
Schalke 04 besiegt den FC Valencia mit 3:1 und zieht ins Viertelfinale der Champions League Saison 2010/2011 ein! Ein für wohl alle Schalker anstrengender Tag findet mit dem zweiten Tor Farfáns, zum endgültigen Sieg in der Nachspielzeit, ein erlösend freudiges Ende.
Nein, an dieser Stelle will ich nicht auf Magath und die Meldungen um dessen Ablösung eingehen. Das wird uns noch eine Weile beschäftigen, wir werden noch öfter diskutieren können. Ich gebe zu dass es mir anfangs nicht leicht fiel, mich von dem Palaver zu lösen und mich nur auf das Spiel zu konzentrieren. Aber die Spannung und die Dynamik halfen. Es war kein schönes, aber ein packendes, ein nie langweiliges Spiel, in dem sich Schalke den Sieg im besten Sinn erarbeitete.
Valencia hat die deutlich spielfreudigere Mannschaft. Wann auch immer sich ihnen Raum bot wussten sie ihn zu nutzen. Vor der Führung der Spanier stand Joel Matip gegen Mehmet Topal alleine auf verlorenem Posten. Überhaupt passte zu Beginn der Partie die Abstimmung in der Defensive nicht, auch die Innenverteidigung sah einige Male schlecht aus. Erst als Schalke hinten lag, als es „eh egal“ war, ging man aggressiver zu Werke, ging man den Gegner enger an und gewann Raum, Meter um Meter.
Schalke kam nicht durch öffnende Pässe zu Chancen sondern dadurch, dass in vorderster Reihe Bälle erobert wurden oder dass man Druck aufbaute und gefoult werden musste. Kein Schalker der stehen blieb wenn es eine theoretische Chance auf einen Ballgewinn gab: Das was man sehen will, immer. Was die darüber hinaus reichenden Fähigkeiten angeht will ich neben dem überragenden Jefferson Farfán gerne noch Mario Gavranovic und Sergio Escudero hervorheben.
Gavranovic war ständig in Bewegung, stets anspielbar. Anspielbar auch in dem Sinn, dass er die Zuspiele verarbeiten kann, dass er hilft die Spielsituationen zu entwickeln. Außerdem hat er eine Stürmernase, er antizipiert die Situationen und weiß wohin er sich orientieren muss. Klar, den Chancen nach hätte er auch drei Tore erzielen können. Trotzdem hat er ein tolles Spiel geliefert.
Sergio Escudero ist in der Form aus diesem Spiel von 0 auf 100 Schalkes bester Außenverteidiger. Er hat defensiv sehr gut gearbeitet was dazu führte, dass sich Valencia bei Angriffen fast immer auf den linken Flügel begab. Zusätzlich wusste Escudero auch offensiv zu gefallen. In der Triangel mit Jurado und Kluge machte er nie den Eindruck neu dabei zu sein. Ein starker Neuzugang, wenn er diese Leistung bestätigen kann.
Farfán mit seinem herrlich scharf geschossenem Freistoß, Manuel Neuer mit der gewonnen 1:1 Situation, die Spannung bis zuletzt, weil ein Tor Valencias alles gedreht hätte: Dieses Auf und Ab hätte dramaturgisch kein besseres Ende finden können als mit dem Tor in der letzten Sekunde. Die Befreiung, der gleichzeitige Tor- und Siegesjubel, in dem die nächste Saison weit weg und Königsblau eins war. Schön!
Am Freitag, den 18. März, um 12 Uhr, findet die Auslosung der Viertel- und Halbfinale statt. Dabei sind alle Clubs in einem Topf, es gelten keinerlei Einschränkungen mehr. Für die Halbfinalrunde werden auch die Zuordnungen der Viertelfinalsieger bereits gezogen, so dass jeder Club seinen möglichen Weg ins Finale kennen wird. Die Viertelfinal-Hinspiele werden am Dienstag, den 5. und Mittwoch, den 6. April ausgetragen, die Rückspiele in der darauffolgenden Woche, am Dienstag, den 12. und Mittwoch, den 13. April.
Ma’kucken. Samstag geht’s erstmal gegen Eintracht Frankfurt …







