Feiern gegen Frankfurt

Saison 2017/2018, 34. Spieltag: Schalke 04 – Eintracht Frankfurt
 
Glückauf königsblog. Ich würde mich schon nochmal sehr über einen Sieg freuen, gegen Eintracht Frankfurt. Aber egal wie das Spiel läuft, Schalke wird die Vizemeisterschaft feiern. Der dazu geeignete Chant ist auch schon gefunden.

Wir brauchen keine Schale,
scheißen auf Pokale …
Deutscher Vizemeister: S04!



Und kurz vor Anpfiff gab es noch diese Meldung:

Die besagte Ausstiegsklausel soll, laut anderer Medien, bei 10,5 Millionen Euro liegen.



Fühlt Euch eingeladen, alle Gedanken, Meinungen und Bewertungen zum Spiel unten in das Kommentarfeld zu schreiben.



Seit neuestem möchte ich die Spiele der Blauen in diesem Blog nicht mehr so regelmäßig begleiten wie ich es die letzten 10 Jahre tat, siehe hier und hier.



76 Kommentare zu “Feiern gegen Frankfurt”

  1. Michi sagt:

    Für Frankfurt geht es noch um die EL – für uns ist es eher ein Freundschaftsspiel daher ist ein Tipp hier schwer. Habe aber gehört 4 der 5 Neuzugänge für die nächste Saison sollen bereits feststehen. Es wäre in der nächsten Saison klug die CL mit laufen zu lassen und das Hauptmerkmal auf die BL zu legen damit man auch 2019 / 20 wieder in die CL kommt dann kann man weiter sehen , wir benötigen 3- 4 Jahre um dann die CL mit 100 % Power zu bestreiten.

  2. Ney sagt:

    “ scheißen auf Pokale …“

    Ahso. Schon jemand ins Spanische übersetzt und an Raúl gemailt?

  3. Manfred sagt:

    Besser auf als in^^.

  4. Chris sagt:

    17:20 Uhr in Deutschland.
    Die Fehlfarben planen für die Donnerstage.
    Der HSV kann endlich seine Uhr demontieren.
    Wolfsburg geht in die Relegation (und wird absteigen).
    Der S04 singt.

  5. Rabenherz sagt:

    Ist wirklich schwer zu tippen heute. Ich vermute aber, dass die Jungs das Halbfinale vergessen machen wollen. Da wir absolut befreit aufspielen können und keinen Druck haben rechne ich mit Spielfreude und tippe auf 2:0.

    Was die anderen machen ist mir dabei herzlich egal. Die ungeliebten Nachbarn haben eh genug Stoff um sich weiter zu zerreden. Der HSV will die Uhr und das Dino-Masskottchen behalten auch in der 2ten Liga behalten. Haben vermutlich keine Kohle für was Neues – und das sag ich als Schalker… :D

    Ich werde einfach nur den letzten Spieltag geniessen und mich über die tolle Saison freuen. Wann konnte man das zuletzt? 2011 mit dem Pokalsieg…

  6. schalkoholiker sagt:

    Bester Vizemeister aller Zeiten!!!

    Selten so entspannt ein Saisonfinale erlebt. Glückauf zusammen!!!

  7. CarstenS04 sagt:

    Sehr sehr nice…… Ich wünsche allen eine schöne kurzweilige Sommerpause, eine friedliche JHV und einen guten Start in die Vorbereitungen….

    Mögen wir da ansetzen wo wir heute aufgehört haben

    Glück auf

  8. Eigenart sagt:

    Ich weiß gar nicht, in wie vielen Jahren ich das Saisonende herbei gesehnt habe. Heute ist so ein Tag, an dem ich das Saisonende bedaure und jetzt schon Lust auf die neue Saison habe.
    Schön auch, dass Goretzka freundlich verabschiedet wurde, das hatte die Größe, die ich mir grundsätzlich von Schalke wünsche.
    Ich hoffe ja, dass Tedesco in der nächsten Saison Geduld erfährt, wenn es aufgrund der Mehrfachbelastung nicht so rund läuft. Hier kann mittelfristig was Gutes entstehen. Heidel und Tedesco sind ein gutes Team, das beste, das Schalke seit gefühlten Ewigkeiten hatte. So könnte es weitergehen.

  9. Michi sagt:

    Heidel im März 2018 : Ich würde niemals etwas machen was Mainz in irgendeiner weise schädigen würde. Medien von heute : Mainz 05 verliert sein größtes Talent Suat Serdar wechselt für 10,5 Millionen Euro zu Schalke.

    Übrigens ; Die Relegationsspiele werden weder auf Sky noch in der ARD, ZDF gezeigt…

  10. derwahrebaresi sagt:

    @Michi

    Dafür bekommt Mainz ja auch ne Menge Kohle.

  11. RJonathan sagt:

    Und er war sich mit Hoffenheim schon einig. Der Schaden ist also eher dort als in Mainz.

  12. idioteque3 sagt:

    Ich frage mich, ob Heidel beim angekündigten zweiten Sechser abwartet, ob Wolfsburg noch absteigt. Mit Guilavogui, Arnold und Camacho wären dann gleich drei Sechser auf dem Markt, die qualitativ auf Schalke nicht abfallen würden. Und auch Bazoer, Brekalo, Malli, Didavi, Brooks, Gerhardt und Casteels werden kaum den Weg in die zweite Liga mitmachen, wären für mindestens zwei Drittel aller Bundesligisten interessante Spieler, und wenn es nur für die Kaderbreite wäre. Das würde das Wolfsburger Missmanagement der letzten Jahre schon krönen, wenn die gegen ein Team absteigen würden, deren „Starspieler“ der von St.Pauli quasi aussortierte Marvin Ducksch ist.

  13. Michi sagt:

    @idioteque Steht doch schon fest wer es wird. Es geht nur noch um eines : Kauf oder Leihe bei Sebastian Rudy.

