Achte Niederlage beim Gruselkick in Hamburg

Schalke verliert sogar in Hamburg und schickt seine Fans mit der nächsten Enttäuschung in die Winterpause. In einer Partie auf niedrigstem Bundesliganiveau war Schalke noch ein bisschen schlechter als der HSV und verlor das Spiel verdient mit 2:1.

Welch ein Gerutsche. Welch ein Gestochere. Welch ein Gepöhle. Es war ein Spiel wie auf Schnee, nur ohne Schnee. Die Passquoten beider Teams waren katastrophal, Spielzüge gab es nicht im Ansatz. Der Ball flipperte über den Platz und beide Teams versuchten, ihn wie auch immer in die richtige Richtung zu bugsieren.

Bei der Verkündung der Startaufstellung war ich froh, dass Geis im Mittelfeld aufgestellt wurde. Gegen Freiburg spielte er in der Innenverteidigung und fehlte als Absicherung hinter Bentaleb und Goretzka. In meiner Theorie sollte er als absichernder 6er dem Duo Bentaleb/Goretzka mehr offensive Spielgestaltung ermöglichen. Allein es funktionierte nicht.

Niemals in diesen 90 Minuten gelang es Schalke, wirklich ein Spiel aufzuziehen. Immer war alles Stückwerk, und immer wieder führten Stockfehler zu Ballverlusten. Spannend war es nur, weil Hamburg auch nicht wirklich besser war. Letztlich machte aber Schalke mehr Fehler in der Rückwärtsbewegung, die dann vom HSV genutzt wurden.

Dies war die achte Niederlage der laufenden Saison. Schalke 04 hat tatsächlich die Hälfte seiner bisherigen Bundesligaspiele verloren. Nach 16 Spieltagen hat man lediglich 18 Punkte auf dem Konto. Man muss schon weit zurückblicken, um das zu unterbieten. Im Dezember 1998 standen für das Team der Blauen unter Huub Stevens lediglich 17 Punkte zu Buche. Fürchterlich schlecht. Und trotzdem hege ich kein Zweifel an Trainer Markus Weinzierl.

Nach dem missratenen Saisonstart haben wir eine Weile ziemlich guten Fußball sehen können. Es war zu erkennen, wie sich dieses Team entwickelt, wie es sich mehr und mehr aneinander gewöhnte und an Sicherheit gewann. Die Begegnung in Leipzig wurde ob des Tabellenplatzes Leipzigs und ob der Serie Schalkes als Spitzenspiel deklariert, was niemand wirklich als falsch empfand – das ist gerade 18 Tage her.

Dass Schalke nun mit zwei schwachen Leistungen in die Winterpausen schlitterte ist bitter. Andererseits gibt es wohl nicht viele Clubs in der Liga, welche den Ausfall von allen etablierten Stürmern und zwei Stamm-Innenverteidigern mit zwei Siegen hätten beantworten können. Die Pause kommt gerade recht. Im Januar gibt es den Neustart und der Marathon „Bundesligasaison“ ist noch nicht mal zur Hälfte gelaufen.

Ach ja: Als Schalke damals, 1998, mit Huub Stevens, nur auf 17 Punkte in 16 Spielen kam, spielte die Blauen zwei Jahre später ihre beste Bundesligasaison seit 1972, mit eben dem gleichen Trainer.



28 Kommentare zu “Achte Niederlage beim Gruselkick in Hamburg”

  1. blues sagt:

    „Trainer Markus Weinzierl muss sich was einfallen lassen“, war die Forderung nach dem Freiburgspiel. Das sah ich auch so. Allein, da kam auch gegen Hamburg nichts. Weinzierl ist derzeit nicht in der Lage der Mannschaft eine sichtbare Spielidee zuvermitteln. Was wir nach einem halben Jahr Heidel/Weinzierl zusehen bekommen, sind viele Niederlagen und so strukturlose Grottenkicks wie gestern Abend. Auf Anno 1998 verweisen zu können, oder doch eher zu müssen, und dass damals Jahre später alles wieder gut wurde, täuscht nicht darüber hinweg, dass auf Schalke nicht nur die spielerischen Glanzlichter dieses Jahr an Weihnachten fehlen.

