Getz ma’ anders?

Ich begann vor 10 Jahren, im Januar 2007 mit dem Schreiben des Blogs. Seitdem hat Schalke 04 Mirko Slomka rausgeschmissen, Fred Rutten rausgeschmissen, Felix Magath als „Trainager“ seiner Aufgaben enthoben, Huub Stevens rausgeschmissen, Jens Keller rausgeschmissen, Roberto Di Matteo rausgeschmissen und André Breitenreiter nicht mehr gewollt.

Zwischenzeitlich hatte sich Ralf Rangnick krankgemeldet, und einzeln oder in Kombination hatten an der Seitenlinie Mike Büskens, Youri Mulder, Oliver Reck und Seppo Eichkorn mal was zu sagen.

Für und wider, stets aufs Neue, Ernüchterung, Hoffnung, Enttäuschung in verschiedenen Intervallen und Ausprägungen. Letztlich vergleichsweise kurzfristig immer wieder im Kreis.

Getz ma’ anders?
Mal harren? Mal vertrauen? Mal weitermachen, statt wieder anzufangen?

Ma’kucken.



120 Kommentare zu “Getz ma’ anders?”

  1. Susanne Blondundblau sagt:

    Interessantes Wording – alle „rausgeschmissen“, aber ausgerechnet Magath sanft „enthoben“?

    Da mussten etliche gehen, die eine erheblich bessere Punktausbeute hatten als Weinzierl. Wenn wir jetzt auch aus der EL fliegen, ist er nicht mehr zu halten.

  2. Torsten sagt:

    Ich habe mich bei Magath für eine andere Formulierung entschieden, weil er weniger als Trainer, als viel mehr als sich einkapselnder Vorstand gescheitert ist. Sportlich hatte er ja Erfolg.

    Und nur weil etliche Trainer gehen mussten zu schließen, dass auch der nächste gehen muss, halte ich für kurz gesprungen. Ein Manager sollte eine solche Entscheidung treffen wenn er davon überzeugt ist, dass es in der Zukunft nicht funktionieren wird. Nicht, weil in der Vergangenheit Punkte liegen blieben. Diese Besonnenheit traue ich Heidel zu.

  3. Zeitspieler sagt:

    Hallo Torsten,
    ich denke, dass wir in der Vergangenheit viele Trainer, viel zu schnell entlassen haben. Das kann aber nicht bedeuten, dass wir, wenn wir Fehler erkennen, gar nicht mehr reagieren. Es muß ja auch nicht immer sofort eine Entlassung sein, es darf aber berechtigte Kritik geäußert weren.
    Für die Entlassung eines Trainers ist der Manager verantwortlich, nicht wir. Er sitzt nahe dran und muß erkennen, ob es vorwärts geht oder rückwärts.
    Ein neuer Manager muß Schwächen und Stärken eines Vereins analysieren und auf Basis der Stärken die Schwächen nach und nach zu verbessern.
    Meiner Meinung nach hat Schalke zwei extreme Stärken:
    1. die Knappenschmiede
    2. die Fans
    Meiner Meinung nach fördert Weinzierl die Talente nicht genug, will nicht auf dem Fundament der Knappenschmiede aufbauen und enttäuscht die Fans mit einer zu defensiven Spielweise. Du hast gestern zu Recht darauf hingewiesen, dass Bentaleb und Goretzka auch offensiv sehr stark und sehr kreativ sein können. Wenn die beiden aber mit defensiven Aufgaben überladen werden, bleibt da nichts von übrigens. Bei den gestrigen Kommentaren hat der User „Max“ sehr viele Kritikpunkte zur derzeitigen Spielweise aufgeführt, die mir sehr stimmig erscheinen.
    Nochmals als Fazit, es geht mir nicht vordergründig um eine Entlassung, es geht darum, Fehler des Trainers abzustellen, kritikfähig zu sein und weiter zu lernen. Nicht alles auf die Spieler zu schieben, wenn eine Taktik nicht so aufgeht.

  4. Lutt sagt:

    Ich hoffe, dass es dieses Mal wirklich anders geht. Aber die Bild ist auf Spalterkurs. Und reißt dabei viele Schalker Fans mit.
    Jetzt muss CH klare Kante zeigen und CT weiterhin ruhig bleiben. Und MW darf keine Breitseiten mehr zeigen.

    Sonst kriegen wir wieder Chaos und braune Sauce.

  5. Ney sagt:

    Jetzt muss die Schweiz klare Kante zeigen und die Kernspintomografie ruhig bleiben, und die Mittelwelle darf keine Breitseiten mehr zeigen? (SCNR)

  6. Karsten sagt:

    Wenn ich Sätze lese wie „… dann ist er nicht mehr zu halten“, rollen sich meine Fußnägel hoch. Wer die Entwicklung einer Person an Einzel-Events fest macht hat Führung nicht verstanden. Es ist die Kurzfristige Erfolgsdruck-Denke, die immer wieder zu albernen Trainer Entlassungen führt. Blinder Aktionismus, getrieben von Boulevard. Wenn nicht einer mit der Faust auf den Tisch haut, gibt das nix. Totalitärer Unsinn. So funktionieren Teams nicht. So funktionieren Knowledge-Worker nicht. Nur weil man selbst unter einen Arschloch-Chef leidet, frei von Sozialkompetenzen, muss man das nicht gleich für andere auch fordern.

    Es gibt X Studien zum Thema Trainerwechsel und als kommen zum gleichen Ergebnis: In der Regel völlig frei von Effekten. Sprich, nutzlos.

  7. Detlef sagt:

    Ebent, mal nicht den „Automatismen des Geschäfts“ nachgeben, sondern eine Entwicklung langfristig verfolgen. Eine Entwicklung die nicht nur in eine Richtung geht, sondern eben auch mal Rückschritte beinhaltet. Eine solchen Schritt macht die Mannschaft gerade durch. Vielen geht es nicht schnell genug, kann ich sogar verstehen, schließlich hat man ja lieber Erfolg, als sich über Niederlagen aufzuregen.

    Das sich die Medien auf das Thema Schalke stürzen ist doch nur normal. Da kann man Druck aufbauen, glaubt man. Man will wohl Clemens Tönnies aus der Reserve locken, aber man sieht und hört ihn nicht, zumindest nicht öffentlich. Auch wenn ich nicht geeade ruhig ob des Tabellenszandes bin, ich vertraue den Verantwortlichen auf Schalke weiterhin.

  8. Watson04 sagt:

    @susanne: warum sollte er dann nicht mehr zu halten sein? Wenn Heidel tatsächlich so denkt, hat sich auf Schalke gar nichts geändert. Und dann können wir auch aufhören, zu diskutieren. Dann wird das nie was.
    Ich hoffe inständig, dass Heidel sich nicht von außen und vor allem nicht von kurzfristigen Ergebnissen treiben lässt.

    Im Allgemeinen scheint es mit der Geduld auf Schalke aber tatsächlich nicht weit hergeholt, ist sie doch sofort aufgebraucht, sollte es mal wirklich kniffelig werden. Denn dann kann ja nur noch ein Trainerwechsel helfen. Das hat in der Vergangenheit ja auch immer prächtig funktioniert!

  9. blues sagt:

    Im aktuellen Zustand ist die Mannschaft kaum in der Lage gegen Gladbach zu bestehen.

    Unter Jens Keller gab es mehrere kritische Momente, in denen die Mannschaft dann aber für den Trainer spielte und punktete. Diese Momente vermisse ich bisher unter Weinzierl.

    Ob die aktuell sehr spät, aber dafür umso heftiger einsetzende Reaktion des Umfelds zum Weckruf wird und einen ähnlichen Effekt erzielt? Man kann es nicht wissen, man wird es auf dem Platz sehen. Es gibt einen postiven Fixpunkt: die spielerisch gute und sportlich erfolgreiche Serie in der Hinrunde ab dem Gladbachspiel.

    Es ist seltsam, aber viel wichtiger als das Weiterkommen in der EL scheint mir aus aktueller Sicht, ob wir gegen Gegener wie Augsburg und Mainz in der Lage sind, jeweils drei Punkte zu erzielen.

    Ich denke, eine Entscheidung wird erst nach dem Spiel gegen Mainz in den Blick genommen. Stecken wir dann in der Nähe des Relegationsplatzes, wird die Diskussion um das „weiter mit Weinzierl“ zumindest schwierig.

    Vom Sport- und Kommunikationsvorstand und Trainer, der Qualität der Mannschaft und vom Umfeld des S04 her betrachtet, müsste aber auch unter Weinzierl der Klassenerhalt in den letzen neun Spielen unter schlichter Einfachbelastung, machbar sein.

  10. ReinerEdelmann sagt:

    Torsten,

    gute Fragestellung(en), auf die auch auch keine Antwort weiß.

    Auf der einen Seite finde ich das ständige „Feuern“ fürchterlich, auf der anderen Seite missfällt mir Weinzierls Spielstil (der zudem eindimensional ist). Hier könnte man noch anführen „nicht attraktiv, aber erfolgreich“. Dies ist ja aber auch nicht der Fall – so schlecht war es um Schalke lange nicht bestellt.

    Schließlich war die Personalpolitik in weiten Teilen ein Griff ins Klo. Hier weiß ich aber nicht, wer die Transfers federführend zu verantworten hat – ich vermute, dass Heidel hier ein sehr gewichtiges Wort mitredet und letztendlich ja auch entscheiden muss.

    Unten dem Strich glaube ich nicht, dass man mit einem Trainer in die kommende Runde gehen sollte, der 11., 12. oder 13. geworden ist; der zudem mit seinem Spielstil die Zuschauer aus der Halle treibt.

    Aber wenn ich nur an den gefühlt 652. „Neuanfang“ im Sommer denke, rollen sich die Fußnägel auf.

  11. Guybrush Threepwood sagt:

    Ich denke, dass Schalke schon seit Jahren nicht mehr für einen „Spielstil“ steht, sondern hauptsächlich durch individuelle Klasse die Ergebnisse eingefahren hat.
    Immer wenn versucht wurde einen gewissen Stil zu etablieren, gab es dabei Rückschläge, ein unruhiges Umfeld und einen arbeitsloser Trainer. Auf diesem folgte dann ein neuer Trainer, mit einer komplett neuen Idee/Ausrichtung und alles ging wieder von vorne los.
    Was uns fehlt ist Kontinuität, Weitsicht und auch Vertrauen.
    Man sollte endlich mal eine gewisse „Spielphilosophie“ ausrufen und zielgenau dorthin arbeiten. Dabei ist es Aufgabe von Heidel, dass hierfür erforderliche Personal zu rekrutieren. Dazu kann dann auch mal ein neuer Trainer gehören, der sich der Spielphilosophie aber unterordnet und diese nicht gleich wieder komplett über den Haufen wirft.
    Heidel und Weinzierl haben bei uns eine Mammutaufgabe vorgefunden.
    Ohne richtige Vorbereitung, im laufenden Betrieb, aufgrund der drei Wettbewerbe überlastet sowie mit vielen neuen und verletzten Spielern, die wichtige Bausteine werden sollten (Coke, Embolo), einen Reboot durchzuführen war riskant aber leider unausweichlich. Aber mal ehrlich, von uns allen auch gewünscht.
    Beide haben sich die Aufgabe leichter vorgestellt und wurden von unserer Schalkhaftigkeit sowie der derzeit sehr ausgeglichenen Bundesliga (Bayern mal abgesehen) kalt erwischt. Jetzt wieder kurzsichtig und überhastet zu reagieren und das Murmeltier grüßt wieder.
    Ich traue Weinzierl und Heidel durchaus zu, dass sie die derzeitige Situation gestemmt bekommen. Dafür muss aber jetzt erst einmal der Abstiegskampf angenommen werden. Wie das funktioniert, zeigen gerade der HSV und Werder.
    In der jetzigen Situation stur weiterzuarbeiten, als ob die schlechten Ergebnisse und Spiele nicht gewesen wären, ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Zumal das Selbstvertrauender Mannschaft immer mehr schwindet.

  12. Ney sagt:

    @Karsten

    Es gibt X Studien zum Thema Trainerwechsel und als kommen zum gleichen Ergebnis: In der Regel völlig frei von Effekten. Sprich, nutzlos.

    Das Zauberwort ist „in der Regel“. Durchschnittlich tut sich laut Studien nicht viel, aber das ist eben der Mix aus „es blieb punktemäßig gleich“, „es wurde schlechter“ und „es wurde besser“. Wem das Wasser bis zum Hals steht, der nimmt die ersten beiden Risiken in Kauf in der Hoffnung, dass bei ihm die dritte Variante eintritt. Das ist im Einzelfall, je nach Umständen, rationaler als abzuwaren.

    Schalke steht das Wasser nicht bis zum Hals. Zumindest bis nach dem Mainz-Spiel nicht.

    An Torstens Liste ist interessant, auf welchem Tabellenplatz jeweils Slomka, Keller, Breitenreiter, Stevens entlassen wurden. Schalke war jahrelang eine richtig ambitionierte Angelegenheit.

  13. Florian sagt:

    Wenn man sich mal anschaut wie viele verschiedene Trainer wir schon hatte, auch von den „Typen“ her…! Das kann unmöglich immer an den Trainern liegen. Ich finde, man sollte mal begreifen dass Schalke zur Zeit einfach kein Spitzenklub ist.

  14. Voice sagt:

    Getz mal anders? Ich wünsche es mir. Dass die ganzen schnellen Wechsel der letzten Jahre nichts gebracht haben, müsste eigentlich jeder unterschreiben. Vielleicht sollte man daher mal dem Abwarten eine Chance geben. Geduld gab es schon lange nicht mehr. Zuletzt war dies wohl Ende der 90er der Fall, als viele schon den Rausschmiss von Huub Stevens gefordert haben. Assauer hielt an ihm fest und Schalke wurde dafür belohnt. Danach ging es immer sehr schnell. Von den zahlreichen Wechseln hatte eigentlich nur der von Heynckes zu Rangnick etwas gebracht, der dann wiederum wegen mangelndem Vertrauen schnell wieder weg war. Meiner Meinung nach war das die fatalste Entscheidung der letzten 20 Jahre.
    Ich traue Heidel die Geduld zu und hoffe, es wird sich auszahlen.

    Eine andere Frage wäre: Wie hätte sich Heidel in den letzten Jahren verhalten? Wäre es zu weniger Trainerwechseln gekommen?

  15. Torsten sagt:

    Eine andere Frage wäre: Wie hätte sich Heidel in den letzten Jahren verhalten? Wäre es zu weniger Trainerwechseln gekommen?

    Ich glaube, dass es unter ihm zumindest nicht die großen Sprünge zwischen den Typen gegeben hätte. Von Rangnick zu Stevens zu Keller zu Di Matteo ist einfach ein sehr, sehr krasses Hin und Her.

    Aber man weiß es nicht.

  16. Manfred sagt:

    Kurz mal OT, Torsten: hab ich das exklusiv oder dauert das Laden der Seite auch bei anderen elend lang? Irgendwas mit google bremst da enorm und das schon ne ganze Weile.

  17. leoluca sagt:

    @Karsten.
    Besten Dank für dein klares Statement. Jeder Satz stimmt.

  18. Markus04 sagt:

    Prinzipiell finde ich ja auch, dass man Weinzierl die Chance geben sollte, die die anderen nicht hatten.
    Es stellt sich nur die Frage warum man gerade Weinzierl und Heidel diese Chance geben sollte, bei denen Erfolg und „Spielaussehen“ nicht befriedigend sind.

  19. Thomas sagt:

    Ich habe Breitereiters Entlassung absolut nicht verstanden. Erreicht was von ihm verlangt wurde und dann ist er plötzlich nicht mehr gut genug. Egal, kann man eh nix mehr dran ändern. Komisch nur, dass alle wieder erfolgreich sind wenn sie Schalke verlassen haben… und sich aus der Ferne kaputt lachen…

  20. derwahrebaresi sagt:

    Augen zu und durch!

  21. BlueNote sagt:

    Die Dosis, sprich die Menge der Trainerwechsel, macht das Gift. Viele Jahre lang haben uns der Schlachter und sein Sportdirektor bei jedem Wechsel versprochen, dass jetzt alles besser wird. Dieses ständige hilflose und inkompetente Rumgehampel der Verantwortlichen und die hierduch verursachten permanenten Neuanfänge haben doch die meisten von uns sauer gefahren und nicht erst die aktuelle Situation. Einher ging dieses Kompetenzversagen mit einem sehr schmerzhaften und nachhaltigen sportlichen Absturz von einem europäischen Spitzenclub mit regelmäßiger CL-Teilnahme zu einer grauen Bundesligamaus im unteren Mittelfeld und nun sogar im beginnenden Abstiegssog.
    Gerne hätte ich mit Jens Keller weitergemacht, auch Breitenreiter hätte ich gerne länger an der Seitenlinie gesehen, weil ich auch damals schon wusste, dass JETZT Nachhaltigkeit gefragt ist und weitere Wechsel kaum etwas bringen würden.

