Artikel zum Schlagwort ‘Blogsache’

Die frei gewählte königsblog-Flaute

Aktuell passiert hier nicht viel. Bis Anfang des Jahres gab es hier stets zwei bis drei Texte pro Woche. Eine Rückkehr zu dieser Frequenz ist nicht in Sicht. Ich möchte es gerade so.

Es gibt Menschen, die regelmäßig auf dieser Seite vorbeischauen, manche sogar ganz ohne Facebook oder Twitter-Hinweise. Die auch meine Pause im Sommer verfolgt haben, die aufmerksam mitlasen als ich schrieb, ab September „ginge es hier weiter“. Die nun vielleicht enttäuscht sind, weil hier nun doch so wenig passiert. Die zumindest halbwegs die großen Veränderungen in meinem Leben mitbekamen, welche ich hier und da andeutete. Die nun vielleicht sogar denken könnten, hier wäre so wenig zu lesen, weil ich überfordert sei. Deshalb schreibe ich diesen Text. Zur Info.

Es geht mir sehr gut. Ich bin mit meinen Kindern glücklich in Gelsenkirchen-Resse angekommen. Ich bin nun alleinerziehend und kümmere mich außerdem weiterhin um Frau Wieland, die ziemlich krank ist und nun in einer sehr hübschen, barrierefreien Wohnung in gleichen Stadtteil lebt. Das erscheint viel an Arbeit und Verantwortung. Aber es ist viel besser als zuvor. Mich treiben keine Sorgen mehr durch den Kalender, ich habe meine Aufgaben im Griff. Ich bin ein glücklicher Mann und habe viel Spaß daran, dafür zu sorgen, dass es mir und den Menschen um mich herum gut geht.

Dabei fällt das königsblog immer wieder „hinten rüber“. Es ist mir wirklich viel wert und es war und ist mir nie egal. Es gibt nur wenig im Leben, das ich so lange so konsequent durchgezogen habe. Und es ist stetig gewachsen. Was ich hier montags zu den Blauen veröffentliche erreicht einige tausend Menschen. Sowas schmeißt man nicht einfach weg. Und die Liebe zu seinem Club natürlich auch nicht. Es ist nicht so, dass ich nichts mehr mitbekommen würde. Im Kopf hatte ich zwischenzeitlich so manchen Text geschrieben, das werde ich nicht los, siehe dazu Trainer Baades Erläuterungen zu Fublos D. Ich kam nur nicht dazu, diese Texte zu tippen, weil mir in diesen Momenten anders wichtiger war.

Tatsächlich haben wir fast immer die Wahl, es gibt nur ganz wenig Müssen im Leben. Ich schließe das hier nun nicht ab. Es kann sein, dass ich morgen Abend unbedingt einige Gedanken formulieren und einen Text zu oder über den tollsten Verein der Welt schreiben möchte, dass es hier schon sehr bald wieder was zu Schalke 04 zu lesen gibt. Es kann aber auch sein, dass das noch eine Weile dauert.

Glückauf.

Von DU nach GE – erst mal Pause

Bislang kam dieses Blog aus Duisburg. Demnächst kommt es aus Gelsenkirchen. Ich habe gerade recht viel zu tun, mich um viel zu kümmern. Deshalb tritt zwar nicht meine Liebe zu Schalke 04, wohl aber die Priorität zum Schreiben dieses Blogs in den Hintergrund. Hier ist deshalb erst mal Pause. Hier geht es erst am 11.09. weiter, nach dem Spiel der Blauen gegen den VfB Stuttgart.

Ich bin Duisburger. In Neudorf wuchs ich auf. Die erste große Liebe wohnte in Hochfeld. Ich zog nach Wannheimerort. Zwischendurch versuchte ich, in Rheinhausen, in Friemersheim, auf der anderen Rheinseite glücklich zu werden. Es misslang, es war zu weit weg. Ich zog wieder nach Wannheimerort, bis ich mit meiner heutigen Frau zurück nach Neudorf zog, um dort unsere kleine Familie zu gründen. Als die Kinder größer wurden, als wir ein Kinderzimmer mehr brauchten, als klar wurde, dass meine Frau krank ist und eine behindertengerechte Wohnung brauchen würde, zogen wir nach Duissern.

Ich mag Duisburg. Den Norden kenne ich bis heute nicht, mein Duisburg geht von der Innenstadt bis Düsseldorf, und dort lässt es sich prima leben. Ich liebe den Stadtwald. Von dort aus kommt man über den Bereich der Regattabahn, im Sportpark Wedau, zum Naherholungsgebiet Sechs-Seen-Platte, ohne den Kopf unter den Bäumen hervorstrecken zu müssen. In Neudorf wuchsen unsere Kinder auf. In der katholischen Gemeinde St. Gabriel erfuhren wir, wie aus einem Ort eine Heimat wurde, der Leute wegen, obwohl uns nicht der Glaube dorthin führte.

