Die beste Abwehr der Liga
Stichwörter: Schalke 04, VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart ist ein Spitzenteam der Bundesliga. Ein Spitzenteam zeichnet sich vor allem durch die individuelle Klasse der einzelnen Spieler aus. Kreativität und gute Technik bei hohem Tempo sind deren Merkmale, sind das, was den Unterschied macht. Ein Unterschied, der immer dann zum tragen kommt, wenn die Grundsätzlichkeiten – Einsatzbereitschaft und eine gute Organisation – von beiden Teams geleistet werden. Das Schalke gegen Stuttgart gewonnen hat, lag vor allem an der individuellen Klasse des Manuel Neuer.
Schalkes Defensive ist hochgelobt, durchaus auch zu Recht. Und weil sich Stuttgart auch zu organisieren weiß, fand das Spiel in der ersten Halbzeit vor allem im Raum bis 30 Meter vor den Toren statt. Man schenkte sich nichts, vor allem keine Chancen. Doch dann ging es plötzlich blitzschnell, innerhalb von Minuten kam Stuttgart zu besten Gelegenheiten. Mal Hleb, mal Cacau, Körpertäuschung, Absatzkick, schon standen Pogrebnyak und Kuzmanovic völlig frei vor dem Schalker Tor. Und scheiterten.
Dass der Bundestrainer René Adler zur Nummer 1 erklärte ist mir egal, ebenso die kicker-Bewertungen, bei denen Torhüter, die nicht mindestens fünfmal quer in der Luft liegen, grundsätzlich die Basisnote 3 erhalten. Ich sehe Manuel Neuer einmal wöchentlich über 90 Minuten und er lässt mir immer wieder den Mund offen stehen. Seine Stärke in 1:1 Situationen beeindruckt nicht nur mich sondern offensichtlich auch die gegnerischen Stürmer. Mindestens ebenso beeindruckend ist, in wie vielen Situationen es zu keinen Chance kommt, weil Neuer als letzter Mann, als 11. Feldspieler und nicht nur als Torwart zu agieren weiß. Er ist eine sichere Anspielstation für unter Druck geratene Verteidiger und ein aufmerksamer Verteidiger, der die Angriffszone des Gegners in offenen Spielsituationen um 16 bis 20 Meter verkürzt. Ja, Schalke hat die beste Abwehr der Liga, und Schalkes stellvertretender Kapitän ist dabei der wichtigste Spieler.
Dem 0:0 zur Halbzeit folgte eine aufregende und wohl für jedermann unterhaltsame zweite Hälfte. Jetzt ging es hin und her. Jetzt kam offen zum Ausdruck, dass beide Trainer dieses Spiel gewinnen wollten. Magaths Wechsel, Baumjohann für Matip und Edu für Farfán, waren erfolgreich, nicht nur wegen Edus Abstaubererfolg. Farfán fehlte in der ersten Hälfte weitestgehend die Bindung. Edu brachte mehr Körperkraft ins Spiel, außerdem verliert er nur sehr wenige Bälle. Alexander Baumjohann war der richtige Spieler, um im Mittelfeld gegen aufgerückte Stuttgarter den Raum zu nutzen, weil er Pässe sehr viel präziser spielt als Ivan Rakitic. Rakitic hingegen konnte im defensiven Mittelfeld erneut überzeugen.
Das erste Spiel der „Wochen der Wahrheit“ hat Schalke also erfolgreich hinter sich gebracht. Innerhalb der nächsten 20 Tage folgen weitere 4 Spiele gegen Top-Mannschaften. Wir sollten jedes einzelne genießen, in spätestens 62 Tagen ist diese tolle Saison schon vorbei!
Auch gegen Stuttgart nur zu elft
Stichwörter: Einwechselspieler-Raten, Schalke 04
„Außer den Langzeitverletzten haben wir keine weiteren Ausfälle zu beklagen“
… sagt Felix Magath. Jefferson Farfán und Marcelo Bordon wollen wieder spielen. Kapitän Heiko Westermann will drin bleiben. Vicente Sánchez könnte, wenn er dürfte. Über Baumjohann haben wir schon Anfang der Woche ausführlicher nachgedacht.
