Messias Tedesco? Erst mal nur „der Nächste“

Eine lange Saison steckt in den Schuhen. Der Endspurt. Gewonnen, verloren, unentschieden. Gewonnen, verloren, gewonnen. Noch ein Spiel gegen einen gleichwertigen Gegner. Ein Punkt reicht, um das Saisonziel doch noch zu erreichen! Auf Sieg spielen, an sich glauben! Um dann doch zu verlieren.

Klingt nach Schalke. Ähnlich widerfuhr es den Blauen immer dann, wenn man doch noch auf einen Europa League-Platz hätte kommen können. Die oben beschriebene Abfolge ereilte aber Erzgebirge Aue. Am letzten Spieltag verlor Aue in Düsseldorf mit 0:1.

Dass Aue auf „Sieg spielen“ würde, wie von Tedesco angekündigt, davon war kaum etwas zu sehen. Zwar kombinierten die Veilchen teilweise ansehnlich, aber kaum bis ins letzte Drittel.

… schrieb der kicker später. Dass Aue dennoch feiern durfte und nicht in die Relegation musste lag daran, dass Bielefeld und 1860 München ihre letzten Spiele ebenfalls nicht gewannen. Als Retter Aues durfte sich Domenico Tedesco selbstverständlich dennoch feiern lassen. Von 11 Spielen unter seiner Leitung verlor Aue nur drei, gewann sechs. Aber als ein Proficlub wie Schalke 04 …

verpflichtet man ja nun wirklich keinen Trainer, der für ein paar Wochen bei Aue wohl gute Arbeitet leistete, sondern in erster Linie den von vielen als überragend empfundenen Jugendtrainer, der auch in Aue überraschend großen Erfolg hatte.

… wie Kommentator sternburg gestern so treffend schrieb.

Bevor Domenico Tedesco im März Aue übernahm war er U19-Trainer in Hoffenheim. Dieses Amt hatte er erst zu Saisonbeginn übernommen. In der Saison zuvor gewann Hoffenheim die Staffel Süd/Südwest. In den 20 Partien unter Domenico Tedesco kam Hoffenheim auf 10 Siege, 2 Unentschieden und 8 Niederlagen. Bei seinem Abschied belegte die TSG Platz 4 und hatte bei einem Torverhältnis von 38:35 die zweitmeisten Gegentreffer kassiert.

Bevor er nach Hoffenheim kam war Domenico Tedesco Cheftrainer der U17 des VfB Stuttgart. In der Saison 2013/2014 führte er das Team auf Platz 2. In der Saison 2014/2015 gewann sein Team die Staffel. In den zwei Spielzeiten vor Domenico Tedesco belegte die U17 des VfB Stuttgart ebenfalls Platz 2 und 1. In den zwei Spielzeiten nach Domenico Tedesco belegte die U17 des VfB Stuttgart Platz 1 und 2.
 
 
Stopp!

Der Wieland, der ewige Mopperkopp! Will der den neuen Trainer schon vor dem ersten Testspiel schlechtmachen? Was will er uns damit sagen? Dass sich Heidel vertan hat?

Nein. Ich möchte nur darstellen, dass Schalkes neuer Trainer kein Messias ist, und dass seine Erfolge mit Jugendteams keineswegs so spektakulär waren, wie man glauben könnte, wenn man nun die vielen Jubeltexte liest, die gerade über ihn verfasst werden. Experten nennen Domenico Tedesco eines der größten Trainertalente. Aber das wurde zuvor eben auch schon über viele gesagt. Gerade zwischen den Spielzeiten wird viel gelobt. Wer wissen will, was ich meine, suche mal nach Texte über Markus Weinzierl, als dieser zum Trainer des Jahres ernannt wurde.

Ich freue mich auf Domenico Tedesco. Er wirkt sympathisch und enthusiastisch. Man sagt, er wisse was er tue. Er hat noch nirgendwo enttäuscht. Sein junges Alter empfinde ich nicht als problematisch. Ich sehe keinen Grund zur Sorge, ich wüsste nicht, warum ich diesem Trainerwechsel nicht optimistisch begegnen sollte. Noch sehe ich aber auch keinen Grund, heute optimistischer zu sein, als ich es bei den Trainerwechseln zu Roberto Di Matteo, André Breitenreiter oder Markus Weinzierl war.

Ma’kucken.



Foto: Tomek Bo



70 Kommentare zu “Messias Tedesco? Erst mal nur „der Nächste“”

  1. blues sagt:

    Die Ausgangssituation für den neuen Trainer könnte nicht besser sein:

    Tönnies´mediale und öffentliche Zurückhaltung fördert weiter die Ruhe auf dem Berger Feld.
    Schalke hat den Absturz ins Mittelmaß bereits hinter sich.
    Es wurden bis zum Trainingsbeginn, innerhalb der letzten 15 Monate, insgesamt 110 Mill Euro in den Kader investiert.
    Das Trainingsgelände und die Mannschaftsräume entsprechen endlich neuesten Bedingungen.
    Bereits zum Trainingsbeginn Anfang Juli steht der komplette Kader einschließlich der drei bis vier Neueinkäufe auf dem Platz, so zumindest hat es Christian Heidel angekündigt.
    Der Kader dürfte zu Trainingsbeginn runderneuert und frei von Verletzten sein.
    Schalke spielt nur im Pokal und in der Bundesliga, hat viel Trainingszeit und kann auch zwischen den Spieltagen an sich arbeiten.
    Lange traf es die Rede von „optimalen Voraussetzungen“ für einen neuen Schalker Trainer zum Saisonstart nicht besser, als genau jetzt.

  2. Carlito sagt:

    Ach man Torsten, nimm mir doch nicht direkt wieder all meine Euphorie!

  3. Rabenherz sagt:

    Schöner Text! Ein angenehmer Kontrast zur Euphorie. Aber so sind wir Schalker eben. Zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt gibt es nix anderes.

  4. Jörg sagt:

    Tja, ich hätte mir eigentlich auch einen etwas erfahreneren Trainer gewünscht. Weinzierl, Breitenreiter, di Matteo und Keller hatten allesamt wenig Erfahrung im Umgang mit einem schwierigen Profikader. Allerdings hatte sie Huub Stevens bei seinem zweiten Anlauf und ist trotzdem gescheitert.

    Also heißt es mal wieder abwarten und hoffen…

  5. Eddi04 sagt:

    Auch ich hätte mir einen etwas erfahreren Trainer gewünscht. Der Markt hätte schon was hergegeben. Heidel jedenfalls ist gewaltig ins Risiko gegangen – ich glaube wenn das nicht klappt ist er schwer angeschlagen schon.

    S04 ist eben nicht Hoffenheim oder Mainz. Das Umfeld und die Medien hier sind eine ganz andere Hausnummer.

  6. Ney sagt:

    [Dirk Mack, der Leiter der Hoffenheimer Nachwuchsabteilung,] erklärt: „Wenn ein Trainer alle internen Abläufe, die Leute, die Infrastruktur und die Philosophie des Vereins schon lange kennt, und durch seine Arbeit überzeugt hat, dann hat er es sicherlich erst einmal einfacher als ein Fremder, der neu in den Verein kommt.“ Das sei auch die Überlegung gewesen, als man Nagelsmann die Profis anvertraut habe.

    (taz vom 5. November 2016)

    Da ist also erstmal eine Hürde. Wenigstens springt er nicht mitten in der Saison ein.

  7. Ney sagt:

    P.S.
    Mal was anderes – so viel Freude kann Schalke 04 imer noch auslösen http://www.berliner-kurier.de/.....s-27775764

  8. leoluca sagt:

    Als Christian Heidel vor einem Jahr seinen Job auf Schalke antrat, versprach er, für Kontinuität und Geduld zu sorgen, die die wichtigsten Voraussetzungen für langfristigen Erfolg seien. Er konnte sich dabei auf seine Arbeit in Mainz berufen, wo er mit Jürgen Klopp und Thomas Tuchel jeweils über lange Zeit zwei der besten Ligatrainer beschäftigt hatte.

