Niederlage nach „Unlucky Punch“

Schalke verliert 0:1 gegen Leverkusen. Wie schon gegen Leipzig hieß es erneut: Schock am Anfang, keine Punkte und Diskussionen nach Abpfiff. Eine frustrierende Niederlage, war Schalke doch über fast die gesamte Spielzeit die eindeutig bessere und gefährlichere Mannschaft. Allein: Man war nicht in der Lage eine der zahlreichen guten Konterchancen in ein Tor umzumünzen.

Trotz Unterzahl ab der vierten Minute hatte Schalke das Spiel bis in die Schlussphase durchgängig fest im Griff. Dank einer erstaunlich sicheren Defensiv-Ordnung rund um die provisorische Innenverteidigung mit Thilo Kehrer, Johannes Geis und Sead Kolasinac – und dank pfeilschnellem und trickreichem Umschaltspiel von der gesamten Offensive. Immer wieder gelangen erstaunliche Kabinettstückchen und dynamische Tempoläufe. Ein großer Spaß für den Zuschauer. Jedoch war bei den meisten Kontern spätestens an der Strafraumkante Schluss. Der berühmte letzte Pass wollte mal wieder nicht gelingen.

In dieser Konstellation war es klar, dass das Spiel am Ende zum Kraftakt werden würde. Schalke investierte mehr als der Gegner und dementsprechend schlichen sich gegen Ende der Partie zunehmend Ungenauigkeiten und Nachlässigkeiten ein. Folgerichtig kassierte man dann trotz aller Überlegenheit eben doch noch den „Unlucky Punch“.

Nach dem Spiel regte sich Christian Heidel bei Sky über den Pfiff auf, der zum Freistoß und in der Folge zum Gegentor führte. Ob zu Recht oder nicht, darüber gibt es sicherlich unterschiedliche Meinungen. Aber anstatt schon wieder mit dem Schiedsrichter zu hadern, sollte man sich vielleicht mit einem anderen Thema auseinandersetzen: Wie schon gegen Leipzig verlor man das Spiel nicht durch eine Fehlentscheidung sondern durch einen indirekten Freistoß.



68 Kommentare zu “Niederlage nach „Unlucky Punch“”

  1. ich sagt:

    Trotz Unterzahl ab der vierten Minute hatte Schalke das Spiel bis in die Schlussphase durchgängig fest im Griff. Dank einer erstaunlich sicheren Defensiv-Ordnung rund um die provisorische Innenverteidigung mit Thilo Kehrer, Johannes Geis und Sead Kolasinac – und dank pfeilschnellem und trickreichem Umschaltspiel von der gesamten Offensive. Immer wieder gelangen erstaunliche Kabinettstückchen und dynamische Tempoläufe. Ein großer Spaß für den Zuschauer.

    lange nicht so was positives über Schalke gelesen tut gut und macht Hoffnung das wir das überstehen als 1000 Schalker

  2. Nigbur 48 sagt:

    Allerdings eine bittere Niederlage. Es fällt schwer, sich über viele positive Aspekte zu freuen. Erstaunlich, wie die Mannschaft die frühe Hinausstellung von Naldo verarbeitet und in Trotz und Aggressivität umgesetzt hat. In zurückliegenden Jahren hätte man die Schalker ab diesem Zeitpunkt eigentlich abgeschrieben.
    Beeindruckend, wie Kehrer in der Abwehr agiert hat. Als hätte er schon zig Ligaspiele auf dem Buckel, spielte er unaufgeregt und ziemlich souverän. Seine saubere Grätsche wurde m. E. zu unrecht mit einer gelben Karte bestraft. Was aus dem Freistoß wurde, wissen wir ja. Deniz Aytekin konnte mich trotz seiner Erfahrung aus 170 Bundesligaspielen noch nie überzeugen. Die Karte gegen Naldo konnten man jedoch pfeifen.
    Goretzka fand ich überdurchschnittlich gut. Fast erwartet man das schon von ihm. Wieviel mag er gelaufen sein?
    Ein wenig mehr Mut hätte ich mir vom Trainer gewünscht. A. Donis (aua) hätte ich schon gerne um einiges eher gesehen, zumal klar war, dass Choupo noch Stunden hätte spielen können, ohne Leno zu beschäftigen.
    Bleibt die Hoffnung, dass die Jungs mit der Einstellung auch in die nächsten Spiele gehen und belohnt werden.

  3. CarstenS04 sagt:

    Moin moin

    Starkes Spiel… Unglücklich verloren…
    Warum hat er MCM nicht ausgewechselt? Zumal er da auch wieder ein Schlag aufs Knie bekommen hatte… Kono war deutlich besser unterwegs…

    Weiter arbeiten..

  4. Detlef sagt:

    Gute Einschätzung des Spiels von RJonathan, nur mit dem letzten Satz bin ich so nicht einverstanden. Klar man verliert letztendlich jeweils durch Feitösse, nur sind die nicht zu vergleichen. Gegen Leizig gehen mehrere Spieler mit dem Kopf zum Ball und Seo verlängert ihn unglücklich ins eigene Tor. Gegen Leverkusen schüttelt Kießling Choupo ab und köpft dann ein. Nach dem Spiel kam die Meinung auf, daß Fährmann da hätte zum Ball gehen können, das kann ich so nicht sehen.

    Die Niederlage fühlte und fühlt sich immer noch so falsch an. Wie kann eine mannschaft die trotz Unterzahl so agiert, nämlich hinten sicher und nach vorne stets gefährlich, das Spiel nicht erfolgreich beenden.
    Die Antwort ist einfach, die immer wieder gegebenen Konterchancen, teilweise sogar in Überzahl, wurden letzlich nicht konsequent zu Ende gespielt. Daran darf man weiter arbeiten, so wie es unter der Woche wohl schon passiert ist ( Quelle Tweet Sky )

    Der Pfiff zum Freistoss der zum Tor führte war für mich im Stadion falsch und bleibt es auch nach anschauen von TV Bildern. Aber machste nix, Schiri entscheidet nun mal anders.

    Noch einmal, Schade, daß die Mannschaft sich für dieses aussergewöhnlich gute Spiel nicht belohnt hat. Leverkusen fand ausser in den letzten 10-15 Minuten nicht statt und das trotz Überzahl.

  5. SpeedGlas sagt:

    Danke für deinen Kommentar RJonathan, ich finde deine Analyse sehr trefflich. Zuschauer, die die rote Karte für Naldo anfangs verpasst haben, wären wohl nicht darauf gekommen, dass Schalke in Unterzahl gespielt hat. Denn Schalke hat gestern einen tollen Kampf und guten Fußball gezeigt, trotz Unterzahl und mancher diskussionswürdigen Entscheidung vom Schiedsrichter. Momentan zollt man einfach dem hohen Verletzungsstand in der Offensive Tribut. Es fehlt ein echter Stürmer der so Dinger, wie sie Konoplyanka auf dem Fuß hatte, verwandelt.
    Heidel und Weinzierl habe gesagt, dass wir erst am Anfang eines langen Weges wären, aber es scheint der richtige zu sein. Mir gefällt es zu sehen, dass Spieler wie Kolasinac, Schöpf und Meyer sich unter Weinzierl verbessert haben. Thilo Kehrer scheint ebenfalls gut in den Kader integriert zu sein und wird sicherlich noch zu einigen Einsätzen in dieser Saison kommen.

  6. Nordlicht sagt:

    @ Nigbur 48, hast Du meinen Text kopiert?? :-) So wollte ich ihn auch schreiben.

    Selten hat mich ein Spiel, unserer Blauen, in den letzten Jahren, vor dem Fernseher, so begeistert. Da war so viel Dampf darin…herrlich. Leider hat nur bis zum 16er.

