H. A. M. B. U. R. G. E. R. S. V.
Stichwörter: Hamburger SV
Horst Hrubesch ist Dorschangelexperte und spricht wie Gunter Gabriel, finde ich. Mit „Bananenflanke Kaltz, Kopfball Hrubesch“ wuchs ich auf. In der E oder D-Jugend besaß ich auch mal Adidas-Fußballschuhe die „Mannie Kaltz“ hießen. Das hat aber nichts zu bedeuten, ich hatte auch mal ein paar „Hansi Müller“.
Athen: Im Spyridon Louis-Stadion schoß Felix Magath am 25.05.1983 schon in der 8. Spielminute das entscheidende 1:0 vor 73.500 Zuschauern gegen Juventus Turin, mit dem der HSV den Pokal der Landesmeister gewann. Ich war 11, kann mich aber nicht erinnern.
Dafür fand im gleichen Stadion am 18.05.1994 das wohl niveauvollste Fußballspiel statt, dass ich bisher gesehen habe. Im Champions League-Finale besiegte der als defensiv angesehene AC Mailand die auf Offensive ausgerichtete Mannschaft des FC Barcelona mit 4:0. Ein schnelles Spiel in dem kaum gegrätscht wurde, in dem kaum ein Ball ins aus ging, nie einer vom Fuß sprang, ein Spiel in dem sich 22 großartige Spieler duellierten.
Mighty Mouse Kevin Keegan kam mit 26 Jahren, nachdem er gerade mit dem FC Liverpool den Europapokal der Landesmeister gewann, zum HSV und wurde ’78 und ’79 Weltfußballer des Jahres. Ich erinnere mich an Comics mit dem gezeichneten Kevin Keegan an Kiosken in Duisburg. Ein Weltstar. Ein anderes Selbstverständnis der Bundesliga.
Bierhoff, Oliver („L´Oréal“): Spielte seine ersten 11 Bundesligaminuten im Parkstadion, danach aber nie wieder gegen die Königsblauen. Wohl aber für den HSV, für den er in 34 Spielen 6 Tore schoss.
Ungewöhnlich kommt es mir vor, dass es in Hamburg – obwohl der HSV Tabellenführer ist und Schalke das Auswärtskontingent sicherlich ausgeschöpft hat – jetzt, zirka 17 Stunden vor Anpfiff noch ganz offiziell Karten für das morgige Spiel zu kaufen gibt. Vielleicht ist das für Hamburg aber auch nicht ungewöhnlich, weiß ich nicht.
Raute (oder „Rhombus“): Ein ebenes konvexes Viereck mit vier gleich langen Seiten (gleichseitiges Viereck), dessen gegenüberliegende Seiten parallel zueinander liegen. Für jede Raute gilt: Die beiden Diagonalen sind Symmetrieachsen. Die Diagonalen stehen aufeinander senkrecht und halbieren einander. Gegenüberliegende Winkel sind gleich groß; benachbarte Winkel ergänzen einander auf 180°. Die Winkelsumme der Innenwinkel beträgt folglich 360°.
Gefangen im Tornetz: Ditmar Jakobs beispielloser Unfall am 20.09.1989 beendete seine Karriere. Heute ist er Versicherungsmakler.
Ernst Franz Hermann Happel war wohl einer der besten Trainer aller Zeiten und – pfeif auf Krankl – der Beste den der österreichische Fußball hervorgebracht hat.
Rieger und Rothosen: Hermann Rieger wechselte 1978 vom FC Bayern zum HSV. Als Masseur, wohlgemerkt. Und als Rothosen wird die Mannschaft des HSV ab und an bezeichnet, eben wegen der … Aber rote Buxen haben viele, einzigartiger sind die typischen HSV …
Stutzen. Egal welche Trikots, welche Hosen, an den Beinen erkennt man den HSV.
Volksparkstadion hieß das Ding in Hamburg einst, das erste Stadion der Bundesliga, das seine Unschuld verlor.
