ESR plus X: Wenig Punkte nach lustlosen Wechseln

So richtig Bock auf dieses Spiel schien Huub Stevens nicht zu haben. Verletzungsbedingt musste er sich zu einer Auswechslung durchringen, die beiden anderen Wechsel nutzte er dazu, das Spiel über die Zeit zu bringen und den Punktgewinn zu sichern. Trotz dieses Ausfalls nehme ich diese ESR-Runde nicht aus der Wertung. Beschwert Euch beim Club.

Mit den Auswechslungen von Jefferson Farfán und Raúl haben immerhin 12 Tipper gerechnet. Einen Innenverteidiger wechselt man in der Regel nicht aus, weshalb Christoph Metzelder auch nur von zwei unerschrockenen Tippern genannt wurde. Sergio Escudero als erste Einwechslung hatte niemand auf dem Zettel.

Julian Draxler wäre der Auswechsel-Toptipp gewesen. Marco Höger war der Toptipp als erster Einwechselspieler, war aber eben erst der zweite. Von 67 Tippern erreichten 14 zwei Punkte, einen Dreier gab es nicht.

In der Gesamtwertung wird es nun noch mal richtig eng. Gleich drei Tipper liegen gleichauf vorne, bernd, Ralf und toms3n haben jeweils 26 Punkte. Dahinter folgen zwei Tipper mit 24 und fünf mit 23 Punkten. Die komplette Ergebnisliste gibt es hier. Ein Text zum Spiel folgt. Danke fürs mitmachen!

ESR plus X: Äh … mursredna lam etueH

.mursredna lam se tfuäl etueH

ASR statt ESR, Auswechselspieler statt Einwechselspieler! Nicht wer kommt, sonder wer geht? Schreibe heute die drei Spieler auf, von denen Du glaubst, dass Huub Stevens sie AUSWECHSELN wird. Nur heute mal.

Als X Frage darfst Du dann wieder ein bisschen wie sonst … nur präziser …

X Frage

Wer ist Huub Stevens erster(!) Einwechselspieler im Spiel gegen Augsburg?

Also los: Mein Tipp lautet …

Höger
Draxler
Raul
X Moritz



Was ist Einwechelspieler-Raten und was ist eine X Frage?
Tippabgabeschluss ist Sonntag, 14:00 Uhr. Bitte die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage im Kommentarfeld untereinander notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich. | Foto: duncan c

Raúl verlässt Schalke

Jetzt ist offiziell, was man bereits eine Weile ahnte. Trotzdem fühlt man sich unvorbereitet. Raúl verlässt Schalke 04.

Man sollte es nüchtern sehen. Ein Profi der für Geld spielt und weiter spielen will. Woanders bekommt er mehr, woanders kann er länger. Also geht er.
Man sollte vernünftig sein. Schalke muss haushalten, kann und will nicht alles zahlen. Für einen Mann am Ende seiner Karriere, den man spielen lassen muss, der mit bloßer Mimik öffentlichen Druck erzeugen kann.

Man sollte – aber es fällt eben doch sehr schwer. Seiner Ausstrahlung und seiner Eleganz wegen. Auf und abseits des Platzes. Seiner Tore, seiner immer wieder starken Leistungen, der genialen Momente wegen.

Das erste Trikot meines Sohnes trug seinen eigenen Namen. Ich riet ihm, das sein Leben lang so zu handhaben. Es sei unser Trikot, und die Profis, wer auch immer, seien schneller bei anderen Clubs als er aus dem Trikot herauswachsen würde. Auf seinem zweiten Trikot wollte er trotzdem unbedingt Raúl stehen haben. Völlig zurecht.

Raúl auf Schalke war was besonderes. Dieses Gefühl wird bleiben, zeitlos. Ein weiteres Kapitel in der Geschichte dieses großartigen Clubs.