  14. Manfred sagt:

    Alles in allem doch ganz lustig: Hamburg steigt ab, der HSV bleibt erstklassig, Holzbein Kiel könnte aufsteigen und wenn Kovac seine jetzige Serie in der nächsten Saison ausbauen möchte – gerne doch.

    @ Michi: definier ‚schädigen‘.

  15. Lennard Richter sagt:

    So, nun kann ich es also schreiben. Will gar nicht meckern. Wollte feststellen dass wir diese Saison glaub kein mal mit mehr als zwei Toren unterschied gewonnen haben….. Macht aber nix, 4:4 gewinnen ist ja auch mal schön…

  16. Rjonathan sagt:

    @Lennard Richter
    Ja, das ist mir letztens auch schon aufgefallen. Zugleich haben wir nur gegen die Bayern (0:3) mit höherem Abstand verloren und auch nur gegen Hoffenheim und Leipzig mit zwei Toren.

    Und ich glaube darin liegt auch ein großer Teil der Wahrnehmung durch „Experten“. Die anderen Spitzenvereine haben alle irgendwann mal Ausrufezeichen durch 5:1-Siege oder so gesetzt (um dann wieder 5:1 gegen irgendwen zu verlieren – oder mit zwei Toren Abstand gegen Mainz).

    Bei uns liegt es zu einem großen Teil auch an der nach wie vor eklatanten Konterschwäche. Zwar wurden sie im Laufe der Rückrunde öfters ein wenig besser ausgespielt, aber mehr Kontertore wurden glaube ich nicht geschossen. Wenn wir das drauf hätten, dann wären wir wohl eine „echte“ Spitzenmannschaft …

  17. Lothar04 sagt:

    @Lennard Richter
    9 x mit 2 Toren Unterschied gewonnen :-))

  18. Lennard Richter sagt:

    Will mich – wie ja schon geschrieben – gar nicht beschweren. Ich weiß aber noch wle ich bei der Siegesserie mir gewünscht habe einfach mal ein Spiel richtig deutlich zu gewinnen, ohne zittern. Aber gefühlt habe ich die letzten spiele nicht mehr so gewittert wie noch zur Mitte der Saison… Hach, es war einfach mal eine schöne Saison – und ich freue mich sehr über und bewundere Domenico Tedesco!
    (Saison wird brutal schwierig ,auch wegen erwartungsHaltung nach dieser Saison)

  19. Flo Kno sagt:

    Thema Kontertore: Volle Zustimmung, dass bei besserem Ausspielen der Konter Schalke a) noch mehr Punkte gesammelt hätte und b) auch in der Innen- und Außenwahrnehmung noch besser weggekommen wäre. Gerade Frankfurt hat man im letzten Spiel ja einige Male ausgekontert und (mal wieder) keinen Profit draus geschlagen. So gewinnt man dann 1:0 anstatt 2:0 oder vielleicht auch mal 3:1.

    Gerade das Thema Konter hängt aber auch am Personal. Es gab diese Saison durchaus einige toll ausgespielte Konter – ich erinnere da an das 1:0 gegen Köln vor ein paar Wochen – das lief dann aber so gut wie immer über Konoplyanka und Embolo. Teilweise hat Pjaca auch Dynamik reingebracht, aber der hat ja nicht allzu viel gespielt.

    Mit di Santo und Burgstaller hingegen war eigentlich klar, dass es an Dynamik und Durchschlagskraft fehlt, während Goretzka diese zwar ansatzweise mitbringt, ihm jedoch die gesamte Rückrunde schlicht die Präzision im letzten Pass abging.

    Um ein astreines Konterspiel auf hohem Niveau aufzuziehen fehlen da einfach Spieler wie Farfan, Draxler, Sané, um mal Namen zu nennen. Mal zu Erinnerung:
    https://youtu.be/H1h6EtcvCUU?t=55s
    oder schlimmer eigentlich noch Sané, wenn man sich anschaut wie er im Vollsprint durch die Verteidiger streicht:
    https://www.youtube.com/watch?v=ZLXO9QHYDYY

    Ich bleibe nach Anschauung dieses Materials dabei: in Ansätzen sehe ich diese Dynamik nur bei Kono und Embolo.

    Randnotiz: Schalke hat diese Saison am viertmeisten Kontertore geschossen, aber nur die zwölftmeisten aus offenem Spiel.
    https://www.whoscored.com/Regions/81/Tournaments/3/Seasons/6902/Stages/15243/TeamStatistics/Germany-Bundesliga-2017-2018

    Unterm Strich: Überragende Saison, vor allem wenn man sich nochmal vor Augen führt woher Tedesco und das Team kommen. Kann man nicht hoch genug einordnen. Bin jetzt schon freudig gespannt auf nächste Saison :)

  20. Detlef sagt:

    Ein Sieg zum Abschluss einer überragenden Saison. Gute Stimmung, man feierte sich, einige hatten sogar Zeit sich um Schwachgelb und den HSV zu kümmern. Was will man mehr? Ok, Meister wäre nicht verkehrt

    Wer gedacht hatte, dass S04 das Spiel nicht ernst nehmen würde, der sah sich getäuscht. Bestbesetzung in der Startelf und ein Einsatz vom Team als gelte es Platz unbedingt zu verteidigen. Frankfurt bekam zumindest in Halbzeit 1 kein Bein an die Erde.

    Zur Halbzeit dann ein Torwartwechsel. Ralle ging, Nübel kam. Einmal kurz Luft anhalten bei einem Standard, als er den Ball verpasste ( war natürlich Foul eines Frankfurters ), aber dann sah man was Nübel alles kann. Lange Bälle punktgenau zum Mitspieler bringen, ein ums andere Mal stubsten mein Sitznachbar und ich uns an.
    Und halten kann er auch noch.

