Betuppt, unglücklich & doch verdient verloren

Schalke verliert beim Tabellenführer in Leipzig 2:1. Ein falscher Elfmeter überschattete das Spiel, das über weite Strecken zerfahren und nicht gut war, dessen Ergebnis am Ende aber den Leistungen der Teams entsprach.

Timo Werner hat dem Spiel mindestens eine halbe Stunde und mir den Spaß daran gestohlen. Die ganze Diskussion darum, was er nach dem Pfiff dem Schiedsrichter gesagt hat und was nicht, was Schiedsrichter Dankert ihn gefragt hat und was nicht, ob er bei einer Frage hätte sagen müssen, dass er nicht gefoult worden sei oder ob man das „von einem Profi“ nicht erwarten könne: Diese ganze Diskussion ist mir zuwider und ist meines Erachtens „drüber“. Wer sich ohne gefoult zu werden derart fallen lässt, ist ein Betrüger. Das gilt es zu ächten, vollkommen egal welches Trikot der Spieler trägt, auch wenn sowas einer tut dem die eigenen Sympathien gehören, wie Bernard Tekpetey, dessen peinliche „Schwalbe“ vor anderthalb Wochen zu Recht mit Gelb bestraft wurde und zu einem späteren Platzverweis führte. Dass das von den Protagonisten der Liga nicht getan wird, dass einer wie Ralf Rangnick ohne rot zu werden in eine Kamera sagt, dass es keine „Schwalbe“, keine Absicht des Spielers gewesen sei, zementiert, dass solches von Profiseite weiterhin als „Kavaliersdelikt“ erachtet und praktiziert wird.

Man kann ein Spiel schon als „extrem dumm gelaufen“ kategorisieren, wenn man zunächst dieser Unfairness hinterherlaufen muss, und sich dann, nachdem man deren Auswirkungen egalisiert hat, mit einem Eigentor maximal unglücklich erneut ins Hintertreffen bringt. Trotzdem mag ich diese Niederlage nicht mit den Argumenten „Betrug“ und „Unglück“ abhaken. Für Schalke war mehr drin, in diesem Spiel. Letztlich hatte Schalke nicht seinen besten Tag und Leipzigs Offensive ließ erahnen, weshalb man die Bundesligatabelle anführt.

Leipzigs schnelles Umschalten nach Ballgewinnen war beeindruckend. Das Tempo, die Ballsicherheit, das Schnörkellose – eben so, wie sich jeder Fan Angriffe der eigenen Mannschaft auch wünschen würde. In der ersten Halbzeit konnte Schalke diese Gegenstöße noch einigermaßen gut verteidigen. In der zweiten Hälfte machte man sich das Leben selbst schwer.
Schalke wollte den zweiten Rückstand aufholen. Schalke wollte das Spiel in Leipzigs Hälfte verlagern. Schalke hatte richtig erkannt, dass Leipzigs Abwehr nicht ganz sattelfest anmutete, dass man über Druck auf diese zum Erfolg kommen kann. Das Problem war der Weg ins Angriffsdrittel.

Im Mittelfeld zerstörten beide Teams den Spielfluss des Gegners durch viele kleine Fouls. Sich durch dieses Gezerre zu kombinieren hätte mehr Tempo und Präzision gebraucht. Schalke versuchte es vermehrt mit langen Pässen aus der Abwehr, wollte schnell viel Raum überbrücken und hoffte auf “den zweiten Ball”. Diese langen Pässe landeten allerdings arg häufig direkt und spielbar in des Gegners Füße.

Ob nun Leipzig die Passwege besser zustellte als andere Gegner oder ob Matija Nastasic und Naldo zu oft hohe Risiken eingingen, vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist, dass Schalke aus der Abwehr heraus viele Fehlpässe produzierte. Fehler, die Leipzig immer wieder sein schnelles Umschalten ermöglichte und Schalkes Defensive entblößt dastehen ließ. Diese ständige Gefahr sorgte meiner Meinung auch dafür, dass Schalke dann, wenn der Ball mal vorne war, nicht konsequent genug nachrückte. Als Ergebnis dessen kam Schalke in der zweiten Hälfte nie zu einem ordentlichen Offensivspiel. Einige wenige Chancen entstanden eher zufällig oder aus Standardsituationen, während Leipzigs Offensive stets gefährlich blieb.

Eine Niederlage, mit der Schalke leben kann. Weil eben jede Serie mal endet, weil Leipzig tatsächlich zurecht Tabellenführer ist, und auch, weil die geschürten Emotionen die eigenen Fans noch ein bisschen mehr hinter das Team brachten – das neue Wir-Gefühl ist durch dieses Spiel nicht verebbt, eher im Gegenteil. Gerade fürs Gefühl muss das nächste Spiel aber unbedingt gewonnen werden. Zu Hause, gegen Leverkusen, das mit 5 Siegen und 6 Niederlagen bei 2 Unentschieden exakt die gleiche durchschnittliche Bilanz aufzuweisen hat wie man selbst.



63 Kommentare zu “Betuppt, unglücklich & doch verdient verloren”

  1. blues sagt:

    Ich ärgere mich auch nach 12 Stunden noch über das Spiel. Das Spiel hatte aber auch sein Gutes. Wer nun wissen will, welche Mogelpackung hinter dem Marketing der Dosen und dem Plasteclub aus Leipzig steckt, kann sich jetzt immer die ersten 19 Sekunden dieses Spiels anschauen.

    Die Unparteiischen dieses Spiels gehören bis zur Einführung des Videobeweises gesperrt oder in die Kreisliga versetzt. Das Spiel sollte wiederholt und Werner für seine Schwalbe drei Jahre in keine Nationalmannschaft berufen werden.

    Ralf Rangnick, als Fußballprofessor gestartet und nun als Capo einer Leipziger Dosenschwalbe als Professor für Schwalbologie gelandet, sollte sich einfach nur schämen. Früher hat er nicht nur seinen Spielern, sondern ganz Fußballdeutschland die moderne Raumdeckung erklärt. Heute macht er aus Spielern Schauspieler. Für mich der sportliche Absteiger des Monats.

    Es ist aber ein Gerücht, dass im Logo der Dosen und im Vereinswapen des Marketing Clubs die Bullen durch Schwalben ersetzt werden.

  2. SpeedGlas sagt:

    Da sieht man mal wieder wie krass eine solch fatale Fehlentscheidung ein Spiel in gewisse Bahnen lenken kann. Es ist schon wirklich lange her, dass ich mich über eine Schiedsrichterentscheidung so sehr geärgert habe wie gestern. Schade, dass uns in der zweiten Hälfte einfach die Mittel und Wege gefehlt haben, um Leipzig gefährlich zu werden. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Nach dem Ausgleich war ich dann irgendwie auf Sieg gepolt und habe mir die ausgleichende Gerechtigkeit gewünscht.

