Bastian Oczipka

… wird Schalker. Der dritte Neuzugang der aktuellen Transferperiode.

Schalke hat Sead Kolasinac verloren und Baba ist noch verletzt. Man suchte einen zuverlässigen Linksverteidiger mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Ich denke, den hat man mit Bastian Oczipka gefunden.

Unter Nico Kovac hat er eine sehr solide Saison gespielt, war Teil einer starken Abwehrreihe. Einmal fehlte er wegen einer Gelbsperre, ansonsten stand er in allen Bundesligapartien über 90 Minuten auf dem Platz. Bastian Oczipka ist 28 Jahre alt, kommt aus Bergisch Gladbach und wird gerade zum ersten Mal Vater.

Für eine Ablösesumme zwischen 4 und 5 Millionen Euro stellt er für Schalke 04 kein großes Risiko dar. Neben top talentierten Sternchen, von denen man sich das Besondere und die große Marktwertsteigerung erhofft, braucht eine Mannschaft immer auch solide Bundesligaarbeiter. Als einen solchen erachte ich Bastian Oczipka. Ich denke, dieser Transfer ist ein recht smarter Move von Christian Heidel.

Amine Harit

… wird Schalker, das wurde von Trainer Domenico Tedesco am Rande des Testspiels in Erkenschwick bereits bestätigt. Dies ist wohl die große Nachricht dieser Woche. Dennoch wird mein Text nicht länger, denn ich muss zugeben, ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung, was dieser junge Kerl zu leisten imstande ist. Ich hege keinerlei Interesse für die französische Liga. Ich glaube nicht an Highlight-Videos und ich spiele nicht mal Playstation.

Fakt ist jedenfalls, dass Amine Harit heute 20 Jahre und 22 Tage alt ist, und dass er gerade erst 2.401 Spielminuten in 34 Einsätzen im Herrenbereich absolviert hat. Das ist noch eine Minute weniger, als Franco Di Santo bislang für Schalke auf dem Platz stand.

Ma’abwarten.

Der „Schalke 04 Google Kalender“ 2017/2018

Diesmal bin ich etwas spät dran. Aber wie seit 2011 immer biete ich den Spielplan des FC Schalke 04 als Google Kalender auch in der kommenden Saison zum Abonnieren an. Er steht im iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) genutzt oder in Webseiten integriert werden.

Die Termine werden in der Regel zeitnah nach Bekanntgabe der endgültigen Anstoßzeiten aktualisiert. Die noch nicht endgültig terminierten Spiele werden mit dem vorläufigen Termin und einem Sternchen * als Kennzeichnung dargestellt. In der Terminbeschreibung sind alle Partien des jeweiligen Spieltags aufgeführt Nach den Spielen werden die Termine mit den Ergebnissen versehen und erhalten außerdem in der Terminbeschreibung den Link zum Königsblog-Beitrag zum Spiel.

Die Integration des Kalenders in dieses Blog kann hier angesehen werden (siehe auch „frühere Termine suche“, ganz oben). Die Adressen für Import, Abonnement oder Integration gibt’s hier:

Schalke sollte Konoplyanka loswerden

Eine Fußballsaison beginnt hierzulande ja bekanntlich am 1. Juli. Der geneigte Schalker darf heute erkennen, dass der Rummel um den Profikader beginnt, wie er zuletzt endete. Mit einem Interview Evgen Konoplyankas.

Der Bild diktierte er, dass er Schalke habe schützen wollen. Aus seiner Sicht hätte sich Schalke unter Weinzierl nicht weiterentwickeln können. Für ihn sei klar gewesen, dass er hätte den Club verlassen müssen, wenn Weinzierl weiter Trainer geblieben wäre.

Domenico Tedesco habe ihm gesagt, dass alle „bei Null“ beginnen würden. Er wolle unbedingt besser Deutsch lernen, das habe er vernachlässigt, weil er wegen des Fußballs enttäuscht gewesen sei. Wenn er das Vertrauen des Trainers spüre, sei alles tutti.

Okay, in „tutti“ steckt eine gewisse Interpretation. Den Rest dieser unsäglichen Selbstdarstellung habe ich aber bestmöglich wiedergegeben. Man kann das mit der entsprechenden Nachricht in RevierSport vergleichen.

Einer, der sich bei der Presse ausheult, wenn er sich nicht wohlfühlt, wird das wieder tun, wenn er sich mal wieder nicht wohlfühlt. Einer, der aufhört seinen Job zu machen, in diesem Fall die Sprache seines Clubs zu lernen, wird dies wieder so handhaben, wenn ihm der nächste Furz quer sitzt. So einer macht sich seine Regeln selbst, sein Tun ist von seiner Laune abhängig.

Ich hoffe sehr, dass Christian Heidel und Domenico Tedesco es nicht ernst meinen, mit Evgen Konoplyanka in die neue Saison gehen zu wollen. Um des Spielers Marktwert halbwegs hochzuhalten sind alle Aussagen erlaubt. Dennoch sollte Schalke 04 einen solchen „Spaßfußballer“ unbedingt loswerden.