    Aber Hotte und Tönnies wussten es besser und haben die Karre wiederholt richtig an die Wand fahren lassen und am Ende dann die angebliche Ultima Ratio installiert, den Heilsbringer schlechthin. Ob der und sein Wunschtrainer Großclub können, weiß auch heute noch niemand. Man hofft es halt und hat als besonnener Fan ja kaum eine andere Wahl als ihnen diesen Vertrauensvorschuss zu geben. Doch da weite Teile der Mannschaft derzeit offenbar nicht Willens sind, des Trainers Anweisungen auf dem Platz umzusetzen, darf man sich als Fan sehr wohl gerade mal so richtige Sorgen machen und auch ohnmächtig fluchen wie ein tasmanischer Teufel. Ob man deswegen gleich wieder den Kopf des Trainers fordern muss? Ich sage ganz klar nein. Ich tue es nicht, weil ich rational zu verstehen glaube, dass das alles noch viel mehr Zeit brauchen wird, bin aber dennoch extrem sauer auf die aktuelle Entwicklung und verabschiede mich auch immer mehr emotional von diesem Trauerspiel. Die Internationalisierung des Fußballs und die strikte und absolute Unterwerfung unter kommerziellen Erfolg geben der ganzen Chose dann den Rest.

    Jetzt sitzen wir hier und sollen die Suppe gemeinsam auslöffeln. In schlechten Zeiten zusammenstehen. Ja. Ist auch richtig. Aber wo soll die Zuversicht und die Motivation dazu noch herkommen? Aus der Knappenschmiede? Die allergrößten Talente aus dieser großartigen Fußballschule verlassen den Club mittlerweile lieber, es bleiben zum Glück aber noch ein paar Talente da, die zumindest ordentliches BL-Niveau haben. Immerhin. Ansonsten dient auch diese Einrichtung vordergründig immer mehr der Profitmaximierung.
    Aus der Tradition? Ja, die macht mir immer noch Gänsehaut bei jedem Steigerlied im Stadion, verkommt aber langsam zum verzweifelten Seelentröster ohne jede weitere praktische Funktion. Aus der Teilnahme an EL oder CL heraus? Geht mir weg mit diesen vergewaltigten Kack-Wettbewerben. Wer Gruppenphasen und Donnerstagsspiele erfunden hat, hat Fußball nie geliebt.
    Aus mir selbst heraus? Tja, ich habe oben schon beschrieben, warum das nicht mehr funktioniert. Das kommt emotional alles fünf Jahre zu spät für mich.

    Im Sommer werden die Karten im Kader wieder neu gemischt. Heidel und Weinzierl stehen erst am Beginn, ihre Handschrift wird man vielleicht erst in 1-3 Jahren wirklich sehen können. Wer ist wirklich bereit, diesen langen Weg mitzugehen? Notfalls auch in Liga 2? Medien und Teile der Fans versuchen ja jetzt schon, eine Saison ohne EL als GAU darzustellen, der in jedem Falle eines rituellen branchenüblichen Opfers bedarf.

    Es wäre ein unfassbares Wunder, wenn man Heidel und Weinzierl wirklich diese lange Zeit einräumen würde im unruhigsten und emotionalsten Club der Liga.

  22. Niklas sagt:

    Thomas sagt:
    7. März 2017, 11:18 Uhr #
    Ich habe Breitereiters Entlassung absolut nicht verstanden. Erreicht was von ihm verlangt wurde und dann ist er plötzlich nicht mehr gut genug. Egal, kann man eh nix mehr dran ändern. Komisch nur, dass alle wieder erfolgreich sind wenn sie Schalke verlassen haben… und sich aus der Ferne kaputt lachen…

    Hä? Heidel hat doch in einem seiner allerersten Auftritte vor der Presse deutlich erklärt, dass er einerseits Breitenreiter nicht zutraut die Mannschaft weiterzuentwickeln bzw. gemeinsam mit ihm den Kader umzubauen und andererseits war Heidels Plan ein komplett neues Trainerteam für die Erste zu holen. Stichwort Neuanfang, Alte Zöpfe schneiden, etc.

  23. Torsten sagt:

    Komisch nur, dass alle wieder erfolgreich sind wenn sie Schalke verlassen haben… und sich aus der Ferne kaputt lachen…

    Wer denn?

  24. ReinerEdelmann sagt:

    @BlueNote,

    „…und verabschiede mich auch immer mehr emotional von diesem Trauerspiel. Die Internationalisierung des Fußballs und die strikte und absolute Unterwerfung unter kommerziellen Erfolg geben der ganzen Chose dann den Rest…
    …Aus der Teilnahme an EL oder CL heraus? Geht mir weg mit diesen vergewaltigten Kack-Wettbewerben. Wer Gruppenphasen und Donnerstagsspiele erfunden hat, hat Fußball nie geliebt…“

    Ich bin zu 100 % bei Dir – nie hatte ich weniger Lust auf den Fußball allgemein und Schalke im Besonderen.

    Zusätzlich möchte ich die generelle „Unattraktivtät“ der meisten BuLi-Spiele anfügen.
    Wer erinnert sich noch an das zähe 1:1 gegen Freiburg? Ein fürchterliches Gekicke, bei dem die beiden Teams aber 253 km liefen (meinetwegen auch 4800); sich also permanent an- und zuliefen. Die physische Komponente dominiert das Spiel von Jahr zu Jahr mehr. Offensive Lösungen, gerade im 1 gegen 1, haben aber kaum noch Spieler „drauf“.
    In der Tat ein „Trauerspiel“!

  25. Voice sagt:

    @Markus04

    Diese Chance hätte man auch schon den anderen geben können/sollen (außer di Matteo vielleicht). Hat man aber nicht. Daraus nun abzuleiten, es jetzt auch nicht zu tun, fände ich irgendwie unlogisch.

  26. Zeitspieler sagt:

    Ich frage mich immer, ob Weinzierl wirklich der Wunschtrainer von Heidel war. Ist es nicht möglich, dass Weinzierl schon vorher praktisch per Handschlag mit Tönnies feststand. Die Gerüchte mit Weinzierl gab es ja schon lange vor Saisonende 2016.

  27. max sagt:

    @Kritik:
    Ich finde, es sollte schon zwischen Kritik und „Rausschmiss fordern“ unterschieden werden. Es kann aber doch beim besten Willen nicht behauptet werden, dass auch nur annähernd eine zufriedenstellende Runde gespielt wird. Dafür sind nunmal die Spieler, der Manager und auch der Trainer verantwortlich. Deshalb finde ich Kritik, auch an MW, mehr als legitim. Das soll aber nicht heissen, dass ich ihn jetzt weg haben will. Doch hat er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch einige Fehler gemacht- wem passiert das nicht, nur kommt es auf den Lerneffekt an.

    @Medien:
    Das Geschäft Medien ist ja bekannt. Es ist doch auch nicht so, dass sie unbedingt Schalke eins auswischen wollen. Wenn jetzt vermehrt Artikel auftauchen, so hat das Team um Heidel und Weinzierl es schon selbst zu verantworten und soll und muss auch damit umgehen können.
    Ich persönlich finde es aber sehr schade, dass MW (vllt. auch Heidel) die Medien so wenig nutzt, um uns einen etwas tieferen Einblick zu gönnen, sei es Taktik und Ausrichtung oder auch bspw. generelle Prozesse. Ich glaube, dass dadurch auch ein wenig mehr an Verständnis, für alle Beteiligten, entstehen könnte. Auch wenn es viele wahrscheinlich nicht gerne lesen, aber ich mag zB. lieber ein Tuchel über sein Spiel reden als viele andere Trainer- auch wenn´s öfter mal mit ihm durchgeht und er für viele wahrscheinlich nicht der sympathischste unter der Sonne ist. ;)

    @Karsten

    „Es gibt X Studien zum Thema Trainerwechsel und als kommen zum gleichen Ergebnis: In der Regel völlig frei von Effekten. Sprich, nutzlos.“

    Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit und das „Eigenleben“ bzw. „Fremdleben“ von Statistiken. Als Gegenbeispiel könnte ich z.B. Mainz unter Heidel nennen. Zig Trainer verschlissen, durchwachsenen Erfolg gehabt und dann kamen (dazwischen) Klopp, Tuchel und Schmidt.
    http://www.weltfussball.de/teams/1-fsv-mainz-05/9/

    Bei „Führung“ und Medien bin ich komplett bei dir. Ich denke, du brauchst eine gute Mischung an Charakteren im Team, aber dieses „Führerdenken“ ist murks. Es gab auch mal ein interessantes Interview mit einem spanischen Spieler (leider entfallen, wer es war), der diese Ansicht überhaupt nicht nachvollziehen konnte und meinte, dass die Verantwortung, das Pushen etc in spanischen Mannschaften meist auf vielen Schultern verteilt ist, ein Megaorganismus quasi ;) Hierbei frage ich mich aber, ob MW nicht auch eher zu den autoritäreren Trainern zählt, s.bspw. Manschaftsrat.

    @Torsten

    „Ich glaube, dass es unter ihm zumindest nicht die großen Sprünge zwischen den Typen gegeben hätte. Von Rangnick zu Stevens zu Keller zu Di Matteo ist einfach ein sehr, sehr krasses Hin und Her.“

    Ich glaube auch, dass es absolutes Gift war so unterschiedliche Trainer bzw. Trainer mit so unterschiedlichen Philosophien den Job zu geben. Das zog einen regelrechten Rattenschwanz nach sich. Andererseits ist es auch bestimmt nicht einfach, den (nahezu) besten Trainer in Kombination mit Management, Team und Umfeld zu finden. Kontinuität nur ihrer selbst willen bringt ja auch nichts.

    ps.“braune Sauce“ …ist immer Scheiße und gibt´s zur Zeit viel zu viel! Fight against it ;)

  28. Claus sagt:

    „Es gibt X Studien zum Thema Trainerwechsel und als kommen zum gleichen Ergebnis: In der Regel völlig frei von Effekten. Sprich, nutzlos.“

    Ja ,voellig richtig, siehe auch: Heuer A, Müller C, Rubner O, Hagemann N, Strauss B (2011) Usefulness of Dismissing and Changing the Coach in Professional Soccer. PLoS ONE 6(3)
    oder Kuper:Warum England immer verliert /Soccernomics.

    Zitate (v.o.Autoren):

    „The underlying team fitness does not improve due to coach dismissal. The increase immediately after the coach dismissal can be completely traced back to a simple statistical selection effect (regression towards the mean).“

    und:

    „…The motivation to dismiss a coach is not only pure imagination but is indeed backed by a bad performance (which, unfortunately, does not change after the dismissal). Interestingly, the deviations from expectation are stronger for good teams (on average up to 9 points for the whole season) as compared to bad teams with approximately half of the number of points.“

    Also:
    Dass es Teams gibt, die sich nach einem Trainerwechsel verbessern ist schlicht eine statistische Notwendigkeit. Wer 5 Spiele in Folge verliert wird selten weitere 5 verlieren,wenn das Team halbwegs gut ist.

    Als (auch) St.Pauli Fan, freue ich mich gerade zu sehen dass trotz Festhalten an Lienen nun Pauli ein Spiel nach dem anderen gewinnt- wenn man ihn entlassen haette,dann haette es gehiessen: „Toll was der neue leistet“- in Wirklichkeit liegt es an der Rückkehr von Verletzten und neuen Spielern (Thy).

    Auch geht mir der Hype um die jungen Trainer auf die Nerven. Nagelsmann mag ein guter Trainer sein,aber dass Hoffe nun so gut steht liegt eher an guten Einkäufen (Wagner) als an tollem Training. Und wenn dann Süle und Rudy (ein enorm wichtiger Spieler zZt) weg sind, dann spielen sie wieder gegen den Abstieg…

    Bei Mgladbach: der gute Lauf unter Hecking wird in einem Jahr wieder verschwunden sein-wie bei Schubert- und der nächste wird folgen…

    Und dass sich beim HSV und Werder schon länger kaum eine Veraenderung einstellt liegt auch nicht an den „mangelhaften“ Trainern.

    Die Autoren sagen übrigens was wirklich wichtig ist: Gute und teure Einkäufe ;) Tatsaechlich ist das banale „Geld schiesst Tore“ statistisch absolut richtig. Wer in der Gehaltstabelle oben steht wird zu 80% auch am Ende der Saison oben stehen…Wer nicht,der zahlt zuviel :->

  29. Nordlicht sagt:

    Was ist es eigentlich was wirklich kritisiert wird??

    Das sich spielerisch nichts getan hat und es geauso ist wie die Jahre zuvor oder ist es „nur“ die mangelhafte Punkteausbeute??

    Ohne richtig grossen Umbruch kann einen die gleiche spielerische Armut ja eigentlich nicht überraschen.

    Zur Punkteausbeute gehört halt auch manchmal etwas mehr dazu, als nur die spielerische Komponente.

  30. max sagt:

    @BlueNote
    “ Doch da weite Teile der Mannschaft derzeit offenbar nicht Willens sind, des Trainers Anweisungen auf dem Platz umzusetzen,“
    Das glaube ich, in den meisten Fällen, nicht. Sehe schon viel Bemühen und Einsatz, aber halt nicht erfolgreich.
    „Ich tue es nicht, weil ich rational zu verstehen glaube, dass das alles noch viel mehr Zeit brauchen wird“
    Wenn das stimmt, könnte das zu einem riesigen Problem werden. Die Zeit haben wir nicht, sonst kann es wirklich noch eng werden. Ausserdem kommt es bei einem neuen System auch immer drauf an, wieviel schon umgesetzt werden kann, bevor eine absolute Dysbalance + Negativ-Strudel entsteht, hier sei nur mal an Zorniger erinnert…

  31. Enzi sagt:

    Absolut richtig!
    Genau jetzt nicht den Fehler machen und alles hinterfragen und ändern. Die Saison ist eh gelaufen und nicht mehr rückgängig zu machen.
    Einfach mal laufen lassen und sich nicht von der Bild oder anderen Quertreibern mit eigenen Interessen dazwischenreden lassen.

  32. max sagt:

    @Zeitspieler
    „…ob Weinzierl wirklich der Wunschtrainer von Heidel war.“
    Kam mir auch schon zu Ohren, wäre aber schon sehr verwundert, wenn sich Heidel darauf eingelassen hätte.

    @Claus
    Wird eigentlich id Studie auch beleuchtet, wie lange die jeweiligen Teams gebraucht haben, um ihren „Toptrainer“ zu finden, sprich ob bzw. wieviele Wechsel es vorher gab bis eine lange Zusammenarbeit erfolgte mit entsprechendem Erfolg?

    „Wer nicht,der zahlt zuviel :->“
    …oder gehört zu den 20% und hat den falschen Trainer! ;)

    ->>> https://www.youtube.com/watch?v=PECt4GRWb68 <<<-

    :))) We like it!!! (((:

  33. max sagt:

    @Enzi
    „Einfach mal laufen lassen“
    Ich glaube Stein und Bein, dass gerade jetzt niemand und damit mein ich wirklich absolut niemand die Saison einfach laufen lässt! Das wäre ja katastrophal- Trotzdem lieber St. Pauli statt HSV ;)

  34. ReinerEdelmann sagt:

    @Nordlicht,

    „Das sich spielerisch nichts getan hat und es geauso ist wie die Jahre zuvor oder ist es „nur“ die mangelhafte Punkteausbeute??“

    Ich möchte energisch widersprechen – von Breitenreiter zu Weinzierl ist es spielerisch signifikant schlechter geworden. [Ich weiß, dies wollen viele nicht hören…]
    Zwar konnte man unter Breitenreiter nicht unbedingt eine klare Handschrift erkennen, aber immerhin wurde versucht, nach vorne zu spielen.

    Mir ist bewusst, dass ein Vergleich immer ungerecht ist – Weinzierl hat keinen Matip und keinen Sane. Auf der anderen Seite hat er einen Bentaleb und viele andere Neuzugänge, die sich aber leider nicht wie gewünscht einbringen können.

  35. Carlito sagt:

    Kann mich den Aussagen von Karsten, Watson04, Guybrush Threepwood und Voice nur anschließen. Und ebenso der Aussage von Torsten, sollte Heidel davon überzeugt sein, dass Weinzierl mittel- bis langfristig der absolut richtige Trainer für den Job ist, dann sollte er, nein, muss er(!), jetzt an ihm festhalten. Auch ob der aktuellen Lage.

    Sollten wir die Liga halten, wovon ich überzeugt bin, ist es doch nun wirklich egal, ob wir 8. oder 15. werden. Wenn es keine Quali für Europa gibt, dann ist das halt diese Saison mal so. Vielleicht gibt uns das endlich mal die Luft und den Raum, die Entwicklung der Mannschaft in der nächsten Saison entscheidend voran zu bringen. Ohne Dreifachbelastung und dauernde englische Wochen. Dafür aber mal mit ausreichend Zeit für Training und Taktikeinheiten.

  36. Tomala Hermann sagt:

    Ich möchte einmal erleben, das Schalke durchhält und konsequent durch die Krise geht, ohne wenn und aber, bis zur Tabellenspitze. Ganz und gar ohne jammern.

  37. Simon sagt:

    Es ist klar, dass niemandem von uns der aktuelle Schalker Fußball oder der Saisonverlauf gefällt. Ich bin aber ebenfalls gegen den nächsten Trainerwechsel, auch wenn Weinzierl sicher Fehler gemacht hat. Welche das waren bzw. sind und welche Faktoren noch zur aktuellen Krise geführt haben, haben einige schon geschrieben (viele Ausfälle, mangelnde Spielkultur aus den Vorjahren, was lange Zeit zur Korrektur braucht, späte Zusammenstellung der Mannschaft im Sommer, was uns den Saisonstart vermasselt hat, u.a.).