  3. Patrick sagt:

    @blues: als neutraler muss ich sagen, dass ich deinen Ärger teilweise nachvollziehen kann. Solche Fehlentscheidungen sind ärgerlich, keine Frage. Allerdings deine Weiteren Aussagen zu dem Dosen-bla-bla kann ich nicht nachvollziehen. Viel mehr gehen mir generell diese Plastikclub-Aussagen – egal von welchen Fans – mittlerweile dermaßen auf den Geist. Aus meiner Sicht hatte Leipzig in Hälfte zwei die besseren Chancen und deswegen auch verdient gewonnen. Die Fehlentscheidung ist nicht die erste in dieser Saison und wird denke ich auch nicht die letzte sein – natürlich ist sie ärgerlich, aber ich würde mich fragen, ob wir „Normalos“ das als Schiezrichter besser entscheiden könnten – zumal diese Entscheidungen meistens immer in Sekundenbruchteilen gefällt werden müssen. Schalke hat ein gutes Spiel gemacht, darauf lässt sich – trotz der aufgrund der Fehlentscheidung bitteren Niederlage – trotzdem für die Zukunft aufbauen. Schönen 2. Advent

  4. Ney sagt:

    @Patrick
    Wenn Dir was auf den Geist geht, sei Dir das unbenommen. Allerdings haben wir es mit einem sehr seltsamen (oder ekelhaften, je nach Perspektive) Phänomen zu tun, wenn ein österreichischer Getränkehersteller mit einer ausgedehnten Werbeaktion die Tabelle der deutschen Fussballliga anführt (den Namen der Stadt kann man dabei ohne Verlust weglassen, der Bezug der Firma und ihrer kickenden Marketingabteilung ist zu der Stadt gleich 0; im Vergleich dazu wirken Leverkusen und Wolfsburg geradezu als gewachsene Größen, der lokale Bezug ist zumindest gegeben, ebenso wie in dem seltsamen Hoffenheim/Sinsheim-Ding). Dass der Getränkeersteller die Abneigung seitens vieler Anhänger der traditionellen Vereine locker durch den Zuspruch der achselzuckenden „Neutralen“ kompensieren kann, scheint ausgemachte Sache.

    Interessant wird die Antwort auf die Frage sein, ob die Uefa mit dem „Financial Fairplay“ in diesem Falle ernst macht, wenn es um die internationalen Wettbewerbe geht.

  5. blues sagt:

    @Patrick
    Leider ist der Bundesligaverein „RBL“ als durchgestylte Marketingaktion kein Blabla. Die fiesest mögliche Antwort des Dosenclubs auf Ralf Fährmanns leicht pathetische Ansage vom ehrlichen Fußball war eine Schwalbe, als spielgewordene Inzenierung des Brause-Slogans „Red Bull verleiht Flügel“.

  6. derwahrebaresi sagt:

    @Ney und blues
    Ich war gestern auch ziemlich „angepisst“ und die Aussagen von R.R. und Hasenküttel heute bei Sky
    machen die Angelegenheit nicht „schöner.“
    Aber sind wir mal ehrlich, wenn einer der Blauen einen Elfer schindet, würden die Aussagen
    unserer Verantwortlichen nicht viel anders lauten.

  7. Phipser sagt:

    Entsetzlich was hier für eine Hysterie ausbricht! Dabei ist den meisten nicht einmal bewusst, dass wir mit der Fehlentscheidung Dankerts sogar noch Glück hatten: Der Schiedsrichter hat nämlich auch den Schupser von Naldo gesehen gehabt, aber irrtümlicherweise einen Kontakt mit Fährmann als ausschlaggebend für Werners Sturz wahrgenommen. Regeltechnisch korrekt wäre also die rote Karte gegen Naldo, zusätzlich zum Elfmeter, gewesen. Und wer mir jetzt kommt mit „So ein leichter Kontakt ist doch nicht für Werners Hinfallen verantwortlich“ der hat den Hochgeschwindigkeitsfußball von heute echt einfach noch nicht durchschaut!

    Letztendlich geht die Niederlage sportlich gesehen vollkommen in Ordnung. Geärgert habe ich mich gestern freilich auch, aber irgendwann muss man sich doch auch mal wieder beruhigen. Wir sind doch alles keine Kindergartenkinder mehr…

  8. idioteque sagt:

    Nur, dass das Halten von Naldo Werner nicht entscheidend aus dem Tritt gebracht hat. Er konnte danach immerhin noch ohne Straucheln mehrere Meter weiterlaufen und abschließen, bevor er beim Fallen nach dem Abschluss ein Bein so nachgezogen hat, als ob er eine Berührung durch Fährmann provozieren wollte. Und damit ist es kein Foul von Naldo. Wenn sein Einsatz Werner nicht entscheidend beeinträchtigt, ist er regulär. Dankert hat die Szene mit Naldo ja gesehen und sie (zurecht) nicht als Foul gewertet.

  9. idioteque sagt:

    Und Entschuldigung für den Doppelpost, aber inzwischen hat selbst Werner zugegeben, dass es eine Schwalbe war.

  10. Torsten sagt:

    @Phipser:

    Den Kommentar hast Du doch sicher zuerst für irgendein Forum geschrieben und hier reinkopiert, oder? Denn …

    Entsetzlich was hier für eine Hysterie ausbricht!

    … das kannst Du ob der sechs durchweg unaufgeregten Kommentare über Deinem nicht wirklich ernst meinen?!

  11. Phipser sagt:

    @Torsten

    Gut. Hysterie war mit Sicherheit das falsche Wort. Dafür entschuldige ich mich gerne.
    Aber ein besonderes Zeugnis von Unaufgeregtheit gab ein @blues aber auch nicht ab.

    @idioteque

    Die Aussage Dankerts klang für mich danach, dass er zwei seperate Fouls an Werner wahrgenommen hatte: Ein Halten durch Naldo und ein zum Sturz führenden Kontakt von Fährmann. Der Kontakt hat er als schwerwiegenderes Foul gepfiffen. Das Halten und somit Ausbremsen Werners (wodurch Fährmann evtl. erst die Chance bekommt, den Ball noch erreichen zu können) wäre aber ebenfalls strafbar gewesen.
    Allerdings mag es sein, dass ich in die Aussage (vgl: http://www.kicker.de/news/fuss.....sieht.html) zu viel interpretiere…

  12. Torsten sagt:

    Dass Dankert Naldos Zupfer als strafbar erachtet hat, geht mE aus keiner Aussage hervor. Aber: Falls doch, ließ er Vorteil gelten. Werner kam zum Torabschluss(!) und entschied danach, sich fallen zu lassen. Durch den gewährten und ob des Abschlusses erfolgreichen Vorteil war die Naldo-Szene erledigt.

    Die Aussagen von Leipziger Seite, die das Fallen nun nachträglich dem Zupfer zuvor anlasten wollen, sind meiner Meinung nach ein peinliches Suchen nach Ausreden für die grobe Unsportlichkeit des eigenen Spielers.

  13. josch sagt:

    Torsten, Du bringst es auf den Punkt.
    Alles andere, was man heute in den Medien (z.B. Doppelpass) so über sich ergehen lassen mußte – wer wen wann gefragt hat, wer wann was geantwortet hat, wer wann was nicht gehört hat, was dieser Leipziger Bubi irgendwann vor dem Elfer gesagt oder auch nicht gesagt hat – lenkt davon ab, was es war.
    Einfach eine Sauerei, die auch nicht mit der Professionalität des Sportes zu entschuldigen ist. Getreu dem Motto, wen interessiert es noch in 14 Tagen, was da passiert ist.
    Und das würde ich genauso schreiben, wenn das einer unserer Königsblauen gemacht hätte.
    Ich war immer ein Fan vom Rangnick. M.E. würden wir woanders stehen, wenn das nicht zweimal aus unterschiedlichen Gründen gescheitert wäre. Wie er sich gestern im Interview nach dem Spiel gegeben hat, hat mir überhaupt nicht gefallen.

  14. Chris sagt:

    Die Dosen haben in diesem Spiel nicht ein reguläres Tor geschossen und etliche Chancen vergeben. Ich finde nicht dass sie verdient gewonnen haben.

    Es war nur eine Niederlage nach einer langen Serie. Durch den schlechten Start stehen wir jetzt aber schon wieder unter Druck. Wie Torsten richtig geschrieben muss das Spiel gegen Leverkusen jetzt unbedingt gewonnen werden.

    Nicht das Choupo schlecht gespielt hätte aber man merkt deutlich dass uns vorne im Zentrum im Moment Qualität abgeht.