    Perfekt wäre es gewesen, wenn Schalke einer der unzähligen Konter zum zweiten Tor genutzt hätte, aber wie so oft in der Saison klappte das nicht. Knapp gewonnen reicht aber auch. Irgendwo östlich fabuliert jetzt einer über das Glück des S04. Wenn man dienknappen Spiele so oft gewinnt, ist es wohl doch kein Glück, sondern wohl eher Qualität. Eine Qualität auf die sich aufbauen lässt. Wie Heidel und Tedesco das für die neue Saison planen werden und durchführen, das wird interessant. Ich freue mich drauf.
    Wann ist Saisonstart?

  21. ReinerEdelmann sagt:

    Der Erfolg, 2.Platz mit 8 Punkten Vorsprung, ist überragend.

    Das gesamte Team hat sich den Erfolg durch kontinuierliche Arbeit verdient; die Schwächephasen waren stets sehr kurz.
    Gegenüber der Kaderplanung muss ich Abbitte leisten: Ich hielt die Kadergröße für viel zu klein – sie erwies sich jedoch, mit etwas Glück bei Verletzungen, als goldrichtig. Diesen Teamspirit auch bei größerem Kader (CL-Teilnahme) beizubehalten, wird wichtig werden.

    Persönlich bin ich meist enttäuscht von Heimspielen heimgefahren, da die Spiele viel zu wenig Unterhaltung oder offensiven Geist boten.
    Hier habe ich die Konsequenz gezogen und werde in der kommenden Spielzeit deutlich weniger Heimspiele besuchen.

    Philipp Selldorf kommentierte am 9.5. in der SZ zur Qualität der Bundesliga allgemein sehr treffend: „Sportlich war es eine nahezu traurige Saison. Während die übermächtigen Bayern den sechsten Meistertitel nacheinander vereinnahmten und dieses Nichtereignis mit einem Glas Champagner im Stehen angemessen zügig abfeierten, nervte der Rest der Liga die Zuschauer durch mehrheitlich destruktive und fast vorsätzlich freudlose Spielweise.“

    Hierzu bleibt festzuhalten, dass königsblog diese Erkenntnis bereits im Herbst transportierte, bevor die Fachpresse und Bundes-Jogi bzw. Bundes-Olli auf den Zug aufsprangen.

    Kleiner Ausblick auf die CL: Bei Anstoß 18 Uhr kann ich mir einen halben Tag frei nehmen (super!), bei Anstoß 21 Uhr bin ich um Mitternacht zuhause (auch super). Der Stadionbesucher sollte eigentlich bei den Überlegungen vorne stehen (ok, wir sind in der CL, sitzen), es zählt aber ausschließlich der Fernsehkunde.

  22. derwahrebaresi sagt:

    @Detlef

    24.08.18

    @Nübel

    Es gibt Stimmen die besagen, Nübel verfüge über größeres Talent
    als der Torwartangestellte der Bauern …

  23. Detlef sagt:

    @derwahrebaresi
    Danke. Und Mist. Bin bis einschließlich 25.8. im Urlaub, bzw. auf der Rückfahrt. Hoffe jetzt auf einen Auswärtsstart von S04.

    zu Nübel
    Ich hörte auch vom Talent unseres derzeit noch 2. Torwartes.

  24. leoluca sagt:

    Wo im Schalker Spiel die Stärken und wo die Defizite liegen, ist eigentlich allseits bekannt. Hier kann ich keine große Differenzen erkennen.

    Für mich ist natürlich auch der zweite Platz – und zwar ziemlich deutlich vor der Konkurrenz – ein schönes Ergebnis. Wichtiger ist mir, wie großartig sich diese Mannschaft und ihr Teamspirit entwickelt hat, was ich vor einigen Monaten und erst recht vor einem Jahr für unmöglich gehalten habe.

    Dieses positive Grundgefühl, das Trainer und Mannschaft ausstrahlen, erfasst den ganzen Club und steht für mich über allen Zahlen, Schwächen und vereinsinternen Gegensätzen.

    Wie viele lange Jahre habe ich – mit vielen Anderen zusammen und leicht schiefem Blick gen Osten – gedacht: Mein Gott, was könnte dieser Club alles erreichen, wenn er nur gut geführt würde.

    Nun sind wir es, das ist das großartigste Ergebnis dieser Saison. Einen sehr guten Manager und einen der besten jungen Trainer der Liga – wann hat es das zuletzt auf Schalke gegeben?

  25. Der Hans sagt:

    Kleiner Ausblick auf die CL: Bei Anstoß 18 Uhr kann ich mir einen halben Tag frei nehmen (super!), bei Anstoß 21 Uhr bin ich um Mitternacht zuhause (auch super). Der Stadionbesucher sollte eigentlich bei den Überlegungen vorne stehen (ok, wir sind in der CL, sitzen), es zählt aber ausschließlich der Fernsehkunde.

    Die frühe Anstoßzeit ist 18:55, nicht 18:00, die späte verschiebt sich um ganze 15 Minuten (und liegt damit immer noch vor der späten EL-Anstoßzeit).

  26. blues sagt:

    Vergessen wir mal für einen Moment die Spielweise. Erster zu sein, ohne Bayern, ist so gesehen, ein sehr schönes Saisonergebnis.

    Bei Erklärungen für solche überraschenden Sachverhalte, wird im Allgemeinen und beim Fußball ja im Besonderen, der Faktor Glück häufig stark unterschätzt.

    Wenn man, wie hier mehrmals etwas früher in der Saison, an das von Clemens Tönnies gesetzte Saisonziel „CL-Teilnahme“ erinnerte, wurde man kommentatorisch heftig in die Mangel genommen. Das Erreichen des Saisonziels können und dürfen sich deshalb nun auch alle Ungläubigen von seinem Ende her gerne zurechtrationalisieren. Für mich steckt einfach eine gute Portion Glück drin.

