Artikel zum Schlagwort ‘Eintracht Frankfurt’

0 Offensivspiel beim 0:0 in Frankfurt

Eintracht Frankfurt und Schalke 04 bieten den Zuschauern ein 0:0, dass viel nulliger nicht hätte sein können. Trainer André Breitenreiter hat dabei eine „Reaktion“ seiner Mannschaft gesehen und gab sich nicht unzufrieden. Unsereins sieht auf die Tabelle und kann gar nicht fassen, dass Schalke weiterhin so gut dasteht. Tatsächlich aber ist Schalke Ligamittelmaß.

Welch ein furchtbares Fußballspiel dies war. Man hätte es zwischen möglichst vielen anderen Spielen verstecken sollen. Stattdessen war es ein Einzelspiel, eins, das dem übertragenden Sender Exklusivrechte bescherte. Man kann nur hoffen dass da, wohin dieses Spiel übertragen wurde, möglichst wenige Fußballfans eingeschaltet haben. Wer sich für die Bundesliga interessiert und solch ein Spiel präsentiert bekommt, dem vergeht der Spaß ganz flott.

Ein albernes Gestochere und Gezerre, ein Geschubse und Gezetere. Ein Spiel, in dem Schalke entgegen der Aussage des Trainers überhaupt keine „Reaktion“ zeigte. Nein, man stand nicht sicher. Bei Flanken war man so unaufmerksam wie eh und je. Frankfurt hatte zwar nicht viele, aber doch sehr gute Chancen, und es war letztlich Massel, dass keine davon zu einem Tor wurde.

Und das, obwohl André Breitenreiter das komplette verfügbare Defensivpersonal auf den Platz schickte. Selbst in der Angriffsreihe, wo Sead Kolasinac häufiger mit dem Ball am Fuß im Strafraum auftauchte als der nominelle Stürmer. Klaas Jan Huntelaars Anwesenheit machte einmal mehr keinen Unterschied, er ist nicht eingebunden in das Schalker Spiel. Er steht nur so häufig bei Anpfiff auf dem Platz, weil Top-Transfer Franco Di Santo noch viel weniger eingebunden ist und noch viel ungefährlicher agiert. Schalke hatte in diesem Spiel keine einzige echte Torchance. Man kam über 90 Minuten lediglich auf zwei Schüsse aufs Tor, beide waren vollkommen ungefährlich. Und – ohne despektierlich wirken zu wollen – das war nur Frankfurt.

Es ist erst 11 Tage her, dass Schalke bei einem 0:0 ein gutes Spiel bot. Seitdem hat man sich dreimal schlecht präsentiert. Das ist tragisch, denn Schalkes Spielplan sieht vor, dass man jetzt punktet, dass später die schweren Gegner folgen.
So wie in der Hinrunde, als Schalke nach neun Spieltagen 19 Punkte gesammelt hatte, und in den weiteren acht Spielen bis zur Winterpausen nur noch 8 Punkte dazukamen. In den nunmehr sechs Spielen der Rückrunde holte Schalke 8 Zähler. Gegen die gleichen Gegner sammelte man in der Hinrunde noch 13 Punkte.

Mit 35 Punkten steht Schalke nun auf Tabellenplatz 7 und bleibt damit in Reichweite des Champions League-Qualifikationsplatzes. Um zu hohen Erwartungshaltungen vorzubeugen möchte in an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass der Punkteabstand zu Platz 2 größer ist als der Punkteabstand zum Tabellenletzten. Und wer sich gestern das Duell mit dem Tabellenfünfzehnten Eintracht Frankfurt angesehen hat ahnt, dass der Fußball in der unteren Tabellenregion eher dem derzeitigen Spielvermögen der Blauen entspricht als das, was man gemeinhin mit Champions League-Fußball verbindet.

3 Punkte aus’m Fifty Fifty-Spiel

Schalke siegt schon wieder, 2:0 gegen Frankfurt. Schon wieder bricht ein Matip-Kopfball das Unentschieden. Schon wieder zeigt sich Leroy Sané unglaublich abgewichst. Ein Spiel, das auch anders hätte ausgehen können. Ging es aber nicht. Schön.

In der ersten Hälfte war Schalke besser, in der zweiten Frankfurt. 51% Ballbesitz für die Blauen, 51% gewonnene Zweikämpfe für die Eintracht. Ein ausgeglichenes Spiel, in dem – wie es so schön heißt – die kleinen Dinge die Entscheidung brachten. Eine Standardsituation eben, welche, wie man weiß, Schalke ganz gut beherrscht.

