„Fürs Ausland bereit“? Kein Wunder …
Stichwörter: 1. FC Köln
Frau Pisus Herz schlägt für den FC, aber der Cellist des WDR-Rundfunkorchesters Matthias Purrer ist „eigentlich“ Bayern-Fan. Dessen Dirigent Mihhail Gerts …
… lobte das Liedchen als „schönes Stück“. Wahrscheinlich hätte er den Gassenhauer mit einer Hand dirigieren können - oder beim Ballhochhalten.
Mal ehrlich: Die haben doch alle einen an der Waffel, oder?
Der Überflieger: 1. FC Köln - Schalke 04
Stichwörter: 1. FC Köln, Schalke 04
Freitagsspiele enden spät und der Samstag bot mit der nächsten Bayern-Niederlage und dem 5:4 in Bremen genügend Stoff, sich nicht mehr mit dilettantischen Schalkern abgeben zu müssen. Wirklich zerrissen wurden die Königsblauen in den Medien eigentlich nicht.
Hier ein paar Meinungen zum Spiel, zum hier an- und dort weiterlesen. Vielleicht meinungsbildend, vielleicht als Diskussionsgrundlage. Stoff für spannenden Gespräche in Bus und Bahn oder um dem Arbeitskollegen die Welt zu erklären. Weiter
An die Wand gespielt
Stichwörter: 1. FC Köln, Schalke 04
So sieht’s aus, wenn einen Mannschaft gut und eine schlecht spielt.
Köln hat tollen Fußball gespielt. Schnell und direkt, weitestgehend schnörkellos, zweikampfstark. Sehr laufstark und gut aufgeteilt in der Defensive, sich immer gegenseitig helfend, in 1:1 Situationen geschickt. Das war toll anzuschauen und es war zu spüren, wie das Kölner Publikum diese Leistung aufsog, jeden Sturmlauf mitging. Ein hochverdienter Sieg für den 1. FC Köln, und wenn ich nun über Schalke herfalle möchte ich damit die Leistung von Christoph Daums Mannschaft nicht relativieren.
Mein Gott, war Schalke scheiße. So inaktiv über 90 Minuten, das gab es wirklich schon lange nicht mehr. Mal keinen guten Fußball spielen kommt leider immer wieder vor. Heute haben sie gar nicht gespielt, nichtmal nur schwach. Abgesehen vom standhaften Ralf Fährmann im Tor waren heute wirklich ausnahmslos alle Helden grottenschlecht: Bordon und Krstajic bekamen grausam ihre Langsamkeit aufgezeigt, Farfan bekam gegen Womé keinen Stich. Engelaar hatte ständig Beine zwischen den Beinen, ihm schien das alles zu schnell zu gehen. Rakitic und Sanchez verloren einen Ball nach dem anderen, Pander bekam den Knicker kaum in den Strafraum und der Rest der lahmen Truppe war überhaupt nicht zu sehen.
Es schien tatsächlich so zu sein, dass Schalke einzig und alleine darauf vertraute, dass sich schon irgendwie irgendwas ergeben würde. Selbst Trainer Fred Rutten schien zwischendurch gedanklich weit weg, in einer anderen, besseren Welt zu sein. Anders ist es kaum zu erklären dass er den letzten Wechsel erst drei Minuten vor Schluss vornahm. Und tatsächlich hätte Altintop das Ding beinahe noch reingelogen, in der Schlussphase die so verlief wie sich Schlussphasen nach solchen Spielen häufig entwickeln: Wenn die eine Mannschaft nur noch will dass es vorbei ist und plötzlich aufhört weiterzuspielen, und die andere Mannschaft erkennt, dass sich das Übel eines Abpfiffs nicht ewig verdrängen lässt.
Schalke verlor dank Ralf Fährmann nur 1:0 statt 4:0. Eine Klatsche war’s trotzdem, das Gesicht konnte Schalke nicht wahren.
