Warum zu einem Freundschaftsspiel zwischen dem MSV Duisburg und Schalke 04 auch bei moderaten Preisen nur 9.027 Zuschauer kommen? Weil man zu solchen Anlässen nichts anderes mehr erwartete, als eine so leidenschafts- und lustlose Vorstellung, wie sie Schalke 04 gestern darbot.
Dass Ralf Rangnick nicht die vermeintlich „erste Elf“ aufstellt, dass Formationen ausprobiert werden und Fehler passieren, ist völlig ok. Dass in solche einem Spiel das Feuer fehlt, einen Rückstand zu drehen, ist nachzuvollziehen. Dass aber quasi das ganze Spiel in Trabgeschwindigkeit abgespult wird, das die Mannschaft kaum mehr als nur anwesend ist, nur auf den Abpfiff wartet, kann ich nicht verstehen.
Dass solch ein Spiel als weniger als Training erachtet wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. Können die Spieler der vermeintlichen „zweite Elf“ den Trainer in Gruppenübungen tatsächlich eher davon überzeugen, dass genau sie die eigentlich richtige Wahl wären, als auf dem Platz, bei einem Freundschaftsspiel gegen einen Zweitligisten?
Viele der 9.027 Zuschauer werden beim nächsten, ähnlichen Anlass auch zu Hause bleiben. Sich nicht langweilen lassen, die Zeit mit Freunden oder der Familie verbringen und das nicht gezahlte Eintrittsgeld direkt an das Spendenkonto überweisen, ist die entspanntere Abendgestaltung.












Derbys sind was Besonderes. Für Schalker ist das Derby gegen Borussia das „besonderste“, trotzdem kribbeln Spiele gegen Bochum und Duisburg auch deutlich mehr als Begegnungen gegen Wolfsburg, Hertha oder Karlsruhe. Das sieht Freund Thorsten sicher ähnlich, seines Zeichens Anhänger des MSV Duisburg. Und dass das Stadion an der Castroper Straße in Bochum ein guter Ort ist um Fußball zu schauen, darüber sind wir uns auch einig. Er darf aber auch in der kommenden Saison wieder nicht hin.