  2. joha sagt:

    Gerade mal in die Daten der Saison 98/99 reingeguckt und mich an Baslers Freistoß-Bogenlampe vor der Nordkurve erinnert. Damals hat Schalke stagniert, die Eurofighter-Generation war verletzt, außer Form oder über den Zenith. Das Jahr drauf war nicht viel besser und Huub hatte eigentlich gar keinen Kredit mehr.
    Heute sehe ich trotz der letzten Spiele positive Anzeichen, Ansätze einer taktischen Reifung – die Zwischenserie war ja auch spielerisch teilweise ansehnlich. Ich hoffe auf die Rückkehr von Coke und Embolo + mehr taktische Flexibilität. Trotz der Verletzten darf dich eine wild umherlaufende Truppe wie der HSV nicht so zustellen. Und wenn ich Ralf Fährmann was zu Weihnachten wünschen darf, ist es eine Spieleröffnungs-Schulung. Das würde der Mannschaft sehr helfen, so kombinationssicher ist die Offensive dann doch nicht.

    Positiv: Das letzte Mal habe ich hier nach dem Augsburg-Spiel kommentiert und Platz 13-16 und weniger als 20 Tore zu Weihnachten prognostiziert. Beides falsch. Es hätte also bei aller Enttäuschung schlimmer kommen können. Allerdings ist es in die Europaleague ein sehr langer Weg und Weinzierl wird seine Rechnerei schön vorgehalten bekommen, wenn man nach der Winterpause nicht zügig ranrückt.

  3. mika sagt:

    WAZ: ‚Weiinzierl rechnet:“Schalke noch immer knapp auf Kurs…“‚ – mein lieber Schwan. Das klingt aber schon nach dem Pfeiffen im Wald…Tja, die Serie war gegen Mannschaften, die unter uns stehen, bis auf das Spiel gegen Mainz und den BVB.
    Sonst gab es nur auf die Muetze. Und mal ehrlich, so etwas wie gestern spricht nicht fuer eine Entwicklung der Mannschaft.
    Das war technisch und taktisch wie ein Huehnerhaufen in der
    E-Jugend.
    Aber ich glaube, dass wir gar keine andere Wahl haben, als auf eine gute Entwicklung in den nächsten 1-2 Jahren zu hoffen, aber es zerrt ganz schon an den Nerven und an der Stimmung.
    Hoffentlich behält der Kapitän Weinzierl auch das Tabellenende im Auge, denn das ist auch nur knapp neben dem bisherigen Kurs….

  4. CarstenS04 sagt:

    Ich hoffe das alle die Pause nutzen können… Zu regenerieren, zu genesen, sich zu besinnen, zu sammeln um im neuen Jahr neu anzugreifen…

    Der Start ins neue Schalke war mehr als holperig…Mehr Rumpelfussball als Profifußball

    Noch bin ich optimistisch das das Projekt gelingt…. Noch…

    Glück auf… Schöne Weihnachtszeit

  5. Tobias sagt:

    Vollkommen schwache Halbserienbilanz. Da gibt’s doch nun wahrhaft nichts schönzureden. Eher Abstiegs- als Europakandidat.
    Dennoch: Geduld und Ruhe sind ja da. Viel mehr als in den letzten Jahren, was ich als ausgesprochen positiv erachte. Sicher die Basis für auch mal nachhaltiges Arbeiten, was zum Erfolg führen kann (!!).

    Von daher, will ich mal bedingt positiv auf die Rückrunde blicken. Schlechter von der Punkteausbeute dürfte es ja auch kaum noch gehen.

