Destruktive Lust
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Bayern München, Bemerktes, Schalke 04
Spekulationen über Spekulationen. Jetzt soll Kroos im Sommer direkt Kießling mitbringen. Ob’s Vizekusen gefällt? http://tinyurl.com/yjrhhbx
… twitterte Breitnigge und veranlasste fehlpass.com zu der Antwort:
#Kießling oder #Klose? Dann würde ich für Kießling stimmen, jederzeit.
Zunächst mal muss man sagen, dass „Vizekusen“ bislang wenig Grund zur Sorge haben muss. Der verlinkten Zeitungsartikel bringt Stefan Kießling und den FC Bayern zusammen weil Kießlings Vertrag bei Leverkusen exakt so lange läuft wie der mindestens eines Bayern-Spielers, und weil „Wechsel von Leverkusen nach München Tradition haben“. Dabei verkennt die Zeitung das Kießling ein „Hoeneß-Transfer“ wäre (vgl. Lahm-Kritik) und jetzt ist da ja Nerlinger …
Aber mal abwarten. Ich würde einen solchen Transfer jedenfalls begrüßen! Wer bei den Bayern auf der Bank sitzt kann für andere Clubs gegen Schalke keine Tore schießen. Gerade dieser Kieß (Tatsächlich unter Mitspielern Kießlings „Spitzname“; und Fans hoffen auf kreative Kicker.) hat Schalke schon wirklich viele Punkte gekostet. Vielleicht besinnt sich Nerlinger ja doch noch auf das bayerische Mir san Mir. Wie wär’s außerdem mit Marco Reus? Marcus Berg? Edin Džeko und Du-Ri Cha?
Destruktive Lust im Fußball. Toll!
Glauben lernen, Teil 2
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Schalke 04
Wieder eine Aufholjagd. Wieder ein Unentschieden. Wieder ein gefühlter Sieg und eine Heimfahrt in dem Gefühl, dass es doch noch gut gelaufen ist. Und doch war diesmal einiges anders als beim Spiel gegen den HSV. Der Gegner war stärker und der Schiedsrichter war schlechter.
Leverkusens Auftritt in Halbzeit 1 war schon beeindruckend. Technik und Tempo allenthalben. Klare Offensivaktionen, selbst bei den schnellsten Vorstößen fast immer zwei Anspieloptionen für den ballführenden Spieler, und diese konnten die Pässe auch noch verarbeiten. Das war außerordentlich, und man sah wie schwer es für Schalke wird, wenn sich der Gegner durch Tempo einer Großzahl an Zweikämpfen zu entziehen weiß. Doppelt dumm, wenn die anderen Zweikämpfe dazu noch vom Schiedsrichter unterbunden werden.
Im Spiel gegen den HSV ließ Schiedsrichter Gräfe das Spiel sehr viel mehr laufen. Es entwickelte sich ein tolles Spiel mit hohem Tempo. Gegen Leverkusen glaubte Schiedsrichter Weiner, kleinlich pfeifen zu müssen, was er nachhaltig tat. Er bedachte dieses Spiel mit 47 Freistoßpfiffen, Gräfe kam gegen den HSV mit 34 aus. Gegen die Mannschaften der anderen acht Partien des 11. Spieltags wurden im Schnitt 17 Fouls gepfiffen. Weiner pfiff gegen Bayer Leverkusen 19 Fouls. Gegen Schalke pfiff er 28.
Dabei will ich mich gar nicht an dem einen, meiner Ansicht nach ebenfalls falschen Pfiff gegen Jefferson Farfán hochziehen, als dieser in der 60. Minute ein Tor erzielte. Schlimmer war, dass Weiner den Leverkusener Spielern so häufig die Möglichkeit bot, aus verlorenen Zweikämpfen doch noch als Sieger hervorzugehen, was diese auszunutzen wussten. Für eine technisch unterlegene Mannschaft, die ihr Heil im Zweikampf suchen muss, ist es mehr als ärgerlich, wenn Zweikämpfe von der Obrigkeit nurnoch sehr eingeschränkt zugelassen werden.
