Blauer Salon – Der Schalke Podcast: Folge 16

Aus Glückauf Pils wurde Blauer Salon! Das Konzept bleibt aber gleich, und nach einer etwas zu langen Pause warten Herr Pepo und ich nun endlich mit einer neuen Folge und mit einem ganz starken Gast auf: Elmar Redemann war seit 2006 für RevierSport und die WAZ tätig. Seit 2015 war er Schalke Reporter, bis er Anfang diesen Monats in die Redaktion der Westfalenpost wechselte.

Elmar erzählt von seinem Werdegang, wie er zum Schalke Reporter wurde. Vor allem aber unterhalten wir uns mit ihm über die Medien auf Schalke, wie diese funktionieren und wie sich seine Arbeit darstellte. Zuvor besprechen wir natürlich die aktuelle Lage. Wir schauen nochmal auf die ersten drei Pflichtspiele und auf die Neuzugänge. Das Ganze bei Pilsener Urfels Urquell, dem vom Elmar mitgebrachten Episodenbier.

Folge 16 gibt’s hier, viel Spaß beim Hören!

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Eine Frage der Mentalität

Schalke hat verloren und steht in der Tabelle mit 0 Punkten und 0 Toren da. Trotzdem gibt es Schalke Fans die keinerlei Enttäuschung fühlen, die sich ausschließlich darüber freuen, gar stolz darauf sind, dass ihr Team 80 Minuten mit Bayern München mithalten konnte. Wo bleibt da der Ehrgeiz? Ich finde zu viele Schalker machen sich selbst unnötig klein.

Vor anderthalb Jahren spielte Schalke in der Champions League gegen Real Madrid. Im Hinspiel agierte Schalke ängstlich und verlor 0:2. Im Rückspiel spielten die Blauen toll und hatten tatsächlich die Chance das Ding zu drehen. Letztlich gewannen sie aber „nur“ 4:3 und schieden aus. Real Madrid ging zur Tagesordnung über. Ich war enttäuscht, dass eine sich bietenden Chance einmal mehr nicht genutzt werden konnte. Am nächsten Tag begegneten mir nicht wenige Schalker die meine Reaktion nicht nachvollziehen konnten. Überhaupt im Bernabéu gewonnen zu haben sei doch schon toll, etwas, worauf man stolz sein könne. Es gibt Schalker die dieses Spiel heute noch feiern, als sei es nie um ein Weiterkommen gegangen.

Nun dieses Spiel gegen Bayern München. Auch bei mir war die Erwartungshaltung vor dem Anpfiff nicht hoch. Auch ich finde, dass es keine Schande ist, gegen Bayern München zu verlieren. Auch ich finde, dass Schalke bis zur 80. Minute ein tolles Spiel gemacht hat. Doch plötzlich hatten sie reelle Chancen auf Punkte, und wieder konnten sie es nicht zu Ende bringen. Nun steht Schalke mit leeren Händen da, während Bayern München zur Tagesordnung übergeht.

Gleich nach dem Spiel war in den social networks viel von „Stolz“ zu lesen. Viele Schalker freuten sich, dass Schalke überhaupt so weit kam, eine Chance auf Punkte zu bekommen. Den Höhepunkt bildeten zwei Schalker, die einem Sky-Reporter Schildchen mit der Aufschrift „80 Minuten Bayern-Bezwinger“ vor die Linse hielten. Der Journalist betitelte das Bild mit „Grundstimmung auf Schalke“.

Schalker sind viele und man sollte nie den Fehler machen „die Fans“ über einen Kamm zu scheren. Aber es gibt einen nicht so kleinen Anteil Schalker, die sich in Niederlagen einrichten. Spricht man das an wird gerne darauf verwiesen, dass sie ja schon so viel erlebt hätte, dass sie schon in der zweiten Liga dabei waren, und dass es ja wohl nicht sein könne, so anspruchsvoll zu sein, Siege gegen Bayern oder ein Weiterkommen gegen Real Madrid zu fordern.

