Torloses Derby: Glücklicher Punktgewinn

Das Rückrunden-Derby der Saison 2013/2014 endete torlos, 0:0. Nach starkem Beginn der Blauen blieb am Ende ein schmeichelhafter Punkterfolg. Ralf Fährmann war einmal mehr bester Spieler seines Teams.

Etwas mehr als 20 Minuten wusste Schalke zu überzeugen, zeigte sich der BVB von der Gangart der Blauen überrascht. Dass Schalke so aggressiv und weit in des Gegners Hälfte attackieren würde, damit hatte Jürgen Klopp offensichtlich nicht gerechnet. Dass Schalke nicht nur kontert, sondern nach Ballgewinnen mit der ganzen Mannschaft aufrücken könnte, schien ebenfalls in der Dortmunder Vorbereitung nicht bedacht worden zu sein.
Schalke schaffte auf den Flügeln Überzahl, bildete Dreiecke, ließ den Ball dort zirkulieren. Mal spielte man sich frei, mal flankte man nach innen. Schnell fand man nach Ballverlusten in die defensive Ordnung zurück. Schalkes Spiel wirkte überlegen, ohne dass es zu klaren Torchancen gekommen wäre.

Eine der großen Stärken der Borussia ist es aber, Schwächen im laufenden Spiel zu erkennen und abzustellen. Ab Mitte der ersten Halbzeit wurden Dortmunds Außenverteidiger besser unterstützt und Schalkes Spielidee wurde ineffektiv. Gleichzeitig kamen immer mehr Dortmunder Angriffe über die Seite Sead Kolasinac‘, der in dieser Phase defensiv recht hölzern agierte und offensichtlich als Schwachstelle ausgemacht wurde. Dortmund übernahm das Spiel und gab es nicht mehr aus der Hand.

In der zweiten Halbzeit zog Dortmund das Tempo nochmal an, während Schalke plötzlich müde wirkte. Der Einsatzwille stimmte zweifellos, aber man hatte der Dynamik der Borussia kaum noch was entgegenzusetzen. Eine Spielidee war auf Schalke Seite nun nicht mehr zu erkennen. Während in der Zentrale Prince und Meyer stets sofort von Gegnern umringt waren, kam es auf den Flügeln häufig zu 1:1 Situationen. Dabei sahen Julian Draxlers Aktionen auf der linken Seite oft noch recht vielversprechend aus, ohne dass sie letztlich Durchschlagskraft entwickeln konnten. Leon Goretzka auf der rechten Seite verlor den Ball in der Regel sofort.

Am Ende war Schalke nur noch ein Lucky Punch per Standardsituation zuzutrauen, ansonsten war das Spiel eine Abwehrschlacht. Diese war aller Ehren wert, wenn man bedenkt mit welchen Spielern Schalkes Abwehr gegen welche Spieler in Dortmunds Offensive antrat, wie groß der Unterschied an Erfahrung und erprobter Klasse bei diesem Duell war. Sehr häufig bekam Schalke noch ein Bein in die Dortmunder Spielzüge, und wenn nicht rettete Ralf Fährmann. Seine Dominanz, seine Ausstrahlung steigerte sich seit Beginn der Rückrunde von Spiel zu Spiel. Er ist der Schlüsselspieler für die bislang so erfolgreiche Bundesliga-Rückrundenbilanz des FC Schalke 04, und letztlich war er es, der die Null und damit den Punkt für Schalke in Dortmund festhielt.

Maximal verdienter Zittersieg

Schalke war die klar bessere Mannschaft, am Ende freute man sich aber doch noch über Befreiungsschläge. Schalke erspielte sich viele erstklassige Torchancen, die Treffer waren aber dennoch irgendwie knusselig. Braunschweig war hoffnungslos unterlegen, hätte um Fingerbreite aber doch noch einen Punkt gewonnen. Das 3:1 des FC Schalke 04 gegen Eintracht Braunschweig war beinahe ein kurioses Spiel. Am Ende blieb es zum Glück doch nur ein Sieg.

