Artikel zum Schlagwort ‘Junioren’

Happy Weekend (4)

Nach dem Sieg gegen den 1. FC Köln war es in dieser Woche recht ruhig auf Schalke. Als Schalker ist man das nicht gewohnt, fast fehlt einem da was, also suchte ich nach Tullus in anderen Clubs, las und hörte quer, und fand überraschend viel Schalkewunsch bei Krisenclubs.

In Frankfurt zum Beispiel, wo man vergangenen Sonntag Armin Veh entließ und recht zügig mit Nico Kovac einen Nachfolger präsentierte. Nicht zügig genug, als dass nicht zuvor ordentlich diskutiert worden wäre. Dabei galt Ex-Schalke-Trainer Jens Keller zunächst als Top-Kandidat. Keller war Spieler in Frankfurt und es hieß, er könne mit dem derzeitigen Eintracht-U19 Trainer Alexander Schur als Assistenten eine Lösung für die Zukunft sein. Dienstagfrüh bemerkte aber die FAZ, dass eine Lösung mit Jens Keller eine gewisse Tücke beinhalte: Die Eintracht wolle schließlich zum 1. Juli den Posten des Sportvorstands neu besetzten. Nachdem Christian Nerlinger und Christoph Metzelder abgesagt haben, schiene es so, als sei Horst Heldt „der einzige (Bundesliga-)Kandidat von Rang und Namen, den die Aufgabe am Main reizt“. Und der habe Keller schließlich gerade erst entlassen.

Ein anderer Krisenclub, wenngleich zugegebenermaßen auf höherem Niveau, ist Bayer Leverkusen. Dort wird Trainer Roger Schmidt angezählt, von immer mehr Leuten, immer lauter. Mit 36 Punkten steht Leverkusen auf Rang 8, fünf Punkte hinter Schalke. Zuletzt war eine 1:4 Niederlage gegen Werder Bremen hinzunehmen, es folgte nur ein Punkt in Augsburg, gestern eine Niederlage in der Europa League: Wenn man am Sonntag auch gegen den HSV verliert, könnte es das für Roger Schmidt gewesen sein, meint Kevin Scheuren im Interview bei „Mein Sportradio“.
Die Situation mit Roger Schmidt sei verquer, und ein Grund, warum es mit Trainern in Leverkusen immer wieder nicht klappe, sei Rudi Völler. Völler installiere und deinstalliere die Trainer. Vielleicht müsse man da Grundsätzliches ändern, auf Schalke würde das ja auch gemacht, so Scheuren. Er sieht Leverkusen und Schalke auf Augenhöhe, er glaubt, dass Christian Heidel auf Schalke funktionieren wird und er befürchtet, dass Leverkusen dann gegenüber Schalke ins Hintertreffen gerät. Nebenbei würde sich Scheuren als einen möglichen zukünftigen Leverkusen-Trainer den Ex-Schalker Mirko Slomka wünschen. Auch hier also ganz schön viel Königsblau.

Die heutigen und wahren Königsblauen spielen aber in Berlin. Kommen wir zum Spiel.
 
 
In Berlin, auf’m Platz

Schalke spielt in Berlin auf neuem Rasen. Erst gestern wurden die Arbeiten daran abgeschlossen, erst heute wird er mit Linien versehen. Vergangenen Sonntag hatte Hertha in Hamburg verloren. Danach sprach man davon, dass die Mannschaft den Dreitagerhythmus einer „englischen Woche“ nicht gewohnt sei. Tatsächlich verlor Hertha BSC auch die Bundesligapartie, nachdem man zuletzt unter der Woche im Pokal antreten musste. Ohne „englische Woche“ verlor Hertha letztmalig am 28. November 2015. Auswärts, bei Bayern München. Auf das heutige Spiel gegen Schalke konnten sich die Berliner fünf Tage vorbereiten.

Schalke hatte einen Tag mehr zur Regeneration. Der Kader stellt sich unverändert dar, Eric Maxim Choupo-Moting wird weiterhin nicht zur Verfügung stehen, Leon Goretzka sowieso nicht.
Es gibt also eigentlich nichts Neues zu Schalke zu erzählen, die Pressekonferenz der Blauen zum Spiel gegen Hertha BSC möchte ich dennoch empfehlen. Trainer André Breitenreiter war gut aufgelegt und hat meines Erachtens einige Dinge so gesagt, wie man sie sich als Fan nur wünschen kann. Dabei stellte er dar, was er als den „nächsten Schritt“ in der Entwicklung seiner Mannschaft erachtet. Dass ihm die „Art und Weise“ des Fußballs seiner Mannschaft wichtig sei. Dass er will, dass die Mannschaft nun nachlegt. Dass „Nachlegen“ dabei nicht ergebnisbezogen gemeint sei, klar will man das, aber er fordere, dass die Mannschaft aktiv und präsent sei, dass man presse, dass man mutig spielt, dass man keinen Schritt weniger mache. Eine Hoffnung spendende Rede. Sehenswert.
 