    Wenn der gegnerische Torwart dann bei so vielen schönen Ansätzen in 90 Minuten nicht einen Ball halten muss, kann man auch nicht gewinnen. Aber das man am Ende mit 0 Punkten da steht… bitter.

    Ich hätte mir nach 60 Minuten auch Donis gewünscht. Ob EMCM dort vorne rumeiert oder in Hamburg platz ein Kaffeesack ist, ist völlig egal. Gebt ihm einen Ball und lasst ihn neben dem Maskottchen am Spielfeldrand seine Tricks machen.

    Kehrer sehe ich wie Nigbur. Ganz starke Vorstellung von dem Jungen.

    Ich bleibe dabei. Das Foul an Baba war ein Elfmeter und somit der Zweite der uns hätte evtl Punkte bringen können.

  7. Detlef sagt:

    @nigbur48 und Nordlicht
    Chhoupo wurde vorne gebraucht als Anspielstation für lange, hohe Bälle. Das kannst du so mit einem Donis A eben nicht machen.

  8. Voice sagt:

    Wichtiges Spiel, bittere und unglückliche Niederlage.

    Die Schiedsrichterentscheidungen in dieser Saison kann man nur als unglücklich bezeichnen. Gestern war zwar keine komplett haarsträubende Szene wie letzte Woche dabei, aber viermal wurde im Zweifel gegen Schalke entschieden. Zuerst die rote Karte, aus meiner Sicht war da keine foulwürdige Berührung zu sehen und Chicharito hatte auch gar nicht mehr die Chance, an den Ball zu kommen, da er sich diesen zu weit vorlegte. Heißt, wenn Foul dann zumindest keine Notbremse. Elfer für Baba kann man auch geben, aber mit nicht gegebenen Strafstößen kennen wir uns ja schon gut aus. Kehrer geht zwar hohes Risiko, aber trifft klar den Ball. Und letztlich der kleine Schubser von Kießling gegen Choupo. Das war -denke ich- noch in Ordnung, wurde aber auch schon mal abgepfiffen. Die Leistungen der Schwarzen waren das ganze Wochenende einfach unterirdisch. Man hat den Eindruck, es wird immer schlechter. Es wird Zeit für den Videobeweis. Krassestes Beispiel war der Ellenbogenschlag gegen Wagner (Frankfurt-Hoffenheim), da wurde Stürmerfoul(!) gegeben. Hammer, unfassbar.

    Ansonsten super Spiel in Unterzahl, leider wieder vorne nicht gut zuende gespielt. Es gab so viele aussichtsreiche Situationen. Das war oft schlampig. Und Kolas Rückpass war eine Katastrophe, ohne diesen Bock gäbe es die ganze Diskussion nicht. Auch vor der Foulszene, die zum Tor führte, wurde der Ball dilettantisch verloren. Man darf die eigenen Fehler auch nicht vergessen.

    Tolle Leistung von Kehrer, unglaublich abgeklärt und wach. In Zweikämpfen, Stellungsspiel, Aufbau und Kopfball gleichermaßen überzeugend. Auch Geis hat mir gut gefallen in der aus der Not geborenen IV-Rolle.

  9. Frank sagt:

    Ist eine gute Analyse. Leider haben wir bei den Kontern, zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Zusätzlich war das Foul gegen Baba für mich ein Elfmeter. Ob er zu spät fällt kann nicht der Maßstab sein. Zusätzlich stellt sich die Frage ob nicht Toprak oder Baumgartlinger mit gelb-rot runter gestellt werden mussten. Schmidt hat die beiden durch die Auswechselungen davor bewahrt.
    Geis als Innenverteidiger war ein sehr guter Schachzug , bis auf die 89 Minute wo er und choupo sich nicht einig waren, wer Kiesling deckt.
    Allerdings war es trotz der guten Leistung ein Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze. 17 Punkte nach 14 Spieltagen sind zu wenig. Nun geht es gegen Freiburg und Hamburg. Das werden keine Selbstläufer.
    Wir können nur hoffen, das es zur Rückrunde besser wird

  10. Ney sagt:

    Null Punkte aus 2 Spielen. Gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte ist und bleibt Schalke erfolglos. Auch wenn mir das Schalker Spiel (bis zur Strafraumkante) gestern sehr gefallen hat, der Hinrundenausklang macht Anstalten, ernüchternd auszufallen.

    Wie schon gegen Leipzig verlor man das Spiel nicht durch eine Fehlentscheidung sondern durch einen indirekten Freistoß.

    An Schalker Tore nach Freistößen (oder Ecken) kann ich mich hingegen nicht konkret erinnern.

  11. leoluca sagt:

    Schalke spielt richtig guten Fußball. Lang ist es her, das in dieser Bestimmtheit sagen zu können. Gerade gestern, in Unterzahl und gegen einen gut trainierten Gegner, hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auf dem besten Weg ist, eine der besten der Liga zu werden.

    Thilo Kehrers Debüt war einfach nur großartig: eine überraschend reife Leistung. Leon Goretzka ist für mich der Mann des Spiels, der den Spielmacher genauso exzellent gab wie den Defensiven im MF.

    Bei Kono, der die Leverkusener Abwehr einige Male so richtig wuschig spielte, habe ich das Gefühl, da liegt das Tor in der Luft. Ähnlich wie anfangs der Saison bei Breel Embolo. Nicht mehr lange und der Abschluss gelingt.

    Die Idee von Nordlicht, künftig Ego-Choupo einen Ball zu geben und ihn neben dem Maskottchen am Spielfeldrand seine Tricks machen zu lassen, gefällt mir. Soll mit dem tatsächlich verlängert werden?

  12. Hasetaler sagt:

    Aytekin ärgert sich doch schon, wenn Schalke die Seitenwahl gewinnt…

  13. CarstenS04 sagt:

    Ich denke nicht das MCM auf Schalke bleibt…. Er zieht weiter und wieder ohne das jemand für ihn eine Ablöse bezahlt.

  14. Lutt sagt:

    Die Idee von Nordlicht, künftig Ego-Choupo einen Ball zu geben und ihn neben dem Maskottchen am Spielfeldrand seine Tricks machen zu lassen, gefällt mir. Soll mit dem tatsächlich verlängert werden?

    ECM hatte gestern sicher nicht seinen besten Tag, aber ist diese Saison mit seinen drei Toren einer der gefährlichsten Schalke-Stürmer. Außerdem schafft immer mal wieder Räume mit seinen schlacksig aussehenden Tricks – und spielt gerade sicher nicht seine Paradeposition.

    Ich fand, dass die Mannschaft (und das ganze Stadion) gestern eine prima Leistung hingelegt haben. Keine Notwendigkeit, auf einzelnen Spielern rumzuhacken.

  15. wilbor sagt:

    Würden nicht alle drei Stürmer fehlen (ist es nicht Wahnsinn), hätte er längst den Platz im Team verloren.

    Mittlerweile reicht es mit den Ausfällen und wir sollten schauen, dass wir noch einigermaßen in die Winterpause kommen. Der Afrikacup nimmt uns dann im Januar nochmal Bentaleb, Baba und Chupo und ohne schwarzmalen zu wollen, wird die Aufholjagd wohl in diesem Jahr nicht von Erfolg gekrönt sein.

    Unsere Chance wird in den Pokalwettbewerben liegen. Hier zeigt die Historie, dass eine erfolgreiche Saison dort stets einen Knick in der Liga bedeutet.

    Und insgeheim sehne ich mich schon seit längerem mal danach, eine Saison ohne englische Woche zu spielen. Nur mal zum gucken, wie der Autor hier schreiben würde ;-)

  16. BlueNote sagt:

    Zwei haarsträubende Fehler bringen letztlich die Punkte nach Leverkusen. Dazwischen gabs reichlich geiles Spektakel. Arg ersatzgeschwächt und in Unterzahl wurde hinreißend geackert und auch ansehnlich rasant nach vorne kombiniert. Auf den Unterhaltungswert bezogen das beste Saisonspiel bisher.
    Das Ergebnis war mir am Ende recht egal. Der CL-Zug dürfte in der Liga eh abgefahren sein für diese Saison und noch ein Jahr EL brauche ich so sehr wie Zahnschmerzen. Passt schon.