„Verdient“. Für eine solche Bewertung hat jeder seine eigenen Maßstäbe. Ich persönlich bewerte dies nach den erspielten bzw. zugelassenen Torchancen. Ich gehe davon aus, dass in vielen Fällen der Zufall aka das Glück dazu beiträgt, ob der Ball letztlich wirklich über die Linie geht oder nicht, ob der Stürmer ihn auf den richtigen Quadratzentimeter bekommt, ob das Bein im richtigen oder zu späten Bruchteil einer Sekunde in die Flugbahn rutscht. Aber die Chance als solche muss zunächst erspielt – oder verhindert – werden. Das ist die eigentliche Arbeit auf dem Platz, dafür braucht es das geeignete Konzept, das Können und den Einsatz. Nach Spielen wie gegen Wolfsburg oder Leverkusen konnte man deshalb meines Erachtens über das „verdient“ diskutieren. Nach dem Spiel gegen Braunschweig waren sich aber alle Beobachter einig.

Erst kontrollierte Schalke das Geschehen, später erspielte man sich reihenweise Chancen. Die Abwehr hatte kaum etwas zu tun, Braunschweig traute sich nichts zu, spielte selten klar nach vorne. Und doch war es nicht die spielerische Überlegenheit, die zum Erfolg führte. Ein Schuss von weit weg, den Braunschweigs Keeper hätte halten müssen, und ein Freistoß an die Mauer brachten Schalke mit 2:0 in Führung.
Wie auch immer, es fühlte sich sicher an, für mich jedenfalls, eigentlich schon zur Halbzeit. Doch dann kam trotzdem noch ein Warnschuss, den Ralf Fährmann über die Latte lenkte. Dann stand es plötzlich doch nur noch 2:1. Dann war es auf einmal spannend, und niemand wusste so recht warum.

In der entscheidenden Szene der Endphase dieser Begegnung kamen für Schalke dann noch Glück und die Klasse Ralf Fährmanns zusammen. Als Mirko Boland in der 83. Minute quer in Schalkes Strafraum passte geriet der Ball wenige Zentimeter zu nah an Omar Elabdellaouis Standbein. Dieser bekam daher sein Schussbein nicht mehr rechtzeitig in die beste Position und konnte den Ball nicht kontrolliert zur offenen, rechten Torseite platzieren, weshalb sein Schuss recht zentral, aber immer noch direkt und damit sehr plötzlich aufs Schalker Tor kam. Ralf Fährmann wiederum, der bei der Hereingabe schon zu Boden ging und dem durch Sead Kolasinac der Blick verstellt war, brachte mit einem überragenden Reflex die Hand an den Ball und rettete damit den Schalker Sieg.

Nach nunmehr 26 Spieltagen hat Schalke 50 Punkte auf dem Konto, exakt so viele wie auch in der Saison 2011/2012 zum gleichen Zeitpunkt. Vor zwei Jahren stand Schalke damit auf Platz 4. Dank der andauernden Ergebniskrise Leverkusens hat man nun damit einen fast schon komfortabel zu nennenden 6 Punkte-Vorsprung auf den ersten nicht direkt für die Champions League qualifizierenden Platz. Diesen zu verteidigen wird noch harte Arbeit, vor allem weil Jens Keller durch die lange Verletztenliste kaum noch Möglichkeiten hat, durch Spielerwechsel auf bestimmte Gegner oder Spielsituationen zu reagieren. Aktuell ermöglicht dieser Vorsprung aber einen gelassenen Blick aufs Derby am Dienstag. Man kann Platz 2 erobern aber Platz 3 nicht verlieren. Schön.