Diese Leute gibt es immer noch, und auch sonst gibt es noch Freunde hier. Aber 2012, mit der Diagnose, ändere sich unser Leben. Sie und ich, seit 2001 zusammen, schworen uns, so lange es geht unseren Kindern eine gute Familie zu bieten. Gott weiß, dass wir alles dafür taten. Aber Jahr um Jahr wurde es schwieriger. Die Beziehung veränderte sich. Die krankheitsbedingten Konflikte wurden mehr. Ein Zusammenleben, das für alle immer wieder eine Ausnahmesituation bedeutet. Weshalb es so nicht weitergehen konnte. Weshalb wir beschlossen, uns zu trennen.

Die Idee ist, dass durch die Trennung die Konflikte des Alltags eliminiert werden. Dass die Zeit miteinander zwar weniger, aber dafür wieder gelassener, höherwertiger wird, dass man sich wieder auf einander freut. Ich werde ein alleinerziehender Vater zweier Kinder sein. Ich werde wieder „Single“ sein. Aber wir werden weiter für einander da sein. Wir werden uns weiter um einander kümmern. Und wir ziehen dafür nach Gelsenkirchen, weil wir davon überzeugt sind, dass das dort besser funktionieren wird.

In Gelsenkirchen-Resse wohnen viele Freunde von uns, und auch noch Familie meiner Frau. Sie ist dort aufgewachsen, und mit unserer Liebe wurden ihre Freunde auch zu meinen. Dort haben wir mehr „soziales Netzwerk“. Dort haben wir für die Kinder und mich bereits eine hübsche Wohnung gefunden. Die Wege werden kurz sein.

Es wird für uns alle ein neuer Lebensabschnitt werden. Die Kinder wechseln die Schulen, die Sportvereine. Man sucht sich neue Läden, neue Haltestellen, neue Ärzte, einen neuen Bäcker, bei dem man Sonntags Brötchen bekommt. Wir erleben Abschied und Ankommen. Wir erleben Vorfreude und Bedenken. Letztlich macht jede große Veränderung auch ein bisschen Angst. Jede große Veränderung fordert einen gewissen Respekt.

Dafür nehme ich mir nun die nötige Zeit. Dabei geht es auch um mich. Aber vor allem bin ich der gesunde Erwachsenen-Teil dieser Familie. Es ist an mir, meine Frau zu stützen und für die Kinder da zu sein. Meine Frau ist unglaublich stark. Wir haben unfassbar tolle und selbstständige Kinder, die scheinbar jede Situation meistern können und nie verzagen. Dennoch will ich gerade nichts mehr, als an ihrer Seite stehen, für den Fall, dass sie sich doch mal festhalten müssen.

Redet über Schalke! Habt Spaß an dem neuen Trainer! Ab dem 11. September bin ich wieder dabei, dann geht es hier weiter.

Glückauf.

Der „Schalke 04 Google Kalender“ 2017/2018

Diesmal bin ich etwas spät dran. Aber wie seit 2011 immer biete ich den Spielplan des FC Schalke 04 als Google Kalender auch in der kommenden Saison zum Abonnieren an. Er steht im iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) genutzt oder in Webseiten integriert werden.

Die Termine werden in der Regel zeitnah nach Bekanntgabe der endgültigen Anstoßzeiten aktualisiert. Die noch nicht endgültig terminierten Spiele werden mit dem vorläufigen Termin und einem Sternchen * als Kennzeichnung dargestellt. In der Terminbeschreibung sind alle Partien des jeweiligen Spieltags aufgeführt Nach den Spielen werden die Termine mit den Ergebnissen versehen und erhalten außerdem in der Terminbeschreibung den Link zum Königsblog-Beitrag zum Spiel.

Die Integration des Kalenders in dieses Blog kann hier angesehen werden (siehe auch „frühere Termine suche“, ganz oben). Die Adressen für Import, Abonnement oder Integration gibt’s hier:

Tschöö, Web 0.4!

Andy schießt sein Blog ab. Seit 2010 gehörte das Web 0.4 dazu, zu diesem Online-Dingsbums zu Schalke 04, aus Blogs, Twitter, Facebook, sonst was. Ab jetzt nicht mehr.

Ein Schlusspunkt, ein Abschied, der dazu anregt, zurückzudenken. Leider habe ich einen Hang zur Melancholie. Und hier standen schon längere Sätze zu Früher. Aber ich habe sie wieder gelöscht. Weil diese Oppa erzählt von Damals-Stimmung auch schnell nervt. Vor allem aber, weil das so gar nicht zu Andreas‘ Art passt, und auch nicht zu seinem letzten Text. Das Web 0.4 war immer grober als die anderen, direkter, mehr Punk als ma’kucken. Das wird fehlen.

