saison hätte man nach dem frühen Rückstand eine völlig verkrampfte und verunsicherte Mannschaft gesehen. In diesem Jahr scheint es tatsächlich anders zu sein. Ein gutes Beispiel für New Confidence schien gestern EMCM zu sein. Nach dem völlig indiskutablen Elfer hat er nicht aufgesteckt und nachgesetzt, ist durch sein Tor belohnt worden.
    Trotzdem möchte ich keine Elfer von ihm mehr sehen. Sie tun etwa so weh, wie ein begleitender Kommentar von von Thurn und Taxis.

  5. Peter sagt:

    Bei aller Euphorie: Das Schöne ist, es fällt nicht schwer noch Verbesserungspotential zu erkennen: Meyers fehlender Sinn für einen Darfichnichtverlierenzweikampf, oder eben ein taktisches Foul, Bentalebs rumgezetere wenn er mal wieder den Ball gegen drei Gegenspieler verloren hat oder Naldos Dribblings vorm eigenen Sechzehner. Gestern alles Schönheitsfehler, gegen Leipzig Samstag dann vielleicht mehr als ein Tor, eher wie gegen Hertha. Auch die Schwächephase zehn Minuten vorm 3:1 wird gegen Leipzig ungemütlich, die scheinen Energie bis zur 90. zu haben. Alles in allem ein super Auftritt, aber ohne Haare in der Suppe suchen bleibt Einiges zu tun.

  6. Roman sagt:

    Irre, oder? Viel Kopfsache das ganze. Wir haben zwar nach dem Rückstand alle bei uns in der Kurve gesagt, dass es jetzt ein „Scheißspiel“ wird, aber da war niemand, der nicht weiter an einen Sieg glaubte. Und auch der Mannschaft merkte man diesen Spirit an. Etwas symbolhaft lässt sich das an Seo festmachen. In der letzten Saison wollten ihn schon viele nach Rom verkaufen, jetzt füllt er eine Leaderfunktuon aus. Das alles hat sicher auch mit Führung zu tun.

    Dass das alles noch besser geht, ist keine Frage. Grad das Abwehrverhalten vor dem Gegentreffer. Es ist Luft nach oben und die nächste Nagelprobe wartet in Leipzig.

  7. rjonathan sagt:

    Ich hatte diese Confidence schon vor dem Spiel. Ich bin lange nicht mehr so entspannt vor einem Siel gewesen. Was hätte denn nach der Rotation und bei der derzeitigen Auswärtsleistung von Darmstadt schon schief gehen sollen? Das schnelle Gegentor hat mir dann natürlich doch Angst eingejagt, aber trotz des Elfers – spätestens zur Halbzeit war die Conifdence wieder da. Weil Schalke das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst in den Griff bekommen hatte und weil man sehen konnte, dass sie mit Tempo-Verschärfungen immer in der Lage waren Chancen zu kreieren.

    Die Tabelle lässt sich übrigens noch lustige lesen:

    Schalke hat bislang …
    … jedes Spiel gegen Mannschaften auf Platz 1-6 verloren.
    … jedes Spiel gegen Mannschaften auf Platz 7-12 zu Hause gewonnen und auswärts unentschieden gespielt.
    … jedes Spiel gegen Mannschaften auf Platz 13-18 gewonnen.

    Das ist natürlich reine Spielerei. Aber eine Frage ist schon interessant: Ist die aktuelle Serie von der Schwäche der Gegner abhängig oder von der Stärke von Schalke? Das werden dann die nächsten beiden Partien gegen Leipzig und Leverkusen zeigen.

  8. derwahrebaresi sagt:

    ich meine einen unterschied zur begegnung aus der letzten saison unter schuster ausgemacht zu haben. die darmstädter haben nicht mehr dieses unsägliche zeitspiel (ständig ist wer umgefallen und hat sich ne ewigkeit gewälzt)an den tag gelegt und ebenfalls etwas nach vorne probiert. so war es für schalke trotz des 0-1 einfacher als noch in der letzten saison.

    jetzt den anderen clubs mal zeigen wie man die dosen weghaut …

  9. Nordlicht sagt:

    Ich hatte nicht so ein ganz gutes Gefühl bei der Anreise. War mir nicht ganz sicher, ob der Druck wegen dem ganzen „Rekordseriengequatsche“ die Mannschaft verkrampfen lassen würde.