  15. Netsmurf sagt:

    Das man ein Spiel unglücklich verliert, das kann passieren.
    Aber die Leistung des Schiri´s war wirklich unterirdisch, und leider auch spielentscheidend.
    Die achso tollen Leipziger haben aus dem Spiel heraus kein Tor erzielt!

    Paßt zum ganzen drumrum in Leipzig, auch die Orga der Fananreise wird besser beworben als sie tatsächlich ist.
    3 ganze Shuttlebusse zum Hauptbahnhof, alle anderen Busse gingen zum Bahnhof Messe. Und den kürzesten Fussweg durften die Gästefans, auch ohne königsblaues Outfit, nicht benutzen. Also läuft man ums Stadion, um dann wieder mit den Leipziger gemeinsam in die Stadt zu gehen *kopfschüttel*

    Das ganze Konstrukt hat bei mir persönlich den Eindruck eines Marketingevent hinterlassen. Bischen Liedgut auf Ballermannniveau, ein paar Klatschpappen und ab dafür. Selbst in der Stadt sind kaum deren Schals zu sehen gewesen.

    Fazit: Leipzig ist eine interessante Stadt, für alles andere darf man da wohl nicht hin fahren.

  16. Grieche sagt:

    Torsten, toll, wie verstümmelt du das RB-Logo wiedergibst. Diese Vereinskarikatur hat es nicht anders verdient.

    Bei der Spielanalyse schließe ich mich dir an. Ein bißchen enttäuschend fand ich, dass inzwischen jeder das rasante nach-vorne-Spielen der Leipziger kennt und die Schalker Spieler am Anfang trotzdem so verduzt davon waren.

  17. McP sagt:

    Werners Schwalbe war widerlich, keine Frage und vielleicht hätte sich Schalke ansonsten einen Punkt ergaunert. Aber das war schon übler Außenseiter-Fußball von S04 oder nicht? Ich habe das Spiel im englischen Fernsehen gesehen und die waren entgeistert darüber, was Dankert alles hat laufen ließ. Die Engländer! Ehrlich gesagt, ich habe es genau so gesehen. Genau so widerlich wie Werners Schwalbe war das eintreten der Schalker auf alles Leipziger was sich bewegte. Meine Güte, alleine für den Bentaleb Ellenbogencheck hätte ich Rot gegeben, klare Tätlichkeit. Dankert – keine Reaktion. Ich denke, Schalke hatte von der Fehlentscheidung anfangs auch profitiert.

    Seien wir ehrlich, so richtig doll war das Spiel nicht von S04. Spiegelt vielleicht gut den Stand der Entwicklung dar. Man ist halt nicht auf europäischen Topniveau wie Leipzig. Dafür hätte man vor fünf Jahren schon einen richtigen Sportdirektor und nicht so einen Grüßaugust verpflichten müssen.

    Ich fand im Nachklapp ganz gut, was Escher (Spielverlagerung) zum Strafraum sagte: Man sollte abschaffen, dass hier so drakonische Strafen ausgesprochen werden. Dankert soll dann halt das Halten von Naldo pfeiffen, Freistoß aus 14m und gut ist.

  18. SpeedGlas sagt:

    @Torsten
    Ich finde nicht, dass wir verdient verloren haben, denn aus dem Spiel heraus hat Leipzig kein Tor erzielt – Schalke schon. Die Halbzeiten haben derart unglücklich für uns angefangen mit dem Elfer und dem Eigentor, dass man auch einfach mal von Pech sprechen darf. Es ist nicht leicht gegen ein Mannschaft wie Leipzig fast 90 min einem Rückstand hinterherzulaufen. Wenn Schöpf seine Chance in ersten Hälfte nutzt dreht er das Spiel. Durch das Eigentor musste Schalke in der zweiten Hälfte mehr versuchen und riskieren um nach vorne zu spielen, was zwangsläufig dazu führte, dass Leipzig auch zu Chancen kommt. Gerade auch, weil Leipzigs Spiel genau darauf ausgerichtet ist.
    Vielleicht hätte sich eine Einwechslung von Reese nach dem 2:1 gelohnt, um vorne einen gelernten Stürmer drin zu haben, denn der fehlt aktuell doch sehr.
    Gegen Leverkusen müssen 3 Punkte her, um den Anschluss zu halten. Leider ist Höwedes mit seiner 5. gelben Karte gesperrt. Ich würde mich freuen, wenn Weinzierl Kehrer die Chance gibt sich in der Bundesliga zu beweisen.

  19. blues sagt:

    @Phipser
    ich gab meinem Ärger sogar noch eine Prise Humor mit. Das geht deinem Trollkommando, das fast nur noch auf Mitkommentatoren zielt und nicht mehr auf die Sache, leider völlig ab.

  20. CarstenS04 sagt:

    Sehr sehr ärgerlich…..
    Seo der umjubelte, begehrte, tragische, unglückliche Spieler des Tages

    Evtl. hätte man unsere eigenen jungen wilden etwas früher bringen können….

    Rangnick ist bei mir im ansehen gesunken…

  21. Torsten sagt:

    Die achso tollen Leipziger haben aus dem Spiel heraus kein Tor erzielt!

    Ich finde nicht, dass wir verdient verloren haben, denn aus dem Spiel heraus hat Leipzig kein Tor erzielt

    Dass Tore, die nicht „aus dem Spiel heraus“ fielen, in der Bewertung als nicht gefallen betrachtet werden sollen, ist nach meiner Vermutung auch so ein Emotions-Ding. Das kommt eben dann, wenns einem gerade so passt – bzw. einem das Spiel/Ergebnis nicht passt.

    Nehmen wir an, Schalke ist gegen ein Team wie Darmstadt die bessere Mannschaft, siegt 2:1 und ein Treffer für die Blauen entstand durch ein Eigentor eines Darmstädter Abwehrspielers. In nunmehr 10 Jahren Blog und noch mehr Jahren Forum-Lesen kann ich mich nicht daran erinnern, dass je ein Schalker argumentiert hätte, ein solcher Sieg könne nicht verdient sein, das Spiel hätte gefälligst unentschieden ausgehen müssen, Schalke hätte nicht genug Treffer selbst – „aus dem Spiel heraus“ – erzielt.

  22. neuheide sagt:

    schalke hat volle 90 minuten einem rückstand hinterherlaufen müssen.
    durch einen torbetrug in der ersten und einem ünglücklichen eigentor in der zweiten.
    das taktische konzept,des kommenlassens des gegners somit völlig aus den angeln gehoben.

    das spielt jeder mannschaft und gerade red bull leipzig in die karten.

    wer behauptet das die niederlage nach solchen vorraussetzungen als verdient bezeichnet hat „sorry an den artikelverfasser“ keine ahnung vom fussball.

  23. blues sagt:

    Die Marketingmaschine der Dosen spielte zu schnell für Schalke und Schalke war zu Beginn beider Halbzeiten auch nicht wach genug und dann noch geschockt. Die Spielweise der Dosen erinnerte mich an das Hoffenheim ihrer 1. Hinrunde, mit den tramumwandlerisch und schnell kombinierenden und abschließenden Demba BA, Obasi und Ibisevic. Mönchengladbach holte einen Punkt bei den Dosen, in dem sie Manndeckung spielten. Mal sehen was die Schalker unter Weinzierl aus den Erkenntnissen dieses Spiels machen.