    Ich würde mir sehr wünschen, dass sich Schalke noch irgendwie für den Europa-Cup qualifizieren könnte, und wenn es nicht mehr klappt, muss man die Saison natürlich endgültig als Reinfall abbuchen (Klassenerhalt sollte in jedem Fall drin sein) – doch wäre es wirklich dieses Desaster, wenn es einmal nicht klappen würde?

    Ich sehe etwa nicht das totale Auseinanderbrechen des Kaders mit dem Wegfall von zig Leistungsträgern dann als Automatismus auf uns zukommen, der mit größtem Genuss von diversen Sportredaktionen orakelt wird. Wer wird denn im Sommer an so unverzichtbaren Spielern den Verein verlassen, wenn es nicht in die EL geht? Da bleibt in jedem Fall eine konkurrenzfähige Mannschaft übrig.

    Vielleicht hätte es immerhin noch eine gute Sache, dass nächstes Jahr mal die ordentliche Entwicklung einer Mannschaft möglich wäre. Mit Europa-Cup ist ja eigentlich ab Anfang September kein großer Raum mehr im Training, um viel einzustudieren oder auch nur zu regenieren. Da gehen die englischen Wochen dann bis Dezember durch.
    Mir als Fan und Zuschauer macht das durchaus Spaß, wie ich ‚zugeben‘ muss, aber ich kann schon verstehen, warum viele Trainer darüber mosern.

  38. Ney sagt:

    Warum soll es unbedingt so gut sein, wenn Weinzierl EL-freie Zeit zum trainieren hat? Die Leistungen nach der Winterpause mit 3 Wochen Training am Stück setzten diejenigen vom Dezember doch nahtlos fort.

  39. ReinerEdelmann sagt:

    „Wer wird denn im Sommer an so unverzichtbaren Spielern den Verein verlassen, wenn es nicht in die EL geht? Da bleibt in jedem Fall eine konkurrenzfähige Mannschaft übrig.“

    Ist dem so? Zweifel sind angebracht.

    Wir werden voraussichtlich keinen Linksverteidiger haben, nur einen Rechtsverteidiger, der aber ein Jahr nicht gespielt hat.
    Im Zentrum haben wir keinen spielstarken Innenverteidiger (vielleicht entwickelt sich Kehrer – man sollte aber nicht zu viel erwarten).
    Vom jetztigen Leistungsvermögen haben wir mit Bentaleb nur einen konkurrenzfähigen 6er (vielleicht als 8er verplant).
    Weiterhin haben wir keinen durchsetzungsfähigen 10er (so im System benötigt), im Sturm setzen wir völligst auf das Prinzip Hoffnung (möge Embolo sich sehr gut entwickeln, möge Kono Bundesligatauglichkeit nachweisen, möge sich Burgstaller machen).

    Selbst wenn Goretzka bleiben sollte, was ich mir nicht vorstellen kann, hatten wir wohl noch nie so viele Kaderbaustellen.

    Obiges Bild (ohne Goretzka, Kola) ist das Bild einer Mannschaft, die im unteren Mittefeld spielen muss.
    Selbstredend wird man Einnahmen (Goretzka, Meyer?) wieder investieren müssen – aber wie, außer mit üppigem Festgehalt, will Schalke passende Spieler locken?

  40. Flo Kno sagt:

    @ Ney:
    Ich würde die Rechnung aufmachen, dass man in 3 Wochen nicht 4 Monate Training aufarbeiten kann.
    Zudem war es wieder so, dass im Trainingslager Spieler wie Caicara dabei waren, während Burgstaller, Badstuber, Nastasic, Hoewedes schön in Gelsenkirchen joggen waren, Bentaleb und Baba beim Afrikacup gespielt haben und von Huntelaar, Embolo und di Santo wollen wir gar nicht reden.

    Wenn du dann nach 1 Woche Türkei (oder wo waren sie nochmal) eine Leistungsexplosion erwartest, dann bitte.

  41. janw sagt:

    Lieber Torsten,

    ich weiß nur eins: „Mal absteigen“ ist definitiv keine Alternative!

    Ich spreche als Glubbfan aus Erfahrung.

    Gruß

    Jan

  42. Ich sagt:

    @Flo Kno du hast Max und Goretzka vergessen ;)

  43. Karsten sagt:

    Ney & max, bitte lest den Beitrag von Claus hier. Großartig. Ein Effekt bei Studien heißt nicht, dass die Mannschaft nicht auch mal gewinnen kann, die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist eben nur nicht höher als würde der Trainer nicht gewechselt. Und sich an Strohalme zu klammern, weil mit einem anderen Trainer vielleicht in Ausnahmefällen eher gewonnen werden könnte, ist unglaublich schlechtes und unseriöses Management.

  44. leoluca sagt:

    „Getz ma’ anders? Mal harren? Mal vertrauen? Mal weitermachen, statt wieder anzufangen?“ – Ausdrücklich: Ja!

    Von Magath musste Schalke sich wegen seiner autokratischen Attitüden und Finanzabenteuer trennen, obwohl er sportlich erfolgreich war. Ging einfach nicht mehr. Von Rangnick musste man sich trennen infolge seiner Krankheit. Von Huub Stevens und Jens Keller trennte man sich zu spät, weil zwar der sportliche Rückschritt sichtbar war, aber die Ergebnisse einigermaßen stimmten. Di Matteo wurde früh genug entlassen, weil die Veränderung nach kurzer Anfangsphase einfach ausblieb. Breitenreiter wurde verpflichtet, weil man Tuchel und Weinzierl nicht bekam. Heidel hat sich von Breitenreiter getrennt, weil er Weinzierl für den besseren Trainer hielt, um den Umbruch auf Schalke zu schaffen.

    Nach 8 Monaten stehen beide nun mitten in der Veränderung, die seit 5 Jahren nicht stattgefunden hatte, und derzeit zwar nicht vor dem Rückfall in alte Zeiten, aber vor der Stagnation, die auch ein Rückschritt ist, wenn sie anhält.

    In dieser Phase eine Vollbremsung des Umbruchs hinzulegen, wäre wahnsinnig. Viel mehr als oberes Ligamittelmaß ist mit diesem Kader in dieser Saison nicht drin. Das sollte man mit allen Kräften schaffen können, bevor im Sommer der Kader weiter reformiert wird.

    Dazu der gute alte Huub Stevens aktuell in Reviersport:

    http://www.reviersport.de/3473.....chutz.html

  45. max sagt:

    @Karsten

    Ich glaube, wir haben uns nicht richtig verstanden. Die Statistik, im groben, kenne ich schon. Ich wollte in etwa darauf hinaus, dass auch diese Statistik (wie viele andere auch, s. die Natur der Statistik ;)) mit Vorsicht zu genießen ist. Sie sagt doch im Prinzip nichts weiter als ein Durchschnittswert aus oder? Das heisst, bspw. solche Possen wie aktuell bei Wolfsburg spielen ebenso mit rein, wie bei einer Entscheidung, die gründlich überlegt und „berechtigt“ ist, von daher auch (eher) nachhaltig. Wichtige Faktoren wie ein Funktionieren des Teams (Mannschaft+Trainerstab+Management) fallen bspw. raus, sind aber elementar wichtig. Weiter wollte ich nur aufzeigen, dass bspw. Heidel nicht wenige Trainer gebraucht hat, um die jeweiligen „richtigen“ zu finden.

    „Und sich an Strohalme zu klammern, weil mit einem anderen Trainer vielleicht in Ausnahmefällen eher gewonnen werden könnte, ist unglaublich schlechtes und unseriöses Management.“
    Ich hoffe doch mal stark, dass Heidel seine Entscheidungen nicht wie an einem Roulette-Tisch vollführt ;)

    Btw. bin ich auch gar nicht für eine Entlassung. Ich habe ja, wie die meisten hier, kaum Ahnung was wirklich im Verein abgeht. Nur finde ich es schon legitim, die bisher gezeigten Leistungen zu hinterfragen und bei Bedarf auch zu kritisieren. Ich fände es, nebenbei bemerkt, auch sehr gut, wenn bspw. Fehler einfach mal zugegeben werden und sich nicht hinter Phrasen versteckt wird, aus Angst, dass die Stimmung oder sonstwas kippt. Keiner ist unfehlbar und ich glaube, das zeigt sich in dieser Saison auch bei Schalke.
    Vllt. wurde der Kader falsch eingeschätzt. Eine Postille zitiert MW,dass er schon am Beginn der Saison festgestellt hat, dass es schwierig werden würde, Heidel meinte, dass er es sich leichter vorgestellt hat. Es kann zb sein, dass die Anforderungen ans Team zur Zeit einfach zu hoch sind, dass ein einfacheres/anderes Spielsystem(oder Ausrichtung…) momentan besser passen würde. Vllt. braucht auch die Mannschaft und das Trainerteam eine gewisse Anlaufzeit um zueinander zu finden. Hier wären Kontinuität doch mehr als erwünscht, weil manche Dinge halt einfach auch Zeit brauchen und niemand frei von Fehlern ist. ;) Nur mal um zwei von hundert Möglichkeiten zu nennen…

  46. Susanne Blondundblau sagt:

    „Eine andere Frage wäre: Wie hätte sich Heidel in den letzten Jahren verhalten? Wäre es zu weniger Trainerwechseln gekommen?“

    Davon bin ich überzeugt. Und ich glaube, wenn hinter Keller ein Manager wie Heidel gestanden hätte, der auch in der Öffentlichkeit vermittelt hätte, dass der Trainer nicht für ein besonders optimistisches Gesicht, sondern Ergebnisse bezahlt wird, ständen wir jetzt besser dar.

    „Ich habe Breitereiters Entlassung absolut nicht verstanden. Erreicht was von ihm verlangt wurde und dann ist er plötzlich nicht mehr gut genug. Egal, kann man eh nix mehr dran ändern. Komisch nur, dass alle wieder erfolgreich sind wenn sie Schalke verlassen haben… und sich aus der Ferne kaputt lachen…“

    So ist es. Und dabei ist auch die Erwartungshaltung auf Schalke schuld.

    Ich war gegen die Entlassungen von Stevens, Keller, Breitenreiter – aber mir fehlt das Vertrauen, dass ausgerechnet Weinzierl der Richtige ist, an ihm festzuhalten. Punktemäßig schlechter als alle anderen, spielerisch nicht besser, zweifelhafter Umgang zumindest mit den jüngeren Spielern.

  47. Nordlicht sagt:

    @Susanne Blondundblau

    Welchen Spieler außer Sane hat Breitenreiter denn gefördert?? Wo hat er einen besseren Umgang bewiesen und woher weißt Du wie Weinzierl mit den Jungen umgeht??

    Sane war doch der Einzige auf den er nicht verzichten konnte. Ohne Sane hätten wir jetzt dort gestanden wo wir jetzt stehen. Nicht ein EL-Spiel war überzeugend und ich erinnere gerne auch mal an das Heimspiel gegen Galdbach wo wir vorgeführt worden sind und durch zwei Duseltore gewonnen haben. Zwei Schüsse in Richtung Tor und das wars. Beide von Gladbach abgefälscht. Daheim haben wir auch gegen Köln und Bremen verloren

    Das zeigt mir das es nur auf die Punkte ankommt. Er hat Meyer nicht weitergebracht und Kola ebenso wenig. Dazu hätte Ralf Fährmann eine überragende Saison.

  48. Ney sagt:

    @Flo Kno
    Das ist ja der springende Punkt, von Weinzierl erwarte ich gar nichts (mehr). Eine Bewertung kann man eher im nächsten Herbst abgeben, aber im Moment ist etwas unklar, ob es so weit kommt.

    @Karsten
    Verbesserte Punktausbeute unmittelbar nach einem Trainerwechsel allein auf Regression zur Mitte zurückzuführen, ist von Heuer et al. vielleicht etwas unterkomplex. Ansonsten kann ich mit den unmittelbaren Schlüssen leben. Nur dass eben in einer Situation, in der es akut gegen den Abstieg geht, für die Entscheidung doch oft gar nicht mehr relevant ist, ob es in etwas gleich bleibt oder schlechter werden kann, sondern ob man zu den Fällen gehört, wo’s besser wird. Die Nutzenfunktion wird ja in der Studie gar nicht diskutiert. Daher sind Einschätzungen wie „unseriöses Management“ ohne Fundament. Dass man, wenn man sich’s erlauben kann, es vielleicht mal länger mit einem Trainer versuchen sollte, bleibt unbenommen.

  49. leoluca sagt:

    „Ich glaube, wenn hinter Keller ein Manager wie Heidel gestanden hätte, der auch in der Öffentlichkeit vermittelt hätte, dass der Trainer nicht für ein besonders optimistisches Gesicht, sondern Ergebnisse bezahlt wird, ständen wir jetzt besser dar.“

    Grau ist alle Theorie. Christian Heidel hätte Jens Keller niemals als Cheftrainer verpflichtet.

  50. Nordlicht sagt:

    Mir fällt auch nicht ein Ex-Trainer ein der sich jetzt vor lauter Erfolg über uns ins Fäustchen lacht.

    Im Übrigen meint Huub Stevens das wir an den Beiden festhalten sollen. Denn beide haben einen guten Plan. Nun er kann es zumindest eher beurteilen als ich.

  51. Torsten sagt:

    „[…] Komisch nur, dass alle wieder erfolgreich sind wenn sie Schalke verlassen haben… und sich aus der Ferne kaputt lachen…“

    So ist es.

    Nochmal: Wer denn?

    Fred Rutten, Felix Magath und Roberto Di Matteo haben allesamt ihr letztes Engagement recht kurzfristig wieder verloren. Mirko Slomka musste sich eine Weile durch zweifelhaftes Anbiedern ins Gespräch bringen, und ist nun in Karlsruhe untergekommen, um dort gegen den Abstieg in die dritte Liga zu kämpfen. Lediglich Jens Keller scheint gerade zufrieden zu sein. Aber eben auch nur in Liga 2, nachdem er zunächst betonte, unbedingt im Oberhaus bleiben zu wollen, aber offensichtlich keine rechten Angebote bekam.

    Wer da alles woanders erfolgreich lacht, kann ich nicht entdecken.

    Im Übrigen meint Huub Stevens das wir an den Beiden festhalten sollen. Denn beide haben einen guten Plan. Nun er kann es zumindest eher beurteilen als ich.

    Wobei wir davon ausgehen können, dass Huub Stevens keine negativen Schlagzeilen zu S04 produzieren wird, da gerade offiziell „sein“ UEFA-Cup-Sieg als Event vermarktet wird. Möglicherweise steht er gar noch/wieder auf der Gehaltsliste, genau weiß ich das nicht.

  52. max sagt:

    @Susanne Blondundblau
    „zweifelhafter Umgang zumindest mit den jüngeren Spielern.“

    Was meinst du hiermit? Weil er zuwenig junge Spieler einsetzt oder wegen sein persönliches Verhalten ihnen gegenüber (wie bspw. Meyer)?
    Hab das bisher Gehörte (Unstimmigkeiten bzw. „großer Distanz“) eher als typischen Klatsch abgetan.

  53. Rjonathan sagt:

    Karsten hat in seinem ersten Beitrag eigentlich schon fast alles zu dem Thema gesagt, dass ich dazu sagen wollen würde. Danke dafür! :)

    Wobei, einen habe ich noch: In der Team-Führungs-Wissenschaft ist es durchaus anerkannt, dass Umbrüche und Team-Aufbau zwischenzeitlich eine Phase der Orientierungslosigkeit und Underperformance dazu gehört. Team-Psychologisch ist das Phase 3 („storming“), in der intern im Team Unruhe entsteht (siehe zB Äußerungen Höwedes über junge Spieler) und die Performance sinkt. Aber da muss ein Team durch um in Phase 4 „performing“ zu finden. Dass man dahin findet ist nicht gesetzt. Man kann durchaus auch in Phase 3 stecken bleiben. Aber wenn man schon zu Beginn dieser Phase die Teamleitung aus Ärger austauscht, fängt man wieder bei Phase 1 an und es ist gesichert, dass man nie in der gewünschten Phase 4 landet.

    So weit die Theorie. Einfach gesagt glaube ich: ohne Krisen keine Veränderungen. Schmerzhaft, aber wahr.

    @max
    Fehler zugeben, das wünsche ich mir seit Jahren auf Schalke. Das wäre wirklich mal gut.

  54. Simon sagt:

    @ ReinerEdelmann:
    Es ist natürlich Definitionssache, was man mit konkurrenzfähig meint. Ich meinte damit nicht eine Mannschaft, die zwingend um die ersten vier Plätze mitspielt, aber durchaus um die EL-Plätze. Denn mal ehrlich: So toll sind die meisten Teams über uns auch nun wieder nicht – andernfalls wäre doch gar nicht zu erklären, dass Gladbach, Leverkusen und wir nach diesem Saisonverlauf alle noch – bei den einen mehr (BMG), bei den anderen (Bayer, wir) weniger – Chancen auf die Europa-Cup-Teilnahme haben.

    Zum Kader: Natürlich ist es für umfassende Spekulationen hierzu noch zu früh und ich wollte auch nicht sagen, dass wir keinen wichtigen Spieler verlieren werden.

