Schalke enttäuscht weiter

Schalke 04 verliert zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1. Zum zweiten Mal erzielt Alex Meier für Frankfurt den Siegtreffer. Zum wiederholten Mal kassiert Schalke einen Gegentreffer, den der Schiedsrichter nicht hätte anerkennen dürfen. Aber vor allem zeigte Schalke 04 zum zigsten Mal in den letzten Jahren Fußball zum Abgewöhnen.

Wieder kam Schalke gegen einen ordentlich defensiv agierenden Gegner zu keinem geeigneten Offensivspiel. Wieder reichte es einem Gegner, ein Irgendwie-Tor zu erzielen und dann Fußball zu verhindern. Wieder kam Schalke dagegen nicht an, kam Schalke kaum zu Chancen. Wieder musste das Stadion 90 Minuten Verzweiflung ertragen.

Das alles gab es in dem letzten Jahren so wieder und wieder. Ich mag gar nicht mehr detailliert auf das Spiel eingehen, viel zu häufig habe ich solche Texte schon geschrieben. Das Spiel gegen Ingolstadt war ja kaum besser, auch wenn es mehr oder weniger zufällig ein glückliches Ende nahm. Auch unter André Breitenreiter, Roberto Di Matteo und Jens Keller mussten wir immer wieder solch schlechten Fußball ertragen. Nichts, was einen ins Stadion zöge, außer fragwürdige Hoffnung auf Besserung oder das Treffen von Freunden und Bekannten, die mittlerweile auch keine rechte Lust mehr haben und ihrerseits eben auch nur noch wegen ihrer Freunde und Bekannte kommen.

Noch ein bisschen mehr als das schlechte Spiel der Blauen nerven mich nur die immer gleichen Beißreflexe bei Zuschauern, Fans und Medien. Trainer Markus Weinzierl konnte die Frage nach dem fehlenden Spielerischen seiner Mannschaft sachlich beantworten. Nein, man habe nicht mit langen Bällen operieren wollen. Das sei anders besprochen worden. Aber die Mannschaft habe nicht den Mut und die Geduld gehabt, nach Rückstand und auf dem schweren Platz flach zu spielen, habe zu viel und zu schnell lange Bälle vorne reingespielt. Doch wenn der Erfolg fehlt, wird Sachlichkeit nicht mehr geschätzt. Dann werden die Plattitüden von dem die Mannschaft nicht mehr erreichenden Trainer rausgeholt. Dann wird unsachlich reagiert. Dann wird alles, was man halbwegs negativ sehen und kritisieren kann, offen oder auch nur mit Ironie und Zynismus, zusammengekehrt, durchgerührt und wieder ausgeschüttet. Dann war alles das, was früher den gleichen Tullus hervorrief, in den Augen vieler auf ganz zauberhafte Weise plötzlich doch viel besser.

Stets derselbe Mist. Auf dem Platz und drum herum.



Foto: Gerd Altmann



129 Kommentare zu “Schalke enttäuscht weiter”

  1. Markus04 sagt:

    Da hätte man auch dem Breitenreiter die Chance geben können weiter zu machen.
    Der hatte ne billigere Mannschaft, weniger teure Neuzugänge, genausoviele Verletzte, war halt nur nicht so smart.
    Habe ich aber schon vor der Saison geschrieben.
    Aber auf mich hört ja keiner. ;-)

  2. crisscross04 sagt:

    Das ist einfach alles viel zu wenig!
    Und mal wieder erneut kein spielerisches Konzept zu sehen.
    Ach ne, wir haben das Spiel ja wegen einer Schiedsrichterfehlentscheidung verloren.
    Aber ich bin selbst Schuld, dass ich immer in die gleiche Falle tappe und mir mit Hoffnung ein Freitagabendspiel anschaue. Schön blöd! Schönes Weekend!

  3. Zeitspieler sagt:

    Ich möcht so gern Mirko Slomka zurück, Huub Stevens oder Ralf Rangnick.
    Gleiche Taktik gegen Ingolstadt und gegen Frankfurt geht gar nicht.

  4. hellwach sagt:

    Abstiegskampf, wir kommen.

  5. Tom Selleck sagt:

    Besser kann das Wochenende nicht anfangen…

  6. Roman sagt:

    Die neuen Besprechungsräume, wann kommen die nochmal?

  7. Torsten sagt:

    Die neuen Besprechungsräume, wann kommen die nochmal?

    Du meinst, ein Fußballclub sollte tunlichst seine infrastrukturellen Probleme nur dann angehen, wenn gewonnen wird, weil es sonst alberne Facebook-Kommentare geben könnte?

  8. Roman sagt:

    Sicher nicht, Torsten. Ich erwarte aber auch nicht, dass man nach jeder noch so schlechten Darbietung als Fan alles über sich ergehen lässt.

    Das war gestern schon 75 Minuten lang eine Zumutung und da ist ein solches Posting eher dem generellen Frust geschuldet. Eine Art Galgenhumor, die nicht jeder teilen muss.

  9. crisscross04 sagt:

    @Thorsten
    Alles ist cool.
    Neue Besprechungsräume sind auch in der 2. Liga wichtig. Wenn das der neue Fokus von S04 ist, ist es halt so.
    – Kein Spielkonzept, weder gegen starke noch gegen schwache Gegner
    – So wenig Tore wie noch nie in diesem Jahrtausend geschossen (Wahrscheinlich findet jetzt wieder so ein Statistik-Freak, dass 2003 noch ein Tor weniger geschossen wurde…)
    – Miserable Standards
    – Die schlechteste Hinrunde seit sehr langer Zeit gespielt (ich glaube auch wie noch nie in diesem Jahrtausend)
    – So wenig Zuschauer wie noch nie in der Arena
    – Dafür ein Trainer, der sehr smart aussieht
    Aber alles ist cool! Das wird schon! Warum? Keine Ahnung, aber es gibt ja keine Alternativen! Deshalb Augen zu und durch! Dann braucht man auch keine Spielanalysen mehr. (Ironie off!)

  10. leoluca sagt:

    Die einen bauen eine moderne Infrastruktur mit neuen Möglichkeiten der internen Kommunikation und präzisen Spielanalyse. Die anderen skandieren nach einem hart umkämpften Spiel, in dem Schalke vor allem Esprit und Teamspirit fehlten: „Wir wollen euch kämpfen sehen!“

  11. Tom sagt:

    Ad Markus04: In der Tat ist das Besserwisserei. Wer nicht wagt, der auch nicht gewinnt. Nach der letzten Saison wollten alle den Neuanfang Also jetzt heißt es Augen zu und durch.

  12. Roman sagt:

    Die professionelle Infrastruktur soll aufgebaut werden. Soweit so gut. Muss aber jetzt auch bald kommen.

    Heidel hat auch gesagt, dass er Ausreden für das schlechte Spiel nicht gelten lasse, insofern habe ich ihm mit meinem Galgenhumor Unrecht getan.

    Auf dem Feld läuft trotzdem nix zusammen. Darf man das noch sagen und nach Ursachen forschen, ohne wieder gleich als Nestbeschmutzer, Unruhestifter oder sonstiges Schlimmes zu gelten?

    Die „Social Media Ikone“ Hans Sarpei warnt vor den Leuten, die wieder einen Clemens Tönnies fordern, ihn locken, um ihn dann ein Bein zu stellen.

    Absurd. Ich kenne jedenfalls niemanden, der das wiederhaben möchte.

    Und jetzt bitte weiter diskutieren.

  13. crisscross04 sagt:

    Ich habe gerade bei spox gelesen, dass selbst Gästetrainer Kovac gesagt hat, dass „Schalke für ein Heimspiel viel zu wenig getan hat, um Punkte mitzunehmen“
    Das sich Trainer der Gegner äußern ist eigentlich mehr als unüblich. Um so bitterer, dass wir nun schon so weit sind.
    Weiter schreibt der Autor:
    „In der Tat fehlt es Schalke an einer Spielidee. Das Besetzen der offensiven Räume funktionierte in den letzten Spielen genauso wenig wie die Laufwege derjenigen, die letztlich für Torgefahr sorgen sollen. Choupo-Moting, Schöpf und diesmal Burgstaller: Die Qualität ist vorhanden, sie bringt aber nichts, wenn es keine stimmige Philosophie gibt.
    Schalke tut sich mit der verkappten Fünferkette schwer, das Überladen der Flügel, wie es offensichtlich von Weinzierl gefordert wird, ist bislang nur wenig effektiv. Die Spieler greifen nicht auf simple Laufwege zurück, sondern verzetteln sich oder bieten sich erst gar nicht an. Das führt zur teils grauenvollen Spieleröffnung – wohin mit dem Ball? In der Rückwärtsbewegung tun sich beim schnellen Umschalten des Gegners dafür Räume auf, die zu einem phasenweise vogelwilden Gesamtbild führen.

    Schalke steht nach 18 Bundesliga-Spielen mit nur 21 Toren da. Das gab es in diesem Jahrtausend noch nie. Diese Zahl sagt momentan alles.“
    Passende Analyse, oder?!!

    Und wenn Heidel sagt, und „uns fehlte es fußballerischen Lösungen“, ist das schon eine ziemliche Bankrotterklärung. Vor allem, weil das Spiel und die Art und Weise ja keine Ausnahme war, sondern eher die Regel zu sein scheint.
    Weiter sagte Heidel, dass „die Art und Weise nachdenklich macht.“ Hoffen wir mal, dass die richtigen Leute wirklich anfangen, nachzudenken, weil es ansonsten ganz schnell zu spät sein kann.

  14. Ney sagt:

    Schade, dass Huub nicht mehr zur Verfügung steht. (SCNR)

  15. blues sagt:

    Steht eine Erhöung des blau-weißen Schuldenturms durch Heidel an?

    Der von Heidel ständig wiederholte Hinweis auf die angeblich fast apokalyptische Schalker Infrastruktur hat meiner Meinung nach einen einfachen Hintergrund. Heidel braucht viele neue und teure „nachhaltige“ Projekte um die notwendigen Transferkosten hinter und in den neuen Schulden für diese so nachhaltigen Infrastrukturprojekte verstecken zukönnen. Heidel hat seinen Transferetat für 2016 und 2017, wie ich glaube, nahezu ausgegeben. Dazu fehlen 17/18 die EL- oder CL Gelder. Das bedeutet, dass auf Schalke neue Schulden zukommen. Damit das nicht so auffällt, startete er eine PR-Offensive.

    Spielerisch empfinde ich die Situation als sehr bitter im Moment. Ich hätte nicht gedacht, dass wir letzte Woche ein Sechs-Punkte-Spiel gegen Ingolstadt hatten und das wir mit Weinzierl gegen Ingolstadt und Frankfurt spielerisch endgültig wieder auf dem Niveau von Di Matteo angekommen sind. „Uns haben fußballerische Lösungen gefehlt.“ sagt Heidel. Genau für die Lösung dieser Aufgabe holte ihn Tönnies und mussten Heldt und Breitenreiter gehen.

  16. Markus04 sagt:

    Also ich wollte tatsächlich keinen Neuanfang weil ich Breitenreiter gut fand.
    Hat mit wenig (Abgang von Draxler, Farfan, keine teuren Transfers) viel erreicht.
    War aber nicht so smart wie Di Matteo oder Weinzierl. Das Problem hatte zuvor aber auch schon Keller.
    Ich wollte natürlich einen Neuanfang im Management, hätte mir da aber jemanden mit Stallgeruch gewünscht.
    Wir müssen uns halt entscheiden was wir wollen.
    Gute Verkäufer (Heidel, Weinzierl, Heldt, Di Matteo) oder gute Arbeiter (Keller, Büskens, Stevens, Metzelder oder Breitenreiter)
    Diejenigen die beides sind kommen nicht (mehr wie Rangnick) zu Schalke.

  17. Markus04 sagt:

    Kleiner Nachtrag:
    Was wäre hier im Blog und in der Presse los gewesen, wenn AB oder JK eingeräumt hätten, dass die Mannschaft anders spielt als abgesprochen?
    Nur dass ich richtig verstanden werde: ich finde nicht, nur weil JK und AB mit unseren Geldern (dem Geld der Fans) abgefunden wurden, sollte man das nun auch bei Weinzierl so machen. Man sollte ihm zur Abwechslung ruhig mal die zweite Chance geben, die andere verdient gehabt hätten.
    Und das meine ich ehrlich so.

  18. Torsten sagt:

    Steht eine Erhöung des blau-weißen Schuldenturms durch Heidel an?

    Vielleicht. Ich denke wir sollten bis zur Bewertung dessen warten, bis wir es wissen.

  19. blues sagt:

    Was wir kennen ist das Ziel: Bis Ende 2019 sollen die Schalker Schulden auf unter 100 Mill. Euro sinken.

    Was wir auch wissen ist, dass die erste Ausbaustufe der Schalker Infrastruktur mit Parkhaus, neuen Trainingsplätzen und Umbau des Parkstadions 2014 beschlossen und 2015 begonnen wurde. Den Fortschritt der Arbeiten bis Dezember 2016 kann man schön im S04-Bautagebuch verfolgen.

    http://s04-bautagebuch.pageflo.....feld#31788

    Warum macht nun Heidel so einen Bohei um die schlechte Infrastruktur, wenn die Planungen für deren 1. Ausbaustufe nicht nur abgeschlossen, sondern Schalke bereits mitten in der Umsetzung steckte, als er im Mai 2016 auf Schalke antrat?

  20. Torsten sagt:

    Ich empfinde es nicht als Bohei. Und in nahezu jedem Interview zu diesem Thema weist Christian Heidel darauf hin, dass die Planungen bereits vor seiner Zeit begannen, dass lediglich die Prioritäten bezüglich einzelner Maßnahmen verändert wurden.

