Schalke schwach, die Schiedsrichter auch

Schalke verliert das Halbfinale des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt. 0:1 hieß es nach 96 Minuten und am Ende stand für alle Blauen viel Ärger. Über die eigene Leistung und über den Schiedsrichter und seine Assistenten. Einmal mehr konnte der „Videoassistent“ nicht für Gerechtigkeit sorgen. Unter diesen Rahmenbedingungen halte ich das Projekt „VAR“ für absurd.

Es war ein furchtbares Fußballspiel. Nach dem Spiel sagten tatsächlich beide Trainer über die Leistung ihrer Mannschaften, man habe „es taktisch gut gemacht“, man habe kaum was „zugelassen“. Als wäre Taktik nur dazu da, den Spielfluss des Gegners zu zerstören. Als ginge es nicht auch darum, einen eigenen Spielfluss zu kreieren. Beide Teams haben nur die Hälfte des Fußballs „gut gemacht“. Die schönere Hälfte, das Fußballspiel mit dem Ball, haben beide sehr schlecht gemacht. Und wenn man so spielt, verliert man eben schon mal, auch wenn der Gegner nicht besser spielt. Enttäuschend.

Aber dann war da noch die Rolle des Schiedsrichterteams bei den entscheidenden Szenen dieser Begegnung, beim Frankfurter Treffer und beim angeblichen Handspiel Di Santos in der 94. Minute.

Dem Eckball zur Frankfurter Führung ging ein im TV leicht zu erkennendes Foul an Benjamin Stambouli voraus, welches vom Schiedsrichter Robert Hartmann übersehen oder nicht als Foulspiel bewertet wurde. In der Nachspielzeit sah er Franco Di Santos Ballannahme mit der Brust als Handspiel und pfiff die Szene ab, während Di Santos Schuss auf dem Weg ins Tor war. Laut Christian Heidel entschuldigte sich der Schiedsrichter nach dem Spiel für seinen Fehler.

Sofort brannten überall Diskussionen um den Schiedsrichter und dessen Videoassistenten auf, auch bei Twitter. Schnell war klar, dass der Videoassistent keinen Fehler gemacht hat. Da der Schiedsrichter die Szene sofort abgepfiffen hatte und somit auch der ins Tor einschlagende Ball von Di Santo „tot“ und eben kein Treffer war, gab es nichts zu „reviewen“. Einige Schiedsrichterverteidiger verstiegen sich gar zu der Aussage, deshalb habe die ganze Szene nichts mit dem Thema „Videoassistent“ zu tun.

Ich finde das falsch. Die Frage, wann eine Szene bewertet werden kann und wann nicht, unter welchen Umständen des Schiedsrichters Fehler korrigiert werden kann und wann nicht, gehört zu den Rahmenbedingungen, in denen der Videoassistent tätig ist. Aktuell entscheiden Sekunden oder Meter darüber, ob Szenen in Ruhe – und dann vermeintlich korrekt – bewertet oder vom Schiedsrichter ad hoc und unrevidierbar entschieden werden.

Hätte Schiedsrichter Hartmann mit seinem Pfiff eine Sekunde gewartet, hätte die Szene korrekt bewertet werden können und er hätte sich später nicht entschuldigen brauchen. Wir haben in dieser Saison erlebt, dass gepfiffene Strafstöße zurückgenommen wurden, weil Sekunden zuvor an einer ganz anderen Stelle des Platzes ein Foul stattfand. Das Foul vor dem Eckball, der zum Frankfurter Tor führte, wurde hingegen nicht bewertet – offenbar, weil es durch den Eckball nicht mehr zur Torszene gehörte, wenn ich das richtig verstanden habe.

Immer wieder machen die Rahmenbedingungen um den Videoassistenten das Spiel nicht gerechter, sondern nur anders ungerecht. Die aktuelle Handhabung ist offensichtlich nicht dazu geeignet, alle spielentscheidenden Fehlentscheidungen zu vermeiden. Wenn solche Zufälligkeiten wie ein Pfiff eine Sekunde vorher oder nachher, eine zeitnahe Spielunterbrechung, ein Schiedsrichterfuß auf oder neben dem Rasen, ein Ball im Toraus oder noch im Spiel bestimmen, ob sicher schiedsgerichtet werden darf oder nicht, dann sollte man die ganze Sache meines Erachtens nach sein lassen. Dann ist das alles nicht fairer als die Fehlentscheidungen vor Einführung des Videoassistenten. Dafür müssen alle Beteiligten mit den Unklarheiten und Verzögerungen der VAR-Handhabung leben. Meines Erachtens ein schlechter Deal.



67 Kommentare zu “Schalke schwach, die Schiedsrichter auch”

  1. Klopenner sagt:

    Ich rege mich wirklich selten über den Schiri auf, aber der war heute ganz sicher nicht halbfinalreif. Und ich bin fast sicher, dass das Tor von DiSanto mindestens den Videobeweis erfordert hätte.

  2. Gruffi04 sagt:

    N’abend!

    Dass das kein Premiumspiel gibt, war klar. Sehr bitter, dass der Schiri zu Ostern keine Eier bekommen hat. Aus der Position des Schiris in der Spielsituation kann man die Entscheidung nachvollziehen. Der Videobeweis hätte es klären müssen. Kein Hand. Punkt.

    Glückauf!

  3. Tobias sagt:

    Der schiri hat glaub ich direkt bei ballannahme abgepfiffen. Da bringt dann der videobeweis nix. Insgesamt ist dieser videobeweis der letzte Mist. Die rote war m.m.n.auch vollkommen lächerlich.

  4. Eigenart sagt:

    Was soll man da sagen? Es war ein schlechtes Spiel von uns – offenbar kommen wir mit einer Favoritenrolle nicht zurecht (siehe Hamburg). Unsere Offensive war einfach zu harmlos. Als wäre das nicht schlimm genug, steht da auch noch dieser Schiedsrichter auf dem Platz, der das Spiel in der Tat mehr als merkwürdig „leitete“. Ärgerlich. Aber letztlich finde ich es wichtiger, dass wir einen CL-Platz erreichen als das Kanonenfutter für München zu spielen.
    Und bitte: gegen Köln sind wir auf keinen Fall der Favorit!

  5. mika sagt:

    Das übliche Gekicke unserer Mannschaft. Katastrophaler Fussball in HZ1 – FRA war zwar auch nicht besser – aber fuer eine Heimmannschaft ist so ein Auftritt gruselig….-die Zuschauer im Stadion können einem nur Leid tun….Der Schiedsrichter würde gar keine Rolle spielen, wenn unsere mal Fussball spielen würden und nicht immer nur ein Tor aus einem Standard erzielen möchten…und dass in einem KO-Spiel……Bin froh, dass Goretzka bald weg ist….Alibi-Fussballer mit Null Leistungsbereitschaft, seitdem der Weggang klar ist…..
    Genau, in der CL können wir dann mehrmals Kanonenfutter spielen…. ;o)

  6. Ney sagt:

    Ok, ändern wir deutschland- und blogweit den Ausdruck „wenn Schalke gegen Bayern spielen sollte“ in „wenn Schalke gegen Bayern gespielt hätte“.

    Was das Resultat angeht (disclaimer: Ich liebe Schalke, ich finde Tedesco gut, ich schätze den Zusammenhalt der Mannschaft, ich missachte absolut nicht und keinesfalls eine große Punktausbeute, und wir werden uns zukünftig spielerisch verbessern. Amen) :

    Das Spiel war der hierzulande übliche gut-organierte-abwehrreihen-entscheidung-durch-standards-Scheißdr… – pardon: -taktische-Leckerbissen, den wir in unzähligen Bundesliga- und Pokalpartien bewundern durften. Dass Schalke dabei so oft die Nase vorn hatte, so dass Halbfinale & Ligaplatz 2 heraussprangen, ist nicht zufällig. Aber es geht halt leider nicht zuverlässig für uns aus. Pech gehabt, Schade.

  7. bertifux sagt:

    Schiri ganz übel mit der Krönung des Handspiels am Ende. Bleibt nur 1 Frage offen. Wer hat ne Karte fürs Finale?

  8. crisscross04 sagt:

    Es gibt so Abende, da spürt man schon nach 10min, dass das Spiel heute der Schiedsrichter entscheiden wird.

    So ging es mir heute Abend. Alle kniffeligen Entscheidungen würden häufig für Frankfurt gepfiffen und dann bekommt man so ein ungutes Bauchgefühl.

    OK, Frankfurt war gut eingestellt gegen uns und hat uns eigentlich mit den eigenen Mitteln geschlagen.
    Aber an guten Tagen geht eben auch ein Abpraller ins Tor und nicht cm daneben.
    Dafür geht halt dann halt so ein Hackentor nach einer Ecke gegen den Innenpfosten ins eigene Tor.

    Und natürlich waren auch auf unserer Seite ne Menge Unkonzentriertheiten dabei und einige Spieler waren nicht in Normalform.

    Aber das Spiel hat der Schiedsrichter entschieden. Beim Gegentor gab es 2 Fouls im Vorfeld. Erst gegen Kono, dadürch hätte es nie die erste Ecke geben dürfen.
    Und bei der ersten Ecke ein Foul gegen Kehrer. Also hätte es auch die zweite Ecke nicht geben dürfen.
    Und zum Schluss das Tor von Di Santo. Ohne Videobeweis es nicht zu geben. Geradezu lächerlich!

