Artikel im April 2017

Energieleistung gegen den Tabellenzweiten

Am 30. Spieltag kam der Tabellenzweite, seines Zeichens Werbeabteilung eines Brauseunternehmens, in die Veltins Arena. Das erklärte Ziel sollte es sein, die bisher relativ erfolgreich verlaufene Kaltakquise-Tournee in der Bundesliga mit einem Sieg gegen den Krisenclub Schalke 04, den Europapokal-Halbfinalisten der Herzen, fortzusetzen. Die Voraussetzungen dafür konnten gar nicht besser sein: RB reiste ausgeruht und mit voller Kapelle nach einem 4:0-Heimsieg gegen den Europacup-Aspiranten Freiburg an. Schalke hatte, wir erinnern uns, 120 intensive Minuten gegen Ajax Amsterdam in den Beinen. Von Darmstadt sprechen wir lieber gar nicht, und von einem einzigen Verletzen im Lazarett und der „Qual der Wahl bei der Aufstellung“ (Hasenhüttl) bekäme Markus Weinzierl wohl feuchte Träume.

Schalke legte erstmal so los wie zu befürchten war: Oft einen Schritt zu langsam, fast alle Aktionen einfach zu unpräzise. Durchaus so, als hätte man sich am Donnerstag noch 120 Minuten lang „zerrissen“, was ja das neue Modewort im deutschen Fußballsprech zu sein scheint. Ab Minute 10 wurde der ein oder andere Pass an den Mann gebracht, Schalke schien sich langsam den Muskelkater rauszulaufen und Guido Burgstaller verzeichnete sogar einen ersten Abschluss. Kopfballduelle konnten jedoch weiterhin keine gewonnen werden. Vielleicht war dieses Faktum kurz darauf Benedikt Höwedes‘ Motivation gegen Publikumsliebling Timo Werner, ein solches erst gar nicht zu führen und stattdessen nur zu klammern. Vielleicht wollte er stattdessen aber auch dem „Die Mannschaft“-Kollegen Timo endlich mal zu einem verdienten Elfer verhelfen und Ralf Fährmann die Gelegenheit, sich ein weiteres Mal als Elfmeterkiller auszuzeichnen – wir werden es wohl nie erfahren. So oder so ging Leipzig mit diesem verloren Duell in Führung.

Kurz danach hätte Leipzig gar auf 2:0 erhöhen können, aber Emil Forsberg war wohl selbst überrascht, dass er nicht im Abseits stand. Wohl in Gedanken bei der Frage, ob der mitgelaufene Timo Werner sich nun im passiven oder im aktiven Abseits befand, und um sich und uns allen die Diskussion darum zu ersparen, entschied er sich für die einzig richtige Möglichkeit: Er setzte einfach den Ball neben das Tor und entschuldigte sich brav.

Auch danach war RB das bessere Fußballteam, Schalke ließ aber nicht wirklich was anbrennen. Erwähnenswert vielleicht noch Minute 36, in der man kurz denken konnte, Ralf Fährmann wär in der Zwischenzeit gegen Manuel Neuer ausgewechselt worden, als er ungefähr auf Höhe des gegnerischen Strafraums den Ball vor dem freien RB-Mann weggrätscht. Wenig später, während ich noch grübelte ob Neuer sich nicht kürzlich den Fuß gebrochen hat und sowieso sein Brot inzwischen ganz woanders verdient (ebenfalls Werbebranche), bereinigte Fährmann die Verwirrung höchst selbst, indem er einen Abstoß ins Aus schlug, fast als wolle er damit sagen: „He, ich bin‘s noch, der Ralf!“

In der zweiten Hälfte dann der Auftritt des Hunters. Klaas-Jan Huntelaar bewies, dass er es immer noch kann, wie damals, 2011: Mutterseelenallein, aus 7 Metern mit dem Kopf. Es war wohl Abseits, aber den Videobeweis, den sich auch Markus Weinzierl kürzlich noch gewünscht hatte, gibt es ja zum Glück noch nicht. Schalke zeigte sich fortan verbessert, durchaus auch mit Chancen, ohne sich jedoch absolute Hochkaräter zu erspielen. Die hochgelobte RB-Offensive hatte Schalke nun weitestgehend gut im Griff und die ganz gut getimte Abseitsfalle verhinderte Schlimmeres. So blieb es am Ende bei einem leistungsgerechten Remis.
 