  17. Schlicki sagt:

    Der Analyse ist fast nichts hinzuzufügen, außer:
    Die Blauen bleiben ihrem Makel bei den Abschlüssen und der Chancenverwertung treu. Es ging nicht ein einziger Schuß aufs Tor, B04 hätte Leno auch auswechseln können. Das macht mich traurig.

  18. mika sagt:

    Gut gefightet und die Abwehr steht schon ganz gut, schade, blöd gelaufen, aber generell fehlt es nach vorne total an Ideen und Durchschlagskraft – nicht ein Schuss, den Leno parieren musste!

    „ECM hatte gestern sicher nicht seinen besten Tag, aber ist diese Saison mit seinen drei Toren einer der gefährlichsten Schalke-Stürmer…“

    Das sagt alles, unser „gefährlichster Stürmer“ macht drei Buden in 14 Spielen! Der ist gut, hahaha, geil…! You made my day!

  19. leoluca sagt:

    Die Analyse von RJonathan ist sehr in Ordnung. Seine Bemerkung aber, man sollte nicht schon wieder mit dem Schiri hadern, teile ich nicht so ganz.

    Der Freistoß, der dem Kiesling-Tor vorausging, war unberechtigt und Kehrers Tackling völlig sauber. Das war zwar Aytekins einzige Fehlentscheidung, aber eine entscheidende. Und das ist nach Leipzig einfach überhaupt nicht witzig. Vier Punkte in zwei Spielen durch falsche Schiri-Entscheidungen verloren.

    Zu Choupo nur noch das: Die kollektive Mannschaftsleistung gestern war überragend, doch Choupo wirkte auf mich wie ein Fremdkörper im Team. Seine Ego-Mätzchen nerven nur noch.

  20. leoluca sagt:

    Kleine Ergänzung zu Lutts Bemerkung, hier würde auf Choupo herumgehackt. Kann ich nicht sehen, zumal er im entscheidenden Moment beim indirekten Freistoß auch noch Kiesling freistehen ließ.

  21. Peter sagt:

    MCM hat sicherlich nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen gestern, aber ich finde er war weder ein Fremdkörper noch lag es nur an ihm, dass sämtliche Konter schlecht ausgespielt wurden. Vor allem am Anfang hat Kono es des öfteren auch verpasst, den besser postierten Spieler zu sehen und anzuspielen (Max hat sich diverse Male zurecht beschwert). Zig mal hat MCM den Ball gut festgemacht oder direkt abgelegt nach langen Bällen. Da finde ich absolut nichts dran zu meckern. Sowohl MCM als auch Kono müsste der Trainer mal ein bißchen die Eigensinnigkeit abtrainieren und sie mehr darauf konditionieren, den besser postierten Mitspieler zu suchen. So stark die Leistung von Leon gestern war, bei vielen schlechten Kontern war er mit in der Verlosung. Aber das wird. Man muss nicht nach jedem Spiel die CL Kalkulation aufmachen. Das dominante Auftreten gestern in Unterzahl war hammerstark, eine unglaubliche Mannschaftsleistung, und lässt erwarten, dass wir uns zukünftig dafür belohnen und punkten.

  22. idioteque sagt:

    EMCM muss auch eine Rolle spielen, die ihm nicht sonderlich liegt. Die muss er aber spielen, weil sonst aktuell niemand im Kader ist, der im Sturm spielen und auch mal einen Ball festmachen kann. Dadurch, dass er auch nicht immer die besten Entscheidungen trifft, sieht das dann z.T. sehr unglücklich aus. Dafür fand ich seine Leistung bis zur ca. 65. Minute sogar ziemlich gut. Es waren einige gute Weiterleitungen von ihm dabei. Danach war er dann merklich platt, musste aber leider zu ende spielen, weil aktuell die Alternativen fehlen. Ich fand aber nicht, dass er gegen den Rest merklich abgefallen wäre. Sobald es in Strafraumnähe ging, hat Konoplyanka auch durchgängig die falschen Entscheidungen getroffen, aber der wird hier seltsamerweise besonders gelobt, obwohl man bei ihm die gleiche Kritik anbringen könnte wie bei EMCM.

  23. crisscross04 sagt:

    Ja, es läuft gerade. Nicht!

    Ich bin bei der Beurteilung sehr nah bei Voice. Schlechte bzw. unglückliche Schiedsrichterleistung – erneut, schlechte Übersicht bei Überzahlspiel im und am Sechszehner – erneut, guter Einsatz und Kehrer sehr gut – auch erneut und leider erneut unglücklich verloren..

    Bei der Einschätzung der Leistung von EMCM bin ich völlig bei „idioteque“.

    @leoluca: EMCM ließ Kießling nicht stehen, sondern Kießling hat EMCM vor dem Kopfball weggestoßen und erst dadurch stand Kießling frei. Natürlich war das in erster Linie sehr clever von Kießling, weil er es so früh tat, dass es gestern überhaupt keiner bemerkt und gesehen hat. Aber es bleibt für mich ein Foul, weil er sich dadurch einen enormen Freiraum verschafft hat, den er dann auch zu unserem Unglück genutzt hat.

    Aytekin ist und war schon immer ein Thema bei uns. Der pfeift einfach immer so unglücklich und fast immer gegen uns. Natürlich war das kein Foul von Kehrer. Aber Aytekin pfeift nun mal solche Aktionen. Das hat er gestern das ganze Spiel getan und daher braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn er das auch kurz vor Schluss bei/gegen Kehrer tut – auch wenn Kehrer klar den Ball gespielt hat.

    Man kann ja jetzt schon mal ein Zwischenfazit ziehen, da man selbst mit Siegen gegen Freiburg und Hamburg (wovon ich beim HSV nicht ausgehe) auch in der Tabelle nicht weiter nach vorne kommen wird.

    Mein Fazit: Insgesamt alles sehr ernüchternd! Wir spielen teilweise sehr schön, aber nicht erfolgreich. Der Abstand nach oben ist eklatant groß geworden – und das nicht nur zu den Bayern. Wir sind mittlerweile ins komplette Mittelmaß abgerutscht. Warum das jetzt von vielen als Fortschritt bewertet wird, verstehe ich nicht so ganz.

    Die Saison kann man getrost jetzt schon abschenken und sich höchstens an einzelnen Spielchen erfreuen. Auch das empfinde ich als sehr bitter. Ob das dann nächste Saison besser wird, bleibt abzuwarten, denn ich bin mir nicht sicher, ob wir ohne internationalen Wettbewerb Meyer und Goretzka halten können. Aber dann gibt es halt eine neue Übergangssaison, gell?!

    Auch die Einkaufspolitik von Heidel bleibt ernüchternd: Coke und Embolo werden in dieser Saison aufgrund ihrer Verletzungen keine Rolle mehr spielen – OK, unglücklich, aber kann man Heidel wohl nicht vorwerfen, obwohl Verletzungen für mich auch immer etwas mit dem Kopf zu tun haben.

    Kono, Baba und Bentaleb, alle drei Spieler ausgeliehen, haben mich noch nicht dauerhaft überzeugt. Alle drei zeigen mal ab und an ein Spiel, in dem sie überzeugen können, um dann die nächsten vier Wochen wieder in der Versenkung zu verschwinden. Kono ist für mich mit 18 Mil. Marktwert total überbewertet. Er ist und bleibt einfach im Abschluss zu hektisch, zu unüberlegt und damit zu schwach.