    Nützt aber nix. Eine große Chsnce ist vertan, seit Jahen mal wieder um einen Titel zu spielen. Das Derby war doch nicht so gut für die Motivation.

    Schade! Es wäre das Ü-Tüpfelchen auf die Saison gewesen. Aber leider ist in meinem Kommentar zu viel Konjunktiv.

  9. Gruffi04 sagt:

    Nach der ersten Aufregung bleibt der Eindruck, dass nicht eine klar bessere Mannschaft gewonnen hat, sondern eine die in den Zweikämpfen einen Schritt energischer/schneller war und der die zweiten Bälle zugeflogen sind. Das hat uns nicht ins Spiel kommen lassen. Kein Rhythmus und du siehst kein Land. Krasses Gegenbeispiel zum Derby. In Lüdenscheid war Pressing am Wochenende ein Fremdwort.

  10. Claus sagt:

    Naja nachdem alle Schalker nach der Auslosung sich schon im Finale wähnten (wie die Gladbacher letztes Jahr) habe ich mir schon gedacht dass es ähnlich enden wird.
    Aber da Bayern im Finale ist ,ist es letzlich eh egal. Ob man im Finale verliert oder im Halb/Achtelfinale ausscheidet,daran erinnert sich sowieso keiner mehr.
    Hoffe auf einen CL Platz für S04, das wäre überragend.

  11. Josch sagt:

    Ich hatte das vor geraumer Zeit schon geschrieben, es ist einfach eine Frage der Wahrscheinlichtsrechnung, wann diese Spielerei mal nach hinten losgeht.
    Seit Monaten das gleiche Procedere bei Heimspielen, wir hatten nur immer den Vorteil (das Glück), nicht in Rückstand zu geraten, was bei vielen Spielen sehr gut möglich war.
    Im übrigen bin ich bei denen, die eine CL-Teilnahme deutlich höher gewichten. Beides wäre natürlich schöner gewesen, aber da sollte man sich schon an die eigene Nase fassen statt jetzt über den Schiri zu lamentieren.

  12. Flo Kno sagt:

    Man muss halt realistisch sein: Schalke ist keine Spitzenmannschaft und dann reichen auch 100% Einsatz nicht immer, wenn nicht auch alle 100% frisch und gut drauf sind. Kommt etwas Pech dazu, kann man dann auch mal gegen Frankfurt verlieren. Trotzdem: Die Frankfurter wissen selber nicht, wie sie das Spiel gewonnen haben, ich habe genau einen Ball auf’s Tor gezählt.

    Was man auch sagen muss: Ein erschreckend schlechtes Spiel, dafür dass das hier ein Halbfinale war/sein sollte. Ich behaupte fast: Hätte gestern (aus irgendeinem Grund) Leverkusen gewonnen, wäre hier heute mehr Feuer drin gewesen. So kannste schlussendlich mit einem unglücklichen 0:1 im Halbfinale eine Woche früher in den Urlaub fahren und musst dich nicht noch im Finale abfertigen lassen. Eigentlich alles richtig gemacht.

    Abhaken, die letzten Punkte einsammeln, am letzten Spieltag nochmal schön gewinnen (zwinker) und am Ende eine tolle Saison feiern!

  13. BlueNote sagt:

    Ich werde die Auslegung der Regeln, insbesondere die gänzlich fehlende Stringenz bei der Anwendung des Videobeweises, in diesem Leben nicht mehr verstehen.
    Für das dreckige Kackfoul an Goretzka im Mittelfeld wird er herangezogen. Vor dem Frankfurter 1:0 wird Kono an der Mittellinie klar gefoult. Die Schiris sehen nix, Köln bleibt stumm.
    Dito beim bösen Check von Fabian mit der Schulter gegen Burgis Kopf im Frankfurter Strafraum.
    Bei Di Santos Tor in der Nachspielzeit (selbst Bobic räumte nach dem Spiel ein, dass das eine saubere Aktion war) wird ebenfalls nicht eingegriffen.
    Und dazu musst Du dann noch Steffen Simon im ZDF ertragen, der noch weniger Durchblick und Kompentenz hatte als die Unparteiischen.
    Bewundernswert, wie Tedesco dennoch sachlich Rede und Antwort stand im Anschluss und nicht lamentierte. Eine fast schon unmenschliche Leistung.
    Ich werde ein paar Tage brauchen, um mich wieder abzuregen. Boah ey…

  14. Michi sagt:

    Gegen Frankfurt zu Hause zu verkacken ist schon hart. ABER: Grobe Fehlentschedung vom Schiedrichter UND Das Bonusspiel gegen Bayern bleibt uns ersspart. Lass Die Frankfurter sich die Packung abholen.

  15. hellwach sagt:

    Heute vor 13 Jahren:
    http://www.kicker.de/news/fuss.....men-4.html
    Da kommt Wehmut auf.
    Das Halbfinale gegen die SGE war mein erstes Spiel in in der Arena in dieser Saison. Ich hätte mir besser die Wiederholung des Spiels von gestern am Fernseher anschauen sollen.

  16. Authentisch sagt:

    Was mich wirklich ärgert, ist das Foul vor der Ecke für die Frankfurter.
    Fabian fliegt einfach in den Strafraum und reißt Stambouli um. Statt Freistoß für uns, Ecke und das Gegentor.
    Die Anwendung des Videobeweises verstehe ich auch nicht. Vor der roten Karte fand ich ihn überflüssig (Gelb für mich vertretbar) und beim vermeintlichen 1:1 keine Anwendung, obwohl es dabei um die Entscheidung geht ‚Tor‘ oder ‚kein Tor‘.

    Ansonsten das erwartet zähe Spiel gegen Frankfurt, irgedwann in der Mitte der 2. Halbzeit ein paar gute Chancen von Schalke. Wenn wir die wenigen Chancen nicht machen, wird’s eben schwer.

  17. bertifux sagt:

    Zu früh gepfiffen, nämlich bevor der Ball im Tor war. Dann kann es keinen VSR Einsatz und kein Revidieren der Entscheidung geben. Ähnlich wie bei falschem Abseits…

  18. Chris sagt:

    Wir hatten 2-3 sehr gute Chancen und machen das Tor nicht. Frankfurt hat im Grunde keine Chance und macht das Tor. Warum haben wir nicht schon vor dem Gegentor mehr agiert. Die Minuten danach haben doch gezeigt dass es geht. Aber nach den zwei abgefälschten Bällen die beide knapp vorbei kullern war irgendwie klar, dass wir das nicht gewinnen. Ein ödes Halbfinale mit einem öden Ausgang.

  19. klopenner sagt:

    Warum haben wir nicht schon vor dem Gegentor mehr agiert?

    Genau das ist das eigentliche Problem. Ich könnte mich auch jetzt noch über den Schiri ärgern, aber wir haben doch gezeigt, dass wir Druck aufbauen können. Die Schlussminuten in denen plötzlich jeder Frankfurter einen Krampf hatte und die Schauspielschule aufgenommen hat, haben wir sauber nach vorne gespielt und – wenn auch nicht mit super vielen Torschüssen – ordentlich Druck gemacht. Da kam ja gefühlt alle 30 Sekunden eine Flanke in den Strafraum gesegelt.
    Da auch Tedesco nach dem Spiel sagte, dass er ein 2:0 nach 15 Minuten vorziehen würde frage ich mich, warum zum Teufel die Mannschaft es seit Jahren nicht schafft ein Spiel einfach mal so zu starten. Den Gegner förmlich zu überrennen. Dass es schwer ist ein Tor zu schießen, wenn der Gegner alle 10 Mann in und um den Strafraum versammelt ist klar, aber so versucht man wenigstens mal etwas und bekommt immer mal wieder einen Abschluss hin.

    Aber nein….wir (die Fans) müssen immer erst quälend langweiliges Rumgeschiebe und Abtasten ertragen bevor dann mal einer durch Zufall reinsegelt oder durch einen Standard verwandelt wird.
    Das Team zeigt ja immer mal wieder hervoragende Ansätze, dass mir das einfach nicht klar wird, warum es nur Ansätze bleiben und die meistens erst spät im Spiel sind!

    Darauf hätte ich einfach gerne mal eine Antwort von Tedesco.

  20. blues sagt:

    Einerseits, Schalke spielte wie fast immer, nur diesmal mal wieder mit mehr Pech. Dann geht so ein Spiel eben auch verloren. Ist ja nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

    Anderseits, ein Schiedsrichter wie gestern hat in der 1., 2. oder 3.Liga nichts verloren. Bei nicht mehr nachvollziehbaren Regelauslegungen, bei denen dann auch noch Videoschiedsrichter scheinbar willkürlich eingreifen können (Rote Karte Fernandes) oder auch nicht (Fehlentscheidung Handspiel von Di Santos), muss sich der DFB den Vorwurf der geplanten und direkten Einflussnahme auf Spielergebnisse gefallen lassen. Dass Fußballverbände, auch der deutsche, anfällig für Korruption sind, wissen wir nicht erst seit der Aufarbeitung des „Sommermärchens“. Die räumliche Nähe in Frankfurt, es geht um mehrere Millionen, viel Geld…

    Ich denke solche Vorstellungen lassen sich in Zukunft nur vermeiden, wenn jede Mannschaft zweimal im Verlauf des Spiels den Videobeweis heranziehen kann und so im Zweifel die Willkür und Unfähigkeit der DFB-Schiedsrichter auf dem Platz und am Videorecorder deutlich einschränkt.