    Speziell der immer wahrscheinlicher anmutende Abgang von Kola wäre sehr ärgerlich – gerade jetzt, wo er immer stabiler und wertvoller fürs Team wird; gerade ein Spieler auf dieser Position (LV), für die man so schwer vernünftige Leute findet. In der Tat eine Herausforderung, aber ich denke dennoch nicht, dass wir im nächsten Jahr dann „keinen Linksverteidiger“ mehr haben werden. ;)

    Goretzka wäre ebenfalls sehr schade, aber hier müssten wir eben die berühmte Rechnung aufmachen. Er kam – korrigiert mich, wenn ich falsch liege – damals für 3-4 Mio. aus Bochum. Der ‚Marktwert‘ (ein unschönes Wort, aber eben in Gebrauch) dürfte ca. beim zehnfachen liegen – gerade wo in England im kommenden Sommer noch irrationaler mit dem Geld um sich geworfen werden wird. Und dass Heidel ein guter Verkäufer ist, wird man ihm kaum absprechen wollen.
    Hier muss man dann eben überlegen: Hält man ihn noch ein Jahr und riskiert z.B. den ablösefreien Wechsel zu Bayern (ätzende Perspektive) und hofft darauf, dass er den nächsten Schritt macht und das Team in die ganz hohen Tabellenregionen führt ODER nimmt man im Sommer die Kohle mit und holt hierfür dann 2-3 vernünftige Spieler, die Schalke als den nächsten Schritt ansehen? Ich bin bei diesem Spieler unentschlossen.

    Bei Meyer tendiere ich klar zur zweiten Variante. Es ist schade, dass er sein Potential so wenig ausschöpft (und ja: vielleicht dreht er dann beim neuen Verein so richtig auf…), aber gerade weil das so ist, sähe ich seinen Abgang nicht als Katastrophe an. Wäre doch ok: Schalke bekäme alleine für diesen einen Spieler wohl eine Ablöse, die ca. dem Gesamtgewinn einer normalen EL-Teilnahme entspräche und der Spieler kann bei Liverpool oder wo auch immer an seiner weiteren Karriere basteln.

    Die Aufgabe bestände dann in der Suche nach einem neuen LV, einem weiteren RV (beides nicht so einfach, wie ich zugebe), 2-3 Leuten für die beiden zentralen Mittelfeldpositionen und noch einem oberklassigen Stürmer – ergo 5-6 Neuzugänge, von denen aber nicht alle zwangsläufig gleich auf Stammspielerniveau einsteigen müssten. Das finde ich – inzwischen – als Transferphase relativ normal.

    Was ich komplett albern finde, sind diese Hochrechnungen (bei derwesten.de; reviersport, usw.), wonach wir dann 10 Spieler „verlieren“ werden, worin dann zum Beispiel selbst Spieler wie Wellenreuther, Riether oder Aogo eingerechnet werden, die ohnehin keine Rolle (mehr) spielen oder der Hunter, der inzwischen als verletzungsanfällig bewertet werden darf und dessen (laut kicker) 7 Mio. Jahresgehalt man locker auf 2-3 neue Spieler aufteilen könnte.

    Klar muss dann im nächsten Jahr der Laden laufen und eine deutlich bessere Saison folgen, aber ein Jahr ohne Europacup wird Schalke schon überstehen.

  55. ReinerEdelmann sagt:

    @Simon,

    Blätter wie „Der Westen“ kann man nun nicht in ernsthafte Diskussionen einbringen; da stimme ich zu.

    Ich stimme aber nicht zu, dass man nur 5-6 neue Leute braucht, um den Schalker Ansprüchen (Champions League bei Leistung und Ausgaben) gerecht zu werden.

    Natürlich ist es spekulativ, da wir nicht wissen, ob Kola oder Goretzka bleiben. Noch spekulativer ist es, was Goretzka einbringen würde – 45 Mio.? Was machen wir dann mit 45 Mio. – „wegpissen“ für Leute der Klasse von Stambouli, Konoplyanka, Burgstaller usw.?

    Bekommen wir, wenn nicht einmal die EL erreicht wird, überhaupt „gute“ Leute? Ist dann nicht „üppigstes Festgehalt“ der einzige Grund, um auf Schalke anzuheuern?

    Anyway, wir brauchen bei Abgang von Kola zwei, nicht einen Linksverteidiger, wir brauchen mindestens einen Rechtsverteidiger, da niemand beurteilen kann, ob Coke leistungsstark zurückkommt, mindestens einen spielstarken Innenverteidiger, mindestens zwei Mittelfeldspieler und einen starken Stürmer.

    Auf der anderen Seite kann man sich auch mit wenigen Neuzugängen einrichten – dann sollte man aber ganz klar im Sommer verkünden: Wir spielen erneut um Platz 12.

  56. Altix sagt:

    Auch wenn die aktuelle Entwicklung noch immer nicht in die gewünschte Richtung geht, so bleibe ich dennoch bei meiner Meinung, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt absolut nichts bringt und dass wir da jetzt durch müssen. Ich sehe die absehbar verpasste Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb zwar deutlich kritischer als manch andere hier, aber wenn es denn so kommt, dann ist das halt so. Kein Trainerwechsel der Welt bringt uns in der kommenden Saison nach Europa, und nur dieser Umstand würde einen Wechsel derzeit rechtfertigen.

    Es waren viele zu Beginn der Saison der Meinung, dass ein Umbruch überfällig ist, und dass Zeit und Geduld notwendig sein werden, diesen Umbruch erfolgreich zu gestalten. Wie viel Zeit und wie viel Geduld erforderlich sind, da gehen die Meinungen jetzt scheinbar auseinander.

    Ich für meinen Teil bin die immer wieder gleichen Vergleiche mit der Vergangenheit und ihren Trainern müde, mich bringt das irgendwie nicht weiter. Mir war klar, dass die angepeilten Veränderungen nicht über Nacht klappen können, und scheinbar hatten sich selbst Heidel und Weinzierl das Abenteuer Schalke nicht so schwierig vorgestellt. OK, Haken dahinter. Mich interessiert viel mehr der Blick nach vorne. Die laufende Saison wurde komplett in den Sand gesetzt und die erhofften positiven Entwicklungen haben sich nicht eingestellt. Ich betrachte den (notwendigen) Umbruch und seine Begleiterscheinungen als eine Investition in die Zukunft.

    Solche Investitionen setze ich aber immer auch ins Verhältnis zu den erwarteten Erträgen. Sprich: Welche Ziele in der Zukunft haben sich Heidel und Weinzierl gesetzt (an deren Erreichung sie sich auch messen lassen werden), für die ich eine solche Kacksaison einfach akzeptieren muss? Meiner Ansicht nach ist das Erreichen eines internationalen Wettbewerbs für Schalke Pflicht, zumindest solange die Kostenstruktur im Kader ist, wie sie ist. Wenn man also eine Saison wie die laufende akzeptieren muss, um die notwendige Veränderungen durchzuziehen, im nächsten Jahr aber wieder international dabei ist, dann wäre das für mich OK. Wenn sich eine weitere, ähnlich katastrophale Saison anschließt, hätte ich aber ein Problem.

    Meiner Ansicht nach ist es dringend erforderlich, dass die mittelfristigen Pläne von Heidel & Co. klar und deutlich kommuniziert werden, z.B., indem zu gegebenem Zeitpunkt ein klares Ziel für die kommende Saison formuliert wird. Das könnte theoretisch auch ein 12. Platz sein. Der ist zwar keinem Fan zu vermitteln, aber wenn die Finanzen entsprechend angepasst wurden und das Konzept vom Aufsichtsrat genehmigt wird, ist dagegen zunächst einmal nichts zu machen. Es darf halt nur nicht soweit kommen, dass eine weitere Saison pauschal zur Umbruchssaison erklärt wird. Das öffnet Ausreden und Entschuldigungen Tür und Tor, angefangen bei Heidel und endend bei jedem einzelnen Spieler.

    Diese Ziele einzufordern, mit zu formulieren und deren Erreichung zu kontrollieren, ist vorrangige Aufgabe des Aufsichtsrates, der dies hoffentlich, und möglichst auch weiterhin nach außen geräuschlos, so macht. Aber auch die Fans und vor allem die Vereinsmitglieder haben meiner Ansicht nach ein Recht, entsprechend informiert zu werden. In diesem Zusammenhang würde ich mir, ebenso wie einer meiner Vorredner wünschen, dass die Verantwortlichen zu gegebenem Zeitpunkt die Medien nutzen, um ihre Pläne und Konzepte zu erklären. Ich glaube, dass es für viele Fans leichter wäre, die laufende Saison richtig einzuordnen, wenn sie eine vernünftige Erklärung dafür erhielten, für welche rosige Zukunft sie auch mal einen (wenngleich nicht geplanten) Platz im unteren Tabellenmittelfeld in Kauf nehmen müssen.

    Einen Satz noch zu den möglichen Veränderungen im Kader. Der Westen hat ja über sieben bis zehn Spieler spekuliert. Nun kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass dies eh alles Spieler sind, die in der laufenden Saison keine Rolle gespielt haben und dass deren Abgang deshalb auch nicht ins Gewicht fällt. Das mag einerseits richtig sein. Andererseits hat Schalke mit 31 Spielern lt. Transfermarkt.de den zweitgrößten Kader der Bundesliga, nur Bremen hat mit 32 Spielern einen mehr (in Köln sind es übrigens nur 24, in München trotz Dreifachbelastung sogar nur 23!). Die Frage wird deshalb sein, wie Heidel die kommende Saison plant. Wird der Kader reduziert, was bei der notorischen Verletzungsanfälligkeit unserer Spieler nicht ohne Risiko wäre, dann bedeutet der Abgang einer solch großen Zahl Spieler sicher keinen großen Umbruch. Werden die Spieler jedoch ersetzt, ganz gleich, ob es sich dabei um potentielle Stammspieler handelt oder nicht, dann kann man schon von einem Umbruch reden, wenn da 25-33% neue Spieler zum Team stoßen und integriert werden müssen. Bei dieser Betrachtung habe ich Sonderfälle wie die Position des linken Außenverteidigers gänzlich unbewertet gelassen, wo wir nach einem möglichen Abgang von Sead komplett blank da stehen und sogar zwei Spieler verpflichten müssen, von denen mindestens einer als Stammspieler taugt. Unter dem Strich gehe ich auch in der kommenden Saison von einem nennenswerten Umbruch im Kader aus, was die Festlegung von Saisonzielen sicher nicht vereinfacht.

  57. Ney sagt:

    Da wir keinen Wundermann als Trainer bekommen, braucht es also die weitere qualitative Verbesserung des Kaders, wenn Schalke wieder auf das Erfolgslevel von ca. 2007-2013 kommen will. Das kostet eine riesige Stange Geld, und wir müssten mehr ausgeben als die Konkurrenz, die wir ja schließlich überholen wollen. Nun also, woher nehmen? Ausgliederung mit Verkauf der Anteile? Noch mehr Vermarktung? Mehr Fananleihen? Oder doch Verzicht auf Ambitionen?

  58. Zeitspieler sagt:

    Ich denke, Sonntag Abend wissen wir mehr. Das wirklich wichtige Spiel in Sachen Trainerdiskussion läuft Sonntag Nachmittag, da müssen wir gewinnen, um nochmals Luft nach unten zu bekommen. Bei den Mannschaften hinter uns, sehe ich das Problem, dass Wolfsburg und der HSV jeweils beide einen guten Kader haben und in der Lage sind auch mal ein paar Spiele am Stück zu gewinnen, genau wie wir. Ich halte es für möglich, dass diese beiden Mannschaften uns überholen können, wenn es am Sonntag nicht läuft und Bremen und Ingolstadt sind auch nicht ungefährlich.

  59. max sagt:

    @Alitx

    ->Saisonziel:
    Das Saisonziel war (ist?) internationaler Wettbewerb und wird es auch nächste Saison sein. Zwei Jahre ohne diesen würde einen wirklichen Umbruch bedeuten, dessen Ausgang niemand absehen kann.

    ->Umbruch:
    Ich persönlich halte gar nicht so viel von „Umbruch“, sondern mehr von Entwicklung. MW versucht ja auch eine Entwicklung seiner Vorstellungen durchzusetzten (bspw. ruhiger, flacher Aufbau von hinten), nur ist diese eher von Krisen begleitet. Im Prinzip gab es bis auf das Zwischenhoch vom 6. bis zum 12. Spieltag (Gladbach, Augsburg, Mainz, BVB, Bremen, Wolfsburg, Darmstadt) eher Krise statt Stabilität und erfolgreiche Weiterentwicklung.

    ->Kommunikation:
    Da bin ich ganz bei dir. Würde ich auch als sehr angenehm empfinden, wenn die Kommunikation in Bezug auf Ziele, Ist-Zustand, Vorstellungen etc. erweitert wird-fernab von Phrasen.

    ->Kader:
    Auch wenn Schalke Verletzungspech (va) im Sturm hatte, so war es, meiner Meinung nach, zwar eine klare Schwächung, aber kein Zustand, der einen Handlungsunfähig machen müsste. Bei Hunter und auch bei di Santo wäre es doch müßig mit einer Torquote von +11 Tore/Saison zu rechnen oder? Ebenso halte ich es für absolut verkehrt einen Embolo, angesichts seines jungen Alters und einer neuen Liga, als den Heilsbringer zu sehen. Ähnlich hat sich Heidel zu Beginn der Saison geäußert.
    Ich finde, es gab und gibt weiterhin genug Möglichkeiten eine durschlagskräftige Offensive auf den Platz zu bringen. Eine weitere Möglichkeit wäre es bspw. auch den Fokus auf Standards zu legen- bei Spielern wie Naldo, Höwedes, Nastasic ua keine schlechte Option.
    Ich persönlich finde die Einbindung des gesamten Kaders eher suboptimal, weiß aber natürlich nicht, wie es zB bei den einzelnen Trainingseinheiten ausschaut. Was ich dabei aber nicht verstehe, warum bei Rückstand auf Old-School-Taktiken wie großer IV,große MS in die vorderste Reihe schicken, zurückgegriffen wird, va wenn vorher schon kaum ein Durchkommen in´s letzte Drittel stattfand. Die Statistikliebhaber hier müssten doch auch wissen, wie ineffektiv dieses Mittel ist.
    Ich zweifle auch, ob es wirklich zielführend ist, ein System hier und jetzt zu etablieren in dem ein Naldo,Höwedes,Nastasic (Badstuber kam ja erst zur RR) und Fährmann angehalten sind, auch unter Pressing des Gegners den Ball flach und anspruchsvoll zu spielen. Ich hatte schon mehrmals das Gefühl, dass es in einigen Situationen äußerst knapp war und manche Spieler mehr gestresst waren, als das es positive Resultate bringen würde.
    Was mir aber wirklich zunehmend sauer aufstößt ist der Verweis auf andere Spieler (bspw. ~mit einem Modeste würde schalke oben stehen) bzw. die Schwäche/Fehler unserer (zB Meyer,Bentaleb, Kader zu Saisonbeginn…). Ich meine, Schalke hat auch in dieser Saison einen guten Kader (für EL-Quali), trotz der Verletzten (nebenbei: schaut euch mal andere Teams an, welche Spieler die ersetzen müssen und va. durch wen). Es gibt weiterhin viele Möglichkeiten eigene Stärken zu entwickeln. Hier vermisse ich Selbstkritik, aber auch etwas mehr Mut(?). Denn, wenn nur Verweise auf andere gebracht werden, dann hat es auch schon ein Schmankerl von Schutzbehauptung.

  60. Flo Kno sagt:

    zum Thema Kola und weil hier immer so getan wird als wäre sein Abgang sicher: ich hoffe inständig auf einen Verbleib. Kola ist für mich diese Saison der Spieler auf den ich am wenigsten verzichten möchte.

  61. max sagt:

    @ney
    ->Ausgaben:
    Es kommt doch darauf an, wohin der Weg kurzfristig und langfristig gehen soll. Kommuniziert wurde das kurzfristige Ziel des internationalen Wettbewerbs, sprich EL. Langfristig soll Schalke auf Champions-League-Kurs kommen.
    Beim Kampf um die CL-Plätze gebe ich dir recht. Bei einer Konkurenz wie Bayern, BVB und RB sind 3 Plätze schon (fast) fest vergeben. Bleibt noch einer, bei einer Konkurenz wie Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim und Gladbach. Dazu kommen noch die „Überraschungsmannschaften“ wie Köln,Hertha etc. . Wenn der Weg dorthin abziehlt, braucht es wirklich herausragende Qualitäten.
    Für einen EL-Platz sollten wir aber eigentlich immer dick im Geschäft sein. So stark sind, bei allem Respekt,die jeweiligen Kader der Teams wie Köln nicht (auch wenn sie einen Modeste haben; oder ist ein Höger nun Weltklasse?).

  62. crisscross04 sagt:

    Ich bin echt müde!

