Artikel zum Schlagwort ‘SC Freiburg’

Schwach in Freiburg

Schalke verliert 1:2 beim Tabellenletzten in Freiburg. Schalkes Leistung war das Ergebnis vieler Ausfälle, einer langweiligen Offensive und einer Innenverteidigung, die einen schlechten Tag erwischte.

Joel Matip und Kyriakos Papadopoulos spielten schon häufig in der Innenverteidigung nebeneinander. Das funktionierte ziemlich gut, bis das Duo wegen Jermaine Jones’ Sperre auseinandergerissen werden musste. Gestern, eine Winterpause und sechs Bundesliga später, funktionierte es überhaupt nicht. Beide wirkten völlig verunsichert und spielten schlechte Pässe. Vor dem ersten Freiburger Tor verpasste Joel Matip gleich zwei Gelgenheiten, die Situation zu klären. Den Strafstoß zum zweiten Freiburger Tor wurde von Kyriakos Papadopoulos zwar unglücklich verursacht, trotzdem kam er in dieser Situation zu spät, wie häufig in diesem Spiel, ähnlich häufig war er überhaupt nicht zu sehen.

Schalkes Spiel nach vorne lief wie immer, und Freiburg hatte sich bestens darauf eingestellt. Bislang hielt ich es immer für Koketterie, wenn Huub Stevens in Pressekonferenzen sagte, dass er nichts zum Gegner sagen könne, dass er nur auf seine Mannschaft schauen würde. Langsam beginne ich, seine Worte für bare Münze zu nehmen. Seine Mannschaft wirkte jedenfalls ideenlos und pomadig. Sie spielte als hätte sie keine Ahnung, wie sie regelmäßiger als nur durch Zufall den Weg zum Tor zu finden könnte.

Immer wieder gerieten Schalker in Ballnähe in Unterzahl, immer wieder verlies man sich auf das Können einzelner. Aber Ciprian Marica ist schwächer als Klaas-Jan Huntelaar, Chinedu Obasi ist schwächer als Jefferson Farfán, Raúl und Julian Draxler spiele derzeit unter Normalform und Sergio Escudero machte zwar eigentlich ein ordentliches Spiel, Christian Fuchs ist dagegen aber stets in der Lage, mit einer präzisen Flanke oder einem Freistoß ein Spiel zu entscheiden. Wenn ein solch dicker Batzen an individueller Klasse wegbricht, bleibt von dieser Mannschaft wenig übrig. Dann ist ein Spiel gegen eine durchschnittliche Mannschaft wie den SC Freiburg plötzlich ein offener Schlagabtausch.

Diesen Schlagabtausch hätte Schalke gewinnen können. Gleich zu Beginn hatten die Blauen zwei sehr gute Chancen. Ciprian Marica in der 4. Minute, erneut er und kurz drauf Raúl in der 6. Minute. Wäre der Ball einmal drin gewesen, dieses Spiel wäre dann vielleicht ein entspanntes geworden. Am Ende traf Lewis Holtby noch den Pfosten, mit etwas Glück hätte man zumindest einen Punkt gerettet. So aber gewann Freiburg diesen Schlagabtausch. Mit großem Aufwand wurde Schalke unter Druck gesetzt, Zweikämpfe und Laufduelle wurden gewonnen, respektlos wurden die vermeintlichen Stars des FC Schalke 04 genervt. Freiburg hatte Lust daran, Schalke die Lust zu nehmen und wurde von der realen Aussicht auf Erfolg angestachelt. Am Ende war der Sieg für Freiburg verdient.

Schalke bleibt vierter. Das mittlerweile erklärte Saisonziel – der dritte Platz – bleibt dank Gladbachs Niederlage in Nürnberg in Sichtweite. Allerdings schließt Leverkusen von hinten langsam aber sicher auf. Auf vier Punkte plus Torverhältnis ist der Vorsprung zusammengeschrumpft, und in der derzeitigen Verfassung ist es für Schalke gegen jeden Gegner schwer. Trotzdem braucht es Donnerstag in Enschede und Sonntag gegen Hamburg wieder bessere Ergebnisse. „Egal wie“ möchte man sagen. Aber mit besserem Fußball sind die Chancen nun mal deutlich größer.

