Schalkxit in Freiburg

Schalke 04 verliert beim SC Freiburg 2:0. Das kam nicht überraschend, nur vier Clubs sind auswärts schwächer als die Blauen. Das Wie enttäuschte dennoch einmal mehr, in einem Spiel, in dem es für Schalke ohne Wenn und Aber um den Sieg ging.

Was unterscheidet das Profiteam des FC Schalke 04 vom französischen Volk?
Die Franzosen haben noch Bock auf Europa.

Wie sich Schalke 04 in Freiburg präsentierte ist nur mit Begriffen wie lustlos und blutleer zu beschreiben. Keine Frage, der SC Freiburg spielt eine tolle Saison. Freiburg ist ein starker Gegner. Um darzustellen, dass Schalke keine Ahnung hatte, wie man gegen die Freiburger Defensive zu Chancen kommen konnte, sind Adjektive wie ideenlos oder uninspiriert zu gebrauchen. Doch wenn es spielerisch nicht geht, wenn nur ein Sieg zählt, und wenn man nach 22 Minuten bereits zurückliegt, dann ist ein Mehr an Einsatz und Aggressivität das Mindeste. Schalkes Profis glaubten, es müsse auch anders gehen.

Der SC Freiburg war in allen Belangen das bessere Team. Freiburg agierte defensiv souverän und war offensiv immer gefährlich. Freiburg hätte auch verdient 4:0 gewinnen können, alleine Ralf Fährmann konnte dies verhindern.

Dass Schalke 04 in solch einem wichtigen Spiel die ganze erste Halbzeit ohne Torchance blieb, ist ein Armutszeugnis. Was muss in der Vorbereitung alles falsch gelaufen sein, dass man so wenig Gutes auf den Platz bringen konnte? Wie unklar muss den Spielern die tabellarische Situation gewesen sein, dass diese nicht Ansporn genug für was anders als dieser biedere Auftritt gewesen ist?

Nein, ein Jahr ohne Europa League ist für den Club nicht gut. Schalke braucht das Geld. Schalke zahlt die Gehälter eines Kaders, der in seiner Größe der Aufgabe von drei Wettbewerben entspricht.

Aber Schalke hat’s einfach nicht verdient. Es ist schon peinlich für die Liga, dass es mit 41 Punkten nach 32 Spieltagen theoretisch immer noch möglich ist, in der Folgesaison europäisch zu spielen. Ich hoffe inständig, dass Köln, Werder und Gladbach in den verbleibenden Spielen die nötigen Punkte holen, um vor Schalke zu bleiben. Dass sich die Blauen nach dieser Scheißsaison noch ein akzeptables Finale erduseln, würde meinen Gerechtigkeitssinn zu sehr erschüttern.



168 Kommentare zu “Schalkxit in Freiburg”

  1. mika sagt:

    Hier schon mal ein Vorschlag fuer die Überschrift zum Spiel:
    „May Weinzierl soon be far away from Schalke!“
    Ohne Worte, mal wieder voll neben der Kappe…alle Möglichkeiten in der Saison eigenständig versiebt.
    Meine Geduld ist aufgebraucht, das gibt nichts mehr mit WZ…
    Der Trainer – wie sagt man – erreicht die Spieler nicht…und die paar, die er erreicht – fragt sich nur was er denen erzählt? – sind leider zu limitiert…

  2. MarkusWiesbaden sagt:

    Was ich alles nächste Saison schaffen werde. Gartenhaus muss gestrichen werden, die Saisonzookarte will bespielt werden, endlich mal wieder lecker kochen, mit dem Junior Quatsch machen. So viel Zeit. Ein Jahr unter der Woche kein Fussball. DFB Pokal mal ausgenommen. Aber der ist ja nicht so oft. Keine Sonntagsspiele mehr. Passt. Und mal ohne Ironie: ich bin froh das es rum ist. Wer sich drei Spieltage vor Schluss mit 41 Punkten noch eine berechtigte Hoffnung auf eine Teilnahme an europäischen Fussball macht, der hat es doch echt verpasst. Man kann jetzt zu Recht über die Stärke oder Schwäche der Bundesliga reden aber was soll’s. Fakt ist wird sind raus und hatten es auch zu keiner Zeit der Saison verdient. Mögen die Verantwortlichen die richtigen Erkenntnisse aus dem Verlauf ziehen. Ich kann es nicht und werde mich auch nicht an Diskussionen beteiligen ob jetzt Weinzierl, Heidel, Tönnies, Geis, di Santo oder wer auch immer weg müssen. Das kann ich als Außenstehender einfach nicht. Also hoffe ich wie jede Saison auf das Beste für die Nächste. Samstag hat die beste Ehefrau von allen einen Frisörtermin um 15:30 Uhr und ich fahr mit Junior in den Garten. Allein dafür könnte ich sie nochmal heiraten. Weiß halt einfach was gut ist für den Papa. In diesem Sinne, lieber Torsten vielen Dank für deine unendliche Mühe und den Eifer diesen Blog am Leben zu erhalten und uns allen eine schöne neue Saison 2017/2018. Jetzt ganz ehrlich und ohne jeden Groll: Euch allen eine schöne Sommerpause. Tschüss und liebe blauweisse Grüße aus Wiesbaden. Markus

  3. DeepBlue sagt:

    Ist doch eigentlich wie immer.

    Die entschiedenden Spiele vergeigen die Blauen. Da wirft man schonmal eine Meisterschaft weg – oder auch zwei, da verpasst man den Einzug in die nächste Runde der CL oder EL oder wie in diesem Jahr die letzte Chance auf einen EL-Platz.

    Interessanterweise ist dabei völlig egal, wer auf dem Platz steht oder wer den Trainerjob hst oder wer grade Manager ist. Nur die Vereinsfarbe ist immer dieselbe.

    Doch damit hat es vermutlich nichts zu tun. Obwohl – der letzte Deutsche Meister in einem blauen Trikot müsste 1860 München irgenwann in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gewesen sein. Liegt also vielleicht doch an der Farbe.

    Bleibt uns – ebenfalls wie immer – die Hoffnung auf die nächste Saison.

  4. Lattenknaller sagt:

    „Freunde, wir sehen betroffen
    den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

  5. Oli P sagt:

    Wie, in dieser Saison, üblich wird nicht(s) geliefert. Wie kann eine Mannschaft, so sie denn eine ist, in einem Spiel indem es um viel geht so belanglos spielen? Und das zum wiederholten Mal? Ich hoffe die Entscheidungsträger treffen nach einer schonungslosen Analyse die richtigen Entscheidungen.

  6. Basten04 sagt:

    War sprachlos ob der Leistung gestern,
    Bin abgrundtief enttäuscht ob der Gesamtleistung in dieser Saison.
    Nur gut, dass S04 mit dieser Anti-Leistung nicht(!) in Europa auftreten darf. Dass man sich nicht einbilden kann, mit Minimal-Fußball doch noch durchzukommen.
    Fand es gut, in dieser Saison so lange von einer Trainerdiskussion verschont geblieben zu sein, hat selten was gebracht. Doch nun erkennen wir, daß Jobgarantien uns auch keinen Schritt weiterbringen.
    Außer Fährmann könnt Ihr alle gehen!
    Schade daß Goretzka, Kola, Meyer und wer weiß noch nun nicht mehr zum Bleiben zu bewegen sein werden.
    Kann die Jungs bei dem aufgeblasenen monetären Umfeld Europa aber verstehen- auch wenn mir das nicht gefällt. So ist das Geschäft- alle außer Schalke haben das verstanden und handeln mehr oder weniger gut danach.
    Wir tagträumen vom e.V. und sehen in allen Bewerben nur Rücklichter.
    Heidel und Weinzierl weg? Ich bin ratlos- wer soll’s denn machen?
    Ein Gutes allerdings hat es: mehr Samstag-Spiele. Mal schauen ob ich noch schaue. Mir fehlt auf Dauer die Leidensfähigkeit mir die Nichtleistungen unserer Blauen anzuschauen.
    Heimmannschaft schauen ist auch nicht erfreulicher- RW Erfurt wird’s wohl auch nicht packen.
    Glück auf und allen einen schönen Sommer

  7. blues sagt:

    Der eine oder andere geduldige Kommentator wird das sinkende Trainerschiffchen, wie schon bei Matteo und Breitenreiter, wieder erst nach dem Coach verlassen.

    Warum ausgerechnet das schwächste Gespann der letzten zehn Jahre aus Trainer und Vorstand für die kommende Saison auf spielerische Besserung hoffen lassen soll, wird mir bei aller Sympathie für einige die Geduld fordern, ein Rätsel bleiben.

    Heidel wird sich, aus meiner Sicht, nur retten können, wenn ein anderer Trainer viel mehr aus seinen 70 Millionen teuren Transfers macht, als das Weinzierl getan hat.

    Damit wäre – von heute aus geschaut – aber auch für die nächste Saison noch nicht geklärt, ob nicht der Problemanteil am Schalker Scherbenhaufen, den Heidel selbst produzierte, schon zu groß ist.

  8. CarstenS04 sagt:

    Genau….einfach nicht verdient!!!!

    Unerträglich

    Da muss ich des öfteren an diesen Typen denken, der recht früh in der Saison in der Nordkurve den Trainer beschimpfte….. Über den alle gelacht haben…. Über das YouTube Video was mehr Klicks bekommen hat als MK.

    Was der wohl heute denkt….

  9. Schilzi sagt:

    Trifft zu: mehr als Platz 8 wäre nicht verdient!
    Dennoch: ich bin überzeugt, dass es besser wird…

  10. Zeitspieler sagt:

    Danke Torsten! Sehr schöner, treffender Kommentar zu einem tristen Spiel von uns.
    Wir hatten keine Chance gegen ein Team, dass defenitiv keinen Championsleague Kader hat!

  11. Altix sagt:

    Schalkxit – für das Wortspiel habe ich erst einmal eine Weile gebraucht ;)

    Ansonsten war es doch wie immer. Wenn keiner die Mannschaft auf dem Zettel hat, holt sie Punkte und pirscht sich ran. Dann, wenn es zählt, die wichtigen Punkte eingefahren werden und der Rest der Liga auch noch für die Blauen spielt, scheitert die Mannschaft kläglich. Saft und kraftlos, ideenlos, uninspiriert. So geht das doch schon seit Jahren, egal mit welchem Trainer oder Manager.

    Sportlich gesehen kann ich mit einem Jahr ohne Europa leben, wirtschaftlich halte ich das für problematisch. Teurer Kader und weniger Einnahmen von der UEFA kann man sicher einmalig verkraften. Den Aderlass im Kader (es gehen ja immer die Guten und nicht die, auf die man eh verzichten könnte) sowie die negativen Effekte bei den Sponsoren und für die Marketingeinnahmen sind viel kritischer. Zumal diese Saison kein Betriebsunfall ist, sondern die logische Entwicklung einer jahrelangen Abwärtstendenz. Deshalb ist das Verpassen der EL wirtschaftlich große Shice für den Verein.

    Wahrscheinlich wird die Mannschaft jetzt auch noch das letzte Heimspiel vergeigen und damit erneut dem HSV zum Klassenerhalt verhelfen bzw. ihm die Relegation ersparen. Auch die Nummer hatten wir so ähnlich ja schon einmal. Tradition wird halt groß geschrieben auf Schalke.
    Wie dem auch sei, Sky habe ich letztes Jahr schon gekündigt und zukünftig werde ich Fußball im Radio auch nur dann noch hören, wenn ich gerade nichts Anderes vorhabe. Schöne Sommerferien euch allen, mir langt es jetzt erst einmal.

  12. hellwach sagt:

    Schlimm ist, dass ich mich nicht einmal mehr ärgere …

  13. Christian sagt:

    Puuh das war schon harte Kost gestern – einmal mehr.
    Nicht das ich mit einer fußballerischen Leistungsexplosion gerechnet hatte,
    aber das gestern Abend war mehr oder weniger Auslaufen mit Ball.

    Was die Folgen angeht bin ich bei @Altix – es geht kontinuierlich bergab.
    Vielleicht gibt es Samstag mit dem HSV schon einen Vorgeschmack auf 17/18?!
    Der kommende Abverkauf im Sommer wird uns substanziell treffen.

    Ich selbst werde den Fußball auch reduzieren. Meine DK habe ich schon abgegeben,
    jetzt im Juni meine letzte JHV und danach nur noch den Fußball, den ich über meine
    GEZ Zwangsabgabe sowieso schon bezahlen muss.

  14. Klausi 04 sagt:

    Wenn die Schalker Fans, auswärts nach dem Spiel nur noch schweigen ist alles gesagt. Es ist einfach nur noch traurig und enttäuschend.

  15. Bronco124 sagt:

    Wie in den letzten Jahren (viel) zu oft in diesem Teil der Saison spielt S04: blutleer. Egal welche Spieler, egal welcher Trainer. Stellt sich die Frage, woran es liegt. Ausprobiert hat man ja genug – außer mit einem Trainer über mehrere Spielzeiten zu gehen. Daher hoffe ich, dass MW bleibt und es nächste Saison eben besser wird. Vielleicht ist das Problem mit Matchbällen aber auch Teil der S04-DNA. Es gab diese Saison mehrere und ich meine mich erinnern zu können, dass das in der Vergangenheit mit Matchbällen auch nur selten geklappt hat – auch als man noch (weit) oben mitgespielt hat.

  16. ReinerEdelmann sagt:

    Mir fällt nichts mehr ein.

    Persönlich bin ich froh, dass es nicht die EL werden wird (ein Wettbewerb, der sofort aufgelöst gehört). Wie Torsten schreibt, ist es jedoch für den Verein eine Vollkatastrophe.

    Sicher werden TurTur und Tönnies nun wieder krähen, dass man kein Problem hat, eine Saison ohne internationalen Wettbewerb zu überstehen.

    Dies greift aber viel zu kurz – es gilt nun, die Kaderkosten den Leistungen anzupassen und zu verhindern, dass man den VfB- und HSV-Weg nimmt.

  17. Rjonathan sagt:

    Heidel anzuzählen finde ich quatsch. Was Weinzierl angeht: Ich persönlich glaube, dass die Mannschaft was die grundsätzlichen spielerischen Anlagen angeht substanziell nach vorne gekommen ist. So hatte zum Beispiel selbst in diesem grottenschlechten Spiel Freiburg über weite Strecken keine Chance mit offensivem Pressing unser Aufbauspiel zu stören. Das sind meiner Meinung nach Grundlagen für Spitzenfußball, die bei uns seit vielen Jahren fehlen.

    Was seit kürzerer Zeit (1-2 Saisons) fehlt und diese Saison noch schlechter gelaufen ist als in den vergangenen ist Wille und Durchschlagskraft am gegnerischen Sechzehner. Bzw. zu Hause klappt das eigentlich regelmäßig, auswärts dagegen nur, wenn der Gegner so unglaublich schlecht ist wie Leverkusen vergangene Woche. Das ist es, was uns von Bremen, Köln, Hertha, Gladbach und auch Freiburg unterscheidet. Die meisten von denen sind was Kombinationsspiel und Ballsicherheit angeht längst nicht da wo wir sind. Aber sie schießen die nötigen und entscheidenden Tore wenn es drauf ankommt. Ein Spielverlauf wie bei Köln gegen Bremen am Freitag, das am Ende 4-3 ausgeht, ist bei einem Schalkespiel doch eigentlich unmöglich.

    Woran das jetzt liegt, weiß ich auch nicht. Sicherlich strahlen unsere offensiven Mittelfeldspieler viel zu wenig Torgefahr aus. Eigentlich ist da nur Schöpf, der Tore macht, und wenn der fehlt oder formschwach ist, sieht es düster aus.

  18. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @Torsten

    Danke für die Saison beim Königsblog und die unaufgeregte Analyse
    zu dieser enttäuschenden Mannschaft. Ich begreife es nicht, warum unsere Truppe immer versagt, wenn es darauf ankommt und zwar kampf-
    und willenlos.

    Wünsche allen eine schöne Sommerpause.

  19. ReinerEdelmann sagt:

    „Ich persönlich glaube, dass die Mannschaft was die grundsätzlichen spielerischen Anlagen angeht substanziell nach vorne gekommen ist. So hatte zum Beispiel selbst in diesem grottenschlechten Spiel Freiburg über weite Strecken keine Chance mit offensivem Pressing unser Aufbauspiel zu stören. Das sind meiner Meinung nach Grundlagen für Spitzenfußball, die bei uns seit vielen Jahren fehlen.“

    Sorry, dies ist Satire oben, richtig?

  20. Äärnz sagt:

    Schalxit – das gefällt mir und trifft den gestrigen Auftritt gut. Ich kann Deine Analyse zu 100% unterschreiben. Kein Spielfluss, kein Einsatz, nüscht. Die Freiburger haben gezeigt, wie es auch gehen kann, und es fällt auf, was für eine großartige Arbeit Streich dort macht, wie viel er aus begrenzten Voraussetzungen herausholt. Heißt im Umkehrschluss auch: Es fällt auf, was auf Schalke unter sehr viel besseren Voraussetzungen nicht geschafft wurde, weder in der Vorbereitung auf dieses Spiel noch in der Vorbereitung auf die ganze Saison. Die gestrige Misere hat alle Defizite (und die sind mit dem Verweis auf die Verletztenliste nicht ausreichend zu erklären) offenbart. Meine Zweifel, ob man mit Weinzierl in eine weitere Saison gehen sollte, sind gestern wieder gewaltig gewachsen. Ebenso wie die Angst, dass Schalke auf dem „Hamburger Weg“ ist.

  21. andres sagt:

    ach was soll man dazu noch sagen? und es ist ja noch nicht mal vorbei…

    deshalb was anderes:
    Viel Erfolg bei der Wohnungssuche und dem Werden eines neuen Zusammenlebens

  22. Flo Kno sagt:

    Enttäuschendes Spiel, ganz richtig. Strenggenommen war es natürlich genau in dieser Form etwartbar, wenn das auswärtsschache Schalke zu den heimstarken Freiburgen fährt, aber die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt.

    Insgesamt bin ich bei Rjonathan: die Saison war zwar Mist, aber im Gegensatz zur letzten und vorletzten Saison gibt es durchaus Strukturen im Schalker Spiel, die zu Beginn der Saison noch nicht da waren und die Hoffnung darauf machen, dass man die PS nächste Saison besser auf den Platz kriegen wird. Daran müssen sich Heidel und Weinzierl dann wirklich messen lassen und dann gelten keine Ausreden mehr, soweit stimme ich zu. Vorher schon irgendwelche Reißleinen zu ziehen wäre dann wirklich HSV.

