Artikel zum Schlagwort ‘1. FC Nürnberg’

Burgstaller & Badstuber

Tag Zwo nach meiner Blog-Winterpause. B-Day, sozusagen. Und schon plöppen die passenden Transfermeldungen auf. Stürmer Guido Burgstaller wird Schalke in Kürze verpflichten, das wurde schon offiziell bekanntgegeben. Eine bevorstehende Leihe von Innenverteidiger Holger Badstuber wurde immerhin von Bild vermeldet.

Guido Burgstaller ist Österreicher und kommt vom Club aus Nürnberg. So weit, so gewohnt. Doch anders als Alessandro Schöpf ist Burgstaller kein junges Talent mehr. Er ist ein 27-jähriger Stürmer, der es in seiner Karriere bislang bis zum Niveau von Rapid Wien und der 2. Bundesliga gebracht hat. Dort war er zuletzt freilich sehr erfolgreich. In 70 Pflichtspielen für den Club hat er 34 Treffer erzielt. Für ihn ist Schalke der nächste, vielleicht der letzte große Schritt.

Bei Holger Badstuber liegt der Fall quasi entgegengesetzt. Er ist von Beginn an in einem der besten Clubs der Welt groß geworden und galt stets als einer, dem alles zuzutrauen ist. Doch statt eine Karriere im Blitzlicht zu leben war er dauerhaft verletzt. In den viereinhalb Spielzeiten, von Sommer 2012 bis heute, kam er in 153 möglichen Bundesligaspielen auf lediglich 30 Einsätze.

Die Burgstaller-Verpflichtung mag ich. Für den Spieler ist es eine große Chance, für die Blauen ist es ein nur kleines Risiko. Burgstallers Vertrag in Nürnberg wäre im Sommer ausgelaufen. Ob dessen, und ob des Spielers Alter, wird Christian Heidel nicht allzu viel Geld an Nürnberg überweisen müssen. Und Schalke braucht sehr dringend einen halbwegs treffsicheren Stürmer.

Wenn stimmt, dass Holger Badstuber lediglich für die eine Rückrunde dieser Saison ausgeliehen werden soll, bestünde für Schalke 04 auch bei dieser Personalie kaum ein Risiko. Sollte sich der Spieler sofort wieder verletzten zahlt eh bald die Berufsgenossenschaft wieder sein Gehalt. Da Schalke nach der Umstellung auf 3er-Kette regelmäßig drei Innenverteidiger braucht, und da außerdem aktuell Matija Nastasic und Benedikt Höwedes angeschlagen sind, wäre die Verpflichtung eines Innenverteidigers absolut sinnvoll. Und doch fühlt es sich für mich nicht gut an. Auch die letzten Leihen von Bayern München, Jan Kirchhoff und Pierre-Emile Höjbjerg erschienen zunächst sinnvoll. Und doch haben beide nicht funktioniert. Beide bleiben als Spieler in Erinnerung, die nach dem Schritt vom FC Bayern zu den Blauen nicht in der Lage waren, Schalke als Chance anzunehmen, die hier absolut falsch waren. Aber vielleicht ist Badstuber ja anders.

Ma’kucken.

Foto: Steindy

Sieg, Qualifikation – trotzdem Diskussion

Schalke gewinnt das letzte Saisonspiel mit 4:1 gegen Nürnberg und sichert damit die direkte Qualifikation für die Champions League. Dass es so enden würde stand über 90 Minuten nie zur Diskussion, Nürnberg war schwach, Schalke traf früh. Diskutiert wurde auf den Rängen des Stadions allerdings trotzdem, über Gerüchte um den Trainer des FSV Mainz 05, die via Smartphones schnell die Runde machten.

Wie schon gegen Freiburg merkte man Schalkes Mannschaft an, dass sie keine Zweifel aufkommen lassen wollte. In Freiburg gab es noch kurze Phasen, die mit etwas Pech das Spiel hätten kippen lassen können. Nürnberg kam lediglich nach einer verunglückten Flanke zu einem Pfostentreffer; aber da führte Schalke bereits 1:0.

Leon Goretzka zeigte sich von seiner Nominierung für den vorläufigen WM-Kader beflügelt und war der beste Spieler auf dem Platz. In den letzten 20 Minuten durfte sich auch noch Jan Kirchhoff seinem neuen Heimpublikum vorstellen. Seine Präsenz im Zentrum war bemerkenswert. Er lies erahnen, wieso er als Verstärkung für diese Rückrunde geplant war, weshalb er nun eine Verstärkung für die neue Saison sein kann.