  6. SpeedGlas sagt:

    Ich finde man sieht, dass es nicht klappt das Fehlen von 4 Stürmern und 2 Verteidigern zu kompensieren. Besonders die Angreifer fehlen. Schalke ist momentan ein zahnloser Tiger, wenn man sich die Torausbeute der letzten Spiele ansieht. Ich finde es auch nach wie vor erschreckend, wie schwach Schalke bei Standardsituationen ist. Obwohl Geis ein exzellenter Freistoß- und Eckenschütze ist, kommt nie was zählbares dabei raus, außer dass man Angst vor einem schnellen Konter des Gegner haben muss. Daran muss Weinzierl arbeiten, damit man so Spiele wie gegen den HSV auch mal durch einen Standard retten oder entscheiden kann.
    Angesichts der vielen Verletzten führt wohl kein Weg daran vorbei im Winter noch einen Stürmer und einen Innenverteidiger zu holen. Mit Meyer als Stürmer zu spielen halte ich für unklug, er sollte lieber gemeinsam mit Goretzga im Mittelfeld das Spiel aufziehen. Die beiden sind in der Lage mit guten Pässen ihre Mitspieler in Szene zu setzen. Weinzierl scheint klare Vorstellung davon zu haben, was für einen Fußball seine Mannschaft spielen soll. Ich hoffe, dass sich das Lazarett bis Januar lichtet und er mehr Option bekommt.

  7. Detlef sagt:

    Zusammengefasst: Grottenkick, 8. Niederlage, kein Zweifel an Weinzierl.
    Sehe ich alles genauso.

    @blues
    „Weinzierl ist derzeit nicht in der Lage der Mannschaft eine sichtbare Spielidee zuvermitteln“
    Ich denke schon, dass er das vermitteln kann, siehe dazu die Mitte der Saison. Blöd ist halt nur, dass der Gegner auch eine Spielidee hat und die war speziell in den letzten beiden Spielen so, dass Schalke seine Idee nicht durchbringen konnte.
    Woran das liegen kann? Zum Teil sind es sicher die verletzten Spieler, vielleicht auch zum Teil die Unerfahrenheit, denn Schalke spielt zumeist mit einer sehr jungen Mannschaft. In Hamburg und auch gegen Freiburg lag es wohl auch ein wenig am Platz, wobei auf letzterem musste der Gegner auch spielen.

    @speedglas
    Ich halte Max Meyer eher für einen hängenden Stürmer als für einen Mittelfeld 10er. Da wo er zur Zeit spielt kann er seine Stärken gut einbringen, was allerdings fehlt ist der vordere Stoßstürmer, der auch mal ablegen könnte.

    Was mir zuletzt immer häufiger auffällt sind die vielen Rückpässe auf Fährmann, der dann meist nichts anderes macht und den Ball lang nach vorne kloppt. Und das obwohl es zumindest von Tribüne oder vorm TV so aussieht, als könne er auh zum Mitspieler passen. Ich weiß, daß Ralle dem FC Schalke schon häufiger was gerettet hat, aber seine Spieleröffnung ist halt höchstens befriedigend. Und dadurch wird der Ball oftmals einfach weggeschenkt, was gestern extrem auffiel ( gefühlt ).

    Noch ein kleiner Lichtblick zum Schluß: Donis Avdijaj.
    Freut mich für ihn persönlich, dass er sein erstes Bundesligator geschossen hat und mir gefällt seine Art auf dem Platz. Darf gerne häufiger spielen und auch mal länger.

  8. Torsten sagt:

    „Trainer Markus Weinzierl muss sich was einfallen lassen“, war die Forderung nach dem Freiburgspiel. Das sah ich auch so. Allein, da kam auch gegen Hamburg nichts. Weinzierl ist derzeit nicht in der Lage der Mannschaft eine sichtbare Spielidee zuvermitteln.

    Ich sehe das anders. Weinzierl hat gegenüber dem Freiburg-Spiel und gemessen an den zur Verfügung stehenden, personellen Möglichkeiten, sehr viel geändert. Er hat das Mittelfeld-Dreieck Bentaleb/Goretzka/Geis wieder installiert. Dadurch musste die Dreierkette verändert werden. Er hat Baba von Beginn an gebracht, der gegen Freiburg belebend war. Er hat Konoplyanka und Meyer vorgeschoben, um mit zwei sich unterstützenden, nominellen Stürmern aufzuwarten. Dass die gestrige Niederlage an einer „fehlenden Spielidee“ gelegen haben soll, halte ich für falsch.

  9. Nigbur 48 sagt:

    Habe mich gestern bewusst dafür entschieden, das Spiel nicht zu gucken. In der Startelf war m. E. niemand, dem ich momentan ein Tor zugetraut hätte. Wenn ich das hier so lese, habe ich meine Zeit anscheinend auch besser verbracht.