    Also handelte er nach Mainzer Erfolgsmuster und holte mit Markus Weinzierl einen Trainer mit großem und in der Liga allseits anerkanntem Aufsteigerpotenzial.

    Es ist anders gekommen. Und die hämischen Kritiker von Heidel sagen seit vielen Wochen gerne einen Satz: Schalke ist nicht Mainz.

    Heidel musste also seine Trainerentscheidung von vor einem Jahr korrigieren – und wie man hört und liest, spielten dabei Mannschaft und Spieler durchaus mit, als es darum ging, die Probleme Weinzierls im Binnenverhältnis zu beschreiben und Zweifel an seiner Kommunikation und Personalführung zu nähren.

    Nun hat Clemens Tönnies in seinem Reviersport-Interview vom letzten Freitag zugegeben, dass man sich in der Vorstandsetage auf der Suche nach einem neuen Trainer natürlich auch mit Thomas Tuchel beschäftigt, aber sich gegen ihn entschieden habe, weil es so kurz nach der Entlassung in Dortmund der falsche Zeitpunkt gewesen wäre.

    Tönnies: „Ich weiß nicht, wie die Fans das aufgenommen hätten. Tuchel ist ein überragender Trainer, völlig klar. Aber ich weiß nicht, ob das jetzt gepasst hätte zu diesem Zeitpunkt, ihn so frisch von Dortmund zum Erzrivalen zu holen. Ich weiß nicht, ob wir uns damit nicht allesamt überfordert hätten.“

    Mich überzeugt diese Argumentation nicht. Mit Tuchel hätte Schalke ein wirkliches Schwergewicht der Liga verpflichten können, über dessen sportliche Kompetenz es keine zwei Meinungen geben kann. Ich fürchte, hier fehlte den Schalker Verantwortlichen der wirkliche Mut.

    Dagegen folgt Heidel nun ein weiteres Mal dem Mainzer Modell und verpflichtet einen Hoffnungsträger, ein von Experten allseits anerkanntes Talent. Allerdings keinen, der – wie bei Klopp und Tuchel in Mainz – im Verein gewachsen ist, sondern wieder ein Talent-Import wie Weinzierl es auch war.

    Das ist gewiss ein Neustart und unbestreitbar sind die Rahmenbeedingungen auf Schalke (personelll, finanziell, organisatorisch) auch dank Heidels Arbeit heute besser als vor einem Jahr.

    Aber Aufbruchstimmung und Optimismus wollen bei mir leider bisher nicht aufkommen.

  9. Matthias sagt:

    In erster Linie überwiegt die Erleichterung, dass es nicht Tuchel geworden ist, auch wenn mir die Begründung, die heute im Kicker steht, Angst macht: Wenn Heidels und Tönnies einzige Sorge war, dass die Fans vielleicht mit dessen schwarz-gelber Vergangenheit ein Problem hätten, dann wissen sie erschreckend wenig über den Klub, für den sie verantwortlich sind. Auf der Liste der Punkte, warum eine Verpflichtung TTs uns geradewegs in die Katastrophe geführt hätte, steht dieser bei mir gaaaaanz weit unten.

    Was Tedesco angeht: Ein wenig hat mich Torstens „reality check“ auch aus den Träumen gerissen. Ich hoffe aber, dass bei ihm die menschliche Seite den Unterschied macht. In dieser Hinsicht scheint Weinzierl einfach nicht „gepasst“ zu haben.

    In Mainz hatte Heidel auch 50% Trefferquote bei den Trainern, also gehen wir mal davon aus, dass dieser passt :-).

  10. jajaja sagt:

    @leoluca

    ich frage mich immernoch, wie heidel zu dieser fehleinschätzung kam, dass weinzierls stärken in der kommunikation und mannschaftsführung liegen. da scheinen welten zwischen anforderungsprofil und wirklichkeit zu liegen. kann mir auch nicht vorstellen, dass weinzierl sich um 180grad gedreht hat. sein führungsstil war auch bei seinen früheren stationen nicht viel anders, zumindest was dadrüber gelesen werden kann.
    die aussage zu tuchel kann ich auch nur schwer nachvollziehen. wäre meine erste option und hätte perfekt gepasst. wenn der einzige grund seine schwarz-gelbe vergangenheit sein sollte, finde ich es ebenfalls sehr schwach. die mär vom ungenießbaren tuchel konnte ich bisher nicht bestätigt sehen.

  11. jajaja sagt:

    @matthias

    und welche punkte hätten uns mit tuchel in die katastrophe geführt? das theater bei den nachbarn, welches watzke auch nicht wirklich in einem guten licht stehen lässt oder seine 7jährige arbeit in mainz?

  12. Torsten sagt:

    @leoluca:

    Weshalb Du die Weinzierl-Verpflichtung als ein Handeln nach Mainzer Erfolgsmuster erachtest, verstehe ich nicht. In Mainz funktionierten mit Klopp, Tuchel und Schmidt ja gerade die Trainer, die nicht schon woanders Trainer des Jahres wurden.

    Was Tuchel angeht möchte ich hier nochmal wiederholen, was ich an anderer Stelle schon schrieb. Ich kenne viele Borussen, die ihn als ganz fürchterlich empfanden. Man zollte ihm ob des relativen Erfolgs einen gewissen Respekt*. Tuchel blieb in dem Club aber immer ein Modul, dass man ebenso schnell wieder rausziehen und in einen anderen Club stecken kann. Er wurde nie Borussen-Trainer, sondern blieb immer nur der Trainer, der die Borussia gerade trainiert. Das erinnerte mich sehr an Magath auf Schalke.

    Ich glaube, dass Schalke mit Tuchel ebenso nicht glücklich geworden wäre. Die Leute hier ticken sehr ähnlich wie die ein bisschen weiter östlich.
     
     
    (*: Ja, nur relativer Erfolg, denn der Vizemeister von 2016 hatte eigentlich zum Ziel, sich wieder zu einem ernsten Konkurrenten der Bayern aufzuschwingen, landete aber 18 Punkte hinter dem FCB.)

  13. Matthias sagt:

    @jajaja

    Ich glaube, Watzke vs. Tuchel war nur die Spitze des Eisbergs. Die Risse zogen sich dort aber durch sämtliche Ebenen.

    Wir sind den Nachbarn doch ähnlicher, als wir oder diese wahr haben wollen. Der Ärger hätte er schon angefangen, wenn Tuchel verkündet hätte, dass höchstens noch ein Training in der Woche öffentlich ist. Am Ende hätte wie nach der Magath-Ära ein zutieft gespaltener Verein gestanden. Das möchte ich kein zweites Mal erleben. Auch Erfolge hätten das nur zeitweise übertüncht.

    Ein Trainer wie Tuchel kann gut bei Klubs wie Hoffenheim funktionieren. Kein nennenswertes Umfeld, schlanke Hierarchien, nicht etliche Leute auf allen Ebenen, die mitreden wollen. Bei einem Verein, der sich so volksnah wie Schalke gibt, hätte es nicht geklappt. Wirklich glücklich wäre hier keine Seite geworden, SO sehr können Menschen sich nicht ändern.

  14. Karl Heinz sagt:

    Dieser Umbruch erscheint doch sehr sinnvoll. MT sollte diesen aber unbedingt durch einen mehrtägigen Untertageaufenthalt flankieren. TT kann man ggf, immer noch nach dem Trainingslager holen, falls der angestrebte Umbruch nicht richtig greift. Dank guter Planung haben wir hier nun endlich mal auch einen Puffer.

