Artikel zum Schlagwort ‘Bayern München’

Wörtlich: Jupp Heynckes

Er müsste einfach etwas ruhiger machen, etwas bedächtiger, etwas konzentrierter. Einfach Tempo rausnehmen. Das ist sein Problem, dass er unheimlich schnell den Ball wieder ins Spiel bringen will.

Manuel Neuer traf den Ball nicht richtig. Schnellschuss-Statements nach solchen Situationen sind immer gleich: Hatte der Protagonist in der Situation genügend Zeit, dachte er zuviel nach. Das ist dann nicht gut, dann soll er intuitiver agieren. Ging die Situation schnell vonstatten, fehlte ihm die Ruhe. Das ist dann nicht gut, dann soll er Tempo rausnehmen. Oder auch „einfacher“ Spielen.

Jupp Heynckes ist kein Mann der Schnellschuss-Statements. Seine Sprache ist holperig, seine Aussagen sind aber erfahrungsgemäß bedacht. Sollte der Trainer des FC Bayern München seinen Torwart also tatsächlich nicht verstehen, und dessen, bei aller Stärke, doch herausragende Fähigkeit tatsächlich für ein Problem halten?

Robben der Alleshaber

Arjen Robben ist wohl so ziemlich wegen allem schon mal ausgefallen. Jetzt hat er wieder eine Trainingseinheit abgebrochen, offiziell wegen Problemen mit einem entzündeten Schambein.

Möglicherweise ist das aber nur vorgeschoben. Genaue Beobachter vermuten eher eine Hyperhidrose.

Die Geschichte eines Tabubruchs

Man mag den Partner wechseln oder zu einer anderen Religion konvertieren, aber seinem Fußballclub bleibt ein Fan treu! Bei mir war das anders. Vor ziemlich genau 10 Jahren lernte ich meine heutige Frau kennen und mir ihr erfolgte meine Öffnung zu den Königsblauen. Zuvor war ich Bayern-Fan. Auch noch im Mai 2001. Die Geschichte eines Tabubruchs. Meine Geschichte.

In Duisburg geboren, war der MSV der erste Verein in meinem Leben. Es waren die späten 70er, es war die Zeit vor dem ersten Abstieg, Spieler wie Rudi Seliger, Bobbel Büssers, Kurt Jara, Jan Heinze und vor allem Bernhard Dietz trugen das Zebra-Trikot. Auch mein erster Stadionbesuch fand im damaligen Wedaustadion statt. Mein Vater nahm mich mit. Weil mein Vater aber immer nur fußballinteressiert, nie aber echter Fan war, wurde der Besuch nicht als was wirklich Besonderes zelebriert. Tatsächlich kann ich mich nur daran erinnern, dass es stets ein großes Bohei gab, wenn der MSV gegen Bayern München oder Schalke 04 zu spielen hatte. Welches Spiel allerdings mein erstes Livespiel war, wie es ausging, was ich gut oder schlecht fand, kann ich nicht sagen. Ich habe schlicht keine Erinnerung an mein erstes Mal.

Ob ich mich daran erinnere oder ob es nur durch oftmalige Erzählungen meiner Eltern im Gedächtnis blieb weiß ich nicht, jedenfalls wurde mir irgendwann im Stadion Karl-Heinz Rummenigge als ein besonders guter Spieler vorgestellt, und am nächsten Tag fragte ich meine Mutter, ob dieser Verein denn nun aus Bayern oder aus München käme. Mein Interesse war geweckt und wurde durch Medienpräsenz geschürt. In Zeiten, in denen in der Sportschau kaum mehr als drei Spielzusammenfassungen gezeigt wurden waren die erfolgreichen Bayern immer dabei, der MSV eher selten. So kam das eine zum anderen. Ich wurde Bayern-Fan und sollte es lange bleiben.

Nun mag jeder „Fan“ definieren wie er will. Tatsächlich habe ich in meinem ganzen Leben lediglich ein Heimspiel des FC Bayern besucht. Ich fuhr ab und an zu Auswärtsspielen, wenn sie in den Westen kamen, und pflegte meine Fanschaft ansonsten per Fernsehgerät, was ab der Geburt des Privatfernsehens und der damit verbundenen, verstärkten Berichterstattung gut funktionierte. Obwohl selten live dabei, fühlte ich mich doch als echter Fan, der diskutierte, der für seine Meinung stritt und der nach Niederlagen sauer war.