    Torsten, dir und deiner Familie drücke ich die Daumen für die Wohnungssuche. Dein Text war sehr bewegend und hat das Schalke-Spiel recht schnell in den Hintergrund treten lassen. Ich kenne dich zwar nur aus deinen Texten, aber aus der Ferne kann ich deinen Umgang mit der Sache nur bewundern. Alles Gute.

  23. Stefan sagt:

    Puh…sehr schwer dem ganzen etwas positives abzugewinnen.
    Vielleicht das, ohne Europa braucht man keine teuren Einzelspieler ( und kann sie womöglich auch gar nicht halten ), sondern kann daran arbeiten mal eine MANNSCHAFT aufzubauen mit Spielern die zu einem bestimmten Spielsystem passen und noch hungrig sind. So was hatten wir nämlich mindestens seit dem schmerzlichen Jahr 2001 nicht mehr. Siehe Ajax, siehe Leipzsch. Ich glaube MW kann sowas. Na?

  24. der grafschafter sagt:

    es ist einfach grauenhaft.
    was haben heidel und weinzierl bloß aus schalke 04 gemacht?
    wieso haben die lizenzspieler so wenig interesse, spiele zu gewinnen?
    früher war nicht alles besser, aber anders.
    glück auf!

  25. Markus04 sagt:

    Ich finde man hat auf Schalke nicht alles versucht.
    Man hat in den letzten Jahren immer das gleiche gemacht, nur mit leichten Nuancen.
    Immer wurden Trainer, Manager und recht teure Spieler von außen geholt.
    Mal wurde am Trainer festgehalten mal nicht.
    Aber ein mutiges anderes Konzept habe ich nicht gesehen.

  26. Daniel sagt:

    Ich bin müde was meinen Herzensverein angeht. Endlich ist die Saison vorbei. Ratlos welche Maßnahmen jetzt die richtigen sind und welches Personal zukünftig bei uns agieren soll. Erstmal freue ich mich auf die fussballfreie Zeit. Hoffentlich werden die Blauen bei mir in der nächsten Saison das Feuer wieder entfachen können, aber das hat bisher immer von ganz alleine funktioniert. Sie sollten vielmehr für sich selbst mal für glühende Kohlen sorgen.

    Torsten, ich danke dir für eine weitere Saison mit deinem tollen Blog. Ungefähr das einzige, worauf man sich nach Spielen wie gestern in Bezug auf unsere Blauen freut, ist dein Kommentar.

  27. Eddi04 sagt:

    Nach 77 Minuten 4 km weniger gelaufen als Freiburg. Das sagt alles über die Mentalität des Teams aus bzw. über die Art und Weise, wie unser Trainer das Team erreicht …

  28. Bariton76 sagt:

    Warum hier einige so große Angst davor haben, die nicht-Qualifikation für Europa könnte dafür sorgen, dass bestimmte Spieler den Verein verlassen könnten, erschließt sich mir nicht. Wer hat denn gestern und den Großteil dieser Saison den Kackscheiss zusammengespielt?!

  29. blues sagt:

    @Bariton76
    Gestern wurde das Schalker Spiel überwiegend durch Heidels Neueinkäufe geprägt.Sieben von zehn Feldspielern waren Heldels „Neueinkäufe“: Bentaleb, Stambouli, Badstuber, Caliguri, Konoplyanka, Coke, Burgstaller.
    Dazu kamen vom alten Kader nur noch Fährmann,Goretzka, Höwedes und Kolasinac.

    @Rjonathan
    Auch wenn Du Heidel anzuzählen für Quatsch hälst, ich wäre und bin mir da bei dem Saisonergebnis längst nicht sicher.

  30. Bariton76 sagt:

    @blues: was genau hat das jetzt mit meiner Aussage zu tun?
    Lass mich bitte aus deinem Feldzug gegen Heidel und Weinzierl raus.

  31. crisscross04 sagt:

    Wie hier einige (oder soll ich sagen, die üblichen Verdächtigen) noch von einer Leistungssteigerung in dieser Saison sprechen können, ist mir unbegreiflich. Oder liegt es nur daran, dass man sich eben nicht eingestehen kann oder will, dass das Gespann Weinzierl/Heidel seit dem Amtsantritt total versagt hat?! Einen kurzen Blick auf die Tabelle und auf dem Platz zeigt uns doch, wie es in Wirklichkeit aussieht.

    Ich halte auch nichts von den Theorien eines „Schalke-Looser-Gens“ oder vom so oft beschworenen Verletzungspech, sondern die Wahrheit liegt wohl eher darin, dass die eingekauften Spieler eben nur unteres Mittelmaß sind – es ist also Missmanagement.
    Wenn man den drittteuersten Kader der Liga hat und dann noch nicht einmal ein einstelliger Tabellenplatz dabei herausspringt, braucht man kein großer Analyst zu sein, um zu erkennen, dass das Management versagt hat. In der freien Wirtschaft wären schon längst die entsprechenden Personen entlassen worden.
    Dass das Trainerteam mit dem vorhandenen Spielern kein Team formen kann, kommt noch dazu. Und dann landet man eben im unteren Mittelmaß.

    Ich sehe es wie Markus04: Man macht so weiter wie in den letzten Jahren – nur noch schlechter. Leider war der Umbruch im Sommer kein Aufbruch in moderne (Fußball-)Zeiten, sondern ein Festhalten an bewährte Strukturen und Methoden und somit eher ein Rückschritt. Ich sehe bei Weinzierl weder ein Konzept noch ein Fortschritt und auch kein emotionales Engagement. Blutleer, wie die Mannschaft auf dem Platz. Wenn man es so betrachtet, passt das alles schon gut zusammen. Warum sich in einer neuen Saison daran etwas ändern soll, ist in meinen Augen reines Wunschdenken.
    Wie ein modernes, zeitgemäßes Konzept aussieht, bei dem Management und Trainer ineinandergreifen, kann man sich von Platz 1-4 anschauen. Dort haben auch die Trainer einen ganz anderen Ehrgeiz und Biss – nicht nur am Spielfeldrand – der Bayerntrainer mal ausgenommen. ;-)

    Aber Heidel wird weiter an Weinzierl festhalten. Muss er ja auch, weil alles andere eine weitere Bankrotterklärung seiner Arbeit wäre. Trotzdem ist mit Beginn der neuen Saison auch die Schonzeit von Weinzierl vorbei. Wenn er dann nicht mit seiner Mannschaft liefert, haben wir spätestens im Winter einen neuen Trainer. Und dann haben wir weitere 1,5 Jahre für einen wirklichen Fortschritt in den Sand gesetzt. Ist die Frage, ob wir dann jemals noch den (finanziellen) Rückstand nach oben verkürzen können.

    Aber egal, es ist eben auch nur Fußball, denn das wahre Leben findet außerhalb des Platzes statt.

    Danke Dir Torsten, für Deine erneut treffende Analyse und Deinen unermüdlichen Einsatz trotz privater Schicksalsschläge. Das kann man gar nicht hoch genug anrechnen! Ich wünsche Dir und Deiner Familie, dass Du bald ein neues Zuhause findest und natürlich ansonsten auch alles Gute!

  32. Nigbur 48 sagt:

    Wieder mal eine gut durchdachte Überschrift. Ein unaufgeregter Kommentar, dem ich mich nur anschließen kann.
    Es gab so viele wichtige Sechspunktespiele, Stuttgart, Bochum oder wo auch immer. Es ist eine Schalker Konstante, solche für die Fans und den Verein wichtigen Spiele fast immer zu vergeigen. So jämmerlich wie gestern war’s aber noch nie. Wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich zur Halbzeit ausgemacht und mir ein heißes Bad habe einlaufen lassen.
    Und damit sind wir beim Punkt. Viele der Kommentatoren hier verlieren offensichtlich das Interesse. Das Feuer brennt nicht (mehr) und eine Niederlage geht einem schon mal am Allerwertesten vorbei. Man ist sogar froh, dass die Saison bald vorbei ist.
    Zum anderen ist hier eine lange Saison über diskutiert worden, woran es denn nun lag – Mannschaft, Trainer, Manager, (Fehl-)Einkäufe, Verletzungspech, Rasen, Psyche etc. Eine Antwort kann logischerweise nicht einfach und monokausal sein, aber im Moment gibt es wohl auch nur Ratlosigkeit. Wenn ich heute das Interview mit Heidel im Reviersport lese (der erst eine Stunde nach Abpfiff in der Mixed-Zone war, weil er sich mit dem Torschützen festgequatscht hatte) offenbart sich auch von seiner Seite keine Antwort, nur leere Phrasen.
    Alles sehr sehr schade.

  33. Tobi sagt:

    Eine Schande was diese Truppe gestern gezeigt hat. Alles Reden über Neustart etc. ist überflüssig. Außer Fährmann können/müssen alle gehen. Die U21 hätte gestern definitiv besser ausgesehen, bei einem Bruchteil der Kosten. Es wäre rational wenn nun gegen den HSV endlich mal die Arena leer bleibt und alle dem unsäglichen Treiben dieser Arbeitsverweigerer fern bleiben würden.

    Mir jedenfalls reicht es

  34. blues sagt:

    Bariton76
    Deine Frage:
    „Wer hat denn gestern und den Großteil dieser Saison den Kxxxscheixx zusammengespielt?!

    Meine Antwort auf deine Frage:
    Gestern wurde das Schalker Spiel überwiegend durch Heidels Neueinkäufe geprägt.Sieben von zehn Feldspielern waren Heldels „Neueinkäufe“: Bentaleb, Stambouli, Badstuber, Caliguri, Konoplyanka, Coke, Burgstaller.

  35. Alex sagt:

    Ja, das war ein Scheiß-Spiel. Zum zweiten Mal in Folge bin ich froh, wenn die Saison endlich vorbei ist. Diesmal wird es auch mit Europa nichts, davon bin ich überzeugt.

    Wobei ich Torstens letztem Absatz (bis auf den ersten Satz) trotzdem nicht zustimmen kann. Erstens halte ich es nicht für peinlich für die Liga, dass mit derart wenigen Punkten Europa erreicht werden kann. Das spricht eher für die Ausgeglichenheit und ist eigentlich was gutes. Zweitens hoffe ich nicht auf Punkte für den Gegner, denn sollte Schalke trotz allem noch Europa erreichen (und wenn es noch so unwahrscheinlich ist), dann wäre das mehr verdient, als bei den anderen, denn die haben es ja dann selbst vergeigt und ergo damit nicht verdient.

    Schalke hat ein großes Mentalitätsproblem. Es gab da gestern einige Schlüsselszenen, wo der Ball irgendwo von oben aufgeschlagen ist, drei bis vier Schalker und ein Freibuger mit ca. 3 bis 5 m Abstand (wobei mindestens zwei Schalker immer näher dran waren als der eine Freiburger) und KEIN Schalker zum Ball gegangen ist. Stattdessen haben sie sich gegenseitig angeschaut!!! Das war bisher das Erschreckendste, was ich von Schalke je gesehen habe. Sehr traurig!

    Woran das liegt, frage ich mich wirklich. Was stimmt in den Köpfen der Spieler nicht? Und wer trägt die Schuld daran?

    Ich halte nach wie vor sehr viel von Heidel. Wobei ich Spieler wie Badstuber und Caligiuri nicht gekauft hätte. Aber das waren nach meiner Meinung auch Notkäufe, die den hohen Verletzungsverlusten im Winter geschuldet waren. Und tatsächlich haben wir ein großes Verletzungsproblem in dieser Saison. Aber das kann keine Ausrede für die Einstellung der Spieler sein. Absolut unverständlich. Ob Weinzierl der richtige ist, ist die naheliegende Frage. Ich bin da hin- und hergerissen. Einerseits will ich nicht schon wieder den Trainer tauschen und wüsste derzeit auch nicht, wen wir sonst holen könnten, andererseits glaube ich schon, dass ein Trainer für solche Mentalitätsprobleme mit verantwortlich ist.

    Von den besagten Mentalitätsproblemen möchte ich natürlich Fährmann, aber auch Avdijaj ausnehmen. Der spielt zwar immer nur kurz, scheint sich aber immer den Arsch aufzureißen. Als Trainer würde ich mir deshalb gut überlegen, ob ich nicht doch mal den vielleicht technisch nicht so ausgereiften Spieler (oder welche andere Gründe hat es, dass Avdijaj nicht in der Startelf ist?), der dafür aber immer fightet zu bringen. Und Avdijaj kann doch eigentlich nur besser werden. Spieler, die nur lustlos über den Platz laufen, muss ich dann eben mal auf die Bank schicken!! Das laste ich Weinzierl an!

    Ich glaube, nach dieser Saison wird es gerade wegen des Verpassens von Europa tatsächlich einen großen Spielerumbruch geben. Vielleicht ist das auch eine Chance, jetzt mit jungen Talenten etwas aufzubauen. Bei einigen Spielern hoffe ich, dass sie wieder gehen, z.B. Badstuber, Caligiuri, Konoplyanka. Schade ist es auch um den Hunter. Den trotz der Gesamtsituation hat er sich gestern meist auch stark bemüht (wenn auch erfolglos) und war oft im Mittelfeld zu finden (was leider nicht seine Stärke ist).

    Zum Schluss ein Wort an alle Unzufriedenen/Unglücklichen: ich kann Euch verstehen, hoffe aber, dass ihr Schalke weiterhin treu bleibt. Es wird auch wieder aufwärts gehen. Ich glaube daran!

  36. Bariton76 sagt:

    @blues: diese eher rhetorische Frage bezog sich auf den ersten Teil meines Posts. Und natürlich weißt du das.

  37. blues sagt:

    @Bariton76
    Du sprichst ja klar von „gestern“, oder lese ich das falsch. Was das Rhetorische angeht, Heidel gewinnt ja leider auch nur die eher rhetorischen Wettkämpfe, seine faktischen Ergebnisse sind desolat. ;-)

  38. nordkurve sagt:

    Reviersport nach dem Freiburgspiel:

    „Nie steckte so viel vom neuen Schalke in einer Startelf wie diesmal: Sieben der elf Spieler hatten Trainer Markus Weinzierl und Sportvorstand Christian Heidel vor oder während der Saison geholt – für insgesamt 46,5 Millionen Euro.“

    Baut Christian Heidel das neue Schalke oder das neue Mainz?

  39. bariton76 sagt:

    @blues: Ich sprach klar von gestern und dem Großteil der Saison. Ich meinte damit ganz klar alle Spieler. Die haben es verkackt. Mir ist da völlig egal, wer sie letztendlich geholt hat.

  40. derwahrebaresi sagt:

    Endlich hat der unsägliche Hype hinsichtlich des Erreichens der EL ein Ende. Unglaublich was man da seitens des S04 im Laufe der Saison so von sich gegeben hat, jedoch selten auf dem Platz gezeigt hat.
    Mit solchen Leistungen gehört Schalke dort nicht hin!

    Freiburg, Hertha, Köln und/oder Bremen werden dort in der kommenden Saison m.E. auch keine Bäume ausreißen, dennoch hätten sie sich nach den derzeitigen Leistungen einen Platz in der EL verdient.

  41. schoschi sagt:

    Immer wenn ich zu Hause bin, und im Wohnzimmer den Schalkern beim irgendwie fußballspielen zuschaue, frage ich unsere Kleine(4jährig) :wer gewinnt denn heute beim Fußballspiel? dann reißt sie die Arme hoch und ruft Schaaalke!!!
    Pure Freude, ohne die Zusammenhänge zu erkennen. Herrlich!! Gestern habe ich irgendwo in der sechzigsten Minute die Glotze völlig gelangweilt und staunend ob der dargebotenen Leistung ausgeschaltet. 2 Sekunden später kommt die Süße um die Ecke und macht es wieder! Schaalke!! was für versöhnlicher Ausklang einer missratenen Saison!!! Wie so oft zauberte sie mir ein lächeln ins Gesicht. Ich wünsch hier all den Anderen einen fantastischen Sommer mit allem was dazu gehört!!! und noch mal ein fettes ‚Danke‘ an den Blogbetreiber!!!! Alles Gute für Dich und Deine Lieben Torsten!!!!!

  42. Carlito sagt:

    Nix gesehen. Bis zum 0-2 nur den Ticker beiläufig verfolgt. Stattdessen einen schönen Nachmittag / Abend mit vielen lieben Menschen und guten Freunden verbracht. Alles richtig gemacht.

    Momentan ist Schalke wirklich ermüdend. Guten Leistungen wie denen gegen Amsterdam und in Leverkusen folgt dann regelmäßig immer wieder so eine wie in Freiburg, in Bremen oder oder oder.

    Wird Zeit, dass die Saison endlich rum geht.

  43. hoffedocS04 sagt:

    Ja, sagt mal!

    Wie viele hier eine schöne Sommerpause wünschen!

    Wir haben noch zwei Spieltage, und Interesse an unserer Mannschaft bezieht sich ja hoffentlich nicht nur auf Tabellenplätze°^°

    Wenn bei dieser Mannschaft, die gegen Freiburg gespielt hat, Pässe nicht klappen oder zwei Spieler sich in Ball-Nähe fragend anschauen, hat das ja auch etwas damit zu tun, dass genau dieses Team mit Spielern, die erst kürzlich aus langen Verletzungspausen gekommen sind, nicht eingespielt sein kann. Aus diesem Grund finde ich die beiden nächsten Spiele besonders interessant. Hier hat man jetzt hochinteressante „Testspiele“. Das ist eine Chance, sich das Ganze noch einmal in Ruhe anzugucken, ohne besonderen Druck.

    DANACH ist Sommerpause..

  44. Ney sagt:

    Die U19 hat es dann doch noch so eben in die Meisterschafts-Endrunde geschafft (Halbfinal-Hinspiel Dienstag bei Bayern München, Rückspiel nächste Woche in Wattenscheid). Schade, dass es mit der West-Meisterschaft nicht ganz hingehauen hat, trotzdem tolle Saison. Die U17 war dieses Jahr sogar noch überzeugender.

    Ob Schalke sich zusätzlich zur Jugendarbeit noch weiter die imageschädigende Profigurkentruppe incl. Abstiegskampf-Trainern leisten will, bleibt abzuwarten. Schade, dass Heidel wegen wechselseitigen Animositäten nicht den Tuchel holen kann (der angeblich vor dem Ende in Dortmund steht), das wäre zumindest mal amüsant .

  45. Mike E sagt:

    Ich habe ein profundes Vertrauen in die Arbeit von Christian Heidel. Bei ihm habe ich den Eindruck, dass er methodisch und akribisch arbeitet. Seine Grundsätze sind sinnvoll und werden eingehalten. Man sieht es m.E. nicht nur an der Berichterstattung der großen Medien.
    Von der Saison bin ich enttäuscht, wie alle Schalker. Kann sich der Verein das leisten nicht Europa zu spielen? Gehen wichtige Spieler? Wir sind schon lange nicht mehr in der Spitze (FCB, mit Abstrichen BxB). Jetzt auch noch Red Bull. Warum kann es bei uns nicht direkt besser werden mit dem neuen Personal? So wie in Hoffenheim?

