Artikel zum Schlagwort ‘Podcasts’

Jetzt wirds intensiv

Intensität ist das Schlüsselwort aller Trainingsformen für Leistungssteigerungen bieten sich verschiedene Varianten von Intervallen an bei denen sich Phasen hoher zuweilen maximaler Intensität mit kurzen Phasen der Erholung abwechseln wobei die Erholungsphasen ausreichen um die nächste Belastungsspitze zu ermöglichen aber nie zu einer völligen Erholung führen Stichwort Hügelläufe eine Steigerung der Grundlagenausdauer kann über eine lange Belastung bei gerade noch nicht intensiver Intensität erreicht werden grundsätzlich beruht jede Verbesserung auf eine körperliche Anpassung in einer Erholungsphase weshalb zu jedem Trainingsplan auch Einheiten mit niedriger Intensität gehören Felix Magath eilt der Ruf voraus dass seine Mannschaften grundsätzlich bis aufs Letzte austrainiert sind zweifelsohne versteht er was von der notwendigen Balance eines Trainingsplans und ist vielmehr Fachmann als nur der vielbeschriebene Quälix gleich in seinem ersten Interview als Schalker stellt er auf ironische Art und Weise symbolisch den von vielen Fußballern gehassten langen Lauf zur Steigerung der Grundlagenausdauer dar mit seiner Sprache weder Punkt noch Komma sind zuverlässig herauszuhören das einzige zu hörenden Satzzeichen ist ein Ausrufezeichen nach dem auf Schalke sehr geschätzten Wort Arbeiten!


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(14:06 Min)
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Kumpel bleibt Kumpel

Fritz Eckenga ist ja leider nicht nur Dichter und Kabarettist, sondern auch Borusse. Versaut hat ihn das zum Glück noch nicht, und weil es in der Kunst Typen braucht, gibt er in seiner WDR2-Radio-Kolumne lieber den Zigarre rauchenden Chef vom Stadion.

Heute kommentierte er als solcher den Wechsel von Oliver Wittke zum MSV Hellmich. Hörenswert.


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(3:04 Min)
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Wettstreit der Chöre

Das Streiflicht ist die wohl berühmteste Glosse Deutschlands. Ein tägliches Highlight auf der ersten Seite der Süddeutschen Zeitung. Gestern ging’s im Streiflicht mal wieder um Fußball, man nahm sich noch mal des Schalker Siegs vom vergangenen Samstag an.

Um Chöre geht es, womit zunächst die Fanchöre gemeint sind. Aber wie für ein Streiflicht üblich, wird ein großer Bogen ausgeleuchtet, geht es aus der „Fröttmaninger Arena“ in die Oper, um später wieder zu Jürgen Klinsmann zurückzukommen. Dargebracht wie immer, in schöner und beispielhafter Sprache.

Das Streiflicht gibt es jetzt auch als Podcast. Absolut empfehlenswert.


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(2:38 Min)
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Der Unscheinbare im Star-Ensemble

Christian Lell, das ist der, den die Bayern-Fans mittlerweile dahin wünschen wo der Pfeffer wächst, und der ab und an seiner Freundin auf die Fresse haut. Vielleicht ja nicht ganz helle, in jedem Fall unscheinbar, und trotzdem spielt er, während andere sitzen, beim FC Bayern.

Und dann gerät einem solch ein Podcast in den Catcher. Ein ausführliches, fast 40 Minuten langes Interview mit eben diesem Christian Lell. Und der spricht ohne Knoten in der Zunge. Glaubwürdig. Von seiner kranken Schwester, die er jetzt betreut. Von der Stiftung, die er gegründet hat.
Er redet vorsichtig und erklärt, wieso er vorsichtig redet. Immer wieder hält er inne, will das Risiko des offenen Wortes doch nicht eingehen und vermittelt dem Hörer auch damit etwas.

