Schwache Schalker lassen auch gegen Freiburg Punkte liegen

Schalke 04 kommt gegen des SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus. Beim letzten Heimspiel des Jahres boten die Blauen eine ganz schwache Vorstellung. In dieser Verfassung droht auch in Hamburg eine Niederlage.

Die von Schiedsrichter Manuel Gräfe gewährten 5 Minuten Nachspielzeit erschienen mir als überraschend viel. Doch noch etwas Zeit, vielleicht doch noch eine Chance – das schienen auch die Blauen zu denken und holten die Brechstange raus. Jetzt gab es doch noch Druck, noch drei Eckbälle, nun flog der Ball von links nach rechts und zurück durch den Freiburger Strafraum. Als es dann nicht reichte, als Gräfe die Partie abpfiff, hatte sicher nicht nur ich den „Hätten sie mal eher damit angefangen“-Gedanken.

Ja, es ist die Fansicht der Dinge. Natürlich darf man den SC Freiburg nicht unterschätzen. Natürlich sind die Argumente nicht von der Hand zu weisen, die nun angeführt werden um dieses Spiel zu erklären: Zwei fehlende Innenverteidiger, die verletzten Stürmer, mit Fabian Reese und Thilo Kehrer zwei unerfahrene Spieler auf dem Platz. Und trotzdem war es schon bitter, wie wenig Fußball Schalke in diesem Spiel auf den Platz bekommen hat.

Die echten Torchancen konnte man an einer Hand abzählen. Für die Schüsse, die Schalke wirklich auf des Gegners Tor brachte, reichten zwei(!) Finger. Mich wunderte, dass Evgen Konoplyanka so tief agierte. Ich hätte ihn im Sturm erwartet, wie in den Europa League-Heimspielen gegen Krasnodar und Nizza. Gemeinsam mit Max Meyer gelang es ihm nicht, vor der Abwehr ein geeignetes Kombinationsspiel aufzuziehen. Dafür fehlte er vor dem Tor als Anspielstation, wo der junge Fabian Reese alleine gegen eine Vielfachdeckung nicht ankam. Für mich wirkte gerade Konoplyanka in diesem Spiel mit seiner Position überfordert.

Auf den Außenbahnen, konnten Sead Kolasinac und Alessandro Schöpf in diesem Spiel keine Akzente setzen, die während der „Soundso-oft-nicht-verloren“-Serie so offensivstark waren und dieses Team immer wieder antrieben. Im Mittelfeld strahlte Nabil Bentaleb längst nicht die Torgefahr aus, die ihn während der besagten Serie so auszeichnete. Thilo Kehrer machte fast ein ganz tolles Spiel, war aber eben doch für das Gegentor verantwortlich. Selbst Ralf Fährmann segelte zwischendurch an einer Freiburger Flanke vorbei. Wohin man auch schaute, so richtig funktioniert hat auf Schalker Seite eigentlich überhaupt nichts.

Dies einfach abzuhaken und mit den Ausfällen von vielen Stürmern zu erklären, von denen in der Regel eh immer nur einer auf dem Platz stand, bedeutet Resignation. Dann kann man sich die Tour nach Hamburg sparen. Trainer Markus Weinzierl muss sich was einfallen lassen. Sogar gegen den HSV muss man sich einen Sieg verdienen, dafür muss bei Schalke nicht nur vieles, sondern alles besser laufen als es gegen Freiburg der Fall war.



26 Kommentare zu “Schwache Schalker lassen auch gegen Freiburg Punkte liegen”

  1. Roman sagt:

    Apropos Eckbälle: Wann haben wir zuletzt aus einer Ecke ein Tor gemacht? Kann sich jemand erinnern?

  2. Zeitspieler sagt:

    Hamburg wird kein Problem, die liegen uns besser als Freiburg.

  3. Torsten sagt:

    Apropos Eckbälle: Wann haben wir zuletzt aus einer Ecke ein Tor gemacht? Kann sich jemand erinnern?

    Klar ;-)

    29. September, Heimspiel gegen Salzburg, das 3:0 durch Höwedes. Ecke Geis, Kopfball Naldo an die Latte, viel Gewusel, Emobolo versuchts auch per Kopf und scheitert, Höwedes prügelt ihn rein. Für Mitglieder hier nachzuschauen: http://www.s04.tv/de/saison/hi.....2640-.html

    Genrell fallen nicht mehr allzu viele Tore nach Eckbällen, oder irre ich da? Gibts dazu irgendeine Statistik?