    Bleibt Strambouli, den wir dummerweise gekauft und nicht ausgeliehen haben. Er scheint der größte Fehlgriff zu sein, weil er es trotz der vielen Verletzten noch nicht einmal in Startformation schafft.

    Ja, ich gebe zu, ich bin kein Freund von Geduld. Ich sehe auch nicht, dass Ausdauer und Kontinuität unausweichlich zum Erfolg führen. Das Beispiel Gladbach zeigt mir, dass es eben nicht so ist. Ich glaube auch, dass Köln und Hertha, wenn sie sich für den internationalen Wettbewerb qualifizieren, in der nächsten Saison in der BuLi keine Rolle spielen werden – siehe Augsburg in der letzten oder Mainz in dieser Saison.

    Ich glaube nur in einem Punkt an Kontinuität: Wenn man dauerhaft gutes und effektives Scouting betreibt, also gute und talentierte Spieler einkauft, wird man finanziell und damit dann auch sportlich erfolgreich sein. Leider sind wir in diesem Punkt seit Jahren ganz schlecht.Es wird sich zeigen, ob Heidel auf Dauer hier die Kurve hinbekommt. Diese Saison hat er in meinen Augen bisher noch kein glückliches Händchen gehabt.

    Es bleibt auch festzustellen, dass in Leipzig und auch mittlerweile in Hoffenheim wesentlich effizienter und damit auch erfolgreicher gemanagt wird, so dass auch diese Clubs, neben Bayern und Dortmund, an uns vorbeigezogen sind. Und diese Clubs haben dazu auch nicht 2-3 „Übergangssaions“ benötigt. Nein, Sie haben einfach den richtigen Trainer verpflichtet, an dem die Spieler wachsen können und auf einmal Leistungen zeigen, die sie so noch nie abgerufen haben. So etwas sehe ich einfach bei uns nicht. Tut mir Leid, aber bis jetzt hat mich Weinzierl nicht überzeugt – vor allem sehe ich keinen Fortschritt zu Breitenreiter, außer dass wir „schöner“ spielen, aber dafür häufiger verlieren. Aber wir sollen ja Geduld haben. Fragt sich nur wie lange und wie viele Vereine dann noch an uns vorbeiziehen? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Erneut!

  24. Grieche sagt:

    Schalke gewinnt oder verliert wohl in dieser Saison immer in Serie. Hoffentlich ist die aktuelle am Samstag vorbei.

  25. Voice sagt:

    Europa League, Zwischnrunde: PAOK Saloniki – Schalke

  26. Nordlicht sagt:

    @ crisscross, ich frage mich so langsam, ob Du nur auf solche Serien wartest. Nach dem gestrigen Spiel wieder alles, aber auch alles in Frage zu stellen, finde ich sehr bitter.

    Da wundert es mich nicht weshalb bei uns nie Ruhe einkehren wird und weshalb niemand wirklich ein Chance erhält. Sofort funktionieren ist das Thema und das bei einem Spiel in dem vieles von Dritte beeinflusst werden kann.

    Ich für mich kann mich an solchen Spielen wie gestern begeistern. Das ist Fussball und dafür liebe ich das Spiel.

  27. Bluewolf sagt:

    Ich bin im Moment hin- und hergerissen wenn ich was zum Thema Schalke bewerten soll.

    Ok beim Thema Schiedsrichter nicht, Aytekin hat für mich zu oft gestern daneben gelegen. Den Elfer „Baba“ muss er geben, den Freistoß nach angeblichem Foul von Kehrer wiederrum nicht, auch kann er im Spiel gelb-rot für Leverkusen geben, überlasst dann aber Roger Schmidt die Auswechslung. Aytekin hat damit maßgeblich das Ergebnis beeinflusst.

    Das Spiel gestern war top – nur nicht die Torausbeute. Kono war sehr gut im Spiel – aber er spielt sein eigenes Spiel und das hilft auch nicht wirklich weiter. Er trifft nicht und übersieht seine Mitspieler (z.B. Meyer). EMCP gibt zwar gerne den Kirmesfussballer aber in den letzten Spieler war er jedoch sehr mannschaftsdienlich – trifft aber auch nix.

    Die Punkteausbeute ist bei 7 Niederlagen in der Liga, schon sehr mager, dagegen das Spiel auf dem Platz gefällt mir sehr viel mehr als in den vergangenen Jahren. Die Mannschaftsteile spielen gut miteinander, die Abstände untereinander stimmen, der Einsatz ist top. Das System wird unabhängig von den eingesetzten Spielern gleich gut gespielt. Wir dürfen auch nicht vergessen
    dass drei Mittelstürmer, gestern drei Innenverteidiger und eh schon zwei rechte Verteidiger ausfallen.

    Ich hoffe wir schaffen die Quali für die nächste Euroliga über den Pokal, ansonsten wird es doch sehr schwer da wir gegen die direkten Konkurrenten nicht gewinnen.

  28. Dav sagt:

    Ich hab mich gestern darüber aufgeregt, dass wir fast nur durch Konter in Tornähe gekommen sind. Klar, wir sollten flexibel sein und wir waren wegen dem frühen Rot gebeutelt, aber wir haben uns hinten reingestellt und nur darauf gewartet, anstatt spielerisches zu versuchen
    Das wurde dann in der 2. Halbzeit besser, aber irgendwie auch nicht.
    Ich kann nicht wirklich einschätzen was wir falsch und richtig gemacht haben.
    Es hätte am Ende wohl alles passieren können. Eine Lotterie, die Bayer mit Glück gewann

  29. derwahrebaresi sagt:

    @Nordlicht

    word.

  30. Johannes sagt:

    @dav Mit welcher Taktik hättest Du die Mannschaft nach Naldos Platzverweis spielen lassen?

  31. Dav sagt:

    @Johannes
    Evtl ein 4-4-1 mit rotierenden Außenverteidigerb und einen Geis, der den Abräumer spielt. Ich glaube, dass man gegen eine Mannschaft, die man übertrumpfen will, nicht mit Kontern spielen kann.
    Aber ich hab gut reden, MW musste sich schnell was einfallen lassen und hielt eben diese Taktik für angemessen. Doch das Ergebnis zeigt nun, dass das nicht funktioniert und Schalke sich mehr trauen muss. Mit dieser Taktik spielt nämlich Buxtehude gegen die Bayern.

  32. Bronco124 sagt:

    Man konnte durchaus Positives aus dem Spiel ziehen – das sehe ich auch so, z.B. Kehrer. Ihn sehe ich als gute Alternative zu Nastasic.
    Auch Geis hat seinen Job auf der ungewohnten Position gut gemacht. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: Fährmann hatte keinen guten Tag, Baba wirkte, als hätte er Fittnessprobleme. Am Schlimmsten: Chupo-Moting. Er vertändelt vorne den Ball und verteidigt gegen Kießling desolat. Für ihn hätte ich mir Avdijaj früher gewünscht. Der Junge hat Biss und richtig Bock. Beim Warmmachen hat er die ganze Zeit an der Torauslinie mitgefiebert.
    Meine Prognose: Abschied von Chupo im Winter. Glück auf.

  33. crisscriss04 sagt:

    @Nordlicht
    Stimmt. So habe ich das noch gar nicht gesehen und man könnte es so auslegen. ;-) Wenn Du jetzt noch mit Argumenten um die Ecke kommst, wird die Sache rund. ;-)

    Ich empfinde die Euphorie halt als übertrieben:
    Ja, das war gestern ein tolles Spiel und ja, auch mir hat es Spaß bereitet.
    Trotzdem kann man doch ein Fazit ziehen, dass bisher kein Einkauf super eingeschlagen ist und wir absolutes Mittelmaß in Liga sind. Was mich daran berauschen soll, frage ich mich wirklich.
    Und immer den Schiedsrichter zu bemühen, wird auf die Dauer echt langweilig. Die Jugend sagt dazu nur: „Opfer“ ;-)

    Macht die Augen auf. Wir sind Mittelmaß geworden und reden es uns mit diesen Spielen schön. Und wenn Du Ruhe haben willst, gehe am Sonntag in die Kirche. ;-)

    Aber wie ich schon gesagt habe: Ich habe Hoffnung!