Gedanken zur Saison 2008/09
Stichwörter: 1. FC Köln, Arminia Bielefeld, Bayer Leverkusen, Bayern München, Borussia Dortmund, Energie Cottbus, Hamburger SV, Hannover 96, Hertha BSC, Karlsruher SC, Schalke 04, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg
Morgen gehts endlich wieder los. Bundesliga. Ein Blick auf die Liga vor dem Start.
Wie gut, daß die Bayern Meister wurden, das Öffentlich-Rechtliche hat seine Mannschaft des Herzens und der Einschaltquoten gleich wieder Live im Programm.
Ist aber zugegebenermaßen auch eine schöne Geschichte. Klinsmann, der wohl cleverste Verkäufer seiner Arbeit, die trotzdem niemand wirklich kennt, in seinem ersten Spiel als Trainer der Bundesligamannschaft, an der er als Spieler gescheitert ist.
Das ist wohl die global spannende Frage dieser Saison: Schafft Klinsmann es, die Bayern wirklich zu verändern oder verändert er sie nicht, weil es sich um eine medial aufbereitete Veränderung handelt und die Herren Hoeneß, Rummenigge und Co. das Heft nur scheinbar aus der Hand geben? Und schafft er es im Wahn aller möglichen Nebenschauplätze (z.B. Buddhas, Leistungszentren, Pressekonferenzen/Fotos nach seiner Fasson, gefühlte 100 Trainer, eine Besonderheit die nur durch Lautstärke besonders wird) den sportlichen Erfolg in München zu halten.
Das Mannschaftspotenzial ist dabei unbestritten, Klinsmann selber wird zumindest offiziell immer über jeder Kritik stehen und dank seiner Cleverness hat er sich die Fans des FC Bayern direkt ins Boot geholt mit einem zu Tränen rührenden offenen Brief, der viel Plattitüden enthält, aber das Fanherz trifft/treffen kann.
Weiter geht es mit Trainern. Da sind noch drei andere neu.
Fredericus Jacobus Rutten ist die ganz große Unbekannte beim Lieblingsclub des Schreibers. Hat, nicht unclever, zwei teure Neuzugänge seines Vertrauens um sich gescharrt, leider aber das Problem, das erste wichtige Ziel mit dem schwersten Gegner wo möglich war zu erreichen. Beim Rückspiel in Madrid ist das Weiterkommen fast elementar für die Saison des Fc Schalke 04. Stimmungsmäßig jedenfalls.
Jürgen Klopp ist in Dortmund noch mehr Messias als Jürgen Klinsmann in München. Bei seiner ersten Trainerstation außerhalb von Mainz legt man ihm einen Klub zu Füßen, der in den letzten Jahren Trainer auf Trainer verbrannte, der in den letzten Jahren die konstanteste Inkonstanz der Liga darstellte. Nun aber soll es Klopp richten, einer der Trainer, der eine Aussendarstellung besitzt, die einem wunden Verein fast noch wichtiger sein muss als sein sportliches und taktisches Können. Dieses wird oftmals unterschätzt, ähnlich wie bei Volker Finke, der leider nie den Absprung schaffte. Man vergißt, daß Mainz ohne Klopp niemals Bundesligist geworden wäre und das Mainz mit Klopp taktisch sehr starken Fußball spielte. Dies muss er in Dortmund zügig hinbekommen, sonst wird er innerhalb eines halben Jahres endgültig zum Gute-Laune-August der Nation und enden wie sein Vorgänger. Wovon ich ausgehe, schließlich bin ich Fan von Schalke 04.
Der vierte und letzte im Bunde ist Martin Jol. Und mit Verlaub und obwohl die Berichterstattung überstrahlt wird durch seine drei Kollegen, der hat die beschissenste aller Aufgaben übernommen. Was allein mit dem Verkauf Rafael van der Vaarts zu erklären ist.