Die Trainer seit Schaaf

Otto Rehhagel ist neuer Trainer bei Hertha BSC. Sein letzter Bundesligajob liegt schon einen Weile zurück, von 1996 bis 2001 trainierte er den 1. FC Kaiserslautern. In diese Zeit fiel es, dass in „seinem Club“, dem SV Werder Bremen, nach vier Jahren des Orientierungslosigkeit, Thomas Schaaf den Trainerposten übernahm.

Am 11.05.1999 saß Schaaf erstmals als Cheftrainer auf der Bremer Bank. Er gewann 1:0, gegen Schalke 04, gegen Huub Stevens. Außer Huub Stevens sah Schalkes Trainerbank seitdem 11 andere Verantwortliche. Seit Schaaf in Bremen das Sagen hat, warteten 30 andere Bundesligaclubs mit insgesamt 192 Trainern auf.

Für Hertha ist Otto Rehhagel nun der 13. Verantwortliche in 13 Jahren Erstligazugehörigkeit seit Schaaf. Der HSV kam in 14 Spielzeiten auch auf 13 Trainer seit Schaaf. Leverkusen mag weniger als „heißes Pflaster“ gelten, trotzdem waren es auch da 10 Trainer in 14 Jahren seit Schaaf. In Gladbach waren es 11 Trainer in 11 Jahren erste Liga seit Schaaf, und Köln kommt sogar in nur 9 Erstligajahren auf 12 verschiedene Gesichter auf der Trainerbank, seit Schaaf.

Thomas Schaaf wird Otto Rehhagels Amtszeit in Bremen überdauern. Bis dahin wird die Liste noch länger werden, aber auch bis heute ist sie schon imposant. Alle Erstligatrainer, seit Thomas Schaaf:







Foto: Bejamin Radzun

Von Uijuijui nach Hui

FC Schalke 04 - SC Freiburg 4:2 .. Von Uijuijui nach Hui

Trotz gruseliger Defensivleistung schlägt Schalke den SC Freiburg mit 4:2 und trägt dazu bei, das Umfeld des Clubs in der schwierigen, cheftrainerlosen Phase so gut als möglich zu beruhigen. Ein Spiel, in dem es von allem etwas zu sehen gab und nachdem sich Freiburg-Fans vermutlich ein Bein abhacken möchten.

Neben individuellen Fehlern und schlechter Defensive bot Schalke am Samstag zum Glück auch Einsatzbereitschaft, Tempo und ein bisschen Kunst – in dieser Reihenfolge. Doch bevor man hoffen durfte war erstmal Grauen angesagt.

Ralf Fährmann fehlte der Überblick, als er kurz nach Anpfiff einen unfreundlichen Rückpass Matips weder weit, noch platziert weg schlug. Das daraus resultierende Tor schockierte Schalke. Es folgten ungefähr 20 wirklich Angst machende Minuten. Die Blauen wirkten völlig verunsichert, das Passspiel funktionierte nicht, alles war langsam, als trügen die Spieler eine Zentnerlast mit sich herum. Man kann sich eine schwierige psychische Situation auch einreden, aber so kurz nach Rangnicks Rücktritt, nach dem frühen Rückstand und bei Beobachtung solchen Chaos’ auf dem Platz lag der Gedanke nah.

Doch zum Glück kam es anders. Zum Glück nutze Freiburg beste Chancen nicht. Auch weil 1:1-Duelle zu den Stärken Ralf Fährmanns gehören. Und weil sich die Blauen tatsächlich – auch wenn es nach abgedroschener Phrase klingt – in dieses Spiel hineinkämpften.
Zunächst war alles unkoordiniert und man suchte schlicht aus allen Lagen den Abschluss. Dann folgte der Ausgleich, die Halbzeit, und in der zweiten Hälfte sah das Offensivspiel deutlich strukturierter aus.