  34. Johannes sagt:

    Ok, nur haben sie ja Bayer mit Weinzierls Taktik in Prinzip schon übertrumpft – dass die Konter überwiegend leider nicht gut zu Ende gespielt wurden, kann man doch nicht am Taktik-Entwurf (5-3-1, nach mE) festmachen.

  35. michael sagt:

    @crisscross

    von Euphorie kann m.M. nach nicht die Rede sein – auch nicht in diesem Block – eher von Freude darüber, dass man trotz Unterzahl die bessere Mannschaft war. Sicher ist das Ergebnis leider so, dass nichts Zählbares herausgekommen ist. Die Mannschaft hat sich nicht belohnt. Und hier sind die Fehler zu sehen: es fehlt die nötige Abstimmung im Sturm. Kono und MCM sind keine ausgesprochenen Mannschaftsspieler und so haben wir die Konter nicht gut zu Ende gespielt. Auch sind nach wie vor unsere Standards echt Mist.

    Auch kann ich deine Pauschalkritik an den Neuzugängen nicht teilen. Bentaleb war in den letzten 10 nicht verlorenen Spielen wie auch gegen Leipzig immer einer der Besten. Ich finde, dass wir eher auf der rechten Außenbahn ein Problem haben und ich hoffe, das Coke das schließen kann.

    Noch was zur Tatik – Ich kann verstehen, dass Weinzierl zunächst das „gleiche“ System/Tatik beibehalten hat, um Sicherheit zu bekommen. Aber in der 2.Halbzeit, hätte ich mir etwas mehr Risiko durch die Einwechselungen gewünscht.

  36. Nordlicht sagt:

    @ crisscross, was berauscht Dich denn?? Jedes Jahr CL und dafür Grottenkicks und sch…egal wie wir es schaffen??

    Jahrelang haben wir uns in die CL gewürgt und spielten dort nur, weil andere Mannschaften zu dämlich gewesen sind. In den Jahren fehlte – mir persönlich – auch das Gefühl ne echte Spitzenmannschaft zu sein.

  37. blues sagt:

    „Man war nicht in der Lage eine der zahlreichen guten Konterchancen in ein Tor umzumünzen.“

    Das ist für mich der entscheidende Punkt. Es ist noch nicht lange her, da galt Schalke als ziemlich starke Kontermannschaft. Da war gestern nichts mehr von zu sehen. Wo sind die eingeübten Varianten geblieben? Vielleicht wars Pech. Für mich sah es aber ein wenig danach aus, dass Konter clever ausspielen, nicht sehr häufig auf dem Trainingsplan stand in letzter Zeit, so undurchdacht wie das vor dem Tor auf mich wirkte. Das ist schade, denn alles andere war doch gut anzuschauen.

  38. idioteque sagt:

    Zur vermeintlichen Konterschwäche: Schalke hatte einen Stürmer weniger auf dem Platz, natürlich ist es mit weniger Anspielstationen und Leuten, die mit Läufen die Abwehr beschäftigen, schwieriger einen davon durchzubringen. Zumal Schalke durch die Verletzung aller drei Stürmer ein gelernter Endabnehmer fehlt.

  39. leoluca sagt:

    Habe keine Konterschwäche gesehen, sondern das gesamte Spiel über immer wieder ein sehr schnelles und präzises Umschaltspiel – meist über Leon Goretzka und oft auch über die starken Außen Schöpf und Baba. Gesehen habe ich eine ärgerliche Abschlussschwäche. Diesmal hat Schalke das Spiel nicht hinten und nicht im MF, sondern vorne verloren.

  40. Ney sagt:

    Diesmal hat Schalke das Spiel nicht hinten und nicht im MF, sondern vorne verloren.

    Dann ist wohl als nächstes der Torwart an der Reihe.
    (SCNR)

  41. blues sagt:

    Ich würde Umschalten am eigenen Strafraum, bei hochstehendem Gegner weiter, trotz allem fußballerischem Neusprech, als Konter bezeichnen. Rund ein Dutzend Konter oder wenn man das lieber hat, Umschaltsituationen, wobei das Wort ein wenig nach „Jahresendflügelfigur“ klingt, spielten die Schalker. Diese hatten alle so wenig Struktur, dass kein Schalker Angreifer in aussichtsreiche Schußposition kam. Leno musste, wenn ich mich recht erinnere, auch keinen Schuß halten.

  42. Torsten sagt:

    Ich würde als Umschalten den Moment des Ballgewinns in Kombination mit der promten (Bewegungs-)Reaktion des Teams darauf, und als Konter den folgenden Spielzug benennen.

    Andererseits ist bei beidem der Gegner noch unorganisiert, so dass beides in der Lehre von Louis van Gaal in die gleiche Phase, nämlich „Umschalten auf Ballbesitz“ gehören würde, nähme man diese Lehre als Maßstab. Vielleicht gibts da aber auch schon wieder was moderneres.

    Dass am Ende tatsächlich kein Schalker Schuss wirklich aufs gegnerische Tor kam ist laut Statistik wahr und macht eigentlich allen vorherigen Theorien den Gar aus.

  43. CarstenS04 sagt:

    Moin

    2 Spiele Sperre für Naldo, dh. 2016 ist für ihn dann gelaufen!

    Seo nimmt die rote Karte auf seine Kappe! lol, das hilft dem guten Naldo auch nicht!

  44. Torsten sagt:

    2 Spiele Sperre für Naldo

    Weil gegen dieses Strafmaß in den social networks gerade viel gewettert wird, hier mal kurz die Feststellung: 2 Spiele Sperre ist normal und richtig, wenn ein Schiri Rot für Notbremse gibt. Das ist keine „Ermessenssache“. Fällt bei einem aus dem Foul resultierenden Frei- oder Strafstoß ein Tor, wird die Sperre auf ein Spiel reduziert.

    Am letzten Wochenende wurden auch die Nicht-Schalker Justin Gerlach (Jena, 4. Liga) und Dominik Schmidt (Holstein Kiel, 3. Liga) für Notbremsen mit Rot des Feldes verwiesen. Auch diese beiden haben eine 2-Spiele-Sperre abzusitzen.

  45. Rjonathan sagt:

    Danke für Lob und Kritik zu meinem Artikel. Da ich das nicht alle Tage mache, ist das sehr aufregend, hier etwas zu veröffentlichen und zu beobachten wie es ankommt. :-)

    Zu der Konter-/Umschalt-Diskussion:
    Ich sehe das so: Gutes offensives Umschalten ist eine Grundbedingung für Konter. Aber der Umschalt-Moment sind nur die ersten – sagen wir mal – 5-10 Sekunden. Da das gesamte Stellungsspiel bei eigenem und gegnerischem Ballbesitz komplett unterschiedlich ist, geht es da vor allem darum, schneller als der Gegner die eigene Stellung nach Balleroberung (bzw. beim defensiven Umschalten nach Ballverlust) auf diese neue Situation einzustellen. Schalke hat meiner Meinung nach unter Weinzierl sowohl beim defensiven als auch beim offensiven Umschalten enorm zugelegt und macht das sehr, sehr gut. Mir scheint, es war sein wichtigstes und erstes Ziel, das zu verbessern.

