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Das Wort zum Donnerstag

Die Sache mit Misimovic und Brandão soll nun in die heiße Phase gehen, Hans Sarpei soll kurz vor dem Wechsel nach Gelsenkirchen stehen und Bild wirft noch zusätzlich den Namen Van der Vaart in den Ring. Gibt’s noch freie Häuser in Oberkassel und verträgt sich Sylvie mit Mamen Sanz?

Ich kann nicht leugnen, dass auch mich der Nachrichtenbeschuss bezüglich möglicher Neuzugänge flattern lässt, weil so vieles vorstellbar scheint. Trotzdem bemühe ich mich um die nötige Gelassenheit und harre der Dinge. Ändert ja nix, und ’n bisschen Zeit ist ja noch.

So ungefähr habe ich es gestern auch Alex Ibenhain vom Fußball-Radio 90elf gesagt. In der Sendung Bolzplatz sprach ich mit ihm über meine Meinung zu den Dingen bei und um Schalke 04. Jetzt hier nachzuhören …


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(08:54 Min)
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„Töppi komm rein, wir machen das“

Rolf Töpperwien wird am 26. September 60 Jahre alt. Einen Tag zuvor wird er zum letzten mal für das ZDF als Reporter am Fußballplatz stehen und eine Karriere beenden, die 1973 begann. Mittwoch war er zu Gast in der 1Live -Radiosendung „Plan B Talk“.

Einerseits ist Rolf Töpperwien eine verehrungswürdige Legende. Er stand schon am Spielfeldrand, als man noch blöd angeschaut worden wäre, wenn man gesagt hätte, er sei ein „Field Reporter“. Er ist ein Profi. Wenn er erklärt, dass er den Zuschauern des ZDF-Sportstudios am späten Abend einen Mehrwert gegenüber der ARD-Sportschau-Berichterstattung bringen müsse, ist das nachvollziehbar. Wenn er seine Meinung zum Sportlichen vertritt ist das immer gerade und klar. Wenn er von seinen handgeführten Statistiken spricht mag das zwar „gestrig“ sein, es ist aber sympathisch, man fühlt seine Lieber zu der Sache.

Andererseits ist Rolf Töpperwien ein unglaublicher Dampfplauderer. Er, der „Akademiker“, der „fürs Volk“ kommentiert. Er, der „Vertrauen“ bei Spielern und Trainern dadurch erlangt, dass er sich mit ihnen in die Kneipe setzt, dabei aber stets die „journalistische Distanz“ aufrecht hält, wenn er sie tags drauf „gnadenlos“ behandelt, weil er es „eben kann“.
Wenn er Sätze sagt wie …

Ghana behandelt den Ball besser als wir unsere Frauen, trifft aber das Tor nicht.

oder wie …

Nicht die Spieler waren die ersten, die in der Bundesliga schwul waren, es waren ja die Schiedsrichter.

… verfalle ich in ein Fremdschämen, welches ich bei einem Neururer-Interview kaum stärker fühlen könnte. Wenn er dann noch von König Otto schwärmt, und wenn man sich sein Vorgehen im Umgang mit diesem noch mal bewusst macht, ist alles aus.

Trotzdem ist die Plan B-Sendung hier nachzuhören. Langweilig ist sie sicher nicht.


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(38:41 Min)
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Das Übrige zum Montag

Am 07. August wird Schalke 04 in Augsburg gegen Bayern München um den DFL-Supercup spielen. Wer dann für Schalke aufläuft, muss man mal abwarten. Gleich in der ersten Zwischen-den-Spielzeiten-Woche fiel ein Himmel an Transfergerüchten dem hilflosen Schalke-Fan auf den Kopf. Trotz der Gefahr der Themendürre werde ich allerdings dabei bleiben, mich an dieser Stelle keinem Namengeschnörpel hinzugeben.

Von anderer Stelle aus wurde ich in der letzten Woche nach meiner Meinung zu den Dingen des FC Schalke 04 gefragt. Im Rasenschach-Blog gibt pro Bundesliga-Club ein Blogger per Interview sein „Fazit“ zur abgelaufenen Saison zum Besten. Meins gibt es dort nun auch zu lesen.

