Mirko Slomka: Zweite Chance nach 646 Tagen

20. Januar 2010, Torsten Wieland

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Sechshundersechundvierzig Tage nachdem Mirko Slomka den Job bei Schalke 04 quittieren musste hat er einen neuen Trainerposten gefunden. Als Nachfolger von Andreas Bergmann übernimmt er Hannover 96. Ein schwerer Job, in der besonderen Situation des Clubs nach Robert Enkes Tod. Aber überhaupt ein Job, eine Chance, in einem Club den er gut kennt. Ich freue mich darüber und wünsche ihm viel Glück.

Ich bin ein neugieriger Mensch und tatsächlich ärgert es mich, dass ich so viele Dinge um Mirko Slomka, um dessen Vergangenheit auf Schalke, um dessen Rolle im Tandem mit Andreas Müller, nicht einzuschätzen weiß.
Unter Mirko Slomka hatte Schalke 04 in der Saison 2006/2007 eine Weile hervorragenden Fußball gespielt. Dann folgte Fehleinschätzung auf Fehleinschätzung, fast jeder Transfer, Abgänge wie Zugänge, schwächten das Team. Bis am Ende seines Engagements eine Schalker Mannschaft auf dem Platz stand der es augenscheinlich nur noch darum ging, zu Null zu spielen und durch eine Standardsituation ein Tor zu erzielen. Fußballerische Armseeligkeit, furchtbar anzuschauen.

Andreas Müller und Mirko Slomka gaben lange das „moderne Doppel“, augescheinlich als Team funktionierende Trainer und Manager. Wie groß war der Anteil Mirko Slomkas an den katastrophalen Transferentscheidungen? Er bezeichnete Ivan Rakitc bei dessen Verpflichtung als einen pfeilschnellen Spieler, der offensiv überall einzusetzen sei. Wie konnte ein Trainer derart fehlinformiert sein? Er freute sich über die Verpflichtung Albert Streits. Wieso stellte er ihn danach so selten auf? Er galt als smart im Umgang mit den Medien und war doch bei den Journalisten nicht sonderlich beliebt. Er wurde für seine „zu weiche Art“ den Spielern gegenüber kritisiert, holte aber trotz schlechten Fußballs viele Punkte. Fußballdeutschland schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als er auf Platz 3 stehend bei Schalke entlassen wurde; und doch wollte ihn 646 Tage kein anderer Club haben.

Wir werden seine Rolle auf Schalke nicht mehr klären, aber wir werden ihn zukünftig als Trainer besser einschätzen können. Ich denke er ist flexibel genug, um aus Fehlern gelernt zu haben. Wie der Fußball sein wird, den er spielen lässt, wie er Führen wird: Ma’kucken, mich interessiert’s.

Unpräzise

23. November 2009, Torsten Wieland

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Es war die richtige Stimmung. Zunächst zurückhaltend, angemessen. Später normal bezüglich der Spielsituationen, betont unaggressiv gegenüber dem Gegner, auch angemessen. Und es entwickelte sich ein tatsächlich normales Bundesligaspiel, so wie man es sich erhofft hatte. Lange war der Ausgang völlig offen. Am Ende gewann Schalke aber doch verdient.

Meines Erachtens ist „Unpräzise“ das entscheidende Wort bei der Beschreibung des Auftritts der Königsblauen gegen Hannover. Schalke spielte nicht verhalten und die Spieler wussten auch wie’s gehen würde. Ihnen gelang aber die Ausführung nicht.
Bereits in der ersten Halbzeit wurde einige Male eine Lücke in Hannovers Abwehrreihe erkannt. Wahlweise Kevin Kuranyi oder Jefferson Farfan stieß hinein, ein Mittelfeldjungspund spielte den Steilpass. An einem glücklicheren Tag hätte sich der Sportschau-Kommentator später vor Hingabe zerrissen. An diesem Tag blieb von den Aktionen nichts übrig, weil mal der Pass zu ungenau war, mal der Stürmer den Ball nicht unter Kontrolle bekam oder direkt zu früh startete und längst im Abseits stand. Festzuhalten bleibt: An „fehlender Kreativität“, dem Default-Vorwurf gegen Schalke nach Spielen mit nicht allzu vielen Chancen, lag es an diesem Samstag nicht.

