Verdienter Sieg gegen den VfB Stuttgart

Zum königsblog-Comeback gewinnen die Blauen 3:1 gegen den VfB Stuttgart. Ein sehr verdienter Sieg, bei dem Schalke über 90 Minuten die bessere Mannschaft war, allerdings in der ersten Halbzeit mit passiver Spielweise die Ungeduld des Publikums reizte.

So richtig warm kann ich mit diesem Video-Schiri nicht werden. Da regt man sich auf, denkt, dass das doch sicher ein Foul war, dass es aber albern sei, sich wegen dieses Trittes so lange auf dem Boden zu wälzen. Dann aber war das Wälzen richtig, um der Situation die Zeit abzuverlangen, die der Videomann brauchte, um den Schiedsrichter auf die richtige Bahn zu schicken.

Dass sich Schalke nach der Führung zurückzog und Stuttgart den Ball überließ, empfand ich als naheliegend. Reagierend sah Schalke gegen Leipzig gut aus, agierend hatte Schalke gegen Hannover Probleme.
Dummerweise kam Stuttgart durch einen Glücksschuss zum Ausgleich. Eine wirklich gute Chance konnte sich der VfB in der ersten Halbzeit nicht erspielen. Stuttgart tat sich schwer, Schalke hatte den Gegner im Griff. Doch ob des Treffers in der 40. Minute, und ob des offensichtlichen Anspruchs, jeden Gegner an die Wand nageln zu wollen, wurde die keineswegs schlechte Leistung der Blauen in der ersten Hälfte von großen Teilen des Publikums niedergepfiffen und in den social networks kritisiert und verhöhnt.

Tatsächlich war Schalkes Leistung nach der 3:1 Führung schwächer als während der ersten Hälfte. Unkonzentrierter, weniger konsequent, ließ man einen Schlagabtausch zu. Den Fans war es zu diesem Zeitpunkt aber egal, sie sangen vom Mythos des Schalker Markts, hatten das Spiel abgehakt, nachdem die Blauen so flott nach der Pause das Spiel entschieden hatten.

Ein Sieg des Willens sei es gewesen, wurde nach Abpfiff gesagt. Dabei war Schalke die in allen Belangen reifere Mannschaft. Darauf muss man sich nicht viel einbilden, schließlich ist der VfB Stuttgart Aufsteiger. Aber der Erfolg war, im Gegensatz zum Stuttgarter Ausgleichstreffer, eben nicht zufällig, sondern verdient.



82 Kommentare zu “Verdienter Sieg gegen den VfB Stuttgart”

  1. Statistiker sagt:

    Wann standen wir eigentlich das letzte Mal vor den Bayern in der Tabelle? Letzte und Vorletzte Saison jedenfalls nicht.

  2. lennard sagt:

    vor fünf jahren meinte der opdenhövel

  3. Zeitspieler sagt:

    Hallo Torsten, danke für Deine Einschätzung. Ich freue mich, dass der Königsblog wieder da ist!

  4. Grieche sagt:

    Meines Erachtens war der Stuttgarter Treffer kein Glücksschuss, sondern sauber herausgespielt – die Schalker Spieler kamen da mehrfach zu spät. Ansonsten hab ich das Spiel jedoch genau wie du gesehen und die Kritik zur Halbzeit nicht richtig verstanden.
    Schön, dass es im Königsblog weitergeht!

  5. idioteque3 sagt:

    Die Pfiffe zur Halbzeit waren wahrscheinlich einer Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation geschuldet. Den Unmut gegenüber Heidel hat ein Teil der Nordkurve zuvor ja offen kommuniziert, dann war der Fußball eher unattraktiv und man hat zur Halbzeit nicht mal geführt. In der 4. Minute in Führung gehen und sich dann zuhause gegen einen Aufsteiger nur darauf zu konzentrieren, ihn vom Strafraum wegzuhalten, ist nunmal nicht so hübsch anzuschauen. Das ist dann in der zweiten Halbzeit anders gewesen. Da war man zwar insgesamt etwas schwächer, dafür war man auch mal im gegnerischen Strafraum.

    Ansonsten hab ich noch drei Bemerkungen zum Spiel:
    1) Tedesco hat endlich eine mMn gute Rolle für Meyer gefunden zentral in der offensiven Dreierreihe, wobei er sich in Ballbesitz hat fallen lassen. Das hat diesmal zwar noch nicht so toll funktioniert, allerdings fehlte auch jemand neben ihm, der die Spitze besetzt. Ich könnte mir z.B. dann Embolo als rechts vorne vorstellen.

    2) Dafür fehlt Tedesco (noch?) die Cleverness beim Ingame-Coaching. Die Umstellung nach etwas mehr als 30 Minuten hat die Mannschaft merklich destabilisiert und auch gegen Hannover hat er irgendwie nie die richtige Lösung gefunden.

    3) Oczipka war heute richtig gut, mMn sogar Mann des Spiels. War am zweiten und dritten Tor jeweils beteiligt und hatte auch sonst noch einige gute Szenen. Die Rolle, dass er häufig so ab Höhe der Mittellinie den Weg nach innen sucht und dann diagonal nach vorne spielt, scheint ihm richtig gut zu liegen.

  6. Torsten sagt:

    1) Tedesco hat endlich eine mMn gute Rolle für Meyer gefunden zentral in der offensiven Dreierreihe, wobei er sich in Ballbesitz hat fallen lassen.

    Ich frage mich, ob sich Meyer denn bei Ballbesitz wirklich fallen lassen sollte oder eben nicht. Er war ja nominell vorderster Offensivspieler und als solcher dort häufig nicht anspielbar. Zumindest mit seinem Pressing war der Trainer nicht zufrieden, sagte er in der PK nach dem Spiel. Deshalb kam dann ja auch Burgstaller zur Halbzeit.

  7. Tobias sagt:

    Interessant finde ich deine Einschätzung zum Videobeweis.
    Ich finde den ganz und gar überflüssig nach den ersten drei Spieltagen. Viele Dinge sind und bleiben Auslegungssache. Ob in Echtzeit oder vor dem Video. Von daher kann gar keine 100 % tige Gerechtigkeit herbeigeführt werden. Dazu gehört sicherlich auch das 2:1 durch Naldo. Erst Kopf, dann Schulter, dann Arm? Nur Arm? Auch in der Videoauflösung schwer zu beantworten. M.M.n. hätte das Tor eher nicht zählen dürfen, was dann wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Videoassistenten nach sich zieht. Insgesamt keine schöne Lösung für den Fußball, da auch die Unmittelbarkeit des Spiels und der Emotion verloren geht.

  8. Altix sagt:

    Moin,

    zunächst finde ich es toll, dass es jetzt wieder mit den Spieltagskommentaren weitergeht. Ich hoffe, dass Thorsten den Umzug so bewältigt hat, wie er das geplant hat.

    Das Spiel selbst habe ich ein wenig anders gesehen, ich fand die zweite Halbzeit deutlich besser als die erste. Nach dem frühen 1:0 habe ich mehr als einmal fluchend auf dem Sofa gesessen und habe mich gefragt, warum die Mannschaft derart passiv agiert. Grundsätzlich ist es ja OK, nach einer Führung etwas weniger Risiko zu gehen und nach hinten abzusichern. Aber warum deshalb jegliche Angriffsbemühungen eingestellt wurden, ist mir schleierhaft. Schalke kann eine Führung mit einem Tor einfach nicht erfolgreich verwalten. Es gibt immer einen Spieler, der für einen groben, individuellen Fehler gut ist, und schon ist man wieder zwei Punkte quitt. Zum Glück fiel der Ausgleich kurz vor der Pause, wenn er am Ende des Spiels fällt, wird es richtig ärgerlich.

    Nach der Pause kam die Mannschaft ganz anders auf den Platz und ist den Gegner viel früher und viel konsequenter angegangen. Natürlich spielten die beiden schnellen Tore der Mannschaft in die Hände, aber auch in der Folgezeit zwangen die Schalker die Stuttgarter immer wieder zu Fehlern, was wenigsten zu einigen wenigen, kleinen Chancen führte (ganz im Gegensatz zur ersten Halbzeit). Dass der Sieg am Ende verdient war, muss man nicht diskutieren.

    Was mich gestern viel mehr geärgert hat, als die äußerst mäßige erste Halbzeit, waren Teile des Publikums und speziell die Bannerträger in der Nordkurve. Leute, gestern wurde gerade mal der dritte(!) Spieltag beendet, und schon fangen die Gralshüter des einzig wahren Fandaseins an, in der Halbzeitpause zu pfeifen? Eben jene, die das hohe Lied von Schalkern in guten und in schlechten Zeiten singen? Ja, ich fand die 45 Minuten auch Murks und hinsichtlich der Angriffsbemühungen habe ich mich schwer an das letzte Spiel in Hannover erinnert gefühlt. Aber deswegen zur Halbzeit pfeifen?

    Noch schlimmer fand ich die unmöglichen Banner der Nordkurve. Ich war ja gerade gewillt, den Ultras etwas mehr Kredit einzuräumen, weil ich die Distanzierung von der „Krieg dem DFB“-Kampagne richtig stark fand. Aber wie heißt es so schön: Wie gewonnen so zerronnen. War es in der Medienlandschaft in der letzten Saison verdächtig ruhig geblieben, ist Tedesco in diesem Jahr medial zum Abschluss durch Funke Medien und Bild freigegeben, noch ehe die Saison richtig losgegangen ist. Und die Nordkurve ist sich tatsächlich nicht zu schade, dieses Getöse mit ihren sinnfreien Bannern zu befeuern. Mich macht das fassungslos.

    Da hat man mit Benedikt Höwedes einen (vermeintlichen) Vorzeigeschalker, der in dem Moment, in dem alles und jeder dem Leistungsprinzip untergeordnet wird, einfach nach Italien flüchtet. Da hat man einen Spieler wie Max Meyer, der über den Status des Hoffnungsträgers nie herausgekommen ist. Statt jetzt die Gelegenheit des wirklichen Umbruchs zu nutzen und endlich mal mit Leistung zu glänzen, erklärt er, den Verein am Saisonende auf jeden Fall verlassen zu wollen. Es ist erst ganz wenige Wochen her, da hat er ausdrücklich betont, zunächst einmal nur den Vertrag nicht verlängern zu wollen, und dass dies keinesfalls bedeuten würde, dass er den Verein auch sicher verlassen würde. So also ist es um den Charakter der echten Schalker Eigengewächse bestellt, na dann schönen Dank auch. Das aber wird nicht thematisiert, stattdessen Heidel aber Entfremdung vorgeworfen. Wie betriebsblind kann man eigentlich sein?