  21. blues sagt:

    Solche Aussagen mag er in einzelnen Interviews machen. Die Suche bei Google nach „Heidel Infrastruktur Schalke“ vermittelt in vielen Presseartikeln noch einen anderen Eindruck. Da wird der Eindruck von ihm als die zentrale Macherfigur in Sachen Infrastruktur vermittelt. Da die Verbesserung der Infrastruktur längst im Bau war als Heidel antrat, sollte er die sportliche und spielerische Grundlage zur Finanzierung der neuen Infrastruktur liefern, was ihm zumindest im Moment leider nicht gelingt.
    Soll die spielerische Substanz der Mannschaft nicht noch weiter unter Verkäufen leiden, wie anders als über Schulden können beim Ausbleiben der Internationalen Gelder die Infrastrukturverbesserungen finanziert werden?
    Einem Strecken der Maßnahmen und damit der Kosten über längere Zeiträume, tritt Heidel mit seinen Wiederholungen zur schlechten Infrastruktur dauernd entgegen.

  22. Torsten sagt:

    Es bleibt Dir unbenommen, das so zu sehen und Dich an Eindrücke aus Google-Schlagzeilen zu halten.
    Ich folge Dir da nicht. Auf mich machst Du den Eindruck, Dir gerne Deine eigene Wahrheit zusammenzubauen. In diesem Fall wie bei Deiner 70 Mio Transferausgaben-Rechnung. Ich halte da nichts von.

  23. Ney sagt:

    Vielleicht fangen sie in Punkto Infrastruktur mal beim Rasen an.

  24. leoluca sagt:

    @Markus04.
    Ich weiß gar nicht, was Du vermisst. In den Medien wird doch an diesem Wochenende ordentlich gegen Schalke und vor allem gegen Heidel und Weinzierl geklotzt: kein Spielkonzept, falsch eingekauft, keine Weiterentwicklung junger Spieler etc. Mir reicht das fürs erste.

  25. crisscross04 sagt:

    Ich glaube, wir haben gerade andere Probleme als die Deutung bzw. Wertung der Heidelschen Kommunikation über infrastrukturelle Maßnahmen.

    Sorry, aber bei solchen spielerischen Fehlentwicklungen bzw. negativen Formkurven von ganzen Mannschaftsteilen ist mir gerade die Infrastruktur so was von wuppe, egal wann, wo oder wie häufig Heidel darüber reden möchte.

    Das Problem läuft auf dem Rasen und ist nicht derselbige!

    Wenn wir jetzt schon gegen Mannschaften in einer deprimierenden Art und Weise verlieren, die seit Jahren auf Schalke nichts geholt haben, zeigt es mir wieder einmal, wie ernst die Lage ist. Wir folgen dem Trend vom VfB bzw. HSV und nur wenige scheinen es wahrhaben zu wollen!

    Ich glaube nicht mehr an einen erfolgreichen Weg mit Weinzierl. Weinzierl erreicht die Mannschaft nicht oder die Mannschaft setzt die Vorgaben vom Trainer nicht um. Die Spielweise ist ideen- und teilweise motivationslos. Frankfurt hatte in den entscheidenden Szenen und Zweikämpfen immer mehr Biss. Ich sehe kein Aufbäumen. Ich sehe nur Ratlosigkeit – in allen Bereichen. Die Puzzleteile passen scheinbar nicht zusammen. Worauf und wie lange sollen wir noch warten???

  26. Eigenart sagt:

    @Crisscross: ach, und wenn Weinzierl geht, wird es besser? So wie mit Keller, di Matteo und Breitenreiter? Jedesmal dasselbe Theater. Ein, zwei gute Spiele unter dem neuen Trainer, eine scheinbar erkennbare Spielphilosophie. Dann ein bißchen Mittelmäßigkeit, ein paar schlechte Spiele. Schon behaupten ein paar, dass „der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht“ und gehen muss. Was für eine Platitude. Wer von uns kann das denn wissen? Seid ihr bei den Mannschaftsbesprechungen dabei?
    Und es stimmt auch nicht, dass Weinzierl der erste Trainer ist, dessen Vorgaben nicht umgesetzt werden (was hier bereits als Bankrotterklärung gewertet wurde). Oder will allen Ernstes jemand behaupten, Breitenreiter hätte damals die Vorgabe gemacht, lustlos auf dem Platz herumzutraben?
    Ich kann mich noch gut erinnern, dass es auch in diesem Blog zu Anfang dieser Saison hieß „Hauptsache, es ändert sich mal grundlegend was, auch wenn wir 17/18 nicht international spielen“ oder „Es braucht mindestens ein Jahr Geduld, vielleicht auch länger“.
    Jetzt ist das Verpassen des internationalen Geschäfts plötzlich eine nicht hinnehmbare Katastrophe, und nach der Hälfte(!) der ersten Saison des Umbruchs ist das Scheitern von Trainer und Manager angeblich Fakt, und die beiden Hoffnungsträger heißen auf einmal nur noch Autoverkäufer und smarter Anzugträger. Nee Leute, das ist mir zu billig.

  27. RJonathan sagt:

    Das Thema Rasen finde ich tatsächlich deutlich interessanter. Jede Saison das gleiche: irgendwann sieht er aus wie ein Kreisligaacker. Ich finde das peinlich und für einen nominell spielstarken Kader ist es auch ungünstig.

    Was die aktuelle Performance der Mannschaft angeht: Offensiv ist das unterirdisch. Defensiv kann man den Jungs eigentlich wenig vorwerfen. Frankfurt hat glaube ich nur einen Schuss aufs Tor abgegeben. Auch Ingolstadt hatte keine zwingende Torchance. Sind jetzt vielleicht auch nicht unbedingt die Gradmesser, aber trotzdem denke ich, wurde defensiv zumindest die Pflicht erfüllt.

    Offensiv sind wir deutlich zu einfach in den Griff zu bekommen. Die Pressingresistenz ist auf DiMatteo-Niveau gesunken. Hat man vor ein paar Spielen wenigstens noch fleißig bis zum vorletzten Pass kombiniert, kommt nun nicht mal der erste an. Das ist schon bedenklich.

    Ich würde trotzdem davor warnen, jetzt auf den Trainer loszugehen. Auch wenn ich vom Coaching in der zweiten Halbzeit enttäuscht war. Das liefert der Mannschaft doch nur genau die Ausrede, die sie braucht. Nicht der Platz, nicht der Schiri und nicht der Trainer – die Spieler stehen letzten Endes da draußen und müssen liefern.

  28. Nordlicht sagt:

    Ob Rasen hin oder her. Spielen ja beide drauf

    Oh man war das gegen Frankfurt schlecht. Die Frage was die Mannschaft im Training oder Trainingslager macht darf man ruhig mal stellen. Keine Ahnung wie oft sich gegen Frankfurt zwei Leute im Wege standen.

    Den Einsatz spreche ich der Mannschaft gar nicht ab. Die wollten genauso wie gegen Ingolstadt. Aber spielerisch ist es einfach schlecht. Einfache Pässe kommen nicht an.

    Witzig wie Frankfurt das Tor aus einer Variante heraus gemacht hat. Das war zumindest mal ne Idee. Aus dem Spiel heraus und bei Standards ist alles einfallslos. Ecken, Freistösse…immer das gleiche Schema.

    Puuh…

  29. Torsten sagt:

    Wenn wir jetzt schon gegen Mannschaften in einer deprimierenden Art und Weise verlieren, die seit Jahren auf Schalke nichts geholt haben

    Eintracht Frankfurt ist Dritter. Sehr egal, was in der Vergangenheit war. M.E. sind es solche „Drehs“, die es so gewollt Anti aussehen lassen.

  30. leoluca sagt:

    Sehe es ähnlich, Torsten. Frankfurt ist derzeit nicht irgendwer aus dem Ligamittelfeld. Die Eintracht hat ziemlich klug verhindert, dass Schalke überhaupt Zugriff kriegte im Mittelfeld. Und das gegen so gute Spieler wie Goretzka und Bentaleb.

    Auch die Vergleiche mit dem HSV und Stuttgart, die einen unaufhaltsamen Abwärtstrend suggerieren, sind nicht gerade hilfreich für eine realistische Analyse des Schlamassels. Leverkusen steht nur drei Punkte vor uns und Gladbach immer noch hinter uns. Auch Abstiegskandidaten?

  31. Rjonathan sagt:

    @Markus04
    Was den Umgang mit Trainern angeht stimme ich dir absolut zu. Ob die Einordnung von Weinzierl als guter Verkäufer allerdings richtig ist? Ich finde ihn eher ein wenig Keller-Ähnlich in seinen Auftritten.

    Heidel ist meiner Hoffnung nach einer der Kategorie „beides“. Er wird nicht umsonst von allen namhaften Kollegen hochgelobt.

  32. Schilzi sagt:

    Respekt Thorsten,
    mal wieder auf den Punkt gebracht!
    Im Kicker gibt es eine Abstimmung wer an der Misere auf Schalke schuld ist…
    Wie sagt man: „ich kann gar nicht so viel essen wie ich …“
    Allerdings wenn der Rasen in München am Samstag gut ist, spielen wir besser;)

  33. crisscross04 sagt:

    „gewollt Anti“?
    Es ist immer sehr amüsant, wenn nur ein Teilsatz herausgepickt wird, um dann die Gesamtaussage ins Lächerliche zu ziehen. Echt super.
    Aber kann ich auch:
    „Alessandro Schöpf auf den Flügeln, die in der Hinrunde so oft überzeugen konnten“ What? Ist irgendwie gewollt Pro. Wie viele Torvorlagen hat er gleich in seinen 20 Einsätzen?

    Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Serien auch seine Gesetzmäßigkeit haben. Aber Frankfurt hat nicht gewonnen, weil die so stark waren, sondern weil wir so schwach waren. Platz 3 hin oder her!

    Und bitte keine Vergleiche mit Leverkusen und Gladbach. Die sind gerade nicht angebracht, weil andere Spielkultur, Einsatz, etc. – egal wo sie in der Tabelle stehen. Wenn wir so weitermachen werden die beiden Vereine uns bald abhängen.

    Es geht mir auch nicht um den aktuellen Tabellenplatz oder das potentielle Verfehlen der internationalen Plätze. Es geht mir um eine Spielidee, um die Einstellung, um eine Entwicklung und auch um den Einsatz. Auch der hat am Freitababend nicht gestimmt. Frankfurt war in den entscheidenen Zweikämpfen aggressiver und erfolgreicher. Aber ich wiederhole mich…

    Kritik und Hinterfragen an Weinzierl scheint verboten, weil wir jetzt einfach einmal an den Trainer festhalten müssen. Egal wie die Spielweise ist, wie erfolgreich wir sind, welchen Tabellenplatz wir einnehmen oder wie viele Zuschauer wegbleiben. Alles egal. Das ist ein wenig blind, dieses Vertrauen und kann und nachhaltig sehr schaden!

    Alternative? Keine Ahnung! ist aber auch nicht meine Aufgabe. Aber kritisiert nur weiter meine Kritik. Mal sehen, wer am Ende Recht behält?!

  34. Nordlicht sagt:

    Nein ich bin immer noch für Weinzierl. Das was er sagt hat für mich immer Hand und Fuss und ob er die Mannschaft erreicht, kann ich nicht beurteilen. Woher auch? Ich bin bri den Besprechungen nicht dabei. Das es halt auch nur Menschen sind auf dem Feld, kann ich seine Analyse nachvollziehen.

    Bei AB war ich froh als es vorbei gewesen ist. Bei ihm waren in Rückrunde doch die meisten Interviews gegen die Medien gerichtet und gar nicht mehr über den Fussball an sich
    JK war doch nur das perfekte – wie sagt man heute so gerne – Opfer wenn es nicht rund lief. Ein Spielball der Medien. Spielte die Mannschaft gut hatte diese drei Spiele Charakter und danach war wieder drei Spieler JK Schuld.
    RdM ging einfach gar nicht.

    Alle Mannschaften die gerade vor uns stehen, dümpelten jahrelang im Mittelmass, spielten um den Abstieg oder 2. Liga. Diese hatten – mehr oder weniger – die Ruhe und Geduld sich zu entwickeln.

    Und zum Thema Kaderkosten. Die spielen ja alle nicht doppelt so gut wie vorher nur weil sie doppelt so viel verdienen wie vorher. Das Gehalt ist ja keine Garantie für Leistung und für die Kaderkosten kann Heidel nun mal gar nichts. Die waren schon jahrelang immer in diesem Bereich.

  35. nordkurve sagt:

    Wir schei…. auf die Meisterschaft,
    wir schei…. auf die Schale,
    wir sind der FC SCHALKE
    und wir holen 2 Pokale!

    Im Ernst: was bringt es, jetzt die Stimmung im Stadion zu vergiften und die ohnehin labil wirkende Mannschaft weiter zu verunsichern? Sieht grad alles nicht gut aus aber die Saison ist noch lange nicht zu Ende. Es gibt noch 2 Wettbewerbe in denen es was zu holen gibt. Da gilt es Kräfte zu bündeln bzw. zu sammeln. Zumindest solange es in der Bundesliga noch nicht Abstiegskampf heißt. Wer sich noch an den UEFA Cup Sieg erinnert der erinnert sich vielleicht auch an ähnliche BL Spiele wie wir sie gerade zu sehen bekommen. Und vielleicht auch noch an die Platzierung am Ende jener Saison,in der sich übrigens mit Max und Mulder die beiden etatmäßigen Stürmer schwer verletzt hatten. Ich denke Ruhe zu behalten ist wichtiger denn je, die nächsten Wochen bzw Monate werden ebenso spannend wie anspruchsvoll. Danach kann man dann immer noch über Aktionismus nachdenken…

  36. Carsten04 sagt:

    warum spielen wir eigentlich auf einem so schlechten rasen ?
    ich erinnere mich an die worte von herr heidel dass er schalke umbauen
    musste (was ja auch ein stich gegen horst heldt war). um professioneller
    arbeiten zu können. ich frage mich: wenn der trainer für ein besseres kurzpassspiel
    plädiert , dann muss doch, im sinne des professionellen arbeiten doch auch
    das geläuf rechtzeitig professionellen ansprüchen genügen. verpennt ?

