Artikel zum Schlagwort ‘Blogsache’

Tach auch!

Der Fatter vom Kumpel eines Kumpel sagt, Roux kommt. Und Kumpels Kumpel hatte letztlich schon mal recht, mit seinem Hörenweitersagen. Das ist doch einen Blogbeitrag wert, dachte ich mir, vor allem weil ich überhaupt mal wieder irgendwas schreiben wollte.

Außerdem kann ich dann an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Sport1 am Samstag ab 18:45 Uhr das Abschiedsspiel von Marcelo Bordon übertragen wird. Das im Fernsehen zu schauen ist zwar lange nicht so gut wie live dabei zu sein, aber deutlich besser als überhaupt nichts davon mitzubekommen. Zeitlich lässt sich dieses Spiel so auch prima mit dem Olé Olé Viertelfinale zwischen Deutschland und Japan verbinden, das um 20:45 Uhr angepfiffen wird.

Zuletzt sei noch kurz erwähnt, dass es mich ab neuerdings auch bei Google+ zu finden gibt, und dass mein S04 Newsticker seit gestern frei von Manuel Neuer-Meldungen ist.

In der Hoffnung auf spannende Themen – auf die ich mich auch gerne stoßen lasse, falls nur ich sie nicht entdecke – sach ich ersma bis die Tage!

Schalke 04 Google Kalender: Saison 2011/2012

Ab sofort sind in meinem „FC Schalke 04 Google Kalender“ auch die Daten der Bundeligasaison 2011/2012 hinterlegt. In den Bermerkungen zu den Terminen des FC Schalke sind die restlichen Spiele des jeweiligen Spieltags nachzulesen.

Dieser Kalender steht im XML, iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) abonniert und genutzt, per Feed empfangen oder in Webseiten integriert werden. Mehr Informationen und die entsprechenden Links gibt es hier.

Finale S04: Mit 12 Köpfen live dabei

12 Schalker werden 04 Tage lang, von Donnerstag bis Sonntag, von unterschiedlichsten Orten ihre Eindrücke rund um das Pokalfinale per Twitter in Echtzeit schildern. Zusammengefasst in einem Kanal werden dem Leser unterschiedlichste Live-Perspektiven geboten. Ich bin einer der 12.

In Berlin im Stadion. In Berlin, aber noch ohne Ticket. In Gelsenkirchen, beim offiziellen Public Viewing. In Kneipen irgendwo in der Repubik. Auf Dienstreise in Finnland. Wir werden das Spiel von unterschiedlichsten „Locations“ beobachten. Ich selbst fahre nicht nach Berlin, sondern werde in der Stadt des Gegners, die meine Stadt ist, im eigenen Wohnzimmer, mit meiner kleinen Schalker Familie, gemeinsam mit einer kleinen MSV Familie, das Spiel verfolgen. Aber das Spiel selbst sind ja nur 90 bis 120 Minuten.

Es geht eigentlich noch viel mehr um das Drumherum. Um die Anreise oder die Kartenjagd. Um Vorbereitungen und Vorfreude. Um Begegnungen, Skurrilitäten, Jubel oder Trauer, Organisation oder freies Treiben. Um die ganze Palette der Emotionen, die sich an unterschiedlichen Orten an unterschiedlichen Dingen aufhängen, und die sich unterschiedlich äußern. Wir werden beobachten und berichten. Live. Von Donnerstag bis Sonntag. Egal wie’s ausgeht.

Twitter-Nutzer können uns unter @FinaleS04 verfolgen.
Ohne Twitter kann man unsere Meldungen unter finales04.de nachlesen. Dort gibt es auch noch weitere Informationen zum Projekt.

Wie viel ist Netzmeinung wert?