  21. crisscross04 sagt:

    2 Punkte noch:
    Wieso wird hier unsere Spielweise so kritisch gesehen?
    Es war doch klar, dass wir und Frankfurt so spielen und dass es dadurch kein ansehnliches Spiel wird.
    Wir hatten die klar besseren Chancen, können diese nur nicht verwerten.
    Die Spielweise war also keineswegs anders als viele andere Spiele in dieser Saison. Nur dass wir heute verloren haben. Und jetzt ist wieder alles schlecht? Seltsame Logik…

    Und wieso glaubt eigentlich jeder, dass Bayern Frankfurt aus dem Stadion schießen wird, nur weil die Bayern gestern Leverkusen 6:2 geschlagen hat?!
    Natürlich kann das passieren. Aber ein Selbstläufer sind Endspiele nie. Egal wie die jeweilige Mannschaft das Halbfinale gespielt hat.
    Das Endspiel ist doch ein komplett neues Spiel! Und Frankfurt spielt anders als Leverkusen.

    Der Schiedsrichter hat sich wohl für seine Fehlentscheidung entschuldigt. Nützt nur nix.

  22. Mane 04 sagt:

    @klopenner

    deine meinung spiegelt auch die meine wieder….

    es ist ergebnistechnisch bisher eine erfolgreiche saison und wer erfolg

    hat, hat recht.

    aber alle erklärungen pro unserer spielweise lassen genau deine fragen offen

    glückauf aus unterfranken

  23. ohnezielstimmtjederichtung sagt:

    Schalke war nicht schwach. Schalke hat gespielt, wie Schalke in dieser Saison eben spielt. Fussball verhindern. Genau wir Frankfurt und genau wie viele andere. Nichts neues. Leider. Und beide waren darin gestern tatsächlich gut.

    Eigentlich ging der Plan voll auf. 2 dicke Torchancen, von denen normal mindestens eine reingeht. Normal…

    Mir macht dieser Fussball keinen Spaß. Im Moment haben wir vielleicht keine andere Wahl, weil bessere Spieler fehlen. Meine Hoffnung liegt in der Entwicklung und den Transferperioden..und da würde eine CL Qualifikation enorm helfen.

    Ach ja: der Videobeweis führt ganz offensichtlich nur zu einer anderen Form von Ungerechtigkeit. Gestern gab es dafür ausreichend Beispiele.

  24. Netsmurf sagt:

    Warum bildet die DFL nicht eigene, professionelle und hauptberufliche Schiedsrichter aus?
    Die Herren in schwarz bekommen für Ihren Nebenjob eine 6 stellige Jahresaufwendung und müßen für Ihre Fehler nicht einmal mit Konsequenzen rechnen.

    Theoretisch könnte man jetzt ableiten, das durch den Fehler dieses DFB Angestellten dem Verein mindestens 3,25 Mio Prämie entgegangen ist.
    Und der Hartmann sitzt am Wochenende auf seiner bayerischen Terasse und zählt fleißig die Flocken, die aus der Zentrale des DFB überwiesen wurden.

    Und anstelle alles rund um den VAR zu verbessern zu wollen, wettert der Grindel weiter nur gegen den eSport. Genau da sind die Leute zu finden, die am PC schnell Situation finden, analysieren und bewerten können.

    Fakt ist aber auch, das unsere Offensivbemühungen ausbaufähig sind. Wer kein Tor schießt, kann auch nicht gewinnen. Trotz der unterirdischen Schirileistung ist die Mannschaft an der Niederlage ebenso beteiligt. Die Schirileistung darf nicht als Ausrede dienen!

    Glück Auf in einen gebrauchten Tag

  25. andres sagt:

    schön mal wieder einen richtigen Artikel von Torsten zu lesen. Und ich bin ganz dabei: so bringt der VAR nix. Die Debatte um die in diesem Spiel daraus resultierende Ungerechtigkeit aber auch nicht.
    Nach diesem Spiel ist es mir auch letztlich egal, wer im Finale von den Bayern rasiert wird. So hat sich nämlich keiner pokalwürdig gezeigt.
    Und trotzdem werde ich mit der Saison zufrieden sein. Wir sind zurück in Europa, wahrscheinlich sogar in der CL. Dann gilt es zu beweisen, dass wir einen Kader aufbauen können, der dem würdig ist.
    Und ob die Euphorie hält, wenn wir angesichts der Dreifachbelastung schwäccheln werden – wovon ich ausgehe

  26. Voice sagt:

    Erstens freue ich mich darüber, dass Torsten mal wieder ein längeres Statement abgegeben hat, danke.
    Zweitens muss ich sagen, ich habe meinen Frieden mit dem Verpassen des Finales gemacht. Es war klar, dass das Halbfinale kein Selbstläufer wird, so wie bei fast allen Spielen in dieser Saison. Die – so sehe ich es jedenfalls – minimale Chance auf einen Sieg gegen München war seit vorgestern immer im Hinterkopf. Unfassbar, dass man mittlerweile schon so denkt, aber leider wahr.
    Drittens zum Spiel. Einige schrieben es bereits. Mit solchen Leistungen gewinnt man zwar viele, aber eben nicht alle Spiele. Nicht falsch verstehen, ich finde diese Saison klasse und freue mich auch über knappe Siege mit wenig Chancen und durchschnittlichem Unterhaltungswert. Ich finde, Trainer und Mannschaft machen einen Topjob. Zwischen Frankfurt und Dortmund lagen meiner Meinung nach Welten in Sachen Einsatz, Geschlossenheit und Willen. Da können sich die Nachbarn ne Scheibe von abschneiden.
    Aber was war das für ein Schiri? Nicht nur die Topaufreger Handspiel und Platzverweis, auch die gelbe Karte gegen Harit als er weggerutscht ist und dieser lächerliche Schiedsrichterball vor Fährmanns Fünfer vor der Halbzeit, Wahnsinn. Die beiden Fouls vor dem 0-1 und das abgepfiffene Ausgleichstor waren natürlich unfassbar. Insgesamt muss ich sagen, dass ich so eine desolate Leistung lange nicht mehr von einem Schiriteam inkl. VAR gesehen habe. Der gehört aus dem Verkehr gezogen. Normalerweise geht das Spiel mit 11 gegen 11 in die Verlängerung und dann mal sehen.
    Ich bin noch immer ein Befürworter des VAR, aber die Umsetzung ist nach wie vor mangelhaft.
    Jetzt müssen die Köpfe wieder hoch. Ein Verpassen der CL wäre nüchtern betrachtet deutlich schlimmer als der verpasste Vizepokalsieg. Die gute Ausgangslage dürfen wir uns auf gar keinen Fall versauen. Vor dem zweiten Frankfurtspiel muss die Sache durch sein.

  27. Flo Kno sagt:

    @ crisscross zur Spielweise:
    Nur weil man ein Kackspiel erwartet muss man ja nicht zufrieden sein wenn es dann auch eines wird.
    Ich hätte mich mehr gefreut wenn Schalke die ersten 20 Minuten richtig Alarm macht und wenigstens zwischendurch sowas macht was ich aus Fußballspielen bezeichnen würde. Sie haben ja diese Saison schonmal sowas gezeigt, ich erinnere an das Spiel in München.

    Ich finde auf Schalke läuft diese Saison wirklich alles top – bis auf das Spiel mit Ball nach vorne. Das ist in der Rückrunde wieder auf das absolute Minimum zurückgefahren worden: Langer Ball nach vorne, pressen, pressen, pressen und ‚zweite und dritte‘ Bälle festmachen. Spiel-Aufbau von hinten raus durch das Frankfurter Pressing gab es gestern so gut wie nicht, das hat Frankfurt umgekehrt eigentlich besser gemacht.

    Was soll’s, diese Saison geht’s echt nicht mehr darum Schönheitspreise zu gewinnen, sondern einfach nur noch darum Platz 2-4 zu holen. Dafür muss man auch dann auch nicht entschuldigen.
    Nächste Saison darf trotzdem gerne versucht werden sowas wie offensive Spielkultur zu entwickeln. Würde mich freuen.

  28. Josch sagt:

    @klopenner
    Bin ebenfalls voll bei dir.
    @crisscross04
    „Die Spielweise war also keineswegs anders…..“
    Du sagst es doch selbst, genau das ist nämlich das Problem. Wir haben nur einfach oft das Glück gehabt, nicht in Rückstand zu geraten.
    Wir drehen uns hier im Kreis. Den kritischen Stimmen wird unterstellt, immer nur rumzunörgeln. Mit dem Argument, daß ergebnistechnisch doch alles in Ordnung sei.
    Ist es auch (noch). Ich sage nur, je länger wir so spielen, umso öfter werden wir einen solchen Ausgang wie gestern erleben. Dabei habe ich wie klopenner das Gefühl, daß es durchaus anders geht. Gestern war doch alles dafür vorbereitet, mit der Euphorie des Derbysieges im Rücken mal so richtig Gas zu geben.
    Mich beschleicht so langsam das Gefühl, daß sich Tedesco in eine Spielidee verrennt, aus der er irgendwann nicht mehr rauskommt. Immer mit dem Argument „ wir können es zur Zeit halt nicht besser“.
    Das sehe ich anders.