Schalke.V.ereint

In demokratisch geprägter Politik geht es um verschiedene Meinungen, um das Werben darum und um das Erlangen einer Mehrheitsentscheidung. In demokratisch geprägter Vereinspolitik ist das nicht anders. Der FC Schalke 04 ist ein solcher Verein, laut Satzung ist die Mitgliederversammlung das oberste Beschlussorgan. Der aktuelle Vorstand und Aufsichtsrat hat zu den Themen für die am 04. Mai stattfindenden Jahreshauptversammlung bereits ausführlich für seine Meinung werben können. In einer Magazinausgabe des Schalker Kreisels wurde jedem Mitglied, unter der neutralen Darstellung aller Anträge, die Meinung der Clubführung in Farbe präsentiert. Andere Meinungen haben es sehr viel schwerer, sich Gehör zu verschaffen. Um diese Situation zu verbessern gibt es jetzt eine Initiative nebst entsprechender Webseite: „Schalke.V.ereint“

Dahinter steht keine einzelne Organisation. Die Macher sind Mitglieder verschiedener unabhängiger Fanorganisationen und unorganisierte Fans. Bei den Inhalten gehe es laut eigener Aussage darum, die einzelnen Anträge zur Jahreshauptversammlung zu analysieren. Dabei sollen die Motive der Antragsteller herausgearbeitet und hinterfragt, sowie die Pros & Kontras aus Sicht der Initiative „Schalke.V.ereint“ dargestellt werden. Man möchte ein Gegengewicht zur Darstellung im Schalker Kreisel bieten und damit den Mitglieder des FC Schalke 04 bei den zu treffenden Entscheidungen ein Urteil ermöglichen, das nicht nur einseitig, durch die Interessen von Vorstand, Aufsichtsrat und Schalker Fan-Club Verband, vorgeprägt ist.

Ich persönlich wünsche mir, dass sich möglichst viele Mitglieder bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung Gedanken zu den verschiedenen Themen und Anträgen machen. Obwohl ich keiner „Seite“ ein pauschales Dafür erteilen will, kann ich eine geeignete Darstellung einer „anderen Meinung“ nur gutheißen. Ich hoffe es gelingt.

Schalkes Nachwuchs darf sich mit Barca messen

Schalkes U19 wird im Halbfinale der „UEFA Youth League“, der Jugend-Champions League, auf den FC Barcelona treffen. Die Katalanen setzten sich gegen Arsenal durch, Schalke besiegte zuvor Chelsea. Dass die Mannschaft von Norbert Elgert zu diesem Kreis gehört, ist ein beachtlicher sportlicher Erfolg. Es ist auch ein Indiz für die gute Arbeit, die auf Schalke im Jugendbereich geleistet wird. Etwas, dass jedem Fan ein gutes Gefühl bescheren muss.

Sead Kolasinac, Max Meyer und Kaan Ayhan sind die bislang letzten Spieler aus der eigenen Jugend, die in Schalkes Bundesligamannschaft gestoßen sind. Alle drei konnten schon zeigen, dass sie dort hingehören. Derweil bereitet Meister Elgert die nächste Lore Grubengold vor. Stürmer Donis Avdijaj, Mittelfeldspieler Pascal Itter und Verteidiger Marvin Friedrich werden sich als die Nächsten beweisen dürfen. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Dazu braucht es selbstverständlich mehr als nur den herausragenden Jugendtrainer Norbert Elgert. Eine ordentliche Jugendarbeit leistete Schalke schon immer. Seit Horst Heldt auf Schalke das Sagen hat wurde daraus aber mehr. Gleich bei seinem ersten Auftritt als Sportchef bei einer Jahreshauptversammlung kündigte er an, sich um die Scouting- und Jugendabteilung kümmern zu wollen. In beiden Bereichen gab es danach personelle Veränderungen und es wurden Verantwortlichkeiten umorganisiert. Heute ist das, was nun „Knappenschmiede“ genannt wird, eine Vorzeigeabteilung mit direktem Anschluss an den Profikader.