    Vielleicht, weil bei S04 sehr viel im Argen gelegen hat. Jedes Jahr ein bisschen tiefer in der Tabelle. Maximaler Knatsch und Fußball zum Abgewöhnen. Teures, überschätztes Personal. Das Abfallen ist nicht neu.
    Wir stellen uns alle die Frage: Sind wir in der Talsohle? Oder im freien Fall?

    Ich habe in dieser Saison grausame Spiele gesehen (z.B. im Waldstadion bei der Eintracht) und war kurz vor dem Abschalten (gestern gegen Freiburg). Ich habe mir mehrfach überlegt nicht mehr ins Stadion zu gehen und Sky zu kündigen. Doch: Es gab auch einige Fortschritte im taktischen Verhalten, einige richtig gute Spiele. Manchmal richtig schönen Fußball.

    Ich glaube, dass die Kaderzusammenstellung schon lange eine Unwucht hat. Vom Können her und von der Symmetrie bzw. Statik (Kämpfer, Strategen, Techniker,…) und von der notwendigen Qualität. Da hat Herr Heidel dran gearbeitet (mit Verletzungspech zu kämpfen gehabt, aber der eine oder andere hat eben auch nicht eingeschlagen). Warum Kono denn verpflichtet wird, wenn er nicht ins System passt, diese Frage hätte ich gerne z.B. mal beantwortet. Deutlich geworden ist aber doch auch, dass es immer noch zu viele gibt, die nicht ins System passen (um das mal vorsichtig auszudrücken). Obwohl im Schalker Kreisel 31 Spieler aufgeführt sind, bleiben nur 2 bis 3 Handvoll Spieler übrig, die in 3 Wettbewerben (!) spielen (können). Vor allem, wenn man die Verletzten abzieht. Der Umbruch hat nicht gereicht.

    Diese Unwucht muss nun ausgeglichen werden. Die Nicht-Berücksichtigten müssen gehen. Passendes Personal muss kommen. Ob Markus Weinzierl der richtige Trainer ist, ob er gelernt und Fortschritte gemacht hat, kann man von außen schlecht beurteilen. Diese Beurteilung erwarte ich von Christian Heidel. Das ist sein Job. Ich glaube wir sind in der Talsohle und nicht im freien Fall. Wie gesagt: Ich habe ein profundes Vertrauen in die Arbeit von Heidel.

    Die Saison ist erledigt (wobei ich natürlich hoffe, dass die Jungs dem HSV nicht wieder Schützenhilfe leisten). Hoffen wir auf eine neue. Ich bin gespannt. Glückauf.

    @Torsten: Danke für den Blog und alles Gute für die Family

  46. Erle72 sagt:

    Schalkenix. Wahrscheinlich wäre das Spiel gegen Leverkusen auch so gelaufen, wenn die gleich getroffen hätten. Wir haben ein Haufen von verunsicherten Kantonisten, die ohne glückliche Umstände keine dauerhaft klare Pass- und Zweikampfführung hinbekommen. Sind wir noch auf dem Weg – zu langsam – oder schon im Graben? Anzunehmen die Spieler würden absichtlich und gerne nach 90 Minuten ausgepfiffen werden ist absurd. Das was der Trainer will wird trotzdem nicht umgesetzt. Will er zuviel? Zu große Schritte? Zu wenig? Auf die falsche Weise? Oder dauert das mit unseren Spielern eben so lange?
    Zum Glück müssen das die Verantwortlichen entscheiden und nicht die Bloggemeinschaft. Heidel hatte jetzt ein Jahr Zeit sich an Schalke zu gewöhnen. Er hat Dinge richtig und falsch gemacht. Zeit für eine Bilanz. Ich denke solange der Trainer seinen Weg den Verantwortlichen erklären kann bleibt er – zurecht. Sollte das nicht der Fall sein gibts einen Neuen. Der wird aber den gleichen Weg zu gehen haben wie Weinzierl. Dieser Mannschaft eine andere Spielweise und Sicherheit zu vermitteln als das, was wir in den letzten Jahren zu ertragen haben.

  47. derwahrebaresi sagt:

    @Ney

    Du kannst doch nicht ernsthaft den Tuchel auf Schalke haben wollen?

  48. Terporten Harald sagt:

    Hallo S04 Fans,

    es war gestern wiedermal ein trauriger Tag für unseren Verein.
    Wie kann man nur so Blamabel auftreten, immer wenn man eine Chance hat höher in der Tabelle aufzusteigen ist ein versagen so gut wie bestimmt, mittlerweile hab ich Bedenken dass wir den richtigen Trainer haben. Es war kein aufbäumen zu erkennen und man sollte mal hingehen die Spielergehälter zu halbieren und nur mit einer Siegprämie arbeiten.
    Gestern hab ich mir vor lauter Frust 20 Minuten vor Spielende den Fernseher ausgeschaltet.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Harald Terporten

  49. Christian sagt:

    Ein ganz ganz trauriges Spiel. Eigentlich eine Bankrotterklärung. Und so gesehen der würdige vorzeitige Abschluss einer furchtbaren Bundesliagsaison.
    Eine Saison wie diese kann im Grunde nicht ohne Folgen bleiben. Ich habe gar nichts dagegen, wenn wir uns für ein Jahr auf die Liga konzentrieren und international keine Körner lassen. Aber mit diesem Team unter diesem Trainer fehlt mir die Fantasie, wie es nächste Saison besser laufen soll. Wenn man über 34 Spiele und 2 Vorbereitungszeiten hinweg keinen Fortschritt erkennen kann, was soll dann eine weitere Vorbereitungszeit bringen? Nur die Rückkehr von einigen Verletzen (und zeitgleich der Verlust der wenigen Leistungsträger)?
    Wenn Weinzierl Argumente für sich gesammelt haben sollte, dann sind die mir entgangen. Aber ich sehe ja auch nur die äußere Erscheinung und nicht die interne Arbeit.

  50. Karl Heinz sagt:

    Warum muss WZ eigentlich unsere „Profis“ vor einem solchen Spiel noch motivieren?

    Wie tickt denn ein Profi wie Goretzka und Höwedes, wenn Sie zum x-ten mal einen Matchball hergeben wie eine seelenlose Söldnertruppe?

    Welcher neue Trainer mit Anspruch soll sich denn bitte diesen Verein und Leistungsverweigerer noch reintun?

  51. Pukki1904 sagt:

    Die Demotivation vieler Spieler ist m.E auch der Tatsache geschuldet, dass die Erfolgreichen immer sofort wegggequatscht werden. Kaum hat sich ein Spieler entwickelt, sehen die Medien incl. Fans ihn direkt bei anderen Vereinen . Diese Tatsache hat doch Auswirkungen auf die Spieler. Da kommt Unruhe rein und die Spieler beschätigen sich dann doch eher mit ihrem nächsten Karriereschritt statt sich den „Allerwertesten“ für Schalke aufzureissen. Die können doch gedanklich sagen- ok, wenn es hier nicht klappt dann gehe ich eben zu einem anderen Verein, wo ich international spielen kann. Das wird nicht alles erklären, aber einen Teil der immer wieder kehrenden spielerischen Schlampigkeit vielleicht schon.
    Ein anderer Teil dieses Schalker Phänomens bleibt dennoch nicht erklärbar. Wie kommt es bespw. dazu, dass ein Spieler wie Badstuber, der eigentlich das Bayern- „Siegergen“ in sich hat, so schlampig verteidigt wie gestern? Darauf wartend das der Schiri abpfeift vergisst er zu verteidigen….? Offenbar ist er auch schon infiziert mit dieser allgegenwärtigen lethargischen Haltung seiner MItspieler.
    Eins ist klar, das alles ist Jahre alt und offenbar nicht abhängig vom jeweiligen Personal auf der Bank. Die Frage für die Zukunt wird daher sein:
    Wer schafft es, dieses „Schalke Virus der Lethargie“ endlich zu durchbrechen?

  52. Markus04 sagt:

    Schauen wir uns doch mal die positiven „Transfers“ der letzten Jahre an:
    da wären Matip, Draxler, Sane, Höwedes, Goretzka, Kehrer, Fährmnn, Burgstaller, Schöpf……evtl. noch Riether, Uchida und dann….. (wahrscheinlich sind noch ein paar Durschnittstransfers für viel Geld (Ablöse oder Gehalt) dabei) ……Coke?, Benatleb? Dieser Sürmer aus der Schweiz hinter dem angeblich halb Europa her war und der immerhin von 5 Spielen für Schalke ein gutes Spiel abgeliefert hat….ok er ist noch jung.
    Aber fällt Euch was auf? Mir schon. Positiv fallen Eigengewächse oder Zweitligaspieler auf. Der Rest kommt wohl eher zu Schalke wegen der guten Luft oder etwa wegen der Kohle und nicht um sich zu verbessern.

    Was ich Herrn Heidel ankreide ist folgendes:
    Er kommt neu in den Verein und baut nicht nach Prüfung von innen behutsam um, nein er kommt neu in den Verein benimmt sich wie Magath (schmeißt den Trainer und die medizinische Abteilung raus, kauft für viel Geld viele neue Spieler) und hat einen sportlichen Erfolg wie Fred Rutten oder so. Wenn ich irgendwo neu bin, schaue ich mir das Ganze erstmal von innen an, fange vorsichtig an Fragen zu stellen (z.B. Warum machen wir das so?) und beginne dann mit Veränderungen und nicht umgekehrt.

    Was mich auch stört, ist dass MW nach dem Spiel nicht in der ersten Person Plural („wir“) von Schalke spricht, sondern von der „Mannschaft“.

    Scheint so, als ob er sich nicht so richtig dazugehörig und verantwortlich fühlt.

  53. joha sagt:

    Wie in Darmstadt: Bis zum 0:1 kontrollierend, aber harmlos. Danach ging nicht mehr viel. Europaleague haben wir in der Tat nicht verdient, oft waren wir spielerisch sehr nahe an den Abstiegsrängen. Die Reduzierung des Kaders kann ich nur begrüßen, ich hoffe trotzdem, dass Platz für junge Spieler sein wird. In der SZ wird heute angedeutet, dass bei Bayern ein großes Interesse an Goretzka da ist. Das dürfte uns dann trotz Heidels Aussagen durch die Sommerpause begleiten. Genau wie die Trainerfrage, zwei Siege zum Schluss würden da zumindest etwas Druck rausnehmen.
    Heidel wird sich Gedanken machen und wer über ihn diskutiert, sollte sich mal den Markt für Sportvorstände angucken und einen Vorschlag machen, wer das besser machen soll. Ist ja noch dünner als auf dem völlig überschätzten Trainermarkt. Wenn ich mir ansehe, welche Nebenwirkungen der Vorzeigetrainer Tuchel offenbar beim Nachbarn entfaltet…

  54. Ney sagt:

    @derwarebaresi

    Du kannst doch nicht ernsthaft den Tuchel auf Schalke haben wollen?

    Nö, wie gesagt zum Amusement. Der Tuchel wäre brutalst vereins-inkompatibel. Mein Interesse an der Pofiabteilung ist dagegen im Moment zu gering, um mir „ernsthafte“ Gedanken machen zu wollen. Statt Gedanken mach ich mir lieber ein Margarinebrot (ohne Palmöl).

  55. Ney sagt:

    @derwarebaresi

    Du kannst doch nicht ernsthaft den Tuchel auf Schalke haben wollen?

    Nö, wie gesagt zum Amusement. Der Tuchel wäre brutalst vereins-inkompatibel. Mein Interesse an der Pofiabteilung ist im Moment zu gering, um mir ernsthafte Gedanken machen zu wollen. Statt ernsthafter Gedanken mach ich mir lieber ein Margarinebrot (ohne Palmöl).

  56. leoluca sagt:

    „Was muss in der Vorbereitung alles falsch gelaufen sein, dass man so wenig Gutes auf den Platz bringen konnte? Wie unklar muss den Spielern die tabellarische Situation gewesen sein, dass diese nicht Ansporn genug für was anders als dieser biedere Auftritt gewesen ist?“

    Beide Fragen richten sich natürlich an Kono genauso wie an Goretzka, an Bentaleb genauso wie an Höwedes, an den Trainer genauso wie an den Manager. Woran liegt diese seit einigen Jahren herrschende Grundschwäche Schalker Mannschaften, nicht die spielerische Klasse, über die man eigentlich verfügt, kontinuierlich einsetzen zu können? Warum spielen unsere Mannschaften seit Jahren immer wieder mal, aber das regelmäßig, weit unter ihrem Niveau, das sie in Spielen davor oder danach erreichen?

    Ich erwarte kein geniales Spiel, das alle anderen in den Schatten stellt und auch keine Spieler auf dem Niveau der Besten der Liga. Mir hätte gegen Freiburg vollständig eine Leistung wie gegen Leverkusen oder Leipzig gereicht. Denn mehr ist derzeit nicht drin.

    Aber eben das hat die Mannschaft nicht gekonnt. Ich erwarte von Trainer und Vorstandsetage, dass sie uns dieses Phänomen erklären, dass sie uns eine Analyse vorlegen, um das verstehen zu können. Vor der nächsten JHV ist das für mich das Mindeste an Transparenz und Vereinsdemokratie.

  57. blues sagt:

    Ich kann mir Tuchel auf Schalke auch gut vorstellen. Dafür sprechen mindestens drei Gründe:

    1. Schließlich hat Tuchel in Mainz, auf deren fußballerisches Niveau uns in 40 Spielen Heidel abgesenkt hat, dasselbe dort durch sein Wirken stark angehoben.

    2. Das gute Amusement, wie @Ney sagt. Endlich muss man nicht mehr über schlechten Fußball reden. In Zukunft geht es um: Blutwurst oder vegane Grundnahrungsmittel, um Veltins oder Yogi-Tee und um den Kampf zwischen grobem ostwestfälisches Fleischerhandwerk und abgehobenen transzendentalen Meditationsformen. Die Kurve wird nicht mehr beben sondern fortan nur noch schweben.

    3. Tuchel hat bisher noch jede Mannschaft besser gemacht.So werden wir schon nach 40 weiteren Spielen direkt sehen, zu was Stambouli, Konoplyanka, Meyer, Caliguri, Bentaleb und Coke @ Co spielerisch in der Lage sind. Oder auch nicht.

  58. Grieche sagt:

    Die aktuelle Situation erinnert mich an das Saisonende vor zwei Jahren: Auch damals war Schalke bis kurz vor Schluss von einer Trainerdiskussion weit entfernt, dann folgten zwei lustlose Spiele gegen zwei Abstiegskandidaten und di Matteo musste gehen. Es schien damals keine andere Möglichkeiten zu geben, so offensichtlich, wie die Mannschaft gegen ihren Trainer spielte.
    Überspitzt formuliert: Die nächsten beiden Spiele sind für Weinzierl die beiden wichtigsten, seit er Trainer auf Schalke ist.

  59. JS sagt:

    Ich kann es einfach nicht mehr lesen und hören……

    „……wenn Schalke nächste Saison nicht international spielt, dann gehen Goretzka, Meyer und Co…..“

    Achja ??!!

    Allein nur der Herr Goretzka soll sich mal überlegen, dass Schalke ihn die erste Zeit mit durchgezogen hat
    und er diese Saison zum Teil mal abliefert wofür er gut bezahlt wird !

    Genauso Meyer, will immer der Größte sein, aber zusehen bekommt man das nur jedes zehnte Spiel, wenn überhaupt. Auf eine komplette Saison ist er auch viel schuldig geblieben.

    Also Ball flach halten, Herr Meyer !

    Der einzige der über fast die ganze Saison richtig Leistung gezeigt hat ist Seo und, wenn er jetzt nicht verlängert,
    dann ist das nicht das Ding von Heidel, sondern da hat Hotte im Tiefschlaf gelegen und sonst kein Anderer.

    Glück Auf !

  60. Ney sagt:

    Nein, der wird’s nicht, aber dennoch, zur Abrundung:

    Wir hatten zum Abschluss seiner Tätigkeit in Mainz Differenzen, die für mich schon lange abgehakt sind

    Heidel über Tuchel, 10/2016.

    Na also.

  61. crisscross04 sagt:
  62. Nordlicht sagt:

    Moin Moin leeve lüüd

    So das wars für diese Saison. Der xte Nackenschlag. Die xte vergebene Chance.

    Ich denke es geht den Spielern einfach zu gut bei uns. Sie stehen bei Schalke eh immer im Fokus und somit winken andere lukrative Angebote auch ohne das man sich anstrengen muss.

    Jetzt noch einmal gegen Kühnes Hobbymannschaft und einmal noch Ingolstadt und dann die wohl verdiente Sommerpause.

    Bin gespannt was im Sommer passiert.

  63. Lennard sagt:

    Also vielleicht bin ich da engstirnig und so aber ich vermisse die Aggressivität innerhalb der Mannschaft. Die schreien sich gar nicht an oder geben sich untereinander Feuer. Die nehmen ihr versagen so widerstandslos und fast apathisch hin so erscheint es mir…liege ich da falsch?

  64. libuda.67 sagt:

    Seit Jahren liegt man auf Schalke mit den sportlichen Verpflichtungen meist daneben. Ursache ist, dass die Personen im Vorstand und deren Beauftragte von fussballerischer Qualität nur wenig verstehen. Die meisten Verpflichtungen sind nach Überqueren des Gelsenkirchener Ortsschilds Graupen oder kaputt oder beides. Aber bei bester Bezahlung. Von den Trainer -Verpflichtungen gar nicht zu reden. In dieser Saison war außer Fährmann doch niemand an schlechten Tagen mindestens Durchschnitt
    Aber die sogenannten und selbsternannten Experten in Foren reden von Schalkern, die unbedingt gehalten werden müssen? Daher hat S04 ja in dieser Saison die super
    Platzierung geschafft, wegen der Topspieler im Kader. Aber ab der nächsten Saison wird alles gut! Und wenn nicht, übernächste…

  65. Eigenart sagt:

    Ich habe nach wie vor großes Vertrauen in Heidel, auch wenn er von den üblichen Verdächtigen in der Medienlandschaft mittlerweile ebenso angegriffen wird wie Weinzierl. Ich bleibe bei meiner Auffassung: Schalke ist über viele Jahre sportlich heruntergewirtschaftet worden. Da die Platzierung in der Tabelle meist das internationale Geschäft ermöglichte, wurde über fußballerische Armut, mangelnde Entwicklung und fehlende Leistungsbereitschaft von vielen hinweggesehen. Aber auch in diesem Blog gab es genug Kritik und (berechtigte) Unzufriedenheit, wenn Schalke mal wieder in einen Wettbewerb hineingestolpert war, den man der Mannschaft eigentlich gar nicht zutraute.
    Auch ohne zu wissen, woran es im einzelnen liegt, halte ich den jetzigen Zustand aus der Sicht von Organisationsentwicklung für normal. Diese jetzt zu Ende gehende Saison war notwendig für eine eingehende Analyse und das Kennenlernen der Mechanismen. An einigen Punkten waren Missstände für Heidel wohl sehr offensichtlich (z.B. in der medizinischen Abteilung), und er ist sie gleich angegangen. Andere sind sicher wesentlich komplexer, aber das heißt ja nicht, dass Heidel nicht daran arbeitet. Was die Spieler angeht, gibt es bekanntlich Vertragslaufzeiten und Transferfenster, an die Heidel sich halten muss, und auch die Qualitäten des Trainers brauchen eine gewisse Zeit zur Beurteilung. Niemand hat je behauptet, dass der „Umbruch“ nach einer Saison abgeschlossen ist, das wäre meiner Meinung nach auch gar nicht möglich.
    Ich hänge nicht unbedingt an Weinzierl, halte ihn aber auch nicht für einen schlechten Trainer – ich kann ihn einfach nicht beurteilen und maße mir das auch gar nicht an. Aber die ewigen Trainerwechsel sind meiner Meinung nach Teil des Problems auf Schalke. Deshalb bin ich gespannt, ob Heidel mit ihm weitermachen will.