Will man die Leistung der Blauen genauer betrachten stößt man auf viele Aber, was die Sache schwierig macht. Goretzka beispielsweise hing häufig in der Luft, konnte sich nicht so recht einbringen. Aber man hätte ihn sich schon in den Offensivsituationen gewünscht, in die Höger immer wieder geriet. Dieser konnte mit seinem Platz zu wenig anfangen, aber bei gegnerischem Ballbesitz war Höger sehr wertvoll und ein Aktivposten im defensiven Mittelfeld. Wie auch Eric Maxim Choupo-Moting viele Zweikämpfe bestritt und im Mittelfeld wichtig war, aber im Spiel nach vorne nicht zielstrebig genug agierte.

Mich freute, dass Sead Kolasinac ein sehr ordentliches Spiel ablieferte, nachdem er bei seinem letzten Auftritt in Wolfsburg doch arge Probleme hatte. Auch sein Counterpart Sascha Riether spielte gut, geradezu souverän. Mich freut, wie die Mannschaft letztlich dagegenhielt, als es die Führung zu verteidigen galt.

Schalke war nicht unbedingt die bessere Mannschaft, aber man war auch keinesfalls die schlechtere Mannschaft. Im vierten Spiel in elf Tagen der vierte Sieg: Darüber mag ich mich gerade einfach nur freuen.

Samstag dann gegen Hamburg. Ma’kucken.

Schwer verständliche Niederlage in Frankfurt

Schalke verliert 1:0 in Frankfurt und damit auch den 3. Rang in der Tabelle. Eine Halbzeit richtig gut, eine Halbzeit arg pomadig. Sowohl verdient als auch unglücklich. Es lässt sich eigentlich nicht erklären.

Wenn beide Teams jeweils eine Hälfte die bessere Mannschaft waren, wenn Frankfurt eben den einen Treffer macht und auch noch einen fälligen Strafstoß nicht bekommt, dann geht solch ein Sieg für die Eintracht eben in Ordnung. Wenn Schalke in der ersten Hälfte so überlegen ist, wenn die Abwehr steht, wenn im Mittelfeld Bälle am laufenden Band gewonnen werden, wenn schnell nach Offensive umgeschaltet wird und der Zug zum Tor da ist, dann ist es unerklärlich, weshalb das alles in der zweiten Hälfte plötzlich weg ist.

Natürlich: Die besten Offensivkräfte fehlen den Blauen. Eine solche erste Halbzeit mit Huntelaar, die Chancen dass ein Tor fällt hätten deutlich besser gestanden. Und doch erklärt es nicht den Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit.

Natürlich: Thomas Schaaf hat gesehen dass Schalkes rechte Seite zu dominant war und reagierte in der Halbzeit. Mit Lucas Piazon brachte er den Matchwinner, der Brasilianer neutralisierte das Duell auf dem Flügel und erzielte den Treffer des Tages. Und doch erklärt auch das nicht, weshalb Schalke plötzlich so unsauber spielte und im Mittelfeld so viel weniger Zugriff bekam wie in der Halbzeit zuvor.

Ich kann‘s nicht erklären. Vielleicht hilft mir ja jemand.

Den Blick defensiv auf Frankfurt richten

Es gilt, Schalkes Defensive zu verbessern, sagt Roberto Di Matteo. Gut, er sagt „auch die Defensive“, aber so ist es eben zu normal, und normal will ja keiner. Er sagt, man denke nur an das Spiel in Frankfurt, noch nicht an das kommenden Mittwoch folgende, gegen Real Madrid. Da geht’s mir genauso.

Meister Schaaf ist angekommen in Frankfurt, die Eintracht findet sich selbst wieder gut und tritt selbstbewusst auf. In dem Eintracht-Podcast, den es zu hören gilt wenn man sich in die Stimmung der Fans der SGE hineinfühlen möchte, gibt man sich respektvoll vor den jüngsten Leistungen der Blauen, findet die Spielweise aber ekelig, natürlich. Ich hoffe das bleibt auch über Samstag hinaus so.