Muss Heiko Westermann für Bordon Platz machen? Wenn ja, wo wird er dann eingesetzt, links hinten? Als 6er? Oder muss sich gar Benny Höwedes umorientieren, obwohl er doch in den letzten Wochen der eigentliche Held der Schalker Innenverteidigung war?
Kann man die Formation aus dem Spiel gegen Frankfurt, mit 2 Stürmern und Mittelfeldraute, als erfolgreich betrachten? „4 Tore“ mag mancher rufen. Aber die ersten beiden fielen nach Ecken und die letzten beiden aus klassischen Kontersituationen, als Frankfurt mittlerweile sehr weit aufrücken musste, als viel Platz zur Verfügung stand. Aus dem Spiel heraus hat Schalke gegen Frankfurt kaum Chancen kreieren können.
Also wieder mit Außenstürmern? Aber Sánchez war zuletzt schwach!?
Vieles ist denkbar. Allerdings glaube ich an keine allzu offensive Startformation, ich denke dass Magaths Respekt vor der Form des VfB dies verbietet. Ich tippe auf die Einwechselspieler …
… Baumjohann
… Matip
und Morávek.
Und Du?
[Einwechselspieler-Raten: Ein ausschließlich der Ehre halber zu treibender Zeitvertreib, bei dem jeder mitmachen kann, der bis eine Stunde vor Anpfiff die Namen der zu erwartenden Schalker Einwechselspieler in einem Kommentar hinterlässt. Sollte der Initiator dieses Spielchens mit seinen getätigten Aussagen falsch liegen, tritt er trotzdem nicht zurück. Der Gebrauch von Insiderinformationen oder Bestechungsgeldern darf von Dritten nicht nachgewiesen werden können. Die Tippabgabe unter Einfluss von Dopingmitteln ist offiziell verboten, es besteht ein Stillschweigegebot. Bewusstseins- erweiternde Drogen gibt es nicht, irgendwas bleibt immer auf der Strecke¹. Meinetwegen kann aber jeder auf der Strecke lassen was er will, solange es sich nicht negativ auf den Kommentareintrag auswirkt. Zuwiderhandlungen führen zum Ausschluss. Akteneinsicht wird grundsätzlich nicht gewährt.]
Halils Schnitt
Stichwörter: Eintracht Frankfurt, Schalke 04
Für Schalke: 96 Bundesligaeinsätze, 16 Tore. 0,17 Tore pro Einsatz.
Für Eintracht: 6 Bundesligaeinsätze, 1 Tor. 0,17 Tore pro Einsatz.
Einwechselspieler Baumjohann
Stichwörter: Einwechselspieler-Raten, Schalke 04
Die Rückrunde ist acht Spieltage alt. An sieben stand Alexander Baumjohann für Schalke auf dem Platz, allerdings nur einmal in der Startformation. Sechsmal wurde er eingewechselt, mittlerweile ist er eine sichere Bank für unser Einwechselspieler-Raten-Spielchen. Dabei gab es diesmal erneut 3 „Magath-Into-The-Brain-Kucker“: DerRiese und icarium – schon seit 6 Runden dabei – legten ihre ersten 3er hin, Julian gar seinen zweiten 3er in Folge. Herzlichen Glückwunsch den Dreien!
Alexander Baumjohann hat dabei sicher wenig Spaß. In Frankfurt war Jefferson Farfan nicht dabei. Magath entschied sich auf Außenstürmer zu verzichten, stellte Kuranyi und Edu in die Spitze, dahinter einen „10er“, zwei Halbpositionen und einen „6er“, man mag es Magaths Lieblingsraute nennen. Richtiger kann eine Formation für Alexander Baumjohann nicht daherkommen. Felix Magath brachte trotzdem wieder Ivan Rakitic.
Rakitic’ neu gewonnene Stärke hat sich Baumjohann in den Weg gestellt. Ivan Rakitic hat sich zu einem sehr zuverlässigen Teil des Mittelfeld-Granitblocks entwickelt und zusätzlich zuletzt in der Offensive gute Szenen gehabt. Mag sein, dass Alexander Baumjohann für das Ausspielen schneller Angriffe der bessere 10er ist. Aber für Schalke gilt seit Beginn der Saison der alte Beamtengrundsatz „Sicherheit vor Schnelligkeit“, mit Erfolg als Argument.