  66. Rabenherz sagt:

    Eigenart nimmt mir die Worte aus dem Mund. Die Entwicklung zeigt nicht erst seit dieser oder der letzten Saison nach unten. Durch ein erneut überstürztes Handeln (ich bin schon überrascht, dass es diese Saison so ruhig blieb) kommt vielleicht endlich etwas mehr Kontinuität rein. Und mit etwas weniger Spielen, mehr Ruhe und Zeit kann sich vielleicht auch etwas entwickeln. Das war beim ungeliebten Nachbarn auch so. Die haben halt auch etwas Glück gehabt (nicht unverdient), dass deren Einkäufe auch sensationell eingeschlagen haben. Denn wer kannte denn schon beispielsweise vorher einen Lewandowski oder Kagawa (bei dem rede ich nur von seiner ersten Phase)?

    Weiter: Wir sind ja nicht die einzigen, die so schlecht sind. Leverkusen hat sicher auch andere Ansprüche als die jetzige Platzierung. Wolfsburg ebenfalls. Und auch bei den Fohlen ist es sicher alles andere als zufriedenstellend gelaufen. Alles Teams mit hohen Ambitionen, die diese Saison von den Überraschungsteams aus Freiburg, Köln, Hoffenheim und mit Abstrichen Berlin und Leipzig überholt wurden.

    Damit will ich keinesfalls alles schönreden. Mentalitätsprobleme hat Schalke sicherlich (aber eben auch die nicht erst seit gestern), aber es ist eben nicht nur ein lokales Problem.

    Ich hoffe (das tue ich immer), dass mit etwas Ruhe und ein bisschen Glück die kommende Saison wieder deutlich erfolgreicher wird.

  67. Markus04 sagt:

    Ja hört sich gut an, aber wenn man Kontinuität will, wieso täuscht man dann den Trainer aus ohne ihn gut genug zu kennen, wieso täuscht man große Teile des Kaders aus ohne die vorhandenen Spieler gut zu kennen und wieso täuscht man die medizinische Abteilung aus ohne mit ihr zusammen gearbeitet zu haben?
    Das war als meiner Sicht schon Aktionismus.
    Haben wir weniger Verletzte?
    Haben wir Spieler die sich voll reinhängen?
    Haben wir einen Trainer der aus dem vorhandenen Kader viel herausholt oder eine Handschrift erkennen lässt?
    Ich bleibe dabei, es hat sich nicht geändert und es ist auch nicht erkennbar, dass jemand etwas Grundsätzliches ändern will. Man bleibt in vorhandenen Denkmustern verhaftet. Schade, dass der Mut zu etwas konsequent Neuem fehlt. Letztlich geht es ja auch ums Geld, und solange wir Fans das alles brav weiter mitmachen und uns Trikots und Karten etc. kaufen muss ja auch nichts geändert werden. Machen HSV, VfB, Bayer 04 und so ja auch nicht.
    Erfolgreich sind Clubs, die sich was trauen und eine eigene (wenn auch nicht immer schöne) Strategie haben.

  68. Taisumi sagt:

    „Erfolgreich sind Clubs, die sich was trauen und eine eigene (wenn auch nicht immer schöne) Strategie haben.“

    Dazu ist es aber notwendig auch in schlechten Phasen bzw. Tälern Ruhe zu bewahren und sich nicht vom Weg abbringen zu lassen, so beschissen sich unsere jetzige Situation auch anfühlt.

    Edit: Apropos Breitenreiters Entlassung: Christian Heidel hat in seinem allerersten Interview bei uns erklärt, dass er der Ansicht sei, Breitenreiter sei nicht der richtige Trainer für den Fussball, der in Zukunft auf Schalke gespielt werden soll. Außerdem habe es Heidel für notwendig empfunden, dass ein Neuanfang in der sportlichen Leitung gemacht wird.

  69. Vjeko sagt:

    Auch wenn es nur ein „schwacher Trost“ ist, aber in Wolfsburg und Leverkusen sieht es auch nicht unbedingt besser aus zur Zeit und wenn man ehrlich ist, sind diese Vereine mittelfristig die „echte“ Konkurrenz für S04…

  70. Flo Kno sagt:

    @Markus04:
    Ich würde Bayer Leverkusen nicht mit dem HSV über einen Kamm scheren und auch Gladbach nicht.

    In Leverkusen hat man die letzten Jahre sehr stringent einen bestimmten Stil verfolgt und Trainer und Kader darauf ausgerichtet. So hat man 4 mal in Folge die Championsleagueteilnahme erreicht. Wenn man das einmal schafft kann auch viel Zufall dabei sein, bei vier Mal in Folge wohl weniger.

    Beim HSV hat man es umgekehrt gemacht: Alle Trainer nach kurzer Zeit geschasst, Transferflops am laufenden Band und was weiß ich. Trotzdem steht man diese Saison nur drei Punkte hinter Bayer. Der Fußball ist ungerecht.

    Ich finde das Beispiel lehrt, dass man Erfolg im Fußball nur bedingt planen kann. Man kann vielleicht gute Rahmenbedingungen schaffen, aber am Ende müssen eben immer viele Sachen zusammenkommen um wirklich etwas zu erreichen. Genauso können trotz guter Rahmenbedingungen (Leverkusen) auch mal Dinge schiefgehen.

    Christian Heidel hat vor einem Jahr den klaren Auftrag bekommen, Kontinuität auf Schalke reinzubekommen. Kontinuität nicht um der Kontinuität willen, aber in dem Wissen, dass es ohne auf Dauer nicht ohne geht wenn man im Rahmen seiner Möglichkeiten erfolgreich sein will.

    Und, bei allem Ärger über Spiele wie gegen Freiburg, Stand heute sehe ich keine Indizien, dass dabei irgendetwas gründlich schief läuft.
    Eine grundsätzliche Verschlechterung des Schalker Spiels ggü. den letzten Saisons muss man sich schon aktiv herbeifantasieren, wenn man schon keine Verbesserung sehen möchte.
    Auch war der Umbau des Kaders wohl erst der Anfang und in meinem Empfinden ist die Anzahl der Spieler die man bei Weggang ernsthaft vermissen würde diese Saison eher größer als kleiner geworden.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Sind Heidel und Weinzierl wirklich schon gescheitert, wenn man am Ende der Saison 5-6 Punkte weniger eingefahren hat als sonst? War es das schon, was wir an Geduld aufzubringen bereit sind?

  71. Ney sagt:

    U19 hat 3:1 in München gewonnen. Freue mich auf das Rückspiel.

  72. Markus04 sagt:

    War erstens teilweise ironisch gemeint,
    zweitens weiß ich auch, dass man Bayer und den HSV auch nicht in einen Topf schmeißen muss, aber man kann es schon, denn beide –
    wie auch die anderen genannten Clubs, versuchen – genau wie unser Herzensverein – mit immer den gleichen Mitteln (leicht differenziert) weiter zu machen. Vom großen Ziel Nummer 2 in der BuLi zu werden sind aber alle weit entfernt.
    Ich finde es liegt an den Strategien, die alle ohne Alleinstellungsmerkmal sind.

    Man kann das ja auf Schalke alles prima finden wie es so läuft. Und Durschnitt ist auch ok. Aber eben nur Durchschnitt und nix Besonderes mehr.
    Aber dann bitte auch nicht jammern, wenn die Tickets oder Trikots teurer werden, wenn das Team 08/15 oder weniger spielt. Wenn der Sponsor kein gutes Image hat und bitte erst recht nicht ab Oktober 2017 über Tuchel oder so nachdenken.

  73. Chris sagt:

    jup das war klasse!
    Unsere 2. Mannschaft steigt dagegen ab.
    Kann sich Heidel das Amateurstadion sparen.
    Ich persönlich sehe den Sinn der Zweiten grundsätzlich nicht. Regional- und 3. Liga sollte den anderen Traditionsvereinen und Newcomern gehören, keinen Zweitmannschaften.

  74. ReinerEdelmann sagt:

    „Eine grundsätzliche Verschlechterung des Schalker Spiels ggü. den letzten Saisons muss man sich schon aktiv herbeifantasieren, wenn man schon keine Verbesserung sehen möchte.“

    Sorry, das ist grober Unfug, Flo Kno. Selbst eine Stagnation hat es nicht, und Verbesserung schon gar nicht.
    Hatten wir aber bereits – die Erinnerung ist bei Dir eher ungnädig.

  75. ReinerEdelmann sagt:

    Die U19 hat in der Tat grandios gekickt. Allerdings war der Reporter (Dahlmann?) unsäglich, als er beim brutalen Foul mit Verletzungsfolge erst etwas von „Ball gespielt“ faselte, dann auskotzte, der Spieler habe eben wie Effenberg „ein Zeichen setzen wollen“.

    Wird die U23 in der Oberliga spielen oder ganz zurückgezogen? Als „Unterbau“ kann eine Oberligamannschaft wohl nicht taugen.

  76. Torsten sagt:

    @Markus04:

    Im ersten Abschnitt Deines 19:14 Uhr Kommentars stellst Du den Neuanfang infrage. Am Ende schreibst Du, dass sich nicht erkennen ließe, dass jemand etwas Grundsätzliches ändern wolle.

    Ich verstehe Dich dabei nicht.

    Was meinst Du denn mit dem Grundsätzlichen, was es Deiner Ansicht nach zu änder gilt? Wer sollte was in welche Richtung ändern?

  77. Flo Kno sagt:

    @ RainerEdelmann:
    Wie erklärst du dir denn dann z.B., dass wir inzwischen weniger Tore kassieren und mehr schießen als unter Breitenreiter? Ist das nur durch Stagnation zu erklären?

    Ich verstehe ja, dass man klare Verbesserungen nicht sehen möchte oder kann, aber, wie gesagt, um von Verschlechterung zu reden müsste man auch mal das ein oder andere Argument anführen, was genau schlechter geworden sein soll.

    p.s. beim Kicker kann man jetzt abstimmen, ob Weinzierl eine weitere Chance verdient hat. Da bin ich ja mal gespannt was dabei rauskommt.

  78. klopenner sagt:

    Sry Flo Kno, aber folgender Satz ist nicht ganz korrekt.

    Wie erklärst du dir denn dann z.B., dass wir inzwischen weniger Tore kassieren und mehr schießen als unter Breitenreiter?

    Unter Breitenreiter (15/16) haben wir nach 32 Spieltagen 46:47 Tore gehabt. Jetzt unter Weinzierl 43:38. Wir schießen also nicht mehr Tore. Das mag jetzt kleinlich sein, soll aber nur verdeutlichen, dass wir ziemlich gleich agieren wie in den letzten 2 Spielzeiten davor auch. Denn unter Keller/DiMatteo (14/15) hatten wir nach 32 Spielen in der Buli 41:38 Tore. Damit ist eine wirklich Entwicklung tatsächlich nicht erkennbar. Jedenfalls nicht anhand dieser Zahlen. Höchstens in der Platzierung ist sie zu erkennen, dort aber negativ.
    Und da ich gerade mal fleißig nachgesehen habe:
    In der Saison 13/14 schossen wir 57:42 Tore. Unter Keller lief es also offensiv deutlich besser. Was auch die besseren Platzierungen erklärt. Und in der Saison 12/13 unter Stevens und Keller schossen wir ähnlich viele Tore mit 55:47.
    Nur in der Saison davor, als 11/12 lief es unter Rangnick und Stevens noch besser mit 67:42 Toren.

    Genau genommen geht es kontinuierlich bergab was die geschossenen Tore angeht und in der Defensive stehen wir in jeder Saison ähnlich da. Ausreißer mit mehr Gegentoren wurden anfangs durch mehr geschossene Tore ausgeglichen, aber der Abwärtstrend ist eben auch da sichtbar und nicht bloß in der Tabelle zu sehen

    Alle Zahlen hab ich von Fussballdaten.de und sind die Werte nach jeweils 32 Spieltagen in der Bundesliga.

  79. Flo Kno sagt:

    Es wurden also etwas weniger Tore als unter Breitenreiter geschossen, dafür deutlich weniger kassiert. Es wurden gleich viele Tore wie unter di Matteo kassiert, aber etwas mehr geschossen.

    Weiterhin geht in die Rechnung ein, dass man letztes Jahr den ‚besten Saisonstart aller Zeiten‘ in den Büchern hatte und dieses Jahr den schlechtesten aller Zeiten mit sich trägt.

    Unter dem Strich bekomme ich die Transferleistung zur ursprünglichen Aussage, nämlich dass Schalke sich ggü. den letzten Saisons noch weiter verschlechtert habe, nach wie vor nicht hin.

  80. ReinerEdelmann sagt:

    Vorab, Flo Kno, auch Breitenreiter ist an den Ansprüchen des Vereins (CL-Quali) und des neuen Managers gescheitert. Auch in der vergangenen Saison war beileibe nicht alles Gold!

    Deine persönlichen „Pfeilspitzchen“ (oben: herbeifantasieren) machen den Umgang mit Dir mühsam.

    Zunächst kann man es rein auf die Statistik- und Ergebnisebene verlagern. So schlecht, wie in dieser Saison, war man lange nicht platziert. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird man mit dem dritt- oder viertteuersten Kader der Liga selbst die EL-Quali verpassen (nicht, dass ich persönlich die EL vermisse!). Damit dreht sich der Club weiter in der Spirale nach unten – ein Supergau!

    Ich denke, dies ist aber nur die eine Seite der Medaille.
    Jahrgangs-Vergleiche sind stets problematisch. Breitenreiter hatte Matip und Sane, dafür hat Weinzierl nominell starkes Personal für die Doppel-6 und deutliche Verstärkungen für die Bahnen.

    Was gilt es an Weinzierl zu kritisieren:
    * völliges Verpatzen der Startphase
    * viel zu langes Festhalten an der 5er-Kette (deren Einführung zunächst großen Sinn machte!)
    * zu wenig, „ich mache Spieler besser“
    * viel zu passives Auftreten auswärts
    * keine, aber auch gar keine, offensive Spielidee

    Dann ist man nach 32 Spieltagen in einer ab Platz 5 mausgrauen Bundesliga eben folgerichtig 10.! Das muss man mit dem Kader erst einmal schaffen.

    Ich bin übrigens nicht sicher, ob man Weinzierl austauschen sollte.
    Irgendwie fühlen sich Heidel und Weinzierl als die „letzten Patronen“ des Clubs an.
    Andererseits ist Weinzierl heftigst angezählt und würde bei einem durchwachsenen bis schlechten Saisonstart sofort wieder in der Kritik stehen. Schwierig.

  81. Ney sagt:

    Hat die Schalke tatsächlich immer noch die dritt- oder viertteuerste Profimannschaft?

  82. leoluca sagt:

    Spirale nach unten, Supergau, letzte Patrone … – die Wir-gehen-unter gefühlt fünfunddreißigste.

  83. Flo Kno sagt:

    @Ney: Was den Kaderwert angeht steht Schalke auf Platz 4:
    http://www.transfermarkt.de/1-.....tbewerb/L1

    Was Personalkosten angeht würden mich verlässliche Zahlen auch mal interessieren.

    Zum Vorjahresvergleich: Danke ReinerEdelmann, das sind zumindest nachvollziehbare Punkte. Die abschließende Diskussion vertagen wir aber am besten nochmal zwei Wochen bis die Messe zuende gelesen ist.

  84. ReinerEdelmann sagt:

    @leoluca,

    um rhetorisch die Balance herzustellen, müssen Ansprüche und Wirklichkeit ins Gleichgewicht gesetzt werden.

    Gemessen an den Ansprüchen, ist Platz 10 der Supergau.
    Ich frage mich schon seit vielen Jahren, ob es nicht viel „gesünder“ wäre, die Ansprüche nach unten zu fahren.

    Jedoch: Wer verkauft dies ganz selbstbewusst den Fans, wer den Sponsoren? Wer setzt dann in China Billionen unserer Gazprom-Shirts ab?
    Wer sagt offensiv im Juli, mit unserem (wahrscheinlich) geschwächten Kader spielen wir erneut um Platz 10?

  85. crisscross04 sagt:

    @Ney:
    Na ja, wie viel Kohle wirklich für Spieler, Trainerteam, Management etc. jährlich bei uns und bei den anderen Vereinen herausgehauen werden, ist schwer zu sagen, denn dann müsste man alle Jahresbilanzen vergleichen. Aber wir liegen bestimmt bei den Ausgaben unter den Top5 der Liga.
    In gewisser Weise spiegelt ja auch der Marktwert die Ausgaben wieder.

    Ansonsten drehen wir uns doch schon seit dem verunglückten Rückrundenstart argumentativ im Kreis. Das einzige Argument, das hier immer wieder pro Weinzierl ins Feld geführt wird ist, dass Trainerentlassungen die Entwicklung von Mannschaft und Verein auch nicht voran bringen – siehe die letzten Jahre und auch andere Vereine à la HSV. Daher hofft man einfach mal weiter, dass sich alles zum Guten wendet. In Wirklichkeit spiegelt diese Argumentation nur Hilf- und Ratlosigkeit wider. Und ob uns „Ausharren“ und „Hoffen“ weiterbringt, wird die Zukunft zeigen. Ich glaube nicht daran, denn es hat sich in einem Jahr nichts zum Positiven gewendet. Warum soll es in Zukunft anders laufen? Auf mögliche Transfers/Neuzugänge hoffen? Die Transfers haben uns in den vergangenen Jahren eher zurückgeworfen. Nein, ich sehe kein Konzept für einen erfolgreichen Weg in eine bessere Zukunft.