    Ich persönlich würde Meyer auf die Tribüne setzen und nur noch auf ihn zurückgreifen, wenn es der zugegebenermaßen dünne Kader erfordert. Tedesco hat die Aufgabe, einen Kader zu formen, der in den nächsten Jahren wieder erfolgreich in Europe Fußball spielen soll, d.h., er soll den Kader für die nächsten zwei bis drei Jahre formen. Es ist für einen Max Meyer vollkommen legitim, aus welchen Gründen auch immer den Verein am Saisonende verlassen zu wollen. Als Trainer würde ich aber beim Kaderaufbau auf keinen Spieler zurückgreifen wollen, der mit seinem Kopf schon beim nächsten Verein ist und selbst öffentlich und ohne Not erklärt, dass er zukünftig kein Teil des Projektes Schalke mehr sein möchte. Und bis zur Auswechslung hat Meyer mir gestern keine Argumente geliefert, meinen Standpunkt zu überdenken.

  9. Nordlicht sagt:

    Moin Moin

    Nun dann habe ich wohl ein anderes Spiel gesehen. Für mich war die erste Halbzeit ein Spiegelbild von Schalke der letzten Jahre. Stark anfangen und nach 10-15 Minuten ist auf einmal die Luft raus und man wird von einem Aufsteiger. im eigenen Stadion mürbe gespielt.

    Als Glückstreffer würde ich das 1-1 auch nicht bezeichnen. Vorher schon hatte Terrode ne gute Möglichkeit. Also was das für ne Taktik sein soll, muss man mir bitte mal erklären.

    Zweite Halbzeit sensationeller Start und scheinbar werden wir wieder gefährlich nach ruhenden Bällen.

  10. Nordlicht sagt:

    @ Altix

    Klasse Kommentar!

  11. Marcel04 sagt:

    Der für mich einzig wahre Schalker Blog geht wieder online, und Schalke gewinnt zu Hause gegen meinen ganz speziellen Verein… Kann es besser laufen?
    Ich sehe das als gutes Omen, Thorsten schön das du wieder da bist.

  12. Äärnz sagt:

    Klasse, dass es hier wieder weitergeht, das hat in den vergangenen Wochen gefehlt, und den Wünschen von Altix schließe ich mich voll an. Wie auch dem Unverständnis für die Pfiffe am Ende der ersten Halbzeit und für die Banner der Ultras. Was ersteres anbelangt verstehe ich die Ungeduld nicht – für meinen Geschmack tut sich viel auf Schalke und da sollte man den Verantwortlichen Zeit lassen. Zumal DT schnell reagiert, taktisch und personell, was man unter Weinzierl ja immer vermisst hat. Dass da noch nicht alles hinhaut nehme ich dann in Kauf. Was die Kritik der Ultras betrifft erstaunt mich die Analyse, dass Tradition verkauft wird – Matip, Draxler, Sane und Kola wollten sich weiterentwickeln bzw noch mehr verdienen, und die Probleme hatte CH von HH geerbt. Die anderen jungen Spieler zu verleihen, kann sinnvoll sein. Das macht CH noch nicht zwangsläufig zu einem guten Einkäufer, aber das steht auf einem anderen Blatt. Und zu Höwedes, über den hier ja in den den vergangenen Wochen intensiv diskutiert wurde, meine ich, er hätte bleiben sollen, anstatt beleidigt oder panisch das Weite zu suchen. Auch wenn die Formulierung von den Reisenden, die man nicht aufhalten soll, reichlich ungeschickt war. Und auf der Bank finden sich derzeit ja auch in andere Identifikationsfiguren wieder, siehe Thomas Müller. Insgesamt sehe ich den kommenden Wochen zuversichtlich entgegen, zumal wenn Schöpf und Embolo wieder dabei sind. Das kann was werden.

  13. Lutt sagt:

    Schön, Torsten, dass du wieder schreibst. Dieses Blog ist für mich einfach DIE Quelle für das Schalker Stimmungsbild und ein Prima Stammtischersatz ;-)

    Gestern war ein Sieg Pflicht. Ohne Wenn und Aber. Einen frischen Aufsteiger zuhause muss man einfach schlagen, wenn man Richtung „International“ guckt. Aus diesem Grund kann ich auch die Pfiffe nach der ersten Halbzeit verstehen, denn nach der Führung das Fußballspielen einstellen und einen Ausgleich zu kassieren, ist so typisch schalkig, dass man einfach pfeifen muss – könnte ich laut pfeifen, hätte ich es wahrscheinlich auch getan.
    Was die Banner angeht – auch ich habe da meine Probleme, vor allem mit dem Abgang von Bene. Ein Banner zum Thema Identitätsverlust fand ich sogar angebracht. Da muss man halt mal seine Meinung kundtun. Und der Ton war ja noch im Rahmen.

    Ansonsten, naja, Saisonstart gerettet. Erstmal ein bisschen genießen ;-)

  14. Detlef sagt:

    Schön das man hier jetzt wieder a) neues lesen und b) auf gehobenem Niveau diskutieren kann.

    Zum Spiel.
    Ich teile Torstens Ansicht nicht in allen Punkten. Schalke spielte und agierte zum Schluß der 1. Halbzeit kaum noch, man reagierte und rannte entweder dem gegner hinterher oder nebenher. Für mich deutete sich der Ausgleich schon vorher an. Terodde hatte eine gute Chance. Der Spielzug ähnelte dem, der zum Ausgleich führte übrigens ziemlich.
    Gott sei Dank waren es nur wenige Minuten bis zur Pause, denn irgendwie schienen einige Blaue von der Rolle.

    Trotzdem waren die Pfiffe zur Halbzeit ziemlich daneben. Die Erwartungen von einigen sind wohl ziemlich abgehoben.

    Was dann nach der Halbzeit geschah kann man doch höchstens erträumen. Während sich die Ultras am DFB abarbeiteten fiel erst das 2:1 und gleich hintendran das 3:1. Klasse gemacht von Burgstaller, den einige für ziemlich eingeschränkt in seinen Möglichkeiten halten. Mag er weiter so eingeschränkt Tore machen, vor allem solche ;-)

    Viedeobeweis
    Ich finde gut das ihn endlich gibt. Er hilft den Schiedsrichtern. Wer allerdings glaubt, dass es weiterhin keine falschen Entscheidungen und damit keine Diskussionen gibt, der ist wohl jetzt enttäuscht.

    Spieler des Spiele aka Man of the Match
    Amine Harit
    An allen 3 Toren beteiligt. Behauptet viele Bälle, nur ein Tor hat gefehlt.

    Was mir weiterhin positiv auffiel, dass Tedesco taktisch während des Spiels eingreift und auch frühe Wechsel nicht scheut.
    Erst die Umstellung von 3er zur 4er Kette und dann die 2 durchaus berechtigten Wechsel zur Pause. Bentaleb stand völlig neben der Kappe und Meyer fiel raus, weil eine zentraler Stürmer eingewechselt wurde.

    Jetzt bitte nächste Woche in Bremen nachlegen.

  15. janw sagt:

    Moin Torsten & schön, dass Du wieder da bist!!

    Klasse Text, vielen Dank! Bzgl. des „Pfeiffkonzerts“ ende der 1. Hälfte: Ich war nicht vor Ort, aber mir schien es eher so, als würden die Fans die Stuttgarter bei deren Standardsituationen und Angriffen mit den Pfiffen verrückt machen wollen, eine Sache, die ich vom FCN her kenne. Da waren sicherlich aber auch einige dabei, deren Pfiffe sich gegen die Spielweise richtete.

    Aber Du hast es schon recht beschrieben, die Spielweise hat die Geduld der Fans schon sehr auf die Probe gestellt. In meinen Augen darf man sich auch – Glücksschuss hin oder her – nicht wundern, wenn man dann den Ausgleichstreffer kassiert…

    VG

    Jan

  16. Christian sagt:

    1. Schön, dass das Königsblog wieder da ist!
    2. Gut, dass der S04 wenigstens halbwegs wieder in der Spur ist.
    3. Wie Tobias weiter oben anmerkte: Vermutlich gibt es mit Videobeweis ein paar Ungerechtigkeiten bzw. Fehlentscheidungen weniger (einige strittige Szenen bleiben…) Das wird aber teuer erkauft: Torjubel fällt bei mir jetzt aus. Immer schön abwarten, ob der VideoSchiri nicht irgendwo ein regelwidriges Nasepopeln gesehen hat. Nur wenn nicht, dann, und wirklich erst dann, zählt das Tor. Und spontan freuen geht dann eben nich. Früher reichte ein Seitenblick zum Linienrichter, wenn es Abseits gewesen sein könnte…

  17. eakus1904 sagt:

    Schön, dass du wieder da bist und es hier weitergeht. Ich hoffe, ihr habt das größte Umzugschaos hinter euch und lebt euch gut in der neuen Heimat ein.

    Das Spiel habe ich allerdings bei weitem nicht so gut gesehen wie du. Dass man sich nach einer Führung etwas zurückzieht und sich-mit Spielern wie Harit, Meyer und Konoplyanka auf schnelle Konter besinnen möchte-schön und gut. Aber aus meiner Sicht hat man, nach guten 10 Minuten, das Fußballspielen komplett eingestellt. Der Treffer der Stuttgarter war für mich auch kein Glück, sondern kündigte sich im gesamten Spielverlauf ab Minute 15-20 förmlich an.

    Der Sieg geht trotzdem in Ordnung, aber gerade die erste Hälfte wird mir nicht in guter Erinnerung bleiben.

  18. Christian Müller sagt:

    Ja, schließe mich an … prima Torsten, dass Du wieder aktiv bist.

    Video hin oder her …
    Ich frage mich warum der Schiri auf dem Platz das Foul nicht direkt gesehen hat.
    Der hat perfekte Sicht auf die Aktion.

  19. derwahrebaresi sagt:

    ich schließe mich dem kommentar von altrix an.

    als ergänzung noch zu meyer:
    sollte es irgendwo auf diesem planeten aktuell noch ein offenes transferfenster geben, dann bitte ab mit ihm durch die mitte.

  20. dreiköpfiger Affe sagt:

    Welcome back to the show!!!

    Ich find den Videobeweis super:
    1. Der Schiri steht nicht mehr alleine im Zentrum der Kritik „völliger Unfähigkeit“. Ihm wird da ordentlich was von der Schulter genommen. Und das finde ich für die Menschen hinter dem Job extrem gut.

    2. Wer meint es gäbe jetzt 100% fehlerfreie Entscheidungen ist doch etwas blauäugig. Es hat auch niemand je behauptet, dass es so sein wird. Wie auch?!

    Entscheidungen werden nur überstimmt, wenn es zu 99,5% sicher ist, dass die Entschiedung falsch war.
    Wenn die Regel tatsächlich sagt, dass wenn Naldo mit der Birne am Ball war, war es kein Hand, dann wird der Videoschiri sagen: Kann ich nicht zweifelsfrei beweisen und bleibe damit bei der originalen Entschiedung des Schiedsrichters. Alles perfekt.
    Ob der Kopf jetzt dran war oder nicht, dazu wird es auch weiter drei Meinungen geben.