    Das Spiel hatte alles, was man sich als Fussballfan wünschen kann. Schön, wie sich die Mannschaft reingebissen und dadurch die Lust am Spiel gefunden hat und wieder einmal ging es nach der Pause weiter. Markus Weinzierl scheint einfach einen Draht zur Truppe gefunden zu haben. Da wächst was zusammen und das sieht man. Schön, dass wir – teilweise – die Ruhe bewahrt haben.

    Völlig unverständlich finde ich, wie zig Zuschauer schon 10 Minuten vor dem Ende das Stadion verlassen. Wo ist da der Respekt vor der Mannschaft und vor allem: Wie wenig interessiert mich das Spiel, wenn ich nicht sehen will, wie es ausgeht??

  10. schalkoholiker sagt:

    Ich würde es mal so beschreiben: Nach dem Katastrofenstart zeigt die Entwicklungskurve nach oben. Nicht steil, aber konstant. Und das unterscheidet uns z.B. derzeit von unseren Nachbarn, bei denen es eher achterbahnmäßig zugeht. Mir gefiel die (verhältnismäßige) Ruhe bei den Niederlagen, mir gefällt auch die Unaufgeregtheit bei der aktuellen Erfolgsserie. Das ist wirklich belastbare Qualität. Noch immer mit Luft nach oben, wie die ersten 20 Minuten gezeigt haben. Eine solche Phase sollte sich im nächsten Spiel tunlichst nicht auftun; gegen Leipzig lässt sich so etwas schwerer kompensieren. Ich bin (begründet) optimistisch und das ist ein gutes Gefühl.

  11. crisscross04 sagt:

    Gut zusammengefasst, Torsten. Das mit der „Zuversicht“ oder neudeutsch „Confidence“ haben wohl gestern sehr viele Schalker empfunden. (vielleicht sind auch deshalb schon so viele Fans vor dem Ende gegangen)

    Ja, das ist neu und tut echt gut. Zudem haben wir jetzt genügend Abstand nach unten und letztlich dadurch auch Ruhe im Umfeld und Verein. Aber so eine Siegesserie weckt Erwartungen und mal schauen, ob es auch ruhig bleibt, wenn es mal wieder nicht so gut laufen wird. ;-)

    Was mich wirklich sehr positiv stimmt, sind die dauerhaft konstant guten Leitungen von einigen Spielern wie z.B. Meyer und Kolanisac (um nur einige zu nennen, deren Leistungen in den letzten Jahren eher durchwachsen waren). Das aufkommende Gerede bzgl. Wechsel nervt dagegen zusehens. Kaum trifft ein Spieler dreimal hintereinander den Ball ordentlich, sehen die Medien diese Spieler zukünftig schon in England aufm Platz. Alles nicht mehr normal!

    Anstelle von Aogo hätte ich gerne gestern Reese gesehen(Ja, ich weiß, der spielt eine andere Position). Aber man kann eben nicht alles haben.

    Heute Abend wird Nürnberg unterstützt – auch wenn ich in Stuttgart schon gerne wieder 1. Liga hätte. ;-)

