Schalker sein und bleiben, keine Stimme der AfD!

Der FC Schalke 04 war in seinen Anfangsjahren eng mit der Zeche Consolidation verbunden. Er wurde entscheidend durch die Einwanderer geprägt, die damals der Arbeit wegen aus Masuren ins Ruhrgebiet kamen, die Koslowskis, Tibulskys, Zurawskis.

Auch heute profitiert Schalke 04 von seinem Standort, der Mitten im Ruhrgebiet als Ballungszentrum seit je her für Einwanderer attraktiv war. In der Knappenschmiede werden Mercans, Yildiz‘, Kutucus oder Cans ausgebildet, die in Recklinghausen, Düsseldorf oder Gelsenkirchen geboren wurden, deren Familien sich einst bewusst für den Zuzug entschieden haben.

Der Verein Schalke 04 hat sein Bestreben, die Integration ausländischer Mitbürger zu fördern, in der Satzung verankert. Gleich in Paragraph 2 wird klargestellt, dass der Verein rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen aktiv entgegen tritt.

Schalker sind viele. Wir sind schwul und hetero, vom Glauben geprägt und Atheisten, wir haben alle Hautfarben, wir sind behindert und topfit, sind arm und reich, klug und manch einer auch doof. Wir sind bunt. Wir dürfen es sein, wir sind okay wie wir sind, und wir vereinen uns unter der blau-weißen Fahne.

Wer für Ausgrenzung ist, wer meint, der Zuzug von Menschen, die hier leben und arbeiten möchten, führe zum Untergang des Landes, der hat Schalke 04 nicht verstanden. Wer umgekehrt Schalke verstanden hat, kann unmöglich damit einverstanden sein, dass es rechtsradikale Politiker im Bundestag geben soll.

Deshalb: Schalker sein und bleiben, keine Stimme der AfD!



126 Kommentare zu “Schalker sein und bleiben, keine Stimme der AfD!”

  1. Grieche sagt:

    Top, Torsten!

  2. Voice sagt:

    Keine Stimme den Rassisten!

  3. teamnullvier sagt:

    Danke, Torsten!
    Keine Rassisten in den Parlamenten!
    Glück auf!

  4. deuserband sagt:

    Danke Torsten.
    No pasaran!

  5. Sebastian Neustein sagt:

    Starke Worte!
    Danke

  6. Rheingauner sagt:

    104% Zustimmung

  7. Roland Heilig sagt:

    Überflüssig. Politik hat im Fußball nichts zu suchen.

  8. el_emka sagt:

    Dass Politik im Fußball nichts zu suchen hat, haben sie in Dortmund auch lange behauptet und ihr Naziproblem geleugnet.

  9. Daniel sagt:

    Danke Torsten für die klaren Worte!
    Wer AfD wählt, der wählt nicht nur eine Partei, sondern eine Gesellschaftsform deren Auswirkungen man sich vorher bewusst sein sollte.

  10. Zeitspieler sagt:

    Vielen Dank Torsten!

  11. andres sagt:

    Politik hat im Fußball nichts zu suchen?

    Rassismus, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Hass gibt es überall. Sich dagegen zu positionieren, sollte in jedem Verein zum guten Ton gehören.

  12. klopenner sagt:

    Kann auch nur zustimmen, Torsten!

  13. ReinerEdelmann sagt:

    Vollste Zustimmung – keine Nazis, keine AfD, keine Rassisten, keine Chauvinisten!

    Avanti Popolo!

  14. Hans sagt:

    Nazis haben im Parlament nichts zu suchen!

    Allerdings hinkt der Vergleich zu den Einwanderungen der Nachkriegsjahre. Diese Leute sind wirklich wegen der Arbeit ins Land gekommen. Bei der aktuellen Migrationswelle ist ein nicht geringer Teil für ein Leben im sozialen Netz und unter Angabe von falschen/mehreren Identitäten und gefälschten Papieren eingereist.
    Es ist schade, dass das Thema so wenig differenziert betrachtet wird und von allen Seiten immer nur ein klares schwarz-weiß Bild gezeichnet wird. Für die einen sind alles helfenden Hände für die Zukunft des Landes und für die andere Seite sind es alles Schmarotzer und schleichende Islamisierer. Die Wahrheit liegt in der Mitte, wird aber leider von den wenigsten gesehen.

  15. Voice sagt:

    Politik hat im Fußball nichts zu suchen? Das stimmt, soweit es sich um eine „normale“ politische Auseinandersetzung handelt. Ich fände es auch nicht okay, wenn Torsten hier für CDU, SPD, Grüne usw. eintreten würde. Aber das Thema AfD geht weit darüber hinaus. Es geht um Hetze, Angstmacherei, Rassismus, Chauvinismus usw. usf. Das gehört sehr wohl hier hin und ich finde es toll, dass Torsten dafür eintritt. Schalke und zum Beispiel auch der DFB haben sich den Kampf gegen Rassismus schließlich auf die Fahnen geschrieben.

  16. Jörg sagt:

    100-prozentige Zustimmung!
    Wer einem Gerald Asamoah, Jefferson Farfan, Lincoln, Naldo oder Nabil Bentaleb zujubelt, der kann meiner Ansicht nach keine Partei wählen, die versteckt oder offen Rassismus predigt.

    Schalker sind gegen Rassismus und Chauvinismus usw. und sollten dies auch bei Wahlen entsprechend zum Ausdruck bringen.

  17. derwahrebaresi sagt:

    @ zum Beispiel auch der DFB haben sich den Kampf gegen Rassismus schließlich auf die Fahnen geschrieben.

    … so wie damals in Hamburg bei st. pauli?

    http://blog.zeit.de/hamburg/ke.....nts_page=2

  18. andres sagt:

    @hans
    einerseits beklagst Du schwarz-weiss Bilder, bedienst mit dem Narrativ der ‚Welle‘ und der ‚Sozialschmarotzer‘ aber auch Vorurteile.
    Die nichteuropäischen Länder, aus denen der wesentliche Teil der Migranten stammt, sind Syrien, Afghanistan und Irak. Allesamt Länder in denen Bürgerkrieg herrscht. Ich denke, deren Motivation ist eine andere.

  19. Mirko04 sagt:

    Keine Macht den Nazis und Rassisten! Keine Macht für die Alternative für Dumme!!!
    FCK AFD!! FCK NZS!!!!

  20. David sagt:

    Liberté, Égalité, FCKAfDé!

  21. Thorsten Butz sagt:

    (L)

  22. leoluca sagt:

    Wer aus Syrien vor dem grauenvollen Krieg, aus Afghanistan vor dem Taliban-Terror und aus einem afrikanischen Land vor Hunger und Elend flieht, den müssen wir in Deutschland mit offenen Armen aufnehmen. Deshalb verbietet sich jede Toleranz gegenüber der AfD, die gezielt die Fremdenfeindlichkeit und den Rassismus schürt.

    Danke, Torsten, dass du uns darauf aufmerksam macht, wie sehr die humane Selbstverständlichkeit mit der Geschichte und Moral unseres Clubs zusammenhängt.

    PS: Die Menschen, die aus Syrien und Afrika nach Deutschland einwandern wollen, als „Migrationswelle“ zu bezeichnen oder sie mit einem Verdacht der falschen Identität zu belegen, ist für mich schon der Anfang der Diskriminierung. Diese Ressentiments hat es übrigens auch vor 100 oder 50 Jahren gegenüber den Einwanderern und Flüchtlingen aus Osteuropa gegeben – ich spreche aus familiärer Erfahrung.

  23. Chris sagt:

    Bravo.1904% Zustimmung.

  24. DevonMiles sagt:

    Sehr richtig was Du da schreibst!

    „hm, wer ist Schuld daran dass es mir schlecht geht? Klar, die Menschen die gerade erst hergekommen sind. […] Die ganzen Bulgaren und Rumänen die herkommen und unseren Spargel stechen und alte Menschen pflegen! Die nehmen uns die Arbeitspätze weg! Wir wollen unseren Spargel selbst stechen! […] Erinnerst Du Dich noch an früher, als wir noch keine Gastarbeiter hatten die das Wirtschaftswunder erst ermöglichten? War das schön. […] Erinnerst Du Dich noch an früher, bevor die Römer kamen und uns Kultur und Straßen brachten? War das schön!“

    Aus einer guten „Analyse“ der AFD: https://youtu.be/pO_aW9ed5PI

  25. lassi04 sagt:

    Vielen Dank Torsten für dieses starke Statement!
    Grüße aus Dresden!

  26. Daniel04 sagt:

    Schade, dass das Thema mit der AfD so aufgehetzt (ironisch, nicht wahr?) diskutiert wird.
    Ich werde AfD wählen, weil wenn ich am Bahnhof nach der Uhrzeit frage, kaum noch einer meiner Mitmenschen Deutsch spricht.
    Abgesehen davon, ist sie die einzige Partei die Volksabstimmungen einführen möchte. Mir persönlich sehr wichtig und von keiner etablierten Partei untertützt.

    Grüße aus Erkenschwick

  27. Oskar Zirngiebl sagt:

    Keine AfD in den Bundestag! Keine Nazis in den Bundestag!

    Politik hat auch hier dann etwas zu suchen, wenn es um so grundsätliche Fragen geht.

    Ich habe keine Lust, die gezielten und unbeabsichtigten Tabubrüche aus den AfD-Reihen hier zu wiederholen, aber eines ist vollkommen klar: wer AfD wählt, sorgt dafür, dass Nazis (nicht alle, aber einige) in den deutschen Bundestag einziehen!

    Ich finde das ist unerträglich!

  28. danbreit sagt:

    Danke für die starken Worte Torsten!
    @Daniel04 gut das Volksabstimmungen ja immer so gut bei JHV auf Schalke funktioniert haben und emotional aufgeladene Themen so gut für Volksabstimmungen geeignet sind.
    Wieso möchte genau Erdogan für die Todesstrafe eine Volksabstimmung durchführen?

  29. Ernst Kuzorra sagt:

    Achso Daniel, einfache Lösungsversprechen findest Du also sinnvoll?
    Bekommen also demnächst alle verpflichtende Deutschkurse, damit man dann meckern kann was das wieder kostet? Oder werden die nicht deutsch sprechenden einfach deportiert und dann ist halt keiner da der Dir die Zeit sagen könnte? Oder beschäftigt die AfD Biodeutsche, die Dir am Bahnhof die Zeit sagen (für 1€ die Stunde)? All das wird eher nicht passieren.

    Achso, Du wählst die wegen Volkentscheiden? Worüber stimmt das Volk denn ab, und worüber nicht, und wer stimmt daüber ab? Autobahn in Deinem Vorgarten? Superwichtig!
    Im Vorgarten von irgendwem weit weg – naja!
    Diäten im Bundestag – auf jeden Fall!
    Tariflöhne für KindergärtnerInnen – kommt drauf an ob Du Kinder hast….
    Pflege und Sozialsystem – je nach Deinem Kontostand……undsoweiterundsofort.

    Parlamentarische Demokratie ist repräsentativ, es steht jedem frei für seine Interessen da mitzumachen. Das ist ohne Frage nicht einfach mal so gemacht, aber diejenigen die behaupten, dass das alles ganz einfach wäre, sind einfach Lügner, meistens sogar ziemlich dreist, da sie wider besseren Wissen handeln!

    Ich habe schon längst per Briefwahl NICHT AfD gewählt!

    Königsblauen Gruß von Elba!

  30. Zeitspieler sagt:

    @DevonMiles
    Klasse Link! Danke!

  31. leoluca sagt:

    Die AfD-Behauptung, die direkte Demokratie sei „ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal“ ihrer Partei, ist falsch. Das Thema wird von der AfD lediglich vereinnahmt.

    Seit Langem tritt die Mehrzahl der etablierten bzw. im Bundestag vertretenen Parteien für direkte Demokratie auf Bundesebene ein. Seit 1990 gab es im Bundestag 14 Vorstöße (von Bündnis90/Die Grünen, Linkspartei/PDS, SPD und FDP), um die direkte Demokratie bundesweit einzuführen. Alle etablierten Parteien, bis auf die CDU, haben eigene Positionen zur direkten Demokratie, die in ihren Wahlprogrammen stehen.

