Artikel zum Schlagwort ‘SC Freiburg’

Verdient verloren

Verloren. Ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger. Ärgerlich, aber nun gut. Das schlimmste an diesem Spiel war aber, dass die zweite Halbzeit so sehr an die letzten zwei Jahre erinnerte. Und die erste Hälfte war auch ein komisches Ding.

Eigentlich standen die gleichen Spieler auf dem Platz wie im Heimspiel gegen den VfL Bochum. Und doch ergaben sich merkwürdige Raumaufteilungen. Ivan Rakitic klebte nahezu an der linken Seitenlinie. Ob es an seiner katastrophalen Tagesform lag oder gewollt war, jedenfalls zog er so gut wie nie in die Mitte. Jefferson Farfan blieb ebenfalls meistens weit außen. Und Heiko Westermann war bemüht, den leeren Raum hinter Kevin Kuranyi auszufüllen. Was ihm nicht gelang, weil er zum einen einfach kein Offensivspieler ist, und weil er zum anderen in dieser Saison einfach noch nicht zu sich gefunden hat. Was die Form angeht war in den bisherigen Spielen wohl nur Ivan Rakitic noch schlechter drauf.

Und während sich Schalke suchte und nicht fand, legte der SC Freiburg eine prima Raumaufteilung auf den Rasen. Sie hatten eine Idee, wie sie ihre Stürmer einsetzten wollten, und sie wussten was sie taten, wenn Schalke in Ballbesitz war. Auch wenn das Tor nicht erspielt war, sondern aus einem krassen Fehler Benni Höwedes’ resultierte, die Führung zur Halbzeit war nicht unverdient.

Tja, und was in der zweiten Halbzeit folgte kannten wir aus vielen der 34 Heimspiele der letzten zwei Jahre. Mit der 1:0 Führung im Rücken zog sich der Gegner weit zurück und konnte darauf bauen, dass es Schalke an der nötigen Kreativität fehlt, um einen solchen Riegel zu knacken. So war es unter Klinsmann sogar den Bayern recht, Samstag war es Freiburg billig.
Kombinationsspiel fand kaum noch statt. Es fehlte an Tempo, um die wenigen sich bietenden Räume zu nutzen. Und mit der Zeit wurden die Aktionen immer verzweifelter, wurden aus dem Halbfeld hohe Bälle in die Mitte gepöhlt, in der Hoffnung Kuranyis Kopf zu treffen. Man traf ihn aber nicht.

Die Sache mit Rafinha drückte aufs Gemüt. Ich würde aber nicht soweit gehen wie Zatopek, und dieser Geschichte einen Einfluss auf das Spielgeschehen zusprechen. Ein doch außergewöhnlicher Vorfall passt nicht zu einer leider sehr gewöhnlichen Schalker Schlechtleistung. Und wo wir gerade bei Schlechtleistungen sind: In 14 Tagen geht’s nach Köln. Da gäbe es auch einiges gutzumachen.

Die Anderen hören, mich lesen

Guten Morgen!
Samstag, Fußball, Schalker Heimspiel gegen Freiburg.

Gibt’s ein Blog zum SC Freiburg? Gibt’s ein Forum? Was ist ein Blog?
Tatsächlich bietet die offizielle Seite des SC Freiburg kein Forum, aber es gibt eine andere interessante Seite, eine – Zitat – „unabhängige Fanseite über den SC Freiburg“, nämlich http://scfreiburg1904.de.
Es ist kein Blog aber es bietet ein Forum, und auch was die Quantität und Qualität der Texte angeht ist diese Seite der offiziellen Clubseite überlegen. Paul, einer der Betreiber dieser Seite schrieb mich letzte Woche an, ob ich zu einem Kurzinterview zur Verfügung stehen würde. Gerne mache ich sowas, also gibt es heute ein bisschen was von meiner Meinung zu den Dingen ebendort zu lesen.

Frischen Hörstoff produzieren seit neustem einige Bloggerkollegen.
Der werte Probek, Bayern-Fan aber trotzdem erfrischend in Ordnung, kam auf die Idee, schuf ein Forum und ist bis heute eine treibende Kraft. Als erklärter Podcast-Fan fühlte ich mich auch angesprochen, habe mich im Forum gelegentlich beteiligt, musste aber feststellen, dass mein Zeitkontingent für solcherlei Dinge mit dem Schreiben fürs Königsblog weitestgehend erschöpft ist. Leider kam ich kaum noch nach, die Diskussionen um die Entwicklung dieses Podcasts zu verfolgen, geschweige denn mich weiter einzubringen. Was ich wirklich bedauere.

Mittlerweile gibt’s das dritte Hörstück. Weiter eine „Testausgabe“ wie Probek es nennt, aufbereitet und geschnitten von dogfood aber auch für Non-Freaks sehr hörbar. Und weiterhin unter dem unsäglichen Namen „Ballpod“. Aber auf die Inhalte kommt es an.


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(58:02 Min)
mp3-Datei

“Wir sind” bekloppt!

Irgendwann mischte Volker Finke mit seinen “Breisgau Brasilianern” die erste Liga auf. Als sich die anderen Bundesligisten endlich genug vom überlegenen Freiburger Spiel abgeschaut hatten, setzten sich wieder die grundsätzlich besseren Spieler der reicheren Vereine durch. Freiburg hatte seinen Platz in der Geschichte des deutschen Fußballs, war aber fortan wieder ein normaler, kleiner Verein.

Was die Fans und die Führung des SC Freiburg seitdem aufführen gehört zu dem Skurilsten, das es bislang in solchen Höhen des deutschen Profifußballs gab:

“Finke raus!” – Finke will nicht – “Finke raus!” – Finke willigt ein darf aber seinen Nachfolger mitbestimmen – Regionaligatrainer Dutt wird zum Nachfolger bestimmt – die “saubere Abwicklung” wird allenthalben gepriesen – Freiburg beginnt unter Finke zu gewinnen – “Finke muss bleiben!” – einige Vorständler schiessen gegen den plötzlich wieder beliebteren Trainer – Spieler kündigen Ihren Wechsel für den Fall Finkes Abgang an – eine Faninitiative “Wir sind Finke!” wird gegründet …

Als wäre das Geeiere nicht übel genug, nimmt die Sache nun nochmal an Fahrt auf:
Die Faninitiative hat nach eigenen Angaben bald genug Unterschriften gesammelt, um eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um dort ein Votum für den Verbleib Finkes abzugeben.
Währenddessen hat sich eine Gegeninitiative “Wir sind SC Feiburg!” gegründet, um Finke, wie beschlossen, loszuwerden.

Dutts noch nicht angetretenen Arbeitsplatz wackelt schon wieder, denn plötzlich gibt es Berichte, dass der eigentlich mit Finke rausgeschmissene Co-Trainer Achim Sarstedt als Finke-Erbe eingesetzt werden könnte. Ausserdem wird mittlerweile auch über eine Ablösung des Präsidenten Achim Stocker spekuliert …

Ein Ende des Hickhacks ist nicht abzusehen.
Wann beginnt eigentlich genau die nächste Zweitligasaison?

 

Wie nachgetreten.com die Sache sieht (klicken)

(Quellen: Stuttgarter Nachrichten, SWR)