Christian Heidel kritisierte zuletzt die Mentalität der Schalker Spieler. Meines Erachtens ist dieses Verhalten das Pendant von Fanseite dazu. Schalker machen sich selbst klein. Statt den Blick nach oben zu richten, um die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen, geht der Blick nach unten, und man bejubelt den Status Quo. Abwärtsvergleiche zu schlechten Zeiten mögen die Seele beruhigen, sie bringen einen aber nicht nach vorne. Wenn Schalke mit knappem Scheitern zufrieden ist, bleibt das vermeintlich Unmögliche eben immer unmöglich.

Toller Abend mit enttäuschendem Ende

Schalke 04 verliert sein erstes Heimspiel der Saison gegen Bayern München mit 0:2. Die Blauen sorgten mit einer starken Leistung für einen tollen Stadionabend und für neuen Mut. Letztlich waren die Bayern aber trotzdem die bessere Mannschaft, fuhren den Sieg ein und ließen Schalke unbelohnt zurück.

Nach der Leistung in Frankfurt war meine Erwartungshaltung niedrig. Vor dem Spiel hatte ich nicht damit gerechnet, dass Schalke eine Chance auf Punkte in diesem Spiel haben würde. Aber nach einer starken Anfangsphase der Bayern begann Schalke gut zu spielen. Schon zur Halbzeit fühlte es sich gut an, und als sich die Blauen auch zu Beginn der zweiten Hälfte gut präsentierten wurde das Spiel immer „mehr wert“. Plötzlich gab es realistische Chancen auf Punkte, plötzlich hatte Schalke was zu verlieren.

Es wurde verloren, und letztlich hatten sich die Bayern den Sieg verdient. Schalke konnte dem Meister lange Probleme bereiten. Aber die Roten steckten eben nie auf, und als bei Schalke die Kräfte nachließen konnte Carlos Ancelotti sein Team mit den Einwechslungen von Douglas Costa, Arturo Vidal und Joshua Kimmich nochmal verstärken. Schade, dass eine so gute Leistung nicht zu einem Punkt reicht. Enttäuschend, dass München derart weit voraus ist, dass sie am Ende solch ein Spiel als 08/15-Sieg abhaken können.

Die schwindenden Kräfte hatten die Schalker Spieler zuvor in eine Defensivarbeit investiert wie man sie sich schon immer gewünscht, aber in den letzten Jahren selten gesehen hat. Schalkes Intensität beeindruckte und spielte gegenüber den Vorstellungen im Pokal und in Frankfurt wie ausgewechselt; eben weil es tatsächlich eine ausgewechselte Mannschaft war.

Mit Naldo, Baba, Bentaleb, Stambouli und Konoplyanka standen fünf Neuzugänge auf dem Platz. Außerdem stellte Markus Weinzierl mit Matija Nastasic und Leon Goretzka zwei weitere Spieler auf, die mit den beiden ersten Saisonpflichtspielen nichts zu tun hatten. Der Trainer hatte seine Startaufstellung fast „maximal verändert“, und diese „neue Elf“ zeigte eine maximal veränderte Spielweise.

Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft bei ihrem Kampf zuzuschauen. Und Schalkes Stadion funktionierte, nicht nur die Kurve sorgte für Stimmung, alle Tribünen sorgten für die passende Lautstärke zu einem emotionalen Spiel. So wünscht man sich jedes Spiel, und der Schluss lag nah, dass Schalke, wenn es auch gegen Bayern München nicht reichte, mit solch einer Leistung gegen die meisten anderen Gegner erfolgreich sein kann.

Offen ist, ob sich das so in den nächsten Spielen umsetzen lässt. Ob die Spieler auch dann so motiviert über den Platz rennen, wenn die Gegner weniger prominent sind. Ob die Fans gewonnene Zweikämpfe auch dann bejubeln. Wie sich Schalkes Spiel dann mit Ball darstellt, ob man dann auch ein ähnlich hohes Tempo beibehalten kann, wenn Gegner wie Hertha BSC oder der 1. FC Köln ihrerseits gar nicht auf Ballbesitz aus sind, sondern gegen Schalke so spielen möchten wie Schalke gegen Bayern München.

