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Ärgerlich: Gegen Real knapp gescheitert

Schalke gewinnt „nur“ 4:3 bei Real Madrid und verpasst den Einzug ins Champions League-Viertelfinale. Schalke hat gut gespielt und vor dem Anpfiff hatte ich nicht erwartet, dass es nochmal knapp werden könnte. Nun aber muss ich sagen: Das Weiterkommen war möglich. Schalkes Abwehr hat es verbockt. Ein Jammer.

Schalke hat sich nicht abschlachten lassen, wie vor einem Jahr. Schalke hat an seine Chance geglaubt und nach vorne gespielt. Schalke hat über weite Strecken das Spiel unter Kontrolle gehabt, hat tolle Tore erzielt. Man möge mich nicht falsch verstehen: Ich mochte das Auftreten dieser Mannschaft und ich habe bis zuletzt mitgehofft und Daumen gedrückt! Doch es fällt mir schwer, mich darüber zu freuen, wenn etwas Erreichbares nicht erreicht wurde. Und ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn ein Scheitern später als tolle Leistung dargestellt wird.

Tatsächlich war Reals Defensive furchtbar schwach. Max Meyer konnte mit dem Ball regelmäßig zehn, zwanzig Meter überbrücken, ohne attackiert zu werden. Soviel Platz hatte er bislang noch gegen keinen Bundesligisten. Auch offensiv blieb Madrid vieles schuldig. Reals dritten Treffer mag man als feine Einzelleistung Benzemas verbuchen. Die Treffer eins und zwei waren aber eben nicht der großen „individuellen Klasse“ geschuldet. Beide Male ließ Schalke derart viel Platz, dass zum Einnicken der Kopfbälle kein Weltfußballer nötig gewesen wäre, diese Chancen hätten sich auch durchschnittliche Bundesligastürmer nicht entgehen lassen. Einmal besser aufpassen hätte schon reichen können …

Nimmt man den großen Club Real Madrid und stellt ihn mit allen seinen Erfolgen gegen den FC Schalke 04, dann ist dieser Auswärtssieg an sich bereits ein riesen Ding, natürlich. Aber damit, und mit einem allzu lauten Bejubeln dieses Ausscheidens, macht man sich nur selbst klein. Und wer sich selbst klein macht, wird nie groß.

Entscheidend sind nicht die ehemaligen Erfolge oder die Kontostände, sondern die aktuelle Leistung auf dem Platz. In diesem Spiel war Schalke ebenbürtig, hatte es selbst in der Hand und hat es sich durch plumpe Fehler vermasselt. Außerdem muss mann konstatieren: Hätte Schalke im Hinspiel nur halb so mutig agiert, hätte auch das schon den Unterschied machen können.

Das Weiterkommen war möglich. Schalke hat es knapp verpasst. Das trifft meine Fanseele mehr als ein Ausscheiden gegen einen klar überlegenen Gegner.

Ein Spiel zum schönsaufen

Schalke verliert 0:2 gegen Real Madrid und ist damit quasi aus dem aktuellen Champions League-Wettbewerb ausgeschieden. Ein Spiel, in dem der Gegner stets Herr der Lage war, das aber ein gewisses Potenzial hatte, von Schalke-Fans anders gefühlt zu werden. Als nächster Schritt mag das reichen.

Aus Schalker Sicht mag man von der Defensive reden, aber Reals Defensive war dominanter. Man mag sagen, dass Real nur wenige Torchancen hatte, aber sie erzielten zwei Treffer. Die Art des Spiels war die Wahl Schalkes. Schalke bestimmte, dass es ein Spiel mit wenigen Chancen werden würde. So war die Spielanlage. Bezogen darauf gewann Real Madrid vergleichsweise locker.

Zweifellos war diese Leistung eine Steigerung zu dem letzten Auftritt gegen Madrid. Vor weniger als einem Jahr trat Schalke unter Jens Keller in Bestbesetzung an, rannte wild und gab schnell auf. Diesmal stimmte die defensive Disziplin und man kam zu einer guten Torchance. Bekommt Roberto Di Matteo Zeit, so mein Gefühl, wird sich Gutes entwickeln können.

Im Hier und Jetzt war es aber eben immer noch eine Liga Unterschied zwischen Real Madrid und Schalke 04. Bitter daran ist, dass es aufzeigt, wie weit weg Schalke von „richtig gut“ ist. Schließlich ist es nicht nur die gottgegebene Einteilung zwischen reich und arm, welche die Ligen trennt. Als Borussia Dortmund „richtig gut“ war konnte man sich gleich zweimal gegen Real Madrid durchsetzen. Da mutet es schon befremdlich an, wenn unsereins so tut, als sei eine knappe Niederlage gegen Real Madrid schon etwas, worauf man stolz sein könnte.

Dass Fans solche Spiele besser darstellen als sie waren tut dem Club letztendlich nicht gut.

Boah, schon wieder Real Madrid!

Boah, schon wieder Real Madrid!

Schalker dürfen das. Grandios, oder?!