„Unpräzise“ passte auch auf bemerkenswert viele Aktionen in der Defensive. Mal war ein Querpass zu kurz, mal behinderte man sich gegenseitig. Dann wussten Didier Ya Konan oder Jiri Stajner ihren unerwarteten Platz zu nutzen und kamen zu guten Chancen, bei denen Manuel Neuer arg gefordert wurde. Schalke spielte nicht wirklich gut. In dieser Saison heißt das aber nicht automatisch, dass man unzufrieden sein müsste.

Mit 5 Bundesliganeulingen in der Startaufstellung darf es an Präzision fehlen. Der Ausgleich besteht im offenbar unerschütterlichen Glauben an sich selbst, gepaart mit Dynamik und Ausdauer. Wenn Lukas Schmitz auf seine Schusstechnik setzt und aus „Flankenposition“ einfach draufhält, ist das fast schon „frech wie Basler“. Wenn Joel Matip – 18, zweites Spiel – keine Anspielstation findet und zu Solo ansetzt, wenn er immer näher an den Strafraum kommt, wenn ihm der Ball beim Schuss dann doch über den Spann rutscht und im Oberrang landet, dann bekommt er trotzdem Applaus, für den Willen und den Mut. In der vergangen Saison hätte Orlando Engelaar mit der gleichen Aktion für ein enttäuschtes Aufstöhnen gesorgt. In diesem Jahr ist alles anders, besser.

In der 69. Minute erzielte Jefferson Farfan nach einer Rafinha-Ecke das 1:0 und ab dann wurde das Spiel einseitiger. Schalke spielte weiter, rannte vor allem auch weiter. Die Mannschaft erspielte sich noch weitere Chancen und verdiente sich Trainerlob. Ich kann mich alleine an drei Szenen erinnern, in denen der in der 50 Minute eingewechselte Ivan Rakitic dem Gegner den Ball abnahm. Rakitic! Und zum Schluss kam noch der sechste Bundesliganeuling Jan Moravek und erzielte mit seiner ersten Ballberührung in der Nachspielzeit das 2:0.

Also steht Schalke mit 25 Punkten aus 13 Spielen auf Platz 3 der Tabelle. Drei Punkte und 7 Tore vor Mainz auf Platz 6. Ein grandioses Ergebnis bis hierhin, mit viel Spaß in den vergangenen Spielen und viel Hoffnung in die junge Mannschaft. Nächsten Samstag geht’s nach Gladbach. Ma’kucken.

Robert Enke ist tot

10. November 2009, Torsten Wieland

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Ich erfuhr es via Twitter. Hannovers Präsident Martin Kind ließ die Bildzeitung wissen, dass er gegen 19:35 Uhr durch die Polizei erfahren habe, dass Robert Enke tot sei. Nach Informationen der WELT hat sich Enke in Neustadt am Rübenberge vor einen Zug geworfen.

Robert Enkes Tochter Lara wurde 2004 geboren, wie mein Sohn. Als ich die Geschichte von Laras Herzfehler las bewunderte ich Robert Enke für seine Stärke. Als Lara 2006 starb nahm mich das mit wie es einen Vater mitnehmen kann, dem nichts auf der Welt wichtiger ist als seine Kinder.

Ohne zu wissen was Robert Enke zu diesem Schritt bewegte: Das ein kluger Mann, jünger als ich, keinen anderen Weg sieht, erschüttert mich zutiefst. Erneut nimmt mich eine Nachricht um Robert Enke sehr mit.

Adler sehr gut, Neuer und Enke ungewöhnlich gut

16. Oktober 2008, Torsten Wieland

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Die Schlagzeilen zu Adler sind ein „einziger Orgasmus“ und Journalisten sind „manchmal Vollidioten“, denn sie „sahen was sie sehen wollten, den Super-Adler“ und nicht den Torwart, der gegen Russland ein „passables Spiel“ machte, in dem er „nicht mehr als zwei außergewöhnlich schwierige Situationen überstehen“ musste.

Klingt wie Aussagen eines verbohrten Fans von Hannover 96 oder Schalke 04, der partout dem jungen René Adler den Respekt für seine Leistungen in der Nationalmannschaft verweigert. So ist es aber nicht.