    Ich ärgere mich immer noch über die hergeschenkten Punkte in Salzburg. Wer die Schalker Psyche kennt, der weiß, dass es wesentlich sinnvoller ist, eine Serie fortzusetzen, als Spieler für das kommende Wochenende zu schonen. Seitdem geht irgendwie nichts mehr. Natürlich gibt es die zahlreichen Verletzten, doch erschließt es sich mir nicht, wie ein so starker Spieler wie Bentaleb plötzlich so abfallen kann. Auch habe ich gestern nicht verstanden, warum Schöpf wieder von Anfang an gespielt hat.

    Erfreulich, dass nach wie vor Ruhe herrscht. Hoffentlich bleibt wenigstens das konstant.
    Von der Winterpause erwarte ich eher wenig. Sieht ja so aus, als würde niemand, der uns weiterbringen könnte, wirklich fit.

  10. BlueNote sagt:

    Nach 16 Spieltagen steht Schalke 18 (in Worten achtzehn) Punkte hinter Leipzig. Wenn heute Abend die Schanzer ihr Heimspiel gegen Freiburg gewinnen, was nicht völlig unwahrscheinlich ist, ist Schalke nur noch 3 Punkte vom Relegationsplatz und 5 Punkte vom 17. Tabellenplatz entfernt und hätte dann im Januar, am 17. Spieltag zum Abschluss der Hinrunde einen echten Abstiegsfight gegen Ingolstadt vor der Brust.

    Wer jetzt noch von Europaliga spricht, hat den Ernst der Stunde nicht erkannt. Wir befinden uns bereits jetzt schon mitten im Abstiegskampf. Alles andere ist Augenwischerei und gefährlicher Zweckoptimismus.

    Huntelaar und Embolo werden im Januar noch nicht wieder fit sein. Bentaleb, Choupo und Baba fehlen dann zunächst wegen des Afrika-Cups.

    Alles andere als schöne Aussichten.

  11. Büskens04 sagt:

    BlueNote – stimme dir zu 100% zu und hoffe die Entscheider erkennen das auch im stillen Kämmerlein. Mit dem Personal das zur Vorbereitung und dann zum Rückrundenstart an Bord ist wird es schwer das Ruder rumzureißen. Das erbärmliche Auftreten wird auch in 4 Wochen noch nicht vergessen sein und von den nächsten 5 Gegnern sind 4 derzeit mal so richtig gut drauf – wird spannend im Abstiegskampf.

  12. rlsn sagt:

    wir haben zu keinem Zeitpunkt Ruhe und Ordnung in das Spiel bekommen. Der HSV hat uns auf sein „chaotisches“ Level gebracht und dadurch wurde die Partie absolut wild und offen, was dem HSV definitiv entgegenkam. Vor dem Hintergrund hätte ich mir deutlich mehr von Bentaleb und Geis erhofft.

    Ansonsten kann ich verstehen, dass die Abwehr in der Konstellation Probleme in der Rückwärtsbewegung hatte, ich kann darüber hinwegsehen, dass Kehrer sich in der einen oder anderen Situations entsprechend seines Alters verhalten hat oder auch dass die Laufwege von Kono & Co vorne wenig einstudiert wirkten. Nur mehr Stabilität im Mittelfeld hätte ich mir eben schon gewünscht und das hätte gegen einen schwachen HSV auch reichen können.

    Außerdem kam der Wechsel Avdijaj für Kono in meinen Augen ein wenig zu spät. Freut mich aber zu sehen mit welchem Einsatzwillen Avdijaj an die Sache rangeht. Kann sein, dass er dadurch vielleicht ab und an ein wenig zuviel will aber dennoch ein gutes Zeichen. Sollte sich jedenfalls für die Zukunft als Option von der Bank empfohlen haben, auch wenn die Stammkräfte in der Offensive wieder dabei sind.

    Ansonsten bin ich mir nicht recht sicher ob uns in der Rückrunde eine große Aufholjagd gelingen wird. Gerade der Start wird schwer ohne Bentaleb, Baba und Choupo. Bei Di Santo und Huntelaar ist auch schon wieder fraglich wann sie genau ins Training einsteigen können und so wie ich uns kenne, werden wir bestimmt nicht verletzungsfrei durch die Winterpause kommen.