 
Daten und Drumherum

Schalke macht das Olympiastadion in Berlin nicht mehr voll. Es werden über 50.000 Zuschauer erwartet. Das ist nicht schlecht, bei den Heimspielen gegen Wolfsburg oder Mainz waren es jeweils gerade 40.000 Zuschauer, trotz attraktiverer 15:30 Uhr Anstoßzeiten. Aber es passen eben über 74.000 Zuschauer rein. Das füllen nur noch Borussia Dortmund und Bayern München.

Von den letzten 14 Begegnungen mit Hertha BSC hat Schalke 12 gewonnen, zweimal ging’s unentschieden aus.

Dies wird für Schalke 04 das dritte Freitagabend-Auswärtsspiel der Saison sein. Die beiden vorherigen gingen verloren, in Mainz (1:2) und in Wolfsburg (0:3).

Bei Wettanbietern wird die Partie ausgeglichen gesehen. Einer Quote von 2,6 für einen Heimsieg steht eine 2,8 für einen Sieg Schalkes gegenüber, für ein Remis steht die Quote bei 3,2.

Zum Anpfiff soll es in Berlin laut Google 4° C haben. Es wird ziemlich sicher trocken dabei sein (Niederschlagswahrscheinlichkeit: 5%)

Beim letzten Spiel in Köln sah kein Schalker die Gelbe Karte. Entsprechend ändert sich an den von einer Sperre zum nächsten Spiel gefährdeten Spielern nichts: Dennis Aogo, Junior Caicara und Johannes Geis sind mit je 4 Gelben Karten vorbelastet.
Bei Hertha BSC haben Marvin Plattenhardt und Genki Haraguchi bereits 4 Gelbe Karten auf dem Konto.

Als Schiedsrichter der Partie wurde Tobias Welz aus Wiesbaden angesetzt. Welz gab 2010 sein Bundesligadebüt, ist seit 2013 FIFA-Schiedsrichter, und hat doch erst 5 Spiele des FC Schalke 04 geleitet. Das letzte ist allerdings noch gut in Erinnerung, das war erst vor einem Monat, bei 3:0 Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg.

Sechs Schalker haben an diesem Wochenende Geburtstag. Heute vor 103 Jahren wurde Otto Faist geboren. Der überzeugte Nazi war Trainer der Schalker Meistermannschaften von 1939, 1940 und 1942. Er kam 1946 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft ums Leben. Am morgigen Samstag haben Erwin Kolbe, Harald Klose, Dieter Eckstein und Timo Kunert ihren Ehrentag. Am Sonntag wäre Helmut „Jaggel“ Jagielski 82 Jahre alt geworden. Von 1952 bis 1962 spielte er 156 Mal für Schalke 04, ausgerechnet zur Endrunde um die Meisterschaft 1958 fiel er allerdings verletzt aus. 1961 wechselte er zu Werder Bremen und gewann mit seinem neuen Club die Deutscher Meisterschaft und den DFB-Pokal. Jagielski blieb Werder nach der Karriere treu und führte einige Jahre die Vereinsgastätte Werders. Er verstarb 2002, im Alter von nur 68 Jahren.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes Regionalliga-Team spielt ebenfalls heute Abend, um 19:30 Uhr, bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln. Zuletzt wurden drei Spiele in Folge abgesagt. Nach bislang nur 21 Spielen – Tabellenführer Gladbach spielte bereits 26 Mal – sieht die Tabelle erst mal nicht so gut aus.

Schalkes A- und B-Jugend spielen beide am Sonntag um 11 Uhr. Norbert Elgerts A-Jugend in Ückendorf gegen Bayer Leverkusen, die B-Jugend auswärts, auf der Bezirkssportanlage Oststadt in Essen, gegen RWE. In beiden Staffeln führt Borussia Dortmund die Tabellen an. In der A-Jugend ist Schalke auf Platz 2, nur einen Punkt zurück, in der B-Jugend liegen die Blauen 7 Punkte zurück, haben aber noch ein Spiel nachzuholen.
 
 
Und sonst?

Und sonst ist da ja noch diese einseitige Feindschaft, die Hertha-Fans pflegen und von denen auf Schalke die Meisten nichts wissen. Mittlerweile wird allerdings so häufig erwähnt, dass Schalke-Fans davon nichts wissen, dass eigentlich kaum noch einer nicht weiß, dass man davon eigentlich nichts weiß. Seit Jahren verlinke ich zu jeder Begegnung mit Hertha BSC, deren Fans sich übrigens regelmäßig herrlich echauffieren wenn irgendjemand „Hertha BSC Berlin“ sagt, weil das ja falsch ist, und weil das ja irgendwie total wichtig ist, dass man das nicht falsch sagt, weil man ja auch nicht Arsenal London sagen darf, und eigentlich auch nicht Sporting Lissabon, was aber deutlich weniger wissen und deshalb da viel weniger rumechauffieren – aber ich schweife ab … jedenfalls verlinke ich seit Jahren einen Tagesspiegel-Artikel von 2009, der den Sachverhalt erklärt. Heute letztmalig, irgendwann wird’s ja auch zu blöd:
„Warum Herthas Fans die Schalker nicht mögen – und denen das egal ist“

Erstmalig verlinke ich nun hingegen das Interview Roman Neustädters mit Doc Karsten alias Karstenzio, dem Blogger- und Podcast-Kumpel. In den social networks ging das schon rund und auch hier in den Kommentaren wurde es schon verlinkt, Karstens Server soff zwischenzeitlich sogar ab. Weil es aber wirklich toll ist und weil ich finde, dass das jeder Schalker lesen sollte, weil vielleicht mancher nicht so oft bei Twitter oder Facebook unterwegs ist, sich aber stets auf die neuste Ausgabe Happy Weekend freut, hier die unbedingte Leseempfehlung:
„Mit Roman Neustädter an der Taktiktafel – Von Positionen und Räumen“
 
 
So, mehr hab‘ ich nicht. Schönet Wochenende, bis Montach.

