Gefeiertes Gestern, trostloses Heute

Im letzten Heimspiel der Saison trennt sich Schalke 04 vom Hamburger SV unentschieden, 1:1. Eine weitere mühselige Partie ohne guten Ausgang. Davor und danach tat Schalke einmal mehr das, was es am besten kann: Es feierte seine Vergangenheit. So emotional, wie Schalke es mag, und wie es neben der tristen Gegenwart weh tat.

Zum Spiel braucht es nicht viele Worte. Zu häufig haben wir solche Spiele in dieser Saison schon gesehen. Schalke fehlte es an Tempo, um den Gegner spielerisch zu bezwingen. Kämpferisch war der Gegner überlegen. Man könnte als Entschuldigung anführen, dass für Schalke in dieser Saison die Luft raus war, dass es für den HSV um den Klassenerhalt ging. Aber Schalke lieferte solche Spiele eben auch schon ab, als die Blauen noch fast alles hätten gewinnen können.

Dass Schalke die Führung nicht halten konnte, dass Schalke in der letzten Spielsituation noch einen Treffer erzielt, der einigermaßen fragwürdig zurückgepfiffen wurde; das alles war typisch für diese Saison. Und als hätte sich das Stadion davon nicht auch noch den letzten Heimspieltermin versauen lassen wollen, feierte es davor die Europapokal-Helden von einst und danach den letzten Star aus Champions League-Zeiten.

Die Choreographie zum UEFA-Cup-Sieg 1997 war beeindruckend, und es war toll, auch als Südkurven-Schalker Teil des Ganzen zu sein. Noch mehr Gefühl gab es aber nach dem Abpfiff, als Klaas-Jan Huntelaar verabschiedet wurde.

Nicht nur, dass Klaas-Jan Huntelaar in seinen sieben Jahren für die Blauen 126 Tore erzielt hat. Nicht nur, dass er stets Führungsspieler war, ehrgeizig, mit absolut professioneller Einstellung. Nicht nur, dass sich der sonst so coole Mann beim Abschied emotional gab. Es war vor allem die Wehmut, die aufkam, als auf dem Videowürfel des Stürmers Wegbegleiter wie Raúl oder Farfán sprachen. Als man an die Jahre erinnert wurde, da Schalke 04 ein Champions League-Club war, nicht weil man sich einmal dafür qualifiziert hätte, sondern weil man dazugehörte. Es war als verabschiede man mit Klaas-Jan Huntelaar auch die erfolgreichen Jahre. Zurück bleibt ein Club, der immer weiter an Boden verliert. Der sich zuletzt mit Ach und Krach, und in dieser Saison nicht mal mehr für die Europa League qualifiziert hat. Ein Club, der sportlich im Mittelmaß angekommen ist. Ein Club, der sich gerne groß sieht, dessen Fans an Tagen wie diesen aber das mulmige Gefühl in sich tragen, dass er die beste Zeit bereits hinter sich haben könnte.



Foto: Tomek Bo



153 Kommentare zu “Gefeiertes Gestern, trostloses Heute”

  1. CarstenS04 sagt:

    So ist es und nicht anders….

    Danke Torsten für deine Beiträge… Wir sehen uns auf der Jhv

    Ich bin erstmal raus

  2. blues sagt:

    Habe ähnliche Gedanken. Der unter „Boss“ Tönnies vor über einem Jahr in die Wege geleitete, 70 Millionen Euro teure, „Schalker Umbruch“ wurde vergeigt und der Anschluss an die fußballerische Gegenwart verpasst. Schalke konnte sich in der Saison 2016/17 nur noch ein Tabellenniveau etwas oberhalb der Clubs aus Augsburg und Mainz 05 erspielen.

    Die Saison 2016/17, die erste Saison unter Tönnies, Heidel & Weinzierl, war sportlich und spielerisch so erfolglos, dass der Saisonabschluss, von und für die Fans, nur durch bild- und medienmächtige Huldigungen an längst vergangene Helden choreografiert werden konnte. Es gab sonst nichts zu feiern. Die Ultras verteilten an die Zuschauer blaue und weiße Plastikfähnchen, die in bekannter Ritualform geschwenkt werden durften. Zur weiteren Mythenbeschwörung wurden Riesenposter mit Ergebnissen der Heldenspiele aus heroischer Vorzeit über den Köpfen der Zuschauer ausgerollt. Wunderbar anzusehen, wirklich was fürs Herz und Gemüt, aber eben nur durch das Erinnern an längst untergegangene Zeiten und ohne jeglichen Bezug zur Gegenwart.

    Denn Schalkes sportliche Gegenwart unter Tönnies, Heidel und Weinzierl gibt nichts mehr her, was sich vorzeigen oder gar feiern lässt. Sportlich ist Schalke eine graue Maus geworden. Dem Club bleibt aktuell nicht viel mehr als die Rolle als Folkloreabteilung der Bundesliga. Das Heraufbeschwören von bunten Bildern alter Helden und vergangener Siege mag über die fehlende Spielkultur kurzfristig hinwegtäuschen, sportlich hilft es leider nicht weiter.

  3. Carlito sagt:

    Ja, da hatte nicht nur der Hunter ne Träne im Knopfloch.

    Raúl, Farfán, Huntelaar… Waren das Zeiten! Da könnte ich beim Gedanken daran glatt schon wieder ne Träne verdrücken. :/

  4. leoluca sagt:

    Danke auch von mir für diesen und viele andere Beiträge. Das mulmige Gefühl, ins sportliche Mittelmaß abzurutschen, habe ich seit einigen Jahren und jetzt am Ende der Saison die große Sorge, dort festzuhängen. Mit Klaas Jan Huntelaar gehen sehr starke Schalker Jahre, eigentlich die besten in der Bundesliga seit 1972 und 2001.

  5. Roman sagt:

    Wie wahr.

    Die Mannschaft von heute hat mit den Eurofightern wenig bis gar nichts gemein.

    Aber all das sind hausgemachte Probleme, die Herren in der oberen Etage möchten dafür aber nicht verantwortlich gemacht werden.

  6. Zeitspieler sagt:

    Hallo Torsten, vielen Dank für Deinen Kommentar. Hatte heute Morgen schon Angst, ich müsste die Arbeitswoche ohne Deine Worte zum Spiel beginnen.

  7. Detlef sagt:

    Die Sonne schien, das Dach war zu, es waren Gewitter angekündigt worden und eine Choreo. Mit Fähnchen und großen Blockfahnen. Alles erklärt in einem Flyer. Noch besser allerdings kurz vor dem Anpfiff von zwei Vorsängern der Ultras. Was dann abging bekam man in Gänze im Stadion nicht mit, aber es war schon da beeindruckend. Schalke feiert den größten Internatinalen Erfolg ( es war auch der Einzige ). Meine Gedanken gingen zurück an damals.

    Nach dem Spiel wurde es noch emotionaler. Der Hunter wurde verabschiedet. Auf Grund der Nähe zum Spielfeld konnte ich sogar seine Tränen im Auge sehen. Danke Klaas-Jan für die tollen Jahre, die vielen Tore und auch für deine Worte am Samstag: Wenn man erfolgreich ist, dann freuen sich alle, wenn es nicht so läuft ist es doppelt schlimm. Das ist Schalke. (sinngemäß)

    Das Spiel störte bei diesem schönen Nachmittag ein wenig, denn es war ein schlechtes Bundesligaspiel das auch keinen Sieger verdient hatte.

    Das Schalke im Mittelmaß angekommen ist, da beisst die Maus keinen faden dran ab. Ich bin gespannt was die verantwortlichen analysieren, bzw. was dabei rauskommt an Entscheidungen. Einige werden wir vielleicht erstmal gar nicht mitbekommen, einige doch.

  8. Flo Kno sagt:

    „Raúl, Farfán, Huntelaar… Waren das Zeiten!“

    Ja, es stimmt, da waren tolle Momente dabei.
    Trotzdem bin ich überhaupt nicht traurig, dass man dieses Kapitel jetzt endlich schließen kann.

    Diese Spieler haben viel Spaß gemacht, aber letztlich haben sie auch sehr viel Geld verschlungen und (zu) lange kaschiert, dass ein zukunftsfähiges, auf Langfristigkeit angelegtes Modell schlichtweg fehlt.

    Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass man mit Huntelaar seinen letzten großen (Einzel-)Spieler verabschiedet, während die letzte große Mannschaft die wirklich diesen Namen verdient hat bereits vor 15 Jahren verabschiedet wurde.

    Diese Saison mit dem Verpassen der Europaleague hilft vielleicht dabei die Sinne zu schärfen und Schalke vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen. Es wäre nicht zu früh.

  9. Karl Heinz sagt:

    Besser kann man den Abstieg nicht beschreiben.

    Die zitierten guten CL-Zeiten stehen für FM – Raul, Draxler etc. FM hat damals genau beschrieben was passieren muss, dass eben nicht das eintritt was heute Schalker Realität ist. Damals hatten wir doch echt Potential.

    Heute hat Schalke in der Liga kein Gewicht mehr und das in allen Dimensionen.

    Das Gesamtmodell Schalke ist gescheitert, wir sind nicht zukunftsfähig. Und das tut wirklich weh.

  10. Christian sagt:

    Männer graue wahrscheinlich dunkle Zeiten warten da auf uns.

    Letztes Jahr hat man mit Heidel & Weinzierl versucht, den Umbruch zu erzwingen.
    Leider müssen wir 1 Jahr später konstatieren, es hat nicht geklappt. Und ich
    fürchte, die Auswirkungen werden weitaus schlimmer sein. Es ist eben nicht nur
    dieses „einmal nicht europäisch“ spielen. Dieses fußballerische downsizing wird
    sich auf vielen Ebenen bemerkbar machen. Beim Sponsoring, bei den Spielern die
    man verpflichten kann, bei der Wahrnehmung und wahrscheinlich auch beim zahlenden
    Publikum. Börsentechnisch würde ich Schalke jetzt als „falling knife“bezeichnen und
    da packt man besser nicht rein. Wie angespannt es bereits hinter den Kulissen zugeht,
    das zeigte die Reaktion von Heidel auf dieses Goretzka Gerücht. So reagiert man wenn
    das Wasser bis zum Hals steht und nicht wenn man eine sichere Position hat!
    Bei Goretzka will Schalke jetzt an seine Schmerzgrenze € gehen. Ja und? 2018 ist WM
    und da will er ganz sicher mitspielen. Löw wird ihm schon signalisiert haben, das Spieler
    die 17/18 international spielen, bessere Karten haben werden. Klar man kann jetzt einen
    Vertrag mit 99 Ausstiegsklauseln vereinbaren, aber wem hilft es wirklich? Und kann PP
    auf 2x Millionen oder mehr verzichten? Könnte für lange Zeit die letzte größere Einnahme
    bleiben. Schalke hat sich da über mehrere Jahre in eine ganz schlechte Position manövriert
    und ich habe keine Idee, wie man da so schnell wieder herauskommen will?!
    Zudem steigen mit Stuttgart und Hannover 2 Mannschaften auf, die sicher mehr wollen
    als nur die 1.Liga halten. Aber schön das wir Folklore können.

  11. Christian sagt:

    Boah – was geht denn hier ab? Heute morgen übertreffen sich alle in der Düsternis ihrer Vorhersagen. Über die Saison müssen wir nicht reden, aber wieso sich das nun zwangsläufig auf die nächsten Jahre oder gar für immer fortschreiben soll, ist mir ein Rätsel. Was braucht es, um erfolgreich zu sein, mehr, als eine mittelmäßige Mannschaft, die sich als Team versteht und die einen Trainer hat, an den sie glaubt und der eine klare Spielidee hat? Gerade diese Saison hat das doch gezeigt.
    Das Blatt kann sich so schnell wieder wenden. Die Etats, die Hoffenheim, Dosensport, Köln, Freiburg, Hertha etc dieses Jahr hatten, die haben wir auch. Am Geld wird es also nicht liegen. Und dass wir auf Jahre hinaus nur schlechte Trainer und miese Spieler in unseren Reihen sehen werden, glaube ich auch nicht.
    Irgendwie ist dieses manisch-depressive auch typisch für Schalke. Glaube nicht, dass sie in den Foren der Fohlen jetzt auch an das Ende ihrer Fußballwelt glauben.
    Wer weiß schon, was die nächste Saison bringt.

  12. Walter Schäfer sagt:

    Eigentlich ist Schalke in allem richtig gut aufgestellt: Super Stadion, Super Trainingsgelände, Super Reha-Zentrum, die besten Fans der Welt usw. usw. Nur ein Punkt wurde übersehen, bzw. nicht erkannt: Nur mit einem Super Trainer und Super Spielern kann auch das erreicht werden, was die sich Schalker schon lange erträumen. Und das Wichtigste ist – zumindest in den letzten Jahren – nicht beachtet worden: Eine Mannschaft zusammen zu stellen und einen Sportlehrer zu verpflichten, die auch in den höheren Regionen der Tabelle bestehen werden, bei denen man keine Angst vor dem Tabellenletzten haben muss, sondern, die, wie zum Beispiel RBL zeigt, was möglich ist.

  13. schalkoholiker sagt:

    Die Choreo vor dem Spiel hat bei mir absolut Gänsehaut erzeugt. Und ich war mir sicher, dass es jedem Spieler genau so gehen würde. Derart emotional aufgeladen habe ich Kampf, Ehrgeiz und absolute Lust am Spiel erwartet. Warum? Weil es etwas zu verlieren gab: Die persönliche Ehre und den Stolz. Ein letzter (verzweifelter) Charaktertest. Wieder einmal nicht bestanden. Insofern widerspreche ich allen, die sagen, dass es für uns um nichts mehr ging.

  14. Flo Kno sagt:

    @ Walter Schäfer:
    RBL hat von Hamburg ein 0:3 bekommen. Rangnick wollte im Sommer Weinzierl als Trainer haben.

    Ich glaube Schalke macht gerade alles um Management-technisch zum Bundesliga-Standard aufzuholen. Dass das unter Umständen länger als ein Jahr dauert ist wenig verwunderlich.

    Die Frage ist, ob man jetzt nach einer sehr mäßigen Saison schon wieder alles in Frage stellt. Das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht und in der Arena ist es ja schon ein halbes Wunder wenn es überhaupt wurzelt.

  15. klopenner sagt:

    Also manches Zukunftsszenario wird mir hier etwas zu schwarz gemalt.

    Es war ne Kack-Saison. Ja! Wir werden evtl. zwei Spieler verlieren die in ihrer bestmöglichen Verfassung sehr gute Spieler sind, die aber auch ihre schwarzen Tage hatten und haben werden. Namentlich Kolasinac und Choupo-Moting. Bei zweiterem blitzt sein Können leider viel zu selten konstant auf und seine oftmals eigensinnige Verspieltheit hat mich schon das eine oder andere Kopfhaar gekostet.
    Bei Kola liegt der Fall noch anders. Er hat in der letzten Saison und zu Beginn dieser nicht überragend gespielt und keiner wäre wirklich traurig gewesen wenn er uns verlassen hätte. Dann hat er doch noch ne gute Saison gespielt und prüft seine Optionen. Das ist legitim und wenn es schon klar wäre wohin sein Weg ginge, dann hätten wir das alle schon gehört. Da muss man nicht das Saisonende abwarten weil es keine echten Auswirkungen gehabt hätte, sein Vertrag läuft ja eh aus.

    Geld machen können wir nur mit schwächeren Spielern die keine Perspektive mehr bei uns haben, oder mit Meyer und Goretzka. Wobei Meyer ja eine fest Ablösesumme hat die wohl niemand bezahlen wird, nachdem was wir in dieser Saison alle von ihm sehen konnten. Bei Goretzka habe ich das Gefühl, dass er sich wirklich anhören und sehen möchte, was Schalke für Neuzugänge plant und dann entschieden wird, ob wir ihn für gutes Geld vorzeitig abgeben oder ob er von sich aus den Vertrag verlängert. Ich habe den Eindruck, dass er wirklich gerne für uns spielt und das auch in Zukunft unter den richtigen Voraussetzungen machen wird. Die Frage wird eben sein, wie gut Heidel und Weinzierl die neue Saison planen und wie schnell die Zugänge präsentiert werden. Dafür haben beide jetzt gute 6 Wochen Zeit bevor die neue Saison in die Vorbereitung startet.

    Die Schwarzmalerei, dass auch Stuttgart und Hannover mehr wollen, halte ich für übertrieben, weil das tatsächlich erstmal nur Aufsteiger sind, die beide nicht das Kapital haben, welches Leipzig hat und auch sonst für beide eher gilt, dass sie nicht direkt „oben“ angreifen werden, weil sie da auch in den letzten Jahren nicht wirklich vertreten waren.

    Unser Kader ist immer noch stark genug für das internationale Geschäft. Es muss nur wirklich Konstanz rein und ich bin auch zuversichtlich, dass mit normalen Trainingswochen deutlich mehr davon zu sehen sein wird, als mit permanenten englischen Wochen.
    Warum sind denn Köln, Hoffenheim, Frankfurt und Hertha so lange oben geblieben? Weil sie keine Doppel- bzw. Dreifachbelastung hatten.
    Ja, unsere Mannschaft hätte das abhaben können, ist aber im Großen und Ganzen auch noch sehr jung und hat mit der Belastung und dem Druck zu kämpfen gehabt, keine Automatismen einspielen können, die für die Konstanz eben auch sehr wichtig sind.
    Nächste Saison haben wir die Möglichkeit genau diese Automatismen besser einzustudieren, weil wir nur den DFB-Pokal als Extrabelastung haben und das ist eine überschaubare Anzahl an Terminen.