  12. BlueNote sagt:

    Bei aller Freude über die Punkte und den Ausbau der jüngsten „Ungeschlagen-Serie“: Das war kein besonders gutes Spiel gestern. Haarsträubend, wie man mehrfach nach Ecken gefährliche Konter der Darmstädter einfing. Hinter den hoch aufgerückten Außenbahnspielern und in der Zentrale klafften universumsgroße Löcher. Zu Meyer und Bentalebs Defensivleistung hat Peter schon weiter oben Richtiges geschrieben. Irgendwie wirkten viele Spieler gestern defensiv sehr abwesend oder platt.
    Der Unterschied zu ähnlichen Spielen am Beginn der Saison oder auch in der zurückliegenden Spielzeit ist allerdings, dass man solche Spiele neuerdings dennoch gewinnt, dank stark verbessertem Offensivspiel. Seit Wochen ohne Embole, Hunter und di Santo, macht die Truppe das wirklich ganz prima. Seo hat den zweiten Frühling, Choupo hat sich längst aus seinem Formtief des letzten Jahres rausgeackert und trifft endlich wieder, Schöpf ist eine tolle Bereicherung auf der rechten Seite und lässt mich den treulosen Dauer-Bankdrücker aus Manchester immer mehr vergessen. Konoplyanka wird in der EL bei Laune gehalten und machte es nach Meyers Auswechslung dann auch in der BuLi auf der 10 sehr ordentlich.
    Insgesamt gefällt mir die neue Tiefe des Kaders sehr gut. So viele Möglichkeiten auf Augenhöhe hatte lange kein Trainer mehr auf Schalke. Und jetzt kommen bald noch Uschi, Coke, Huntelaar, di Santo und im Frühling hoffentlich auch noch Embolo zurück.

    Ob das alles jetzt schon gegen die Dosen reicht, die leider in bestechender Form sind? Für einen Punktgewinn müssen unsere Jungs läuferisch am kommenden Samstag noch 2 Schüppen drauflegen. Dann könnte die Serie halten.

  13. Redondo sagt:

    Ich war mir zwar nach dem Ausgleich auch sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das zweite Tor fällt, aber überzeugend war die Leistung gestern nicht. Es fehlten ein paar Prozent Laufbereitschaft, ein paar Prozent Zweikampfhärte und ein paar Prozent in der Rückwärtsbewegung. Und nach der Führung verließ man sich m. E. zu sehr darauf, dass Darmstadt mit dem Ball nichts anzufangen weiß und harmlos bleibt. Das geht nicht gegen viele Mannschaften gut. In den letzten Jahren hätten wir uns wahrscheinlich noch den Ausgleich gefangen. Insgesamt ist die Entwicklung natürlich nach wie vor sehr positiv und vielversprechend. In den nächsten beiden Spielen kommen richtige Prüfsteine, mal sehen, ob wir die 20 Punktegrenze danach durchbrochen haben.

  14. Thomas sagt:

    Mir ging es ähnlich. Ich war ebenso confident, dass Schalke letztlich gewinnt.
    In den letzten Jahren hätte man Spiele mit ähnlichem Verlauf vermutlich verloren. Ich halte das für eine große Leistung von MW. Er hat der Mannschaft eine neue Moral und Selbstvertrauen verpasst. Gute Voraussetzungen fuer das Spiel nächste Woche. Glück auf.

  15. michael sagt:

    Es war das erwartet schwierige Spiel, weil Darmstadt ein unangenehmer Gegner ist und andererseits anderen Mannschaften glauben, dass man das Spiel gegen einen arg limitierten Gegner (Darmstadt) auf jeden Fall gewinnen müsste. Dann fehlen eben in allen Mannschaftsteilen ein paar Prozent. Aber letztendlich hat unsere Mannschaft das mit einer Selbstverständlichkeit gelöst und das trotz Rückstand. Ein Spiel wurde gedreht – das gab es in den letzten Jahren selten oder gar nicht (hat jemand ein Datum?)
    Die beiden kommenden Spiele stehen m.M. nach unter ganz anderen Vorzeichen und wir werden eine hoch motivierte Schalker Mannschaft sehen, die hoffentlich der RB Dosen Serie ein Ende bereitet.

  16. leoluca sagt:

    So sicher war ich mir vor allem in der letzten Viertelstunde nicht. Das Spiel war noch nicht entschieden und man ließ Darmstadt oft gewähren im Mittelfeld und bis an den Strafraum kommen. In dieser Phase machte unsere Mannschaft nicht unbedingt den selbstbewussten Eindruck, so dass das Schöpf-Tor in der 90. wirklich eine Befreiuung war.