Mit diesem Konzept der höchstmöglichen Durchlässigkeit von der Jugend zum Profikader schafft Schalke mehr Identität als mit einem ominösen „Leitbild“, gegen welches schon so häufig im Kleinen wie im Großen verstoßen wurde. Außerdem schafft Schalke damit Werte. Egal ob man „nur“ das Geld für Zugänge aus der Fremde spart oder ob man gelegentlich ganz große Talente für Millionen an noch größere Clubs verkauft: Für den FC Schalke 04 als einem Club mit nach wie vor hohem Schuldenstand, der seine Einnahmen aus Werbung und Ticketverkäufen nicht mehr signifikant steigern kann, ist dieses Produzieren von Fußballqualität auch ein Weg zu einer finanziell besseren Zukunft.

Schalkes Halbfinale gegen Barcelona wird im Rahmen eines Endrundenturniers im schweizer Nyon ausgetragen. Beide Halbfinale finden am 11. April statt, das Endspiel folgt drei Tage später. Rückspiele oder ein Spiel um Platz 3 gibt es nicht.



Lesetipp: Interview mit Horst Heldt zum gleichen Thema

Alles was man nicht hören will

Einfach nicht hinfahren ist verboten, glaube ich. Schalke muss antreten, in Madrid, auch nach der klarsten aller klaren Klatschen.

Schalke will sich anders präsentieren. Man will Freude haben und Vollgas geben, zeigen was man wirklich kann und ein besseres Ergebnis erzielen. Wer in Madrid spielt entwickele sich weiter, dieses Spiel sei eine große Erfahrung, ein toller Lernprozess. Was das Ergebnis angehe wolle man mal schauen, es sollte aber nicht in der Höhe wie im Hinspiel enden. Man will sich voll reinhängen, ein ordentliches Spiel zeigen und sich mit Anstand verabschieden. Ein respektabler Auftritt soll es werden. Der letzte Eindruck soll positiv ausfallen, die Reise sei kein Sightseeing, man verweigere die Kaffeefahrt. Die Mission Impossible wird zur Frage der Ehre, eine Prestigesache.

Jede einzelne dieser Plattheiten war gestern irgendwo zu hören oder zu lesen. Protagonisten und Journalisten waren ohne Chance. Ein derart totes Spiel irgendwie gescheit interessant darzustellen ist unmöglich.

Von den Wortbeiträgen nach dem Spiel ist gleiches zu erwarten. Vielleicht klopft man sich auf die Schulter, weil man nur knapp verloren hat, so wie Leverkusen sich dessen schon nicht schämte. Vielleicht bejubelt man einen Achtungserfolg, vielleicht entschuldigt man sich erneut. Wirklich richtig wird alles nicht sein, richtig geht einfach nicht. Das ist ganz zwangsweise die Folge eines 1:6.

An dieser Stelle wird es keinen weiteren Beitrag zu diesem Spiel geben.

Sieg in Augsburg, erstmals Platz 3 unter Jens Keller

Schalke 04 gewinnt in Augsburg mit 2:1 und klettert in der Tabelle auf Rang 3! Für sich genommen war es kein tolles Spiel, in diesem Kontext allerdings schon.

Nur in der Anfangsphase der zweiten Hälfte war Schalke die bessere Mannschaft. Für kurze Zeit beherrschte man das Geschehen, hielt den Ball in der Augsburger Hälfte und zeigte spielerische Überlegenheit. Über Draxler und Kolasinac wurde dabei das letztlich entscheidenden zweite Huntelaar-Tor herausgespielt, und als Fan hoffte man, dass Schalke den Dreh gefunden hätte.

Tatsächlich wurde die Partie danach aber wieder das, was sich auch zuvor schon war. Ein ausgeglichenes Kampfspiel, in dem nur wenig Fußball funktionierte.
Zwar kamen der Reihe nach ein haarsträubender Hoogland-Fehler, verunsicherte Schalker, ordentlich pressende Augsburger, ein gut aufgelegter Knipser aus den Niederlanden, zu viele Gelbe Karten, die oben beschriebene, gute Phase der Blauen und eine respektable Augsburger Schlussoffensive, in der Schalke noch ein bisschen Glück brauchte, in diesem Spiel vor. Trotzdem wird man sich an diese 90 Minuten schon bald nicht mehr erinnern. Erinnern wird man sich aber sicherlich an die Serie dieses Rückrundenstarts, in der dieses Spiel 3 Punkte und ein „s“ in der Statistik bedeutete.