    Ich sehe es wie RainerEdelmann: Budget/Ausgaben passen nicht zum erzielten Ergebnis und zu den Leistungen auf dem Platz – egal welchen Platz wir noch erreichen.

    Aber wenn Stagnation (Tor-/Gegentorvergleich zu den Vorjahren) hier schon als Fortschritt gewertet wird, obwohl man 70 Mille investiert hat, dann ist jegliche Diskussion zweckfrei. Meine Meinung!

  86. klopenner sagt:

    Ich hab ja auch die ganze Hinrunde über nach allen Möglichkeiten die Situation verteidigt oder die Ergebnisse und das Abschneiden eben den vielen Faktoren von späten Einkäufen, verpatztem Start und englischen Wochen zugeschrieben und immer auf die Wintervorbereitung und den Start in die Rückrunde verwiesen.

    Die Rückrunde war dann auch nicht besser obwohl Personal zurückgekommen und neues im Winter hinzugekommen ist.

    Selbst wenn man sich jetzt eben doch nicht über Tore und Gegentore unterhalten will und die Vergleiche zu Vorjahren scheut, so kann man ja nicht leugnen, dass die Platzierung schlechter ist, dass der Frust der Fans schon wieder größer wird und die Unzufriedenheit generell nochmal gewachsen ist. Das alles hängt sicher nicht mit möglichen „Fortschritten“ in der spielerischen Entwicklung zusammen.

    Weinzierl muss sich nicht nur daran messen lassen wie der Verein am Ende abschneidet, sondern auch an seinen „markigen“ Worten bei Dienstantritt:

    „Ich will, dass Schalke eine laufstarke, kompakte Mannschaft wird, die aggressiv gegen den Ball spielt. Die Gegner müssen sagen: Es ist unangenehm, gegen Schalke zu spielen.“

    Laufstark mag anhand der Zahlen oftmals stimmen, aber wir laufen nicht intelligent genug. Wir laufen oft mit dem Gegner, statt freie Räume zu schaffen. Aggressiv gegen den Ball können viele unserer Spieler höchstens treten. Aber aggressives Pressing kann man in den meisten Spielen nicht erkennen. Und die meisten Gegner haben sicher nicht gesagt, dass wir unangenehm zu bespielen sind. Höchstens weil es langweilig ist. Die Fans dagegen können mittlerweile ganz gut sagen, dass es unangenehm ist Schalke Spiele zu sehen. Aber das kann sicher nicht der Plan gewesen sein.

    Von dieser Aussagen ausgehend kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Umsetzung so gut wie gar nicht, allerhöchstens sporadisch gegen mitspielende Gegner funktioniert hat. Anders ist für mich nicht zu erklären, dass wir in dieser Saison keine positive Sieg-Niederlagen-Bilanz haben werden. Maximal kann diese noch ausgeglichen werden und das ist für die Ansprüche alles andere als ein Fortschritt

  87. Niklas sagt:

    Mal ‚ne Frage an die, die hier momentan das Schlimmste für unseren S04 befürchten: Wie würdet ihr’s machen? Weinzierl raus? Wieder von vorne anfangen? Wieder ein neuer Trainer mit anderen Wünschen für den Kader?

  88. leoluca sagt:

    PK heute: Badstuber, Aogo, Riether und Huntelaar werdem am Samstag verabschiedet. Platte und Giefer werden zur nächsten Saison nach Schalke zurückkehren.

  89. michael sagt:

    @ klopenner………Von dieser Aussagen ausgehend kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Umsetzung so gut wie gar nicht, allerhöchstens sporadisch gegen mitspielende Gegner funktioniert hat.…………

    du triffst den Nagel auf den KOPF und das werfe zumindest ich Weinzierl (und zum Teil den nicht gemachten Transfers) vor, dass unsere Mannschaft keinen Matchplan (oder wie immer ihr das nennen wollt) hat, wenn es gegen defensiv spielende Gegner geht (wie gegen Freiburg, Köln, Frankfurt etc.) geht.

    Hier hat sich unter ihm gar nichts geändert. Ich finde, dass wir das problem nur über schnelles Spiel über die Außen hin bekommen und Pässe in die Schnittstellen. In guten Spielen lief fast alles über Kola (den wir jetzt auch noch verlieren werden) und die linke Seite, oder Bentaleb oder Meyer mal einen Sahnetag erwischen. Unser Spiel ist durchschnittlich langsam und leicht ausrechenbar (und manchmal dann auch noch zudem leidenschaftslos.)

    Ich kann konstatieren, dass uns ein oder zwei richtig gute Spieler mit Führungsqualität und Persönlichkeit fehlen (nächste Jahr dann noch einer mehr). Hätten wir diese haben wir genügend Talente aus der Knappenschmied die sich für Schalke den A…. auf reissen. Spieler wie Aogo, Di Santo, Konopljanka etc. brauchen wir wirklich nicht.

  90. Markus04 sagt:

    Unbekannter, ehrgeiziger, innovativer Trainer,
    Manager mit Stallgeruch (Lehmann, Metzelder, Sand….)
    Viele junge Spieler aus der Knappenschmiede, evtl. ergänzt mit ein paar ambitionierten preiswerten Spielern wie z.B. Burgstaller oder Schöpf, Fährmann.
    Mit denen wäre dann Platz neun ein schöner Erfolg.
    Arenaeintrittpreise senken, Sponsor könnte WWF oder so sein. Trikots aus Fairtrade Stoffen (zumindest ohne Kinderarbeit).
    Damit könnte man zeigen, dass das Leitbild kein leeres Gefasel ist.
    Ich weiß ist utopisch. Aber die Realität auf Schalke ist gerade nicht wirklich schön. Und wird auch nicht besser werden, wenn so weitergemacht wird.

    Noch eine Frage:
    Warum soll man ausgerechnet dem Trainer mit den meisten und teuersten Neuverpflichtungen (Verletzungspech hatten die Vorgänger auch alle) und der schlechtesten Bilanz (Punkteausbeute) eine weitere Chance geben?

  91. Torsten sagt:

    Warum soll man ausgerechnet dem Trainer mit den meisten und teuersten Neuverpflichtungen (Verletzungspech hatten die Vorgänger auch alle) und der schlechtesten Bilanz (Punkteausbeute) eine weitere Chance geben?

    Das impliziert, dass Du die anderen besser fandest.

    Dann ist die Antwort doch klar: Weil man den Fehler, bei Misserfolg zu schnell den Trainer zu entlassen, nicht schon wieder machen sollte. Denn aus der Erfahrung der letzten Jahre sollte man gelernt haben, dass überhaupt nichts dafür spricht, dass mit einem Trainerwechsel die Probleme gelöst sind.

    Meines Erachtens ist Markus Weinzierl so gut wie jeder andere für Schalke 04 infrage kommende Trainer, und auch mindestens so gut wie die letzten drei, eher besser. Dabei gehe ich davon aus, dass Thomas Tuchel für Schalke 04 nicht infrage kommt.

  92. leoluca sagt:

    Wenn Huub Stevens sagt, dass er in seiner Enttäuschung über diese Saison dennoch das Reform- und Modernisierungskonzept von Heidel und Weinzierl überzeugend findet, dann sagt das für mich mehr aus als der Tabellenplatz, der uns natürlich nicht gefällt, und natürlich viel mehr als Jens Lehmanns Nörgelei über die mangelnde sportliche Kompetenz in der Führungsetage. Beim Jensemann ist es doch irgendwie der alte Ruf nach dem Stallgeruch, der auf Schalke so oft in die Irre führte.

    Wir haben immer wieder in dieser Saison Spiele gesehen, in denen man die neue Handschrift des Trainers erkennen konnte: schnelles Umschalten und Pass-Spiel nach vorn, gute Defensivordnung und Spieleröffnung aus der Abwehrkette heraus, guter Teamspirit in fast aussichtslosen Situationen etc. Weil es offenbar mit Heidel ein überzeugendes sportliches Konzept gibt, erwarte ich sicher, dass Heidel uns zur Saisonanalyse darlegen wird, warum sein Konzept bisher nur zeitweise aufging und oft eben nicht. Dieses nervtötende Auf und Ab muss Gründe haben, die man benennen kann: personell und konzeptionell.

    Was ich bei den Kritiken an Heidel/Weinzierl wirklich nicht kapiere, ist dieses Kleinreden der beiden Sonderfaktoren, die es Schalke in dieser Saison besonders schwer gemacht haben:

    Das Verletzungspech in dieser Saison – von Coke und Embolo bis Naldo, Schöpf und Choupo – ist einzigartig, wenn man es mit den vergangenen Jahren und anderen Vereinen vergleicht. Dies unter der Bedingung, dass Schalke weitaus mehr Spiele als seine Konkurrenz absolviert hat und zugleich über zu wenig Qualität in der zweiten Reihe verfügt, die Heidel und Weinzierl so gut wie nicht zu verantworten haben.

    Die zu späten Verpflichtungen neuer Spieler im Sommer, die die offensichtlichen Lücken auf den Außen, in der Offensive und im defensiven MF schließen sollten, die größtenteils Horst Heldt zu verantworten hatte – diese späten Verpflichtungen waren einzig und allein dem explodierenden Transfermarkt geschuldet, der den Sane-Verkauf ungewöhnlich lange verzögerte. Auch dies eine Besonderheit, die es für die Trainer vor Weinzierl nicht gab.

  93. blues sagt:

    @leoluca

    Die VerMAINZelung von Schalke schreitet voran.

    Nun, nachdem sich die Rede von der Geduld, die man haben müsste, und dass ja bald schon alles viel besser würde, als reine Phrasendrescherei der Geduldforderer entpuppte, werden die Schuldzuweisungen absurd:

    „Die zu späten Verpflichtungen neuer Spieler im Sommer, die die offensichtlichen Lücken auf den Außen, in der Offensive und im defensiven MF schließen sollten, die größtenteils Horst Heldt zu verantworten hatte…“

    Die Verteidiger Heidels und Weinzierls bewegen sich zwischenzeitlich auf dem Niveau der Mannschaft. Spielerische, tabellarische und kommentatorische Leistung stolpern hier gemeinsam in die VerMAINZelung von Schalke.

    Heidel übernahm die Mannschaft vor einem Jahr,wurde von den Marktpreisen überrascht und hat dann transfertechnisch fast völlig versagt. Er wurde ja von Tönnies geholt, weil dieser Heldt nicht mehr zutraute, die veänderten Rahmenbedingungen zu managen. Nun werden Heidel die Grenzen seiner Fähigkeiten aufgezeigt. Spielerische Stagnation, die komplette Situation zwischen Abstiegplatz und Tabellenmitte, die normale Situation für Mainz, und das mit 70 Mill. Millionen Transferausgaben.

  94. Eigenart sagt:

    @Leoluca: da stimme ich dir zu. Auch was die Anzahl der geschossenen Tore angeht, möchte ich zu bedenken geben, dass wir fast die komplette Hinrunde ohne Knipser auskommen musste. Oder habt ihr schon vergessen, dass neben Embolo auch Huntelaar, di Santo und Choupo verletzt waren? Ich zumindest erinnere mich an mehrere Spiele, wo Abwehr und Mittelfeld durchaus ansehnlich spielten, dann aber Angriffe kurz vor dem 16er versandeten, weil niemand in der Lage war, aus den Chancen Tore zu machen.
    Ich behaupte: hätten wir Burgstaller schon in der Hinrunde gehabt, sähen die Diskussionen heute anders aus.
    Heute hat Heidel bekanntgegeben, wer beim letzten Heimspiel verabschiedet wird. Konoplyanka und Choupo-Moting hat er nicht genannt. Über Choupo kann man ja geteilter Meinung sein, da gab es Licht und Schatten. Aber kann mir jemand erklären, was Manager und/oder Trainer in Konoplyanka sehen? Gut, er ist schnell. Aber sonst? Ich habe ihn immer nur als ballverliebten Egomanen wahrgenommen, der mit der Mannschaft auf dem Platz nur das Trikot gemein hat. Bin ich da voreingenommen?

  95. Nigbur 48 sagt:

    Ich kann die Verpflichtung von Kono auch so gar nicht nachvollziehen.

  96. Flo Kno sagt:

    @Blues: Ich kann deine Geringschätzung gegenüber Mainz nicht ganz nachvollziehen. Ich möchte daran erinnern, dass Mainz letzte Saison unter Heidel ganze zwei Punkte schlechter performt hat als Schalke, bei gut einem Drittel an Kaderwert. Vor zwei Saisons stand ein gewisses Augsburg am Ende vor Schalke in der Tabelle, bei einem Kaderwert von einem Fünftel.

    Sowohl Trainer als auch Manager haben also bewiesen, dass sie prinzipiell in der Lage sind funktionierende Teams zu entwickeln. (btw. was haben Horst Heldt und André Breitenreiter oder R.d.M. bewiesen?)
    Und das ist es doch, was alle Schalker auch wollen, nur auf höherem Niveau. Und das soll nach einem Jahr in einem Umfeld wie auf Schalke schon klappen?

    Genausowenig kann ich die Aussage Mancher hier nachvollziehen, dass Heidel nur schlechte Transfers gemacht haben soll.
    Einen Spieler wie Bentaleb habe ich z.B. auf Schalke noch nicht gesehen.
    Der einzige wirkliche Flop bisher ist Kono und mein Gott, das kann halt mal passieren. Außerdem hat er für einen Totalflop auch schon ganz gut geknipst in der Hinrunde, wenn 8 Scorerpunkte in Zukunft der neue Standard für Flop sind kann ich damit gut leben ;-). (Bevor jemand meckert: die 8 ScP teilen sich auf BL, EL und DFB auf, mit 2/3/3.)

  97. Nordlicht sagt:

    @ blues

    Und täglich grüsst das € 70 Mio- Murmeltier, oder??

    Knapp die Hälfte der € 70 Mio kommt – verletzungstechnisch – auf ca 10 Saisonspiele.

  98. blues sagt:

    @Flo Kno

    Horst Heldt hat ein paar Jahre gespart und damit einen elementaren Beitrag zur Gesundung von Schalkes desolaten Finanzen geleistet. Dabei hat er immer die CL oder EL erreicht. Mit den zurückgelegten Einsparungen unter Heldt wird das Vereinsgelände umgebaut. Baukosten: 25 Millionen €. Heidel dagegen hat 70 Mill Euro für Transfers rausgehauen und einen riesen Bohei um ein paar Rigipswände, die er versetzten lies, gemacht, während die Mannschaft weiter stagnierte und die interntionalen Plätze nicht erreicht wurden.

  99. leoluca sagt:

    @blues
    Bisken mehr Sachlichkeit wäre nicht schlecht, wenn du schon meine und anderer Ansicht hier referierst, die dir nicht passt.

    Ich rufe hier weder zur Engelsgeduld gegenüber Heidel und Weinzierl auf, noch gebe ich die Prognose ab, dass demnächst alles besser werde. Was soll also der Vorwurf der Phrasendrescherei? Ich sage klar und deutlich, wo ich gute Ansätze und wo ich große Probleme sehen. Welche Phrase hast du da entdeckt?

    Dass Horst Heldt bei seinem Abschied vor einem Jahr einen Kader hinterlassen hat, der an zentralen Stellen lückenhaft war (Außenbahnen, Defensivmittelfeld, Außenstürmer), dieser Hinweis ist keine Schuldzuweisung, wie du unterstellst. Er soll lediglich die Ausgangslage aufzeigen, die Heidel nicht nur vorgefunden, sondern sofort auch richtig analysiert hat, wenn man sich seine Transfers genau anschaut. Dass er die wichtigen Transfers erst spät, zu spät für einen ordentlichen Saisonstart tätigen konnte, sollte wohl ebenso unbestritten sein wie die Tatsache, dass ihm angesichts des fiebernden Transfermarktes keine andere Möglichkeit als diese blieb.

  100. crisscross04 sagt:

    @leoluca:
    Punkt 1 Verletzungspech (auch hier grüßt das tägliche Murmeltier…):
    Wir liegen in der „Verletzungstabelle“ irgendwo im Mittelfeld. Deshalb zählt das Argument eigentlich nicht. Wir haben aber mit 32 Spielern hinter Bremen den zweitgrößten Kader der Liga. Leider jede Menge Masse statt Klasse. Für die Masse ist aber nicht nur Heldt verantwortlich (obwohl Heldt regelmäßig genau mit diesen Spielern die internationalen Plätze erreicht hat). Du argumentierst hier nur pro Heidel, was aber schlichtweg falsch ist. Auch Heidel hat jede Menge Masse, also für die 2. Reihe, eingekauft. Einzig Naldo und Burgstaller sind echte Verstärkungen. Coke, Stambouli, Bentaleb, Caligiuri, Badstuber, Konoplyanka, Baba sind alles nur Mitläufer. Die Spieler sind für sich betrachtet alle keine Flops, aber eben auch keine Spieler, die wirklich eine Klasse für sich sind und somit auch den Unterschied ausmachen können.
    Zum Beispiel Frankfurt hat wesentlich mehr Verletzungspech als wir gehabt, zudem einen wesentlich günstigeren Gesamtetat und sie stehen punktgleich mit uns in der Tabelle.

    Punkt 2 „die späten Verpflichtungen und der explodierende Transfermarkt“:
    Der explodierende Transfermarkt war aber auch dafür verantwortlich, dass wir so viel Kohle für Sané bekommen haben. Dieses Argument lässt Du schön hinten rüber fallen. Nein, Heidel hat einfach nur graues Mittelmaß eingekauft. Und Mittelmaß reicht eben nicht, wenn man auf 3 Hochzeiten tanzen will.

    Die größte Fehleinschätzung von Heidel war jedoch, dass er geglaubt hat, dass unser Sturm wettbewerbsfähig wäre.

    Ich glaube auch nicht, dass das Problem die Doppelbelastung der EL ist/war. Am Wochenende war der komplette Kader „ausgeruht“ und man konnte sich in Ruhe auf das Freiburgspiel vorbereiten. Und? Was kam dabei heraus? Ich weiß, eine rhetorische Frage…

    @Flo Kno: Das Problem ist doch nicht, dass die Fans keine Geduld haben. Das Problem ist, dass es in dieser Saison keinerlei Entwicklung gegeben hat. Und das obwohl man eben 70 Mille investiert hat. Diese Summe kann man eben nicht bei der Saisonanalyse außen vorlassen.
    Und wenn Du blues bzgl. Mainz „Geringschätzung“ vorwirfst, machst Du es im Gegenzug mit Heldt/Breitenreiter ebenso. Obwohl gerade dieser Vergleich hinkt, weil diese beiden eben ein besseres Ergebnis erzielt haben.
    Aber der Hammer ist:
    „Und einen Spieler wie Bentaleb hast Du auf Schalke noch nicht gesehen“?! Dein Ernst? Seit wann bist Du Schalke Fan? ;-) Wie geil. Wie viele gute Spiele hat Bentaleb gemacht? 2 oder 3?
    Wenn Du jetzt Raúl gesagt hättest, aber Bentaleb… You made my day ;-)

    Scheinbar kann hier weder die eine noch die andere Fraktion von seiner Meinung überzeugen.