 
Nur solide, aber in Summe ebenbürtig

An sich war es ein in keinerlei Hinsicht besonderes Fußballspiel. Eine bessere Leipziger Mannschaft in Durchgang eins, verbesserte Schalker in der zweiten Hälfte. Solides Handwerk von beiden Teams, einige vernünftige Spielzüge, insgesamt aber zu wenig Torraumszenen um den unbeteiligten Zuschauer mitzureißen. Letzteres übrigens nur eine Vermutung meinerseits, da ich nicht gerade unbeteiligt war und unbedingt auf Satisfaktion für das Hinspiel gehofft hatte.

Nein, besonders wurde es eher durch die eingangs genannten Umstände. Dass Schalke drei Tage nach dem bitteren Viertelfinal-Aus Leipzig in Summe absolut ebenbürtig begegnet, in der Laufstatistik sogar ein leichtes Plus erlief, ist keinesfalls selbstverständlich und verdient Anerkennung.

Auch spielerisch sah es nicht nur nach Stückwerk aus. Nabil Bentaleb gefällt mir in der Rolle als Chef im tiefen Mittelfeld einfach extrem gut, mit Coke hat man endlich wieder einen Rechtsverteidiger der mehr als eine solide Notlösung ist, Sead Kolasinac vermisse ich jetzt schon und für Klaas-Jan Huntelaar freut mich, dass er endlich wieder traf – vielleicht zum letzten Mal für S04?

Lobend erwähnen könnte ich jetzt noch Benjamin Stambouli und Ralf Fährmann. Den Witz oben konnte ich mir nicht verkneifen, seine langen Bälle sind immer noch schwach. Aber geschenkt, denn wie er mittlerweile ins tiefe Kombinationsspiel eingebunden ist und auch in brenzligen Situationen spielerische Lösungen findet, verdient absolute Hochachtung. Ich denke das hätten ihm in dieser Form die wenigsten von uns zu Beginn der Saison zugetraut.

Für den Rest der Saison wünsche ich mir jetzt noch ein paar gute Spiele und dann sollen alle Beteiligten erstmal ordentlich Urlaub machen.

Habt eine gute Woche und vertragt euch,
Florian

S04 gegen Ajax: Ein Duell wie eine Saison

Schalke gewinnt im Viertelfinale gegen Ajax Amsterdam „nur“ 3:2 nach Verlängerung, und scheidet damit aus der Europa League aus. Die Blauen lieferten einen großen Kampf und verloren am Ende unglücklich. Über die gesamte Spielzeit war Ajax allerdings die bessere Mannschaft. Ein Duell, das die Saison im kleinen wiederspiegelte.

Im Hinspiel war die Sache einseitig. In der ersten Hälfte des Rückspiels, gestern, bot Schalke eine deutlich bessere und engagierte Leistung. Dennoch war Ajax auch in dieser dritten Hälfte das bessere Team. Sowohl die Einzelspieler des niederländischen Rekordmeisters wirkten überlegen, als auch deren Zusammenspiel. Dagegen wirkte Schalkes Anrennen eher zufällig.

Aber dann kam da diese vierte Halbzeit, in der Willen plötzlich Können schlug. Plötzlich fällt das erste Tor, und das Stadion steht auf 120.000 Füßen. Plötzlich ist Schalke wieder eins, plötzlich drückt man auf den Sieg. Plötzlich ist man die bessere Mannschaft, hat man das Momentum auf seiner Seite, ist man kurz davor, die Sensation zu schaffen …

Es war ein toller Fußballabend. Eines dieser Spiele, für die man die anderen, langweiligen aushält. Eines dieser Spiele, die einen als Fan leben lassen. Aber die Hinspiel-Niederlage wog zu schwer. Die Tatsache, dass Ajax ein 1:3 reichte, war eine zu schwere Bürde. Schalke verlor dieses Duell in Amsterdam.