    Ein Konter endet aber nicht mit gutem Umschalten, sondern muss auch „ausgespielt“ werden. Am Sonntag hatte Schalke diverse offensive Umschalt-Situationen wo man mit gleich vielen Angreifern oder gar mit Überzahl auf die gegnerische Abwehr zustürmte. dass man in diese Situation gelangte, lag an sehr, sehr gutem offensiven Umschaltspiel. Wenn man gut im Kontern (bzw. genauer im zweiten Teil des Konterns nach dem Umschalten – im „Ausspielen“) ist, dann führt eine Überzahl-Situation allerdings zu einer hundertprozentigen Torchance und auch die ein oder andere Situation mit gleich vielen Spielern oder einem Spieler weniger sollte brand gefährlich werden. Die Menge der Konter (bei Sky wurde irgendwann mal gesagt, es liefe nun gerade der Elfte Konter) hat aber im Grunde zu keinem ernsthaft gefährlichen Torschuss geführt.

    Deswegen würde ich sagen: Schalke beherrscht die eine Hälfte des Konterns sehr gut – das offensive Umschalten – während es die andere Hälfte – das Ausspielen – nicht gut beherrscht. Ebenfalls auf Sky wurde verlautbart, dass Weinzierl in der vergangenen Woche dieses Ausspielen verstärkt trainieren lassen hat. Ich vermute sehr, dass diese Trainingseinheiten derzeit weitergehen. Es ist aber eben der zweite Schritt auf dem Weg zu einem funktionierenden System. Und insofern bin ich positiv gestimmt. Den ersten Schritt hat das Team in ca. 4-5 Spielen gelernt. In ca. 3-4 Spielen sollte Schritt zwei also möglicherweise auch besser klappen. Das ist natürlich keine Erwartungshaltung. Ich bin ja treuer Vereinssoldat. :-)

  46. blues sagt:

    Da ich Heidels´ „Methusalemkonzept“ für die Abwehr bekanntlich leicht kritisch gegenüberstehe, bin ich auf die Besetzung und das Spiel der Abwehrreihe gegen Freiburg gespannt.

    Meiner Meinung nach sind Abwehrspieler wie Naldo der aktullen Spielweise, mit ihren rasend schnellen Attacken, wie sie die Angreifer von Rote Schwalbe Leipzig, BxB oder Leverkusen durchführen, nicht mehr gewachsen.

    Hoch beweglich, pressingsresistent und mit kluger Spieleröffnung überzeugte Geis gegen Monsanto Leverkusen adhoc auf der zentralen Postion der Dreierkette. Er war der spielende Gegenentwurf zum aktuell nicht mehr besonders handlungsschnellen und leicht hüftsteifen Zentrumsspieler Naldo. Naldo spielte gegen die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte gut. Bei einigen Niederlagen gegen die Vereine die über uns stehen, war Naldo als Abwehrspieler nicht nur einmal überfordert.

    Um zusehen wie die Schalker Abwehr mit einem sehr variablen Spieler auf der zentralen Position funktioniert, würde ich mich über ein zweimaliges Experiment mit Höwedes – Geis – Kehrer in der Abwehrkette, ziemlich freuen.

  47. leoluca sagt:

    Für das Phänomen, dass der Leverkusener Keeper bei fast einem Dutzend schneller Schalker Gegenstöße bzw. temporeicher Konter am Ende keinen einzigen Ball halten musste, gibt es vielleicht nicht nur eine Erklärung.

    Bei Goretzka, Meyer, Baba und Kono hatte ich öfters den Eindruck, dass ihnen beim letzten Pass in die Spitze tatsächlich die Erfahrung im Zusammenspiel, also die Routine darin fehlte, wie man den guten Konter auch gut zuende spielt. Choupo dagegen hat eigentlich nur sein eigenes Ding gemacht und sich in der Nähe des gegnerischen Strafraums meist schon festgelaufen und so den Konter erstickt.

    Gleichwohl hatte Kono allein im Strafraum zweimal den Führungstreffer auf dem Fuß und hier fehlte einfach einer der drei verletzten Knipser.

    Eventuell kann man hoffen, dass Kono noch übt und beim nächsten Mal präziser aufs Tor schießt. Eventuell ist aber auch endlich die Zeit für Donis Avdijaj gekommen. Am besten beides.

  48. blues sagt:

    Mit Spielern wie Goretzka, Konoplyanka, Schöpf, Choupo-Moting und Meyer sollte es möglich sein, Konter sauber auszuspielen. Choupo-Mouting wird ja gerne kritisiert. Ich beteilige mich da nicht, da von Heidels Neueinkäufen und Leihen (70 Mill. € Ausgaben) beim großen Umbruch bisher nur ein einziger Spieler, nämlich Bentaleb überzeugen konnte. Zwei Neue sind veletzt und Kono, Baba und Stambouli spielen bisher noch nicht mal auf dem Niveau von Choupo-Moting.

  49. Klopenner sagt:

    @blues:

    Wie kommst du bitte auf 70 Millionen an Ausgaben? Wir haben (ich mach das jetzt aus dem Kopf) für Stambouli 6 Mio, für Coke 4 Mio und für Embolo 7 Mio (zwei weitere Raten in den nächsten zwei Jahren) ausgegeben. Die Gehälter sind sicher nicht höher, als die Gehälter der Spieler die uns verlassen haben. Bentaleb, Kono und Baba sind geliehen und haben zusammen sicher keine 10 Mio gekostet. Das Geld würde erst fließen, wenn wir sie tatsächlich kaufen.

    Konkret überzeugt haben Stambouli, Baba und Kono sicher noch nicht. Aber alle 3 haben schon sehr gute Ansätze gezeigt. Stambouli ist sehr ruhig in seinen Aktionen (so wie es Neustädter in seinem ersten halben Jahr bei uns war), er hat aber für mich deutlich mehr Potential als Neustädter und ist in den Zweikämpfen und der Raumdeckung wesentlich effizienter. Baba hat ebenfalls sehr gute Ansätze gezeigt, wenn er mit seiner Dynamik nach vorne zieht. Sein Stellungsspiel ist noch ausbaufähig, aber er ist auch erst 22 Jahre jung.
    Von Kono halte ich sehr viel. Er hat mir in bisher allen seinen Einsätzen gefallen. Nicht immer herausragend, aber auch hier sehe ich sehr viele Ansätze die positiv sind. Einzig die Spielpraxis und die Bindung zu seinen Mitspielern fehlt noch etwas, aber das sollte nach der Winterpause nicht mehr das Problem sein.

    Choupo hat auch exzellente Qualitäten, aber mir geht sein Egoismus und seine oft gezeigte Arroganz auf den Sack. Bei seinen technischen Kabinettstückchen hält er sich zu oft mit sich selbst auf und scheint zu denken, dass er CR7 sehr ähnlich ist. Für mich braucht da der Vertrag nicht verlängert werden.

  50. Rjonathan sagt:

    Gerade nach dem vergangenen Spiel wundert mich die Kritik an Kono und Baba sehr. Sie kombinierten sich doch einige Male ziemlich ansehnlich durch eine Überzahl an Gegenspielern.

    Die Forderung, dass jeder Neueinkauf zum Stammspieler (oder gar zum Leistungsträger) werden soll, finde ich auch etwas übertrieben. Ich denke das war bei Stambouli nie der Gedanke, und auch Kono steht in erster Linie für Kaderbreite. Wer am Ende spielt entscheidet die Form. Und da haben Kolasinac, Geis und ECM eben derzeit die Nase vorn. Die spielen aber auch alle drei besser als in der vergangenen Saison. Allein dafür haben sich die Einkäufe gelohnt.

  51. Torsten sagt:

    „Transfermarkt“ weist für S04 übrigens 36,8 Mio an „Ausgaben“ aus. Kann auch Quatsch sein, basiert auch auf Hörensagen, ich halte nicht viel von solchen Additionen. Und 70 Mio klingt cooler, keine Frage!