Die Zitate stammen von Ronald Reng, dem Autor des Buchs „Der Traumhüter“ und bekannt für seine guten Artikel in namhaften Zeitungen zu unser aller Lieblingsthema.
Er schreibt von selbstgewonnenen Trainingseindrücken, von Gesprächen mit Nationalspielern. Und er schreibt über die eher unscheinbaren Situationen, in denen man die Größten der Zunft erkennen könne.

Ich bin natürlich ein Fan Manuel Neuers und glaube auch daran, dass er an Zuverlässigkeit gewinnen wird. Aber ich bin auch von René Adler beeindruckt. Sein Bundesliga-Debüt sah ich selbst im Stadion, als er den Unterschied machte und Bayer Leverkusen zum 1:0 auf Schalke verhalf. Wie Neuer auch startete er mit grandiosen Leistungen in seine Karriere.
Als es schon fast zum geflügelten Wort wurde, dass die beiden jungen Torhüter ihre Konstanz nicht würden halten können, als Manuel Neuer also „völlig normal“ seinen grandiosen Leistungen einige spielentscheidende Patzer zufügte, sah man solche Böcke von René Adler nicht. Ich habe nicht genug Spiele von Leverkusen gesehen, um beurteilen zu können ob Adler dabei oft „nur gut“ hielt, jedenfalls bot er keine Angriffsfläche, wirkte nie zögerlich oder nervös, machte immer einen souveränen, einen starken Eindruck.

Ronald Reng erzählt, dass Adler im Training Jens Lehmann, vor der EM an seine körperlichen Grenzen gestoßen sei. Sowas sollte sich irgendwann auch auf dem Platz auswirken, denke ich. Gleichzeitig hat Manuel Neuer in Matthias Sammer einen weiteren Experten als Fürsprecher, der ebenfalls über Trainingseindrücke verfügt. Ob Adler die Nase vorne behalten wird, ob Neuer seinem außergewöhnlichem Talent die Verlässlichkeit zufügen kann, ob Robert Enkes Können und Konstanz ihn doch als Nummer 1 nach Südafrika bringen werden …
Es bleibt spannend.

Ronald Reng: Adler oder Enke?

[via SVD1898 im Forum des FC Schalke 04]

Fred Rutten weiter unverletzt

17. August 2008, Torsten Wieland

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Wieso werden Schalker Spieler eigentlich grundsätzlich wieder auf den Platz geschickt, bevor sie kurze Zeit später für 4 bis 6 Woche ausgewechselt werden?
Jermain Jones erging es Samstag so. Nun wird er 6 Wochen an einem Syndesmosebandanriss laborieren müssen. Als Jefferson Farfán im Spiel gegen Madrid behandelt wurde, musste er sich vor Schmerzen beinahe übergeben. Trotzdem kroch er kurz darauf wieder über den Rasen, mit einer Schultereckgelenksprengung mit doppeltem Bänderriss, wie wir heute wissen. Und Orlando Engelaar spielte das gleiche Spiel sogar zu Ende, bewegte sich in der letzten Viertelstunde elendig langsam über den Platz, nachdem er gleich zweimal was auf sein Knie bekam. Gestern war er nicht dabei. Immerhin war Fred Rutten dabei, immerhin ist der noch fit.

Der Trainer ist der wichtigeste Neuzugang. Es ist noch lange nicht alles toll. Aber es sind Veränderungen zu bemerken, die Lust auf mehr machen. Der unbedingte Zug zum Tor. Das kontrollierte Kurzpassspiel. Das deutlich vermehrte Rochieren zwischen den Positionen.

Gegen Hannover lief der Ball bereits recht gut. Nicht spanisch. Aber für Bundeligaverhältnisse schon sicher. Christian Pander kreirte viele Offensivaktionen, blieb minutenlang im Mittelfeld und wurde immer dann in der Verteidigung von Kobiashvili vertreten. Ivan Rakitic zeigte sich nach seinem schwachen Spiel gegen Madrid deutlich verbessert, eroberte und behauptete viele Bälle, brachte einige ordentliche Pässe an den Mann.