Am vergangenen Dienstag war ich außerdem Gast beim Internet-Fußballradio „90elf“. Dieses Interview kann gleich hier nachgehört werden:


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(17:27 Min)
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Und dann war da vorgestern noch unser Bloggertreffen. Für mich war es das dritte Mal, dass ich Menschen traf die ich zuvor nur schriftlich kennen gelernt hatte. Und wie die Male zuvor hat es mir erneut großen Spaß gemacht. Danke dafür, an alle Teilnehmer die das jetzt vielleicht lesen. Und weil wir drüber sprachen, und für alle die es sonst noch interessiert, an dieser Stelle der Link zum Text von Arnd Zeigler, der bei jetzt.de Stellung zu der Frage bezog, ob man deutsche Vereine auch in internationalen Wettbewerben scheiße finden darf oder ihnen ob der „nationalen Aufgabe“ die Daumen drücken muss: Klick.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass der Ur-Gladbacher und Spät-Schalker Wilfried Hannes heute 53 Jahre alt wird. Vor 4 Wochen gab der „11 Freunde“ ein Interview in dem er über seine beiden Clubs, seine Karriere und sich als ehrlich arbeitenden Spieler sprach. Wenn ich so was lese kommt mir immer die Frage hoch, was denn ein nicht ehrlich arbeitender Spieler ist und ob nicht arbeitende, dafür spielende Spieler denn so schlecht … aber das wäre wohl einen eigenen Beitrag wert und gehört nicht zum Übrigen. Jedenfalls herzlichen Glückwunsch, Wilfried Hannes!

Gegen die Besten

Es geht immer weiter.

… um mal einen bemerkenswert treffenden Satz eines ansonsten hauptsächlich phrasendreschenden Vielleicht-Beinahe-Schalke-Managers aus einer dunklen Zeit zu zitieren. Drei Tage nach der Niederlage im DFB-Pokal verursacht Schalke 04 das nächste Spitzenspiel des deutschen Fußballs, Samstag, 18:30 Uhr, gegen Jupp Heynckes’ Turn- und Sportverein Bayer 04 Leverkusen.

Ein Spiel, in dem es um die Meisterschaft und um die Champions League Plätze geht. Allerdings ist die Ausgangslage ziemlich unterschiedlich. Schalke spielte mit, kämpfte sich unter die ersten 5, stahl sich unter die ersten 3 und will da nun nicht mehr weg. Leverkusen stand nach 17 von 27 Spieltagen auf Platz 1 der Tabelle und in der Hinrunde war Bayers Kombination aus sicherer Abwehr und quirliger Offensive das non plus ultra. Übrigens auch auf Schalke, Leverkusen war meiner Meinung nach bislang die beste Mannschaft, die in dieser Saison zu Gast war.

Schalke und Bayern daheim – das sind für mich sechs Punkte. Kommen die nicht auf die Habenseite, ist der Zug auf einen leckeren Salat in der Schale aller Schalen abgefahren. So einfach ist das.

… schreibt also auch Jens Peters, wobei mir noch nicht klar ist, ob eine Überzeugung oder der Wunsch die Triebfeder zu diesem Satz war. Leverkusen hat von 14 Heimspielen zehn gewonnen und den Rest auch nicht verloren. Leverkusen ist damit die erfolgreichste Heimmannschaft der Liga.
Kann Schalke (auch) gegen diese Mannschaft bestehen? Wie schwer trifft es Bayer, dass Kießling verletzt fehlen wird? Wie wird es um Schalkes Kondition bestellt sein, nach dem langen Pokalabend am Mittwoch? Wie steht es um die Psyche, nachdem Leverkusen in Dortmund vermöbelt wurde und Schalke gegen (… aber das wissen hier alle)? Und, nicht minder wichtig, wie richtet Felix Magath seine Mannschaft aus? Das morgige Spiel ist hochinteressant, auf Grund vieler verschiedener Aspekte.