    So ein Gegentor wie in der 6. Minute darf man immer mal kassieren, weil es klasse herausgespielt war. So einen schlechten Elfer darf man aber eigentlich nicht schiessen, wenn man noch in Hälfte eins in Führung gehen kann. Da war sie wieder, diese Lässigkeit, die mit Können nix zu tun hat. Zum Glück auch bei Choupo nur kurz, der danach beim Ausgleich und beim Führungstor seine Klasse bewies.

    Ich hoffe, Meyer und Bentaleb sind in einer Woche wieder so weit fit, dass man gegen die Rote Brause bestehen kann.

  17. Eigenart sagt:

    Es war kein schönes Spiel, aber auch das muss man erst mal gewinnen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, denn in der letzten Saison haben wir uns gegen diese Sorte Gegner extrem schwer getan.
    Choupo habe ich übrigens nicht so positiv gesehen wie offenbar die meisten hier. Meiner Meinung nach hatte er außer dem Elfmeter noch mindestens zwei hundertprozentige Möglichkeiten, die er aber verdaddelt hat. Ich fürchte, dass unsere Offensive für Leipzig nicht ausreichen wird. Aber wenn wir ihre Konter unterbinden, könnten wir vielleicht einen Punkt holen, und das wäre ja schon mehr als den meisten anderen Teams gelingt.

  18. Didi sagt:

    Ich schließe mich der Meinung von BlueNote an, erinnere mich aber auch daran, dass unsere Negativ-Serie zu Beginn der Saison nicht etwa nur durch die Dominanz oder das tolle Spiel der Gegner geprägt wurde (auch wenn die, wie Torsten anmerkt, aktuell die Plätze 2 bis 6 belegen), sondern durch eigenes Unvermögen. In Frankfurt z.B. hatten wir höchstens Drittliga-Niveau! Das ändert nichts daran, dass offenbar eine gewisse Konstanz im Spiel durch zugewonnenes Selbstbewusstsein entstanden ist. Zusätzliche positive Aspekte, wie die in meinen Augen beeindruckende Form von Kolasinac, tragen auch zu meiner positiven Haltung bei!

  19. Torsten sagt:

    Seo hat den zweiten Frühling

    Der ist 23 ;-)

  20. Oliver sagt:

    Das Zittern ist weg

    Ich beobachte mich regelmäßig selbst beim Spiel und stelle fest, dass sich mit Weinzierl tatsächlich etwas bei mir geändert hat. Das hast du mit dem schönen Wort Confidence gut auf den Punkt gebracht, Torsten. Die letzten Jahre waren für mich geprägt vom Zittern.

    Zittern vor schnellen Tempogegenstößen,
    Zittern bei jedem Zweikampf im Mittelfeld,
    Zittern wenn die Verteidigung angelaufen wurde,
    Zittern, wenn die Mannschaft in Rücksatand geriet und
    Zittern, wenn die Mannschaft in Führung lag.

    Das ist jetzt vorbei. Die Spiele sind noch nicht immer schön, aber sie werden gewonnen. Und mit jeder Woche entwickelt sich das Team weiter. Eine Szene des Spiels zeigt für mich die Arbeit von Weinzierl wunderbar. Nach dem Ausgleich rannte Weinzierl auf den Platz, schrie die Spieler an, warf sich in die Brust und schlug mit der Hand dagegen. „Zeigt euer Selbstbewusstsein“, schien das zu sagen. Und genau das ist es auch, was der Mannschaft lange gefehlt hat. Ein einziges Gegentor und schluss war es mit der Herrlichkeit. Ich bin überzeugt von diesem Weg und freue mich auf den Rest der Saison – auch wenn der Erfolgskurs irgendwann eine Delle bekommen sollte.

  21. CarstenS04 sagt:

    Schön… Anstrengend aber schön

    Jetzt wurde ich mir wünschen das gegen RB 2 unsere jungen wilden wieder ran dürfen.

    Ich glaube nämlich das MM eine Pause braucht und Bentalep mit der Maske auch nur eine Hälfte schafft..