  29. Christian sagt:

    Dass wir das Spiel verloren haben, war Pech. Wir haben schon genug Spiele mit Glück gewonnen. Klar ist, dass das Tor von Di Santo korrekt war. Was solls?

    Ich fands nur schade gestern, dass Tabasco nicht mehr rotiert hat. Ich finde gewisse Leute waren müde (Schöpf, Burgi, Harit, Bentaleb). Da hätten wir genug frische Leute auf der Bank gehabt.

  30. Rabenherz sagt:

    Mit dem Ergebnis kann ich leben. Wir haben die ganze Saison über in ähnlichen Spielen oft genug den Lucky Punch gehabt oder von mir aus auch erzwungen. Diesmal eben die Frankfurter. Geschenkt. Wichtiger sind eben die kommenden Ligaspiele um die CL-Teilnahme zu sichern.

    Was mich allerdings auf die Palme bringt war die Leistung der Schiedsrichter. DAs Gehampel vor der Halbzeit mit Schiedsrichterball zeigte schon beeindruckend, wie gut der Mann das im Griff hat. Da dann allerdings auch zu unseren Gunsten. Ralle war mit Ball in der Hand außerhalb des 16er. Karton für Ralle und Freistoß wäre eigentlich korrekt gewesen. Das Foul an Stambouli vor der Ecke nicht gesehen. Das Foul an Goretzka war gelbwürdig. Richtig gesehen und bewertet, dann aber zurückgepfiffen worden. Und dann das Handspiel, welches keines war.

    Wollen wir nur hoffen, dass das Spiel keine großen Spuren hinterlässt und die Mannschschat sich nicht um die Früchte der sehr guten Saison bringt. Aber ich bin sicher, dass Tedesco das der Mannschaft schon gut vermitteln kann.

  31. Wanna sagt:

    Ich denke nicht, dass wir* aufgrund des Schiedsrichters verloren haben. OK, er war nicht gut und hat tw. seltsame Entscheidungen gefällt. Aber nicht grob falsch und nicht auch nicht nur gegen uns – leider aber 2 entscheidende.
    So hätte Goretzka in der Schlußphase locker rot sehen können. Erst ein nicht geahndetes Foul(?) an ihm und nachdem der SR weiterspielen lässt, verpasst er seinem Gegenspieler einen (imho) klaren Ellenbogencheck. Haben aber weder SD noch VA gesehen.

    Und weiter zum Thema Videobeweis: Aus solchen „Fehlern“ wie zuletzt lernen die SR/VA – hoffentlich.
    Haben sie ja auch schon im Lauf der Saison. Es wird nicht mehr alles nachträglich analysiert und versucht jeden noch so kleinen Fehler zur korrigieren – heute würde die von Thorsten im Arikel genannte Situation (zurückgepfiffener 11er) wohl eher nicht mehr passieren.

    Und in Zukunft werden die SR wohl (hoffentlich) ein eventuelles Handspiel oder Abseits eben nicht während eines Torschußes abzupfeifen, sondern die Szene erstmal abwarten und dann pfeifen. Das schlimmste, was dann passieren kann, ist eine fehlerhafte Spielunterbrechung und SR-Ball.
    Oder die Spieler zur Halbzeit mal eben zurückhalten, wenn es Unklarheiten gibt.

    Glückauf

    *Ja, ich weiß – eigendlich heißt es nach einer Niederlage nicht „wir haben“ sondern „die haben“ :-)

  32. Poeli Mann sagt:

    Das was niemand versteht am VAR ist doch wieso ‚Fehler‘ nach gefühlt 15min Spielzeit noch korrigiert werden können. Andere aber nicjt weil der Schiri auf dem Platz sich seiner Sache sicher war und gepfiffen hat. Wie gestern, aus der Position vom Schiri auf di Santo war es auch ein klares Handspiel.

    Der VAR wurde als Hilfsmittel für den Schiri eingeführt, wie das Headseat oder die elektronische Fahnen der Linienrichter. Nur lässt der VAR den Schiri zu oft im Stich, bzw lässt Ihn im Regen stehen. Als Schiri würde ich den VAR ablehnen, bis er Serienreif ist. Oder das Konzept wirklich zum Fussball past.

    Zum Spiel gestern, das war der Vorgeschmack auf die WM, keiner will den 1. Fehler machen und hinten sicher stehen. Die Bundesliga hat still und heimlich den Cattenacio aus Italien geklaut und perfektioniert.

  33. leoluca sagt:

    So gut die Schalker Balleroberung wieder war, so wenig wusste der Schalker Angriff auch diesmal mit dem Ballbesitz anzufangen. Egal, wer schnell und direkt auf das gegnerische Tor zulief, in den allermeisten Fällen hatte man das Gefühl, er weiß nicht genau wohin mit dem Ball und schon ist er weg.

    So gut der Teamspirit gegen Dortmund war, so sehr sprechen Fehlpassfestival und Festgedribbel gegen Frankfurt dafür, dass es mit dem Teamspirit im Offensivspiel nicht besonders weit her ist. Viele Missverständnisse und sture Einzelaktionen, wenig Kombination.

    Aber selbst in diesem Knüppelspiel gegen die Frankfurter Holzfäller hätte Schalke den Sieg verdient gehabt und wurde daran durch Verschaukeln gehindert. Ärgerlich.

  34. Simon sagt:

    Die Auslegung bei dem Tor ist vor allem auch deswegen albern, weil der Frankfurter Torwart – sollte er den Pfiff überhaupt gehört haben – doch so oder nicht hätte eingreifen können. Meiner Meinung nach sollte das aber nicht dazu führen, den Videobeweis grundsätzlich abzuschaffen, da ich immer noch der Ansicht bin, dass er eine große Chance bietet, die ganz dicken Fehlentscheidungen auszusieben – eigentlich.

    Eine sinnvolle Lehre für die weitere Handhabung wäre dann mMn, dass die Schiedsrichter – GANZ EGAL, WIE SICHER SIE SICH SIND – Torschüsse nicht abzupfeifen haben, sondern grundsätzlich warten, wohin der Schuss denn geht. Den Dortmundern wurde übrigens im Hinspiel gegen Köln genau so eine Situation als Tor gewertet. Da fand ich die Kölner Aufregung, dass der Treffer zählte auch schon albern, weil auch bei dieser Situation der Kölner Torwart keine Chance auf ein Eingreifen mehr hatte.

    Es ist für uns aber immer noch eine sehr gute erste Saison mit einem neuen Trainer, die nach wie vor in eine – für mich vollkommen unerwartete – CL-Quali münden könnte. Im Halbfinale war man vorher auch schon länger nicht mehr, das Abschneiden in diesem Wettbewerb ist also unterm Strich auch durchaus nicht unerfolgreich gewesen. Hierauf lässt sich sehr gut aufbauen.

  35. Roman sagt:

    Man sollte nicht den Fehler machen, die alleinige Schuld beim Schiri zu suchen. Zum Glück hat das Tedesco auch nicht getan.

    Dennoch: Der VAR ist mit seinen komplexen Regelungen viel zu kompliziert und intransparent für diesen ansonsten doch sehr einfachen Sport. Grad die Einfachheit hat den Sport so groß gemacht. Mit dieser neuen Komplexität macht man ihn wieder ein Stück weit kleiner.

  36. Nigbur 48 sagt:

    Der Schiri hat m. E. in dieser Saison bereits zwei Spiele in der Arena gepfiffen und ich hatte ihn als souverän und unauffällig in Erinnerung. Insofern war ich gestern extrem irritiert ob dieser wirklich schlechten Vorstellung.

    Was ich nicht verstanden habe, war, dass Caliguri auf links und Schöpf auf rechts gespielt hat. Im Derby war es umgekehrt und da fand ich Caliguri überragend und Schöpf hat seinen Job recht ordentlich gemacht. Warum das dann innerhalb von drei Tagen gedreht werden muss ist mir ein Rätsel. Pjaca hätte ich schon nach 30 Minuten runtergenommen, der hatte gar keine Bindung. Teuchert würde ich gerne mal über 90 Minuten sehen.

  37. RJonathan sagt:

    Zum Spiel:
    Es stimmt nicht ganz, wie einige hier den Verlauf darstellen. Schalke hat nicht erst nach dem Rückstand Druck gemacht. Die größte Chance des Spiels war ein paar Minuten vorher, Burgi allein vorm Torwart. Ich fand auch, dass wir nüchtern betrachtet aufgrund der Drangphase vor und nach dem Tor über 90 Minuten das bessere Team waren. Trotz einer grausigen ersten Hälfte. Dass die Mannschaft insgesamt etwas müder auftritt als zuletzt war mir schon klar, als ich die Ansetzung drei Tage nach dem Derby gesehen habe. Und dass das gerade gegen eine kämpferisch starke Frankfurter Mannschaft ein Problem sein würde, war einfach klar. Deswegen habe ich mich in der ersten Halbzeit vor allem über die gesparte Kraft gefreut, die uns sonst hinten raus möglicherweise gefehlt hätte.