Unsere Welt geht online, täglich mehr. Medien aller Sparten streben ins Netz, jede Zeitung, jeder TV-Kanal hat eine Webseite, die für immer mehr Menschen mehr zum Leben gehört als das ursprüngliche Produkt. Immer mehr wird Netz mit Leben gleichgesetzt, auch weil man davon ausgeht, dass die persönliche Umgebung die Gesellschaft darstellt. Daran ist kaum was falsch aber eben auch nicht alles richtig. Ab und an geschehen Dinge die die Differenzen zwischen Netz und Realität aufzeigen. Das Palaver um Manuel Neuers Abschied war solch ein Ding.

Manuel Neuers Ankündigung, seinen Vertrag beim FC Schalke 04 nicht zu verlängern, war für einige Tage das Topthema in den Medien um den deutschen Fußball. Natürlich war die Frage nach Fanreaktionen interessant. Es gab in diesen Tagen kaum eine Medienportal von Belang, das nicht darauf einging, und zum überwiegenden Teil bezog man sich dabei auf Reaktionen in Foren oder bei Facebook. Selbst bei Journalisten alter Schule, die wie seit Jahr und Tag auch zu diesem Anlass von den „Stammtischen“ schrieben, an denen „man“ sich umhöre, hatte ich den Eindruck, dass sie zur Zeitersparnis den Besuch in Kneipen vermieden und kurzerhand Fußballforen zu modernen Stammstischen erklärten.

In den mir bekannten Foren gab es zu 90% Beiträge zu lesen, die Manuel Neuer kritisierten. Zum Teil auf peinliche Art und Weise, zum Teil in unglaublicher Heftigkeit. Auch bei Facebook war wenig Verständnis zu finden. Entsprechend war die Berichterstattung.
Im Stadion stellten sich die Reaktion ganz anders dar. Es gab Pfiffe, Rufe und Plakate gegen ihn, aber es gab doch deutlich mehr freundlich gesonnene Reaktionen, Danke-Transparente und Applaus für Manuel Neuer.

Man kann also feststellen, dass Stimmung im Netz sehr unterschiedlich zur Stimmung im Allgemeinen sein kann. Wie viel Gesellschaft ist aber denn nun im Netz? Wie viel ist Meinung im Netz denn außerhalb des Netzes wert? 1.247.342 Menschen gefällt die Facebook-Seite von Bayern München. Was genau würde Bayern München vermissen, gefiele nur 200.000 Leuten ihre Seite?

Ich selbst verbringe viel Zeit in der „virtuellen Welt“ und kann doch die Wertigkeit von Leserzahlen, Teilnehmern oder Gefällt-mir-Klicks in Bezug auf Größen außerhalb dieser Netzwelt nicht einschätzen.
Ich habe häufig den Eindruck, „die Gesellschaft“ ist überhaupt nicht zu fassen. Eher leben wir in einer Art Parallelwelten nebeneinander her. In einer Welt erreichen Schlagerstars höchste Plattenverkaufszahlen und füllen größte Hallen, ich bekomme das nicht mit. Die Oma nebenan denkt dafür bei Ultras nur an Damenbinden. So verhält es sich auch mit „den Schalkern“. Das sind viele und sie sind alles, sie können weder von Foris, noch von Trainingskibitzen oder Bloggern repräsentiert werden. Oder um es mit Fritz Eckenga zu sagen: „Die ganze Welt passt in’ Stadion“.

Was doch irgendwie beruhigend ist. Da denke ich jetzt noch mal ’ne Viertelstunde drüber nach.

NEU: Mein „Schalke 04 Google Kalender“ für alle

Schalke 04 Google Kalender (iCal, iPhone, Android)

Ab sofort biete ich den Spielplan des FC Schalke 04 als Google Kalender zum Abonnieren an. Er steht im XML, iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) genutzt, per Feed empfangen oder in Webseiten integriert werden.

Die Termine werden stets zeitnah nach Bekanntgabe der endgültigen Anstoßzeiten aktualisiert. Die noch nicht endgültig terminierten Spiele werden mit dem vorläufigen Termin und einem Sternchen * als Kennzeichnung dargestellt. Nach den Spielen werden die Termine mit den Ergebnissen versehen und erhalten außerdem in der Terminbeschreibung den Link zum Königsblog-Beitrag zum Spiel.