Was anderes.
Gestern Abend durfte ich bei 90elf – dem Fußball-Radio zu Gast sein. Also sprachlich, körperlich war ich daheim und telefonierte mit den Moderatoren. Ganz live und ohne doppelten Boden. Ein Mitschnitt wurde mir netterweise zur Verfügung gestellt. Natürlich gings nicht um mich sondern um Schalke 04. Um den Rasen, die Saisonziele, die Aussichten fürs nächste Jahr, um die nächsten Spiele, um Rafinha und um Manuel Neuer. Zirka 20 Minuten Gespräch. Hier nachzuhören …


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(21:33 Min)
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Bezüglich unseres Einwechselspieler-Ratens hat Magath mit Baumjohanns Einsatz von Beginn an gegen die Bayern „die Karten neu gemischt“. Ich glaube trotzdem wieder an …

Baumjohann
Edu
… und Moritz

Falls ich mir was wünschen dürfte würde ich aber zu gerne mal Mario Gavranovic in Aktion sehen.



Nachtrag: Auch Jens Peters, bei catenaccio Blogger zu Bayer 04 Leverkusen, war am Donnerstag Gesprächspartner bei 90elf. Sein Interview ist nun auch nachzuhören.


 
[Einwechselspieler-Raten: Ein ausschließlich der Ehre halber zu treibender Zeitvertreib, bei dem jeder mitmachen kann, der bis eine Stunde vor Anpfiff die Namen der zu erwartenden Schalker Einwechselspieler in einem Kommentar hinterlässt. Wer 3 Treffer erzielt darf sich bis zur nächsten Runde „Magath-Into-The-Brain-Kucker“ nennen. Wechselt Felix Magath nur zweimal, sind diejenigen, die beide Wechsel richtig voraussagten, natürlich auch toll, aber nicht soooo toll. Eine komplette Liste aller Tipps und Treffer der aktuellen Runde erscheint ebenfalls in diesem Blog. In dieser Spielrunde gibt’s wieder nix umsonst.]

Über Kultur, Ruhrgebiet und Fußball

Schalke 04 ist ein außergewöhnlicher Verein, was die Fans anbelangt. Und das sage ich als Dortmund-Fan. Ich glaube es gibt keinen Verein in Deutschland, mit dem sich die Fans dermaßen identifizieren, wo dermaßen das Herzblut dranhängt, wie in Gelsenkirchen beim FC Schalke 04.
Man sieht das sofort, wenn man nach Gelsenkirchen reinfährt. Das dauert nicht lange, nach 100 oder 150 Meter sieht man die ersten Schals in den Fenstern oder Fahnen an den Fensterbänken runterhängen. Das sieht man sonst nirgendwo.

Uwe Lyko ist Herbert Knebel. Er wurde in Duisburg geboren. Er ist Fan von Borussia Dortmund. Derzeit agiert er für die Stadt Essen im Rahmen der RUHR.2010 als Kulturbotschafter. Als solcher war er Gesprächspartner in der WDR 2-Sendung „Sonntagsfragen“ und sprach die oben zitierten Sätze.

In dem Interview geht es auch um Fußball, viel mehr aber ums Ruhrgebiet als solches. Darüber wird jetzt eben gesprochen, und Uwe Lyko erzählt wie er es erlebt. Oft entspricht es den gängigen Klischees, und jedes Mal entschuldigt er sich fast dafür, bemerkt immerwieder, dass das mit Romantik nichts zu tun hat, macht deutlich, dass es durchaus scheiße war, wenn bei Thyssen in Bruckhausen der rote Staub aus den Schornsteinen kam.
Besonders gut gefällt mir die Stelle, an der er darstellt, dass Ruhrgebiet nicht gleich Ruhrgebiet ist. Die Stadt Hamm zum Beispiel kann man dazu zählen, muss man aber nicht. Er unterscheidet die Regionen mittels ihrer Sprache und hat recht damit.

Es geht um Kultur. Fußball ist Kultur. Es geht ums Ruhrgebiet. Nirgends ist mehr Fußball. Deshalb passt das auch hier hin.


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(23:17 Min)
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In der WDR 2-Reihe „Kabarett“ gibt es Herbert Knebel jeden Dienstag zu hören. Die Folge von vorgestern gibt es hier. Den Feed gibt es hier.

Hans Leyendecker

Der Mann hat sich durch erfolgreiche Arbeit einen Namen gemacht. Früher war er beim Spiegel, heute ist er leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. In unzähligen Artikeln leuchtete er aus worüber mächtige Menschen nicht reden wollten, auf Grund seiner Veröffentlichungen kamen kriminelle Machenschaften ans Licht und mussten Politiker von ihren Ämtern zurücktreten. Seit rund vier Wochen beschäftigt sich Hans Leyendecker auch mit den Finanzen des FC Schalke 04.