  37. libuda.67 sagt:

    Die Fehlentscheidungen sind ärgerlich. Aber das, was S 04 davor und danach praktiziert, hat mit Fussball nur wenig zu tun. Planloser kick and rush. Inzwischen haben auch Spieler wie Goretzka und Kola den konstruktiven Fussball eingestellt. Da wirkt nichts eingespielt, vor des Gegners Tor Kreisklasse! Und die Transfers nach alter Schalker Tradition kaputt oder Schrott. Letzte Saison dachte ich, schlimmer als das Gepöhle unter AB geht nicht, ein Irrtum, das hier ist viel schlimmer. Keine Lust mir das weiter anzusehen…

  38. Chris sagt:

    Nach dem Spiel gegen Ingolstadt haben Trainer Mannschaft Manager und wahrscheinlich auch der Zeugwart erkannt, dass man mit der praktizierten Spielweise keinen Blumentopf gewinnt. Dann erleben wir genau das gleiche erneut. Obwohl es dezidiert nicht so geplant war, sagt der Trainer nach dem Spiel.

    Also
    Entweder sind alle (oder zumindest eine entscheidende Mehrzahl der) Spieler taktisch zu untallentiert für eine komplexere Art des Mannschaftssports.
    Oder der Trainer schafft es nicht, sein Konzept verständlich zu erklären und einzuüben.
    Oder es ist das Spaghettimonster.
    Oder woran liegt es?

    Eine komplette Wintervorbereitung für die Katz.
    Und wenig Hoffnung.

    Übrigens: Sandhausen ist gut drauf im Moment.

  39. Markus04 sagt:

    Ich finde es einfach schade, dass Trainer wie Keller, Di Matteo, Breitenreiter und Weinzierl nicht nach ihrem Erfolg (Punkte und Tore) bewertet werden, sondern nach ihrem Auftreten in Pressekonferenz und Interviews.
    Ich dachte halt, dass es sich um Fußball handelt und nicht um PR wofür Schalke steht.
    Ich finde Schalke immer noch gut, weil es ein Verein ist und kein Unternehmen, ich finde Schalke immer noch gut, weil wir uns für Toleranz und gegen Rassismus einsetzen. Weil bei Schalke viele Eigengewächse eine echte Chance bekommen.
    Aber das war es auch momentan.

  40. Grieche sagt:

    Ernst gemeinter Vorschlag: Wie wäre es, wenn Schalke wieder eine Psychologin einstellen würde? Nicht nur, weil dass in der „besten Rückrunde aller usw“ anscheinend gut geklappt hat. Sondern: Auch wenn man den Spielern am Freitag meiner Meinung nach keinen fehlendn Einsatz vorwerfen kann, ist es doch erstaunlich, dass die Stimmung auf Schalke seit Jahren, egal unter welchem Trainer, zwischen alles bestens und alles mies schwankt. Wenn die Stimmung gut ist, wachsen die Spieler über sich hinaus (siehe z.B. das Rückspiel gegen Madrid vor 2 Jahren und diverse Derbysiege), wenn sie mies ist, gibts ein unansehnliches Gegurke. Die jeweilige Stimmung scheint einen verstärkenden Effekt zu haben, in beide Richtungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf die Spieler keine Auswirkungen hat. Die können mir manchmal echt leid tun, wie über sie geredet wird, als wären sie persönlich für den Untergang des Vereins verantwortlich, wenn sie nicht endlich mal wieder überzeugend spielen und gewinnen. Ich bin mir sicher, der VfB Stuttgart ist aus so einem Grund letztes Jahr abgestiegen. Wenn jedes Spiel zum Schicksalsspiel über die weitere Zukunft hochgespielt wird, hilft das den Spielern sicher nicht.
    Da man das „Schalker Umfeld“ aber nicht ändern kann, bräuchten die Spieler eine Extra-Schulung in mentaler Stärke, Thema: wie zeig ich, was ich kann, auch wenn ich schon drei Fehlpässe gespielt hab (oder so ähnlich). Ich denke allerdings, falls etwas in der Richtung notwendig ist, wird Heidel über kurz oder lang die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

  41. ReinerEdelmann sagt:

    Qualität des Rasens, Infrastruktur, „Schuldentürme“, „erreicht der Trainer die Mannschaft noch“ – alles Nebengeräusche, die zu ignorieren sind.

    Ich versuche es nochmals: Das Problem ist das System – mit dem man anfangs erfolgreich war und das auch zunächst wichtig und richtig war.
    Die Balance im Schalker Spiel stimmt nicht, wir kommen zu viel zu wenig Chancen, zu viel zu wenig Abschlüssen.

    Wenn man 5er-Kette weiterführen möchte (in München sicher nicht ganz verkehrt!), wäre vielleicht auch einmal der Einsatz eines spielstarken Verteidigers eine Überlegung wert. [Merke: Ich bin nicht beim Training und kann nicht seriös beurteilen, in welcher Form Badstuber ist. Wenn ich jedoch Höwedes, Naldo und Nastajic in all ihrer fußballerichen Limitierung sehe, laufen mir die Tränen am Hinterkopf runter, da sie es sich auch nicht ansehen wollen.]

    Zusätzlich zum in meinen Augen falschen System sind Qualitätsprobleme im Kader in allen Mannschaftsteilen weiterhin unübersehbar.

    „Wir sind Elfter, jeder weiß warum!“

  42. Torsten sagt:

    Ich finde es einfach schade, dass Trainer wie Keller, Di Matteo, Breitenreiter und Weinzierl nicht nach ihrem Erfolg (Punkte und Tore) bewertet werden, sondern nach ihrem Auftreten in Pressekonferenz und Interviews.

    Die Trainer nach ihren ÖA-Auftritten zu bewerten und das Sportliche außen vor zu lassen wäre sehr falsch, da gebe ich Dir absolut recht. Ich denke aber nicht, dass das hier irgendjemand tut.

    Es geht eben darum, sich ein Bild zu machen. Unsereins hat dazu die Spiele und die Aussagen der Protagonisten. Wenn ein Trainer die Geschehnisse nüchtern darstellen und erklären kann, ist das meines Erachtens einiges wert. Und gerade Weinzierl ist nun wirklich kein Showtalent. Dass er allzu sehr von seinen Auftritten profitiert, dass er damit irgendjemand „einnimmt“ und über anderes hinwegplaudert, kann ich so nicht sehen.

    Auch eine Bewertung nach den „reinen Punkten“ hielte ich für zu arg vereinfacht. Zum einen, weil sich die verschiedenen Kader und die Situationen des Clubs in den verschiedenen Jahren zu unterschiedlich darstellen. Vor allem aber ist es dann verkehrt, wenn man glaubt, man könne daraus ableiten, ob ein Trainer für die Zukunft richtig oder falsch ist. Eben das ist ja der Unterschied zwischen Fanblick und Managersicht. Wir meckern, weil was scheiße war. Der Manager muss beurteilen, ob er für die Zukunft eine gute Aussicht erkennt oder nicht. Nur dann, wenn er der Überzeugung ist, dass ein Trainer das Team zukünftig nicht formen kann, wird er eingreifen.

    @ReinerEdelmann:

    Ob die Abkehr von der Formation unbedingt notwendig ist oder ob man das Spiel darin zunächst wieder stabilisieren muss, bevor man zu neuem weiterentwickelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber dass die Probleme „auf’m Platz“ liegen, darin sind wir uns absolut einig. Die Diskussionen um das Drumherum sind m.E. rein emotional basiert, hervorgerufen durch Frust über fehlenden sportlichen Erfolg. Das meinte ich oben mit „Dann wird alles, was man halbwegs negativ sehen und kritisieren kann, offen oder auch nur mit Ironie und Zynismus, zusammengekehrt, durchgerührt und wieder ausgeschüttet.“

  43. CarstenS04 sagt:

    .

    Alles gesagt

  44. mika sagt:

    Das Bild sagt mehr als tausend Worte….

  45. blues sagt:

    Sachlich betrachtet war das Spiel, die Punkteausbeute und der Tabellenplatz unter Keller/Heldt tatsächlich besser und erfolgreicher, als das was uns Weinzierl/Heidel bis heute präsentieren.

    Dass gerade diejenigen, die Keller nach ein paar Tagen als Jugendtrainer beschimpften und nach einem halben Jahr vehement seinen Rausschmiss forderten, heute bei neuem Führungspersonal in Jahren und nicht mehr in Monaten denken bis Änderungen sichtbar werden, sagt ja hauptsächlich was über den Lernprozess dieser „Keller raus“ Akteure aus.

    Das Schalker Problem um wenig spielstarke Innenverteidiger,wie es @ReinerEdelmann oben feststellt, ist doch älter als Keller und Huub. Dass dann Heidel Matip durch Naldo zu ersetzen versucht ist unverständlich. Matip hat mit seinen offensiven Möglichkeiten zusammen mit Sane, Breitenreiter letztes Jahr die Saison und dem Verein und uns die EL Teilnahmegelder gesichert.

    Heidel agiert, wie nicht nur die Innenverteidiger zeigen, bei seinen Transfers bisher ziemlich glücklos. Nur Bentaleb würde ich da ausnehmen.

  46. Johannes sagt:

    Alles beim alten auf Schalke? Ja, in der Hinsicht, dass irgendwann jeder Aufbruch samt Stimmung anscheinend oder scheinbar (?) versandet und immer wieder Fußballspiele produziert, die wehtun. Leider den eigenen Fans.

    Aber es gibt auch was neues, nämlich einen weiteren Schalke-Taktikblog, mit Analyse zum Kick gegen Bankfurt:

    https://schalkegoeszentrum.wordpress.com/2017/01/28/86/

    Herzlichen Willkommen in der Schalke-Familie!

  47. Rjonathan sagt:

    @crisscross04

    Kritik und Hinterfragen an Weinzierl scheint verboten, weil wir jetzt einfach einmal an den Trainer festhalten müssen. Egal wie die Spielweise ist, wie erfolgreich wir sind, welchen Tabellenplatz wir einnehmen oder wie viele Zuschauer wegbleiben. Alles egal. Das ist ein wenig blind, dieses Vertrauen und kann und nachhaltig sehr schaden!

    Ich denke niemand hat die Fähigkeit sicher zu sagen, dass Weinzierl alles richtig und gut macht und der Weg mit ihm zu 100% richtig ist. Die Angst, dass es mit ihm auf Dauer nicht klappen wird, haben wir doch wahrscheinlich alle. Was ich aber sicher weiß: Alle 6 Monate den Trainer anschießen hat uns erst in diese Situation gebracht, in der wir uns nun befinden. Inklusive eines Kaders, der größtenteils Stückwerk ist, und in dem lauter Spieler rumdümpeln, die mal unter ganz anderen Vorausssetzungen hierhin gekommen sind. Insofern ist die Alternative die du anbietest – die Hunde auf den Trainer schicken – in meinen Augen auf jeden Fall die falsche.

    Das ist allerdings nicht – wie du schreibst, blindes Vertrauen in den Trainer, sondern blindes Vertrauen in den Manager. Ich verlasse mich darauf, dass Heidel in Mainz am Ende des Tages immer ein gutes Händchen mit den Trainern hatte. Er ist näher dran und hat mehr Informationen wie es um Trainer und Mannschaft steht und er hat mehr Erfahrung, wie es im Idealfall um Trainer und Mannschaft stehen sollte.

    Im Vergleich dagegen ist alles was wir hier von außen betreiben Kaffeesatz-Leserei. Und es kommt deswegen nicht als Kritik sondern als Stimmungsmache und „Anti-Haltung“ an. Denn es ist ein entscheidender Unterschied, seine Sorgen und Befürchtungen als solche zum Ausdruck zu bringen, oder sich spontan einen (oder mehrere) Sündenböcke rauszusuchen und diese in Alleinhaftung zu nehmen. Letzteres heißt in der Politik „Populismus“.

    @Blues
    So schlecht sehe ich die Transfers nicht. Ja, Bentaleb ist eine echte Verstärkung. Embolo und Burgstaller haben zumindest andeuten können, dass sie das auch sind. Und Coke durften wir noch gar nicht sehen. Baba hat leider nicht die Form gefunden, mit Kolasinac in Gala-Form hatte er allerdings auch nicht viele Möglichkeiten. Frustrierend, dass Kola jetzt genau dann nachlässt, wenn Baba nicht mehr im Rücken lauert…
    Im Gesamten finde ich die Transferperiode so weit befriedigend bis gut. Wenn man bedenkt, dass Embolo und Bentaleb junge, zukunftsfähige Spieler sind, dann stimmt die langfristige Ausbeute.

  48. catch22.04 sagt:

    Ich gehe noch diese Saison vom Trainerwechsel aus.Dann würde ich mir jemand wünschen,der jungen Spielern mehr Vertrauen gibt

  49. Michael sagt:

    Wie recht du mit deinem Kommentar hast was mich an der Situation am meisten ärgert ist die Tatsache das viele Spieler sich jetzt schon Gedanken machen wo sie in der nächsten Saison spielen anstatt sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren mir wird jetzt schon Angst und bange wenn ich an das Spiel in München denke und was ist mit den neuen Vorgaben kein Pressing kein Zweikampfverhalten kein Spielaufbau so kannst du nix gewinnen und wenn ich die Spieler sehe und höre wie sie nach Spielschluss auch noch sauer sind weil sie ausgepfiffen werden dann wird mir übel man kann sicherlich mal ein schlechtes Spiel machen kein Ding aber sowas geht gar nicht

  50. Torsten sagt:

    Ich gehe noch diese Saison vom Trainerwechsel aus.Dann würde ich mir jemand wünschen,der jungen Spielern mehr Vertrauen gibt

    Noch mehr?

  51. leoluca sagt:

    @RainerEdelmann

    Für eine Fehleinschätzung halte ich es, den derzeit schlechten, einfallslosen Spielaufbau aus der Defensive auf eine „fußballerische Limitierung“ von Höwedes, Naldo und Nastajic zurückzuführen. Naldo war in der Hinrunde stark in der Spieleröffnung und Nasta ist ein moderner Verteidiger mit guter Balltechnik und Übersicht.