    Wenn wir schon so nett mutmaßen haue ich mal noch einen raus und schreibe:
    Ohne Konkurrenz durch Baba hätte es Kolasinac‘ Leistungsexplosion nicht gegeben.

    Da soll mir mal einer das Gegenteil belegen.

    Zuletzt noch eine Prise Meinung:
    Wie man Konoplyanka nicht toll finden kann, kann ich nicht verstehen. Solch ein toller Kicker, hohes Tempo, viel Dynamik. Gefällt mir sehr gut, jetzt schon.

  52. andres sagt:

    wow, Torsten
    hatte mich schon über Deinen Drecksverein Tweet gewundert und jetzt auch hier forsche Meinungsstatements – nix da mit besinnlicher Adventszeit :-)

  53. Torsten sagt:

    Der besagte Tweet ärgerte mich schon nach Abpfiff. Das ist die Gefahr bei Twitter, dass man gleich Sekunden nach einem emotionalen Ereignis Gedanken in die Welt bläst, denen man zunächst eine Neubetrachtung mit beruhigtem Puls hätte gönnen sollen.

    Der Kommentar hier oben wurde allerdings sehr entspannt formuliert. Voller Besinnung.

  54. Grieche sagt:

    Ich schreibs einfach hierhin, auch wenns nicht zum Spiel passt: Die Beteiligten der Trainer-Rochade vom Sommer, die Weinzierls Wechsel nach Schalke ausgelöst sind und für die die Vereine z.T. eine Ablöse zahlen mussten, sind fast alle schon wieder entlassen (Schuster in Augsburg, Meier in Darmstadt, Rehm in Bielefeld). Bis auf Weinzierl selber.

  55. hellwach sagt:

    Irgendeiner muss herhalten. Aogo spielt gerade nicht, Neustädter ist weg, also mal der Kameruner. Legt immer die weiten Abschläge vom Ralle nur zurück. Macht keine Bälle fest. Und wenn er doch mal einen kriegt, trickst er nur rum. Soll er doch mit Erwin… oder besser selbst als Masskottchen am Rand…. Scheiß-Frisur auch.

    Nein, Alter ist nicht immer ein Segen. Zum X-ten mal NN-Bashing, zum X-ten mal die XX Mio Ablöse-Legende, langsam geht die Spannung verloren.

    Übrigens bedauere ich alle, die an diesem Sonntagnachmittag nicht vor Ort Teil dieses wieder einmal einzigartigen Ereignisses Schalke sein konnten, um das uns der Rest der Fußballnation und darüberhinaus -völlig zu Recht- beneidet.

  56. blues sagt:

    Man sollte zwischen Kaufpreis (Kosten) und der Finanzierungart (Ratenzahlung)unterscheiden. Auch die Darstellung in der Buchhaltung spielt möglicherweise eine Rolle, warum der eine die fällige Gesamtsumme auf 35 Mill. € der andere auf 70 Mill. € schätzt.

    Wenn ich beispielsweise ein Auto für 20.000 € anschaffe, lautet der Kaufpreis 20.000 €. Wenn ich das Auto per Fünfjahreskredit abbezahle, zahle ich jedes Jahr 4.000 € plus Zinsen. Wenn ich das Auto per Leasingvertrag leihe habe ich jedes Jahr 4.000 € in der Buchhaltung.

    Heidel steuerte die Transfers im Sommer 2016 durch vorgeschaltete Leihverträge und Ratenverträge so, dass ein Teil der Kosten für seine Transfers erst in den Jahren 2017 und 2018 anfallen. Er hat damit aber seinen Transferetat für die Jahre 2017 und 2018 teilweise belastet. Das heißt, ein Teil der Transfergelder für 2017 und 2018 sind schon 2016 ausgegeben.

    Das kann man je nach Goodwill, als geschickt, als Trick, als aus der Not geboren oder auch als Taschenspielertrick bezeichnen. Es bleiben aber rund 70 Mill. € die Schalke früher und später aufbringen muss.

    Hier nochmals die kolportieren Kaufpreise, die angesichts der Marktpreisinflation bei Spielern nicht unrealistisch klingen. Handgelder und Beraterhonorare schwirren da ja vermutlich auch noch durch den Transferraum.

    Bentaleb Leihgebühr und Ablöse 22-24 Mill. €
    Konoplyanka Leihgebühr und Ablöse 12,5 Mill €
    Embolo zw. 22-27 Mill. €
    Stambouli 8 Mill. €
    Koke 3-4 Mill. €

  57. Klopenner sagt:

    Ich verstehe was du sagen möchtest, blues. Aber wenn du 70 Mio schreibst, dann sollten es auch 70 Mio sein die Heidel tatsächlich ausgibt. Da wir weder Bentaleb noch Konoplyanka oder Baba bisher fest verpflichtet haben, steht für die drei lediglich die Leihgebühr als Kostenfaktor an. Alles andere kommt nur evtl. zum tragen.
    Und wenn du dann noch Buchhaltung dazu packst, dann nimm doch für die drei Spieler auch ein Beispiel welches besser passt. z.B. Ein Auto bei Europcar für ein Jahr mieten/leihen. Das fließt auch nicht mit dem vollen Kaufpreis in den Etat, sondern mit der Leihgebühr.

    Sollte sich Heidel dazu entscheiden die drei Leihspieler zu kaufen, dann werden für die Jahre 2017 und vermutlich 2018 und 2019 weitere Kosten anfallen, aber nicht rückwirkend für das Jahr 2016.
    Also hat Heidel seitdem er bei uns ist, nur Coke, Stambouli und Embolo gekauft. Und davon, soviel ist öffentlich geworden, nur Embolo auf „Raten“ gekauft, wie es in der Fußballwelt üblich ist. Nimmt man jetzt nochmal Transfermarkt.de als Quelle, hat Heidel in der vergangenen Transferperiode ziemlich genau 7,5 + 8,5 + 4 + 1 + 0,5 = 21,5 Mio Euro für Transfers ausgegeben.
    Nehmen wir mal die eine oder andere Million dazu für Berater und ungenaue Information, dann sind wir wieder eher bei 30 Millionen. Und immer noch weit weg von 70 Mio.
    Wie gesagt, diese 70 Mio können als Summe zusammen kommen, belasten dann aber erst 2017 und weitere Jahre und nicht das aktuelle Jahr. Damit greift Heidel sicher zukünftige Einnahmen an, aber diese Summe muss ja auch nicht zusammenkommen, wenn man sich gegen die Verpflichtungen entscheidet und im Sommer gänzlich andere Spieler holt.

    Du sagst es ja sogar selbst:

    Es bleiben aber rund 70 Mill. € die Schalke früher und später aufbringen muss.

    Früher oder später wird Schalke auch über 100 Mio aufbringen, kommt halt nur drauf an wieviele Jahre man zusammenfasst. Für die aktuelle Transferperiode stehen jedenfalls nie und nimmer 70 Mio an Ausgaben fest.

  58. Voice sagt:

    Zum Thema Buchhaltung. Ich beschäftige mich beruflich zwar eher mit Gebäuden und anderer Betriebsausstattung, aber im Bereich Profifußballer müsste es meines Wissens so sein, dass es für die Gewinn- und Verlustrechnung vollkommen unerheblich ist, ob ein Transfer in einer Zahlung oder über X Raten abgewickelt wird. Entscheidend sind die Anschaffungskosten (also Transferentschädigung und Nebenkosten wie Beraterhonorar etc.). Diese werden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben und belasten den Etat der nächsten Jahre. Bei Embolo z.B. bedeuten 25 Mio. Ablöse bei 5 Jahren Vertragslaufzeit in der Buchhaltung Aufwand (=Kosten) von 5 Mio. pro Jahr. Dazu kommen natürlich Gehalt usw. Leihspieler verursachen Aufwand in Höhe der Leihgebühr plus Gehalt. Die Zahlungsmodelle spielen eher ein Rolle in Bezug auf die Liquidität und die Verbindlichkeiten.