Er erzählt, dass er einst in eine Schule mit Blick auf die Trainingsplätze des FC Bayern an der Säbener Straße ging, dass es immer sein Traum war für diesen Club zu spielen. Ein wenig erinnert das an Manuel Neuer, dem Schalker seit der Krabbelphase. Doch während Spieler wie Neuer oder Höwedes auf Schalke Nordkurven-Schutz genießen und man sich hier eben über vermeintlich teure Einkäufe aufregt, wird in München gerne flott der Kauf eines Stars verlangt, wenn der Unscheinbare aus den eigenen Reihen unangenehm auffällt. Möglicherweise bekommt Christian Lell ja tatsächlich in der kommenden Saison Marcio Rafael Ferreira de Souza vor die Nase gesetzt. Ma’kucken.



Hier nun das Interview mit Christian Lell, aus der Bayern 3 Radiosendung „Mensch Otto!“. Sendetermin war der 02. April, zwei Tage vor dem Auswärtsspiel des FC Bayern in Wolfsburg, und Christian Lell glaubte noch an eine erfolgreiche Champions League Saison. Diese Fehleinschätzung macht das Interview aber grundsätzlich nicht schlechter.

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(37:18 Min)
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Mirko Slomka und Jörg Berger lassen hören

Nein, nicht so wie Huub Stevens, Andreas Möller und weitere 68 Ungefragte. Mirko Slomka und Jörg Berger waren beide in den letzten Tagen Gäste in Radiosendungen. Jörg Berger, weil er ein Buch geschrieben hat, und Mirko Slomka nur mal so …

Mirko Slomka ist seit fast einem Jahr arbeitsloser Fußballtrainer. Mit diesem Schicksal steht er nicht allein da, aber er ist sympathisch und eloquent. Wohl deshalb ist es eben er, der die Möglichkeit bekommt, sich ohne besonderen Anlass in der nicht sportspezifischen SWR1-Radiosendung „Leute“ darzustellen.
Also erzählt er. Über seine Zukunftswünsche. Über seine Begeisterung für seinen Job. Über seine Beziehungen zu Gerald Asamoah, Andreas Müller oder Ralf Rangnick. Über den Tag seiner Entlassung auf Schalke. Aber auch über Dinge die nichts mit Fußball zu tun haben, Mathematik natürlich, oder Familienleben.

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(29:19 Min)
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Jörg Berger war in seiner Karriere auch immer wieder mal ohne Job, hat aber noch wesentlich schlimmere Dinge erlebt. Seit 2002 kämpft er gegen den Krebs und zuvor kämpfte er darum, aus der DDR in den Westen zu kommen, im Westen Anerkennung zu finden und sich dem Zugriff der Stasi zu entziehen. Darüber erzählt er in seinem Buch, und über das Buch erzählte er in der Radiosendung „Mensch, Otto!“ des Bayerischen Rundfunks.

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(36:41 Min)
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In beiden Sendungen soll verkauft werden. In der einen das Image eines modernen und intelligenten Trainers, in der anderen ein Buch. Müsste ich mich für eine Sendung entscheiden, ich würde den Buchverkauf empfehlen.

In Bergers Aussagen kommt einiges rüber. Man merkt deutlich wie wichtig es ihn war, die Dinge, die ihm widerfahren sind, darzustellen. Sicher könnte er auch abendfüllend davon erzählen. Was er sagt ist einfach interessant.
Was Mirko Slomka zu erzählen hat ist wesentlich absehbarer. Und es gibt keinen echten Aufhänger für diese Sendung. Trotzdem finde ich Mirko Slomka nach wie vor sympathisch, und eine halbe Stunde, in der man nichts Wichtiges vor hat, ist mit diesem „netten Gespräch“ sicherlich besser verbracht, als mit der alltäglichen Einheitsmusik deutscher Radiosender, die schon gestern das Gleiche spielten wie morgen.

Gazprom

Am 01. Januar 2007 wurde der russische Energiekonzern Gazprom Hauptsponsor des FC Schalke 04. Seitdem hat dieser Club, um den es eh nie ruhig zugeht, auch den umstrittensten Sponsor der Liga. Schon bei der Bekanntgabe des Sponsorings, Ende 2006, wurde das Bild des sich selbst aufgebenden FC Schalke 04 gezeichnet, wurde das Engagement mit den Aufkäufen von Premier League Clubs verglichen und wurde geschrieben, dass die „russischen Milliardäre nun auch in der Bundesliga angekommen“ seien.