Und dann erzielt ausgerechnet Sanchez den Ausgleich! In der zweiten Hälfte wurde Leverkusen zunehmend passiver. Dann Hyypiäs Fehler vor Farfáns aberkanntem Tor. Dann Hyypiäs Verletzung. Dann Hyypiäs Auswechslung. Und dann ließ Hyypiäs Abwesenheit den Damm brechen.
Tatsächlich war auch noch René Adlers Fehleinschätzung notwendig, um das Luftduell um ein sehr hohes Kuranyi-Anspiel gegen den kleinen Vicente Sanchez zu verlieren, dessen bei fussballdaten.de angegebene Körpergröße von 170 cm stark geschönt scheint. Sanchez, der sonst so hochgradig ineffektiv über den Platz wuselt, war mit diesem einen gewonnenen Zweikampf hocheffektiv. Und obwohl dieser Treffer in der Situation unwahrscheinlich war, hatte man doch aus dem Hamburg-Spiel gelernt, an solche „Wunder“ wieder glauben zu dürfen. Wer weiß, wenn das Spiel noch 10 Minuten länger …
„Hoeneß, Daum oder Calli gehen auf den Senkel“
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Interviews
Jens Peters ist Fan von Bayer 04 Leverkusen und bloggt darüber bei Catenaccio. Dienstag war hier im Königsblog schon mal die Rede von ihm, er lieferte mit seinem „Die Null muss stehen Countdown“ die Inspiration zu meinem Statistikkram-Beitrag „Zu Null Fußball“. Aus welcher Sicht auch immer: Bayer 04 Leverkusen kommt mit der erfolgreichsten Defensive der Liga nach Gelsenkirchen. Eine echte Prüfung für das neue Schalke. Zum Spiel und zu noch ein bisschen mehr habe ich Jens ein paar Fragen gestellt.
Hallo Jens. Dein Verein ist nach wie vor ungeschlagen und Tabellenführer. Die Defensive steht stabil, Adler hat aus der erwarteten Wackelphase wieder herausgefunden, Hyypiä bringt die Erfahrung ein, das bisherige Ergebnis sind 6 zu Null-Spiele in 10 Partien. Die Offensive ist jung und schnell, Eren Derdiyok ist gut eingeschlagen und mit Patrick Helmes stößt der eigentliche Top-Knipser noch dazu. Mal abgesehen von einem eingebauten Misstrauen, das alle Fans von Bayer Leverkusen und Schalke 04 haben sollten: Gibt es sachliche Argumente gegen solche Lobhudelei? Wo sind die Schwachstellen und was könnte Jupp Heynckes vielleicht noch versauen?
Gibt es sachliche Argumente im Fußball? Ich entdecke selten welche, noch nicht einmal in den „Qualitätsmedien“ – aber das ist eine andere Geschichte. Als Fan, fällt es ja immer schwer, objektiv die Lage einzuschätzen. Zunächst einmal würde ich in die Lobhudelei mit einstimmen, aber wie du schon sagst, ist man als Anhänger des Vereins Leverkusen immer skeptisch und ich werde es vermutlich auch bis zum 34. Spieltag bleiben, selbst wenn die Werkself Erster ist und Hertha BSC Berlin als letzten Gegner im Programm hätten.
Ich bin zunächst einmal froh, dass man an Problemen der letzten Saison arbeitet. So ist, wie du schon sagtest, die Defensive um Sami Hyypiä bereichert . Aber was ist, wenn er mal ausfällt? Und die taktische Eindimensionalität, Powerpressing mit Offensivpowerfußball, ist behoben worden. Trotzdem gibt es noch Baustellen, die zwischendurch immer wieder aufblitzen, wie zum Beispiel fehlender Biss in bestimmten Situationen, mangelnde Kreativität im Offensivspiel, taktische Unzulänglichkeiten auf einzelnen Positionen und fehlende Knipsermentalität im Sturm.