Gegen die starke linke Seite mit Pander, Kobiashvili und Rakitic fiel die rechte deutlich ab. Halil Altintop verdiente sich die Note „bemüht“, Westermann ist überhaupt noch nicht in Form. Sehr gut in Form ist dagegen Benedikt Höwedes. Überaus sicher agiert der 20-Jährige neben Marcelo Bordon, der ebenfalls sehr gut in die Saison gestartet ist.

Schalke hat Hannover sehr gut kontrolliert. Hat ordentlich Dampf gemacht, sich eine Führung erspielt und hat Hannover laufen lassen. Hannover konnte sich nur durch Fernschüsse bemerkbar machen, einen in der ersten, drei in der zweiten Hälfte. Gegen Bremen wird’s schwerer. Schalke wird, trotz aller Verletzungen, elf Mann auf den Platz bringen. Was dann passiert kann ich mir jetzt noch nicht vorstellen. Vor einem 1:5 habe ich aber keine Angst.

Gedanken zur Saison 2008/09

Infokasten kurtspaeterMorgen gehts endlich wieder los. Bundesliga. Ein Blick auf die Liga vor dem Start.

Wie gut, daß die Bayern Meister wurden, das Öffentlich-Rechtliche hat seine Mannschaft des Herzens und der Einschaltquoten gleich wieder Live im Programm.
Ist aber zugegebenermaßen auch eine schöne Geschichte. Klinsmann, der wohl cleverste Verkäufer seiner Arbeit, die trotzdem niemand wirklich kennt, in seinem ersten Spiel als Trainer der Bundesligamannschaft, an der er als Spieler gescheitert ist.
Das ist wohl die global spannende Frage dieser Saison: Schafft Klinsmann es, die Bayern wirklich zu verändern oder verändert er sie nicht, weil es sich um eine medial aufbereitete Veränderung handelt und die Herren Hoeneß, Rummenigge und Co. das Heft nur scheinbar aus der Hand geben? Und schafft er es im Wahn aller möglichen Nebenschauplätze (z.B. Buddhas, Leistungszentren, Pressekonferenzen/Fotos nach seiner Fasson, gefühlte 100 Trainer, eine Besonderheit die nur durch Lautstärke besonders wird) den sportlichen Erfolg in München zu halten.
Das Mannschaftspotenzial ist dabei unbestritten, Klinsmann selber wird zumindest offiziell immer über jeder Kritik stehen und dank seiner Cleverness hat er sich die Fans des FC Bayern direkt ins Boot geholt mit einem zu Tränen rührenden offenen Brief, der viel Plattitüden enthält, aber das Fanherz trifft/treffen kann.

Weiter geht es mit Trainern. Da sind noch drei andere neu.
Fredericus Jacobus Rutten ist die ganz große Unbekannte beim Lieblingsclub des Schreibers. Hat, nicht unclever, zwei teure Neuzugänge seines Vertrauens um sich gescharrt, leider aber das Problem, das erste wichtige Ziel mit dem schwersten Gegner wo möglich war zu erreichen. Beim Rückspiel in Madrid ist das Weiterkommen fast elementar für die Saison des Fc Schalke 04. Stimmungsmäßig jedenfalls.
Jürgen Klopp ist in Dortmund noch mehr Messias als Jürgen Klinsmann in München. Bei seiner ersten Trainerstation außerhalb von Mainz legt man ihm einen Klub zu Füßen, der in den letzten Jahren Trainer auf Trainer verbrannte, der in den letzten Jahren die konstanteste Inkonstanz der Liga darstellte. Nun aber soll es Klopp richten, einer der Trainer, der eine Aussendarstellung besitzt, die einem wunden Verein fast noch wichtiger sein muss als sein sportliches und taktisches Können. Dieses wird oftmals unterschätzt, ähnlich wie bei Volker Finke, der leider nie den Absprung schaffte. Man vergißt, daß Mainz ohne Klopp niemals Bundesligist geworden wäre und das Mainz mit Klopp taktisch sehr starken Fußball spielte. Dies muss er in Dortmund zügig hinbekommen, sonst wird er innerhalb eines halben Jahres endgültig zum Gute-Laune-August der Nation und enden wie sein Vorgänger. Wovon ich ausgehe, schließlich bin ich Fan von Schalke 04.
Der vierte und letzte im Bunde ist Martin Jol. Und mit Verlaub und obwohl die Berichterstattung überstrahlt wird durch seine drei Kollegen, der hat die beschissenste aller Aufgaben übernommen. Was allein mit dem Verkauf Rafael van der Vaarts zu erklären ist.
Aus einem Kandidaten für die UEFA-Pokal-Plätze ist eine graue Maus geworden. Die Abwehr ist stark, der Sturm ist berechenbar und technisch wie taktisch schlecht. Diese Tatsache dürfte einen Holländer, der schönen Fußball spielen lassen will, tränenreich in eine andere Liga flüchten lassen. Wenn ihm Didi Beiersdorfer nicht mit einer Entlassung zuvorkommt.