  21. leoluca sagt:

    Dass sich Schalke nach der frühen Führung so extrem zurückzog und nicht stärker mit gefährlichen Kontern auf ein 2:0 spielte, leuchtete mir nicht so richtig ein. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass diese erste Halbzeit vor allem eine taktische Vorgabe des Trainers, sondern – neben der stabilen Defensivleistung natürlich – eher durch die bekannten Schwächen in Spielaufbau und Passgenauigkeit bestimmt war. Höwedes war hinten halt nicht der einzige, der damit Probleme hat. Auch fand wie gegen Hannover die Kombination Goretzka-Bentaleb nicht wirklich ins Spiel, so dass Tedesco in Hälfte 2 auf der Doppelsechs anders und erfolgreicher spielen ließ.

    Aber nach dieser ersten Hälfte in der Nordkurve ein Pfeifkonzert zu veranstalten, was soll der Scheiss? So schürt man die negativen Emotionen, mit denen die Ultras offenbar in dieser Saison Vereinspolitik machen wollen. Heidel – vor allem wegen des Höwedes-Transfers – ein „Identitätsschänder“? Platter geht’s nicht. Nach dieser verquasten Logik hätte Tedesco den identitären „Schalker“ Meyer im Spiel lassen und den fremden „Nichtschalker“ Harit rausnehmen müssen.

    Ich freue mich, dass Torsten wieder kommentiert – und teile seinen gedämpften Ärger darüber, dass Schalke es gestern Abend mal wieder schaffte, einen verdienten Sieg und schönen Erfolg durch Ungeduld zu trüben.

  22. andres sagt:

    Hallo Torsten,
    bin bei der Bewertung des Spiels zwar eher bei Altix, aber genau darum freue ich mich, dass es hier wieder los geht. Nach einem prima Aufschlag, folgt ein klasse Return (hab grad kein passendes Bild aus dem Fussball parat).

    Hoffe, Du und Deine Familie haben sich schon gut eingelebt in der neuen Heimat.
    gruss
    a

  23. Authentisch sagt:

    Gestern wurde vor dem Spiel auch Uchida verabschiedet. Er hat Höwedes vorgemacht, wie man sich anständig von Schalke verabschiedet, ohne die Medien zu instrumentalisieren und ohne die Schuld für seinen Abgang bei anderen zu suchen.
    Ich werde Uchida mehr vermissen als Höwedes.

  24. Voice sagt:

    Auch ich freue mich über das Ende von Torstens Pause. Ich wünsche ihm, dass alles -in Anbetracht der Umstände natürlich- gut geklappt hat.

    Zum Spiel. Ich bin eher der Meinung, die zweite Hälfte war besser. Aber man muss sicherlich konstatieren, dass es ohne die beiden schnellen Tore vielleicht sehr zäh geworden wäre. Ausgezeichnet gefallen hat mir Harit. Er hat kaum einen Ball verloren, wurde entweder gefoult (woraus zwei Tore entstanden) oder brachte den Ball gut an den Mann. Klasse.

    Auch positiv finde ich, dass es anscheinend mit dem Pech bei Schiri-Entscheidungen nicht so weitergeht wie letztes Jahr. Denn beim 2-1 kann man sicherlich über die Regelkonformität streiten. Die Fehlentscheidung gegen Schalke verhinderte Gott sei Dank Herr Gräfe am Bildschirm. Den Videobeweis sehe ich absolut positiv. Es werden viele Fehlentscheidungen und somit auch Spielverdrehungen verhindert. Nicht nur gestern in der Arena. Auch zum Beispiel die rote Karte gegen Freiburg. Wenn man sich das üble Foul ansieht war der Platzverweis sicherlich berechtigt. Noch schöner war natürlich, dass Gelb trotzdem nicht gewann…

  25. Lutt sagt:

    ach, zum Thema Videobeweis interessiert mich aber noch: was wäre denn passiert, wenn ein schneller Konter der Stuttgarter zu einem Tor geführt hätte? Wäre der Videobeweis zum Tragen gekommen, wenn der VfB den Ball nicht ins Aus geschossen hätte? Und sollen die Spieler den Ball denn nicht explizit nicht ins Aus schießen?

    Generell bin ich übrigens für den Videobeweis, allein die Umsetzung nervt aktuell. Es wurden schon strittige Situationen durch den Videoreferee überstimmt (zweierlei Maß), die Technik funktioniert nicht (nach einjähriger Testphase!!!) und das geht auch alles viel zu langsam!
    Und warum sehen wir im Stadion nicht dieselben Bilder wie der Schiedsrichter?

    Hier, liebe DFL, bitte nachbessern!

  26. Rjonathan sagt:

    Auch von mir natürlich: Schön dass es weiter geht. Ich hoffe die Umzug ist ordentlich über die Bühne gegangen und die Kinder grooven sich langsam in der neuen Umgebung ein!

    @leoluca
    Ich habe dieses Spiel leider nicht sehen können, aber dass Bentaleb und Goretzka sich auf dem Platz irgendwie nicht gut ergänzen ist mir auch schon gegen Hannover aufgefallen. Weinzierl hat das ja Ende letzter Saison durch die sehr defensive Aufstellung von Bentaleb gelöst. Es wäre aber eigentlich doch besser, wenn es einen Weg gäbe die beiden irgendwie nebeneinander zum Funktionieren zu bringen.

  27. Flo Kno sagt:

    Freue mich auch, dass es hier weitergeht und schließe mich den guten Wünschen von Herzen an :)

    Ein Wort zur PK nach dem Spiel: Mir gefällt, wie klar Tedesco das Problem der Passivität im Schalker Spiel benennt und dieses auf mangelnde Zweikampftechnik zurückführt. Das gefällt mir besser als die Schuld zu personalisieren und zu beklagen irgendwelche Vorgaben seien nicht umgesetzt worden.

    Ebenso gefällt mir seine Aussage, er sehe es als seine Pflicht an Max Meyer weiterzuentwickeln und ihn passend einzubinden, sodass er seine nächsten Schritte ‚hier auf Schalke‘ machen kann.

    Bin gespannt auf die nächsten Spiele.

  28. leoluca sagt:

    Geht mir auch so: Tedescos Auftritt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel war bemerkenswert. Offene Kommunikation und Diskussion mit den Journalisten. Verzichtet auf Parolen und Floskeln zugunsten von Argumenten. Man kann gut sehen, wie er die Fragen an ihn abwägt, über sie nachdenkt und sich im Sprechen seine Meinung herausbildet.

    Ich habe ihn so verstanden: Schlechte Zweikampftechnik ist der Hauptgrund für passives Spiel. Oft wird der Gegner nur zugestellt, man könnte härter sagen: begleitet – und so kann der Gegner kommen, wie Stuttgart zwischen der 10. und 45. Minute. Hat man jedoch den Ball, so laufen die Offensiven mit und ohne Ball viel zu selten im Sprint durch, sie halten lieber den Ball erst mal im Dribbling oder in der Kreisbewegung.

    Frage an Tedesco: Wie lange kann es dauern, bis man die Mannschaft hier neu eingestellt hat. Schöne Antwort: Manchmal nur eine Viertelstunde.

    PS. Einen kleinen Hinweis an die Ultras möchte ich mir nicht schenken. Das Wording „Identitätsschänder“ geht gar nicht. Das ist Pegida-Sprech, wo die sogenannten „Identitären“ immer mehr Einfluss kriegen. Solltet ihr euch vielleicht mal anschauen.

  29. CarstenS04 sagt:

    moinsen…

    schööön, Torsten is nun wiedda online.. naja zwischen durch blitzen ja seine Kommentare schon vorher auch wieder auf…

    der Königsblog lebt^^

    Schalke is halt Schalke da is immer watt los… zu mosern gibt’s wahrscheinlich sogar watt wenn die vonna B1 absteigen und Königsblau die CL gewinnt.

  30. CarstenS04 sagt:

    ….

    Max ist wirklich ein spannendes Thema…. aber da werden wir alle bis zur Winterpause warten müssen….

  31. Carlito sagt:

    Schön, wieder hier von Dir zu lesen, Torsten! Denn guten Wünschen der Vorschreiber schließe ich mich natürlich an!

    Dass Spiel konnte ich leider nur in Teilen bei Amazon Music verfolgen. Und dort auch nur so ca die letzte halbe Stunde vor der Pause. Das hörte sich schon verdammt nach dem typischen Schalker betteln um das Gegentor an.

    Im Nachgang habe ich abends noch die Zusammenfassung auf DAZN gesehen, da sah und hörte sich das alles schon viel positiver an, inklusive der Aussage, dass hinten raus auch ein 4-1 oder 5-1 nicht unverdient gewesen wäre. Bin auf jeden Fall gespannt, beim nächsten Heimspiel endlich mal live in der Arena unser Spiel begutachten zu können.

  32. Dr. Bu sagt:

    Welcome back, Torsten, auf jeden Fall; freue mich Dich wieder zu lesen, und auch die Kommentare haben mir gefehlt. Damit ein Gruß in die Runde. Hoffe Du und Deine Familie konnten alles gut regeln.

    Zum Spiel ist alles gesagt, wollte mal eine Lanze für Tedesco brechen. Dass er anfängt, direkt im Spiel zu reagieren und Konsequenzen zu ziehen, finde ich gut, sowas hat ja oft gefehlt, nicht nur unter Weinzierl. Und zum Auftritt in der Pressekonferenz: da ist ein junger Trainer, er malocht und kämpft auf seinem Posten, wirkt für mich immer noch authentisch und gibt sein Bestes. Dabei sind dann vllt auch unglückliche Entscheidungen, wie der Spruch mit den Reisenden. Aber mehr kann er nicht tun. Wenns trotzdem schief geht, ist eher Heidel der Ansprechpartner.

  33. Roman sagt:

    Auch von mir nur die allerbesten Wünsche für das neue Heim, Torsten. Und wie es scheint, muss Sascha Riether nicht umziehen.

    Für mich war es zwar gestern kein Spiel, das lange in Erinnerung bleiben wird, aber hey, drei Punkte haben oder nicht haben …

  34. Stollengewitter sagt:

    Schön dass du wieder zurück bist Torsten! Hat mir gefehlt der Königsblog.