    Schade nur das wir mit einem Sieg beim Brauseclub die Bauern wieder an die Spitze verhelfen

    Verdammt… Ein Teufelskreis

  22. Rudinho sagt:

    Ich finde, das ist sehr gut und richtg kommentiert.
    Im besondere zeigt sich das in der Europa League. In vergangenen Jahren war es immer so, dass Schalke regelmäßig bei einem „vorzeitigen Matchball“ extrem schwache Begegnungen gerade zu Hause gezeigt hat. Jetzt habe ich den Eindruck, dass jeder aus dem 25er Kader darauf brennt, sich in der Arena zu zeigen.

  23. Der Hans sagt:

    Ein Spiel wurde gedreht – das gab es in den letzten Jahren selten oder gar nicht (hat jemand ein Datum?)

    Falls ich nichts übersehen habe: Paderborn – Schalke 1:2, 17.12.2014

  24. Ney sagt:

    Aaaaalle zwei Jahre wieder
    Dreht Schalke 04
    Eines seiner Spiiiiiele
    Und das freut uns hier

    Und U17 und U19 sind Hinrundenmeister.

  25. Presse 28.11.2016 | rotebrauseblogger sagt:

    […] [Koenigsblog] New Confidence auf Schalke: http://koenigsblog.net/2016/11.....f-schalke/ […]

  26. leoluca sagt:

    Markus Weinzierl zum Arbeitssieg insgesamt:
    „Wir haben viel Geduld gebraucht, Darmstadt hat es uns sehr, sehr schwer gemacht.“ –

    Zur Schludrigkeit der ersten Viertelstunde:
    „Nach dem 0:1 kam ein Tick Angst hinzu, da haben wir zu denken begonnen.“

  27. andres sagt:

    also ich würde sagen, das letzte gedrehte Spiel war Anfang Februar gegen den HSV. Da stand es bereits nach 04 Minuten 0:1

  28. Basti GE 04 sagt:

    Es ist schön anzusehen wie die Mannschaft mittlerweile mit einem Gegentor umgeht. Sie bleiben cool und halten sich an das Konzept wie sie spielen wollen bzw sollen und es werden keine Bälle unkontrolliert und ideenlos kreuz und quer geschlagen wie es sonst immer üblich war. Und man ieht das sie selber ideen suchen und auch finden um die gegnerische Abwehr zu knacken. Gegen RB hoffe ich auf ein genau so unterhaltsames Spiel aber bitte ohne diese knapp 20 Minuten Wachwerdphase, denn die würde RB bestrafen so wie die spielen.
    Freue mich auf das Spiel.
    Glück auf

  29. BlueNote sagt:

    @Torsten: Jo, war natürlich mit Augenzwinkern gemeint. :-) Wie doch die Zeit vergeht! Mit 23 ist er nun schon seit über vier Jahren im Profikader und gefühlt für mich ein alter Hase. Er hatte zwischendurch mal ‚ne (altersgerechte) längere Leistungsdelle, die endlich ausgebeult zu sein scheint. Gut so!

  30. blues sagt:

    Vor Anpfiff hatte ich den inneren Zustand des Vertrauens schon in Richtung tiefer Gelassenheit verlassen. Ich tippte auf einen Kantersieg, war dann mit der Verbreitung jener Bodenhaftung, die ein Arbeitssieg mit sich bringt, aber sehr zufrieden.

    Den Begriff Vertrauen hatte ja Uli Hoeneß zuvor bereits besetzt. Mit seiner Bezeichnung von RB Leipzig als neue „Feinde“ hatte er die Zuversicht seines Bewährungshelfers so heftig herausgefordert, dass dieser ihn ins sportlich-mediale „Canossa“ schickte, um dort entsprechend Abbitte zuleisten. Solcher „Feinde-Hatespeech“ geht im Moment nicht mehr durch, auch wenn er durch Bild, Kicker und anderes Sportmedien massiv verbreitet wird.