  27. Ney sagt:

    Wenn die Konkurrenz um 8 und mehr Punkte zurückbleibt, dann ist das nicht Schalkes Glück, sondern deren Unvermögen. Und 63 Punkte holt man sicher nicht durch Glück.

    Aber man könnte gerne auch konkret Spiel für Spiel durchgehen umd zusammenrechnen, wie viele Punkte dem Schalker Glück zuzuschreiben wären. Ich komme auf vielleicht drei oder vier Spiele, in denen Punkte glücklich gewonnen wurden, aber auch auf Spiele (wie z.B gegen Hoffenheim in der Hinrunde, Bayern in der Rückrunde), bei denen gerade dieses ominöse Glück gefehlt hat. Nicht zu vergessen die Punktverluste zum Kopfschütteln, wie gegen Hannover, Wolfsburg, Köln in der Hinrunde und gegen Bremen, Hamburg, Köln in der Rückrunde.

    Schlagzeilengefasel ist schnell dabei und schnell vergessen, aber eine Beobachtung eines Journalisten aus der Hinrunde ist mir im Gedächtnis geblieben: dass der Gegner immer und immer wieder denkt, die bessere Mannschaft gewesen zu sein und verärgert feststellt, dass die Punkte bei Schalke blieben. Muss wohl dauerndes Glück sein.

  28. Flo Kno sagt:

    „Qualität ist wenn Glück zur Gewohnheit wird.“

    Ich empfand es diese Saison als recht ausgeglichen. Fairer Weise muss man aber sagen, dass die „wahretabelle.de“ Schalke ganze 7 Punkt abzieht. Dort reicht es mit +5 Punkten für die Borussen am Ende nur für den „wahren“ Platz 3. Übrigens vor Gladbach(!) mit +7. Müsste man sich jetzt im Einzelnen anschauen, mach ich nicht, trotzdem interessante Randnotiz.

  29. Ney sagt:

    Och, „Wahre Tabelle“… das ist doch sowas von Nineties.

    Falls übrigens jemand Tschutti Heftli WM-Bilder sammelt, ich hab Doppelte.

  30. Schilzi sagt:

    Tschutti Heftli?
    Also meine Jungs und ich sind bereits wieder im Paninifieber…
    Noch jemand?

  31. Ney sagt:

    Hach ja, die Panini. Mit denen war ich aus verschiedenen Gründen irgendwann leider komplett fertig. Das Heftli hat mich dann überraschenderweise doch nochmal geflescht (ziemlich amüsant, sogar meine Lütten stehen drauf; aber eben wenig verbreitet).

  32. derwahrebaresi sagt:

    @Panini

    Habe Özil und Gündogan abzugeben ….

  33. ReinerEdelmann sagt:

    @derwahrebaresi,

    Sehr gut.

    @Der Hans,

    Danke für den Hinweis – 19 Uhr war mir nicht bewusst. Unter dem Strich bleibt aber meine Aussage – unter der Woche ist 19 Uhr zu früh, 21 Uhr (wie im Übrigen auch 20:45 Uhr!) zu spät. Aber:
    „Mit den zwei unterschiedlichen Anstoßzeiten „wird den Fans die Möglichkeit gegeben, noch mehr Spiele zu sehen“, hieß es in einer Mitteilung der UEFA nach dem Treffen des Exekutivkomitees in Nyon.“

    Es zählt eben der Fernsehkunde, nicht der Fan im Stadion. So bin ich gespannt auf die Auslosung und die Gegner und werde dann entscheiden, welche Spiele ich live verfolgen möchte.

  34. blues sagt:

    @Ney

    Das Glück sich nicht in internationalen Reisen und Spielen verausgaben zu müssen. Das Glück kaum relevante Verletzte zu haben. Das Glück, dass Naldo einen zweiten oder dritten Frühling erlebte und als eine Art „Gianluigi Buffon der Dreierkette“ über sich hinauswuchs. Das Glück, dass einige Spieler in unerwarteten Positionen und Rollen sehr gut zurechtkamen. Das Glück, dass sich ein Team bildete. Entscheidende Sonderfaktoren, alle nicht selbstverständlich und auch nicht direkt trainier- oder steuerbar. Glück eben.

  35. Flo Kno sagt:

    @blues:
    Meinst du Glück hier im Sinne von „glücklicher Zufall“ oder „große Freude“?

  36. Herr Wieland sagt:

    Ich denke auch, dass es von Vorteil war, dass der neue Trainer in seiner ersten Saison in seiner Trainingsplanung nicht von internationalen Spielen „gestört“ wurde. Auch wenn das natürlich so nicht gewollt war.

    Und ja, klar gibt es im Fußball den Faktor Glück, sicher mehr an in den meisten anderen Sportarten. Ich denke auch, dass sich das in den Spielen dieser Saison insgesamt halbwegs die Waage hielt.

    Aber …

    Das Glück, dass Naldo einen zweiten oder dritten Frühling erlebte und als eine Art „Gianluigi Buffon der Dreierkette“ über sich hinauswuchs. Das Glück, dass einige Spieler in unerwarteten Positionen und Rollen sehr gut zurechtkamen. Das Glück, dass sich ein Team bildete.

    … die Leistung eines Spielers, das Einsetzen von Spielern auf passender Position, das Führen eines Kaders: Das ist nunmal die Arbeit, die hinter dem steht, was am Ende herauskommt. Dass hat m.E. überhaupt nichts mit Glück zu tun.

  37. Mario Albrecht sagt:

    Ich möchte mal kurz zur Seite schwenken: würdet Ihr Gündogan und Özil jetzt noch mit zur WM nehmen?