  32. Blauhai sagt:

    Was geht denn hier ab, ein Teil dieser pseudo politischen Gesellschaft ist für mich das allerletzte, wieder einmal ein Aufruf gegen eine legitimierte demokratische Partei, die genauso wie andere Partei sogenannte schwarze Schafe in ihren Reihen. Da sitzen im Bundestag auch radikale autonome Deutschlandhasser.
    Nein, ich habe in meinem Alltag im Ballungszentrum Köln/Bonn schon zu viel Negatives erlebt, meine Tochter wurde von 3 Afghanen fast vergewaltigt, dank der Hilfe von mutigen Passanten ist nichts passiert. Ich bin für eine absolute Muss Obergrenze. Nein die Masse der Migranten will sich nicht integrieren, dass ist Fakt, wieviel Parallelwelten sollen hier denn noch geschaffen werden? Da ich hier nicht CSU wählen kann, wähle ich AFD, das ist auch gut so.
    Im übrigen, das Thema gehört hier nicht.

  33. Carlito sagt:

    Danke für Deine klaren Worte, Torsten!
    #noafd #fcknzs

  34. Torsten sagt:

    Im übrigen, das Thema gehört hier nicht.

    Welches Thema auf meine Webseite gehört, entscheide ich.

  35. Roman sagt:

    Zur AfD fällt mir nur noch Daniel Baier ein.

    Danke, Torsten!

  36. idioteque3 sagt:

    @Blauhai: Wenn die Integrationsunwilligkeit Fakt ist, hast du irgendwelche Beweise, die über Einzelfälle hinausgehen?

  37. Ney sagt:

    Wenn man Geschichte und das Leitbild des FC Schalke 04 sich vor Augen führt, sprechen die dagegen, diese Leute zu wählen.

    Die massenhafte Immigration 2015/16 hat eine anhaltende, komplizierte Krise verursacht, mit der wir vernünftig umgehen müssen und die man anständig diskutieren sollte.

    Einfältige Propaganda der Sorte AfD=Nazis können wir uns dabei gerne ebenso schenken wie giftgelbes Gezeter über Überfremdung und Sozialschmarotzer oder Horrorstories über vergewaltigende Afghanen.

  38. Johannes sagt:

    @Ney: Na gut, dann eben AfD = Faschisten. Und das sind sie. Besser?

    Natürlich nicht. Da wird ein ziemlich großer Haufen Faschisten künftig im Bundestag sitzen. Daran ist nichts gut.

  39. Hans-kurt sagt:

    Danke für deine klaren und waren Worte!
    Politik hat im Sport nichts zu suchen… Aber die Engstirnigkeit und einseitige Verzerrung dieser Partei geht weit drüber hinaus…
    Ideologie und hetze pur
    Gerade unser Verein steht für andere Werte
    Glück auf

  40. Johannes sagt:
  41. leoluca sagt:

    Die AfD ist beleibe keine Nazi-Partei, aber es werden voraussichtlich demnächst Leute über die AfD-Liste im deutschen Parlament sitzen, die Nazi-Parolen teilen. Darunter solche, die den Holocaust, also die systematische Vernichtung des jüdischen Volkes durch Hitler-Deutschland leugnen, und auch solche, die der Meinung sind, dass die deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg sich große Verdienste erworben habe und man heute „stolz auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg“ sein solle. Mit solchen rechtsextremen Äußerungen beleidigen führende AfD-Politiker die zahlreichen Völker und europäischen Nachbarn, die unter dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht gelitten und die tausende und hunderttausende Tote zu beklagen haben.

  42. Lattenknaller sagt:

    Zur Bundestagswahl treten übrigens auch NPD und „Die Rechte“ an. Pauschalisieren ist nie gut.

  43. Blauhai sagt:

    Da sieht man mal wer alles nicht im wahren Leben (täglich Ballungszentrum Bus und Bahn)ist. Dies betrifft nicht nur die „neuen“ Migranten auch Deutsche die gegen die Gesellschaft und die Grundordnung im Lande sind. Die innere Sicherheit des Landes geht gegen Abgrund.
    Dem einen oder anderen wünsche ich auch mal eine „nette Begebenheit“ im Alltag.

    Und noch was, dies hat alles nichts mit früheren Zuzüglern zu tun, die gerne nach Deutschland kamen um zu arbeiten und zu leben.
    Im Betrieb meines Bruders sind 40% ausländische oder ehemalige ausländische Mitarbeiter beschäftigt, die sind mir alle lieber als das linke, antifa und
    Deutschlandhasservolk in unseren Politikerkreisen.

    Aber wie verzweifelt muss man sein, um so eine Kampagne in allen Medien zu fahren. An Peinlichkeit sind da auch unsere „öffentlich rechtlichen“ Medien zu nennen.
    Ich kann mich darüber nur noch amüsieren. Und ich weiß, dass vielen das aufstößt und die sagen, jetzt gerade erst recht.

  44. Voice sagt:

    @Bauhai

    Genau, wir leben alle im Traumland der linksgrünrotversifften Gutmenschen. Wahrscheinlich glaubst Du auch jeden Social-Media-Post, der Dir in Deiner Filterblase über den Weg läuft. Und natürlich, die böse, böse Lügenpresse und das GEZ-Finanzierte Lügenfernsehen. Was für ein Quatsch.

    Ich persönlich komme aus Bochum und fahre jeden Tag mit Bus und/oder Bahn. Im übrigen auch oft Nachts. Ich kann solcherlei Geschichten nicht erzählen. Aber vielen Dank, dass Du uns schlimme Erfahrungen wünscht, wirklich sehr nett von Dir. Das sagt einiges aus.

  45. lassi04 sagt:

    @Daniel04
    „Ich werde AfD wählen, weil wenn ich am Bahnhof nach der Uhrzeit frage, kaum noch einer meiner Mitmenschen Deutsch spricht.“

    Okay, ihr macht euch weiterhin darüber Sorgen, und der Rest kümmert sich um die belanglosen Dinge, wie Rente, Bildung und den ganzen Quark…

  46. Atti04 sagt:

    Den Menschen, denen es noch nicht zu „bunt“ in Deutschland ist, übersehen, dass es nicht der nette Italiener mit seiner Eisdiele ist, der da kommt.
    Es sind Menschen, geprägt durch eine Religion, die offen sagt, dass ihr die Freiheiten des Westens viel zu weit gehen.
    Diese „Kosmopolitane“ werden sich noch wundern, wie Deutschland sich verändern wird.

  47. Ney sagt:

    @Blauhai „Da sieht man mal wer alles nicht im wahren Leben (täglich Ballungszentrum Bus und Bahn) ist.“
    Du hast aber doch 0 Ahnung, wer hier täglich in Bussen und Bahnen und Abends auf der Straße unterwegs ist. Absolut Null.

    Allerdings, Mitdiskutanten zu wünschen, dass sie Gewalttätigkeiten erleiden („Dem einen oder anderen wünsche ich auch mal eine „nette Begebenheit“ im Alltag.“) führt zu der Frage, ob Du nicht besser hier wegbleibst, bis Du Dich beruhigt hast und vernünftig mitdiskutieren kannst.

  48. Ney sagt:

    @Johannes
    Wenn das bereits alles „Faschisten“ sind, dann wirst Du keine Begriffe mehr übrig haben, wenn es wirklich mal um welche geht. Geschichtsbücher z.B. zu Deutschland 1919-1945 ergeben den Eindruck, dass Weltanschauung und politische Praxis von Nazis und AfD einige zentrale Unterschiede aufweisen.

  49. dreiköpfiger Affe sagt:

    Einatmen…
    Ausatmen…
    Kopf schütteln…
    Am Sonntag auf keinen Fall AfD wählen…

    Wegen Volksabstimmungen AfD wählen ist wie ne Kuh schlachten, weil man gerne Milch trinken möchte.

  50. lassi04 sagt:

    @Atti04
    Kann es sein, dass dir „die Freiheiten des Westens“ ebenfalls „viel zu weit gehen“???

  51. Grieche sagt:

    @Atti04: „Diese „Kosmopolitane“ werden sich noch wundern, wie Deutschland sich verändern wird.“

    Ich glaube eher, die AfD-Wähler werden sich noch wundern, wie sich Deutschland durch die Präsenz dieser Partei im Bundestag verändern wird.

  52. derwahrebaresi sagt:

    @Am Sonntag auf keinen Fall AfD wählen…

    … ich kann nur mit dem Kopf schütteln, dass man dazu ÜBERHAUPT aufrufen muss.

    M.E. sollte es selbstverständlich sein, solche Hetzer NICHT zu wählen …

  53. dreiköpfiger Affe sagt:

    @derwahrebaresi

    15% der Wähler sehen das nicht so selbstverständlich. Und es ist Ihr gutes Recht.

    Die restlichen 85% sehen das aber vermutlich ebenso wie Du und Ich.

    Die AfD ist da tatsächlich in einer guten Lücke gelandet. Weit vor einem verfassungfeindlichen Verbot, aber auch so weit von menschlichen Ansichten entfernt, dass es einem nicht so leicht fällt zu sagen:
    Jeder hat das Recht die AfD zu wählen…und das ist auch gut so.

    Mag uns passen oder nicht, ist aber so. Genauso darf jeder aufrufen, die nicht zu wählen.

    Und wenn der Gauland im Bundestag darüber redet, dass die Wehrmacht total duffte war, soll er das tun. Ist auch sein Recht.

    Klingt komisch…ist aber so.

    P.S: Hauptsache der kommt nicht auf die Idee in der Arena aufzulaufen, per Twitter was zu Schalke zu sagen und damit auf Volksnah zu machen…dann gibt es im Rahmen der minimalsten Menschenwürde GEgenwehr…

  54. leoluca sagt:

    Atti04 schreibt: „Den Menschen, denen es noch nicht zu „bunt“ in Deutschland ist, übersehen, dass es nicht der nette Italiener mit seiner Eisdiele ist, der da kommt.Es sind Menschen, geprägt durch eine Religion, die offen sagt, dass ihr die Freiheiten des Westens viel zu weit gehen.
    Diese „Kosmopolitane“ werden sich noch wundern, wie Deutschland sich verändern wird.“

    In Deutschland gibt es neben den Erdoganisten eine zweite Gruppierung, der die Freiheiten des Westens viel zu weit geht: das ist die AfD. Sie ist gegen freie und offene Grenzen in Europa und für neue Mauern zwischen den Staaten und Kontinenten, sie ist gegen die allgemeine Reisefreiheit und gegen die Freizügigkeit von Kapital und Arbeit in Europa, gegen die Freiheit der Schwulen und Lesben, gegen die Freiheit der Medien und die freie Meinungsäußerung aller in Deutschland lebenden Menschen, sie ist gegen die Religionsfreiheit und für die Dominanz des Christentums.

    Welche Freiheiten des Westens gefallen der AfD eigentlich? Vermutlich nur die Freiheit Deutschlands, sich gegen andere Länder und Kulturen abzuschotten und das Deutschtum zu pflegen.

  55. Hans Imhof sagt:

    Bei der Diskussion und überwiegend klaren Positionen freut man sich doch Schalker zu sein.
    Kurt Tucholsky sagte: „Jeder ist ein Faschist, der nicht weiß, dass er einer sein könnte.“

  56. Rolf sagt:

    Sehr gut, Torsten.

    Immer wieder zu betonen, dass Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und rechtsradikales Gedankengut auf Schalke nichts zu suchen hat, ist eine große Verantwortung aller Schalker Fans/Mitglieder. Ich möchte ungern neben jemanden wie beispielsweise „Bauhai“ in der Kurve stehen. Aber es liegt auch an uns dafür zu sorgen, dass diese ewiggestrigen einfach keine Lust mehr haben, Anhänger unseres, für alle offenen, Vereins zu sein und diese langsam merken, dass das was Schalke ausmacht, mit dem persönlichen Leitbild nicht mehr übereinstimmt.

  57. Pukki1904 sagt:

    Danke Torsten für deine Worte, obwohl mir bei so manchem Kommentar hier ehrlich etwas mulmig wird.
    Wer sich mal über die Herren, die am Sonntag in den Bundestag einziehen werden erkundigen will, kann und sollte das unter dem unteren Link tun. Damit keiner sagen kann, er habe das nicht gewusst und die sind schon nicht so schlimm.Ansonsten empfehle ich mal die Lektüre des Wahlprogramms, in dem es bei weitem nicht nur um Ausländer geht, sondern dort kann man auch nachlesen, was die Partei gerne mit Arbeitslosen, Alleinerziehenden, psychisch Kranken usw plant.
    Ansonsten fällt mir noch ein passender Satz von Thea Dorn ein, den ich gestern in einem Interview mit ihr gelesen habe.
    Die AFD kann nur wählen, wer die Demokratie brennen sehen will.“
    In diesem Sinne- hier die Vorstellung der AFD Kandidaten:

    http://amp.tagesspiegel.de/rec.....50578.html

  58. Lattenknaller sagt:

    Ich bin nun wahrlich kein Freund der AfD, finde es aber schon sehr bedenklich, wie nicht nur hier sechs Millionen Wahlberechtigte und 28.000 Parteimitglieder in einen Topf geworfen werden und pauschal den Stempel Rassist, Faschist, homophober Nazi und Europa-Feind aufgedrückt bekommen.