Happy Weekend (3)

Noch 10 Spiele. Morgen in Köln, nächste Woche in Berlin. Dann ein Heimspiel gegen Gladbach, in Ingolstadt, zu Hause gegen Dortmund, in München, zu Hause gegen Leverkusen, in Hannover, zu Hause gegen Augsburg und am letzten Spieltag in Hoffenheim. Gestern Früh fragte Herr Pepo via Twitter, wer bei dem Restprogramm wie viele Punkte für Schalke als realistisch erachten würde. Er bekam 20 Antworten, im Schnitt tippte man auf (aufgerundete) 19 Punkte. Damit käme Schalke auf 57 Punkte zum Saisonende. 57 Punkte bringen einen Club in der Regel in die Europa League.

Ich halte die getippten 19 Punkte für viel zu hoch. Ein 2 Punkte pro Spiel-Schnitt ist das Niveau eines Clubs, der sich für die Champions League qualifiziert. In den noch ausstehenden 10 Spielen spielt Schalke aber eben noch gegen die richtig starken Gegner. Eben die Gegner, gegen die man in der Hinrunde lediglich auf 11 Punkte kam.
Ich denke die „euphorischen Tipps“ wurden durch den Sieg am Mittwoch bedingt. Ein Heimsieg gegen einen HSV(!), der 45 Minuten in Unterzahl agierte. Ein Sieg, der von der Schalke Nation überraschend „laut“ gefeiert wurde.

Ich tippe auf 14 Punkte aus den letzten 10 Spielen und finde das als Ziel für die Mannschaft durchaus anspruchsvoll, von mir gar optimistisch. Sehr gerne läse ich Eure Tipps in den Kommentaren.
 
 
Gegen Köln, auf’m Platz

Der 1. FC Köln hatte bereits Dienstag gespielt und geht entsprechend mit einer um einen Tag längeren Pause in das Spiel am Samstag. Im letzten Spiel hatte sich allerdings Tony Modeste den Kopf geprellt, sein Einsatz gegen Schalke ist fraglich. Modeste hat 11 der 25 Treffer des FC erzielt.

Bei den Blauen waren gestern noch alle im HSV-Spiel-Nachbereitungsmodus. Weder über die social networks, noch auf der Webseite gab es bislang Infos zum Spiel gegen Köln. Die einzig fragliche Personalie ist aber wohl Eric Maxim Choupo-Moting. In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV klangen die Aussagen André Breitenreiters wenig ermutigend. Bis dato hatte Choupo-Moting immer wieder Probleme mit den Nachwirkungen der Hüftprellung, die er sich im Spiel gegen den VfL Wolfsburg zuzog. Es klang als rätsle die medizinische Abteilung, weshalb sich eine solche Verletzung so lange hinzieht. Ich befürchte es wird noch einige Tage gerätselt.
 
 
Daten und Drumherum

Schalke hat bislang alle drei Spiele gegen FC-Trainer Peter Stöger verloren. Als Schalke zuletzt gegen Köln nicht verlor, hatte dort noch Stale Solbakken das Sagen – und bei Schalke Huub Stevens.

Schalke hat in dieser Saison noch kein „Samstag, 15:30 Uhr“-Spiel verloren. Bislang gewann man fünf Mal, zwei Mal spielte man unentschieden.

Laut Google sind am Samstag in Köln usselige 4° C zu erwarten, die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei 45%.

Bei Schalke sind mit Dennis Aogo, Junior Caicara und Johannes Geis drei Spieler mit je 4 Gelben Karten vorbelastet, ihnen droht eine Sperre fürs Spiel bei Hertha BSC. Bei den Kölnern sind ebenfalls drei Spieler gefährdet: Modeste, Vogt und Maron.

Schiedsrichter des Spiels wird Wolfgang Stark sein. Schon wieder. Es wird bereits Starks 60.(!) Schalke-Spiel sein, mit keinem Club hatte er es häufiger zu tun.

Gleich sieben Schalker haben Geburtstag, an diesem Wochenende. Heute Hubert Neu und Mladen Krstajic. Morgen Willi Neumann, Harald Kaminski und Egon Flad. Und am Sonntag Kevin-Prince Boateng und Toni Schumacher, auch wenn einem bei den beiden das „Schalker“ nicht sofort einfällt.
 
 
Mehr Schalke

Für Schalkes U17 steht das Derby gegen Borussia Dortmund an. Am Sonntag um 11 Uhr geht es für die Blauen darum, den Anschluss an den BVB nicht zu verlieren. Dortmund ist aktuell Tabellenführer mit 47 Punkten, Schalke steht mit 40 Punkten auf Rang 3. Gespielt wird auf der Sportanlage der Gesamtschule Ückendorf.