    Apropos Vertrauen. Der Freund von Uli Hoeneß, unser Schalker Boss Clemens Tönnies, lässt ja scheinbar keine Schweinerei aus, wenn es um das Geld des Verbrauchers oder Steuerzahlers geht. Tönnies war wieder dabei, als ein paar Alt- und Neureiche den Steuerzahler per Cum-Ex-Geschäfte um 12 Milliarden Euro erleichtern wollten. Interessant was der Stern zu dieser oligarchischen „Fußballrunde“ zu berichten weiß:

    „Da war Clemens Tönnies, der Fleischunternehmer und Schalke-Boss, auch er hatte über eine Firma, an der er beteiligt war, Cum-Ex-Deals getätigt. Maschmeyer sagte, dass er mit Tönnies erst später gesprochen habe. Beim Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz sah es anders aus. Prinz, berichtete Maschmeyer dem Ausschuss, habe zur „Fußballrunde“ gezählt. Gemeinsam sah man Spiele der Champions League, sprach auch über Finanzdinge.“

  31. Johannes sagt:

    @blues: Der „Stern“? Echt jetzt? Hatten diese Faktenjäger mal wieder Einblick in ein paar Tagebücher?

    SCNR

  32. blues sagt:

    Ach Johannes, von der ARD bis zur Welt berichten das fast alle Meiden. Googlen kannst du selber? Hier mal die ARD:

    „Der HSV-Trainer Mirko Slomka, die Schauspielerin Veronica Ferres und der Unternehmer und Schalke-Chef Clemens Tönnies – sie alle hatten laut „Manager Magazin“ 2010 und 2011 über ihren Verlobten, Freund und Bekannten Maschmeyer in die „Sheridan“-Fonds investiert. Nachdem der Fiskus zuletzt keine Kapitalertragssteuern mehr erstatte hatte, so das Magazin weiter, habe die Bank Sarasin einen Großteil der Anlegergelder zurückbehalten.“

  33. Johannes sagt:

    Diese humorlose Antwort war klar.

    Dass CT, sagen wir mal, justizerfahren ist, ist keine Neuigkeit. Nach meiner eigenen , juristisch-professionellen Einschätzung gibt es da schlimmere Baustellen bei ihm.

    Aber sei’s drum, mögen sich darüber die zuständigen Justiz- und sonstigen Behörden auf entsprechende Veranlassung den Kopf zerbrechen und tätig werden.

    Die zuständige Schalker Institution hat Mitte des Jahres in Bezug auf CT ihre Entscheidung gefällt.

    Ich könnte damit leben, wenn es seine letzte Amtszeit ist.

    Nächster Halt: Leipzig.

  34. Roman sagt:

    Der Begriff „justizerfahren“ gefällt mir sehr gut. Mir fällt auf Anhieb keine Person ein, die sich so häufig vor Gericht streitet, wenn man mal die Personen ausnimmt, die das professionell machen, also Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte.

    Mir wär‘ das viel zu anstrengend, das kostet ja auch Nerven und Lebenszeit. Aber vielleicht ist das ganz einfach der Preis für die Grenzwertigkeit seines Handelns.

  35. Kaugummi Kaue. FC Schalke 04 – SV Darmstadt 98, 3:1 | Halbfeld­flanke sagt:

    […] besonders neu in dieser Saison. Ein Grund warum ganz Schalke recht unbeeindruckt weiterspielte. ‚Confident‘ nennt Torsten Wieland das. Hier brauchten sie ein bisschen, die Flügel gesichert zu bekommen. […]

  36. Nordlicht sagt:

    Jetzt sehen wir seit Wochen gute Leistungen unserer Mannschaft und dann findet sich nichts besseres als hier im Blog wieder etwas über CT zu schreiben??

    Es ist schon erstaunlich. An den ersten 5 Spieltagen hatten die Berichte immer so um die 50-70 Kommentare. Seit es gut läuft nur noch um die 30 Einträge und als Krönung wieder ein Bericht über Tönnies.

    Manchmal kann man sich echt nur an den Kopp packen.