    Rein statistisch gesehen, sind bei einem Schalke-Heimspiel 6.000 AfD-Wähler anwesend. Alles Rassisten und Ausländerfeinde?

  59. MarkusWiesbaden sagt:

    Eine Demokratie muss das aushalten. Auch die AFD. Wir dürfen nicht müde werden uns gegen diese Entwicklung zu stellen. Gesicht zeigen. Wie hier in diesem Blog. Dafür Danke Torsten! Ich werde mich weiterhin gegen Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Rassismus wehren. Als Schalker und als Mensch. Gleiches gilt für meinen Freundeskreis, seien es Bayern, Dortmunder, Frankfurter, Leipziger oder Mainzer (ich muss mal über meinen Freundeskreis nachdenken ;-) . Bei dieser Thematik stehen wir alle zusammen. Egal ob Nordkurve oder Südkurve. Gemeinsam überstehen wir auch die AFD. Glück Auf!

  60. Der Hans sagt:

    Rein statistisch gesehen, sind bei einem Schalke-Heimspiel 6.000 AfD-Wähler anwesend. Alles Rassisten und Ausländerfeinde?

    Nein, mit Sicherheit nicht alles Rassisten und Ausländerfeinde, aber dennoch Personen, die eine Partei unterstützen, die mehr oder weniger offen für Themen steht, die gegen Satzung und Leitbild des FC Schalke 04 verstoßen. Wer dies miteinander und sich selbst ausmachen kann, der soll diese Partei wählen (der größte Verdienst unserer Demokratie ist eben genau dieses Recht, auch kontroverse und persönlich nicht unterstützte Meinungen zu akzeptieren), muss aber auch ganz klar mit Gegenwind rechnen.

  61. dreiköpfiger Affe sagt:

    @Pukki1904
    Total verrückt. Die BILD stellt auch ein paar Leute vor. Da sind die alle totaaaal nett.

    http://m.bild.de/politik/inlan.....obile.html

  62. Stephen sagt:

    Danke Torsten – das war das Beste, was ich heute gelesen habe!

    Habe Deine Zeilen auf Facebook geteilt.

  63. leoluca sagt:

    Lattenknaller schreibt: „Ich bin nun wahrlich kein Freund der AfD, finde es aber schon sehr bedenklich, wie nicht nur hier sechs Millionen Wahlberechtigte und 28.000 Parteimitglieder in einen Topf geworfen werden und pauschal den Stempel Rassist, Faschist, homophober Nazi und Europa-Feind aufgedrückt bekommen. Rein statistisch gesehen, sind bei einem Schalke-Heimspiel 6.000 AfD-Wähler anwesend. Alles Rassisten und Ausländerfeinde?“

    Warum schreibst Du das, wenn hier niemand alle in einen Topf wirft und niemand behauptet, dass jeder AfD-Wähler ein Rassist oder gar ein Nazi sei? Stimmungsmache? Opfermythos?

    Was einfach stimmt, ist, dass jeder, der AfD wählt, egal aus welchem Motiv im einzelnen, wissen muss, dass er eine rassistische Partei wählt, in der sich der rechtsextreme, völkische und nationalsozialistische Flügel immer stärker ausbreitet. Jeder, der am Sonntag AfD wählen wird, wird mit verantwortlich sein dafür, dass erstmals seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland Nazis in den Bundestag einziehen werden. Diese Verantwortung jedes einzelnen AfD-Wählers sollte man nicht klein reden oder verharmlosen.

  64. bernd sagt:

    Danke Torsten, dass du diesen wichtigen Zusammenhang von Schalke und buntem Leben (und buntes Leben ist nichts anderes als Antifaschismus) beschrieben hast.
    Und schlimm hier teilweise diese Versuche von Verharmlosung. Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Stammtischparolen, Homophobie, Angstschüren, Geschichtsverdrehung, Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Rassismus, Stolz auf etwas für das man keinen persönlichen Beitrag geleistet hat, Ausgrenzung etc. etc. … Ja, das sind alles Nazis und Faschisten, da muss ich nicht differenzieren

  65. Atti04 sagt:

    Leoluca,

    das seit mehreren Jahren Stasie Mitarbeiter im Bundestag sind,
    ist für dich kein Problem.
    Du bist politisch einfach nur armselig.
    Deine Kommentare zu unserem Verein finde ich gut und ausgewogen.
    Man muß ja nicht politisch übereinstimmen um trotzem gemeinsam
    Schalke Fan zu sein.
    Ich übrigens schon seit Anfang der 70-iger Jahre in der alten
    Glückaufkampfbahn. Da bin ich noch mit meinem Kumpel Wolfgang
    von Herten nach Gelsenkirchen mit dem Fahrrad gefahren.
    Meine Eltern waren keine „Flüchtlinge“ aus Schlesien sonder
    sie wurden vertrieben aus ihrer Heimat und hatten nie die
    Möglichkeit wieder zurückzukehren.
    Wenn ich mir die sogenannten „Flüchtlinge“ aus Syrien und
    anderen islamischen Ländern in meinem Fitness-Studio ansehe
    sind das in der Regel junge Männer im Alter zwischen 25 und
    35 Jahren, alle gut durchtrainiert, mit tollen Marken-Klamotten
    und Top Smartphones. Keiner macht einen traumasierten Eindruck.
    Für mich alles Scheinalysanten und Wirtschaftsflüchtlinge.
    Und in Syrien hat sich ja die Lage wieder beruhigt. Der IS ist
    besiegt. Und das alle die hier bei uns sind Assam-Gegner sind
    kann ich mir nicht vorstellen.
    Ich war mal SPD-Vereinsvorsitzender in einer Stadt im nördlichen
    Ruhrgebiet, ich habe es erlebt, das ich von Muslimen die mit
    Unterwäsche duschten, obwohl das verboten war, und ich sie
    darauf hingewiesen habe, angepöbelt und beleidigt wurde.
    Das ist die Realität in Deutschland.
    Und deswegen wähle ich die AFD.
    Ihr rotgrünen Realitätsverweigerer könnt mich mal.

  66. sternburg sagt:

    Ich kommentiere gerne mal hier und da, wenn ich glaube, dass ich etwas zu sagen habe.

    Dies ist hier nicht der Fall. Wem nicht sehr langweilig ist, der sollte nun weiter scrollen.

    Ich äußere mich ausschließlich deswegen, weil ich den Eindruck habe, eine weitere positive Rückmeldung bestärkt den Hausherren in seinem Tun stärker, als ein kurzer Herzchen-Klick auf Twitter. Deswegen:

    Thorsten, ich finde es grandios, dass Du diese klaren Worte findest und äußerst (das überrascht weder Dich noch mich; aber es zu äußern schadet ja nicht).

    Und wenn ich das so locker überfliege, dann beglückwünsche ich Dich außerdem ernsthaft zu Deinem Publikum. Auf dem ersten Blick scheint mir ein klares Übergewicht zum menschlich sein vorzuherrschen.

    Das ist nicht selbstverständlich. Natürlich stellst Du zu Recht fest, dass es völlig widersinnig ist, gerade als Schalker fremdenfeindlich zu sein. Gleichzeitig ist es aber auch völlig widersinnig, wenn sich – nicht immer zu Unrecht – als wirtschaftlich, sozial und kulturell abgehängt empfindende Menschen ausgerechnet einer Partei an die Brust werfen, deren Programm zu allergrößten Teilen mit dem der FDP übereinstimmt. Weil Neoliberalismus und Verachtung für Minderleister doch so schön klingen, wenn diese Verachtung sich vordergründig in Verachtung für das Fremde kleidet (im Parteiprogramm aber zuvörderst die Zielgruppe fickt).

    Ich sehe natürlich, dass Du mit Deiner klaren Positionierung auch einige Menschen ans Licht gelockt hast, denen Mitmenschlichkeit fremd zu sein scheint. Leute, die ernsthaft einen Unterschied zwischen dem Schicksal von „Vertriebenen“ und „Flüchtlingen“ entdeckt haben wollen. Leute, die Geflüchteten ernsthaft neiden, dass ihnen die Kleiderkammern abgetragene Nike-Hosen stellen und die im Jahr 2017 ein Smartphone für einen unzulässigen Luxus halten. Leute, denen ich meinetwegen zugestehe „Schalker“ zu sein (ich bin ja selber Gott bewahre keiner) – bei denen es mir aber schwer fällt, sie als zur Empathie fähiger Mensch einzuordnen.

    Wie Du mit diesem Teil Deines Publikums umgehst, das ist natürlich Deine Sache.

    Ich werde mich hüten, dazu eine Meinung abzugeben. Das ist glücklicherweise Dein Problem.

    Ich wollte einfach nur sagen: Ich mag Dich, ich mag, was Du tust (auch wenn ich es viel zu selten kommentiere) und ich mag Dein Publikum. Dieser Eintrag und diese Kommentarspalte hat diesen Eindruck gefestigt.

  67. Markus04 sagt:

    @ Atti04
    Es ist verboten mit Unterwäsche zu duschen?
    Warum?
    Und du hast das auch noch kontrolliert? Ernsthaft?
    Entschuldigung, aber das klingt für mich absurd.
    Vermutlich hätte ich dich aber auch angepöbelt, wenn du meinen frühpubertierenden (guten deutschen und christlichen) Sohn beim Duschen kontrolliert hättest als er sich noch aus Scham nach dem Training nicht komplett nackt geduscht hat.
    Deshalb an dem Ast sägen auf dem man sitzt und so was Dummes tun und Afd wählen?

    Passt meiner Meinung nach nicht zu Schalke.

  68. MarkusWiesbaden sagt:

    @ Atti

    Also ich hätte ja nicht gedacht, dass diese unglaublichen Totschlagargumente („junge Männer, gut durchtrainiert, Marken-Klamotten, TOP-Smartphones“)noch jemals irgendwer irgendwo als Argumentation anbringen würde, bei Atti gings daneben. Leider fällt mir da dann auch nichts mehr ein. Jetzt einfach rumzupöbeln oder zu schreiben „du kannst mich mal“ (s.o.) ist ein Niveau, auf das ich mich nicht begeben möchte. Wer es braucht…

    Ach so, dass ich das 04 hinter deinem Namen weggelassen habe war kein Versehen. So Menschen wie Dich, will ich nicht in unserem Verein oder Deutschland im Allgemeinen sehen. Und das Du es Dir erlaubst ein 04 hinter Deinen Namen zu kritzeln, ist beschämend. Denn Du bist garantiert keiner von uns.

    Markus

  69. Flo Kno sagt:

    Atti04,

    was du über die ‚sogenannten Flüchtlinge aus Syrien‘ schreibst möchte ich nicht unkommentiert lassen.

    Ich habe im vergangenen Jahr ein Brüderpaar (13 und 22) aus Aleppo betreut und ihnen geholfen in der Schule, bzw. mit der deutschen Sprache klar zu kommen. Zunächst im Flüchtlingsheim mit 5 Personen pro Zimmer, später dann in ihrer eigenen kleinen Wohnung.
    Die beiden sind zum Höhepunkt der sog. Flüchtlingswelle über die bekannten Routen nach Deutschland gekommen, so wie Hunderttausende weitere.

    Ich habe insbesondere den großen Bruder beobachtet, wie er Nachrichten über wiederaufflammende Kämpfe in Syrien im Fernsehen sieht und ihm die Tränen in den Augen stehen.
    Diesen komplexen, multiethnischen Konflikt vom Wohnzimmertisch aus für beendet zu erklären lässt mich den Kopf schütteln. Der IS ist übrigens nur eine kleine Konfliktpartei und meine Jungens sind nicht vor dem IS geflohen.

    Dass übrigens die Jungs vorgeschickt wurden bedeutet nicht, dass die Eltern zuhause in ihrer Villa Shisha rauchend warten. Ihr Haus in Aleppo haben sie vor mehr als zwei Jahren aufgegeben und sind über die Grenzen in die Türkei geflohen, so wie ca. die Hälfte der syrischen Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben wurde (ca. 10 Mio. Menschen), nur ein Bruchteil hat sich also auf den Weg bis nach Deutschland gemacht.
    Den riskanten und teuren Weg nach Deutschland haben die Eltern die Jungs machen lassen, in der Hoffnung über Familiennachzug eines Tages nachkommen zu dürfen. Glücklicherweise hat das inzwischen geklappt, obwohl die Bewilligungsraten dafür im unteren einstelligen Bereich liegen.