    Vielleicht wäre eine Saison ohne die internationale Belastung gar nicht mal so verkehrt. Man sieht ja aktuell einige Vereine, welche davon profitieren nicht international zu spielen. Auf der anderen Seite ist der internationale Wettbewerb auch ein gewichtiges Argument um Spieler zu bekommen / verlängern und wir brauchen natürlich die Kohle. Alles nicht so einfach.

  13. der grafschafter sagt:

    im september schrieb ich, schalke 04 sollte bis ende des jahres eine zweistellige punktezahl versuchen zu erreichen, haben sie ja knapp geschafft, 5 punkte mehr als der ha ha ha sv.
    es ist eigentlich wie immer, krasses versagen (zumindest wenn man die absurden gehälter mit der leistung vergleicht), ohne ende spieler krank geschrieben , nur 3 wochen mal mit vollgas gespielt und da auch
    punkte geholt.
    alles in allem : extrem durchwachsen.

  14. mika sagt:

    Es ist schon eine komische Fußballwelt:
    In Gladbach ist die „totale Krise“ mit 16 Punkten und einem Trainerwechsel mit Neuanfang und bei uns herrscht laut Weinzierl mit 18 Punkten blanker Optimismus und alles ist in Butter…..amüsant!
    Ich glaube ja, daß wir auch in den Abstiegskampf kommen werden – wenn wir nicht schon drin sind – und bei uns nur keine Reaktion mehr möglich ist, da weder Geld für andere Spieler noch für einen anderen Trainer zur Verfügung stehen werden….man kann nur der Dinge harren und das Beste hoffen!

  15. Torsten sagt:

    Ich ärgere mich immer noch über die hergeschenkten Punkte in Salzburg. Wer die Schalker Psyche kennt, der weiß, dass es wesentlich sinnvoller ist, eine Serie fortzusetzen, als Spieler für das kommende Wochenende zu schonen. Seitdem geht irgendwie nichts mehr.

    Dass seitdem nichts mehr geht, stimmt zweifellos. Dass das ursächlich zusammenhängt, das ist weniger klar.

    Und stelle Dir das Heute vor, nach diesen beiden schlechten Spielen, und Weinzierl hätte in Salzburg die beste Mannschaft auf den Platz geschickt. Wie viele das wohl als Argument anführen würden, dass es jetzt nicht mehr läuft? Dass die Mannschaft nun „kein Gas“ mehr hätte. Dass zum Beispiel Bentaleb durch sei, weil er nie eine Pause bekommen hätte, nicht mal in dem unwichtigen Spiel, als es um nichts ging. Lerne mir nicht meine Knappenkumpel kennen ;-)

    In Gladbach ist die „totale Krise“ mit 16 Punkten und einem Trainerwechsel mit Neuanfang und bei uns herrscht laut Weinzierl mit 18 Punkten blanker Optimismus und alles ist in Butter…..amüsant!

    Schubert war ungefähr sowas wie Gladbachs Version von Jens Keller. Eberl hatte ihn als Zwischenlösung gebracht, mehr noch als bei Keller „musste“ der Manager Schubert auf Grund des Erfolgs als regulären Trainer installieren. Restlos überzeugt schien Eberl von Schubert nie zu sein. Das war jedenfalls mein Eindruck.

    Heidel ist von Weinzierl überzeugt. Deshalb ist Ruhe, auch wenn eben nicht alles in Butter ist. Ich finde das sehr angenehm und halte es für wichtig für Schalke 04, um aus dem ewigen Hamsterrad der Neuanfänge auszubrechen.