Danke für 10 Jahre Mitmachen!

Ich versuche es ab sofort auch mal mit ’nem Weblog zum Lieblingsthema. Nachdem ich in meinem bisherigen Internetleben allzu oft diverse Foren oder eben andere Blogs unaufgefordert mit meinen Kommentaren beglückt habe, mache ich mich nun selbst mal breit. Ma’kucken ob Fleiß und Kreativität ausreichen.

Mit diesem kurzen Statement fing alles an. Genau heute vor 10 Jahren. Das hier ist nun mein zweitausendeinhundertdreiunddreißigster „Blogeintrag“. Ihr habt das Projekt in dieser Zeit mit 37.408 Kommentare unterstütz und damit diese Webseite zu dem gemacht, was sie heute ist. Nicht riesig groß, nicht allumfassend, aber eben doch eine beständige Ecke im World Wide Web, in der man ganz gut seine Meinung zu den Dingen um den FC Schalke 04 vertreten kann, in der man sich mit Schalkern anderer Meinung austauschen kann. Auch wenn überall – auch hier ab und an – ein Niveau-Verfall im Umgang miteinander bei emotionalen Themen beklagt wird, blühen hier doch immer wieder tolle Diskussionen auf, schreiben Kommentatoren immer wieder hervorragende Texte, meinungsstark, klarer und länger als mancher Ausgangsbeitrag von mir. Dass das so funktioniert, dass hier Kommunikation entsteht, war immer und ist weiterhin mein eigentliches Ziel, zu dem alle „Mitschreiber“ und Leser ihren Teil beitragen. Wir alle sind das königsblog, mein Tun ist nur ein Teil davon. Danke für 10 Jahre Mitmachen!

So, das war der Teil mit dem Gefühl. Tatsächlich fing das Schreiben nicht gleich hier an, sondern auf der Blogplattform twoday.net, unter dem Titel „Drei Ecken, ein Elfer“. Eine einfache Einstiegsmöglichkeit, einfach losschreiben, ohne sich lange mit der Gestaltung der Seite auseinandersetzen zu müssen. Die Blogszene war übersichtlich. Auf diese Plattform gab es zu recht vielen Bundesligaclubs Blogs, in deren Kommentaren gute Diskussionen geführt wurden. Diskussionen, die ich damals schon als angenehmer als Foren-Threads empfand. Twitter spielte zu dieser Zeit noch keine Rolle. In Blogs landeten deshalb auch solch kurze und unausgegorene Gedanken, die man heute in 140 Zeichen darstellt oder bei Facebook teilt.

Im August 2008 verließ ich twoday.net und richtete mir mein eigenes, auf WordPress basierendes Blog ein, das königsblog. Der Name enthielt damals bewusst „nicht zu viel“ Schalke. Ich wollte über „König Fußball im Allgemeinen und Schalke 04 im Besonderen“ schreiben. Dies sollte ein Fußballblog mit Schalke-Präferenz werden. Letztlich wurde es aber doch ein Schalke-Blog. Weil ich selbst auch immer weiter eintauchte, in diesen Club, weil mir immer mehr die Zeit und die Lust fehlte, über den Tellerrand hinauszuschauen, weil mir der Teller dieses Clubs vollkommen reichte.

Er reicht mir bis heute. Und bis heute habe ich Spaß an Schalke 04 und an diesem Projekt. Meine Seite, die mir vor allen social network-Aktivitäten und vor allen Veröffentlichungen in Zeitungen oder auf Webportalen das Wichtigste ist, mein Ding, ohne das es alles andere nie gegeben hätte. Ich kann mir vorstellen, dass ich auch in 10 Jahren noch schreibe. Ich kann mir allerdings genauso gut vorstellen, dass es von heute auf morgen aufhört.

Das habe ich in den 10 Jahren gelernt, in denen viel passiert ist – natürlich, denn in jedem Leben passiert in einem solch langen Zeitraum viel. Immer wieder gibt es Wichtigeres. Immer wieder macht einem mal was anderes mehr Spaß. Dann aber tut es doch wieder gut, sich auf was so „einfaches“ wie die Geschehnisse eines Fußballclubs zurückziehen zu können. Dies als Vehikel zu nutzen, sich auszudrücken, ab und an sogar mal kreativ zu sein. Das ist mir viel wert, das hat mich gehalten, seit 10 Jahren. Und so geht es zunächst auch weiter. Ma’kucken, was die Zukunft so bringt.