Und das ist eben Schalke 04 in dieser Saison 2016/2017. Man ist noch nicht so weit, um wirklich gut zu sein. Man will und tut, und dann kommen die Dinge mal zusammen, aber dann prallt ein versuchter Befreiungsschlag an des Gegners Füße und ins Tor Ralf Fährmanns. Es ist die Saison, in der sich das frisch eingekaufte Sturmtalent, der frisch eingekaufte Abwehrchef und der frisch eingekaufte Europa League-Held für jeweils fast die gesamte Saison verletzt haben. Es ist die Saison, in der die Schiedsrichterentscheidungen in so vielen Fällen gegen die Blauen ausfielen. Das war und ist eine Saison, in der alles Pech zusammenkam.

Diese Saison ist abzuhaken. Nun gilt es, darauf aufzubauen, statt immer wieder neu anzufangen.

Schalke scheitert auch am Letzten

Schalke 04 verliert 2:1 in Darmstadt. Beim Tabellenletzten. Als man mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Platz 6 hätte heranrücken können. Die nächste enttäuschende Leistung.

Den Willen mag man der Mannschaft nicht absprechen. Sie haben bis zuletzt alles nach vorne geworfen, haben immer und immer wieder Flanken geschlagen, haben Abschlüsse gesucht. Aber letztlich war Schalkes Spiel vor allem unstrukturiert.

Das Umschalten in die Rückwärtsbewegung funktionierte kaum. Sobald Darmstadt schnelle Angriffe auf den Platz brachte, begann Schalkes Abwehr sofort zu wackeln. Aber auch das Angriffsspiel sah lange improvisiert aus. Der eigentliche Mittelstürmer Guido Burgstaller wich immer wieder nach Außen aus. Ihn in aussichtsreicher Position vor dem Tor anzuspielen gelang hingegen kaum.

Meines Erachtens ließ sich das Unstrukturierte im Schalker Spiel gut an Coke festmachen. Es war bemerkenswert, wie er sich in die Offensive einschaltete. Er zeigte vorbildlichen Willen und er hatte auch die individuelle Klasse, Gegner zu überspielen, Flanken zu schlagen und diesen einen Kopfball in Mittelstürmerposition zum einzigen Treffer zu verwandeln.

Aber das defensive Zusammenspiel zwischen ihm und Daniel Caligiuri vor ihm, oder mit Thilo Kehrer neben ihm, funktionierte eben überhaupt nicht. Rechts hinten hatte Schalke über weite Teile der Spielzeit ein defensives Loch. Schon der erste Gegentreffer fiel aus der Position, für die der nominelle Rechtsverteidiger zuständig gewesen wäre. Die Rote Karte kassierte Thilo Kehrer ebenfalls in Cokes Position. Und auch sonst war diese Seite für Darmstadt leicht bespielbar.

Nicht, dass ich da falsch verstanden werde: Es ist nichts dagegen zu sagen, dass Außenverteidiger offensiv spielen. Es gibt Außenverteidiger, die ihre Stärken ausschließlich in der Offensive haben. Nur muss das im Verbund der Mannschaft ausgeglichen werden. Aber so, wie niemand im Zentrum war, wenn Guido Burgstaller auf Außen die Bälle holte, wurde auch die Rechtsverteidigerpositon nicht ordentlich ausgeglichen, wenn Coke als Stürmer agierte.

Schalkes Spiel fehlte es an Balance, an Struktur. Was Schalke auf den Platz brachte war wild, wirkte „unerwachsen“. So funktioniert es nicht, nicht mal gegen Darmstadt 98, das zuvor 21 von 28 Spielen verlor. Schalke mag in der Statistik viele Abschlüsse gehabt haben, dennoch hatte es Darmstadt in dieser Saison sicher noch nicht gegen viele Gegner leichter zu punkten als gestern.