Ebenso gerne darf es im Blog-G, das Blog das es zu Eintracht Frankfurt zu lesen gilt, auch Anfang nächster Woche verschnupft zugehen. Stefan Krieger selbst, dem Macher der Seite und großen Onkel der Fußballbloggerszene, wünsche ich parallel natürlich stets beste Gesundheit. Ich finde es nur eben gut, wenn Schalke 04 von anderen Fans nicht gemocht wird. Da helfen Siege in der Regel weiter. Ma’kucken.

Und übrigens: Die Angst vor einem Freitag den 13. heißt Paraskavedekatriaphobie. Für Schalker ist sie sehr begründet. In 5 Spielen an solchen Tagen holten die Blauen gerade 4 Punkte. Das letzte Schalke-Spiel an solch einem Datum war die 4:3 Niederlage in Wolfsburg im März 2009.

Wie die Quote an einem Samstag den 14. steht habe ich gerade nicht im Kopf …

Schalke kann nur kämpfen

Schalke verpasst auch im vierten Anlauf den ersten Bundesligasieg, spielt am Ende 2:2 gegen die Frankfurter Eintracht. Nach einer unorganisierten und undisziplinierten Darbietung der Blauen musste man sich darüber sogar noch freuen.

„Halten wir fest, Schalke kann nur kämpfen.“ Mit diesen Worten schloss Sven Pistor, Moderator der WDR 2-Sendung Liga Live, die Berichterstattung aus Gelsenkirchen ab. Ein Schlag ins Gesicht, zu oberflächlich, zu populistisch, so meine ersten Gedanken. Aber nach einem ersten Sackenlassen musste ich konstatieren, die Leistungen der Knappen im September 2014 provozieren solche Statements.

Tatsächlich ist die Bereitschaft zu Kämpfen das Beste am Fußball dieser Mannschaft. Sie geben nicht auf, nicht nach frühen Rückständen gegen Bayern München oder den FC Chelsea, auch nicht nach einem 0:2 in der 24. Minute gegen Frankfurt. Wenn Schalke langsam spielt, wenn wenig passiert, dann ist das keineswegs ein „nicht Kämpfen wollen“, dann ist das vielmehr die Unfähigkeit, ein Spiel zu gestalten und eine formierte Abwehr zu bezwingen.

Schalke schoss in der ersten halben Stunde nicht einmal auf das Tor der Eintracht. Auch über 90 Minuten kann man die Chancen an einer Hand abzählen. Die Offensive, für die trotz Ausfalls des Langzeitverletzten Jefferson Farfán eigentlich nur „1. Wahl“ auflief, schaffte es so gut wie nie hinter die Abwehrreihe. Kein Tempo, Kombinationsspiel nur bis 30 Meter vor dem gegnerischen Tor. Kaum mal ein überraschender Pass in die Tiefe, keine Ahnung wie es gehen könnte. Als Fan schaute man sich das an und reduziert seine Hoffnung darauf, dass vielleicht mal einer dieser guten Einzelspieler durch ein gelungenes Dribbling für Gefahr sorgen kann. Das aber sah man leider auf der anderen Seite, von Marco Russ, zum 0:2.

Bei diesem Tor sahen der Reihe nach Prince, Christian Fuchs und Roman Neustädter schlecht aus. Insgesamt agierte die „zusammengewürfelte Abwehr“ aber noch überraschend gut. Gerade das erste Gegentor war schlicht Pech, kurz nach dem Glück, dass es für Kaan Ayhans Handspiel keinen Elfmeter für die Eintracht gab. Zweifellos gehört der Schiedsrichter zur Story dieses Spiels, das in der Schlussphase noch so turbulent wurde. Über ihn Beschweren darf sich Schalke meines Erachtens aber nicht. Er schenkte Schalke mit einem falschen Strafstoßpfiff den Anschlusstreffer, und die Roten Karten gegen Prince und Draxler waren beide vollkommen korrekt und sehr ärgerlich dazu. Prince‘ Foul war unnötig, die Abwehr war längst hinter dem Ball, es bestand in der Situation keine akute Gefahr. Draxlers Tätlichkeit war ein Aussetzer, der wie der des Princen die eh schon dezimierte Mannschaft weiter und vermutlich noch länger empfindlich schwächt.

Nach 4 Spielen hat Schalke nun schon 6 Punkte Rückstand auf die Champions League-Plätze, dem erklärten Saisonziel. Der Druck wird immer größer, die Ausfälle werden immer mehr und damit die Voraussetzungen immer schlechter. Dummerweise hält der Spielplan nicht an. Nächster Halt: Bremen. Schalke droht jeden Anschluss zu verlieren.