Schalkes U19 hatte Dortmund am vergangenen Wochenende geschlagen und liegt nun in der Bundesliga West nur noch einen Punkt hinter dem BVB auf Platz 2. Sonntag um 11 Uhr gibt’s für die Blauen gleich das nächste Derby, gegen Rot-Weiss Essen. Gespielt wird in Essen, im „Sportpart Am Hallo“.

Schalkes Regionalliga-Mannschaft empfängt am Samstag, um 14 Uhr, im Jahnstadion zu Bottop, den SC Wiedenbrück.
 
 
Und sonst?

In der Zeit bis zum Fußball lässt sich prima schauen und hören. Angeschaut werden kann beispielsweise die hübsche Präsentation unter dem Titel „Bautagebuch – Das neue Berger Feld“.
Aktuell absolvieren Schalkes Regionalligamannschaft und die Jugendteams der Leistungsklasse ihre Heimspiele im Irgendwo (siehe oben). Demnächst sollen sie auf dem Clubgelände spielen können. Dazu, und als generelle Modernisierungsmaßnahme, wird das Clubgelände neu gestaltet, werden Trainingsplätze, neue Gebäude und Parkmöglichkeiten errichtet. An der Stelle des früheren Parkstadions soll es dann ein Regionalligastadion geben.

Euren Ohren möchte ich ein 26-minütiges Hörstück des Deutschlandfunks empfehlen. Unter dem Titel „Definitiv keine neue FIFA“ gibt es ein Gespräch mit Jaimie Fuller nach der Wahl Gianni Infantinos zum neuen FIFA-Präsidenten zu hören. Jaimie Fuller ist CEO eines australischen Sportartikeherstellers und Mitglied der Organisation „New FIFA Now“. In dem Gespräch stellt er anschaulich dar, wieso die zum Teil durchaus gut klingenden Reformvorhaben des FIFA eine Farce sind, und dass man nichts anderes als das alte System mit wenigen neuen Köpfen erwarten muss.

Den Download der Sendung gibt’s hier, den Podcast-Feed hier.
 
 
So. Schönet Wochenende, bis Montach.

Happy Weekend (2)

Ich kann es nicht genau in Tagen beziffern, aber klar ist natürlich, dass da nun irgendwann
„in Kürze“ Klarheit rein muss. Aber bitte halten Sie sich jetzt nicht an der nächsten Woche fest.

Der 21. Spieltag der 53. Bundesligasaison schickt den FC Schalke 04 zum 1. FSV Mainz 05. Eben dorthin, wo Christian Heidel Vorstandsmitglied und Manager ist. Der Mann, der sich angeblich bereits dazu entschieden hat, demnächst Schalke 04 zu führen, mit dem Schalke angeblich bereits einen Vertrag ausgehandelt hat. Natürlich ist dies das Top-Thema in der Vorabberichterstattung. Solch eine Konstellation ist schließlich eher selten.

Die Protagonisten gehen ziemlich souverän damit um, auf allen Seiten. Horst Heldt konnte just zur Pressekonferenz zu diesem Spiel mit der Verlängerung des Vertrags Benedikt Höwedes‘ ein weiteres Ergebnis seiner Arbeit vorweisen. Schalkes Manager vermittelte auf Nachfrage einmal mehr glaubhaft, dass er seinen Job mache, dass er ihn gut machen will, dass ihn das Thema begleite, er es aber nicht an sich ranlasse.

Wie Horst Heldt sagte auch Christian Heidel auf der Pressekonferenz seines Clubs, dass es noch keine Entscheidung gäbe, dass, wenn es so weit wäre, er, oder Mainz 05, oder Schalke 04, dies verkünden würden. Zuvor hatte Heidel in einem Interview gesagt, dass es „in Kürze“ eine Entscheidung geben würde. Darauf angesprochen antwortete er wie oben zitiert.

In Kombination mit wiederholten Bemerkungen, dass er immer wieder zu Dingen befragt werde, die bei Schalke 04 lägen, provoziert das in mir die Interpretation, dass sich Christian Heidel selbst Klarheit wünscht, dass es nicht an ihm liegt, dass er auf die Gremien wartet – eher noch auf die in Gelsenkirchen als die in Mainz. Aber wie gesagt, das ist nur meine Interpretation.
 
 
Gegen Mainz, auf’m Platz

André Breitenreiter hat in allen drei Partien in 2016 die gleiche Startformation aufgestellt. Auf Nachfrage ließ er durchblicken, dass er dies auch gegen Mainz gerne so halten würde, des Einspielens, der Mechanismen wegen. Da nun allerdings Eric Maxim Choupo-Moting angeschlagen ist und eventuell ausfällt, könnte es doch noch Bewegung im Kader geben. Alessandro Schöpf machte in seinen kurzen Auftritten bislang einen tollen Eindruck. Ihn für einen ausfallenden Choupo-Moting auf den Platz zu schicken wäre sicherlich die erste Idee, die einem Fan einfiele. André Breitenreiter managt die Einsatzzeiten neuer und junger Spieler aber eher behutsam. Ma’kucken.