  15. greg sagt:

    Wichtig ist aber auch alle Spieler zu halten. Unsere ganzen Granaten wie Meyer, Chopo, Di Santo etc. können jetzt neue Chancen kriegen. Vielleicht haben diese Spieler jetzt mehr Lust und Willen. Wäre ja ein klasse Nebeneffekt unserer Kündigungsaktivitäten wenn die Spieler mitmachen würden.
    Glückauf

  16. Nordlicht sagt:

    Nur weil Tuchel bei dem Nachbarn erfolgreich gearbeitet hat, heisst es ja nicht automatisch das es auch bei uns funktioniert würde.

    Ich bilde mir mal nach dem 5. Spieltag mein Urteil. Vorher ist es für mich ein 50:50 Chance.

    Kann gut gehen, kann auch wieder nicht passen.

  17. jajaja sagt:

    @Torsten

    ich finde schon, dass tuchel recht erfolgreich war. er hat den besten punkteschnitt aller vorherigen trainer, wurde bester vizemeister der buli-geschichte, hat den dfb-pokal geholt, die spiele, die ich gesehen habe, empfand ich ansprechend. das alles trotz der widrigkeiten von vielen verletzten, abgang starker spieler, zugang vieler jungen, die zum ersten mal buli spielen und dem ganzen theater und ereignissen drumherum.
    ich finde auch das argument der mangelnden identifikation komisch. dass er kein zweiter klopp ist, geschenkt. bei dem ganzen fussballzirkus ist es zwar sehr schön, wenn es sowas nochmal gibt, aber doch eher ne ausnahme. zudem seh ich auch nichts verwerfliches dran, wenn jemand einfach einen guten job macht, sich als „angestellter“ bezeichnet, vor allem, wenn er noch nicht lange im verein ist. dazu kommt noch, dass er im letzten jahrzehnt bei ganzen 2 vereinen trainer war. kann ich nicht wirklich nachvollziehen oder habe ich etwas verpasst?
    den vergleich zu magath finde ich noch komischer. wegen dem streit mit dem scout und watzke? was magath sich sowohl im zwischenmenschlichen als auch im bereich tranfers und co geleistet hat, ist doch jedem bekannt oder habe ich auch hier irgendetwas verpasst?
    hierzu frage ich mich auch, ob die statements von heidel über tuchel nur pr sind oder ob er so eine schlechte menschenkenntnis besitzt.

    @matthias
    ich glaube auch nicht, dass er einfach handzuhaben ist. an dein beispiel mit dem öffentlichen training habe ich auch schon gedacht, sehe es jetzt aber nicht als unüberwindbares problem an. auch dass alle mitreden wollen funktioniert doch nur bedingt. seit wievielen jahren wird versucht, auch aus dem fanlager, dass bestimmte leute einfach nur ihren job machen und sich gerade nicht in fachfremden einmischen sollen? ansonsten fande ich seine aussendarstellung während der saison überhaupt nicht schlecht.

    finde es insgesamt etwas doppelzüngig, vor allem wenn man bedenkt, dass die grundstrukturen unseres vereins seit unzähligen jahren versucht wird von „ur-schalkern“ auszuhebeln.

    dass es 100% funktioniert hätte, behaupte ich nicht. ich frage mich nur weiterhin, was denn bei den nachbarn wirklich los war, dass tuchel so ungeeignet erscheinen lässt. was ich mitbekommen habe, hat gerade die führungsriege von denen, keine gute figur gemacht. dies sollte übrigens uns nicht gänzlich fremd sein.
    noch kurioser wird es doch nur, wenn sich ein spieler aufregt, dass er gelobt und ihm mut gemacht wird, wenn er nicht spielen darf. „sowas geht gar nicht!“, meint hierzu ein kono ;)

    worauf ich bei tedesco wirklich hoffe, abgesehen von seinen fachlichen fähigkeiten und dessen vermittlung, dass er es zusammen mit heidel und den anderen schafft, endlich ein team zu bilden, was den namen auch verdient.

  18. jajaja sagt:

    wenns jemanden interessieren sollte, hier ein link über und mit weinzierls co:
    http://www.mittelbayerische.de.....29063.html

    beller meint, dass die medien korrekt über die ganzen vorkommnisse innerhalb des teams geschrieben haben und das weinzierl gar nicht mehr an sein handy gegangen ist, als sich heidel meldete. das verhältnis zwischen ex-trainerteam und heidel scheint extrem belastet zu sein. weiter sieht er kaum fehler in ihrer tätigkeit, lediglich kleinigkeiten, wie die fehlende konstanz in 2-4 spielen. was mich auch stark verwundert, dass die kommunikationsebene zwischen trainerteam und spieler keine beachtung findet. scheint mir, auch nach den aussagen vom athletiktrainer, als richtig und „normal“ gesehen zu werden. für mich eines der größten probleme der letzten saison. ich hoffe sehr, dass tedesco eine völlig andere herangehensweise bei diesem thema zeigt.

  19. michael sagt:

    Jetzt hätte Schalke vielleicht DIE Chance gehabt den besten Trainer Deutschlands zu bekommen und machen es wegen den Fans nicht. Das ist echt Schalke.
    Mir scheint wir wollen gar nicht besser werden. Ganz ehrlich, Tedesco zu verpflichten ist das viel größere Risiko. Ich hoffe immer noch, dass Tuchel im Winter noch frei ist und dann zu uns kommt.

  20. leoluca sagt:

    @Torsten

    Wie schon mal an anderer Stelle gesagt, Thomas Tuchel ist für mich ein Gerechtigkeitsfanatiker, der nur schwer verzeihen und Kompromisse schließen kann. Das kann man Sturheit nennen, man kann darüber aber auch sagen, dass sich hier einer nicht verbiegen lassen und seine Vorstellung vom Fußball nicht verraten will. Dass diese Vorstellungen exzellent sind, der Meinung bin ich allerdings. Und die Ergebnisse beim Nachbarn sind es nun ja auch. Ich neige da zu jajaja’s Einschätzung.

    M. E. hat nun leider unsere Vorstandsetage nicht den Mut gehabt, ein solches Schwergewicht an Land zu ziehen. Angst vor dem Freund, würde ich dazu sagen, und meine damit sowohl Tuchel als auch die Schalker Fans, die auf Stallgeruch achten.

    Nochmal Tuchel: Ich denke, wer sich mit Watzke überwirft, kann kein schlechter Mensch sein. Und wer den Vergleich Magath-Tuchel zieht, dem empfehle ich die PK von Tuchel direkt nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des BvB, in der er sich mit beeindruckenden Worten schützend vor seine Spieler stellt, die in einer konzertierten Aktion von UEFA-Bürokraten und BvB-Spitze in ein Spiel geschickt wurden, das sie nicht spielen wollten und auch nicht konnten. Wo blieben da die lauten Rufe der „echten“ Dortmund-Fans gegen Watzkes Vorgehen, solcher Leute, die nicht Watzke, sondern Tuchel als Fremdkörper im Verein wahrnehmen?

    Thema Weinzierl: Dass ich seine Verpflichtung durch Heidel als eine Entscheidung nach Mainzer Erfolgsmuster bezeichne, bezieht sich allein darauf, dass Markus Weinzierl vor einem Jahr als ein Trainer mit großem und in der Liga allseits anerkanntem Aufsteigerpotenzial geholt wurde. Du hast natürlich recht und ich schrieb es ja auch: Sowohl Tedesco jetzt als auch Weinzierl damals sind Talent-Importe, ganz im Unterschied zu Tuchel und Klopp in Mainz damals.

  21. Torsten sagt:

    Tuchel blieb in dem Club aber immer ein Modul, dass man ebenso schnell wieder rausziehen und in einen anderen Club stecken kann. Er wurde nie Borussen-Trainer, sondern blieb immer nur der Trainer, der die Borussia gerade trainiert. Das erinnerte mich sehr an Magath auf Schalke.