Viel besser hätte es für Schalke 04 in dieser Rückrunde bislang kaum laufen können. Sicherlich waren nicht alle Spiele der Blauen toll, auch nicht wenn man die „Sowieso-Niederlangen“ gegen Real Madrid und Bayern München vollkommen unbeachtet lässt. Von ziemlich glücklich bis hochverdient war alles dabei. Geradezu grotesk herrlich ist aber, mit welcher Regelmäßigkeit die Spieltage seit Januar für Schalke positiv enden. Ob es sowas in dieser Form schon mal gab?

Dass Schalke 6 von 8 Spiele gewann ist für sich schon beachtlich. Dass aber gleichzeitig auch noch zwei Clubs, die in der Winterpause die Plätze zur Champions League besetzten, 6 bzw. 7 Mal nicht gewinnen konnten: Es wäre einem selbst nur als Wunsch bereits absurd vorgekommen! Es kam dennoch so.

Dadurch wurden aus 9 Punkten und 12 Toren Rückstand auf Leverkusen nun 3 Punkte Vorsprung, bei ausgeglichenem Torverhältnis. Seit Jens Kellers Amtsantritt steht Schalke jetzt erstmals auf einem Tabellenplatz, der zu einer direkten Champions League-Qualifikation führt. Erstmals gibt es mehr zu verteidigen als anzugreifen. Nicht gegen Real Madrid, aber gegen Eintracht Braunschweig. Ma’kucken.

Entspannung auf Schalke

Schalke 04 gewinnt 4:0 gegen Hoffenheim. Das Ergebnis angenehm hoch, der Sieg angenehm verdient. Dabei war das Spiel lange nicht besonders gut. Im Stadion kratzte das aber niemanden.

Eigentlich war es ein Arbeitssieg, im besten Sinn des Wortes. Über weite Strecken der Spielzeit gab es nur wenige Torraumszenen. Beide Mannschaften bearbeiteten sich im Mittelfeld. Gerade in der ersten Halbzeit flipperte der Ball häufig hoch hin und her, wirkliche Spielzüge gab es kaum.

Hoffenheim agierte einfallslos. Markus Gisdols Mannschaft spielte viele lange Bälle durch die Mitte und hatte offensichtlich aus der Analyse der Schalker Begegnung mit Mainz nichts gelernt. Den Blauen konnte es recht sein. Schalkes Defensive wurde nur sehr selten vor Probleme gestellt. Benedikt Höwedes agierte in der Innenverteidigung souverän, aber auch die Kollegen Matip, Hoogland und Kolasinac gaben sich kaum eine Blöße.

Diese Defensive und die Tatsache, dass Schalkes Offensive gleich drei geniale Momente zu Toren machte, führten zu einem verdienten Sieg. Matips Kopfballvorlage zur Führung, Huntelaars Direktschuss ins lange Eck zum 2:0, des Princen No-Look-Pass vor Obasis Außenrissschuss zum 3:0 – Das waren großartige Szenen, toller Fußball! Viel mehr Chancen erspielte sich Schalke bis dahin allerdings nicht. Erst nach dem 3:0 kamen die Blauen noch zu mehreren Abschlüssen. Einer führte zum vierten Treffer.

Obwohl das Spiel phasenweise nur vor sich hinplätscherte und Klaas-Jan Huntelaar die vorzeitige Entscheidung per Strafstoß auf ziemlich arrogante Art vergab, genoss das Stadion den Nachmittag sehr. Der frühe Führungstreffer nahm die Spannung, und das tat gut. Nach 11 Gegentreffern in zwei Spielen war dieses Spiel pure Erholung. Niemand wollte zweifeln, auf den Adrenalinschub eines Last Minute-Sieges wurde gerne verzichtet. Bei sommerlichen Temperaturen den Blauen quasi 90 Minuten beim Siegen zuzusehen: Das war genau das, was ganz Schalke jetzt brauchte.