Über Kultur, Ruhrgebiet und Fußball
Stichwörter: Podcasts
Schalke 04 ist ein außergewöhnlicher Verein, was die Fans anbelangt. Und das sage ich als Dortmund-Fan. Ich glaube es gibt keinen Verein in Deutschland, mit dem sich die Fans dermaßen identifizieren, wo dermaßen das Herzblut dranhängt, wie in Gelsenkirchen beim FC Schalke 04.
Man sieht das sofort, wenn man nach Gelsenkirchen reinfährt. Das dauert nicht lange, nach 100 oder 150 Meter sieht man die ersten Schals in den Fenstern oder Fahnen an den Fensterbänken runterhängen. Das sieht man sonst nirgendwo.
Uwe Lyko ist Herbert Knebel. Er wurde in Duisburg geboren. Er ist Fan von Borussia Dortmund. Derzeit agiert er für die Stadt Essen im Rahmen der RUHR.2010 als Kulturbotschafter. Als solcher war er Gesprächspartner in der WDR 2-Sendung „Sonntagsfragen“ und sprach die oben zitierten Sätze.
In dem Interview geht es auch um Fußball, viel mehr aber ums Ruhrgebiet als solches. Darüber wird jetzt eben gesprochen, und Uwe Lyko erzählt wie er es erlebt. Oft entspricht es den gängigen Klischees, und jedes Mal entschuldigt er sich fast dafür, bemerkt immerwieder, dass das mit Romantik nichts zu tun hat, macht deutlich, dass es durchaus scheiße war, wenn bei Thyssen in Bruckhausen der rote Staub aus den Schornsteinen kam.
Besonders gut gefällt mir die Stelle, an der er darstellt, dass Ruhrgebiet nicht gleich Ruhrgebiet ist. Die Stadt Hamm zum Beispiel kann man dazu zählen, muss man aber nicht. Er unterscheidet die Regionen mittels ihrer Sprache und hat recht damit.
Es geht um Kultur. Fußball ist Kultur. Es geht ums Ruhrgebiet. Nirgends ist mehr Fußball. Deshalb passt das auch hier hin.
(23:17 Min)
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In der WDR 2-Reihe „Kabarett“ gibt es Herbert Knebel jeden Dienstag zu hören. Die Folge von vorgestern gibt es hier. Den Feed gibt es hier.
Hans Leyendecker
Stichwörter: Podcasts
Der Mann hat sich durch erfolgreiche Arbeit einen Namen gemacht. Früher war er beim Spiegel, heute ist er leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. In unzähligen Artikeln leuchtete er aus worüber mächtige Menschen nicht reden wollten, auf Grund seiner Veröffentlichungen kamen kriminelle Machenschaften ans Licht und mussten Politiker von ihren Ämtern zurücktreten. Seit rund vier Wochen beschäftigt sich Hans Leyendecker auch mit den Finanzen des FC Schalke 04.
Heute hat nicht mehr nur seine Arbeit, sondern auch sein persönliches Wort ein Gewicht. Als einer der viel mitbekommen hat traut man ihm zu, Sachverhalte richtig einschätzen zu können. Deshalb, und aus Neugier an der Person eines derart erfolgreichen Journalisten, ist er ein interessanter Gesprächspartner. Heute vor einer Woche war er in der WDR5-Radiosendung „Tischgespräch“ zu Gast.
Darin erzählte er was ihn dazu brachte, Journalist werden zu wollen. Er erzählte wie er den Mächtigen gegenübersteht, wieso er den Begriff „investigativen Journalismus“ meistens für unangebracht hält oder dass er bei seiner Recherche am Telefon erfolgreicher ist als im persönlichen Gespräch. Er erzählt von dem Typ Informanten, mit dem er am besten klarkommt und warum das wohl so ist, wieso er wohnt wo er wohnt, warum er mit Kardinal Meisner nicht warm wird und auch sonst noch dies und das. Gesa Rünker führt gut durch ein Gespräch, in dem es auch darum geht dass Hans Leyendecker Fan von Borussia Dortmund ist. Jeder hat eben seine Leiche im Keller.
(47:50 Min)
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Vor dem Derby, nach der Pause
Stichwörter: Borussia Dortmund, Podcasts, Schalke 04
Da ist es also schon, das 134. Derby zwischen Blau und Gelb, Gut und Böse, Richtig und Falsch, Bekloppt und Bekloppt. Die Aggressionen kochen hoch, Gewaltaufrufe jenseits, der Plan eines Marschs durch Dortmund diesseits, die Androhung sich das nicht gefallen lassen zu wollen jenseits usw. usf.. Einerseits das eine von den zwei aufregendsten Spielen des Jahres. Andererseits auch ein Ereignis, zu dem man nicht einfach nur mit Vorfreude auf das Spiel fahren kann, bei dem man sich Vorzusehen und Umzuschauen hat.