Dein Club hat sich in den letzten Jahren ziemlich verändert. Zu Calmunds Zeiten hatte ich den Eindruck, als wollte man unbedingt Farbe in einen grauen Verein holen. Dazu passten Trainer wie Stepanovic, Daum oder Toppmöller, und Calmund selbst war natürlich auch ein schwerer Springinsfeld. Heute ist das anders. Jetzt wird mit dem Werksclub-Image gespielt. Holzhäuser tritt selten in Erscheinung. Rudi Völler gibt dem Club sein Gesicht, haut aber auch selten auf die Brause. Auf der Trainerbank saßen zwischendurch Skibbe und Labbadia, ein in sich Ruhender und ein Aufstrebender. Wie siehst Du diesen Wandel? Wird der Club nicht automatisch sterbenslangweilig, sobald es auf dem Rasen mal keinen tollen Fußball gibt?
Ich finde den Wandel vollkommen in Ordnung. Letztlich ist ja entscheidend was unten auf dem Platz passiert und nicht auf der Trainerbank, beim Manager oder im Vorstand. Geschichten oder besser gesagt Personen wie zum Beispiel Uli Hoeneß, damals Christoph Daum, Calli oder andere gehen mir eher auf den Senkel, da sie vom Team ablenken und sich selbst gerne reden hören. Ich habe das Gefühl, dass Bayer einen Plan für die Kaderzusammenstellung hat, einen Plan, was man in der Liga erreichen möchte und einen Plan, wie man das realisiert. Das ist gut so, wenn man dann noch schönen Fußball auf dem Platz zu sehen bekommt, dann passt das schon. Ich glaube die Gefahr, dass man seinen Lieblingsverein irgendwann langweilig findet, ist nicht besonders groß, oder ist dir das schon mal passiert?
Nein, mir nicht, aber der Club Schalke 04 ist ja auch bekloppt genug, damit auch an spielfreien Tagen die Nachrichtenticker fliegen. Das ist oft, aber nicht immer schön, zugegeben. Kommen wir aber zu Spiel: Leverkusen war auf Schalke zuletzt ja sehr erfolgreich. René Adler hat in unserer Arena stets hervorragend gehalten und die agile Offensive war für Schalke jeweils ein- bis zweimal pro Spiel zu fix, was dann schon reichte. Man kann das als cool oder abgeklärt bezeichnen, aus anderem Blickwinkel hat Leverkusen dabei hauptsächlich von Schalkes Unfähigkeiten profitiert. Wie hat sich der Spielstil Eurer Mannschaft unter Heynckes entwickelt, wie werden die Auswärtsspiele angegangen? Was glaubst Du, welches Spiel sich gegen Schalke entwickeln wird?
Ganz schwer zu sagen. Bayer hat ja schon ganz unterschiedlich gegen die „großen“ Mannschaften gespielt. Da war beispielsweise ein sehr offenes Spiel in Wolfsburg, was man gewinnen konnte, dann wiederum ein sehr defensives Spiel gegen Hamburg, dass dann auch 0:0 endete. Im Moment macht mir ehrlich gesagt die Offensivabteilung ein bisschen Sorge, aber die beiden letzten Spiele waren hoffentlich Gegenwind genug, dass die Mannschaft sich wieder auf ihre Stärken konzentriert, mit denen man sicherlich auch auf Schalke bestehen kann. Solide Defensivarbeit und dann immer wieder Spitzen setzen. Wenn die Effektivität stimmt, können drei Punkte rausspringen. Mit einem Remis bin ich aber auch zufrieden.
Zuletzt noch die „offene Feedback-Frage“: Wie siehst Du derzeit den FC Schalke 04?