    Für mich wäre die Entscheidung klar: auf keinen Fall. Da könnten die sich im Nachhinein sonst was als Rechtfertigung zusammenfabulieren, wer sich mit so einer Unperson in solchem Rahmen fotografieren lässt, der unterstützt eine solche Art von Machthaber und dessen Politik und hat in unserer Nationalmannschaft nichts mehr verloren.

    Grüße,

    Mario

    Ach ja, Blues: Du willst doch wohl nicht ernsthaft behaupten, dass all´ das, wofür das Personal eingestellt und bezahlt wird, und all´ das, was in dieser Saison seit langem mal wieder als Gegenleistung erbracht worden ist, von Kader und Stab, Glück ist!
    Das ist die Leistung, auf die wir alle so lange gewartet haben, und die seit Jahren endlich mal wieder in annehmbarer Relation zum finanziellen Aufwand steht.
    Und die in den anderen Vereinen so nicht erbracht worden ist.

    Da waren wir einfach mal besser. Als fast alle Anderen.

  38. Ney sagt:

    Der Erdogan ist demokratisch gewählter Präsident. Dass die beiden Wahlkampfhilfe gegegeben haben, ist sicherlich zu kritisieren, aber kein Verbrechen, das einen Ausschluss provozieren muss.

    Auf den öffentlichen A***tritt für sein Geburtsland („Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll“.) hätte der gebürtige Gelsenkirchener Gündogan allerdings verzichten können.

  39. derwahrebaresi sagt:

    @Ney

    stimmt, schließlich durfte Podolski auch seinen Capitano ohrfeigen.

  40. michael sagt:

    Gündogan und Özil haben sicherlich einen Fehler gemacht, indem sie einem nicht Demokraten und Kriegstreiber ihre Aufwartung gemacht haben und sich mit ihm photographieren zu lassen. Da hilft auch kein rausreden, dass sie mit Politik nichts zu tun haben. Im Gegenteil: mit Gündogans öffentlichen Aussage muss man sogar davon ausgehen, dass er in dem Augenblick mit Politik was am Hut hat und kann nicht so tun als ob er ein komplett „Unwissender“ ist. Sein Präsident ist Walter Steinmeier und sonst niemand.
    Ich frage mich allerdings, welcher PRspezialist hier am Werk war und die Beiden vor den Karren gespannt hat, denn natürlich ist das von Erdogan und seinen PR Leuten so gewollt. Ich denke der DFB tut gut daran, den Spielern klare Verhaltensregeln an die Hand zu geben und wer dagegen verstößt wird sanktioniert. Gündogan würde ich jetzt schon eine Geldstrafe oder ähnliches aufbrummen.

  41. Ney sagt:

    Wer soll ihm denn eine Geldstrafe auferlegen? Der DFB ist nicht sein Arbeitgeber und er hatte kein DFB-Trikot an.

  42. leoluca sagt:

    Die Bestrafungsdiskussion kann ich nicht verstehen.

    Natürlich dürfen Özil und Gündogan nicht nur stolz auf ihre türkischen Wurzeln sein, sondern auch Wahlkampfhilfe leisten für einen gewählten Diktator, der demokratische Grundrechte in die Tonne tritt und Oppositionelle ins Gefängnis werfen lässt.

    Sie dürfen nur nicht erwarten, dass man sie jetzt noch ernst nimmt.

    Denn Özil und Gündogan sind nun leider auch nur typische deutsche Fußballprofis: ohne einen Funken politischen Bewusstseins.

  43. Zeitspieler sagt:

    Erdogan braucht wohl die PR weil er demokratisch gewählt werden will.
    Ich mag ihn übrigens nicht.

  44. michael sagt:

    @Ney

    Geldstrafe ist symbolisch gemeint – man könnte ihm z.B. nahe legen, dass er was für eine Jugendorganisation, die die Integration fördert einen Betrag X spendet. Vorbildlich eben.

  45. Simon sagt:

    @ Mario Albrecht:
    Eine interessante und – wie ich finde – auch durchaus relevante Frage. Tatsächlich würde ich sie ganz ehrlich als Bundestrainer nicht mehr mitnehmen. Cem Özdemir hat meiner Meinungs nach bereits Treffende Worte gefunden. Wenn Gündogan Erdogan als seinen Präsidenten ansieht, dann soll er doch bitte auch für die Türkei spielen. Wäre ja möglich, nur leider sehr wahrscheinlich wäre er dann als Fußballer nicht mehr so erfolgreich, der Marktwert und sein Status wäre möglicherweise ebenfalls geringer.

    Vor ein paar Jahren hat Hamit Altintop übrigens die Auswahl der Nationalmannschaft durch Spieler, denen mehrere Optionen offen stehen mal recht nüchtern kommentiert – hier geht es vielen schlicht – ich meine Özil hatte er damals indirekt auch sogar genannt – um die bessere Positionierung auf dem Spielermarkt, um die Aussicht auf die erfoglreiche Teilnahme an großen Turnieren, damit verbundene Gehaltsaufbesserung (Status als Nationalspieler z.B.), Werbeverträge, usw.

    Insgesamt muss man fairerweise sagen, dass beide Spieler hier nun im Mittelpunkt einer generell sehr schwierigen Thematik stehen, für die sie persönlich wenig können und um die sich die Politik im Lande leider seit Jahren gedrückt hat, weil man irgendwie annahm, dass sich das Verhältnis zu Erdogan wieder bessern würde.

    Nebenbei: Ein Verzicht auf Özil wäre meiner Meinung nach ohnehin kein allzu schwerer Verlust. Der Spieler scheint seinen Zenit doch deutlich erkennbar überschritten zu haben, auch wenn die grundsätzlichen Anlagen natürlich weiterhin sehr gut sind.