    Dass der Jüngste mitgegangen ist hatte ursprünglich aber auch damit zu tun, dass sich die Eltern für ihn wünschen, dass er trotz dieser Flucht-Situation noch eine vernünftige Schulbildung abbekommt und ihm das Fliehen indirekt nicht auch noch die fernere Zukunft verbaut, indem er wichtige Teile seine Kindheit und Jugend in schlecht ausgestatteten Flüchtlingslagern in der Türkei verbringt.

    Dazu kann ich nur sagen: Meine Eltern hätten in so einer Situation exakt genau so entschieden, da bin ich mir sicher.

    Wenn ich meine Eindrücke aus dieser Zeit zusammenfassen soll, dann so: Die Jungs sind ganz normale Jungs ihres Alters. Der überwältigende Anteil dieser Menschen sind Menschen wie du und ich, mit Hoffnungen und Erwartungen wie du und ich. Sie haben nur keine Heimat und kein Elternhaus mehr in das sie zurückkehren können.
    Vielleicht war es bei deinen Eltern auch so, aber warum wird deren Schicksal denn durch das Schicksal der Syrer abgewertet? Das verstehe ich nicht.

    Jeder dieser Menschen hat eine Geschichte zu erzählen. Und selbst wenn Einige ihre Zeit in der Muckibude verbringen und nachher mit Unterhose duschen, dann sehe ich darin noch nicht das Problem. Das machen manche Deutsche dieses Alters doch auch. Zum Gefährder wird man dadurch nicht, soweit ich weiß.

    Wenn du meinst die AfD wählen zu müssen, dann sei dir das unbenommen.

    Ich unterstütze jedenfalls Torsten und seine Ansicht zu 100%, dass deren Ziele und Ansichten mit denen des FC Schalke 04 e.V., seien es offiziell niedergeschriebene oder in irgendeiner Form gelebete, in keiner Weise kompatibel sind. Ich erinnere mich da auch gerne an dieses Video mit Gerald Asamoah (‚Steht auf wenn ihr Menschen seid‘). Und das trägt im Zweifel mehr zu meiner Identifikation mit dem Club bei als wenn Harit am Dienstag das 1:0 geschossen hätte.

    p.s. ich bin trotzdem dafür, solange es geht in irgendeiner Form von Dialog zu bleiben bzw. zu versuchen da überhaupt reinzukommen. Sich immer nur Beleidigungen an den Kopf zu werden bringt keinen weiter
    AfD-Wähler als Nazis zu bezeichnen finde ich falsch.
    Glücklicherweise(!) wäre das zum jetzigen Zeitpunkt in den meisten Fälle eine unnötige Relativierung des Nationalsozialismus. Trotzdem gibt es inhaltliche Parallelen und Kontinuitäten die man so benennen und als abstoßend bezeichnen darf.

  70. schlupp sagt:

    @Atti,

    ich bin auch schon in den 70er Jahren in der Glückaufkampfbahn gewesen, habe aber trotzdem verstanden, dass eine Partei, die für Ausgrenzung, Menschenverachtung und Spaltung steht, nicht wählbar ist.

  71. bernd sagt:

    Ich halte es nicht für falsch die AFD Populisten und deren Wähler als Nazis zu bezeichnen. Wir müssen dies tun. Es relativiert nicht den Nationalsozialismus. Im Gegenteil, das differenzieren und relativieren ist eine ganz große Gefahr. Rassismus und Ausgrenzung werden wieder gesellschaftsfähig und für viele die jetzt aus ihren Löchern kriechen wählbar. Das verdeutlicht doch den Anfang des dritten Reiches. Ich sehe da keine Möglichkeit für Dialog. @Flo Kno Dein Engagement kann gar nicht genug gelobt werden und ich finde deinen Kommentar beeindruckend, aber er erreicht nicht die Hohlköpfe die du damit ansprechen willst. Für die sind das alles Lügen, extreme Einzelfälle und Menschen die hier nicht hergehören. Nazis halt … und bei denen hilft kein Dialog, sondern nur ein Entgegenstellen, und Haltung und Stärke zeigen

  72. Flo Kno sagt:

    @bernd:

    Die von dir beschriebenen Hohlköpfe gibt es sicher, aber ich glaube immer noch, dass ein beträchtlicher Teil der AfD-Wähler noch nicht komplett verroht ist. Und ich glaube diese Menschen sind prinzipiell noch in der Lage ihre Meinung zu ändern, wenn sie diese Sachen aus irgendeinem Grund näher an sich ran ließen.
    Vielleicht Wunschdenken.

  73. Roman sagt:

    @Flo Kno: Großartig!

    Wie bernd sagt: Auch ich habe versucht – und das mit Sicherheit nicht nur einmal, sondern durchaus zigfach -, in den sog. Sozialen Medien mit solchen Leuten zu kommunizieren, die AfD wählen wollen. Aussichtslos.

    Argumenten war davon niemand zugänglich. In keinster Weise. Ganz im Gegenteil: Es wird immer wieder pauschalisiert und polemisiert.

    Man sieht es ja auch an den Protagonisten der AfD: Gauland, Weidel, Höcke, Meuthen. Niemand von denen hat ein Problem damit, dass Ultrarechte und Hetzer deren Kampagnen unterstützen. Da passiert überhaupt keine Abgrenzung. Damit werden sie auch selbst zum Hetzer.

    Der Verfassungsschutzbericht zeigt einen enormen Anstieg an rechter politisch-motivierter Gewalt. Das kommt nicht von ungefähr.

    Eine ähnliche Situation hatten wir auch zu Beginn der 90er Jahre. Damals brannte u.a. ein Haus in Solingen, es gab fünf Tote, alle türkischer Abstammung.

    Einer der Brandstifter war damals ein in der Szene bekannter Schalke-Fan. Es gab Bilder im SPIEGEL, da sah man, wie er in Schalke-Kutte abgeführt wurde.

    So etwas will ich nie wieder sehen. Grundsätzlich nicht und in Verbindung mit Schalke 04 ist das erst recht zutiefst beschämend.

    Und wer die AfD wählt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, wieder zu zündeln. Das Flüchtlingsthema lässt sich auch anders lösen, es gibt dazu sehr gute Beispiele wie Flo Kno zeigt. Das ist anstrengend, ich weiß. Aber unser Rechtsstaat kann das.

    Manche hätten lieber einfache Lösungen präsentiert. Nur, dass die einfachen Lösungen hier ins Verderben führen.

    Wehret den Anfängen!

  74. DevonMiles sagt:

    Ich verhalte mich wahrscheinlich falsch.

    Wenn ich Kommentare wie von Atti und Co lese, dann denke ich mir, was für Arschlöcher. Aber ich setze dem nichts entgegen, ich antworte und diskutiere nicht mit rechtem Pack. Aber das ist wohl falsch. Es lohnt sich vielleicht doch, Energie und Zeit aufzuwenden, wie ich hier in den Kommentaren sehe. Den „gefühlten Wahrheiten“ mal Fakten, oder auch nur Nachfragen nach Beweisen, entgegenzubringen führt dann erstaunlicherweise entweder zu Stille oder zu Beschimpfungen.
    Was mir zeigt, dass diese AfD-Wähler_innen einfach nicht recht haben. Dafür möchte in den jeweiligen Kommentartor_innen meine Bewunderung ausdrücken. Aber doch frage ich mich wiederum, ob das irgendwelche Konsequenzen hat. Bewirken diese aufgezeigten Widersprüche zwischen Weltbild, gespeist aus der Filterblase/Echokammer (sei es nun Facebook oder gesammlete Artikel über Flüchtlinge aus der Regionalzeitung), und Fakten tatsächlich etwas in den Köpfen? Lohnt sich das Dagegenstehen wirklich? (Ernstgemeinte Frage.)

    Jetzt polarisiere ich auch mal mit meinen Gefühlen statt Fakten:
    Ich habe zwei ganz kleine Kinder, und meine große Hoffnung ist bislang einfach, dass sich das Problem der rechtskonservativen Mehrheitsbeschaffer von CDU und AfD in allerspätestens zwanzig Jahren auf „natürliche Weise“ von selbst gelöst hat, sodass meine Kinder in einem besseren Land leben können. (Ausgenommen davon sind Leute (bspw. wie Torsten), die CDU tatsächlich mal als Alternative(!) bspw. zur SPD wählen, und nicht um ein bestimmtes Weltbild durchzudrücken.)

    Und zu guter Letzt: Wenn „alle“ Flüchtlinge und „alle“ Muslime problembehaftete Menschen sind, dann sind alle AfD Wähler_innen Nazis. Fertig. Sollte es mal zu einer faktenbasierten Differenzierung seitens der AfD kommen, dann bin auch ich bereit AfD-Wähler_innen differenzierter je nach dem als Nazis, Halbnazis, Rassisten, Faschisten, Xenophobe, Misogyne, Homophobe, Transphobe, Nationalisten, Rückwärtsgewandte, Unaufgeklärte, Engstirnige, Kaltherzige, Ungebildete oder einfach Dumme zu bezeichnen. ;)

  75. leoluca sagt:

    Einen ganz herzlichen Glückwunsch an die Schalker Fanitiative, die vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis 2017 ausgezeichnet worden ist – pünktlich zum 25. Jubiläum. Seit 1992 arbeitet die Faninitiative als gemeinnütziger Verein gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

    http://www.fan-ini.de/

  76. Zeitspieler sagt:

    @ Devon Miles

    Was ein bischen zu kurz kommt hier, das eigentliche Problem bei den AFD Symphatisanten ist ein Mangel an Interesse für Politik. Informationen werden nur in kurzen Überschriften eingesaugt.
    Trotzdem finde ich man sollte niemanden beleidigen.

    Dann noch zur CDU: Ich habe schon in den 80er Jahren die Grünen gewählt und habe ebenso wie Du gedacht, dass die CDU irgendwann keine Wähler mehr hat, da alle Jüngeren die Grünen oder die SPD gewählt hatten. Das Problem ist: Irgenwann ist man selbst älter und konservativer und dann ist die CDU schon eine wählbare Alternative.
    Man ändert sich halt selber auch.

  77. Steffen sagt:

    Danke Torsten und ich freu mich über die doch größtenteils entsprechenden Antworten hier in den Kommentaren.

    Wir haben in unserem Land, wenn man verschiedenen Untersuchungen glauben mag, es mit latentem Rassismus in der Bevölkerung von ca. 10-15% zu tun der mit der AfD ein Ventil findet.

    Die AfD ist – 2 Tage vor der Wahl – eine Partei die durch eine Vielzahl ihrer Akteure im rechten Grenzbereich unterwegs ist. Wer sein Kreuz macht, tut dies in dem vollen Bewusstsein eine Party zu wählen die rechtsradikales Gedankengut in den Bundestag transportieren wird. Das ist – Stand jetzt – in einer Demokratie zu dulden. Es gilt jedoch auch, dass Intoleranz und Diskriminierung, Ausgrenzung nicht toleriert werden müssen und es sich mit der AfD nicht um eine normale Partei handelt. Entsprechend dürfen und haben die Reaktionen einer Gesellschaft auszufallen.

    Aussagen wie „Politik hat im Sport nichts zu suchen“ kann ich nachvollziehen im Bedürfniss sich Safe-Spaces zu schaffen in denen man Sorgenfrei und Sicher aggieren kann – Lebensbereiche wie Sport die jedoch so gross sind und eine bedeutsame Stellung einnehmen sind immer politisch und entsprechende Positionierungen der Akteure sehr wünschenswert.

  78. Clemens sagt:

    Hallo Thorsten,

    ich respektiere Deine Meinung, sehe das persönlich aber nicht so.
    Ich bin seit 36 Jahren loyaler Schalker und durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Ich schätze es, wie wir bei Spielen aufeinander zugehen und jeder einer von uns ist, der das königsblau optisch und im Herzen trägt.

    Du sprichst über Toleranz gegenüber jedem, andererseits zeigst Du Intoleranz gegenüber einer Gruppe von Wählern einer demokratischen Partei und behauptest sie hätten Schalke nicht verstanden.

    Ist das ein Umgang unter Schalkern? Wählen nur Nazis die AfD, oder gibt es auch andere Gründe? Wählen Nazis nicht eher die NPD? Gibt es auf einmal so viele Nazis, die es früher nicht gab, dass Du alle in einen Topf stecken kannst? Sind alle Migranten dann auch kriminell? Sicher nicht, oder?

    Es ist einfach, eine Meinung zu vertreten, die Dir etablierte Parteien vorgeben. Ich erwarte aber mehr Reflektion. Machen NSDAP-Mitgliedsnummern Kuzorra und Szepan zu Nazis? Oder wurde ihnen das vom Regime aufgezwungen?

