Artikel im April 2018

Nur 2:2 in Köln

Saison 2017/2018, 31. Spieltag: 1. FC Köln – Schalke 04
 
Glückauf königsblog. Schalke kommt in Köln nicht über ein 2:2 hinaus. Gegen das mit Abstand schwächste Team der Liga eine gefühlte Niederlage, zumal nach einer 2:0 Führung.

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Seit neuestem möchte ich die Spiele der Blauen in diesem Blog nicht mehr so regelmäßig begleiten wie ich es die letzten 10 Jahre tat, siehe hier und hier.

Schalke schwach, die Schiedsrichter auch

Schalke verliert das Halbfinale des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt. 0:1 hieß es nach 96 Minuten und am Ende stand für alle Blauen viel Ärger. Über die eigene Leistung und über den Schiedsrichter und seine Assistenten. Einmal mehr konnte der „Videoassistent“ nicht für Gerechtigkeit sorgen. Unter diesen Rahmenbedingungen halte ich das Projekt „VAR“ für absurd.

Es war ein furchtbares Fußballspiel. Nach dem Spiel sagten tatsächlich beide Trainer über die Leistung ihrer Mannschaften, man habe „es taktisch gut gemacht“, man habe kaum was „zugelassen“. Als wäre Taktik nur dazu da, den Spielfluss des Gegners zu zerstören. Als ginge es nicht auch darum, einen eigenen Spielfluss zu kreieren. Beide Teams haben nur die Hälfte des Fußballs „gut gemacht“. Die schönere Hälfte, das Fußballspiel mit dem Ball, haben beide sehr schlecht gemacht. Und wenn man so spielt, verliert man eben schon mal, auch wenn der Gegner nicht besser spielt. Enttäuschend.

Aber dann war da noch die Rolle des Schiedsrichterteams bei den entscheidenden Szenen dieser Begegnung, beim Frankfurter Treffer und beim angeblichen Handspiel Di Santos in der 94. Minute.

Dem Eckball zur Frankfurter Führung ging ein im TV leicht zu erkennendes Foul an Benjamin Stambouli voraus, welches vom Schiedsrichter Robert Hartmann übersehen oder nicht als Foulspiel bewertet wurde. In der Nachspielzeit sah er Franco Di Santos Ballannahme mit der Brust als Handspiel und pfiff die Szene ab, während Di Santos Schuss auf dem Weg ins Tor war. Laut Christian Heidel entschuldigte sich der Schiedsrichter nach dem Spiel für seinen Fehler.

Sofort brannten überall Diskussionen um den Schiedsrichter und dessen Videoassistenten auf, auch bei Twitter. Schnell war klar, dass der Videoassistent keinen Fehler gemacht hat. Da der Schiedsrichter die Szene sofort abgepfiffen hatte und somit auch der ins Tor einschlagende Ball von Di Santo „tot“ und eben kein Treffer war, gab es nichts zu „reviewen“. Einige Schiedsrichterverteidiger verstiegen sich gar zu der Aussage, deshalb habe die ganze Szene nichts mit dem Thema „Videoassistent“ zu tun.

Ich finde das falsch. Die Frage, wann eine Szene bewertet werden kann und wann nicht, unter welchen Umständen des Schiedsrichters Fehler korrigiert werden kann und wann nicht, gehört zu den Rahmenbedingungen, in denen der Videoassistent tätig ist. Aktuell entscheiden Sekunden oder Meter darüber, ob Szenen in Ruhe – und dann vermeintlich korrekt – bewertet oder vom Schiedsrichter ad hoc und unrevidierbar entschieden werden.

Hätte Schiedsrichter Hartmann mit seinem Pfiff eine Sekunde gewartet, hätte die Szene korrekt bewertet werden können und er hätte sich später nicht entschuldigen brauchen. Wir haben in dieser Saison erlebt, dass gepfiffene Strafstöße zurückgenommen wurden, weil Sekunden zuvor an einer ganz anderen Stelle des Platzes ein Foul stattfand. Das Foul vor dem Eckball, der zum Frankfurter Tor führte, wurde hingegen nicht bewertet – offenbar, weil es durch den Eckball nicht mehr zur Torszene gehörte, wenn ich das richtig verstanden habe.