  4. Erle72 sagt:

    Da scheint der Blog-Wart aber einen grummligen Tag erwischt zu haben. Ich finde schon, dass die vielen Fehlenden entscheidend dazu beitragen, das es nicht so gut läuft. Wobei falsch – gerade das Laufen und der Einsatz funktionierten deutlich besser als zu Beginn der Saison. Was fehlte war die Genauigkeit und damit das Tempo. Die Veränderungen im Mittelfeld haben diesbezüglich deutliche, negative Spuren hinterlassen. Trotz der offensichtlichen Freiburger Taktik gelang es unserer Mannschaft kaum einmal schneller zu verlagern als die Freiburger laufen können. Auch nach der Halbzeitpause konnten die Schalker sich zusammenspielerisch und taktisch nicht verbessern. Da muss wieder eifrig trainiert werden bis Dienstag – ist ja noch ein Tag…
    „Trainer Markus Weinzierl muss sich was einfallen lassen. Sogar gegen den HSV muss man sich einen Sieg verdienen“, dafür muss bei Schalke nicht nur einiges, sondern vieles besser laufen als es gegen Freiburg der Fall war.

  5. Ney sagt:

    Nach ca. 40 Minuten guckte ich auf die Stadionuhr. Dort stand 15:43 .

    Trostlos. Von Fährmanns Torwart“spiel“ hinten, bis ganz vorne.

  6. Eddi04 sagt:

    Schwache Spiele hat es immer mal gegeben. Freiburg ist eine gut organisierte Mannschaft.

    Fakt ist, dass wir die ersten 5 Spiele verloren haben. Holen wir dort nur 7 Punkte, ist alles ok.

    Ich bin zuversichtlich, dass wir eine starke Rückrunde spielen. Ansonsten macht 1 Jahr ohne EL auch nichts. Dann haben wir die ganze Energie für die Buli!

  7. Stefan sagt:

    Leipzig hätte man nen Punkt holen können. Leverkusen hätte man eigentlich schlagen müssen. Genau wie Freiburg zu Hause.
    Hätte, hätte, hätte.
    Leider einfach zu wenig für so eine Truppe.
    Sah ne Zeitlang ganz gut aus nach dem Fehlstart. Insgesamt aber leider viel zu wenig. Ich fürchte auch in der Rückrunde wird es nicht wesentlich konstanter auf hohem Niveau.
    Würde auf einen Saisonabschluss zwischen Platz 8. und 11. wetten.
    Bleibt die Hoffnung auf Weinzierls Jahr 2.
    Sportlich alles wie immer auf Schalke. Nur hinter den Kulissen ist endlich mehr Ruhe eingekehrt.
    Besonders viel Spaß macht das alles wieder mal nicht.
    Leider.

  8. leoluca sagt:

    Mir ist das Schalker Spiel am Samstag ein Rätsel. Was ich mir nicht erklären kann, dass unsere Mannschaft zwar krasse 120 Kilometer gelaufen ist, keine schlechte Passquote hatte und immerhin über 30 Mal den Ball in den gegnerischen Strafraum bugsierte, doch das Spiel trotzdem keinen Schwung hatte und nicht richtig lief.

    Vielleicht hat Markus Weinzierl ja doch recht, dass uns einfach ein richtiger Stürmer vorne gefehlt hat, der ein frühes Tor und so das Spiel lebendig macht.

    Wäre schön, wenn dahinter vornehmlich ein taktisches Problem stehen würde. Ich kann’s nicht recht glauben. Jedenfalls hat Heidel erst mal Druck von der Mannschaft genommen mit der Aussage, selbst bei Nichtqualifikation für Europa müsse kein Stammspieler verkauft werden.