Nach der Pause zurück in die Spur

Schalke gewinnt sein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 2:0. Nach einer eher mauen ersten Hälfe brachten die zweiten 45 Minuten viel Trubel, eine starke Schalker Phase und den dadurch verdienten Sieg.

An vergebene Strafstöße Klaas-Jan Huntelaars hat man sich ja fast schon gewöhnt. Gleich nach dem Pfiff kam Sead Koalsinac von ganz hinten nach ganz vorne gerannt, hätte wohl gerne die Verantwortung übernommen. Aber Ober sticht Unter, und wenn der Star will, bleibt vom Junior nur ein aufmunternder Klaps. Für mehr Aufregung führte das vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffene Draxler-Tor, nach mehr als einer Minute Jubel, nachdem der Schiedsrichter erst auf Tor entschied und der Assistent die Fahne unten lies. Aber Abseits bleibt Abseits.

Es lief nicht alles Rund für die Blauen. Verdient war der Sieg trotzdem, denn zur Halbzeit entschied sich Jens Keller für das Risiko und wurde belohnt. In der Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte blieb Schalke auch bei Frankfurter Ballbesitz kompakt in des Gegners Hälfte. Die Abwehrreihe blieb sehr kurz hinter dem Mittelfeld, für Frankfurt gab es keine Pressingfreie Zone. Diese Druckphase führte zum 1:0 und schubste das Spiel in die richtige Richtung.

Dass Schalke nicht von Beginn an so agierte hatte durchaus gute Gründe. Gerade das Spiel über die Außenpositionen ist Frankfurts Stärke. Entsprechend agierten Sead Kolasinac und Tim Hoogland in der ersten Hälfte so, dass sie ihre Seiten nicht vollends entblößten. So aber reichten Schalkes Offensivbemühungen nur zu viel Ballbesitz. Zu Chancen kam man nur selten, in der ersten Hälfte hatte die Verteidigung der Eintracht das letzte Spielfelddrittel gut im Griff.

Nach der starken Anfangsphase der Schalker in Halbzeit 2, nach der Führung und nach der Szene um Draxlers aberkanntes Tor, hatte Eintracht Frankfurt die große Chance, das Spiel zu drehen. Als sich noch das halbe Stadion über die späte Reaktion des Schiedsrichtergespanns ärgerte lief Joselu plötzlich alleine auf Ralf Fährmann zu. Ein Treffer zu diesem Zeitpunkt hätte das Momentum für die Eintracht bedeuten können. Doch einmal mehr entschied Fährmann eine 1:1 Situation für sich, rettete Schalke die Führung, vielleicht den Sieg.

Und dann war da noch der Freistoß in der 90. Minute, zu dem sich Kaan Ayhan und Jefferson Farfán an den Ball stellten. „Lass Ayhan schießen, der kann das“ sagte ich. „Farfán kann das auch“ sagte Herbert links neben mir. „Schon länger nicht mehr“ sagte ich. Farfán schoss. „Siehste“ sagte Herbert.

Noch 4 Spiele. Im schlechtesten Fall braucht Schalke noch 6 Punkte.

Totale Entspannung

Selten war man vor einem Spiel in Frankfurt entspannter als vor dem gegen den FC Schalke 04 am kommenden Freitag.

… schrieb Stefan Krieger am Dienstag im Blog-G. Auch die Woche der Blauen ist die pure Entspannung. Dass es für Schalke noch richtig viel zu gewinnen gibt, merkt man gerade irgendwie nicht.

Das eher schwache Spiel in Bremen hat zu keinem Zweifeln geführt. Das Übergehen des Trainers bei der Umgestaltung der Mannschaft blieb eine Randnotiz. Selbst Trainingsabbrüche von Klaas-Jan Huntelaar und Julian Draxler sorgten nicht für Sorgen: Wird schon gehen, irgendwer ist eh immer verletzt.

Diese Ruhe haben sich Jens Keller und die Mannschaft verdient, sie ist der Lohn für die guten Ergebnisse seit Rückrundenbeginn. Ich hoffe nur inständig, dass derweil nichts und niemand einschläft. Schalke hat noch 5 Spiele, und Eintracht Frankfurt ist davon der einzige Club, für den es um nichts mehr geht. Um Platz 3 zu sichern braucht Schalke noch 9 Punkte. Es ist ein ganz wichtiges Spiel, das Ding am Freitag, trotz Tiefenentspannung.