    Das allgemeine Schimpfen über den mangelnden Offensivfussball in der Liga kann ich nicht nachvollziehen. Jede Mannschaft, die in den vergangenen Spielzeiten mal ansatzweise attraktiv nach vorne gespielt hat, ist früher oder später leergekauft worden. Auf Schalke spielt derzeit kein Offensivspieler, der auch nur von einem Bankplatz bei einer großen Nationalmannschaft träumen dürfte. Nach dem Kantersieg der Bayern über Dortmund schrieb jemand: wenn Hummels und Lewandowski auf der anderen Seite gestanden hätten, wäre das Spiel nicht so ausgegangen. Und damit ist eigentlich auch alles gesagt. Es den Vereinen und erst recht den Trainern vorzuwerfen ist bigott. Das System ist durch die exorbitanten CL-Prämien kaputt und die UEFA sagt, sie wisse nicht was man machen kann und führt scheinheilige Regeln wie Financial Fair Play ein.

    Zum VAR:
    Ich fand es schon ziemlich haarsträubend in der Hinrunde, dass man auf einmal über tausend Probleme bei der Frage stieß, wann der Beweis einzusetzen sei. Das war doch ein Thema in jeder Laiendiskussion vorab gewesen. Wie kann man da mit schwammigen Regeln und unklarer Auslegungen als professionelle Liga rumeiern. Das DiSanto-Problem ist ja gar kein Einzelfall, es trifft auf jeden falschen Abseitspfiff zu, wo ein Stürmer sonst alleine durch gewesen wäre.

    Zum Schiri:
    Ich hatte auch nach kürzester Zeit das Gefühl, dass er die Schalker für eine hinterhältige Schauspielertruppe hält. Es gab etliche kleine Szenen wo er meines Erachtens nach eine schiefe Linie hatte. Für mich war es zum Beispiel ein klares Foul gegen Schöpf in der ersten Halbzeit am Strafraumrand. Da stiefelt der Frankfurter ihm (wenn auch versehentlich) voll auf den Fuß. Dagegen wurde jede noch so kleine Berührung durch einen Schalker regelmäßig abgepfiffen. Einmal striff Goretzka Mascarells Wade im Mittelfeld und der ließ sich theatralisch fallen. Gab natürlich Freistoß. Auch beim Thema Handspiel. Da hat ein Abwehrspieler (ich glaube Hasebe) klar einen Pass in den freien Lauf von Burgstaller verhindert, da denkt der Schiri nicht mal drüber nach. Aber bei di Santo ist er sich dann natürlich extrem sicher. Naja, ich bin noch am Verarbeiten…

    Nichtsdestotrotz ist die Enttäuschung nicht sonderlich groß. Nur die Art und Weise, wie das zu Stunde gekommen ist, war schwer verdaulich.

  38. Michi sagt:

    Was mich sehr ärgert das Heidel fast nichts dazu sagt . Es war eine klare Fehlentscheidubg und hat uns das Finale gekostet. Hut ab vor Bobic er hat mehr dazu gesagt als Heidel und es genau richtig gesagt : Fehlentscheidung so oder so es ist nicht mehr mein Fussball was ich kenne. Ich mag Bobic er ist einer der wenigen die Stellung nehmen und sich auch mal unbequem äussern , dass fehlt mir bei Heidel total. Stellen wir uns nun mal vor das wäre den Bayern passiert ? Dann würde die Hölle brennen. Man darf als Schalker erwarten das sich die Herren der Vearntwortung mehr wehren !

  39. leoluca sagt:

    Heidel hat sich sofort nach dem Spiel ausführlich zum Spiel und zum Schiri geäußert. Was soll da dieser Angriff auf ihn?

  40. Bluewolf sagt:

    Das meiste wurde hier schon richtig eingeschätzt.

    Zur Spielweise allgemein möchte ich anmerken, dass wir
    mit dem vorhandenen Personal das über die gesamte Saison
    überragend gemacht haben. In beiden Wettbewerben unter den
    ersten vier, das war nicht zu erwarten.

    Wir können nicht mit Caliguiri, di Santo, Burgstaller, etc.
    überangenden Angriffsfußsball erwarten. Von dem man es erwarten
    kann, Goretzka, tja der hat leider seine Aktivitäten in der Rückrunde
    weitesgehend eingestellt. Kampf und Teamgeist ist in der Mannschaft
    immer vorhanden.

    Schade für das Spiel gestern, aber wenn man gleich gut oder schlecht
    ist wie der Gegner, geht so was auch immer wieder mal verloren.

  41. Voice sagt:

    @Nigbur 48
    Ich hatte mich auch erst gewundert über Caligiuri auf links. Ich nehme an, Tedesco wollte ihn gegen Wolf stellen, der ja in dieser Saison stark aufspielt. Er hat ihn dann ja auch eigentlich im Griff gehabt.

  42. Nordlicht sagt:

    Ich war von ersten Spieltag an dagegen. Wie soll es gerechter werden wenn nur willkürlich punktuell Fehler bewertet werden?

    Seit Spieltag 5 und dem Handelfmeter gegen uns und dem vergleich zu dem nichtgegebenen Elfmeter für uns in Hannover ist für mich klar das es genauso gewollt ist.

    So wie CL-Teilnahmen mit bis Platz vier soll alles planbarer werden.

    Mein Gott es ist Fussball und der darf nicht planbar sein.

    Worin besteht eigentlich der Unterschied zu der abgepfiffenen ( weil Halbszeit ) Szene im Spiel Mainz- Freiburg?

    Wenn der Schiedsrichter die Di Santo Szene in einer Sekunde bewertet und pfeift, hat er doch nur auf diesen Pfiff gelauert.

  43. Nigbur 48 sagt:

    @Voice: das macht zwar schon Sinn, aber warum nicht Oczipka gegen seinen ex-Verein auf seine angestammte Position stellen?

  44. klopenner sagt:

    @michi

    Was mich sehr ärgert das Heidel fast nichts dazu sagt . Es war eine klare Fehlentscheidubg und hat uns das Finale gekostet. Hut ab vor Bobic er hat mehr dazu gesagt als Heidel und es genau richtig gesagt

    Als Gewinner ist es natürlich sehr einfach über Fehlentscheidungen zu reden und seine Meinung zu sagen. Vor allem wenn eine einschneidende Spielentscheidung zu deinen Gunsten ausfällt. So ist Bobic jetzt „groß“ und mutig.

    Wenn Heidel als Verlierer da ein Fass aufmacht, sind wir die schlechten Verlierer und ändern kann man daran jetzt eh nichts.
    Davon mal abgesehen, dass sowohl Heidel als auch Tedesco etwas zum Schiri gesagt haben, aber eben nicht die Schuld bei ihm suchen. Wenn wir es in 90 +04 Minuten nicht schaffen ein Tor zu schießen, dann scheiden wir eben aus.

    Wir haben jetzt ne sehr lange Serie in jedem Spiel getroffen und nun mal nicht und das ist bitter. Zum Spiel habe ich weiter oben schon etwas geschrieben.

    Generell zum VAR: Am Anfang der Saison war das alles sehr unübersichtlich und gefühlt hält sich das in der Rückrunde in Grenzen. Es wird nicht mehr so oft und so willkürlich eingegriffen. Trotz gestern und Montag in Mainz. Es soll ja wohl nur noch bei Toren, Elfmetern und Platzverweisen, bzw. Spielerverwechslungen eingegriffen werden.
    Sinnvoller ist es wohl dem VAR das Recht einzuräumen – so wie gestern geschehen – auch eine bereits abgepfiffene Situation zu korrigieren. Und zwar ausschließlich bei Toren, Elfmetern oder Platzverweisen.
    In der Regel ist in den meisten Wiederholungen auch klar zu sehen ob ein Spieler auf einen Pfiff reagiert und das Spielen einstellt (z.B. ein Torwart nicht mehr auf den Ball achtet). Dann kann ein Tor selbstverständlich nicht zählen, aber evtl. sollte es dann eine Regeländerung geben für einen indirekten Freistoß im Strafraum.

    Noch besser fänd ich aber tatsächlich die Einführung von Challenges wie im Football, dass in solchen Situationen eben der Trainer entscheiden darf ob er dem Schiri folgen möchte oder eben nicht. Zwei pro Spiel halte ich für ausreichend, die bei korrekter „Herausforderung“ erhalten bleiben.

    @RJonathan

    Es stimmt nicht ganz, wie einige hier den Verlauf darstellen. Schalke hat nicht erst nach dem Rückstand Druck gemacht. Die größte Chance des Spiels war ein paar Minuten vorher, Burgi allein vorm Torwart

    Da bin ich voll bei dir und man könnte meinen Beitrag von heute morgen durchaus anders auslegen. Klar, Schalkes beste Phase begann kurz nach der Einwechslung von Kono und endete erstmal mit dem 0:1. Nach dem Platzverweis war es dann schon fast ne Brechstange. Aber genau das fehlt mir in der ersten Halbzeit. Unsere Mannschaft schont sehr oft ihre Kräfte und das meist zu Beginn eines Spiels. Man kann auch einfach mal loslegen wie die Feuerwehr, versuchen 2 Tore zu machen und dann etwas zurückschalten.
    Meistens hören wir aber nach dem ersten Tor auf und ziehen uns zurück, statt dem Gegner weiter zu zeigen wer der Herr im Haus ist. Wir können es ja offensichtlich wie in vielen Phasen zu sehen ist. Egal gegen wen.