Letzten Endes lief für Schalke 04 in dieser Bundesligarückrunde aber fast alles optimal, auch ohne Jan Kirchhoff. Nach einer Hinrunde mit teilweise furchtbaren Auftritten kam diese Serie überraschend. Gepaart mit ebenfalls überraschenden Negativserien der Clubs aus Leverkusen und Gladbach, wurde Schalke bereits am 25. Spieltag auf Rang 3 gespült und blieb dort.
Vor allem in der ersten Hälfte der Rückrunde zeigte Jens Kellers Mannschaft einige richtig starke Spiele. Gegen Ende der Saison war das Offensivspiel nicht mehr ganz so kreativ und das defensive Mittelfeld nicht mehr ganz so dominant. Gerade das letzte Spiel gegen Nürnberg kann aber als bespielhaft dafür betrachtet werden, wie Schalke mit hohem Aufwand und sicherer Defensive dafür sorgte, dass man am Ende auf 11 Siege kam und sich Platz 3 redlich verdiente.

Nach einer Hinrunde mit teilweise furchtbaren Auftritten hätte sich niemand fragend am Kopf gekratzt wenn er gehört hätte, dass sich Schalke 04 um Thomas Tuchel bemüht. Dieser wird fortan kein Trainer in Mainz mehr sein. Diese Nachricht und einiges mehr an Gerüchten huschte am Samstag über tausende mobile Internetempfänger im Schalker Stadion, und sorgte für Diskussionen an einem Tag, an dem doch eigentlich nur hätte gefeiert werden sollen.

Mittlerweile machte Mainz‘ Manager Christian Heidel öffentlich, dass Schalke Anfang des Jahres den Mainzer Trainer für die kommende Saison verpflichten wollte. Dies lässt Horst Heldt als gescheitert und Jens Keller als gehörnt dastehen. Nun wolle Thomas Tuchel in der Saison 2014/2015 keine Mannschaft trainieren, so Heidel weiter.

In der Bewertung des gesamten Falls stoßen sich einmal mehr Planung und Tagesgeschäft, ein Dilemma, welches meines Erachtens für eine Vielzahl schlechter Entscheidungen im Profifußball verantwortlich ist. Meines Erachtens ist Thomas Tuchel der beste Bundesligatrainer nach Jürgen Klopp, und es wäre geradezu fahrlässig von einem Club wie Schalke 04, wenn man nicht versuchen würde ihn zu verpflichten, wenn eine Chance dazu besteht. Im Licht der aktuellen Rückrunde mag das gegenüber Jens Keller als falsch erscheinen. Die anderthalb Spielzeiten zuvor boten aber immer wieder Argumente dafür, und die richtig guten Trainer verpflichtet man eben nicht in englischen Wochen, das braucht eine gewisse Planung, eine entsprechende Vorlaufzeit.

Ob Thomas Tuchel damit für Schalke auf alle Zeit verbrannt ist, ob Jens Keller wider aller Diskussionen zu Schalkes Rekord-Dauertrainer wird, wie der nächste, zwangsweise irgendwann kommende neue Trainer auf Schalke heißt: Ma’abwarten. Doof ist jedenfalls, dass einem durch diese Geschichte kaum Zeit zum Freuen und zum Luftholen bleibt, dass Schalke damit vom letzten Ereignis gleich in die nächste Diskussion fällt.

Aber das ist eben Schalke.

Das Ende naht

Noch ein Spiel. Nur noch ein Spiel. Dann ist die Saison auch schon wieder gelaufen. Für Schalke jedenfalls, für uns. Die Clubberer aus Nürnberg hoffen, dass es noch weiter geht. Nicht nur das ist unterschiedlich, alles ist verschieden.

Auf Schalke ist es ruhig. Es gab gestern keine Pressekonferenz, alle Nachrichten kreisten um die Nominierungen für den erweiterten WM-Kader der Nationalmannschaft. Wir können davon ausgehen, dass sich Schalkes Profimannschaft professionell vorbereitet. Sie wird bereit sein, das morgige Spiel zu gewinnen. Ihr wird klar sein, dass das Spiel wichtig ist. Nervös ist aber niemand, auf Schalke. Man weiß um die eigenen Qualität, man hat in Freiburg den wichtigen Sieg nach zwei Niederlagen eingefahren, man trifft nun auf einen Gegner, der sechsmal in Folge verloren hat. Wir gehen von einem Erfolg aus. Wir wollen dieses Spiel genießen, das letzte Bier, die Ehrenrunde, wir nehmen uns vor, uns das Knappenkarten-Guthaben zu merken, und dann freuen wir uns auf die nächste Saison.