    Hinzu kommt, dass die EL-Teilnehmer und auch Leipzig und Hoffenheim in der CL damit klar kommen müssen. Die kennen das alle nicht. Mit Ausnahme von Bayern und Dortmund sind nächstes Jahr nur Teams international vertreten, die in den letzten Jahren allerhöchstens mal kurzzeitig als Gast dabei waren. Es sei denn am letzten Spieltag schaffen es die Gladbacher noch. Aber der Rest ist wirklich „quasi“ neu dabei. Das dürfte bedeuten, dass wir uns mit mehr Konstanz, weniger Belastung und punktueller Verstärkung im Kader durchaus berechtige „Hoffnungen“ auf eine erheblich bessere Saison einstellen dürfen. Als direkte Konkurrenten sehe ich daher nächste Saison eher wieder Leverkusen und Gladbach im Kampf um die Plätze 3-6. Darüber werden wohl die Bayern und Dortmund ihre Kreise ziehen und das eine oder andere „Überraschungsteam“ wird sich dazu gesellen. Vielleicht auch Leipig, wenn da die Geldbörse nochmal geöffnet wird.

    Ansonsten sehe ich für die Zukunft nicht so schwarz. Wir wollten alle den Neuanfang und bei uns dauert er eben länger. So wie es bei uns länger dauert mal wieder Meister zu werden. Aber so ein „Übergangsjahr“, dass dann tatsächlich auch mal eins geworden ist, ist für mich eher ein Segen, als ein Fluch. Egal ob ich bei der Mehrzahl der Spiele in dieser Saison geflucht habe wie ein Rohrspatz.
    Entscheidend für mich ist, dass Heidel sehr wohl einen Plan hat, der aber einfach mehr Zeit benötigt als viele Fans ihm geben wollen. Da gehört natürlich auch die Veränderung auf dem Vereinsgelände hinzu. Egal ob die unter Heldt schon angestoßen oder entwickelt wurden. Die Umsetzung erfolgt jetzt eben unter Heidel.
    Und dass es nicht einfach ist viele neue Spieler gleichzeitig in eine Mannschaft zu integrieren, wenn man dazu noch von Verletzungspech und Druck durch zu viele Niederlagen verfolgt wird, macht die ganze Entwicklung nicht einfacher.

    Irgendwann in den letzten Wochen wurde hier kommentiert, dass in einem Spiel ja fast alle Neuzugänge gespielt haben und es trotzdem nicht lief. Daraus wurde dann schon ein Strick für Heidel geknöpft, weil er ja nur Murks eingekauft hat, wenn die alle nicht zusammen spielen können. Ich sehe das anders. Ein Team muss eben wachsen und bei vielleicht 2-3 sinnvollen Trainingseinheiten in der Woche kann man nicht 6-7 neue Spieler gleichzeitig integrieren und dann noch davon ausgehen, dass die zusammen auf dem Platz alle Laufwege, alle Ideen kennen und alle anderen auch noch mitreißen wenn es mal nicht läuft.
    Das wird aber automatisch besser wenn man mehr als 2-3 mal trainieren kann.
    Wie sah denn eine Trainingswoche bei uns aus? Ohne jetzt wirklich nachzusehen haben wir doch im Schnitt donnerstags und sonntags gespielt. Als gab es montags frei oder Regeneration, dienstags war dann mal normales Training und mittwochs schon Spielvorbereitung. Freitags wieder Regeneration und samstags dann schon wieder Vorbereitung für das Spiel.
    Nächste Saison, mit voraussichtlich überwiegend Spielen am Samstag (Ja, Ausnahmen wird es geben wenn wir gegen EL Teams spielen) haben wir sonntags frei, bzw, Regeneration, montags evtl auch nochmal frei, dienstags, mittwochs, donnerstags normales Training und freitags Vorbereitung aufs Spiel.
    Das sind schon mal zwei komplette Tage mehr reines Training, und damit die dreifache Menge an Zeit zum Einstudieren von Taktiken, Spielsituationen und Standards.

    Das alles, gepaart mit Konstanz in der sportlichen Führung und weniger Spielern die nicht mehr eingesetzt wurden, also evtl. sogar einer besseren Stimmung in der Mannschaft, wird uns sicher nicht wieder so eine Saison erleben lassen.

    Falls ich mich da aber irre und wir wieder so einen Kappes zusammen spielen, dann, ja dann würde auch ich sagen, dass der Trainer und evtl auch der Vorstand Sport gescheitert sind.

  16. Christian der Schwarzmaler sagt:

    @klopenner
    Vielen Dank für deinen langen und lesenswerten Beitrag, der eine andere Sicht aufzeigt.
    Allerdings muss ich Dir in einem Punkt widersprechen:
    „Die Schwarzmalerei, dass auch Stuttgart und Hannover mehr wollen, halte ich für übertrieben,
    weil das tatsächlich erstmal nur Aufsteiger sind, die beide nicht das Kapital haben, welches Leipzig hat
    und auch sonst für beide eher gilt, dass sie nicht direkt „oben“ angreifen werden, weil sie da auch in den letzten Jahren nicht wirklich vertreten waren.“

    Gerade diesen beiden Vereine haben eine andere, ich sag mal besondere Struktur die es ihnen
    ermöglicht sehr schnell fremdes Kapital zu generieren. D.h. am Geld wird es nicht scheitern.

    Ich traue beiden Vereinen 17/18 zu, um die Plätze 6-10 zu spielen. Und damit sind es 2 weitere
    Wettbewerbsbegleiter für Schalke.

  17. Flo Kno sagt:

    @ klopenner:
    Volle Zustimmung.

  18. Netsmurf sagt:

    Weltuntergangsstimmung…..hat allen ernstes irgendeiner zu dem HSV Spiel noch etwas erwartet?
    Der Abschied von KJH und die Choreo, das waren meine Motivgründe um nach GE zu pilgern. Damit bin ich nicht enttäuscht worden.
    Spielerisch habe ich nach der Saison auch nichts mehr erwartet. Neu war nur, das die Halbzeit 2 schlechter als Halbzeit 1 war.

    Schalke spielt seit mindestens 3 Jahren keinen schönen Fussball mehr. Der Unterschied zu der ablaufenden Saison war das Glück, und auch die individuelle Klasse einiger Spieler (Draxler, Sane). Spielerisch haben wir wieder einmal nur die gleiche Kost gesehen. Wobei ich zaghafte Tendenzen zu einem „besser werden“ partiell aufblitzen gesehen habe.

    Diese Saison war dann auch wirklich alles gegen uns, es hat sogar zum Auswärtsspiel im Breisgau geregnet. Abhaken und alles auf 0 setzen. Schiedsrichter, Verletzungen und Pech, noch einmal wird das jawohl nicht passieren.

    Der Kredit der Fans, und ich hoffe das ist man sich in GE bewußt, ist ziemlich aufgebraucht!
    3 gute Spiele pro Saison ist zuviel Magerkost, wir sind eben kein Darmstadt! Und wir sollten unsere Ansprüche auch nicht nach unten korrigieren.
    Ich hoffe das „Wir haben Verstanden“ gilt auch in 2017/2018 für den Schalker Vorstand!

    Glück Auf

  19. Niklas sagt:

    @Klopenner: 1904% Zustimmung!

    Mit dem richtigem Kader und einer klaren Strategie Weinzierls traue ich uns nächste Saison einen Platz unter den Top 5 zu.

  20. Ney sagt:

    Mit Weinzierl wohl eher „Unterhalb der Top 5″.

    Obwohl, man weiß ja nie…

  21. Oskar Zirngiebl sagt:

    Vielleicht hat dieser „Abstieg“ ja auch reinigende Wirkung unter den Fans.

  22. crisscross04 sagt:

    Danke, Torsten, für Deinen Beitrag. Sehr treffend und der Stimmungslage angemessen.

    @Oskar Zierngiebel: Was meinst Du damit? Möchtest Du gerne ein paar Fans loswerden? Oder soll die Erwartungshaltung bei den Fans „bereinigt“ werden?

    @Flo Kno: „Vor 15 Jahren wurde die letzte große Schalker Mannschaft verabschiedet…“ ???
    Ähmm, was? Hab ich die Spielzeit 2006/2007 nur geträumt? In dieser Spielzeit waren wir die beste Bundesliga Mannschaft und haben, weil uns mal wieder gegen Ende der Saison die Eier fehlten, die Meisterschaft verschenkt. Aber wahrscheinlich war damals auch schon alles sch…, gell?!

    Woher hast Du eigentlich die Informationen, dass im letzten Sommer Rangnick Weinzierl als Trainer wollte?
    Hasenhüttl war im Sommer doch schon längst verpflichtet bzw. Hasenhüttl wurde doch schon während der letzten Rückrunde mit RBL in Verbindung gebracht!?
    Es gab im März/April laut Medien wohl Gespräche zwischen RBL und Weinzierl. Aber Weinzierl hat laut Medien abgesagt und behauptet, er bleibt Trainer in Augsburg. So viel zu den Medien und deren Wahrheitsgehalt. Hätten die Medien doch recht behalten. Oh, das war jetzt böse… ;-)

    Weiterhin schreibst Du:
    „Ich glaube Schalke macht gerade alles um Management-technisch zum Bundesliga-Standard aufzuholen.“
    Welcher Verein ist hier „Dein“ Bundesliga-Standard? Bayern oder Köln, Dortmund oder Hertha, Hoffenheim oder Leverkusen?
    Und woran machst Du das fest? Wo sind hier die Argumente bzw. Beweise der Entwicklung? Meinst Du, weil ein paar neue Räume geschaffen wurden und nun die Trainings per Videos aufgezeichnet werden? Und wenn ja, wo ist dann die Entwicklung zu sehen, um den „Bundesliga-Standard aufzuholen“? Das sind doch in Wahrheit auch nur Spekulationen.

    Heidel ist ein sehr guter, medienwirksam geschulter Redner vor den Mikros. Unbenommen. Daher konnte er auch sehr schnell seinen radikalen Kurs im Sommer bei den Fans und in der Presse „verkaufen“. Das war wohl auch der Grund, warum die Medien sehr lange, trotz der negativen Entwicklung auf Schalke, still gehalten haben.
    Heidel hat bei Amtsantritt sehr stark und medienwirksam das Management bzw. die Entwicklung der letzten Jahren auf Schalke kritisiert. Wir haben alle abgenickt, weil wir irgendwie immer das Gefühl hatten, dass mehr drin gewesen wäre.
    Blöd nur, dass die Entwicklung unter seiner Führung noch einmal einen Satz nach unten gemacht hat.
    Er hat gleichzeitig einen neuen Trainer installiert, weil er unter dem alten Trainer keine spielerische Entwicklung und somit keine Zukunft gesehen hat.
    Wiederum blöd, dass es in dieser Saison unter Weinzierl weder eine spielerische, taktische noch einstellungstechnische Entwicklung gab. Es herrscht im besten Fall Stagnation.
    Fazit: Heidel hat im Sommer die ganz große Kritikkeule herausgeholt und nun kann er nichts vorweisen – außer, dass er auf Zeit spielt – genauso wie einige User hier im Forum, die lediglich nur ein Argument aufführen, dass Umbrüche eben Zeit benötigen und dass man Geduld aufbringen muss, weil Heidel ja einen Plan hat. Doch wie sieht der Plan aus und wie lange dauert dieser? Schweigen! Im Gegenteil: Am Samstag konnte man sehen, wie es um die Nervenlage eines Heidels bestellt ist. Und das war noch vor dem Spiel. ;-)

    Es ist natürlich richtig, wenn man viele Bereiche umgestaltet, braucht es Zeit. Die Frage ist nur, wie viel Zeit benötigt wird und welche Entwicklungen in dieser Zeit schneller Früchte tragen und welche eben länger benötigen. Hier gibt es vom Management keinerlei konkrete Aussagen.

    Ich sehe nicht, dass das „neue“ Scouting gefruchtet hat – sprich, dass neu verpflichtete Spieler ihren Marktwert deutlich steigern konnten – was ein Zeichen wäre, dass diese Spieler eine erfolgreiche Saison gespielt hätten.

    Ich sehe nicht, dass die neu installierte Medizinabteilung die seit Jahren große Verletzungsanfälligkeit der Spieler behoben hätte.

    Ich sehe nicht, dass durch die Installation von Videokameras auf den Trainingsplätzen es eine Entwicklung auf dem Platz gegeben hat. Im Gegenteil, in puncto Standards und Umschaltspiel bzw. Konter, die ja gerade prädestiniert für eine Videoanalyse wären, gab es im Laufe der Saison null Entwicklung.

    Genauso der „alte Hut“, dass ohne der internationalen „Belastung“ in der nächsten Saison alles besser wird. Wo steht das geschrieben? Das diese These bei z.B. Freiburg greift, unbenommen, aber auf Schalke? Der Kader war mit 32 Spieler breit genug aufgestellt, dass die Mannschaft diese „gewollte“ Doppelbelastung tragen hätte können. Teilweise wird hier sogar schon dahingegen argumentiert, dass der Umbruch aufgrund der Doppelbelastung des internationalen Geschäfts gar nicht so schnell funktionieren konnte. Ehrlich? Alles Ausreden!

    Es wird behauptet, dass wir nur aufgrund der internationalen Klasse eines Sanés, in der letzten Saison die internationalen Plätze erreicht haben. OK, vielleicht ist es so. Aber wir haben für Sané 60 Mille bekommen und das Management hat es eben nicht geschafft, mit diesem Geld adäquaten Ersatz zu holen, um diesen Abgang von Sané zu kompensieren. Also ein klarer Fall von Missmanagement.

    Ich traue mir momentan auf alle Fälle keinen Ausblick auf die neue Saison zu, weil ich ja noch nicht einmal weiß, welche Spieler in der nächsten Saison überhaupt noch bei uns spielen.
    Die Rechnung, Heidel + Weinzierl + keine internationale Belastung = Platz 5 (Saison 17/18), ist für mich reine Spekulation und zeigt mir nur, wie groß das Vertrauen in Heidel/Weinzierl bei manchen Fans ist, obwohl diese beiden Herren nichts aus der vergangenen Saison vorzuweisen haben und der Kader für die kommende Saison noch nicht einmal feststeht.

    Ich bin aber auch kein Schwarzmaler.

    Ich glaube schon, dass Heidel mit den 79 Mil. Einnahmen aus den Übertragungsrechten (drittgrößte Summe der Liga), den zusätzlichen Einnahmen für Meyer und Goretzka, evtl. ein paar gescheite Spieler holen und zusammen mit dem übrigen Kader auch um die EL Plätze gespielt werden kann. Wir sind immer „noch“ Schalke 04 und unser Anspruch muss aufgrund Etats, Sponsoren und Umfeld immer sein, international zu spielen!
    Vielleicht wird alles gut und durch die von Heidel eingeschlagene Entwicklung (welche das auch immer sein mag?) werden wir in Zukunft nachhaltig in der CL und modern bzw. offensiv Fußball spielen – auch wenn die abgelaufene Saison wirklich keinerlei Grund bzw. Hoffnung zu dieser erwartungsfreudigen Entwicklung gibt. Aber vielleicht wird es so kommen.

    Aber wenn diese Entwicklung eben nicht eintrifft, dann haben wir erneut 2 Jahre für eine richtige Entwicklung verschenkt und weiter an Boden nach oben verloren. Es ist dann auch fraglich, ob dann nicht nur die Bayern, sondern neben unseren Nachbarn noch weitere Vereine den Abstand zu uns vergrößert haben. Dann werden nicht nur talentierte Spieler andere Vereine suchen, sondern auch die Sponsoren werden ausbleiben. Was das heißt, brauche ich nicht näher erläutern.

    Im Moment haben wir „nur“ eine Saison so richtig in den Sand gesetzt. In puncto Finanzen ist „noch“ alles gut, weil wir aufgrund der „5 Jahresregel“ noch von den erfolgreichen Jahren profitieren. Nur die Zeit, wenn sie erfolglos bleibt, arbeitet auch hier nicht für uns.

    Ich kann es aus den o.g. Gründen aktuell nicht vorhersagen, wohin die Reise geht. Ich weiß nur, dass die abgelaufene Saison keinen Grund für Optimismus gibt und dass es trotzdem unbedingt notwendig ist, dass wir eine erfolgreiche, nächste Saison spielen müssen. Ich hoffe sehr, dass hier die Optimisten recht behalten.

    Glück auf!

  23. Lattenknaller sagt:

    Wer hier den DFB-Pokal als Zusatzbelastung ansieht, diskreditiert einfach den Rest seines Beitrags. Unglaublich, dass selbst im Jahr 2017 immer noch Leute damit ankommen. Die „Dreifach“belastung ist eine der größten Mythen im deutschen Fußball.

    Was mich am meisten wundert, dass VfB und H96 als potentielle Kandidaten für das obere Drittel gehandelt werden, sich aber anscheinend keiner darüber bewusst ist, dass der schlafende Riese HSV bereits zum zweiten Mal auf der Schalker Abschussrampe stand. Und wieder wurden sie verschont, das werfe ich auch direkt der sportlichen Leitung vor. Das hätte gebetsmühlenartig in die Köpfe der Truppe gemusst; hier steht ein direkter Konkurrent auf dem Platz!
    Wenn die Hamburger mal ihr Potential abrufen, die Dinge richtig regeln und die vorhandenen PS auf die Straße bringen, dann sieht Schalke aber ganz alt aus, die Raute ist definitiv ein CL-Kandidat. Unverzeihlich, wieder Chance vertan.

  24. Flo Kno sagt:

    @ crisscross:
    Die von dir genannten Vereine Bayern, Köln, Dortmund, Hertha, Hoffenheim und Leverkusen halte ich allesamt für besser gemanaget als das Tandem Horst Heldt/Clemens Toennies es mit ihren jeweils engagierten Trainern je konnte.