Mainz 05 spielte in dieser Rückrunde bislang minimalistisch und findet das super; der Trainer jedenfalls. Das erste Spiel in diesem Jahr verlor man gegen Ingolstadt durch einen Handelfmeter mit 0:1. Daheim gegen Gladbach und in Hannover gewann man jeweils 1:0. Trainer Martin Schmidt kündigte an, die Defensive noch mehr in den Fokus rücken zu wollen, die Defensive müsse das Prunkstück werden.

Da auch Schalke gerade dabei ist, das Umschalten in die Defensive besser hinzubekommen als noch in der Hinrunde, muss man kein Hellseher sein um zu prognostizieren: Ein offener Schlagabtausch wird dieser Kick nicht werden.
 
 
Daten und Drumherum

Die heutige Partie ist Schalkes viertes Freitagspiel in dieser Saison. Die beiden letzten waren Heimspiele, beide konnten gewonnen werden. Das einzige Freitag-Auswärtsspiel verlor Schalke, am 3. Spieltag in Wolfsburg.

Laut Google wird es heute Abend kalt sein, in Mainz, 3° C. Niederschlag soll es allerdings keinen geben. Schalke wird komplett in Blau antreten, da Mainz zu den roten Trikots weiße Hosen trägt.

Das Spiel war gestern noch nicht ausverkauft, bislang wurden rund 30.000 Tickets für die 34.034 Plätze fassende Arena verkauft. Es sind noch sowohl Stehplatz- als auch Sitzplatz-Karten zu haben. Die Steher sind den Mainz-Fans vorbehalten.

Es spricht einiges dafür, dass bei Mainz Christian Clemens und Danny Latza in der Startformation stehen werden. Christian Clemens ist bis Saisonende von Schalke an Mainz ausgeliehen. Der kicker schrieb, Mainz habe eine Kaufoption für 3 Mio Euro. Aktuell hat Clemens in Mainz die Rechtsaußen-Position für sich gewonnen. Danny Latza ist in Gelsenkirchen geboren, kam mit 9 Jahren zu den Blauen und durchlief die komplette Knappenschmiede. Unter Fred Rutten kam er 2009 für Schalke in Bochum zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Es klappte nicht so recht, nach drei Einsätzen musste er zurück in die Regionalligamannschaft. Also wechselte er nach Darmstadt in die 3. Liga. Von dort ging es zum VfL Bochum in die 2. Liga, ehe er vor dieser Saison nach Mainz wechselte und nun, im Alter von 26 Jahren, endlich zum Erstligaspieler wurde. Sein Kämpfen hat sich gelohnt.

Schiedrichter der Partie wird Manuel Gräfe sein, viel mehr Erfahrung geht kaum. Gräfe hat in dieser Saison noch keine Rote und keine Gelb-Rote Karte zeigen müssen. Im Schnitt kam er auch mit den wenigsten Gelben Karten aller Bundesligaschiedsrichter aus (2,5 pro Spiel). Die meisten Gelben Karten zeigte er in dieser Saison allerdings ausgerechnet bei einem Spiel der Blauen. Beim glücklichen 1:0 Sieg in Stuttgart bekamen jeweils drei Stuttgarter und drei Schalker von ihm eine Verwarnung.

Heute hat Walter Badorek Geburtstag, Schalker Abwehrspieler von 1928 bis 1937. Am Sonntag hat Hellmuth Gabriel seinen Ehrentag, ebenfalls Abwehrspieler der Blauen, von 1939 bis 1941.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes Regionalliga-Team bestreitet heute Abend sein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr. Um 19:30 Uhr tritt man im Grenzlandstadion in Mönchengladbach gegen die zweite Mannschaft der Borussia an.

Die U19 und die U17 halten hingegen „Fortuna-Sonntag“. Norbert Elgerts A-Jugend empfängt Fortuna Düsseldorf, am Sonntag um 11 Uhr, auf der Sportanlage der Gesamtschule Ückendorf. Die B-Jugend um Trainer Frank Fahrenhorst ist zeitgleich Gast der Fortuna am Flinger Broich in Düsseldorf.
 
 
Und sonst?

Ansonsten ist mir bei Klaas Reese das folgende Filmchen untergekommen. Dreieinhalb Minuten Freundlichkeit. Schön!

Schönet Wochenende, bis Montach.


Happy Weekend

Allererste Sané! Sicher Dir jetzt das exklusive Leroy-Sané-Bundle bestehend aus Sané-Schal, Sané-Tasse und brandneuer Lockenkopf-Perücke angelehnt an unsere Nr. 19 Leroy Sané. Begrenzt auf 250 Stück.

Gelsenkirchen Helau! Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht. Das „Bundle“ gibt es in Schalkes Fan-Shop tatsächlich, für 25 Euro. Lustig drauf scheinen sie mir zu sein, die für den Fan-Shop verantwortlichen leitenden Angestellten, offensichtlich vom Tullus der vorletzten Woche unangetastet.
 