Von Ajax an die Wand gespielt

Schalke 04 verliert das Hinspiel des Europa League-Viertelfinals bei Ajax Amsterdam mit 0:2. Das Ziel des Einzugs ins Halbfinale rückt damit in weite Ferne. Insbesondere, wenn man die Überlegenheit des niederländischen Vizemeisters beachtete.

Nach der Auslosung zeigte sich ganz Schalke zufrieden. Ich nehme mich da nicht aus. Ein attraktives Los, aber machbar, so war der Tenor. Und dann ist Anpfiff, und Ajax spielt Schalke an die Wand.

Nicht nur phasenweise, sondern über die gesamte Spielzeit. Dieses Spiel wäre sehr gerecht 5:0 ausgegangen. Ralf Fährmann hielt das Ergebnis bei einem erträglichen 2:0.

Ein erträgliches 2:0 ob des furchtbaren Spiels. Aber in Kombination mit den Eindrücken viel zu viel, als dass man sich wirklich Hoffnung auf ein Weiterkommen nach einem perfekten Rückspiel machen mag.

Ein entspannter Nachmittag auf Schalke

Nach dem miesen Abend in Bremen zeigte sich Schalke gegen Wolfsburg wieder von seiner besseren Seite. Beim 4:1 gab es nie einen Zweifel, wer am Ende den Platz als Sieger verlassen würde.

Ein flotter Treffer für den eigenen Club beruhigt ungemein. Mit einem 1:0 in der sechsten Minute ist eine Partie natürlich nicht gewonnen. Aber wenn der Gegner sich nicht wehrt, und wenn in der 23. Minute das 2:0 folgt, dann kann man sich schon mal zurücklehnen.

Schalke war effektiv. Es war nicht so, dass Schalke ein Feuerwerk an Chancen abbrannte. Aber die Treffer waren schön herausgespielt. Schalke hatte das Spiel im Griff. Erst kurz vor Ende der ersten Hälfte kam Wolfsburg zu einigen Abschlüssen. Als die Blauen dann gleich nach Anpfiff der zweiten Hälfte auf 3:0 erhöhten, war das Spiel endgültig durch.

Max Meyer war agil und verdiente sich ein Extra-Lob von vom Trainer. Leon Goretzka hatte einige gute Szenen, vor allem die vor seine eigenen Treffer, als er den Ball abfing und den Angriff selbst einleitete. Guido Burgstaller war in diesem Spiel der Torjäger, den man sich wünscht, der im Strafraum angespielt wird, was Tolles mit dem Ball anstellt und dann erfolgreich abschließt. Szenen über die man sich freuen konnte, die den Nachmittag rund werden ließen.

Letztlich ist man aber eher Realist denn Schalke-Nörgler, wenn man anmerkt, dass der VfL Wolfsburg an diesem Tag keinen sehr starken Gegner abgegeben hat. 4:1 zu gewinnen muss man fraglos erst mal schaffen. Bei derart wenig Widerstand sollte man sich aber auch nicht allzu viel darauf einbilden.

Blauer Salon – Der Schalke Podcast: Folge 22

Während hier im Blog eine Weile Pause war, hatten Herr Pepo und Elmar für unseren Podcast eine neue Folge produziert, welche ich Euch gerne empfehlen möchte. Geeignet zum Zeitvertreib, vom Feierabend am Freitag bis zum Schalke-Comeback am Samstag-Nachmittag, wenn die Blauen Wolfsburg besiegen werden.

Gast der 22. Folge war Schalkes Fanbeauftragter Thomas „Kirsche“ Kirschner. Einst war Kirsche Gründungsmitglied und erster Mann der Ultras Gelsenkirchen. Nun ist er Vertreter des Clubs, mit dem Wissen um die Sicht aus Fanseite.

In dieser Folge erklärt uns Kirsche seine Woche. Er erzählt, wie die Abteilung „Fanbelange“ beim FC Schalke 04 aufgestellt ist. Er stellt dar, was in der Vor- und in der Nachbereitung der Spiele unseres Clubs zu seinen Aufgaben gehört.