Adventstreffen mit Mike Büskens

Die Einladung hatte ich an dieser Stelle bereits veröffentlicht. Jetzt ist auch klar, wer der Stargast ist: Mike „Buyo“ Büskens wird dabei sein, wenn wir am kommenden Freitag um 19:04 Uhr im Anno 1904 in Gelsenkirchen unseren Adventsabend verbringen werden.

Sei dabei!

Ein Programmpunkt wird ein Livepodcast sein, den Herr Pepo und ich mit Mike Büskens aufnehmen werden. Aber mehr noch geht es um das Zusammensein, um das Reden miteinander zwischen denen, die sich sonst nur schreiben. Mittlerweile schreibe ich seit 10 Jahren in diesem Blog und seinem Vorgänger. Schon lange hatte ich den Wunsch, die Leser, Dich mal zu treffen, so ganz in echt. Dass das nun gemeinsam mit den Lesern des Web04, den Hörern unseres Schalke Podcasts und Mike Büskens stattfinden kann, finde ich großartig!

Weil diese nächste Podcastfolge natürlich gleich wieder recht speziell wird, und weil unsere letzte Podcastfolge schon länger als geplant zurückliegt, hatten Pepo und ich die spontane Idee, ‘nen Kurzen zwischenzuschieben.
Pepo zog von Düsseldorf in die Hauptstadt, ich bleibe im Revier. Unser Podcast muss sich deshalb verändern. Wie wir uns das vorstellen ist ein Thema dieser 18. Folge. Das Adventstreffen ist natürlich ein weiteres. Aber ansonsten geht es selbstverständlich um das Spiel der Blauen in Leipzig. Weiß Gott nicht nur um den Betrug Werners, auch um die Emotionen generell und darum, dass einer das Projekt dort aus professioneller Sicht durchaus beachtlich findet. Vor der Entrüstung sollte das Hören stehen.

30 Minuten Blauer Salon mir viel Inhalt. Nächster Stop: Live in GE mit Mike Büskens und hoffentlich auch Dir.



Foto: xtranews

Nominierung, Danke & Tschöö

Am 21. Oktober wird die „Deutsche Akademie für Fußballkultur“ in Nürnberg den easyCredit Fanpreis zum Fußball-Blog des Jahres verleihen. Hierzu wurden 24 Blogs nominiert. Auch dieses hier gehört dazu.

Nun, Chancen auf die Auszeichnung sehe ich nicht. Ich denke dass mein Blog dazu zu monothematisch ist. Selbstverständlich ist Schalke 04 der tollste Club von allen, aber andere Blogs decken eben den kompletten Rest ab. Trotzdem freue ich mich sehr, zu dieser illustren Blog-Liste zu gehören, und ich danke vor allem Klaas Reese, der als Jury-Mitglied für die Nominierung des königsblogs und eine hübsche Lobhudelei verantwortlich war.
 
 
Danke

Der nächste Dank, der in der Überschrift gemeint ist, geht an Euch. An Euch, die ihr hier mitlest, und erst recht an Euch, die ihr euch in den Kommentaren beteiligt. Denn das königsblog sind wir alle. Das sind nicht nur meine Texte, das sind auch die Diskussionen, die immer wieder Denkanstöße liefern und oft zu neuen Texten führen.

Vor allem in den letzten Wochen wurde deutlich, dass das besonders, dass das nicht selbstverständlich ist. Als es um die Clubpolitik ging war sich die Schalke Nation natürlich nicht einig. Doch während an vielen anderen Orten im Netz zumindest verbal gehauen und gestochen wurde, erlebten wir hier eine lebhafte Diskussion auf meist hohem Niveau und mit einem ordentlichen Umgang untereinander. Danke.
 
 
Pause

Über die Clubpolitik habe ich den emotionalen Einstieg in die Europameisterschaft verpasst und letztlich auch nicht mehr gefunden. Es war nicht mein Turnier. Ich hatte keine Lust, darüber zu schreiben, die vielen schwachen Spiele taten ihr Übriges. Letztlich wurde ich auch mit der deutschen Mannschaft nicht wirklich warm, und ich kann es bis heute nicht erklären. Die Mannschaft der WM vor zwei Jahren war ja nicht viel anders, trotzdem hatte ich damals viel mehr Spaß, fühlte mehr mit.

Auch das letzte Spiel wird geschaut, selbstverständlich, und ich drücke Christiano Ronaldo die Daumen – ich mag den einfach, trotz des Gehampels. Schreiben werde ich dazu aber nichts mehr, hier ist jetzt erst mal Pause. Gestern haben in NRW die Ferien begonnen, die nächsten drei Wochen bin ich im „Familientrainingslager“.

Hier geht’s am 1. August weiter. Zwei Wochen vor Schalkes Saisoneröffnung.
Ma’kucken, was bis dahin so passiert.

Tschöö und Glückauf.