Ma’kucken.

125 Tage Ohne

Heute ist es endlich soweit. Schalke 04 lädt zum ersten Heimspiel der Saison. Gegen wen ist mir dabei egal. Das letzte Heimspiel ist 125 Tage her. Ich hab`s vermisst.

Vor 125 Tagen war Markus Weinzierl noch als Trainer des FC Augsburg zu Gast. Es war der 33. Spieltag, der 7. Mai, ein Samstag, Anstoß um 15:30 Uhr. Das letzte Heimspiel André Breitenreiters als Schalke-Trainer endete 1:1. Nach dem Abpfiff gab es warmen Applaus von den Rängen. Wohltuend, nach dem Gezeter in der Saison zuvor, die mit dem Rauswurf Roberto Di Matteos endete. Aber irgendwie auch unverständlich, schließlich war die Saison einmal mehr derart, dass nach Abpfiff niemand wirklich traurig war, dass sie nun endete.

Natürlich ist man als Schalker neuanfangerfahren. Natürlich hat man jeden „Jetzt aber“-Text mehrfach gelesen, lediglich die Namen änderten sich beizeiten. Natürlich ist es weder Vergessen noch Verdrängen, natürlich ist einem stets bewusst wie es das letzte Mal endete; oder das Mal zuvor. Aber 125 Tage sind eine lange Zeit. Und letztlich ist es der Zauber des Daseins als Fußballfan, dass man es immer wieder schafft, einen Glauben an ein besseres Morgen zu entwickeln. Das ist auch bei mir nicht anders. Trotzdem habe ich den Stadionbesuch in den letzten Wochen nicht wegen fehlender sportlicher Spannung vermisst. Vielmehr fehlte er mir als Ritual.

Bei allem Alltag ist für mich das auf Schalke fahren eine Auszeit. Sitze ich erst im Zug Richtung Gelsenkirchen, denke ich nur noch an die Probleme des gerade amtierenden Trainers statt an meine eigenen. Für ein paar Stunden gibt es nichts zu planen, nichts zu erledigen. Mal regt mich auf was ich sehe, mal freut es mich. Mal bin ich laut, mal ruhig. Nichts davon hat Konsequenzen. Zu treffende Entscheidungen beschränken sich auf so leichte Fragen wie ob ich meine Knappenkarte für ein weiteres Bier auf den Tresen lege, oder ob ich mit dem nächsten Fan ein Gespräch beginne. Immer ist wer da den ich kenne, aber immer kann ich mich auch einfach nur auf meinen Platz setzen und meine Ruhe haben, wenn mir gerade danach ist. So einfach habe ich es sonst nirgendwo.

Mal verzichten ist immer gut, wenn was fehlt fühlt man seinen wahren Wert. Aber selbst der Bibel reichen 7 Wochen. 125 Tage war zu viel. Gut, dass es nun wieder losgeht. Egal gegen wen.

Und sonst? Überhöhte Selbsteinschätzung

Christian Heidel hatte der SportBild ein Interview gegeben, dass am gestrigen Mittwoch veröffentlicht wurde. Darin kritisiert er die Mentalität und die Selbsteinschätzung einiger Spieler des FC Schalke 04. Es gäbe Spieler die sich stärker einschätzen als sie sind, sagte Schalkes Manager. Zwar seien es alle „gute Jungs“, aber Schalke müsse die Mentalität verändern.

Offene Worte, an denen das Aussprechen spannender ist als der Inhalt. Dass es so ist weiß wirklich jeder, der einigermaßen regelmäßig die Spiele des FC Schalke 04 verfolgt. Aber als die Meldung zur Aussage Heidels gestern Früh über die Ticker ging raunte es durch die social networks „Endlich sagt’s mal einer“.