    Ich werde meine Stimme geben, um die nächste große Koalition zu verhindern. Unsägliche Änderungen in unserem Grundgesetz, zunehmende Überwachung (NetzDG), extreme Lügen bei wirtschaftlichen Themen, von Target2-Salden bis ESM gefährden unsere Zukunft und bieten auch Migranten keine. Wir brauchen eine Opposition und diese wird bekämpft. Zur Zeit hetzt man Linke auf Rechte, Schwarz auf Weiß, Muslime auf Christen und umgekehrt, man bedient sich aller Differenzen, die es schon immer gab. In Wirklichkeit ist unser Finanzsystem seit 2008 kollabiert, seitdem wird Geld gedruckt(was noch nie zu einer Lösung führte), die EU ist fehlkonstruiert und das US-Imperium kurz vor der Pleite und bis an die Zähne bewaffnet – Reich bekämpft Arm, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Meine Meinung, zugegeben.

    Die erste Million ist die schwerste – damit ist unser System erklärt. Die erste Million muss die einfachste sein, dann wird Wohlstand verteilt und es gibt keine Milliardäre.

    Wir lassen uns instrumentalisieren, um wie früher durch die Gegend zu gehen und willkürlich zu entscheiden, wem wir statt einem gelben Stern jetzt ein Hakenkreuz ans Revers stecken? Ohne Diskussion? Nein danke.

    Ich bin Schalker – und ich finde wir sollten uns in vorbildlicher Freundschaft bewegen und über alles bei nem Bierchen reden können und uns respektieren. Damit wir sind, was wir immer sind – menschlich.

    Ich hoffe Deine Toleranz endet nicht schon in den eigenen Reihen bei einer demokratischen Entscheidung, die das Grundrecht eines jeden ist.

    Übrigens bin ich gegen jeden Extremismus, ob dieser links oder rechts ist, ist mir egal. Beide sind mit Gewalt verbunden. Ich bin verantwortlich für meine Familie und deren Zukunft. Ich bin für ein gemeinsames Europa, aber ich bin gegen eine Umsetzung in einer EU-Diktatur.

    Zurück zum Sport.

  79. Steffen sagt:

    Sascha Lobo hat (wie oft) einen sehr guten Artikel zum Umgang mit der AfD geschrieben.
    Ich habe nie aufgehört unter allerlei Artikeln möglichst sachlich und nüchtern zu Argumentieren. Erfolgreich? Das erwarte ich nicht – mir geht es darum Präsenz zu zeigen und zu vermitteln „eure Meinung ist nicht die Einzige/Mehrheit“

    http://www.spiegel.de/netzwelt.....68883.html

  80. DevonMiles sagt:

    @ Steffen:
    Steter Tropfen höhlt den Stein. Den Lobo-Artikel kenne ich auch. Ich bin eh kein Vielkommentierer, aber in dieser Sache sollte ich doch aktiver werden, auch wenn es keine absehbaren Konsequenzen gibt.

    @ Zeitspieler:
    Dass die CDU kein „Kohorten-Effekt“ ist, ist mir auch klar, siehe allein die konstant hohen Wahlergebnisse. Ich hoffe nur, dass sich der „Alters-Effekt“ der CDU mit voranschreitendem sozialem Wandel reduziert. Aber das ist hier jetzt schon wieder faktenbasiertes Differenzieren – und ich wollte oben doch das Gegenteil tun.

  81. Nigbur 48 sagt:

    Arnd Zeigler hat am Ende seiner letzten Sendung gesagt, dass diejenigen, die eine extremistische Partei wählen möchten, dies ruhig tun sollen. Sie sollen dann aber nicht vergessen, ihrem Kreuzchen mit vielen Ausrufezeichen Nachdruck zu verleihen.
    Dies vielleicht noch als Tipp an zum Glück einige wenige hier.

  82. Grieche sagt:

    Lieber Clemens, es gibt einige Gründe, die zurzeit verantwortlichen Parteien nicht zu wählen und damit gegen die aktuelle Politik zu protestieren (ich hätte wahrscheinlich andere als du, aber im Bestreben, eine weitere große Koalition zu verhindern, sind wir uns einig).

    Aber um zu protestieren, ist die AfD meiner Meinung nach die falsche Partei. Weil sie nämlich eine eigene Agenda hat, die über den reinen Protest weit hinausgeht. Die AfD behauptet, sie spreche für das Volk, definiert dabei aber selber, wer dazugehört und wer nicht (Jerome Boateng und Aydan Özuguz z.B. nicht). Wer nicht die AfD-Meinung vertritt – und das meine ich auch im übertragenen Sinne (wer homosexuell ist, muslimisch oder ausländische Wurzeln hat) – ist ausgeschlossen, bzw. muss erstmal beweisen, dass er „ein guter Deutscher“ bzw. „eine gute Deutsche“ ist (Alices Weidels Radikalisierung lässt sich so erklären, denke ich).

    Wenn sich dieses Denken in Deutschland weiter ausbreitet, nämlich dass eine selbst ernannte Minderheit entscheidet, wer zur Nation gehört und wer nicht, dann wird das unser Land stark verändern. Die Uni Dresden hat seit den Pegida-Märschen Probleme, internationale Wissenschaftler anzuziehen, worunter die Qualität der Forschung leidet – das nur als kleines Beispiel.

    Ich halte es deshalb für keine gute Idee, aus Protest gegen die etablierten Parteien die AfD zu wählen. Denn natürlich wählen nicht nur Nazis die AfD – aber wer die AfD wählt, sollte sich bewusst darüber sein, dass das Ziel der Partei von den Nazimethoden nicht weit entfernt ist. Auch die Nazis haben entschieden, wer zum Volk gehört und wer nicht, mit den bekannten Folgen für die Ausgeschlossenen.

  83. Blauhai sagt:

    Schon interessant: habe heute in der Mittagspause 13 Kollegen animiert den Wahlomat durchzuführen: bei 8 Personen an erster Stelle, die AFD.

  84. CarstenS04 sagt:

    Politik und Religion…. ganz schweres Gelaende…

    da ist es ja gut das die Wahl geheim ist und jeder das waehlen darf wofuer er steht!

    ich zB bin selbststaendig in der Medizin taetig… habe ein bunten Patientenstamm und es ist gut so.

    2. habe ich Frau und 3 Kinder…. ok 2 davon sind auch schon erwachsen und haben sich selbst laengst ihr Meinung gebildet und ich hoffe wenigsten das keiner von beiden die AFD eine Stimme gibt.

    der Juengste (18) steht vor einem Start beim BKA…. mmm was der wohl waehlt???

    ich persoenlich werde jedenfalls waehlen gehen…. (hoffentlich machen es diesmal viele)
    2. werde ich auch ohne diesen Beitrag (danke Torsten dafuer) meine Stimme nicht der AFD geben.

    und 3. muss man leider befuerchten das es Sonntag trotzdem zu der einen oder anderen Ueberraschung kommen koennte, denn jeden morgen stehen auch die Dummen auf.

    Royal blue greetings

  85. DevonMiles sagt:

    @Blauhai:

    Aus den FAQ des Wahl-O-Mat:

    Übereinstimmungen hängen damit zusammen, dass die Mehrzahl der Thesen sachpolitische Themen zur Wahl anspricht. Bei diesen Thesen können extremistische Parteien Positionen vertreten, die mit denen anderer Parteien identisch sind. Bei einigen weiteren Thesen werden die Unterschiede zwischen diesen Parteien deutlich. Bitte schauen Sie sich an, wie die als extremistisch eingestuften Parteien speziell bei diesen Thesen geantwortet haben.

    Quelle: https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/popup_faq.php?womres0bundestagswahl2017=791c1a6b74d48d8bc5fea788854f7469&servername=cluster03.wahl-o-mat.de#qe7

  86. el_emka sagt:

    Lieber Clemens,

    du beklagst dich darüber, dass Torsten Toleranz predigt, aber selbst intolerant ist. Das ist der zentrale Bestandteil des Toleranz-Paradoxons, denn uneingeschränkte Toleranz führt zwingend zum Verschwinden der Toleranz.

    Und genau deswegen muss man bei einer derart intoleranten Partei wie der AfD Grenzen aufzeigen. Eine Partei, die nicht verstanden hat, dass Artikel eins des Grundgesetzes besagt, dass die Würde des Menschen und nicht nur die Würde des Deutschen unantastbar sind, muss damit rechnen, dass sie Gegenwind bekommt. Die Anhänger dieser Partei, die vielfach nicht verstanden haben, dass die Meinungsfreiheit, auf die sie sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit berufen in erster Linie die Freiheit der anderen ist, müssen damit leben, dass sie im Rahmen des gesellschaftlichen Diskurses bekämpft werden, aber an Stelle dessen suhlen sie sich lieber in ihrem Opfermythos. Beim Beschimpfen, der ach so rotgrünlinksversifften Mainstreamstaatsmedien werden allerdings keine Gefangenen gemacht. Wobei besagte Medien äußerst gerne als Quelle genommen werden, wenn irgendetwas zufällig ins Weltbild passt. Und wenn es mit Gewalt aus dem Zusammenhang gerissen werden muss.

    Die Chuzpe, eine tolerante Gesellschaft bekämpfen zu wollen, die ihnen ermöglicht ihren eigenen Lebensetwurf führen zu können und sei er noch so abstrus und wiedersprüchlich, aber gleichzeitig von allen anderen zu fordern sich diesem zu unterwerfen, lässt mich regelmäßig ratlos zurück.

    Die Tatsache, sich instrumentalisieren zu lassen, nach unten gegen Flüchtlinge zu kämpfen, aber ein Wahlprogramm zu unterstützen, was selbst die FDP an wirtschaftlicher Neoliberalität noch in den Schatten stellt, lässt mich dann doch an der Reflexionsfähigkeit zweifeln.

    Und dann kommen als Argumente immer irgendwelche „gefühlten Wahrheiten“. Das Problem ist leider, dass sie nur gefühlt, aber nicht wahr sind.

    Auch in meinem tendenziell linksliberalen Weltbild sehe ich ein Problem unkontrollierter Migration. Die Lösung dafür muss kontrollierte Migration sein. Warum sollte sich jemand auf den illegalen und eventuell tödlichen Weg nach Europa machen, wenn es eine legale Möglichkeit gibt? Meinetwegen mit einer Regelung ähnlich zur US-Green-Card. Aber dem steht ja das Dogma entgegen, dass Deutschland kein Einwanderungsland ist. Und den demographischen Wandel blenden wir auch sicherheitshalber aus.

  87. DevonMiles sagt:

    Aus http://sz.de/1.3675805

    AfD-Wähler kommen aus allen sozialen Schichten. Die untere Schicht fällt dabei nicht sehr stark ins Gewicht. Stattdessen wird die AfD von Menschen unterstützt, die ein bestimmtes gesellschaftliches Ideal ablehnen, das wir in der Forschung kosmopolitisch nennen: Dass Menschen in einer Welt ohne Grenzen leben, dass wir bei Bedürftigkeit helfen, egal wo, dass wir unterschiedliche Lebensentwürfe anerkennen – all das lehnen die Anhänger der AfD ab. Und wünschen sich stattdessen einen Nationalstaat als Schutz vor äußerer Bedrohung, mehr kulturelle Homogenität, mehr traditionelle Lebensformen – und keinen Islam, der dazugehört. […] Diese Menschen fühlen sich als Modernisierungsverlierer, sind es aber nicht im wirtschaftlichen Sinne. Für die entwickelt sich die Welt insgesamt in die völlig falsche Richtung. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Für die Anerkennung unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Lebensweisen ist in ihrem Weltbild kein Platz. Diese Entwicklung hat die Gesellschaft in den letzten 20 Jahren aber genommen: weniger Diskriminierung, mehr Pluralität, bis zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen. Das ist für diese Menschen absurd – und die AfD steht wie ein Leuchtturm dagegen. Ihre Unterstützer sind also nicht wirtschaftlich, sondern kulturell abgehängt von einer für sie falschen Entwicklung. Sie wollen eine andere Form der Gesellschaft. […] Das alles ist das Ergebnis eines langsamen gesellschaftlichen Wandels. Aber offenbar kommt es dazu, dass ein Teil der Gesellschaft da nicht mitkommt. Und der kann sich nun artikulieren, über Plattformen wie Pegida oder AfD. Das war lange Zeit nicht möglich. Schon vor sechs, sieben Jahren hatten die Menschen dieselben Einstellungen, aber keinen Ort, um sich zu äußern. Wir nennen das die Umkehrung der Schweigespirale: Sobald die anderen schweigen, schweige ich auch, aber wenn sich andere äußern, die dieselbe Meinung vertreten, werde ich auch ermuntert, zu sprechen. Da setzt sich eine starke Dynamik in Gang, ein Bedürfnis nach Artikulation, den Unmut zu äußern. […] Auf große gesellschaftliche Fragen gibt es keine klaren Antworten. Das Schwierige ist, dass man die Wahrnehmungswelt der Modernisierungsverlierer nicht mehr erreicht, die ist verschlossen. Diese Menschen leben in ihrer eigenen Welt. Sie haben ein Gefühl der massiven Benachteiligung, obwohl sie wirtschaftlich gar nicht so schlecht dastehen. Das hört man immer wieder: Die Flüchtlinge bekommen alles und bei uns wird der Konsum-Markt geschlossen und alles wird immer schlimmer. Dass etwa die Kleinstädte sterben oder die Kitas im Osten geschlossen werden, ist nicht Folge der Flüchtlingspolitik, sondern des gesellschaftlichen Wandels. Aber Sie erreichen diese Leute mit schlichter Aufklärung nicht. Dennoch muss man mit Überzeugungsarbeit wider den Populismus arbeiten.