    2007: Klar, ne super Truppe. Will ich nicht in Abrede stellen. Ich finde es jammerschade, dass Leute wie Marcelo Bordon heute für RB Leipzig scouten.

    Weinzierl bei RB: http://www.lvz.de/Sport/RB-Lei.....ugsburg-ab
    Normalerweise sind solche Gerüchte ja zumindest nicht komplett aus der Luft gegriffen. Aber ich will auch nicht drauf schwören.
    Mir ging es nur darum klarzumachen, dass Weinzierl einer der anerkanntesten Trainer der Bundesliga ist.

    @ Lattenknaller: Dreifachbelastung meint die Belastung durch den Europapokal. Zweifachbelastung wäre aufgrund des DFB-Pokals semantisch nicht korrekt.

  25. Voice sagt:

    Diese Scheißsaison ist zu Ende, das ist schon mal gut. Allerdings sehe ich nicht, dass sie schlechter als die beiden vorherigen gewesen sein soll. DFB-Pokal und Europa League war im Soll. Bundesliga natürlich nicht. Aber da waren die beiden Vorjahre auch nur etwas besser, weil wir nicht so viele Verletzte hatten, nicht im Zweifel alles gegen uns gepfiffen wurde (lt. wahretabelle.de fehlen da, ohne HSV-Spiel, vier Punkte und fünf Plätze) und vor allem Leroy Sane jetzt in England spielt. Aber Stagnation ist es trotzdem. Ich sehe es auf jeden Fall nicht so schwarz wie so manch anderer. Potenzial, welches es zu wecken gilt, ist definitiv vorhanden. Bentaleb und Stambuoli werden vermutlich an ihren Defiziten arbeiten. Dass sie Fußball spielen können, haben sie meiner Meinung nach schon gezeigt. Auch Coke und Embolo werden uns weiterhelfen. Wichtig wird es, die Abgänge von Kola und evtl. Goretzka ausreichend zu kompensieren. Das wird interessant…
    Wegen meines Urlaubes werde ich die ersten beiden Spieltage 17/18 verpassen. Das ärgert mich jetzt schon. Ist das ein gutes Zeichen oder nur der Ausdruck von fehlendem Realitätssinn?

  26. Lattenknaller sagt:

    @ Flo Kno
    Nochmal, der Pokal ist keine Belastung. Das erste Spiel steigt VOR der Saison, die zweite Runde irgendwann im Oktober, die dritte quasi direkt nach der Winterpause, also alle bestens ausgeruht und vorbereitet. Belastung? Wohl kaum. Dann sind wir bereits im Viertelfinale, ergo nur noch 8 Teams übrig, und kein Mannschaftssportler der Welt empfindet ein Playoff kurz vor dem Finale als Belastung. Im Gegenteil, diese Spiele sind die Sahne der Saison.
    Die etwas höhere Verletzungsgefahr ist das einzige, was man eventl. als Argument bringen könnte, aber nicht die „Belastung“.

  27. Flo Kno sagt:

    Welcher Pokal ist jetzt keine Belastung? DFB oder Europa? Beim DFB-Pokal widerspreche ich dir doch gar nicht.

  28. Lattenknaller sagt:

    DFB natürlich, aber okay, war dann wohl ein Missverständnis.
    Wenn wir schon dabei sind, ich würde sogar noch weiter gehen und auch den Europapokal nicht per se als Belastung betrachten, denn die Vereine haben ihre Kader personell dementsprechend aufgestellt. Ohne große Verletzungsausfälle sollte das imho kein Problem sein. Nur die Reiserei in der EL ist teilweise schon ziemlich grenzwertig und schlauchend, spät donnerstags um Mitternacht irgendwo in Aserbaidschan auf den Flieger zu warten … kann man gut drauf verzichten.

  29. michael sagt:

    @ crisscross04

    da hast du verdammt recht.
    Hinzu kommt, dass wir nicht nur Sané in der letzten Saison verloren und nicht adäquat ersetzt haben, sondern davor auch Jule und Farfan, weiter davor Boateng und davor Raul. Das allein ist ein Indiz dafür, dass die Spirale seit 3 Jahren nach unten geht. Uns fehlen solche herausragenden Persönlichkeiten in der Mannschaft, die ein Spiel auch mal alleine drehen oder gewinnen können und an denen sich talentierte, junge Spieler aufrichten können.
    ich sehen i.A. nicht, dass das in der nächsten Saison besser werden kann, bzw.ich die Abwärtsbewegung sich umkehren lässt, auch weil andere Mannschaften und ihr Management das in den letzten 2-3 Jahren besser gemacht haben.
    Heidel und Weinzierl (wenn er denn bleibt) müssen sich gewaltig anstrengen, diese Defizite auszumerzen

  30. der grafschafter sagt:

    nun, ich bin seit 1980 vereinsmitglied, selten habe ich so schwache lizenzspieler gesehen. heidel und weinzierl haben uns auf das niveau von mainzburg gebracht. die mannschaft ist keine und wie , richtig erkannt, gefeiert kann nur noch das vergangene werden. das führt natürlich nicht weiter und kann nicht gut gehen. von mir aus kann die ganze mannschaft gehen, auch fährmann, denn sie haben es zusammen versaut. (mein gott , was für ein freistoß von dem spanier, der noch in der vorletzten ausgabe des kreisels zum schalker hochgejazzt wurde, (zeche consol..). mann was haben diese jungmillionäre mit dem ruhrgebiet zu tun- es sei denn , sie würden kämpfen und malochen. nicht nur auf zeche muss einer für den anderen einstehen, sonst geht das schief. grds. sollte nocheinmal das gehaltsgefüge überdacht werden, denn für diese saison auch noch millionen bekommen, gut das war vorher vereinbart. in zukunft lieber mehr leistungsabhängig bezahlen. z.b. bei stammspielern 500.000 im jahr , für die bank 250.000
    und bei gewinn der meisterschaft (2018 sind es 60 jahre ohne) oder pokal
    1 million, das ist immer noch viel.der durchschnittsverdienst liegt bei gut 40.000 in deutschland. in gelsenkirchen sind ca. 13% arbeitslos.
    gut, wir können 60jahre arbeiten, die berufssportler nur bis ca. 35-40, geschenkt. glaubt denn jemand das die spieler z.b. aus der gründungsstadt des dfb nur wegen dem getränk so schnell unterwegs sind und so passgenau spielen? und trainer: ja, nagelsmann ist klug , jung , symphatisch, trotz herrn hopp.
    was das spiel wirklich hergeben kann hat man früher unter szepan und kuzorra gesehen, heute bei real oder atletico. gut , das ist alles unerreichbar, oder doch nicht, wenn man wirklich will.
    in diesem sinne glück auf!

  31. Niklas sagt:

    @crisscross: Wird alles gut gehen. Inklusive Derbysieg in Dortmund und dem ersten Sieg in München seit 2011 :-D

  32. Nostradamus sagt:

    Das dürfte der Anfang vom Ende sein. Diese Saison war nur ein Vorgeschmack auf das was in den nächsten Jahren kommen wird. Wir werden in Zukunft zwischen Plarrtz 12- 18 stehen .

  33. hoffedocS04 sagt:

    Ich habe jetzt nicht alle Beiträge lesen können, weil ich auf dem Sprung bin, aber der Beitrag und die ersten Antworten sind mir zu pessimistisch.

    Wieder der Vergleich zur TSG: letztes Jahr gegen den Abstieg gespielt, jetzt mindestens CL-Quali.
    Dann Kevin Volland: ihm wurde auch von Löw geraten, zu wechseln, um in eine Mannschaft zu kommen, die CL spielt. Und was war? Er geht zu Leverkusen, spielt wieder gegen den Abstieg und jetzt ist die TSG, von der er wechselte, der CL-Club.
    So unvorhersehbar sind manchmal die Entwicklungen.

    Es ist ja nicht nur Schalke, die diese Saison weiter unten „krebsen“. Guckt Euch doch die Namen der Vereine an, die weit am Saisonziel vorbei sind.

    Nächste Saison kann ein glanzvoller „Aufstieg“ folgen. Wir wissen es nicht.

  34. Nordlicht sagt:

    Vielen Dank Torsten für die Berichte in dieser Saison und auch einen Dank für die Beiden eingesprungenen Helfer!!

    Hat wirklich jemand mit einem spielerischen Feuerwerk gerechnet?? Also ich nicht. Meine innere Anspannung war dem Abstiegskampf des Kühnes Hobbyvereins geschuldet. Hat ja wieder nicht funktioniert.

    Spielerisch war die Saison mehr als dürftig. Aber nicht weniger oder dürftiger als die letzten Jahre. So gesehen hat uns der Umbruch dbzgl. nicht schlechter gemacht. Die hohe Belastung lasse ich auch nicht gelten. Erstens wollen die Spieler ja solche Spiele und Zweitens sind wir die Liga mit den wenigstens Spielen in einer Saison. In jeder anderen Liga, in die unsere Traumtänzer wechseln wollen, wird mehr verlangt.

    Von der reinen Einstellung her, fand ich es Grossteiles besser, als in den vergangen Jahren zuvor. Da hatte ich immer das Gefühl sie würden jedem auf der Nase herumtanzen.

    Tja, was bleibt nach dieser Saison. Für mich zumindest schon einmal die Erkenntnis, dass wir null Lobby bei den Schiedsrichtern haben.

    Nun kommt für mich die Saison und Transferperiode wo sie wirklich liefern müssen.

    In diesem Sinne allen eine schöne Sommerpause und bis zur nächsten Saison.

  35. ReinerEdelmann sagt:

    @Nordlicht,

    „Spielerisch war die Saison mehr als dürftig. Aber nicht weniger oder dürftiger als die letzten Jahre.“

    Ja nee, iss klar! Ständige Wiederholung macht Dinge nicht wahrer. Die spielerische Armut hat zugenommen; wenn Du Dich aber auf „Messergebnisse“ verlassen musst – Schalke hat in dieser Saison bisher unfassbare 1,27 Punkte pro Spiel geholt. Das hat auch was mit Offensiv-Konzeptlosigkeit zu tun.

    „Von der reinen Einstellung her, fand ich es Grossteiles besser, als in den vergangen Jahren zuvor.“

    Ah ja – also ist es in erster Linie ein taktisch-technisches Qualitätsproblem der Mannschaft (inkl. des Trainersteams?)

    „Tja, was bleibt nach dieser Saison. Für mich zumindest schon einmal die Erkenntnis, dass wir null Lobby bei den Schiedsrichtern haben.“

    Mönsch, wir sind doch hier nicht bei den Bayern-Heulsusen, dass wir die bösen Schiris heranziehen müssen! Wir stehen 19 (!) Punkte hinter Platz 4!

  36. Nordlicht sagt:

    @ ach Reiner Edelmann

    und schon sind wir wieder dabei das Fussball ein reiner Ergebnisssport ist. Super!! Spielerisch war Keller toll?? Unter Keller hatten wir ein Konzept?? RdM war super?? Andre Breitenreiters Fussball schön anzusehen??

    Immer auf die reine Punkteausbeute zu verweisen, macht deine Aussage der spielerischen Armut auch wahrer!!

    ja so sehe ich es. Ein taktisch-technisches Qualitätsproblem. Der Einsatz und Wille war für mich oft erkennbar. Aber jeder hat halt seine eigene Sichtweise.

  37. Rjonathan sagt:

    „Das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht und in der Arena ist es ja schon ein halbes Wunder wenn es überhaupt wurzelt.“

    :-D
    Damit ist eigentlich alles gesagt.

    Ich fand die zweite Halbzeit übrigens die schlechtesten 45 Minuten, die ich dieses Jahr von der Mannschaft gesehen habe. Na klar, gegen Bayern im Pokal war HZ1 zum Beispiel noch deutlich unterlegener und unerfolgreicher, aber das waren auch die Bayern und das war auswärts.

    Der HSV kann eigentlich gar nicht Fußball spielen, aber wenn man ihn derart in der Defensive einlädt, dann klappt es sogar bei denen irgendwann. Hat mich an die Leistung Leverkusens gegen uns erinnert. Riesige Löcher vor der Abwehr. Aber jetzt ist es auch egal, Grundsatzdiskussionen wurden mir hier schon genug geführt. Zeit für Pause. :-)

  38. Nordlicht sagt:

    @ Reiner Edelmann

    und zum letzten Punkt. Es war kein rumheulen. Ich finde es halt schon sehr interessant wenn im eigenen Stadion, in der Nachspielzeit, so eine Ecke abgepfiffen wird.

  39. Grieche sagt:

    In den letzten 10 Jahren spielte Schalke seine beste Saison, als die Mannschaft nicht im Europapokal vertreten war (2009/10).

  40. ReinerEdelmann sagt:

    @Nordlicht,

    hättest Du meinen Antwort auf Flo Knos Auflistung in den Kommentaren zum Freiburg-Spiel gelesen, wüsstest Du, dass gerade ich nicht nur auf Ergebnisse schaue. Die erbärmliche Punkteausbeute sollte Dir lediglich als Hilfestellung dienen – der Versuch ist gescheitert.

    Auch wenn Du es nicht glauben magst, jeder Trainer, inkl. Keller, di Matteo und Breitenreiter hat ein Konzept. Gerade di Matteos Konzept war so glasklar wie scheiße.

    Wir drehen uns doch im Kreise – niemand sagt, dass es unter Keller oder Breitenreiter toll war. Aber:
    1. Sollte es nach dem Umbruch besser und nicht, wie du oben schreibst „nicht schlechter“ werden;
    2. zählst Du mit der Konstatierung eines „technisch-taktischen Qualitätsproblems“ Weinzierl und TurTur kräftigst an.

    Oder bleibt es als Saisonfazit bei der „Erkenntnis, dass wir null Lobby bei den Schiedsrichtern haben“?

  41. Lattenknaller sagt:

    @Rjonathan
    Warst du nicht vor ein paar Wochen der festen Überzeugung, jetzt kommen die leichten Spiele und alles wird gut? Tja, so gewaltig kann man daneben liegen. Aber macht nichts, dafür gilt „Weinzierl unter Experten als einer der besten Trainer der Liga.“ Wer sind bloß diese ominösen Experten und woher kennst du die alle?
    ;-)

    Heute wird übrigens bei „kicker.tv“ auf Eurosport das Thema „Schalke und die Liga: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ durchgekaut, u.a. mit Metzelder.
    Kickoff ist um 18:15 (Wdh. 21h) und ich ahne allerübelste Phrasendrescherei.^^

  42. Rabenherz sagt:

    Das einzige, was mich jetzt wirklich enttäuschte an dem Spiel: Der HSV hat nun tatsächlich noch die Chance, die Relegation zu verhindern. Nicht, dass ich glaube, dass sie im Falle der Teilnahme an derselben verlieren.

    Ansonsten hab ich abgeschlossen mit der Saison. Bin gespannt, wie man sich so durch die Sommerflaute wurschtelt, wer so kommen wird und wer noch geht. Und 2017/18 muss einfach nur besser werden. Ich denke mal, dass im Oktober das erste Zwischenfazit getroffen wird. Sollte das nicht positiver ausfallen, wird es schwer für den Trainer.

  43. leoluca sagt:

    @RainerEdelmann

    Darf ich aus deinem leicht genervten Ton gegenüber Andersmeinenden schließen, dass dir ohnehin klar ist, wohin die erfolgreiche Reise gehen kann, wenn die Vorstandsetage das macht, was du denkst.

    Nur raus damit.

    Außerdem: Wieso schließt du aus dem Ärger über die vielen Schiri-Fehlentscheidungen in dieser Saison, zuletzt die am Samstag, mangelndes Schalker Problembewusstsein?

  44. Nordlicht sagt:

    @ Reiner Edelmann

    Ich zähle niemanden an. Man könnte daraus auch schliessen, dass es es den fehlenden Trainingseinheiten liegt oder der Kader einfach noch nicht gut genug ist.

    Aber jeder liest das was er lesen will

  45. Nordlicht sagt:

    @ leoluca

    Danke

  46. betreuer sagt:

    ‚Nordlicht‘ fasst meine Eindrücke und Beobachtungen dieser Saison kurz und knapp zusammen: „Ein taktisch-technisches Qualitätsproblem. Der Einsatz und Wille war für mich oft erkennbar.“ Woran das liegt, darüber kann weiter diskutiert werden. MW hat es jedenfalls in einer Saison nicht geschafft eine Linie erkennbar werden zu lassen. Ob das in der Zukunft besser wird, da habe ich große Zweifel daran.

  47. blues sagt:

    Der Mediensport Profifußball wird heute weniger von ganz besonderen Ideen oder genialen Menschen vorangetrieben, sondern zunehmend durch Geld bzw. Kapital. Die Worte vom „Geld schießt Tore“, bringt das auf die kürzest mögliche Formel. Schalke hat nur negatives Kapital. Schulden.

    Das Duo Heldt/Keller produzierte unter diesen Bedingungen spielerisch limitierten aber sportlich erfolgreichen Fußball. Ich orakelte vor diesem Hintergrund zum Abgang von Jens Keller, dass er auf lange Zeit der erfolgreichste Trainer auf Schalke bleiben wird. So kam es. Nicht weil ich besonders weitsichtig bin, sondern weil der Fußball über den wir hier reden, überwiegend durch Geld angetrieben wird. Je mehr Geld desto besser ist im Schnitt der Fußball. Heldt/Keller lieferten den Ausrutscher nach oben. Heidel/Weinzierl den Ausrutscher nach unten.