  46. Simon sagt:

    Zur Glückdebatte.
    Es ist meiner Meinung nach vollkommen richtig, dass Fußball ein Sport ist, in dem Entscheidungen bei engen Spielverläufen oft schlicht und einfach von Zufällen ausgehen. Das macht ja auch die Dramatik aus, führt zu Legendenbildungen (ich sag nur – mit Gruß nach Hamburg – ‚Papierkugel‘ ;) ) und lässt nicht zuletzt theoretisch bei jedem Spiel das Potential offen, etwas Ungewöhnliches zu erleben, eine unverhoffte Wendung zu sehen, die aus einem x-beliebigen Bundesligaspiel plötzlich eine legendäre Begegnung macht.

    Über die ganze Saison gesehen denke ich aber, dass man dann kaum noch von Glück allein reden kann bzw. – mit den Worten von Hermann Gerland, der es wissen muss, sagen sollte: „Immer Glück, ist Können.“

    … für „Immer Pech“ gilt dann wohl das Gegenteil… (siehe Köln, HSV oder – auf anderem Niveau – BMG diese Saison).

  47. schalkoholiker sagt:

    @blues
    Deine Interpretation von Glück ist bemerkenswert. Ich gehe davon aus, dass Du die (nicht ganz so schönen) letzten Jahre konsequenterweise alle mit „Pech“ begründet hast. Werde aber vorsichtshalber nicht nachschauen…

  48. Voice sagt:

    Emre Can hatte wohl auch eine Einladung von Erdogan, diese aber abgelehnt. Ich weiß natürlich nicht, ob aus Zeitmangel oder Überzeugung, hoffe aber letzteres. Das man dem Präsidenten des Landes seiner Wurzeln, zu dem man vermutlich auch immer noch Bindungen hat, Respekt entgegen bringt und dessen Einladung als Ehre betrachtet, ist durchaus legitim. Wäre es nicht ein solcher Präsident, der demokratische Rechte mit Füßen tritt und auch vor Krieg nicht zurück schreckt. Aber vielleicht teilen die Spieler ja dessen Ansatz von Politik…

  49. leoluca sagt:

    @Voice. So ist meine Info auch.

    Emre Can ist ebenfalls deutscher Nationalspieler mit türkischen Wurzeln, spielt ebenfalls in England beim FC Liverpool – tauchte aber nicht bei der PR-Veranstaltung in London auf. Nach WELT-Informationen lag ihm ebenfalls eine Einladung vor.

    Dass der Respekt vor dem Heimatland der Eltern es gebiete, dem Präsidenten, der in der Türkei unter anderem die Meinungsfreiheit einschränkt und kritische Journalisten verhaften lässt, öffentlich die Hand zu schütteln, wie es Özil und Gündogan darstellen, wäre damit widerlegt.

  50. Simon sagt:

    Es hätten sich tausend abwimmelnde Begründen finden lassen, warum man nicht zu so einem Termin erscheinen möchte, wenn man nicht gewollt hätte. Aber anscheinend wollte man eben.

  51. leoluca sagt:

    Ich verstehe blues. Glück ist, nach Kurt Tucholsky, doch der Zustand, den man nicht spürt. Nur er, er spürt es halt.

  52. Ney sagt:

    Tucholsky bezieht sich aber doch auf das Glücksgefühl, nicht auf den günstigen Zufall?

    Wohingegen:

    Der Feldherr und der Staatsmann schaffen ebensowenig wie der geschickteste Spieler den Glücksfall, aber sie bereiten ihn vor, suchen ihn herbeizulocken und scheinen ihn fast zu bestimmen.

    (Jean de La Bruyère, 1645 – 1696)

    Allerdings,

    Das Glück ist eigensinnig, oft das Gemeine, das Nichtswürdige zu adeln und wohlüberlegte Taten mit einem gemeinen Ausgang zu entehren.

    (J.W. Goethe, „Egmont“)

    Oder aber:

    Wem wohl das Glück die schönste Palme beut?
    Wer freudig tut, sich des Getanen freut.

    (Domenico Tedesco)

  53. Steffen sagt:

    Die Bundesregierung dealt hintenrum die ganze Zeit mit Erdogan und vornerum ist man jetzt empört.
    Natürlich ist das eine unglückliche, dumme bis unverschähmte Aktion mit dem Trikottausch – spielt sie doch vorallem den üblichen Rechtspopulisten in die Karten. Mir dagegen sowas von egal.

  54. der grafschafter sagt:

    warum können özil und gündogan machen was sie wollen?
    haben sie keine vorbildfunktion als nationalspieler? kurany wurde wg. seines ausflugs auf die tribüne in lüdenscheid verbannt, max kruse schon , weil er mal zu spät im bett war. es wäre anständiger von beiden, nicht für uns aufzulaufen. normal heißt der präsident von beiden steinmeier oder…?
    p.s. die saison von schalke 04 war überragend, ich hätte damit nicht gerechnet. hut ab, tedesco und heidel.

  55. Ney sagt:

    BTW, nach „Muskelbündelriss“ und „vogelwild“ als Mode-Ausdrücke der vergangener Jahre ist das Modewort der abgelaufenen Saison ganz eindeutig „überragend“? https://www.google.com/search?client=firefox-b&biw=1600&bih=758&ei=5eP6WrHkAsKssAHQoZiQAQ&q=Fu%C3%9Fball+%C3%BCberragend&oq=Fu%C3%9Fball+%C3%BCberragend&gs_l=psy-ab.3…9430.9904.0.10198.2.2.0.0.0.0.98.190.2.2.0….0…1c..64.psy-ab..0.0.0….0.Ueuhbww8k9Y

  56. Manfred sagt:

    Um mal Hans Meyer zu zitieren: ‚In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde.‘
    So, nun sind also zwei der fünf ausgeguckt. Hammas?
    Es gibt schlimmeres als solche Kinderkacke, ich führe mal Gazprom an.