Die Integration des Kalenders in dieses Blog kann hier angesehen werden (siehe auch „frühere Termine suche“, ganz oben). Die Adressen für Import, Abonnement oder Integration gibt’s hier:


(Hinweis für die Nutzung in iCal)



Wie es dazu kam

Seit ein paar Monaten bin ich glücklicher Besitzer eine Android Smartphones. Schrieb ich meine Termine vorher stets in ein Moleskine Diary, habe ich mich seitdem googleisieren lassen, weils einfach so gut funktioniert. Alle Termine, Notizen, Adressen und Telefonnummern, immer synchron, auf allen Onlinerechnern dieser Welt und per Androidphone in der Tasche; das sieht zugegebenermaßen nicht so hübsch aus wie ein Moleskine, ist aber unerhört praktisch.

Zu meinen Terminen gehören selbstverständlich auch die Spiele des FC Schalke 04. Weil abonnieren einfacher als selbst schreiben ist, suchte ich nach öffentlichen Kalendern mit Schalke-Terminen. Google selbst bietet einen Schalke-Kalender an, der beinhaltet aber nur die Bundesligaspiele und wartet mit einer etwas befremdlichen, amerikanischen Schreibweise auf. Im Netz sind außerdem einige Anbieter von „Sportsplaner“ oder „Soccer Calendar“ zu finden. Den einen, der die aktuelle Saison abbildete, kein Geld kostete und keine Registrierung voraussetzte, abonnierte ich, um später enttäuscht feststellen zu müssen, dass die Aktualisierungen vermutlich nach Verfügbarkeit eines Praktikanten in den USA, aber nicht nach Bekanntgabe der neuen Termine stattfanden.

Also rang ich mich durch, die Termine doch selbst zu notieren. Und weil Onlinearbeit nicht zigfach gemacht werden muss, und weil ich eh schon alles Mögliche zu diesem Verein veröffentliche, gebe ich meinen Schalke 04 Google Kalender hiermit frei.

„Umfaller des Jahres“

Hiermit bewerbe ich mich um den in der Überschrift genannten Titel. Ein bisschen peinlich ist es mir schon. Die vielen Kommentare, schöne Texte in anderen Blogs, Nachrufe die mich antitschten, öffentliche Lobhudeleien – und nur 100 Tage später nun dieser Text. Ein Rücktritt vom Rücktritt, kitschig irgendwie. Trotzdem geht’s hier jetzt wieder weiter.

Ich habe gemerkt, dass mir das Schreiben fehlt und dass mir Twitter und Facebook nicht reichen. Ich habe ausführlich über andere Formen und neue Projekte nachgedacht, habe Vor- und Nachteile abgewogen. Am Ende stand die Erkenntnis, dass meine Probleme nichts mir diesem Blog an sich zu tun gehabt haben. Würde ich neue beginnen, es liefe unter einem neuen Namen ob meiner Ansichten, meiner Themen und meiner Vorstellungen doch auf ein Königsblog II heraus.

Es war kein Fehler aufzuhören. Es war keine übereilte Entscheidung, ich hatte zuvor lange mit mir gerungen. Ich schrieb den „letzten Beitrag“ in dem Glauben, dass mir eine Pause nicht reichen würde. Schluss machen hat eine andere Qualität. Mir ist klar geworden was mir Spaß machte und was mich zuletzt nervte. Ich mache jetzt nicht weiter, ich fange wieder an.

Zuvor habe ich ein bisschen am Drumherum gefrickelt. Der nun etwas farbigere Header fällt auf. Ich habe alle einstmals unter Drei Ecken, ein Elfer erschienenen Texte in dieses Blog importiert. Als Erweiterung zum Archiv und zur Suche habe ich eine Seite mit allen Schlagwörtern eingerichtet. Und auf der neuen Seite S04 Newsticker werden Nachrichten in deutsch, englisch und niederländisch sowie Twitter-Nachrichten zu Schalke 04 zusammengefasst.

