Der Versprecher des Spieltags 12/47

10. November 2009, Torsten Wieland

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„Der kleine Matip läuft so nebenher und wäre nicht unfroh, wenn er nicht angespielt werden würde.“

Seine Selbstherrlichkeit Marcel Reif, Sky-Kommentator, die Berichterstattung stets der eigenen Formulierung opfernd, über den Schalker Joel Matip, irgendwann zwischen der 31. und der 43. Spielminute des Spiels gegen Bayern München. Nach Matips Tor erwähnte Reif ihn nur noch am Rande. Gestern ernannte der kicker Joel Matip zum Spieler des Spiels: „Kompromisslos im zentral-defensiven Mittelfeld und stark in der Innenverteidigung“.

Ausgeschwitzt

14. Oktober 2009, Torsten Wieland

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Es wird nicht mehr angeschwitzt. Im Fußball meine ich. Generell natürlich schon, im Fernsehen vor allem, es gibt ja Sendeschemen, die quellen quasi über vor Kochsendungen. Aber im letzten Sommer wurde eben auch im Fußball angeschwitzt wenn sich aufgewärmt oder sich locker gemacht wurde. Und ich hätte drauf gewettet, dass sich dieser Quatsch durchsetzt.

Falsch gedacht.

Mischmaschmist

5. August 2009, Torsten Wieland

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Ist ja immer alles international jetzt, immer mit Corporate Identity, mit „CI“. Dass noch irgendwas hier anders als anderswo und woanders noch ganz anders heißen darf, erwartet ja niemand mehr.
Aber wenn’s schon „League“ heißen soll, wieso heißt es dann nicht „Europe League“ beziehungsweise „European League“? Wieso heißt es tatsächlich „UEFA Europa League“? Und eben nicht nur hier sondern auch da, oder dort, und vermutlich überall sonst auch?
Der Mond des Jupiters wird doch wohl nicht gemeint sein.

Nervende Kaiserei

28. Mai 2009, Torsten Wieland

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„Wie einst Franz Beckenbauer, 1990.“

Nie wieder wird es im deutschen TV eine Szene geben können, in der ein mehr oder weniger alleine gehender, siegreicher Trainer zu sehen, und dieser Satz nicht zu hören ist.

Fußball zählen?

2. April 2009, Torsten Wieland

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„Es wird immer gesagt, wir seien zu langsam und zu alt. Aber wir sind immernoch die beste Abwehr der Liga!“

… sagte Marcelo Bordon, spielte darauf an, dass Schalke 04 bislang die wenigsten Gegentore kassiert hat, und verwechselte dabei Qualität mit Erfolg. Ein Fehler, der im Fußball sehr gerne gemacht wird, weil zum Schluss immer nur Zahlen übrig bleiben, die bewertet werden wollen.
Schalke hat auch deswegen so wenige Gegentore kassiert, weil das Mittelfeld mehr auf das Verhindern als auf das Kreieren von Torchancen ausgerichtet ist. Und weil Manuel Neuer, mal abgesehen von dem Quasi-Eigentor im letzten Spiel gegen den HSV, eine sehr starke Saison spielt.

Nur von der Anzahl der Gegentore auf die Qualität einer Abwehr zu schließen ist genauso falsch wie die Behauptung, eine Mannschaft gehöre zu den acht besten Mannschaften Europas, nur weil sie im Viertelfinale der Champions League steht.

Spannendes Spiel

12. März 2009, Torsten Wieland

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Gehst Du aus dem Haus, willst Du Dir das Spiel des Clubs anschauen, an die Du einst Dein Herz verloren hast, bekommst Du verschiedenes mit auf den Weg gegeben.
Bekommt man „ein gutes Spiel“ gewünscht bedankt man sich. Der Wunsch zu „viel Spaß“ lässt schon darauf schließen, dass sich der Wünschende noch nicht besonders intensiv mit den Leiden eines Fußballfans auseinandergesetzt hat. Viel schlimmer ist aber der Wunsch, man solle ein „spannendes Spiel“ haben.

Ist bei dem Wünschenden Fanwissen zu vermuten, könnte es sich um Niedertracht handeln. In der Regel sind es aber Unwissende, die ahnungslos daherplappern, nett sein wollen.
Man hört den Wunsch, hält kurz inne, holt Luft und setzt an. Aber mit der Ahnung, dass es zu lange dauern würde, dass man trotz Bemühung nur auf Unverständnis stoßen könnte, lässt man die Luft mit einem leichten Seufzer wieder ab. Und geht fort. Nur die Freundlichsten unter uns können sich noch zu einem schlichtenden Nicken durchringen.

Einem Fan ein spannendes Spiel wünschen, das macht man einfach nicht. Der einzig richtige Wunsch ist der zu einem Sieg.

Nicht beeinflussen lassen ist auch Durchsetzten

27. Januar 2009, Torsten Wieland

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Sebastian Hellmann: „Ganz locker, ruhig, oder?“

Ottmar Hitzfeld: „Ja, natürlich ist er angespannt.“

Der Premiere-Moderator und der Experte über VfB-Teamchef Markus Babbel

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