  57. blues sagt:

    Flo Kno sagt:

    Meinst du Glück hier im Sinne von „glücklicher Zufall“ oder „große Freude“?

    Glück ist für mich beides. Eine sich selbst (ver)stärkendende Freude aus einer positiven Grundhaltung heraus. Dazu besondere, positive Umstände, da zufallsbedingt eintretende größere Katastrophen ausbleiben, die einen solchen Flow stoppen.

    Herr Wieland sagt:
    … die Leistung eines Spielers, das Einsetzen von Spielern auf passender Position, das Führen eines Kaders: Das ist nunmal die Arbeit, die hinter dem steht, was am Ende herauskommt. Dass hat m.E. überhaupt nichts mit Glück zu tun.

    Gut, dass du darauf hinweist. Ich erkenne den Anteil von Tedesco, der sehr häufig ein Team auf den Platz brachte, das einen solchen Namen verdient, auch an.
    Mir war es wichtig auf die besonderen, positiven Umstände zuschauen, da ich denke, die Platzierung lässt sich so nächste Saison einfach nicht wiederholen. Betrachte es positiv, wenn das Stöckchen über das der international völlig unerfahrene Tedesco nächste Saison springen soll, nicht so hoch gehalten wird.

  58. derwahrebaresi sagt:

    @Betrachte es positiv, wenn das Stöckchen über das der international völlig unerfahrene Tedesco nächste Saison springen soll, nicht so hoch gehalten wird.

    Vielleicht haben wir ja wieder viel Glück …

  59. crisscross04 sagt:

    Apropos „feiern“:
    Wir spielen doch noch ein Finale in dieser Saison: Norbert Elgerts’ U19 steht nach einem 4:2 Sieg gegen Hoffenheim im Finale!

  60. RJonathan sagt:

    Also wenn ich es richtig verstehe hat nicht etwa Erdogan eingeladen, sondern eine Stiftung. Bei der Gelegenheit hat Erdogans Wahlkampfteam die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und Fotos mit den Stars gemacht. Dass man von Fußballspielern eine Reflektion der politischen und symbolischen Bedeutung einer solchen Aktion verlangt, finde ich etwas überzogen. Kritik ist ja in Ordnung, aber Ausschluss aus der WM? Da wünsche ich mir dann doch etwas mehr Spielraum für Fehltritte. Überhaupt – was ist das in dieser Gesellschaft, dass diese Themen immer so hochkochen und gleich Staatsaffären und Lynch-Wünsche hervorrufen. Fand ich beim Echo-Ding auch schon irritierend. Naja. Anderes Thema.

  61. Simon sagt:

    Angesichts der gezielten Agitationen und handfesten Maßnahmen (wie z.B. willkürliche Verhaftungen, Niederprügeln von Demonstranten, massenhafte Entlassungen von nichtsystemkonformen Lehrern, Dozenten, Richtern usw.) gegen Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, die mit anhaltenden – und leider auch erfolgreichen – Versuchen gekoppelt sind, die hier lebenden türkischstämmigen Deutschen gegen die Regierung der Bundesrepublik sowie andere Bevölkerungsgruppen – vor allem hier lebende Kurden – aufzuhetzen, kann ich mich nur über die Naivität wundern, dass man tatsächlich annimmt, dass eine Stiftung zwei Spieler einlädt, dann mehr oder weniger zufällig der Präsident der Türkei auch im Hause ist und man schnell die „Gelegenheit beim Schopfe“ packt und ein Foto „mit den Stars“ macht.

    Raum für Fehltritte ist vollkommen ok. Die Rausschmisse aus der Mannschaft von Kuranyi und Kruse waren meiner Meinung nach z.B. vollkommen lächerlich, und ich kann auch keinen Skandal darin erkennen, wenn ein Spieler mal geblitzt wird, am Wochenende nach dem Spiel mit 2-3 Bierchen im Club gesehen wird oder auf einer Silvesterfeier mal an einem Joint zieht (ich erinnere hier an die vollkommen unverhältnismäßige öffentliche Hinrichtung von Quido Lanzaat seinerzeit).

    Dieses Hochkochen von Skandalen gefällt mir auch nicht, aber hier liegt der Fall meiner Ansicht nach anders, eben weil es um die gezielten Versuche eines ausländischen Staatsoberhauptes geht, Teile der hier lebenden Bevölkerung gegen andere Türken, Kurden und Deutsche in Stellung zu bringen. Dass dabei ausgerechnet jene Deutschen mit türkischen Wurzeln mitmachen und sich grinsend neben ‚ihren‘ Präsidenten stellen, während sie selbst von all den Einschränkungen von Freiheit und Demokratie in der Heimat ihrer Eltern nicht betroffen sind, macht die Rechtfertigungsversuche von Seiten der Spieler, von Löw und Bierhoff umso ärgerlicher.

  62. derwahrebaresi sagt:

    Simon @macht die Rechtfertigungsversuche von Seiten der Spieler, von Löw und Bierhoff umso ärgerlicher.

    Ich würde es anders ausdrücken: umso lächerlicher!

  63. ReinerEdelmann sagt:

    Leoluca hat es doch oben treffend festgehalten:

    „Denn Özil und Gündogan sind nun leider auch nur typische deutsche Fußballprofis: ohne einen Funken politischen Bewusstseins.“

    Ich finde „National“-Teams in heutiger Zeit sowieso restlos überflüssig. Ganz besonders jetzt bemerke ich aber wieder diesen unguten Dunst an Nationalpathos.

  64. Grieche sagt:

    Zum Thema „Glück“ möchte ich verspätet noch hinzufügen: Dass Schalke in dieser Saison weitgehend frei von langen Verletzungen wichtiger Spieler geblieben ist (ausser Goretzka und zweimal Nastasic kann ich mich an keine erinnern), empfinde ich als ziemliches Glück, besonders angesichts des kleinen Kaders. Grosses Verletzungspech war in den vergangenen Jahren ein ständiger Begleiter und wurde zumindest immer mal wieder als Rechtfertigung schlechter Resultate angeführt.