Ja, beim letzten Mal gab’s eine Klatsche. Aber 14 Bundesligisten betteln darum, auch nur einmal von Real Madrid ordentlich vermöbelt zu werden. Uns hingegen darf es nerven, schon wieder gegen Real Madrid zu spielen. Das zeigt vor allem, was für ein grandioser Fußballclub Schalke 04 ist.

Mich hat’s genervt, dass Schalke schon wieder gegen Real Madrid spielen wird, direkt nach der Auslosung. Ich hoffte auf einen Gegner, gegen den die Blauen an einem guten Tag eine Chance auf ein Weiterkommen haben. Real Madrid erscheint zu übermächtig.

Das gilt weiterhin. Aber seit Roberto Di Matteos Mannschaft gegen Bayern München und Borussia Mönchengladbach richtig starke Defensivleistungen auf den Platz brachte, hoffe ich auf interessante Spiele. Ich hoffe darauf, dass Schalke 04 es Real Madrid schwer macht. Kein Gehenlassen, ein Gegenhalten.

Ma’kucken.

Zwei Ligen Champions League

Schalke muss im Champions League-Achtelfinale gegen Real Madrid antreten. Schon wieder. Der FC Schalke 04 ist mittlerweile ein etablierter Champions League-Club. Die Champions an sich ist aber längst nicht mehr mehr die Spitze des Fußballs. Innerhalb dieses Wettbewerbs hat sich eine neue 1. Liga gebildet. Diese zu erreichen ist für Schalke unmöglich.

Bayern München gehört zu dieser 1. Liga. Um dorthin zu gelangen reichten aber auch dreißig Jahre sportlicher Erfolg bei gleichzeitigem seriösen wirtschaftlichen Handeln nicht aus. Sie waren zusätzlich darauf angewiesen, hunderte Millionen Euro aus Anteilsverkäufen der Club-AG zu generieren.

Dem FC Schalke 04 sind ähnliche Schritte in Richtung dieser 1. Liga unmöglich. Für Schalke ist es ein großer Erfolg, zum vierten Mal in fünf Jahren am Achtelfinale der Champions League teilzunehmen. Dies ist Ziel und Grundlage für das erneute Erreichen des gleichen Ziels zugleich. Eigentlich ist Sport, sich neue, höhere Ziele zu stecken. Auch Fußballfans wollen positive Entwicklungen erleben, das gilt auf allen Ebenen. So betrachtet ist die Lage des FC Schalke 04 nicht schön. Es gilt, sich am Status Quo zu erfreuen. Zu sein statt zu werden. Das gilt auch, wenn das Geschehen auf dem Platz gegen Real Madrid wieder bitter werden sollte. Mit Sport hat die Veranstaltung Profifußball auf Champions League Niveau eh nur noch nebensächlich zu tun.

TELEKOM Spieltaganalyse Hangout

Gestern war ich Gast eines Sport1-Hangouts zum Champions League-Spieltag. Mit Thomas Helmer und Stefen Niemayer unterhielt ich mich dabei über die 4 deutschen Clubs, über die möglichen Gegner und natürlich insbesondere über die Situation beim FC Schalke 04. Das ganze lässt sich nun hier nachsehen.



S04 im Champions League Achtelfinale!

Der FC Schalke 04 gewinnt in Maribor mit 1:0 und erreicht unter Mithilfe des Chelsea FC tatsächlich noch das Champions League-Achtelfinale!

Offensiv war die ersten Halbzeit pomadig und die zweite Halbzeit auch nur etwas besser. Defensiv hatte man das Gefühl, dass Schalke in den letzten Minuten schwamm, tatsächlich hatte Maribor aber nur eine wirkliche Großchance, als Atsuto Uchida in der ersten Hälfte liegend rettete.

Es war das von Roberto Di Matteo vorausgesagte, knappe Spiel, in dem Kleinigkeiten entschieden. Die Kleinigkeit, dass Uchida eben richtig lag, und Schalke einen Ball über die Linie bugsierte. Kein hochverdienter, aber eben auch kein nicht verdienter Sieg. Ein Spiel, das auf schwachem Niveau über 90 Minuten auf des Messers Schneide stand. Ein Abend, der gefeiert werden darf, weil Chelsea sich in London auch mit ein paar Spielern aus der zweiten Reihe keine Blöße gab. Und ein Spiel, dass ZDF-Kommentator Bela Rethy zum Ausspruch „FC Schalke 0 Fuchs“ verleitete … warum habe ich auch bis nach Abpfiff nicht verstanden.

Sei’s drum. Champions League Achtelfinale und Schalke ist dabei.
Schon wieder.
Turniermannschaft eben.
Glückauf!

Unfall: Surfen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu lesen

0:5. Der Champions League unwürdig. Benedikt Höwedes bat nach dem Spiel alle Zuschauer um Entschuldigung. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich keine Lust habe, mir für einen gehaltvolleren Text über sowatt die Nacht um die Ohren zu hauen. Euren Frust bitte in die Kommentare. Danke.