  59. BlueNote sagt:

    Gute Nachrichten für alle Choupo-Basher: http://www.wr.de/sport/fussbal.....92305.html

    Ich persönlich sehe ihn sehr gerne kicken, auch wenn er es ab und an mit dem Eigensinn etwas übertreibt. Seine Tricks und Drehungen sind spektakulär, er ist relativ pressingresistent und kann den Ball gut behaupten. Außerdem ist er ein sympathischer Zeitgenosse und kein glattpolierter Profi von der Stange. Passt. Schade, dass er ausfällt. Ich rechne jetzt mit Avdijaj von Beginn an oder evtl. Konoplyanka. Aber der kommt besser mit Anlauf aus der zweiten Reihe. Hm…

  60. blues sagt:

    @Klopenner
    So weit ich das verfolgt habe, sind Konoplyanka und Bentaleb so gut wie verpflichtet. Koke, Stambouli und Embolo sowieso. Wir werden sehen.

    Es bleibt dabei, dass Heidel auf einen Schlag soviel Geld ausgeben hat, wie Heldt in drei, vier Jahren zusammen. Da sollte man über die Ergebnisse die das zeitigt, sprechen dürfen.

  61. blues sagt:

    @Voice
    Genau darum geht es, dass durch unterschiedliche Betrachtungmöglichkeiten, unterschiedliche Aussagen zu aktuell anfallenden Kosten möglich sind, auch wenn das Gesamtvolumen das ausgeben wurde, feststeht.

  62. Torsten sagt:

    Es bleibt dabei, dass Heidel auf einen Schlag soviel Geld ausgeben hat, wie Heldt in drei, vier Jahren zusammen. Da sollte man über die Ergebnisse die das zeitigt, sprechen dürfen.

    Nee, auch das stimmt so nicht.

    Denn wenn wir gleiche Betrachtungsweisen für beide zugrunde legen, und wenn wir uns deshalb zunächst mal darauf beschränken was bislang ist und nicht was sein könnte, also Leihen als Leihen und Käufe als Käufe betrachten, dann hat Horst Heldt mit (von transfermarkt.de kolportierten) 38,2 Mio schon alleine in der letzten Saison gegenüber Heidels (von transfermarkt.de kolportierten) 36,8 Mio mehr Geld ausgegeben.

    Da sollte man über die Ergebnisse die das zeitigt, sprechen dürfen.

    Das bleibt Dir selbstverständlich unbenommen. Selbst dann wenn alle Spieler zum Nulltarif gekommen wären.

  63. Nordlicht sagt:

    Es ist in meinem Augen nicht fair die verschiedenen Transferperioden zu vergleichen.
    Auf dem Transfermarkt, in diesem Sommer, ist jeder Spieler jenseits von realistischen Ablösesummen gewesen.

    oder möchte mir jemand sagen, daß Horst Held einen Leroy Sane vor 3-4 Jahren für € 50 Mio hätte verkaufen können??

  64. Torsten sagt:

    Sehr guter Einwurf, Nordlicht.
     
     
    Und noch was anderes, kurz nebenbei:

    Es wird Zeit für den Videobeweis.

    Endlich/Hoffentlich bald den Videobeweis!

    Gegen Leverkusen hätte der nicht geholfen.

    Nach aktuellem Stand der Dinge werden Tore, Rote Karten, Elfmeterpfiffe und nicht geahndete Tätlichkeiten überprüft. Eine Freistoßentscheidung des Schiedsrichters wird nicht überprüft.

    Einen interessanten Gedanken dazu formulierte übrigens Max Ost in der letzten Rasenfunk-Folge, der sich fragte ob dann wohl die Anzahl der gepfiffenen Elfmeter stark ansteigen wird; weil die Pfiffe dann eben überprüft würden, bei Nicht-Pfiffen aber der Fehler „durchläuft“.

    Ich sag mal: So toll wird das alles nicht, mit diesem „Videobeweis“.

  65. blues sagt:

    Nur mal um den Geamtüberblick über Heldts Transferausgaben zu behalten, als Ergänzung die Beträge ab der Saison ab 11/12 aus derselben Quelle.

    14/15 4,40 Mio. 
    13/14 16,50 Mill
    12/13 6,5 Mill.
    11/12 7,3 Mill.

    Macht mit der Saison 15/16 im Schnitt 14 Mill. pro Jahr.

    @Nordlicht
    Nein, Leroy Sane war noch nicht soweit. Aber Draxler dürfte am Ende 40 Mill. € in die Schalker Kasse gespült haben.

    @Videobeweis
    Es gibt kein Allheilmittel gegen Schauspielerei, Fallsucht, versteckte Tätlichkeiten, Fehlentscheidungen und Wettbetrug. Ich sehe es trotzdem als Fortschritt an, den Videobeweis einzuführen. Es wird da sicher nach und nach eine angemessene Ausweitung der Anwendung und Anpassungen der Regeln, mit Bezug auf nachträgliche Sperren, geben. Das wird so manche Flug-Show oder Tätlichkeit à la Ribery verhindern.

  66. Voice sagt:

    Nicht gegebene, klare Elfmeter nicht in den Videobeweis einzubeziehen wäre natürlich hanebüchen. Ich denke aber -wie blues- es wird nur der erste Schritt sein und entsprechend ausgeweitet werden. Zunächst ist es wichtig, dass er überhaupt eingeführt wird, das ist ja schon ein Riesenschritt und wird die Zahl der eklatanten Fehlentscheidungen deutlich senken.

  67. Markus sagt:

    @Schauspielerei, Fallsucht, versteckte Tätlichkeiten:

    Allheilmittel gibt es hierfür wirklich nicht. Aber grob unsportliches Verhalten könnte nachträglich anhand von Videoaufnahmen geahndet werden. Die Tatsachenentscheidung (Elfmeterentscheidung, ungeahndete Tätlichkeit, usw) ließe dies unberührt, denn die würde zumindest für Dauer des Spiels uneingeschränkt fortwirken. Nach dem Spiel könnten persönliche Strafen wie gelbe Karten oder Verwarnungen, die bei zukünftigen Strafmaßbemessungen berücksichtigt werden könnten, oder Geldstrafen ausgesprochen werden.

    So hätte im Leipzig-Spiel z.B. Ralf Fährmann bei einer weiteren gelben Karte vom Platz fliegen können, seine gelbe Karte aber nach dem Spiel für die Zukunft aufgehoben werden können. Bentalebs ungeahndeter Ellbogenschlag hätte nachträglich eine gelben Karte mit Wirkung für die Zukunft nachsichziehen können.

    Der Ansatz des grob unsportlichen Verhaltens würde mMn die (teilweise) Durchbrechung des Grundsatzes der Tatsachenentscheidung rechtfertigen. Ähnlich wie im Recht über den Grundsatz von Treu und Glauben Korrekturen unangemessen empfundener Ergebnisse einer Anwendung gesetzlicher oder vertraglicher Regelungen möglich sind.

    Natürlich würden auch bei nachträglichen Bewertungen von Spielszenen (übliche) Diskussionen nicht ausbleiben. Was ist eine grobe, was (noch) eine leichte Unsportlichkeit? Aber auch das kennt man bei der Frage noch gelb / schon rot schon.

    Jedenfalls würden unbemerkte Übeltäter nachträglich bestraft (dies hätte sicherlich präventive Wirkung) und fälschlicherweise Bestrafte entlastet. Zudem würde Druck von den Schiedsrichtern genommen.

  68. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 11.12.2016: Gegen Leverkusen waren die Blauen, trotz Unterzahl ab der vierten Minuten, die bessere Mannschaft und verloren doch am Ende sehr unglücklich mit 0:1. […]

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