Gedanken zur Saison 2008/09
Stichwörter: 1. FC Köln, Arminia Bielefeld, Bayer Leverkusen, Bayern München, Borussia Dortmund, Energie Cottbus, Hamburger SV, Hannover 96, Hertha BSC, Karlsruher SC, Schalke 04, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg
Morgen gehts endlich wieder los. Bundesliga. Ein Blick auf die Liga vor dem Start.
Wie gut, daß die Bayern Meister wurden, das Öffentlich-Rechtliche hat seine Mannschaft des Herzens und der Einschaltquoten gleich wieder Live im Programm.
Ist aber zugegebenermaßen auch eine schöne Geschichte. Klinsmann, der wohl cleverste Verkäufer seiner Arbeit, die trotzdem niemand wirklich kennt, in seinem ersten Spiel als Trainer der Bundesligamannschaft, an der er als Spieler gescheitert ist.
Das ist wohl die global spannende Frage dieser Saison: Schafft Klinsmann es, die Bayern wirklich zu verändern oder verändert er sie nicht, weil es sich um eine medial aufbereitete Veränderung handelt und die Herren Hoeneß, Rummenigge und Co. das Heft nur scheinbar aus der Hand geben? Und schafft er es im Wahn aller möglichen Nebenschauplätze (z.B. Buddhas, Leistungszentren, Pressekonferenzen/Fotos nach seiner Fasson, gefühlte 100 Trainer, eine Besonderheit die nur durch Lautstärke besonders wird) den sportlichen Erfolg in München zu halten.
Das Mannschaftspotenzial ist dabei unbestritten, Klinsmann selber wird zumindest offiziell immer über jeder Kritik stehen und dank seiner Cleverness hat er sich die Fans des FC Bayern direkt ins Boot geholt mit einem zu Tränen rührenden offenen Brief, der viel Plattitüden enthält, aber das Fanherz trifft/treffen kann.
Weiter geht es mit Trainern. Da sind noch drei andere neu.
Fredericus Jacobus Rutten ist die ganz große Unbekannte beim Lieblingsclub des Schreibers. Hat, nicht unclever, zwei teure Neuzugänge seines Vertrauens um sich gescharrt, leider aber das Problem, das erste wichtige Ziel mit dem schwersten Gegner wo möglich war zu erreichen. Beim Rückspiel in Madrid ist das Weiterkommen fast elementar für die Saison des Fc Schalke 04. Stimmungsmäßig jedenfalls.
Jürgen Klopp ist in Dortmund noch mehr Messias als Jürgen Klinsmann in München. Bei seiner ersten Trainerstation außerhalb von Mainz legt man ihm einen Klub zu Füßen, der in den letzten Jahren Trainer auf Trainer verbrannte, der in den letzten Jahren die konstanteste Inkonstanz der Liga darstellte. Nun aber soll es Klopp richten, einer der Trainer, der eine Aussendarstellung besitzt, die einem wunden Verein fast noch wichtiger sein muss als sein sportliches und taktisches Können. Dieses wird oftmals unterschätzt, ähnlich wie bei Volker Finke, der leider nie den Absprung schaffte. Man vergißt, daß Mainz ohne Klopp niemals Bundesligist geworden wäre und das Mainz mit Klopp taktisch sehr starken Fußball spielte. Dies muss er in Dortmund zügig hinbekommen, sonst wird er innerhalb eines halben Jahres endgültig zum Gute-Laune-August der Nation und enden wie sein Vorgänger. Wovon ich ausgehe, schließlich bin ich Fan von Schalke 04.
Der vierte und letzte im Bunde ist Martin Jol. Und mit Verlaub und obwohl die Berichterstattung überstrahlt wird durch seine drei Kollegen, der hat die beschissenste aller Aufgaben übernommen. Was allein mit dem Verkauf Rafael van der Vaarts zu erklären ist.