    Müde der Diskussion, wo die Gründe unseres Scheiterns in dieser Saison liegen (sollen). Je tiefer und ausführlicher die Diskussion oder ein Kommentar inkl. Analyse geht, desto ermüdender wirkt das auf mich. Wenn jetzt schon gemutmaßt wird, wer uns evtl. im Sommer verlässt oder bleibt, ist das nicht nur ermüdend, sondern in meinen Augen zudem auch völliger Blödsinn, weil ja noch nicht einmal die aktuelle Saison zu Ende ist – sprich das Ergebnis feststeht. Und oben drauf wird schon mächtig über die nächste Saison spekuliert, obwohl die aktuelle Spielrunde genügend Diskussionsstoff bietet. Das ist am Ende des Tages nur Kaffeesatzleserei.
    Ich bin ein Freund von Fakten: Platz 13, schlechteste Bilanz seit 18 Jahren und häufig eine hilflose, unkreative, unemotionale und unansehnliche Spielweise bzw. Leistung der Spieler aufm Platz.

    Wenn man sich die Mühe macht, diverse Kommentare im Internet querzulesen, dann gibt es eigentlich nur einen roten Faden: Frustration und vor allem Resignation. Viele Fans haben schon gar keine Lust mehr, sich Spiele live anzuschauen oder gar ins Stadion zu gehen. „Der Liveticker reicht auch aus.“ Folge: Dauerkarten werden zurückgegeben, die schlechteste Auslastung der Arena seit Eröffnung und ich würde mal behaupten, dass auch Sky eher Kündigungen als Neuanmeldungen aus der Schalker Fanbase erhalten hat.

    In der letzten PK vor dem Gladbachspiel wurde Weinzierl nach „seinem“ Konzept auf Schalke gefragt. Er hatte keine Antwort!

    Wenn ich mir diese „Fakten“ anschaue, dann kann ich nur eines feststellen: Der Laden funktioniert so nicht! Warum? Keine Ahnung, aber der Fisch stinkt meistens vom Kopf… Aber warum man in einer solchen Situation trotzdem an einem Konzept festhalten soll, dass nachweislich nicht funktioniert, verstehe ich einfach nicht. Nur der Glaube ans „Festhalten“ und an „Kontinuität“ ist mir da einfach zu wenig!

    Es wird spannend zu beobachten sein, wie Trainer und Mannschaft im morgigen Spiel auf die Niederlage von Samstag reagieren werden. Wenn aus den Fehlern nicht gelernt wird, dann muss, aus meiner Sicht, der Vorstand handeln! Wir können nicht blind in den Abgrund der Liga rennen!

  63. leoluca sagt:

    „Es gibt keinen Millimeter von einem Riss zwischen Markus Weinzierl und mir, weil wir uns immer wieder ausführlich austauschen. Und was das Thema Verpflichtungen betrifft: Für mich trifft der Trainer die sportliche Entscheidung. Alle Spieler sind immer in Abstimmung mit dem Trainer gekommen. Im Sommer konnten wir den Transfer Daniel Caligiuri nicht realisieren und haben das im Winter nachgeholt“, sagt Heidel im Gespräch mit Sportbild.

    Weinzierl bestätigt Heidels Einschätzung: „Wir arbeiten sehr gut zusammen, auch bei den Transfers. Wir stecken in einer kritischen Phase und tauschen uns intensiv aus.“

    In dieser Woche wurde in Abstimmung mit Weinzierl ein Mentaltrainer verpflichtet, der bereits mit der Mannschaft arbeitet.

  64. Torsten sagt:

    Ich glaube, dass bei ganz vielen Schalkern diese Müdigkeit nicht erst jetzt, sondern schon vor einer Weile eingesetzt hat, und dass das auch mit der oben im Beitrag aufgeführten Liste der Trainer zu tun hat.

    Die Müdigkeit entsteht, weil sich nichts ändert. Weil es immer der gleiche Kreis ist. Der nächste Neuanfang, die nächste Enttäuschung. Um mich herum haben jedenfalls schon viele längst ihre Dauerkarten abgegeben. Meine Freundin schon vor der Breitenreiter-Saison.

  65. max sagt:

    @Torsten
    https://twitter.com/AndreasKn_/status/839424928579477504
    (meine va den ersten Teil….)
    ;)

  66. Grieche sagt:

    leoluca, danke für die Zitate! Dier Berichte von Unstimmigkeiten zwischen Weinzierl und Heidel (auch wenn sie nur in der Bild standen, die allerdings oft gut informiert ist) haben mich doch arg zweifeln lassen. Auch die Verpflichtung eines Mentalchoaches begrüße ich sehr. Wenn neue Trainer, neue Spieler, neue Manager nichts daran ändern, dass trotz hochveranlagter Mannschaft die Ergebnisse unbefriedigend sind, muss bei der Ursachenforschung tiefer gegraben werden.

    Ich erinnere an die Rückrunde 2013/14 – das letzte Mal, dass Fans und Beteiligte über einen längeren Zeitraum mit Ergebnissen und Spielstil glücklich waren.

  67. Altix sagt:

    @Max:

    -> Saisonziel:
    OK, hatte ich so gerade nicht präsent. Wenn man dann so krachend das gesetzte Ziel verfehlt, besteht meiner Ansicht nach Erklärungsbedarf. Nicht jetzt, wenn die Saison in einer kritischen Phase ist, aber z.B. auf der JHV. Und eben nicht nur dem Aufsichtsrat gegenüber. Es kommt ja noch erschwerend hinzu, dass Heidel in seinem ersten Amtsjahr in nie dagewesenen Größenordnungen in Spieler investiert hat. Wenn diese Investitionen in so krassem Missverhältnis zu den aktuellen Erträgen stehen, dann will man mindestens wissen, wann sich das Blatt wenden wird.

    -> Umbruch:
    Umbruch oder Entwicklung, nenne es, wie du magst. Gemeint hatte ich, dass im Laufe dieser Saison nicht nur ein oder zwei Spieler zu einem eingespielten Mannschaftsgefüge gestoßen sind, sondern einen nennenswerte Anzahl in ein inhomogenes Mannschaftsgefüge integriert werden mussten. Die müssen sich eingewöhnen und aufeinander einspielen, und so etwas kostet Zeit. Das haben wir alle gewollt und war auch in Ordnung. Ich habe nur die Befürchtung, dass uns Ende der Saison eine Wiederholung davon ins Haus steht, mit all den bekannten Begleiterscheinungen, und dass es mit den Veränderungen in den letzten Monaten eben nicht getan ist. Mag sein, dass sich das insgesamt sogar zur Normalität entwickelt, hilfreich finde ich das aber nicht.

    -> Kommunikation:
    Du hast es etwas später aufgegriffen, aber ich finde, dass es da einen Punkt gibt, der bislang viel zu kurz gekommen ist: Das selbstkritische Hinterfragen der eigenen Arbeit von Heidel und Weinzierl. Wenn ich zuletzt im Kicker lese, dass Heidel sich beim Spiel am Samstag vor allem über 15 Minuten geärgert hat, in denen die Gegentore fielen, dann frage ich mich schon, an welchen Wahrnehmungsstörungen der gute Mann leidet. Und ja, die ersten 5 Spiele haben der Mannschaft ein paar dicke Backsteine ins Gepäck gelegt, aber Weinzierl sollte das jetzt endlich mal abhaken und nicht ständig wieder aufs Tablett bringen. Gladbach führt doch gerade mal wieder vor, wie man aus einer bescheidenen Position heraus zumindest die Chance wahren kann, die Saison doch noch irgendwie zu retten. Ich sehe ein, dass der jetzige Zeitpunkt für eine solche selbstkritische Betrachtung in der Öffentlichkeit denkbar ungeeignet ist. Ich hoffe nur, dass dieser Prozess zumindest intern angestoßen wurde und wir zu einem geeigneteren Zeitpunkt daran teilhaben dürfen.

    -> Kader:
    Da bin ich zu 100% bei dir. Ich meine auch, Verletzungen hin oder her, der Kader ist ansonsten ja keine Thekentruppe. Selbst wenn du bei 31 Spielern im Kader 9 (Dauer)Verletzte hast, stehen dir noch immer zwei Mannschaften zur Verfügung (ich weiß, ist jetzt ein wenig billig gerechnet, aber soll ja nur ums Prinzip gehen). Wenn dieser Kader, der zu den teuersten der gesamten Bundesliga zählt, spielerisch gerade gut genug ist, den Abstieg zu verhindern, dann ist definitiv etwas schief gelaufen und besteht akuter Handlungsbedarf. Ich bin mit dir einer Meinung, dass es in jedem Fall hätte reichen müssen, ernsthaft um die EL-Plätze mit zu spielen, was immer dann am Ende dabei herausgekommen wäre.

    Es gibt noch einen weiteren Punkt, den ich nicht verstehe. Ich gebe zu, ich bin kein Taktikfuchs wie Thorsten und andere hier, aber vielleicht kann mich ja mal jemand erhellen. Bei Max Meyer beispielsweise heißt es, dass er nicht in das aktuelle 3-5-2 passt und deshalb (ungeachtet seiner nicht beseitigten Schwächen) seine Stärken nicht weiter ausspielen kann. Es ist sicher nicht so, dass ich nun der größte Max Meyer Fan wäre, aber eine solche Analyse finde ich bedenklich. Zum einen verkörpert der Spieler eine nennenswerte stille Reserve, da sein Marktwert geringfügig über dem Buchwert liegen dürfte. Eine solche Reserve muss ich aus rein wirtschaftlichen Erwägungen heraus hegen und pflegen und möglichst noch weiter entwickeln. Trainer wie Guardiola oder Tuchel wechseln während eines Spieles mehrfach das System und unser Weinzierl kann eine ganze Saison nur 3-5-2? Besteht die Aufgabe des Trainers nicht darin, um einen Kader herum ein System oder mehrere Systeme zu basteln, die eine gewisse taktische Variabilität bieten? Es kann doch nicht sein, dass ich am Reißbrett ein System entwerfe und dieses anschließend auf Teufel komm raus versuche umzusetzen. Wenn es dann nicht klappt, fehlten halt die geeigneten Spieler für das System. Gefühlt ähnlich könnte die Diskussion bei Kono geführt werden. Ich verstehe das alles nicht mehr und ich habe das dumpfe, und hoffentlich falsche Gefühl, dass der Trainer Weinzierl in seinen taktischen Möglichkeiten deutlich eingeschränkter ist, als ich das zu Beginn erwartet hätte.

  68. Flo Kno sagt:

    @ max:
    „Bei Hunter und auch bei di Santo wäre es doch müßig mit einer Torquote von +11 Tore/Saison zu rechnen oder? Ebenso halte ich es für absolut verkehrt einen Embolo, angesichts seines jungen Alters und einer neuen Liga, als den Heilsbringer zu sehen. Ähnlich hat sich Heidel zu Beginn der Saison geäußert.
    Ich finde, es gab und gibt weiterhin genug Möglichkeiten eine durschlagskräftige Offensive auf den Platz zu bringen.“

    Wer sollte denn ausser den genannten eine Torquote von >10 bringen? Huntelaar hat letzte Saison immerhin noch 12 Buden gemacht. Und di Santo kann es doch prinzipiell auch, wenn er bei Werder 13 in 26 Spielen machen kann. Dass beide die Haelfte der Saison und dann auch noch gleichzeitig ausfallen und ebenso Embolo, damit konnte man nun wirklich nicht rechnen.

    Ich finde nichts falsch daran zu sagen man stuende woanders, wenn man so einen wie Modeste vorne drin haette. Das Spiel gegen Koeln haetten wir dann z.B. 3:1 gewonnen, nur zur Erinnerung.
    Dass wir mal wieder einen (oder zwei) vernuenftige Stuermer haben, ist sicherlich eine Aufgabe fuer Heidel.

    Burgstaller ist ein guter Backup der zumindest weiss wo die Kiste steht. Aber jemand der zu den Top 10 Bundesligastuermern zaehlt wird er wohl nicht mehr. Und so jemanden sollte man doch haben wenn zu den Top 5 Klubs gehoeren will, oder?! Der letzte Schalker unter den Top10 BL-Stuermern war uebrigens Huntelaar in seiner Sahnesaison 11/12. Das ist einfach bitter.

  69. der grafschafter sagt:

    ..der vorstand sollte sich mal auf einer aufsichtsratssitzung erklären.
    der ar kontrolliert den vorstand!
    was will heidel aus schalke 04 machen, wo ist der plan, von dem stevens
    spricht? sollten wir mitglieder nicht mal davon erfahren?
    jdenfalls, bei vielen leuten läßt die begeisterung spürbar nach, da muss der verein aufpassen. höwedes selbst hat z.b. auf die obszöne bezahlung von
    jungen leuten hingewiesen. m.e. handelt es sich aber hier um ein generelles problem im fussball. will man etwa das publikum auf sicht austauschen?

  70. max sagt:

    @Altix

    …sehen viele Dinge ja ähnlich bzw. haben ähnliche Fragen.

    ->Umbruch:
    Ich meine damit, dass ich es für keine gute Idee halte, alles sofort auf links zu drehen, das vermeintliche Ziel sofort und komplett umzusetzen. Bsp Ballbesitzspiel: Wenn ich merke, es stößt zur Zeit an seine Grenzen, dann lieber (im Moment)auf andere Dinge fokussieren und es nicht erzwingen. Hier ganz schön erklärt, wie ich es ungefähr meine, aber auch nicht jede Meinung davon teile („Das System Weinzierl“): http://www.halbfeldflanke.de/2.....oove-fand/

    Zu guter Letzt verbinde ich mit dem Wort „Umbruch“ auch oft ein:“Kader von den faulen Äpfel ausmisten“ u.ä., was ich für absoluten Quatsch halte. Weder ist nach einem Umbruch alles getan, noch gibt es sowas wie die perfekte Ausrichtung oder Taktik. Diese müssen ständig angepasst und erneuert werden, sei es wegen Gegner, neuer Spieler etc. .
    Deshalb schreibe ich lieber Entwicklung statt Umbruch.

    @Kommunikation

    Die Sache mit den „15Minuten“ hat mich auch irritiert, wobei ich nicht glaube, dass Heidel das ernsthaft so sieht. Zum einen war die Aussage direkt nach dem Spiel (?) und zum anderen betont er in (mittlerweile) ständiger Regelmäßigkeit, dass es hier nicht gut läuft, dass er unzufrieden mit der Gesamtsituation ist etc. .
    Die “ ersten 5 Spiele“ erinnern mich zusehends an Breitenreiters „die beste Hinrunde“. Kann ich auch nicht gut ab, zumal es mittlerweile auch einem Eigentor gleicht, denn dann kann ich auch mit folgender Tabelle argumentieren: http://www.transfermarkt.de/1-.....038;max=24
    Das Bild, was zur Zeit nach aussen vermittelt wird, empfinde ich zumindest ausbaufähig.
    Intern wird das kritische Hinterfragen garantiert getätigt, s.bspw. die „schonungslose Analyse“ in Überlänge oder das Engagement des Mental-Coach´.
    Ob dies die richtigen Maßnahmen sind und inwieweit Kritik/Hinterfragen auch nicht vor CH und MW halt macht, werden wir sehen. Zumindest scheint nun klar zu sein, dass die Mannschaft, psychologisch betrachtet, derzeit nicht auf Top-Niveau gebracht werden kann.

    ->Kader/Meyer:
    Ich glaube, jeder findet, dass aus der Truppe bisher nicht annähernd alles rausgeholt wurde, was möglich wäre.
    Zu Max Meyer gibt es ja absolut kontroverse Ansichten, die von Super-Talent/-Spieler bis hin zu „biederer“ BL-Durchschnitt oder ewiges Talent reichen. Wenn jetzt nur die spielerischen Fähigkeiten genommen werden, denke ich, dass Meyers Problem auch deshalb besteht, weil er keine herausragenden Qualitäten in einem Bereich momentan zeigt. Er ist eigentlich zu torungefährlich für ganz vorne, seine Dribblings funktionieren nur semi-gut, genauso wie seine Abspiele in gefährliche Bereiche des Gegners und das Anziehen oder Beibehalten von hohem Spieltempo. Weiter hat er immernoch keine gute Robustheit oder gar Zweikampfstärke aufbauen können, von daher ist es auch risikoreicher ihn in zentralerer Position aufzustellen. Aber, wie anfangs bereits erwähnt, speziell zu Meyer gibt es viele Meinungen. Ich glaube aber auch, dass in ihm noch jede Menge Potential steckt.

    ->Taktik
    Es ist nicht so, dass MW immer den gleichen Stiefel runterspielt, es gibt auch Anpassungen, Entwicklungen oder Tendenzen, nur sind diese nicht immer ganz offensichtlich oder gar „radikal“ (s.bspw. Link ganz oben). Gegen Gladbach sollte das Spiel deutlich mehr über die Flügel gemacht werden, dazu sollten die 8er immer wieder abkippen und die Flügelspieler unterstützen. In manchen Situationen konnte das auch sehr deutlich gesehen werden. Nur stelle ich mir die Frage, warum diese Vorgehensweise nicht konsequent umgesetzt wurde, indem bspw. die Aussen in der Offensive gestärkt werden, ähnlich wie es Tuchel gg Lev getan hat. Das einfache Reinkippen des gegenüberliegenden Flügelspielers dürfte seinen Überraschungsmoment genauso wie die Durchschlagskraft eingebüßt haben.
    Ich finde, dass es im Bereich Ausrichtung/Einstellung noch Luft nach oben gibt und manche weitere Dinge verstehe ich, wie andere auch, nicht (s. bspw. Naldo id Sturm oder Hunter+di Santo). Ebenso finde ich die Einbindung des gesamten Kaders nicht optimal und allein die Aussagen bzgl. Kono in den letzten Wochen finde ich zumindest irritierend.