    An diesem Wochenende habe ich den Satz von Naldo irgendwo gelesen, dass ihm und seinen Kollegen für einen schnellen und präzisen Spielaufbau die Anspielstationen im MF fehlten.

    M.E. funktioniert das Schalker Defensivspiel gut, doch es fehlt die Spielkontrolle, der sog. Zugriff im MF. Das mit einem Kader mit unbestreitbar hoher spielerischer Qualität: Goretzka, Bentaleb, Kehrer, Meyer, Avdijaj, Kono – alles Spieler mit feiner Technik und Spielintelligenz.

    Wenn Weinzierl nun sagt, die Mannschaft habe auch gegen Frankfurt nicht den Mut und die Geduld gehabt, flach zu spielen und sie habe zu viel und zu schnell lange Bälle vorne reingespielt – dann muss er sich die Frage gefallen lassen: Warum gelingt es ihm nicht, mit diesem Kader den Ball zirkulieren zu lassen? Warum hat diese Mannschaft das starke Gegenpressing verlernt, das sie zur Mitte der Hinrunde und noch im Spiel gegen Leverkusen so gut beherrschte?

    Nach dem schlechten Saisonstart hatte Weinzierl eine deutliche spielerische Weiterentwicklung durch Stabilisierung der Defensivordnung erreicht. Erste Ansätze eines besseren Offensivspiels waren dann auch durchaus da. Wurde genau dieser Fortschritt im Spiel eventuell nicht konsequent genug weiterentwickelt? Wurde eventuell hier die plötzliche Stagnation der Mannschaft unterschätzt, die nun sogar wieder in alte Fehler zurückfällt?

    Dass einige Spieler ihrer Form und Klasse hinterherlaufen (Meyer, Goretzka), sieht man deutlich. Aber ich fürchte, das wird so bleiben, solange das Schalker Spiel so stark auf die Einzelleistung einiger Spieler angewiesen ist, weil die Spielideen fehlen, der Teamspirit.

  52. catch22.04 sagt:

    @Torsten z.b.ein Avidjaj hat letzte Woche gut gespielt aber eine Grosschance kläglich vergeben, mMn weil er erst in der2HZ gerbracht wurde Weinzierl hat vielleicht mehr Vertrauen in die jungen als AB,aber das sagt kaum was

  53. Guybrush Threepwood sagt:

    Ich bin bei ReinerEdelmann. Unser derzeitiges System ist keins für ein vernünftiges oder ansehnliches Offensivspiel. Das im Moment aber rein gar nichts nach vorne geht, vor allem nicht gegen hoch stehende Abwehrketten, ist schon mehr als bedenklich.
    Wenn es spielerisch schon nicht klappt, sollten zumindest unsere Standards funktionieren. Hiervon sind wir leider auch sehr weit entfernt. Unsere Standards sind an Harmlosigkeit kaum zu überbieten und bergen ehr die Gefahr eines schnellen Gegentors. Haben wir eigentlich keinen anderen „Standardspeziallisten“ in Team? Irgendwie mag ich Geis da nicht mehr sehen. Im Spiel gegen Frankfurt hat mir Avdijaj bei den Standards wesentlich besser gefallen.
    Nach dem Bayernspiel würde ich gerne wieder eine offensivere Ausrichtung sehen, meinetwegen auch wieder 4-4-2. Vor allem mit dem spielstärkeren Badstuber als 6er.
    Was bringt es hinten gut zu stehen, wenn man dadurch vorne nichts zustande bringt und trotzdem durch einen blöden Standard verliert? Diese Phase hatten wir bereits unter Di Matteo und wie das geendet hat, weiss ja jeder.

  54. derwahrebaresi sagt:

    @Avidjaj hat letzte Woche gut gespielt aber eine Grosschance kläglich vergeben, mMn weil er erst in der2HZ gerbracht wurde

    großartig! :-)
    ich bin dafür, dass donis ab jetzt immer in der startelf steht …

  55. ReinerEdelmann sagt:

    @leoluca schrieb:

    „Für eine Fehleinschätzung halte ich es, den derzeit schlechten, einfallslosen Spielaufbau aus der Defensive auf eine „fußballerische Limitierung“ von Höwedes, Naldo und Nastajic zurückzuführen.“

    Dies wäre auch eine Fehleinschätzung, wenn dies der ausschließliche Grund wäre. Es gibt im Fußball nicht immer nur den einen Grund; wie ich schilderte, haben wir überall Qualitätsprobleme.

    „Naldo war in der Hinrunde stark in der Spieleröffnung und Nasta ist ein moderner Verteidiger mit guter Balltechnik und Übersicht.“

    Beide Einschätzungen teile ich ausdrücklich _nicht_.

  56. westecke sagt:

    Ohne Schwarzmalerei, aber mit realistischer Einschätzung der derzeitigen Lage und der gezeigten Leistungen, ist in den nächsten 5 Spielen (Bayern, Hertha, Köln, Hoffenheim, Gladbach) eine ähnliche Serie wie in der Hinrunde nicht unwahrscheinlich. Und ein Weiterkommen im Pokal ist keineswegs sicher. Selbst als Positivhoffer komme ich da nicht umhin zu fragen, ob diese Mannschaft und das Umfeld „Abstiegskampf“ kann. Denn um nichts anderes kann es aktuell gehen.

  57. Flo Kno sagt:

    Es wurde hier schon Vieles gesagt, ich möchte nur zwei Sachen ergänzen:

    Zunächst fände ich es überhaupt nicht schlimm, nächstes Jahr den Europapokal zu verpassen. Ich gehe sogar weiter und sage: Das ist jetzt einfach mal dringend nötig. Wahrscheinlich könnte hier sogar Guardiola bei dieser seit Jahren laufenden OP am offenen Herzen nur Schadensbegrenzung betreiben.
    Die internationalen Plätze zu verpassen kann man natürlich nicht als Ziel ausgeben und das Gejammer wäre vorprogrammiert groß, ABER:

    Nenne mir ein Bundesliga-Team, dass sich spielerisch konsolidieren konnte, während es in 2-3 Wettbewerben aktiv war und de facto nie trainiert hat. Bei diesem ganzen Gerede von Kampf und Einsatz: Training ist im modernen Fußball nochmal deutlich wichtiger als es noch vor 10 Jahre war. Es geht eben nicht nur um die Fitness, 13 km abspulen zu können. Und ein viertägiges Trainingslager macht viele englische Wochen nicht wett.

    Wenn wir wirklich eines Tages wieder ein gewachsenes und eingespieltes Team sehen wollen, dann ist eine Pause im internationalen Geschäft dafür nicht hinderlich, sondern nötig. Dafür muss man ein Spiel gegen den Tabellendritten dann auch mal mit 0:1 verlieren.

    Das Argument, dass dann wichtige Spieler gehen, möchte ich nicht hören. Wenn das der Grund wäre für Kola, Meyer und wie sie alle heißen zu gehen, dann bitte. Reisende soll man nicht aufhalten.

    Zweitens: Bleibt doch einfach mal aus diesem Stadion raus. Lieber einmal ärgern, dass man ein vermeintlich gutes Spiel verpasst hat als sich wöchentlich über diese Gurkentruppe aufzuregen. Oder nicht? ;-)

    p.s. ich habe nochmal nachgeschaut: Bayer Leverkusen ist tatsächlich schon genauso lange international dabei wie Schalke. Die könnte man jetzt als Gegenbeispiel aufführen, dass es ‚auch so klappen kann‘.

  58. Karl Heinz sagt:

    Verein sein und trotzdem bei den GROSSEN mitspielen funktioniert nicht mehr. Das obere Drittel ist uneinholbar entrückt.

    Mittelfeld und Sturm sind vielleicht nicht einmal bundesligatauglich.

    Das ist doch ganz einfach zu verstehen. Es fehlt an Kohle um die Spieler zu kaufen (Investitionen nicht laufende Personalkosten) die uns nach vorne bringen und nicht ständig verletzt sind. Ein Bentaleb und Stambouli „durften“ nur zu uns weil Sie bei den Spurs entweder laufend verletzt waren und/oder sich nicht gegen einen Dele Alli durchsetzen konnten. Wobei Bentaleb noch ein guter Neuzugang ist. Unser Kader ist langweilig und zweitklassig. Gute youngster werden erst nach dem Wechsel Gross.

    Wir leiden unter totaler Selbstüberschätzung und der Zug ist schon lange abgefahren. Ach der VfB wird es als Verein auch irgendwann mal wieder schaffen :-)

  59. Ney sagt:

    Yup, lasst uns die Satzungsfragen nach dem Tabellenstand entscheiden. 5. Spieltag: schlimm-schmlimm, Verein geht ja GAR nicht. 12. Spieltag: super, schaut her was ein e.V. zu leisten vermag, vergleicht das mal mit dem HSV oder Gladbach! 18. Spieltag: oh nein, Giganten wie Hoffenheim, Köln, Frankfurt und Hertha sind uneinholbar (!) entrückt, Spieler wie Sane, Kolasinac, Goretzka und Meyer wurden bzw. werden bei Schalke nicht groß (kennt die überhaupt wer?), und Embolo und Coke sind langfristig verletzt, weil sie nicht genug gekostet haben.

    Trifft Baumgartlinger gegen Frankfurt = e.V. ist ok. Schießt er daneben: Abstieg wegen e.V.

  60. Flo Kno sagt:

    Baumgartlinger aka Burgstaller? ;)

  61. Karsten sagt:

    Das will natürlich niemand hören, aber defensiv lief’s am Freitag gar nicht so schlecht. Das Pressing war relativ stabil, gegen eine Mannschaft die nach der kompletten Hinrunde auf Tuchfühlung zur CL steht. Ich erwarte eine starke Partie bei den Bayern. Die wird Schalke zwar vermutlich nicht gewinnen, aber nächste Woche sind dann plötzlich alle wieder begeistert und sehen plötzlich eine klare Spielphilosophie und freuen sich, dass es Besprechungsräume gibt und all sowas.

  62. Niklas sagt:

    Bei deinen ersten beiden Sätzen stimme ich dir zu, Karsten. Defensiv war das durchaus in Ordnung. Darüber mache ich mir keinen Kopf. 20 Gegentore ist nicht der schlechteste Wert. Nur ohne ein Mittel Tore zu schießen, wird Schalke die nächsten Spiele abgesehen von Glückstreffern wie gegen Ingolstadt nicht gewinnen. Und das jagt mir ein kaltes Schauern über den Rücken. Harmlosigkeit = Schalke 04

  63. Nordlicht sagt:

    ganz so optimistisch bin ich zwar nicht Karsten. Aber die Bahnfahrt zum Spiel gegen die Hertha ist schon gebucht.

  64. Taubenstecher sagt:

    Diese Saison wird noch sehr sehr heiß und dramatisch wenn wir uns streiten , mit Bremen, Ingolstadt und dem HSV …um Platz 16 … ist doch klar das die Mannschaft nicht funktionieren kann , es gibt keine andere Profi-Mannschaft in Deutschland die mehr Spieler ausgeliehen hat wie wir.Das ist sehr sehr schlecht sich so viele Spieler auszuleihen , dass zeigt wie immer das wir mal wieder kurz vorm Finanzkollaps stehen.

  65. Taubenstecher sagt:

    !!!! BLITZMELDUNG !!!! Heidel & Weinzierl wurden im Baumarkt gesehen. Heidel hat eine Säge gekauft und Weinzierl eine Sauerstoffflasche… angeblich hat Weinzierl noch bis zum Spiel gegen Berlin Zeit die Wende zu schaffen.

  66. -titi- sagt:

    Das war anders geplant, man wollte nicht mit hohen Bällen agieren… wofür holt man denn nen Badstuber mit der ach so tollen Spieleröffnung und lässt ihn dann 2 Spiele lang auf der Bank wo es genau an jener hapert. Für mich besteht da eine ganz klare Ambivalenz zwischen Wort und Tat bei den Jungs in verantwortlicher Position und das macht mir Sorgen.

  67. polarfuchs sagt:

    Hi Taubenpiekser.
    Keine andere Mannschaft hat so viele Spieler ausgeliehen wie wir? Schau mal bei Frankfurt nach.
    Deine unsäglichen Kommentare sind noch bestens bekannt aus WAZ – Zeiten.
    Bitte, bitte nicht jetzt hier. Bitte sachlich bleiben. Kritik kann und soll sein.

  68. Rjonathan sagt:

    @Karsten
    Meine Rede! Leider hat Frankfurts Pressing auch gut funktioniert. Und Chandler war Kolasinac überlegen. Und die Frankfurter deutlich cleverer bei den Standards. Allerdings sehe ich derzeit nur wenig Hoffnung, wie wir das Offensiv-Spiel in Schwung bringen können. Mit Burgstaller gibts jetzt wenigstens jemanden, dem ich das Toreschießen zutraue. Aber wie bringen wir ihn ins Spiel gegen solche perfekt organisierten Defensiven wie von Berlin, Köln oder Frankfurt?

  69. dreiköpfiger Affe sagt:

    @Taubenstecher:
    Was hat das verleihen mit den Finanzen zu tun? Die beiden Themen passen nicht zusammen. Oder meinst du ein Reese verdient hier soviel, dass er unbedingt von der PayRoll muss?!
    Es liegt mMn eher daran, dass kein anderer Verein so viele Jungendliche hervorbringt die mit 19 schon die Reife und Qualität für die 2. Liga haben . Aber eben auch „nur“ für die 2. Liga.

  70. Taubenstecher sagt:

    Unser Neuer Trainer sollte einer von diesen vier hier sein :

    Klinsmann,Effenberg,Wilmots,Matthäus ….bin überzeugt davon das es dann wieder wesentlich besser läuft.