  24. rjonathan sagt:

    Zum Strafstoß und zum Spielverlauf ist genug gesagt. Ich schließe mich in beiden Fällen Torsten an. Um mal über was anderes zu reden – ich denke zwei Dinge hätten in der zweiten Halbzeit bei uns besser laufen können:

    1. Flügelspiel
    Da Leipzig in der Defensive die Flügel unbesetzt hält, so lange der Ball dort nicht ist, ist der Flügel eigentlich das Mittel der Wahl um nach vorne zu gelangen. Insbesondere auf der rechten Seite, nachdem der Linksverteidiger gegen einen Mittelfeldspieler ausgewechselt wurde. Schöpf hatte aber leider nicht seinen besten Tag, er hat fast alle Zweikämpfe verloren oder sich festgelaufen. Als in der 80. Minute Caicara eingewechselt wurde, war direkt Stimmung auf dem Flügel. Eine gute Flanke und einmal von der Außenlinie in den Strafraum gespielt. Das war mehr als Schöpf in 80 Minuten geschafft hat. Ich finde man hätte Schöpf früher rausnehmen können.

    2. Standardsituationen
    In meiner Erinnerung haben wir diese Saison noch kein Tor aus einem Standard erzielt, kann das sein? Jedenfalls gab es aufgrund der allgemeinen Unfairness im Spiel auf beiden Seiten jede Menge Freistöße. Und auch eine ordentlich Zahl Eckbälle. Diese kann man eigentlich zusammenfassen mit: Jedes Mal wenn Leipzig einen ruhenden Ball in Tornähe hatte, wurde es mehr oder weniger brenzlig. Jedes Mal wenn Schalke einen hatte, verpuffte er kläglich. Einzige Ausnahme blieb der tolle Schuss von Geis, den der Torwart nur abprallen lassen konnte.
    Unterm Strich haben wir das Spiel nicht nur verloren, weil wir es in der zweiten HZ spielerisch nicht gelst bekommen haben. Wenn der Spielfluss vom Gegner so häufig durch hartes Einsteigen unterbrochen wird, dann müssen die Standars einfach besser zünden. Leipzig hat das gut hinbekommen, wir nicht.

  25. Peter sagt:

    Elfmeter hin oder her, ich finde Schalke hat sich in erster Linie selbst besiegt. Die Elfmetersituation hätte nicht entstehen dürfen, erst Geis, dann noch dicker Naldo patzen. Macht Schöpf eine seiner zwei dicken Chancen rein steht es 2:1 und wir hätten vielleicht etwas konzentrierter verteidigen können. Stattdessen reihenweise auch unbedrängte lange Bälle oder sogar Flachpässe direkt auf Leizpiger, dabei konkurrieren alle IV und Ralle um die goldene Banane. Dann noch das Thema Ecken: kaum Gefahr nach unseren Ecken, aber fast jede Leipziger Ecke findet einen Abnehmer – dabei waren die gefühlt im Durschschnitt einen Kopf kleiner. Also bei allem berechtigtem Ärger über Werner und den Schiri, wir hattens auch ein gutes Stück selbst in der Hand, aber es fehlt noch ein Quentchen. So unschön es ist, sportlich (nicht das Unsportliche!) können wir uns von der Dosenmannschaft einiges abgucken.

  26. Voice sagt:

    Ich finde auch, dass die Niederlage (leider) verdient war. Die 2. HZ war ganz einfach schlecht.

    Was soll eigentlich das ganze Red-Bull-Bashing. Die spielen doch tollen Fußball und bereichern die Bundesliga. Und außerdem werden endlich mal die Bayern geärgert… okay, das war jetzt ironisch. Im Ernst, ich verstehe nicht, wieso die Spielweise bei Beurteilung dieser Art von Fußball-Marketing-Firmen eine Rolle spielen sollte. Sollen wir dieses Konstrukt jetzt toll finden, nur weil sie gut spielen? Schwachsinn. Leider kann man es aber nicht ändern, die Regularien wurden eingehalten. Da nutzt die 50+1 Regel leider gar nichts. Muss man sich wohl mit abfinden…

    Die ganze Elfer-Sache ist aus meiner Sicht ein einziges Plädoyer für den Videobeweis. Auch wenn dann vielleicht der Strafstoß aufgrund Naldos Zupfer gegeben worden wäre. Es wäre trotzdem „reeller“ gewesen und solch unterirdisches Verhalten wie von Werner wäre obsolet.

    Einer schrieb hier über den gestrigen Doppelpass. Habe mich köstlich amüsiert als Helmer die Meinung vertrat, Werner hätte dem Schiri vielleicht sagen müssen, dass es kein Foul war. Ausgerechnet Thomas Helmer, der damals das erste Phantom-Tor gegen Nürnberg schoß bzw. eben nicht schoß…

  27. rjonathan sagt:

    @blues:

    Es ist aber ein Gerücht, dass im Logo der Dosen und im Vereinswapen des Marketing Clubs die Bullen durch Schwalben ersetzt werden.

    Ich musste das einfach umsetzen:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1216487238434278&set=a.192875804128765.47488.100002190417588&type=3&theater

  28. Wanna sagt:

    Hey Thorsten,

    mal wieder finde ich das Geschehen passend zusammengefaßt.
    Das ganze Gerede, ob und was Werner hätte sagen müssen, sollen oder können … geschenkt.
    Meiner Meinung nach ist das einzig Wichtige, dass er sich nach 19(?) Sekunden unsportlich verhalten hat und das der Schiri darauf reingefallen ist.
    Beides leider nichts ungewöhnliches.
    Werner ist weder der erste, noch wird er der letzte sein.
    Auch machen das nicht nur RB-Spieler (wenn auch der „angepaßte“ Werbeslogan gut paßt).

    Wird doch nur so heiß diskutiert, weil
    – es gegen uns passiert ist,
    – es RB war (tyyyyyypisch, DIE können ja nur mit unsauberen Mittel und überhaupt ….),
    – es gegen uns passiert ist,
    – am Ende 0 Punkte stehen und
    – es gegen uns passiert ist.

    Nebenbei zu Rangnick:
    Solange ein Spieler von „keine Schwalbe, sondern Foul“ schwafelt, kann doch sein Vereinsvertreter ihm nicht in den Rücken fallen und sagen „Klare Schwalbe“ = „Mein Spieler lügt“, sondern muß die (offizielle) Aussage stützen! Oder besser nix sagen, was aber je nach Fragestellung der Medien auch als Zustimmung ausgelegt werden kann.

    Im Endeffekt haben die Sachsen verdient gewonnen, wenn auch ein Unentschieden nicht ungerecht und ein Auswärtssieg nicht unschön gewesen wäre.

    In diesem Sinne…
    „Nicht der Bessere soll gewinnen, sondern Schalke“

  29. Simon sagt:

    Ich tue mich schwer damit den Verlauf des Spiels nach der Schwalbe und dem Elfmetergeschenk noch angemessen bewerten zu wollen. Klar war Leipzig danach in den Kontern superschnell und oft auch präzise – wobei man aber sagen muss, dass sie in ihren Abschlüssen unterirdisch waren – aber dieses 1-0 hat ihnen natürlich auch extrem in die Karten gespielt. Ich bin recht sicher, dass dieses Spiel vollkommen anders verlaufen wäre, wenn es diese frühe Heimführung nicht gegeben hätte – aber gut: wir werden es nie erfahren.

    Positiv finde ich, dass unsere Spieler die eigentlich ja verlockende Möglichkeit, die Niederlage komplett auf den Elfer zu schieben, nicht angenommen haben. Das interpretiere ich als den Willen und die Fähigkeit zur klaren Analyse und zur Bereitschaft die eigenen Fähigkeiten weiter zu verbessern. Denn da gibt es in der Tat noch Einiges zu tun – besonders im Offensivspiel auf dem Mittelfeld heraus. Das ist – bei aller positiven Entwicklung der letzten Monate – allerdings auch keine ganz neue Erkenntnis. Ich sehe das Team aber auf einem guten Weg.