    -> „Ich verstehe das alles nicht mehr und ich habe das dumpfe, und hoffentlich falsche Gefühl, dass der Trainer Weinzierl in seinen taktischen Möglichkeiten deutlich eingeschränkter ist, als ich das zu Beginn erwartet hätte.“
    Ich glaube nicht, dass MW ein schlechter Trainer oder ein schlechter Taktiker ist. Mich beschleicht manchmal das Gefühl, dass er a)zuviel will was er sich vorgenommen hat, dabei manches andere aus den Augen verloren hat und b) „getrieben“ wirkt, statt Dinge mit Mut und Kreativität anzugehen. Aber, nur ein Gefühl, genauso wie es auf zwischenmenschlicher Ebene ausschaut…

  71. leoluca sagt:

    „Aber warum man in einer solchen Situation trotzdem an einem Konzept festhalten soll, das nachweislich nicht funktioniert, verstehe ich einfach nicht. Nur der Glaube ans „Festhalten“ und an „Kontinuität“ ist mir da einfach zu wenig!“ (crisscross04)

    Welches Konzept ist es denn, das nicht funktioniert? Christian Heidel ist mit dem Anspruch angetreten, Schalke personell und spielerisch auf Stand zu bringen, nachdem wir jahrelang schmale Kost genießen durften: von der sturen Manndeckung und Betonabwehr bis zum langen Hafer nach vorn. Abwarten, was der Gegner so macht, um dann ein paar Nadelstiche zu setzen. Darum gings doch nur. Sehr spröde und behäbig – man lebte von der Klasse einzelner Stars wie Huntelaar, Boateng, Sane, Draxler etc., die immer mal für eine spektakuläre Aktion gut waren.

    Heidel hat sich vor einem Jahr gegen Breitenreiter und für Weinzierl entschieden, weil er den Ballbesitzfußball und das schnelle offensive Kombinationsspiel schätzt. Den Schalker Vorstand hat das überzeugt. Also arbeitet Schalke seit 8 Monaten an der Entwicklung eines Teamspirits und an der Intensität des Spiels: Zweikämpfe müssen konsequent geführt werden, Pässe auch unter starkem Druck präzise beim Mitspieler landen, offensive Aktionen schnell und klug geführt werden.

    In dieser Saison war die Mannschaft zwei Mal an einem Punkt, an dem sich das neue Spiel langsam zu stabilisieren begann. Im Oktober/November und in den Rückrunden-Spielen in Saloniki, München, Köln und gegen Hertha BSC. Allerdings zog sich auch da eine Schwäche durch: Man machte aus seinen vielen Chancen zu wenig Tore. Gegen Leipzig, Leverkusen, München, Köln etc. Die Knipser fehlten.

    Das rächt sich jetzt – da nun der Faden nach Dezember ein zweites Mal gerissen ist. Beide Male riss der Faden unmittelbar nach einer Verletzung wichtiger Stammspieler, die größere Umstellungen erforderlich machten.

    Also muss Weinzierl jetzt neu experimentieren, zunächst, um die Mannschaft wieder in die Spur, und dann natürlich, um sie weiter zu bringen.

    Warum sollte sich Heidel in dieser Lage von einem Trainer trennen, mit dem er in Konzept und Arbeit übereinstimmt? Warum sollte er sich von dieser erneuten Krise, in der Schalke steckt, überhaupt von seinem Weg abbringen lassen?

    Ich kann den zentralen Gedanken von Karsten (ganz oben) hier nur noch mal zitieren:
    „Wenn ich Sätze lese wie ‚Wenn wir aus der EL fliegen, dann ist der Trainer nicht mehr zu halten‘, rollen sich meine Fußnägel hoch. Wer die Entwicklung einer Person an Einzel-Events fest macht, hat Führung nicht verstanden. Es ist die Kurzfristige Erfolgsdruck-Denke, die immer wieder zu albernen Trainer Entlassungen führt. Blinder Aktionismus, getrieben von Boulevard. Wenn nicht einer mit der Faust auf den Tisch haut, gibt das nix. Totalitärer Unsinn. So funktionieren Teams nicht. So funktionieren Knowledge-Worker nicht.“

  72. max sagt:

    @Flo Kno

    ->Sturm:
    Na, komm… ein Choupo ist in jeder Saison für eine ähnliche Quote gut, dazu kommt noch eine höhere Erfolgsquote auf Vorlagen.
    So leid es mir tut, aber ein Hunter steht doch nicht mehr für eine (viel) höhere Quote gepaart mit einer niedrigeren Vorlagenrate oder?
    Das finde ich ja mehr als mutig, ausgerechnet di Santo anzuführen (231/40 bzw. 43/8). Ma ganz ehrlich, niemand konnte vor der Saison davon ausgehen, dass Hunter oder di Santo einen signifikanten höheren Schnitt hinlegt.
    Aber: Natürlich war es Pech, va dass es 3 Stürmer getroffen hat, fast zeitgleich. Trotzdem bleibe ich dabei, dass du mit Choupo, Kono, aber auch solchen Spielern wie Schöpf, Meyer, Goretzka und Bentaleb + die potentielle Stärke bei Standards mannschaftlich zumindest einigermaßen auffangen kannst- natürlich nicht gänzlich, aber auch nicht so katastrophal wie in dieser Runde. Dazu kannst du zb sicherlich auch mal ein Avdijaj reinschmeissen, der auch für den ein oder anderen Treffer gut ist.

    ->Modeste
    Na, da wird sich ein Burgstaller und einige andere aber freuen. Sorry, klar kann man zwar sagen, dass andere auch sehr gute Spieler haben, aber die eigene (schlechte) Leistung daran festmachen, klingt ein wenig billig. Köln würde mit einem Höwedes, Goretzka oder wen auch immer auch besser darstehen?!

    ->“Das Spiel gegen Koeln haetten wir dann z.B. 3:1 gewonnen“
    Wie das? Weil die einzige Schwäche im Spiel gg Köln der Abschluss war oder wie? Das seh´ich komplett anders. Hätte ich übrigens die Lottozahlen schon vorher gewusst, wäre ich jetzt Millionär, „nur zur Erinnerung“.

    ->“vernuenftige Stuermer“
    Dann haben MW und CH aber, ma wieder, ganz schön Bockmist gemacht. Achja, auch hier werden sich Her Burgstaller und andere sehr freuen.

    Mit wem spielt denn eigentlich Hertha,Frankfurt,Mainz und Freiburg? Auch ein Sandro Wagner, bei allem Respekt, ist beileibe noch kein Topstar oder?
    Ich will es doch auch gar nicht beschönigen, dass es Verletzungspech gab und es auch garantiert die Mannschaft geschwächt hat, aber das ist sicherlich nicht der Grund eine so miserable Saison zu spielen.

  73. Nordlicht sagt:

    @ leoluca

    Vielen Dank für deinen Text!! Letzendlich geht es nur um die nackten Fakten und die nackten Ergebnisse.

    Umbruch ja sofort. Aber bitte dann trotzdem mit Erfolg. Das ist wie sonst halt auch in der heutigen Gesellschaft. Alles haben wollen und keine konsequenzen ertragen bzw akzeptieren.

    Wir waren eine europäische Spitzenmannschaft mit regelmässiger CL- Teilnahme (BlueNote). Unfassbar das sich es, mit dem gezeigtem Rotzfussball, nicht dauerhaft durchführen liesse.

    Wenn wirklich einige dieses Gefühl hatten, wunder es mich nicht das hier die pure Verzweiflung ausbricht

  74. max sagt:

    @leoluca

    …genauso wenig funktioniert es zu schreiben: „Die Knipser fehlten“. Allein das Spiel gegen Köln hat einiges mehr aufgezeigt.

    “ Also arbeitet Schalke seit 8 Monaten an der Entwicklung eines Teamspirits und an der Intensität des Spiels: Zweikämpfe müssen konsequent geführt werden, Pässe auch unter starkem Druck präzise beim Mitspieler landen, offensive Aktionen schnell und klug geführt werden. “
    Welcher Trainer will so etwas nicht?

    „die größere Umstellungen erforderlich machten. “
    Meinst du bei der 2.Krise die Verletzung von Naldo?

    Ohne auf den gesamten Beitrag jetzt genau einzugehen, finde ich, dass es ziemlich einseitig betrachtet ist. Knipser und Verletzungen verhindern den erfolgreichen Umbruch…hmm… finde ich trotz Knowledge-Worker etwas verkürzt. ;)

  75. Ney sagt:

    Unbedachterweise von wegen Mentaltrainer in einer Suchmaschine nach dem kolportierten „Jörg Löhr“ geguckt. O Mann, die Not ist wohl groß.

  76. schilzi sagt:

    @ leoluca: danke! bin voll bei dir!

  77. leoluca sagt:

    @Max

    Ich habe beim Trainer- bzw. Konzeptthema den Unterschied zwischen Vergangenheit und Gegenwart eigentlich klar herausgestellt und damit die Gründe, die ich für die derzeitigen Krisen sehe, ganz und gar nicht auf Knipser und Verletzungen beschränkt. Auf Schalke wurde jahrelang großartig geschlampt, das ist nicht in 8 Monaten zu korrigieren.

    Nicht nur Naldo ist verletzt, auch Kola ist seit zwei Wochen angeschlagen und konnte in Gladbach nicht spielen. Baba, der ihn gut hätte ersetzen können, fällt seit Januar aus. Beide fehlten in diesem Spiel sehr: Zweikampfverhalten, Spielaufbau, Übersicht.

    @Ney

    Markus Weinzierl: „Ich arbeite schon viele Jahre mit Jörg Löhr zusammen. Psychologisch ist er einfach extrem gut.“ –

    Leon Goretzka über den Mentaltrainer: „Der Kollege, mit dem wir uns gestern getroffen haben, war nicht zum ersten Mal bei uns.“

  78. Flo Kno sagt:

    @ Max:
    Choupo ist kein klassischer Stuermer, seine beste Quote war bisher 9+7 (Saison 14/15) letzte Saison: 6+2, gleichauf mit Joel^^.
    Beispiel Sandro Wagner: hat bei Darmstadt 14+4 mal gescoret. Modeste letzte Saison 15+5. Nach 23 Spieltagen stehen beide bei 10+2 respektive 17+3.
    Sogar Ibisevic steht bei 10+3 und die Hertha ist auch nicht fuer mitreissenden Offensivfussball bekannt.

    Unsere nominellen Offensivkraefte Choupo, Burgstaller, Huntelaar, di Santo und Embolo kommen zusammengerechnet auf 8+6 Scorerpunkte, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Man kann es drehen und wenden wie man will, uns fehlt da einfach ein Knipser in der Box, das ist eine objektive Tatsache.

  79. blues sagt:

    @Mental Coach – Jetzt als Pflichtprogramm!

    Dabei brach Heidel das Experiment mit Sport-Psychologin Holst im Oktober 2016 selbst ab. Die Sport-Psychologin sollte den Spielern beratend zur Seite stehen, es war ein freiwilliges Angebot des Vereins. Heidel: „Sie kann ja nichts dafür, wenn ihr Angebot nicht genutzt wird.“

    Heidel hatte die Zusammenarbeit beendet, anstatt eine brauchbare Kommunikationsstruktur zwischen ihr und der Mannschaft aufzubauen bzw. verbindlich zu vereinbaren. Deshalb ist die Not jetzt scheinbar so groß, dass das ganze Psycho ähh Mentalcoaching sogar Pflicht wird.

    Schade eingentlich, dass sich Heidel nicht nur bei den Transfers im Lernmodus befindet.

    http://www.derwesten.de/sport/.....52693.html

  80. blues sagt:

    @Ney
    Was meinst, kommt der Psycho-Zauberer nun eher zu den Häuptlingen oder wegen der Indianer die auf dem Rasen nicht zusammen spielen?

  81. max sagt:

    @leoluca

    War dann von mir wahrscheinlich zu verkürzt dargestellt.

    „damit die Gründe, die ich für die derzeitigen Krisen“
    Diese sehe ich trotzdem weiterhin vielfältiger.

    „Auf Schalke wurde jahrelang großartig geschlampt, das ist nicht in 8 Monaten zu korrigieren. “
    Zumindest ziemlich unterschiedliche Ansätze fast jedes Jahr neu eingebracht. Das ist ja auch eine Sache, die fast jeder genauso sieht.

    „Beide fehlten in diesem Spiel sehr: Zweikampfverhalten, Spielaufbau, Übersicht.“
    Natürlich ist das eine Schwächung, aber gerade die drei Sachverhalte lassen sich nicht darauf runterreduzieren, zudem sich gewisse Problematiken durch die gesamte Runde ziehn.

  82. Ney sagt:

    @blues
    Weiter oben wurde ja zitiert:

    Markus Weinzierl: „Ich arbeite schon viele Jahre mit Jörg Löhr zusammen. Psychologisch ist er einfach extrem gut.“ –

    Extrem gut im Verkaufen seiner Person? (SCNR)

    Aber im Ernst, in Augsburg war er wohl erstrangig nur für die Mannschaft zuständig http://www.fr.de/sport/intervi.....g-a-711665
    http://www.bild.de/sport/fussb......bild.html

  83. max sagt:

    @Flo Kno

    „Choupo ist kein klassischer Stuermer, seine beste Quote war bisher 9+7 (Saison 14/15) letzte Saison: 6+2, gleichauf mit Joel^^.“
    Das habe ich auch nicht behauptet, sondern einen Vergleich gezogen. UND:Nichts gegen Joel!!!!!! ;)

    „Unsere nominellen Offensivkraefte Choupo, Burgstaller, Huntelaar, di Santo und Embolo kommen zusammengerechnet auf 8+6 Scorerpunkte, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.“
    Und ist auch keine neue Erkenntnis. Deshalb finde ich es ua auch etwas unverständlich.

    „Man kann es drehen und wenden wie man will, uns fehlt da einfach ein Knipser in der Box, das ist eine objektive Tatsache.“
    MW meinte zu Saisonbeginn, dass die Hauptproblematik mit darin besteht, dass über die Aussen keine Vorlagen kommen. Übrigens spielt nicht jeder Verein mit einem Knipser in der Box…

  84. The Gift sagt:

    Weinzierl gehört gefeuert so schnell es geht- Sonst sind wir in der 2 . Liga ein Witz !! Wir haben den zwei teuersten Kader aber ein Trainer der kein Plan hat, total überfordert ist – die Krise war klar, seit Jahren wurden unglaubliche Fehler auf dem Transfermarkt gemacht , da ist nur noch der HSV die waren noch schlechter

  85. Lutt sagt:

    @Ney: teilst du dein Wissen etwsa konkreter? Ich habe nix Negatives über Jörg Löhr gefunden…

    @max: ich denke auch, dass das Selbstverständnis von Markus Weinzierl gelitten hat, weil von Anfang an Negativdruck da war (Startniederlagen). „getrieben“ finde ich ein sehr gutes Wort dafür – so wirkt er auch auf mich.

    „Trainer! Deine Säge ist stumpf.“ – „Lass mich in Ruhe, ich muss sägen!“

    Denn: seit diesen Niederlagen gab es nie die Situation, in der man das Gefühl hatte, der Trainer könnte mal was Neues ausprobieren, ohne im Falle eines Fehlschlages geteert und gefedert zu werden. Hinzu kamen die Verletzungen, die taktische Varianten schwerer machten.

    Auch wenn diese Saison unterm Strich die Schlechteste seit Ewigkeiten ist, habe ich aber doch Spiele gesehen, die mir soviel Spaß gemacht haben, wie Schalke sonst schon lange nicht mehr.
    Und ich frage mich auch, was mit anderen „ach-so-konstanten“ Mannschaften in ähnlichen Situationen passiert wäre. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Mannschaft (durch die EL) einfach überspielt wirkt.

    Aus diesen Gründen (und ich gehe hier gar nicht auf taktische Mikrodetails ein) wünsche ich mir – das kann ich jetzt schon sagen – eine weitere Saison mit Weinzierl als Cheftrainer.

    Wer weiß, was mit einem frisch vorbereitetem, gesunden und eingespieltem Team in der nächsten Saison alles möglich ist…

  86. Ney sagt:

    @Lutt
    Ich war lediglich überrascht über die Schaumschlägerei („Europas Persönlichkeitstrainer Nr. 1″, „5 Sterne Redner Jörg Löhr begeistert in Vorträgen.“) und die gestanzte Mimik auf den Fotos. Aber das gehört wohl zum Geschäft. Wenn Weinzierl ihn schon länger als Feuerwehrmann in Abstiegskämpfen kennt (nach einem nachhaltigen Konzept sieht das ja erstmal nicht aus), so sei es denn.

  87. Flo Kno sagt:

    @ max:
    Dann nenne mir mal bitte einen Verein mit EL-Ambitionen, der ohne Knisper auskommt.