    Und wenn Tedesco auch ein 2:0 nach 15 Minuten bevorzugt, wo ist dann das Problem mit der Ausführung? Wir rotieren auf einigen Positionen sehr gut, und das wird auch Tedesco immer positiv ausgelegt. Also liegt es nicht generell am Spielermaterial oder an der Frische.
    Immerhin spielte gestern der 2. der Tabelle in einem Pokalhalbfinale vor eigenem Publikum gegen den 7.

    Jaja, ich weiß. Wir sind noch nicht so weit und ich bin mit der Entwicklung auch wirklich zufrieden und fordere auch nicht in jedem Spiel 3-4 Tore gegen jeden Gegner, aber direkt zu Spielbeginn wird doch so eine Einstellung und Bereitschaft für mal 30-45 Minuten möglich sein müssen. Wir haben nicht nur Holzbeine in der Mannschaft. Die können alle kicken und wenn man teilweise sehen kann was Burgi und Cali und auch DiSanto mit dem Ball machen, dann kann mir keiner mehr erzählen die könnten alle technisch nichts. Gerade Burgi wird da immer unterschätzt. Natürlich ist er kein Ronaldo oder Lewandowski, aber er ist auch nicht nur der Zweitliga-Kicker den ihm alle nachsagen.

    Ich will damit nur sagen, dass ich einfach seit Jahren gerne mal wieder sehen würde, dass unsere Mannschaft einen Gegner förmlich überrennt und daraus Erfolge zieht. Mehr Torschüsse bedeuten nicht zwangsläufig mehr Tore, aber die Wahrscheinlichkeit steigt nunmal an. Wir spielen zu oft gerade vorm und im Strafraum zu umständlich noch mal ab, statt einfach mal draufzuknallen. Im schlechtesten Fall hat der Torwart dann den Ball. Im besten Fall ist es ein Tor. Aber dazwischen gibt es noch viele Möglichkeiten, eine Ecke, ein Abpraller mit Handspiel oder eine weitere Einschussgelegenheit. Da fehlt es mir seit Jahren an Zielstrebigkeit.

    Ansonsten bin ich sehr froh über den Verlauf der Saison.

    Auf der Arbeit hieß es heute: Na wenigsten lassen wir uns dann in Berlin nicht abschlachten und haben ne Woche früher Urlaub. Völlig unverständlich. Das Spiel ist schon an sich Prestige. Die Einnahmen sind auch nicht gänzlich nur Spesen und überhaupt sehe ich keine Klatsche gegen die Bauern. Wir waren schon in München nicht so blöd ins offene Messer zu laufen wie Leverkusen am Dienstag oder Lüdenscheid vor 10 Tagen. Und in einem Pokalfinale kann auch mal was drin sein. Eine falsche Schirientscheidung z.B. oder ein falscher Videobeweis.

    Wir werfen einfach immer zu früh die Flinte ins Korn. Das ist schon schalkig, finde ich!

  45. Carlito sagt:

    Insbesondere den letzten Absatz kann ich nur ganz fett unterstreichen! Bei der aktuellen Umsetzung kann der VAR echt weg. Aber bitte ganz ganz schnell!!!

  46. Voice sagt:

    @klopenner
    Ne Fehlentscheidung gegen Bayern? Ein guter Witz!

  47. Simon sagt:

    @ klopenner:
    Exakt! Diese „Gegen-Bayern-hätte-man-ja-eh-verloren“-Einstellung kann ich auch nicht nachvollziehen. Das mag den einen oder anderen über das Pokalaus hinweghelfen, ist aber eine fragwürdige Einstellung, die wir auf Schalke endlich mal überwinden sollten.
    Deshalb: Die CL-Quali ist nun klarzumachen, und nächstes Jahr ist auch im Pokal wieder alles drin.

  48. crisscross04 sagt:

    @RJonathan: Danke, Du hast es in meinen Augen gut zusammengefasst.

    Natürlich wollen wir alle lieber attraktiveren, offensiveren Fußball sehen. Mir sind in dieser Saison zwei Spiele im Gedächtnis, wo wir so einen Fußball gespielt haben: In München und in Hoffenheim. Beide Spiele haben wir verloren.

    Ich persönlich glaube daher, dass Tedesco unser spielerisches Potential schon ganz gut einschätzen kann und deshalb die Mannschaft eher defensiv kontrolliert spielen lässt. Er hat auch gestern die Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit gelobt. Und wir haben alle die erste Halbzeit gesehen… Er setzt scheinbar andere Bewertungskriterien an. ;-)

    Wohltuend empfand ich wiederum die sehr zurückhaltende Schiedsrichter-Kritik von Tedesco nach dem Spiel. Das war echt beeindruckend, wenn man bedenkt, wie viel Druck auf ihm lastet und dass er ja auch noch nie in einem Pokalfinale stand. Das hat echt Klasse und zeigt seinen feinen Charakter! Und um ehrlich zu sein, macht mich auch sein Auftreten und Verhalten neben dem Platz ein wenig stolz, dass Tedesco unser Trainer ist! Da verzeihe ich ihm auch die manchmal zu defensiv ausgerichtete Spielweise der Mannschaft. ;-)

  49. leoluca sagt:

    @RJonathan.
    Ich erwarte von der Schalker Mannschaft keinen „Offensivfußball“, wie ihn die Bayern oder Real Madrid spielen oder wie ihn der BvB zu Klopps und Tuchels Zeiten gespielt hat. Hier wird jedes Spiel sofort in die eigene Hand genommen und in jeder Situation, in der es eben geht, wird auf Angriff gespielt. Das wäre ohne die Superstars natürlich nicht möglich.

    Wenn Du diesen „Offensivfußball“ meinst, der mit diesem Schalker Kader nicht geht, dann ist das sicher so.

    Aber nach einer Stunde gegen Frankfurt, die vom Abtasten, guten Pressing und von der Spielkontrolle gelebt hat (nicht schön anzusehen, aber m. E. unbedingt notwendig gegen diese laufstarke Kloppertruppe), hätte ich mehr Raffinesse und mehr Teamspirit nicht nur gegen, sondern auch mit dem Ball erwartet. Ein bis zwei Torchancen sind dann zu wenig, um sicher zu gewinnen.

    Ich denke schon, dass da noch eine Menge Luft nach oben ist auch mit diesem Kader. Mindestens Caligiuri, Goretzka, Harit und Schöpf haben doch die Technik und Geschwindigkeit, um besser als gestern zu kombinieren.

  50. dreiköpfiger Affe sagt:

    Ich habe das Gefühl der ganze Blog, ach das ganze Schalkeland besteht zu 90% aus Gaffern. Sabbernd wartend, dass eine Niederlage kommt um sich dann drauf zu stürzen.
    Da war der Kommentar hier zum Derby schon korrekt „Wo sind alle? Wir haben das Derby gewonnen und keiner kommentiert?!“. Gibt halt nix zu gaffen…

    Von den letzten 10 Spielen haben wir 7 gewonnen! 9 aus den letzten 13. Alter Schwede. Das ist sensationell!!
    Ja scheiße, jetzt haben wir wieder eins verloren. Ein Wichtiges, ein KO Spiel, ja verdammt. War unnötigt. Aber alles wemmst drauf ein, dass das mit der Spielweise auch nicht anders zu erwarten war.
    Wer nicht verlieren kann, muss Bayern Fan werden. Da kommt das dann nicht mehr so häufig vor. Kann man machen, ist dann aber halt langweilig. Meint Ihr da sitzt irgendwo ein Bayernfan vor dem Fernseher und fiebert am BuLi Samstag mit, ob das heute wohl was wird?? Ich glaub nicht…

    Glücks Auf
    dreiköpfiger Affe

  51. Flo Kno sagt:

    @ leoluca:
    Zustimmung. Insbesondere Schöpf enttäuscht mich in den letzten Wochen. Ständig verspringt der Ball oder er legt ihn sich zu weit vor oder irgendwas.
    Goretzka bekommt auch nicht mehr viel Konstruktives hin. Gestern hat sein Hackentrick im dritten Anlauf funktioniert, das war es dann aber auch irgendwie. Weiß nicht ob und als was er eigentlich mit zur WM fahren möchte.
    Pjaca gestern auch erschreckend. Halte eigentlich viel von ihm, aber er hat sich ab Minute eins den Schneid abkaufen lassen.

    Naja und wenn die Offensive kollektiv schlecht drauf ist dann kommt auch nicht viel dabei rum, ist halt so. Ist ein bisschen schade zu diesem Zeitpunkt der Saison. Aber Finalteilnahme wäre vielleicht auch einfach ein bisschen zu viel des Guten gewesen.

    Trotzdem jetzt bitte Zweiter bleiben :).

  52. Michi sagt:

    Der Killer der Saison sind nach den Bayern ganz klar der Videoassistent.
    Was ein übler Witz. Im Eishockey ist es okay und verständlich aber im Fussball ? Was soll das ? Dadurch ist es noch ungerecter geworden und ein Horror für jeden Fussballfan.

  53. klopenner sagt:

    Dadurch ist es noch ungerecter geworden und ein Horror für jeden Fussballfan.