    @leocluca und andere die die Hoffnung hochhalten, dürfen ihr Geduldmantra noch mindestens ein halbes Dutzend weitere Jahre vortragen, solange bis Schalke von seinen Schulden nicht mehr geknebelt wird. Noch längere Zeit werden die kaptialstarken, die Mäzen-und AG-getriebenen, sowie die reinen Marketing-Clubs die Tabellen dominieren. Die CL verschwindet ab 2018 im Bezahlfernsehen. Schalke werde ich dort nicht verpassen…

  48. ReinerEdelmann sagt:

    @leoluca,

    „Darf ich aus deinem leicht genervten Ton gegenüber Andersmeinenden schließen, dass dir ohnehin klar ist, wohin die erfolgreiche Reise gehen kann, wenn die Vorstandsetage das macht, was du denkst.“

    Da antworte ich einmal, nicht leicht, sondern sehr genervt: Wie kommst Du darauf? Hat obiger Satz Gehalt? Ich kann ihn nicht erkennen.

    Es geht darum, die Saison aufzuarbeiten. Dies wird mindestens sehr schwer werden, wenn wir uns als Ergebnis um vermeintliche Schiedsrichter-Fehlentscheidungen kümmern und gebetsmühlenartig wiederholen, der Fußball dieser Saison sei genauso gut oder schlecht (spielt dann keine Rolle) wie in den Jahren zuvor gewesen.

    Nochmals – ich weiß nicht, ob eien Ablösung Weinzierls Sinn macht. Aber nach dieser Spielzeit und im Rahmen einer Saisonaufarbeitung nicht über eine Neubesetzung des Trainerpostens ernsthaft nachzudenken, halte ich für fahrlässig.

  49. Mane 04 sagt:

    @blues
    du machst mir angst

  50. BlueNote sagt:

    Noch trostloser als die aktuelle sportliche Situation und der auch von mir geteilte pessimistische Ausblick auf die nahe Zukunft, sind solche Interviews auf der Club-Homepage hier, die mir so richtig Appetit auf die nächsten Monate machen:

    „Herr Jobst, im Juli reist der FC Schalke 04 bereits zum zweiten Mal in Folge nach China. Was sind die Gründe dafür?“

    A. Jobst: „China ist einer der wichtigsten Zielmärkte im Rahmen unserer langfristigen Internationalisierungsstrategie. Daher bietet uns der zweite Besuch in Folge die perfekte Möglichkeit, um Schalke 04 international noch bekannter zu machen und ein ständiges Interesse zu erzeugen. Es ist wichtig, in China nachhaltig und konsequent zu agieren.“

    Wir sollten alle aufhören, uns über AGs oder Investoren-Clubs zu echauffieren. Unterm Strich hat der Ausverkauf der blau-weißen Identität längst auch schon begonnen. Oder bin ich der einzige, der solche Sätze über den eigenen Club einfach nicht lesen möchte? Die einzige Internationalisierungsstrategie, die mich als Fan halbwegs mitnähme, wäre doch eine nachhaltige und fortgesetzte Teilnahme an der CL. Aber WTF habe ich mit China am Hut? Wird da eigentlich auch trainiert oder der Mannschaftstross nur am Nasenring durch die gelbe Manege geführt?

    Alles nicht mehr meine Welt. Einziger Lichtblick: Nächstes Jahr wird es kaum Sonntagsspiele für unsere Jungs geben. Die sind nämlich noch überflüssiger als Marktstrategien im Reich der Mitte.

  51. Roman sagt:

    Nun, ja. Ein bisschen Spaß muss sein. Oder nicht?

    http://m.bild.de/video/clip/kn.....obile.html

  52. Ney sagt:

    @BlueNote

    [Jobst:] „Schalke 04 international noch bekannter zu machen und ein ständiges Interesse zu erzeugen.“
    Das ist keine schlimme Aussage.

    Wenn wir nicht die Lizenspielerabteilung stückweise verkaufen wollen (z.B. kürzlicher Absteiger VfB Stuttgart bekommt nach bevorstehender Umwandlung 41 Millionen Euro von Daimler-Benz für 11,25% der Anteile) und gleichzeitig der Champions-League-Geldregen ausbleibt, dann muss der Jobst die Kohle halt anderswo herbekommen. Weiß nicht, woher sonst noch, außer aus China.

    Diskussionen, ob es uns nicht lieber wäre, Schalke machte einen Umsatz auf Mainz-Niveau, die können wir uns dabei aber sparen, das wird realistisch nie die Vereinspolitik werden.

  53. derwahrebaresi sagt:

    @Weiß nicht, woher sonst noch, außer aus China.

    C.T. könnte seine Schatulle doch etwas öffnen (aka Hopp seinerzeit in Hoppelheim), der hat doch augenscheinlich 2-3 Milliarden. ;-)

  54. ReinerEdelmann sagt:

    @Ney,

    alles richtig – aber auch ich will so etwas nicht lesen.

    Man mag mich schelten „dann geh´ doch ´rüber“ oder als „realitätsfern“ oder sagen, „so ist heutzutage das Geschäft“. Aber es führt dazu, dass ich mich weiter vom Fußball-Geschäft abwende.

    Euroleague an sich?
    Gruppenphasen?
    Donnerstagsspiele, die um 21:05 Uhr beginnen?
    Sonntagsspiele nun um 13:30 Uhr?
    Montagsspiele?

    Alles von Leute erdacht, die den Fußball nicht lieben.

    Aber dies ist nun wirklich off-topic – mea culpa.

  55. leoluca sagt:

    Was soll daran verwerflich sein, Schalke in der Welt so bekannt wie eben möglich zu machen, um damit Geld zu verdienen, das man für einen möglichst guten Kader braucht?

    Wo bitte liegt denn der Unterschied, ob man zur Imagepflege und zum Geldverdienen nach Ostdeutschland, an den Niederrhein, nach Österreich oder nach China reist?

    Fremdes Geld – igittigitt – bedroht unsere „Identität“ – ist das nicht eigentlich ein im Pott leider immer noch weit verbreiteter Provinzialsmus, mit dem sich das Ruhrgebiet selbst auf den Füßen steht?

  56. Nostradamus sagt:

    Es sind nicht die Bösen Bayern, nicht die Leipziger und Hoffenheimer nein auch nicht der SCh… BVB … Schuld alleine ist das üble Management auf Schalke, seit Jahren. Dort werden Leute geholt die nur “ Mittelmass“ verkörpern die keine identität zum Verein haben. Es werden Spieler verpflichtet die meistens nur einen schönen Namen haben – und schon lange keine leistungen mehr bei ihren alten Vereinen gebracht haben.

    Wenn ich das Sagen auf Schalke hätte würde ich echte Typen verpflichten fürs Management und auch als Trainer, Vorbilder , Leitfiguren. Jens Lehmann, Wilmots, Oliver Kahn ect. das sind echte Typen, WINNER ! Keine Looser Mentalitäten. aber………sorry… Herr Tönnies hat ein Problem mit starken Persönlichkeiten…. Wo ist Olaf Thon ? Auch dieser wurde praktisch hinten in die Ecke verbannt. Schade !! Was glaubt ihr wohl warum Bayern und der BVB erfolgreich sind ?? Siehe Dir die Leute dort mal an wer dort das sagen im Verein hat….

  57. Flo Kno sagt:

    Oha, die U19. Das sind ja schon echte Vollblut-Schalker..

  58. libuda.67 sagt:

    Schalke in dieser Saison ist das Übelste seit Jahren. Eine Zumutung für jeden der da sein Geld hinbringt. Leider hat auch die A-Jugend soeben vereinskonform die diesjährige Erfolgsgeschichte fortgeführt.

  59. leoluca sagt:

    Wenn der Heidel es nicht endlich schafft, dieses Übel einer Schalker Niederlage abzuschaffen, bringe ich mein Geld da nicht mehr hin. Als kritischer Kunde sozusagen.

  60. Ney sagt:

    @Flo Kno
    @libuda.67
    @leoluca

    Ich hoffe mal, das war alles – wenn auch verkorkst – ironisch gemeint.

  61. Christian sagt:

    Das hoffe ich auch. Jetzt auch noch die A-Jugend mit in den Dreck zu ziehen, ist wirklich erbärmlich.
    Den Jungs fehlte gestern einfach das Glück. Das war vielleicht typsich für die Saison. Unser Elfer knallt gegen die Latte, von dort gegen den Rücken des Bayern-Keepers und dann weg vom Tor. Der Bayern-Elfer knallt gegen die Latte, von dort gegen den Rücken unseres Keepers und von dort ins Tor.
    Mahlzeit.

  62. Niklas sagt:

    So wenig ich den Jobst als Typen leiden kann, ist der trotzdem ein Teufelskerl! Der Kerl macht seinen Job einfach verdammt gut! https://www.waz.de/sport/fussball/s04/schalke-schliesst-einen-20-millionen-vertrag-ab-id210602941.html

  63. BlueNote sagt:

    @Ney: Der Verein hat als erster Bundesligaclub eine völlig neue Geldquelle aufgetan: https://www.wr.de/sport/fussball/s04/schalke-schliesst-einen-20-millionen-vertrag-ab-id210599219.html
    Das wird die Chinareise sicherlich nicht obsolet machen, aber immerhin.

    @leoluca: Repektiere doch bitte einfach mal, dass es Fans wie mich gibt, nach deren Auffassung Begriffe wie „Zielmärkte“ und „Internationalisierungstrategie“ nichts mehr mit meinem emotionalen Selbstverständnis als Fan eines ehemals sehr volkstümlichen Fußballvereins zu tun haben. So etwas dann mit der Killerphrase „Provinzialismus“ abzutun, ist nicht sonderlich zielführend in dieser Diskussion. Wenn Wohl und Wehe eines Clubs schon an solchen exotischen Reisen hängen, wenn chinesische Märkte für einen deutschen Bundesligisten solche existentielle Bedeutung bekommen, fühle ich mich als Fan nicht mehr ernst- und mitgenommen. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen Situation bin ich der Ansicht, dass sich der Club längst in eine schwere Identitätskrise hineinmanövriert hat, die doch nun wirklich nicht in China gelöst werden kann. Solche Reisen suggerieren mir als Fan lediglich, dass dem Kommerz nun endgültig alles untergeordnet wird und der Verein in Wahrheit keine neuen Fans sucht, sondern Kunden wie Dich. (Du hast Dich zwei Beiträge weiter oben ja selbst so bezeichnet)
    Ich möchte stattdessen sehen, dass die Mannschaft samt sportlicher Leitung in der Sommerpause alles Notwendige unternimmt, sportlich wieder an alte Zeiten anzuknüpfen. Stattdessen geht’s auf Wunsch des Vorstandes auf Tingeltangeltour durch China. Was für ein hausgemachter Blödsinn. Solche Aktionen bringen in mir das Feuer jedenfalls nicht zurück.

  64. Lothar04 sagt:

    @ BLueNote
    Was genau sind denn alte Zeiten? 60er, 70er oder 80er mit 3 Abstiegen oder doch die 90er mit einem 3.Platz und dem UEFA Pokal Sieg? Oder meintest du die 2000er mit Pokalsiegen und verpassten Meisterschaften.
    In den 1900er Jahren hätten wir Fans eine Saison mit dem 10. Platz doch als völlig normal angesehen.
    Wenn der Verein an sportlich erfolgreiche Zeiten anknüpfen soll dann braucht man Einnahmen aus „Zielmärkten“ und er darf seinen „Kundenkreis“ auch nicht ausschließlich auf Gelsenkirchen beziehen.
    Das sollte doch wohl allen klar sein.
    Ich hab übrigens meine Dauerkarte aus Gründen des Kommerz schon vor 2 Jahren weitergereicht. Bin jetzt nur noch selten Gast in der Arena und freue mich über die neugewonnene Freizeit.
    Aber auf Dauer sportlich erfolgreich geht nur mit viel, viel Geld. Wenn man das nicht akzeptiert erlischt eben das Feuer oder es brennt auf einem anderen Niveau weiter.
    In diesem Sinne…, Schalker bleibt man trotzdem ein Leben lang.

  65. leoluca sagt:

    @BlueNote
    Der Text mit dem „Kunden“ war eine Reaktion auf den Text direkt darüber: und er war reine Ironie – ich werd’s hier auch nicht wieder tun.

    Dass ich diese Ablehnung fremden Geldes für gute Schalker Zwecke für eher provinzialistisch halte, damit habe ich mich noch höflich ausgedrückt. Hier wird für mein Empfinden aus einer regionalen „Identität“ eine Volkstümelei gemacht, die mir viel zu ideologisch ist. Wieso sollte unsere Schalker Identität nicht vereinbar sein mit internationalem Geld und Flair?

  66. Torsten sagt:

    Aber es ist ja eben nicht so, dass der Club nur nach China reist und hier nichts tut. Der Club ist ja hier auch gegenwärtig, veranstaltet Stevens/Eurofighter-Gedenkveranstaltungen, die Spieler besuchen die Fanclubs, die Saisoneröffnung ist ein Volksfest, es gibt „Schalke Hilft“ und mittlerweile eine Stiftung, um die Wertigkeit des Stadtteils Schalke zu verbessern.

    Ja, ich weiß, da gibt es wieder zu jedem Punkt irgendjemanden, der irgendwas zu kritisieren weiß. Aber kritisieren geht eben immer. Dennoch ist das Tun wichtig, und der Club tut. Er tut eben auch in China, aber eben nicht nur.

    Und auch wenn es ein Mantra ist, und auch wenn einen die Werbung manchmal nervt: Weil S04 noch selbstbestimmt ist und keinen Investor hat, muss der Club mehr Geld aus Marketing verdienen als Clubs mit anderen Geldquellen. Große Verträge und auch kleine, die in der Summe viel bringen. Ich habe nicht viel Ahnung vom Thema Marketing, aber mein Eindruck ist, dass Schalke mit Jobst tatsächlich einen Top-Mann auf dem Posten hat.

  67. Roman sagt:

    Ich möchte die Leistung von Alex Jobst nicht schmälern, aber vielleicht einordnen: Ein Vorstand der Deutschen Post DHL Gruppe, Jürgen Gerdes, ist bekanntermaßen bekennender Schalke-Fan. „All you need“ ist der Online-Marktplatz von DHL.

    Ich halte es daher für sehr wahrscheinlich, dass er den Trikotärmel-Deal eingefädelt hat.

    Zur Diskussion: Schalke muss der Spagat gelingen zwischen (notwendiger) Kommerzialisierung (siehe China-Reise) und der vielmehr traditionell (und nicht kommerziell) geprägten Fan-Basis. Ich denke auch, dass dies gelingen kann. Man muss es natürlich auch wollen und zeigen!

    Momentan hat man aber manchmal den Eindruck, dass der strategische Fokus sehr stark auf (weltweiter, insbesondere in Richtung Fernost) Expandierung ausgelegt ist und man die Basis zu vernachlässigen droht.

    Mal ein ganz einfaches Beispiel: Ticketbörse. Die technischen Probleme werden nun seit Jahren belächelt und die Fans, die Karten online kaufen möchten, ärgert dieser Zustand, verbringt man doch Stunden vor dem Rechner und alles stürzt regelmäßig ab.

    Es gibt sicher noch etliche weitere Beispiele, aber die kennt Ihr eh alle, muss ich nicht alle aufführen.

    Dass dann das Gefühl aufkommt, man verlasse die eigentlichen Wurzeln des Vereins, ist doch zu erwarten – und ja auch häufig und bei vielen Fans genau so zu beobachten.

    Zu diesem Spagat gehört ein kluges Management und ein „Ernst nehmen“ der Themen und Befürchtungen der Fan-Basis. Meines Erachtens gehört auch dazu, dass man eine strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre auch geeignet kommuniziert. Und so eben die Basis mit auf die Reise nimmt.

    Die China-Reise ist – das weiß ich aus persönlichen Schilderungen von im letzten Jahr mitgereisten Schalke-Fans – eine reine Promo-Tour. Die mitgereisten Fans wurden nur wenig bis gar nicht beachtet. Es kam der Eindruck auf, man hätte sie am liebsten gar nicht dabei. Dies gilt vor allem für die Fans, die „auf eigene Faust“ gereist sind und nicht mit im organisierten Mannschaftsflieger waren.

    Das gibt kein gutes Bild ab und es verursacht in meinen Augen auch völlig unnötige Probleme „zuhause“, grad bei den Fans, die eben Viel- oder Allesfahrer sind, die selbst also schon fünfstellige Summen pro Jahr ausgeben, um S04 hinterher zu fahren.

    Es wird dabei auch glaube ich gar nicht verlangt, dass man eine besondere Wertschätzung erfährt, schon gar nicht erwartet man Subventionen. Aber eine Nicht-Beachtung, ein Ausgrenzen, das führt zu einer Entfremdung und zu einem Identitätsverlust.

    Dem FC Schalke 04 sollte es wichtig sein, die Basis nicht zu vernachlässigen. Dann hat auch niemand etwas gegen eine Expandierung in Richtung Fernost oder anderswo.

  68. Taisumi sagt:

    Oder wie Watzke es formuliert hat: der Spagat zwischen Borsigplatz und Shanghai

  69. BlueNote sagt:

    @Roman: Danke. Du hast es deutlich differenzierter auf den Punkt bringen können als ich. Volle Zustimmung!

    @Lothar04: Ich meinte die sehr ordentlichen 2000er Jahre bis 2011 als wir Stammgast in der CL waren. Ein paar Vizemeisterschaften also, ein paar Pokalsiege und ein CL-Halbfinale. Für mich die beste Dekade. Liegt die Latte hoch, fällt man halt tiefer.