Aus einem Kandidaten für die UEFA-Pokal-Plätze ist eine graue Maus geworden. Die Abwehr ist stark, der Sturm ist berechenbar und technisch wie taktisch schlecht. Diese Tatsache dürfte einen Holländer, der schönen Fußball spielen lassen will, tränenreich in eine andere Liga flüchten lassen. Wenn ihm Didi Beiersdorfer nicht mit einer Entlassung zuvorkommt.
Man muss nicht gespannt sein, wenn man den Fußball von 1899 oder sagen wir aus Traditionsgründen (es sei an dieser Stelle auf die Traditionself verwiesen, die wohl einzige der Liga, in der man keinen Menschen kennt) doch lieber TSG Hoffenheim im letzten Jahr verfolgt hat. Das ist schnörkellos nach vorne und macht Spass. Das wird auch in diesem Jahr nicht anders sein. Und weil dem so ist wird diese Mannschaft eine gute Rolle spielen in dieser Liga. Richtung einstelliger Tabellenplatz.
Man sollte im Übrigen nicht glauben, daß dieser Verein wenig Zuspruch erfährt. Ich habe einen Kumpel in der alten Heimat, der wird “Hoffi” gerufen. Und ist Fan von Werder Bremen, aber allgemein immer für einen guten Fanartikel zu haben. Nun stellte sich heraus, das das Maskottchen der TSG Hoffenheim, ein Hirsch, “Hoffi” heißt. Natürlich haben wir sofort versucht, dieses Vieh zu besorgen, um dem Siegener “Hoffi” mit dem Hirschen eine Freude zu bereiten.
Die erstaunliche Antwort der Shop-Beauftragten:
Hallo Herr Kurtspaeter,
leider ist unser Maskottchen Hoffi derzeit nicht verfügbar. Dies wird wohl noch bis Ende des Jahres dauern.
Was bleibt sonst noch? Wolfsburg wird immer stärker und schickt sich an, die unbeliebteste Mannschaft der Liga zu werden, die Aufsteiger aus dem Rheinland sind wieder dort wo sie hingehören und mit dem Eff Ceh wirds auch bestimmt einiges Skuriles zu belächeln geben. Und seien es nur die Aussagen der Herren im Präsidium oder auf der Trainerbank.
Ich glaube, daß der Kampf um die internationalen Plätze extrem umkämpft sein wird, mit Wolfsburg, Leverkusen, Bremen, München, Schalke, Stuttgart, Hamburg fallen mir spontan sieben Mannschaften ein, die dieses Ziel haben und es fehlen noch Dortmund, Hannover oder Berlin, die zumindest dran schnuppern wollen. Wohlgemerkt, es geht nur um die Eigeneinschätzung der Vereine.
Untenrum sehe ich Bielefeld, Cottbus und Karlsruhe außer Konkurrenz. Alle anderen Mannschaften sind klar stärker einzuschätzen. Trotzdem bleibt einem dieser Teams der Gang in die Relegation, eine der Regelungen, die wohl niemals zu hundert Prozent Glückseligkeit hervorrufen. Da steht Kommerz gegen Saisonleistung.
Und sollte uns irgendwann langweilig werden mit der Bundesliga, dann empfehle ich statt einem Gang ins Stadion oder vor die Fernsehgeräte einen Besuch der Festung Westring, wo der alternde kurtspaeter die Liga-Mannschaft von UT Kiel in der neu geschaffenen Kreisliga (das ist jetzt 7.Liga) als Kapitän auf den holprigen Rasen führen wird. Vorallem da der körperlich arg strapazierte kurtspaeter erstmals seit Jahren (es müssten 9 sein) eine Vorbereitung wirklich (fast) komplett durchzog und nach Mitspielerinformationen mitunter als Strich in der Landschaft durchgeht. Gegenüber vor der Vorbereitung natürlich nur.
Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß uns langweilig wird. Mit der Bundesliga. Schön, daß es wieder losgeht.