  37. Roman sagt:

    @Nordlicht: Ich bin heilfroh, dass es die Mannschaft unter der Führung von Heidel & Weinzierl geschafft hat, in Spur zu kommen. Mit Luft nach oben, wie hier alle es so sehen, aber mit guter Tendenz und positivem Ausblick. Vielleicht schafft es unser AR-Vorsitzende ja genauso, seine Geschäfte in ordentliche Bahnen zu lenken. Dann bräuchten wir uns dazu auch gar nicht mehr melden. Wäre mir sehr recht.

  38. Torsten sagt:

    Es ist schon erstaunlich. An den ersten 5 Spieltagen hatten die Berichte immer so um die 50-70 Kommentare. Seit es gut läuft nur noch um die 30 Einträge

    Das ist gar nicht so erstaunlich, sondern sehr normal. Ob man das nun gut findet oder nicht – ich hätte gerne unter jedem Text einen Austausch von 100 Kommentaren – Ärger ist eine stärkere Emotion als Zufriedenheit. Ärger fordert stets mehr Leute dazu heraus, sich auszudrücken. Das ist auch nicht „schalkig“, das ist überall so.

    Was Tönnies angeht: Ich bin sehr froh, dass er sich entsprechend seines Aufgabenbereichs auf Schalke medial zurückhält, dass das auch so war, als der Saisonstart missriet. Zur Frage der Moral seines Handelns im Nicht-Schalke-Bereich hat die letzte JHV ausreichend klar entschieden, dass die Versammlung ihn als Amtsträger für geeignet hält.

  39. P.Howard sagt:

    @Torsten:

    Du hast mit dem Ärger vollkommen Recht! Deshalb melde ich mich jetzt mal wieder:

    Ich habe mich gerade wieder darüber geärgert, dass „blues“ hier ständig versucht, seinen Hass auf Tönnies auszuleben.

    Über Schalke ärgere ich mich momentan nicht – und das ist gut so!

  40. andres sagt:

    wo war jetzt nochmal das Problem, wenn man sich über unseren gewählten AR Vorsitzenden austauscht? Der ist doch noch mehr Teil des Vereins als es die Mannschaft ist.
    Ich finde, ob seiner leitenden Funktion, kann man dann auch mal sein Agieren ausserhalb des Vereins betrachten (wie schön, dass sich grad so wenig vereinsinterne Anlässe dazu bieten). Das nicht alle Beiträge dazu sachlich bleiben, verwundert mich bei der polarisierenden Thematik nicht.
    Das gilt im gleichen Maß aber auch für die rein sportlichen Themen…

  41. bernd sagt:

    Ich freue mich über die Entwicklungen wie seit Rangnick 2004 nicht mehr.
    Aber der Schatten von Gazprom und Tönnies lässt sich dadurch auch nicht verdrängen.

  42. Jan sagt:

    Ich freue mich einfach, dass der Haussegen zur Abwechslung mal bei anderen Bundesligisten schief hängt [1] und eine bestimmte KGaA, die glaubt, auf uns herabschauen zu können, aktuell von der Clickbait-Journaille gehetzt wird. (Moralisch grenzwertige Wurstfabrikanten aus Nord und Süd blende ich aus; das Thema ist m.E. abgeschlossen.)

    [1] Den HSV ausgenommen. Bei denen steht der schief hängende Haussegen in der Satzung.

  43. Ney sagt:

    Erinnert aber doch an den schönen Umstand, dass vom Aufsichtsrat bzw. Aufsichtsratsvorsitz seit einer Weile keine öffentlichen Einmischungen mehr zu beobachten sind.

    NB, die in Leipzig gelandete Österreicher-Franchise hat ihre jüngste Siegesserie gegen Augsburg, Wolfsburg, Bremen, Darmstadt, Mainz, Leverkusen, Freiburg absolviert. Muss man auch erstmal in Serie schlagen, aber ist auch nicht gleich unendlich furchterregend. Mal sehen, wessen confidence am Samstag greater und helpricher ist.