Trotzdem fehlte mir das Liveerlebnis. Ich mochte „Stadion“ und ich mochte „Bundesliga“, ich mochte es, mit dem Radio im Stadion zu stehen, ein Spiel zu sehen und die anderen Spiele per WDR zu verfolgen. Mit einem Freund, seines Zeichens MSV-Fan und in Krefeld wohnend, fuhr ich regelmäßig zu Fußballspielen. Ich sah viele Erstligaspiele Bayer Uerdingens live, ich fuhr auch zu Oberliga-Auswärtsspielen des MSV, ich fuhr nach Bochum und nach Gelsenkirchen. Ich hegte stets Sympathien, vor allem für den MSV und für Bayer 05 Uerdingen, aber vor allem ging es um die Liebe zum Spiel, um den Fußball und um das Stadionerlebnis an sich. Ich mochte „meine Vereine“, aber sie titschten mich nicht an. Wenn Bayern München verlor, ärgerte mich das. Das war mein Gradmesser.

1991 spülte es mich im Ruhrstadion zu Bochum auf eine mit Schalkern vollgepackte Auswärtsfanstribüne. Schalke verlor 0:1, aber viel mehr Erinnerungen als an das Spiel habe ich an die Atmosphäre. Es war nicht mein erstes Schalke-Spiel, ich war zuvor schon einige Male im Parkstadion, auch 1989 gegen Blau-Weiß 90 Berlin, einem der wichtigsten Spiele der Schalker Vereinsgeschichte. Auch das war beeindruckend, aber nun stand ich erstmals mittendrin. Ich fühlte, ich gehörte nicht da hin, aber ich war hin und weg von der Stimmung, von den an mir vorbeifliegenden Armen beim „Attacke“-Ruf, von der Leidenschaft, von dieser gewaltigen Masse Blau-Weiß. Ich war so beeindruckt, dass ich mir noch dort im Stadion einen Schalke-Schal kaufte. Mein erster gekaufter Schal überhaupt. Ich trage ihn heute noch ab und an.

Damals legte ich ihn erstmal wieder weg. Das Spiel war wie Fremdgehen, so was tut man nicht, als Fußballfan. Spätestens nach der bald folgenden Winterpause hatte ich meine „Fußballhormone“ wieder im Griff. Was blieb war die Grundsympathie für Königsblau. Was in mir gor war die Unzufriedenheit mit dem TV-Fan-Dasein. Der Nährboden war bereitet, und doch dauerte es noch etwas.

Im Jahr 2000 ging meine damalige Ehe in die Brüche. Zwischen Mitte 2000 und Ende 2001 ging es in meinem Leben drunter und drüber, es gab wohl keine Phase in meinem Leben, in der mir Fußball unwichtiger gewesen wäre. Und so war es zwar in der Tat so, dass ich mich am besagten 19. Mai als Bayern-Fan bezeichnete, dass ich aber live nichts von den Ereignissen mitbekommen hatte und ihrer erst spät abends via Fernsehen gewahr wurde.

Den entscheidenden Dreh zum guten Heutigen bekam mein Leben dann im Oktober des gleichen Jahres. Ich lernte Frau Wieland kennen, zwar in Düsseldorf wohnend, aber wie der Zufall es wollte, eine Tochter Gelsenkirchens, ein Resser Mädchen. Mit einer neuen Frau bekommt man neue Bekannte geschenkt, aus denen bestenfalls Freunde werden. In meinem Fall waren diese Freunde nahezu alle Königsblau, wie dem eben so ist in Gelsenkirchen. Anfangs stand ich ihnen noch als Bayern-Fan gegenüber, aber meine Argumente gingen mir aus, denn eigentlich beneidete ich sie. Nur die Angst vor dem Unverständnis und ob der eigenen Vorstellung von (Fußball-)Moral wahrte ich noch meine Position. Bis ich entschied, mich gehen zu lassen.