  9. Christian sagt:

    Und ewig grüßt das Murmeltier……

    oder auf Schalke bezogen man hofft auf ein Wunder in der Winterpause oder dann
    eben spätestens in der folgenden Saison. Ich glaube nicht mehr daran.
    Schalke ist im Mittelmaß angekommen.
    Eine Platzierung zwischen „gerade noch EL“ und Tabellenplatz 1x wird wahrscheinlich
    unsere Zukunft sein. Es mag sein, das die Knappenschmiede noch ein paar junge Talente
    ausspuckt, aber die werden auch in Zukunft nach dem Sane Prinzip schnell monetarisiert
    werden müssen. Im Grunde fehlt uns jetzt schon ein guter zweiter Anzug, das ist zumindest
    meine Erkenntnis aus dem Salzburg Spiel. Es gibt auf fast keiner Position einen Wettbewerb,
    die meisten können sicher sein das sie ohne Verletzung auch spielen werden.
    Das ist i.d.R. kein leistungsfördernder Gedanke.
    Unser Problem ist und wird immer mehr, es sind nicht nur die üblichen Verdächtigen mit denen
    wir uns seit Jahren um die lukrativen CL Plätze streiten, nein wahrscheinlich sind jetzt auch
    noch Hoffenheim und Leipzig dazugekommen. Wenn ich so auf die Tabelle über uns sehe,
    dann spielen vielleicht Köln und Frankfurt über ihre Verhältnisse – mehr nicht.
    Und leider haben CL Teilnahmen einen doppelten Effekt, zum einen (viel) mehr Geld und zum
    anderen setzen sie einen Reiz für gute Spieler zu wechseln. Das alles spricht nicht mehr für uns.

  10. Torsten sagt:

    Jedenfalls hat Heidel erst mal Druck von der Mannschaft genommen mit der Aussage, selbst bei Nichtqualifikation für Europa müsse kein Stammspieler verkauft werden.

    Dass „keine Stammspieler verkauft“ werden müssen bedeutet ja nicht, dass es keinen Rückschritt gibt.

    Die Einnahmen werden fehlen. Das wird sich auf Entscheidungen auswirken, zum Beispiel wenn es darum geht, bislang ausgeliehene Spielern zu kaufen. Auch wird der Club für potenzielle Neuzugänge ohne internationales Geschäft unanttraktiver. Stand heute steht für kommende Saison an, Huntelaar und Choupo-Moting zu ersetzen, ohne Ablösegewinn aus diesen Abgängen.

    Insofern ist das Erreichen der Europa League für S04 sehr, sehr wichtig. Auch wenn ich persönlich auch gut ohne diese Spiele auskäme.

    Es gibt auf fast keiner Position einen Wettbewerb,
    die meisten können sicher sein das sie ohne Verletzung auch spielen werden.
    Das ist i.d.R. kein leistungsfördernder Gedanke.

    Das sehe ich aktuell auch als Problem, das ist aber tatsächlich der Verletzungsproblematik geschuldet. Genau um diesen Konkurrenzkampf zu bekommen wurde der Kader ja gestaltet wie er ist, mit „Duellen“ wie Huntelaar/Embolo, Kolasinac/Baba, Geis/Stambouli, Caicara/Coke, Konoplyanka/Choupo-Moting.

  11. BlueNote sagt:

    Erstmals in dieser Saison darf Schalke ein Heimspiel samstags um 15:30 Uhr austragen. Es ist das letzte Heimspiel des Jahres, kurz vor Weihnachten, nach einer arg durchwachsenen Hinrunde mit nur 17 Punkten im Rucksack. Man hat eine Menge gut zu machen bei den Fans und bietet dann so eine blutleere Vorstellung anstatt die stimmungsvolle Advents-Atmosphäre zu einem versöhnlichen Jahresabschluss zu nutzen und den mehr als geduldigen Fans ein bisschen was zurückzugeben.

    Schnelles, vertikales Spiel fand nicht statt. Ein biederer, offensiv arg limitierter Gegner, rannte einfach 10 km mehr als die Knappen und wusste vor allen Dinger signifikant besser, wohin er laufen musste. Wieder einmal quälte sich die Auswärtself mehr als die Heimmannschaft. Ein Rückfall in die unerträglichen Marotten der ersten Saisonhälfte. Ich bin da ganz bei Torsten: So gibt’s in Hamburg null Punkte.

    Was mich auch ärgerte, war der erste Satz in Heidels Stellungnahme nach dem Spiel auf der Schalker Homepage: „Es war ein brutal intensives Spiel, beide Mannschaften sind marschiert. (…)“ Ich kann nur vermuten, dass er sich fälschlicherweise auf das Spiel der Doofen gegen Hoppenheim bezog….

  12. idioteque sagt:

    Jetzt ein schwaches Spiel, davor zweimal mehr oder weniger unglücklich verloren, und schon geht wieder die Welt unter? Muss ich nicht verstehen, oder?