  88. max sagt:

    @Lutt

    „Aus diesen Gründen (und ich gehe hier gar nicht auf taktische Mikrodetails ein) wünsche ich mir – das kann ich jetzt schon sagen – eine weitere Saison mit Weinzierl als Cheftrainer.“
    Mein Lieblingstrainer ist er bisher nicht geworden, das tut hier aber auch nichts zur Sache, denn ich denke trotzdem ähnlich:
    Wenn im Team alles in Ordnung ist, der Trend zumindest etwas wieder nach oben geht und MW sich auch selbstkritisch zeigt, genauso wie CH und die Spieler, dann gerne. Noch lieber, wenn er ein wenig mehr über seine Ansätze uä preisgeben würde und auch mal, aus meiner Sicht, mutiger agiert. ….und Standards trainieren lässt!!!! ;)

  89. max sagt:

    @Ney

    Du bist dir schon bewusst, dass es mehr als einen Stürmertypen gibt?

    … oder schreiben wir hier aneinander vorbei? Ich verstehe unter „Knipser in der Box“ einen Stürmer Marke Hunter.

    Gladbach, Frankfurt, tlw Hoffenheim und Freiburg zB haben mehrere Spieler, die für Torgefahr sorgen. Oder siehst du jetzt Raffael und Stirndl als „Knipser in der Box“? Das waren/sind doch beide eher HS/OM (Raffael damals bei uns) oder?

  90. Flo Kno sagt:

    @ max:
    ich meine das so platt: Bei fast allen Vereinen schiesst der Junge der im Sturm spielt auch die meisten Tore, ob er jetzt gelernter Stuermer ist oder nicht. Hoffenheim, Freiburg usw. bilden da allesamt keine Ausnahmen.

    Von 18 Vereinen gehoert Schalke zu vielleicht 3en bei denen das diese Saison nicht so ist, egal ob der Verein CL spielt oder Abstiegskampf. In diesem Kontext verstehe ich Weinzierls Aussagen zur Stuermerproblematik und kann da nur zustimmen.

    Vielleicht ist das auch einfach zu offensichtlich und zu oft gesagt worden :D

  91. The Gift sagt:

    Es liegt ja nicht alleine am Sturm , sieh Dir mal das Defensive Mittelfeld an.
    Dort ist nur Goretzka sonst nichts – und der wird wohl zur Neuen Saison nach Bayern gehen. Aogo, Geis und auch Stambouli sind nur sehr mässige Spieler.
    Die viele Fehler machen und mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Da fragt man sich warum Höger der besser ist als stambouli keinen Neuen Vertrag erhalten hat und 8 Millionen Euro aus dem Schalker Fenster geworfen worden sind.

  92. blues sagt:

    @Ney
    Danke, hatte ich überlesen. Der Motivationsguru hat ja sein Ashram (Ort der Anstrengung) in Augsburg. Von daher war er für Weinzierl damals auch naheliegend.

    Nachhaltig wirkt es erstmal nicht. So war ja das Projekt mit der Frau Holst und der Universität angelegt oder gedacht. Aber Frauen erscheinen einigen Spielern wohl doch eher nur als Dekoration für ihre 450 PS Geschosse.

  93. T. Fischer sagt:

    Leute, wie wäre es mal mit Luftholen, Durchatmen. Und vielleicht auch mal ne Stunde beim Mentalcoach auf die Couch??!?! ;-)

    Ich frage mich, was hier vor dem morgigen Anpfiff noch alles zerpflückt und „analysiert“ werden soll…

    Mein Gott!!! Wenn ich dann noch „The Gift“ lese…
    Ich wiederhole gerne noch mal meine These:
    Schalke ist nichts für Weicheier, und das gilt vielleicht am Meisten für die, die Schalke Fan sein wollen.
    Vielleicht sollte man hier ja auch mal eine Art Führerschein einführen. ;-)
    Nichts für Ungut, Leute.

    Glück auf!

  94. blues sagt:

    @T. Fischer
    Auf so eine Wortabschneid-und Analysepolizei warte ich jetzt eigentlich auch nicht wirklich, wenn ich eherlich bin.

  95. degucker sagt:

    Dann Mal so.
    Die einen haben gewußt,ich nicht
    Die anderen Wissens ,ich schon lange nicht mehr
    Und so gehts .Das Maße ich mir erst gar nicht an,zu wissen.
    Für mich ist Fußball das, was ich da unten sehe und das
    ist meistens nix und das nix hat in den letzten Jahren erheblich
    zugenommen,egal unter wem .
    Jetzt müssen wir da mal durch ,das andere haben wir jetzt
    erfolglos mehrmals versucht.
    Das bei einem Innerdeutschen Duell, am Spieltag, auf Schalke,
    noch das Kartenhäuschen öffnen mußte ,sagt alles.
    Ja viele sind müde.

  96. T. Fischer sagt:

    @blues:
    Auf so eine Wortabschneid-und Analysepolizei warte ich jetzt eigentlich auch nicht wirklich, wenn ich eherlich bin.

    Du hast deine Meinung, ich hab meine. Ganz eherlich.

  97. Altix sagt:

    @ max:
    Ja, ich denke auch, dass wir im Grunde recht nah beieinander liegen mit unseren Meinungen. Den Breitenreiter Vergleich hatte ich auch schon im Kopf, als ich mir zum x-ten Mal anhören musste, dass die Mannschaft die schwere Hypothek der ersten fünf Spiele mit sich rumschleppen muss. Mir gefällt auch die Bewertung, dass Weinzierl vielleicht zu viel von sich und der Mannschaft verlangt. In der Form hatte ich das bislang nur bei Tuchel registriert, aber es hört sich zumindest besser an als „taktisch reglementiert“ :)

    @ crisscross04:
    Deine Ermüdungserscheinungen und deine Resignation kann ich nachvollziehen, irgendwie geht es uns allen ja mehr oder weniger so. Du hast auch einen Punkt angeführt, der mich sehr bedenklich stimmt: Die Arena ist kaum noch ausverkauft und es war noch nie so leicht an Dauerkarten zu kommen, wie es im kommenden Sommer wahrscheinlich der Fall sein wird. Es ist noch nicht so lange her, da war die sogar die Warteliste wegen Überfüllung geschlossen. Bei einem Verein wie Schalke ist so eine Entwicklung ganz schlecht.

    Allein, deinen Schlussfolgerungen mag ich mich nicht anschließen, da bin ich ganz klar bei leoluca und Karsten. Ja, man kann der Ansicht sein, dass der Fisch am Kopf beginnt zu stinken. Aber was ist dann die Konsequenz? Heidel raus? Und / oder Weinzierl raus? Bei mir rollen sich nicht nur die Fußnägel auf, wenn ich so Statements lese wie „Wenn wir jetzt auch aus der EL fliegen, ist er nicht mehr zu halten.“ Wenn du Weinzierl entlässt, was dann? Wer wäre deine verfügbare Alternative? Du würdest einen neuen Trainer verpflichten, bei dem du erneut hoffst, dass er es besser macht als der alte. Du hoffst, mehr nicht, denn eine Garantie kann dir keiner geben. Dafür hast du das Restgehalt von Weinzierl an der Backe, die Ablöse, die an Augsburg gezahlt wurde, als Sonderabschreibung in den Sand gesetzt und außerdem musst du den neuen Trainer bezahlen und evt. auch auslösen. Ist das wirklich dein Ernst? All das, nur wegen des Prinzips Hoffnung? Für mich ist das wirtschaftlicher Harakiri. Und wer soll der neue Heilsbringer konkret sein? Schalke bietet in der Außenwirkung seit Jahren ein Bild des Grauens: stets unruhig, immer überzogene Erwartungen keine Geduld bei Fans etc. pp. Glaubst du wirklich, dass dieses Bild einen TOP-Trainer motviert, Schalke zu übernehmen? Wird der sich nicht kopfschüttelnd abwenden, weil er einfach nicht der nächste sein will, der innerhalb kürzester Zeit scheitert? Gleiches gilt für die Spieler, von denen wir absehbar ein paar im Sommer verpflichten müssen. Dortmund, Leverkusen, Gladbach oder Leipzig sind für junge Talente doch heute schon deutlich attraktiver, als ausgerechnet Schalke. A. Jobst dürfte da übrigens eine ähnliche Meinung haben, denn ein erneuter Trainerwechsel würde auch ihm die Arbeit kaum erleichtern.

    Nein, auch wenn es schwer fällt, aber an dem Gespann Heidel / Weinzierl festzuhalten ist für mich auf absehbare Zeit alternativlos.

    Was die Spekulationen um den Kader der neuen Saison angeht: Ich als Fan bin mit der aktuellen Saison durch. Ich glaube weder, dass wir uns über die Buli für die EL qualifizieren, noch glaube ich daran, dass wir die diesjährige EL gewinnen. Ob wir dann jetzt schon gegen Gladbach rausfliegen oder erst in der nächsten Runde, spielt eigentlich keine Rolle mehr (obwohl ich mich mit meinen Jungs insgeheim ja schon ein wenig auf den Trip nach Stockholm im Mai gefreut habe). Damit geht mein Blick nur noch nach vorne und damit in die kommende Saison. Und da finde ich es durchaus normal, darüber in diesem Blog Meinungen auszutauschen. Wozu sonst die Komentarfunktion schließlich da?

  98. max sagt:

    @Flo Kno

    Das ist wirklich platt, zu platt.

    Ein Grund warum es so wenig Torerfolge gibt:
    http://www.transfermarkt.de/1-.....tbewerb/L1

    Schalke hat doch schon ein riesiges Problem überhaupt in gefährliche Zonen zu kommen. Weiß auch nicht, ob es eine wirklich tolle Idee ist, Kreativität und Risikofreude moch weiter mindern zu wollen.

    Ein weiterer Grund warum es so wenig Torerfolge gibt:
    Standards!

    etcuswusf

    Es gibt soviele Dinge und du reduzierst es auf : Knipser fehlt :)=

  99. max sagt:

    Falls jemand besonders masochistisch oder „neugierig“ ist, kann sich ma die Nachbarn und ihr 3er-Ketten-System (~3-4-3) anschauen…

  100. Phipser sagt:

    @max:

    „Standards fehlen“ ist eine ebenso platte Antwort, wie „ein Knipser fehlt“.

    Unser ausgekorener Standardspezialist Geis sitzt seit geraumer Zeit auf der Bank und Naldo mit seinem Hammerschuss hat sich jetzt auch noch verletzt. Obendrein ist Meyer (der ja z.B. bei Olympia die Ecken getreten hatte) nur Einwechselspieler.
    Also Besserung ist nicht in Sicht. Aber wo sollte das auch herkommen? Im Winter lassen sich Standards nicht üben (zu viel Ruhephasen/zu wenig Bewegung bei zu niedrigen Temperaturen) und in der Vorbereitung, zum Saisonstart und im Wintertrainingslager hat man verständlicherweise andere Prioritäten gesetzt. Außerdem waren wichtige Spieler zum Teil verletzt. Die Kopfballstärke von Spielern wie Höwedes oder Naldo ist auch jedem in der Liga bekannt, die werden also meist gedoppelt.

    Kurzum: Uns fehlen die Standardschützen, -abnehmer UND -taktiken. Und das wird sich vor Sommer kaum ändern…

  101. Rjonathan sagt:

    @Altix @max
    Zum Thema getriebener Weinzierl: neben dem Faktor immer an der Klippe zu stehen gibt es auch den Faktor englische Wochen. Weinzierl hat das in dem Maße noch nie erlebt, dass eine Mannschaft bis in den März in drei Wettbewerben spielt. Erst recht nicht in der Phase, wo er neu ist und viel Grundlagenarbeit machen muss. Ich glaube er hat viel zu wenig rotiert, er hätte schon längst mal auf einzelnen Positionen auch in wichtigeren Spielen etwas tauschen sollen, um zum einen für Entlastung bei Stammspielern zu sorgen, zum anderen um die Ersatzkräfte an die Mannschaft heranzuführen. Aber ja, dafür war er wohl auch zu getrieben.

    Hacking macht das bei Gladbach übrigens recht konsequent.

  102. max sagt:

    @Phipser
    „„Standards fehlen“ ist eine ebenso platte Antwort, wie „ein Knipser fehlt“.“
    „im Winter lassen sich Standards nicht üben (zu viel Ruhephasen/zu wenig Bewegung bei zu niedrigen Temperaturen) und in der Vorbereitung, zum Saisonstart und im Wintertrainingslager hat man verständlicherweise andere Prioritäten gesetzt“
    „Kurzum: Uns fehlen die Standardschützen, -abnehmer UND -taktiken. Und das wird sich vor Sommer kaum ändern…“

    Ganz davon ab, dass ich die Standardschwäche als nur einen von mehreren Gründen genannt habe, aber:
    Wie bitte? Gib´s zu, Du willst mich gerade natzen oder? :)

  103. max sagt:

    @Rjonathan

    hmm.mag sein, vllt wurde das unterschätzt, vllt. drängen sich auch nicht viele im Training auf… Viele Möglichkeiten. Sicherlich sollten idealerweise zumindest die Spieler, die zum erweiterten Stamm gehören schon regelmäßig spielen.

  104. crisscross04 sagt:

    @Altix:
    Wenn man sich meinen Post anschaut, sage ich nicht, dass bei einem EL Ausscheiden der Trainer entlassen werden muss, sondern wenn aus Fehlern nicht gelernt wird, muss reagiert werden. Das ist wie im normalen Job/Leben. Fehler dürfen gemacht werden. Wenn man nicht daraus lernt, muss man handeln. Für mich kommt es auf die Leistung, Einstellung und Einsatz an und nicht unbedingt auf das Ergebnis. Das ist schon ein kleiner aber feiner Unterschied.

    Du schreibst, dass „Dortmund, Leverkusen, Gladbach oder Leipzig sind für junge Talente attraktiver ist.“
    Wieso das denn? OK, Dortmund, aber der Rest?! OK, wenn Du uns auf Dauer auf Platz 12 siehst, dann wird das wohl der Fall sein.
    Aber vielleicht liegt es auch daran, dass hier sehr häufig unsere jüngste Vergangenheit viel zu schlecht geredet wird. Hier wird ja über die letzten Jahre geredet, als wenn wir all die Jahre um den Abstieg gespielt hätten. Aber da sind wir wieder bei den Ansprüchen, die wohl bei Dir auch nicht ganz so gering sind.

    Du sagst: „Nein, auch wenn es schwer fällt, aber an dem Gespann Heidel / Weinzierl festzuhalten ist für mich auf absehbare Zeit alternativlos.“ Gerade bei solchen Aussagen rollen sich bei mir – ach was auch immer – hoch. Dieses blinde Halten an einen erfolglosen Trainer kann uns ganz teuer zu stehen kommen. DAS kann wirtschaftlicher Harakiri sein und viel teurer werden, als ein zusätzliches Trainergehalt.
    Geht es noch!?! Egal, was für Leistungen gebracht werden und wie das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft ist, der Trainer soll/muss bleiben? Ist das wirklich Dein Ernst? Wenn ja, dann fehlen mir einfach die Worte über so eine Einstellung.

    @leoluca:
    Du schreibst:
    „Christian Heidel ist mit dem Anspruch angetreten, Schalke personell und spielerisch auf Stand zu bringen, nachdem wir jahrelang schmale Kost genießen durften: von der sturen Manndeckung und Betonabwehr bis zum langen Hafer nach vorn. Abwarten, was der Gegner so macht, um dann ein paar Nadelstiche zu setzen…“
    Wie schon oben geschrieben. Warum wird unsere Vergangenheit so schlecht geredet. Es hat immerhin für die internationalen Plätze gereicht. Da müssen ja die anderen Mannschaften richtig übel Fußball gespielt haben…

    Weiter sagst Du: „Heidel hat sich vor einem Jahr gegen Breitenreiter und für Weinzierl entschieden, weil er den Ballbesitzfußball und das schnelle offensive Kombinationsspiel schätzt.“
    Aha, wo wird dieser Fußball gespielt? Bei uns nicht…

    @Rjonathan:
    Wenn Weinzierl keine Erfahrung mit englischen Wochen hat und dass ihm jetzt vor die Füße fällt, spricht das nicht gerade für den Vorstand, Weinzierl zu verplfichten. Ich wußte nicht, dass wir jetzt auch noch Trainer ausbilden… ;-)

    Übrigens bei unseren Nachbarn gab es im Sommer auch einen Umbruch. Auch die Nachbarn haben sehr viele Verletzte. Und sie haben wohl nicht unbedingt mehr Geld für Transfers ausgegeben als wir… irgendwie läuft es bei denen besser. Aber ich will uns gar nicht mit denen vergleichen – ist wie Äpfel und Birnen. Aber ich kann die ganzen Ausreden einfach nicht mehr hören.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Der größte Unterschied in euren Meinungen und meiner liegt darin, dass ihr auf Kontinuität setzt und hofft, dass irgendwann sich auch dann der Erfolg einstellt.

    Ich sehe das nicht so. Das Fußballgeschaft ist ein Ergebnissport. Gladbach, Leverkusen und Wolfsburg zeigen mir, dass ich Recht habe. Dort hat man sich von der Kontinuität verabschiedet, weil die Ergebnisse im Verhältnis zu den finanziellen Investitionen nicht mehr gestimmt haben.