Auch Christoph Moritz steht derzeit hinten an. Peer Kluge wurde bewusst wegen seiner 180-Bundesligaspiele Erfahrung geholt, Joel Matip wirkt am Ball beeidruckend elegant und ist dennoch konsequent in den Zweikämpfen. Zum nunmehr dritten Mal in Folge wählte Felix Magath Alexander Baumjohann und Christoph Moritz als Einwechselspieler. Ehrlich gesagt, hätte er bereits die ganze Saison so konstant gewechselt, unser Spielchen hätte es wohl nie gegeben. Hier die ESR-Ergebnistabelle des Spieltags 25/47:

In Frankfurt gewonnen: Noch nichts erreicht
Stichwörter: Eintracht Frankfurt, Schalke 04
Mit Zweifel durchzogene Erwartung. Frühe Erleichterung. Wiederkehrende Sorge. Erlösung. Ein Spiel, das mit einem guten Schiedsrichter deutlich mehr Spaß hätte machen können.
Ich begegne einem Spiel des FC Schalke 04 nie sorgenlos. Nicht dass ich nicht optimistisch sein könnte. Aber ein „Die hau’n wir weg“-Gefühl kenne ich nicht, egal wie die Tabelle ausschaut und wer der Gegner ist. Mein Trost ist, dass es in der Bundesliga derzeit wohl auch keinen anderen Club gibt, der Schalke auf die leichte Schulter nimmt.
Zwei Tore in den ersten 15 Minuten für die Blauen: Das gab es in dieser Saison noch nicht. Da lehnt man sich zurück und seufzt zufrieden. Man ahnt das es so nicht weitergehen würde, hofft es trotzdem, verzeiht der Mannschaft wenn sie einen Gang zurückschaltet, erwartet aber Souveränität.
Ab und zu sehe ich sie nicht, diese Souveränität. Dann sehe ich Heiko Westermann storchenähnlich übers Grün schreiten oder Zambrano ungestüm agieren. Aber dann geht es gut aus, der Kommentator sagt was von bester Abwehr weil Schalke die wenigsten Gegentreffer kassiert hat, und die, die um mich herum sind, sehen in mir einen Frevler. Als der Ball dann aber in der zweiten Hälfte durch die Reihe flipperte, ein Pressschlag dummerweise zum falschen Spieler kam, es nurnoch 2:1 stand und Schalke eine ganze Weile brauchte, wieder die Ordnung zu finden, gab es um mich herum plötzlich mehrere sorgenvolle Gesichter.
Magaths Wechsel kam zum richtigen Zeitpunkt. Carlos Zambrano hatte sich aufgerieben, wirkte ausgepumpt, nachdem Frankfurt in ihm offenbar einen Schwachpunkt ausgemacht hatte und immer wieder über links angriff. Mit Rafinhas Seitenwechsel, dem Rückzug von Lukas Schmitz auf die Linksverteidigerposition und den Rückzug von Ivan Rakitic gewann Schalke wieder an Stabilität. Mit Rakitic’ Tor, von Kuranyi und vor allem Edu herrlich herausgespielt, war das Spiel endgültig gewonnen. Kuranyis Tor, ebenfalls nach tollem Zuspiel, diesmal von Christoph Moritz – ob nun einen Millimeter Abseits oder nicht – setzte einen angenehmen Schlusspunkt.
Es bleibt ein schönes Gefühl. Schönere 90 Minuten hätte man erleben können, hätte Schiedsrichter Guido Winkmann nicht jeglichen Spielfluss zerpfiffen. Zupfer: Pfiff. Ein langer Arm: Pfiff. Zweikampf verloren? Unterschenkel nach hinten klappen und die Chancen auf einen Pfiff standen nicht schlecht. Die Spieler merkten das schnell und nutzen es aus. Fürchterlich.