Und in einer Vorabmeldung zur heutigen kicker-Veröffentlichung eines Franco Di Santo-Interviews wurde einem noch gestern Abend ein Beispiel präsentiert.

Eine Rückkehr in die Argentinische Nationalmannschaft sei Franco Di Santos größter Traum. Einen solchen darf er natürlich haben, und er schränkt auch ein, dass er zunächst „bei einem Club wie Schalke gut Leistungen abliefern“ müsse. Betrachtet man rückblickend aber die Leistungen, die Franco Di Santo bislang im Trikot des FC Schalke 04 abgeliefert hat, fasst man sich unwillkürlich an den Kopf.

Die Stunde Null

Die Transferperiode ist beendet, Schalke 04 hat den Kader beisammen, mit dem man in die Saison 2016/2017 startet. Sieben Neuzugänge, ein neuer Trainer und ein neuer Manager bedeuten einen Umbruch der den Namen verdient. Damit ist noch lange nichts eingefahren, zumal andere Clubs in der Entwicklung viel weiter sind. Aber die Lore steht nun auf dem Gleis.

Als Horst Heldt im Frühjahr 2011, nach den Zeiten Felix Magaths, die Verantwortung über die sportlichen Belange beim FC Schalke 04 übernahm, nannte er es „den Umbruch vom Umbruch vom Umbruch“. Gemeinsam mit Ralf Rangnick wollte er für Stabilität sorgen, mit den Umbrüchen aufhören. Im September 2011 meldete sich Ralf Rangnick krank. In den knapp fünf Jahren, in denen Horst Heldt seitdem die Verantwortung trug, beschäftigte er weitere vier Trainer, die unterschiedlich kaum sein konnten. Den altehrwürdigen Huub Stevens, der bestmöglich verwaltete statt zu entwickeln. Jens Keller und André Breitenreiter, denen vorzuwerfen war dass ihr Spiel keine Handschrift trug, für nichts stand. Dazwischen Roberto Di Matteo, dessen Handschrift klar war, die letztlich so aber niemand wollte. Alle Trainer mit unterschiedlichen Vorstellungen, mit unterschiedlichen Anforderungen an Spieler.

An diesem Mangel an Kontinuität hatte jeder einzelne der Schalker Trainer zu leiden. In dieser Saison beginnt Markus Weinzierl seine Arbeit mit einem Kader, dem grundsätzliche Automatismen fehlen, der noch nie über einen längeren Zeitraum eine bestimmte Spielweise eingeübt hat. Doch dank des Verkaufs von Leroy Sané konnte ihm Christian Heidel sehr schnell bessere Voraussetzungen schaffen.
Man hätte ihn gerne noch auf Schalke behalten, hieß es vor den Verhandlungen um Sanés Wechsel. Letztlich war es so aber besser für den Club, denn der Verkauf des Talents bedeutete den finanziellen Spielraum, der die Verstärkung des Kaders mit gleich sieben Spielern ermöglichte, die der Spielidee des Trainers zupasskommen.

Nun ist es an Markus Weinzierl, diesem neuen Kader seine Spielweise einzuimpfen. Eine anspruchsvolle Aufgabe die Zeit braucht, und die von der breiten Öffentlichkeit keinesfalls geduldig begleitet werden wird, das haben die Reaktionen nach der Niederlage in Frankfurt schon gezeigt.

Ich denke, dass für die Blauen auch in dieser Saison nicht mehr als Platz 5 drin sein wird. Einfach weil Bayern München über allen steht und weil Dortmund, Leverkusen und Gladbach bei besseren bis vergleichbaren Kadern durch die besagte Stabilität in den letzten Jahren in ihren Entwicklungen viel weiter sind als Schalke 04. Thomas Tuchel in Dortmund und André Schubert in Gladbach mussten nicht bei Null beginnen, sondern konnten auf den von Klopp und Favre gelegten Fundamenten aufbauen. Roger Schmidt geht in Leverkusen in seine dritte Saison, hat bereits Tiefen überstanden und ließ seine Mannschaft gegen Ende der letzten Spielzeit schon einen beeindruckenden Fußball spielen.