  71. Taubenstecher sagt:

    @@ dreiköpfiger Affe ich sagte Leihen , nicht verleihen… wir haben z.b Badstuber ausgeliehen ect. das funktioniert nicht. Denn das sind alles Spieler die bei ihren eigentlichen Vereinen keine Rolle mehr spielen , keine Spielpraxis haben , keine Bindung zu Schalke haben und wenn es nach 6 Monate nicht läuft ( bei uns) sinkt die Motivationen dieser Spieler gegen 0,0 % ihnen ist es egal denn diese Spieler haben ein Vertrag und gehen dann halt wieder zurück…

  72. Rjonathan sagt:

    @Taubenstecher
    Für Bentaleb und Kono haben wir ja Kaufoptionen. Da ist das noch mal ein wenig anders. Baba ist verletzt. Also geht es um Badstuber?

  73. Simson sagt:

    @Taubenstecher
    deine Faible für, ich nenne es mal diplomatisch, nicht ganz offensichtliche Zusammenhänge hast du ja nun schon häufiger zum Ausdruck gebracht, aber meinst du nicht, dass du mittlerweile bisschen über das Ziel hinausschießt? Nun sind also noch die Vertragsarten der Spieler entscheidend… aha. Ich würde auch demnächst zusehen, dass die Sternzeichen von Neuverpflichtungen mit in Betracht gezogen werden. Mir scheint das momentan bisschen zu unausgeglichen. Wenn wir demnächst noch weitere Wassermänner verpflichten, müssen wir, wie du es prophezeist, wirklich mit Bremen, Ingolstadt und dem HSV um Rang 16 kämpfen. Aber daran könnte dann auch Matthäus nichts mehr ändern…

    Ohman..

    Ganz nebenbei bemerkt, haben eben diese Leihspieler in der Hinrunde die 12er Serie hingelegt. Aber das war wohl Zufall.

  74. der grafschafter sagt:

    ..bitte doch einmal , da wo möglich (Vertrag) den Lizenzspielern die absurden und obszönen Gehälter kürzen.
    aber ist es überhaupt möglich und will man da ran?
    oder setzt man weiter auf eine schleichende entfremdung der 11 ich- Ag`s
    und dem (noch) zahlenden zuschauer..

  75. michael sagt:

    @leoluca
    @reineredelmann

    unser Spiel krank an der Tatsache, dass unsere Mittelfeldachsen nicht funktionieren. Geis und Meyer sind aktuell zu schwach, um den „Ball schnell laufen zu lassen“. unsere Außen sind nicht schlecht und mit dem Wolfsburger haben wir da auch alternativen. Ich hatte es schon mehrmals erwähnt, dass ich nicht verstehen kann, warum Heidel Stambouli verpflichtet hat, wenn der jetzt keine Alternative zu Geis ist. Irgendwie passt bei uns noch nichts so richtig zusammen und ich frage mich, was die im Wintertrainingslager gemacht haben. Keine alternative Systeme geübt, keine Standards (das finde ich sträflich, bei unseren kopfballstarken Spielern) und das Thema frühes und konsequentes Anlaufen scheint bei einigen Spielern auch nicht zu fruchten.
    Sorry, und trotzdem glaube ich nicht, dass das nur am Trainer liegt! Das sind doch großteils die gleichen Probleme wie aus den zurückliegenden Spielzeiten. Und zur EL: Eher müssen wir verdammt aufpassen, dass wir nicht in den Abstiegskampf kommen.

  76. @Schüpmann58GE sagt:

    Mittlerweile habe ich begriffen, dass wir erst nach unten müssen, um dann nachhaltig wieder aufzusteigen! Damit ist natürlich der Tabellenkeller gemeint, nicht mehr! Wenn man unseren Verein liebt fällt das sehr schwer, denn mit jedem Spiel sitzt der Stachel tiefer und irgendwie muss man sich da Luft verschaffen! Social Media allein ist nicht Schalke, aber eine gute Möglichkeit Dampf abzulassen, damit der Kopf wieder frei von Enttäuschung wird. Die wahren Gründe der Misere bleiben sowieso verborgen, denn die kennen nur die handelnden Personen und die jetzige Besetzung kann Schweigen. Den Weg, den Schalke eingeschlagen hat, braucht Zeit und Geduld.Wer jetzt daran denkt, davon abzuweichen, hat nicht verstanden, das wir jetzt die Möglichkeit haben nachhaltig für Kontinuität zu sorgen. Leider ist der Zeitpunkt für Erfolg noch in weiter Ferne. Die ersten wirklichen Verbesserungen werden sich erst zur Halbzeit 17/18 einstellen. Wenn wir die aktuell seriöse Vereinsführung beibehalten und konstant kontinuierliche für die Zukunft haben wollen, müssen wir Geduld haben und unserem Manager vertrauen! Ich betone hier nur den Mananger….

  77. Eliasmalmaison sagt:

    Gegen Bayern sollte unser Spiel eigentlich tatsächlich ganz gut funktionieren. Eventuell reicht es sogar für ein Unentschieden besonders, da Weinzierl wohl Stambouli für Geis bringen wird. Ich halte den, was Kurzpasspiel und tiefes Aufbauspiel betrifft, sowieso für offensiv unterschätzt. Defensiv ist er auch besser. Unser Defensivspiel müsste ausreichend stark sein, um Bayern einigermaßen aus dem Zentrum rauszuhalten.

    Mal eine These: bei Schalke ist im Spiel und im Training so sehr eine bestimmte, problematische, Spielweise drin, dass jeder Spieler sich langsam daran anpasst. Auch für den Trainer ist es extrems schwierig dagegen wirklich anzukämpfen und das Ruder rumzureißen. Denn eine gewisse defensive Trägheit (die in Weinzierls Pressing-system nicht so zum Tragen kommt), fehlende Ballzirkulation und eine immer wieder auftretende Spaltung der Mannschaftsteile sind Probleme mit denen wir uns jetzt schon seit Jahren rumschlagen.

  78. CarstenS04 sagt:

    Auch wenn es hier mal den einen oder anderen Ausreißer gibt muss ich doch sagen das im Gegensatz zum Facebook die Kommentare zur Situation hier noch gesittet sind…. Danke dafür….

    Ich lese hier immer noch gerne…

  79. Niklas sagt:

    Eliasmalmaison sagt:
    30. Januar 2017, 14:15 Uhr #
    …..

    Interessante Gedanken von dir. Halte ich durchaus für plausibel.

    Zudem eine tolle Analyse zum Spiel in deinem Blog. Habe ich sehr gerne gelesen. :-)

  80. derwahrebaresi sagt:

    @Gegen Bayern sollte unser Spiel eigentlich tatsächlich ganz gut funktionieren. Eventuell reicht es sogar für ein Unentschieden

    auch wenn die bauern aktuell etwas mau drauf sind und „ihr“ spiel noch nicht wieder gefunden haben, so werden sie unsere truppe in ihrer derzeitigen verfassung dennoch sogar barfuß besiegen.

  81. ReinerEdelmann sagt:

    @michael schrieb,

    „unser Spiel krank an der Tatsache, dass unsere Mittelfeldachsen nicht funktionieren.“

    Ja, auch!

    Nochmals – es ist eine Systemfrage. Wir kriegen so wenige Tore, weil wir so tief stehen und gute Zweikämpfer haben. Wir schießen so wenige Tore, weil wir viel zu selten in gefährliche Räume kommen – der Abstand ist viel zu groß.

    Dazu fehlt es (und diese Liste ist nicht komplett!):
    * spielstarken Verteidigern
    * kreativen Mittelfeldspielern
    * durchsetzungsstarken Stürmern
    * geistiger Frische

    Systemumstellung jetzt: No way – gegen Bayern kann es passen.
    Zudem – wo ist denn unser starker Rechtsverteidiger für eine 4er-Kette? Immerhin könnte man bei einer 4er-Kette einer unserer „Bolzer (Höwedes, Naldo, Nastajic) auf die Bank setzen.

  82. leoluca sagt:

    @Eliasmalmaison.

    Dein zweiter Absatz: Volltreffer.

  83. Nordlicht sagt:

    Ich verstehe nur nicht, was das System damit zu tun hat das keine Pässe übr 5-10 Meter ankommen und das ein Choupo ( bin kein Freund von ihm ) nur halb hoch angespielt wird.

    Das hat – in meinen Augen – nichts mit dem System zu tun. Das ist einfach Unkonzentriert oder ne volle Hose.

  84. Pukki1904 sagt:

    Der Grun für die Situation ist m.E. das Ergebnis jahrelanger fehlentwicklung mit ständig wechselnden Trainern. Daher ist der immer gern zitierte Vergleich mit Bspw. RBL oder Hoffenheim nach dem Motto:
    Die haben doch viel kleinere Spielretats und sind erfolgreich- absolut unpassend.
    Diese Clubs, ob man sie nun mag oder nicht,sind auch deshalb so erfolgreich, weil sie seit Jahren einem Konzept und einer Spielidee folgen, Spieler danach entwickeln und in ihr Spiel einbauen.
    All das hat Schalke über die Jahre verpasst, weil der Verein immer den schnellen nd kurzfristigen Erfolgen hinterher gerannt ist. Das ist das was Heidel mit Langfristigkeit meint und da stimme ich ihm absolut zu.
    Neulich habe ich einen sehr guten Bericht über Red- Bull gesehen( auch wenn mir RB eher unsympathisch ist) und was die an Infrastruktur haben um Spieler zu entwickeln. Damit ist nicht nur der vielzitierte Besprechungsraum gemeint sondern Leistungszentren mit entsprechendem Personal und den nötigen technischen Voraussetzungen u. Fähigkeiten um Spieler und ihre Leistungen aufs genaueste zu analysieren. Darauf aufbauend werden Profile des einzelnen Spielers entwickelt um diesen immer besser zu machen. Jeder Spieler soll das Maximum umsetzen, läuferisch, körpelich, technisch, mental usw.Er soll dabei immer besser werden um diese Fähigkeiten ganz der Spielphilosophie anzupassen. Hierfür braucht es mehr als einen zusätzlichen Besprechungsraum.UNfassbar war ja schon das Schalke offensichtlich noch nicht mal eine Anlage hatte, um das Traininjg zu filmen.
    Das erklärt auch, warum Schalke seit Jahren Spieler der ersten Mannschft nicht besser macht. Und das hat Auswirkungen auf die spielerischen Möglichkeiten einer Mannschaft. Ergo finde ich es durchaus unterstützenswert, hierfür Geld auszugeben weil Schalke ansonsten in ein paar Jahren den Anschluss an das Niveau solcher Clubs vollkommen verlieren wird.
    Zur Trainerfrage kann ich nur sagen. Wer jetzt glaubt, durch den Rausschmiss von Markus Weinzierl wird alles besser und das ganze an ihm festmacht, der irrt sich gewaltig. Immer wieder diegleichen Reflexe in den letzten Jahren und Jahrezhnten haben doch erst dazu geführt, dass Schalke solange benötigt um wirklich eine Mannschaft mit anderer Mentalität und Spielidee zu entwickeln. Das wird nicht in einem halben Jahr gehen.Daher hoffe ich, dass einige der nächsten Spiele mal wieder gewonnen werden, sonst wird der Druck auf Heidel so groß, dass er gar nicht anders kann als den Trainer zu entlassen.

  85. leoluca sagt:

    @Nordlicht.
    Mir ist die Systemdiskussion auch zu abstrakt.

    Konkret hat gegen Frankfurt der eine Sechser, Geis, im Spiel nach vorn gar nichts auf die Kette gekriegt, weder kurz noch lang noch bei den Standards, und dies nicht zum ersten Mal. Ihm missgelangen die einfachsten Kurzpässe. Vielleicht ist wirklich die Zeit für Stambouli gekommen, der m. E. unterschätzt wird, nur weil ihm mal ein paar dumme Fehler unterliefen.

    Auch haben gegen Frankfurt die beiden guten Techniker Bentaleb und Goretzka durchaus nicht wenige Angriffe eingeleitet, sie aber meist nicht sauber gespielt, weil nicht schnell genug gegen beinharte Frankfurter Zweikämpfer, denen die Zerstörung reichte. Dadurch kriegte Avdijaj viele unpräzise Bälle und ging ziemlich unter. Choupo hingegen lief bei einigen klugen Pässen in die Spitze gefühlte zehn Mal in die Frankfurter Abseitsfalle, was mich in der Vermutung bestärkt, dass es ihm bei allen Hackentricks und Dribblings, die er so drauf hat, an Antizipation fehlt.

    @Pukki1904. Da unterschreibe ich gern jeden deiner Sätze.

  86. polarfuchs sagt:

    @ Pukki 1904
    Dein Beitrag spricht mir voll aus der Seele, trefflich gesprochen. Das ist auch kein nachtreten gegen H. Heldt, diese Versäumnisse gehen viele Jahre weiter zurrück. Vielleicht ist es auch so das ein Verein wie S04 mit der Gesamtsituation total überfordert ist, finanziell gesehen. In Eigenregie ein Stadion für mehrere hundert Millionen zu bauen ( die genaue Summe kenne ich nicht ) und nebenbei eine Mannschaft zu unterhalten die auf Teufel komm raus erfolgreich sein muß, ob national oder international, ist nach meiner Meinung für einen Verein wie unseren nicht zu bewältigen.
    Nicht erklärt wird dadurch jedoch der eklatante Leistungsabfall der Neuzugänge. Nehmen wir das Beispiel J. Geis. Verpflichtet ob seiner Fähigkeiten ein Spiel defensiv wie offensiv zu bestimmen, herausragende Standards zu kreieren. Wo ist das alles geblieben?
    Wie gesagt, nur ein Beispiel. Ich will keinen Spieler herauspicken und niedermachen.

  87. Nordlicht sagt:

    @ Pukki und polarfuchs

    Ich bin da ganz eurer Meinung!

    @ leoluca

    Über die Abseitspfiffe bei Choupo rege ich mich schon gar nicht mehr auf

  88. Karl Heinz sagt:

    @Ney

    Warum können uns denn Giganten wie Ingolstadt und Frankfurt Zuhause das Spiel diktieren? Dies nach einer fetten Winterpause. Weil wir so derart leistungsfähige Spieler haben? Coke und Embolo habe ich nicht gesehen, aber das was uns aktuell nur noch 6 Punkte vom Abstieg trennt, dass kann man ja wöchentlich bewundern.