 
Gegen Wolfsburg

Der 20. Spieltag der 53. Bundesligasaison bringt den VfL Wolfsburg aufs Berger Feld. Das bedeutet nicht nur, dass einige Plätze in der Arena leer bleiben werden, dass bedeutet auch, dass „Die Rückkehr des Julian Draxler“ im Vorfeld die große Mediengeschichte darstellt.

Meines Erachtens hinken die Vergleiche zum ersten Auftritt Manuel Neuers in Gelsenkirchen nach seinen Wechsel doch sehr. Julian Draxler war immer ein weniger emotionaler Typ, war immer zurückhaltender. Draxlers Wechsel war „leiser“. Ich denke, dass seine Sprüche zu seiner fehlenden Fitness nach der Winterpause, als er seine eigenen Versäumnisse dem Training auf Schalke anlastete, von vielen Fans als ein Nachtreten erachtet wurden. Trotzdem fühlt sich das für mich alles irgendwie „weniger wichtig“ an. Ma’kucken.

Die letzten 4 Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg konnten die Blauen alle gewinnen. Beim letzten Heimspiel gegen die Wölfe, im November 2014, stand es nach 25 Minuten schon 3:0. Es war die Phase, da Roberto Di Matteo mit einer 3er/5er-Abwehrkette aufwartete, als das funktionierte und man noch Hoffnung hatte, dass solche Trainerideen dem Club dauerhaft helfen könnten. Meinen damaligen Text zum Spiel überschrieb ich bezeichnenderweise mit „Ausblick zum Guten“.
 
 
Daten und Drumherum

Dies wird erst Schalkes viertes „Samstag, 15:30-Heimspiel“ der Saison sein.

Die Spielleitung hat Schiedsrichter Tobias Welz aus Wiesbaden. Dieses Spiel ist erst sein dritter Auftritt auf Schalke, und die beiden ersten liegen schon eine Weile zurück. Zuletzt Pfiff er im Oktober 2011 ein Heimspiel der Blauen.

Laut Google wird es am Samstag Nachmittag in Gelsenkirchen 13 Grad haben, überwiegend bewölkt sein und nicht regnen.

Samstag hat Gyula Lóránt Geburtstag, vom 19.03. bis 04.12.1979 Trainer des FC Schalke 04. Er verstarb 1981, im Alter von nur 58 Jahren, nachdem er als Trainer von Olympiakos Piräus einen Herzinfarkt auf der Trainerbank erlitt.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes U19 spielt am Sonntag in Duisburg. Um 11 Uhr wird man an der Westender Straße in Meiderich beim MSV zu Gast sein. Dies ist das erste Meisterschaftsspiel im Jahr 2016 für die Mannschaft von Norbert Elgert.

Schalkes U23 hätte am Samstag ein Meisterschaftsspiel gegen Aachen haben sollen. Dieses wurde aber abgesagt. Die Stadt Herne hat den Platz in der Mondpalast-Arena, die Ausweich-Heimspielstätte der U23, für unbespielbar erklärt.
 
 
Und sonst?

Schalkes Jahreshauptversammlung wurde terminiert. Sie wird am 26. Juni stattfinden. Am letzten Sonntag im Juni, so war es in 2015 auch, und natürlich auch wieder in der Arena. Die Anfangszeit konnte ich noch nicht herausfinden, aber ich denke, dass man auch dies so handhaben wird wie zuletzt. In 2015 war ab 10 Uhr Einlass, ein Vorprogramm begann um 11 Uhr und die Sitzung startete um 13 Uhr.

Um die JHV wird es noch einigen Wirbel geben, vor allem weil Clemens Tönnies‘ wiedergewählt werden möchte. Auch in unserer letzten Podcast-Folge kamen wir schon darauf zu sprechen. An dieser Stelle soll aber der Hinweis ausreichen, dass der Termin der JHV selbstverständlich auch bereits im S04-Kalender seinen Eintrag erhielt.

Und dann ist da noch der Super Bowl, in der Nacht von Sonntag auf Montag. Das hat zunächst mal nichts mit Schalke zu tun. Aber ich mag Football sehr, und immerhin hat ja einst Rhein Fire in 2003 und 2004 auf Schalke gespielt. In dieser Zeit drehte Stefan Raab – einst großer TV-Star im deutschen Fernsehen, die älteren werden sich erinnern – die American Football-Folge der Serie „Raab in Gefahr“. Direkt an der Glückauf-Kampfbahn.

Schönet Wochenende, bis Montach.


Frohes neues Schalkejahr

Schalke 04 in 2016, Die Neuzugänge, Die Lücken, Die Ruhe um die Managerposition, Die U19 in Sindelfingen

Nach einer Woche Training hat Schalke 04 in der letzten Nacht ein erstes Testspiel bestritten. Im Rahmen des „Florida Cups“ gewannen die Blauen 2:0 in Orlando gegen die Fort Lauderdale Strikers. Zwei weitere Testspiele folgen, Donnerstag gegen den brasilianischen Club Atlético Mineiro, nächsten Montag gegen den ostwestfälischen Club Arminia Bielefeld. Die Liga-Rückrunde startet in 13 Tagen mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen, und in der Europa League wird Schalke noch mindestens zweimal, im besten Fall neunmal antreten. Mindestens 1.890, möglicherweise 2.520 Schalkeminuten bis zur Sommerpause. Plus Nachspielzeiten. Und Jahreshauptversammlung. Lasst uns das Halbjahr beginnen.