Heute hat nicht mehr nur seine Arbeit, sondern auch sein persönliches Wort ein Gewicht. Als einer der viel mitbekommen hat traut man ihm zu, Sachverhalte richtig einschätzen zu können. Deshalb, und aus Neugier an der Person eines derart erfolgreichen Journalisten, ist er ein interessanter Gesprächspartner. Heute vor einer Woche war er in der WDR5-Radiosendung „Tischgespräch“ zu Gast.
Darin erzählte er was ihn dazu brachte, Journalist werden zu wollen. Er erzählte wie er den Mächtigen gegenübersteht, wieso er den Begriff „investigativen Journalismus“ meistens für unangebracht hält oder dass er bei seiner Recherche am Telefon erfolgreicher ist als im persönlichen Gespräch. Er erzählt von dem Typ Informanten, mit dem er am besten klarkommt und warum das wohl so ist, wieso er wohnt wo er wohnt, warum er mit Kardinal Meisner nicht warm wird und auch sonst noch dies und das. Gesa Rünker führt gut durch ein Gespräch, in dem es auch darum geht dass Hans Leyendecker Fan von Borussia Dortmund ist. Jeder hat eben seine Leiche im Keller.


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(47:50 Min)
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Vor dem Derby, nach der Pause

Da ist es also schon, das 134. Derby zwischen Blau und Gelb, Gut und Böse, Richtig und Falsch, Bekloppt und Bekloppt. Die Aggressionen kochen hoch, Gewaltaufrufe jenseits, der Plan eines Marschs durch Dortmund diesseits, die Androhung sich das nicht gefallen lassen zu wollen jenseits usw. usf.. Einerseits das eine von den zwei aufregendsten Spielen des Jahres. Andererseits auch ein Ereignis, zu dem man nicht einfach nur mit Vorfreude auf das Spiel fahren kann, bei dem man sich Vorzusehen und Umzuschauen hat.

Schalke ist auswärts in dieser Saison bislang sehr erfolgreich, Dortmund konnte zu Hause nur gegen den 1. FC Köln gewinnen. Schalke fühlt sich gut drauf, Dortmund redet sich nach einem Pokalspielsieg gegen Zweitligist KSC stark. Tatsächlich ist aber alles was bislang war egal. Heute spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die beide auf Platz 5 hoffen. Und Abseits aller Emotionen und Geschichten wird auch das bloße Spiel zwischen zwei Teams „auf Augenhöhe“ hochinteressant werden.

Ein Sieg gegen Borussia würde meine Blogpausenwoche zu einem herrlichen Abschluss bringen. Nachdem ich nicht über das emotional unglaublich ergreifenden Spiel gegen Wolfsburg schrieb, und nachdem ich mich auch nicht darüber ausließ, dass mein Verein gegen den VfL Bochum die klar bessere Mannschaft war, möchte ich doch gerne einmal ein Hohelied singen. Am liebsten auf die Punkte, ein gutes Spiel und gute Stimmung. Ma’kucken.

Auch wenn ich nichts geschrieben habe, ganz inaktiv war ich nicht. Vor vier Wochen erwähnte ich das offiziell noch namenlose Podcast-Projekt einiger Fußballblogger schon mal. In der neusten „Nullnummer“ sollte es am vergangenen Montag unter anderem um Schalke 04 gehen. Ich durfte mich darin versuchen, meine Meinung anstatt schriftlich zu formulieren, in Form eines Interviews direkt auf die Ohren zu geben.
Diesen Podcast gibt es in unterschiedlichen Versionen, von einer alles umfassenden Rohdatei bis zu einzelnen Themen-Häppchen. Das alles ist bei Probek zu finden, dem Gastgeber aller bisherigen Ausgaben. Hier nun das, was ich als die Original-Version bezeichnen würde. Hörenswert von vorne bis hinten, wie ich meine. Falls jemandem trotzdem die Muße fehlt: Mein Part erstreckt sich über den Zeitraum 24′40 bis cirka 50′00, dabei geht es eigentlich um „alles“, auch um das Spiel gegen Wolfsburg und das heutige gegen Dortmund.


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(84:09 Min)
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