  16. leoluca sagt:

    Dass dieses Spiel nicht aus taktischen Gründen verloren wurde, hat Torsten überzeugend dargelegt, wenn er schreibt:

    „Weinzierl hat das Mittelfeld-Dreieck Bentaleb/Goretzka/Geis wieder installiert. Dadurch musste die Dreierkette verändert werden. Er hat Baba von Beginn an gebracht, der gegen Freiburg belebend war. Er hat Konoplyanka und Meyer vorgeschoben, um mit zwei sich unterstützenden, nominellen Stürmern aufzuwarten. Dass die gestrige Niederlage an einer ‚fehlenden Spielidee‘ gelegen haben soll, halte ich für falsch.“

    Das Spiel ging in die Hose aus ziemlich offensichtlichen Gründen. Weil Geis sehr schlecht spielte und den Fehlpasskönig gab. Kennen wir vom Saisonbeginn und letzten Jahr. Weil Bentaleb nichts gelang, weder in der Balleroberung noch im Aufbauspiel. Das war unterirdisch und ist mir ein Rätsel. Weil Kehrer ordentlich Lehrgeld gegen Kostic zahlen musste. Finde ich normal. Weil Kono zwar einige vorzügliche Dribblings zeigte, aber dann beim Pass oder Schuss eigentlich jedes Mal die falsche Entscheidung traf. Ihm fehlt offenbar Spielpraxis. Weil Goretzka und Meyer im offensiven MF oft müde und ideenlos wirkten. Beide sind vermutlich einfach platt.

    Alles keine taktischen Gründe. Der HSV war in der zweiten Halbzeit besser, weil er Schalke mit geringen Mitteln zwingen konnte, hinten herum und gefühlte 20 Mal über den Torwart zu spielen, der bekanntlich einen extrem schwachen Fuß beim Abschlag hat.

    In einem Punkt habe ich Weinzierls Entscheidungen nicht verstanden: dass er Donis Avdija nicht spätestestens zur zweiten Halbzeit brachte. Donis war der einzige Lichtblick dieses Spiels.

    Kurzes Resümee der Hinrunde: Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft die unglückliche, bittere Niederlage gegen Leverkusen nicht weggesteckt hat und seither der Faden der langen Erfolgsserie gerissen ist. In diesem Spiel gegen die Pillen, gerade 10 Tage her, war man mit einer guten und soliden Spielidee die bessere Mannschaft und spielte begeisternden Fußball, der uns mitriss – aber verlor das Spiel.

    Für den Beginn der Rückrunde rechne ich nicht nur damit, dass Trainer und Mannschaft an die gute Phase in diesem Herbst anknüpfen werden, sondern auch mit mehr taktischer, spielerischer Variabilität gegenüber dem System der Hinrunde.

  17. Voice sagt:

    Gruselkick trifft es ganz genau. Ich habe gestern an die vielen blutleeren, grausamen Auswärtsspiele der letzten beiden Jahre denken müssen. Chancenlos beim HSV gab es unter di Matteo schon mal…
    Ich denke, man sollte die Europa League abhaken, da gibt es beim Blick auf die Tabelle keine andere Option. Allerdings sehe ich dieses Szenario deutlich pessimistischer als andere. Ich persönlich brauche auch keine Spiele um 21.05 h und zig Bundesligaspiele am Sonntag. Aber für den Verein halte ich es trotzdem für eminent wichtig. Die gut zehn Millionen sind beileibe kein Pappenstiel und für den Verbleib bzw. den Neuzugang von Spielern spielt es über den finanziellen Rahmen hinaus auch keine unwichtige Rolle, ob man international spielt oder nicht. Ich sehe eine Art Abwärtsspirale. Nach dreimal CL in Serie nur noch EL, da konnten dann die Abgänge von Draxler und Farfan nicht kompensiert werden. Wenn man nun auch noch dieses Minimalziel EL verpasst wird es u.U. weiter nach unten gehen.
    Unter Stevens und Keller kamen wir immer in die CL, di Matteo und Breitenreiter schafften nur noch die EL. Teils zu Recht wurden sie freigestellt. Jetzt ist selbst die EL utopisch. Irgendwann muss es mal wieder aufwärts gehen. Was wurde gemosert, dass wir gegen Real, Chelsea usw. chancenlos waren… Mittlerweile wäre es ein Traum mal wieder solche Spiele zu haben, egal ob es auf die Mütze gibt.
    Ich bin immer jemand, der tendenziell gegen Trainerentlassungen ist (außer bei di Matteo, da war ich froh). Und das dies anscheinend auch der Manager so sieht ist für mich momentan der einzige Lichtblick. Ich hoffe, es bleibt auch so, denn alles andere brächte uns auch nicht weiter.