Ich bin ganz schön erstaunt, was die Schalker angeht. So weit oben hätte ich die Knappen nicht erwartet, aber da kommt sicherlich der Einfluss von Magath zum Vorschein. Wichtig ist sicherlich, dass er einige unerfahrene Spieler mit integriert hat, mal in der Mannschaft aufgeräumt hat und ihnen viel Stärke eingeredet hat. Fraglich ist, wie das aussieht, wenn Schalke mal 3-4 Spiele nicht so erfolgreich spielt. Wie lange funktioniert dann so ein Mannschaftsgebilde, wie es das auf Schalke gibt. Schalke hat ja immer den Hang dazu, sehr spezielle, eigene Spielertypen in ihren Reihen zu haben. Diese zu bändigen, ist sicherlich eine von Magaths größten Aufgaben. Einen Meisterkandidaten sehe ich jetzt nicht direkt, aber der internationale Wettbewerb ist sicherlich zu packen.
Vielen Dank, Jens.
Mögest Du Samstagabend gegen halb Neun möglichst unzufrieden mit Deinem Club sein, Dir aber davon nicht vollends das Wochenende versauen lassen.
Links:
Jens Peters bloggt bei Catenaccio über Bayer 04 Leverkusen.
Außerdem ist Jens im Sportblogger- und im Ballpodder-Netzwerk aktiv.
Die Enttäuschung des Spieltags 08/47
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Nationalelf
Es schien als hätte er gerade die Kurve gekriegt, als wüsste er endlich, worauf es ankäme. Und dann das: Stefan Kießling trifft wieder und nun steht fest, dass er kein Mann für die deutsche Nationalmannschaft ist!
Seine regelmäßigen Einsätze und seine Ruhelosigkeit wirkten bereits wie ein Affront gegen die DFB-Spitze. Doch dem Vernehmen nach wollte Bundestrainer Löw darüber hinwegsehen. Das es Kießling nun aber gleichwohl wagte, nach guten 2 Wochen wieder mit dem Treffen zu beginnen, ist sicherlich eine riesige Enttäuschung für Löw und sein Team.
Gerüchten zu Folge soll Bundestrainer Joachim Löw vor der Saison einen Verhaltenskatalog an alle Nationalmannschaftskandidaten versandt haben. Bezüglich der Position des Stürmers soll darin empfohlen worden sein, entweder beim VfB Stuttgart zu spielen oder bei Bayern München auf der Bank zu sitzen. In keinem Fall aber dürften Spieler durch regelmäßige Einsätze und ordentliche Trefferquoten auffallen. Stefan Kießling spielte derweil sein 42. Ligaspiel in Folge und hat in dieser Saison bereits 6 Treffer markiert. Es scheint als hätte er die Hoffnung auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika aufgegeben.
Ach, Jupp
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Schalke 04, Wattersacht
Ach, Schalke. Da habe ich besser als je zuvor gearbeitet [...] Wenn sie auf Schalke gewartet hätten, wären sie vielleicht heute schon Deutscher Meister.
Diese bemerkenswerten Worte ließ Jupp Heynckens im „Großen BamS-Interview“ fallen. Als Antwort auf die Behauptung, dass er „in Deutschland verkannt“ worden sei und „in Frankfurt und vor allem in Schalke als gescheitert galt“.
Ich kann nicht für Schalke sprechen, noch weniger für Frankfurt, möchte aber meinen, dass Heynckes hier wie dort noch immer als gescheitert gilt. Und meines Erachtens ist Don Jupp auch keineswegs in Deutschland verkannt worden. Meiner Meinung nach verkennt ihn gerade Bayer 04 Leverkusen.
Aber Ma’kucken.
Arminia und die Chance zur Farbe
Stichwörter: 1. FC Köln, Arminia Bielefeld, Bayer Leverkusen, Bemerktes, Eintracht Frankfurt, Schalke 04, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg, Werder Bremen
Der Ex-Bremer Diego war immer auch für die Klatsch-Spalten gut. Auf die vermeintliche Suggestivfrage, wie er das finden würde, antwortete Klaus Allofs überraschend: Man hätte sich vor einer Weile zusammengesetzt und überlegt, wie Werder Bremen aussehen solle. Und dabei habe man festgestellt, dass Werder auch in die Klatsch-Spalten müsse.