Nürnberg hingegen steht vor einem existenzbedrohenden Schritt. Sechs Niederlagen haben den Clubberern, Dementoren gleich, den Glauben ausgesogen. Trainer Roger Prinzen ging gestern mit gutem Beispiel voran, warb dafür, dass außer ihm auch andere noch Hoffen mögen. 90 Minuten, ein Endspiel. Ein Sieg könnte die Relegation und in der Folge eventuell noch den Klassenerhalt bedeuten.
Ein Abstieg ist immer ein großes Risko. Es gibt keinen Automatismus, der einen Tranditionsclub in der zweiten Liga an der Oberfläche hält. Die guten Spieler würden gehen. Auch die schwächeren Spieler verdienen nach 4 Jahren in Liga 1 mehr, als sich ein Club mit Zweitligaeinnahmen leisten will. Eine mehr als schwierige Situation droht, ist sehr nah.

Nur noch 90 Minuten plus Nachspielzeit.
Glückauf.

Endlich vorbei

Weihnachten. Endlich. Pause. Wegschauen. Wegdenken. Woandersentlanghoffen. Sich nicht ärgern müssen. Abschalten.

Ich bin müde.

Mal ehrlich: Solch einem scheiß Fußball kann man doch nichts abgewinnen, oder? Nicht, wenn man auf technisch sauberes Spiel steht. Nicht, wenn man es mag, dass die Mannschaft bis zum umfallen kämpft. Nicht, wenn man die Umsetzung einer gewieften Taktik bestaunen möchte. Wahrscheinlich selbst dann nicht, wenn man sich ein Spiel nur schönsaufen will.

Wenn die Konkurrenten im Kampf um die Champions League-Plätze verlieren, beim bislang sieglosen Tabellensiebzehnten so zu kicken, als sei man selbst der abstiegsgefährdete Club:
Das ist Schalke 04 im Jahr 2013.

Ein großer Haufen sehr talentierter Kicker, deren Spiel nicht zu charakterisieren ist. Die Lethargie auf dem Platz nervt mich. Die Zufriedenheit nach solch einem Mist ärgert mich. Die Amateurhafte Außendarstellung meines Vereins ist mir peinlich.

Zwar fehlt mir die Hoffnung, dass sich diese Dinge in absehbarer Zeit ändern, aber vielleicht kann ich sie ausgeruht wieder besser ertragen.

In diesem Blog geht’s erst am 06. Januar weiter. Vielen Dank allen Lesern und Kommentatoren, fürs Diskutieren, fürs Mitbeobachten und Mitbewerten, fürs Mitdenken, fürs Mitfreuen und Mitleiden.
Habt ein schönes Weihnachtsfest und kommt gut ins nächste Jahr!



Foto: Cedward Brice

Das exemplarische Konjunktiv-Spiel

Schalke 04 verliert mit 0:3 in Nürnberg. Ein Spiel der Königsblauen, an dem es viel zu kritisieren gibt. Mit Hätte, Wenn und Aber kommt man in Fußballdiskussionen nicht weit. Nach diesem Spiel ist eine Konjuktiv-Argumentation ausnahmsweise trotzdem angebracht. Diese Niederlage der Schalker in Nürnberg war eher großem Pech als dem eigenen Unvermögen geschuldet.

Schalke trat in der üblichen Formation mit einem Stoßstürmer, zwei Flügelstürmern und einem offensiven Mittelfeldspieler an. Allerdings waren zwei dieser vier an diesem Tag Totalausfälle. Michel Bastos bekam offensiv nichts zustande und versagte defensiv, als er Alexander Esswein auf dessen Weg zum 2:0 nicht foulte, um seine Mannschaft im Spiel zu halten. Chinedu Obasi wirkte vollkommen fehl am Platz, wirkte nicht einsatzbereit, lethargisch, unfit. Die später eingewechselten Raffael und Teemu Pukki waren auch nicht besser. Unter diesen Umständen wussten Julian Draxler und Jefferson Farfán noch erstaunlich viel Offensive zu kreieren.

Das ging an diesem Tag fast nur durch Einzelleistungen. Als Team spielte Schalke schwach. Man hatte den Ballbesitz, den Nürnberg zuließ, weil sich Nürnberg weit zurückzog. Aber sobald Schalke gestört wurde, war es vorbei mit dem Geschiebe, da flipperte der Ball nur noch unkontrolliert durch die Reihen. Furchtbar anzuschauen.