  65. CarstenS04 sagt:

    Bentalep….

    Wobei ich mich immer Wunder woher diese Scharmbeinentzündungen kommen… Hartnäckiger scheiß das ist…..

  66. Claus sagt:

    Zum Glück/verdiente Siege empfehle ich u.a. das Buch von Biermann: „Matchplan“ und Anderson:Numbers Game.
    Ich finde generell Sportanalytik und Statistik hochinteressant und mich würden nun die Werte der Schalker in dieser Saison stark interessieren. D.h hochkaraetige Chancen für S04/Gegner. Fehlentscheidungen des Schiris pro/anti S04,Fehler von Spielern etc…

    Übrigens wird im Biermann Buch zb gesagt dass die Meisterschaft des VfB damals wohl extrem glücklich/wenig verdient war, wenn man die Statistik bemüht. Auch die letzte Saison von Klopp beim BVB wo er in der Hinrunde letzter oder vorletzter war, war ein klassischer Fall von extrem ungücklich. Es war vorauszusehen, dass es in der Rückrunde kaum so weitergehen würde und das tat es dann ja auch nicht.

    In dieser Saison war Kölns versagen naja, zumindest halbwegs verständlich. Eine überragende Chancenverwertung die man vorher hatte (meist durch Modeste) konnte nun mal kaum wiederholt werden, noch dazu wurde er ja verkauft.

    Habe nur das dumme Gefühl dass viele Spiele von S04 auch nur sehr glücklich gewonnen wurden. Freue mich aber trotzdem über Platz 2 – erwarte den aber nicht unbedingt wieder.

  67. Ney sagt:

    Die Sache mit den Fehlentscheidungen wurde doch schon erwähnt („wahre Tabelle“), demnach wäre Schalke um 7 Punkte bevorteilt worden und „in Wahrheit“ Platz 3.

    Mal zu Expected Goals und Expected Goals Against (wobei ich nicht die Gültigkeit der gewählten Methoden kenne): https://understat.com/league/Bundesliga
    Dabei „6 mehr geschossen als zu erwarten war“ und 11 (!?) Punkte mehr geholt als „expected“ – nach Expected Points war Schalke Platz 4. Immer noch in der Champions League.

  68. Marcel04 sagt:

    Was mich an der Tabelle bzw. bei den ganzen Rechnungen eher „stört“ ist die Tatsache, dass selbst wenn Schalke diverse „sichere Punkte“ (gegen HSV, Köln etc) geholt hätte, die Meisterschaft immer noch in weiter Ferne wäre.
    Es reicht nicht nur zu gewinnen, Bayern müsste auch noch öfters verlieren.

  69. Ney sagt:

    Das hat Dortmund im ersten Tuchel-jahr zu spüren bekommen.

  70. Zeitspieler sagt:

    @Marcel04
    Es würde schon sehr helfen, wenn man zweimal gegen Bayern gewinnen könnte. Bei den taktisch sehr guten Trainern ist das zweite Jahr sowieso besser, als das erste. Und die Bayern kommen sicher müde von der WM zurück. Nächste Saison werden wir besser sein, als diese.

  71. Oskar Zirngiebl sagt:

    @Claus
    Kennst Du die Statistiken von BStat bei Twitter (@michael_karbach) und bei bstat.de? Der veröffentlicht viele Statistiken mit Fokus auf die Fohlenelf aber auch darüber hinaus. Interessant war seine Saisonabschlussanalyse (https://bstat.de/doku.php/1718/sd_karten) mit dem Resüme, Schalke sei ein Effizienz Rätsel.

  72. Ney sagt:

    @Oskar Zirngiebl
    Danke für den Link, sehr interessant.
    Schalke mit den meisten Fouls und am meisten gefoult worden?! Was sagt uns das?

  73. derwahrebaresi sagt:

    @Ney

    … traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. –:)

  74. Ney sagt:

    Das ist ja nur zynisch. Ich meinte die Frage ernsthaft. Ich hatte bei den meisten begangenen Fouls Frankfurt vorne vermutet. „Gefoult worden“ passt, wenn man einen Harit hat.

  75. idioteque3 sagt:

    Falls du dich noch an Tedescos Aussage nach dem Hinspiel gegen Stuttgart von wegen „in 86% der Situationen im Pressing durchrennen statt nur stellen“ erinnerst, kannst du anhand der Statistik die Folgen sehen.

  76. blues sagt:

    @Oskar Zirngiebl

    Danke für den Link. Unterstützt meinen Standpunkt, dass wenn man vom guten Ende zurück die Qualtiäten zu rekonstruieren versucht, man nicht unbedingt auf die Substanz stösst, die auch die nächste Saison tragen könnte.

    Auch für mich war Schalke ein „Effizienz Rätsel“.Das Auffälligste, neben dem oben diskutierten doppelten Glück, war für mich, dass Tedesco für Spieler überraschend gute Rollen für defensiven Aufgaben fand. Di Santo als erster Verteidiger, der den gegnerischen Sechser massiv am Spielaufbau hinderte, Meyer der als gelernter Offensivmann mit haltungsmäßiger Defensivschwäche eine bestimmende Rolle als sehr pressingresistenter Sechser übernimmt und Stambouli der als Sechser ein kreatives Spiel auf der Aussenposition der Dreierkette bot, sprechen für Tedescos Gespür, für bei den Spielern schlummernde, unentdeckte Ressourcen. Ich gehe von weiteren positiven Überaschungen aus, da Tedescco erst jetzt Gelegenheit hat, beim Kaderaufbau mitzureden.

Schreibe einen Kommentar