Ich ging mit Schalker Freunden ins Stadion, und wieder, und wieder. Ich fühlte es wie 1991 und sperrte mich nicht mehr davor. Es fühlte sich gut an, live, rund, in sich stimmig, es war aufregend aber für mich doch irgendwie beruhigend, ein Ankommen.
Das in Worten zu erklären, jemandem der „nur mal so“ fragt, funktioniert nicht, weshalb ich mich verbal vielen Menschen, die mich noch als Bayern-Fan kannten, nie erklärte. Ein knappes „das hat sich so ergeben“ stellte sicher niemanden zufrieden, der ob meines oberflächlich betrachtet „spontanen Wechsels“ den Kopf schüttelte. Manchmal war mir das egal, manch Anderen gegenüber tat mir meine Unfähigkeit zur Erklärung richtiggehend leid. Auch ihretwegen gibt es nun hier diesen Text.

Tabubruch oder nur eine Entwicklung, nachvollziehbar oder unverständlich; heute mache ich mir über eine Wertung keine Gedanken mehr. Heute bin ich Schalker Vereinsmitglied aus Überzeugung und immer noch verliebt in diesen Club, egal welcher Mist einem ab und an widerfährt. Heute sitze ich im Stadion neben Freundin Kerstin, der besten Freundin meiner Frau, unserer Trauzeugin und Patin unseres Sohnes, und es fühlt sich an, als sei es die letzten 30 Jahre nie anders gewesen. Dies ist meine Geschichte, und heute bin ich mit mir im Reinen.






Links:
Heinz Geldermann hatte mich zu „Nullvier + 1 Fragen“ eingeladen, als ich bereits dabei war, diesen Text zu schreiben. Er war so freundlich, die Geduld aufzubringen, und seinen Blogbeitrag erst jetzt, parallel zu veröffentlichen. Die Antworten auf seine Fragen gibt es nun dort zu lesen:
neunzehnhundertvier.wordpress.org.com

Vor einiger Zeit fragte mich Marius aka supml, ob ich für sein Blog „Alles begann gegen Schweinfurt …“ einen Text zur Serie „Das erste Mal“ beisteuern möchte. Wie oben beschrieben fehlt mir dazu leider der Stoff. Gerne weise ich aber an dieser Stelle auf die schönen Texte anderer Schalker zum Thema hin:
Das erste Mal auf Schalke

Kontern, ohne zu kontern

Schalke 04 verliert völlig verdient mit 0:2 gegen Bayern München. Ein Duell, das über 90 Minuten nie auf Augenhöhe stattfand. Es gab viel, was man auf Seiten der Blauen kritisieren kann. Vielleicht waren die Münchener aber auch einfach zu gut.

Ralf Rangnick wollte die Abwehr dicht machen und vorne per Kontersituationen zu Chancen kommen. Dazu stellte er Peer Kluge neben Kyriakos Papadopoulos und ordnete die Offensive zentraler an, weniger auf Flügelspiel ausgerichtet. Er ließ Farfán vermehrt in ins Zentrum ziehen, ließ Draxler draußen und schickte Holtby auf eine offensivere, halblinke Position.
Reduziert man die erste Hälfte auf die reinen Chancen, könnte man den Eindruck haben, dass die Idee aufgegangen sei. Schalke ließ relativ wenige Bayern-Chancen zu, bekam meistens noch einen Fuß dazwischen und schoss selbst einige Male aufs Münchener Tor. Trotzdem stand es zur Halbzeit 0:1, und schaut man sich auch das Spiel zwischen den Chancen an, muss man eben doch ernüchternd feststellen: Die Mannschaft konnte die Kontertaktik nicht umsetzen.

Die Blauen kamen über die gesamten 90 Minuten nie hinter Münchens Abwehrreihe. Alle Schüsse aufs Tor wurden von der Strafraumgrenze abgegeben. Immer war noch ein störender Verteidiger dran. Kein Schalker Angreifer konnte jemals wirklich freigespielt werden.
Peer Kluges Job mag vor allem defensiv ausgerichtet sein, aber bei Ballbesitz ist er neben Kyriakos Papadopoulos dann eben schon der zweite Spieler, der den Spielfluss eher bremst denn beschleunigt. Vor diesen beiden und hinter den lauernden Klaas-Jan Huntelaar und Jefferson Farfán machten Lewis Holtby und Raúl einen ziemlich verlorenen Eindruck. Schalkes Spiel war zu langsam, technisch zu ungenau und zu wenig abwechslungsreich.