Das Phantom zieht weiter

Einer, der schon immer als riesengroßes Talent galt. Der am 18. Oktober erst 22 Jahre alt wird. Und dessen Karriere doch schon beendet scheint. Zumindest bei Schalke 04 beendet ist.

Der in 4 Jahren eben nur auf 625 Einsatzminuten kam. Der trotzdem lange Hoffnungen schürte. Der nur in den ersten Spielen unter Felix Magath überhaupt als reeller Spieler wahrgenommen wurde. Bis er sich dann wieder verletzte.

Nur noch dreimal spielt Levan Kenia nicht mit. Dann ist er weg, wohin auch immer. Eine Geschichte der Kategorie „Schade, wer weiß wie es gewesen wäre, wenn …“.

Jens Keller

Eine entsprechende Meldung des Vereins steht bislang aus, aber zwei Webseiten berichten von einem Engagement Jens Kellers beim FC Schalke 04. Jens Keller war zuletzt im Herbst 2010 Trainer des VfB Stuttgart.

Die Webseite der österreichischen Tageszeitung Kurier berichtet, Jens Keller habe als Scout der Schalker am Wochenende das 18-Jährige Admira Wien-Talent Marcel Sabitzer beobachtet. Bereits Anfang des Monats schrieb Oliver Griss bei dieblaue24.de, einem Internet-Portal zu 1860 München, dass Jens Keller als Nachwuchstrainer der Löwen nicht mehr infrage käme, da er „als neuer U17-Trainer auf Schalke zugesagt“ habe.

Seinen ersten Trainerjob erhielt Jens Keller unter der Sportdirektorenschaft Horst Heldts beim VfB Stuttgart, als er 2008 die U19 der Schwaben übernahm. Im Dezember 2009 wurde er Co-Trainer unter dem neuen Cheftrainer Christian Gross. Nach dessen Entlassung übernahm Keller die Mannschaft. In seinem ersten Spiel als Bundesligatrainer holte Keller ein 2:2 auf Schalke. Das machte ihn von einer kurz- zu einer mittelfristigen Lösung. Als solche hielt er sich 9 Spieltage. Er wurde freigestellt, als der neue Stuttgarter Sportdirektor Fredi Bobic kurz vor der Winterpause Bruno Labbadia verpflichtete.

Auf der letzten Jahreshauptversammlung des FC Schalke 04 kündigte Horst Heldt an, das Scouting verbessern zu wollen.

Tomasz Waldoch, der aktuelle Trainer der Schalker U17, erhielt vor der laufenden Saison lediglich einen Einjahresvertrag. Seine Mannschaft belegt derzeit Platz 3 der B-Junioren-Bundesliga West, hinter dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund.

Lang lebe Asi Erich oder: KEIN FOTO OHNE `NEN EURO

Nein, an dieser Stelle folgt kein moralisches „Wort zum Sonntag“, aber abseits aller Themen die uns ansonsten gegen Saisonende so beschäftigen, vielleicht mal etwas zum Nachdenken.

Vor gut drei Wochen setzte irgendwer ein Gerücht in die Welt: „Asi-Erich“ sei verstorben. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer am Schalker Markt, Entsetzen und Anteilnahme waren – insofern man dem Gerücht Glauben schenkte – groß.

„Unser“ Asi-Erich ist, viel zu früh, von uns gegangen. Erich – ein Original, Erich – der mit dem Kultstatus, Erich – ein Schalker durch und durch, Teil unserer Jugend, unserer Identität, Teil unsere Schalker Vereinsfamilie, Kultur, Seele, Asi-Erich-Fussballgott.

Zwei Tage bevor diese schäbige Nachricht lanciert wurde hatten zahlreiche Schalker Erich noch gesehen, konnten bezeugen, er habe eigentlich gepflegt und gut wie lange nicht mehr ausgesehen. Jedenfalls trauten einige Schalker dem Braten nicht und machten sich schlau, fragten bei Polizei etc. nach – doch niemand wusste etwas von Erichs Ableben. Und so kam es, pünktlich zu Ostern, zur Auferstehung Erichs. Und das ist auch gut so.