Aufgetaucht
Stichwörter: Blogsache, Funktionäre, Hamburger SV, Schalke 04
Auch wenn in dieser Sommerpause so manches Fußballblog zu verdursten scheint: An der langweiligen Phase lag es nicht, dass diese Seite in den letzten zwei Tagen so lange nicht zu erreichen war. Und an den Chinesen auch nicht.
Es lag am Bloganbieter twoday.net, der mit einem Hardwaredefekt und einer ‚Verkettung unglücklicher Umstände’ zu kämpfen hatte – und noch hat. Das System laufe derzeit auf Sparflamme, an der Stabilität werde gearbeitet. Was bedeutet, dass dieses Blog hier möglicherweise gleich wieder nicht zu erreichen ist. Ma’kucken.
Seit ich hier schreibe war dies der längste Ausfall. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem, was mir twoday.net bislang hier geboten hat. Der Start war einfach, es brauchte nicht viel Wissen um einfach mal anzufangen. Außerdem ist der Service in der Grundausführung kostenlos. Meine kleinen Grafiken und Bildchen habe ich stets bei Arcor gespeichert, wo Webspace inklusive bescheidener, aber für mich bislang immer ausreichender Traffic ebenfalls kostenlos angeboten wird. Kurz: Seit nunmehr 557 Tagen bin ich ein 0-Euro-Blogger.
Mittlerweile arbeite ich aber an einem Wechsel ins Wordpress-Eigenheim. Der sonntägliche Offday hat mich dabei ein Stück weiter gebracht.
Die unendlich anmutenden Gestaltungsmöglichkeiten sind ein Grund. Man begehrt was man sieht sagte Hannibal Lecter. In den letzten 500 Tagen habe ich viel gesehen, was ich bei twoday.net nicht haben kann. Und auch wenn ich mich als eher konservativen Layout-Gestalter sehe, es zu können falls ich wollte, ‚was Eigenes’ zu haben macht einen Unterschied.
Aber gut, dies ist noch kein twoday.net-Abschiedsbeitrag, soweit bin ich noch nicht, das dauert noch. Erstmal geht’s hier weiter.
… und umgeschaut
Habe ich was verpasst? Nicht viel.
Es wird noch dauern bis wir erfahren, was mit Rafinha & Co. passieren wird. Blatter ist sich nicht zu blöd auf Zeit zu spielen, das Verfahren nach Möglichkeit bis zum Beginn der Olympiade Olympischen Spiele hinauszuzögern. Mir geht das Thema – wie wohl sehr vielen Leuten – mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Trotzdem hoffe ich nach wie vor darauf, dass das CAS Herrn Blatter seinen Klüngel dokumentiert. Auch wenn ich nicht daran glaube.
Mirko Slomka hat sich mit Schalke 04 auf eine Abfindung geeinigt. Endlich, möchte man sagen. Dass das so lange gedauert hat, dass das der Grund gewesen sein soll, dass Mirko Slomka nicht Österreichs Bundestrainer wurde, roch so nach Missgunst. Dabei ist es völlig normal, dass es auch bei Trainerbeschäftigungen nur ums Geld geht. Die meisten gut bezahlten Trainer sitzen ihre Verträge jedoch aus, siehe beispielsweise Martin Jol oder Ottmar Hitzfeld.
Und Van der Vaart wechselt nun endgültig zu Real Madrid. Für den HSV ein Pflichtverkauf, wie ich hier schon dargestellt hatte. Inwieweit Beiersdorfer seine Hausaufgaben gemacht hat und ob er den Zettel mit den drei bis vier Namen schon aus der Schublade geholt hat, werden wir in den nächsten Tagen erfahren. Falls ihm gar nichts besseres einfällt: Für den Schnäppchenpreis von 5 Millionen Euro ist ganz frisch ein teilzeitgenialer 10er auf den Markt gekommen.