Plötzlich funktionierten Uchida und Farfán im Doppelpack als flinkes Duo auf der rechten Seite. Farfán kam in 1:1-Situationen die er zu gewinnen pflegt und Uchida konnte plötzlich wieder flanken. Im Mittelfeld lief der Ball besser, In der zentrale agierten Holtby und Raúl zielstrebiger. Nur der für Peer Kluge eingewechselte José Manuel Jurado fiel ab, links fand Fuchs selten einen Spielpartner.
Defensiv blieb die Leistung freilich arg anstrengend. Freiburg hätte gut und gerne 5 Tore erzielen können. Sie durchspielten Schalkes zentrales Defensivzentrum ein ums andere Mal, standen 5 Mal im Abseits und hatten trotzdem regelmäßig Großchancen. Kyriakos Papadopoulos hat derzeit eine ganz schwache Phase. Er ist 19, da kommt so was vor. Gefährlich ist’s trotzdem, vor allem wenn die Kollegen um ihn herum ebenfalls wackelig agieren.

Gegen Freiburg ging es gut. Der Doppelschlag durch Huntelaar und Holtby zog Freiburg den Zahn. Uchida flankte schön auf des Niederländers Kopf. Holtbys Tor war das Ergebnis Farfáns Solo. Das war schön, danach kam die Kunst.

José Manuel Jurados Lupfer als Zuspiel auf Raúl war etwas für die ganz große Bühne. Nicht nur der Technik, auch der Übersicht in dieser Situation wegen. Trotzdem war die Leistung Jurados insgesamt wieder kritikwürdig. Er spielt so, wie es arge Kritiker nach der Verpflichtung Raúls von einem alternden Star befürchteten: Wenig Bewegung, ohne Biss, ein Kunststückchen hier und da. Nun rackert der 34-Jährige Weltstar jede Woche als ginge es um die Karriere und der 25-Jährige Jurado agiert meist wie in einem Benefizspiel.

Neben 3 Punkten bringt der Sieg vor allem etwas Ruhe. Die Medienberichte werden sich auf Spekulationen um mögliche Trainer beschränken. Nach sieben Spieltagen steht Schalke auf Platz 5, punktgleich mit Platz 4. Das ist eine gute Basis. Wohin die Zukunft führt, dazu muss Horst Heldt nun die Weichen stellen.



PS: Wir haben uns weder nach, noch vor dem Spiel ausgetauscht, wir haben auch keine gemeinsame Schreibwerkstatt. Trotzdem veröffentlichte Matthias in der Weide in der gleichen Minuten einen „Zwillingsbeitrag“.

Ostern

Papa, will Manuel Neuer weg oder muss er weg?

Ein knappes „Oh“ war die Reaktion meines Sohnes, nachdem ich seine Frage beantwortet hatte. Neben ihm war ich in diesem Moment enttäuschter, als ich es alleine, zuvor, in der ganzen Zeit des Neuer’schen Wechselpalavers, je war.

Nun ist Ostern aber gerade das Fest des ewigen Neuanfangs, der Erkenntnis, dass es sich stets lohnt, auf ein Danach zu hoffen. Auch mein Sohn fängt stets neu an zu mögen. Kuranyi war früher. Asamoah ist in der Sportschau nur noch ab und an. Neuer hängt als Poster noch an der Wand, Farfán auch. Jetzt steht aber gerade Raúl ganz hoch im Kurs.

Dabei schätzt mein Sohn offenbar weniger Raúls Zauberfuß als viel mehr dessen unermüdlichen Einsatz. Kuranyi ließ er einst noch malerisch gegen Hannover 96 ein Tor mit der Hacke erzielen – das Bild hängt bei mir im Büro – Raúl stellt er hingegen mit wilden Haaren dar, und mit nassem Gesicht („das Blaue, Papa, weil der immer so schwitzt“).




SsdnN

Ron-Robert Zieler von Hannover 96 und Oliver Baumann vom SC Freiburg könnten in den Kandidatenkreis der Neuer-Nachfolgerschaft geraten. Weil ich in der Regel nur die Schalke-Spiele über 90 Minuten schaue und mir keine Urteile auf Grund von Sportschau-Zusammenschnitten bilden mag, stand ich bis dato ziemlich nackt da wenn mich jemand fragte, wen ich in der kommenden Saison gerne auf Schalke im Tor sehen möchte. Gestern nutze ich die Gelegenheit und schaute mir mit der Partie Freiburg-Hannover gleich zwei junge Torhüter an. Bei Twitter nannte ich das großspurig und RTLlike „SsdnN“ (Schalker suchen den neuen Neuer).