  35. McP sagt:

    Tedescos Hauptproblem ist m.M.n. dass die Schalker Anhänger jahrelang von einem Umbruch auf den nächsten vertröstet wurden. Wenn es mal keinen Umbruch gab, dann nur, weil gerade kein neuer Umbruchtrainer auf dem Markt war. Jeder Umbruch wird mit den immer gleichen Parolen ein- und begleitet. Irgendwann ist man das leid und möchte zur Abwechslung mal ein paar gute Spiele am Stück sehen. Und „gute“ Spiele definieren sich über die Offensivleistung, ein paar Taktiknerds vielleicht ausgenommen. Wenn die Defensive nicht gerade eine Meisterschaft gewinnt, dann sicher auch keine Herzen. Ich empfinde es logisch wenn ein Trainer zuerst beim Defensivverhalten ansetzt. Das ist das Fundament für alles andere. Aber hoffentlich werden bald auch ein paar Geschosse bewohnbar. Ich habe jedenfalls keinen Bock darauf, schon wieder nach dem nächsten Trainer (und Manager) Ausschau halten zu müssen.

  36. Nigbur 48 sagt:

    Endlich macht auch der Montag wieder Sinn! Es wurde Zeit. Hatte den Eindruck, dass manche hier in den letzten Tagen schon ein wenig gereizt waren.

    Das Spiel konnte ich nicht sehen. Altix‘ Worten weiter oben kann ich mich aber nur anschließen. Es ist bedauerlich, dass nicht wenige auf die Stimmungsmache der Funke Medien anspringen und ordentlich gegen Trainer und Manager schießen. Ich versuche schon lange, deren Artikel nicht mehr anzuklicken, besonders, wenn sie mit „Warum…“ oder „Darum…“ vorgeben, Fragen zu beantworten, die ich nie gestellt habe.

    Zum Videoschiedsrichter habe ich noch keine rechte Meinung. Klar bremst der so ein Spiel aus und man stellt den Jubel erstmal hintenan. Auf der anderen Seite habe ich ganz subjektiv den Eindruck, dass die Schalker in den ersten drei Spielen damit wesentlich besser gefahren sind, als in den Jahren zuvor, wo es doch arg viele Entscheidungen gegen uns gab. Da es vermutlich mehr Timo Werners als Felix Bastians gibt, wird man so einen Schiri vielleicht auf Dauer schätzen lernen.

  37. schalkoholiker sagt:

    Schön, dass Du wieder am Start bist Torsten. Jetzt kann die Saison losgehen…

    Das Spiel war definitiv keine Grundlage für Tiki-Taka-Lehrvideos. Manchmal wünsche ich mir auch solche Sternstunden, ganz besonders zu Anfang einer jeden Saison erwische ich mich dabei.

    Aber: Wir wissen doch alle, dass Fußball sich zum großen Teil im Kopf abspielt. Und genau deshalb denke ich, dass die Truppe nach dem Gegurke der letzten Saison erst langsam zu einem besseren Selbstbewusstsein kommen und sich den Mist aus den Trikots laufen muss. Dafür sind die ersten handwerklichen Schritte gemacht und ich bin fest davon überzeugt, dass das demnächst auch ein wenig attraktiver wird.

    Ansonsten: 104 % agree zu Altix. Meyer ist mir auch dauerhaft ein Rätsel. Vielleicht sollten Tedesco mal Opa Hrubesch anrufen und fragen, wie er ihn seinerzeit bei der U21 hinbekommen hat.

  38. Ney sagt:

    @Abschuss frei
    Ausgerechnet der sonst doch gar nicht so unebene D. Theweleit beglückt uns per Spiegel Online mit

    Es gibt große Zweifel, ob Heidel und Tedesco die richtigen Leute sind, um die ersehnte Modernisierung voranzutreiben und gleichzeitig das traditionelle Schalker Selbstverständnis zu bewahren. Tedescos Spielanalyse dürfte das Vertrauen kaum gestärkt haben.

    Denn als der Trainer nach dem wichtigsten Grund für die schwache erste Hälfte gefragt wurde, monierte er die falsche „Zweikampftechnik“ und versuchte zu erklären, was das heißt: „Wir versuchen zu oft zu stellen, vor allem in den ersten Linien müssen wir lernen durchzulaufen, und zwar im Vollsprint. Das ist eine Charakteristik, die wir in 88 Prozent der Fälle brauchen.“ Gemeint ist, dass vor allem die Offensivspieler beim Verteidigen wirklich versuchen sollen, aktiv und aggressiv den Ball zu erobern, statt nur Pass- und Dribbelwege zuzustellen. Aber 88 Prozent?

    Es fällt vielen Schalkern schwer, einem Trainer zu vertrauen, der so spricht und eine Klubikone wie Höwedes demontiert.

    Was geht denn da ab in der Presselandschaft?

  39. lassi04 sagt:

    Haha, Tedesco, der alte Nazi!:D
    Tippe zwar eher darauf, dass das in irgendeinem Lehrbuch steht, aber die Herren Medienvertreter denken da wohl etwas weiter…

  40. Oskar Zirngiebl sagt:

    Ich habe diese kruden 88% auch gelesen. Bei Theweleit und noch woanders, erinnere mich aber nicht, wo. Mein erster Gedanke war, wie sollen Spieler so etwas verstehen? Vielleicht auch noch in der Halbzeit?

    Ich habe mir dann vorhin die PK nach dem VfB-Spiel angeschaut und muss sagen, dass seine Aussagen im Zusammenhang recht verständlich sind. Er spricht davon, dass es Phasen gibt, in denen man Passwege zustellen muss und Phasen, in denen man auf den Mann gehen muss. Dann kommt er irgendwann mit den 88% um die Ecke. Wenn man nur die Zahl liest und dieses zusammenhanglose Geschreibsel liest, kommt er einem anstrengender vor als ein Professor im Elfenbeinturm (allerdings ohne Taurin). Aber im OT und im Zusammenhang sind mir die Sachverhalte klarer geworden.

    Vielleicht ist Hr. Theweleit aber auch einfach nicht so gescheit. Kann ja sein.

  41. Nordlicht sagt:

    Ist es nicht so, dass fast alles nur noch aus dem Zusammenhang gerissen wird?? So wie es gerade passt und so wie es sich am besten verkaufen lässt?? Die Qualität eines Artikels ( zumindest kommt es mir so vor ) ist nicht mehr der Wahrheitsgehalt sondern der reissende Absatz.

    So ähnlich war es doch auch mit der unglücklichen Aussage „Reisende soll man nicht aufhalten“

    Schmunzeln muss ich zu den ganzen Protesten der Ultras, Nordkurve etc. Es ist etwas mehr als 2 Jahre her, da wurde am Ende der Saison nur noch „Ausser Ralle könnt ihr alle gehen“ gesungen.

    Nun ist das passiert und ist auch nicht richtig :-)

  42. blues sagt:

    Ich denke mit den Demontagen, Umstellungen und Aussagen Tedescos müssen wir jetzt eine Zeit lang leben. Der Mann hat im Erwachsenenbereich bei einem Zweitligsten und auf Schalke insgesamt 15 Spiele gecoacht. Situationen, die aus einer derart geballten Erfahrungslosigkeit entstehen, sind deshalb grundsätzlich schwer verstehbar. Der Mann übt.

  43. michael sagt:

    Hey, mir scheint, dass bei Tedesco jedes Wort auf die Goldwaage legt wird. Was soll das? Wir haben einen jungen impulsiven Trainer und langsam finde sogar ich, dass das gar nicht so verkehrt ist. Immerhin ist der authentisch und ehrlich und laviert nicht rum. Bei Bene hätte er zwar den Ball etwas flacher halten können, aber wir er in der Halbzeit jetzt gegen Stuttgart reagiert hat – Respekt.
    Übrigens finde ich ist die Verabschiedung von Uschi sehr „geschmeidig“ gelungen. Er ist und bleibt einer meiner Lieblingsspieler der letzten Jahre. Glück auf, Uschi.

  44. derwahrebaresi sagt:

    @Blues

    Hast du Kinder?

  45. idioteque3 sagt:

    Der Text von Theweleit macht mich ja etwas ratlos. Die Pressekonferenz gestern nach dem Spiel war die vielleicht beste, offenste und transparenteste, die ich bisher von einem Trainer auf Schalke gesehen habe. Tedesco hat eben komplett verständlich ausgedrückt, was er sehen wollte, was nicht funktioniert hat und warum. Dass ein Autor, der nicht bei einer Boulevard-Seite arbeitet, dann Abgehobenheit daraus dreht, dass der Trainer einmal eine relativ willkürliche Zahl nennt, die nicht durch 5 teilbar ist, um einen Punkt zu verdeutlichen, grenzt schon an Boshaftigkeit.

    Ich finde Tedesco auch gar nicht impulsiv oder ungeschickt. Er versucht einfach im Gegensatz zu anderen Trainern, Fragen auch wirklich zu beantworten anstatt nur Floskeln zu verwenden. Nun drehen die wahrscheinlich gleichen Leute Tedesco aus irgendwelchen aus dem Zusammenhang gerissen Nebensätzen einen Strick, die sich sonst am meisten darüber aufregen, dass Fußballer-Interviews meist so nichtssagend sind.

  46. Altix sagt:

    „Was geht denn da ab in der Presselandschaft?“

    Wissen tue ich natürlich nichts, aber ich versuche mich mal an einer Erklärung: Dreh- und Angelpunkt ist die Antwort auf die Frage, welche Rolle Medien in der heutigen Zeit spielen. Meiner Ansicht nach ist das Hauptinteresse nicht mehr die Verbreitung von Informationen sowie der Versuch, dem Leser Hintergründe zu vermitteln (so dies überhaupt jemals das Interesse von Medien gewesen ist).

    Stattdessen geht es ausschließlich um Klicks und Aufmerksamkeit, vor allem aber um die damit verbundenen Werbeeinnahmen. In Zeiten, in denen Abos immer weniger abgeschlossen werden und der Verkauf an Printmedien immer weiter zurück geht, müssen die Einnahmen halt woanders generiert werden. Meldungen sind also nur Mittel zum Zweck (nämlich einer Gewinnerzielung), deren Inhalt ist eher zweitrangig.

    Das kann man sehr schön an den Überschriften der Beiträge bei Funke Media sehen. Da jagt eine reißerische oder missionarisch aufklärerische Überschrift die nächste, und nicht selten fragt man sich nach dem Lesen des Artikels, was der nun mit der Überschrift zu tun hatte. In dem Moment hat die Falle aber schon zugeschnappt, der Leser hat neugierig auf die Seite geklickt und damit den Werbezähler erhöht. Ich bin inzwischen auch davon überzeugt, dass die Redaktionen über Fakeaccounts in den Kommentarfunktionen feste mitmischen. Einfach einen polarisierenden Kommentar unter dem Artikel platzieren und schon sind die nächsten zehn Kommentare und hunderte Klicks sicher. Dann wird zu ein und dem selben Thema ein zweiter und ein dritter Betrag mit ähnlicher Überschrift verzapft und fertig sind die nächsten Klicks.