Auch die Abstimmung in der Verteidigung wirkte unrund. Ob es geplant war, dass Benedikt Höwedes derart häufig weit rechts positioniert spielte? Ich war nicht vor Ort, war vom Sky-Bild abhänging und konnte Marco Höger, den eigentlichen Rechtsverteidiger, häufig nicht finden. Das führte dazu, dass Joel Matip zentral zu oft auf sich alleine gestellt war. Ungünstig, da er sich in diesem Spiel recht zweikampfschwach zeigte. Christian Fuchs – grade bezüglich seiner Defensivarbeit häufig kritisiert – half in diesem Spiel mehrfach aus, im Zentrum, und einmal sogar rechts.

Sead Kolasinac machte seinen Job im defensiven Mittelfeld meines Erachtens nicht schlecht, wenn er dort auch nicht so auffällig spielte wie zuletzt als Linksverteidiger. Jermaine Jones wusste sich längst nicht so häufig in die Offensive einzubringen wie sonst, was vielleicht auch ein Grund dafür war, weshalb das offensive Kombinationsspiel lahmte. Zwar ist Jones kein begnadeter Kombinationsspieler, aber seine Ausflüge brachten in vielen Spielen in entscheidenden Situationen eine Überzahl im Zentrum oder rechts. Gegen Nürnberg fehlte das.

Was ebenfalls fehlte, war der Schiedsrichterpfiff bei Feulners Handspiel vor der Nürnberger Führung. Markus Feulner führte den Ball mit der Hand in die für ihn günstige Richtung, ohne dem hätte er nicht so kontrolliert abschließen können. Dem Schiedsrichter ist allerdings kein Vorwurf zu machen.
Dr. Jochen Drees’ Seite war die linke und somit die von Feulner abgewandte. Er konnte dessen rechten Arm nicht sehen. Es wäre die Aufgabe des Assistenten an der rechten Außenlinie gewesen, Herrn Drees dieses Handspiel anzusagen. Unglücklicherweise schloss allerdings Benedikt Höwedes kurz vor dem Handspiel an Feulners rechter Seite auf, so dass er den freien Blick des Assistenten auf das Geschehen beeinträchtigte, was wohl letztlich zur ausbleibenden Entscheidung führte. Dumm gelaufen.

Nein, Schalke war nicht gut. Aber Schalke erarbeitete sich in der ersten Halbzeit vier und in der zweiten Halbzeit zwei hochkarätige Torchancen. Wenn Julian Draxler um einen zu kurz geknipsten Zehnagel den Ball nicht richtig trifft, und dieser dann an den Pfosten statt ins Netz geht, ist das Pech, kein Unvermögen. Schlecht Spielen bedeutet meines Erachtens, keine Möglichkeiten zu Treffern zu kreieren, man vergleiche dazu die zweite Halbzeit gegen Galatasaray. Wenn man zu sechs sehr guten Torchancen kommt, hat man einiges richtig gemacht, selbst dann, wenn das Spiel zwischendurch kritikwürdig daher kommt.
Auch wenn man es mit dem Konjunktiv im Fußball nicht weit bringt: Bei einer Schalker Führung hätten wir sicherlich ein komplett anders Spiel erlebt. Dass dem nicht so war, dass Schalke an diesem Tag sehr viel Pech hatte, ist übel und ärgerlich. Daraus nun aber gesehen haben zu wollen, dass „Nürnberg ungleich entschlossener“ war, dass es „an der Einstellung“ lag oder dass Schalke eben nicht in der Lage wäre, „den nächsten Schritt“ zu machen, wie es an anderen Stellen zu lesen ist, halte ich für ausschließlich ergebnisbezogene, hohle Phrasen.

Erfolg im Kirschenspiel

Schalke 04 gewinnt mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg, rückt damit auf Platz 2 vor und liegt nur noch vier Punkte hinter dem Tabellenführer. Womit gleich im ersten Satz das Grund-zur-Freude-Verhältnis angesprochen ist. Die jetzige Situation als solche sorgt für viel mehr Spaß als es das Spiel gegen den Club vermochte.

Dieter Hecking schickte seine Mannschaft sehr defensiv auf den Platz. Nürnberg gelang es, Schalkes Offensive lahmzulegen. Nürnberg zog sich weit zurück, bot Schalke keine Räume, stand stets jeder Anspielstation auf den Füßen und bot den Blauen einen Test, in dem diese sich keine guten Noten verdienten.

Schalke war unpräzise und zu langsam. Sich durch das Abwehrdickicht zu spielen hätte Kurzpassstafetten gebraucht, aber spätestens der dritte Pass ging nicht mehr in des Mitspielers Fuß. Gegen derart kompakt auftretende Nürnberger stach nicht mal individuelle Klasse. Ibrahim Afellay war der fleißigste Schalker, versuchte es links, zentral, rechts, war immer in Bewegung, lief sich stets frei. Aber mit seinem häufigen Einrücken machte er die engen Räume noch enger und nahm Lewis Holtby die Luft. Was in anderen Spielen funktionierte, half gegen Nürnberg nicht.