Für Baumann lief es nicht gut, Zieler lieferte hingegen eine starke Leistung ab. Ähnlich wie Manuel Neuer positionierte er sich häufig als letzter Verteidiger. Der Ball am Fuß war bei ihm sicher, allerdings wusste er nicht allzu viel damit anzufangen, er initiierte nicht. Dafür waren Reaktion, Stellungsspiel und Lufthoheit sehr stark. Nur ein Spiel, sicher, aber dieses Casting hat er deutlich gewonnen.



Einwechselspieler-Raten

Karfreitag ist es still. Deshalb ohne viel Brimborium zu einem Spiel, dessen spannendste Frage lediglich aus der Reaktion des Publikums gegenüber Manuel Neuer besteht …

Escudero
Jurado
Karimi

Hier geht’s Dienstag weiter. Ich wünschen nur den Schalkern unter uns einen Sieg, ansonsten aber allen Lesern und Fans jeder Couleur frohe Feiertage! Danke fürs mitmachen.



Was ist Einwechelspieler-Raten?
Tippabgabe bis Samstag, 14:30 Uhr. Bitte die drei Spielernamen im Kommentarfeld als erstes und untereinander notieren. Das macht mir die Erfassung erheblich einfacher. Für „echte Kommentare“ unter den getippten Namen bin ich wie immer dankbar.

12 Ecken, ein Tor, keine Chance für Cissé

Würde in der Bundesliga die alte Hinterhoffußballregel „3 Ecken, ein Elfer“ gelten, Schalke hätte dieses Heimspiel gegen den SC Freiburg 5:0 gewonnen. So musste man fast eine ganze Halbzeit auf den Abpfiff warten, weil der zweite Treffer nicht gelang. Schalke gewann nur 1:0, aber trotzdem verdient.

Freiburg bot in der ersten Halbzeit eine hervorragende Defensivleistung. Sobald ein Blauer in Freiburgs Hälfte den Ball annahm, klebte der erste Freiburger schon an ihm und der zweite eilte zu Hilfe. Da braucht es schnelle und sichere Kurzpässe, um sich Raum zu erarbeiten. Schalke tut sich damit schwer, weil oft die Präzision fehlt und weil häufig die Wege zwischen den agierenden Spielern zu lang sind. Auch in diesem Spiel.

Auf der anderen Seite agierte auch Schalke defensive stark. Freiburg ist gut darin Cissé in Position zu bringen, 15 Tore in 20 Einsätzen sind der Beweis. Samstag überwand Freiburg einige Male Schalkes vorletzte Abwehrreihe mit gezielten Steilpässen auf eben diesen Papis Demba Cissé, Szenen, in denen es für Blau-Weiße Fans einen kräftigen Adrenalinschub gab. Den letzten Zweikampf gewann dann aber doch Schalke, meistens durch Benni Höwedes. Manuel Neuer bekam in diesem Spiel bemerkenswert wenig zu tun.

Entsprechend wenige Torraumszenen gab es in der ersten Hälfte. Kurz nach der Pause dann das Tor: Jurado gewinnt den Ball an der linken Seitenauslinie. Pass auf Raúl, Annahme, Drehung, Pass auf Farfan, Annahme, kurzer Sprint, Schuss, Tor. Diese Szene, in der in 3 Sekunden 50 Meter überbrückt wurden, kann als Beispiel gelten, wie man eine eng stehende Verteidigung aushebelt. Sie erinnert aber auch daran, dass es eben die Kombination aus den drei bestens Technikern im Schalker Trikot braucht, um Tempo und Präzision zusammenzubringen.

Ab diesem Tor wurde es für Schalke deutlich einfacher. Freiburg wollte offensiver werden und öffnete das eigene Stellungsspiel. Die Pässe blieben aber reihenweise im Schalker Mittelfeld hängen und den Freiburgern fehlte immer öfter die Kraft, sich rechtzeitig wieder zurückzuziehen. Schalke hatte mehr Platz, mehr Zeit und den Willen, das zweite Tor zu machen. Chancen gab es genug. In einigen Szenen war es auch Pech, dass es nicht gelang.