    Wenn Medien tatsächlich so funktionieren, dann ist natürlich klar, dass die Redaktionen sich an Themenkreisen orientieren, die möglichst viele Klicks generieren. Welche Informationen dabei transportiert werden müssen ist zweitrangig. An dem Punkt kommen wir dann zu Schalke 04. Verein und Umfeld sind in dieser Beziehung von je her dankbar für die Medien. Es ist immer was los, und irgendwer hat immer irgendetwas zu sagen. Wenn bei Mainz (nur als Beispiel) irgendein Vorstand ein Interview gibt, interessiert das keine Sau. Der Verein hat eine geringe Reichweite, und da es dort in der Regel gesittet und unspektakulär zu geht, lohnt sich für die nach Klicks geifernden Journalisten der Aufwand nicht, zu recherchieren und einen Artikel zu schreiben.

    Ganz anders ist das natürlich bei Schalke 04. Wenn da irgendein Hinterbänkler einen Furz lässt, interessieren sich Fans in ganz Deutschland dafür. Zumindest sorgen die Medien dafür, dass sich die Fans interessieren, indem ausführlich über den Furz berichtet wird. Vorzugsweise, indem nur über den Teil berichtet wird, der zu unmittelbarer medialer Aufmerksamkeit führt. Dass diese Berichte dann teilweise aus dem Zusammenhang gerissen erscheinen, who cares. Oskar Zirgibl beschreibt ja gerade, wie es ihm erging, als er sich die gesamte PK angesehen hat. Der Spruch „Reisende soll man nicht aufhalten“ war doch die gleiche Nummer. Der Spruch alleine war spektakulär und wurde medial mehrmals vorwärts rückwärts durchgenudelt. Im Gesamtzusammenhang der PK erschien er aber in einem anderen Licht. Da der aber nicht spektakulär genug war und weniger Klicks erzielt hätte, wurde dieser Gesamtzusammenhang eben auch nicht vermittelt.

    Und jetzt kommen ich an dem Punkt, wo mir am Sonntag beim Anblick der Transparente in der Nordkurve der Kamm geschwollen ist. Im letzten Jahr war es nämlich ausnahmsweise mal so, dass sich die Fans zusammengerissen haben und geduldig auf Besserung gewartet hatten. Damit hatten die Fans den Medien zum Teil den Wind aus den Segeln genommen. Ja es gab Scheißspiele, aber die Fans blieben ruhig und haben keine Munition für Schlagzeilen geliefert. Entsprechend ruhig war es im Blätterwald.

    In diesem Jahr wird bereits am dritten Spieltag nach einer mäßigen ersten Halbzeit gepfiffen und es werden Banner gezeigt, die ich persönlich nur noch als verbalen Unrat bezeichnen kann. Genau diese Aussetzer aber sind es, auf die die Medien seit einem Jahr (vergebens) gelauert haben und die jetzt begierig aufgegriffen werden. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Banner dutzende Artikel mit dicken Fotos bei Funke Medien, Bild, Sport1 & Co. wert. Meiner Ansicht nach trägt namentlich das Verhalten der Fans in der Nordkurve in erheblichem Maße zu der aktuellen Treibjagd in den Medien bei. Natürlich gibt es auch andere Faktoren, die die aktuelle Berichterstattung über Schalke pushen, aber das Verhalten der Fans ist ein sicher nicht zu unterschätzender Punkt. Die spektakuläre Aktion der Fans in Hannover (Nordkurve in deiner Stadt), ich persönlich absolut genial fand, war traurigerweise ein medialer Fliegenschiss im Vergleich zu dem Donnerhall, den die Banner am Sonntag produziert haben. An diesem Punkt ärgere ich mich dann über die Nordkurve, bzw. über die Aktivisten, die dieser Banner hissen. Eben weil sie absolut vorhersehbar durch ihr Tun genau die Reaktionen beschwören, die anschließend alle beklagen.

    Natürlich ist es so, dass die Absetzung des Kapitäns von Schalke zu einem gewissen medialen Echo führt. Es mag auch so sein, dass Heidel, Tedesco & Co. zwar damit gerechnet haben, am Ende aber von der Wucht überrascht wurden (BTW: irgendwo hatte ich einen Artikel gelesen, wonach in der halben Bundesliga die Kapitäne getauscht wurden. Nirgends war das mediale Echo auch nur annähernd so heftig wie bei uns). Bis zu einem gewissen Grad muss damit bei Schalke als Manager oder Trainer leben. Wie man aber als Fan so blöde sein kann, zumal zum jetzigen Zeitpunkt in der Saison, dem Affen auch noch Zucker hinterher zu schmeißen, das muss ich nicht verstehen…

  47. leoluca sagt:

    Der Spiegel-Text von Theweleit ist ein journalistisches Armutszeugnis, das man nicht ernst nehmen kann,

    weil er die Aussagen von Tedesco durch Halbzitate und Weglassen entstellt und daher falsch wieder gibt,

    weil er sich an die Denke einiger platter Ultra-Plakate gegen Heidels Kadermodernisierung anranzt, die, schaut man die diversen Blogs durch, alles andere als eine Mehrheit der Schalker Fans repräsentieren,

    und weil Theweleits Text meilenweit von der sachlichen Diskussionsatmosphäre auf der Pressekonferenz zwischen Journalisten und Trainer entfernt ist, auf der er offensichtlich nicht anwesend war.

  48. Lothar04 sagt:

    @Altix

    Ich lass dann mal Flugblätter von deinen heutigen Kommentaren machen und werfe sie über der Nordkurve ab.
    Sollte Pflichtlektüre für alle Schalker werden. Sehr gescheit, ich bin 1904% deiner Meinung.

    @Blues

    Zeig mal deine wahre Farbe. Gelb? Rot? Blau kann ich nicht erkennen obwohl es meine absolute Lieblingsfarbe ist.

  49. Eigenart sagt:

    @Altix
    Du sprichst mir heute bereits zum zweiten Mal aus dem Herzen. Danke dafür!
    Und danke Torsten, dass du wieder am Ball bist.

  50. schalkoholiker sagt:

    @blues: „geballte Erfahrungslosigkeit“ ist eine bemerkenswerte Wortkreation. Respekt.
    Ernst gemeinte Frage: Was ist aus Deiner Sicht positiv an Schalke?

  51. leoluca sagt:

    @Altix

    Ich teile zwar diese grundsätzliche Medienschelte nicht, sie ist mir etwas zu viel Rundumschlag und zu wenig Berücksichtigung des guten Fußballjournalismus‘, den es gibt. Die PK, die Fragen und Statements der Journalisten, waren doch völlig in Ordnung.

    Aber deinen Hinweis auf die Verantwortung der aktiven Fanszene, wenn sie dem Boulevard Futter für Kolportagen liefert, den unterschreibe ich voll und ganz. So machen die Ultras mit Negativemotionen Vereinspolitik.

    Ich kann mit der verkauften Identität, die auf den Ultra-Plakaten beklagt wird, überhaupt nichts anfangen.

    Es wurde keines der Großtalente aus der Knappenschmiede weggeschickt. Draxler, Sane, Kolasinac wollten weg, sie waren schlicht nicht zu halten.

    Bei Goretzka will Heidel jetzt offensichtlich an die Schmerzgrenzen gehen, damit er bleibt.

    Beim Knappen Meyer fällt mir momentan wenig ein, warum er bleiben sollte – trotzdem hat Tedesco am Sonntag ausdrücklich betont, dass er alles tun werde, damit Max Meyer den nächsten Sprung nach vorn auf Schalke schafft.

    Höwedes wollte sich nicht dem Konkurrenzkampf stellen und nach zweimaligem Bankdrücken bereits gehen.

    Da frage ich mich, welches Fass machen die Ultras da eigentlich auf. Wo sehen sie durch den neu zusammengesetzten Kader die Schalker Identität bedroht.

    Ich dagegen erinnere mich gern an diesen einen aus ganz Europa zusammengekauften Haufen, der damals, 1997 und 2001, Schalker Geschichte machte. Wilmots, Nemec, Latal, Mulder, de Kock, Sand, Mpenza – keiner auf Kohle geboren, alle ohne „Identität“,

  52. Steffen sagt:

    Blues – man mag deine Kontroversen Kommentare als Bereicherung sehen oder sie sehr kritisch beurteilen.
    Ich persönlich empfinde deine Beiträge leider als nur selten Konstruktiv. Tedesco ist jung, ok. Wenig Erfahrung in der Bundesliga, ok. Aber geballt unerfahren sind bei uns! ganz andere Trainer gewissen – die mangelnde Erfahrung war da nur selten Thema.

  53. Ney sagt:

    @ „wenn Du was zu meckern hast, gehörst Du nicht dazu“ http://koenigsblog.net/2017/07.....ment-93529

    NB, 88% = 7 von 8. Gar nicht so esoterisch.

  54. Flo S. sagt:

    Danke Altix, sehr gute Zusammenfassung.

    Ich frage mich, wie Verfasser solcher Meldungen es schaffen, ihr Gewissen auszuschalten und zu riskieren, Leute auf Grundlage bewusster Falschmeldungen in die Bredouille zu bringen. Klar, man hat keinerlei persönliche Konsequenzen zu befürchten, dass macht es sicherlich etwas einfacher :-)

    Zu den Bannern fällt mir nichts ein, es lohnt sich denke ich auch nicht, diesen Schwachsinn zu kommentieren. Einfach nur peinlich.

  55. SpeedGlas sagt:

    Zum Spiel wurde hier ja schon sehr viel gesagt. Ich bin aber auch der Meinung, dass Schalke nach dem Führungstreffer viel zu passiv war. Die erste Halbzeit war nach dem 1:0 fußballrisch schwere Kost.

    Zum Thema Meyer und seinen Äußerungen, den Verein verlassen zu wollen, kann ich nur sagen, dass ich ihn immer weniger vermissen würde. Harit dagegen überzeugt mich immer mehr. Obwohl ich am Anfang skeptisch war, ob er was taugt, muss ich jetzt zugeben, dass ich Spaß habe ihm zuzusehen.

    Der Abgang von Höwedes trifft mich persönlich aus mehreren Gründen. Er war immer mein Lieblingsspieler mit dem ich mich am meisten identifizieren konnte. Dazu kommt die Art und Weise wie er gegangen ist. Gerade von ihm hätte ich erwartet, dass er den Konkurenzkampf annimmt und diesen auch als Chance sieht, statt als zu wenig Wertschätzung seiner Person. Die Wahl eines neuen Kapitäns scheint zusätzlich noch sein Ego angekratz zu haben. Ich werde ihn auf jeden Fall vermissen, weil ich auch immer noch mächtig stolz darauf bin, dass er als Schalker Kapitän 2014 jedes WM Spiel bestritten hat.