Dort gilt es sich heranzuarbeiten. Bislang war Schalke unstet und in Krisen labil. Manager Heidels Vergangenheit nährt die Hoffnung dass er der Mann ist, der seinem Wunschtrainer den Rücken freihalten kann; dass er Markus Weinzierl auch dann ein Weiterarbeiten in Ruhe ermöglicht, wenn Spielergebnisse das Grummeln laut werden lassen. Dies ist die Voraussetzung für eine gute Arbeit des Trainers. Die Bewertung zu dieser steht im Mai 2017 an. Nicht nach dem ersten Bundesligaspiel in Frankfurt. Ma‘abwarten.



PS: Die Grafik oben ist keinesfalls als Prognose einer namentlichen oder taktischen Aufstellung gedacht. Mir ging es darum, den möglichen Einfluss der Transfers auf „das neue Team“ darzustellen.

Option-Don nach Klausel-Hotte

Das Transferfenster steht nur noch auf Kipp, um 18 Uhr ist’s dann endgültig zu. Gestern wurde veröffentlicht, dass Schalke Evgen Konoplyanka vom FC Sevilla verpflichtet. Der 26-jährige ukrainische Nationalspieler wird zunächst für ein Jahr ausgeliehen, für danach hat Schalke 04 eine Kaufoption.

Konoplyanka ist die siebte Neuverpflichtung und dabei der dritte Spieler, der zunächst als ausgeliehen geführt wird. Auch Nabil Bentaleb und Baba wurden zunächst für ein Jahr geliehen. Medienberichten zufolge hat Schalke 04 auch für Nabil Bentaleb eine Kaufoption. Bei Baba sind sich die Medien bezüglich einer Option nicht einig, während die WAZ eine solche verneint schreiben die Ruhr Nachrichten eine solche Schalke 04 zu. In dieser Transferperiode kam mir das Wort „Option“ in etwa so häufig unter wie das Wort (Ausstiegs-)„Klausel“ zu Zeiten Horst Heldts.

Sowohl die Kaufoption, als auch die Ausstiegsklausel sind nicht per se gut oder schlecht. Wenn in einer Kaufoption der Kaufpreis bereits festgelegt ist, kann es später schwierig sein neu zu verhandeln, wenn der Spieler zwar noch interessant, aber auf Grund der Entwicklung der Preis nicht mehr angemessen erscheint. Eine Ausstiegsklausel kann ermöglichen, Spieler zu bekommen, die sich ansonsten nicht auf einen Vertrag mit längerer Laufzeit einlassen würden. Je nach Entwicklung kann sich eine Ausstiegsklausel aber nach ein oder zwei Jahren als zu niedrig erweisen. Eine Kaufoption fühlt sich zunächst mal gut an, weil der eigene Club damit „am Drücker“ sitzt. Gerade im Fall Nabil Bentalebs, der in den letzten beiden Spielzeiten mit schweren Verletzungen zu kämpfen hatte, erscheint ein „Testjahr“ vor einem endgültigen Kauf schlau.

Mit einer Ausleihe lässt sich das Zahlen eines hohen Betrags für eine teure Verpflichtung vor allem prima aufschieben. Ohne Details zu kennen vermute ich, dass sich Schalke ohne die Leihverfahren in dieser Saison keine sieben Neuzugänge hätte leisten können. So konnte der entsprechend große Umbruch sofort realisiert werden, für drei von sieben Spielern werden die Ablösesummen aber erst in der kommenden Saison fällig – oder eben auch nicht, falls die Saison total missrät und man sich gegen die Verpflichtungen entscheidet. Das klingt nach Risikominimierung. Wie es letztlich kommt … ma’kucken.