Schalke ist auswärts in dieser Saison bislang sehr erfolgreich, Dortmund konnte zu Hause nur gegen den 1. FC Köln gewinnen. Schalke fühlt sich gut drauf, Dortmund redet sich nach einem Pokalspielsieg gegen Zweitligist KSC stark. Tatsächlich ist aber alles was bislang war egal. Heute spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die beide auf Platz 5 hoffen. Und Abseits aller Emotionen und Geschichten wird auch das bloße Spiel zwischen zwei Teams „auf Augenhöhe“ hochinteressant werden.
Ein Sieg gegen Borussia würde meine Blogpausenwoche zu einem herrlichen Abschluss bringen. Nachdem ich nicht über das emotional unglaublich ergreifenden Spiel gegen Wolfsburg schrieb, und nachdem ich mich auch nicht darüber ausließ, dass mein Verein gegen den VfL Bochum die klar bessere Mannschaft war, möchte ich doch gerne einmal ein Hohelied singen. Am liebsten auf die Punkte, ein gutes Spiel und gute Stimmung. Ma’kucken.
Auch wenn ich nichts geschrieben habe, ganz inaktiv war ich nicht. Vor vier Wochen erwähnte ich das offiziell noch namenlose Podcast-Projekt einiger Fußballblogger schon mal. In der neusten „Nullnummer“ sollte es am vergangenen Montag unter anderem um Schalke 04 gehen. Ich durfte mich darin versuchen, meine Meinung anstatt schriftlich zu formulieren, in Form eines Interviews direkt auf die Ohren zu geben.
Diesen Podcast gibt es in unterschiedlichen Versionen, von einer alles umfassenden Rohdatei bis zu einzelnen Themen-Häppchen. Das alles ist bei Probek zu finden, dem Gastgeber aller bisherigen Ausgaben. Hier nun das, was ich als die Original-Version bezeichnen würde. Hörenswert von vorne bis hinten, wie ich meine. Falls jemandem trotzdem die Muße fehlt: Mein Part erstreckt sich über den Zeitraum 24′40 bis cirka 50′00, dabei geht es eigentlich um „alles“, auch um das Spiel gegen Wolfsburg und das heutige gegen Dortmund.
(84:09 Min)
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Die Anderen hören, mich lesen
Stichwörter: Empfehlungen, Podcasts
Guten Morgen!
Samstag, Fußball, Schalker Heimspiel gegen Freiburg.
Gibt’s ein Blog zum SC Freiburg? Gibt’s ein Forum? Was ist ein Blog?
Tatsächlich bietet die offizielle Seite des SC Freiburg kein Forum, aber es gibt eine andere interessante Seite, eine – Zitat – „unabhängige Fanseite über den SC Freiburg“, nämlich http://scfreiburg1904.de.
Es ist kein Blog aber es bietet ein Forum, und auch was die Quantität und Qualität der Texte angeht ist diese Seite der offiziellen Clubseite überlegen. Paul, einer der Betreiber dieser Seite schrieb mich letzte Woche an, ob ich zu einem Kurzinterview zur Verfügung stehen würde. Gerne mache ich sowas, also gibt es heute ein bisschen was von meiner Meinung zu den Dingen ebendort zu lesen.
Frischen Hörstoff produzieren seit neustem einige Bloggerkollegen.
Der werte Probek, Bayern-Fan aber trotzdem erfrischend in Ordnung, kam auf die Idee, schuf ein Forum und ist bis heute eine treibende Kraft. Als erklärter Podcast-Fan fühlte ich mich auch angesprochen, habe mich im Forum gelegentlich beteiligt, musste aber feststellen, dass mein Zeitkontingent für solcherlei Dinge mit dem Schreiben fürs Königsblog weitestgehend erschöpft ist. Leider kam ich kaum noch nach, die Diskussionen um die Entwicklung dieses Podcasts zu verfolgen, geschweige denn mich weiter einzubringen. Was ich wirklich bedauere.