    Es ist doch als Blauer körperlich schmerzhaft das LIVE miterleben zu müssen. Wie ein Chandler unsere völlig emotionslosen Leistungsträger vorgeführt hat.

    Dieses Dauerthema des Umbruchs und nächste Saison greifen wir dann an, aber dann sind wir sofort wieder unter den ersten Fünf. Und wer nach dieser Saison noch bei uns bleibt werden wir ja sehen.

    Ich kann nur beurteilen wie es bei uns seit Jahren läuft und da sage ich

    Vereinsstatus = Tschö alte Zeiten

  89. ReinerEdelmann sagt:

    „Mir ist die Systemdiskussion auch zu abstrakt.“

    Sie _muss_ geführt werden – und abstrakt führe ich sie gewiss nicht. Um Zusammenhänge auf dem Feld zu verstehen, musst Du Dich darauf in Grundzügen einlassen.
    Ich hole bewusst nicht aus, um hier nicht einzuschläfern.

    Das angeblich „Konkrete“ rührt doch zum Teil daraus – z.B., dass Schöpf und Kola völlig platt sind.
    Und die Qualitätsprobleme muss ich doch nicht nochmals aufführen, oder?
    Aber jeder macht sich seine Welt, wie er will.

    @Pukki,

    Hoffenheim folgt keineswegs seit Jahren einem Konzept. Im Gegenteil hat jeder der letzten Trainer ein anderes Konzept gefahren. Selbst Nagelsmann hat sich im Sommer „korrigiert“ und auf deutlich körperbetonteren Fußball gesetzt (und die entsprechenden Spieler dafür geholt).
    Oder meinst Du den Nachwuchsbereich? Da wäre Hoffenheim sicherlich froh, ähnlich erfolgreich wie wir zu sein.

    Exkurs (und etwas vom Thema abgleitend): Die angesprochene Leistungsdiagnostik, die inzwischen überall (und nicht nur in SAP-Town oder bei den Dosen) stattfindet, führt auch zu dem in der BuLi oft unahnsehnlichen Fußball. Bei Schalke vs Freiburg werden 253 km gelaufen!
    Eine 1:1-Situation offensiv lösen können aber die Läufer nicht – hier werden immer noch Typen wie Robben und Ribery (beide ca. 40) benötigt. Schöne neue Welt!

  90. Uwe sagt:

    Es wird hier häufig auf ein angebliches Durcheinander in den Jahren zuvor abgestellt. Ich fand das alles gar nicht so schlimm und Erfolge waren auch da. Erst nach Kellers damaliger Rückrunde fing der Rumpelfußball an, den manche hier kritisieren. Lassen wir Weinzierl doch noch einige Spiele Zeit, und wenn es nicht klappt, wird er eben ´rausgeschmissen und ersetzt. Alles halb so wild. Wir sind eh too big to fail.

  91. Taubenstecher sagt:

    Falscher Trainer , falsches System ! 4 : 4 : 2 wäre für uns das Bessere System

  92. Rjonathan sagt:

    Ich habe da nicht genug Ahnung um die Frage zu beantworten, ob das System jetzt geändert werden müsste. Fakt ist, dass wir einen alternativen Spielaufbau brauchen, wenn unsere Gegner hinten in Manndeckung pressen. Ob Stambouli da die Antwort ist? Seine Pressingresistenz ist nach meinem Eindruck noch schlechter als von Aogo und Geis.

    Ich glaub ich bevorzuge die Lösung mit Goretzka & Bentaleb hinten und drei offensiven (Burgstaller, Meyer, Avdijaj?) davor. Mal sehen, was sich Weinzierl einfallen läst, gegen die Bayern ist jetzt jedenfalls eine ander Fragestellung im Raum, da sie anders spielen als Frankfurt und Ingolstadt.

  93. ReinerEdelmann sagt:

    Nee, WM-System mit dem richtigen Trainer. Aua.

  94. Uwe St. sagt:

    Hallo zusammen,

    nachdem hier ja jetzt noch ein Uwe schreibt (was ich selbst schon länger nicht mehr getan habe), kann ich nur sagen, dass er nicht nur Namensvetter sonder auch Bruder im Geiste ist. Auch Torsten kann ich -wie fast immer- rundum zustimmen.

    Wir können jetzt weiter üver Trainer, Manager, Spieler, Taktik, Rasem, Infrastruktur und vieles mehr diskutueren oder einfach mal abwarten was die nächsten Wochen passiert! Für alle die Angst haben, dass wir absteigen, tzt mir das sehr leid! Ihr müsst dann jetzt ganz stark sein…

    Blau-weiße Grüße
    Uwe St.

  95. crisscross04 sagt:

    Oh man,

    „Wenn wir wirklich eines Tages wieder ein gewachsenes und eingespieltes Team sehen wollen, dann ist eine Pause im internationalen Geschäft dafür nicht hinderlich, sondern nötig. Dafür muss man ein Spiel gegen den Tabellendritten dann auch mal mit 0:1 verlieren.“

    DAS ist jetzt nicht ernst gemeint, oder?! Jetzt „müssen“ wir schon verlieren, um dann irgendwann einmal wieder gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Sorry, jetzt rutscht es ins Absurde ab.

    Neuanfang, Konsolidierung, gewachsenes und eingespieltes Team sind zudem Theorien, die der Vergangenheit angehören. In der nächsten Saison wird 1/3 unseres Kaders wieder aus anderen, neuen Spielern bestehen. Das ist auf Schalke so, wie auch in Hoffenheim, Leipzig oder sonst wo. Die Zeiten, wo man mit einer talentierten Jugend über 4-5 Jahre etwas aufbauen kann, sind aufgrund immer schneller drehendem Wechselwahnsinns vorbei! Die meisten Trainer müssen sich ständig mit neuen Spielerpersönlichkeiten auseinandersetzen und diese schnell zu einem effektiven, motivierten und erfolgreichen Team zusammensetzen können.

    Pukki1904 führt die gerade funktionierenden Beispiele Leipzig und Hoffenheim an und lobt die langfristigen Planungen im Verein. Das ist sicherlich richtig. Aber das ist m.M.n. nicht der Grund, warum diese Vereine erfolgreich sind.
    Der Erfolg ist in erster Linie mit den Trainern Hasenhüttl & Nagelsmann verbunden. Beide Trainern waren schon in der Vergangenheit mit anderen Vereinen bzw. Mannschaften im Rahmen ihrer Möglichkeiten extrem erfolgreich. Und das nicht nur eine Saison.

    Außerdem wird mir hier gerade unsere Infrastruktur zu schlecht geredet. Sicherlich ist die in einigen Bereichen zu optimieren. Aber wir haben in den letzten Jahren mit dieser Infrastruktur sehr gute Ergebnisse erzielt. Und unsere Knappenschmiede ist immer noch sehr erfolgreich. Also lasst mal die Kirche im Dorf.

    Vielleicht geht es eher in die Richtung 2. Absatz von Eliasmalmaison. Eine Lösung dieser Problemschilderung wird sehr schwer werden. Und ob da eine neue, modernere Infrastruktur behilflich ist, ist fraglich…

  96. Rjonathan sagt:

    Der Erfolg ist in erster Linie mit den Trainern Hasenhüttl & Nagelsmann verbunden. Beide Trainern waren schon in der Vergangenheit mit anderen Vereinen bzw. Mannschaften im Rahmen ihrer Möglichkeiten extrem erfolgreich. Und das nicht nur eine Saison.

    :D

    Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Trifft das nicht viel mehr auf Weinzierl in Augsburg und Regensburg zu als auf Nagelsmann? Oder meinst du die Hoffenheimer U19?

  97. Flo Kno sagt:

    @ crisscross:
    Es sei dir unbenommen, dass du das anders siehst.

    Mein (ehemaliger) Fußballtrainer in Leipzig arbeitet als Scout für RB, ich habe es hier schon manches Mal berichtet. Die Organisation bei RB ist koheränt von der Profiabteilung bis runter zur F-Jugend durchgestylet, mit einem Spielsystem (Angriffspressing²), das die Spieler bereits in eben jener eingeimpft bekommen. Spieler UND Trainer werden nicht seit Hasenhüttl, sondern seit Jahren konsequent diesem Ideal entsprechend eingestellt. Taktisch hat Hasenhüttl diese Saison ggü dem Spiel von Rangnick in der letzten nur Finetuning betrieben. Das konnte er, weil die Grundlage über Jahre gelegt wurde.

    Das Spiel, das RB spielt kommt nicht alleine dadurch zustande, dass die Spieler vorher gemeinsam eine Runde RedBull trinken und der Hasenhüttl so tolle Ansprachen hält, sondern durch 5 Mal Training die Woche. Genauso bei Hoffenheim.

    Bei Schalke fehlt diese spielerische Grundlage, da sind sich hier in den Kommentaren doch alle einig. Ohne kontinuierliche Arbeit über einen längeren Zeitraum wird sich das auch nicht ändern, und ein Verpassen der Euroleague würde meines Erachtens dazu die Gelegenheit geben.

    Wenn ich von dem Nichterreichen der internationalen Plätze spreche, dann meine ich übrigens nicht Abstieg bis in die dritte Liga, sondern halt mal Platz 8-10.

    Warum meinst du, dass ein Erreichen von Platz 5-6 wie in den letzten Jahren die soviel bessere Alternative wäre?

  98. Torsten sagt:

    Der Grund für die Situation ist m.E. das Ergebnis jahrelanger fehlentwicklung mit ständig wechselnden Trainern. Daher ist der immer gern zitierte Vergleich mit Bspw. RBL oder Hoffenheim nach dem Motto:
    Die haben doch viel kleinere Spielretats und sind erfolgreich- absolut unpassend.
    Diese Clubs, ob man sie nun mag oder nicht,sind auch deshalb so erfolgreich, weil sie seit Jahren einem Konzept und einer Spielidee folgen, Spieler danach entwickeln und in ihr Spiel einbauen.
    All das hat Schalke über die Jahre verpasst, weil der Verein immer den schnellen nd kurzfristigen Erfolgen hinterher gerannt ist. Das ist das was Heidel mit Langfristigkeit meint und da stimme ich ihm absolut zu.

    So sehe ich das auch. Schalke hat stets nur kurzfristig gedacht. Mal hats funktioniert, mal nicht. Aber es kam nie „Grund“ rein, es wurde nie eine Basis entwickelt, Schalke stand seit fast 10 Jahren nicht mehr für einen bestimmten Spielstil.

    Es ist wichtig, aus dem Hamsterrad auszubrechen und mit den ewigen Trainerwechseln bei kurzfristigem Misserfolg aufzuhören. Dadurch wurde in den letzten 10 Jahren eigentlich nie was besser, abgesehen von einer tollen ersten Saison Magath, die Ausnahme von der Regel.

  99. Carlito sagt:

    Stets derselbe Mist. Auf dem Platz und drum herum.

    Dem habe ich eigentlich nix hinzuzufügen. Auch den Rest meiner Gefühlslage hat Torsten oben treffend zusammengefasst. Man geht schon lange – bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen – nicht mehr wegen des Fussballs auf Schalke. Sondern trotz des Fussballs.

    Freunde treffen, gemütlich 1-3 Pilsken trinken, nett quatschen. Und dann kommt halt meist leider noch ein Spiel. Sad but true.

    Was ich micht mittlerweile weigere zu glauben ist, dass es zum wiederholten Male am Trainer oder am Manager liegen soll. Entweder zahlen wir jetzt einfach die Zeche und elendigen Verletztenmisere. Welche imo aber auch nur noch bedingt als Erklärung herhalten kann, denn immerhin haben wir trotzdem eigentlich ja keine 11 Geradeausläufer auf dem Platz stehen.

    Wenn jetzt erneut ein Trainer und/oder Manager angezählt werden und ggf. scheitern sollten, dann weigere ich mich einfach, dies erneut hinzunehmen.

    Keller, Di Matteo, Breitenreiter und jetzt Weinzierl, dazu Heldt und Heidel. Alle mehr oder weniger qualifiziert, aber keine vollkommen Ahnungslosen. Aber unter allen Trainern und Managern dasselbe Bild:

    – am Anfang Euphorie und mehr oder weniger gute Spiele und mehr oder weniger gute Ergebnisse
    – aber spätestens nach nem 1/2 – 3/4 Jahr ist bei allen plötzlich der Wurm drin und die Luft raus
    – plötzlich kann die Mannschaft nicht mehr, was sie unter dem jeweiligen Trainer schon mehr oder weniger ansehnlich und mehr oder weniger erfolgreich gezeigt hat
    – plötzlich erreicht der Trainer die Mannschaft nicht mehr oder diese macht einfach nicht mehr das, was der Trainer von ihr will

    Meiner Meinung nach haben wir mindestens einen faulen Apfel im Kader. Wenn nicht mehrere. Und diese(r) müssen aussortiert werden. Jetzt und radikal. Sonst wird das glaube ich nie mehr was mit Schalke und diese Truppe wird auf ewig untrainierbar sein.

    Und wenn ich dann nach dem Spiel von Höwedes und Goretzka noch höre, wie weh die Pfiffe taten!? Da kotze ich echt im Strahl! So ziemlich das ganze Stadion nimmt 90 Minuten mehr oder weniger blindes Gepöhle klaglos hin. Was meinen die, wie weh das tut, sich dieses Gegurke anzugucken?!

    PS: ich habe nicht gepfiffen. Dafür war ich viel zu konsterniert und desillusioniert. Mal wieder.

    PPS: Stelle mir mittlerweile nur noch die Frage, ob S04 frei nach Dantes Inferno neunte Kreise der Hölle ist oder gleich alle neun Kreise.

    Wenn es nicht so traurig wäre…

    Stets derselbe Mist. Auf dem Platz und drum herum.