    Das Spiel will ich gar nicht schönreden, aber auf eine Sache hinweisen: Schalke hatte nur drei Spieler in der Startelf, die älter als 23 sind. Da ist also einiges an Potenzial im Kader, an dem wir uns hoffentlich in Zukunft noch erfreuen können. Bei Reese, Tekpetey, Avdijaj und Kehrer gibt es noch kleine Fragezeichen, aber sonst besitzt jeder Spieler schon gutes BuLi-Format und viele davon noch Potenzial nach oben.

    Zum Spiel selber nochmal: mMn nach war nicht nur der fehlende echte Stürmer für das schwache Spiel verantwortlich, sondern auch die Kaskade, die durch Geis‘ Wechsel in die Abwehr ausgelöst wurde. Dadurch mussten sich Goretzka und Bentaleb stärker um Defensivaufgaben kümmern und konnten ihren Zug nach vorne nicht gut einbringen. Dadurch musste sich dann Konoplyanka tiefer einschalten, damit der Ball nach vorne gebracht werden konnte, und der fehlte dann wieder vorne.

  13. Erle72 sagt:

    @BlueNote »dass er sich fälschlicherweise auf das Spiel der Doofen gegen Hoppenheim bezog…«

    Das kann nicht sein, da in Hoffenheim 45 km weniger gelaufen wurde mit deutlich geringerer Durchnittsgeschwindigkeit (6,4 statt 7,2). Brutal intensiv stimmt schon für das Spiel gegen Freiburg, aber eben nicht fußballerisch ansehnlich oder erfolgreich. Am Rande: Statistisch gesehen entsprach das Unendschieden in etwa dem langjährigen Durchnitt gegen Freiburg. Diese Bilanz ist schon verwunderlich.

  14. crisscross04 sagt:

    @idioteque: Gegenfrage: Wie viele Spieler sind bei Leipzig über 23? Alles Ausreden.

    Das Zusehen tat echt weh und hat mich stark an vergangene Saisons erinnert. Wenn ich die Abschläge von Fährmann, die wirkungslosen Freistöße, Ecken und 1000e Flanken und das ideenlose Anrennen sehe, kann man echt verzweifeln. Das kann man alles trainieren. Aber anscheinend wird das nicht getan oder die Spieler können es im Spiel nicht umsetzen. Wieder einmal hat das Spiel gezeigt, dass Spieler und Trainer kein Konzept und Rezept gegen einen tief stehenden Gegner haben. Wir sind zwar viel gelaufen, aber der Gegner eben auch und dieser hat auch noch die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen. Insgesamt ein sehr unglücklicher und frustrierender Jahresabschluss in der Arena. Dafür waren die Fans beim Abpfiff aber erstaunlich ruhig.

    Gleichzeitig muss man wohl auch unsere angeblich starke Leistung im letzten Spiel gegen Leverkusen relativieren, wenn man sieht, dass Leverkusen zuhause gegen Ingolstadt verliert.

    Im Gegensatz zu den letzten Jahren stehen wir aber hinten sicherer. Kehrer ist zudem wirklich ein großes Talent, eine echte Alternative und ein großes Pfund für unsere Zukunft – wenn er bei uns bleibt. Unser Gegenpressing und Umschaltspiel hat sich auch teilweise verbessert. Aber in puncto Kreativität und Torgefährlichkeit haben wir uns eher verschlechtert. Die Abgänge von Draxler und Sané haben wir nicht wirklich kompensieren können.

    Wir sind aktuell nur noch Mittelmaß und unsere aktuelle Tabellenposition entspricht auch unseren Leistungen. Daher sehe ich auch keinen wirklichen Fortschritt.

    Ich höre Heidel wirklich sehr gerne zu. Er strahlt Vertrauen und Zuversicht aus. Auch am Samstagabend hat er das wieder getan. Man geht dann mit einem guten Gefühl ins Bett. Blöd nur, wenn man sich dann am nächsten Tag noch einmal die blutleere Leistung der Mannschaft vom Vortag anschaut.
    Die Aussage von Heidel, dass man Goretzka, Meyer und Co. sehr wohl auch ohne EL finanziell halten kann, mag schon richtig sein. Ob diese Spieler aber dann noch bei uns spielen wollen, wenn sie sich international nicht zeigen können, steht aber auf einem anderen Blatt Papier. Viele Fans mögen die EL aufgrund der vielen Sonntagsspiele in der BuLi nicht und könnten daher auch gut darauf verzichten. Ich sehe es als sehr gefährlich an, wenn wir die EL Quali verpassen sollten. Unser Marktwert einschl. Attraktivität sinkt weiter und wir werden aufgrund der fehlenden Einnahmen noch mehr gezwungen sein, Spieler zu verkaufen.