  18. Torsten sagt:

    Ich persönlich brauche auch keine Spiele um 21.05 h und zig Bundesligaspiele am Sonntag. Aber für den Verein halte ich es trotzdem für eminent wichtig. Die gut zehn Millionen sind beileibe kein Pappenstiel und für den Verbleib bzw. den Neuzugang von Spielern spielt es über den finanziellen Rahmen hinaus auch keine unwichtige Rolle, ob man international spielt oder nicht. Ich sehe eine Art Abwärtsspirale. Nach dreimal CL in Serie nur noch EL, da konnten dann die Abgänge von Draxler und Farfan nicht kompensiert werden. Wenn man nun auch noch dieses Minimalziel EL verpasst wird es u.U. weiter nach unten gehen.

    Vollkommen richtig. Und noch schlimmer:
    Schalke 04 ist ohne Investor auf hohe Einnahmen durch Werbepartner angewiesen. Alex Jobst hat große, internationale Firmen als Sponsoren gewonnen. Für die ist Schalke 04 als großer, internationaler Club interessant. Da ist sicherlich die EL-Teilnahme gegenüber der Champions League eine deutliche Abwertung. So ganz ohne Europapokal-Teilnahme wird Jobst‘ Job noch schwieriger.

  19. Eigenart sagt:

    Entwicklung kennt keine Sicherheit. Und sie beinhaltet immer auch Rückschläge. In bezug auf Schalke meine ich mit Rückschlägen nicht nur verlorene Spiele, sondern auch Rückfälle in alte Verhaltensweisen beim Spiel, so wie wir es gestern gesehen haben. Das erinnerte mich fatal an Spiele unter Breitenreiter, wo alle unsere guten Spieler das Fußballspielen scheinbar verlernt hatten. Diese Fehlpässe gestern, die grundsätzlich falschen Entscheidungen von Kono, die ewigen Missverständnisse zwischen den Spielern, Fährmanns Wackler, der Begleitschutz unserer Abwehr bei den Hamburger Angriffen – das kennen wir alles, und ich persönlich habe mir die ergrauenden Haare gerauft. Und doch: vermutlich gehört das alles zum Reifeprozess. Ich denke schon, dass den Spielern nach zwei verpfiffenen Spielen, Verletzungspech und einer anstrengenden Halbserie auch der Frust in den Knochen saß. Hoffentlich gelingt es allen, nach der Pause wieder mit neuem Mut anzugreifen. Am Anfang der Saison gab es viele auch hier im Blog, denen eine schlechte Platzierung ohne internationales Geschäft als Preis für eine nachhaltige Entwicklung unter Heidel und Weinzierl nicht zu hoch erschien. Ich gehörte dazu. Und auch wenn es einige anzweifeln: ich zumindest kann diese Entwicklung erkennen.

  20. Voice sagt:

    Natürlich verläuft eine Entwicklung meistens nicht linear sondern in Wellen oder mit dicken Dellen. Schaut man sich die Entwicklung von Schalke der letzten Jahre -bereinigt um kleinere Ausschläge- an, so ist der Trend eindeutig negativ.
    Wie oben bereits erwähnt gebe ich den Verantwortlichen gerne noch viel Zeit, aber einfacher wird es nicht, wenn man Ziele verfehlt.

  21. Chris sagt:

    Mehr war nicht drin im Moment. Flasche leer.

    Bentaleb vollkommen außer Form, langsam und das Spiel verschleppend. Kono irrlichtert, verweigert Defensivarbeit komplett und ist extrem eigensinnig. Schöpf läuft neben der Spur. Goretzka scheint ein wenig die Luft ausgegangen zu sein. Meyer auch. Dessen Körpersprache nach dem 2:0 war erschreckend.

    Insgesamt hatte ich gestern den Eindruck, die Mannschaft glaubt im Moment nicht an sich. Erst, wenn sie ein Tor schießen, merken sie, dass etwas geht. Dummerweise schießen wir das Tor erneut erst in den letzten Minuten.

    Am Erschreckensten fand ich, dass es in der zweiten Halbzeit keinerlei Verbesserung gab. Der Wille und die Überzeugung, dieses Spiel gewinnen zu können, lagen durchgehend auf Seiten des HSV.