    Ich sehe es auch so, dass die Entwicklung seit 2011 stetig bergab ging. Daran war natürlich in erster Linie Heldt und seine Trainer verantwortlich. Aber ich sehe es eben nicht so, dass sich seit dem Führungswechsel Heidel/Weinzierl im letzten Jahr in irgendeiner Hinsicht etwas verbessert hat:
    – wir können talentierte Spieler nicht halten (Kola, Goretzka, Meyer werden die nächsten sein)
    – die meisten Einkäufe erweisen sich nicht als Verstärkung
    – wir haben immer noch sehr viele verletzte Spieler
    – die Leistungen auf dem Platz sind sehr schwankend
    – häufig stehen Spieler geradezu lust- und emotionslos auf dem Platz
    – es gibt keine kreative, schnelle Spieleröffnung
    – Trainer und Manager sind ratlos, warum die Leistungen so schwanken

    Im Gegenteil:
    – die Besucherzahlen in der Arena nehmen ab
    – schlechteste Bundesliga-Platzierung seit 2010/11 – nur das wir damals eben Pokalsieger geworden sind
    – seit 2009 erstmals wieder nicht im internationalen Wettbewerb vertreten
    Das hat zur Folge, dass insgesamt die Attraktivität für Spieler und Trainer sinkt. Keine gute Entwicklung – von Auf- und Umbruchstimmung will ich gar nicht erst sprechen.

    Die Entwicklung, die wir gerade nehmen, lässt bei mir keinerlei Hoffnung aufkommen, dass wir in absehbarer Zukunft jemals wieder einen erfolgreichen Trainer bzw Spieler verpflichten können. In diesem Sinne ist es vielleicht wirklich das Beste, an einem Trainer festzuhalten, der es gewohnt ist, im grauen Mittelmaß der Liga herumzudümpeln…

    Wieso holen wir nicht mal einen Trainer à la Diego Simeone? Das wäre mal ein Knaller. Think big! ;-)

  101. leoluca sagt:

    @crisscross04

    Wie bitte, Coke, Stambouli, Bentaleb, Caligiuri nur Mitläufer? Pardon, aber dann kommen wir halt nicht zusammen. Deine Bewertung ist für mich absolut daneben. Selbst Badstuber war für uns trotz mancher Fehler ein Gewinn, zum Beispiel mit seiner exzellenten Spieleröffnung, von der Höwedes nur träumen kann. Du wirst es nicht für möglich halten: Kono ist für mich ein technisch versierter und schneller Offensiver. Warum er das bei uns bisher nicht ist, keine Ahnung. Ändert aber nichts an meiner Einschätzung zu ihm.

    Dass der explodierende Transfermarkt uns die Kohle für Sané verschafft hat, sage ich doch. Nur kam sie sehr spät, zu spät für die nötigen Transfers von Heidel, um sie noch in die Saisonvorbereitung integrieren zu können.

    PS: Zur Verletztenliste sollte man es vielleicht nicht einfach beim Zählen der Häupter belassen, da es gerade für Schalke nicht ganz unbedeutend war, wer da im einzelnen sich verletzte. Das waren reihenweise zentrale Stammspieler und teils der komplette Angriff.

  102. Markus04 sagt:

    Wir drehen uns im Kreis.auch Indianer Diskussion, indem wir einzelne Aktionen von Heidel, Heldt und den Trainern bewerten
    Die gesamte Stoßrichtung stimmt nicht.
    Schalke hatte immer geile Ideen – bis wir so seriös wie andere Vereine werden wollten.
    Aussauers Arena Pläne, Aussauers Vorgaben vom Gehaltsgefüge, Magaths Transfers (Raul, Huntelaar, der Einbau von Matip und Draxler).
    Der Aufbau der Knappenschmiede durch Schulte, dass sind Ideen die begeisterten und fehlen.
    Es muss ja nicht so sein wie ich es weiter oben gepostet habe, aber eine neue Idee für Schalke die fehlt. Begreift doch mal, dass wir seit Jahren im Prinzip immer das gleiche machen und das es immer ein klein wenig bergab geht. Es geht nicht um detaillversessene Vergleiche einzelner Zahlen.
    Es geht um den Gesamttrend der letzten Jahre. Und da denke ich, müsste sich etwas grundsätzlich ändern. Aber dazu braucht man Mut.
    Um mal einen ganz anderen Vergleich zu bemühen :
    Schalke ist ein bißchen wie die SPD. Die traut sich auch seit Jahren nichts mehr und will vernünftig sein.

  103. Nordlicht sagt:

    War Sead nicht auch bisher ein Mitläufer und macht in dieser Saison gerade den Knopf auf??

  104. leoluca sagt:

    @Nordlicht
    Was aber natürlich ganz und gar nichts mit dem Trainer oder gar mit Heidels Baba-Verpflichtung für die linke Außenbahn zu tun hatte. ;) Nee, das kann nicht.

    Übrigens, crisscross u.a., fehlte auch Kola uns verletzt in einigen wichtigen Spielen zum Rückrundenstart und auch später noch. Baba war dann, nach sehr guten Spielen im Dezember, schon ab Januar verletzt komplett weg, so dass zu oft auf den enttäuschenden Aogo zurückgegriffen werden musste.

  105. Rjonathan sagt:

    Hier ist ganz schön was los. Meine grundsätzliche Meinung dürfte ja bekannt sein. Die ist irgendwo in der Nähe von FloKno und leoluca.

    Ich würde da gerne noch ein etwas abstrakteres Argument anführen. Wird garantiert keinen Kritiker überzeugen. Es beantwortet mir selbst aber zumindest die Frage, warum ich es okay fände, wenn Heidel mit Weinzierl weitermacht.

    Ich denke wir sind uns einig, dass es in den letzten Jahren Saison für Saison abwärts ging. Das hat sicherlich auch mit der Sparpolitik zu tun. Möglicherweise auch mit einer schlechten Arbeit von Heldt. Das ist schwer zu beurteilen. Wobei man doch zumindest beim Scouting sicher sagen könnte, dass es nicht Heldts Stärke ist.
    Mit dem schlechterwerdenden Kader, der im letzten Jahr doch ehrlich gesagt ausschließlich dank Sané die El-Quali geschafft hat, ging auch Jahr für Jahr ein schlechterer Fußball einher. Schalke stand für taktische Biederkeit, Mutlosigkeit und Ideenlosigkeit. Was wir uns alle gewünscht haben, war vor allem, nicht der große Erfolg, sondern wenigstens etwas Attraktivität im Spiel. Pressing, Finesse, irgendwas…
    Auch wenn Weinzierl sicherlich nicht für den Hurra-Fußball steht, den sich viele gewünscht haben, so gilt er doch unter Experten als jemand, der taktisch auf hohem oder gar höchstem Niveau agiert. Um einer taktisch unterbelichteten Mannschaft dabei zu helfen, wieder auf ansehnliches Niveau zu kommen, ist er also sicherlich nicht der Falsche.
    Nun ist es aber so, dass der Mensch ein Gewohneheitsstier ist. Man kann so eine Mannschaft nicht umprogrammieren wie einen Computer. Die ungünstigen Abläufe sind tief in den Köpfen und Reflexen der Spieler eingebuddelt. Diese umzuschreiben ist nicht nur ein langer Prozess, er geht auch zwangsläufig mit einer zwischenzeitlichen Verschlechterung einher. Wenn die Spieler ihre alten Muster loslassen, dann ist das eine Phase der Unsicherheit. Es dauert, neue Muster einzuüben und in ihnen reflexartige Sicherheit zu bekommen.

    Ich nutze für solche Lernprozesse immer gerne das Beispiel „Schreiben auf einer Computertatstatur“. Ich habe – wie wahrscheinlich viele andere hier auch – irgendwie mein eigenes funktionierendes System, mit zwei Händen und ca. 2-6 Fingern anständig schnell zu tippen. Um jedoch professionell schnell zu tippen, müsste ich mein Tippen auf das 10-Fingersystem umstellen. Das bedeutet: neue Reflexe eintrainieren. Und das bedeutet: eine Zeit lang würde ich so richtig langsam tippen. Und irgendwann geht es dann wieder so schnell wie bei 2-6 Fingern. Und dann ginge es weiter aufwärts und ich wäre schließlich schneller als vorher. Aber nur über den Preis des Zwischentiefs.

    Deswegen beurteile ich die Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison nicht nach ihrer Leistung – in dem Sinne Tore/Gegentore/Punkte. Natürlich würde ich mir wünschen und habe ich bis zuletzt gehofft, dass endlich Zeiten anbrechen in denen die Leistung besser wird als in den letzten zwei Jahren. Aber es ist bis zuletzt nicht dazu gekommen und auch zwei grandiose Spiele gegen Hamburg und Ingolstadt können an diesem Fazit was ändern.

    Eine bessere Beurteilung erlaubt mir persönlich der Blick darauf, _wie_ die schlechte Leistung zustandekommt. Also ob mit 2-6 Fingern oder mit 10 Fingern getippt wird. Und da sehe ich ehrlich so ungefähr 8 Finger am Werk. Wenn das Verletzungspech nicht all zu hart zuschlägt, dann haben wir eine ziemlich sichere Defensive. Wir sind außerdem (inkl. Fährmann) inzwischen in der Lage, gegnerisches Angriffspressing zu umspielen, anstatt den Ball rauszukloppen. Außerdem sieht man auf Schalke zum ersten Mal seit Jahren wieder gutes Angriffsspiel durch die Mitte. Wenn auch nur in einzelnen Partien erfolgreich. Aber solche Einschränkungen sind eben die noch mangelnde Verinnerlichung der neuen Abläufe.

    Was noch nicht gut funktioniert ist die Durchschlagskraft im Angriffsdrittel und die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor. Zum einen fehlte uns eine Alternative im Sturm (Embolo kann nächste Saison hoffentlich mehr spielen), zum anderen sind die meisten unserer Mittelfeldspieler nicht torgefährlich genug. Nur Schöpf, weil er im Müller-Stil gern am richtigen Ort steht, und Bentaleb, als er noch offensiver spielte, sind diese Saison aus dem Mittelfeld torgefährlich gewesen. Goretzka, Meyer, Caliguri und Chuopo leider gar nicht. Ob das nun ein taktisches Problem ist, oder das Spielermaterial nicht gut genug ist, oder einfach Pech – das kann ich schwer festlegen.

    Grundsätzlich kann ich aber aus meiner Sicht resümmieren: Weinzierl hat die Mannschaft weitergebracht und ihr spielerisches Repertoire verbessert. Es fehlt offensichtlich an Übung und Selbstbewusstsein, es regelmäßig und gegen starke Gegner abzurufen. Und es fehlt an Konzepten oder Spielern, um die Durchschlagskraft im Angriff zu erhöhen. Das ist für mich die Baustelle, auf der Weinzierl kommende Halbsaison beweisen muss, dass es Fortschritte gibt.

  106. Markus04 sagt:

    Wenn man eine Mannschaft nicht einfach so umprogrammieren kann, wie erklärt man sich dann Hoffenheim?
    Die haben übrigens auch was gewagt mit der Verpflichtung von Nagelsmann, nachdem sie Jahrelang seriös arbeiten wollten.

  107. Eigenart sagt:

    @RJonathan: danke.
    @Markus04: was ist an Nagelsmann denn unseriös?
    Heidel hat schon Mut bewiesen als Manager, u.a. durch Trainerverpflichtungen wie Klopp, Tuchel und Schmidt. Wer weiß, vielleicht klopft man ihm irgendwann auf die Schulter für seinen Mut, Weinzierl für Schalke verpflichtet und vor allem an ihm festgehalten zu haben. Ma‘ kucken.

  108. Flo Kno sagt:

    @Rjonathan: Schönes Bild mit der Tastatur :). Ich sehe gerade Jens Keller mit Ein-Finger-Adler-System den Spielerbogen ausfüllen. Im Affenzahn^^.

    @crisscross: OK, Raúl ist Raúl. Jule ist auch Jule und Sané Sané, aber auf die Position bezogen, tiefes zentrales Mittelfeld, da fällt mir niemand ein.
    Und wenn du nur 2-3 gute Spiele von ihm gesehen hast dann schauen wir wohl unterschiedlich Fußball. Ich fand zum Beispiel auch gegen Freiburg, dass Bentaleb eigentlich der einzige auf Schalker Seite war der sowas wie Fußball eingestreut hat.

    @Markus: ich weiß nicht ob Nagelsmann dort das Rad neu erfunden hat. Zu Beginn sah das für mich eher so aus als hätte er das Fundament von Markus Gisdol freigelegt, das immer noch in der Mannschaft steckte. Darauf hat er dann Stück für Stück aufgebaut und er verdient dafür großen Respekt.
    An wessen Arbeit sollte deiner Meinung nach Markus Weinzierl letzten Sommer angeknüpft haben? Mein Eindruck war, dass er geholt wurde um das Fundament zu gießen und ich denke es muss einfach noch trocknen bevor man ein stabiles Haus drauf bauen kann. Ist ja eh so ein Thema im Ruhrgebiet, bei den ganzen Stollen ;)

  109. Nordlicht sagt:

    @ leoluca

    Wir sind uns – denke ich – in vielem einig. :-)

    @ rojonathan

    Vielen Dank dafür

  110. RJonathan sagt:

    @markus04
    Mehrere Aspekte:
    1. Hoffenheim hat schon immer auf schnellen kombinatinsreichen Angriffsfußball gesetzt. Nagelsmann musste nicht so viel umprogrammieren. Er hatte bereits Grundlagen im Kader, auf die er aufbauen konnte. Das gilt bei uns ja auch für die Defensive. Da haben wir eigentlich fast immer ganz ok gestanden in den letzten Jahren. Das rechne ich Weinzierl deswegen auch nicht als Fortschritt an.

    2. Hoffenheim ist letztes Jahr beinahe abgestiegen. In einer solchen Situation trifft man möglicherweise auf eine höhere Lernbereitschaft und weniger Übermut.

    3. Kein internationaler Wettbewerb und damit mehr als doppelt so viel Zeit um Grundlagen im Training zu erarbeiten.

    4. Es gehört auch immer ein wenig Glück bei der Kaderplanung dazu. Dass die Neuzugänge derart einschlagen ist ein Stückchen weit außergewöhnlich.

    5. Möglicherweise ist Nagelsmann das größte deutsche Trainertalent seit Klopp. Das hätte man vorher auch nicht wissen können. Und der Beweis ist final auch noch nicht erbracht. Aber ähnliche Beispiele gibt es nicht viele. Bezeichnender ist viel mehr Köln mit Stöger. Dort verbessert man sich Jahr für Jahr Stückchen für Stückchen.

  111. Markus04 sagt:

    @rjonathan
    Stöger und der FC sind ein gutes Beispiel.
    In einer großen Krise wurde Stöger geholt. Das war damals recht mutig.
    Ihn zu behalten nicht. Er hat im Unterschied zu unserem Trainer, das Team kontinuierlich nach vorn gebracht.
    Ich finde Kontinuität gut, wenn sich zwischendurch mal Erfolg eingestellt hat.
    Deshalb hätte ich mir zum Beispiel gewünscht, dass Slomka, Magath und von mir aus auch Stevens und Keller mehr Zeit bekommen hätten.
    Es gibt ja durchaus Beispiele für das „am Trainer festhalten“ die Vernünftig sind. Ich denke hier an Bremen früher und aktuell an Freiburg, Braunschweig oder St.Pauli. Nur hier hatten die Trainer auch alle mal Erfolge vorzuweisen, die dann das Festhalten an Ihnen rechtfertigen.
    Und mal ganz ehrlich was wollen wir denn heranziehen für den Erfolg einer sportlichen Leitung wenn nicht solche Dinge wie Punkte, Tore, Titel oder vielleicht noch Kaderkosten im Verhältnis zur Platzierung oder Punkteschnitt?
    Die anderen Dinge wie Pressingresistenz und Umschaltspiel etc. sind doch mindestens zum Teil subjektive Wahrnehmungen.

    Manchmal passen Konstellationen aber auch einfach nicht. So zum Beispiel Jupp Heynkes und Schalke oder Rehhagel und Bayern.
    Oder Heidel/Weinzierl und Schalke.

    Ich fürchte, dass sich das Denken und Handeln in unserer Vereinsspitze erst in einer Krise, die wenn so weitergemacht wird wie jetzt und in der jüngeren Vergangenheit, in zwei bis drei Jahren da sein wird, ändern wird.
    Dann wird man entweder den Weg das HSV oder des VfB gehen, wenn dann immer noch nicht umgedacht wird, oder man wird mutig und geht den Weg von Bremen (aktuell) oder den des Kölner FC, der Hoffenheimer, Gladbacher oder dieser AG aus dem östlichen Ruhrgebiet.
    Die alle mussten umsteuern.
    Wir könnten es bereits jetzt, tun es aber nicht.

  112. Flo Kno sagt:

    @Markus: Verstehe ich dich jetzt richtig, dass du Heidel und Weinzierl gerne rausschmeißen würdest?

    Und was genau meinst du mit dem mutigen Weg von Gladbach, Köln und Werder?

  113. Markus04 sagt:

    Ja genau.
    Bitte beide auswechseln.
    Zum Beispiel gegen Metzelder und einen jungen Trainer mit guten neuen Ideen.
    BMG: Trennung von Heynkes Advocaat etc. Auswechseln der Führung. Setzen auf Eberl (ehemaliger Spieler) und den damals mutigen Schritt Favre zu verpflichten.
    Köln: Auswechseln der sportlichen Leitung.
    Setzen auf einen neuen Manager (ehemaliger Spieler von Fortune Düsseldorf) und einen in D unbekannten Trainer namens Stöger.
    Bremen: Neuer Manager (ehemaliger Spieler) und Setzen auf einen jungen unbekannten Trainer.
    Klar kann man an allen von mir aufgeführten Beispielen wieder was finden…
    Aber wir sind uns dich einig darin, dass es in den letzten Jahren auf Schalke bergab geht, oder?
    Dass sich nichts grundsätzlich geändert hat am Handeln der sportlichen Leitung. Wahrscheinlich geht es uns noch zu gut um zu erkennen, dass das so nicht mehr lange funktioniert. Ich wiederhole mich: wir drehen uns Kreis und entwickeln keine neuen Ideen.
    Immer nur klein klein und nichts Neues wagen.
    Rumdoktern an Details wo doch die ganze Richtung nicht stimmt.
    Wir müssen die Kosten nachhaltig senken und neu begeistern. Schalke ist doch momentan arm aber auch nicht sexy.
    Warum soll man heute neu Schalke Fan werden?

