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Schalke siegt trotz, nicht wegen krasser Fehlentscheidung

Schalke 04 gewinnt sein Champions League-Heimspiel gegen den FC Basel mit 2:0 und zieht damit ins Achtelfinale ein. Schalke war gut, Basel nicht, das Schiedsrichtergespann war furchtbar. Das ist schade, denn Schalke hatte die Bevorteilung an diesem Abend nicht nötig.

Das Abseits vor dem zweiten Schalker Treffer war so klar, dass ich zunächst dachte, ich hätte irgendetwas übersehen. Dass der Linienrichter gleich vier Schalker in derart eindeutiger Situation übersah, ist allerdings unglaublich. Was auch immer sich der Mann gedacht hat, sein Fehler ist schade, denn er heftet dem Spiel einen Makel an, den es nicht verdient hat.

Denn Schalke war gut, nahezu souverän, hatte den Gegner jederzeit im Griff. Einzig einige schlechte Pässe im Spielaufbau leisteten sich Schalkes Defensivspieler. In diesem Spiel wurden Fehler aber von den Kollegen umgehend korrigiert, insgesamt zeigte Schalkes Abwehr eine sehr konzentrierte Leistung und nötigte Ralf Fährmann zu keinerlei schwierigen Aufgaben.

Auch die Offensive agierte gut und bewies in der ersten Hälfte erneut, dass Ballbesitzzeit an sich kein erstrebenswertes Ziel ist. Während Basel das Spielgerät lange Zeit führte, brachten die Blauen es deutlich weniger umständlich und schneller nach vorne. Vor allem das Tempo machte den Unterschied zwischen den Teams: Sowohl beim Spurten, hier war Farfán einmal mehr König auf dem Feld, als auch beim Passen, dabei fielen vor allem Draxler und Meyer positiv auf.

Am Ende konnte man mit Schalkes Spiel rundum zufrieden sein, auch wenn man sich über den Auftritt des FC Basel schon etwas wundern musste. Deren Leistung hatte nicht mal im Ansatz irgendwas Gefährliches. Basels Ballbesitz vollzog sich hauptsächlich um die Mittellinie herum, die Verbindung zum Angriff fehlte völlig. Nachdem die Schweizer durch die Rote Karte dezimiert wurden – eine Szene die ich von meinem Platz aus nicht bewerten konnte – war es auch mit dem Mehr an Ballbesitz vorbei. Erstaunlich, dass diese Mannschaft Chelsea zweimal schlagen konnte.

Aber das kann Schalke nun zum Glück egal sein.

Schalke siegt in Basel

Schalke 04 siegt 1:0 in Basel und setzt sich mit 6 Punkten an die Spitze seiner Champions League-Gruppe. Ein Spiel, das sich zunächst souverän, dann zu wuselig, später unwohl anfühlte, aber in Erleichterung mündete.

Ich beschrieb die erste Halbzeit als souverän und erhielt Kritik dafür. Es wäre wenig nach vorne gegangen, es wäre keine Idee zu erkennen gewesen. Punkte, die ich so gegen andere Gegner häufig selbst aufgeführt habe.

Ich denke aber, dass die Ausgangslage beachtet werden sollte. Dies war kein Heimspiel, bei dem man den Gewinn von 3 Punkten eingeplant hätte. Dies war ein Champions League-Auswärtsspiel, gegen einen ebenbürtigen Gegner. Ein Spiel, bei dem man auch mit einem Punkt hätte zufrieden sein können. Insofern war ich froh, dass Schalke die erste Chance erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zuließ, und dass man nach Fehlern des Gegners zu ein paar eigenen Chancen kam. Ungefähr so stelle ich mir einen gelungenen „Auswärtsteamauftritt“ vor.

Die zweite Hälfte war dann das Gegenteil davon. Es war erschreckend, wie leicht Schalke die Kontrolle über das Spiel verlor, auch wenn man noch kämpferisch dagegen hielt. Die Mischung aus mehr Engagement auf Basler Seite und eigenen, individuellen Fehlern auf Schalker Seite, sorgten für eine unnötig spannende zweite Hälfte. Nun konnte Basel Druck machen und kam auch zu Chancen, aber keine davon konnte sich mit Julian Draxlers glücklichem Treffer messen lassen.

Wenig smart, aber mit Kampf und Leidenschaft verteidigte Schalke 04 seine Führung. Am Ende stand ein meines Erachtens verdienter Sieg.