  88. Blauhai sagt:

    Der große Flüchtlingsirrtum aus der FAZ

    http://m.faz.net/aktuell/wirts.....09890.html

  89. Altix sagt:

    Hmmm, ich habe lange mit mir gerungen, ob ich zu diesem Thema etwas scheiben soll. Aber ich habe Urlaub und sitze bei schlechtem Wetter in meinem Ferienhaus. Also denn…

    Ich muss gestehen, dass ich mit der Diskussion hier nur begrenzt etwas anfangen kann. Unterstellt, das Publikum hier im Blog ist halbwegs repräsentativ, dann kommt auf 10 Leser ein AfD-Wähler. Während es für die neun anderen leicht ist, sich gegenseitig zu bekräftigen, wie unmöglich es doch ist, diesen rechtsradikalen Verein zu wählen, werden sich die einzelnen AfD-Anhänger gut überlegen, ob sie sich zu erkennen geben (um dafür von allen Seiten kritisiert werden), oder ob sie einfach nur den Mund halten. So in etwa sieht ja auch das Meinungsbild in den bisherigen Beiträgen aus. Am Ende des Tages wird jeder sein Kreuzchen dort machen, wo er es auch ohne diesen Blog gemacht hätte, und die AfD wird mit etwa 10% im neuen Bundestag vertreten sein. So gesehen ist der Blogbeitrag und die sich anschließende Diskussion zwar nett und auch teilweise interessant, aber eigentlich nutzlos (wobei man getrost bezweifeln darf, ob man einen AfD-Sympathisanten auf diesem Weg tatsächlich davon abhalten kann, diese Partei auch zu wählen). Egal ;)

    Das Problem an der Sache ist, dass das Verteufeln der AfD dieser weder den Nährboden entzieht, noch die tatsächlich vorhandenen Probleme löst. Am Ende konzentrieren sich die meisten (Politiker) nur noch darauf, die AfD irgendwie zu verhindern (oder auszusitzen), um sich früher oder später selbstzufrieden zurückzulehnen (nämlich dann, wenn sich die AfD wie alle anderen rechten Gruppierungen in Parlamenten zuvor und seit dem dritten Reich selbst zerfleischt hat) und anschließend weiter zu wurschteln, wie zuvor. Leider fragt sich dann niemand mehr, durch welche eigenen Fehler das Phänomen eigentlich entstehen konnte und wie man das in der Zukunft verhindern könnte (was unweigerlich gleichbedeutend damit wäre, die eigene Art und Weise, Politik zu machen, zu verändern).

    Migration ist das zentrale Thema der AfD, mit dem sie in schändlicher Art und Weise Wahlkampf macht. Die andere Seite der Medaille ist aber, dass die etablierten Parteien bei diesem Thema in den vergangenen Jahrzehnten schwere Fehler gemacht haben, vor allem aber keine Anstalten machen, diese Fehler wieder zu korrigieren. Es kommt immer wieder vor, dass man in Situationen kommt, für die es keine Blaupausen gibt und kein Rezeptbuch, in dem steht, welchen Schritt man als nächstes machen muss. Dann muss man handeln, auch auf die Gefahr hin, dass Fehler gemacht werden. Wenn man im Nachhinein aber feststellt, dass einige der getroffenen Entscheidungen falsch waren, dann muss man dazu stehen und korrigierend eingreifen. Genau das passiert aber viel zu selten.

    Politik hat es beispielsweise verabsäumt, klare Regeln für Integration zu definieren. Es wäre richtig gewesen zu formulieren, was man von Menschen erwartet, die aus einer anderen Kultur kommend dauerhaft in unserer Gesellschaft leben wollen. Wenn man das nicht will, dann hätte man der übrigen Bevölkerung vermitteln müssen, aus welchen Gründen man das nicht will oder für nicht opportun hält. Ebenso richtig wäre es übrigens gewesen, der deutschen Bevölkerung klar zu machen, warum Integration und Zuzug von Ausländern für unser demographisches Problem zwingend erforderlich sind und das dies auch unbedingt ein gewisses Entgegenkommen bedingt, welches von der Politik konsequent eingefordert wird. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir in den nächsten 20-30 Jahren soziale Unruhen in Deutschland erleben werden, weil unsere Sozialsysteme einer hoffnungslos überalterten Gesellschaft nicht einmal mehr das Existenzminimum im Rentenalter garantieren kann. Dieses Problem wird durch die Vermeidung von Integration nur noch verschärft und ist keinesfalls Ursache des Problems! Menschen mit Migrationshintergrund haben Herrn Schäuble zuletzt einen Überschuss von jährlich rund 20 Mrd. Euro in die Kassen gespült. Angesichts der Defizite/Überschüsse im Bundeshaushalt der vergangenen Jahre eine gewaltige Zahl!

    Als die doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt wurde, empfand ich diese auch als ein geeignetes Mittel, die Integration von ausländischen Mitbürgern zu fördern. Die damals teils deutschtümelig anmutende Kritik empfand ich als populistisch und falsch. Heute allerdings habe ich das Gefühl, dass diese ohne Zweifel gut gemeinte Entscheidung falsch war. Im Ergebnis haben wir einen erheblichen Bevölkerungsanteil mit türkischen Wurzeln, die sich vollkommen integrationsunwillig eine Parallelgesellschaft geschaffen haben (besagtes Unterhosenduschen ist da noch das kleinste Problem) und sich neuerdings auch noch als Handlanger des Diktators Erdogan instrumentalisieren lassen und damit mit Füssen treten, was unsere freiheitlich demokratische Grundordnung eigentlich ausmacht. Nur leider kann man viele davon inzwischen nicht mehr belangen oder sie in ihr gelobtes Land zurückschicken, denn inzwischen besitzen viele von ihnen einen deutschen Pass.

    Genau so falsch war es im Nachhinein, ganze Stadtviertel verwahrlosen und im Wert verkommen zu lassen, sich aber anschließend darüber zu wundern, wenn bestimmte Gruppen eben diese Viertel in Besitz nehmen und nach ihren Vorstellungen (um)gestalten. Nicht wenige Probleme, die Populisten wie die AfD heute an Ausländern festmachen, haben wir Deutsche selbst verursacht oder zumindest durch unser Handeln gefördert.

    Im Gegensatz dazu sind die paar hundertausend Flüchtlinge aus Syrien Peanuts. Ein schweinereiches Land wie Deutschland muss das meiner Ansicht nach verkraften können. Zumal wir zum Entstehen der diversen Flüchtlingsströme ja auch einen erheblichen Anteil beigetragen haben. Wir transportieren Nordseekrabben nach Marokko, um sie dort für Hungerlöhne pulen zu lassen, nur damit wir sie anschließend für 1,99 beim Aldi kaufen können. Textilfirmen zahlen Menschen in Bangladesh Hungerlöhne und lassen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen ihre Arbeit verrichten, alles nur, damit wir beim KiK ein neues T-Shirt für einen Euro kaufen können.

    Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Am Ende fußt jedoch unser unfassbarer Wohlstand in erheblicher Weise darauf, dass wir Menschen in der sogenannten dritten Welt für unsere egoistischen Zwecke ausbeuten. Und dann wundern wir uns, dass diese Menschen irgendwann mal an unsere Tür klopfen und ein wenig von diesem Wohlstand abbekommen wollen?

    Wir liefern Waffen in alle Welt wie kaum eine andere Nation auf diesem Planeten. Wozu? Damit sich irgendwelche verfeindeten Gruppen gegenseitig den Schädel einschlagen, aus welchen Gründen auch immer. Wenn dann ganze Landstriche in Schutt und Asche liegen und unzählige Menschen kein Dach mehr über dem Kopf haben, dann wundern wir uns allen Ernstes, dass diese Menschen ins sichere und reiche Europa flüchten?

    Und was machen wir? Wir gehen einen Pakt mit dem Teufel (Erdogan) ein, damit er uns die Flüchtlingsströme vom Hals hält oder fabulieren über Höchstgrenzen, ab derer wir niemanden mehr in unser gelobtes Land lassen. Als ob sich der Wunsch nach Sicherheit und meinetwegen auch Wohlstand durch Höchstgrenzen, Mauern oder Zäune aufhalten ließe.

    Auf Antworten auf diese Probleme wird man insbesondere bei der AfD vergeblich warten. Diese Idioten haben nur eine einzige, zynische Empfehlung: Geh sterben, aber stirb woanders (wobei ich mir nicht sicher bin, ob der Pakt mit dem Teufel so grundsätzlich anders ist. Die AfD ist nur blöd genug, die Empfehlung auch laut auszusprechen).

    All diese Dinge stören mich, wären für mich aber niemals ein Grund, die AfD zu wählen. Die Partei selbst ist in meinen Augen ein Sammelbecken übelsten Populismus. Ich bin auch auf der Seite derer, die in der AfD eine Partei mit stark faschistischer und nationalistischer Prägung sehe, und ich bin auch unbedingt dafür, das Kind beim Namen zu nennen. Das gilt jedoch in erster Linie für die Funktionäre der Partei selbst. Bei der überwiegenden Zahl der Wähler bin ich der Ansicht, dass sich deren Protest einfach nur ein neues Ventil gesucht hat. Früher waren es einmal die Grünen, nach der Wende die Linken, dann gab es mal die Piraten, jetzt ist es halt die AfD. Die Mehrzahl der AfD-Wähler ist aber im Grunde weder rechtsradikal noch faschistoid. Ausländerfeindlich vielleicht, aber diese Denke findet sich so oder so ähnlich in allen anderen Parteien auch und ist längst gesellschaftsfähig geworden, nur bricht sie sich nirgends so lauthals Bahn, wie ausgerechnet bei der AfD.

    Meiner Meinung nach hängt der europaweit zu beobachtende Rechtsdrall (Frankreich, Niederlande, Norwegen, Polen, Ungarn, Österreich etc.) nicht zuletzt mit der zügellos voranschreitenden Globalisierung zusammen. Vor einhundert Jahren wurden mehrere Kleinzechen zu größeren Bergwerken vereinigt und auch damals gingen dabei Arbeitsplätze verloren. Aber das fand alles vor der (vertrauten) Haustüre statt. Heute fusionieren ThyssenKrupp und Tata und bilden ein abstraktes Unternehmenskonstrukt, mit dem keiner mehr etwas anfangen oder sich damit identifizieren kann. Das urkapitalistische Streben nach Unternehmensgewinnen ist heute teilweise einem schieren Überlebenskampf gewichen, denn irgendwo in der Welt gibt es immer einen, der größer ist und billiger produzieren kann und mit den hergestellten Waren jeden Winkel dieser Welt beliefern kann. Als ich mein Chemiestudium beendet habe, war die Welt wohlgeordnet und bestand aus Bayer, BASF, Hoechst und dem Rest der Welt. Heute habe ich den Überblick über all die Spinnoffs und abstrusen Neugründungen längst verloren. Solche Entwicklungen schüren Unsicherheiten und Ängste, die sich irgendwann ein Ventil suchen. Dieses Ventil sind derzeit europaweit die rechtsextremen, populistischen Parteien.

    So, genug fabuliert. Das Wetter hier ist leider noch immer nicht besser geworden, aber der Hund muss unbedingt an die frische Luft. Warten wir ab, was am Sonntag passiert und hoffen wir in der Zwischenzeit auf ein schönes Spiel in Hoffenheim. Viele Grüße aus Schweden

    Michael

  90. Clemens sagt:

    Lieber @Grieche
    Ich bin auch der Meinung, dass die AfD nicht die Lösung unserer Probleme ist. Bitte nicht missverstehen. Auch bei Deinen Aussagen zu Boateng und weiteren bedenklichen Äußerungen bin ich bei Dir. Ich halte das Problem aber für größer und mein Täter heißt nicht Nazi sondern Kapitalist. Mag an meiner Branche liegen, jeder hat sein eigenes Weltbild :-)Die SED-Methoden bei Merkel und Maas sollte man aber auch unterbinden (NetzDG = Stasi online). Wir haben viele Baustellen.