Eigentlich war es ein Spiel ohne grobe Härten. In der 54. Minute erwischte Zambrano einen Gegner mit der Hand im Gesicht. Zu ungestüm, der „Stiff Arm“ sollte wohl eher die Brust treffen. Eine berechtigte Gelbe Karte und die härteste Szene des Spiels. Trotzdem pfiff Schiedsrichter Winkmann 53 mal! Dreiundfünfzig Foul-Pfiffe in 90 Minuten Spielzeit, dazu 9 Ecken und ungezählte Einwürfe, da bleibt nicht viel Zeit für Fußball. In den anderen 8 Partien des Spieltags gab es durchschnittlich 34 Unterbrechungen durch den Schiedsrichter. Es war erst das zweite Spiel des FC Schalke 04 unter Winkmanns Leitung, das erste liegt bereits anderthalb Jahre zurück. Ich hoffe es dauert mindestens wieder so lange bis zum nächsten Aufeinandertreffen.
Jetzt ist Schalke dank Leverkusens Niederlage tatsächlich Zweiter und schon wird ein Vergleich mit dem VfL Wolfsburg der vergangenen Saison gezogen. Das ist allemal schöner als müsse man sich mit dem FC Schalke 04 der letzten Saison vergleichen, ist aber trotzdem daneben. Wolfsburg war mit Misimovic und seinem Stürmer-Duo in Topform offensiv eine Klasse stärker. Felix Magath mag das Understatement beherrschen, in diesem Falle ist er meiner Meinung nach aber vor allem Realist. Jetzt kommt Stuttgart, dann geht’s nach Hamburg. Es folgt das DFB-Halbfinale auf Schalke gegen die Bayern, das Auswärtsspiel in Leverkusen und das Ligaheimspiel gegen die Bayern an Karsamstag. Ein heftigeres Programm könnte man sich kaum ausdenken. Dann, danach, nach dem Lichtfest, nach dem Ende der Fastenzeit, wenn Christen an Ostern der Auferstehung Jesu gedenken, kann man sich nebenbei in feiertäglicher Ruhe lange genug überlegen, mit wem der FC Schalke 04 der Saison 2009/2010 wohl am besten verglichen werden kann. Bis dahin empfehle ich Demut.
Den Vogel abschießen
Stichwörter: Eintracht Frankfurt, Einwechselspieler-Raten, Schalke 04
Morgen geht’s für den FC Schalke 04 zur Eintracht nach Frankfurt. Zu Halil Altintop, der dort, bei Michael Skibbe, das Vertrauen zu genießen scheint, dass er auf Schalke vermisst hat. Das freut mich für ihn und ich wünsche ihm alles Gute. Nur eben nicht für morgen, da möge er die Knoten in den Beinen haben, die Spötter bei ihm in den letzten Jahren des öfteren gesehen haben wollen.
Alles weitere zum Spiel sagte gestern bereits unser Cheftrainermanageröffentlichkeits- arbeiterfanbefriedermedienkritikerverteidigerdesglaubens. Nur die Einwechselungen von morgen, die wusste ich schon vor ihm. Als da wären …
… Matip,
… Moritz
und Gavranovic.
Tja, wer hätte das gedacht!?
Glück auf!
[Einwechselspieler-Raten: Ein ausschließlich der Ehre halber zu treibender Zeitvertreib, bei dem jeder mitmachen kann, der bis eine Stunde vor Anpfiff die Namen der zu erwartenden Schalker Einwechselspieler in einem Kommentar hinterlässt. Sollte der Initiator dieses Spielchens mit seinen getätigten Aussagen falsch liegen, tritt er trotzdem nicht zurück. Der Gebrauch von Insiderinformationen oder Bestechungsgeldern darf von Dritten nicht nachgewiesen werden können. Die Tippabgabe unter Einfluss von Dopingmitteln ist offiziell verboten, es besteht ein Stillschweigegebot. Bewusstseinserweiternde Drogen werden vom Blogger persönlich abgelehnt und bei anderen Tippern nur geduldet, solange sie sich nicht negativ auf den Kommentareintrag auswirken. Zuwiderhandlungen führen zum Ausschluss. Akteneinsicht wird grundsätzlich nicht gewährt.]