Auf der Webseite blauer.salon gibt’s die Feeds zum Abonnieren unseres Podcasts. Dort lässt sich auch ein Feedback hinterlassen; oder gleich hier. Außerdem lieben wir Feedback und Herzchen via Twitter oder Kommentare und Likes bei Facebook. Und falls ihr uns nicht in eine Arena-Loge einladen möchtet könntet ihr uns wenigsten bei iTunes positiv bewerten.

Ein mieser Abend der Blauen

Drei Tage nach dem Derby liefert Schalke eine der schlechtesten Saisonleistungen ab und verliert gegen Werder Bremen glatt mit 3:0. Das hohe Ergebnis mag Werders Leistung etwas schmeicheln. Der Schlechtleistung der Blauen wird es aber zweifellos gerecht.

Ich weiß gar nicht, wovon ich am meisten enttäuscht sein soll. Davon, wie ideenlos Schalke auch noch so weit in der Saison einer tief agierenden Abwehr gegenüber steht? Davon, wie wenig Qualität nach Wechseln von der Bank ins Spiel kommt? Oder davon, wie übel ich es finde, dass Schalke nun anfängt, das so häufig ausbleibende Schiedsrichterglück mit eigenen Schwalben für sich erzwingen zu wollen? Zusammen versauen einem diese Erkenntnisse jedenfalls gehörig den Abend.

Die erste Hälfte war lethargisch. Man kam zwar tief in des Gegners Hälfte, da dieser dies zuließ, und man hatte auch ständig den Ball. Aber man bekam kein Tempo in die eigenen Aktionen. Alles wirkte langsam, lustlos. In der zweiten Hälfte war Schalke bemühter. Nun kam man vermehrt zu Abschlüssen. Aber wie viele Torschüsse man am Ende auch verzeichnete: Die Qualität der Abschlüsse war durchweg niedrig. Man schoss zwar aufs Tor, aber man kombinierte nie mal einen Spieler frei, man erspielte sich keine wirklich guten Chancen. In Kombination mit einer Verteidigung, die wackelte sobald der Gegner mit etwas Tempo aufwarten konnte, wurde daraus ein Spiel, dass man zu verlieren sich verdiente.

Schalke kann seine Ausfälle gerade nicht kompensieren. Thilo Kehrer hat zweifellos ordentlich gespielt. Trotzdem fehlten Sead Kolasinac und Nabil Bentaleb spürbar. Auch hat Schalke gerade einfach keinen wirklich fitten, guten Rechtsverteidiger. Das ist es echtes Problem.
Ein weiteres echtes Problem ist, dass Eric-Maxim Choupo-Moting noch so pomadig und Guido Burgstaller noch so unglücklich agieren können, sie müssen doch weiterspielen. Wenn man sieht, wie Evgen Konoplyanka nach seiner Einwechslung über den Platz irrt, und wie wenig spritzig Klaas-Jan Huntelaar nicht mehr tut als Kreise zu ziehen, erkennt man sofort, dass der Trainer eben doch nach Leistung aufstellt.

Und als sei das alles noch nicht peinlich genug, versuchen die Blauen nun auch noch zu bescheißen. Schon in er ersten Hälfte warf sich Leon Goretzka einmal ins Getümmel, in der Hoffnung irgendjemand könnte ihn vielleicht am Fuß berühren. Alessandro Schöpf ließ sich in der zweiten Hälfte dann nochmal besonders klassisch fallen, mit Hüftschwung und passendem Gesichtsausdruck. Wie sollen wir, die wir unter solchem Betrug eines Timo Werners gelitten und das lautstark verurteilt haben, nun damit umgehen, dass unsere Spieler es nun ebenso darauf anlegen, den Gegner zu betrügen? Mich widert das an.

Nein, an diesem Abend gab es nichts schönzureden. Diesmal war Schalke kein Opfer von Fehlentscheidungen. Diesmal war Schalke einfach schlecht und präsentierte sich rundum mies.