  70. leoluca sagt:

    „Schalke muss der Spagat gelingen zwischen (notwendiger) Kommerzialisierung (siehe China-Reise) und der vielmehr traditionell (und nicht kommerziell) geprägten Fan-Basis.“

    Ich bestreite, dass die Schalker Gemeinde mehr der Tradition als der Moderne zugewandt ist.

    Vereinstreue Fans, Heimatgefühl, Sentiment – das ist natürlich gerade für unseren Club wichtig. Aber die große Mehrheit unterstützt m. E. die modernen Anstrengungen des Vereins, möglichst viel Geld durch globales Marketing einzunehmen, nicht um der Profitmaximierung willen, sondern um damit eine möglichst gute Mannschaft ins Spiel schicken zu können.

    Mich stört diese seltsame Glorifizierung der Vergangenheit, in der das Geld angeblich noch keine Rolle spielte und es noch die „echten Typen“ gab, die proletarischen Raubeine mit Volksnähe.

    Wieso aber ist dann heute das Stadion voll wie nie und wieso werden dann die Stars der Mannschaft so hochgejubelt, dass es manchmal sogar weh tut.

    M. E. ist es unserer Vorstandsetage völlig klar, dass Schalke sehr viel mehr ist als bloße Produktionsstätte für Erfolge. Ich sehe immer wieder ein großes Verständnis für Schalker Sentimentalitäten und das Imaginäre unseres Fußballs.

  71. Roman sagt:

    „Wieso aber ist dann heute das Stadion voll wie nie und wieso werden dann die Stars der Mannschaft so hochgejubelt, dass es manchmal sogar weh tut.“

    Das Stadion war grad in dieser Saison eben öfter mal nicht ausverkauft. Ich müsste das genauer recherchieren, aber ich würde mal behaupten wollen, dass wir in dieser Saison so ziemlich den schwächsten Zuschauerdurchschnitt seit Arenagedenken haben.

  72. leoluca sagt:

    @Roman
    Aber doch nicht wegen der globalen Kommerzialisierung oder deswegen, weil die Vorstandsetage die Schalker Tradition missachten würde? Nur so aber geht mein Argument.

  73. Roman Kolbe sagt:

    >>Aber doch nicht wegen der globalen Kommerzialisierung oder deswegen, weil die Vorstandsetage die Schalker Tradition missachten würde?<<

    Hab ich nicht behauptet. Nur Dein Argument mit dem "so vollen Stadion wie nie" zieht eben auch nicht, weil's nicht stimmt.

    Ich behaupte nur, dass viele Fans eben schon merken, dass sie als Basis nur noch wenig Beachtung finden.

  74. leoluca sagt:

    @Roman,
    Mein Einwand gegen diese seltsame Glorifizierung einer angeblich kommerzfreien Vergangenheit und gegen die Auffassung, dass die globale Kommerzialisierung zur Entfremdung zwischen Mannschaft und Fans und zur Schalker Identitätskrise führt, lautet unter anderem, dass „heute das Stadion voll ist wie nie“ und „die Stars der Mannschaft so hochgejubelt werden , dass es manchmal sogar weh tut“.

    Wie kommst du nun darauf, dass diese Argumentation allein deshalb schon falsch sei, weil unser Stadion erstmals seit 15 Jahren in der vergangenen Saison nicht immer komplett ausverkauft war?

    Das liegt doch nicht am globalen Kommerz oder an der Vereinspolitik, dass manche von uns erst mal nicht mehr hingehen und sich mit dieser Mannschaft weniger identifizieren als mit früheren Teams.

  75. Nordlicht sagt:

    Schalke, Vergangenheit in der Geld keine Rolle spielte??
    Sind wir nicht einer der Hauptakteure gewesen im Bestechungsskandal 1971 ?? :-)

  76. Roman sagt:

    @leoluca: Bitte lies doch nochmal, was ich geschrieben habe. Weder glorifiziere ich die Vergangenheit noch verteufele ich den Kommerz komplett. Es ist doch wohl völlig klar, dass (viel) Geld notwendig ist, um in der Liga die Ziele zu erreichen.

    Mir geht es vielmehr um einen respektvollen Umgang mit vielen Fans, die sich sehr intensiv mit unserem Verein auseinandersetzen.

    Und ich wollte lediglich Deine Aussage „das Stadion sei so voll wie nie“ widerlegen. Es stimmt einfach nicht. Eigentlich war es sogar bei den Heimspielen noch nie so einfach an Karten zu kommen wie in dieser Saison. Wenn man nicht grad online bestellt hat. Aber das hatten wir oben bereits.

  77. Lothar04 sagt:

    Zum Stadionbesuch ist sicher anzumerken das wir viele Sonntagsspiele hatten und die gerade auch bei unseren Gastmannschaften nicht auf Zustimmung gestoßen sind. Auch bei unseren Fans, verständlicherweise.
    Aber ob 1000 Besucher mehr oder weniger wegen Sonntags den Braten fett machen?

  78. Markus04 sagt:

    Ich finde es nicht sinnvoll Spagate zu machen.
    Die wirklich erfolgreichen Clubs machen auch keine.
    Da gibt es auf der einen Seite die, ich nenne sie mal Kommerzclubs, die Stammgäste in der CL sind und sich mit uns Schalkern um China streiten.
    Und auf der anderen Seite die kleinen Vereine, die nicht auf Teufel komm raus alles verticken, die auf ihre, eine andere Art, erfolgreich sind.

    Dazwischen stehen viele Clubs die sich nicht entscheiden wollen (oder können), weil sie auf der einen Seite ( Kommerz) merken, dass es zwar Kohle bringt, diese aber auch nur kommt, wenn Titel da sind. Und das Geld auch Druck ausübt, den man auch nicht schön findet.
    Auf der anderen Seite will man aber den familiären Charakter erhalten, da dieser zur Tradition oder Folklore gehört und ja auch gut fürs Gewissen ist.

    Will Schalke etwas Besonderes bleiben, muss es sich entscheiden und kosequent diesen Weg voran gehen.
    Beides zu versuchen, wird zu nichts als Frust führen, weil man dann nichts Ganzes und nichts Halbes hat oder ist.
    Das ist wie SPD. Man will etwas für die einfachen Leute tun, aber es sich auch nicht mit den Arbeitgebern vetscherzen.
    Das Resultat kann man seit der Agenda 2010 an den Wahlabenden betrachten.
    Das hat Heidel übrigens in kleinerem Maßstab in Mainz erfahren, wo sich das neue Stadion eher als Fluch denn als Segen für Fans und Mannschaft erweist.

  79. leoluca sagt:

    Ein interessantes Beispiel dafür, wie man aus einer großen Tradition gute Geschäfts- und Marketingideen machen kann, die eine wirtschaftliche Basis für sportliche Erfolge schaffen, auf die sie zugleich unbedingt angewiesen sind – für mich ist dafür Atletico Madrid ein gutes Beispiel. Auch der BvB hat hier vieles richtig gemacht.

  80. leoluca sagt:

    Alexander Jobst:

    „Wir sind, was die Vermarktung betrifft, immer noch auf UCL-Niveau, dort wollen wir auch sportlich wieder hin.“

    „Die Strahlkraft der Marke Schalke 04 ist ungebrochen.“

    „Klar ist aber auch: Wir müssen aufpassen, dass die sportliche Situation kein langfristiger Zustand bleibt.“

  81. Markus04 sagt:

    @leoluca

    Da magst Du richtig liegen.
    Schau dir aber auch mal an, in welchen Positionen bei beiden Clubs welche Menschen das Sagen haben. Zumindest bei Dortmund sind mit Susi Zorc, Teddy de Beer und Norbert Dickel ehemalige Spieler eingebunden. Und zwar an prominenter Stelle.
    Bei Atletico weiß ich es nicht, meine aber dass deren Trainer auch dort Spieler war.
    Und bei uns????

  82. Nigbur 48 sagt:

    Ich dachte zunächst, das Geld gibt’s wirklich nur für das Stückchen Stoff auf dem Ärmel. Heute lese ich in der WAZ dann das hier:

    Alexander Jobst: Jeder Fan wird zukünftig beim Erwerb eines Trikots einen Warengutschein von AllyouneedFresh erhalten, mit dem man sich dann beim Online-Supermarkt anmelden kann. Ab dem Zeitpunkt der Registrierung hat das Unternehmen dann die Möglichkeit, mit dem Fan interagieren zu können – und zwar über eine App und über das Trikot selbst. Selbstverständlich nur, sofern der Fan zustimmt. Enthalten ist in dem Chip auch eine Bezahlfunktion, die es unseren Fans ermöglicht, neben der Knappenkarte auch mit dem Trikot an den Kiosken der Veltins-Arena direkt bezahlen zu können. Auch der Chip ist somit lesbar und aufladbar. Die Kioske werden dafür zur kommenden Saison mit Scannergeräten ausgestattet sein. Wir bringen damit das erste bezahlfähige Trikot im Fußball auf den Markt.

    Das hört sich erst einmal danach an, als solle der Fan in Zukunft noch mehr Geld in der Arena lassen.

    Alexander Jobst: Das ist nicht die Intention, es geht vielmehr darum, dem Fan mit Aktionen und Rabatten einen Mehrwert am Spieltagserlebnis zu bieten. Ein Beispiel: Vor dem Spiel bekommt der Fan über seine App die Nachricht: Wenn Schalke gewinnt und Embolo ein Tor schießt, bekommst du das Trikot von Embolo auf der Allyouneed-Plattform mit 19,04 Prozent Vergünstigung angeboten. Oder die App meldet nach dem Spiel: Alle Fans, die ein Trikot mit dem Badge tragen, erhalten bis 20 Uhr alle Artikel bei Allyouneed 19,04 Prozent günstiger. Allyouneed ist ein Online-Marktplatz, dort ist ab sofort auch unser Merchandising-Angebot erhältlich, also eine Erweiterung unsere Online-Shops. Durch den Abverkauf entstehen für uns weitere wirtschaftliche Möglichkeiten.

    Ehrlich gesagt, wird mir da ein wenig übel.

  83. derwahrebaresi sagt:

    @Markus04

    Dickel macht dort den Pausenclown und de Beer ist m.E Torwarttrainer,
    also nichts was es bei uns auch gibt …

  84. ReinerEdelmann sagt:

    @Nigbur 48,

    Schalke muss Einnahmen generieren, wenn man in der Liga vorne mitkicken will. Nur so kommt man dann auch in den internationalen Wettbewerb, den man dann braucht, um – richtig – weitere Einnahmen zu generieren.
    Das ist schon pervers genug – da es nicht um den sportlichen Wettstreit (=Gewinn des Wettbewerbs) geht. Denn – genauso wie wir normal niemals deutscher Meister werden (ja, es gibt den „Leicester-Moment“), werden wir auch nie CL-Sieger. Schalke ist Staffage.

    Die einzige Alternative aber ist, dieses System nicht anzunehmen und sich als Fan abzuwenden.
    Diesen Effekt stelle ich nicht nur bei mir, sondern auch in meinem Umfeld vermehrt fest.

    Zu Jobst: Ich kann bei den Aussagen gar nicht so viel Allyouneed-Food bestellen, wie ich auskotzen möchte.
    Man muss sich dies, um im Foodbereich zu bleiben, im Kontext des Besuchs eines Fußballspiels nur ganz fein auf der Zunge zergehen lassen:

    „Jobst: … es geht vielmehr darum, dem Fan mit Aktionen und Rabatten einen Mehrwert am Spieltagserlebnis zu bieten. Ein Beispiel: Vor dem Spiel bekommt der Fan über seine App die Nachricht: Wenn Schalke gewinnt und Embolo ein Tor schießt, bekommst du das Trikot von Embolo auf der Allyouneed-Plattform mit 19,04 Prozent Vergünstigung angeboten. Oder die App meldet nach dem Spiel: Alle Fans, die ein Trikot mit dem Badge tragen, erhalten bis 20 Uhr alle Artikel bei Allyouneed 19,04 Prozent günstiger.“

    Für mich wäre ein „Mehrwert“, dass Schalke ein Tor mehr schießt.
    Aber wahrscheinlich erzählt Opa gerade nur vom Krieg.

  85. Torsten sagt:

    Für Jobst wäre es auch ein wichtiger Mehrwert, wenn Schalke ein Tor mehr schießt. Schließlich bedingt sich beides: Jobst besorgt Geld durch Marketing, damit Schalke erfolgreich fußballspielen kann, und er kann nur auf dem bisherigen Niveau Geld besorgen, wenn Schalke erfolgreich fußballspielt.

    Die Kritik an diesem Marketingschritt in Bezug auf „wir wollen nur Fußball schauen“ bleibt jedem individuell unbenommen. Zu glauben, dass diese Meinung allgemein vorherrscht, hielte ich aber für weltfremd. Die große Mehrheit der Stadionbesucher will nicht nur Fußball schauen. In der Halbzeit, in der Schlange vor dem Bierstand, haben 75% der Wartenden ihr Handy in der Hand. 95% von uns nutzen irgendwelche Pisselapps für alle Lebenslagen. Die Leute kommunizieren online, sie kaufen online ein, sie hetzen online Angeboten und Coupons hinterher. Diese Form von Marketing ist bereits allgegenwärtig.

    Das mit dem Trikot zu verknüpfen mutet für mich wie eine ziemlich geniale Idee an, weil es auch das Trikot „wertvoller“ macht. Und dass die besagten Aktionen für alle Schalke-Fans die allyouneed-App interessanter macht, rechtfertig letztlich den hohen Betrag.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das in der Liga Nachahmer finden wird.

  86. der grafschafter sagt:

    es winkt eine völlig durchkapitalisierte fussballzukunft. der kapitalismus
    hat den fussball vollkommen durchdrungen. es gibt nichts mehr, nicht das kleinste stück stoff,
    das nicht zu geld gemacht wird. es ist unfassbar, absurd und obszön.
    helfen solche modelle wie st. pauli oder babelsberg 03?

  87. ReinerEdelmann sagt:

    @Torsten,

    niemand sagt, dass dies die vorherrschende Meinung ist, oder? Zudem ist der Begriff „weltfremd“ deplaziert.

    Ich folge Dir aber, dass dies eine Minderheitenmeinung, wahrscheinlich auch vom individuellen Lebensalter beeinflusst, ist.

  88. Eigenart sagt:

    @ Rainer Edelmann: Dafür, dass Schalke ein Tor mehr schießt, ist nicht Jobst verantwortlich. Sein Job ist das Marketing, und den macht er gut.
    Man muss doch nicht alles mit Leib und Seele unterstützen, was einem angeboten wird. Dieses ganze E-Sport-Gedöns ist mir z.B. auch komplett fremd. Andere Menschen scheinen hingegen Spaß daran zu haben, also meinetwegen…
    Ich werde mir wahrscheinlich auch dieses Trikot mit Chip drin nicht kaufen. Ich zieh immer noch ein uraltes (ohne Gazprom) an. Aber wenn andere Leute das klasse finden – warum nicht?
    Das neue Trikot wird ja nicht zwangsläufig die Mannschaft am Toreschießen hindern.

  89. ReinerEdelmann sagt:

    @Eigenart,

    ich bin weit davon entfernt, anderen zu sagen, wie sie zu leben und zu konsumieren haben. Dies muss jeder mit sich selbst ausmachen.

    Ich drücke nur aus, dass _mich_ dies weiter vom Profi-Fußball an sich entfremdet, wie Donnerstagsspiele usw. (hatten wir alles schon zig Male)

  90. Simson sagt:

    Also mir geht (vielleicht, weil ich Wirtschaftsinformatik studiere) das Herz bei sowas auf. Nicht, weil ich auf Kommerz und immer mehr Kapitalismus stehe, aber, weil mit der Zeit gegangen wird und nicht alles was „neu“ ist, als schlecht abgestempelt wird.
    RFID (der Chip im Trikot) ist eine absolute Zukunftstechnologie, Bargeldloses zahlen hat, bzw. wird sich in Zukunft zweifelsohne durchsetzen. Das Problem des Marketing ist doch ein Allgemeines. Bandenwerbung gibt es seit eh und je, Sponsoren auch. Man kann sich einfach nicht entziehen, nicht mal mein Heimatverein in der Kreisliga der seine Trikots von lokalen Unternehmen bedrucken lässt. Die Frage ist doch, in welche Form es passiert, und da finde ich den Chip super. Jeder weiß was er hat. Jeder weiß, dass es um einen Supermarkt als Sponsor geht. Aber ist das wirklich schlimm, wenn man doch weiß, was dahinter steht? Ich finde nicht. Leichteres Einkaufen ist doch nicht zwangsläufig etwas negatives, jeder von uns muss es doch tun. Die letztendliche Entscheidung liegt doch beim Nutzer selbst und wenn ich dann auch noch durch Rabatte und Zeitersparnis einen Mehrwert habe, nehme ich diesen doch gerne mit.

    Mir wird alles „neue, unbekannte“ immer viel zu schnell zu negativ gesehen. Klar ist Marketing in allen Formen auch mit kritisch Aspekten versehen, aber nur, weil jetzt am Ärmel „All u need fresh“ steht ist das doch keine schlechtere Entwicklung als „Hermes“ vorher oder das „Hisense“ unter dem Videowürfel.

    Entscheidend ist doch, wie man mit so Technologien umgeht. Letztendlich ist jeder selbst verantwortlich, ob und in welchem Umfang man sich von solchen Sachen beeinflussen lässt. Ich finde aber nicht, dass es Aufgabe des Vereins ist, seine Mitglieder marktkritisch zu erziehen oder für Werbung zu sensibilisieren. Das müssen schon andere Institutionen machen (Schule, Erziehung,…)

    Das ist wie mit dem Internet, wurde auch zu Beginn von vielen kritisch beäugt. Und heute sind wir doch alle froh, uns hier im Blog austauschen zu können. Schließt natürlich nicht aus, dass man das Internet auch für schlechte Dinge verwenden kann – ABER: Das liegt immer am Anwender/Konsument.