    Mein Vergleich zu Magath bezog sich auf das Fremdsein, auf den Abstand zum Club, im Club. Nicht auf Magaths Geschäftsgebahren als Manager (@jajaja) und nicht auf den Charakter (@leoluca).

  22. der grafschafter sagt:

    hier schon mal ein paar ausreden, das man leider in der ersten runde
    beim BFC Dynamo ausgeschieden ist:
    a) och nö, in der ersten runde schon so weit fahren…
    b) und was haben die für ein stadion?…
    c) oh man. war ditt nich der stasi-club?..
    quatsch, IL Tedesco (der deutsche) wirds richten und für die richtige
    einstellung der mannschaft sorgen.

  23. Voice sagt:

    Heidel kann doch wohl selbst am besten beurteilen, ob Tuchel gepasst hätte oder nicht. Er kennt ihn schließlich vermutlich besser als die meisten anderen. Die Begründung mit den Fans halte ich für vorgeschoben. Man muss ja nicht unbedingt Dinge, die (eventuelle) Defizite Tuchels betreffen, in die Öffentlichkeit tragen. Vielleicht hätte Tuchel auch gar keine Lust gehabt für Schalke oder erneut unter Heidel zu arbeiten. Wer weiß dass schon.

    Zu Tedesco habe ich keine Meinung. Man kann aber feststellen, dass man nun einem aktuellen Trend hinterherläuft. Ich habe es aufgegeben, mich auf neue Trainer zu freuen oder skeptisch zu sein. Schalke hatte so viele verschiedene Typen, alte, junge, erfahrene, Neueinsteiger, Konzepttrainer, autoritäre, mit und ohne Laptop, was auch immer. Mir ist es echt egal, was immer man sich ausmalt, überlegt, analysiert, es kam bisher immer anders. Der letzte, der -den Jahrhundertrainer mal ausgenommen- wirklich etwas bewegt hat, war Rangnick in seiner ersten Amtszeit. Ihn zu entlassen war der größte personelle Fehler der jüngeren Vereinsgeschichte.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt und hoffe, man (Medien, Fans) steckt ihn nicht in eine Schublade, sondern lässt ihn arbeiten.

  24. Torsten sagt:

    Erste Runde schafft S04 in der Regel. Nur unter Jens Keller verlor man in Dresden und hatte gleich zu Saisonbeginn wieder den Papp auf …

  25. Nordlicht sagt:

    @ Voice

    Rangnick ist bei beiden Male von selber gegangen bzw povozierte seinen ersten Rauswurf.

    Also ich trauer Rangnick nicht hinterher.

  26. michael sagt:

    @Voice

    wenn das so wäre, dann gute Nacht. Seit wann finden wir das o.k., wenn die Öffentlichkeit und die Fans veräppelt werden.

  27. Altix sagt:

    Wenn hier so viele schreiben, man hätte jetzt Tuchel holen müssen: Wer weiß den eigentlich, ob der für Schalke überhaupt zur Verfügung gestanden hätte? Zu einer Hochzeit gehören ja immer zwei, die Ja sagen sollen. Schalke gehört derzeit (?) nur noch zum grauen Mittelmaß der Liga, der Verein ist längst nicht mehr die Traumadresse, an der die ambitionierten Trainer der Extraklasse Schlange stehen für einen Vertrag.

    Außerdem stelle ich es mir sehr kompliziert vor, wie eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit Tuchel/Heidel aussehen könnte. Ich glaube, bei der Trennung in Mainz ging viel gegenseitiges Vertrauen verloren. Bei aller Professionalität, an Heidels Stelle hätte ich allein aus diesen Gründen einer Verpflichtung von Tuchel sehr skeptisch gegenüber gestanden.

  28. Rattenjagd sagt:

    Wenn er aus den ersten 5 Spielen 1 Punkt holt ist er bereits 100 % besser als Weinzierl, er kann nur gewinnen.

  29. jajaja sagt:

    @Altix
    weil tönnies gesagt hat, dass man sich auch mit r.schmidt und tuchel befasst hätte. bei tuchel wärens die bedenken wegen den fans und schmidt ist mittlerweile in china.

    @Nordlicht
    beim ersten versuch war aber auch noch jemand anderes sehr stark beteiligt. beim zweiten gabs die diagnose pfeiffersches drüsenfieber oder meinst du, es war gefaket?

    @Torsten
    habe ich tatsächlich anders verstanden. kannst du denn mal etwas klarer schreiben, was tuchel so derbes angestellt hat? die angelegenheit mit dem scout fand ich sehr komisch, vor allem wenn es stimmen sollte, dass dieser nicht mehr auf trainingsgelände durfte, irgendwie albern. auf der anderen seite wurden transfers gegen tuchels willen oder ohne sein wissen getätigt. da finde ich es jetzt nicht so erstaunlich, dass es um diese sache stress gab.

  30. Nordlicht sagt:

    @ jajaja

    Ich halte einfac von dem ganzen Hinterhertrauern nichts. Das Themen sind durch und somit erledigt. Es ändert ja nichts und alle Gedanken zu „Was hätte alles sein können“ sind spekulativ und führen zu nichts. Ausser zu einer miesen Stimmung.

    Ja klar hat Rudi da einen sehr grossen Anteil gehabt. Doch den Rauswurf hat er provoziert. Lag es wirklich nur daran das er zwei, dreimal Rolf von Rudi genannte wurde??

    Zu seinem zweiten Antritt bei uns. Mir steht es nicht zu jemanden so etwas zu unterstellen. Das habe ich oben auch nicht geschrieben.

    Für mich hat es ( im Nachhinein )einfach ein „Geschmäckle“ wie man in seiner Landesprache sagen würde.

  31. blues sagt:

    Heidel hat Tuchel 2014 auf alberne Art und Weise die Freigabe verweigert. Heute darüber nachzudenken oder sich vorzustellen, Tuchel unter Heidel auf Schalke als Trainier zu sehen, ist höchstens ein Witz.

    Man stelle sich vor Weinzierl oder Konopyanka drehen den Spies um und bestehen auf Vertragserfüllung. Da hätten wir, in der Folge solchen Heidelschen Geschäftsgebarens, gleich zwei „Streit“-Fälle.

  32. Lutt sagt:

    @Blues
    Tuchel hat damals nach dem Erreichen der EL auch trotz laufenden Vertrags einfach hingeschmissen. Die haben sich nachher darauf geeinigt, dass Mainz noch ein Jahr ggf. hätte Ablöse kassieren können.
    Die Begründung für’s Hinschmeißen von Tuchel war etwas dünn. Als Manager würde ich so einen nie wieder einstellen.
    Ich sehe da den schwarzen Peter eher bei Tuchel als bei Heidel.

  33. blues sagt:

    @Lutt
    Es ging mir nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum zu zeigen, dass es aus meine Sicht für ein Nachdenken über Tuchel auf Schalke unter Heidel aktuell kaum eine Geschäftsgrundlage geben kann. Wir kommen zum selben Ergebnis, obowhl wir uns aus unterschiedlichen Richtungen dem Thema nähern.

  34. Lothar04 sagt:

    @blues
    Wie bitte setzen sich die investierten 110 Millionen für den Kader zusammen?
    Kannst du das bitte mal aufzeigen?
    Danke!

  35. JS sagt:

    Solla ma zeigen watta kann, wollnich !

    Und wat´n Glück is dat nich dat Tuchel geworden, wa !

  36. Flo Kno sagt:

    Nach dem Studium einiger Pressekonferenzen und Spielzusammenfassungen der letzten Aue-Spiele freue ich mich sehr auf den neuen Trainer.

    Etwas nüchtern, aber immer klar artikuliert, höflich, demütig und kompetent in der Art wie er erklärt wie sein Team gespielt hat und warum das gut oder schlecht funktioniert hat.