    Was genau ist denn ungerechter geworden? Ich verstehe die Aufregung um den VAR nicht.

    Beim Videobeweis wurden in dieser Saison sicher viele Fehler gemacht, aber ungerechter im Ganzen finde ich ihn nicht. Wir haben von ihm mehr profitiert als dass er uns geschadet hätte.

    Man sollte dabei auch nicht vergessen, dass es diese Saison ein „Pilotprojekt“ ist. Es wird erstmal getestet und am besten passieren bei Tests Fehler die abgestellt werden. Im Vergleich zu den ersten 10 Saisonspielen ist der VAR im Verlauf der Saison nicht mehr so oft angewendet worden. Dass jetzt in dieser Woche nochmal zwei echte Aufreger dabei waren ist erstens unglücklich bringt aber zweitens die Entwicklung weiter voran. Solche Fehler werden eben nicht mehr so oft passieren.
    Für die ideale Umsetzung braucht man ja nunmal auch Situationen die man nicht simulieren kann. Je mehr davon, desto besser für die Entwicklung. Dass es jetzt für einzelne Vereine negativ lief und immer für die Fans im Stadion total undurchsichtig ist, ist nicht schön. Wird aber – da bin ich sicher – in Zukunft besser.

    Es ist für mich der richtige Weg und ich begrüße die Entwicklung auch wenn ich mich natürlich über Einzelsituationen auch sehr ärgern kann.
    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass aus dem VAR noch etwas wird und evtl kommt es ja so, dass sich der Fußball an anderen Sportarten orientiert die bereits den Videobeweis nutzen. Das wäre mir sehr viel lieber als ihn wieder abzuschaffen

  54. Torsten sagt:

    Dass etwas „noch ungerechter“ geworden ist, sehe ich auch nicht so. Meine Meinung habe ich ja im letzten Absatz oben ausgeführt. Ich möchte deshalb hier nur noch nachtragen:

    Für mich ist es genau so NICHT der richtige Weg, dass sowas einfach mal ausprobiert wird, um dann Zug um Zug Fehler abzustellen. Das Prinzip „Try & Error“ anzuwenden, in diesem Premium Produkt Bundesliga, halte ich für unfassbar amateurhaft.

    Es liegt für mich auch außerhalb jeder Vorstellungskraft, dass beispielsweise wirklich professionell geführte Organisationen wie die NFL oder die MLB in dieser Form Regeländerungen einfach mal in den Spielbetrieb werfen um mal zu schauen, wie sich das entwickelt.

    Die Liga muss vor Einführung eine klare, immer gleich anzuwendendene und für jedermann nachvollziebare Handhabung entwickeln. Wenn man das nicht hinbekommt bzw. nicht so weit gehen will, um die geeigneten Veränderungen durchzusetzen, dann muss man es komplett sei lassen.

    Dass etwas mal so und mal so ist, und in der Rückrunde plötzlich anders gehandhabt wird als zuvor, dass das alles so kompliziert ist, dass wirklich jedes Mal immer wieder diskutiert werden kann: Das ist alles schreiend dämlich von der DFL.

  55. RJonathan sagt:

    100% Zustimmung, Torsten! Es muss ja nicht alles klappen, aber man hat das Gefühl es wurde einfach nichts durchdacht.

    Kommunikation im Stadion ist auch so ein Thema. In der NFL finde ich es zum Beispiel super, dass der Schiri auch direkt mit dem Publikum redet und sagt wer welches Vergehen begannen hat. Liegt natürlich auch an dem deutlich komplexeren Regelwerk. Ist aber eben auch einfach grundsätzlich zuschauerfreundlich gedacht. Der dfb sorgt sich 24h am Tag um seine Schiedsrichter. Über das Publikum fängt er langsam(!) erst vielleicht nachzudenken an, wenn öffentlich Druck gemacht wird durch die Presse. So was ist doch unglaublich.

  56. blues sagt:

    „…unfassbar amateurhaft“

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich um reines Unvermögen handelt. Zumindest der Verdacht besteht seit dem Sommermärchen, dass es sich bei der „unfassbaren Amateurhaftigkeit“ in den Organisationen des Milliardengeschäfts Profifußball um Absicht und nicht um Unprofessionalität handelt. Man versteckt sich nur hinter der Amatuerhaftigkeit. Über die Gründe bzw. die Abgründe des „amateurhaften“ Umgangs mit dem Videoschiedsrichter weiß man im Moment nichts. Die Geschichte um die Aufarbeitung des Sommermärchens beim DFB gibt jedoch guten Anschauungsunterricht über das Denken in den Verbänden. Korruption und deren Verschleierung sind der Hintergrund für die zumindest temporäre Aberkennung der Gemeinnützigkeit und drohende Steuernachzahlungen zwischen 19 und knapp 70 Mill. Euro beim DFB.

  57. Jones sagt:

    Ich bin auch bei Thorsten und RJonathan,
    ein neues Konzept/System verprobe ich bestenfalls im unterklassigen Bereich um meine Erkenntnisse zu sammeln, Fehler zu korrigieren, ein klares und vor allem verständliches Regelwerk zu konzipieren und um dann abschließend mit dem fertigen Produkt auf den Markt „1.Bundesliga“ zu gehen. In der aktuellen Form wird eine Beta Version von den Vereinen getestet, was in der Art und Weise ihres Gleichen sucht. Im unternehmerischen und wirtschaftlichen Bereich lasse ich vielleicht ausgewählte Kunden auf ein neues Produkt los um field Research zu betreiben und erste Erkenntnisse zu gewinnen aber eben nicht die breite Masse…
    Insofern ist hier Lern- und vor allem Nachholbedarf seitens der DFL vonnöten.

    Abseits dieser Thematik hoffe ich in Köln wieder auf 3 Punkte für unseren Einzug in die CL!

    Glück Auf!

  58. klopenner sagt:

    Ich will den VAR gar nicht so vehement verteidigen und bin da schon bei euch, wenn es um die sehr unglückliche Umsetzung geht. Manch einer schreibt amateurhaft, mancher evtl auch stümperhaft. Ich nenne es eben einfach nur unglücklich.

    Der Punkt, ein solches Konzept im unterklassigen Bereich zu testen funktioniert aus finanzieller Sicht nicht. Die Reichweite in der 3. oder 4. Liga ist einfach zu klein für Tests mit „Publikum“. Und ich bin mir auch sicher, dass sich da im Vorfeld genügend Leute mit dem Thema auseinander gesetzt haben und dann eben erst in der Praxis festgestellt haben, dass sie nicht alles bedacht haben. Das sagte ich ja oben auch schon. Es lässt sich nicht jede Situation simulieren.
    Und seien wir mal ehrlich. Wir sind doch heutzutage in jedem Bereich Beta Tester. Autos werden zurückgerufen, Handys explodieren, Lebensmittel werden verunreinigt, Betriebssysteme haben riesige Lücken. Das sind alles erprobte Gebiete und dennoch passieren dort Fehler. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, aber der deutsche Fußball muss sofort ein perfektes System auf den Markt bringen, von dem er selbst sagt, dass es ein Pilotprojekt ist und die Vereine mitentscheiden können ob es weiterhin durchgeführt werden soll.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch NFL, NHL und MLB nicht sofort eine 100%ig gelungene Einführung dieser Technik hatten. Und vermutlich sind wir bei diesen Sportarten einfach zu weit weg und zu wenig emotional involviert um darüber zu meckern wie es hier eben der Fall ist.

    Eine perfekte Umsetzung wird es nicht geben. Niemals. Aber so wie es jetzt ist, ist es dennoch besser als ohne. Vorhin hatte ich gelesen, dass es 68 Korrekturen gab von denen 11 falsch waren. Das sind 16%. Wenn man es so herum liest, klingt das nicht super gut, aber wenn man es eben umdreht, wird für mich ein Schuh draus.

    84% der Korrekturen waren korrekt. Absolut wurden also 57 Fehler durch den VAR gefunden und berichtigt. Das finde ich viel erwähnenswerter als nach den Fehlern im System zu suchen. Es wurden 57 Schiri Fehler korrigiert die mehreren Vereinen Punkte oder Tore gebracht haben die sie letzte Saison so nicht erhalten hätten.

    Ein ewiges Argument gegen den VAR ist doch, dass er angeblich diese schönen Aufreger unterbindet und die Diskussionen nach dem Spiel nicht mehr vorkommen. Er würde die Emotionen töten, die zum Fußball gehören.
    Und wenn wir nochmal ehrlich sind: Genau das macht er nicht. Wir haben immer noch Diskussionsbedarf, immer noch Aufreger. Nur eben auf eine andere Art.

    Wo ich aber ganz klar bei euch bin: Die fehlende Transparenz und die recht große Komplexität müssen verändert werden. Der Schiri der übers Mikrofon die Entscheidung bekannt gibt wäre in der Tat eine sinnvolle Erweiterung. Nur mit den Händen einen Kasten in die Luft zu zeichnen ist mir auch zu wenig

  59. Nordlicht sagt:

    @ blues – danke! ich sehe es so ähnlich. Diese Wischiwaschiregeln sind meiner Meinung nach gewollt.

    Nur bei spielentscheidenden Fehlern des Schiedsrichters einzugreifen. Was ist das bitte für eine Regel?