Immer wieder machen die Rahmenbedingungen um den Videoassistenten das Spiel nicht gerechter, sondern nur anders ungerecht. Die aktuelle Handhabung ist offensichtlich nicht dazu geeignet, alle spielentscheidenden Fehlentscheidungen zu vermeiden. Wenn solche Zufälligkeiten wie ein Pfiff eine Sekunde vorher oder nachher, eine zeitnahe Spielunterbrechung, ein Schiedsrichterfuß auf oder neben dem Rasen, ein Ball im Toraus oder noch im Spiel bestimmen, ob sicher schiedsgerichtet werden darf oder nicht, dann sollte man die ganze Sache meines Erachtens nach sein lassen. Dann ist das alles nicht fairer als die Fehlentscheidungen vor Einführung des Videoassistenten. Dafür müssen alle Beteiligten mit den Unklarheiten und Verzögerungen der VAR-Handhabung leben. Meines Erachtens ein schlechter Deal.

Das Pokalhalbfinale gegen die Eintracht

Saison 2017/2018, DFB-Pokal Halbfinale: Schalke 04 – Eintracht Frankfurt
 
Glückauf königsblog. Die Blauen stehen im Halbfinale des DFB-Pokals und empfangen heute Abend Eintracht Frankfurt auf dem Berger Feld. Man kämpft um den Einzug in ein Finale gegen Bayern München, das kicker nach deren gestrigen 6:2 gegen Leverkusen für „nicht schlagbar“ hält.

Sowohl Frankfurt, als auch Schalke, so ehrlich sollte man sein, hatten es auf dem Weg in dieses Halbfinale nicht besonders schwer. An erstklassigen Gegnern empfing Frankfurt lediglich Mainz im eigenen Stadion, die Blauen mussten zwei Heimspiele gegen Köln und Wolfsburg bewältigen.

Nun also dieses Saisonhighlight auf Schalke. Gegen eine Eintracht, die immer noch das fünftbeste Auswärtsteam der Bundesliga stellt, obwohl sie ihre letzten vier Spiele auf des Gegners Platz verlor. Die bislang eine zum Jubilieren würdige Saison spielt, bei der diese aber gerade von Trainer Nico Kovac‘ bevorstehendem Wechsel zu Bayern München überschattet wird.

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Derby ist Derby

Saison 2017/2018, 30. Spieltag: Schalke 04 – Borussia Dortmund
 
Glückauf königsblog. Nach Schalkes Schlechtleistung in Hamburg brach das große Wehklagen aus. Eine Stimmung, als wäre Schalkes Absturz besiegelt. Ausgerechnet jetzt steht das Derby an.

Das Derby ist immer schwer. Im Derby sah man aber immer auch Leistungen von beiden Teams, die dem aktuellen Trend oder der aktuellen Tabellensituation nicht entsprachen. Vielleicht ist das Derby eben deshalb genau das richtige Spiel für die Blauen. Es ist vollkommen egal, was letzte Woche passierte. Derby ist Derby.

Zuvor aber haben die Blauen verkündet, dass man für die kommende Saison Salif Sané von Hannover 96 verpflichtet habe. Der 27-Jährige soll für vier Jahre auf Schalke spielen.

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Nach dem Spiel

Wir haben mehr als Borussia das Herz in die Hand genommen. Wir wussten, dass Dortmund individuell eine brutale Qualität hat. Aber wir wissen auch, dass wir, wenn wir einen guten Tag haben, fast jeden Gegner mit unserer Leidenschaft und unserem Willen auffressen können.

… sagte Ralf Fährmann nach dem Spiel.

Bei aller Organisation, bei aller Taktik; was Schalke in dieser Saison ausmacht ist meines Erachtens vor allem dieses Wir-Gefühl. In ganz vielen Spielen zeigte sich die Mannschaft als ein verschworener Haufen. Immer wieder kamen Spieler zum Einsatz, die zuvor lange nicht gespielt haben, und waren doch keine Fremdkörper. So wie diesmal Evgen Konoplyanka.

Ich würde mir wünschen, dass sowas derart geschätzt würde, dass dieses Grundgefühl auch dann noch geachtet wird, wenn man ein Spiel wie das gegen den HSV kritisiert.

Schalke nochmal in Hamburg

Saison 2017/2018, 29. Spieltag: Hamburger SV – Schalke 04
 
Glückauf königsblog. Bei noch sechs ausstehenden Spielen hat der Hamburger SV sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. In den letzten Jahren hat Schalke mehrmals mit Schlechtleistungen seinen Teil dazu beigetragen, dass Hamburg in der Liga blieb. Es schreit danach, auch diesmal den Funken zu liefern, um des HSVs brennend heißes Wunder des nächsten Überlebens zu entfachen.

Lieber wäre mir allerdings, Schalke würde nüchtern 2:0 gewinnen und der HSV einfach mal absteigen. Im Folgejahr dürften sie dann auch gerne wieder aufsteigen.

Ma’kucken.

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