    Aber vielleicht schaue ich mir einfach noch einmal das Interview mit Heidel an. Dann wird alles gut. ;-)

  15. mika sagt:

    Immerhin haben wir es in der Hinrunde mit Weinzierl geschafft, dass „Augsburger Erfolgsmodell“ in Schalke beinahe 1:1 einzuführen.
    Hinten stehen wir wieder gut, offensiv nach vorne geht aber fast nix mehr…
    Schalke: Platz 11 mit 18 Punkten, zum Vergleich Augsburg: Platz 12 mit 17 Punkten.
    Leider haben wir eine sehr große Spreizung, was die dafür aufgewendeten Kosten angeht…… ;o)
    Spaß beim Fußball geht anders, aber ein paar Ansätze waren ja mal schon in der Hinrunde dabei…mal schauen, wie es in der Rückrunde läuft…..wird noch ein langer Weg.

  16. blues sagt:

    Die Aussage, dass der Verein keine Spieler verkaufen muss, wenn die Ziele nicht erreicht werden ist völliger Quatsch. Schalke verkauft ja Spieler wie Draxler und Sane bereits Jahr für Jahr, ohne dass sie das müssen.

    Dass sich „Trainer Markus Weinzierl was einfallen lassen muss“, liegt auf der Hand. Mich beschleicht dabei allerdings etwas Skepsis, war doch die Einsetzung der Dreierkette in der Zeit des Gladbachspiels, eher einer Laune oder dem Zufall und dem Aufmucken von Meyer geschuldet, als einem größeren Plan.
    Für eine dauerhafte Planung mit Dreierkette haben Sportvorstand und Trainer zu Saisonbeginn definitv zu wenig IV-Personal eingestellt.

    Seit Magaths zweiter Saison, stand Schalke zur Winterpause nicht mehr so schlecht in der Tabelle, wie jetzt.

  17. idioteque sagt:

    Ich meinte das nicht als Ausrede. Das Spiel vorgestern war nicht gut. Ich wollte nur ausdrücken, dass wir einen Kader haben, mit dem mittelfristig richtig was aufbauen kann. Ich sehe eben nicht, dass man auf Dauer ins Liga-Niemandsland fallen wird, so wie einige Leute hier das anscheinend sehen.
    Außerdem ist der Vergleich mit Leipzig ziemlich schief. Das ist ein Club, der seit Gründung eine Philosophie streng über alle Ebenen verfolgt. Die Spieler dort spielen fast alle RB-Fußball, seit sie 16 sind. Und selbst bei denen hat das einige Jahre gedauert, bis alles gegriffen hat. Die mussten auch eine Extra-Runde durch die zweite Liga drehen. Das dann mit Schalke zu vergleichen, wo gefühlt in den letzten fünf Jahren sechs mal die Philosophie geändert wurde, wo zu dieser Saison wieder ein komplett neuer Trainerstab angerückt ist, inklusive neuer Spielidee. Dafür waren die Leistungen ab Spieltag 5 (als Weinzierl ein zum Kader passendes System gefunden hat) größtenteils schon ganz gut. Es war doch wirklich damit zu rechnen, dass da auch nochmal schwächere Spiele dazwischen sein würden und nicht nach fünf Niederlagen zu Beginn plötzlich alles gewonnen wird.
    Außerdem stand Freiburg nicht tief, sondern hat über das komplette Feld gepresst. Das ist momentan eher Schalkes Kryptonit als tiefstehende Gegner (wie z.B. Werder und Darmstadt, die man in letzter Zeit recht souverän geschlagen hat).
    Über eine verpasste internationale Quali mache ich mir erst irgendwann in der Rückrunde Sorgen, wenn sie absehbar ist. Aktuell sind da oben noch mindestens drei Teams, die erst noch beweisen müssen, dass sie über eine komplette Saison da oben bleiben können.