  44. Voice sagt:

    Super Serie, keine Niederlagen im Oktober und November! Lässt sich sehen.

    Am Sonntag fand ich es allerdings nicht ganz so toll. Das war sicherlich eines der schwächeren Spiele seit Beginn der Serie. Am Anfang waren wir sehr unsortiert. Nicht nur bei Gegentor standen wir sehr schlecht, auch bei anderen eigenen Ecken. Manchmal war vor der Dreierreihe ein Riesenloch zu bestaunen. Mir schien es als sei die Mannschaft nicht richtig wach. Das legte sich dann bis zur letzten Viertelstunde, dann ging es wieder los. Zum Glück war der Gegner nicht in der Lage, daraus Kapitel zu schlagen. Trotzdem natürlich ein hoch verdienter Sieg.
    Zu Choupo: Ich fand ihn bis auf die Vorlage und das Tor sogar ziemlich schwach. Er verlor viele Bälle, übersah besser postierte Mitspieler und zum Elfmeter muss man gar nichts mehr sagen. Aber es ist natürlich müßig über den Matchwinner zu meckern.

    Wenn Samstag wieder alle vom Anpfiff an voll dabei sind sollte trotzdem was drin sein. Ich bin gespannt.

  45. michael sagt:

    Ich finde wir sollten hier dann auch mal über Massentierzucht und Haltung diskutieren, weil an der ist Tönnies ja auch mit Schuld und über die Stadionwurst, die aus seiner oder ähnlicher Produktion stammen! ;-)

  46. bernd sagt:

    http://m.manager-magazin.de/li.....edFrom=www

    Wir müssen nicht über Tierhaltung und ähnliches diskutieren, aber schöner wärs schon wenns anders wär. Und möglich ist vieles …

  47. blues sagt:

    @P.Howard
    Ich schreibe drei kritische Zeilen zu einer aktuell öffentlich geführten Diskussion um einen Milliardenbetrug an dem auch Tönnies beteiligt ist und du liest darin Hass. Wo genau jetzt?

  48. leoluca sagt:

    Wäre nicht schlecht: etwas Unruhe beim nächsten Gegner:
    http://www.eurosport.de/fussba.....tory.shtml

  49. Rjonathan sagt:

    @Voice
    Ich habe mich ja gefragt, ob das Loch taktisch gewollt war. Da Darmstadt pfeilschnell kontern kann, ist die IV tief stehen geblieben. Da Darmstadt aber spielerisch nicht di Qualität hat, die Lücke zwischen den Linien gefährlich zu bespielen, hat man dieses Risiko möglicherweise als das kleinere erkannt und so spielen lassen. Nur eine Vermutung und in den letzten 10 Minuten kam zu der Lücke auch ein Stück weit Faulheit dazu. Da wurde mir auch noch mal kurz Bange..

  50. Oskar Zirngiebl sagt:

    Zur Einstimmung auf Samstag ein Interview mit CH, das dieses neue Selbstvertrauen in souveräne Sätze kleidet!

    http://www.lvz.de/Sport/RB-Lei.....ergleichen

    Glück Auf!

  51. Simon sagt:

    Ebenfalls zur Einstimmung auf Samstag:
    Scheint so als wolle der Gegner schonmal vorsorglich eine Entschuldigung für die kommende Heimniederlage vorschicken, indem er uns um fünf Plätze noch oben klettern lässt: ;)

    „Vor eigenen Publikum weiter punkten! Am Samstag (03. Dezember; Anstoß: 18.30 Uhr) empfangen die Roten Bullen den aktuellen Tabellendritten FC Schalke 04. Vor ausverkauften Rängen in der Red Bull Arena wollen wir unsere Erfolgsserie weiter fortsetzen!“

    (Quelle: RB-Homepage)

  52. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 27.11.2016: Beim Heimspiel gegen Darmstadt 98 gerieten die Blauen früh in Rückstand, drehten die Begegnung aber zu einem 3:1 Sieg und rückten auf Tabellenplatz 8 vor, die bislang beste Platzierung. […]

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