    Zur Schwalbe selbst: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so über ein Fehlentscheidung aufgeregt habe. Schlimmer haben dann noch die absurden bzw. dummdreisten Kommentare von Werner, Rangnick und teilweise auch Hasenhüttl gemacht. Und nein: Bis auf vielleicht Thomas Tuchel hätte sich glaube ich kein anderer BL-Verantwortlicher in dieser Situation derart dreist und verlogen vor seinen Spieler gestellt. Rangnick halte ich persönlich freilich seit seinem längerem für einen abgehobenen Spinner – mich wundert das nun nicht so sehr.

    Gibt es übrigens noch irgendwen, der ernsthaft der Ansicht ist, dass der Fußball von Fehlentscheidungen wie diesen und den damit verbundenen Diskussionen lebe?

    Auf den Videobeweis müssen wir ja leider noch 1-2 Jahre warten – bis dahin kann Dankert (Stichwort Handtor-Sieg von Hannover in Köln letztes Jahr…) gerne schonmal aus der Riege der BL-Schiedsrichter aussortiert werden.

  30. Ney sagt:

    „Im Endeffekt haben die Sachsen…“ Ach Du liebes bißchen, jetzt wird der österreichische Getränkehersteller sogar schon landsmannschaftlich vereinnahmt. Aber eigentlich müssten sie die Fuschler heißen.

    (SCNR)

    @rjonathan
    Entzückend. Der Getränkehersteller sollte eine Umbenennung in Red Swallow überlegen.

  31. Nordlicht sagt:

    Was für ein selten peinliches Gestammel aller Leipziger Beteiligten nach dem Spiel. Hasenhüttl und „Rolf“ Rangnick gehen ja gar nicht. Ich kann auch nicht nachvollziehen, was das soll und weshalb man sich so verkauft.

    Wenn da nicht von Seiten des DFB eine Sperre erfolgt (wie bei Möller) verstehe ich die Welt nicht mehr.

    Der Dankert ist einfach nicht bundesligatauglich. Letzte Saison das Ding mit Hannovers Andreasen und nun diese Szene. Der Typ ist nicht in der Lage, sich den Spieler zu holen und in Ruhe zu befragen. Unfähig und somit nicht bundesligatauglich.

    Leider war Leipzig die bessere Mannschaft an dem Tag. Ich war beeindruckt, mit was für einem Powerfussball sie unsere Jungs – gerade in der zweiten Halbzeit – unter Druck gesetzt haben…alle Achtung.
    Trotzdem war es schön zu sehen, dass die Blauen dagegen gehalten haben und wollten. Nur war der Gegner an diesem Tag halt besser.

    Verdient haben sie sich den Sieg dadurch aber nicht. Da teile ich die Meinung von SpeedGlas.

  32. crisscross04 sagt:

    Ich bin bei der Spielbewertung auch bei Simon. Auch mir fällt es schwer, dass Spiel ohne die unglücklichen Umstände so zu bewerten, dass Leipzig die bessere Mannschaft war und somit verdient gewonnen hat. Wer einmal einen Mannschaftssport gemacht hat, weiß, wie sehr solche Ereignisse, früh in den jeweiligen Halbzeiten, die eigene taktische Marschroute über Bord wirft und dem Gegner in die Karten spielt – gerade auch noch Leipzig mit ihrer überfallartigen, schnellen Spielweise. Ich fand den Sieg daher auch nicht verdient. Man sollte immer das Ganze sehen.

    Natürlich kann man jetzt Geis und Naldo ankreuzen, dass sie den Konter zum Elfer nicht schon früher durch ein Foul unterbunden haben. Gleiches war übrigens auch gegen Darmstadt beim Gegentor zu beobachten. Hier scheint es ein generelles Verhaltensmuster zu geben?! Aber das ist mir einfach zu kurz gedacht. Fakt ist doch, dass Leipzig kein einziges Tor selbst aus dem Spiel geschossen hat.

    Zu Werner und dem Schiedsrichter ist wohl schon alles gesagt worden. So etwas muss, so lange es keinen Videobeweis gibt, im Nachhinein bestraft werden. Das Gleiche passiert doch auch bei einer Tätlichkeit eines Spielers. Das passiert auch willentlich und unter Vorsatz. Wo ist da der Unterschied zu so einer Schwalbe?!

    Ich glaube übrigens, dass Werner ein ganz abgezockter Geselle ist. Nicht nur, dass diese Schwalbe mit voller Absicht inszeniert wurde. Auch der Daumen hoch, die Lügen danach zeigen das – meine Meinung. Aber wie „cool“ er dann noch den Elfer versenkt hat, zeigt doch, dass er eben nicht der „Jüngling“ ist, der eben mal einen Fehler begangen hat. Ich bin mal gespannt, wie der Werner in den nächsten Wochen in den Stadien empfangen wird und wie das alles an ihm abprallt. Das Internetbashing lässt da einiges vermuten.

    Auch aus diesen Gründen stellen sich Hasenhüttl und Rangnick natürlich hinter Werners Aussage, dass die Naldoaktion zum Elfer geführt hat. Wer mindestens ein gesundes Auge hat, sieht im Fernsehen ganz deutlich, dass das natürlich absoluter Quatsch ist. Werner ist erst „abgehoben“ als ihm der Ball versprungen ist. Aber die Beiden müssen natürlich ihren Spieler schützen. Und dieses Gelüge nach dem Spiel fand ich um einiges Schlimmer als die eigentliche Tat!

    Und dadurch wirft natürlich diese ganze Aktion ein ganz schlechtes Licht auf den Fairplay Gedanken. Aber warum sollte es im Fußball anders zugehen wie im täglichen Leben…

    P.S.: Rjonathan: Vielen Dank für die coole Grafik. Darf man die Kopieren oder Teilen? ;-)

  33. michael sagt:

    Ich fände es gut, wenn solch krasse Fehlentscheidungen nachträglich durch den DFB sanktioniert werden könnten, sonst hört diese grobe Unsportlichkeit nicht mehr auf, es sei denn der DFB führt ganz schnell den Videobeweis ein. Herr Dankert war zudem ganz schwach, nicht nur bei dieser Szene.

    Zu unserer Mannschaft. Aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit haben wir es m.M. nach verdient mit einem besseren Ergebnis vom Platz zu gehen. Ich habe nicht verstanden, dass Weinzierl so spät erst wechselt.

    Und unsere Standards insbesondere die Ecken sind unterirdisch – da bin ich ganz bei @ rjonathan. Wir haben mit Naldo und Höwedes zwei der besten Spieler der Bundesliga, die bei Ecken mit Kopfbällen gefährlich werden können. Aber die Ecken von Meyer kommen gar nicht in diese gefährliche Zone. Da heißt es üben, üben und nochmals üben oder einen anderen ran lassen.

  34. idioteque sagt:

    Ich hatte den Eindruck, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit etwas angeknackst wirkte. Ist ja auch einleuchtend, wenn in beiden Halbzeiten die Marschroute durch saublöde Gegentreffer gleich zu Beginn über den Haufen geworfen wird. Dann noch ein paar kleine Fehler im Aufbauspiel, dadurch ein oder zwei gefährliche Konter des Gegners, und schon ist die noch beim letzten Spiel bemerkte „Confidence“ dahin. Und dann ist es gegen Leipzigs Pressing einfach extrem schwierig.
    Insofern finde ich eine Diskussion darüber, wie verdient der Sieg von Leipzig war, ziemlich müßig, einfach weil RaBa durch den frühen Elfmeter schon von Beginn an in einer Situation war, die ihnen besonders liegt, zusätzlich dazu, dass sie ein Tor geschenkt bekommen haben.
    Wenn in einem Boxkampf einer der Boxer zu Beginn vom Schiri eine Bratpfanne gegen den Kopf gehauen bekommt, kann man am Ende bei einem Sieg des anderen schlecht davon sprechen, dass er den verdient hätte, selbst wenn er im Kampf selber ein paar Treffer mehr gelandet hat.