  18. leoluca sagt:

    Torsten spricht in seinem Anfangstext einen wichtigen Punkt an, nämlich dass Kono sehr tief agierte statt vorn im Sturm zu spielen wie in den Europa League-Heimspielen gegen Krasnodar und Nizza. Beides zugleich ging nicht, so dass es weder zu einem guten Kombinationsspiel vor dem Freiburger Strafraum noch zu mehreren starken Strafraumszenen kam wie beim Ausgleich.

    Ich teile Torstens Beobachtung, nur: wer hätte statt Kono auf der 8er Position spielen können? Leon Goretzka natürlich. Leon spielt aber seit vielen Wochen aus guten Gründen im defensiven MF hinter Meyer, um von dort aus das Umschalten zu lenken, dass MM allein nicht schafft.

    Das hat gegen Leverkusen gut funktioniert, weil Leverkusen Ballbesitzfußball spielt und Schalke sein Konterspiel über die Doppelsechs aufziehen konnte.

    Gegen Mannschaften wie Freiburg, die tief stehen, geht das nicht. Schalkes Hauptgegner an diesem Nachmittag war wieder mal der Ballbesitz – so steht es schön in der Analyse der „Halbfeldflanke“.

    Diese Grundschwäche ist weiterhin da und man kann nur hoffen, dass der HSV weniger läuft als Freiburg und weniger stabil in seinem Spielsystem ist. Für eine Besserung auf Schalker Seite gegenüber Freiburg sehe ich keinen Grund.

  19. idioteque sagt:

    Kleine Ergänzung zum Thema „blutleerer Auftritt“: Schalke ist laut Kicker 124,6 km gelaufen, Freiburg 128,6, zusammengenommen Saisonhöchstwert in einem Spiel. Der Unterschied zwischen beiden ist also erstens nicht so groß, und Schalke hat im Schnitt pro Spieler mehr abgespult als gegen Leverkusen, wo noch die tolle Laufleistung gelobt worden ist. Am Einsatz hat es also nicht gefehlt. Im Moment fehlen einfach noch die spielerischen Mittel gegen gut und intensiv pressende Teams.

  20. rlsn sagt:

    In der aktuellen Verfassung und unter den gegebenen Umständen mit den vielen Verletzten ist Freiburg auch ein denkbar undankbarer Gegner für uns gewesen. Freiburg hat wirklich sehr kompakt verteidigt und uns in den interessanten Bereichen des Platzes permanent unter Druck gesetzt. Was die an Räume zugelaufen haben, war schon bemerkenswert.

    Dazu kommt, dass wir im Ballbesitzspiel, selbst in Bestbesetzung, immernoch Probleme haben. Wenn dann noch einige Spieler im Offensivverbund fehlen, macht es das nicht besser. Man hat schon gemerkt, dass uns vorne ein wenig der Zielspieler gefehlt hat, welcher Bälle auch mal festmachen kann. Reese war zwar bemüht und ist viel auf die Außen ausgewichen aber wirklich effektiv war er leider nicht. War letztendlich auch ein ziemlich undankbares Spiel für ihn.

    Von Kolasinac und Bentaleb hätte ich mir mit ihrer Dynamik in diesem Spiel mehr erwartet. Als Baba reingekommen ist, kam es auf der linken Seite direkt zu einigen guten Kombinationen und gefährlichen Situationen. Bentaleb konnte seit seinem Nasenbeinbruch nicht wirklich an bisher gezeigte Leistungen anknüpfen. Ich weiß nicht inwiefern ihn die Maske behindert aber es ist schon auffällig.

    Dafür sah unsere Abwehr prinzipiell sehr solide aus. Leider war da eben dieser eine Fehler dabei, welcher zum Gegentor führte. Aber abseits davon haben wir uns beim Verteidigen der Konter doch recht gut angestellt, was auch nicht immer der Fall gewesen ist.

    In Hamburg wird es mit dieser angespannten Personallage nochmal schwer. Die werden sicherlich ähnlich agieren wollen wie Freiburg, wobei sie defensiv nicht ganz so stabil sind aber dafür im Konter mit Kostic und Müller gehörig Potenzial haben. 3 Punkte wären nochmal wichtig und ich hoffe, dass man dann im Winter die Zeit nutzen kann auch das Ballbesitzspiel zu verbessern. Wobei es sicherlich alles andere als optimal ist, dass Bentaleb, Baba und Choupo die Vorbereitung aufgrund ihrer Reise zum AFCON verpassen werden.

