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Nun abber ma Butter bei die Fische!

Lehmann hat sich fit gemeldet. Sonntag spielt der FC Aresenal gegen Sunderland. Für Lehmanns Chef Arsène Wenger ist es nun entgültig an der Zeit zu entscheiden, wer seinen Nr. 1 ist.

Mit Lehmanns Konkurrent Manuel Almunia im Tor hat Arsenal in der Liga alle 5 Spiele gewonnen, bei einem Torverhältnis von 13:2. Ausserdem gewann Arsenal mit ihm seine beiden Champions League Begegnungen, beide male spielte Almunia zu Null.

Lehmann hofft nun auf ähnlich weiche Argumente, auf die auch Kahn vor der WM gehofft haben muss, als sich sein Konkurrent Jens Lehmann sportlich nichts zu schulden kommen lies.

Lehmann schon Nr. 1b?

„Bei uns herrscht auf jeder Position Konkurrenzkampf. Wenn beide fit sind, liegt es an ihnen, wer die Nummer eins ist. Im Moment zählt für mich die Kontinuität. Selbst wenn er fit wäre, wüsste ich gegenwärtig nicht, ob ich ihn vorziehen würde“

Hat Herr Wenger zur Situation des Herrn Lehmann gesagt, weiß Herr sid zu berichten.

Irgendwo las ich mal, dass Lehmann auch so verdrängt werden möchte wie er Kahn verdrängte, „im fairen Konkurrenzkampf“. Den hat er nun im Verein. Mal sehen, ob er sich noch mal behauptet.

Der Vergleich seiner Interviews 2006 zu denen vor dem Wales-Spiel der Nationalmannschaft zeigt deutlich, wie viel einfacher sich ein Herausforderer gegenüber einem Herausgeforderten tut.

Lehmann will zur WM 2010 – als Torwarttrainer?

Lehmann ist 37 Jahre alt. Sein Club FC Arsenal – namentlich Arsène Wenger – schließt mit Spielern dieses Alters grundsätzlich nur Einjahresverträge ab. Aktuell ist Lehmann bei Arsenal nicht die klare Nr. 1. Vermutlich sieht sich Lehmann in der Defensive – und haut deshalb einfach mal einen raus!

Sein völliger Ernst kann es jedenfalls nicht sein, wenn er ankündigt bei der WM 2010 im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen zu wollen.
Mich erinnert das ein wenig an Jens Nowotny, der nach dem Spiel um Platz 3 im letzten Sommer in völliger Fehleinschätzung der Situation sagte, dass er nicht zurücktreten wolle.

Sicher, es gibt beim DFB eine langgepflegte Tradition, Torhüter mindestens ein Turnier zu lange zwischen den Pfosten zu lassen. Illgner war ’86 schon besser als Schumacher, ’92 war Köpke besser als Illgner. Und als Köpke dann, parallel zu seinen ständigen Abstiegskämpfen, endlich das Tor der Nationalmannschaft hüten durfte, war Oliver Kahn längst Deutschlands bester Torwart.

Klinsmann/Löw stellten Lehmann ins Tor und setzten den Spieler des vorherigen WM-Turniers, den Welttorhüter und Titan Oliver Kahn auf die Bank. Das war neu, dass ein verdienter Torwart gegen seinen Willen die Nr. 1 abgeben musste, und zugegebenermaßen war ich damals nicht dafür. Zugegebenermaßen haben Klinsmann/Löw aber eine ganze Menge richtig gemacht, und dies eben auch.

Derzeit bestimmen, zumindest was die Betreuung der Nationalmannschaft angeht, „moderne Kräfte“ beim DFB. Damit ein 40-Jähriger für Deutschland bei einem großen Turnier das Tor hütet, müssen zuvor schon arg reaktionäre Leute die aktuellen Machthaber ablösen.