  35. blues sagt:

    @rjonathan 9.21h
    COOL!

  36. Wanna sagt:

    @ Ney: „Ach Du liebes bißchen, jetzt wird der österreichische Getränkehersteller sogar schon landsmannschaftlich vereinnahmt“

    Wie? Was? Wo? Was hat jetzt Almdudler damit zu tun?
    Wir haben doch gegen den LFV Sachsen Leipzig e.V gespielt – oder hab ich da was verwechselt?

    :-)

  37. Torsten sagt:

    Wenn in einem Boxkampf einer der Boxer zu Beginn vom Schiri eine Bratpfanne gegen den Kopf gehauen bekommt, kann man am Ende bei einem Sieg des anderen schlecht davon sprechen, dass er den verdient hätte, selbst wenn er im Kampf selber ein paar Treffer mehr gelandet hat.

    Hanebüchen, solch ein Vergleich.

    In der 31. Spielminute hatte Schalke das Ergebnis der Fehlentscheidung ausgeglichen.
    Spätestens nach der Halbzeit begann das Spiel aufs Neue.

  38. Simon sagt:

    Naja. In der 31. Minute hatte Schalke das erste reguläre Tor des Abends erzielt. Wenn wir dann in Führung gegangen wären… Aber egal. Ich weiß, dass man es so nicht zählen kann. Das Spiel ist halt verloren.

  39. RJonathan sagt:

    Grafik:
    Habe sie auch noch mal au Twitter gestellt. Jegliche Form der Weiter-Verbreitung ist ausdrücklich erlaubt bzw. gewünscht. :)

    https://twitter.com/RJonathan/status/805718562564403200

  40. Ney sagt:

    @Wanna
    Der österreichische Getränkehersteller tritt für den SSV Markranstädt an, glaube ich mich erinnern zu können.

    @rjonathan
    Der Markranstädter Spieler Timo Werner hat doch nur den Slogan seines Arbeitgebers umgesetzt – „…verleiht Flügel“ .

  41. leoluca sagt:

    Wieso verdient verloren? Nur weil Leipzig in Hälfte 2 sich mehr Torchancen als Schalke herausgespielt und ein teils fulminantes Umschaltspiel gezeigt hat? Tore haben sie daraus nicht gemacht.

    Ich will Torstens Schwächenanalyse des Schalker Spiels gar nicht kritisieren. Sie stimmt. Natürlich hätte man nach dem 1:2 im Spielaufbau schneller und präziser spielen müssen – so wie in der halben Stunde vor der Pause. Goretzka, Bentaleb und vor allem Geis kamen im Spiel gegen die blitzschnellen Forsberg, Keita etc. mehr und mehr ins Schwimmen.

    Nur muss man dazu die Elferentscheidung berücksichtigen. Schalke musste in Hälfte eins mehr mentale und physische Kraft als der Gegner aufwenden, um die Fehlentscheidung durch das Remis zu korrigieren. In dieser Phase war Schalke die bessere Mannschaft und wäre um ein Haar sogar in der 45. Minute durch Schöpf in Führung gegangen.

    Nach dem unglücklichen Eigentor direkt nach der Pause fehlten die (nicht nur physische) Kraft und Spritzigkeit für einen erneuten Angriffsfußball und ich halte es schon für bemerkenswert, dass Schalke selbst dann, obwohl massiv unter Druck, kein Tor mehr kassiert hat.

    Es wäre einfach mehr drin gewesen, wenn das Spiel korrekt gepfiffen worden wäre, das ist das Ärgerliche. Und mit dem, was der Rangnick da macht, verletzt er die sportliche Fairness. Dagegen müsste sich der DFB eigentlich viel eher öffentlich positionieren als gegenüber dem Spieler Werner, dem so oder so ein Platz in der Historie der peinlichen Schwalbenkönige sicher ist.

  42. Detlef sagt:

    Ich wollte es nehmen wie jedes andere Spiel, keine Extrawurst für das Konstrukt Rasenballsport Leipzig. Aber schon in der Vorberichterstattung kam es mir hoch. Wie schnell doch kritiklos dieses in einer Grauzone operiende Gebilde salonfähig geworden ist. Einfach nur schlimm.
    Die Krone setzte sich dabei der ehemalige Schalker Spieler Metzelder auf:
    Es wäre Bigott von den Anhängern des FC Schalke, auf die Gründung durch Kumpel und Malocher hinzuweisen, wenn man wüsste, dass es schon damals als Mäzenatentum von Seiten der Zechen gab.

    Da kann ich nur Kotzen.

    Zum Spiel: Im Großen und Ganzen bin ich bei der Bewertung bei Torsten. Schalke hätte was mitnehmen können, eine bessere Leistung in HZ 2 wäre da von Nöten gewesen.

    Schwalbe: Die Tat an sich war schon schlimm, schlimmer waren nur die Aussagen der RB Verantwortlichen, bzw. des Spielers selbst.
    Es war nicht die erste Schwalbe dieser Art und wird auch nicht die letzte bleiben. Schade, denn es ist einfach nur eine Sauerei.
    Leider gibt es kaum eine Handhabe nach dem Spiel, da es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt.
    Von daher wäre es langsam wirklich wünschenswert, wenn eine Videoüberprüfung solcher Szenen nicht nur im TV, sondern auch vom Schiedsrichter möglich wäre. Das würde den Schiedsrichtern meiner Meinung nach mehr nützen als schaden.

    Der nächste Gegner ist dann also FC Red Bull Salzburg. Bin gespannt was die mitfahrenden Fans dort veranstalten werden.

    PS Herr Dankert hat mir mit seinem Elferpfiff übrigens den Tagessieg in einer Kicktipprunde versaut. Auch dafür Danke.

  43. RWDJojo sagt:

    Warum wird jetzt eigentlich so sehr auf den Spieler Werner eingedroschen und sehr wenig zum Schiedsrichter gesagt. Unabhängig davon, dass das Zupfen von Naldo aus meiner Sicht nicht elfmeterreif war, kann ich die Aussagen vom Werner nach dem Spiel schon ein wenig nachvollziehen. Er spürt eben den Zupfer, spielt erst noch weiter und entscheidet dann, dass der Zupfer dafür verantwortlich ist, dass er hinfallen muss. Nicht schön, aber das passiert in jedem Spiel. Viel skandalöser finde ich, dass Werner und Fährmann nach dem Spiel sagen, dass Werner dem Schiri mitgeteilt hat, dass es keinen Kontakt zwischen Werner und Fährmann gegeben hat. Dankert will diese Äußerung nicht nur nicht gehört haben, sondern behauptet ganz klar, dass diese definitiv nicht gefallen sei. Da sich die Aussagen von Fährmann und Werner decken, gehe ich davon aus, dass Herr Dankert lügt. Ich sage bewusst „lügt“. Der will damit seine Haut retten.

    Unabhängig davon, finde ich auch, dass Leipzig in Summe verdient gewonnen hat. Die erste Halbzeit ist nicht zu bewerten, da dort durch den Elfer der Spielverlauf vorgegeben wurde. Durch den Ausgleich und die Halbzeitpause hat das Spiel in der 46. Minute wieder von Vorne begonnen. In diesem „neuen“ Spiel war Schalke einfach die schlechtere Mannschaft, natürlich auch dadurch gehandicapt, dass man direkt nach Wiederanpfiff erneut in Rückstand gerät.

    In Summe fand ich Leipzig aber nicht so stark. Ich glaube, dass dort nach der Winterpause der „Hoffenheim-Effekt“ eintreten wird. Klar, nach vorne spielt Leipzig einen schnellen und schnörkellosen Ball und auch das Pressing ist nicht von schlechten Eltern. Aber ich denke, dass diese Spielidee so langsam entschlüsselt wird und die Gegner sich spätestens im zweiten Duell darauf einstellen können. Sobald Leipzig für seine Konterangriffe zu lange braucht, kommt da – außer echt guten Standards – eigentlich nicht viel. Und auch das Pressing kann von einer spielstärkeren Mannschaft oder mit langen Bällen und entsprechenden Abnehmern in der Spitze überspielt werden. Dies ist Schalke leider überhaupt nicht gelungen.