  100. BlueNote sagt:

    Tja, alle wollten endlich einmal Geduld beweisen, aber das Eis wird mit jedem verloreren Punkt dünner, wie man auch hier immer häufiger lesen kann. Es ist ja auch schwer, nach den unergiebigen Heldt-Jahren und dem x-ten Neuanfang noch länger den Ball flach zu halten. Ich muss mich da auch jedes Wochenende zwingen, das Gute in all dem gequirlten Mist zu finden, der da auf dem Acker angeboten wird. Aber sei’s drum. Im Winter 17/18 sind wir frühestens schlauer, ob Heidel und Weinzierl was reißen können.
    Also halte ich es mit Flo-Kno: Eine Saison ohne Europa ist sportlich keine schlechte Sache. Für meinen Blutdruck auch nicht. Die Vorstellung von ganz ganz vielen Samstagsspielen ist stattdessen sehr verlockend. Läuft…

  101. blues sagt:

    @BlueNote

    Samstagsspiele finde ich am Besten. Soweit d’accord.

    Ohne Europa stellt sich aber die Frage nach den Geldquellen, um es mal naturalistisch auszudrücken, was erlaubt ist im Ex-Kohle-Revier. Wo kommt das Geld ohne grenzüberschreitende Spiele her für Schalke? Neue Schulden senken den Blutdruck doch am Ende nicht wirklich nachhaltig. Was macht schließlich Heidel mit seinem so finanziell gescheiterten Credo der „Nachhaltigkeit“?

    Das Problem aus meine Sicht: Heidel muß klären und dann entscheiden ob Weinzierl eine offensive Spielweise lehren kann oder ob er es nur dem Gegner schwermachen kann. Denn es dem Gegner „S C H W E R M A C H E N“ ist das, was ich an Erinnerung an Weinzierl habe, als er Regensburg in der 3. Liga trainierte. Ich fühle mich im Moment fatal daran erinnert. Es gibt auch nach acht Monaten, auch nicht in den besten Minuten der guten „Zehn-Spiele-Mittelzeit“ der Hinrunde, keine offensiven Automatismen auf Schalke! Leider und zeimlich bitter.

  102. Guybrush Threepwood sagt:

    Eigentlich schade wie oft hier propagiert wird, mal auf die Europa League zu verzichten, dass dieser Wettbewerb verzichtbar ist und nur störend für unsere ach sonst so grandiose Bundesligasaison.
    Ich gebe zu, die Europa League im derzeitigen Modus mit den zumeist unattraktiven Gruppenspielen ist nicht immer sexy, jedoch eine Möglichkeit einen Titel zu gewinnen. Und darum, geht es doch. Wir faseln alle von der Champions League Teilnahme, bei der die Chance eines Titelgewinns gegen Null tendiert. Aber Hauptsache das Geld stimmt. Deutscher Meister? Mal ernsthaft.
    Wenn man sieht wie unserer UEFA-Cup Sieg von 1997 heute immer noch besungen wird und die damaligen Spieler zum Mythos geworden sind. Ich will ehrlich gesagt, auch wenn es nur eine kleine Chance ist (jedoch eine durchaus realistische), hierauf nicht verzichten. Dass man damit auch nach 20 Jahren noch Geld machen kann, zeigt unsere Marketingabteilung ja gerade mit der 97er Sonderkollektion.
    Wenn man das nicht mehr will, dann kann man auch auf dem DFB-Pokal verzichten, dessen ersten KO-Spiele auch zumeist unattraktiv und nur das Potenzial für eine Blamage beinhalten. Aber opps, war das nicht unser letzter Titel.

  103. Rjonathan sagt:

    Ich glaube die Auswirkungen der Europa League (und auch CL) auf die Bundesliga-Performance wird häufig unterschätzt. Jedes Jahr erobern sogenannte Überraschungsmannschaften in der Hinrunde das obere Tabellendrittel – meiner Meinung nach auch, weil sie viel bessere Möglichkeiten haben gemeinsam in einen Spielrhythmus zu finden. Insbesondere wenn im Kader ein Umbruch stattfindet. In diesem Jahr ist das besonders stark zu beobachten. Insofern fände ich das verpassen der EL nicht so schlimm, würde es mir doch tatsächlich die Hoffnung geben im Folgejahr vielleicht wieder auf die CL-Plätze angreifen zu können. Was hat man vom Rumdümpeln in drei Wettbewerben …

    Aber klar. Noch besser wäre es natürlich die EL zu gewinnen. :-)

  104. Flo Kno sagt:

    Lieber Guybrush,

    wie kommst du auf die Idee, Schalke hätte auch nur den Hauch einer Chance in der derzeitigen Verfassung die Euroleague zu gewinnen?

    Ich wäre schon sehr zufrieden, wenn Schalke es mal wieder ein, zwei Runden weiter schafft. Vielleicht ja sogar ins Halbfinale.

    Und nochmal: Mir geht es überhaupt nicht um diesen Wettbewerb Euroleague an sich. Mir geht es darum, dass den Schalker Spielern eine Saison mit wöchentlichem Training mehr helfen würde als Taktik-Filme gucken im Flugzeug und Regenerationseinheiten.

    Was die Einnahmen angeht: Das sind meines Wissens nach bestenfalls 4-5 Mio.€. Klar ist das Geld, das man gerne hätte. Aber darüber kann sich Schalke auch nicht sanieren.

  105. Flo Kno sagt:

    Nachtrag:

    Es scheinen tatsächlich etwas mehr EL-Einnahmen zu sein:
    http://fussball-geld.de/einnah...../el1617-4/

  106. Guybrush Threepwood sagt:

    @Flo Kno,
    Das in der derzeitigen Verfassung der EL Titel ehr unwahrscheinlich ist, erkenne sogar ich. Wobei wir bislang in der EL, ausgenommen in Salzburg, ganz passabel gespielt haben.
    Meine Aussage ist nicht allein auf diese Saison gemünzt, sondern auf die schon seit Jahren zu beobachtenden Tendenz, die EL als verzichtbar anzusehen.

  107. Blauhai sagt:

    @ Karl Heinz, dann sollte man genau betrachten was das Ziel derzeit vom Verein ist, gerade in Sachen Top Spieler mit Glamour oder solide mittelmäßige Spieler, Zitat Heidel:

    „Glamour passt gar nicht zu Schalke. Mein Gefühl ist, dass der Klub mehr zu tun hat mit Gemeinschaft, Treue, Emotionen, Leidenschaft und sehr viel mit Zusammenhalt.“

    Ich hoffe, dass jetzt einige kapieren was das Ziel ist,u.a. die Ansprüche nicht zu hoch zu hängen. Wem dies nicht passt, wird sich dann doch eher Red Bull oder ähnlichen Konzernclubs zu wenden müssen.

  108. BlueNote sagt:

    @Blues: Ich schrieb ja bewusst: ..“aus sportlicher Sicht“. Natürlich brächen da Einnamen weg bei einer Nicht-Teilnahme. Ich bin auch nicht tief genug im Thema Finanzen, um beurteilen zu können, wie finanzkritisch ein Jahr ohne Europa tatsächlich wäre. Da aber die nationalen Fernsehgelder, die von der DFL fließen, recht ordentlich sind, bin ich da noch relativ blauäugig entspannt. http://fussball-geld.de/fernsehgelder-tabelle/
    Das sind schon ganz schöne Summen. Auch die Sponsoren-Gelder sind ja keine Peanuts.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Ich, als fußballromantischer Fan, brauche für mein kleines Glück weder die EL noch die CL-Gruppenrunden in ihrer jetzigen Form.
    Ich glaube gleichfalls daran, dass die Mannschaft eher zur Form und einer erkennbaren Spielidee finden könnte, wenn man dies jede Woche ungestört trainieren könnte. Die K.O-Runde der aktuellen EL nehme ich jetzt gerne noch mit, ist ja schließlich spannend. Ob sie uns angesichts der aktuellen Situation gut tut, steht auf einem anderen Blatt. Ein überzeugendes Weiterkommen könnte ein Brustlöser sein, ein Ausscheiden dagegen eher der Stoß in den Abgrund, da die Mannschaft jetzt eh schon versunsichert ist. Ruhe wird es so oder so in dieser Saison nicht mehr geben.

  109. blues sagt:

    @BlueNote
    Entspannt zurücklehnen, den drei Männern Tönnies/Heidel/Weinzierl, trotz den zwischenzeitlich aufgekommenen Vorbehalten, das eigene Vertrauen schenken und sie machen lassen, um sich am Ende von der wirtschaftlichen und sportlichen Bilanz des Jahres 2017 zu Beginn des 2. Quartals 2018 überraschen lassen? Der Gedanke hat mich auch schon beschäftigt! Ist wohl das Beste.

  110. BlueNote sagt:

    @Blues
    „Entspannt zurücklehnen“ und „Tönnies machen lassen“ stellt für mich ein gruseliges Paradoxon dar. Ansonsten ist das von Dir Geschriebene aber genau mein Plan. Die letzten Jahre habe ich immer lautstark Kontinuität und Nachhaltigkeit gefordert und nun bin ich auch gewillt, meinen kleinen Obolus dazu beizutragen, zumindest was die Herren Weinzierl und Heidel betrifft.

  111. T. Fischer sagt:

    Ja, Geduld. Auch und gerade, wenn es schwer fällt.
    Ich bin da absolut bei den letzten beiden Kommentatoren. Und zuvor bei Torsten, als er schrieb, dass wir seit 10 Jahren keine Kontinuität mehr im Club, kein Spielsystem haben, wofür Schalke steht, seit Huub Stevens „Die Null muss stehen“.
    Wir müssen (sollten) dem Trio Mannschaft/Trainer/Manager noch mehr Geduld entgegenbringen, damit sich mittelfristig wirklich etwas ändern kann.

    Und ist es nicht auch in der Hinrunde so gewesen, dass mit einem Erfolgserlebnis auch mehr Selbstvertrauen kam und damit auch ein besser funktionierendes Spielsystem?

    Glück auf!

  112. leoluca sagt:

    Stichwort: Vergangenheitsbewältigung und Neuanfang.

    Wenn ich mir die jüngsten Tore von Julian Draxler für PSG und Leroy Sane für ManCity anschaue, dann kommen mir die Tränen. Was für großartige Fußballer! Und wie bitter für Heidel und Weinzierl, solche Spieler nicht zu haben.

  113. derwahrebaresi sagt:

    @leoluca

    Momentaufnahmen!
    Besonders bei Draxler haben wir das ja auch erlebt, sowohl
    AufSchalke und auch bei VW.

  114. leoluca sagt:

    Julian wird sich in Paris durchsetzen, da bin ich sicher. Er ist dort jetzt schon Kult – und mich freut das ungemein für ihn. Was das über unsere Vergangenheit mit ihm aussagt, dazu sage ich besser nichts.

  115. Rjonathan sagt:

    @leoluca
    Naja, er ist jetzt auch 1,5 Jahre älter. Das macht schon auch viel aus. Trotzdem natürlich schade, dass wir solche Spieler nicht halten können. Wenn dann demnächst in der N11 Özil, Draxler, Sane und Neuer in der Startelf stehen, können wir uns ja anschauen, wie wir „hätten spielen können“. ;-)

  116. leoluca sagt:

    Manuel Neuer: „Ich hoffe auch, dass Schalke so schnell wie möglich auf einen einstelligen Tabellenplatz kommt.“

  117. crisscross04 sagt:

    @leoluca
    Vor allem können einem die Tränen kommen, wenn man sieht, was „wir“ für das Geld durch den Draxler- und Sanéverkauf an „Potential“ bekommen haben…

    Ähnlich könnte es dann in zwei Jahren sein, wenn wir uns dann Meyer, Goretzka & Co. bei anderen Vereinen anschauen. Auch diese (möglichen) Einnahmen werden bestimmt wieder gut investiert. ;-)

    Uns werden die Juwelen weggekauft oder sie wandern ab (Matip) und der Ersatz ist dann immer eine Spur schlechter. Dass das Konzept nicht aufgehen kann, darf einem eigentlich nicht wundern.

    Meiner Meinung ist das unser eigentliches Problem des jahrelangen Niedergangs:
    Seit 2011 wurden zu viele Spieler (Marica, Neustädter, Barnetta, Sam, Holtby, Affeley, Boateng, Raffael, Obasi, Szalai, Bastos, Kirchhoff, Santana, Hojbjerg, Clemens, Riether, Caicara, Di Santo, Geis, Belhanda – geile Liste, oder?!?) eingekauft (oder ausgeliehen), die ihr sicherlich vorhandenes Potential nie vollständig abgerufen oder gar ausgebaut haben. Wobei Boateng auch gute Zeiten hatte. ;-)

    Und leider sehe ich einfach nicht, dass sich diese Entwicklung unter Heidel ändert. Es scheint ein Virus im Verein zu sein und managerunabhängig.

    Kein Wunder also, dass uns unsere Talente verlassen, weil sie keine Vision aufgezeigt bekommen, dass es mit Schalke bergauf geht oder dass sie Teil einer Entwicklung sind.
    Im Gegenteil: Es wird ihnen aufgezeigt, wie Özil, Neuer, Draxler, Sané & Co. bei anderen Vereinen richtig Erfolg haben. OK, bei Draxler und Sané warten wir mal ab, ob der Erfolg dauerhaft ist. Aber ich glaube schon, dass beide Spieler ihren Vereinen noch sehr viel Freude bereiten werden.

    Tja, und da ist sie wieder, die Schalker Sentimentalität… ;-)

  118. Simson sagt:

    @crisscross04
    die „anderen Vereine“ heißen eben auch Bayern München, Real Madrid, Arsenal London, Manchester City….. wenn du den Erfolg unserer Abgänge in der Verbindung mit deren Vereinen bewertest, ist wohl klar, dass sich Schalke nicht mit diesen messen kann. Muss es aber auch gar nicht. Ich bin kein Real, Barcelona oder Bayern Fan, sondern Fan von Schalke 04. Dass ein Spieler mit riesigem(!) Potential bei einem solchen Verein spielen will, wenn er die Möglichkeit bekommt, finde ich nur logisch und nicht verwerflich, wenn die Kommunikation passt.