Man muss nicht gespannt sein, wenn man den Fußball von 1899 oder sagen wir aus Traditionsgründen (es sei an dieser Stelle auf die Traditionself verwiesen, die wohl einzige der Liga, in der man keinen Menschen kennt) doch lieber TSG Hoffenheim im letzten Jahr verfolgt hat. Das ist schnörkellos nach vorne und macht Spass. Das wird auch in diesem Jahr nicht anders sein. Und weil dem so ist wird diese Mannschaft eine gute Rolle spielen in dieser Liga. Richtung einstelliger Tabellenplatz.
Man sollte im Übrigen nicht glauben, daß dieser Verein wenig Zuspruch erfährt. Ich habe einen Kumpel in der alten Heimat, der wird “Hoffi” gerufen. Und ist Fan von Werder Bremen, aber allgemein immer für einen guten Fanartikel zu haben. Nun stellte sich heraus, das das Maskottchen der TSG Hoffenheim, ein Hirsch, “Hoffi” heißt. Natürlich haben wir sofort versucht, dieses Vieh zu besorgen, um dem Siegener “Hoffi” mit dem Hirschen eine Freude zu bereiten.
Die erstaunliche Antwort der Shop-Beauftragten:

Hallo Herr Kurtspaeter,
leider ist unser Maskottchen Hoffi derzeit nicht verfügbar. Dies wird wohl noch bis Ende des Jahres dauern.

Was bleibt sonst noch? Wolfsburg wird immer stärker und schickt sich an, die unbeliebteste Mannschaft der Liga zu werden, die Aufsteiger aus dem Rheinland sind wieder dort wo sie hingehören und mit dem Eff Ceh wirds auch bestimmt einiges Skuriles zu belächeln geben. Und seien es nur die Aussagen der Herren im Präsidium oder auf der Trainerbank.
Ich glaube, daß der Kampf um die internationalen Plätze extrem umkämpft sein wird, mit Wolfsburg, Leverkusen, Bremen, München, Schalke, Stuttgart, Hamburg fallen mir spontan sieben Mannschaften ein, die dieses Ziel haben und es fehlen noch Dortmund, Hannover oder Berlin, die zumindest dran schnuppern wollen. Wohlgemerkt, es geht nur um die Eigeneinschätzung der Vereine.
Untenrum sehe ich Bielefeld, Cottbus und Karlsruhe außer Konkurrenz. Alle anderen Mannschaften sind klar stärker einzuschätzen. Trotzdem bleibt einem dieser Teams der Gang in die Relegation, eine der Regelungen, die wohl niemals zu hundert Prozent Glückseligkeit hervorrufen. Da steht Kommerz gegen Saisonleistung.

Und sollte uns irgendwann langweilig werden mit der Bundesliga, dann empfehle ich statt einem Gang ins Stadion oder vor die Fernsehgeräte einen Besuch der Festung Westring, wo der alternde kurtspaeter die Liga-Mannschaft von UT Kiel in der neu geschaffenen Kreisliga (das ist jetzt 7.Liga) als Kapitän auf den holprigen Rasen führen wird. Vorallem da der körperlich arg strapazierte kurtspaeter erstmals seit Jahren (es müssten 9 sein) eine Vorbereitung wirklich (fast) komplett durchzog und nach Mitspielerinformationen mitunter als Strich in der Landschaft durchgeht. Gegenüber vor der Vorbereitung natürlich nur.
Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß uns langweilig wird. Mit der Bundesliga. Schön, daß es wieder losgeht.