Das Angriffsspiel der Bayern war ebenfalls nicht abwechslungsreich, das ständig versuchte Doppelpassspiel geradezu bieder. Aber Tempo und Technik in Kombination machen eben den Unterschied aus, dann sind selbst von der Idee her einfache Angriffe schwer zu verteidigen. Das gelang Schalkes Abwehrkette noch vergleichsweise gut, schlimmer war, dass Schalke mit zunehmender Spieldauer immer seltener an den Ball kam.

In der zweiten Hälfte bekamen es die Blauen kaum noch hin, den Gegner im Mittelfeld zu stellen. Phaseweise erinnerte mich das Spiel an die Heimniederlage im April 2010. Mit der Führung kombinierten die Bayern sicher und zur Not auch nach hinten, und zogen Schalke damit den Zahn. Ob der Zugriff nun fehlte, weil Schalke in der zweiten Hälfte zu wenig Aggressivität an den Tag legte oder ob das erst eine Folge aus dem sicheren Kombinationsspiel der Münchener war, ich will es nicht beurteilen. Letztendlich sind es nur zwei Seiten der gleichen Medaille. Im Ergebnis fand Schalke in der zweiten Hälfte nicht mehr statt. Was bleibt, ist … eigentlich nix.



Falls jemand an dieser Stelle einen Kommentar zum Bayern-Torwart erwartet hätte, das Thema habe ich vor vier Monaten an dieser Stelle bereits für mich abschließend behandelt, sowohl was das Sportliche, als auch was das Gefühl angeht. Eine tiefer gehende Analyse der taktischen Aufstellung Schalkes im gestrigen Spiel gibt es bei Spielverlagerung.

Bukarest oder Bayern, Hauptsache punkten!

Schalke 04 und Hannover 96 liefern in 180 Minuten Europa League-Fußball keinen einzigen Treffer. Warum das nur beim B-Sender Kabel1 läuft? Eben darum.

Schalkes Spiel war öde. Weil sich Steaua Bukarest selbst nichts zutraute und weil Schalke nicht konsequent auf Sieg spielte. Schalke versuchte, mit 70% Einsatz ein gutes Ergebnis zu erzielen. Heraus kam ein Punktgewinn, auswärts, beim vermeintlich stärksten Konkurrenten in der Europa League-Gruppe J. Sachlich betrachtet ist das nicht wirklich schlecht.

Wünschen wünscht man sich aber doch was anderes. Zumindest eine Halbzeit lang echtes Feuer, das Erzwingen von Chancen, Druck, aus allen Rohren den Abschluss suchen. Schalke hatte ein paar Abschlüsse, hätte treffen können, aber erzwungen hat Schalke eben nichts. Ein nackter, ein emotionsloser, langweiliger Punkt, ist das was bleibt.

ESR plus X

Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel, selten gilt das so sehr wie heute. Bei Schalke läuft alles ok, bei Bayern München läuft bislang alles wirklich bestens. Wir dürfen uns als klare Außenseiter fühlen und es steht zu befürchten, dass das auch auf dem Rasen zu sehen sein wird.

Horst Heldt wünschte sich in der Sendung 1Live-Elfer ein hitziges Spiel gegen die Bayern. Auf die Fans kann er sich da verlassen, denke ich, man ist schließlich kein Nationalmannschaftspublikum. Wie hitzig es auf dem Platz wird, muss man abwarten. Darauf bezieht sich die heutige …

X Frage
Wie viele Gelbe und Rote Karten wird es im Spiel gegen die Bayern geben?

Um die Auswertung zu vereinfachen, tippen wir einen Punktewert. Gelbe Karten zählen 1 Punkt, Gelb/Rot 2 Punkte und eine glatte Rote Karte 3 Punkte. Selbstverständlich zählen die Karten gegen alle beteiligten, egal zu welchem Team sie gehören und welche Funktion sie ausüben.

Und dann sind da noch die Einwechselspieler, die zuletzt so leicht zu tippen schienen. Ich sage also …

Kluge
Marica
Pukki
X 8



Was ist Einwechelspieler-Raten und was ist eine X Frage?
Tippabgabe bis Sonntag, 16:30 Uhr. Bitte die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage im Kommentarfeld als erstes und untereinander notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich. Für „echte Kommentare“ unter den Tipps bin ich wie immer dankbar. Die Auswertung erfolgt nach den Angaben bei bundesliga.de.