    Ich prognostiziere, dass RFIDs in den nächsten Jahren omipresent werden. Sei es, das eigene Auto ohne Schlüssel zu starten oder aber in der Umkleidekabine Infos zu der coolen Jacke zu bekommen, die man gerade anprobiert. Klar, kann sowas missbraucht werden aber es bietet auch enorme Vorteile denen gegenüber man offen sein sollte.

    Wie bei allem entscheidet letztendlich der Konsument, wie stark ihm die Vorteile helfen und die Nachteile ihn beeinflussen. Menschenverstand ist hier das Stichwort. Aber wie schon erwähnt, muss Schalke diesen bei seinen Fans einfach annehmen…

  91. ReinerEdelmann sagt:

    @Simson,

    Du trägst hier sehr, sehr viele Eulen nach Athen.

    Es geht hier generell um die Profi-Fußballabteilung des FC Schalke 04 e.V.. Welchen Sachzwängen diese unterliegt, ist, so glaube ich, jedem klar.

    Abschließend noch eins:
    „Wie bei allem entscheidet letztendlich der Konsument, wie stark ihm die Vorteile helfen und die Nachteile ihn beeinflussen.“

    Diese „reine Lehre“ (oder Leere?) ist restlos überholt.

  92. mika sagt:

    Hisense ist im übrigen bald kein Sponsor mehr –
    http://www.reviersport.de/3522.....rtrag.html
    die orientieren sich nämlich als Wirtschaftsunternehmen an Fakten:

    Fakt Schalke: Platz 10, zunehmend „graue Maus“, keine EL und keine CL – Tendenz fallend, Perspektive „fail“…

    Wenigstens eine Firma ist so clever, sich an die Realität zu halten und so etwas wie Leistung im Vergleich zu den Kosten zu bewerten.

    Ist bei Schalke ja ansonsten egal, der Chip heißt für mich nur:
    20 Millionen, die wieder jemand sinnlos verballern kann!“

  93. Roman sagt:

    >>Hisense ist im übrigen bald kein Sponsor mehr<<

    Interessant. Auch der Nachsatz mit den Lessons learned zu dem chinesischen Geschäftsgebaren. Kommt das gut an vor einer China-Promo-Tour?

    Vielleicht ist es ja dem ein oder anderen auch aufgefallen: Auf der letzten Schalker Mitgliederversammlung (28.06.2016) wurde auch Huawei als Großsponsor noch an der Anzeigetafel mit Logo angezeigt – und "abgefeiert", wenn man das so nennen darf.

    Drei Tage später (01.07.2016) war Huawei schon kein Sponsor mehr auf Schalke.

    Noch im März 2016 hieß es in einer Mitteilung, dass Schalke mit Huawei verlängern wolle. Da ist dann wohl nicht mehr draus geworden.

    Eine Meldung über die Nicht-Verlängerung des Sponsorenvertrages hat es nirgends gegeben, jedenfalls kann ich sie nirgends finden.

    Huawei hat sich übrigens dann zwischenzeitlich bei Boca Juniors in Argentinien engagiert. Als Sponsor von Trikotärmeln übrigens. Huawei hatte auch eine Offerte abgegeben, um den Stadionnamen zu bekommen. Dass das legendäre "La Bombonera" nunmehr nicht "Huawei-Arena" heißt, lag an überaus deutlichen Fan-Protesten gegen diesen Plan.

    Wenn ich das richtig sehe, bleibt als ostasiatischer (in diesem Fall südkoreanischer) Sponsor derzeit noch Kumho Tyre übrig. Der Vertrag läuft zum Ende dieser Saison aus. Ob verlängert werden soll oder kann, weiß ich nicht, es gibt aber wohl eine Option auf eine weitere Zusammenarbeit, laut S04-Webseite.

  94. tool sagt:

    @Simson

    Naja, da machst du es dir aber auch jetzt sehr einfach. Ob bargeldloses Bezahlen oder komplette Vernetzung können mitnichten als „der Konsument entscheidet“ abgetan werden. Das sollte doch mittlerweile allen klar sein, genauso die Folgen einer Ersetzung des Bargeldes in Form einer „virtuellen“ Währung.
    Mir gefällt das aktuelle Schalke, auch abseits des sportlichen, immer weniger. Die nächste Ebene wird doch gerade vorbereitet, dass der „Wir leben Dich“-Slogan noch mehr an Inhalt verliert. Wird auf der diesjährigen Jhv sicherlich nicht der letzte Versuch sein.

  95. mika sagt:

    @Roman

    Wir haben auch eine Option auf die CL-Teilnahme und auf einen Meistertitel – ;o)
    Aber ich glaube, daß heutzutage generell eine „positive Außendarstellung“ erwünscht ist, egal wie die Faktenlage ist – wobei man sich aber als Leser oftmals fragt, welche Idioten diesen ganzen Quatsch dann glauben…..
    Ich bin beispielsweise sehr froh, daß wir nicht in der EL spielen werden, denn damit gibt es in dieser Saison rein gar nichts zu beschönigen.
    Und es kann auch nichts über die Fehlleistung aller Akteure – auf und neben dem Platz – hinweg täuschen!
    Das Wichtgste zum Ende:
    Das Alibi „Doppelbelastung“ fällt auch weg – jetzt sind Sie nackig!
    Nächste Saison wird abgewogen….

  96. Markus04 sagt:

    Was soll man mit 20 Mio schon groß anfangen?
    Die hätten nicht mal gereicht die letzten drei Jahre vom Hunter auf Schalke zu blechen.
    Aber Herr Jobst muss seinen Job und sein Gehalt ja auch rechtfertigen.
    Merkt ihr wie wir Fans ausgenommen und unsere Daten (fast unbemerkt) verdickt werden?
    Was ist daran toll bei so einer Entwicklung weit vorne zu sein?
    Man sollte sich auf andere Dinge konzentrieren als solch einen Mist.
    Dicke Sponsorenverträge haben weder Eintracht Braunschweig noch uns wirklich sportlich geholfen.

  97. Roman sagt:

    >>Wir haben auch eine Option auf die CL-Teilnahme und einen Meistertitel<<

    Ja :-) Es steht auf der S04-Webseite eben nur etwas von einer Option, und nicht wie diese ausgestaltet ist. Da kann man nur mutmaßen.

    Meine Vermutung wäre allerdings auch, dass Kumho Tyre nicht verlängern wird. Das hat einfach etwas damit zu tun, dass die ostasiatischen Marken versuchen, mit Marketing- und Werbemaßnahmen auf dem europäischen Markt schnell Fuß zu fassen. Gelingt dies nicht innerhalb kurzer Zeit, dann machen sie sich wieder vom Acker und versuchen es woanders. Habe wenig Hoffnung, dass man da Nachhaltigkeit durch bekommt.

  98. Torsten sagt:

    @RainerEdelmann

    Sorry, ich wollte dich keineswegs persönlich angehen. Auf Dich bezogen war der vorherige Satz (Die Kritik […] bleibt jedem individuell unbenommen“). Dass Du der Meiung wärst, die Mehrheit würde so denken, wollte ich nicht ausdrücken.

    @dergrafschafter

    Eine Alternative ist Schalkes U19. Und das meine ich vollkommen ernst. Tolle Liga. Toller Fußball in familiärer Atmosphäre. Nicht mehr Kommerz als ein Trikotaufdruck. Keine Wartezeit an der Würstchenbude. Werde ich kommende Saison häufiger hingehen.

    @Roman

    Ist schon recht nachvollziehbar, dass asiatische Firmen als Sponsoren nur investieren, wenn der Club international vertreten ist. Die Asien-Tour ist vermutlich dennoch sinnvoll, um präsent zu bleiben. Außerdem werden solche Touren von der Liga finanziell honoriert, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

  99. ReinerEdelmann sagt:

    @Torsten,

    alles gut – nicht der Rede wert!

  100. Voice sagt:

    Es muss doch niemand diesen Chip-Kram mitmachen. Wenn ich es richtig verstehe, wird man doch nicht gezwungen, diesen zu nutzen oder seine persönlichen Daten dort zu hinterlegen, oder? Man kann im Übrigen sogar ohne sich jedes Jahr ein neues Trikot zu kaufen Schalker sein. Bei mir hängt z.B. kein Gazprom-Schriftzug im Schrank. Muss jeder selber wissen. Stadionumbenennungen finde ich viel gravierender.

  101. der grafschafter sagt:

    ja, Torsten die a- jugend ist eine alternative, durchaus ernst zu nehmen.
    das seh ich auch so.
    es ist doch so, dass schalke sich gravierend verändert . wenn das so sein muss, soll, gewünscht wird (von wem) na denn, nur zu.
    aber, es passt halt nicht mehr zu dem leitbild. und ich bin vereinsmitglied, nicht wegen irgenwelcher asiatischer sponsoren sondern wegen der herzensnähe zu allem , was den verein bisher ausmachte.
    akzeptabel waren sicher noch die jahre unter assauer nach dem wiederaufstieg 1991. irgendwas von der tradition muss doch bleiben, sonst ist man austauschbar, ohne eigene identität.

  102. Nigbur 48 sagt:

    Rainer Edelmann: „Die einzige Alternative aber ist, dieses System nicht anzunehmen und sich als Fan abzuwenden.
    Diesen Effekt stelle ich nicht nur bei mir, sondern auch in meinem Umfeld vermehrt fest.“

    Ich gebe zu, was diesen Aspekt anbelangt, bin ich völlig kompromisslos und oldschool. Ich bin mit dem Abschied aus dem Parkstadion aus dem Verein ausgetreten und habe keine neue Dauerkarte gekauft. In der Arena war ich zwei Mal. Trotzdem war mir Schalke immer eine Herzenssache. Solche Aktionen, wie die mit dem Trikotchip, sind nicht mein Ding. Wären die Bauern als erste damit angekommen, hätten alle von Kunden, Klatschpappen und Opernpublikum getönt.

  103. Nostradamus sagt:

    Laut Sky , Tranfsermarkt, Bild : Berater von Goretzka in München – es soll nur noch um die Höhe der Ablöse gehen. Angeblich ist Bayern bereit 17 Millionen solort zu zahlen plus 5 Millionen an Bonus.

    Nach Sane,Draxler, Sead Kolašinac nun also auch noch Goretka. Damit haben wir vier der Besten Spieler verloren, bleibt nur noch Fährmann übrig.
    Diese Spieler kann man niemals 1 : 1 erstetzten …wenn ich mich fragt steuern wir Richtung Katastrophe.

  104. Markus04 sagt:

    Mehrere Dinge.

    1. Wenn Goretzka nur mit Geld zu halten ist, sollte man ihn später ziehen lassen. Wenn ihm, sagen wir mal 5 Mio und das Gefühl auf Schalke zu spielen zu dürfen, nicht reichen, sollte man ihn ziehen lassen nach Ablauf des Vertrages. Das war auch schon meine Meinung bei der letzten Vertragsverlängerung vom Hunter.

    Wir sollten es aber auch so machen wie andere Clubs, nämlich unsere Verträge entweder vorzeitig verlängern, wie man es bei Kolasinac hätte tun können, oder aber dann auf Einhaltung der Verträge pochen. Denn die Besipiele Draxler, Neuer, Sane zeigen doch, dass wir keinen gleichwertigen Ersatz bekommen. Wenn es so wäre, wären unsere Manager besser als die der anderen Vereine. Sieht aber momentan nicht so aus.

    Ich weiß, hinterher ist man immer schlauer, aber vielleicht wäre die Saison mit Sane besser gelaufen als mit denen die wir neu geholt haben. Ja ich weiß auch, dass man ja nicht wissen konnte, dass die sich alle verletzen und so weiter und so fort.

    2. Zu den Trikots und dem Sponsoring aus Asien und der Tour nach China.

    Ich denke, dass der Ärmelsponsor schon darauf hofft, dass viele der Fans ihr Daten gerne hergeben und sich davon irgendwelche Vorteile versprechen. Warum sollte er das sonst machen?

    3. Schalke hat doch kein Einnahmenproblem. Es hat ein Ausgabenproblem.
    20 Mio (hört sich erstmal viel an) sind mal schnell verballert und dann weg. Kann man zum Beispiel ausgeben für Stambouli und Kono. Beide haben aber den Schalker Kader nicht nachhaltig stabilisiert.
    Wieviel cooler und nachhaltiger wäre es gewesen, zwei Spielern aus der U19 ab und zu Spielparxis zu verschaffen und publik zu machen, dass man aus Respekt gegenüber den Fans auf solche Touren und Deals verzichtet und hofft in der neuen Saison die beiden Jungs häufiger einsetzen zu können. Wie man ja auch an Kehrer sieht, werden die jungen Spieler normalerweise nicht schlecher durch Spielpraxis. Konstanz darf man allerdings von denen erst erwarten, wenn es gelingt, sie länger als Sane an den Verein zu binden.

  105. crisscross04 sagt:

    @Markus04:
    „3. Schalke hat doch kein Einnahmenproblem. Es hat ein Ausgabenproblem.“

    Na ja, das ist Auslegungssache. Unser Hauptproblem ist sicherlich nicht, dass wir zu wenig Sponsorengelder generieren.

    Unser Hauptproblem ist (mMn), dass das Management in den letzten 5-6 Jahren viel Geld in Spieler bzw. deren Gehälter investiert hat, die sich einerseits spielerisch bei uns nicht weiterentwickelt haben und somit auch nicht ihren Marktwert gesteigert haben. So gesehen haben wir auch ein Einnahmeproblem… ;-)

    Bei unseren Nachbarn läuft das ganze Finanzielle irgendwie besser. Wenn man sich mal vor Augen führt, dass die vor 13 Jahren praktisch finanziell insolvent waren und wir nun auf absehbarer Zeit finanziell (und somit wahrscheinlich auch sportlich) in einer anderen Liga spielen, ist das schon sehr bemerkenswert, welche Entwicklungen möglich sind, wenn das Management gut arbeitet. Und der Grund für diese Entwicklung ist sicherlich nicht, dass die Nachbarn an der Börse „herumspielen“, sondern eher, dass sie in regelmäßigen Abständen Spieler für wenig Geld einkaufen und für sehr viel Geld verkaufen.

    Noch ein Satz zu den Goretzka Gerüchten:
    Laut Medien ist es ja anscheinend nur noch eine Geldfrage. Aber die im Raum stehenden 17 Mil. halte ich persönlich für nen schlechten Witz, wenn Heidel darauf eingehen sollte. Was hat Kono noch gekostet? 12? Oh je…

    Frage: Würden wir diese ganze Diskussion über Vermarktung, Kommerz und Identifikationsverlust etc. auch führen, wenn wir unter den ersten 4 stehen würden? Ich glaube nicht! ;-)

  106. leoluca sagt:

    „Frage: Würden wir diese ganze Diskussion über Vermarktung, Kommerz und Identifikationsverlust etc. auch führen, wenn wir unter den ersten 4 stehen würden? Ich glaube nicht! ;-)“

    Auf. Den. Punkt.

  107. Markus04 sagt:

    Natürlich nicht,

    denn dann hatten wir wenigstens etwas.
    Aber so:
    +Identifikationsverlust
    +Schlecht zu ertragende Spiele
    +keinen sportlichen Erfolg
    +insgesamt ein Abwärtstrend.

    Wären wir unter den ersten 4 wären die letzten beiden Punkte zumindest nicht vorhanden und über Punkt 1 und 2 könnte man, würde man aber wohl nicht, streiten. Man würde dann aber wohl auch nicht über die Qualität der sportlichen Leitung reden und es würde leichter fallen einen guten Kader zu haben.

  108. Zeitspieler sagt:

    Mal was ganz anderes. Hier trauern einige Draxler und Sanè nach.
    Ich find es schade, dass Joel nicht mehr da ist!!!

  109. libuda.67 sagt:

    Es gibt tatsächlich blauweiße, die glauben Schalke entwickelt sich unter Weinzierl weiter in der nächsten Saison! Inzwischen sind doch andere Vereine an uns vorbeigezogen. Vereine, die für viel weniger Geld Bessere verpflichtet haben. Darum feiern wir Ereignisse, die zwanzig Jahre zurückliegen. Weil es in absehbarer Zeit nichts mehr zu feiern geben wird. Das Gute an Fussball auf Sky? Man kann es jederzeit abschalten ohne noch lange nach Hause fahren zu müssen

  110. Flo Kno sagt:

    Krass wie verbittert alle sind wenn man mal ein Jahr 10. wird.

  111. Eigenart sagt:

    Verbittert, in der Tat. Am Anfang der Saison fanden es viele angeblich überhaupt nicht schlimm, wenn Schalke die EL verpasst. Das sei der Preis für den Umbruch, hieß es.
    Jetzt kann man den Eindruck haben, Schalke wäre abgestiegen, so farbig werden hier die Untergangsszenarien skizziert.
    Ich bin auch nicht glücklich mit dieser Saison, aber ich habe auch schöne Spiele gesehen, jedenfalls mehr als unter Breitenreiter. Ich finde, sowohl Kolasinac als auch Goretzka und Kehrer haben sich unter Weinzierl deutlich verbessert. Ich traue Heidel gute Transfers zu und bin davon überzeugt, dass die nächste Saison besser wird. Und ich setze noch eins drauf: ich werde mich spätestens ab Juli auf die neue Saison freuen. Wie jedes Jahr.