    Ich hätte mich sicher auch über Tuchel gefreut, aber richtig traurig bin ich nicht und Roger Schmidt und wie sie alle heißen hätte ich nicht gut gefunden.
    Ich fand den Weg in Richtung spielerisch dominantem Ballbesitz-Fußball prinzipiell richtig und möchte, dass es in dieser Richtung weitergeht. Wäre schön wenn Schalke endlich zu den Mannschaften mit funktionierendem Ballbesitzspiel aufschließen könnte. Dieses Hin- und Her-Gepresse in einer durchschnittlichen Bundesligapartie kann ich einfach nicht mehr sehen.
    Unabhängig von den kommenden Transfers hat Schalke einen Kader mit dem das machbar sein sollte und die defensiven Aspekte davon hat Weinzierl ja eigentlich ganz gut hinbekommen. Wenn Tedesco daran anknüpfen kann und die Chemie zwischen ihm und dem Team stimmen sollte kann es schon ne vernünftige Saison werden.

    Was mich noch etwas stutzig macht ist, dass Tedesco als Einzelperson zu Aue kam und wohl auch erstmal so nach Schalke kommt. Wer wird denn dann Co-Trainer, wenn die jetzigen Co-Trainer zusammen mit Weinzierl freigestellt werden? Schlägt jetzt die Stunde von Mike Büskens? ;)

  37. Patrick sagt:

    Ich weis nicht mehr, wer es geschrieben hat, aber zum Thema Zurückhalten von Tönies:

    http://www1.wdr.de/sport/fussb.....l-100.html

    Klar sollte Schalkes Anspruch langfristig ein anderer als der Tabellenplatz in der letzten Saison sein, aber findet ihr es nicht als einen etwas schlecht gewählten Zeitpunkt, nach der Neuverpflichtung eines Trainers zu sagen, „Unser Anspruch bleibt die CL?“ für mich wäre es nachvollziehbarer gewesen, hätte Tönies und auch alle anderen Verantwortlichen erst mal den Verlauf der Saison abgewartet und dann kann man ggf. die Ziele anpassen. So aber erhöht man aus meiner Sicht den Druck auf den Trainer, er „muss“ in die CL mit dem Team kommen oder verstehe ich das interview falsch?

  38. joha sagt:

    Re: Tuchel – wer sagt denn, dass der Deal finanziell für Schalke ohne Probleme machbar gewesen wäre? Tedesco ist auch eine preisgünstige Lösung. Und natürlich eine Wette – wenn es überhaupt nicht funktioniert, steht Heidel als Blender da. Wenn es klappt, ist CHs Position wieder so gefestigt, dass er im dritten Jahr offensiv seine Stellung ausbauen kann. Am Ende wird es wahrscheinlich irgendetwas in der Mitte zwischen Champions-League und einer Saison, in der wir spielerisch wieder Richtung letztes Tabellendrittel tendieren. Die Prognose ist aber schwierig, weil wir das Binnenklima in der Mannschaft nicht kennen und keine Erfahrungswerte haben, wie Tedesco mit Spielern umgeht, die in Sachen Gehalt und Status schon sehr viel erreicht haben.

  39. sternburg sagt:

    @Torsten: Danke schön für die gesonderte Erwähnung (und die Berichtigung des Schreibfehlers).

    Nebenbei erwähnt: Ich mag Deine „Ma’kucken“-Einstellung sehr. Auch wenn sie natürlich viel Wind aus den Segeln meiner Skandalgeilheit lässt. Oder gerade deswegen.

    @joha: Ob Tedesco eine besonders preisgünstige Lösung ist, weiß ich nicht. Klar wird der weniger aufrufen als Mourinho, Klopp oder Ancelotti. Und wahrscheinlich auch weniger als Tuchel.

    Mein Eindruck ist aber, dass er auf einer gehörigen Hype-Welle schwimmt und sich durchaus auch andere Arbeitgeber ähnlichen Kalibers hätte aussuchen können. Wenn er (oder sein Berater) nicht dumm ist, wird sich dies in seiner Entlohnung niederschlagen.

    Hinzu kommt ein grundsätzliches Problem: Ich glaube, man kann dem Cheftrainer kaum wesentlich weniger bezahlen, als den ihm unterstellten Spielern. Und wie man hört ist Euer Gehaltsgefüge bezüglich der Spieler ganz schön kaputt.

  40. blues sagt:

    @Lothar04

    70 Mill vom 1.7 2016 bis heute. Für die neue Transferperiode stehen (angeblich) 40 Mill. Euro zur Verfügung. Macht zusammen 110 Mill. Euro. Ich halte 40 Mill. Euro für 2017/18 aus drei Gründen für ziemlich realistisch. Erstens treibt die aktuelle Spielerpreisinfaltion die Transferkosten weiter hoch und zweitens sind fünf oder sechs Verstärkungen notwendig. Auf der Sechserpostion braucht Schalke eine deutliche Niveauanhebung, denn Bentaleb,Stambouli und Geis überzeugten dort nicht. Nachfolger für Kolansinac, Huntelaar und EMCP werden gesucht. Dazu noch mindestens ein flexibel einsetzbarer IV oder AV als Backup in de Defensive. Drittens hat der neue Trainer bestimmt einen Wunschspieler frei.
    Kann sein, dass es Heidel gelingt, ähnlich wie im Fall Konoplyanka, die Kosten durch Scheinklauseln in die Folgejahre zu verschieben.

  41. Rjonathan sagt:

    Zu Tuchel:
    Ich sehe das wie Voice. Was Tönnies sagt, und was wirklich dahinter steckt, das kann himmelweit auseinander liegen. Vielleicht wollte Tuchel nicht. Vielleicht hat Heidel nach etwas Überlegung gesagt, dass es nicht passt. Vielleicht, vielleicht … Die wahren Gründe wird man hoffentlich vorerst nicht erfahren, den Satz halte ich in seiner Einfachheit für vorgeschoben. Und für schlechte Öffentlichkeitsarbeit – aber das kennt man ja vom „Schalke-Boss“. ;-)

    Zu Tedesco:
    Ich glaube nicht, dass man ihn durch einen Gehaltspoker von der Aufgabe überzeugen musste. Wenn es so gelaufen ist, dann wäre er der falsche Trainer. Auch wenn Leverkusen an ihm dran war. Ich würde eher vermuten, dass er stark erfolgsabhängige Bezüge hat und dass seine persönliche Motivation eher Ehrgeiz als Geld ist.

  42. leoluca sagt:

    @Rjonathan

    Ich fürchte, Tönnies‘ Bemerkungen über Thomas Tuchel sind populistisch gemeint. Er möchte der gefühlten Fangemeinde gerne mitteilen, dass die Vorstandsetage die Bedenken aus dem einfachen Volke ernst genommen und sich gegen diesen allzu intellektuell-strengen und dem Malocherclub so fremden Trainer entschieden hat. Ich fürchte, dass ihm darin eine Mehrheit auf Schalke zustimmt.

  43. Ney sagt:

    Und wie man hört ist Euer Gehaltsgefüge bezüglich der Spieler ganz schön kaputt.

    Was heißt das konkret?

  44. Ney sagt:

    70 Mill vom 1.7 2016 bis heute. Für die neue Transferperiode stehen (angeblich) 40 Mill. Euro zur Verfügung. Macht zusammen 110 Mill. Euro.

    Das ist allerdings unzureichend formuliert, wenn Abgänge nicht berücksichtigt werden, für deren Kompensation Geld ausgegeben werden musste und muss. Im vorliegenden Fall darf man die Sane-Einnahmen durchaus von den bisher ausgegebenen 70 Millionen abziehen.

  45. Rjonathan sagt:

    @leoluca

    Ich fürchte, dass ihm darin eine Mehrheit auf Schalke zustimmt.