  114. blues sagt:

    Schalke zwischen Meisterschaft und VerMAINZelung.
    Heidels, durch gute Einkäufe gut zusammen- und aufgestellter Kader, die starke Arbeit von Weinzierl als Trainer, keine Belastung durch internationale Spiele: das Mitspielen um die Meisterschaft sollte kommende Saison für Schalke unter diesen Voraussetzungen Pflicht sein.
    Was aber, wenn die schöngeredeten Heidelschen Traumwelten und die Wirklichkeit auf dem Platz erneut weit auseinanderklaffen und die VerMAINZelung Schalkes weiter voranschreitet. Dann wird die kommende Saison, egal ob die Kartenpreise nochmal stiegen oder nicht, meine definitiv Letzte in der ich Zeit auf Schalke verbringe. Es gibt dann einfach bessere Unterhaltung fürs gleiche Geld.

  115. Markus04 sagt:

    Warum nehmen wir uns nicht ein Beispiel an Clubs die cool sind, sondern an Clubs die wir nicht so cool finden.
    Zur VerMainzelung, das wäre ja schön. Wenn er auf Schalke solche Transfers tätigen würde wie in Mainz, wenn er auf Schalke Trainer einstellen würde wie in Mainz. Wenn er eine Vision für Schalke hätte.
    Das ist es ja, was ich anprangern: Heidel ist sich nicht treu geblieben, sondern macht auf Schalke das, was jeder andere 08-15 Manager auch machen würde.

  116. ReinerEdelmann sagt:

    @blues,

    Ich finde ja auch, dass Heldt unter- und Heidel überschätzt wird. Aber etwas mehr Hang zur Realität wäre bei Dir auch nicht verkehrt.

    @RJonathan,

    Aua – Dein Vergleich oben ist so schräg, schief und falsch, dass ich mich schon etwas wundere.

  117. Flo Kno sagt:

    Metzelder und junger Trainer also. Ok, schönes Wochenende wünsche ich!

  118. Ney sagt:

    BMG: Trennung von Heynkes Advocaat etc. Auswechseln der Führung. Setzen auf Eberl (ehemaliger Spieler) und den damals mutigen Schritt Favre zu verpflichten

    Gladbach wäre unter Eberl abgestiegen, wenn sich nicht Eintracht Frankfurt so dämlich angestellt hätte.

    Klar kann man an allen von mir aufgeführten Beispielen wieder was finden…

    Aus zig Fällen gezielt diejenigen rauszupicken, welche die eigene These belegen sollen, das ginge auch in anderer Richtung (z.B. Stuttgart, Hannover). Wobei ich mich allerdings frage, wieso Favre und Stöger unter die Kategorie junge Trainer fallen.

  119. Rjonathan sagt:

    @Markus04
    Ich habe mich etwas schwer getan, aus deinen Beiträgen zu verstehen, was du eigentlich meinst. Jetzt, im letzten Beitrag, glaube ich es verstanden zu haben: Du wünschst dir einen grundlegenden Strategie-Wechsel hin zum „kleinere Brötchen backen“. Das finde ich einen legitimen Wunsch und ich fände es auch einen interessanten Ansatz. Ich persönlich wäre auch mit einem Schalke dauerhaft auf Mainz-/Köln-Niveau zufrieden. Ich glaube aber, die große Mehrheit der Schalker sieht das anders und deswegen ist es nicht realistisch.

    Ein Argument, dass einige hier anführen, möchte ich aber doch gerne noch mal arg hinterfragen. „Warum soll man ausgerechnet am Trainer mit dem schlechtesten Punkteschnitt festhalten.“ Das lässt sich recht einfach erklären. Seit dem Heldt alleine Verantwortlich ist und Rangnick ausgeschieden ist, geht es fast konstant bergab (bis auf DiMatteos Ausreißer nach unten). Interessant ist auch der schlechte Punkteschnitt von Rangnick. Meiner Meinung nach ein Ergebnis des heruntergewirtschafteten Kaders nach Magath – eine ähnliche Situation wie heute …

    Slomka 1,79
    Rutten 1,54
    Magath 1,80
    Rangnick 1,52
    Stevens 1,84
    Keller 1,63
    DiMatteo 1,48
    Breitenreiter 1,59
    Weinzierl 1,54

    Warum hätte man an Keller festhalten sollen? Warum an DiMatteo? Warum an Breitenreiter? Sie waren alle die schlechtesten der letzten Jahre. Das Ziel ist es doch, aus diesem Kreisel der reinen Leistungsbewertung auszubrechen. Denn genau das ist doch das Problem, weil nachhaltige Entwicklung eben (siehe meinen langen Kommentar oben) bedeutet, dass es zwischendurch Leistungseinbrüche gibt. Also stellt sich die Frage doch andersrum: Warum sollen wir jetzt schon wieder an einem Trainer NICHT festhalten? Was hat Weinzierl eigentlich so Katastrophales getan?

  120. SpeedGlas sagt:

    Für mich war diese Saison vieles weder Fleich noch Fisch. Auf der einen Seite hat es mich gefreut zu sehen, dass u.a. Kolasinac und Schöpf sich deutlich verbessert haben. Aber auf der anderen ist ein Geis, der für viel Geld kam, nur noch zweite Wahl. In vielen Spielen hat es wie schon unter Weinzierls Vorgängern an einer klaren Marschroute gefehlt. Man hatte irgendwie das Gefühl, man verlässt sich auf die individuelle Klasse der Spieler – die z.B. Bentaleb, Goretzga oder Meyer auch haben. Nur leider ist dabei viel zu selten ordentlicher Fußball entstanden.
    Wenn man jetzt Vergleiche zieht zu anderen Mannschaften wie Köln, Berlin oder Frankfurt und Freiburg stellt man fest, dass diese nicht über eine solche individuelle Klasse an Spielern im Kader verfügen. Trotzdem stehen diese Teams verdientermaßen vor uns in der Tabelle und Frankfurt sogar im DFB Pokalfinale. Bei den anderen ist auch nicht alles Gold was da glänzt, dort hat man aber den Eindruckt, dass die Mannschaft weiß, was der Trainer fordert und wie seine Ideen auf dem Platz umgesetzt werden soll. Auf Schalke fehlte das in vielen Spielen komplett. Wenn ich alleine an die magere Ausbeute an Toren nach Ecken und Freistößen denke, frage ich mich, was die im Training überhaupt so machen. Oft frage ich mich auch, ob es vielleicht mannschaftsintern nicht stimmt. Man sieht leider viel zu selten ein Zusammenspiel wie es Farfán und Rafinha auf dem rechten Flügel teilweise zelebriert haben. Zuzutrauen ist es den Spielern auf jeden Fall denke ich, aber irgendwie kocht da jeder seine eigene Suppe. Das beste Beispiel für Planlosigkeit und Verweigerung von Zusammenspiel war doch das mintenlange Hin- und Hergeschiebe des Balles zwischen Fährmann, Höwedes und Badstuber in Freiburg. Da hat keiner den Ball gefordert und versucht einen Angriff aufzubauen.
    Wenn es nächste Saison besser laufen soll, dann muss Weinzierl es zu erst schaffen, dass die Mannschaft miteinandert spielt und nicht 90 + x Minuten planlos und verloren vom Gegner übers Feld gejagt wird. Erst dann kann man anfangen, auf die individuelle Klasse der Spieler auftubauen. Es muss eine solide erste 11 geben die eingespielt ist, weiß wie sie die Forderungen des Trainers umzusetzten hat und auch in der Lage ist gegen starke bzw. vermeintlich starke Gegner ihr eigenes Spiel durchzusetzen.

  121. Markus04 sagt:

    @Rjonathan
    Weinzierl hat nichts besonders Schlimmes getan. Aber irgendwie setzzt die Mannschaft seine Vorgaben nicht um. ;-/ Das sagt er oft selbst. Die Spieler sagen nach Spielen, sie hätten planlos agiert. Reicht das nicht?
    Es geht ja auch nicht um Weinzierl als Menschen auch nicht um Heidel als Menschen. Aber ich finde halt, dass sie in ihrer Arbeit irgendwie nicht erfolgreich sind, oder geht das nur mir so? Also warum hält man an ihnen fest? An Keller haben wir auch festgehalten und was ist dabei rausgekommen?
    Breitenreiter entlassen. Resultat?

    Es geht mir aber um die grundsätzliche Ausrichtung von Schalke. Wenn man ein Verein ist, wieso bindet man nicht viele ehemalige Spieler ein? Bestes Beispiel sind doch Vereine wie Bayern, Ajax, Werder…..

    Übrigens, ob die Brötchen klein sind oder nicht ist mir eher egal, sie müssen schmecken und ihren Preis rechtfertigen.

  122. crisscross04 sagt:

    @rjonathan:
    „Ich persönlich wäre auch mit einem Schalke dauerhaft auf Mainz-/Köln-Niveau zufrieden.“

    Ist nicht Dein Ernst, oder?! Du willst also in jede Saison mit dem Saisonziel starten, nicht abzusteigen. Es kann nicht unser Anspruch sein, dauerhaft auf diesem Niveau zu spielen. Wenn doch, dann aber bitte schön auch mit deren Etats! Wir geben ca. 2-3 mal so viel aus. Ist dieses Missmanagement eigentlich so schwer zu verstehen?!

    @Flo Kno:
    Wir werden in der nächsten Saison sehen, ob „Dein Fundament“ aushärtet oder noch mehr Risse bekommt.
    Wenn ich mir die Leistungsbereitschaft der Mannschaft anschaue, sehe ich kein Fundament, auf dem sich aufbauen lässt, sondern nur eine sehr wacklige, fragile Unterkonstruktion.
    Ich gebe zu, ich war und bin ein Weinzierl Skeptiker. Aber ich würde mich trotzdem sehr freuen, wenn ich unrecht habe. Nur daran glauben kann ich nicht so recht.

    @leoluca:
    Was haben denn die genannten Spieler für herausragende Spiele gezeigt? OK, Bentaleb das ein oder andere, aber von einer Konstanz eines guten Leistungsträgers ist er weit entfernt. Die restlich genannten Spieler sind Ergänzungsspieler – no more no less. Selbst Coke hat mich noch nicht wirklich überzeugt. Aber wir kommen eben hier nicht zusammen – ist aber OK. ;-)

  123. Torsten sagt:

    Es geht mir aber um die grundsätzliche Ausrichtung von Schalke. Wenn man ein Verein ist, wieso bindet man nicht viele ehemalige Spieler ein?

    Schalke 04 bindet immer wieder Ehemalige ein, in diverse Aufgaben, nur eben gerade nicht auf den Posten des Managers oder Trainers. Einmal bei Schalke gespielt zu haben qualifiziert einen eben auch nicht automatisch für solche Aufgaben.

    Bei Deinem Vorschlag, Christoph Metzelder zum Manager zu ernennen, rollen sich mir jedenfalls die Fußnägel hoch. Er ist sicher ein kluger Kopf. Aber seit dem Ende seiner Karriere arbeitet er bei einer Werbeagentur. Welche Argumente gibt es, dass er die Kernabteilung eines Unternehmens wie Schalke 04 führen kann?

  124. derwahrebaresi sagt:

    @Selbst Coke hat mich noch nicht wirklich überzeugt.

    der mann war über ein halbes jahr verletzt, was erwartest du da?

  125. Flo Kno sagt:

    @SpeedGlas:
    Hertha: Hat jetzt 10 Auswaertsspiele in Folge verloren.
    Frankfurt: Hat die gesamte Rueckrunde noch fast keine Punkte geholt, letzter Platz in der Rueckrundentabelle.
    Koeln: Eine solide Truppe, aber wenn Modeste nicht trifft gewinnen sie auch nicht.
    Bremen: Nach Jahren im Abstiegskampf und dem Beinahe-Endes Nouris zu Beginn des Jahres hatte man jetzt mal eine extrem starke Phase mit einem ueberragenden Max Kruse. Das freut mich fuer Werder, aber zum Role-Model fuer Schalke wird Bremen dadurch auch nicht unbedingt.

    Ich finde diese Vergleiche ohnehin total unspannend.

    Die Vereine, mit denen sich Schalke Stand heute hinsichtlich Kader, Europa-Perspektive und Erfolge in der nahen Vergangenheit vergleichen muss sind Leverkusen, Gladbach und Wolfsburg. Demnaechst wahrscheinlich auch RB Leipzig und ganz vielleicht Hoffenheim.
    Und da sehe ich Schalke in keiner Hinsicht schlechter aufgestellt. Oder wo stehen die ersten drei Genannten in der Tabelle?

    Insbesondere auf der Trainerposition sehe ich bei den genannten Vereinen nur Nagelsmann als potentiellen Top-Trainer der vor Weinzierl anzusiedeln sein koennte. (Wen wollte Rangnick urspruenglich nochmal als Trainer haben?)

    Und generell diese Diskussion „Schalke muss wie Koeln werden“: Ich glaube nicht, dass Koeln kleine Broetchen baeckt weil man sich vor 20 Jahren nach der letzten europaeischen Teilnahme zusammengesetzt und gesagt hat: „So, das war jetzt nicht schlecht, aber das reicht jetzt auch, wir schalten mal ein paar Gaenge runter und begnuegen uns in Zukunft mit dem Klassenerhalt als Saisonziel.“
    Das gleiche gilt fuer Werder und die ganzen anderen.

    Die kleinen Broetchen kommen von alleine, wenn der sportliche Erfolg auf Dauer ausbleibt. Und um das noch klarzustellen: Naechste Saison muss Schalke konstanter agieren und Platz vier anpeilen. Da gehe ich voellig mit. Mit anderen Worten: Die Weinzierl-Ziel-Zahl sollte auch naechstes Jahr nachgehalten werden. Mit 1,8 Punkten pro Spiel und 61 Punkten nach 34 Spieltagen waere ein vierter Platz so gut wie sicher.

  126. Rjonathan sagt:

    @crisscross04
    Das war selbstverständlich mit dem entsprechenden Budget gemeint und in eine Konversation eingebettet. Du willst dich aber auch unbedingt über mich aufregen, was? ;-)

    Zum Fundament: Ich weiß auch nicht ob Weinzierl das schafft. Es kann sein, dass er scheitert und du recht behältst. Es kann ja niemand seriös behaupten, er könne diese Frage beantworten. Wir alle haben nur unsere Hoffnungen, Sorgen und Vermutungen. ABER: Wenn wir es nicht versuchen, dann werden wir es nie erfahren und scheitern auf jeden Fall.

  127. Markus04 sagt:

    @Thorsten
    Zu Metzelder: war nur ein Name.;-)
    Welche Qualifikation hatten denn bei Amtsantritt Heidel, Allofs, Hoeneß, Preetz, Schmadtke, Aussauer, Zorc, Völler, Baumann…
    Es kann doch nicht sein, dass in den letzten Jahren nur Hohlbirnen bei Schalke gespielt haben?
    Welches Selbstvertrauen hat Schalke, dass man ehemaligen Spielern Pöstchen gibt auf denen sie nichts anstellen können und auf den wichtigen Posten immer „Hochkaräter“ von außen Platz nehmen?
    Wenn wir in den letzten Jahren einen nicht negativen Trend verfolgen würden wäre ich ja still.

  128. Nordlicht sagt:

    Von mir aus kann Heidel uns ein stückweit „vermainzeln“ Mir ist es lieber er holt so unbekannte Typen die bei uns evtl aufblühen. Er hat es ja auch in Mainz geschafft ohne EL und ohne grossen Namen immer wieder Spieler zu finden die dann für gutes geld wieder verkauft werden konnten.

    Spielerisch ist es nicht besser geworden. Aber auch nicht schlechter. Die gleichen Gurkenspiele haben wir unter allen Trainer haufenweise gesehen. Aber die Anzahl der lustlosen Auftritte hat sich für mich verringert.

    Die Ergebnisse sind halt in dieser Saison ernüchternd. Aber wie soll man diese mit jeweiligen Trainern vergleichen?? Einfach nur zusammenzählen und gut ist es dann??

    Ich finde so funktioniert es beim Fussball halt nicht. Das ist mir zu einfach. Mir haben in dieser Saison mehr Spiele gut gefallen als in den Jahren zuvor und das ist für mich entscheidend, ob mit dem Trainer oder nicht.

  129. Ney sagt:

    Heidel, Allofs, Hoeneß, Preetz, Schmadtke, Aussauer, Zorc, Völler, Baumann…

    Einige davon waren erst Assistenten, andere hatten zunächst einen „starken Mann“ über oder neben sich. Und Mainz war zu Heidels Anfangszeiten kein Erstligist mit 250 Millionen Umsatz und Ambitionen auf einen Champions-League-Platz.

  130. Markus04 sagt:

    Mir kommt die Diskussion so vor wie unser Verhalten beim Treibhauseffekt oder beim Welthandel.
    Wir wissen alle im Prinzip, dass es so nicht gut weitergeht. Wollen nicht anders oder meinen nicht anders zu können ( ;-) ) und suchen immer nach einzelnen kleinen Details, die darauf hindeuten könnten, dass es doch so weitergehen könnte wie bisher.

    Ja, es gibt immer einzelne kleine positive Aspekte.
    Aber der Gesamttrend der letzten Jahre stimmt nach Meinung Vieler nicht. So what? Weiter wie bisher?

  131. Erle72 sagt:

    Weiter wie bisher? Nein!
    Deshalb mal keinen Trainer entlassen und keinen Neuanfang.

    Mal ein Beispiel für die bekloppte Fußballwelt:
    St. Pauli ist Ende November 2016 mit Abstand Letzter mit einer Mannschaft, die in der Vorsaison oben mitspielte. Ende November dann der Trainer Lienen nach dem x-ten „entscheidenen“ verlorenen Spiel: Die erste Hälfte“, sagte er am Sonntag, „war gar nichts.“ Dass es als ums Überleben kämpfender Tabellenletzter ausgerechnet an Aggressivität gefehlt hatte, sei „schwer zu erklären und nicht zu akzeptieren. Die Mannschaft muss es schaffen, bedingungslosen Existenzkampf gegen den Ball zu gestalten.“
    Klarer Fall von „erreicht die Mannschaft nicht mehr“! Oder?