  22. Bluewolf sagt:

    Ich bin mittlerweile schon sauer, jedoch nicht auf Manager und Trainer, sondern auf die Mannschaft die wieder in eine alte Spielweise zurückfällt, die keiner mehr wollte. Das quer, quer quer, quer nach hinten und lange Kirsche nach vorne, halte ich nicht mehr aus. Das kann man ja meinetwegen spielen wenn Manuel Neuer in unserem Tor stehen würde aber nicht mit Fährmann, der bei diesen Aktionen dann noch ewig lange braucht bis der Ball gespielt wird-

    Das Mittelfeld war gestern ein Totalausfall. Fährmann hatte mehr Ballkontakte als einige unser MF-Spieler. In der Verteidigung hätte man Kehrer eher erlösen müssen, Problem hier nur durch wen?

    Kono ist meiner Meinung nach nicht für die Bundesliga geeignet, er ist ein guter Fußballer, aber seine Spielweise passt einfach nicht zu uns.

    Frohe Weihnachten euch allen und möge das Jahr 2017 uns vorwärts bringen.

  23. Nigbur 48 sagt:

    Dass seitdem nichts mehr geht, stimmt zweifellos. Dass das ursächlich zusammenhängt, das ist weniger klar.

    Und stelle Dir das Heute vor, nach diesen beiden schlechten Spielen, und Weinzierl hätte in Salzburg die beste Mannschaft auf den Platz geschickt. Wie viele das wohl als Argument anführen würden, dass es jetzt nicht mehr läuft? Dass die Mannschaft nun „kein Gas“ mehr hätte. Dass zum Beispiel Bentaleb durch sei, weil er nie eine Pause bekommen hätte, nicht mal in dem unwichtigen Spiel, als es um nichts ging. Lerne mir nicht meine Knappenkumpel kennen ;-)

    Stimmt natürlich auch. Das ist ein wenig so wie in dem schönen Gedicht „The Road Not Taken“. Man geht den einen Weg und wird nie erfahren, was gewesen wäre, wenn…
    Basierend auf über 35 Jahren mit den Königsblauen wäre ich trotzdem für Weiterspielen mit demselben Personal gewesen.

    P. S.: Wie geht das hier noch gleich mit dem Zitieren?

  24. michael sagt:

    ….und täglich grüßt das Murmeltier: Vorrunde vorbei und wieder mal ein Hoffen auf eine bessere Rückrunde. Langsam habe ich die Sch…… voll! Ich frage mich wirklich, was muss geschehen, dass es endlich mal besser wird. Ich sehe das wie Voice, dass der langfristige Trend negativ ist.

    Aber heute Abend drücke ich erstmals den roten Bullen die Daumen.

    Frohes Fest und eine guten Rutsch auch allen und Torsten, dir im speziellen. Ich bin dann mal weg.

  25. ozzi04 sagt:

    Auch am Ende diesen Jahres bleibt die Hoffnung auf das nächste. Wohl sein. Wünsche allen friedliche Tage und einen guten Rutsch. Alles wird gut. Tausend Freunde, die zusammenstehen.

    PS: Immer wenn Kono und Bentaleb am Ball sind, kommen mir die möglichen Ablösesummen für Beide in den Sinn. Dann wird mir nicht nur schlecht sondern auch klar wie kaputt der Fussball mittlerweile ist.

  26. Ney sagt:

    P. S.: Wie geht das hier noch gleich mit dem Zitieren?

    Beginn mit blockquote in spitzen Klammern, Ende mit /blockquote in spitzen Klammern.

  27. Ein ganzes halbes Jahr sagt:

    […] 20.12.2016: In einem ganz schwachen Fußballspiel war Schalke in Hamburg noch etwas schlechter als der HSV und verlor das letzte Spiel des Jahres 2016 verdient mit 1:2. […]

  28. Die Weinzierl-Ziel-Zahl sagt:

    […] hat Schalke gleich das erste Spiel nach diesen Aussagen verloren, beim Gruselkick in Hamburg, und ist bezüglich dieses Ziels ins Hintertreffen geraten. Entsprechend liegt der aktuelle […]

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