  44. idioteque sagt:

    Natürlich war mein Vergleich oben übertrieben. Vielleicht würde ein nicht geahndeter Treffer unter die Gürtellinie besser passen. Trotzdem musste Schalke erst in Vorleistung gehen und ein reguläres Tor erzielen, damit das Spiel wieder von vorne anfing und hatte dann auch noch weniger Zeit, um das Spiel für sich zu entscheiden. Dass sie die dann in der zweiten Halbzeit nicht gut genutzt haben, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.
    Aber dass das Spiel bei 1:1 wieder von vorne angefangen hätte, halte ich so für nicht richtig, weil in einem Fußballspiel die Tore über 90 Minuten zählen, und in dem Zeitraum hätte Schalke eins mehr erzielen müssen als Leipzig, um überhaupt zu punkten.

  45. Nordlicht sagt:

    @ gemäss der Blöd keine Strafe für Herrn Werner. Warum bin ich nicht überrascht?? Ich frage mich ernsthaft was bei solchen Aktionen der Unterschied ist zum damaligen Fluge von „Heintje“ Möller.

    Warum bin ich nicht überrascht??

  46. Presse 05.12.2016 | rotebrauseblogger sagt:

    […] [Königsblog] Betuppt, unglücklich & doch verdient verloren: http://koenigsblog.net/2016/12.....-verloren/ […]

  47. Torsten sagt:

    Die Sperre Möllers war kein geeigneter Präzedenzfall, sondern ein Fehler des DFB, für den dieser damals auch von der UEFA gerügt wurde, wenn ich mich recht erinnere.

    Dankert hat eine Tatsachenentscheidung gefällt. Dankert hat gesagt, ein Gespräch hätte nicht stattgefunden, also hat Werner ihn auch nicht angelogen. Es gibt nach dezeitigem Stand der Richtlinien keine Handhabe gegen Werner.

    Das war so zu erwarten.

  48. Nordlicht sagt:

    @ Torsten. Danke für die Aufklärung. Das der DFB damals gerügt worden ist, wusste ich nicht.

  49. -titi- sagt:

    Was bei allen Nachbetrachtungen vergessen wird ist das Schalke 75 Minuten in Rückstand gespielt hat. Dieser wäre aber ohne den Elfer nicht so zustande gekommen. Betrachtet man die 15 Minuten des 1:1 waren wir auch ohne blaue Brille klar überlegen und hatten durch Schöpf sogar die große Chance aufs 2:1. Natürlich hatte Leipzig mit der Führung im Rücken den Platz den sie für ihr Spiel brauchen. Haben sie den Platz aber nicht sieht es ganz anders aus. Das Spiel wurde somit total verfälscht und spielte der Leipziger Taktik total in die Karten. Gegen tiefer stehende Schalker die das Spiel nicht machen müssen sah das ganze schon anders aus. Wer auch immer in Kameras seiert es war ein dem Spielverlauf entsprechend verdienter Sieg lässt diesen Fakt total außer acht. Leipzig hat faktisch kein Tor selbst erzielt deshalb ist der Sieg unverdient!

  50. Basti GE 04 sagt:

    Dieses Spiel geht mal seit langem wieder n die Kategorie…Wenns scheisse läuft, dann wenigstens richtig.
    Nach dem „brutalen Foul“ direkt am Anfang der Partie hab ich zuerst befürchtet das es das jetzt war. Denn man kennt es ja das die Jungs dann gerne mal den Kopf verlieren und wie ein Hühnerhaufen, planlos durch die Gegend rennen. Das war auch nach Wiederanpfiff leicht zu sehen. Zum Glück haben sie sich dann aber gefangen und auch eigentlich guten Fußball abgeliefert. Bei Leipzig hat man zwar gesehen wie richtig starker Konterfußball geht aber wäre dieser Elfer nicht gewesen und das unglückliche Eigentor, hätte der Dosenclub kein Tor geschossen. Na ja….hätte, wenn und aber.
    Fakt ist, das man sich in einer Saison immer zweimal sieht und auf dem Spiel ne menge Pfand drauf ist.
    Von daher freue ich mich wenn Leipzig zu Gast in der Arena ist. Wird schön laut werden.

  51. Torsten sagt:

    Was bei allen Nachbetrachtungen vergessen wird ist das Schalke 75 Minuten in Rückstand gespielt hat. Dieser wäre aber ohne den Elfer nicht so zustande gekommen.

    Ich gebe nicht auf.
    Nein.
    Durch den Elfer war Schalke bis zur 31. Minuten in Rückstand.

    Das 2:1, das Eigentor durch Kolasinac, war natürlich unglücklich. Aber er war nicht unfair, es war in keinster Weise so, dass man es nicht zählen sollte. Eher im Gegenteil. Es war ein sehr gut geschossener Freistoß, der Gefahr brachte, weil da neben dem Kopf Kolasinac‘ auch noch andere Köpfe fast dran waren, den Ball hätten abfälschen und hätten ins Tor befördern können. Daran gab es nicht das Geringste zu beanstanden. Eben ein Gegentor.

  52. Patrick sagt:

    Erst mal Respekt an diese sachliche Diskussion hier, ich respektiere die unterschiedlichen Meinungen zu RB hier. Respekt an Thorsten für deine Meinung, muss man erst mal so beibehalten. Viel Erfolg am Donnerstag in der EL

  53. Altix sagt:

    Es tut mit leid, aber ich kann so manche Argumente hier nicht nachvollziehen. Ja, so ein Tor in der ersten Minuten ist blöd, ganz egal wie es fällt, durch einen unberechtigten Elfmeter, ein Eigentor oder einfach durch einen genialen Spielzug. Und noch einmal ja, damit kann ein taktisches Konzept über den Haufen geworfen werden.

    ABER: Schalke (oder einige Fans) haben doch die Überzeugung, dass Schalke ein Spitzenclub ist, der eigentlich in die CL gehört. Sollte man von so einer Mannschaft nicht erwarten können, auf geänderte Umstände flexibel reagieren zu können? Ich finde es mehr als befremdlich zu glauben, dass eine (Spitzen)Mannschaft nur mit einer taktischen Ausrichtung in ein Spiel gehen kann, und wenn die Grundlagen dafür nicht mehr existieren, sind halt die anderen Schuld. Bayern ist in Mainz in Rückstand geraten und hatte den unbedingten Willen und die Fähigkeit, das Spiel zu drehen. Sie haben es gedreht. Dito die Dortmunder in ihrem Heimspiel in Gladbach. Die Schalker waren vielleicht willens, aber mit den Fähigkeiten war es nur bedingt weit her. Schalke hat es (mal wieder) nicht geschafft, ein Spiel zu drehen oder gegen ein Spitzenteam der Liga zu bestehen und steht deshalb auch zu Recht da, wo sie momentan stehen, nämlich im Mittelfeld der Tabelle (womit ich übrigens derzeit einigermaßen gut leben kann).

    Nach 31 Minuten stand es dann 1:1 und alles war auf Anfang gesetzt. Es waren also weitere rund 60 Minuten Zeit, das Spiel zu gewinnen. Betrachtet man 45 Minuten davon (die zweite Halbzeit), dann war Leipzig dem dritten Tor deutlich näher als Schalke dem Ausgleich. Worüber sich also beklagen? Ja, die Treffer für Leipzig mögen kurios gefallen sein, aber sie sind gefallen und Schalke hatte in der Summe nicht die Mittel, dennoch zumindest einen Punkt mitzunehmen. Deshalb war die Niederlage aus meiner Sicht auch verdient, egal wie die Leipziger Tore am Ende gefallen sind.