    Der ganze Banner-Unsinn, zu dem sein Wechsel geführt hat empfinde ich als zu radikal und auch nicht passend. Wenn Höwedes sich entscheidet zu gehen, kann man nicht die sportliche Führung als Identitätsschänder bezeichnen. Ich frage mich, was man beabsichtigt damit zu bezwecken oder zu erreichen? Da werden völlig unnötige Gräben gezogen und hilft weder der Mannschaft noch dem jungen Trainer.
    Ich fände einen vernümpftigen Protest gegen diese ganze Spieltagsstückelung und TV-Vermarktung viel angebrachter. Obwohl weder Schalke, noch Stuttgart oder Hannover international spielen, finden die Spiele wieder sonntags abends statt. Mich persönlich kotzen diese Zeite an. Wenn man freitags Fußball schauen will, muss man sich ein Eurosportabbo zulegen, bei dem der Player nicht mal funktioniert. Samstag spielt man dann mal wieder um 15.30 h in Bremen. Da brauch man sich mal ausnahmsweise keinen Urlaub zu nehmen, um das Spiel im Stadion zu sehen. Ich denke so ein Protest würde eine größere Unterstützung finden.

  56. Altix sagt:

    @leoluca: Du hast ganz sicher Recht, dass es neben dem Boulevard auch vernünftige Berichterstattung gibt. Es wundert mich auch nicht, dass eine PK konstruktiver abläuft, als die spätere Berichterstattung. Die PK erzeugt ja auch keine unmittelbaren Klicks ;)

    Allerdings ist die Reichweite dieses handwerklich ordentlichen Journalismus leider begrenzt. Wer liest schon die SZ (wäre das ein geeignetes Beispiel?)? Die Musik machen leider nun einmal Funke, Springer und Co., die Massenblätter des Boulevards, und die funktionieren leider eher so, wie ich es oben beschrieben habe.

    Es ist doch irgendwie bezeichnend, dass niemand bei Funke, Springer und Co. sich einmal kritisch mit den Aktionen der Nordkurve auseinandersetzt. Diese zu hinterfragen gibt es ja mehr als genug Gründe. Stattdessen wird lieber zum dritten Mal darüber berichtet, wie sehr Heidel und Tedesco unter Druck stehen, weil die Nordkurve zum wiederholten Male Benni Höwedes hat hoch leben lassen.

    Oder es wird die dritte Transferbilanz aufgezeichnet, wonach X Spieler den Verein verlassen haben, aber nur Y Spieler neu verpflichtet wurden. Steter Tropfen höhlt den Stein… Vorzugsweise noch mit einer ausführlichen Auflistung der Spieler, die der Knappenschmiede entstammen (dass die teilweise erst in der B- oder gar A-Jugend von Schalke verpflichtet wurden, interessiert kein Schwein. Wichtig ist nur zu vermelden, dass ein weiteres Talent der Knappenschmiede verkauft oder verliehen wurde). Dass von den Abgängen die Mehrheit in der letzten Saison kein einziges Spiel gemacht hat und deshalb kaum als Verlust anzusehen ist, oder dass Heidel das ausführlich und leicht verständlich erklärt hat, oder dass nicht wenige jener sagenumwobenen Talente aus der Knappenschmiede sich anschließend auch in anderen Vereinen der ersten Liga nicht durchsetzen konnten und nicht selten in die zweite Liga gegangen sind, oder aber die Tatsache, dass Schalke in der vergangenen Saison den nach Bremen größten Kader der Liga hatte und jetzt auf eine Kopfzahl geschrumpft ist, mit der die Bayern trotz Dreifachbelastung Meister wurden, all das ist vollkommen wurscht. Das sind lästige Details, die den Leser im Zweifel nur langweilen.

    Irgendwie ist das eine kranke Symbiose. Die Medien kreieren ein Meinungsbild, welches dem teilweise sehr simplen Weltbild eines Teils der Nordkurvenbesucher entspricht, die ihrerseits mit ihren Aktionen wieder die Medien befeuern. So profitieren beide von einander und beide erreichen ihr Ziel: Aufmerksamkeit.

    Wie gesagt, es gibt sicher auch gute Berichterstattung, aber letztlich sind alle Teil eines Wirtschaftsunternehmens und müssen mit ihren Aktivitäten Geld verdienen. Das machen einige seriöser und andere eben nicht. In meinem Beitrag ging es mir vorrangig darum, eine Erklärung dafür zu finden, warum Schalke in den Medien derzeit da steht, wie wir es derzeit täglich „bewundern“ dürfen (s.a. die Frage von Ney). Und an diesem Punkt kommt, so fürchte ich es zumindest, dem von mir kritisierten Boulevard eine überragende Bedeutung zu.

  57. Roman sagt:

    Um mal zu differenzieren: Das Plakat mit dem Autohändler kam nicht von der UGE, andere Machart.

    Bei den Plakaten scheint man mir etwas über das Ziel hinausgeschossen zu sein. Ich habe es im Stadion auch eher als mahnende Worte denn als Beleidigung empfunden.

    Ich bin kein Mitglied, aber was die UGE sicher nicht wollten, ist eine Befeuerung des Boulevards. Ist so gekommen, ja, vermutlich nicht so vorhergesehen. Nicht umsonst spricht UGE nicht mit der Presse.

  58. ReinerEdelmann sagt:

    Welcome back, Torsten!

    Zum Spiel ist alles gesagt; es gab Erleichterung über den Sieg, morgen hat man es dennoch vergessen.
    Inzwischen und bei unglaublicher Athletik sind alle Teams in der Lage, zu rennen, zu verschieben und „Räume zu verengen“, während nur ganz wenige Teams (wir nicht) offensive Lösungen anbieten können. Das macht die Masse der BuLi-Spiele so zäh und…ähh… langweilig.

    Mit einem quantitativ und qualitativ beschränkten Kader muss Tedesco immer an die 100 % gehen, um uns in Richtung Europacup zu führen. Ich finde den Coach bisher interessant und überwiegend gut – Fehler macht jeder. PKs gucke ich sowieso nicht – warum sollte ich? Logisch muss er sich der Öffentlichkeit stellen, aber warum sollten wir hier anschließend quasi in Drittverwertung nochmals darauf eingehen? Mehr Gelassenheit und Zurückhaltung hätten uns diverse „Umbrüche“ vielleicht erspart und manch sinnfreie Auseinandersetzung mit der angeblichen Medien-Nichtkompetenz von Keller und Breitenreiter.

    Genauso wenig muss man Springer- und Funke lesen und kommentieren – warum macht man das? Viele meckern hier, scheinen aber bestens informiert über die Inhalte zu sein. Merke: Lesen bildet nicht immer!

    Und eine generelle Medienschelte an dieser Stelle ist mir viel zu platt und billig.
    Prüft doch alle einfach einmal die Angebote, auch nach euren politischen Präferenzen. Im gesamten Spektrum gibt es Qualitätsmedien, auch mit ganz ausgezeichneten Sportteilen.

    Insgesamt missfallen mir hier seit einiger Zeit ein paar Dinge:
    1. „Blues-Schelte“ – auch ich kann oftmals mit seiner Sprache und seinen Aussagen wenig anfangen, aber nehmt sie doch zur Kenntnis und tut sie nicht einfach ab. Vielleicht regen sie euch auch zum Nachdenken an, dann ist schon etwas gewonnen.

    2. „Banner- und UGE-Bashing“ – Mädels, dies sind Schlagworte, die in jedem Fall zu- und überspitzen, wo ist das Problem?
    Sie sind Ausdruck der Sinnkrise des Vereins und zeigen, dass die Clubführung Teile der 145.000 Mitglieder weder verstanden noch mitgenommen hat! [Ausdrücklich ausnehmen möchte ich Banner, die „schänden“ usw. beinhalten!]
    In diesem Zusammenhang vom „simplen Weltbild eines Teils der Nordkurvenbesucher“ zu sprechen, ist schon dummdreist. Ich weiß nicht, wo hier ein substanzieller Intellekt-Unterschied zu vielen Tribünen-Eventis bestehen sollte.

    3. Dies leitet aber nett über zum Sprech einiger Personen hier über „Traditionsromantiker und Moralisierer“. Gerade letzerer Begriff ist sofort abwertend; woraus rührt dieses damit einhergehende Gefühl des eigenen (Mehr-)Wissens und der eigenen Überlegenheit?
    Vielleicht wissen diese Personen viel mehr über den modernen Fußball in Gänze als die Spielverlagerungs-Jünger, die 3-4-3- auf 4-5-1-Verschieber und Transferfenster-Verschließer.

    Entscheidend wird doch sein, ich hatte dies schon einmal gefragt, ob der Vorstand die Frage beantworten kann, was Schalke ist und was es sein will.

    Das natürliche Ziel, das Streben nach der Meisterschaft, können wir uns abschminken. Geht es dann „nur“ um den sportlichen Erfolg?
    * Sind China-Vermarktung, Fußballschulen in Fernost usw., wie es uns DFL und Jobst gebetsmühlenartig vorkauen, wirklich nötig für den FC Schalke 04?
    * Brauchen wir Unternehmen wie Gazprom wirklich? – Blick über den Tellerrand: Wie schafft z.B. St.Pauli den Spagat zwischen Kultur, Tradition und Kommerz?
    * Wie stellt man die 145.000 Mitglieder und das Konstrukt des e.V. positiv heraus? Momentan wird der e.V. defensiv und hemmend beurteilt. Dieses in der BuLi schon Fast-Alleinstellungsmerkmal gilt es zu fördern.
    * Wie entwickelt man bei 145.000 Mitgliedern „Werte“, die von der Masse mitgetragen werden? Hier meine ich keine Blödsinns-Marketing-Slogans wie „Wir leben Dich“, sondern Dinge, die wirklich Schalke betreffen und nicht nur auf Kohleromantik abheben – Schalke muss sich auf seine Tradition berufen, darf sich aber in meinen Augen nicht wie das Ruhrgebiet selbst musealisieren.

    Iss datt schwer? Jau, isset.

  59. leoluca sagt:

    Warum es sich manchmal lohnt, Pressekonferenzen zu schauen. PK am Sonntag Abend und ein reaktionsschneller Trainer.

    Jörg Strohschein (freier Journalist und Autor u. a. für Die Zeit, Tagesspiegel):
    „Diese Passivität ist ja ein wiederkehrender […] Fakt. Gegen Hannover war es ja schon so und jetzt heute wieder. Man sagt ja immer, das ist ein Teil der Entwicklung, dass das besser wird. Wie lange dauert denn so eine Entwicklung, dass man das im Griff hat, aus Ihrer Sicht? “

    Domenico Tedesco:
    „Fünfzehn Minuten!“

  60. ReinerEdelmann sagt:

    @leoluca,

    Und warum lohnt sich das nun?