    Die selbst ernannte Minderheit…das ist Frau Merkel, oder? Weil sie allein und grundgesetzwidrig entschieden hat, wer zukünftig zum Volk gehört? :-) Oder meinst Du aus der Bevölkerung? Wer hat diese Minderheit gezählt? Ist das eine Minderheit? War nicht auch nur eine Minderheit in den USA unzufrieden und würde Trump wählen? War nicht nur eine Minderheit der Briten unzufrieden und würde es zu keinem Brexit kommen? Klar, war alles überall zu lesen, hat sich so aber nicht bewahrheitet.

    Ich weiß nicht, wie der Zusammenhang zwischen Pegida-Demonstrationen und internationalen Wissenschaftlern an der Uni Dresden ist. Von mir aus sperr Pegida mit den Linken aus Hamburg in ne Turnhalle, sollen ihre Meinungsdifferenzen unter sich klären. Aus Deutschland wandern jedes Jahr 140.000 Fachkräfte aus, die Gründe sind vor allem die Steuerlast und Bürokratie. Das ist ein Problem.

    Auf die aktuelle EU-Politik kann ich verzichten. Einige andere wohl auch – und das sieht man doch bei den Wahlen in ganz Europa, überall begehrt links oder rechts auf, die Unzufriedenheit steigt. Das Thema EU könnte sich mit den Wahlen in Italien 2018 mit der 5-Sterne-Bewegung erledigt haben. Wir riskieren gerade das freundschaftliche Verhältnis der europäischen Länder durch die EU.

    Meinst Du unsere Politiker haben ein ernsthaftes humanitäres Interesse an allen Menschen? An Deutschen und Syrern, an alt und jung, an Mann und Frau, an gesund oder behindert?

    Ich habe zuhause einen amtlichen Brief liegen, dass die staatliche Förderung für mein Kind mit Down-Syndrom gestrichen wird, da man definitiv nicht davon ausgehen kann, dass es sich dadurch später ins Berufsleben integrieren lässt. Damit begrüßt Dich abends eine weinende Frau. Ehrlich, da macht mir die AfD nicht an erster Stelle Angst.

  91. derwahrebaresi sagt:

    @Altix

    Besser kann man es nicht beschreiben, top!

    OT: Ein Ferienhaus im Süden würde den Urlaub um diese Jahreszeit angenehmer machen. -;)

  92. Clemens sagt:

    @el_emka

    Ich habe Torsten nicht unterstellt, dass er intolerant ist. Es geht um den Punkt, dass ein AfD-Wähler kein Schalke-Fan sein kann. Das ist für mich in dieser Aussage ein Kastendenken. So wie jeder eine andere Geschichte hat, zu Schalke zu halten, so hat jeder einen eigenen Weg und einen Grund für seine Entscheidungen. Zugegeben, manchmal mit mehr und manchmal mit weniger Hirn. Aber ich schätze Torsten und lese seine Artikel grundsätzlich sehr gerne, ich unterstelle ihm nichts. Wir reden drüber und wir werden uns auch nicht einig. Aber vielleicht haben wir Verständnis für verschiedene Perspektiven.

    Es ist korrekt, dass eine Partei, die bereits bei der Einhaltung von Artikel 1 des Grundgesetzes Probleme hat, infrage gestellt werden sollte. Ich möchte das aber auch bei einer GroKo wiederfinden, die allein am 01.06.2017 dreizehn Änderungen des Grundgesetzes beschlossen hat. Nicht zum ersten Mal.

    Beim Thema Flüchtlinge sind eigenmächtiges Handeln, Gesetzesverstöße, Lügen und keinerlei Struktur der Regierung sicher nicht förderlich. Kanada, die USA und Australien nehmen Fachkräfte kontrolliert auf, die durch Ausbildung und Sprache qualifiziert sind und sich somit leichter integrieren.

    Ein sehr gutes Statement von @Altix, ich würde nur die sozialen Unruhen nicht in 20 bis 30 Jahren sehen, sondern deutlich früher. Vor allem durch weitere kommende Flüchtlingsströme.

    Aber anders gefragt. Wen würdet ihr warum wählen? Wen wir alles nicht wählen haben wir ja langsam durch?

  93. el_emka sagt:

    @Clemens

    Tendenziell bleibe ich dabei, dass wir hier beim Toleranzparadoxon sind, aber ich denke, dass wir hier auch nur im Detail divergieren.

    Hinsichtlich der Migrationsbewegungen müssen wir zwei Dinge unterscheiden. Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsmigranten können nicht mit dem selben Maßstab beurteilt werden. Syrien war bspw vor dem Bürgerkrieg ein vergleichsweise wohlhabendes Land, weswegen das bizarre Smartphoneargument hier noch bizarrer wird. Des weiteren ist das Smartphone heutzutage der Gegenstand, den man bei einer Flucht ins ungewisse mit Sicherheit als letztes aufgibt. (Ich weiß, dass du das Argument nicht angebracht hast. Nicht falsch verstehen).

    Für Einwanderer aus sonstigen Gründen brauchen wir mit Sicherheit eine Einwanderungsgesetzgebung, wie ich bereits vorhin ausführte. Meinetwegen nach den von dir genannten Vorbildern (wobei ich gerade selbst mit Australien ein wenig auf Kriegsfuß stehe, da ich dort derzeit selbst einen Visumsantrag laufen habe für eine mehrmonatige Dienstreise und sich seit Wochen gar nichts tut). Hinsichtlich der Kriegsflüchtlinge können wir allerdings schon aus geografischen Gründen keinen Vergleich ziehen (und der australische Umgang mit Bootsflüchtlingen wäre meines Erachtens auch nicht von Art 1 GG gedeckt).

    Die andere Baustelle ist die europäische Wirtschafts- und Agrarpolitik. Insbesondere letztere sorgt aktiv dafür, dass gerade in Afrika Bauern mit hochsubventionierter Ware chancenlos aus dem Markt gedrängt werden. Diese Menschen stehen vollkommen perspektivlos da und sehen ihr einziges Heil darin, Haus und Hof zu verkaufen, um irgendwie ein Familienmitglied (meist von guter Physis, der gefährlichen Reise wegen) ins gelobte Land zu schicken, welches häufig seinerseits mangels weiterer Bildung unter menschenunwürdigen Bedingungen als Erntehelfer ausgebeutet wird und dann wieder bspw Tomaten für den Export nach Afrika pflückt. Ja danke. Die Mafia kriegt vor Lachen keine Luft mehr. Und Agrarsubventionen gibt’s noch obendrauf.

    Was ist das AfD-Rezept dagegen? Richtig: Militärisch dagegen vorgehen und die Boote im Mittelmeer versenken. Damit haben wir direkt noch was für unsere Rüstungsindustrie getan. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

    Ein Tipp: Wenn Menschen keine Perspektive mehr sehen und ohnehin schon ihr Leben ganz massiv aufs Spiel setzen, lassen sie sich nicht davon beeindrucken, wenn sie ihr Leben riskieren müssen. Es macht auch keinen Unterschied mehr.

    Auch ich bin mit der großen Koalition unglaublich unzufrieden, das permanente Überschreiten der Verfassungsgrenzen insbesondere bei der Überwachungsgesetzgebung widert mich an, aber die AfD ist alles, aber keine Alternative. Ich bezweifle außerordentlich, dass dieses Sammelbecken Ewiggestrig-Intoleranter in irgendeiner Art und Weise sorgsam mit unserer Verfassung umginge, wenn man sie ließe.

    Glück auf!

  94. el_emka sagt:

    @Blauhai

    Mindestens genau so interessant: in meinem Freundes- und Kollegenkreis ist fast durchgängig die Partei vorne bzw mindestens auf den ersten drei Plätzen. Und jetzt?

  95. DevonMiles sagt:

    @Torsten: hast Du Dir die Diskussion so vorgestellt, bist Du zufrieden?

    Ich engagiere mich das erste mal bei so einer politischen Diskussion im Internet und fand es eine sehr interessante Erfahrung.

  96. Eigenart sagt:

    @Blauhai
    Es tut mir leid, dass deine Tochter beinahe vergewaltigt wurde. Aber macht es für die Angst, die Demütigung und die physischen und psychischen Verletzungen des Opfers tatsächlich einen Unterschied, welcher Nationalität die Angreifer angehören?
    Ich kann es nicht mehr ertragen, dass von bestimmten Kreisen nun so getan wird, als hätte es vor 2015 keine sexuellen Übergriffe gegeben. Jedes Schützenfest, jeder Feuerwehrball, jede Kirmes war schon immer für Frauen mindestens genauso gefährlich wie eine nächtliche S-Bahnfahrt. Allerdings bleibt festzuhalten: vor Silvester 2015 wurden Frauen oft nicht ernst genommen, wenn sie sexuelle Übergriffe anzeigten. Dies scheint sich mittlerweile geändert zu haben und wird von Fachleuten als ein Grund dafür gesehen, dass die Anzahl der Anzeigen wegen sexualisierter Gewalt ansteigt.

  97. leoluca sagt:

    Atti04 empört sich darüber, dass „seit mehreren Jahren Stasi-Mitarbeiter im Bundestag sind“, um ein paar Zeilen später zu bekennen: „Das ist die Realität in Deutschland. Und deswegen wähle ich die AFD. “

    Ihm ist offensichtlich nicht bekannt, dass die AfD in Sachsen und anderswo das Ende der Stasi-Aufarbeitung fordert und dass für die AfD ehemalige Stasi-Offiziere auf den ersten Listenplätzen kandidieren.

    Diese AfD-Politik ist eine Verhöhnung der Stasi-Opfer.

  98. Ney sagt:

    @Eigenart
    Du glaubst irgendwas davon, was unter diesem Pseudonym an Behauptungen in die Welt gesetzt wird?

  99. Es gibt keine einfachen Lösungen, das ist meist dummes Gequatsche | ***textilvergehen*** sagt:

    […] im Bayern-Blog texterstexte.de als auch im Schalke-Blog koenigsblog.de gibt es vor der Bundestagswahl Aufrufe, nicht AfD zu wählen, da das mit der Identität als Fan […]

  100. Micha sagt:

    Hallo Torsten 1000%ige Zustimmung und auch an alle die sich hier zu „No Racism“ bekennen. Die AFD und Gefolgschaft hat in unserem Land, dem Land das gegen Fremdenfeindlichkeit steht, nichts verloren. Deshalb ist Fussball auch immer ein Stück Politik weil Spieler aus anderen Ländern hier gewünscht sind. Deshalb keine Stimme der AFD!

  101. leoluca sagt:

    Für alle besorgten Bürger, die im Zuge der Einwanderung von Flüchtlingen und Migranten eine „Islamisierung“ Deutschlands befürchten und deshalb morgen AfD wählen wollen, habe ich ein paar interessante Nachrichten zusammen gestellt:

    – Laut einer Hochrechnung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge lebten Ende 2015 zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Muslime in Deutschland – bei 82,2 Millionen Einwohnern ein Anteil von 5,4 bis 5,7 Prozent. Das Pew Research Center, Pew Research Center, ein anerkanntes Meinungsforschungsinstitut in Washington, kommt für das Jahr 2050 auf einen möglichen Bevölkerungsanteil von 9,4 bis zehn Prozent Muslime – immer noch eine deutliche Minderheit.

    – Der Großteil der Muslime, die in Deutschland leben, fordern keinen Umbau der Gesellschaft nach islamischen Regeln, sondern nur, ihre Religion hier ausüben zu dürfen – ohne dabei andere Religionen oder konfessionslose Menschen einschränken zu wollen. Der Islam ist anderen Religionsgemeinschaften wie dem Christentum oder dem Judentum in Deutschland nicht gleichgestellt. So gibt es etwa keine muslimischen Feiertage, keine Bestattungen nach islamischem Ritus, aber in vielen Bundesländern Kopftuchverbote für Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen des öffentlichen Dienstes.

    – Der Verfassungsschutzbericht 2016 spricht von rund 24.4000 Personen in Deutschland, die islamistische Überzeugungen vertreten.

    Daher mein Wahltip:

    die flüchtlings- und migrantenfreundlichen Parteien werden wieder eine spektakuläre Mehrheit haben – CDU/SPD/Grüne/Linke.