  112. ReinerEdelmann sagt:

    <<<"Krass wie verbittert alle sind wenn man mal ein Jahr 10. wird."<<<

    Das ist so verkürzt dargestellt, dass es weh tut.

    Würde der Eindruck bestehen, dass eine Saison ein "Ausrutscher" wäre und man leicht wieder in die Spur kommen könnte, wäre die Enttäuschung viel geringer.

    Wir sehen jedoch eine kontinuierliche Abwärtsbewegung über mehrere Jahre (ich weiß, einige meinen, es sei sportlich auf selbem Niveau geblieben – da auch dies nicht ausreicht – sei es ´drum!). Damit einher geht die Entwicklung zum Ausbildungsverein für europäische Groß- und Geldclubs, siehe Sane, Matip, Draxler, bald Kolasinac und Goretzka.

    Wenig spricht dafür, dass sich diese Situation ändern wird, viel dafür, dass sich der Abstand zur spitze vergrößern wird.
    Im Turbo-Kapitalismus Profifußball (ohne, leider, leider, draft) werden die Starken immer stärker, die Schwachen immer schwächer.

    Auf der anderen Seite gelingt, gerade bei alten Säcken wie mir, der (in jedem Fall sehr schwierige!) Spagat zwischen Kommerz und Tradition kaum noch. Ich fühle mich nicht mehr als Prosument, sondern als stinknormaler Konsument. Wenn ich Jobst reden höre, wird mir übel. Der sowieso recht sinnfreie Spruch "Wir leben Dich!" wirkt wie eine leere Hülle.
    Dass ich weiß, dass man zum "Mitkrähen Körner braucht", macht es nicht besser, auch wenn die rationale Ebene bedient wird.

  113. hoffedocS04 sagt:

    Ja, @ReinerEdelmann, es gehört aber auch zur Weisheit „alter Säcke“, zu akzeptieren, dass jede Generation eine neue Sicht auf die Welt hat – ohne endlos darüber zu lamentieren.
    Die Welt dreht sich, und als Schalke gegründet wurde, waren auf den Straßen fast nur Pferdewagen, und es gab noch keinen Mannschaftsbus.

    Ich propagiere jetzt mal: die Einführung von Mannschaftsbussen hat zur Entfremdung von Schalke geführt^^

  114. ReinerEdelmann sagt:

    <<<"Ich propagiere jetzt mal: die Einführung von Mannschaftsbussen hat zur Entfremdung von Schalke geführt^^"<<<

    Aha.

  115. Rjonathan sagt:

    @ReinerEdelmann

    Damit einher geht die Entwicklung zum Ausbildungsverein für europäische Groß- und Geldclubs, siehe Sane, Matip, Draxler, bald Kolasinac und Goretzka.

    Aber das ist doch eine Verbesserung. Es ist doch eine Adelung der Arbeit, dass unsere Jugendspieler es zu den besten Vereinen der Welt (Real, ManCity, Bayern, PSG) in die Stammelf schaffen. Wenn das in den vorigen 20 Jahren nicht passiert ist, dann weil die Spieler nicht gut genug waren. Nicht weil Schalke die unglaubliche Strahlkraft hatte, dass Weltstars unbedingt bei uns bleiben wollten.

  116. ReinerEdelmann sagt:

    @Rjonathan,

    ich könnte darauf so einiges antworten, habe aber durch das Posting von Hoffe-SAP jegliche Lust zur Diskussion verloren.

    Ich warte auf den (Mannschafts-)Bus und die kommende Saison!

  117. derwahrebaresi sagt:

    @Rjonathan

    das ist ironie, oder?

  118. BlueNote sagt:

    @hoffedoc: Die alten Säcke hier (ich zähle mich mit Mitte 50 selbst dazu) bekritteln und beklagen doch nicht, dass nachfolgende Generationen die Welt anders sehen, sondern formulieren durchaus differenziert und sachlich Sorgen und persönliche Empfindungen rund um die Entwicklung des Fußballs im Allgemeinen sowie unseres Herzensclubs im Besonderen. Erst unsere Lebenserfahrung und die Reflektion und Analyse des früher Erlebten befähigt uns zu dieser Kritik. Das nun mit „lamentieren“ abzutun bringt uns doch in der Diskussion keinen Meter weiter. Wer „weise“ ist, soll also die Klappe halten? Ich denke ja garnicht daran. Und nicht vergessen: Die Generation 50+ ist zahlenmäßig keine Minderheit. Gewöhnt euch einfach daran, dass wir laut, unbequem und meinungsstark sind und bleiben! ;-)

  119. tool sagt:

    @hoffedocS04

    „es gehört aber auch zur Weisheit „alter Säcke“, zu akzeptieren, dass jede Generation eine neue Sicht auf die Welt hat – ohne endlos darüber zu lamentieren.“
    …und warum sehen auch so manche „junge säcke“ dies so? du kannst doch tatsachen wie investoren, steigende kommerzialisierung und vieles mehr nicht auf deine aussage runterbrechen. zudem die ablehnung der jungen generation auf derzeitige entwicklungen, nicht nur im fussball, eher zunimmt als abnimmt.

    in goretzka sollten auch keine ganz großen hoffnungen gesetzt werden. er hat noch verbindungen zu bo, aber schalke ist für ihn ein zwischenstop- nichts anderes hat er auch bisher betont.

    @Flo Kno

    „Krass wie verbittert alle sind wenn man mal ein Jahr 10. wird.“

    Krass, wie sehr jemand fanboy sein kann, wenn dieser noch fairness und objektivität fordert.

  120. Markus04 sagt:

    @rjonathan
    Ja das stimmt, es ist positiver wenn unsere Jungs es in die Spitzenclubs schaffen.
    Aber eigentlich wollen wir doch selbst ein Spitzenclub werden und kein Spatzenclub, oder? Und dann wäre es doch noch erst recht positiv, wenn wir die Geduld aufbringen würden mit den eigenen Jungs eine Spitzenmannschaft aufzubauen.
    Das geht aber nur, wenn wir nicht immer wieder viel Geld durch Transfers reinholen und für dieses Geld Spieler von außen holen, die auch nicht besser sind als die Jungs von uns, wenn man sie denn gezielt aufbaut.
    Klar darf man auch mal Spieler von außen holen. Das sollten aber Spieler sein, die zu uns, und nicht nur zu unserem Geld wollen.
    Zum Beispiel der Transfer von Höger zu Köln, oder der von Thon zu Schalke, oder der von Reus zu Dortmund oder der von Fährmann zu uns, das sind Transfers die in diese Kategorie fallen.
    Bei vielen Transfers und Vertragsverlängerungen der Vergangenheit habe ich da so meine Zweifel.

  121. leoluca sagt:

    Die beiden Personalien vor einem Jahr waren der Versuch der Vereinsspitze, das Ruder herumzureißen und wieder Anschluss zu kriegen an die Moderne im deutschen Fußball.

    Über einige Jahre war auf Schalke ein Fußball gespielt worden, der verstaubt und überholt war, während sich um uns herum viel bewegte. In dieser Saison stehen für diese Bewegung Julian Nagelsmann in Hoffenheim, Alexander Nouri in Bremen, Ralph Hasenhüttl in Leipzig und natürlich Thoams Tuchel in Dortmund. Alle diese Trainer haben den traditionellen Weg der „deutschen Tugenden und Physis“ längst verlassen und setzen auf technisch-taktische Spielkunst. Sie experimentieren mutig mit diversen Systemen, teils sogar während des Spiels.

    Die Verpflichtung von Markus Weinzierl war genau mit dieser Perspektive eines Mentalitätswechsels verbunden. Weinzierl stand für eine neue Mentalität.

    Mein Eindruck: Weinzierl wird hier sowohl aus einer traditionellen Perspektive kritisiert, die die Uhr auf Schalke zurückdrehen will, als auch aus einer Perspektive, die Weinzierl vorwirft, er habe seine Vorstellung von neuem Fußball viel zu wenig durch- und umgesetzt.

    Die zweite Position teile ich, die erste nicht.

  122. Rjonathan sagt:

    @Markus04

    Die Spieler verlassen den Club nicht wegen des großen Geldes. Sie verlassen ihn wegen sportlicher Perspektiven. Bei einem der ganz großen können Sie jeden Tag auf Weltklasse-Niveau trainieren. Und sie können von internationalen Erfolgen träumen. Um Spielern ein solches Umfeld zu bieten, brauchst du aber Geld und Stars von außen. Du brauchst ein Team, wo jede Position auf Weltklasse-Niveau besetzt ist und das kann uns nun auch nicht Norbert Elgert hinzaubern. Da muss man schon Millionen in Stars investieren.

    Wollen wir wirklich ein Spitzenclub dieser Kategorie werden? Da muss man sich schon entscheiden. Bis auf Real (da weiß ich es nicht genau) hat es keiner der genannten Clubs ohne Investor geschafft, da zu stehen. Entweder man will das große Konzert und die große Kohle – oder man will die Kohle nicht, dann wird eine Liga kleiner gespielt. Und im letzteren Fall werden uns IMMER die größten Talente verlassen.

  123. derwahrebaresi sagt:

    @Rjonathan
    Draxler (bspw.) wechselte zu VW wegen der sportlichen Perspektive?

  124. papajoe04 sagt:

    @Markus04

    „…der Transfer von Höger zu Köln, oder der von Thon zu Schalke, oder der von Reus zu Dortmund oder der von Fährmann zu uns, das sind Transfers die in diese Kategorie fallen.“

    Auch der Wechsel von Embolo zu uns zählt für mich dazu. Embolo, ein Junge aus Basel, der unbedingt nach Schalke wollte und sich voll mit dem Club identifiziert. Ich freu mich auf den „Neuzugang“ in der neuen Saison und hoffe, daß er endlich zeigen darf was er kann.

    Ich sehe auch, daß, im Vergleich zu den vergangenen Jahren, positive Entwicklungen zumindest im Ansatz sichtbar sind. Den Vergleich der Umstellung von Zwei-Finger-System zu Zehnfingersystem beim tippen finde ich absolut nachvollziebar und passend. Ein schönes Bild. Der Moment wenn es plötzlich funktioniert und Automatismen greifen.

    Der Verein muss nun analysieren, die richtigen Schlüsse ziehen und vor allem geduldig beleiben.

  125. mika sagt:

    Für alle, die glauben, daß laut Heidel „die Mannschaft um Goretzka gebaut“ wird…..und das der nur wegen eines „defekten Navis“ zufällig bei den Bayern ist.
    Draxler haben Sie vorher mit dem „LKW“ durch die Gegend gefahren…das Ende ist bekannt…
    Spätestens nächstes Jahr ist er weg, wenn nicht schon eher.
    Das Blöde ist nur, daß ich ihn sowohl aus sportlicher als auch aus finanzieller Sicht
    völlig verstehen würde….was hat er für Perspektiven bei uns?

    DFP-Pokal 1. Runde?
    25 Jahr Feier Eurofighter?
    Abstiegskampf live – ich hoffe nicht, aber wenn es schlecht läuft…?

    Die Entwicklungspotentiale sind bei uns in der Glaskugel verborgen und ich hätte an seiner Stelle auch keine Lust den „Heilsbringer“ zu spielen…ich würde – wenn ich das Niveau hätte – auch lieber mit Kollegen auf Augenhöhe spielen.
    Als „Heilsbringer“ wäre jeder junge Mann überfordert…und ich halte es zudem für eine schlechte Strategie, eine Person so exponiert darzustellen in einer Mannschaft.

  126. RJonathan sagt:

    @derwahrebaresi
    Ja. Löw riet ihm zu einem Vereinswechsel, da die mangelnde Kontinuität und der Druck seiner Entwicklung nicht gut tun würden. Dabei war aber natürlich von Anfang an klar, dass das nur eine Übergangsstation war. Ähnliches gilt für Özil und Werder.

  127. Flo Kno sagt:

    @ tool:
    „Krass, wie sehr jemand fanboy sein kann, wenn dieser noch fairness und objektivität fordert.“

    Wenn ‚krasser Fanboy sein‘ bedeutet, dass man einen Tag nach Abpfiff wieder klar denken kann und Fairness und Objektivität nicht für Weichtitten-Tugenden hält, dann empfinde ich das nicht als Beleidigung. Falls es so gemeint war.

  128. mika sagt:

    Eigentlich ist diese Zeitung nicht mein Ding, aber es ist auf den Punkt gebracht!
    http://sportbild.bild.de/bunde.....port.html#
    Leider….aber kein Problem – es kommt ja Gustavo, ein anerkannter Leistungsträger und echter Malocher in den Pott… :O)
    Euch allen ein schönes Wochenende und vlt. ja mal ein schönes Spiel in Ingolstadt, auch wenn es um nichts mehr geht…

  129. Flo Kno sagt:

    Ich konnte den Sportbild-Artikel leider nicht bis zum Ende lesen, ich hatte meinen Bingo schon nach 42 Wörtern.

    Hab ich danach noch was verpasst?

  130. leoluca sagt:

    Pardon, aber wer diesen vor billiger Polemik triefenden Bild-Kommentar gut und treffend findet, dem ist mit Argumenten nicht mehr zu helfen.

  131. Markus04 sagt:

    @leoluca
    Dann bring doch bitte nochmal deine Argumente vor, am besten mit Fakten unterfüttert.
    Ich nehme an pro Weinzierl.
    Ich möchte nochmal klarstellen, mir geht es nicht um Weinzierl oder Breitenreiter bzw Heidel oder Heldt, sondern um den Ansatz der dahinter steckt jemanden wie Weinzierl oder Heidel oder Heldt zu holen und eben nicht Mulder, Metzelder oder Büskens.

  132. Klopenner sagt:

    @Markus04

    Welcher ehemalige Schalker Spieler mit echtem Stallgeruch (also Identifikation) hat denn die nötige Qualifikation für den Job? Und welcher mit Qualifikation hat einigermaßen Erfolge vorzuweisen? Da fällt mir als Trainer nur Wilmots ein, der aber eigentlich auch nur Nationalteam konnte und im Tagesgeschäft einiges schuldig geblieben ist.

    Klar sind Büskens, Metzelder, Thon etc. Schalker Persönlichkeiten, aber niemand von denen hat tatsächlich etwas vorzuweisen wenn es um Training oder Management geht.

    Mit Andreas Müller haben wir das im Management übrigens schon versucht. War auch mega erfolgreich, oder? Mit Büskens und Mulder und auch Wilmots haben uns auch schon drei Ex-Spieler kurzzeitig trainiert

  133. mika sagt:

    @leoluca
    Es ist leider genau anders.
    Wer nach so einer Saison noch die Augen zu macht und behauptet auch nur im Ansatz eine positive Entwicklung bei uns zu sehen, dem ist nicht mehr zu helfen….
    Als das Team Weinzierl/Heidel kam war ich bereit, den beiden 2-3 Jahre Zeit zu geben, weil Veränderungen halt Zeit brauchen, um zu greifen. Von Entwicklung ist nun aber nach einem Jahr wirklich nichts zu sehen und wenn es weiterhin so schlecht laufen sollte, dann haben wir in der naechsten Saison ganz andere Probleme…

  134. leoluca sagt:

    „Wer nach so einer Saison noch die Augen zu macht und behauptet auch nur im Ansatz eine positive Entwicklung bei uns zu sehen, dem ist nicht mehr zu helfen….“ (mika)

    Ich kann diese Behauptung nicht begreifen. Sie ist nicht belegt durch Spielanalysen – und sie nimmt die zahlreichen Spielbewertungen in diesem Blog einfach nicht zur Kenntnis, die sich mit den Fortschritten im Spiel der Schalker Mannschaft befassen.

    Zuletzt gegen Leverkusen, als wir zwar immer noch viel Stückwerk gesehen haben, aber eben auch ein Angriffsspiel aus der eigenen Hälfte heraus, das schnell und überlegt war. Auch die Doppelsechs klappt besser, nicht nur wegen Bentaleb, der spektakulär spielt, sondern auch wegen Stambouli, der vor allem in Leverkusen die Defensivordnung grundsolide führte. Von wegen Transferflop.

    Mir gefällt es natürlich nicht, wenn Weinzierl beim Ballbesitz bzw. beim Kombinieren nicht großartig weitergekommen ist und stattdessen auf einfache Lösungen setzt: Flügelspiel, weite hohe Bälle, Blitzkonter.

    Aber spricht das für seinen Rauswurf? Sehe ich nicht. Dass er grundlegende Veränderungen bzw. Modernisierungen anstrebt, konnte man vielfach in den guten Schalker Spielen dieser Saison erkennen – ja, im Unterschied zu den drei Jahren davor.

    Weinzierl wird es im nächsten Jahr leichter haben, mit der Mannschaft kontinuierlich zu arbeiten – die Mehrfachbelastung ist weg und das große Verletzungspech auch. Umso kritischer wird man seine Arbeit bewerten müssen.

  135. mika sagt:

    @leoluca
    Deinen Optimismus möchte ich haben….
    Bin mal auf die „Analyse“ zum heutigen Spiel gespannt.
    Wahrscheinlich wieder positive Fortführung der guten Ansaetze….auch bei Stambouli….
    :-) Wenn ich eine positive Entwicklung sehen möchte gucke ich mir Spiele und die Rueckrunde von Werder Bremen an!

  136. crisscross04 sagt:

    Vor allem finde ich es bemerkenswert, dass einige User hier bei den Trainern der letzten Jahre ausschließlich das Negative sehen, bei Weinzierl aber (fast) nur das Positive, dass in 4-5 von 34 Spielen aufm Platz gezeigt wurde, sehen (wollen). Wieso glaubt ihr eigentlich, dass die paar positiven Spiele/Ansätze die Grundlage für eine erfolgreiche neue Saison sind?! Ich empfinde diese Ansätze als das, was sie sind: Ansätze und eigentlich nur die Ausnahmen der Regel!