    Du listet isoliert eine recht schlichte Frage auf sowie eine reaktionsschnelle, wenn auch flapsige Antwort.
    Ist Tedesco nun deshalb ein besserer oder schlechterer Trainer als z.B. Keller und Breitenreiter?

  61. idioteque3 sagt:

    @ReinerEdelmann:

    Zunächst mal zum Sinn von Pressekonferenzen: Die geben dem Trainer und dem Manager die Möglichkeit, seine Arbeit in der Öffentlichkeit zu verteidigen. Je nach Individuum und gestellten Fragen kommt dabei nichts herum. Bei Tedesco sind die bisher immer ganz interessant und es ist ziemlich schade, dass auch angeblich seriöse Journalisten die eigentlichen Aussagen ignorieren (weil sie sich dann inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen müssten?) und sich nur auf den einen Nebensatz stürzen, der irgendwie ihre Arbeitshypothese unterstützt.
    Das mit der allgemeinen Medienschelte geht mir auch zu weit, aber dass Funke und Springer als Boulevard davon profitieren, wenn es auf Schalke Unruhe gibt und dem entsprechend das Rad selber gerne etwas schneller drehen, ist schwer zu bestreiten (wobei sie natürlich nicht die einzig Verantwortlichen sind). Und die sind nun mal ziemlich reichweitenstark und werden von vielen Schalkefans gelesen, so dass es auch für Fans, die das eigentlich nicht tun, nicht verkehrt ist, zumindest darüber informiert zu sein, was die wieder schreiben.

    Und nun zu dem „Watt is denn nun Schalke?“:
    Ich glaube nicht, dass die Vereinsführung einen sonderlich großen Einfluss auf die Vereinsidentität hat, solange sie nicht den e.V. angreift. Die Fans bleiben schließlich so, wie sind. Die Ultras, die unfassbar viel Arbeit für die Unterstützung des Clubs investieren und dafür auch Mitsprache wollen; die Familie, die nun in vierter Generation auf Schalke geht; die Leute, die mit ihrer Dauerkarte ein Ventil gefunden haben, ihren Frust von zuhause loszuwerden, und eigentlich nur im Stadion sind, um zu meckern; die Leute aus den Fanclubs in dem Umland, die ihre Tour am Wochenende eben nach Gelsenkirchen statt zu einer Kegelparty machen; usw.
    Die Menschen, die diesem Verein einen Teil ihrer Zeit widmen, machen die Vereinsidentität aus und nicht, ob der Club 2% seiner Zeit und Ressourcen in China verwendet.
    Das heißt nicht, dass die Vereinsführung nicht möglichst viel dafür tun sollte, auch im Interesse der vielen Fans zu handeln und identitätsstiftende Institutionen wie die Knappenschmiede zu fördern. Aber dass das immer nur so weit geht, wie der sportliche Erfolg nicht gefährdet ist, sollte auch klar sein, so wie umgekehrt die Maßnahmen für den sportlichen Erfolg nur so weit gehen sollten, wie man die Bindung zu den Fans nicht gefährdet.
    Da immer den richtigen Kompromiss zu finden, ist für die Vereinsführung schwierig, aber zum einen gefährdet eine Entscheidung „gegen die Fans“ nicht die Vereinsidentität (solange nicht grob bösartig), und zum anderen ist sehr viel davon von den Einzelfallentscheidungen der handelnden Personen abhängig. CH wird ja an den aktuellen Kader nicht mit der Idee „Diesmal sägen wir besonders viele Spieler aus der Knappenschmiede ab“ zusammengestellt haben, sondern war in Abstimmung mit dem Trainerteam der Meinung, dass diese Saison nur sechs Spieler aus der eigenen Jugend gut genug sind, um bei Schalkes Ansprüchen weiterhelfen zu können, und bei Höwedes kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Tedesco ihn aus Boshaftigkeit abgesägt hat und ihn loswerden wollte, sondern dass es gute Gründe dafür gab und er Höwedes´ Reaktion unterschätzt hat.

  62. ReinerEdelmann sagt:

    @idiotique3,

    Zunächst vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

    Niemand bestreitet den Sinn oder Unsinn von PKs.
    Mir geht es darum, sie hier in Drittverwertung nochmals „durchzukauen“. Ich möchte auch niemand vorschreiben (falls der Eindruck entstanden sein sollte!), was er lesen oder schauen soll. Ich fände es nur schön, wenn hier im Schalke-Blog #1 qualitativ mehr geboten würde als PK-Fürze.

    „Watt iss denn nun Schalke, watt sin wir Schalkers?“

    Wenn es hierauf eine rasche Antwort gäbe, wäre sie bestimmt schon gefallen. Ich denke aber, hier muss sich der Vorstand trotz des stressigen Alltagspensums sehr kurzfristig die Mühe machen.

    Ein Fußball-Verein hat gegenüber einem „normalen“ Unternehmen den Vorteil, keinen Gewinn machen zu müssen. Der eigentliche Sinn des Vereins (neben gesellschaftlicher Verantwortung usw.), der maximale sportliche Erfolg, kann ja nicht eingeholt werden aufgrund der Konstellation des nationalen und europäisch-internationalen Fußballs. Warum also nicht etwas herausarbeiten, was uns ausmacht?

    Und ja, das ist schwierig, gerade bei einer so heterogenen Gruppe mit 145.000 Einzelinteressen.

  63. Voice sagt:

    Die Sache mit der Presse ist ein interessanter Punkt. Zum Thema Fußball im allgemeinen und Schalke im besonderen lese ich z.B. regelmäßig die WAZ (Printausgabe), Kicker (online) sowie Spiegel (online) und manche Sachen in de SZ (auch online). Die Bild stößt mich unglaublich ab, daher kann ich dazu gar nichts sagen. Aber z.B. bei der WAZ sind mir extreme Unterschiede in den Tendenzen der Berichterstattung aufgefallen. Unter Weinzierl herrschte eigentlich sehr viel Ruhe, vor allem wenn man den katastrophalen Saisonstart bedenkt. Breitenreiter und Keller bekamen da weitaus weniger Kredit. Und nun scheint es auch wieder in Richtung Attacke zu gehen. Die Diskrepanz zwischen der Berichterstattung zu diesem und dem letzten Saisonstart finde ich beachtlich. Anscheinend wurde eine andere Taktik ausgegeben. Woran das liegt kann man nur raten. Der andere Trainer? Differenzen mit Heidel? Einfach eine neue Marschroute? Keine Ahnung, auf jeden Fall hat sich etwas geändert. Die online-Präsenz der WAZ bzw. Funke-Gruppe (derwesten.de) wurde ja vor einiger Zeit auch umgebaut, und zwar hin Clickbaiting.
    Der Theweleit-Kommentar ist mir auch sehr unangenehm aufgefallen. Bisher fand ich ihn eigentlich nicht so schlecht.
    Der Kicker ist aus meiner Sicht eigentlich meistens noch relativ neutral, obwohl sich das Niveau dort mit den Jahren auch verschlechtert hat.
    Also, man kann sicher nicht alle über einen Kamm scheren, aber manches ist doch arg tendenziös.
    Wenn die Ultras eine Meinung kundtun wollen, dann ist das deren gutes Recht. Ich stimme bezgl. „verlorene Identität“ nicht mit ihnen überein. Ich finde bei Höwedes haben beide Seiten Fehler gemacht. Von den anderen „Eigengewächsen“ wurde meienr Meinung nach keines weggejagt. Sie wollten entweder unbedingt weg (Neuer, Draxler, Sane) oder waren vielleicht nicht gut genug (z.B. Ayhan). Ich denke aber sehr wohl, dass die Urheber der Banner möglichst breite Öffentlichkeit wollten. Worum sollte es denn sonst gehen? Die Adressaten sitzen ja nicht alle im Stadion. So etwas muss durch die Medien transportiert werden, sonst kommt es nicht bei genügend Leuten an. Und, na klar, die Medien stürzen sich darauf (sieh oben)…

  64. Voice sagt:

    @ReinerEdelmann

    Ich finde, die PKs bieten momentan inhaltlich einiges mehr als nur „Fürze“. Das war sonst meistens nicht der Fall. Und wenn Medien nur aus dem Zusammenhang gerissene Bruchstücke weitergeben, ist es von Vorteil, die gesamten Aussagen aufzubereiten.

  65. Ney sagt:

    …bin ja nicht so ein Freund von grobem Presse-bashing. Was Funke innerhalb von 30 Stunden aus 1 Sachverhalt an online-Artikeln herausquetscht, ist doch beeindruckend:

    Dreifach-Kritik der Schalke-Ultras an Sportvorstand Heidel

    (10.9., 18:28)

    Schalker Fan-Kritik: Heidel bewegt sich auf dünnem Eis (Kommentar)

    (11.9., 10:26)

    Schalke-Trainer Tedesco kontert Vorwürfe der Ultras

    (11.9., 18:36)

    Heidel über Plakate in Schalkes Nordkurve: „Die tun mir weh“

    (11.9., 22:55)

    So begründen die Schalke-Ultras ihre kritischen Plakate

    (11.9., 23:27)

    lustich

  66. leoluca sagt:

    @idioteque3

    Mein Eindruck ist, dass es bei der angeblich verkauften Identität, die am Sonntag auf den Plakaten beklagt wurde, weniger um die reinen Fakten, sondern viel mehr um königsblaue Gefühle geht. Die oft bemühte Seele eben. Es gibt offenbar viele unter uns, die Heidel und Tedesco einfach emotional nicht trauen und beide als Fremdkörper empfinden, vor allem Heidel.

    Rein faktisch lassen sich die Ultra-Plakate nicht wirklich begründen. Es kann doch niemand im Ernst behaupten, Heidel würde die hochgelobte Knappenschmiede schwächen wollen. Auch hat er keineswegs diejenigen Spieler vertrieben, die aus der Knappenschmiede kommen oder lange auf Schalke gespielt haben und jetzt überall in Europa bei anderen Vereinen spielen, von Amsterdam bis Manchester, von Turin bis Sevilla, von Düsseldorf bis Berlin. Sie alle wollten mehr oder minder deutlich gerne selbst weg und wechseln.

    Auch hat Heidel für Embolo, Bentaleb, Coke, Kono etc. nicht viel mehr Geld ausgegeben als seine Vorgänger für auswärtige neue Spieler ausgegeben haben.

    Nein, die offene Kritik an Heidels Arbeit fußt nicht primär auf Fakten, sondern auf Befindlichkeiten. Weil man Heidel und Tedesco misstraut, wie man einem Fremden aus einem anderen Verein und einer anderen Kultur misstraut, deshalb wird aus jeder Mücke gleich ein Elefant: der Reisende-soll-man-nicht-aufhalten-Satz von Tedesco; Heidels Macherqualitäten in Transferfragen, die sich wenig um Transparenz gegenüber der Schalker Gemeinde bemühen usw.