Um es klarzustellen: Mir ist Gazprom höchst unsympathisch. Eine Firma, die durch die enge Verbindung zum alles andere als demokratisch geführten, russischen Staat und ihr, auch durch Staatsinteressen gesteuertes, weltweites Handeln viel zu mächtig geworden ist. So mächtig, dass dies per se nicht gut ist, selbst wenn alle Vorwürfe um unrechtmäßiges Handeln jedweder Art falsch sind. Und Russland wird weiterhin nach mehr Macht streben, mit Gazprom als Instrument. Das Schalke 04 sein Image dafür gibt wiederstrebt mir zutiefst.

Dummerweise wirft sich die Welt den Mächtigen zu Füßen und nicht nur Schalke 04, auch Deutschlands Wirtschaft, seine Banken und erst recht seine Politiker sind um einen guten Draht gen Osten bemüht. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Schalke 04 durch das Gazprom-Sponsoring etwas von seiner Selbstständigkeit eingebüßt hätte. Deutsche Energiekonzerne und deutsche Politiker hingegen beförderten bisher eher die Abhängigkeit gegenüber russischem Gas, statt an mehr Unabhängigkeit zu arbeiten.

Zirka 40% des in Deutschland verbrauchten Gases stammt aus Russland. Vertrieben wird es durch die großen, deutschen Energiekonzerne EON Ruhrgas, RWE, Vattenfall und BASF/Wintershall, die ihrerseits langjährige Verträge mit Russland abgeschlossen haben. Noch in 20 Jahren werden diese Firmen russisches Gas zu einem an den Ölpreis gekoppelten Tarif abnehmen müssen. Ein freier Markt, Konkurrenz mit günstigerem Gas aus anderen Teilen der Welt bedeutet demnach eine ernste Gefahr für die deutschen Energiekonzerne, die dies den hiesigen Politikern bislang immer klarmachen konnten.

Durch die Unterversorgung von unbeteiligen Staaten währen des jüngsten Konflikts zwischen Russland und der Ukraine kommt Bewegung in die europäische Energiepolitik. Ob Gazprom dabei an Macht verliert oder erreichen kann, dass Europa die für Gazprom richtigen Transitstrecken für Gas nach Mitteleuropa fördert, wird man sehen.



Russlands Konflikt mit der Ukraine, die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas, die Gründe für das Handeln deutscher Energiekonzerne und der Politik, und nicht zuletzt die ernsthaften Probleme Gazproms mit der eigenen Infrastruktur wurden von Nadine Dietrich und Dani Parthum in der Folge „Gashahn zu! – Gashahn auf? – Warum Russland mit der Ukraine streitet“ der Bayern 2-Sendung „Nahaufnahme“ anschaulich dargestellt.

Hören:

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„Vizemeister gibt’s nicht“

Am 29. Dezember starb Rudi Michel. Er kommentierte die TV-Übertragung des WM-Endspiels 1982 zwischen Deutschland und Italien, und so kann ich mir sicher sein dass ich ihn erlebt habe, zwischen vielen Nachbarn, unter freiem Himmel, Herrn Rossi doof findend. Erinnerungen an diesen Kommentator habe ich aber nicht.

Er gehörte auch nicht zu den Rundfunkstimmen, die ich gerne anführe wenn ich von langen Nachmittagen vor dem Radio erzähle, die ich zu Zeiten, da die Sportschau lediglich 3 Zusammenfassungen bot und sich RTL noch mit Titten und Hütchenspiel zu etablieren versuchte, häufig erlebte.

Im Jahr 2000 war Rudi Michel neben Manni Breuckmann, Werner Hansch, Wolfgang Hempel und Doris Schiederig in der dreistündigen Sendung „Die Lange Nacht der Sportreporter“ zu Gast. Anlässlich seines Todes fasste der Deutschlandfunk diese Sendung nun mit Fokussierung auf Michels Diskussionsbeiträge zusammen.

Es ist sehr interessant, wie die Runde vor 9 Jahren die Entwicklung der Sportmedien sah. Es ist erstaunlich, mit welcher Zweifellosigkeit Rudi Michel seine Worte wie Grundsätze klingen lässt, und wie oft man ihm dabei zustimmen möchte. Und es ist schön, dass immer dann, wenn man selbst gerade doch mal Einspruch erheben will, Manni Breuckmann dies für einen übernimmt.

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