    Aber nun gut, dass heutige Spiel zeigt mir erneut, wie es um die Einstellung, Taktik, Spiellust und Moral der Mannschaft bestellt ist. Es ist egal, ob es um etwas geht oder nicht, ob die Spieler ausgeruht oder englische Wochen spielen, auf dem Platz sehe ich kein Konzept, keine Kreativität und auch kein Siegeswillen! Ich kapiere es einfach nicht, wo darin einige User hier den Fortschritt sehen?!

    Und dass Weinzierl den Hunter für die letzten 3 Minuten bringt, zeigt für mich einmal mehr, dass er zudem wenig Fingerspitzengefühl hat und dass er Schalke und seine Fans nicht versteht.

    Wir sind nur noch graues Mittelmaß, die nicht mal mehr eine Berichterstattung wert ist. Danke Heidel/Weinzierl für diesen Umbruch in die Bedeutungslosigkeit!

  137. mika sagt:

    So viel zu meinem „Optimismus“ – im letzten Spiel ging es um Nichts mehr und wir versinken im Nichts….Torsten hat mit seiner Überschrift den letzten Spieltag perfekt vorweggenommen…..Tja, – nothing left to say…

  138. crisscross04 sagt:

    Doch, zeei habe ich noch: ;-)

    Diejenigen, die auf die Euroleague und die damit verbundenen Sonntagsspiele keine Lust haben, die sollten sich mal die Bilder aus Köln zur Gemüte führen.

    Und wenn jemand die heutige Leistung damit abhakt, dass es um nichts mehr ging, sollte mal nach Darmstadt schauen.

    Viel zu schauen also! ^^

    Einen ähnlichen desolaten Haufen sehe ich eigentlich nur in Wolfsburg. Schön zu wissen, dass wir dort an einigen Spielern interessiert sind. ;-)

  139. Chris(tian) sagt:

    Leider sehr treffend gesagt.

  140. hoffedocS04 sagt:

    @Reiner Edelmann
    @tool
    @Blue Note
    Ich habe mit SAP nichts zu tun und opfere mich sozusagen – meist übermüdet – für diese Menschheit auf;-)
    Und ich nehme das Unbehagen an der Kommerzialisierung ernst und habe es selbst.
    ABER
    Ich habe auch ein Unbehagen, dass Menschen nicht mehr miteinander reden, sondern nebeneinander sitzen und nur auf ihr Smartphone schauen.

    Ich habe an vielen Entwicklungen ein Unbehagen, aber das hatte beispielsweise auch Goethe zu seiner Zeit an der nach ihm kommenden Generation.

    Irgendein Mit-Diskutant hat weiter oben gesagt: ihr braucht das Trikot ja nicht zu kaufen. Er hat Recht: wir haben die Wahl, was wir persönlich mit der Entwicklung machen.
    Und dafür sind wir auch verantwortlich.
    Es ist aber vollkommen sinnlos, die Vergangenheit zurück zu wünschen, Entwicklungen aufhalten zu wollen.
    Das nenne ich dann „lamentieren“, weil es Zeitverschwendung ist.

    Viele sind über die IT-Branche reich geworden und werden reich durch sie.
    Wenige haben damit so viel Sinnvolles getan wie Dietmar Hopp (Medizin, Sport etc.) oder Bill Gates (z.B. endlich Impfstoff für Malaria zu entwickeln. In den wurde von Pharmakonzernen kaum etwas investiert, weil es eine Krankheit der armen Länder war, und da ließ sich nicht genug verdienen)
    DAFÜR sind diese Leute verantwortlich, WAS sie mit dem erworbenen Geld tun. Dass man durch IT reich werden kann, das ist eine Entwicklung dieser Zeit, in der wir leben.

    Und Schalke? Wird sich nur weiter entwickeln, wenn es verantwortlich mit den Möglichkeiten unserer Gegenwart umgeht.
    (GAZPROM als Sponsor gehört/e NICHT dazu…)

  141. blues sagt:

    @hoffedocS04

    „Es ist aber vollkommen sinnlos, (…), Entwicklungen aufhalten zu wollen. Das nenne ich dann „lamentieren“, weil es Zeitverschwendung ist.“

    Das ist mir ein wenig zu fatalistisch. Die Schweizer zum Beispiel versammeln sich heute um über den Einsatz von Atomkraft abzustimmen. Schalke kann sich zwischen verschiedenen Sponsoren, zwischen AG und Verein entscheiden.

    Vielleicht täuscht die Lebenswirklichkeit im Hoppschen Mäzenatentum häufig darüber hinweg, dass man es eigentlich Politik nennt, wenn man Entwicklungen gestalten kann.

  142. leoluca sagt:

    „Einen ähnlichen desolaten Haufen sehe ich eigentlich nur in Wolfsburg.“

    Ich halte das für eine analytische Bankrotterklärung.

    Rein faktisch ist Schalke in dieser Saison eine der Mannschaften mit den höchsten Laufleistungen. Nur die CL-Teilnehmer haben weniger Tore als Schalke kassiert. Bei den gewonnenen Zweikämpfen liegt Schalke ebenfalls mit weit über der Hälfte gut im Rennen. Auch die Ballbesitz-Quote liegt weit über 50 Prozent. Und mit Goretzka, Bentaleb, Meyer, Stambouli haben wir zwar eine junge, aber jetzt schon eine der besten Mittelfeld-Achsen der Liga. Was die Mannschaft an neuer Spielkultur leisten kann, haben wir in beiden Spielen gegen Leverkusen, Dortmund, Leipzig und Bayern und im Amsterdam-Rückspiel deutlich gesehen. Wirklich schlecht wurde zum Beispiel gegen Frankfurt und Ingolstadt gespielt, aber ansonsten war Schalke eigentlich trotz zu vieler Niederlagen nie die schlechtere der beiden Mannschaften.

    Woran es vor allem haperte: der Ball kam äußerst selten nur in den gegnerischen Strafraum. Schalke hatte viel zu wenig Chancen direkt vor dem gegnerischen Tor. Es mangelte an Tempo und Passgenauigkeit im offensiven Mittelfeld. Gleichzeitig hat Weinzierl absolut recht, wenn er die komplette Saison hindurch einen Stürmer vermisste, der zwischen 10 und 15 Tore macht.

    Von Heidels Saisonanalyse erwarte ich, dass sie uns erklärt, warum Schalke nach dem Ausscheiden aus der Euroleague die guten Chancen liegen ließ, noch Platz 5/6 zu erreichen. Warum war da plötzlich, nach Wegfall der Doppelbelastung, die Luft raus? Warum spielten plötzlich die meisten – Goretzka inclusive – weit unter ihrem Niveau?

  143. crisscross04 sagt:

    @leoluca:
    Ich sag ja bemerkenswerte Wahrnehmung. ;-)

    Du führst 6 Spiele von 50 an, wo Du eine neue Spielkultur gesehen haben willst. 6 von 50… Merkst Du was?!

    „Und mit Goretzka, Bentaleb, Meyer, Stambouli haben wir zwar eine junge, aber jetzt schon eine der besten Mittelfeld-Achsen der Liga.“
    Ach ja? Und wieso konnte „einer der besten Mittelfeld-Achsen der Liga“ so wenig Großchancen generieren?
    Also wenn einer hier eine „analytische Bankrotterklärung“ abliefert, dann ist es Deine Analyse. Im Übrigen werden 50%
    Deiner neuen Traumachse in der kommenden Saison nicht mehr für uns kicken… aber ich verliere mich im Detail! ;-)

    Fakt ist: Genau diese „grandiose“ Selbstüberschätzung wird uns nur noch tiefer in den Abgrund treiben!

    Weder Trainer noch Manager haben scheinbar begriffen, wie schlecht wir in dieser Saison wirklich waren! Und damit meine ich nicht, das desolate Verpassen der EL, was nur die Spitze des Eisbergs war.

    19 Punkte hinter Platz 4 und 6 Punkte vor der Relegation – das ist die wahre und realistische Standortbestimmung unserer Saisonleistung. Wir können wahrlich froh sein, dass wir in den letzten Spielen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hatten. Wir hätten wahrscheinlich grandios versagt, wenn man sich die Leistungen und Siegeswillen gegen Darmstadt und Freiburg anschaut, wo es noch um sehr viel ging.

    Und noch einmal: diese (Saison-) Leistung ist umso katastrophaler, wenn man bedenkt, dass Heidel 70 Millionen investiert hat.

    So, und jetzt habe ich mir wieder „umsonst“ die Finger wund geschrieben. ;-)

  144. Simson sagt:

    @leoluca
    so sehe ich das auch.

    Es macht halt sehr viel kaputt, wenn ausgerechnet das Offensivspiel nicht klappt. Das zieht alles runter. Man nehme mal an, Schalke hätte durch super Offensive viele Tore geschossen und nach vorne begeistert, aber im Gegenzug wäre die Aberwehr das Saisonproblem gewesen und man hätte exakt die selbe Ausbeute wie jetzt gehabt. Ich würde wetten, dass dann viele Zukunftsvisionen deutlich rosiger wären. À la „Man müsste nur die Defensive stabilisieren, dann läuft es..“

    Dass es Offensiv nicht läuft ist eben das was alle Hauptkritikpunkte ausmacht. Fehlende Spielidee, „Lustlosigkeit“, Verpassen von Chancen,… aber auch wenn viele die Hoffnung dara. Schöpf, Embolo, Choupo-Moting, Huntelaar, Coke, die alle entweder offensiv spielen oder als „Zulieferer“ dienten, verletzen sich über erhebliche Zeiträume. Dazu kamen englische Wochen am laufenden Band. Was mit Konoplyanka war und ist, werden wir wohl nie erfahren, aber ich glaube nicht, dass er aus persönlichen Animositäten auf der Bank gesessen hat – ich denke die Verantwortlichen konnten das besser Entscheiden als alle anderen.

    Ziehe ich nun in Betracht, dass sich auch für die Spieler ihre komplette Chefetage, die Spielidee und Konzept im letzten Sommer geändert haben, und man dann am Anfang dermaßen aufn Sack bekam, ist es schon gar nicht mehr so verwunderlich (zumindest für mich), dass es nie so richtig ins Rollen kam. Vor allem, weil uns, sobald mal etwas aufkeimte, eine Verletzung wieder zurückgeworfen hat und er Druck die gesamte Saison über konstant hoch war. Zudem haben wir eine ziemlich junge Mannschaft, auch wenn einige schon längere Zeit dabei sind spielt das sicherlich eine Rolle.

    In Anbetracht all dieser Umstände bin ich gerne bereit mein Versprechen vom Saisonbeginn, der Mannschaft und Trainer/Manager Zeit zu geben, zu halten. Die Offensive war ganz klar unser Problem und das will ich nicht schönreden, aber ich erkenne einige Umstände die die Schlechtleistung erklären können. Zumindest für mich persönlich.

    Wenn ich nun die Analysen höre, dass Seitens der Verantwortlichen das Tempo nach vorne und das Flügelspiel moniert wird und hier Nachbesserung angekündigt wurde, lässt mich das doch hoffen, dass die offensiven Probleme angegangen werden. Daher habe ich Hoffnung und Vertrauen und Glaube immer noch dran, dass wir nicht auf dem falschen Weg sind. Manchmal kann man einfach nicht Luftlinie fliegen sondern muss Umwege in Kauf nehmen. Insbesondere, wenn viele davon nicht hausgemacht sind.

    Das war meine kleine persönliche Saisonanalyse und hoffe, im nächsten Jahr besseren Fußball zu sehen. Ich glaube daran, genau wie an Weinzierl :-)

  145. Josch sagt:

    @crisscross04
    Ne, hast du nicht, so kann ich mir das Formulieren sparen. Bin völlig bei Dir, diese Blauäugigkeit – oder ist es die blau-weiße Brille?- macht einen nach diesem seelenlosen Gekicke fassungslos.

  146. Claus sagt:

    „Vielleicht täuscht die Lebenswirklichkeit im Hoppschen Mäzenatentum häufig darüber hinweg, dass man es eigentlich Politik nennt, wenn man Entwicklungen gestalten kann.“

    Also wenn ich mir manche Kommentare in den Schalke-Foren (TFF,Block5) so durchlese erschreckt es mich eher, dass diese Leute u.U. „mitgestalten“ können…
    Nicht dass die Mäzene immer alles richtig entscheiden, schlechte Beispiele gibts genug. Aber wie sagte Churchill (angeblich):“Das beste Argument gegen Demokratie ist eine 5minütige Unterhaltung mit dem Wähler auf der Strasse.“ ;-)

  147. Altix sagt:

    Das Churchill Zitat kannte ich noch nicht. Aber es gefällt mir :)

  148. Ney sagt:

    Verachtung gegenüber der Demokratie (Herr C. war schließlich von Adel) und Überheblichkeit gegenüber Wahlberechtigten als Erfolgsformel für Schalke? Als nicht nur im Staat, sondern auch in den Sportvereinen das Führerprinzip galt, erreichte Schalke 5 Meisterschaften, daher vielleicht.

  149. Roman sagt:

    Ich war heute am Stadion. Drinnen sollte das Eurofighter-20-Jahre-Spiel stattfinden.

    Ich stand am Eingang Nord und habe dort Schalke Unser verteilt. Vielleicht stand ich dort taktisch nicht gut, aber ich hatte den Eindruck, dass das Stadion bei weitem nicht voll wird.

    Ich habe grad Fotos zugeschickt bekommen, da stand was auf dem Anzeigewürfel von fast 32.000 Zuschauern. Von Leuten vor Ort hörte ich allerdings was von max. 15.000 Zuschauern.

    Ich bin übrigens nicht ins Stadion gegangen. War meine Entscheidung, ich wollte die UEFA-Cup-Tour 96/97 in meinem Gedächtnis behalten. So wie es damals war.

    Ich habe damals alle 12 UEFA-Cup-Spiele live im Stadion gesehen. Heute traf ich dann auch Mike aus Bonn wieder. Ihn hatte ich damals überall getroffen, er hat in der Saison 96/97 48 Spiele von Schalke gesehen: 34 Ligaspiele, 12 UEFA-Cup-Spiele, 2 Pokalspiele.

    Heute hat er sich von Schalke verabschiedet. Er sagte mir, es sei sein letztes Schalke-Spiel, das er sich ansehen werde. Um nochmal in alten Zeiten zu schwelgen. Und eine Mannschaft zu sehen, für die er sich damals zerrissen hätte, für die er durchs Feuer gegangen wäre.

    Mit dem Schalke von heute kann er nichts mehr anfangen. Und das hat nichts, aber auch gar nichts, mit dem Tabellenstand zu tun. Fan von Schalke ist er nach einer 0:6-Niederlage gegen Bochum geworden. Mitglied wurde er 1980.

    Mich hat diese (vielleicht wirklich letzte Begegnung) mit Mike nachdenklich gemacht.

    Ich bin mir natürlich bewusst, dass viele (auch unpopuläre) Dinge notwendig sind, um einen Verein in der Bundesligaspitze zu etablieren. Da ist aber definitiv irgendetwas verdammt falsch gelaufen, wenn Fans wie Mike dem Verein den Rücken zukehren. Und Mike ist da nicht alleine, das ist gewiss.

  150. Markus04 sagt:

    @leoluca
    „Von Heidels Saisonanalyse erwarte ich, dass sie uns erklärt, warum Schalke nach dem Ausscheiden aus der Euroleague die guten Chancen liegen ließ, noch Platz 5/6 zu erreichen. Warum war da plötzlich, nach Wegfall der Doppelbelastung, die Luft raus? Warum spielten plötzlich die meisten – Goretzka inclusive – weit unter ihrem Niveau?“

    Klar wird er bestimmt liefern. Kann ich dir aber schon jetzt sagen.
    Schuld sind das Umfeld, die Spieler, die Bayern (bei Goretzka), Heldt und das Verletzungspech.

    Also von Heidel und Weinzierl erwarte ich eigentlich wenig.
    Nochmal, der größte Fehler von Heidel, war sich nicht unserern Laden in Ruhe von Innen zu begucken und dann langsam sinnvolle Veränderungen durchzuführen, sondern ohne fundierte Analayse (die kann er nicht gemacht haben, denn er war ja noch im Mainz unter Vertrag) sofort im großen Stil loszulegen. In der Politik nennt man sowas Populismus im Managment Aktionismus.

    Zweitens sind da solche Aussagen wie vor Saisonbeginn nach dem Transfer von Sane(!) wie etwa . ich zitiere mal frei – „ich werde keine Megatransfers oberhalb von 10 Mio machen“, um dann Embolo, Bentaleb und Kono zu holen. Wenn man meint, das sei taktisch geschickt gewesen, um die Preise zu drücken….ich kann kein Transferschnäppchen vom Saisonbeginn erkennen.
    Was soll man an ehrlicher offener selbstkritischer Analyse erwarten?

    Aber vielleicht werde ich mal positiv überrascht und er sucht mal nicht ausschließlich die Schuld bei den Spielern, seinem Vorgänger (den ich auch immer sehr kritisch gesehen habe), dem Umfeld und dem Verletzungspech.

  151. Altix sagt:

    @Ney: Da war es wieder, Godwin’s Law…

  152. Nigbur 48 sagt:

    Nur für meine Brownie Points : das 0:6 gegen Bochum war erst 1981. Kann mich noch gut daran erinnern, weil ich auch im Stadion war.

  153. Roman sagt:

    Ja, mea culpa. Er ist beim 0:6 Fan geworden und in den 80ern Mitglied.

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