Die Neuzugänge

Das blaue Trikot mit der Nummer 11 trägt in der nächsten Zeit Younès Belhanda, 25 Jahre alt, rechtsfuß, in Frankreich geborener Marokkaner. Im Sommer 2013 wechselte er für eine kolportierte Ablöse von 8,5 Millionen Euro von Montpellier zu Dynamo Kiew. Belhanda ist zentraler Mittelfeldspieler. Zuletzt wurde er auch auf den Außenpositionen eingesetzt. Aber zuletzt lief es auch nicht mehr so gut für ihn. In der Hinrunde dieser Saison durfte er nur in 2 von 14 Pflichtspielen über 90 Minuten mitspielen. Viermal wurde er aus-, achtmal eingewechselt, meist 20 Minuten vor Abpfiff. Aber Younès Belhanda hat 127 Einsätze in der ersten Liga Frankreichs und 56 in der Premier League der Ukraine absolviert, acht Champions League- und 19 Europa League-Einsätze. Er ist französischer Meister und ukrainischer Meister. Gegen ihn ist Alessandro Schöpf ein unbeschriebenes Blatt.

Alessandro Schöpf hat bei den Blauen einen Vertrag bis Sommer 2019 unterschrieben und wird die Rückennummer 21 tragen. Ebenso jung ist er gerade, 21, Österreicher, beidfüßig. Mit 15 Jahren wechselte er in die Jugend des FC Bayern München. Nach 63 Einsätzen für die zweite Mannschaft in der Regionalliga, bei denen er übrigens schon mit Pierre-Emile Höjbjerg zusammenspielte, wechselte er im Sommer 2014 zum Club nach Nürnberg. Er schaffte den Sprung, war sofort Stammspieler. In der ersten Saison wurde er meistens zentral eingesetzt, zuletzt trat er regelmäßig als Rechtsaußen an. In den bisherigen 19 Spielen der aktuellen Zweitligasaison kam er immerhin auf 6 Treffer und 4 Vorlangen.

Mir gefällt, dass Younès Belhanda zunächst nur ausgeliehen ist. Mir gefällt auch, dass er gleich im ersten Interview angedeutet hat, dass es sein Ziel sei, länger für Schalke zu spielen. Das Risiko ist für Schalke überschaubar. Für Alessandro Schöpf ist der Wechsel nach Schalke hingegen ein Schritt in eine höhere Liga und er dürfte eine der teuersten Verpflichtungen aus der zweiten Liga überhaupt gewesen sein. Auf der Position des Rechtsaußen spielte in der Hinrunde vor allem Leroy Sané, der aufregendste Spieler der Blauen. Wie das so wird? Ma’abwarten.

Die Lücken

Sidney Sam blieb die gesamte Hinrunde für Schalke eine Lücke. Nach dem ganzen Raus- und Reingehampel wurde er den Fans nach dem kurzfristen Draxler-Abgang tatsächlich als Alternative verkauft. Jetzt ist er vor allem dazu gut, dass sich André Breitenreiter mit Kritik an ihm in der Öffentlichkeitsarbeit mit klaren Worten präsentieren kann. Angeblich soll Liverpool über eine Ausleihe Sams nachdenken. Kaum zu glauben.

Trainer André Breitenreiter sagte, dass er gerne noch einen defensiven Mittelfeldspieler hätte. Einen fertigen Profi, kein Talent. Danach wird Schalke weiter suchen. Dass das Werben um Gökhan Inler eingestellt wurde fand ich gut. Der Mann ist eben nicht nur schon 31 und recht teuer, er spielt auch gerade seine zweite eher schlechte Saison in Folge.

Eher keine wirkliche Lücke dürfte Kaan Ayhan hinterlassen. Trainer André Breitenreiter setzte einfach nicht auf ihn, weder als Innenverteidiger, als Benni Höwedes zu Saisonbeginn fehlte, noch als defensiver Mittelfeldspieler, als Johannes Geis für sechs Spiele gesperrt war. Vielleicht kann er sich in Frankfurt zeigen. Vielleicht kommt er zurück, vielleicht beginnt seine Schalke-Profikarriere richtig, falls Joel Matip und / oder Benni Höwedes die Blauen im Sommer verlassen sollten. So recht mag ich daran aber nicht glauben.

Die Ruhe um die Managerposition

… auf Schalke wird nicht bis Mai anhalten. Demnächst wird wieder geschrieben werden, über Heldt, über Heidel. Aktuell erlebt Schalke aber eine normale Transferperiode. Horst Heldt erledigt seinen Job professionell, so wie man es auch erwarten darf.

Die U19 in Sindelfingen

Zwei Einladungen zu Hallentunieren sagt man als U19 nicht ab, sagte Norbert Elgert. Die zum Turnier in Göttingen und die zum Turnier in Sindelfingen. Das Turnier in Göttingen gewann Austria Wien, das in Sindelfingen Rapid Wien. Beim Mercedes-Benz JuniorCup in Sindelfingen waren Herr Pepo und ich vor Ort. Wir haben einen Podcast draus gemacht, in dem ein Fahrer, ein Manager, ein Talent, ein Taktikfuchs und zwei Schiedsrichter zu Wort kommen. Neben uns, natürlich. Ein echter VIP-Podcast. Hier entlang, bitteschön.