Foto: Tomek Bo

Deutschland ist FIFA-Konföderationen-Pokalsieger

… und man darf bemerken: Das mit dem Fan-Boykott eines im ach so korrupten Russland stattfindenden Turniers hat nur so halbgut geklappt. Jedenfalls wenn ich die „Action“ meiner Twitter-Timeline als Maßstab zugrunde lege. Das wird auch bei der WM 2018 nicht anders sein. Und auch bei der WM in Katar nicht. Wenn der Ball rollt, wenn die Show beginnt, rückt alles andere zur Seite.

Tschöö, Web 0.4!

Andy schießt sein Blog ab. Seit 2010 gehörte das Web 0.4 dazu, zu diesem Online-Dingsbums zu Schalke 04, aus Blogs, Twitter, Facebook, sonst was. Ab jetzt nicht mehr.

Ein Schlusspunkt, ein Abschied, der dazu anregt, zurückzudenken. Leider habe ich einen Hang zur Melancholie. Und hier standen schon längere Sätze zu Früher. Aber ich habe sie wieder gelöscht. Weil diese Oppa erzählt von Damals-Stimmung auch schnell nervt. Vor allem aber, weil das so gar nicht zu Andreas‘ Art passt, und auch nicht zu seinem letzten Text. Das Web 0.4 war immer grober als die anderen, direkter, mehr Punk als ma’kucken. Das wird fehlen.

Ein Fehler und der Kniff des Clemens T.

Bemerkungen zur S04 Mitgliederversammlung 2017

Die Mitgliederversammlung 2017 des FC Schalke 04 ist in den Büchern. Letztlich gab es weniger Aufregung als erwartet. Der neue Trainer redete selbst und frei und sympathisch, er kam gut an. Dem Vorstand Sport nahm man seine Erklärung zur Trainerentscheidung ab. Bemerkenswert war, wie die wichtigste Entscheidung entschärft- und dass die wichtige Wahlausschuss-Wahl von den Mitgliedern aus Versehen erschwert wurde.
 
 
Der Kniff des Clemens T.

Das heißeste Thema im Vorfeld war der Antrag auf Satzungsänderung, welche den Wahlausschuss verändern sollte. Wer sich halbwegs für dieses Thema interessierte konnte schnell mitbekommen, dass der Antrag in der Mitgliedschaft auf viel Widerstand traf. Dies blieb auch den Antragstellern nicht verborgen. Doch statt eine Niederlage einzugestehen und den Antrag vorbehaltlos zurückzuziehen, wendete der Aufsichtsrat um Clemens Tönnies einen Kniff an.

Clemens Tönnies erklärte, dass man die Stimmung gegen diesen Antrag wahrgenommen hätte, und schlug vor, abstimmen zu lassen, ob dieser Änderungsantrag überhaupt behandelt werden solle. Dabei stellte er der Abstimmung die Alternative gegenüber, den Antrag unter Beteiligung der Kritiker zu überarbeiten und im kommenden Jahr wieder vorzulegen.

Das Plenum wollte den Antrag verhindern und nahm die Alternative mit großer Mehrheit an. Clemens Tönnies gelang es damit, zunächst nicht als Verlierer dazustehen, und sich außerdem von der Mitgliederversammlung das Einbringen eines weiteren Versuchs im nächsten Jahr legitimieren zu lassen. Ein starker Politiker-Move, in einer Situation, in der eine krachende Niederlage bevorstand.
 
 
Der Fehler der verschobenen Tagesordnung

Ein wichtiger Teil der Mitgliederversammlung war die Wahl des Wahlausschusses. Diese fand leider erst zu einem solch späten Zeitpunkt statt, dass die Versammlung bereits arg ungeduldig war und die Vorstellung der Kandidaten sicher auch ganz gecancelt hätte, wäre dies von jemandem vorgeschlagen worden. Statt der regulären drei Minuten blieben jedem Kandidaten letztlich nur 1:30 Minunten, um sich zu erklären. Das Publikum war unaufmerksam und unruhig, das Ganze war der Wichtigkeit nicht würdig.

Schuld daran war ich selbst, als einer von 55%, die einem Antrag auf Änderung der Tagesordnung zustimmten. Der Antragsteller Giuseppe Renna beantragte, den Punkt „Aussprache“ gleich hinter die Berichte der Vorstände und vor die Abstimmungen zu verlegen. Die Idee war, sich Auszusprechen, bevor die wichtigen Entscheidungen gefällt würden. Mir schien das plausibel und gut.

Giuseppe Renna selbst hatte auch einen Wortbeitrag in dieser Aussprache und forderte die Clubfunktionäre auf, den Satzungsänderungsantrag zum Wahlausschuss zurückzuziehen. Was (auch) ich nicht bedacht hatte war, dass in diesen Aussprachen aber wahnsinnig viele Redner eben nichts redeten, was einen vor einer Abstimmung weiterbringt. Stattdessen mussten sich der neue Trainer, der Sportvorstand und auch die Versammlung von schalkebemützten Fans erklären lassen, wie man künftig doch besser spielen könne, dass die Ecken schlecht kämen oder dass man doch Kontinuität bräuchte. Pro forma demokratisch, denn schließlich darf jeder sagen was er will. Tatsächlich aber ganz viel Mumpitz, der den wichtigeren Tagesordnungspunkten den Zeitkorridor in der Phase des Tages nahm, da das Plenum noch zu Aufmerksamkeit fähig gewesen wäre.