    „Diese Entwicklung“ (wie du es nennst) zu ändern wird Heidel nicht schaffen, da gebe ich Dir recht. Ansonsten würde er den FC Schalke auf eine Ebene mit Bayern, Real, Barcelona etc. bringen müssen, und mit Verlaub, das halte ich auch für ein wenig zu viel verlangt. Und ob das erstrebenswert ist, steht ebenfalls auf einem anderen Blatt. Man muss einfach anerkennen, dass die Spieler, die du nennst, absolutes Weltklasseformat haben und realistisch für Schalke nicht eine karrierelang haltbar sind (genau wie für 99.5% der anderen Vereine auch nicht).
    Von daher kann man das niemandem vorwerfen. (Aber wäre ja langweilig, dann könnte man ja gar nicht meckern “ ;-) „)

    Nenn mir mal bitte andere Vereine, die Spieler mit diesem Format halten können, wenn Real, Barca etc. anklopfen… Also nochmal: Kann man unserem Verein das wirklich anlasten?

    Und übringens hat dieses Thema ganz sicher nichts mit der aktuellen Spielweise zu tun und um die geht es ja aktuell. Dass der Kader, wie er besetzt hat, bessere Leistung zeigen kann, darüber sind wir uns wohl alle einig.. auch ohne die besagten Abgänge.
    Aber es scheint wohl die Kritik auszugehen, dann muss man eben nochmal in die Vergangenheit reisen. Ist ja auch langweilig, wenn mal ausnahmsweise etwas nicht einer Person/Personengruppe angelastet werden kann.

  119. crisscross04 sagt:

    @Simson;
    Hmmm, da hast Du mich wohl falsch verstanden.
    Wo bitte schön habe ich unseren „Erfolg“ gleichgesetzt mit Real, Barca, etc.? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass wir im Moment den großen Talenten keine Perspektive geben können. Natürlich will jeder Spieler mal Real oder Barca spielen. Draxler ist aber eben auch nicht zu Real oder Barca gegangen, sondern zu Wolfsburg. ;-)

    Mit „Entwicklung“ meinte ich eben nicht, dass wir die Spieler (Neuer, Draxler, Sané)realistisch halten können, sondern was wir im Gegenzug dafür einkaufen und wie sich diese eingekauften Spieler bei uns entwickeln oder eben nicht. Und diese Historie von Fehleinkäufen ist eben für mich schon auch „ein“ Grund der aktuellen sportlichen Misere. Diese langjährige Entwicklung kann man aber Heidel und Weinzierl nicht vorwerfen. Da tue ich auch nicht, aber ich sehe Tendenzen.

    Es ist noch zu früh, die Einkäufe von Heidel mit in die oben genannte Liste der Zugänge einzureihen. Daher habe ich sie auch bewusst weggelassen. Aber bei Kono und Stambouli befürchte ich eine ähnliche Entwicklung. Beim Rest habe ich noch Hoffnung. ;-)

  120. leoluca sagt:

    Heidel ist aber doch von der Vorstandsetage genau deshalb geholt worden, um die großen Fehler der Vergangenheit – in der Transferpolitik, in der Integration Schalker Talente – endlich zu beenden und einen Neuanfang zu starten.

    Natürlich kann Schalke seine Großtalente auf Dauer nicht halten, wenn die Superreichen anklopfen. Aber Julian Draxler, ihn als prominentes Beispiel genommen, hätte wahrscheinlich ein oder zwei Jahre noch auf Schalke spielen können bei besseren Bedingungen. Nach dem überstürzten Transfer wurde dann sogar ein ganzes Jahr versäumt, Ersatz für ihn zu verpflichten. Auch Manuel Neuer wäre unter Manager Magath vermutlich mindestens ein Jahr länger geblieben – bei aller berechtigen Kritik an dem Schleifer.

    Heidels bisherige Arbeit lässt ganz und gar nicht vermuten, dass er die schlechte Tradition auf Schalke fortsetzt. Seine Transfers im Sommer waren eine punktgenaue Antwort auf die Schwächen des Kaders. Seine Blitztransfers zuletzt sehe ich dazu nicht im Widerspruch, im Gegenteil: Heidel musste auf die anhaltende Verletzungsmisere schnell reagieren bei knappen Möglichkeiten.

    Dass Kono und Stambouli bisher enttäuscht haben, ändert nichts an meiner Ansicht, dass es sich bei beiden um ausgezeichnete Fußballer handelt. Das war bei früheren Transfers oft eben nicht der Fall.

  121. blues sagt:

    Diskussion um Julian Draxler

    So sehr ich ihm seinen aktuellen Erfolg gönne, ich bin mir nicht sicher, wie Julian Draxlers Erfolg in Frankreich zu interpretieren ist. Immerhin hat Schalke den Tabellenführer Nizza zweimal klar dominiert.

  122. Torsten sagt:

    Meines Erachtens ist es nicht nur so, dass Schalke diese richtig großen Talente nicht halten kann, sondern dass es der einzige Weg zur finanziellen Konsolidierung ist.

    Das finde ich übrigens durchaus richtig.

    Natürlich hätte ich Manu gerne noch hier im Tor (alle anderen habe ich auch gerne gesehen, aber Manuel Neuer steht für mich da über allen). Aber es war eben schon arg übel, als 2009 plötzlich Hans Leyendecker und Johannes Nitschmann in der SZ über die Liquiditätsprobleme des S04 berichteten. Das möchte ich nicht nochmal erleben müssen.

  123. leoluca sagt:

    @blues.
    Paris St. Germain gehört mittlerweile nicht nur finanziell in die erste Reihe der europäischen Fußballclubs, sondern hat diese Position auch in den vergangenen CL-Runden bestätigt. In Frankreich hat PSG längst die großen Traditionsclubs aus Marseille und Lyon überholt und lediglich in dieser Saison einen schwachen Start erwischt.

    Der Sportdirektor von Paris St. Germain, Patrick Kluivert, nennt Julian Draxler die Überraschung der Saison und einen „großen Spieler“.

    Zu Sane und Draxler schreibt Reviersport:

    http://www.reviersport.de/3460.....sland.html

    @Torsten.
    Bezogen auf Manuel Neuer fürchte ich, hast du recht. Man musste frühzeitig verkaufen. Bei Draxler und Sane habe ich große Zweifel, dass das wirklich zu diesem Zeitpunkt rein wirtschaftlich sein musste.

  124. Ney sagt:

    Ein weiteres Jahr mit täglichen wo-geht-er-hin-wann-wechselt-er-Schlagzeilen hat man sich im Fall Leroy Sane durch den Wechsel erspart.

  125. blues sagt:

    @leoluca
    Da PSG mit den fast unendlichen Mitteln des katarischen Staatsfonds gut gepäppelt wird, ist das eine starke Mannschaft. Aber Draxler spielt ja mit PSG gegen die andern französichen Mannschaften, und ob die Gegner so stark sind, bin ich mir eben nicht sicher. Wen es interessiert, unten ein aktueller Link zu dem Thema PSG bei der sueddeutschen.de…

    http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.3356202

  126. Torsten sagt:

    Schöner Text, danke für den Link, blues!

    Fast noch mehr als die Beschreibung PSGs mag ich dabei den Einwurf zu Nizza mit Balotelli.

    Favre gelang es mit spärlichen Mitteln und Favre’scher Menschenführung, aus OGC Nice einen Titelanwärter zu machen – einen mit beträchtlichem Unterhaltungsfaktor zudem, auch medial. Dafür sorgt Mario Balotelli fast ganz allein; manchmal auch sportlich. Der Italiener erzielt Tore, was ihm bei Liverpool und Milan nicht mehr oft gelungen war, neun schon in elf Auftritten. Er handelt sich zuweilen dumme Karten ein, auch mal rote. Kein Spiel ohne Balotelli-Moment, ohne Polemik. Man will ihn sehen. Sein Trikot verkauft sich so gut wie kein anderes. Am Interesse für Balotelli spiegelt sich die ganze, ungestillte Nostalgie der Franzosen nach Zlatan Ibrahimovic.

    :-)

    Mit „Entwicklung“ meinte ich eben nicht, dass wir die Spieler (Neuer, Draxler, Sané)realistisch halten können, sondern was wir im Gegenzug dafür einkaufen und wie sich diese eingekauften Spieler bei uns entwickeln oder eben nicht. Und diese Historie von Fehleinkäufen ist eben für mich schon auch „ein“ Grund der aktuellen sportlichen Misere. Diese langjährige Entwicklung kann man aber Heidel und Weinzierl nicht vorwerfen. Da tue ich auch nicht, aber ich sehe Tendenzen.

    Das sehe ich auch so. Natürlich ist es immer eine Art „Mischkalkulation“, natürlich schlagen immer mal wieder Spieler nicht ein. Aber es war eben schon so, dass in den letzten Jahren zwar immer mal wieder gute junge Spieler verpflichtet werden konnten, dass aber die gestandenen Profis, die man für entsprechendes Budget holte, dem Club nicht dauerhaft helfen konnten.

    Mir ist trotzdem noch wichtig, dass man die Unterschiede bei Neuer, Draxler und Sané wahrnimmt.

    Manuel Neuer gehörte mit seinen Leistungen schon auf Schalke zur absoluten Weltspitze unter den Torhütern. Er hat Punkte tatsächlich alleine geholt, gegen Bayern, gegen Dortmund, in der CL gegen Porto.

    Julian Draxler war nie so weit. Er wollte einfach neu anfangen, nachdem der Plan, ihn auf Schalke zum Kopf, zum Star zu machen, nicht geglückt war – auch weil der Club keine Geduld hatte, weil man ihm erst die 10 auf den Rücken pappte, ihn dort spielen ließ, aber als die ersten 4 Spiele nicht rund liefen, ihm den Prince vor die Nase setzte.

    Und dass Leroy Sané so schnell wechselte, war zum einen der Klausel geschuldet, die ihn im nächsten Sommer für „nur“ etwas mehr als 30 Mio hätte wechseln lassen können, und natürliche der Kombination aus Medienhype und England-TV-Gelder-Hysterie. Wenn Guardiola anruft und sagt, dass er einen Spieler unbedingt will, dann will der Spieler eben auch zu Guardiola. Und wenn S04 für einen Spieler derart viel Geld geboten bekommt, wäre eine Absage nicht zu verantworten. Das mag einem nicht gefallen, ich würde die drei auch gerne gemeinsam in Blau kicken sehen. Aber so ist das eben.

  127. Nordlicht sagt:

    Schöner link

    Vielleicht liegt es auch an der gekappten Verbindung zwischen Papa und Sohn Platini das Katar bei PSG nicht mehr so die Geldbörse öffnet.

  128. Rjonathan sagt:

    Thema Einkaufspolitik

    Ich glaube nicht, dass man eine Einkaufspolitik an Flops messen sollte. Flops gibt es immer und überall. Kein Hoeness, kein Heidel, kein Guardiola kann Flops verhindern. Deswegen machen mit Kono und Satmbouli keine Sorgen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich finde, dass man Spielern aus dem Ausland immer auch ein wenig mehr Zeit geben kann. Viele schlagen erst in ihrer zweiten Saison ein.

    Woran man eine Einkaufspolitik allerdings auf Dauer messen kann sind die Erfolge. Und die gab es in den letzten Jahren eigentlich gar nicht. Die letzten richtig erfolgreichen Zugänge waren Raùl und Huntelaar. Während andere Vereine regelmäßig Überraschungserfolge einfuhren.

    Ich glaube, dass das sehr stark mit Heldts Transferpolitik zu tun hatte und ich hoffe (und glaube) dass Heidel das besser macht. Symbolisch für einen typischen Heldt-Transfer ist für mich Adam Szalai. Der Spieler war in Mainz in einem „System-Team“ zu einem der erfolgreichsten Stürmer der Liga geworden. Das lag allerdings nicht an seiner individuellen Qualität sondern an dem guten System und der Mannschaftszusammenstellung in Mainz (Hail Heidel!). Nicht Szalai hat Mainz besser gemacht, sondern Mainz hat Szalai besser gemacht. Genau so war es mit Neustädter in Gladbach. Ich glaube nicht, dass Favre oder Tuchel aus Szalai und Neustädter bessere Spieler gemacht haben. Sie haben nur jeweils ein System spielen lassen, in welchem die Spieler sich bestens zurechtfanden und deswegen ihre besten Leistungen abrufen konnten. In dem Moment wo sie die Mannschaften verließen, waren sie wieder so gut oder schlecht wie schon zuvor.

    Und deswegen ist Kontinuität so wichtig. Einen Kader stellt man nicht über Nacht zusammen sondern über Jahre. Wenn Weinzierl eine bestimmte Vorstellung für ein Spielsystem auf Schalke hat und Heidel gezielt passende Spieler für dieses System einkauft, dann werden wir es auch erleben, dass Spieler erstaunlich über ihre „eigentlichen“ Fähigkeiten herauswachsen. Ich könnte mir vorstellen, dass Burgstaller ein solcher Fall werden könnte.

  129. leoluca sagt:

    @Rjonathan.
    Sehe das ähnlich. Ehe man gegenüber Heidel und Weinzierl ungeduldig wird, sollte man an die Vergangenheit mit Horst Heldts Transferpolitik und an seine diversen Trainer denken, die weder unseren Nachwuchs noch die neuen Spieler zu einer guten Mannschaft formen konnten. Jahrelang wurde geschludert.

    @PSG
    Schöne Geschichten über Pariser Geschäfte und die ungestillte Nostalgie der Franzosen. Nur: Spricht das gegen eine positive Bewertung von Julian Draxlers Entwicklung bei PSG? Die Ausgangsfrage von Blues ging ja in diese Richtung. Ich denke, dass Julian einfach deswegen nach ein paar Spielen schon in einem sonst sehr kritischen Paris gefeiert wird, weil er wirklich gut spielt und ein großartiger Fußballer ist. Torsten deutet das ja nur an, was bei Draxler auf Schalke so alles falsch gelaufen ist. Bitter.

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