Schalke kam (wie eigentlich auch Nürnberg) hauptsächlich dann zu Chancen, wenn der Gegner im Aufbau selbst patzte. Wie eben auch in der 77. Minute, als sich Nürnbergs Innenverteidiger ins „offene Mittelfeld“ vorwagte und gleich von drei Schalkern gestellt wurde. Als er sich wieder im eigenen Strafraum orientierte, flog der Ball grade an ihm vorbei, zu Jefferson Farfán.

Ein bisschen glücklich war es schon, und für Dieter Hecking entsprechend ärgerlich, dass eine der wenigen Chancen doch noch rein ging. Aber so ist das nun mal, Schalke mühte sich, versuchte das Spiel zu machen, hatte es gegen eine Mannschaft, die sicherlich auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen wäre, entsprechend schwer. Und doch nutzte Schalke eben eine Chance, ohne sich völlig zu öffnen und Nürnberg auch noch einen Lucky Punch zu ermöglichen. Es mag als Phrase gelten, aber wer oben stehen will, muss auch mal schlechtere Spiele irgendwie gewinnen, denn stets gut zu spielen schafft kein Team.

Und so steht Schalke nun also bestens da! Die Siege gegen Dortmund und Arsenal gaben Selbstbewusstsein, der Sieg gegen Nürnberg war die „Mache es wie ein Favorit“-Kirsche auf dem Kuchen. Aktuell ist Schalke in allen Wettbewerben bestens dabei, überall kann man sich ambitionierten Zielen stellen, immer geht es um was, das macht Laune. Und das alles obwohl Klaas-Jan Huntelaar nicht mal gut drauf ist. Man stelle sich mal vor, der trifft wieder so sicher wie letzte Saison …



Foto: Arijit Saha

Das Zwischenspiel

Bundesliga mitten in der Woche ist man ja gar nicht mehr gewohnt. Wenn ich nichts übersehen habe war das letzte In-der-Woche-Bundesligaspiel des FC Schalke 04 der 2:1 Sieg am 22.09.2010 in Freiburg. Der erste Dreier, am 5. Spieltag dieser komischen Saison 2010/2011.

Nun also in Nürnberg. Eigentlich ein tolles Spiel, ein schweres Spiel, ein Spiel das Aufmerksamkeit verdient. Das aus meiner Sicht durch den Termin aber eine gewisse Abwertung erfährt. Als ich erstmals bewusst die Restprogramme der Blauen und Borussia Mönchengladbachs verglich, sah ich das Heimspiel gegen Hannover und das Derby als die schwierigsten Begegnungen an. Das Ausscheiden gegen Bilbao verstärkte die Unsicherheit gegenüber der Begegnung gegen Hannover noch. Nun ist das gut gegangen, und auch wenn schon in drei Tagen das Derby ansteht, ist es natürlich bekloppt, das Spiel gegen den Club zu missachten. Diese drei Punkte sind so gut wie alle anderen, auch hier wird Vorsprung ausgebaut oder eingebüßt. Trotzdem. Irgendwie.

Wir erwarten 44.000 Zuschauer, davon 4.000 aus Schalke. Es gibt auch noch Karten, vor allem in der Südkurve.

sagte Katharina Wildermuth, die Pressesprecherin des 1. FC Nürnberg. Es wäre das erste nicht ausverkaufte Gastspiel des FC Schalke 04 in Nürnberg seit dem 03.12.2006. Nürnbergs Stadion ist mit 48.548 Zuschauern ausverkauft.



X Frage

Welche Zuschauerzahl meldet der 1. FC Nürnberg für das Spiel gegen Schalke 04?

Es zählt der bei kicker.de in der „Spielanalyse“ publizierte Wert. Dieser Wert wird auf volle Hunderter auf- oder abgerundet. Entsprechend müssen auch nur volle Hunderter getippt werden. Wer dann auf +/- 100 korrekt tippt, erhält den X Punkt.

Was das Raten der Einwechselspieler angeht sei erwähnt, dass sowohl Christian Fuchs als auch José Manuel Jurado nicht mit nach Nürnberg geflogen sind.

Mein Tipp lautet …

Marica
Hoogland
Holtby
X 45700



Was ist Einwechelspieler-Raten und was ist eine X Frage?
Heute muss es hurtig gehen, Tippabgabeschluss ist bereits um 18:30 Uhr. Bitte die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage im Kommentarfeld untereinander notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich. | Foto: duncan c