    Wenn man sich jetzt darüber beklagt, dass die Schalker das Spiel unverdient verloren haben, weil Leipzig aus dem Spiel heraus kein Tor geschossen hat, dann verschließt man meiner Ansicht nach die Augen davor, dass Schalke einfach nicht die Mittel hatte, so ein Spiel zu drehen und dass wir alle noch einen langen Weg gehen müssen, bis Schalke endlich da angelangt ist, wo wir die Blauen die ganze Zeit sehen wollen, nämlich in der Spitzengruppe der Liga.

  54. leoluca sagt:

    Herrje, wer behauptet denn hier, dass Schalke bereits wieder eine Spitzenmannschaft sei? Natürlich war Leipzig in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Aber warum?

    Sie war es nicht allein, weil Leipzig guten Fußball spielt, sondern auch deshalb, weil Schalke aufgrund der Elfer-Fehlentscheidung massgeblich benachteiligt wurde.

    Wer die Niederlage als verdient bezeichnet, sollte sich fragen, ob er damit nicht die Bedeutung dieser eklatanten Benachteiligung klein redet. Warum geht niemand derer, die von verdienter Niederlage sprechen, auf das Argument ein, dass Schalke in der zweiten Halbzeit genau die nötige mentale und physische Kraft zum Angriff fehlte, die man schon früh in der 1. Halbzeit aufbringen musste, um auszugleichen. Andernfalls hätte Schalke das Spiel viel defensiver und somit auch anfangs weniger aufwendig gestalten können. So wie Leipzig eben in Hälfte 1.

    Gewiss hätte eine wirkliche Spitzenmannschaft auch diese Benachteiligung gut wegstecken und trotzdem noch gewinnen können. Aber deshalb war der Sieg von Leipzig bzw. Schalkes Niederlage doch nicht verdient. Mal abgesehen davon, dass das Spiel ohne Elfer schlicht und einfach 1:1 ausgegangen wäre.

  55. Ney sagt:

    Komische Diskussion. Schalke ist früh in Rückstand geraten, hat nach einer halben Stunde ausgeglichen, danach kein Tor mehr geschossen, sich dagegen eines kurz nach der Halbzeit eingefangen. Schade, die Qualität hat nicht gereicht.

    Ich freue mich auf die (hoffentlich kommenden) Zeiten, in denen wir gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel auch mal wieder einen Punkt zu holen vermögen. Schalke ist nominell stärker (oder teurer) besetzt als Hoffenheim, Frankfurt, Köln, Berlin (was die Mitarbeiter des Getränkeherstellers angeht, weiß ich es nicht), es sollte kein Ding der Unmöglihkeit darstellen.

  56. McP sagt:

    Ich frage mich, wie die Diskussion verlaufen würde, wenn Dankert nach 20 Sekunden Rot gegen Naldo und Elfmeter gibt. Harte Entscheidung, klar. Aber auch vertretbar. Das Problem ist doch auch, dass nie ein Buli-Schiri pfeift, wenn sich ein Spieler nicht theatralisch hinpackt. Werner war zu blöd, dass er noch zwei Schritte lief, bevor er fiel. Das unterscheidet ihn von Klassestürmern wie Huntelaar oder Robben. Aber er ist ja auch erst 20 und wird lernen. Lernen, dass es scheißegal ist, wenn man sich danach auf dem Feld entschuldigt und nach dem Spiel in die Schalke Kabine geht und sich noch mal entschuldigt. Das Urteil ist gefällt, wie Torsten in seinem Tweet beschrieb: Ein Drecksclub, der alle Vorurteile erfüllt.

  57. Nordlicht sagt:

    Es gibt Werner und es gibt einen Typen wie Embolo gegen Gladbach.

    Vielleicht sollte Werner mal da lernen. Die sind fast gleichen Alters!!

  58. leoluca sagt:

    Weinzierl: Der Videobeweis hätte uns in diesem Herbst dreimal geholfen:

    https://twitter.com/SkySportNewsHD/status/806137400208617473?lang=de

  59. Nordlicht sagt:

    Pünktlich nach Bekanntgabe, dass es keine Ermittlungen im Fall Werner geben wird, sieht auch „Rolf“ Rangnick ein das es eine gewesen ist. Halleluja!!

  60. leoluca sagt:

    Und hier sagt er es, nach dem Motto: Ihr habt eigentlich recht, aber ich will es nicht sagen. Laber, laber:
    https://twitter.com/SkySportNewsHD/status/806133058210594817?lang=de

  61. Ney sagt:

    Je nun, die Plörre des Getränkeherstellers schädigt die Nieren, seine Angestellten strapazieren die Nerven. Ganzheitliches Konzept.

  62. Torsten sagt:

    Warum geht niemand derer, die von verdienter Niederlage sprechen, auf das Argument ein, dass Schalke in der zweiten Halbzeit genau die nötige mentale und physische Kraft zum Angriff fehlte, die man schon früh in der 1. Halbzeit aufbringen musste, um auszugleichen.

    Kann ich gerne tun. Ich sehe es anders. Dass Schalke am Ende irgendwie weniger gelaufen sein soll als der Gegner, weil sie physisch zu arg beansprucht wurden, habe ich so nicht empfunden. Die Statistik gibt recht ausgeglichene Werte für beide Teams wieder, was Laufdistanzen, schnelle Läufe etc angeht. Und für mich ist der Bezug auf das Mentale zu sehr Spekulation, ein Beurteilen was die Spieler gefühlt haben kann ich nicht nachvollziehen. Das ist mir irgendwie zu einfach, das ist nah an dem weithin beliebten „verloren > nicht genug gekämpft > mehr Gras fressen“.

    Was man auf dem Platz sehen konnte – der fehlerhafte Aufbau aus der Abwehr, das zu zögerliche Nachrücken, daher nicht genug Druck auf die Abwehr Leipzigs – hatte ich oben beschrieben.

    Ich denke, mit der Mentalitätsargumentation projezierst Du unsere Fansicht zu sehr auf die Profis. Ich glaube, dass Profikicker Gegentore emotional sehr viel leichter wegstecken als wir Zuschauende. Ich glaube auch, dass dieses „wieder einen Rückstand nicht umgedreht“ ein reines Mediending ist. Sowas zählen die Außen, ich auch manchmal, aber Profifußballern ist das wurscht, da ist ein Gegentor eben ein Teil des Spiels, das nunmal 90 Minuten dauert.

    Ein Rückstand in der ersten Minute ist eben ärgerlich, aber längst nicht so scheiße wie ein Rückstand in der letzten Minute ;-)

    @Altix:

    Schalke (oder einige Fans) haben doch die Überzeugung, dass Schalke ein Spitzenclub ist, der eigentlich in die CL gehört.

    Schalker sind viele, und wenn man nur lange genug sucht, findet man jede Meinung. Eine Mehrheitsmeinung mag vielleicht sein, dass S04 ein großer Club ist der in der CL spielen sollte. Aber nach meinem Gefühl ist der Mehrheit der Schalker schon klar, dass da gerade ein Umbruch stattgefunden hat, und dass sicherlich nicht sofort wieder der Einzug in die CL erwartet werden kann. Von diesem Niveau hat sich Schalke in den letzten Jahren unter Horst Heldt und wechselnden Trainern weggewirtschaftet.

  63. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 03.12.2016: Beim Tabellenführer in Leipzig wurde Schalke zunächst von Timo Werner betrogen, kam zurück, hatte bei einem Eigentor Pech und musste letztlich gegen einen starken Gegner eine 1:2 Niederlage hinnehmen. […]

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