Absolute Physis
Stichwörter: Borussia Dortmund, Schalke 04
Es sei kein gutes Spiel gewesen, arm an Höhepunkten, so ist zu lesen und zu hören. Mag sein dass es die Torchancenzähler so sahen, und das es diejenigen so fühlten, die sich gut unterhalten lassen wollten. Für mich war dieses Spiel von der ersten bis zur letzten Minute aufregend. Eine Stunde stand mir das Entsetzen im Gesicht, weil Dortmund den Raum im Mittelfeld deutlich dominierte, etwas dass in der Regel Schalkes Stärke ist. Und dann diese „Auferstehung“, wieder mal, als man dachte es geht nichts mehr kam Schalke mit beeindruckender Kraft zurück, und Dortmund hatte nichts mehr entgegenzusetzen.
Magaths Formationsexperiment ging kräftig in die Hose. Edu neben Kuranyi in der Spitze, Sanchez und Farfan auf den Flügeln und mit der Aufgabe, bei gegnerischem Ballbesitz als Mittelfeldspieler zu agieren. Was zunächst offensiv aussah führte zu einer realen Unterbesetzung im Mittelfeld, weil sich Vicente Sanchez für Defensivgegrätsche als zu schwach auf der Brust erwies, und weil sich Farfan irgendwo im Nirgendwo aufrieb und quasi nie an der richtigen Stelle war, wenn mal ein Ball nach vorne geflattert kam.
Überhaupt war es viel Geflatter, immer wieder wurden Bälle hoch und weit nach vorne geschlagen, mal um sich aus Bedrängnis zu befreien, mal weil es den Blauen einfach nicht gelang, sich am Boden durch die gelben Reihen zu spielen. Zu viele geringelte Beine, sehr fixe Beine.
Dortmund spielte bis zirka 20 Meter vor dem Schalker Tor hervorragend. Fast überall auf dem Platz schafften sie Überzahl in Ballnähe, sie forcierten Fehler indem sie die Blauen schon in deren Hälfte attackierten. Es gab Szenen, in denen Dortmund sechs oder sieben Ballkontakte unmittelbar vor dem Schalker Strafraum ausspielen konnte, weil jeder Schalker alleine auf verlorenem Posten stand. Häufig genug – zu häufig – kamen die Gelben mit dem Ball auch vors Tor. Hätte sie einen Knipser gehabt, es hätte nach 20 Minuten schon 0:2 gestanden.
Sie hatten keinen, und so kam es zwar zu vielen brenzligen Situationen, aber doch erst mit dem Elfer in der zweiten Halbzeit zur Führung für Borussia. Rund 15 Minuten dauerte die „Trauerphase“, dann hatte jeder Schalker realisiert dass es nichts mehr zu verlieren gab und drehte auf.
Wieso das erneut so funktionierte, wiese es so häufig so weit kommen muss, ich weiß es nicht. Plötzlich glüht alles. Plötzlich ist alles so viel kraftvoller. Mit jeder gelungenen Aktion und mit jedem Pfiff des Schiedsrichters für den Gegner wird das Stadion lauter, was wiederum die eigenen Mannschaft noch weiter anstachelt. Weil es in dieser Saison schon öfter geklappt hat, glaubt man plötzlich wieder dran. Dann wird erzwungen, was zuvor nicht erspielt werden konnte.
Borussia hadert nun (wieder) mit dem Schiedsrichter. Laut der offiziellen Vereinswebseite habe Herr Gräfe in der zweiten Hälfte zugunsten der Blauen gepfiffen, die sich nur mit „Zweikämpfen am Rande des Erlaubten, viele Nickeligkeiten und kleine versteckte Fouls“ zurück ins Spiel brachten. Meines Erachtens ist das Selbstschutzgenöhle. Meines Erachtens brachte es Jürgen Klopp sehr viel besser auf den Punkt.
Jetzt ist man im nahen Osten erst mal wieder leise. Noch 10 Spieltage. 8 Punkte Vorsprung vor Platz 4, 10 vor Platz 6. Ma’kucken.