    Hm.. das kann sein. Ich hatte hier im Blog einen anderen Eindruck gewonnen, aber das ist wahrscheinlich nicht repräsentativ. Wenn es so ist, dann ist es eigentlich aber auch gute Öffentlichkeitsarbeit.

    @FloKno

    Danke für den Hinweis mit den Pressekonferenzen. Habe ich mir auch mal reingezogen. Meine Highlights:

    – Nach dem Stuttgart-Spiel: Zwei Laptop-Trainer unter sich. Tedesco analysiert das Spiel durch und Wolf beginnt mit, „ich habe das genau so gesehen wie Domenico“. Wolf macht dann auch insgesamt in der Folge eine super Figur – zum Beispiel als er kritisch gefragt wird, wieso er nicht defensiver spielen lassen hat nach der 1:0-Führung.
    https://www.youtube.com/watch?v=3MfILkNP7PQ

    – Nach dem Union-Spiel: Tedesco vs. „Das Gesicht der Krise“. Natürlich ist es einfacher in so einer Konferenz, wenn du gerade einen Lauf hast und nicht – wie Union zu diesem Zeitpunkt – gerade dabei bist deine Saison zu vergeigen. Aber der Kontrast zwischen fundierter Eloquenz auf der einen und hilfloser Floskelhaftigkeit ist extrem.
    Außerdem findet Tedesco eine interessante Antwort auf die Frage, warum die Mannschaft diesmal in den letzten 20 Minuten nicht nachgelassen habe, wie das zuletzt wohl regelmäßig der Fall war: „Wir hinterfragen uns als Trainer und die Trainingswoche auch immer.“
    Ach ja und: Der Pressesprecher!
    https://www.youtube.com/watch?v=shB40916GdQ

    – Nach dem Düsseldorf-Spiel: Friedhelm Funkel, den ich (wohl auch aufgrund meiner Krefelder Herkunft) ja sehr schätze, beginnt seinen Redebeitrag mit einem großen Loblied auf den Gästetrainer. Am Ende der Konferenz geht er noch mal rüber und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft – das ist wirklich eine schöne Geste eines alten Hasens gegenüber einem jungen Aufsteiger.
    Tedesco erklärt die Lähmung der Mannschaft bei diesem entscheidenden letzten Spiel um den Klassenerhalt gut. „Die Erfahrung habe ich heute machen dürfen“, dass man den Spielern so etwas nicht aus dem Kopf reden kann. Und findet dabei aber auch versöhnliche Worte.
    https://www.youtube.com/watch?v=jxG7Npqk9lU

  46. Bariton76 sagt:

    @michael: du hoffst also, dass Tedesco scheitert, damit du deinen Wunschtrainer bekommst? Top!

  47. blues sagt:

    @Ney
    Ist präzise formuliert, denn ich möchte das bewusst nicht schön verrechnen. Geld kann man immer nur ein Mal ausgeben. Höhere Einnahmen wurden in den Jahren vor Heidel zur Schuldentilgung genutzt.

    Den Paradigemenwechsel weg von der Schuldentilgung hin zu exorbitanten Ausgabensteigerungen, ohne dass dem erkennbare Leistungssteigerungen gegenüber stehen, muss man nicht zwangsläufig nachvollziehen. Auch wenn die Ausgabenexplosion in entspechend geändertem Framing daher kommt, bleiben Fragen offen, für welche Postionen Geld ausgegeben wurde und was damit bewirkt wurde.

    Und die Wirkung ist doch bisher arg begrenzt. Allein die Irrtümer aus dem ersten Heideljahr schlagen dagegen bei Weinzierl und seinen CO-Trainern mit insgesamt 14 Mill. Euro, bei Konoplyanka mit 15 Mill. Euro und bei Stambouli mit 7 Mill. Euro negativ zu Buche. Damit sind schon mehr als die Hälfte der 70 Mill. Euro fast direkt verpufft. Zumindest für Weinzierl un Co werden sich die Erlöse in Grenzen halten. Bei Stamouli und Konoplyanka beleibt sich auch einiges auf der Strecke.

  48. Rjonathan sagt:

    @blues
    Deine Rechnung hat aber einen großen Fehler. Du verrechnest hier ausschließlich Ablösesummen. Der typische Heldt-Transfer arbeitete mit Ausstiegsklauseln oder auslaufenden Verträgen und hohem Fix-Gehalt. Aogo, ECM und Huntelaar sind zum Beispiel Großverdiener.

    Der Paradigmen-Wechsel ist also möglicherweise gar nicht unbedingt ein Riesen-Shift von Schuldenabbau zu Investition in Spieler sondern findet zum Teil auch innerhalb des Spieler-Budgets statt.

  49. diospeo sagt:

    Tuchel: kurzum – ich freue mich sehr, dass er es nicht geworden ist. Fachlich sicherlich hoch kompetent, aber menschlich überhaupt nicht mein Fall.

    Kader: ich finde, einige sind sehr vorschnell unterwegs, indem bestimmte Heidel-Transfers als absolute Flops dargestellt werden. Hier sollte man zumindest mal die neue Hinserie abwarten, um ein Urteil fällen zu können.

    Trainerteam: hier bin ich sehr gespannt, was hier passiert. Hoffe, dass man einen erfahrenen Co mit ins Boot holt, einen Typen wie Peter Hermann zum Beispiel.

    Ansonsten freue ich mich auf die neue Saison und die Diskussionen in diesem tollen Blog. Glück auf!

  50. Torsten sagt:

    Dieses Tönnies-Interview ist schon bemerkenswert.

    Bemerkenswert schlicht, wenn es darum geht, die Trainerverpflichtung zu erklären. Bemerkenswert offensiv, wenn die CL-Teilnahme als Ziel ausgegeben wird. Und bemerkenswert zurückhaltend, wenn es um Konoplyanka geht.

    Nach diesem Interview würde es mich nicht überraschen, wenn „der neue Trainer es nochmal mit Kono versuchen“ wollte. Wo der eh seinen Marktwert gerade in die Erde gequatscht hat.

  51. blues sagt:

    @Rjonathan
    Wäre schön, wenn die Addition aus Transfer-und Personalbudget eine solche Verrechnung trägt. Dann würde ich sogar sagen, das Glas wäre halbvoll.

    @Torsten
    Der Gedanke, dass Konoplyanka bleiben könnte, drängte sich mir beim Lesen dieses Interviews auch auf. Falls Konoplyanka unter Tedesco die Erwartungen erfüllen würde, gäbe es gleich drei Gewinner: Heidel, Konoplyanka und Schalke. Alle könnten nach Konoplyankas sportlicher und verbaler Entgleisung das Gesicht waren.

  52. Authentisch sagt:

    Na, dann rechnen wir mal zusammen:

    Transferfenster Sommer 2016:

    Zugänge:

    Naldo: ablösefrei
    Coke: 4 Mio.
    Embolo: 21 Mio. (manche Zeitungen schrieben auch von 27 Mio.)
    Baba: ausgeliehen
    Stambouli: 8,5 Mio.
    Konoplyanka: ausgeliehen
    Bentaleb: ausgeliehen

    Abgänge:

    Ayhan: ?
    Friedrich: ?
    Matip: ablösefrei
    Neustädter: ablösefrei
    Höger: ?
    Sané: 50 Mio.

    Die ‚?‘ kann man im Vergleich zu den 50 Mio. für Sané mal außen vor lassen. Man hat dann in Summe für die Transferperiode ein Plus von 16,5 Mio.

    Transferfenster Winter 2016/17:

    Zugänge:

    Burgstaller: 1,5 Mio.
    Badstuber: ausgeliehen
    Caligiuri: 2,5 Mio.