    Die Zeiten, in dem ein Trainer eine Mannschaft über Jahre formen kann, sind vorbei. In jeder Saison ändert sich die Mannschaft zu 25-30%. Das heißt, dass es eigentlich immer einen Umbruch geben wird. Und Weinzierl hat es eben nicht geschafft, eine klare Linie bzw. Konzept in die Spielweise zu kreieren. Leider! Weinzierl hat auch keine Antworten auf Fragen nach Spielidee und Konzept. Leider! Und die Formkurve zeigt auch noch dramatisch in die falsche Richtung. Leider! Ich habe es mir auch anders gewünscht und ich würde wirklich Weinzierl wünschen, dass die Mannschaft seine Ideen umsetzen könnte. Aber es scheint nicht zu funtkionieren. Leider!

    Und ich bin der Meinung, wenn die Mannschaft gegen Gladbach auch in der EL blutleer auftritt und damit dann ausscheidet, dann muss der Verein mit Weinzierl sprechen, ob es Sinn macht, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Mental wird dann die Mannschaft am Boden sein und ich glaube dann einfach nicht mehr daran, dass Weinzierl noch den Turnover schafft. Und die Saison ist eben noch nicht gelaufen. Denn in die Relegation möchte ich nicht wirklich, wenn die Köpfe so hängen…

    Ich habe keine Antwort, welcher Trainer dann kommen soll oder kann. Es ist noch nicht so weit, dass ich mir darüber Gedanken machen muss. Ich hoffe immer auf Besserung. Nur wenn sich keine Besserung einstellt, muss man reagieren.

  105. Phipser sagt:

    @max

    War vllt falsch formuliert. Also noch mal:
    Zu sagen, wir haben eine Standardschwäche stimmt (jeder von uns kann die Statistiken lesen). Aber daraus zu folgern, Weinzierl könnte daran doch jetzt sofort was ändern, ist schlicht falsch.
    Und meine Begründungen meine ich genau so, wie sie da steht. Kaltes Wetter klingt sicherlich nach dem banalst denkbaren Grund, wird aber in den Überlegungen eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
    Aber die anderen genannten Gründe reichen natürlich auch aus, um die Standardschwäche und das vermutliche Ausbleiben von Verbesserungen in der Hinsicht vollumfänglich zu erklären.

    Das der Trainingsplan zusätzlich durch die Dreifachbelastung aufs Allernötigste zusammengeschrumpft wurde, muss ich eigentlich nicht extra erwähnen.

  106. max sagt:

    @Phipser

    „Weinzierl könnte daran doch jetzt sofort was ändern, ist schlicht falsch.“
    ein bisschen spät…

    „Kaltes Wetter klingt sicherlich nach dem banalst denkbaren Grund“
    „Aber die anderen genannten Gründe reichen natürlich auch aus“

    hmmm…. ne. Sehe ich nicht so…gar nicht.

  107. Rjonathan sagt:

    @crisscross
    Natürlich bilden wir auch Trainer aus. Weil wir uns keinen Mourinho oder Guardiola leisten können. Klopp hat beim BVB auch Lerhgeld gezahlt, Tuchel tut das auch. Und Nagelsmann und Hasenhüttel werden das möglicherweise schon nächste Saison. Einen intelligenten, erfolgreichen Trainer mit internationaler Erfahrung muss man sich leisten können. Wenn man das nicht kann, dann muss man ihn ausbilden. Unter diesem Aspekt ist es (wenn man denn an seine Lernfähigkeit glaubt, das ist für mich die wichtige Grundvoraussetzung) in meinen Augen auch immens wichtig, mit einem Trainer durch Krisen durchzugehen und ihn trotzdem zu halten. Denn aus Krisen lernt man und im Idealfall profitieren wir von dem Lehrgeld und nicht Weinzierls nächster Verein.

    Ich habe mal ein Zitat von einem Start-Up-Investor gelesen. Wenn er in eine Start-Up investiert und es scheitert, sagt er den Gründern immer, sie sollten sich als erstes an ihn wenden, wenn sie eine neue Idee hätten. Was ja eigentlich kontraintuitiv klingt (Pleite = Looser). Aber er meinte sinngemäß: „Wenn ich schon so viel Geld in die Ausbildung eines Gründers investiert habe, möchte ich nicht, dass jemand anderes davon profitiert, wenn er es in seinem nächsten Unternehmen besser angeht.“

  108. The Gift sagt:

    Raul sagt heute im Kicker : Die Zeit auf Schalker war eine sehr grosse Zeit, er liebt Schalke und würde gerne auf Schalke zurück kehren und ein Job bekommen.
    Tja, wenn ich Tönnies wäre würde ich sofort zum Telefon rennen und Raul anrufen – Schlaftabletten haben wir auf Schalke genug.

  109. Eigenart sagt:

    @RJonathan:
    Genau so sehe ich das auch. Eine Fußballmannschaft (inklusive Trainerteam) ist im besten Fall ein lernendes System. Dieses Lernen (= Entwicklung) haben viele und ich auch in den letzten Jahren vermisst. Ja, die Ergebnisse im Sinne des Tabellenplatzes waren besser, aber doch nicht wirklich überzeugend. Und viele haben das moniert. Ich auch. Es macht doch wenig Spaß, wenn Schalke mehr zufällig ins internationale Geschäft stolpert und jedem Fan vor den Spielen graut.
    Ich kann nicht beurteilen, ob die Mannschaft oder Weinzierl lernfähig sind, ob man gerade in einer Phase steckt, nach der ein Entwicklungssprung stattfindet oder ob eigentlich schon alles vorbei ist. Aber ich traue nach wie vor Heidel zu dies zu beurteilen. Natürlich würde ich mir mehr Infos zu diesen Prozessen wünschen. Ich kann aber die Zurückhaltung in dieser Frage auch verstehen. Die Reaktionen auf den Mentalcoach sprechen Bände.

  110. max sagt:

    @Rjonathan

    „Tuchel tut das auch.“
    So ein Lehrgeld würde ich auch gerne zahlen:
    http://www.transfermarkt.de/bo...../verein/16

    Tuchel hat den besten Punkteschnitt aller Trainer, die mehr als 6 Spiele dabei waren. Das trotz Verlust von 3 absoluten Leistungsträgern und trotz der (angeblich) so starken BL und trotz der ganzen jungen Talente in ihrem Kader.

    „Denn aus Krisen lernt man und im Idealfall profitieren wir von dem Lehrgeld und nicht Weinzierls nächster Verein. “
    Ist das so oder nicht etwas beschönigend? Es kommt doch immer auch darauf an, was die Gründe dafür sind und ob es eine, zwei oder noch mehr Krisen sind oder ob es schon fast einer einzigen Krisen mit ein paar Sonnenstrahlen scheint…

    “ Start-Up-Investor“
    Alter… Du weißt schon, was so dahinter steckt oder eher nicht…?!?

  111. max sagt:

    @Eigenart
    “ ob die Mannschaft oder Weinzierl lernfähig sind, ob man gerade in einer Phase steckt, nach der ein Entwicklungssprung stattfindet oder ob eigentlich schon alles vorbei ist“
    Wovon du,ich und alle anderen ausgehen können ist, dass das ganz sicher nicht so geplant war. Lass noch ein,zwei Dinge zusammenkommen und wir sind können den HSV grüßen. Es wurde einfach viel Mist gebaut oder von mir aus auch Dinge unterschätzt etc. Aber es war ganz sicher nicht der Plan!
    *Gemessen a.d. Kritik unserer beiden Bosse an Kader und Situation wirken sie alles, aber nicht :“ Na, gut. Damit haben wir schon gerechnet, dass so etwas passiert…“

  112. Eigenart sagt:

    @max
    Nein, der Plan war das garantiert nicht. Aber was heißt das schon? Beide haben ja zugegeben, dass sie sich die Arbeit leichter vorgestellt haben. Na und? Wichtig ist doch, wie sie die jetzige Situation meistern. Und ich schaue ihnen dabei zwar mit großer Sorge zu, drücke aber auch ganz fest die Daumen. Weil ich wie RJonathan der Meinung bin, dass ein erneuter Trainerwechsel uns eher zurückwirft als weiterbringt.

  113. max sagt:

    @Eigenart
    „Weil ich wie RJonathan der Meinung bin, dass ein erneuter Trainerwechsel uns eher zurückwirft als weiterbringt.“
    Also viel weiter zurückwerfen geht auch nicht mehr ;)

    Na, hoffen wir mal das Beste!

  114. Phipser sagt:

    @max

    Tuchel lernt gerade vor allem, dass sein ziemlich unprofessionelles PK-Verhalten nur dann gedeckt wird, wenn er den unbedingten sportlichen Erfolg bringt.
    Dieser Kelch geht an uns glücklicherweise vorüber.

    Außerdem war er im Kurs „wie schnell man als haushoch überlegene Mannschaft trotzdem verliert, wenn der einzige Stürmer seine Chancen nicht verwertet“.
    Weinzierl scheint den Folgekurs gebucht zu haben: „Wie schnell eine ganze Saison schlecht läuft, weil sich alle Alternativen im Sturm gleichzeitig verletzt haben“.

    Tuchels BVB-Statistik ist nur deshalb so gut, weil letztes Jahr die überall-sonst-in-Europa-wären-wir-Meister-Saison war. Der Umbruch in der Mannschaft kam allerdings erst zu dieser Saison…

  115. max sagt:

    @Phipser
    „Tuchel lernt gerade vor allem, dass sein ziemlich unprofessionelles PK-Verhalten nur dann gedeckt wird, wenn er den unbedingten sportlichen Erfolg bringt.“
    Erfolg gibt meistens recht,ok. Auch ok, dass er in manchen Situationen nicht souverän wirkte. Aber, er gibt auch viel an Infos preis, geht auch ma in die Tiefe und bringt nicht nur Standardfloskeln vor. Das schätze ich an ihm.

    ->Saison:
    Mit dem Umbruch bezog ich mich auch auf diese Saison. Aber selbst in der aktuellen hat er ein ~1,9 Schnitt, ähnlich wie Klopp. Finde ich jetzt nicht so schlecht, dazu noch in allen Wettbewerben dabei.

    ->Aubameyang:
    Klar. Überragt alles und so ein Spieler ist immer ein Glücksfall für ein Team. Aber er hat auch auf Reus(recht häufig),Bender(komplett),Rode und Sahin (~10Spiele), dazu Guerreiro und Schürrle (~8Spiele) verzichten müssen. Zur Geschichte mit Götze brauch ich ja nichts schreiben. Ganz ideal ist das sicherlich auch nicht.

    „Weinzierl scheint den Folgekurs gebucht zu haben: „Wie schnell eine ganze Saison schlecht läuft, weil sich alle Alternativen im Sturm gleichzeitig verletzt haben“.“

    Das ist mir immernoch zu einfach und verkürzt ;)

  116. Rjonathan sagt:

    @max
    Wenn du was zu meinem Kernargument zu sagen hast, bin ich durchaus interessiert. Wenn du dir nur einzelne Satzfragmente rauspicken willst und den – sorry für die Formulierung – Besserwisser raushängen lassen willst, finde ich das weder produktiv noch eine angenehme Art sich hier auszutauschen.

    Um also auf deinen mittleren Beitrag, den ich dann doch noch ganz gut an der Sache entlang argumentiert finde, zu antworten: Ich schreibe ja „im besten Fall“ und verstehe schon rein logisch nicht wie ein Satz mit dieser Formulierung als beschönigend qualifiziert werden kann. Natürlich kann ich auch nicht in die Zukunft schauen. Und natürlich bin ich wie wir alle viel zu weit weg um wirklich etwas über Weinzierls Arbeit sagen zu können. Das muss dann schon Herr Heidel übernehmen. Aber gesetzt dem Fall er ist ein guter, intelligenter und lernfähiger Trainer, dann würde ich den Versuch wagen.

  117. max sagt:

    @Rjonathan

    Was schreibst du da? Bist ein *bisschen* von dir überzeugt oder?

    Ich habe mich auf´s „Lehrgeld“ bezogen. Das wirkt auf mich schon ein wenig arrogant, bei den gezeigten Leistungen.
    Deine weiteren persönlichen Allüren lass ich dir gerne :)

  118. Rjonathan sagt:

    @max
    Kern meiner Aussage ist: Wenn gewisse Faktoren erfüllt sind, ist es wirtschaftlich unsinnig den Trainer wegen temporärem Misserfolg zu entlassen. Ob diese Faktoren erfüllt sind (Beurteilung der Schwere der Krise, Beurteilung des Anteils des Trainers an der Krise, Beurteilung der Lernfähigkeit des Trainers), ist für uns ja nun ohnehin sehr viel Kaffeesatzleserei und war nicht Teil meiner Aussage. Und das bezieht sich auch auf den einzelnen Begriff „Lehrgeld“ den du kritisierst. Wenn du ihn für „beschönigend“ oder „arrogant“ hältst, dann kommst du scheinbar zu der Einschätzung, dass Weinzierl Anteil an der Krise oder seine Lernfähigkeit nicht ausreichen? Das wundert mich, weil ich von dir eigentlich Aussagen gelesen habe, in denen du dich für Weinzierl ausgesprochen hast, verbunden mit dem Wunsch, dass er allerdings gewisse Lehren aus seinen Fehlern ziehen sollte. Also entweder hast du diese Meinung – die im Grunde 100% konform geht mit meiner Meinung – revidiert, oder ich verstehe einfach nicht, was deine Kommentare mit meiner Aussage zu tun haben.

  119. max sagt:

    @Rjonathan

    Wenn ein Trainer es schafft, die Mannschaft weiterzuentwickeln und sich der sportliche Erfolg einstellt ist eine weitere Zusammenarbeit nicht nur wirtschaftlich sinnvoll. Das ist doch klar.
    Ich habe mich auf deinen Vergleich zu Klopp und Tuchel bezogen. Ich finde, die spielen (noch?) in einer anderen Liga.
    ->“Klopp hat beim BVB auch Lerhgeld gezahlt, Tuchel tut das auch. Und Nagelsmann und Hasenhüttel werden das möglicherweise schon nächste Saison.“
    Ich halte es für sehr „ambitioniert“ gerade Klopps und Tuchels Arbeit mit „Lehrgeld“ in Verbindung zu bringen, gerade im Kontext zu MW und den zwei anderen. Beide hatten in ihrem ersten Jahr schon sichtbaren Erfolg und bestätigen weiterhin diesen. (Btw die Nachbarn haben diese Jahr auch alles andere als leichte Voraussetzungen; viele Ab- und Zugänge (Leistungsträger vs Talente), etliche Verletzungen…)

    „Arrogant“ halte ich bspw. die Unterstellung, dass ich im Prinzip fernab von deiner Aussagen „trolle“ (?) oder auch Beschreibungen wie „Besserwisser“ und in dem Zusammenhang dann Pseudo-Entschuldigung wie „sorry“.

    „Also entweder hast du diese Meinung – die im Grunde 100% konform geht mit meiner Meinung – revidiert, oder ich verstehe einfach nicht, was deine Kommentare mit meiner Aussage zu tun haben.“
    Meine Meinung hat sich nicht geändert. Zur Zeit halte ich MW für keinen schlechten, aber auch nicht für ein besonders guten Trainer. Er trägt eine Mitverantwortung für diese miese Saison.
    Was ich ihm anrechne und mir Zuversicht gibt, sind seine Versuche Dinge zu ändern, auch wenn es mir oft zu zaghaft und langsam vonstatten geht. Die Leistungsbereitschaft der Mannschaft finde ich, im Gegensatz zu manchen anderen, meistens auch gut.
    Wie er sich entwickelt, werden wir sehen. Nur habe ich meine Zweifel, dass es für die Riege Klopp, Tuchel & Co reicht.
    Fernab von der sportlichen Entwicklung hätte ich noch den großen Wunsch, dass endlich aufgehört wird, ständig und immer über die bösen Umstände zu lamentieren. Völlig in Ordnung darauf hinzuweisen, aber nicht jedes Mal und auch nicht in der Form eines Alibis. Das nervt und kann sich auch zum Bumerang entwickeln- genau dasselbe gilt für mich bei Kritik an Spieler und Kader, wenn man sich selbst dabei komplett auslässt. Da schätz und lob ich mir ein Christian Streich.

    So, glücklich? Frieden? :)

  120. Rjonathan sagt:

    @max
    Sorry, hatte viel anderweitig um die Ohren, deswegen erst jetzt.

    Mein Vergleich zu Tuchel und Klopp war lediglich darauf bezogen, dass deren Mannschaften auch nicht vor Krisen gefeit sind. Damit habe ich nicht sagen wollen, Weinzierl ist genau so gut als Trainer. Dazu habe ich keine Meinung, ich finde diese Beurteilung für Tuchel und Weinzierl auch wirklich schwierig. Die Qualität eines Trainers zeigt sich mMn erst auf lange Sicht in seiner Karriere. Jeder kann mal Glück haben und einen sauguten Kader und Run haben.

    Klopp hat das schon gezeigt und zeigt es gerade wieder und ist definitiv eine andere Liga. Aber er kam eben auch mal von M05 zum BVB. Und um ein Beispiel zu nennen: In der ersten CL-Saison von Klopp ist Dortmund als Tabellenletzter rausgeflogen. Das nenne ich Lehrgeld zahlen.

    Dein Feedback zu „arrogant“ nehme ich dankend zur Kenntnis.

    Bei der derzeitigen Beurteilung von Weinzierl sind wir denke ich weitestgehend einer Meinung. Meine Hoffnung, dass er zu den besseren Trainern gehört ist vielleicht ein wenig größer. Aber das ist auch egal.

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