  102. Ney sagt:

    Thema verfehlt, AfD gestützt. Naja…

  103. leoluca sagt:

    Muss ich das verstehen?

  104. Dr.Bu sagt:

    Finde ich super, Torsten, dass Du das „Schalker sein“ so auslegst,
    volle Zustimmung!
    Am Ende des Tages zählt nur Haltung, nicht schlaues Gerede.

  105. hoffedocS04 sagt:

    Hallo @Altix (Michael),

    das Spiel in Sinsheim war tatsächlich „schön“, auch wenn ich in diesem einzigen, konkreten Fall auf Seiten der TSG war und bis zum Schluss gezittert habe. Aber beide haben ein gutes Spiel gemacht, und die TSG war am Ende der zweiten Halbzeit völlig k.o. Wenn unsere Königsblauen so weiter spielen, mit etwas mehr Effizienz, kommen auch Siege!

    Deine Ausführungen fand ich sehr fleißig (Länge!), RICHTIG und angenehm differenziert. Lösungen sind schwierig, weil diese Differenziertheit aus der Politik verschwunden zu sein scheint.
    Und weit über der deutschen Bundestagswahl und der Bundesliga schweben durch die Drohungen und Taten der beiden mächtigen Vollidioten in den USA und Nordkorea schwarze Wolken, die vielleicht bald nuklear werden.
    Wo ist die Fünfer-Kette, die diese beiden stoppt?

  106. Eigenart sagt:

    @Ney:
    ich vermute, du meinst die Geschichte von „Blauhai“. Ich versuche zunächst immer, mich differenziert auseinanderzusetzen. Ich weiß, dass das Grenzen hat, weil es den blau/braunen Haien dieser Welt meist nicht um Fakten geht, sondern um diffuses „Dagegensein“ und „Denkzettelverpassen“. Aber vielleicht liest ja hier jemand mit, der erwägt die AfD zu wählen, aber Argumenten noch zugänglich ist.
    Ich könnte mich zu der Thematik der Neuzugewanderten noch weit mehr auslassen, weil ich auch beruflich damit zu tun habe. Falls also jemand Argumente braucht – immer gerne!

  107. leoluca sagt:

    Den Gegner jagen, Migranten entsorgen – das wird nun die Sprache dieser neuen Partei im Bundestag sein.

    Sie verdient einen ordentlichen Kampf. Kann losgehen.

  108. derwahrebaresi sagt:

    zum kotzen -:(

  109. Blauhai sagt:

    So Antifada jetzt mal zum ungehorsamen Widerstand.
    Werden jetzt die AFD Wähler aus dem Verein und Stadion gejagt?
    Dann mal los, outet euch, bin gerne bereit meine Nummern preis zu geben.

    Die Bahnhofsklatschende Willkommenskultur ist aber sowas von gescheitert.

    Und nein, ich habe nichts gegen Ausländer, ich habe täglich im Inland und Ausland mit verschiedenen Personen und Kulturen zu tun, dass auch sehr positiv. Nur bin ich für ein sicheres lebenswertes Deutschland, sowie die meisten Franzosen,Italiener, Polen, Spanier usw. das für ihr Land auch wollen.

  110. Blauhai sagt:

    Gelsenkirchen, 17% AFD

  111. Eigenart sagt:

    @Blauhai
    Das „Jagen“ ist ja eher die Sprache und die Absicht deiner Volksvertreter. Gauland hat jedenfalls so etwas angekündigt. Und „unser“ Land will er sich angeblich auch zurückholen. Findest du diese Art von Nazisprüchen eigentlich auch in Ordnung?

  112. Zeitspieler sagt:

    @ Blauhai

    Ich bin ein Westerwälder.
    Meine zwanzig Jahre in Köln – Nippes habe ich durchgehend gute Erfahrungen gemacht mit Türken, Griechen, Italienern, Iranern, Palästinensern und auch mit den Kölnern.

    Aber ich bin eigentlich Deutscher und ich denke, wenn wir stolz auf unser Land sein wollen, haben gerade wir noch jede Menge gut zu machen. Ich war zweimal im Leben durch politische Entscheidungen wirklich glücklich. Das erste Mal 1989 als die Mauer fiel und alle in der DDR die gleichen Freiheiten bekamen wie wir. Das zweite Mal war ich glücklich, als Angela Merkel beschloss, so vielen Menschen in der Not zu helfen. Stolz kann man doch nur auf gute Taten sein.

  113. Atti04 sagt:

    Blauhai ich gebe die 104% Recht.
    Dieses linkgrüne gekotze in diesem Blog
    ist einfach unerträglich.
    Thorsten sollte sich mal mit seiner Meinung
    vor die Nordkurve stellen. Er sollte nicht meinen,
    das er für alle Mitglieder des SO4 spricht.
    Er ist eigentlich in der Minderheit, genau so
    Loeluca und andere.
    Ihr solltet mal über die Fehler der unkrontollierten
    Einwanderung nachdenken und dann schreiben.
    Für mich hat sich dieser Blog wirklich disqualifiziert.
    Und ich bin auch Schalke-Mitglied und lasse mir
    von einem links angehauchten Blogger nicht verbieten
    dieses zu sein.
    Wenn Thorsten Andersdenkende diskrediert und eine demokraktisch
    zugelassene Partei und deren Wähler nicht mehr Schalker sein dürfen
    müßste man das mal auf einer Mitgliederversammlung diskutieren und
    nicht hier im Blog.

  114. idioteque3 sagt:

    @atti: Wie kommst du auf die Idee, das Torsten mit seiner Meinung in der Minderheit wäre, wenn 87% der Stimmen nicht an die AfD gegangen sind?

  115. Flo Kno sagt:

    Atti04,

    1) wenn du Torsten in seinem eigenen Blog angehst, könntest du wenigstens seinen Namen richtig schreiben,
    2) dass es auch auf Schalke AfD-Sympathisanten gibt: richtig, dass diese in der Mehrheit sein: falsch. Selbst bei 17% AfD-Wählern in GE multipliziert mit der Wahlbeteiligung ergibt das noch keine Mehrheit in irgendeinem Sinne.
    3) Torsten hat lediglich seine Sicht der Dinge, welche völlig legitim ist, dargelegt und schon gar nicht hat er – im Gegensatz zu dir – jemanden persönlich diskreditiert.
    04) Wenn dieser Blog nun für dich disqualifiziert ist, dann wird hier niemand deinen Posts hinterhertrauern.

    So langsam bekomme ich aber das Gefühl, hier ist ein Troll am Werk. Leolucas Namen schreibst du ja auch bemerkenswert konsequent falsch.

  116. Atti04 sagt:

    Ich sprach von einer Minderheit bei den Mitgliedern des S04.
    ob die Mitglieder einer nicht verbotenen Partei nicht Mitglied
    bei S04 sein können. So hatte er es doch formuliert.
    Du verwechselst Wahlergebnis mit den Aussagen von Torsten.
    Nach deiner Aussage dürften Mitglieder der Grünen, der FDP und
    der Linken auch nicht Mitglied von S04 sein, die haben noch weniger
    als die AfD erreicht.
    Irgendwie könnt ihr alle nicht rechnen.
    Ich meine wir sollten das auf der nächsten Mitgliederversammlung
    diskutieren ob AfD-Mitglieder oder Anhänger noch Mitglied
    von S04 sein können.
    Wenn nicht würde ich sofort austreten und der Verein, dem ich seit
    1975 treu bin, schon damals in der Glückaufkampbahn, damals bin ich
    mit dem Fahrrad von Herten nach Schalke gefahren.
    Ich lasse mir mein Schalke von euch nicht kaputt machen.

  117. Flo Kno sagt:

    Torsten hat dargelegt warum er es für nicht vereinbar hält Schalker zu sein und AfD zu wählen. Sein Recht dies hier zu tun. Und damit macht er auch nicht ‚dein Schalke‘ kaputt.

    Du stellst es mit der sprachlichen Eleganz eines Gauland so hin als hätte er gefordert alle AfD-Wähler aus dem e.V. zu werfen.

    Was für ein Schwachsinn!

  118. idioteque3 sagt:

    Dass eine Partei nicht verboten ist, heißt nicht, dass ihre Ziele und Werte nicht gegen die Werte verstoßen, die der FC Schalke 04 sich in seinem Leitbild gegeben hat. Wer die Werte im Leitbild nicht teilt, sollte sich überlegen, ob er seinen Jahresbeitrag nicht an die falsche Stelle überweist.

  119. Atti04 sagt:

    Flo kno
    Torsten hat eindeutig stimmung gemacht gegen Wähler der AfD
    und das diese nicht Mitglieder von S04 sein könnnen, weil das
    mit der Satzung unserers Vereins nicht vereinbar ist.
    Und hat dies nur pauschal mit angeblichen rassischisten und
    fremdenfreindlichen Aussagen von Vertretern dieser Partei
    begründet.Er hat aber nicht das Wahlprogramm der Afd zitiert.
    Da steht überhaupt nichts von seinen Vorwürfen.
    Er hat also nur Stimmung kurz vor der Wahl gegen eine Partei
    gemacht.
    Gut, das wird und hat die Wahl nicht beeinflußt.
    So groß ist die medianweite seines Blogs auch nicht.
    Jetzt werde ich dir noch einen weiteren Grund sagen
    warum ich die AfD gewählt habe.
    Ich habe seit einem Jahr ein Enkelkind, das demnächst
    in einen Vorkindergarten gehen sollte, aber keinen
    Platz bekam weil sogenannte Flüchtlingskinder bevorzugt
    aufgenommen werden.
    Und das obwohl ich und meine Kinder seit Jahren
    mindestens 20.000,00 € Steuern im Jahr zahlen.
    Da wirst du richtig wütend. Und ich bin kein Einzelfall.
    Und Torsten und andere sollten sich überlegen mich
    als Nazi abzustempeln.
    Ich bin froh das wir mit der AfD jetzt eine Stimme
    im Reichstag haben.
    Da sind doch tolle Leute wie z.B. Prof. Meuthen, Dr. Nikolaus Fest
    Frau Dr. Petry und andere ganz im Gegensatz zu den Grünen Studien-abrechern
    wie Roth, Göring-Ekchart.

  120. papajoe04 sagt:

    im Reichstag, na klar

  121. Flo Kno sagt:

    Atti,
    Torsten hat Stimmung gemacht gegen eine Partei und nicht gegen deren Wähler und schon gar nicht gegen dich persönlich.
    Dass nun Menschen im Parlament sitzen die offen rechtsextreme Äußerungen getätigt haben wirst du nicht bestreiten können und hast es bei deiner Wahl anscheinend offen inkauf genommen. Das ist bedauerlich aber voraussichtlich erst wieder in vier Jahren zu ändern.

    Übrigens: das besagte Gremium heißt Bundestag, nicht Reichstag. Im AfD-Jargon mag das anders sein.

  122. Nordlicht sagt:

    oder dort von Alice Weidel vertreten wird die in der Schweiz ihre Steuern zahlt und nebenbei ne syrische Asylbewerberin schwarz für sich putzen ließ.

  123. Dr.Bu sagt:

    Man Atti04, das ist ja nicht auszuhalten, was Du hier von Dir gibst . . .

  124. Roman Kolbe sagt:

    >>Thorsten sollte sich mal mit seiner Meinung vor die Nordkurve stellen.<<

    Dann sagt bitte kurz Bescheid, dann bin ich nämlich auch da.

    Vorrangig vor der Flüchtlingskrise scheint mir allerdings das Thema Bildung zu sein.

    Eine schöne Woche (trotz allem) Euch!

  125. CarstenS04 sagt:

    Ich sach ja…. Ganz schweres Gelände….

  126. Torsten sagt:

    @ Atti

    Es ist mir ziemlich egal, von wo aus Du mit dem Rad oder zu Fuß zu welchem Fußballspiel gekommen bist. Mit Ausdrücken wie

    Dieses linkgrüne gekotze in diesem Blog

    und ähnlichem, oder mit Drohungen wie

    Und Torsten und andere sollten sich überlegen mich als Nazi abzustempeln. Ich bin froh das wir mit der AfD jetzt eine Stimme im Reichstag haben.

    hast Du den Bogen endgültig überspannt.

    Leider kann ich nicht verhindern, dass solche Leute wie Du Mitglied in unserem, sich zu Integration und Minderheitenschutz bekennenden Verein sein dürfen. Ich bleibe allerdings dabei, dass Leute wie Du unseren Club und unsere Satzung nicht verstehen.

    Hier, auf dieser Seite kann ich allerdings verhindern, fortan weiter diese Soße von Dir lesen zu müssen. Und da die Wahl gelaufen ist, beende ich dieses Hin und Her an dieser Stelle.