    Abgänge:
    Caicara: ?
    Reese: verliehen
    Sam: verliehen

    Das ‚?‘ bei Caicara: Er kam damals für 4,5 Mio. zu uns. Seine Ablöse dürfte in ähnlicher Größenordnung wie die Ausgaben für die Neuzugänge gewesen sein. Insgesamt kein großer Beitrag zum Transferbudget, dürfte knapp über 0 Mio. liegen.

    Transferfenster Sommer 2017

    bisher feststehende Zugänge:
    Bentaleb: 19 Mio. (Kaufoption nach Leihe)
    Konoplyanka: 12,5 Mio. (Kaufoption/-verpflichtung nach Leihe)

    bisher feststehende Abgänge:
    Neumann: ?
    Wellenreuther: ablösefrei
    Giefer: 0,75 Mio.
    Kolasinac: ablösefrei
    Riether: ablösefrei
    Aogo: ablösefrei
    Badstuber: Leihende
    Huntelaar: ablösefrei

    Aus der Jugend sollen noch ein paar Spieler hochgezogen werden (McKennie, Hemmerich, Wright). Weiß nicht, ob das schon offiziell ist.
    Transferausgaben für Sommer 2017 bisher: ca. 31 Mio.

    Für den Sommer 2017 wird sich sicherlich noch etwas tun, sowohl bei den Zu- als auch bei den Abgängen.
    Heidel hat also in seiner Zeit auf Schalke bisher das Transferbudget mit 14,5 Mio. belastet.

  53. Rattenjagd sagt:

    Na ja…. Schau doch mal nach Dortmund )

    die haben bereits drei Top- Transfers getätigt :

    Toprak – Phillipp – Dahoud.

    Das ist eben der Unterschied warum Wirklichkeit und Anspruch so weit bei uns auseinander sind…die einen werden immer Stärker… die anderen immer Schwächer.Vor einigen wenigen Jahren war der BVB fast immer hinter uns nun sind sie Meilen vor uns – weil unser Management total versagt hat in den letzten 7 Jahre ZERO !! Wir haben unsere Mannschaft immer weiter geschwächt wenn das noch 2- 3 Jahre weiter so läuft sind wir in Liga 2. Das geht ganz ganz schnell. Nur Magath muss man hier loben : Hunter,Raul,Matip,Draxler,Höger,Uchida ect… all das Dank Magath der dann gefeuert worden ist alles klar ?

  54. michael sagt:

    @Bariton76

    so kannst man das auch interpretieren, aber das sind Wünsche. Mir geht es eher darum, dass die Verpflichtung von Tedesco (der fast nichts vorzuweisen hat) ein viel größeres Risiko darstellt, als eine Verpflichtung von Tuchen (so diese möglich gewesen wäre), die dann aber auch wegen den Fans nicht in Betracht gezogen wurde.

    Zum Schluss: ja, Ich halte Tuchel für den besten deutschen Trainer, nach Kloppo und mir ist es wichtig, dass ein Trainer das Beste aus einer Mannschaft rausholt. Und mir ist egal, ob er dann nach 3 Jahren weiter zieht. Punkt.

  55. blues sagt:

    @Authentisch
    Embolo, Naldo, Caliguri und Coke kamen natürlich ohne Handgeld und die Leihen von Baba, Badstuber, Bentaleb und Konoplyanka kosteten nicht mal Leihgebühren und ebenfalls kein Handgeld. Die Ausgaben für Weinzierl und seinen Stab (14 Mill.)übernimmt nun die Taschenbuchhaltung und am Ende kommt ein Gewinn raus. Solche Rechnereien enden wie die Einschätzungen der Überlebensdauer des letzten Trainers auf Schalke. ;-)

  56. Authentisch sagt:

    Blues,

    Du darfst jetzt aber auch nicht alles durcheinanderwerfen. Es geht um die Ablösesummen – nicht um Handgelder und auch nicht um die Leihgebühren.

    Die Auflistung enthält die Summen, die als Ablöse für unsere Spieler bekannt wurden. Und die sind weit, sehr weit von den 70 Mio. und inzwischen sogar 110 Mio. weg, von denen Du erzählst. Und damit verzerrst Du das Bild ganz gewaltig.

    Handgelder werden bei jedem Transfer fällig. Spieler, die ablösefrei kommen oder gehen, lassen sich das in der Regel auch noch zusätzlich vergolden. Du kannst ja mal bei Kolasinac fragen, was er an Handgeld für seinen Wechsel bekommen hat.
    Ja, und genau hier liegt auch ein Problem, denn diese Summen sind nicht bekannt. Aber Handgelder werden überall im Fußball bezahlt und auch bei Schalke vor Heidel.
    Sie werden im übrigen auch bei Vertragsverlängerungen bezahlt. Bekannt geworden ist z.B., dass Farfan damals 6 Mio. für seine Unterschrift haben wollte, und Magath ihn deswegen fast schon in die Wüste (bzw. nach Wolfsburg) geschickt hatte.

    Letztendlich sind Handgelder aber keine Transferausgaben, sondern Teile des Gehalts der Spieler!

    Leihgebühren müssen natürlich auch gezahlt werden, aber auch hier sind keine Summen bekannt. Ich gehe davon aus, dass sie im Wesentlichen aus der Gehaltszahlung an die Spieler bestehen. Und die Spieler, die zu uns gekommen sind, haben die Kaderplätze von Spielern übernommen, die uns 2016 verlassen haben.
    Auf der anderen Seite erhält Schalke auch Leihgebühren für Platte, Sam, Reese u. Giefer (ich hoffe, ich habe keinen vergessen), die in der Übersicht über die Transferausgaben ebenfalls nicht berücksichtigt wurden.
    Ebenso taucht in der Rechnung auch nicht der Gewinn für Schalke aus der kurzfristigen Rückholaktion von Leipertz auf.

    Du kannst Dir dazu auch gerne mal die Schalker Konzernbilanz von 2016 angucken. Die Personalkosten waren dort konstant, sind sogar leicht gesunken (um 1,2 Mio. gegenüber 2015). Von daher ist das also o.k.

    Ich gehe sogar davon aus, dass die laufenden Kaderkosten in Zukunft weiter sinken werden, weil Heidel – wie Rjonathan so treffend beschrieben hat – einen anderen Ansatz als Heldt verfolgt. Zudem soll der Kader weiter verkleinert werden.

    Bleiben zum Schluss noch die Kosten für den Trainerwechsel. Die darfst Du Heidel gerne vorwerfen. Aber wie kommst Du auf 14 Mio.?
    Auch hier muss man trennen zwischen der Ablöse, die damals für Weinzierl fällig wurde (3 Mio.), und den weiter laufenden Gehaltszahlungen bzw. Abfindung.

  57. Flo Kno sagt:

    Bei den Trainern fällt mir noch ein, dass Horst Heldt auch eher selten nur einen Trainer auf der Gehaltsliste gehabt haben dürfte. Von suspendierten Spielern usf. nicht zu reden.

    Weiterhin würde mich interessieren, was aus Schalkes Spitzenplatz auf der Rangliste für die Kosten für Spielerberater geworden ist.

  58. Nordlicht sagt:

    @ blues

    was möchstest Du uns eigentlich mit diesem ganzen Zahlengedöns mitteilen?? ich glaube seit dem 3. Spieltag der letzten Saison kommt es fast wöchentlich hier im Blog zur Sprache.

    Aber was soll uns das sagen?? Das Heidel keine Ahnung hat?? Das Heidel und in den Ruin stürzt?? Das Horst Held besser eingekauft hat??

  59. leoluca sagt:

    Christian Heidel sagt, warum er sich für einen jungen Trainer mit so wenig Erfahrung entschieden hat, warum eine Entscheidung pro Weinzierl die einfachste Lösung gewesen wäre, und warum ihn die jetzige Lage an seine Mainzer Zeiten mit Klopp, Tuchel und Schmidt erinnert:

    http://m.sportbild.bild.de/bun.....obile.html

    Allerdings: Die Nagelsmanns, Tuchels oder Klopps brachten alle den großen Vorteil mit, dass sie schon über längere Zeit bei dem Verein gearbeitet hatten, bei dem sie zum Cheftrainer befördert wurden. Sie kannten die internen Abläufe und den Verein.