Anstandsregeln statt Benimmregeln

Ich habe mit Manuel Neuer abgeschlossen. Ich will ihn nicht mehr bejubeln, ich will ihn nicht mehr in Schutz nehmen, ich will ihn gar nichts mehr. Aber ich schreibe hier dann und wann auch über Nicht-Schalke-Themen, und als solches will die Sache um die „Benimmregeln“ der Bayern Ultras für Manuel Neuer aufgreifen.

Vorgestern habe ich aus Schadenfreude, im Affekt, selbst einen Witz drüber gerissen. Nüchtern betrachtet finde ich die Aufregung um die Forderungen der Münchener Ultras aber übertrieben. Rolf Rojek fragte bei Facebook, ob die Bayern-Ultras spinnen würden, und der Breitnigge Paule hält Münchens Ultras offensichtlich längst für unzurechnungsfähig. Ich halte die Forderungen, die schlechterdings „Benimmregeln für Manuel Neuer“ genannt werden, für sehr nachvollziehbar und würde Manuel Neuer empfehlen, sich danach zu richten. Nicht aus Angst vor Ärger, sonder aus Anstand.

Manuel Neuer habe sich bei Schalke 04 bewusst als Teil der Fanszene dargestellt und mit seinem Wechsel deren Werte mit Füßen getreten; die Form, in der sich der Neu-Bayer seit seinem Wechsel bei den Anhängen des FC Bayern anbiedere, sei daher nicht zu akzeptieren, schrieben die Münchener Fangruppierungen. Das sehe ich genauso. Nun verbitten sich die Bayern-Fans, dass Manuel Neuer vor der Bayern-Kurve den Hampelmann macht oder ihr Vereins-Wappen küsst. Was ist daran verkehrt?

Ungefähr genau das Gleiche meinte ich, als ich Christoph Metzelder einen reserviert freundlichen Umgang mit Schalkes Anhängerschaft empfahl. Ich will nicht, dass sich Christoph Metzelder als fanverstehender Schalker hervor tut. Er ist Profi, er ist bei Schalke 04 angestellt, wenn er alles dafür tut, dass mein Verein Erfolg hat, zolle ich ihm meinen Respekt. Würde gerade er, der während seiner Zeit bei Borussia stets vorne weg ging und als Gesicht der Mannschaft fungierte, nur vor der Schalker Nordkurve den Zampano geben, würde er das königsblaue Wappen küssen, würde ich das als falsch empfinden.

Die Ultras der Münchener Bayern haben keinen Hohn für ihre Forderungen verdient, sondern Verständnis. Es geht um die letzte Spur von Akzeptanz der „Professionellen“ gegenüber denen, die mir ihrem Verein eine Einstellung verbinden. Egal welche Farbe sie hochhalten.

Tschöö

So Manu, das war’s dann wohl mit uns.

Ich glaube ich habe alle Deine Profi-Pflichtspiele verfolgt, da fühlt es sich anders an als bei irgendeinem, der nur lange da war. Keine Szene jetzt bitte. Du hast Dich bestimmt vor langer Zeit entschieden. Ich habe mich schon lange damit abgefunden. Blöd ist nur, meinen traurigen Sohn erleben zu müssen, der bis zuletzt hoffte. Aber auch der wird demnächst Dein Poster von der Wand kratzen.

Du hast das Talent, der Weltbeste und der in der Welt als solcher Geachtete zu werden. Das geht auf Schalke leider nicht. Hier kucken viele, aber für Dein Talent noch viel zu wenig hin. Insofern kann ich den Reiz hinter diesem Wechsel nachvollziehen. Trotzdem hast Du mit Deinen verquirlt verschwurbelten Aussagen in Interviews letztendlich sogar mich verärgert.

Ich halte Deinen in letzter Zeit vielfach zitierten Medienberater für ’ne Pflaume. Denk mal drüber nach. Danke für die tollen Spiele, aber jetzt hau ab. Tschöö mit ö. Und komme bitte nie auf die Idee, als alter Sack noch mal für unseren Verein spielen zu wollen. Von wegen Herzensangelegenheit oder nach Hause kommen oder so’n Klumpatsch. Das haben wir nicht verdient.



Foto: Tomek Bo