Es ist in der jüngeren Vergangenheit teilweise zu einem Erich-Hype gekommen. Schön am Spieltag zu beobachten. Jede/r 04te möchte mit ihm fotografiert werden, es kommt dabei manchmal auch zu Gesten und Sprüchen die man als wenig respektvoll empfinden kann. Teilweise sogar als degoutant. Dabei sind die Leute (teils volltrunkene Komiker) die sich mit Erich ablichten lassen wollen nicht selten „more Asi“ denn Erich selbst. Aber Erich, so ist er, macht immer jeden Scheiß gerne mit – wie sollte er sich auch wehren? – und es soll ja hier auch keine Moralapostelei folgen.

Allerdings, und das muss einfach mal gesagt werden, hat Erich durch seine unverhoffte Auferstehung auch irgendwie ’ne „zweite Chance“ verdient. So groß die Bestürzung bei allen über sein vermeintliches Ableben war, so groß könnte doch auch im wahren Leben bei genau diesen Leuten nun auch die Bereitschaft sein, ihm ab und an mal irgendwie zu helfen. Nicht wahr? Erich ist nämlich vor allem eines: Ein ganz feiner Kerl, ein Schalker durch und durch, bei dem im Leben halt nicht alles so gelaufen ist wie wir es uns für unser eigenes Leben vielleicht wünschen.

Nein, Erich wird wohl nie wieder arbeiten gehen, keine Wellness-Gutscheine für ein Hotel brauchen oder Entschlackungskuren mitmachen wollen. Und drückt man ihm Kohle in die Hand wird er sie ganz sicher auch nicht für einen Bausparvertrag einzahlen (er hat ja nicht einmal einen festen Wohnsitz, ’ne eigene Wohnung). Ja und?

Aber wenn man ihm mal ’nen Pils ausgibt oder 2€ in die Hand drückt, einfach so, ohne das er „betteln“ kommen muss, ohne das man sich im Kollektiv darüber lustig macht, dann hat Erich wesentlich mehr davon als irgendwelche Beileidsbekundungen in der virtuellen Welt der sozialen Netzwerke …

Macht doch ruhig ein Foto mit Erich wenn er es okay findet (fragt vorher!), aber steckt ihm ruhig doch auch was zu (ungefragt): KEIN FOTO OHNE `NEN EURO!!!
Ein Heimspiel ist noch. Erich wird da sein. Ganz sicher. Und hoffentlich noch viel öfter. Also, haut mal einen raus! Gebt einen aus! Nicht darüber Lachen weil er wegen wiederholtem Schwarzfahrens mal wieder im Knast sitzt, sondern mit den Kumpels unbürokratisch fürs Bahnticket sammeln. Macht was!
Habt Respekt vorm „Fußballgott“ und helft ihm! Mit Betroffenheit allein – und Verarsche – ist ihm ganz sicher nicht geholfen.

Gast der 1. Stunde bei „Blogsport 360“

Früher habe ich hier sehr viel öfter auf gute Podcasts hingewiesen. Warum das mit der Zeit weniger wurde kann ich auch nicht recht erklären, jedenfalls bin ich selbst nach wie vor ein Fan dieses Formats. In Sachen Sportpodcasts ist das Sportradio 360 ein Leuchtturm. Aus beiden Gründen freute ich mich sehr, dass ich als Gast zu einem neuen Show dieses Senders eingeladen wurde.

„Blogsport 360“ heißt das Ding. In 30 Minuten und unter der Gesprächsleitung von Patrick Völkner unterhielten sich Florian Neumann, Axel Goldmann und eben ich über den letzten Bundesligaspieltag. Mir hat es großen Spaß gemacht, ich fand es sehr kurzweilig. Würde mich freuen, wenn ihr Euch auch eine Meinung bilden wolltet.


Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(31:25 Min)
Webseite / Podcast-Feed