Peer Kluge war der Dreh- und Angelpunkt im Schalker Spiel. Jurado, diesmal auffällig lauffreudig, war in früheren Spielen zumeist hin und hergerissen zwischen 10er-Positon und Seitenlinie. Gegen Freiburg blieb er viel öfter auf der Außenbahn, während Kluge aus der defensiven in eine offensive Mittelfeldpositon nachrückte. In diesem Fall übernahm „Kofi“ Annan die defensive Absicherung alleine, was er gut erledigte. Überhaupt machte Annan in diesem ersten Heimspiel einen guten Eindruck. Einen aufregenden Fehlpass leistete er sich, als er in der Vorwärtsbewegung den Ball sehr lässig zum falschen Mann schob, was zum Glück von der Innenverteidigung ausgebügelt werden konnte.
Annan und der „offensive Kluge“ machten das Spiel interessant. Mario Gavranovic ist auf dem besten Weg, mit viel Einsatz und Talent Klaas Jan Huntelaar den Stammplatz neben Raúl streitig zu machen. Aktuell schützt Huntelaar nur der Name und das Wissen um Geleistetes vor der Bank.

Schalke war über 90 Minuten engagiert und nie mit der 1:0 Führung zufrieden. Wieso aus 12 Ecken kaum eine gefährliche Situation entsteht, bleibt weiter eine ärgerliche Frage. Ansonsten ist Bewegung auf Schalke. Das macht Mut.

Är-ger-lich!

Nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit eines Kampfspiels hätte Schalke 04 den Sieg verdient gehabt. Es blieb beim 0:0, darüber kann man sich ärgern, fluchen, man kann auf die Schiedsrichter schimpfen oder sich wie Rumpelstielzchen in der Mitte zerreißen. Man muss es trotzdem nehmen wie es ist.

Ja, die erste Hälfte gehörte dem SC Freiburg. Sie waren in fast allem besser. Schneller, aggressiver, sie spielten mit der nötigen Leidenschaft. Aber auch wenn es Drangphasen gab, auch wenn man zwischendurch den Eindruck hatte, dass Freiburg gleich zu seinem Tor kommen würde: Wirklich gute Chancen erarbeite sich Freiburg nicht, am Strafraum war’s in der Regel vorbei mit Sturm und Drang. Und so stand es nach je einem Pfostentreffer für jedes Team zur Halbzeit 0:0.

Die zweite Hälfte gehörte dann dem FC Schalke 04. Freiburg wurde der Schneid abgekauft, oder Freiburg hatte keine Kraft mehr, oder ein Mischung aus beidem. Jedenfalls waren nun die Schalker meist den entscheidenden Schritt schneller und bestimmten das Spiel.
Und Schalke hatte auch Chancen. Nicht nur Bordons Tor, dass ich als rechtmäßig auch erst in der Wiederholung erkannt haben. Kuranyi, Farfan, Höwedes; mehrere Male gab es eben nur den Ansatz von Jubel, bis der Schlusspfiff dem Hoffen ein Ende setzte.

Spielerisch war es von beiden Mannschaften eine schwache Partie. Weil Jefferson Farfan zunächst auf der Bank saß, klaffte rechts eine riesige Lücke. Ob Baumjohann dort hätte hineinstoßen sollen, ob Moritz oder Rafinha den rechten Flügel hätte beackern sollen: Geklappt hat es nicht. Kevin Kuranyi lief über das ganze Feld, kämpfte und holte Bälle, war aber häufig genau dann nicht in der Mitte zu finden, wenn der Ball doch mal dorthin kam.
Mit Farfan war in der zweiten Halbzeit die Aufteilung besser, trotzdem lief der Ball nicht gut, war alles zu ungenau. Also musste erarbeitet werden was zu erspielen nicht gelang. Was ja nicht schlimm ist. Was nur eben auch nicht zum Tor führte.

Zwei verlorene Punkte, wie schon gegen Bochum. Und wieder fällt Schalke auf den Schnitt von 2 Punkten pro Spiel zurück. Jammern auf hohem Niveau.

Pressekonferenz zum Spiel gegen den SC Freiburg

Felix Magath wirkt gelöst und spricht erstaunlich offensiv davon, in Freiburg gewinnen zu wollen, um sich die verloren Punkte aus dem Hinspiel „zurückzuholen“. Außerdem erklärt er sich zu der Entscheidung, Lewis Holtby nach Bochum auszuleihen, ohne dass man danach wirlich schlauer wäre als zuvor. Achja, und Farfan hat abends schon wieder mittrainiert, wird also voraussichtlich in Freiburg dabei sein können.