Mittlerweile gibt’s das dritte Hörstück. Weiter eine „Testausgabe“ wie Probek es nennt, aufbereitet und geschnitten von dogfood aber auch für Non-Freaks sehr hörbar. Und weiterhin unter dem unsäglichen Namen „Ballpod“. Aber auf die Inhalte kommt es an.
(58:02 Min)
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Córrer la bola
Stichwörter: Podcasts
Der FC Barcelona hat in der letzten Saison alles gewonnen, was es für ihn zu gewinnen gab. Sicherlich: Hätte es im Champions League Halbfinale keine derart unsägliche, an Betrug erinnernde Schiedsrichterleistung gegeben, wäre der totale Triumpf nicht gelungen. Dennoch gibt es wohl kaum einen Zweifel, dass die Art, die Kunst des FC Barcelona, ein Fußballspiel zu spielen, etwas ganz besonders ist. Etwas, das Schönheit und Erfolg vereint und das es von der restlichen Fußballwelt nun herauszufordern gilt.
Mit Josep Guardiola, Puyol, Xavi, Iniesta, Messi und Krkic kommen dabei gleich 4 Weltstars, ein kommender Stern und der Trainer aus der vereinseigenen Fußballschule La Masía. In der dradio-Sendung „Sportgespräch“ gab es nun eine Reportage über einen Besuch in eben dieser Schule zu hören. Dabei gelingt es in keiner Weise, den entscheidenden Unterschied zwischen La Masía und dem, was unsereins über die Ausbildung der Jungkicker in den Akademien hiesiger Clubs weiß, darzustellen. Das verwundert nicht, wäre es einfach, würde der FC Barcelona nicht herausragen.
Was sehr wohl gelingt ist, das Flair, das Gefühl um das Besondere an diesem Verein einzufangen. Die Reportage beschreibt nicht nur das große Ganze sondern geht auf Einzelfälle ein. Sie bleibt nicht nur hinter den Toren La Masías, es geht auch um die Stellung des FC Barcelona als katalanischer Club in der spanischen Gesellschaft, und es gibt auch kritische Töne. Das alles lässt diese Folge zu einem gelungenen „Sportgespräch“-Hörstück werden. Dem ersten (fußballbezogenen) seit langer Zeit, nachdem in der Hinrunde der letzten Saison ausschließlich die TSG Hoffenheim als das neue Non plus ultra im deutschen Fußball gefeiert wurde und in der Rückrunde konsequenterweise Funkstille herrschte.
(26:39 Min)
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[Foto: Xisco]
Jetzt wirds intensiv
Stichwörter: Podcasts, Schalke 04
Intensität ist das Schlüsselwort aller Trainingsformen für Leistungssteigerungen bieten sich verschiedene Varianten von Intervallen an bei denen sich Phasen hoher zuweilen maximaler Intensität mit kurzen Phasen der Erholung abwechseln wobei die Erholungsphasen ausreichen um die nächste Belastungsspitze zu ermöglichen aber nie zu einer völligen Erholung führen Stichwort Hügelläufe eine Steigerung der Grundlagenausdauer kann über eine lange Belastung bei gerade noch nicht intensiver Intensität erreicht werden grundsätzlich beruht jede Verbesserung auf eine körperliche Anpassung in einer Erholungsphase weshalb zu jedem Trainingsplan auch Einheiten mit niedriger Intensität gehören Felix Magath eilt der Ruf voraus dass seine Mannschaften grundsätzlich bis aufs Letzte austrainiert sind zweifelsohne versteht er was von der notwendigen Balance eines Trainingsplans und ist vielmehr Fachmann als nur der vielbeschriebene Quälix gleich in seinem ersten Interview als Schalker stellt er auf ironische Art und Weise symbolisch den von vielen Fußballern gehassten langen Lauf zur Steigerung der Grundlagenausdauer dar mit seiner Sprache weder Punkt noch Komma sind zuverlässig herauszuhören das einzige zu hörenden Satzzeichen ist ein Ausrufezeichen nach dem auf Schalke sehr geschätzten Wort Arbeiten!
(14:06 Min)
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Kumpel bleibt Kumpel
Stichwörter: Funktionäre, Podcasts
Fritz Eckenga ist ja leider nicht nur Dichter und Kabarettist, sondern auch Borusse. Versaut hat ihn das zum Glück noch nicht, und weil es in der Kunst Typen braucht, gibt er in seiner WDR2-Radio-Kolumne lieber den Zigarre rauchenden Chef vom Stadion.
Heute kommentierte er als solcher den Wechsel von Oliver Wittke zum MSV Hellmich. Hörenswert.
(3:04 Min)
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