Wasser auf die Mühlen, die ich seit ewigen Zeiten drehe. Attraktiver Fußball und Erfolge hin oder her, es braucht mehr. Es braucht Spektakel, es braucht bescheuerte Fans, es braucht Lieblinge und Fieslinge, Schlagzeilen, Skandale, Tränen und Liebe, das ganze emotionale Arsenal. Deshalb werden, unabhängig vom Tabellenplatz, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln und Schalke 04 immer mehr Sex-Appeal versprühen als Wolfsburg, Hoffenheim oder Leverkusen. Mehr als Bielefeld sowieso.
Arminia Bielefeld hat nun die Chance, zumindest schon mal in die Klatschspalten zu kommen! Presseberichten zu Folge haben sich Günter Eichberg, Rudi Assauer und Uli Stein bereit erklärt, dem Verein mit zurückgetretenem Vorstand zu helfen.
Eine leicht jähzornige Torwartlegende, ein Sonnenkönig und Good Ol’ Rudi, der Herr der Schlagzeilen und aktuell nur noch mit der Bildzeitung im Bett liegend; allesamt in verantwortungsvollen Positionen … da wird die Arminia mal spannend, da beginnt man sich für sie zu interessieren, da ist sie auch mal bei RTL Punkt 12 ein Thema!
Die Arminia sollte zuschlagen. Schlimmer als in der Bildzeitung ein Thema zu sein ist es, in der Bildzeitung kein Thema zu sein. Allofs weiß das. Klinsmann mittlerweile auch. Arminia könnte es erfahren.
„Musste auch ma’ wieder sein“
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Schalke 04
… sagte ein Schalker zum anderen nach dem Spiel, in der 302 Richtung Hauptbahnhof. Derart konsequent sehe ich es nicht, aber grundsätzlich stimme ich mit dem Mann überein. An eine Siegesserie bis Saisonende habe ich nie geglaubt, denn außer der Stimmung hat sich seit dem Trainerwechsel kaum was geändert.
Schalkes Defensive ist ein Bollwerk. Meist standhaft, aber auch schwerfällig. Leverkusens leichtfüßige Offensive passt dazu wie ein Schlüssel ins Schloss. Jermaine Jones fehlte an allen Ecken und Enden. Pander, Krstajic und der im defensiven Mittelfeld völlig überforderte Benni Höwedes konnten gar nicht so schnell schauen, wie Augusto, Helmes oder Kießling an ihnen vorbei geflogen sind.
Gleichzeitig funktionierte in der Offensive alles ein bisschen und nichts richtig – auch das begleitet Schalke seit nun fast zwei Spielzeiten. Mal sind Ecken gefährlich, mal funktioniert ein direktes Spiel über Altintop im Mittelfeld und ab und zu schlägt Rakitic einen brauchbaren Pass. Nichts davon passiert aber mit der nötigen Regelmäßigkeit, als dass man es eine Schalker Stärke nennen könnte.
Wenn ein Schalker Mittelfeldspieler den Ball in die gegnerische Hälfte treibt, wenn er das Spiel vor sich hat, sich die Schalker Stürmer und die gegnerischen Verteidiger in Position bringen, wenn also „ein Spielzug ansteht“, dann kann man als Schalke-Fan getrost ein frisches Bier holen gehen.
Tatsächlich aber gab es gestern trotzdem genug Chancen, schoss alleine Kevin Kuranyi häufig genug aufs Tor. Die einen werden sagen, dass René Adler, der einst als Torwart auf eben diesen 7,32 Metern Linie geboren wurde, eine tollen Tag hatte. Die anderen werden sagen, dass Kuranyi nicht in der Lage war, Adler keine Chance zu lassen. Und vielen ist es, wie dem Schalker in der 302 und mir, mittlerweile ziemlich egal. Weil eine erfolgreiche Aufholjagd nicht zu dieser Saison passt, und weil es auf Schalke mehr Aufbruch braucht als in Aufbruchstimmung steckt.