    Es überrascht mich immer wie sicher manche Leute sind, dass der Trainer nichts taugt. Ich weiß auch nicht ob Weinzierl es letztlich packt. Aber er sollte zumindest eine angemessene Zeit bekommen.

  132. der grafschafter sagt:

    am samstag muß ein sieg her, gegen hamburg. sie stehen schlechter da als wir (7 punkte) und haben noch mehr stress, ein traditionsverein, wie wir.
    mich würde interessieren, gegen welche der ersten 4, 5 mannschaften aus der 2. liga wir gewinnen würden…

  133. Flo Kno sagt:

    @ der grafschafter: Stuggi, Peine-West, Braunschweig und Eisern Union?
    Alle.

  134. Markus04 sagt:

    @Erle 72
    Ja ja, aber Lienen hat mit St.Pauli davor schon Erfolge.
    Weinzierl mit Schalke?

  135. blues sagt:

    Bild am Samstag (spiegel.de) findet gleich fünf namhafte und qualitativ gute Trainer, die sich mit Dortmund als Tuchels Nachfolger in Verbindung bingen lassen. Für Schalke findet sich nicht mal mehr eine Alternative zum in seiner ersten Saison auf Schalke komplett gescheiterten Weinzierl.

  136. derwahrebaresi sagt:

    @blues
    AufSchalke wird derzeit ja auch kein Trainer weggemobbt.

  137. hellwach sagt:

    blues, deine Kommentare passen sich der Entwicklung des sportlichen Niveaus und der Punktausbeute sowie der Tabellenplätze von Schalke 04 an. Du musst schon Boulevard zitieren.

  138. blues sagt:

    @derwahrebaresi
    Ja,das stimmt. Trotzdem finden sich Namen die Sinn ergeben. Trainer deren bisheriges Wirken Erfolg und Qualität auf internationalem Niveau verspricht. Namen die sich mit dem desolaten Schalker Spiel und der aktuellen Platzierung unter Heidel und Weinzierl nicht mal mehr in Ansätzen in Verbindung bringen lassen. Dortmund kann sich mit Tuchel ein lösbares Luxusproblem leisten. Schalke hat mit Tönnies, Heidel und Weinzierl dagegen ein ungelöstes, echtes Problem.

  139. Flo Kno sagt:

    OK, mal was anderes: Reviersport schreibt, mit Huntelaar ginge eine Legende.
    Bin ich der einzige, der das nicht ganz so sieht? Er hatte die eine, überragende Saison, klar, aber die restliche Zeit war er viel verletzt und hat nie wieder überdurchschnittlich stark performt. Gemessen daran bin ich eigentlich ganz froh, dass er in Zukunft von der Schalker Gehaltsliste verschwindet, so hart das klingt.

    Unabhängig davon soll er natürlich einen warmen Abschied bekommen und ich würde mich sehr freuen, wenn er mindestens eine Halbzeit spielt, vielleicht ein Tor schießt und zum letzten Mal ‚Hun-te-laar‘ skandiert wird.

  140. leoluca sagt:

    @FloKno.

    Stimmt. Mit dem Wort von der „Legende“ sollte man vorsichtig umgehen. Stan Libuda ist eine, Olaf Thon, Huub Stevens …

    Aber ein Schalker Star ist Huntelaar unbedingt – und die sind in den vergangenen Jahren immer weniger geworden.

    Mit Huntelaar verbinde ich die große Aufbruchstimmung, die damals mit Felix Magath aufkam und deren Hoffnungen sich zum Teil ja auch erfüllten. Wir hatten damals eine bärenstarke Mannschaft mit einer ganzen Reihe richtig guter Fußballer, von denen wir heute träumen. Der Hunter gehörte als einer der besten Strafraumstürmer Europas dazu. Im historischen Vergleich ist er seit der Saison 2011/12 der Schalker Rekordtorjäger und als Torschützenkönig der Liga stellte er damals den Schalker Rekord von Klaus Fischer ein.

    Dass er nach langer Verletzung quasi aus dem Stand in der Saison 2013/14 wiederum zur Hochform auflief, habe ich ebenfalls noch in guter Erinnerung.

    Vor ein paar Wochen hat mich der große und herzliche Empfang sehr bewegt und für ihn gefreut, den ihm das Publikum in der Amsterdam-Arena bereitete. Das sollten wir uns heute zum Vorbild nehmen.

  141. blues sagt:

    Markus Weinzierl,wollte ihn behalten. Eine Fehleinschätzung mehr.

    „Er hat zwölf Tore geschossen, fast ein Viertel der gesamten Mannschaft. Auch wenn er hier immer wieder mal in der Kritik stand, habe ich höchsten Respekt vor ihm. Auch schon als Gegner – gegen Augsburg hat er immer getroffen. Dafür muss er gefüttert werden. Ein Kombinationsspieler ist er nicht, sondern ein Abschlussstürmer, der Bälle im Sechzehner braucht.“ (Markus Weinzierl im Juni 2016)

    Huntelaar bestätigt dies:

    „Er hatte mich während meines Urlaubes angerufen und mir erklärt, was er von mir verlangt, und gesagt, dass ich in seinen Planungen eine wichtige Rolle spiele“, (Klaas-Jan Huntelaar im August 2016)

  142. leoluca sagt:

    @Blues.

    Dass du die Besserwisserei im Nachhinein magst, ist mir nicht neu.

    Was aber ist an Weinzierls Einschätzung vor einem Jahr nun wirklich falsch? Nix.

  143. blues sagt:

    @leoluca

    Besserwisserei im Nachhinein? Meine jeweils begründete Skepsis und Kritik an Heidel und Weinzierl kannst du von Beginn der Saison an hier nachlesen. Aber es stimmt, während sich die Konsequenzen aus den von mir bei den beiden sehr früh beobachteten Schwächen im Laufe der Saison immer mehr in den Vordergrund schoben, das Spierleriche dann gar sogar völlig ausblieb, ich also leider richtig lag, verlässt du auch dies Mal wieder hinter dem Trainer dessen sinkendes Schiff. Nur Geduld. Davon hast du ja ausreichend.

  144. leoluca sagt:

    @blues.

    Das ist keine Antwort auf meine Frage zu Huntelaar.

    Mit dem Wissen von heute lässt sich seine letzte Saison auf Schalke leicht als unglücklich einschätzen – ein Hin und
    Her von Verletzungspech und Formkrise. Aber deswegen ist doch weder
    Weinzierls oben zitierte Aussage über ihn vor einem Jahr noch die
    Entscheidung falsch gewesen, auf ihn
    noch mal zu setzen als Routinier neben
    dem jungen Embolo.

  145. lassi04 sagt:

    @blues und Markus04
    Dass die Kritik an Weinzierl zum größten Teil berechtigt ist, steht ja außer Frage (abgesehen von dem Huntelaar-Argument), aber ich frage mich ernsthaft, warum Heidel ebenfalls auf eurer Abschussliste steht!?
    Mein Gott, der Mann ist gerade mal ein Jahr im Amt und gilt als einer der besten Manager der Liga! Lachen die Leute nicht schon genug über Schalke?

  146. Markus04 sagt:

    Heidel weiß offensichtlich wie Mainz funktioniert und hat da tolle Arbeit geleistet.
    Aber auf Schalke , nach meiner Meinung nicht.
    Punkt 1:
    Überhasteter Einstieg mit der Entlassung von Breitenreiter und der medizinischen Abteilung.
    Punkt 2: Überhastete und viele unnötig teure Neuverpflichtungen.
    Abgang von Kolasinac. Anfang bis Mitte der Hinrunde hätte Seo sofort verlängert bei uns. Wir haben ihn zappeln lassen und nun ist er wohl weg.
    Er hat weder auf der Trainerposition, noch in der medzinischen Abteilung noch im Kader (insgesamt gesehen) Verbesserungen gebracht.
    In der Summe viel Geld ausgegeben (und zwar unser Geld!) und wenig verbessert aber auch nichtts wirklich verschlimmert.
    Das denke ich, sollte ein ehemaliger Schalker Spieler mit etwas Hirn im Kopf und viel Herzblut auch können. Und vielleicht würde er solche Aktionen wie die Stehplatztageskartenaktion von vornherein lassen.

  147. crisscross04 sagt:

    Bei Heidel liegen die Nerven auch ganz schön blank. Anders ist das Interview bei Sky gerade auch nicht zu erklären. Er war total aggressiv und gereizt! Willkommen auf Schalke! ;-)

    Was macht eigentlich der gute alte Drik große Schlarmann? Der könnte doch mal wieder ein paar internen Stimmen zitieren, wie es um den Rückhalt von Weinzierl steht. Oder war das Ganze nur schon der Vorhut von seiner geplanten Entlassung im Sommer? War nur Spaß!

    Zu Hunterlaar:
    Legende ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber viel fehlt da nicht. Ich finde es gut, dass er heute spielt. Ich mag ihn und sein Stil! Und er steht für mich schon für Schalke in den letzten Jahren. Das kann ich nicht von vielen Spielern sagen. Trotz dieser Saison macht es mich ein wenig traurig, dass er geht.

    Aber was für eine geile Choreo! Wie sagt der Reporter Fuß: ein Jammer, dass der Verein mit diesen Fans nicht international spielen! Word!

  148. leoluca sagt:

    Pardon, aber deine Interpretation von Heidels Auftritt ist an den Haaren herbei gezogen. Er nennt gute Gründe für seine Kritik an Sky, guckst du hier:
    http://www.ruhrnachrichten.de/.....37,3276066

  149. Simson sagt:

    @Markus
    Du wirfst anderen vor, nur an den postiven Dingen zu hängen und einzig diese hervorzuheben. Im gleichen Zug, ziehst du ALLES, aber auch wirklich jede Entscheidung, ins absolut Negative. Ich glaube, selbst wenns am letzen Spieltag regnen würde, würdest du einen Weg finden dass auf Heidel und Weinziertl zu beziehen. Deine Kommentare bedürfen teils jeder Objektivität (siehe deine „punkte“ oben)… die „Wir-brauchen-alte-Spieler-dann-läufts-garantiert-besser“-Phrasen kannst du doch nicht Ernst meinen, wenn du im gleichen Zug kritisierst was im Laufe der Saison passiert. Du wirkst nicht gerade so, als hättest du einen langen Atem und großes Verständnis für risikoreiche Entscheidungen.. und der bedarfe es dann ganz sicher.

  150. crisscross04 sagt:

    @leoluca:
    Ja, und?!?
    OK, dann sag ich es noch einmal, extra für Dich, leoluca, konkreter:
    Es ging mir nicht um die Fragen oder Spekulationen von Sky und ob das wahr ist oder nicht, sondern darum, wie unbesonnen, genervt und unverhältnismäßig aggressiv Heidel darauf reagiert hat.
    In einem (Zeitungs-)Artikel sieht man eben weder den Ton, Stimmung, Gestik noch Mimik. Schau Dir das Interview an.
    Heldt wäre für so eine Reaktion öffentlich (und hier wohl auch) angezählt worden. Aber gleich ist eben nicht gleich.
    Aber egal. Scheinbar dürfen sich Heidel/Weinzierl alles erlauben, ohne dass man kritisch nachfragen oder kritisieren darf. ;-)

  151. crisscross04 sagt:

    Ach ja,
    Super Leistung heute wieder… ;-)
    Und dass trotz der viele guten Vorsätze! Und den HSV wieder am Leben gehalten. Und die EL komplett, erneut, vergeigt! Super, einfach super! Ich könnte k…

  152. Ney sagt:

    Seit Jahren diese Diskussionen darüber, wenn es jemand so empfindet, dass Stevens/Keller/Heldt/Breitenreiter/Heidel/Werauchimmer sich im letzten Buntfernseh-Interview eines doofen Tonfalls bedient hätten.

  153. mika sagt:

    „Würdiger“ Saisonabschluß, ein verlorenes Jahr, wieder ein paar Millionen verbrannt und nur dummes Gequatsche: „Pressing, schnelles Umschaltspiel, wir wollen eine unangenehme Mannschaft sein!“ – von allen beteiligten Akteuren….Positives Fazit für 2017/18: mindestens 6 grottige Spiele in der EL bleiben einem erspart, puuuuh, Glück gehabt…! Es hat sich nichts, aber auch gar nichts verändert, nur ein paar Namen.
    3 Euro ins Phrasenschwein, klack: „Die Tabelle lügt nicht!“

  154. Flo Kno sagt:

    Ich finde heute passt es wirklich: Ein Spiel wie eine Saison. Das (Nicht-)Tor am Ende als würdiges Sahnehäubchen.

    Das wir schwer zu toppen nächste Woche gegen Ingolstadt.

  155. Christian sagt:

    Glücklos. Und das verdient.

  156. Markus04 sagt:

    Mal so generell finde ich es schade, wenn Vorschläge pauschal abqualifiziert werden, sie als albern abgetan werden und man dann einzelne Personen/SchreiberInnen persönlich angeht. Ich hoffe, dass ich das bisher nicht getan habe, falls doch, bitte ich um Entschuldigung.

    Aber bei dem Spiel heute habe ich trotz intensiver Suche wenig Positives gesehen.
    Hätten wir ein Team, das nicht so teuer ist, oder der Altersschnitt unter, sagen wir mal 23, oder über sagen wir mal 28 ;-) wäre und die Spieler langgediente Schalker Profis wären, würde ich sagen, dass man halt mehr nicht erwarten kann und dass Platz zehn doch ganz okay wäre.
    Aber so? Also ich bin nicht zufrieden und wäre mal für ein Verlassen der ausgetretenen Pfade.

  157. Flo Kno sagt:

    Was verstehst du denn unter ‚Verlassen der ausgetretenen Pfade?‘ Dass eine ganze Saison unter nur einem Trainer schon recht lang ist?

  158. Markus04 sagt:

    Nee, darunter verstehe ich, dass man mal nach 8-10 Jahren des kontinuierlichen langsamen Abstiegs mal WAS GANZ ANDERES macht.
    Es geht nicht darum Weinzierl zu entlassen und durch Roger Schmidt oder wen auch immer zu ersetzen.
    Es geht um die grundsätzliche Strategie und Ausrichtung des Vereins.
    Irgendwie funktioniert das ja wohl nicht, was wir in den letzten Jahren gemacht haben.
    Egal ob man am Trainer festhält ( Slomka, Keller) oder nicht.

  159. Flo Kno sagt:

    man könnte die erste Mannschaft statt der U23 abmelden und dann in der Oberliga neu anfangen. Die Arena könnte man in der Zwischenzeit wahlweise als Kart-Rennbahn oder Indoor-Skihalle vermieten und die Spiele in der Glückaufkampfbahn austragen, bis man wieder in die Nähe der Bundesliga kommt.

    So in der Art?

  160. Markus04 sagt:

    In der Art.
    Oder man lässt das nächste mal die U19 gegen Ajax ran.

  161. blues sagt:

    @leoluca

    Dass Huntelaar seinen Zenit überschritten hat, habe ich ab 2014 geschrieben.Seine Vertragsverlängerung Ende 2014 fand ich nicht mehr sinnvoll. Von daher war ich über die Aussage von Weinzierl zu Saisonbeginn sehr überrascht. Erklärt sich aber vom Verlauf und Ende der Sasion her: totale Fehleinschätzung von Huntelaar durch Heidel/Weinzierl.
    Villeicht dachten die „Bosse vom großen Umbruch“ noch, Spieler von der Qualität Babas und Konopyankas können Huntelaar mit Flanken versorgen???
    Wäre dann sogar ein doppelte Fehleinschätzung.

  162. blues sagt:

    Goretzka
    Bei Heidel liegen die Nerven blank. In der Sky Beschimpfung geht auch noch sein letzter Vorteil, seine Eloquenz, den Bach runter. Der (doch eher wahrscheinliche) Weggang von Goretzka wäre der Supergau für Heidel, aber auch für Tönnies. Dass Goretzka neben den feinen Technikern Thiago, Ribery, Sanches im Bayern Kader besser zur Wirkung käme, als neben Heidels Stamboulis und Konopyankas, liegt für alle auf der Hand.

    Heidel: „Es gibt nur einen Plan bei uns – mit Leon“

    Tönnies: „Falls wir Europa verpassen – die Saison ist ja noch nicht zu Ende – passiert uns wirtschaftlich nichts. Wir müssen keine Notverkäufe machen“, Im Gegenteil! Wir können sogar drauflegen.“

    Ha, ha…

  163. Markus04 sagt:

    Mit Jan Schindelmeister gibt es ein Interessantes Interview bei Spox.
    Wäre doch schön, wenn so ein Denken und Handeln(!) auch ohne Abstieg möglich wäre. Dann könnte man nämlich auch die Vereinsstruktur erhalten, die der VfB nun aufgeben muss.

  164. Rjonathan sagt:

    @blues
    Deien Einschätzung zu Huntelaar teile ich und ich war auch verwundert über die Aussagen von Heidel. Aber ich habe das als Signal an einen altverdienten Spieler gesehen, dass er in seinem letzten Jahr noch eine Chance bekommt und nicht frühzeitig aufs Altenteil geschickt wird. Und auch um Druck von Embolo zu nehmen. Die Alternative wäre ja gewesen „Embolo ist Huntelaars Nachfolger“. Das wäre möglicherweise für beide Spieler psychologisch ungünstig gewesen.

    @Markus04
    Ich kann dich beruhigen. Ich habe nur die zweite Halbzeit gesehen, aber in dieser habe ich auch wirklich 0% Positives gesehen. Es war erstaunlich wie sehr der Mannschaft jegliche Ordnung verloren gegangen ist.

  165. Torsten sagt:

    Oder man lässt das nächste mal die U19 gegen Ajax ran.

    Bei Deinen Kommentaren rätsle ich immer, ob Du sie irgendwie mit Witz oder ironisch meinst, Markus.

  166. Markus04 sagt:

    @Thorsten
    Das mit der U 19 war ironisch gemeint, weil FloKnos Kommentar davor auch schon ironisch war. Ich mag sowas.:-)
    Ich mag aber auch Ehrlichkeit und Transparenz und Berechenbarkeit. Insofern war mein Hinweis auf das Interview mit Jan Schindelmeister ernst gemeint. Und ich werde den Gang von VFB nunmal genauer beobachten.
    Prinzipiell mag ich eher Vereine als AGs oder GmbHs.

  167. blues sagt:

    @Rjonathan
    Deiner pychologischen Deutungsvariante kann ich etwas abgewinnen.

  168. blues sagt:

    Goretzka: Ancelotti bestätigt Interesse der Bayern. Dabei ist nicht einmal eine Woche vergangen, seit Heidel bei SKY wegen dieser Nachfrage eines Reporters die Beherrschung verlor. Heidel wirkt überfordert.

    http://www.reviersport.de/3524.....etzka.html

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