Danke noch mal an die Blogger, die mir Platz zum Schreiben anboten, auch wenn ich keinen Gebrauch davon gemacht habe. Danke für die vielen „Schade“. Nun aber genug des Blogbezugs. Hier geht’s um Fußball im Allgemeinen und Schalke 04 im Besonderen. Da gibt es wahrlich genug zu besprechen.
Los geht’s: Die karierte Situation auf Schalke



Foto: Tina Carlson

Feierabend, Glück auf!

Alles hat ein Ende, außer Schalke 04.
Das Königsblog endet hier.

Das hat selbstverständlich nichts mit der sportlichen Situation meines Vereins zu tun, und auch in meinem Privatleben hat sich zum Glück nichts verändert, was mich zu diesem Schritt zwingen würde. Es ist nur eben so, dass mir dieses Ding hier über den Kopf gewachsen ist. Es ist mir zu wichtig geworden, es verbraucht einen zu großen Anteil meines Freizeit-Kontingents, öfter als manchmal verursacht es mir Stress.

Mein Vorsatz war immer, von Montag bis Freitag einen Beitrag erscheinen zu lassen. Auch wenn das mal nicht gelang war der Text am Montag zum Spiel am Wochenende für mich immer eine Selbstverständlichkeit. Auch nach Spielen in der Woche gab es am folgenden Tag stets einen Text. Wann auch immer das Spiel endete setzte ich mich danach an den Rechner, oder tippte ich im Zug die ersten Gedanken in mein Smartphone, oder ging ich erst schlafen und stellte mir den Wecker, um morgens um 4 Uhr, vor der Arbeit, den Text zu verfassen, der hier um 7:04 Uhr erschien.

Natürlich habe ich das selbst zu verantworten, den Stress hätte ich mir nicht machen brauchen mag der Leser nun denken. Deshalb muss man doch nicht ganz in’ Sack hauen, dann mach doch einfach mal halblang, schlug auch meine Frau vor, die weiß wie wichtig mir das Ding hier ist, und die überzeugt davon ist, dass mir dieser Schritt leid tun wird. Natürlich hat sie recht, wie fast immer. Aber sie weiß andererseits auch, dass ich ein Ganz oder Garnicht-Typ bin.

Mein Bloggen ist stets gewachsen. Es ist nunmehr 1.366 Tage her, seit ich im Januar 2007 unter „Drei Ecken, ein Elfer“ meinen ersten Blogbeitrag schrieb. In dieser Zeit habe ich 1.199 Artikel veröffentlicht. Anfangs verirrten sich 10 oder 20 Besucher am Tag zu meinen Texten, heute werden täglich 1.600 bis 2.000 Seiten aufgerufen. Den Feed dieses Blogs haben 2.800 Menschen abonniert. Dieses Blog ist für einen Stammleserschaft eine Diskussionsplattform geworden. Über Wochen lassen sich zwischen 70 und 80 Leute motivieren, die Einwechslungen Magaths im nächsten Spiel vorherzusagen, eine herrlich bekloppte Albernheit, zu nix gut, nur in sich zu begründen. Das ist eine „Leserschaft“!

Dieser Leserschaft bin ich dankbar für den Spaß, den ich hier stets hatte. Für die Kommunikation, den Austausch, bei dem ich stets dazulernte. Für die vielen netten Bekanntschaften, die ich machen durfte. Ohne diese Leserschaft hätte ich nicht so lange durchgehalten. Diese Leserschaft hat es nicht verdient, dass ich „mal halblang mache“. Diese Leserschaft gibt es, weil sie hier stets eine gewisse Leistung erhalten hat. Nun kann ich das nicht mehr leisten.

Vielleicht gibt’s meine Texte mal weniger häufig woanders. Ideen habe ich viele, geplant habe ich nichts. Zu erreichen bin ich weiterhin, via Twitter, via Mail, oder in Block 79, Reihe 4, auf Platz 27.
Haltet die Ohren steif, und lasst Euch nie unterkriegen. Bis die Tage …

Glück auf.