    Ob diese Stimmung irgendwann kippt oder nicht, wird natürlich zuerst davon abhängen, ob die Mannschaft wieder besser und erfolgreicher spielt als in der Vergangenheit. Die Beispiele Andy Möller 2001 und Felix Magath 2010 zeigen ja, wie schnell das im Erfolgsfalle gehen kann. Und beide, Tedesco und Heidel, haben das Zeug, fachlich gut zu arbeiten.

    Vielleicht sollten sie sich darüber hinaus mal genauer anschauen, warum jemand wie der Real-Star Raul aus dem weit entfernten Madrid auf Schalke so schnell so geschätzt und so beliebt werden konnte. Das hatte nicht allein mit seiner fußballerischen Klasse zu tun, sondern auch mit seiner emotionalen Ausstrahlung – im Spiel und außerhalb des Spiels.

  67. ReinerEdelmann sagt:

    @Voice,

    1. Warum befasst Du Dich mit „den Medien“, wenn sie angeblich etwas aus dem Zusammenhang reißen? Warum hier durchkauen?

    2. Hier wird genauso „aus dem Zusammenhang gerissen“; siehe z.B. oben.

    Aber: Jeder, wie er mag; ich mag das nicht – habe nun aber genug dazu gesagt.

  68. Gregor sagt:

    Cui bono?

  69. Steffen sagt:

    @leoluca

    Gefühlte Fakten, unkonkretisierbare Ängste, Gefühle ohne Belege

    Das ganze als zentrales Thema kennt man doch leider zu gut als Problematik.

  70. leoluca sagt:

    Ja, Steffen, leider kennt man das auf Schalke zur Genüge und ich persönlich bin dieses ganze Seelen-Gequatsche ziemlich leid. Aber negative Gefühle, mit denen die Ultras momentan Vereinspolitik machen, sie sind halt auch Tatsachen, denen sich Heidel und Tedesco nicht verschließen können.

    Was mich im Grunde bei dieser Ultra-Politik am meisten nervt: dass sie dieses Personen-Bashing mit Privatbeleidigungen nach nur einer Saison gegen Heidel veranstalten, während sie seinen Vorgänger, Horst Heldt, eigentlich immer und gezielt geschont haben. Und warum? Weil er eben auf so mancher JHV der Schalker Folklore einfach nach dem Munde geredet und sich bei ihnen angewanzt hat. Nicht besonders kritisch von den Herrschaften, wie sie es ja auch derzeit nicht sonderlich stört, wenn sie das Krisen- und Sensationsgelaber der Boulevardmedien bedienen.

  71. Altix sagt:

    Läuft, würde ich sagen: https://www.waz.de/sport/fussball/s04/herr-heidel-haben-sie-auf-schalke-an-ruecktritt-gedacht-id211906139.html .

    Das Interview an sich finde ich jedoch absolut lesenswert, nicht zuletzt natürlich wegen der Antworten von Heidel. Kaderkosten von 48 Mio. plus erfolgsabhängige Prämien finde ich fast schon spektakulär, wenn man bedenkt, wo wir vor wenigen Jahren noch lagen.

  72. Altix sagt:

    P.S.: Würden die Prämien auch bei 48 Mio. liegen, wäre die Zahl (in Abhängigkeit der Ziele) natürlich u.U. Augenwischerei ;)

  73. CarstenS04 sagt:

    positive Signale

    Naldo will noch mit 36 auf Schalke spielen
    Kehrer fuehlt sich richtig wohl auf Schalke, jetzt wo er seinen Platz hat und spielt!
    Goretzka will seinem Kumpel MM helfen wieder in die Spur zu finden dait er seine Qualitaeten auf den Rasen bringen kann….

    Heidel ist zwar traurig wegen der Banner aus der Nordkurve kann aber die Fans auch verstehen….
    Ein Ruecktritt kommt jedenfalls nicht in Frage…

    ich finde wir sind auf einem guten Kurs… habe den Eindruck das nun wirklich mal was passiert… nicht nur grosse Reden gehalten werden…

    Umbruch/Veraenderungen tun weh…. aber he schaut euch das neue Teamhaus an!! ist doch super geworden!!

    „Wir hier, der verschworene Haufen, der hier in seinem Haus lebt, gegen den Rest der Welt“, so Schuster.

    http://schalke-news.de/2017/so.....ainer-aus/

  74. Eigenart sagt:

    Mein Eindruck, dass die Funke-Gruppe Heidel zum Abschuss freigegeben hat, bestätigt sich. Die Interviewfragen sind provokant, suggestiv und ohne jeden journalistischen Anspruch. Wenn dieses Interview Rückschlüsse auf den zukünftigen Umgang der Funke-Medien mit Schalke zulässt – dann gute Nacht.
    Heidel hat klug und durchdacht geantwortet. Ich hoffe, er kann diese Souveränität beibehalten. Manchmal habe ich den Verdacht, die Funke-Gruppe hat geradezu Angst davor, dass Schalke mit Tedesco und Heidel erfolgreich werden könnte, weil es dann weniger negative Schlagzeilen und damit Clicks gäbe. Also stänkert man nun auf Teufel komm raus, damit einer von beiden oder am besten beide von „den Fans“ weggemobbt werden. Hat ja bei Keller auch schon geklappt.

  75. dreiköpfiger Affe sagt:

    48 Mio Kaderkosten klingt so ein bisschen nach fettreduziertem Käse:
    25% Fett absolut vs 45% Fett in Trockenmasse beim normalen Käse.
    Es klingt bombastisch, am Ende ist aber der Unterschied marginal.

    48 Mio Kaderkosten (+ evtl Prämien) klingt fantastisch gegen die absoluten Zahlen der letzten Saison aus dem Bericht des Kassenwartes (wenn ich nicht falsch geguckt habe waren das 103 Mio Gesamtpersonalkosten). Aber wieviel dann am Ende tatsächlich da stehen wird, weiß man nicht. Sollte sich das Volumen tatsächlich ordentlich reduzieren, dann ist das doch mal eine gute Nachricht.
    Ironie on*
    Denn eins steht ja fest: Prämien sind mit dem Trainer und dem Team keine zu erwarten…
    Ironie off*

  76. CarstenS04 sagt:

    Muarrrrrr… Nichts hören, nichts sehen und besser auch nichts sagen!

  77. Rjonathan sagt:

    Ich muss sagen eine Interessante Entwicklung in dieser Saison: Es wird jede Menge ums Drumherum diskutiert und kaum um den Fußball an sich. Ich werte das mal als gutes Zeichen. :-)

    Gibt es eigentlich irgendjemand, der die Banner der Ultras passend findet? Hier habe ich zumindest keinen verteidigenden Kommentar lesen können. Faktisch sind sie jedenfalls ziemlicher Bockmist. Über die Gründe der Abgänge wurde schon viel berichtet. Ich habe mir noch mal die „Zugänge“ aus der eigenen Jugend angeschaut. dabei sind nur die Spieler aufgelistet, die es in dem Jahr zumindest über Teile der Saison zum wichtigen Ergänzungsspieler geschafft haben (über 1000 Einsatz-Minuten). Ob McKennie ohne internationalen Wettbewerb auf seine Minuten kommt, wird sich zeigen. Die Durchlässigkeit von der Knappenschmiede in die erste Mannschaft war jedenfalls in den letzten Jahren nie höher als 1 Spieler pro Saison. Und das hat Heidel im letzten Jahr mit Kehrer auch geschafft.

    17/18: (McKennie?)
    16/17: Kehrer
    15/16: Sané
    14/15: Ayhan
    13/14: Meyer
    12/13: Kolasinac
    11/12: Draxler
    10/11: –
    09/10: Matip
    08/09: Höwedes

  78. Feddigen_sein_Sohn sagt:

    „McKennie Kehrer Sané Ayhan Meyer Kolasinac Draxler Matip Höwedes“

    Wenn man die weiter aktiven Neuer und Özil noch dazunimmt hätte man ja eine ganz ordentliche 11.

    Dass für Matip Kolasinac demnächst Meyer nichts in der Schatulle bleibt ist jammerschade.

  79. CarstenS04 sagt:

    Steht es schon fest das MM in der Winterpause nicht wechselt?

  80. Thomas25 sagt:

    Hey Torsten:

    Welcome Back!

  81. Micha sagt:

    Hallo Torsten, ich finds auch klasse das Du wieder da bist. Ich hoffe für Dich, dass Dein Privates sich wieder schnell positiv entwickelt.
    Als in Stuttgart lebender NRW’ler bin ich leider etwas vom Schuss, und grade deswegen sind mir die Informationen hier in dem Blog so wichtig.

    Zu den hier diskutierten Personalien, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Ganz im speziellen was die Herren BH und MM angeht. Der Eine läuft plärrend und nachtretend weg und der andere leidet an massiver Selbstüberschätzung. Höwedes selbst wird von Jogi Löw nicht mehr berücksichtigt, weil es Spieler gibt die sich auf einem anderen Leistungsniveau befinden. Der Zenit ist überschritten. MM wird, wohin er auch immer gehen mag, genauso wie Lewis Holtby sich später im Mittelmaß einer mittelmäßigen Mannschaft wiederfinden. Auf Schalke hätte er noch! alle Möglichkeiten. Den Status eines hochbegabten wird er mit seiner Einstellung nicht verlassen.

    Zu dem Thema „Verlust von Identifikationsfiguren“ des Vereins. Das sind Anachronismen aus einer Zeit von Klaus Fichtel oder Stan Libuda oder gar noch früher und nur ein herbeizietieren von Argumenten über die Leistungen der letzten paar Jahre und den erreichten Tabellenständen. Wenn die Leistung auf dem Platz stimmt und sei es nur das wir den Eindruck bekommen und der Tabellenplatz sich im oberen Drittel befindet, spricht von Identifikationsverlust kein Mensch mehr. Tedesco und Heidel machen für mich einen so guten Job, wie lange Zeit vor Ihnen keiner.
    MEINER Meinung nach. Genug Senf dazugegeben.

  82. Mane 04 sagt:

    hach….es ist einfach immer wieder schön, hier im blog zu sein.

    geballte kompetenz, trotz- oder gerade wegen- teilweise sehr unterschiedlichen meinungen und sichtweisen. aber immer, oder fast ausnahmslos über der gürtellinie.

    zu der aktuellen situation ist genug geschrieben worden, daher möchte ich meinen senf nicht auch noch dazu tun, noch nicht… ;)

    ich wünsche uns allen heute ein tolles spiel, mit ausreichend anlass hier wieder aktuell zu diskutieren und mitzulesen und hoffentlich mit 9 punkten nach 4 spieltagen

    dir und deiner familie lieber torsten alles gute zum neuanfang in ge

    glückauf aus unterfranken

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