  21. CarstenS04 sagt:

    Von Anfang an…. Von vorne bis hinten ein gebrauchter Tag

    Sturm null, Mittelfeld lala und Verteidigung ein Schnitzer, unterm Strich müsste dann mit einem Punkt zufrieden sein….

    Meiner Meinung nach auch schlecht gewechselt….

    Halt ein insgesamt gebrauchter Tag…. War ja auch mal wieder in der Arena…Ja ne is klar

  22. michael sagt:

    Dass wir in den letzten beiden Jahren durch den Verkauf von Sané und Draxler in der Offensive an Qualität verloren haben und dass diese Qualität nicht adäquat ersetzt wurde, steht ausser Frage und macht sich in der kompletten Vorrunde bemerkbar. Aber das bringt uns nicht weiter.
    Was ich nicht verstanden habe, ist die Aufstellung von Reese als Spitze. Da Frage ich mich doch, ob einer der beiden anderen Jungspunte nicht besser gewesen wäre. Was ich aber garnicht mehr verstehe, ist dass Weinzierl so sehr an Schöpf festhält und JC nicht eine Change gibt oder ihn zumindest früher bringt. Die Dynamik bzw. das Durchkommen auf den Außenbahnen hat total gefehlt und gerade gegen solche Teams brauchst du das – so ist ja auch der Ausgleich gefallen. Ich hoffe nur, dass wir in Hamburg gewinnen und mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen. Leider habe ich heute gelesen, dass Embolo noch nicht ins Trainingslager mit fahren kann und noch längere Zeit ausfällt.

  23. schalkoholiker sagt:

    Ich will hier nicht die gelaufenen Kilometer zählen. Auch keine Weltuntergangsstimmung verbreiten. Aber mich wundern will ich dürfen: Darüber, dass die Ideen ausbleiben und der Mut verloren scheint.
    Ich erinnere an das verloren gegangene Spiel gegen Salzburg. Mir war es nicht egal, weil ich gern das Momentum des Siegs mitgenommen hätte in den Schlussspurt des Jahres. Vielleicht lag es (mit) daran. Ist halt viel Kopfsache. So stecken jetzt 4 Spiele mit nur einem Punkt auf dem Zettel. Schade.

  24. degucker sagt:

    Hat sich wirklich viel geändert?.
    Abschläge alles wie gehabt.
    Spieleröffnung unter Druck wie gehabt.Bentaleb seit Wochen
    aus dem Spiel.Die Außenbahnen harmlos ohne Druck .(außer Baba
    seit drei Wochen,prombt bleibt der erstmal auf der Bank).
    Und vorne Zentral war nur Embolo auf einem guten Wege ,der wird
    aber in dieser Runde kaum noch auf der Wiese stehen .Der Rest nimmt
    sich doch nichts.Nach 16 Liga Spielen hat unser Torgefährlichster !!!
    Spieler wieviel Tore?.Grausam!
    Wie kommt man auf eine annehmbare Passquote ?
    Ganz einfach, in dem gefühlte 80% der Bälle hinterum pöhlt weil man
    nach vorne keine Lösungen hat.
    So viel weiter sind wir noch nicht!.
    Hoffentlich macht Hamburg richtig Dampf ,denn ich sehe unsere Chance
    Nur in der Reaktion.
    Wünsche frohe Weihnachten und
    GUTES gesundes neues!

  25. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 17.12.2016: Beim letzten Heimspiel des Jahres zeigte Schalke gegen Freiburg eine ganz schwache Leistung, konnte gegen den defensive Gegner kein adäquates Offensivspiel etablieren und kam in der Folge nicht über ein 1:1 hinaus. […]

  26. leoluca sagt:

    Wer das Spiel gestern in Ingolstadt gesehen hat, wird zugeben müssen, dass der FC Freiburg derzeit richtig guten Fußball spielt – wie schon am Wochenende auf Schalke. Er spielt das, was er kann, ziemlich perfekt, und hat es so ja auch unserer Mannschaft sehr schwer gemacht. Daher sollte man dieses mühsame Remis gegen Freiburg nicht in die gleiche Kategorie „schwaches Spiel“ packen wie den Grottenkick von Hamburg.

Schreibe einen Kommentar