Friedliche Weihnachten

In England spielt man an Weihnachten Fußball. In Deutschland nicht. Auf den Feldern Flanderns spielten sie einst miteinander, an Weihnachten. Im Jahr 1914, während des ersten Weltkriegs.

Der Ball kam plötzlich irgendwo her. Alle stürzten sich darauf. Bei dieser Fußballerei hatten unsere Landser bald entdeckt, dass die Schotten unter ihrem Rock keine Unterhosen hatten.

Eine Beiläufigkeit aus einem Brief eines deutschen Soldaten, der über etwas sehr Besonderes berichtete: Das Einstellen der Kampfhandlungen zu Weihnachten, an der Front in Flandern.

Vor einem Jahr, 100 Jahre danach, veröffentlichte der WDR eine Folge der Serie „ZeitZeichen“ zu diesem Ereignis. Diese Sendung „erinnert“ nicht daran, sie lehrt einen Wissen und sie weckt Emotionen. Die Stimme des Erzählers im Wechsel mit den Aussagen des Historikers, die hinterlegten Geräusche, die Musik – ein Beleg dafür, wie großartig Radio sein kann, wie gut Radio den Hörer einfangen und unglaublich angenehm und kurzweilig Informationen, in diesem Fall Bildung verbreiten kann.

Schlau und sehr weihnachtlich, sich diese knapp 15 Minuten mal in Ruhe anzuhören.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(14:23 Min)
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Wie stets wird dieses Blog auch diesmal zwischen den Jahren pausieren. In der ersten Januarwoche werde ich beim JuniorCup in Sindelfingen sein und das Tun der Mannschaft Norbert Elgerts verfolgen. Via Twitter und auf der Facebook-Seite dieses Blogs wird es dazu Kommentare zu lesen und Bilder zu sehen geben. Hier an dieser Stelle erscheint am 11. Januar der nächste Beitrag.

Bis dahin bleibt mir, allen Lesern und Mitmachern des Königsblogs eine gute Zeit zu wünschen und mich zu bedanken. Ich veröffentlichte in diesem Jahr 136 Beiträge, aber ihr bereichertet diese mit 4.788 Kommentaren. Das macht es aus, das lässt das Königsblog leben. Sicher auch im zehnten Jahr. Ich freue mich drauf.

Frohes Fest & Glückauf!



Foto: smilla4

Champions-Duell gegen Ajax Amsterdam

Schalkes erste Mannschaft tritt am Donnerstag auf Schalke im Rahmen der Europa Liga gegen Asteras Tripolis an. Schalkes U19 ist Deutscher Meister und spielt in der Youth League aka Junioren-Champions League. Morgen um 16 Uhr, gegen Ajax Amsterdam, im Stimbergstadion in Oer-Erkenschwick. Und das auch noch gleich im KO-Modus.

Grundsätzlich ist die Youth League an die Profi-Champions League angehängt. Qualifiziert sind demnach alle Clubs, deren Profis sich für die Champions League qualifiziert haben – egal wie stark die Jugendmannschaft ist. Auch die Gruppeneinteilung und der Spielplan bis zur KO-Runde wird von den Profis übernommen.

Ab dieser Saison gibt es in der Youth League neben diesem „Champions League Weg“ aber zusätzlich den „Meisterweg“. Hierbei treten die Meister der 32 nach UEFA-Koeffizient stärksten Verbände an. Diese 32 Teams spielen in Hin- und Rückspiel um die Teilnahme an einer zweiten Hin- und Rückspiel-KO-Runde.

Die acht Siegerteams dieses sogenannten „Meisterwegs“ haben dann Heimrecht in jeweils nur einem(!) Play-Off-Spiel gegen die acht Gruppenzweiten des „Champions League Wegs“. Die acht Sieger dieser Play-Offs und die acht Gruppenersten des „Champions League Wegs“ bilden dann das Youth League-Achtelfinale.

Bei der Auslosung der „Meisterweg“-Duelle, am 1. September in Nyon, wurden die Lostöpfe kurioserweise nicht nach Clubstärke, sondern nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellt. Hintergrund ist, den Jugendteams keine allzu strapaziösen Reisen aufzubürden. Auch die Anzahl der Spiele als solche soll nicht ausufern, weshalb die KO-Runden (ab Achtelfinale) mit jeweils nur einem Spiel ausgetragen werden; das Heimrecht wird ausgelost.

Ajax‘ Nachwuchsarbeit ist legendär und gilt auch heute noch als eine der besten überhaupt. Eine schwere Aufgabe für Schalke, aber auch Ajax wird sich vermutlich nicht über das Zulosen des Teams Norbert Elgerts gefreut haben. Für den Fußballfan mit etwas Zeit am Nachmittag bietet sich so aber netterweise die Möglichkeit, guten Fußball zweier toller Clubs für kleines Geld in herrlicher Amateuratmosphäre zu erleben. Eben morgen, in Oer-Erkenschwick.