    Auch hier also ist Tedesco der absolute Neuling, der es mit einer Mannschaft zu tun hat, die immer wieder gerne als schwer trainierbar bezeichnet worden ist. Und es stimmt ja: Weinzierl konnte sich öfters nach verlorenen Spielen den Hinweis nicht verkneifen, die Mannschaft habe nicht das gespielt, was er ihr vorgegeben und was man besprochen habe.

    Muss da nicht doch irgendwie Tedesco der Wunderknabe sein, der er nicht sein kann?

  60. Rjonathan sagt:

    @leoluca
    Ein Beispiel gibt es: Wolf wurde aus Dortmund geholt und scheint in Stuttgart sehr gut zu funktionieren.

  61. Grieche sagt:

    @leoluca
    Wenn eine Mannschaft nicht das spielt, was der Trainer ihr vorgibt, liegt das wahrscheinlich auch am Trainer. Tedesco als Super-Kommunikator, als der er immer beschrieben wird, sollte solche Probleme nicht haben (klingt naiv, als am Anfang darf man Optimist sein, oder? Besser als nachher wissen, warum es gar nicht klappen konnte, finde ich.)

  62. blues sagt:

    @Nordlicht

    Da hast du gut aufgepasst. Es gab bald nach dem Amtsantritt von Christian Heidel Aussagen und Entscheidungen von ihm, durch die bei mir ein früher Verdacht enstand. Christian Heidel hat zwar ein paar gute Seiten und echte Stärken. Anderseits schien er von der Spielerpreisinflation sehr überrascht und von den Ansprüchen auf Schalke etwas überfordert.

    Diese Seite von ihm habe ich über die Saison verfolgt und sie bestätigt sich leider bis heute: Konoplyanka, Stamoubli, die zu späten Transfers ansich; am Ende nur der 10 Platz; 10-14 Mill. Euro für einen neuen Trainer in ersten Jahr verbrannt. Eine insgesamt miserable Bilanz im ersten Jahr. Bei der Spurensuche der Ursachen der schlechten Lage muss das Augenmerk auch auf das Handeln des Sportvorstandes gerichtet sein.

  63. Nordlicht sagt:

    @ Rjonathan

    Ich finde das Beispiel Wolf beim VfB Stuttgart zeigt doch sehr gut wie wenig man es vorher panen kann welcher Trainer, wo und wann am Besten passen oder funktionieren würde. Das es egal ist welche Erfahrung er vorher hatte oder wie alte er ist.

    Vor Wolf war dort ein Jos Luhukay. Ein Trainerfuchs mit einem Lebenslauf der einer Aufstiegsgarantie gleicht. Erst mit Gladbach, dann Augsburg und zum Schluss die Hertha. Es hat aber beim VfB null funktioniert und dann kam Wolf. Jung, Laptop-Trainer und ohne Bundesligaerfahrung.

    Ergebnis -> Aufstieg.

    Genau deshalb ist für mich der Fussball noch interessant, weil halt doch nicht alles planbar ist, weil es doch immer noch auf Gefühl, Glück und dem richtigen Riecher ankommt.

    Weinzierl war Heidels Wunschtrainer. Ok. Es halt nicht funktioniert. Heidel hat sich geirrt und dann ndoch schnell die Reisleine gezogen. Wie damals bei Björn Andersen dem Aufstiegstrainer von Mainz. Fine ich persönlich menschlich und dann konsequent.

  64. Baujahr57 sagt:

    Hallo zusammen,
    hier meine erste Anmerkung überhaupt im Koenigsblog.
    Ich vermute unser neuer Trainer wird als erste Maßnahme überhaupt den Schulterschluss mit den Verantwortlichen der Knappenschmiede suchen und da den Grundstein legen für eine einheitliche Ausbildung bis hin zum Profibereich.
    Das würde für die Zukunft vieles vereinfachen um junge Spieler in den Profikader zu integrieren.

    Ma’gucken:)

  65. leoluca sagt:

    „Bei der Spurensuche der Ursachen der schlechten Lage muss das Augenmerk auch auf das Handeln des Sportvorstandes gerichtet sein.“ (blues)

    Jau. Gebongt. Absolut richtig. Wird sofort gemacht.

  66. Nordlicht sagt:

    @ blues

    Da gebe ich Dir recht. Kritik ist absolut berechtigt. Nur finde ich halt das ständige verweisen auf die 70 Mio Ausgaben nicht wirklich hilfteich bzw richtig.

    Was das Geld betreffend Stambouli, Kono und Weinzierl betrifft, bin ich ganz deiner Meinung.

    Doch wer weiss, so manch einer hat erst im zweiten Jahr den Knopf aufgemacht.

  67. blues sagt:

    @Nordlicht
    Ist teilweise was dran. Ich versuch es mal mit einer Zählpause bis zum Schließen des Transferfensters.

  68. Authentisch sagt:

    @blues, @Nordlicht

    Ich sehe das sehr ähnlich wie das Nordlicht. Die Kritik an Heidel wegen seiner Überraschung ob der inflationären Spielerpreise ist durchaus berechtigt. Ich habe das auch noch in Erinnerung. Zunächst registriert man so eine Äußerung und denkt sich dann, ein guter Manager lässt sich davon nicht überraschen bzw. hat dann Möglichkeiten, um darauf flexibel zu reagieren.
    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Drei Spieler wurden erst kurz vor Toreschluss verpflichtet, und mit zweien davon konnte Weinzierl nicht so viel anfangen (Stambouli am Anfang, Kono in der Rückrunde). Kann gut sein, dass Heidel die eigentlich geplanten Spieler nicht bekommen hat.

    Trotzdem solltest Du, blues, bei der Kritik immer bei den Fakten bleiben, und Heidels Transfersausgaben nicht so einseitig hoch rechnen. Sonst entwertest Du auch Deine eigentliche Aussage.
    Bin selbst gespannt, wer bis zum Ende der Transferperiode noch zu uns kommt. Dann können wir ja nochmal zusammenrechnen. ;-)

  69. leoluca sagt:

    Dass Heidel erst kurz vor Saisonbeginn 2016/17 die zentralen Transfers Embolo, Bentaleb, Coke tätigen konnte, lag doch allein daran, dass der schwergewichtige Sane-Transfer sich so lange hinzog. Oder nicht?

    Was hätte Heidel da groß machen können und so war es auch nicht vorauszusehen.

  70. Authentisch sagt:

    Die Modalitäten des Sané-Transfers sind natürlich ein gutes Argument. Da müsste man schon Insider sein, um das beurteilen zu können. Ich meinte auch nicht Embolo und Coke, sondern die sehr späten Transfers von Kono und Stambouli.

    Ich möchte aber auch noch was zu unserem neuen Trainer sagen (darum ging es ja schließlich in Torstens Beitrag). Ich habe mir auch auf youtube ein paar Sachen zu Tedesco angesehen, so z.B. seine Vorstellung in Aue.
    Ich war auch sehr begeistert von ihm, da hilft Torstens Beitrag dann ungemein, um wieder geerdet zu werden.
    Trotzdem gibt es für mich einige Gründe, optimistisch zu sein. Tedesco scheint ein sehr akribischer und fleißiger Trainer zu sein. Er hat sehr klare Vorstellungen davon, wo er im Training ansetzen muss. Und vor allen Dingen kann er das sehr verständlich rüberbringen.

    Also, auch von mir ein herzliches Willkommen auf Schalke, Domenico Tedesco!

    Ich hoffe nur, Deine Mutter ist keine geb. Di Matteo.

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