Aus einem Kandidaten für die UEFA-Pokal-Plätze ist eine graue Maus geworden. Die Abwehr ist stark, der Sturm ist berechenbar und technisch wie taktisch schlecht. Diese Tatsache dürfte einen Holländer, der schönen Fußball spielen lassen will, tränenreich in eine andere Liga flüchten lassen. Wenn ihm Didi Beiersdorfer nicht mit einer Entlassung zuvorkommt.
Man muss nicht gespannt sein, wenn man den Fußball von 1899 oder sagen wir aus Traditionsgründen (es sei an dieser Stelle auf die Traditionself verwiesen, die wohl einzige der Liga, in der man keinen Menschen kennt) doch lieber TSG Hoffenheim im letzten Jahr verfolgt hat. Das ist schnörkellos nach vorne und macht Spass. Das wird auch in diesem Jahr nicht anders sein. Und weil dem so ist wird diese Mannschaft eine gute Rolle spielen in dieser Liga. Richtung einstelliger Tabellenplatz.
Man sollte im Übrigen nicht glauben, daß dieser Verein wenig Zuspruch erfährt. Ich habe einen Kumpel in der alten Heimat, der wird “Hoffi” gerufen. Und ist Fan von Werder Bremen, aber allgemein immer für einen guten Fanartikel zu haben. Nun stellte sich heraus, das das Maskottchen der TSG Hoffenheim, ein Hirsch, “Hoffi” heißt. Natürlich haben wir sofort versucht, dieses Vieh zu besorgen, um dem Siegener “Hoffi” mit dem Hirschen eine Freude zu bereiten.
Die erstaunliche Antwort der Shop-Beauftragten:
Hallo Herr Kurtspaeter,
leider ist unser Maskottchen Hoffi derzeit nicht verfügbar. Dies wird wohl noch bis Ende des Jahres dauern.
Was bleibt sonst noch? Wolfsburg wird immer stärker und schickt sich an, die unbeliebteste Mannschaft der Liga zu werden, die Aufsteiger aus dem Rheinland sind wieder dort wo sie hingehören und mit dem Eff Ceh wirds auch bestimmt einiges Skuriles zu belächeln geben. Und seien es nur die Aussagen der Herren im Präsidium oder auf der Trainerbank.
Ich glaube, daß der Kampf um die internationalen Plätze extrem umkämpft sein wird, mit Wolfsburg, Leverkusen, Bremen, München, Schalke, Stuttgart, Hamburg fallen mir spontan sieben Mannschaften ein, die dieses Ziel haben und es fehlen noch Dortmund, Hannover oder Berlin, die zumindest dran schnuppern wollen. Wohlgemerkt, es geht nur um die Eigeneinschätzung der Vereine.
Untenrum sehe ich Bielefeld, Cottbus und Karlsruhe außer Konkurrenz. Alle anderen Mannschaften sind klar stärker einzuschätzen. Trotzdem bleibt einem dieser Teams der Gang in die Relegation, eine der Regelungen, die wohl niemals zu hundert Prozent Glückseligkeit hervorrufen. Da steht Kommerz gegen Saisonleistung.
Und sollte uns irgendwann langweilig werden mit der Bundesliga, dann empfehle ich statt einem Gang ins Stadion oder vor die Fernsehgeräte einen Besuch der Festung Westring, wo der alternde kurtspaeter die Liga-Mannschaft von UT Kiel in der neu geschaffenen Kreisliga (das ist jetzt 7.Liga) als Kapitän auf den holprigen Rasen führen wird. Vorallem da der körperlich arg strapazierte kurtspaeter erstmals seit Jahren (es müssten 9 sein) eine Vorbereitung wirklich (fast) komplett durchzog und nach Mitspielerinformationen mitunter als Strich in der Landschaft durchgeht. Gegenüber vor der Vorbereitung natürlich nur.
Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß uns langweilig wird. Mit der Bundesliga. Schön, daß es wieder losgeht.