    Fussball ist nie gerecht gewesen und wird es auch nie sein. Die sollen den Profischiedsrichter einführen und dann ist es gut. Torkamera finde ich perfekt und völlig ausreichend.

  60. crisscross04 sagt:

    Ich habe gehört, dass Adidas und/oder Puma bereits am Chip im Fußballschuh arbeitet. Zusammen mit dem bereits entwickelten Chip im Ball wird es vielleicht in 10 Jahren wohl keine Diskussion mehr über Abseits geben. Wäre das dann ein Fortschritt? Kann man so oder so sehen.

    Jedoch blieben wohl auch dann noch genügend zu diskutierende Entscheidungen wie z.B. die Auslegung von Fouls, Handspiel und Elfmeterentscheidungen. Es wird niemals passieren, dass nach einer Partie alle Beteiligte zu einem Konsens kommen, dass die Schiedsrichter alle Szenen zu 100% gerecht gepfiffen haben. Es wird auch in Zukunft diskussionswürdige Szenen geben. In meinen Augen ist das auch gut so. Allgemein gültige Gerechtigkeit wird es im Fußball nicht geben!
    Oder glaubt einer ernsthaft, dass der „legendäre“ Rückpass auf Schober im Jahr 2001 vom VAR anders beurteilt werden würde?! ;-)

    Ich persönlich finde es schon sehr befremdlich, wenn man im Stadion ist, dass man bei einem Tor sofort auf die Schiedsrichter schaut, abwartet, ob irgendetwas passiert und sich dann 2-3 min. später freut oder eben nicht. Das hat etwas von kontrollierten Emotionen – fühlt sich irgendwie nicht gut an.

    Für mich wird der Videobeweis viel zu häufig angewendet. Es fehlt eine klare Kante bzw. Vorgabe vom DFB/DFL und die dann auch von den Schiedsrichtern konsequent umgesetzt werden kann. Gefühlt ist die Anwendung des Videobeweises genauso Auslegungssache wie es früher die eigentliche Entscheidung war. Und somit haben wir auch nicht wirklich einen Fortschritt zu verzeichnen.

  61. Michi sagt:

    Ein Hoch auf England – dort wird es auch in der nächsten Saison den Videobeweis nicht geben. Es ist desshalb ungerechter geworden weil es keine klaren Richtlinien gibt ( eigentlich ja schon ) und darum für viel Verwirrungen sorgt. Es ist desshalb ungerechter geworden weil es gegen alle Fans geht die im Stadion sind über ein Tor jubeln…und dann Ätschi Bätschi.. Videobeweis , doch kein Tor . Was soll das ? Der Videobeweis gehört wieder abgegeschafft. Er bringt nichts. Denn am Ende der Saison ohne Videobeweis ist es fast immer augeglichen mal gibt es eine Fehlentscheidung gegen eine Mannschaft manchamal aber auch anders herum. Daher ist der Videobeweis klar gescheitert. Weil er Unruhe stiftet und das Ganze Stadion so oft brüllt : “ Scheiss DFB “ Richtig so ! Das sehen ja auch viele Manager und verantwortliche genau so. Bobic, Max Eberl , Rudi Völler, und andere. Beim Eishockey natürlich. Beim Fussball niemals –

  62. Flo Kno sagt:

    ..bereits am Chip im Fußballschuh arbeitet. Zusammen mit dem bereits entwickelten Chip im Ball wird es vielleicht in 10 Jahren wohl keine Diskussion mehr über Abseits geben

    ich verstehe nicht genau was der Chip am Fuss da bringen soll. Im Vollsprint kann der Kopf doch einige Fusslaengen voraus sein.

    Es sei denn man aendert die Regel entsprechend, das wuerde natuerlich gehen.

  63. klopenner sagt:

    @Michi:

    ich kann deiner Argumentation nicht folgen, tut mir leid.
    Der Videobeweis ist ungerechter

    …weil es keine klaren Richtlinien gibt ( eigentlich ja schon )

    Als wäre es in all den Jahren trotz klarster Regeln im Fußball gerechter gewesen? So wie Schiedsrichter früher und heute Fehler machen, macht eben auch der Videoschiedsrichter Fehler. Entscheidend ist doch (wie ich oben angeführt habe), dass er in 84% seiner Anwendung einen Fehler korrigiert hat. Es gab also absolut in der bisher laufenden Saison 68 von Schieds- und Linienrichter verursachte Fehlentscheidungen von denen 57 durch den Videobeweis korrigiert werden konnten.

    Der Videobeweis ist ungerechter

    weil es gegen alle Fans geht die im Stadion sind über ein Tor jubeln…und dann Ätschi Bätschi.. Videobeweis , doch kein Tor . Was soll das ?

    Es ist in deinen Augen also gerechter ein „falsches“ Tor zu schießen damit man im Stadion sofort und in Ruhe jubeln kann? Gerecht ist es doch nur, ein korrektes Tor zu bejubeln.
    Oder besser andersherum: Es ist in deinen Augen also gerechter ein Tor zu kassieren das nicht korrekt ist und sich darüber aufzuregen und auf den Schiri zu schimpfen, als durch den Videobeweis auf den Fehler aufmerksam gemacht zu werden und das Tor eben nicht zu geben?
    Das betrifft im Übrigen auch die Fans vor den Fernsehern. Auch ich jubel gerne über Tore wenn ich nur auf der Couch sitze und ärgere mich über nicht korrekte Gegentore und ich habe auch vorgestern bei DiSantos Tor mächtig auf den VAR geschimpft.

    Du willst jetzt also allen Ernstes behaupten, dass der Ablauf bei DiSantos Tor (es gab keinen Videobeweis) so auch in Zukunft besser ist, als wenn es einen korrekten Beweis hätte geben können? Es wäre für dich also gerechter das Tor nicht zu geben, als möglichweise den VAR zu nutzen und das Tor doch zu geben? – Die Szene selbst ist jetzt ein Extrembeispiel, weil das Tor gefallen ist, als das Spiel unterbrochen war. So wie bei möglicherweise 20.000 Toren vorher schon war als der Spieler trotz Pfiffs noch aufs Tor geschossen hat, der Torwart aber nicht mehr aktiv reagiert hat, weil eben abgepfiffen war. Also nicht wie bei den Abseitstoren wie auch vorgestern durch Burgi gesehen, das Tor erst fällt und der Schiri dann über seinen Assistenten das Signal für Abseits bekommt.

    Was zu kritisieren ist, ist die Ausführung des VAR in seiner Befugnis etwas zu korrigieren und die Kommunikation im Stadion bzw. generell.
    Ich bin bei 84% positiver Korrekturen total davon überzeugt und glaube, dass gerade hier dagegen gewettert wird, weil wir emotional befangen sind.

  64. swe sagt:

    An alle die sagen „Warum startet man das Spiel nicht so“:

    Erstens waren die Frankfurter da nur noch zu zehnt und zweitens gibt es einen guten Grund wieso in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Tore fallen als in der ersten: Zu Beginn des Spiels sind alle Spieler frisch, Fehler somit deutlich seltener. Torchancen entstehen aber nunmal meist aus Fehlern der Verteidiger. Zu Beginn des Spiels halten alle Mannschaften ihre Abstände. Lücken werden noch mit voller Kraft zugelaufen, Fehler der Mitspieler ohne Verzögerung ausgebügelt. Es ist nicht unmöglich auch dann Tore zu schießen, aber das Spiel wird niemals so aussehen wie die letzten 10 Minuten gegen Frankfurt.
    (Die Ausnahmen sind: Mannschaft taktisch nicht auf der Höhe und/oder inidividuell stark unterlegen. Gegen Pep Guardiolas Mannschaften sieht man oft die Kombination…)

    Wenn man gegen eine fitte Frankfurter Mannschaft so offensiv antreten möchte, muss man technisch auf kleinem Raum höchste Maßstäbe erfüllen, sonst verliert man den Ball wieder und wieder. So wie unsere Spieler gegen Frankfurt mit dem Ball umgegangen sind wäre das eine Katastrophe geworden. Ich stimme zu, dass man ab der Halbzeitpause mehr hätte machen müssen, aber das hat man ja auch. Im Prinzip gab es 2,5 Torchancen für uns und 0 für Frankfurt. Trotzdem 0:1 verloren.

  65. Rjonathan sagt:

    Anderes Thema: Meyer-Berater Wittmann
    Der hatte den Bayern schon wegen der Vertragsverlängerung von Rafinha abgesagt, jetzt wird wahrscheinlich doch verlängert. Hat sich wohl jemand verpokert. :-D
    https://www.tz.de/sport/fc-bayern/transfergeruecht-rafinha-spricht-von-einem-ausformulierten-angebot-bayern-9009105.html

  66. Simon sagt:

    Könnte gut sein. Ging ja wohl letztes Jahr schon mit Choupo-Moting so, der dann letzten Endes bei Stoke City gelandet ist. Chapeau!

    Gerade höre ich, wie Mark Uth mal wieder aufdreht. Ich freue mich jetzt schon auf diesen Spieler, der unsere Offensive sicher weiter beleben können wird.

  67. Michi sagt:

    Morgen In Köln den Elfmeter verwandeln : Leipzig, Frankfurt, Leverkusen alle verloren…. aber wie ich uns kenne kommt es bestimmt morgen erneut zur Blamage ))

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